Sozialwissenschaftlicher Auswuchs! Prof. Dr. Ulrich Kutschera: Gender-Studies haben an Universitäten nichts zu suchen

Am 24. November haben wir den ersten Teil eines Interviews veröffentlicht, das der Evolutionsbiologe Dr. Ulrich Kutschera ScienceFiles exklusiv gegeben hat. Heute veröffentlichen wir den zweiten Teil des Exklusivinterviews, in dem es vornehmlich um die Ideologie des Genderismus und den Kampf gegen deren Etabilerung an Universitäten geht. Diesen Kampf, den ScienceFiles seit 2011 führt, hat Ulrich Kutschera zunächst für nicht notwendig erachtet. Nach eigener Angabe dachte er, Spekulationen wie die einer sozialen Konstruiertheit von Geschlecht seien so absurd, dass sie sich von alleine wieder in Luft auflösten.

Wie sich gezeigt hat, ist dies nicht der Fall: Wenn sich mit absurden Spekulationen Positionen in der Wissenschaft ergaunern lassen (wie dies schon Hegel getan hat) und wenn es möglich ist, als Anhänger einer Ideologie wie dem Genderismus ein Auskommen zu erzielen, dann ist scheinbar keine Ideologie zu absurd, als dass sie nicht eine Kongregation leichtgläubiger, opportunistischer oder verwirrter Jünger schaffen könnte.

Deshalb hat Ulrich Kutschera den Kampf gegen den Genderismus aufgenommen, zunächst in Medien und Fachvorträgen und nun im Form eines Buches: Gender-Paradoxon, so der Titel des Buches, das nächste Woche beim LIT-Verlag erscheinen wird und das wir unseren Lesern zur Lektüre empfehlen.

ScienceFiles: Herr Kutschera, 440 umfasst Ihr neues Buch “Gender-Paradoxon”. 440 Seiten über Genderismus. Gibt es so viel über eine abwegige Ideologie zu sagen?

Kutschera_Design FehlerUlrich Kutschera: Seit Jahren erhalte ich Anfragen, in welchen man sich wundert, dass es bisher kein Naturwissenschaftler gewagt hat, die jedem klar denkenden Menschen als absurd erscheinende deutsche Gender-Lehre zu kritisieren. Zunächst hatte ich dann aber meinen Schwerpunkt im Bereich “Kreationismus-Kritik“ vertieft und nur nebenbei die Thesen der Gender-Ideologinnen verfolgt. Die Spekulationen bezüglich einer “sozialen Konstruiertheit des Geschlechts” kamen mir derart absurd vor, dass ich davon ausgegangen bin, der Spuk würde sich von alleine in Luft auflösen.

Das Gegenteil war leider der Fall: Je mehr Uni-Gender-Forscherinnen vom Staat eingestellt worden sind, desto aufdringlicher beziehungsweise selbstbewusster wurden die Vertreter dieser Glaubenslehre. Nachdem dann während einer informellen Diskussion auf dem AAAS Meeting [AAAS = American Association for the Advancement of Science] in San José/Kalifornien im Februar 2015 namhafte Kollegen aus Schweden, Dänemark und den USA mit mir der Ansicht waren, man müsse diese pseudowissenschaftliche Irrlehre genauso ernst nehmen und widerlegen wie den Kreationismus, habe ich meine Aufklärungsagenda mit dem bekannten, zensierten hpd-Beitrag vom 13. April 2015 eröffnet. Es folgten zahlreiche Interviews, und neben meiner beruflichen Tätigkeit als Physiologe und Evolutionsforscher habe ich meine über Jahre hinweg gesammelten Aufzeichnungen zum Gender-Thema in Buchform gebracht.

ScienceFiles: Wie ist es Ihnen nach Ihrer öffentilchen Kritik an Genderismus und Gender-Studies ergangen?

Ulrich Kutschera: Zu meiner großen Überraschung waren 90% aller Zuschriften, von Männern wie Frauen verfasst, positiv und ermunternd. Insbesondere infolge des Spiegel-Beitrags vom 04.09.2015 sind bei mir hunderte Mails eingegangen, in denen mir gedankt worden ist – nach dem Motto: Endlich wagt es einmal ein anerkannter Wissenschaftler, diesen offensichtlichen Unfug als solchen zu benennen.

Auf der negativen Seite setzte aber wieder die mir bekannte kreationistische Schmähkritik ein: Völlig analog zur Propaganda beleidigter Schöpfungsgläubiger wurde der Rassismus-Vorwurf aus der Mottenkiste geholt. Dieses alte Kreationisten-Argument ist jedoch völlig haltlos und beeindruckt mich nicht. Bereits im Vorfeld des Erscheinens der Monographie Das Gender-Paradoxon hat der Shit-Storm gegen meine Person begonnen. Da ich mich durch eine stattliche Zahl an wissenschaftlichen Publikationen zur Physiologie und Evolution der Organismen, von den Bakterien über die Tiere bis zu den Pflanzen, ausweisen kann, werde ich diese weiteren Diffamierungen meiner Person ignorieren. Im Anhang 2 des Buchtextes zum Gender-Paradoxon habe ich ein “Kleines Sex & Gender-ABC” publiziert, und dort sind alle relevanten Begriffe, wie z. B. auch der Rassismus, definiert und an dieses Glossar halte ich mich.

ScienceFiles: Sie sind wir der Ansicht, dass Genderismus eine Ideologie ist, die keinerlei rationale Grundlagen aufweist und daher nichts an Hochschulen verloren hat. Wie bewerten Sie es, das Ideologien wie Genderismus von Hochschulen aus verbreitet werden?

Kutschera-end-utbUlrich Kutschera: Als Lebenszeit-Mitglied der Alexander von Humboldt-Stiftung sind mir nicht nur die Schriften des Namensgebers sehr gut bekannt – ich kenne auch die Thesen seines berühmten Bruders Wilhelm von Humboldt. Dieser Staatsmann hat um 1800 die deutschen Universitäten als Institutionen für wissenschaftliche Forschung und akademische Lehre etabliert. Bekanntlich wurde vor dieser Zeit die wissenschaftliche Forschung an Akademien betrieben, so zum Beispiel die pflanzenphysiologischen Untersuchungen an außeruniversitären landwirtschaftlichen Anstalten.

Mit der Humboldtschen Universitätsreform wurden Lehre und Forschung zuammengefügt. Da man jedoch nur Dinge erforschen und lehren sollte, die eine rationale Basis haben, war es eigentlich bisher üblich, esoterisch-okkulte Glaubenssachen, wie zum Beispiel die Homöopathie nicht an Universitäten anzusiedeln. Das hat sich leider seit einiger Zeit geändert: Sowohl der Glaube an das vermeintliche Gedächtnis des Wassers als auch die Annahme einer sozialen Konstruiertheit des Geschlechts unter Leugnung chemischer beziehungsweise biologischer Tatsachen werden an Universitäten beforscht und an die wissbegierige Jugend weitergegeben.

ScienceFiles: Sie haben wie wir vor einiger Zeit universitäre Genderisten dazu aufgefordert, die wissenschaftliche Fundierung der Gender-Studies darzulegen. Wir haben zu diesem Zweck eine Liste mit 30 Fragen erstellt, um es den Genderisten leichter zu machen, sie damit aber dennoch, wie es scheint, überfordert. Wie ist es Ihnen ergangen?

Ulrich Kutschera: Diese Anfrage sollte eigentlich über den Humanistischen Pressedienst (hpd) erfolgen, was nicht stattgefunden hat. Stattdessen hat dann die Berliner Tageszeitung eine sechsteilige Serie mit dem Titel „Gender in der Forschung“ publiziert – ohne Gegendarstellungen. Die absurden Spekulationen der eingeladenen Vertreterinnen des deutschen Genderismus habe ich in den Kapiteln 9 und 10 zitiert und durch Sachargumente widerlegt [Kapitel 9 und 10 von Gender-Paradoxon]. Ich bin der Berliner Tageszeitung dankbar dafür, dass sie im Herbst 2015 dafür gesorgt hat, dass diese widersinnigen Genderistischen Glaubenssätze, in neuen Varianten, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden sind.

ScienceFiles: Genderisten jammern regelmäßig, dass sie Hasskommentare erhalten. Wie bewerten Sie die bei Ihnen eingegangen negativen Reaktionen zu Ihrer Aufklärungsagenda?

13297-0 Genderparadoxon KutscheraUlrich Kutschera: Hasskommentare, gegen bestimmte Personen gerichtet, sind unakzeptabel, da muss ich den Gender-Damen Recht geben. Allerdings hat die Gender-Irrlehre des Urvaters John Money inzwischen derartige Auswüchse erreicht, dass man als Naturwissenschaftler nur noch mit klar positionierten und scharf formulierten Gegenantworten auftreten kann, ansonsten wird man ignoriert oder von der Gegenseite vereinnahmt. Daher halte ich klar formulierte, durchaus polemisch vorgetragene Sachargumente für richtig und notwendig, während ad hominem-Attacken unakzeptabel sind.

Mir wurden von den wenigen öffentlichen Kritikern die bereits oben genannten Rassismus- und rechte Ideologie-Vorwürfe entgegengehalten, die ich aber, als religionsfreier, unpolitischer Nichtwähler, nicht ernst nehmen kann – auch Gender-Urvater John Money hat die Nazi-Keule geschwungen, wann immer er von Biologen angegriffen worden ist.

ScienceFiles: Wenn Sie König von Deutschland wären und Universitäten nach Belieben umgestalten könnten, welche Reformen würden Sie sofort umsetzen?

Ulrich Kutschera: Wilhelm von Humboldt war kein König von Deutschland. Er war jedoch, wie sein Bruder Alexander, ein brillanter Denker und hat erkannt, dass nur vernünftige Dinge, die eine faktische Grundlage haben, an Universitäten erforscht und gelehrt werden sollen. Die Tatsache, dass schon damals auch die Theologie dabei war, hat Humboldt genauso hinnehmen müssen, wie wir heute noch zu akzeptieren haben, dass immer neue Bibel-Interpretationen als universitäre Wissenschaft staatlich subventioniert werden. Allerdings betrachte ich die Gender-Lehre, die ich in meinem Buch zur Abgrenzung gegen die wissenschaftlich fundierte Gender Biomedizin unter dem neu geprägten Wort „Moneyismus“ zusammengefassst habe, als einen Wildwuchs der Sozialwissenschaften, dem wir durch Sachargumente entgegenwirken müssen. Insbesondere unser reformiertes Bild von Mann und Frau – das Ganzkörper-XY-/XX-Modell unserer Spezies sollte allgemein bekannt werden, da wir das Menschsein nur im Lichte der Evolution und Zweigeschlechtlichkeit verstehen können.

ScienceFiles: Lieber Herr Kutschera, wir danken Ihnen für dieses interessante Gespräch

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Wissenschaftsnarren: Erste akademisierte Büttenrede

Die erste akademisierte Büttenrede der närrischen Saison wurde gerade auf heute.de veröffentlicht. Gehalten hat sie ein Thomas Kliche, nicht Thomas CKliché, obwohl er keines auslässt. Und frei hat er seine Büttenrede auch nicht gehalten, es mussten ihm Fragen souffliert werden, von einem öffentlich-rechtlichen Stichwortgeber.

Wolle’ märn reilosse?

Narhallamarsch!

Die Höhepunkte der Büttenrede vom Thomas Kliché:

  • “Der Rechtsextremismus wird auf Jahre zur politischen Landschaft Deutschlands dazugehören.”
  • Die AfD gehört ins rechtsextreme Spektrum.
  • Die Wähler der AfD sind:
    • Rechtsextreme Menschenfeinde,
    • enttäuschte Bürgerliche,
    • Menschen in Sachsen-Anhalt und
    • Menschen mit Angst vor der Zukunft.
  • Globalisierung löst makrosozialen Stress aus.

Narhallamarsch zum Zweiten!

Liebe Narren,

das sagt der Thomas, der Klischee, der Politik- und Gesellschaftspsychologe aus Magdeburg-Stendal:

“wir sind gegenüber von regressiven Rechtsextremen immer in der Situation, dass wir eigentlich, wie mit Kindern reden, die bockig und unvernünftig sind – also wir sind Erwachsene, die vernünftig auf sie zugehen, aber wir werden argumentativ niemals durchkommen.”

Was also tun?

Narhallamarsch zum Dritten.

heute AfD Dummbabbler

Liebe Narren,
Rechtsextremismus gehört schon seit Jahren zur politischen Landschaft Deutschlands, Politik- und Gesellschaftspsychologen wie Thomas CKliché erst seit es Verwaltungsbeamte gibt, die dusselig genug sind, sie mit Steuergeldern zu finanzieren.

Politik- und Gesellschaftspsychologen werden von anerkannten Wissenschaftlern und Bildungsforschern zuweilen dem Dummbabbel-Lager zugerechnet, deshalb dürfen sie auch Büttenreden auf heute.de halten.

Und sie dürfen behaupten:
AfD-Wähler sind rechtsextreme Menschenfeinde, enttäuschte Bürgerliche, Menschen in Sachsen-Anhalt und Angsthasen.
Ha, können wir dazu nur sagen: AfD-Wähler gibt es auch außerhalb von Sachsen-Anhalt, Thomas CKliché lehrt in Magdeburg-Stendal, ist also nach eigener Aussage ein sachsen-anhaltinischer AfD-Wähler und hat entsprechend Angst, rechtsextreme Angst hat er, der Menschenfeind, und deshalb verfolgt er die Wähler der AfD mit seinem Hass, weil er nicht akzeptieren kann, dass es Menschen gibt, die anders sind als er, deshalb verfolgt er sie. Weil er ein enttäuschter Bürgerlicher ist, der geglaubt hat, dass man als Hochschullehrer etwas ist. Und was hat er erfahren: Enges Dienstzimmer, altes Möbel, keine Sekretärin, aber viel Selbstverwaltung und das alles für einen Hungerlohn. Wenn das mal keinen enttäuschten Bürgerlichen macht und vor allem einen Globalisierungsverlierer.

Absolventen gehen ins Ausland und verdienen dort gut. Absolventen machen sich selbständig und verdienen noch besser. Und was macht Thomas Kliché? Politik- und Gesellschaftspsychologie an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Nicht einmal an eine Universität hat er es geschafft mit seiner Gesellschaftspsychologie. An einer Hochschule ist er gelandet. In Sachsen-Anhalt. Im Land der AfD-Wähler. Im Land der rechtsextremen und enttäuschten Bürgerlichen. In seinem Land, in dem er doch eigentlich gar nicht sein will.

Deshalb zieht Thomas Kliché wütend in die Medien und gibt dort seinen Hass zum Besten, seinen Hass auf alle, die nicht sind wie er, gescheitert und an einer mittelmäßigen Hochschule geparkt.

Liebe Narren,
wir können an einen regressiven Gesellschaftspsychologen, der sich einbildet, er würde wissen, wer die AfD wählt ohne auch nur ein Datum dazu zu präsentieren (oder zu kennen), nicht die Maßstäbe anlegen, die man an Erwachsene anlegt, an Personen, die vernünftigen Argumenten dahingehend zugänglich sind, dass in einer Demokratie selbst Menschen, deren Meinungen man partout nicht ausstehen kann, das Recht haben, ihre Meinung zu äußern, selbst dann dürfen sie sie äußern, wenn wir die Meinung für böse, falsch oder unvertretbar halten. Das müssen wir akzeptieren. Es nützt auch nichts, mit dem Fuß aufzustampfen und diese anderen als rechtsextreme Menschenfeinde und mit Blödheit Geschlagene zu beleidigen.

Dem kleinen Thomas, mit dem wir reden müssen, wie mit einem Kind, weil er diesen vernünftigen Argumenten offensichtlich nicht zugänglich ist, weil er bockig und unvernünftig ist und Andersdenkende als rechtsextrem beschimpft und auf seiner unfundierten gesellschaftspsychologischen Intuition, alle AfD-Wähler seien aus Sachsen-Anhalt, rechtsextrem, enttäuscht bürgerlich oder Angsthasen, beharren will, auch ohne empirischen Beleg, dem ist das alles fremd, unbekannt und deshalb lebt er im mikrosozialen, nicht etwa im makrosozialen Stress.

Was also tun? – “Wie ist der richtige Umgang” mit Thomas?

Ohrfeigen? Nein, das ist autoritäre Erziehung und die ist out.

Ins Heim geben? Nein, das ist keine Lösung, dort bekommt Thomas nur Ohrfeigen und das ist autoritäre Erziehung und die ist out.

Am besten, wir lassen ihn an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Dort kann er nicht viel kaputtmachen, denn von Politik- und Gesellschaftspsychologie an der Hochschule Magedburg-Stendal hat man bislang noch nichts gehört, auch wenn zu befürchten steht, dass sie “auf Jahre zur” Hochschullandschaft “Deutschlands gehören wird”. Aber wir bezahlen größeren Unsinn, Genderunsinn, da kommt es auf CKlichés aus Magdeburg-Stendal nicht an.

Und dann machen wir das, was Kliché im Hinblick auf die Wähler der AfD geraten hat: “Geduld haben, Blödheit ignorieren, das Vernünftige dagegensetzen”. Geduld haben, darauf hoffen, dass das Grundsatzprogramm wissenschaftlicher Diskussion vielleicht auch in Magdeburg-Stendals Gesellschaftspsychologie ankommt, das bisherige dumme Gebabbel im Hinblick auf diese Hoffnung überhören und auf die Kraft der rationalen Argumentation, die wir dem dummen Gebabbel entgegensetzen, vertrauen. Denn, wenn die Kraft der rationalen Argumentation nicht ausreicht, um den Sumpf des Dummgebabbels trocken zu legen, dann steht zu befürchten, dass dummes Gebabbel noch auf Jahre zumindest zur Hochschullandschaft Magdeburgs (aber nicht nur dort) gehören wird.

Narhallamarsch!

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Physik wird der Genderlächerlichkeit preisgegeben

Wir nehmen unsere Leser jetzt mit auf eine Reise in die Welt der MINT-Fächer.

Sie kennen doch MINT-Fächer, Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, jene Fächer, für die es so wichtig ist, den Anteil von weiblichen Studenten zu erhöhen? Schon an Schulen beginnt das gezielte Anwerben von Mädchen durch die MINT-Häscher, Ministerien rühren die Werbetrommel, Gender-Nutznießer haben Projekte durchgeführt, um mehr Frauen in MINT-Berufe zu kanalisieren.

Was hat das alles genutzt? Nicht viel bis gar nichts.

Wem hat das alles genutzt? Den Gender-Nutznießern und all denjenigen, die sich auf einer Genderfahrkarte ein Auskommen verschaffen wollen.

Es gibt daher realistische Geister, die feststellen, dass es Genderisten nicht darum geht, mehr weibliche Studenten zu einem Studium naturwissenschaftlicher Berufe zu bewegen, (sonst hätten die Genderisten etwas Entsprechendes studiert) sondern darum, Stellen für mehr Genderabsolventen zu schaffen, damit diese von den entsprechenden Stellen aus, den Umstand beklagen können, dass es immer noch viel weniger weibliche als männliche Studenten in MINT-Fächern gibt und ansonsten auch noch in den nächsten 20 Jahren die Frage erforschen können, die sie schon in den vergangenen 20 Jahren erfolglos erforscht haben: Warum wollen so wenige Mädchen Nobelpreisträger für Physik werden?

In die Kategorie “Stellenbeschaffung für Gender-Vasallen” gehört die folgende Ausschreibung der Universität Münster, die uns ein Leser zugeschickt hat. Sie dokumentiert eindrücklich, wie MINT-Fächer genderisiert werden, d.h. wie in MINT-Fächern Stellen für Gender geschaffen werden, die mit dem entsprechenden MINT-Fach so viel zu tun haben, wie das Puppenhaus mit der Weltraumstation. Diese Brückenköpfe der Genderideologie in MINT-Fächern, sie dienen entsprechend auch nicht dazu, den Anteil weiblicher Studenten zu erhöhen, sondern dazu, weitere Möglichkeiten auszuloten, die genutzt werden können, um Genderabsolventen als fachfremden Brückenkopf in MINT-Fächern anzusiedeln.

WWU muenster GenderPhysik“Im Institut für Angewandte Physik der Universität Münster sind zum nächstmöglichen Zeitpunkt zwei Stellen einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin / eines wissenschaftlichen Mitarbeiters (Entgeltgruppe 13 TV-L, 50%) im Rahmen des Schwerpunkts Geschlechterforschung in der Physik [zu] besetzen”.

Der Gegenstand der Physik, er wird somit erweitert, nämlich um Fragen der Geschlechterforschung, nicht jedoch um Fragen der Art, ob sich die Aufprallgeschwindigkeit bei einem Umfall auf Frauen anders auswirkt als auf Männer oder ob Elektrizität nach Geschlecht unterscheidet oder sich Schwingungen und Wellen geschlechtsspezifisch verhalten. Diese Fragen wären zwar Unsinn, aber sie hätten noch etwas mit Physik zu tun.

Nun ist bekannt, dass Genderisten vor allem MINT nicht können, neben all dem anderen, was sie sonst noch nicht können. Entsprechend kann man die beiden Inhaber (Entgeltgruppe 13 TV-L, 50%) der einen Stelle nicht überfordern, ihnen Kenntnisse in Mathematik oder am Ende Atomphysik abverlangen. Sie sollen ja auch keine Erkenntnisse der Physik behandeln oder gar neu begründen, sondern ideologische Arbeit betreiben, die Bastion Physik auf den Ansturm der Genderhorden vorbereiten, und zwar so:

“Im Rahmen des Projekts Geschlechterforschung in der Physik sollen neben dem bereits etablierten Themenstrang zur Geschlechtergleichstellung mit dem Schwerpunkt Studien-und Berufsorientierung von Mädchen, die Themenfelder Gendergerechtigkeit in der Physik sowie Genderinhaltsforschung in der Physik als weitere Schwerpunkte der genderspezifischen Forschung etabliert werden.”

Es geht also darum, Stellen zu beschaffen für Berufslamentierer mit Genderhintergrund, die dann lamentieren, dass es immer noch zu wenige weibliche Studenten in der Physik gibt, die Papier vollschreiben mit ihren Genderergüssen und dafür sorgen, dass es demnächst den Sonderforschungsbereich “Geschlechterforschung in der Physik” geben wird, in dem dann weiterhin lamentiert werden kann. Dies alles wird zwar nichts daran ändern, dass nach wie vor mehr, viel mehr männliche als weibliche Studenten Physik studieren, aber es wird dazu führen, dass Physik als Studienfach der Lächerlichkeit preisgegeben wird – und das ist offensichtlich das Ziel von Genderisten, die wie Misteln von anderer Früchte Arbeit leben und durch ihre Vermehrung und Unersättlichkeit dafür sorgen, dass es immer weniger gibt, die Früchte durch Arbeit erwerben und immer mehr, die davon leben wollen.

Die beim Stellen, Entgeltgruppe 13 TV-L, 50%, sie haben auch eine regelmäßige Arbeitszeit: “Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt zurzeit 19 Stunden 55 Minuten.” 19 Stunden und 55 Minuten pro Woche. Das sind 1.195 Minuten pro Woche oder 239 Minuten pro Tag oder 3 Stunden 59 Minuten tägliche Arbeitsstunden. Ob in den 3 Stunden 59 Minuten täglicher Arbeit eine tarifliche Mittagspause von 25 Minuten und 19 Sekunden eingerechnet ist, konnten wir nicht in Erfahrung bringen.

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Kinderrechte auch für Erwachsene

Dass sich in der deutschen Gesellschaft eine Infantilisierung breit macht, die erwachsene Menschen das Verhalten von Kindern adaptieren, ihr Handeln an Kindern ausrichten oder ihre sprachlichen Handlungen kindgerecht und somit kindisch machen sieht, darüber haben wir schon mehrfach geschrieben.

Heute wollen wir auf einen weiteren Aspekt dieser Infantilisierung hinweisen, der in einer zunehmenden Realitätsflucht, wenn nicht Realitätsverweigerung besteht und erwachsene Menschen, Abgeordnete und Staatssekretärinnen sich verhalten sieht, als wären sie nicht kurz nach, sondern weit vor der Pubertät.

Ausdruck dieser Realitätsverweigerung sind Aktionen, die man als symbolische Demonstrationen bezeichnen muss, die sich in keiner Weise auf das Ziel, dem sie gewidmet sind, auswirken und deren Zweck daher einzig und allein darin besteht, erwachsenen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich wie Kinder zu verhalten.

Früher hat man Väter belächelt, die mit Eisenbahnen spielen. Was macht man mit Erwachsenen, die rote Abdrücke von ihren Händen machen und sie mit mehr oder weniger sinnlosen Texten versehen, um damit ein “Zeichen … gegen Kindersoldaten” zu setzen?

“Seit dem 12. Februar 2002 verbietet ein Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention, dass Kinder unter 18 Jahren als Kindersoldaten missbraucht werden. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen gibt es trotzdem weltweit 250.000 Kindersoldaten. In fast allen aktuellen bewaffneten Konflikten werden Kinder als Soldaten eingesetzt und zum Kämpfen gezwungen.”

Das Zusatzprotokoll, es ist also 13 Jahre in Kraft und ist weitgehend wirkungslos, weil sich Kriegsparteien nicht daran halten. Wen wundert’s?

Was also tun, damit sich Kriegsparteien an das Zusatzprotokoll zur UN-Kinderechtskonvention halten?

Werden wir doch alle wie die Kindlein: Malen wir uns die Hände an, patschen die Hände auf Papier und schreiben weniger oder viel weniger intelligente Sprüche unter die Handabdrücke:

Kinder im Bundestag“Kinder haben ein Recht auf ein Leben ohne Gewalt”, schreibt Staatssekretärin Caren Marks unter ihre rote Patschhand und sagt damit implizit: Erwachsene haben kein Recht auf ein Leben ohne Gewalt. Sicher werden all diejenigen, die derzeit Kinder als Soldaten rekrutieren, sofern sie die westliche Ansicht, welche Alter Kinder definieren, teilen, ob der roten Patschhand von Marks und dem darunter geschriebenen Spruch sofort damit aufhören, Kinder zu rekrutieren – oder?

“Keine Waffen in Kinderhände”, schreibt Ekin Deligöz unter ihre rote Hand, und mit Sicherheit werden diejenigen, die Kinder als Soldaten rekrutieren, sofern sie die Ansicht, wer denn Kind sei, die Ekin Deligöz hat, teilen, Kindern keine Waffen mehr in die Hände geben. Nicht nachdem Deligöz das unter ihrer roten Patschhand gefordert hat.

Die Aktion rote Hände, der “Red Hand Day 2016 – ein Tag gegen Kindersoldaten” fand übrigens im Bundestag statt, bei der Kinderkommission des Deutschen Bundestages. Wenn Sie also demnächst Parlamentsdebatten im Fernsehen sehen, in denen sich Abgeordnete gegenseitig mit Fingerfarben beschmieren oder mit Tröten und Luftschlangen die Debatte beleben, dann wundern sie sich nicht, es handelt sich dann vermutlich um den Toddler(Kleinkind-)Day im Bundestag, mit dem ein Zeichen gegen Altersarmut gesetzt werden soll.

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“Tiefpunkt der Menschheit”: Landauer Manifest zur Menschenrechtsbildung

Menschen werden heutzutage ja nur mehr über Rechte definiert. Ohne Rechte, Menschenrechte, gibt es entsprechend keine Menschen. Folgerichtig haben sich gute Menschen mit Rechten, im Fachbereich 6 “Kultur- und Sozialwissenschaften am Campus Landau” aufgeschwungen, ein “Manifest der Menschenrechtsbildung” zu schreiben, mehr noch: zu veröffentlichen.

Landauer ManifestUnd da ist es nun, veröffentlicht und als PDF-druckbar, das Manifest, damit jeder Mensch auch sicher sein kann, er ist Mensch, Mensch mit Rechten (nicht etwa mit Pflichten), denn allein das Dasein, in welcher vegetabilen Form auch immer, macht den Mensch zum Rechteinhaber.

Und deshalb, Punkt 2 des Manifests, ist es wichtig, Menschenrechte zu kennen, benennen und darlegen zu können. Und dazu bedarf es der Menschenrechtsbildung. Und natürlich muss “Menschenrechtsbildung … Bildung durch gelebte Menschenrechte sein, indem sie partizipative Lernwege zwischen freien Menschen … zulässt”. Damit ist jeder Irrtum ausgeschlossen: Am Anfang war das Menschenrecht. Das Menschenrecht erst macht den Menschen zum Menschen und erst das Menschrecht lässt “partizipative Lernwege” zu.

Das in diesem Zusammenhang noch von freien Menschen gesprochen wird, ist ein Anachronismus, der vermutlich aus der überarbeiteten Form des Manifests gestrichen sein wird: Freie Menschen, wozu braucht man freie Menschen, wir haben Menschenrechte, Menschsein per Dekret.

Das Menschenbild dieser Menschenrechts-Manifestierer, es ist für alle erschreckend, die bislang der Meinung waren, Menschen existierten in ihrem eigenen Recht und nicht auf Basis von Rechten, die ihnen von anderen Menschen gnädigerweise, aber mit welchem Recht verliehen wurden.

Aber jetzt haben wir ja das Landauer Manifest, das mit diesem Irrtum des Liberalismus aufräumt. Am Anfang war das Recht. Erst dann, ist der Mensch Mensch geworden.

Was indes irritiert, am manifestierten Landauer Rechts-a-priori sind einige Passagen, die den Leser an der Weitläufigkeit und den eigenen Kirchturm hinter sich lassenden Perspektive der Landauer, an deren Gabe, mehr als den eigenen Tellerrand sehen zu können, wenngleich in guter Absicht, zweifeln lässt.

Da ist zum Beispiel die folgende Passage:

“…ist sich der unmenschlichen Abgründe von Faschismus, Nationalsozialismus und Holocaust bewusst, die 1948 den Hintergrund der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte bilden, und ist deshalb „erinnerungsgeleitet“. Jene Barbarei – bisheriger Tiefpunkt der Menschheit – wird als Impuls und Auftrag zur tätigen Mitleidenschaft angesichts aktueller Verfolgungs- und Entrechtungstendenzen
verstanden.”

Hier zeigen sich die Landauer doch sehr nationalistisch, ja Nazi-zentriert. Denn sehet, Ihr Manifestierer, es gibt Genozide jenseits des Holocausts. Nicht einmal die versuchte Ausrottung von Menschen, die bestimmte Eigenschaften teilen, kann man als guter deutscher Manifestierer für sich reklamieren.

Nein, nicht einmal die ersten in der Geschichte waren die Deutschen. Nachahmer waren sie, Nachahmer in einer unglaublich langen Geschichte der Genozide unter Menschen. Schon die Assyrer und die Mongolen waren mit ihren Feinden nicht zimperlich, die Römer haben Karthago und alle seine Bewohner von der Landkarte gelöscht. Die Spanier waren nicht gerade zurückhaltend, wenn es darum ging, die Neue Welt zu erobern und auch die Besiedelung der USA durch Europäer kann man in Teilen als Genozid beschreiben. Kurz, bis die Nazis kamen, gab es schon etliche andere historische Tiefpunkte. Und seither sind es nicht weniger geworden, Stalin hat seinen Tiefpunkt, die Tutsi in Ruanda den ihren, in Dafur sorgen die Äthiopier für ihren Tiefpunkt usw.

Seid nicht traurig, Ihr Landauer Manifestierer, die Nazis waren besonders erfolgreiche Mörder, nur begründet das kein Monopol auf Genozid.

Erklärt uns doch stattdessen, was es mit der von Euch geforderten “tätigen Mitleidenschaft” auf sich hat. Wie hat man sich das “Mitleiden” angesichts “aktueller Verfolgungs- und Entrechtungstendenzen” vorzustellen? Stellen Landauer Manifestierer ein FreiheitsCorps auf, dessen Ziel der Kampf gegen den IS in Syrien ist. Sollen sich Landauer Manifestierer im Mittelmeer ertränken, um ein Feeling dafür zu bekommen, wie man sich als Flüchtling auf der Überfahrt fühlt, um mitzuleiden? Oder wollen die Landauer Manifestierer aus ihren Wohnungen aus- und in Asylbewerberheime umziehen, mit den dort Kasernierten tauschen, um ordentlich mitzuleiden?

Und ausgerechnet das Hambacher Fest der Herren Siebenpfeiffer und Wirth haben sich die Landauer Manifestierer als schutzheiliges Ereignis ausgesucht, ausgerechnet das Hambacher Fest reklamieren sie für ihr Manifest der Menschenrechte, jenes Hambacher Fest, das auf einem Schloss, von dem sie wissen, dass es sich “unweit von Landau” befindet, in “brüderlichem Geist Meinungs- und Redefreiheit fördern” wollte.

Hambacher FestDas war ein Teil des Hambacher Festes, neben dem Versuch, den notleidenden Pfälzer Winzern unter die Arme zu greifen. Der andere Teil des Hambacher Festes war indes ein Teil, der den Landauer Manifestierern wahrscheinlich weder bekannt noch genehm sein dürfte, es war ein nationalistischer, burschenschaftlicher Teil, der seinen Niederschlag im Motto: “Vaterland – Ehre – Freiheit” findet, das auf der Klinge eines Schwerts eingraviert war, die Johann Georg August Wirth, einem der Organisatoren des Festes überreicht wurde, denn auf dem Hambacher Fest ging es um die nationale Einheit der Deutschen, den Nationalstaat und den dazugehörigen Stolz, den man damals als Deutscher, wegen seines Deutschseins empfinden solle. Diese nationale Ausrichtung des Hambacher Festes, wird den Landauer Manifestierern ebenso wenig bekannt sein wie die Tatsache, dass auf dem Hambacher Fest Individualrechte und nicht Gruppenrechte gefordert wurden.

Aber lassen wir das und übergeben Philip Jakob Siebenpfeiffer das Wort:

“Wir widmen unser Leben der Wissenschaft und der Kunst, wir messen die Sterne, prüfen Mond und Sonne, wir stellen Gott und Mensch, Höll’ und Himmel in poetischen Bildern dar, wir durchwühlen die Körper- und Geisterwelt: aber die Regungen der Vaterlandsliebe sind uns unbekannt, die Erforschung dessen, was dem Vaterlande Noth thut, ist Hochverrath, selbst der leise Wunsch, nur erst wieder ein Vaterland, eine frei-menschliche Heimath zu erstreben, ist Verbrechen. Wir helfen Griechenland befreien vom türkischen Joche, wir trinken auf Polens Wiedererstehung, wir zürnen, wenn der Despotismus der Könige den Schwung der Völker in Spanien, in Italien, in Frankreich lähmt, wir blicken ängstlich nach der Reformbill Englands, wir preisen die Kraft und die Weisheit des Sultans, der sich mit der Wiedergeburt seiner Völker beschäftigt, wir beneiden den Nordamerikaner um sein glückliches Los, das er sich muthvoll selbst erschaffen: aber knechtisch beugen wir den Nacken unter das Joch der eigenen Dränger; wenn der Despotismus auszieht zu fremder Unterdrückung, bieten wir noch unsern Arm und unsere Habe; die eigene Reformbill entsinkt unsern ohnmächtigen Händen …”

Das also ist der Geist, auf den sich die Landauer Manifestierer berufen.
Erstaunlich.

TU-Braunschweig: Frauen gleich nach Behinderten

Die politisch korrekte Nomenklatur, sie treibt eine große Anzahl von Blüten, wobei jede dieser Blüten erhebliche Zweifel an der geistigen Verfassung der Gehirne weckt, die die Saat ausgebracht haben.

Da ist zum Beispiel die TU-Braunschweig, die derzeit eine “Juniorprofessur (BesGr. W 1) für „Lehr- und Lernforschung am Schülerlabor für Chemie” zu besetzen versucht. Neben der Stellenbeschreibung und dem üblichen politisch-korrekten Marketing-Text, finden Leser, die es bis zum Ende der Ausschreibung durchhalten, die folgenden Hinweise:

TU-Braunschweig MinderbemittelteDie Technische Universität Braunschweig ist bestrebt, den Frauenanteil zu erhöhen und fordert daher Frauen nachdrücklich zur Bewerbung auf.

Frauen werden bei gleichwertiger Qualifikation bevorzugt berücksichtigt. Auf Wunsch kann eine Teilzeitbeschäftigung ermöglicht werden.

Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt.”

Zunächst fällt auf, dass hier ein Komparativ benutzt wird, ohne dass der Maßstab des Vergleichs benannt wird, denn: “gleicher Qualifikation” oder “gleichwertiger Qualifikation” ist ein zweistelliger Funktor, der einen Vergleichsmaßstab verlang. Bei diesem Vergleichsmaßstab handelt es sich um: Männer, um männliche Bewerber.

Jetzt ist es raus, das Wort, das in Ausschreibungen staatlich Abhängiger wie der TU-Braunschweig so peinlich vermieden werden muss: Männer.

Männer sind das non-plus ultra der Ausschreibung, an denen die anderen Bewerberklassen gemessen werden. Es gibt derer zwei, zwei Bewerberklassen, die nicht die Normalität des Qualifikationsniveaus von Männern erreichen:

(1) Frauen und
(2) Behinderte.

Gleich nach Männern in der geistigen Hierarchie der Fähigkeiten kommen an der TU-Braunschweig Behinderte. Von ihnen kann man gleiche Qualifikationen erwarten wie von Männern, wobei männliche Behinderte eine Unterklasse von Männern sind, was die Absurdität der politischen Korrektheit darin Niederschlag finden lässt, dass nunmehr die Hierarchie mit behinderten Männern beginnt, die wiederum vor Männern stehen. Sie alle sind zu gleicher Leistung fähig.

Ja. Und dann gibt es bei Bewerbungen an der TU-Braunschweig noch weibliche Bewerber. Diese Bewerber sind das Problem der Verantwortlichen, denn von ihnen kann nicht die im Vergleich zu männlichen Bewerbern gleiche Leistung wie von Behinderten erwartet werden. Bestenfalls eine gleichwertige Leistung kann von Frauen erwartet werden.

Der Unterschied zwischen “gleiche Leistung” und “gleichwertige Leistung” er ist erheblich, denn: Eine gleiche Leistung kann unabhängig festgestellt werden, objektiv, wenn man so will. Zwei Marathonläufer, die zeitgleich durchs Ziel gegangen sind, haben eine gleiche Leistung erbracht. Zwei Schüler, die alle Aufgaben des Mathematiktests richtig gelöst haben, haben ebenfalls eine gleiche Leistung erbracht.

Eine gleichwertige Leistung ist keine gleiche Leistung. Die Feststellung, dass eine Leistung gleichwertig zu einer anderen Leistung ist, bedarf, wie der Begriff “gleichwertig” schon sagt, einer Bewertung. Die Leistung von A muss von einem Dritten der Leistung von B als gleichwertig bewertet werden.

Damit öffnet sich für die einen eine Schlangengrube, denn wenn man gleichwertig als Maßstab zulässt, dann kann man Debile in den Mensa-Club aufnehmen, denn für einen vollkommen Dementen ist ein IQ von 45 vermutlich eine Leistung, die der 195 des Hochintelligenten gleichwertig sein kann, nimmt man die unterschiedlichen Ausgangspunkte zum Maßstab.

Für diejenigen, die ideologisch unterwegs sind, und ihre Ideologie ohne Rücksicht auf die damit verbundenen Kosten durchsetzen wollen, eröffnet die Bezeichnung “gleichwertig” gerade die Möglichkeit, die Aufnahme von Debilen in den Mensa-Club einzuklagen.

Übertragen bedeutet dies, dass die bevorzugte Behandlung von weiblichen Bewerbern bei “gleichwertiger Qualifikation” notwendig davon ausgehen muss, dass (1) weibliche Bewerber grundsätzlich unfähig zu gleicher Qualifikation mit männlichen Bewerbern sind und entsprechend (2) von einem tieferen geistigen Ausgangsniveau starten, so dass geringere Qualifikation gemessen am geringeren Ausgangsniveau eine gleichwertige Leistung zu  männlichen Bewerbern mit höherer Qualifikation und mehr IQ darstellen kann.

Kurz: In Braunschweig, an der TU-Braunschweig, da hält man weibliche Bewerber für grundsätzlich dümmer als Männer, weshalb man von ihnen nur gleichwertige, nicht aber gleiche oder gar bessere Qualifikation verlangen kann. Entsprechend stellt sich die politisch-korrekte Hierarchie der Sexisten an der TU-Braunschweig wie folgt dar:

In abnehmender Qualifikation:

1. Behinderte männliche Bewerber,
2. männliche Bewerber,
3. behinderte weibliche Bewerber,
4. weibliche Bewerber.

Was uns wundert ist, dass es tatsächlich weibliche Bewerber geben soll, die sich auf Stellen, wie die von der TU-Braunschweig ausgeschriebene, die ihnen eine a-priori schlechtere Qualifikationen im Vergleich zu Männern und Behinderten bescheinigt, bewerben – aber vielleicht stimmt bei den weiblichen Bewerbern, die sich auf solche Stellen bewerben ja die Annahme der TU-Braunschweig, dass diese Bewerber nicht in dem Maße intelligent sind, wie männliche Bewerber. Wie sonst sollte man erklären, dass die entsprechenden weiblichen Bewerber nicht einmal merken, dass sie beleidigt werden?

Wir danken einem Leser von ScienceFiles für den Hinweis auf diese Ausschreibung.

 

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Rassismus live erleben: Diversity @ Uni Bremen

Anlass für diesen Beitrag ist Post aus Bremen, von der dortigen Universität und von einem Professor, der seine Universität nach eigener Aussage “liebt”. Er meint es sarkastisch, wie aus dem Kontext seiner Aussage hervorgeht, und er meint es deshalb sarkastisch, weil in Bremen ausgerechnet Diversitäts-Apostel, also Genderisten und angebliche Rassismuskritiker, größtenteils bezahlte Ideologen eben, über “Objektivität und Repräsentation” in der Wissenschaft sprechen wollen, und zwar im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Diversity @ Uni Bremen”.

Uni Bremen Diversity1Gegen diese Veranstaltungsreihe, so steht es im Flyer gleich zu Anfang, wollen wir keine Einwände hören, denn die Veranstaltungsreihe basiert auf dem Glaubensbekenntnis, das die Universität Bremen “zu einer selbstkritischen Auseinandersetzung mit ihrem Anspruch, der gesellschaftlichen Vielfalt in Forschung, Lehre und Verwaltung gerecht zu werden” abgelegt hat.

Man ahnt schon Schlimmes.

Und weil die Bremer sich “selbstkritisch” zu einem “Anspruch” bekennen, deshalb sind sie mit einer Veranstaltungsreihe “Diversity @ Uni Bremen” gestraft, die sie aus dem Budget der Universität finanzieren müssen. Jeder bekommt eben, was er verdient.

Die Bremer Universitätsleitung mit ihrem Glaubensbekenntnis, sie verdient vor allem textlichen Unsinn wie den folgenden:

“Mit Fragen der Objektivität und Repräsentation beschäftigt sich der für das Jahr 2016 gewählte Schwerpunkt. Universitäten als Organisationen der akademischen Bildung agieren unter spezifischen Dominanz- und Machtverhältnissen, die die Produktion von Wissen beeinflussen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Wer spricht im Wissenschaftssystem aus welcher Perspektive und Position?”

Die Frage wird per Vortrag beantwortet: “Am Ende der Weiß-heit? Grundlagen der Kritischen Weißseinsforschung”.

Das westliche Abendland schaut auf zwei Jahrtausende der Philosophiegeschichte zurück, auf zwei Jahrtausende, in denen Fragen der Erkenntnistheorie, Fragen, wie man Erkenntnis gewinnen kann, die möglichst unbeeinflusst von Interessen und persönlichen Vorlieben ist, Fragen, die die Methodologie von Wissenschaft, die Wissenschaftstheorie, zum Gegenstand haben, diskutiert und zu einer Lösung geführt wurden, die man gemeinhin unter dem Stichwort “Kritischer Rationalismus” mit seinen Kriterien des Wettbewerbs der Theorien, der Nachprüfbarkeit, Einfachheit und Falsifizierbarkeit kennen sollte, wenn man an einer Universität sprechen will.

Aber dann, zu Beginn des 21. Jahrhunderts kommt eine Sekte aus ihren dunklen Verstecken, eine Sekte, deren Mitglieder hinter dem Mond gelebt haben müssen und von Wissenschaft offensichtlich überhaupt keine Ahnung haben und wollen über “Objektivität und Repräsentativität” reden. Und sie verkünden ihre unglaubliche Erkenntnis, dass “Organisationen der akademischen Bildung unter spezifischen Dominanz- und Machtverhältnissen” agieren.

Echt, ey?

Wow!

Da haben wir 2000 Jahre lang gedacht, Wissenschaftler und ihre wissenschaftlichen Institutionen seien im outer space angesiedelt, würden dort in der Wolke der unbefleckten Erkenntnis, die jungfräuliche Geburt der reinen Idee wieder und wieder feiern und sich ansonsten von Ozon und Erkenntnis ernähren und jetzt kommen diese Sektenanhänger und entdecken, das ist gar nicht so. Wissenschaftler flottieren gar nicht im All, leben auf der Erde, in Ländern, in Städten, an Universitäten, müssen essen, trinken, sind human und fehlbar.

Wow!

Uni Bremen Diversity2Man ist zeitweise geneigt, Diversitäts-Aposteln, also Genderisten und ihren Alteregos den Rassismuskritikern einen Klaps auf den Hinterkopf zu geben, um sich zu versichern, dass die echt sind und nicht die Mirage eines unglaublich dummen, zurückgebliebenen und bar jeglicher Erkenntnis seienden Gartenzwergs, der gerade von einem Baum gefallen zu sein scheint. Aber siehe da, sie sind echt, und sie trauen sich in die Welt, um zur Welt zu sprechen, ihre unglaublichen Erkenntnisse zu verkünden, ihre unglaublich rassistischen Erkenntnisse, wie z.B. die, dass Hautfarbe einen Einfluss auf die Erkenntnis haben soll, dass Weiß-heit ein Erkenntnisproblem darstellen soll.

Wer außer Genderisten und so genannten Rassismuskritikern (alles, was es zur Rassimuskritik zu sagen gibt, wurde von Dr. habil. Heike Diefenbach bereits gesagt) wäre je auf die Idee gekommen, dass Hautfarbe eine Variable ist, die in wissenschaftlicher Methodologie berücksichtigt werden muss? Wer außer Genderisten und so genannten Rassismuskritikern wäre je auf die Idee gekommen, dass Hautfarbe einen Einfluss auf den Erkenntnisprozess hat? Wer außer Genderisten und angeblichen Rassismuskritikern wäre je auf die Idee gekommen, dass Geschlecht und Hautfarbe einen Effekt auf die Art und Weise haben, wie Erkenntnis als solche gewonnen wird?

Niemand.

Und deshalb sind Genderisten und Rassismuskritiker reine Rassisten, denn sie sind die einzigen, die nach Hautfarbe differenzieren, die Wissenschaftler verfolgen, weil sie weiße Hautfarbe haben und sich selbst in ihrer unglaublichen Arroganz, die nur auf Dummheit begründet sein kann, als die Erkenner der weißen Macht- und Dominanzstrukturen feiern wollen und eine “kritische Weißseinsforschung” betreiben wollen, deren Ursache wohl eher in einem Gegenstand des DSM-V gesucht werden muss, als dass sie dem Zwecke der Wissenschaft dienen würde.

Um es noch einmal klar und deutlich zu sagen: Wissenschaftliche Erkenntnis ist farbenblind. Was zählt, ist der Wettbewerb zwischen Theorien und deren Prüfung. Wer behauptet, wissenschaftliche Erkenntnis sei von Hautfarbe, die wiederum Dominanz und Machtstrukturen ausbildet, beeinflusst, der ist ein kruder und überhaupt nicht diverser Rassist.

Schon erstaunlich, dass die Universität Bremen Rassisten und Sexisten eine Bühne zu bieten scheint.

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Tagträumen als neues Studienfach in Leipzig

Gut, wir machen gerade eine Marktanalyse, eine jener kalten, ökonomischen Analysen, bei denen untersucht wird, ob eine Geschäftsidee trägt, Gewinn abwirft, ein selbständiges Leben ermöglicht. Dennoch, was uns heute von der HHL der Leipzig School of Management auf den Tisch gekommen ist, das wäre auch ohne ein entsprechendes Framing bei uns, (1) erschreckend, (2) bezeichnend, (3) unglaublich, (4) absoluter Irrsinn, (5) einer Hochschule nicht würdig [Unzutreffendes bitte streichen, Mehrfachnennungen möglich!].

Eine Kostprobe:

scully facepalm“Sabine Mey ist sich sicher: „Ich möchte 2016 ein Spracheninstitut eröffnen.“ Gerade bei ambitionierten Zielen fangen jedoch häufig die Selbstzweifel an. „Werde ich das Ziel jemals erreichen?“ fragt sich die 29jährige Linguistin. Martina Beermann, Leiterin des Karriereservice an der HHL Leipzig Graduate School of Management, rät: „In solchen Situationen ist es sinnvoll, sich möglichst konkret in das Bild hineinzubegeben und wichtig auch zu visualisiert, was mit dem Ziel alles Positive verbunden ist“. Im Fall von Sabine Mey könnte dies beispielsweise die Freiheit als Unternehmerin, das angestrebte Wachstum oder der Bekanntheitsgrad, den man aufbaut, sein. „Mit diesem ersten Schritt nimmt man gedanklich das Erreichen des Zieles vorweg“, so die Karriereexpertin. Durch die Visualisierung, die man sich gut sichtbar im Büro aufhängen kann, erhält man laut Martina Beermann den notwendigen „Drive“ für die Zielerreichung und bleibt besser auf das Ziel fokussiert.”

“Werde ich das Ziel jemals erreichen”, so die zweifelnde Frage der Sabine Mey. Die Antwort der Leiterin des Karriereservices an der HHL Leipzig, sie ist ermutigend (vielleicht auch nicht):

„In solchen Situationen ist es sinnvoll, sich möglichst konkret in das Bild hineinzubegeben und wichtig auch zu visualisiert, was mit dem Ziel alles Positive verbunden ist“.

Falls jemand diesen sprachlichen Auswurf versteht, er möge sich bei uns melden. Wir verstehen ihn nicht. Was wir jedoch verstehen ist, dass die Frage, ob man mit der Eröffnung eines Spracheninstituts Erfolg haben wird, für die Leiterin des Karriereservices an der HHL eine Frage der “gedanklichen Erreichung des Zieles ist”.

Wir haben es hier offensichtlich mit einer neuen Anwendung von Descartes: “Ich denke, also bin ich” zu tun. Ich denke: “Ich will ein Spracheninstitut eröffnen”. Einmal um die eigene Achse drehen und die Hand entlang der Hutkrempe ziehen und: Da ist es, das Spracheninstitut. Man muss sich nur “konkret in das Bild hineinbegeben”, und schon ist es Wirklichkeit.

Es soll tatsächlich Miesepeter geben, die behaupten, der Erfolg eines Spracheninstituts hänge von den Marktbedingungen ab, davon, wie viele Spracheninstitute es bereits gibt, wie viel Nachfrage, die Institute untereinander teilen müssen, welche Preise am Markt durchsetzbar sind, welche Einstiegskosten mit der Eröffnung eines neuen Instituts verbunden sind, welche Substitute zu Sprachenschulen es z.B. in Form einer DVD oder eines Online-Kurses von Amazon gibt. Aber das ist Firlefanz. Man muss sich nur “möglichst konkret in das Bild hinein” begeben und schon ist das Spracheninstitut nicht nur da, sondern auch erfolgreich.

Ob die Leiterin des Karriereservices der HHL Leipzig erfolgreich ist oder des öfteren von aufgebrachten Studenten, die aus dem Tagtraum, in den sie von der Leiterin des Karriereservices versetzt wurden, aufgewacht sind und kein Spracheninsitut vorgefunden haben, nicht einmal eine Bank, die es finanzieren will?

Wir wissen es nicht.

Aber was sind auch Hindernisse bei Finanzierung oder Kundenakquise, wenn es darum geht, von Spracheninstituten zu träumen?

Hindernisse sind da, um aus dem Weg geräumt zu werden, traumhaft einfach:

Die Leiterin des Karriereservices der HHL räumt Hindernisse aus dem Weg: “Bei der Suche nach kreativen Lösungen für die Beseitigung möglicher Hindernisse auf dem Weg zum Karriereziel helfen Brainstormings in einer Gruppe”.

Wieso kommen Lösungen in bestimmten Kreisen nur noch als “kreative Lösungen” vor? Wie auch immer: Bei der Suche nach Lösungen für die Beseitigung möglicher Hindernisse auf dem Weg zum Karriereziel hilft es, den Karriereservice der HHL zu meiden. Von dort kommt nichts Gutes, denn dort sitzen “innere Saboteure”.

Innere Saboteure sind Leute, die anderen in ihre Karriereziele hineinreden. So definiert es die Leiterin des Karriereservices der HHL. Leute wie sie offensichtlich, die andere zum Tagträumen anhält, wenn sie besser dabei wären, einen Businessplan für ihr Spracheninstitut zu erstellen, denn bislang finanzieren Banken keine Träume, aber gute Businesspläne, die werden finanziert.

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Oh, Schreck: Konrad Lorenz war ein Nazi

das jedenfalls hat die Universität Salzburg erkannt und dem Verhaltensforscher flux den Ehrendoktortitel der Universität Salzburg entzogen.

Lorenz wird es wurscht sein, er ist 1989 gestorben.

Konrad_LorenzAlle anderen wissen nun, dass an der Universität Salzburg lauter aufrechte Personen sitzen, die im Dritten Reich in den Untergrund gegangen und sich dort als Widerstandskämpfer einen Namen gemacht hätten. In keinem Fall hätten sie sich – wie sie das Konrad Lorenz unterstellen – dem System angedient oder gar Entscheidungen für sich getroffen, die mit der herrschenden Ideologie in Einklang sind und für die es Browniepoints gibt.

Nein, Sie hätten dem Nationalsozialismus die Stirn geboten und sich nicht als “besonders engagierter Nationalsozialist dargestellt”, höchstens als besonders “engagierter Anti-Nationalsozialist”, heute jedenfalls, ob in den 1940er Jahren auch als Leib und Leben davon abhängig waren, dass man sich fügt, das wollen wir einmal dahingestellt lassen.

Wie dem auch sei, die wackeren post-Drittes-Reich-Widerstandskämpfer, die Lehnstuhl-Rebellen, sie haben Lorenz entehrendoktort und fühlen sich nun vermutlich gut auf ihrem Weg zur nazifreien Hochschule. Der erste Preis, der der ersten nazifreien Hochschule winkt, ist vermutlich der reine Saubermann in doppelter Ausfertigung.

Was wir jedoch nicht verstehen, ist Folgendes:

“Die Universität stellte zudem fest, dass Lorenz “durch die Hervorhebung der ‘Ausmerzung’ bzw. ‘Auslese’ als wesentlicher Maßnahme für das Überleben der Menschheit und ihrer Verbindung mit dem Rassismus und der ’nordischen Bewegung’ als Grundlage des Staates wesentliche Elemente der rassistischen Ideologie des Nationalsozialismus verbreitet”.

Insofern die Universität Salzburg durch die Ausmerzung von Ehrendoktoren, die sich nicht ideologisch blütenrein verhalten haben, gerade belegt, dass diese Form der Auslese eine wesentliche Maßnahme für das finanzielle Überleben staatlicher Hochschulen im politisch korrekten Umfeld der ministeriellen Vorgaben ist, belegt sie doch, was Lorenz formuliert hat.

Wo also ist das Problem?

Wichtiger als die Ehrendoktorwürde für Konrad Lorenz ist übrigens der Nobel-Preis, den Lorenz gemeinsam mit Karl von Fritsch und Nikolaas Tinbergen für die Erforschung von Verhaltensmustern in Spezien erhalten hat.

Lorenz’s concepts advanced the modern scientific understanding of how behavioral patterns evolve in a species, particularly with respect to the role played by ecological factors and the adaptive value of behaviour for species survival. He proposed that animal species are genetically constructed so as to learn specific kinds of information that are important for the survival of the species. His ideas have also cast light on how behavioral patterns develop and mature during the life of an individual organism.”

Und wir haben gedacht, einen Ehrendoktor erhält man dafür, dass man besondere wissenschaftliche Leistungen erbracht hat. Nicht in Salzburg. Dort erhält man einen Ehrendoktortitel nur für die richtige Gesinnung.

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Die totale Schule: 62.000 zusätzliche Wächter gefordert

Die Dortmunder Erklärung, sie wurde am 5. Dezember 2015 verabschiedet. Sie ist eine kurze Erklärung, die Dortmunder Erklärung, kurz zwar, aber sie hat es in sich: 62.000 Stellen und 3,6 Milliarden Euro aus Steuergeldern zusätzlich hat sie in sich.

Wofür?

Na für Schulsozialarbeit.

Darauf hätten Sie jetzt eigentlich selbst kommen können. Was außer Schulsozialarbeit kann in diesen Zeiten wichtig sein, die Ausgabe von zusätzlich 3,6 Milliarden Euro pro Jahr rechtfertigen?

Was außer Schulsozialarbeit soll die wichtige Funktion erfüllen, Schulen zu totalen Institutionen, die der ideologischen Aufzucht und Durchsetzung der Rechte von Kindern durch Schulsozialarbeiter im Namen der Kinder und wenn es nicht anders geht auch gegen die Eltern der Kinder?

Wollen Sie etwa rechtsextreme Kinder? Aufmüpfige Kinder? Kinder, die weder von Schwulen, Lesben und Transsexuellen noch von Gleichschaltung der Geschlechter etwas wissen wollen? Kinder, die am Ende eine eigene und abweichende Meinung formulieren?

Ok, Sie vielleicht. Und haben Sie Kinder?

Sehen Sie, deshalb brauchen wir Schulsozialarbeiter, 62.000 zusätzliche, 3,6 Milliarden Euro jährlich, um die 62.000 Schulsozialarbeiter auf ihren vollen und unbefristeten Stellen auch zu finanzieren und u.a. Ihre Kinder Ihrem schlechten Einfluss zu entziehen.

Dortmunder SchulsozialarbeitSchulsozialarbeiter, so steht es in der Dortmunder Erklärung, sie sind das Beste, was Deutschland, was deutschen Schulen passieren kann. “[V]on der Beratung und sozialen Förderung bis zur kulturellen Bildung”, reicht die Schulsozialarbeit, die “Jugendlichen wichtige Unterstützung” gibt, wenn auch niemand weiß, wobei. Und natürlich: “Partizipation”, “Ganzheitlichkeit” und “Individualität,” das alles leistet Schulsozialarbeit und außerdem baut sie noch “Benachteiligungen für Chancengleichheit und Teilhabe” ab.

Wer wollte diese Segnungen der Schulsozialarbeit sehenden Auges abwählen, selbst wenn sie 3,6 Milliarden Euro im Jahr für 62.000 Schulsozialarbeiter auf unbefristeten Stellen kosten? Selbst die Tatsache, dass niemand weiß, was Schulsozialarbeiter eigentlich so machen den lieben langen Tag, was die 3.025 Schulsozialarbeiter, die es 2010 an deutschen Schulen gab, so treiben, die sich zwischenzeitlich zu rund 10.000 Schulsozialarbeitern vermehrt haben.

Was die guten Menschen an deutschen Schulen tun, das ist wirklich ein Mysterium, aber es soll niemanden dazu bringen, auf die Wohltaten, “Ganzheitlichkeit”, “Chancengleichheit”, “Förderung”, “Bildung”, “Beratung” und “Partizipation” zu verzichten. Deshalb muss Schulsozialarbeit im Jugendhilferecht verankert werden, deshalb müssen die Studienangebote zu “Schulsozialarbeit” ausgebaut werden, deshalb müssen regionale Koordinierungsstellen für Schulsozialarbeit geschaffen werden.

Schulsozialarbeit ist wichtig, denn:

“Schulsozialarbeit umfasst alle Formen der kontinuierlichen Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule, die eine Tätigkeit von sozialpädagogischen Fachkräften am Ort Schule und die Zusammenarbeit mit Lehrkräften dort zur Wahrnehmung von Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe für die … Schüler zum Ziel haben” (Rademacker, 2009, S.13).

Jugendamt_-_Unterstuetzung_die_ankommtErst durch Schulsozialarbeit gelingt es Jugendämtern, direkt auf Schüler zuzugreifen. Erst Schulsozialarbeit ermöglicht es, jene Sicherheitslücke im System der jugendamtlichen Überwachung, die Schulen immer noch darstellen, zu schließen und vor Ort und ganzheitlich und partizipativ und beratenden und fördernd einzugreifen, damit auch kein Jugendlicher die Schule mit falschen Gedanken, Meinungen und Ansichten verlässt. Auf dem Weg zur politisch-korrekten Einheitsmeinung ist die totale Schule eine wichtige Etappe.

Aber natürlich ist Schulsozialarbeit nur ein Angebot. Die 62.000 zusätzlichen zu den bereits vorhandenen 10.000 Schulsozialarbeitern, sie wollen nur Angebote machen und unterstützen und beraten und fördern und alles nur auf Anfrage … wenngleich es der berufliche Ethos natürlich verlangt, einzugreifen, wenn man eine Fehlentwicklung festzustellen glaubt, wenn Anzeichen vorhanden sind, dass Eltern Kinder nicht im Einklang mit der schulsozialarbeiterlichen Ordnung erziehen, denn dann ist Zugriff und Durchgriff notwendig, zur Rettung der schulsozialarbeiterlichen Ordnung – was uns zurück zur Frage bringt: Was machen Schulsozialarbeiter so den ganzen Tag?

Irgendwie fällt uns ständig der Blockwart ein…

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