Ein Profx, das zu Straftaten aufruft

Die Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und die Zeit machen Stimmung für Lann Hornscheidt, und auch in der Welt wird dafür getrommelt, die Freaks an Universitäten zu belassen, wie es heißt, wohlwissend, dass der Autor die Freaks nicht bezahlen muss, das tun ja andere.

Die Welle des Verständnisses für das Profx, und die Welle der Unkenntnis darüber, was an Universitäten normal und Gegenstand von Wissenschaft ist, die derzeit durch offensichtlich gleichgeschaltete Zeitungen schwappt, hat uns dazu veranlasst, einem Kommentar nachzugehen, den ein Leser mit dem Pseudonym “Lernender” vor einiger Zeit auf ScienceFiles gepostet hat.

Der Kommentar verweist auf eine Reihe von Dingen, die sich schwerlich mit Wissenschaft vereinbaren lassen und die mit dem Namen Lann Hornscheidt verbunden sind.

Doch der Reihe nach.

Fangen wir unsere Reise in die Abgründe von überzeugtem Faschismus, in die Welt derer, die andere mit Heil überziehen wollen, ob diese anderen das nun wollen oder nicht, auf einer Seite an, die weitgehend unlesbar ist und sich XartSplitta nennt.

Lann HornscheidtWie man dem Impressum dieser Seite entnehmen kann, zeichnen “lann hornscheidt” und “ja´n sammla” für den eingetragenen Verein XartSplitta verantwortlich. Diese Verantwortungsübernahme von u.a. Lann Hornscheidt, dem Profx von der Humboldt-Universität ist wichtig, wenn es darum geht, die strafrechtliche Verantwortung für das festzumachen, was jetzt kommt. Das, was jetzt kommt, findet sich auf der Seite, die mit

offene liste: interventions ~ ideen_formen_inspirationen

überschrieben ist und auf die von Lann Hornscheidts Seite bei der Humboldt-Universität verlinkt wird. Und was sich auf dieser Seite findet, ist wirklich unglaublich. Um es eingehend zu würdigen, ist es sinnvoll, den Zweck, den sich XartSplitta gibt, vorweg zu schicken:

XartSplitta ist “…ein projekt, das konkrete visionäre aktionen, ideen und politiken gestaltet, die gegen interdependente diskriminierungen arbeiten. und das alles aus einer trans_xenden perspektive und das heißt: trans*, transgender, genderqueer, genderfluid, gender neutral und alle aktionen und perspektiven,die zwei-geschlechtlichkeit als einzige denk- und lebensform in frage stellen.

In Deutsch: Die “Mannen” von XartSplitta fühlen sich dazu berufen, immer dann zu intervenieren, wenn sie eine Diskriminierung oder etwas Sonstiges wittern, das ihnen nicht passt. Und wie wollen sie intervenieren, u.a. so:

“treffen organisieren, um sich zu überlegen, wie x in veranstaltungen gut eingreifen kann oder unwohlsein zur schau stellen kann oder kollektiv stören kann, damit z. b. öffentliche vorlesungen verhindern, oder andere themen/stimmen hörbar machen”

xartsplitta1Hier findet sich der konkrete Aufruf zu Störaktionen, wie sie z.B. den normalen Ablauf an der Humboldt-Universität wiederholt zum Erliegen gebracht haben und zuletzt einen Polizeieinsatz zur Folge hatten. Wer sich also fragt, wieso Studenten des AStA der Humboldt-Universität in einer Vorlesung verhindern wollen, dass Werke von Rousseau oder Kant besprochen werden, der findet eine mögliche Erklärung bei Profx Lann Hornscheidt, der/die/das zu den entsprechenden Interventionen und damit zur Störung der Vorlesungen oder Veranstaltung seiner/ihrer Kollegen aufruft.

Gut, dass die entsprechenden Kollegen Gleiches nicht mit Gleichem vergelten – bislang. Festgehalten werden kann, dass das “hörbar Machen” bestimmter Stimmen vorraussetzt, dass bestimmte andere Stimmen hier unhörbar gemacht werden. Aber dies wird billigend in Kauf genommen, Meinungsfreiheit gilt nichts,  wie das im Faschismus so üblich ist.

Und weiter geht es mit den Interventionen, und zwar mit einem Aufruf, sich in eine sprachliche Welt zu flüchten, die von normalen Menschen nicht bewohnt wird und die der Geschichte des Herrn sehr ähnelt, die viele in ihrem Deutschbuch gefunden haben, des Herrn, der seinen Tisch Stuhl, seinen Stuhl Schrank und seinen Schrank Kaffeetasse nennt und fortfährt, alle Dinge umzubenennen, so lange, bis ihn niemand mehr versteht:

“mir selbst einen neuen namen geben, neue pronomen aussprechen und in die welt setzen, neue wörter ausdenken und teilen”

Besser kann man den Wahnsinn nicht mehr in Worte fassen oder: “Katabum graz Studa Pux”, wie wir in Anwendung der Aufforderung nach Berlin rufen.

Es folgt ein Aufruf zur Sachbeschädigung, die natürlich damit gerechtfertigt wird, dass man im Namen des Guten, des Queer oder welchen eingebildeten Unsinns auch immer unterwegs ist:

“benannte dinge umbenennen (z. b. mit aufklebern/viel farbe/transpis/im sprechen/auf flugis): institutionen, straßenschilder, öffentliche preise, gebäude, brücken, flughäfen, kleingartenanlagen, parfümflaschen und schokoladenverpackungen, apotheken und kneipen”

Und wem dieser Aufruf zu Straftaten noch nicht deutlich genug ist, dem kann geholfen werden, und zwar in einer Deutlichkeit, die nichts zu wünschen übrig lässt:

xartsplitta“und dann noch weitere dauermögliche intervenierungsaktionen in so vielen unterschiedlichen situationen: mit dem edding über krasse dinge in speisekarten drüberschreiben, klosprüche übermalen_kleben, aufkleba_poster_plakate_bilder abmachen_überkleben, aufstehen und weggehn in diskriminierenden situationen, türen zumachen, radios und fernseher ausschalten, auf einer party die musik ausmachen, tee- und kaffeepackungen wegschmeissen, salzstreua gezielt aufdrehen, bierdeckel neu beschriften, kaugummis auf stühle von sexistischen mackertypen kleben, buchcover umdrehen, sätze in romanen unlesbar machen, seiten in büchern rausreissen, schilder/ettiketten auf kleidung abmachen, sachen in lebensmittelläden hinter andere stellen und so visuell verschwinden lassen, deutschlandfahnen aus dem stadtbild entfernen, in keine kneipen gehen mit  genderistsch_rassistischen speisekarten_klopolitiken_ausbeuterischen arbeitsverhältnissen, überlegen, wo bei wex ich einkaufen gehe, andere trans_x_ende personen auf der straße grüßen beim spazierengehen, support-sms schreiben, nachfragen wenn mir was auffällt, aufmerksam sein in öffentlichen räumen …

Hier wird zu Sachbeschädigung aufgerufen, zur Nötigung, zum Diebstahl und zu manchem mehr.

Man muss sich das ganz klar vor Augen führen, da sitzt ein Profx auf Kosten von Steuerzahlern an einer Berliner Universität und denkt sich Straftaten aus, zu deren Ausführung er Dritte bewegen will bzw. übernimmt die Verantwortung für die entsprechenden Aufrufe zu Straftaten, die von Fiesheiten, wie dem Kaugummi auf Stühlen, über Sachbeschädigungen und Diebstahl von Deutschlandfahnen bis hin zur Beschädigung von Büchern geht, deren Inhalt den Beschädigern nicht gefällt.Knast

All diese Aktionen sollen dadurch gerechtfertigt sein, dass die Herrschaften von XartSplitta sich im Besitz der wahren und reinen Lehre wähnen und ihr Gott ihnen offensichtlich aufgetragen hat, beim Missionieren auf so absurde Dinge wie Gesetze und Eigentum keine Rücksicht zu nehmen. Diese Leute leben davon, dass die Opfer ihrer Übergriffe zu gesittet sind, als dass sie sich mit gleicher Münze zur Wehr setzen, und sie leben davon, dass bislang kein Staatsanwalt auf das Treiben eines sich in öffentlicher Anstellung befindlichen Profx aufmerksam geworden ist und Ermittlungen aufgenommen hat.

Wir haben in einem vergangenen Post Max Weber zitiert mit seinem Bedauern, dass man akademische Rechtschaffenheit nicht lehren könne. Dass man Personen wie das Profx scheinbar nicht daran hindern kann, eine öffentliche Position für seine/ihre Zwecke zu missbrauchen, das ist das eine, aber geht damit einher, dass man zusehen muss, wie eine öffentliche, eine verbeamtete Position an einer Universität dazu genutzt wird, Kollegen, die aus Sicht des Profx falsches Material lehren, zu schaden und Studenten und Dritte zu Straftaten aufzurufen?

Wir glauben nicht und deshalb können wir unsere Forderung, Profx Lann Hornscheidt von der Humboldt-Universität zu entfernen, nur noch einmal bekräftigen.

Doing Unsinn

Wir sind mittlerweile ja einiges an Unsinn gewöhnt. Wer die universitäre Welt und ihren Output beobachtet, wie wir das tun, muss sich derzeit ein dickes Fell aufziehen und sich gegen den Unsinn wappnen, der ihn zuweilen in einem Ausmaß trifft, das geeignet ist, weniger gut Gewappnete aus den Latschen zu kippen.

Dennoch ist es möglich, uns regelmäßig zu erstaunen, z.B. dann, wenn uns ein Kommentator, der sich Chaos nennt, erklärt, dass es zu Lann Hornscheidts herausragenden Leistungen gehört, darauf hingewiesen zu haben, dass es nicht nur zwei Geschlechter gibt. Ein Unsinn, auf den Dr. habil. Heike Diefenbach geantwortet hat:

biologisches GeschlechtWie Ihr Pseudonym schon nahelegt zu vermuten, ist der Kommentar, der unter demselben verfasst wurde, chaotisch und peinlich und schmerzt mich als Sozialwissenschaftlerin: so etwas kann nur von jemandem verfasst werden, der in seinem ganzen geistigen Chaos meint, als Wissenschaftlerin durchgehen zu können, wenn er nichts anderes kann als herumzuproleten.

Das ist wirklich sehr peinlich!

Noch peinlicher ist der Bildungsstand, den die Studierenden und Sektenmitglieder an der Humboldt-Uni hier dokumentieren: Glauben Sie das wirklich und im Ernst, dass Profx der Welt die Erkenntnis gebracht hat, es gebe mehr als zwei Geschlechter? Haben Sie irgendwann in Ihrer Schulzeit einen Biologieunterricht gehabt, irgendetwas von einem biologischen und einem genetischen Geschlecht gehört, vom Einfluss von Hormonen auf die körperliche Entwicklung eines Fötus im Mutterleib?

Kann man dermaßen ungebildet und naiv sein und dennoch an eine deutsche Universität gekommen sein? Falls ja, beginnt der Mißstand zweifellos in der Schule und nicht erst an der Humboldt-Uni!

Ein anderer Kommentator, der ebenfalls an der Humboldt-Universität studiert, gibt sich kenntnissreich und weiß, dass Margaret Mead sich im Grabe umdrehen würde, wenn sie wüsste, dass Soziologen und Ethnologen dazu aufrufen, Lann Hornschein von einer wissenschaftlichen Position, die es nachweislich nicht ausfüllen kann oder will, zu entfernen und den Steuerzahlern, die Last des Unterhalts zu nehmen.

Matthias Busch, der Autor des entsprechenden Kommentars, offenbart dabei eine erschreckende Unkenntnis der Arbeiten, für die Margaret Mead schon zu Lebenzeiten berühmt war. Offensichtlich funktioniert Herr Busch ziemlich binär, entgegen aller Vielfaltsbestrebungen und denkt, Margaret ist ein weiblicher Vorname, Margaret Mead daher eine Frau, und entsprechend könne sie nur Feministin sein, und weil sie nur Feministin sein kann, kann sie es nur für gut befinden, dass Personen wie Lann Hornscheidt, die Wissenschaft weit hinter die Inquisition zurückwerfen, an Universitäten Positionen besetzen.

Nun, dem Manne kann geholfen werden, immer vorausgesetzt, das Doing Gender von Matthias Busch ist mit seinem biologischen Geschlecht identisch, was ja nicht so ohne weiteres vorausgesetzt werden kann. Es muss indes gesagt werden, dass die heutige Verwirrung darüber, dass es einen Unterschied zwischen dem biologischen und dem sozialen Geschlecht gibt, dass man ersteres nun einmal hat (mit den Anomalien im Hinblick auf das genetische Geschlecht, die Heike Diefenbach oben angesprochen hat), während ein soziales Geschlecht mit einer Rolle einhergeht, die man übernimmt und fortan spielt und die an Erwartungen von anderen, die man deshalb soziale Erwartungen nennt, geknüpft ist, dass es diesen Unterschied gibt, ist im Durcheinander sexueller Vielfalt untergegangen, so dass es heute tatsächlich Irrgeleitete gibt, die denken, sie könnten sich von ihrem biologischen Geschlecht verabschieden, sich ein soziales Geschlecht al gusto zulegen und entsprechend so tun, als wären sie etwas anderes.

Dem Herrn Busch, der Margaret Mead so gerne im Munde zu führen scheint, dem sei zunächst ein Buch von Mary Douglas empfohlen (Mary = weiblicher Vorname). Der Titel des Buches lautet:  “Wie Institutionen denken”. Diesem Titel folgt eine schöne Darstellung geschlossener Strukturen, die vermutlich denen entsprechen, in denen sich Herr Busch bewegt. Doch man darf manche Studenten heutzutage ja nicht mehr damit überfordern, in Bibliotheken nach Büchern Ausschau zu halten oder gar auf Google Books nach entsprechenden Büchern zu recherchieren, deshalb hier eine kleine Passage von jetzt Margaret Mead aus dem Buch “Mann und Weib – Das Verhältnis der Geschlechter in einer sich wandelnden Welt”, in der sie den Kern dessen beschreibt, was wir gewöhnlich Genderismus nennen.

Das Buch wurde im Jahre 1949 veröffentlicht!

Mann und Weib“Gerade in der Mittelklasse und unter jenen, die nach einer Stellung in ihr streben, wächst dieser Widerstand am stärksten, weil es gerade die Berufe der Mittelklasse sind, in denen Frauen sich am leichtesten hervortun und in denen sich Männer am ehesten eingeengt vorkommen. Jede aufstrebende Männlichkeit ist dabei unerwünscht und der Aufstiegswille wird, oft unter Hinweis auf eine notwendige Sparsamkeit, geknebelt. Die Mütter der Mittelklasse können, dazu erzogen und immer noch daran gewöhnt, einen großen Teil ihrer Zeit dazu verwenden, ihre heranwachsenden Kinder zu formen, ihnen Liebe zu schenken oder vorzuenthalten, je nachdem, ob die Kinder die richtigen Einstellungen zeigen. Die Tugenden der Mittelklasse – Spartrieb, gutes Haushalten, Pünktlichkeit, Voraussicht, harte Arbeit, Beherrschung momentaner Impulse, Respekt vor der Meinung anderer, Sicheinfügen in den Sittenkodex – sind Tugenden, die erlernt werden können. Jene Fertigkeiten, in denen der Körper eine Rolle spielt und Männer leichter eine Überlegenheit erreichen können – wie Jagen, Reiten oder Fechten -, fehlen auf der Liste der Mittelklasse. Tugenden der Mittelklasse, die durch die wechselseitigen Beziehungen zwischen Mutter und Kind erlernt werden, werden ursprünglich am Magen-Darm-Kanal-Modell geprägt, als Aufnehmen, Behalten und befohlenes Herausgeben; dabei entsteht für das männliche Kind eine zusätzliche Schwierigkeit, die Herrschaft, die über die Ausscheidung verlangt wird, von der Notwendigkeit zu trennen, über seine impulsive Männlichkeit die Verfügung zu behalten. Das Mädchen steht, obgleich seine speziellen weiblichen Eigenschaften nicht herausgefordert werden, vor einem kleineren Problem, wenn es lernt, die Regeln von Zeit und Ort zu beachten. So muss also der amerikanische Knabe während seiner ganzen Kindheit, daheim und in der Schule, mit Mädchen im Wettbewerb stehen, die ihm bei allen Dingen, für die man gelobt wird, eine Nasenlänge voraus sind – wie zum Beispiel nur dafür Lob erteilt wird, dass man für sich selbst einsteht, nicht aber dafür, dass man kämpft. Die Sportarten mit engen Beziehungen zu körperlicher Kraft und Verwundbarkeit sind das einzige Gebiet, von dem weibliche Konkurrenz ausgeschlossen ist, und sie dienen, und sei es auch nur auf den Seiten der Zeitung, amerikanischen Knaben und Männern als faszinierende Ausflucht. Und ein Ausgleich ist nötig bei einem Spiel, bei dem alle Karten gezinkt sind und bei dem man doch nicht verlieren darf – bei Strafe des Verlustes von Liebe und Selbstachtung” (Mead, 1985: 257-258; Hervorhebungen von uns).

Knapper kann man die Verweiblichung einer Gesellschaft und das Verdrängen männlicher Eigenschaften aus der Domäne der Mittelschicht nicht darstellen.

Bevor man also Name-Dropping betreibt, sollte man sich vergewissern, was die entsprechenden Autoren, mit denen man sich schmücken will, geschrieben haben, und vor allem sollte man die Beherrschung über die eigenen Ausscheidungen erlernen und nicht jedem Impuls, sich zu präsentieren, nachgeben.

Cogito Ergo Profx

“I once saw Elvis in a potato chip” (x-files; Fox Mulder in Episode “Empedocles”)

“Everybody in here is different” (x-files; Shrink Dr. Hakkie in Episode: “Duane Barry”)

Ein Leser von ScienceFiles, bei dem wir uns ganz herzlich bedanken, hat eine unglaubliche Mühe auf sich genommen, um uns Seite 42 des Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zukommen zu lassen. Die digitale Entwicklung ist am Feuilleton der FAZ Sonntagszeitung offensichtlich vorbeigegangen oder man will Sorge tragen, dass die entsprechenden Beiträge nicht allzuweite Verbreitung finden, wie auch immer, unser Leser hat Seite 42 eingescannt und an uns geschickt, auf dass auch wir es Schwarz auf Weiß vor uns haben, was dort steht.

Dort steht: “Sagen Sie bitte Profx zu mir. Lann Hornscheidt möchte gerne geschlechtsneutral angesprochen werden. Die Empörung ist gigantisch.”

FAY PROFXDas steht auf Seite 42 als Überrschrift und verantwortlich soll eine Antonia Baum sein, bei der, um sie einmal selbst zu zitieren, immer unter der Annahme, der Text nach der Überschrift ist tatsächlich auf ihrem Mist gewachsen, es sich um eine uns “total unbekannte” Person handelt, wenngleich die Seite der FAZ behauptet, Baum gehöre dort zur Redaktion:

“Sie lebt in Berlin, wo sie an der Humboldt-Universität Neuere deutsche Literatur und Geschichte studiert hat. Während des Studiums schrieb und veröffentlichte sie Kurzgeschichten, wenig später dann einen ganzen Roman. Sie interessiert sich für die Mafia, Feminismus, Rap-Musik und globale Zusammenhänge. Seit Februar 2012 ist sie Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

Nun, es gibt nichts, was es nicht gibt.

Der Text, der sich zwischen Überschrift und Unterschrift findet, passt so ungefähr zu dem, was man von einer an der Humbug-Universität Sozialisierten erwarten würde. Es ist ein Opfermelodrama, bei dem der oder die oder das Gute von Lann Hornsscheidt gespielt wird.

Wie immer, wenn ein Opfer zelebriert werden soll, kommen viele Feinde, aber keine Argumente vor. Wie immer, wenn ein Opfer zelebriert werden soll, ist die Laudatio auf das Opfer ein einziger Widerspruch, der wie in diesem Fall, Toleranz für das vermeintliche Opfer fordert und jede Kritik am Opfer in Bausch und Bogen und konsequenter Intoleranz als Hass, hasserfüllt, rechts und auf Stammtischniveau, diskreditiert. Und wie immer, wenn ein Opfer zelebriert wird, hofft man vergeblich, derjenige, der zelebrieren will, erreichte auch nur annähernd das Niveau eines Stammtisches.

Lann Hornscheidt, das Opfer, ist ein Opfer mit Problemen. Problemen sexueller Orientierung, die sich darin äußern, dass Lann Hornscheidt sich weder als Mann noch als Frau fühlt. Und das ist ein Problem – oder? Es ist ein Problem, das die Welt interessieren muss. Das jedenfalls denkt Lann Hornscheidt und will eine bestimmte Art, angesprochen zu werden, durchsetzen, als Profx. Profx, das ist die Anreide, die es von seinen Studenten verlangt. [Wir haben uns mit uns auf “es” geeignigt, denn: wenn Lann Hornscheidt weder mit sie noch mit er angesprochen werden will, bleibt in der deutschen Sprache nur noch es.]

Lann Hornscheidt, also es, ist ein Vordenker nach eigenem Gefühl. Es denkt soweit anderen vor, dass die meisten derzeit lebenden Menschen, die von sich denken, sie seien entweder er oder sie, nach ihrem Gefühl zurückbleiben in der Welt, die von Antonia Baum nur als rechte Welt wahrgenommen werden kann. Es ist dies die Welt der “Jungen Freiheit”, in der sich rechte Fieslinge tummeln, die böse Kommentare über das Lann Hornscheidt abgeben. Menschen, die wie Baum weiß, vor “den Computern” sitzen und so “ziemlich allem, was für die Integrität eines Landes wichtig ist”, misstrauen.

Dies lässt nur den Schluss zu, dass Baum denkt, es, also Lann Hornscheidt, sei für die Integrität Deutschlands wichtig, etwa in der Weise, in der der Glaube an den Rechtsstaat für die Integrität Deutschlands wichtig ist.

Wenn wir jetzt alle fertig gelacht haben, dann können wir im Text fortfahren … ja?

hate_speech1Anstelle sich nun mit Profx anzufreunden und der Laune von Lann Hornscheidt zu fröhnen, statt dessen gibt es “Hass”, “Hassmails”, “hasserfüllte Stammtischreaktionen”, “Hass, der von überall kommt”, aber dennoch “vielfach aus dem rechten Milieu” stammen soll oder vom “Stammtisch” oder von “Leuten von der AfD” oder auf Facebook verbreitet wird, oder in Emails bei Lann Hornscheidt eintrifft, oder von Kollegen an der Universität stammt oder von Journalisten der Welt, der F.A.Z., des Freitag, der Süddeutschen Zeitung, von Neon usw. Kurz: Die Welt minus Lann Hornscheidt (und minus Baum) besteht aus Hass und Hassern. Alle, außer Lann Hornscheidt und Baum hassen und sind Hasser.

Es verhält sich ungefähr so, wie mit dem Geisterfahrer auf der Autobahn, er ist überraschender Weise und für manche nicht vorhersehbar umgeben von Abweichlern, die ihm nicht gerade freundlich begegnen. So auch bei Lann Hornscheidt. Aber bei Lann Hornscheidt, so weiß Baum, bei Lann Hornscheidt liegt das daran, dass es eine Professur hat und entsprechend eine “statushohe Position”, die hierarchisch über dem Stammtisch angesiedelt ist. Das schreibt Baum, die sich noch wenige Sätze vorher, darüber beklagt hat, dass es den Hassern im Bezug zu Lann Hornscheidt vor allem darum geht, das Oben und das Unten richtig einzuordnen. So wie es Baum darum geht, das statushöhere Oben, das eine Position an der Universität angeblich darstellt, vom statusniedrigeren Unten des Stammtisches abzugrenzen. Das macht Baum dann wohl zum Hasser….

Wie man im Zusammenhang mit Universitäten auf die Idee kommen kann, es handle sich bei akademischen Positionen um statushöhere Positionen … Nun, wer auf diese Idee kommt, der hat offensichtlich einiges, was sich in den letzten Jahrzehnten ereignet hat, nicht mitbekommen, von der Entleerung der Hochschulen durch den Bologna-Prozess, über die Abschreckung kompetenter Wissenschaftler durch die Verordnung einer Gehaltsreduktion von C auf W bis zur ideologischen Gleichschaltung von Hochschulen durch den Staatsfeminismus und seine Eingriffe in die wissenschaftliche Freiheit. Und nicht zuletzt sind es Personen wie Lann Hornscheidt, die dafür sorgen, dass eventuell noch vorhandener Status in Lächerlichkeit aufgeht. Aber offensichtlich reicht Lächerlichkeit aus, um Baum zu beeindrucken, mit dem Status der Lächerlichkeit.

Es sind nicht nur die Widersprüche in diesem Text, der aus gutem Grund im Feuilleton versteckt wurde, die die Frage aufwerfen, was das nun wieder für ein Machwerk ist. Es ist vor allem die folgende Passage, die deutlich macht, dass Dummheit, Naivität und wer weiß was noch (wir weiter unten) bei diesem Text Pate gestanden haben (und sagt nicht Baum selbst von sich, sie sei an der Mafia interessiert?):

Expert in whatever“Für mich fehlt dieser Gesellschaft die Fähigkeit, Differenzen stehen zu lassen”, so zitiert Baum es und fährt fort: “Genau das tut Hornscheidt während des Gesprächs. Man merkt, dass Hornscheidt Zeit hat[,] zu denken, was doch eigentlich die Hauptaufgabe von steuerfinanzierten Universitäten war. Jedenfalls habe ich noch nie mit einem Menschen entspannter und offener über Feminismus reden können”.

Wenn Lann Hohnscheidt mit seinem Vorschlag, Profx zur Anrede zu machen, Differenzen auslöst und diese Differenzen von es und Baum als rechter Hass diskreditiert werden, dann muss man tatsächlich konstatieren, dass Baum und Lann Hornscheidt die Fähigkeit fehlt, Differenzen stehen zu lassen.

Aber gut, oder na dann, wie man sagen könnte, nachdem man seinen Kopf wieder von der Tischplatte gehoben hat, na wenn Frau Baum gute Gespräche führt, dann ist das natürlich ein Kriterium, das uns Vertrauen in ihr Urteil fassen lassen sollte. Obwohl wir widersprechen müssen, vor allem der Prämisse, dass alles Denken an Universitäten stattfindet. Aber es ist schön zu wissen, dass Lann Hornscheidt Zeit zum Denken hat, während die Kollegen in Seminaren schwitzen, die voller Studenten sitzen, Studenten, die vom Lehrangebot und dem Ansprech-Diktat von Lann Hornscheidt abgeschreckt sind und entsprechend von Kollegen bedient werden müssen – von Kollegen, die folglich die Arbeit von Lann Hornscheidt übernehmen, das ja schon denken muss und sich entsprechend nicht um Studenten oder das, was gemeinhin als akademische Selbstverwaltung beschrieben wird (also die Einsparung von Buchhaltern auf Kosten der Wissenschaftler), kümmern kann.

Aber das sind Argumente, und Argumente sind in der statushöheren Welt der Intelligenz angesiedelt, weshalb sie im Text von Baum auch nicht vorkommen, einem Text, der in seiner hilflosen Art nur das Mittel der Bewertung kennt, um den Differenzen zu begegnen, zu deren Bearbeitung Baum und Lann Hornscheidt anscheinend jede Fähigkeit fehlt.

Doch zurück zum Denken, das an Universitäten stattfindet, Cogito Ergo [sum] Profx, Ich denke, also bin ich Profx, wie man in gekürztem Latein sagen könnte. Das erklärt natürlich alles. Wenn das Denken als solches die Qualifikation für eine Professur darstellt, dann wundert uns nichts mehr über den Zustand deutscher Universitäten. Steuerzahler finanzieren also Professoren an Universitäten, damit diese denken, denn, um es noch einmal zu wiederholen, außerhalb von Universitäten findet, wie Baum weiß und sie muss es wissen, denn sie ist außerhalb einer Universität, kein Denken statt. Deshalb bezahlen wir das Profx, damit es für uns denkt und uns sagt, wie wir all die Millionen ansprechen sollen, die nicht selbst denken können, aber sich fühlen, und zwar weder als Männlein noch als Weiblein, die ese.

So einfach ist die Baumsche Welt, so einfach und so unsinnig, dass man sich unwillkürlich fragt, ob ein alleiniger Schreiber für so viel Unsinn verantwortlich sein kann. Früher, also in den Zeiten, in denen Journalismus noch etwas mit Recherche und Kriterien zu tun hatte, früher gab es eine Redaktionssitzung, in der Texte diskutiert und editiert wurden, gab es einen Redakteur vom Dienst, der letzte Änderungen vorgenommen hat. Damit sollte gewährleistet werden, dass kein Unsinn in Zeitungen steht.

Heute steht Unsinn in Zeitungen, so dass man sich fragt: Liegt das nun daran, dass an Zeitungen nur noch Personen beteiligt sind, die Unsinn nicht bemerken, selbst dann nicht, wenn er wie hier ganz dick aufgetragen ist, oder liegt das daran, dass bei Zeitungen Nachwuchs benutzt wird, um Unsinn zu verbreiten, immer in der Hoffnung, dass sich ein Nachwuchs-Konkurrent als Wasserträger des Politisch-Korrekten disqualifiziert und um Kopf und Kragen schreibt oder schreiben lässt – also eine Form des innner-redaktionellen Widerstands gegen die politische Korrektheit, die den Unsinn als Waffe nutzt, um das Politisch-Korrekte und seine Vertreter lächerlich zu machen.

Bleibt abschließend noch festzustellen, dass Denken förderlich ist, wenn man an Universitäten eine Position inne hat, dass Denken aber nicht das ist, was einen Positionsinhaber, wie z.B. das es, zu einem Wissenschaftler qualifiziert. Ein Wissenschaftler beherrscht eine wissenschaftliche Methode, die es ihm erlaubt, eine Fragestellung zu entwickeln, zu prüfen und neue Erkenntnis zu gewinnen, die für andere nachvollziehbar und prüfbar ist und insgesamt einen Fortschritt darstellt. Wissenschaftler haben entsprechend Argumente, die auf beobachtbaren Fakten basieren und stellen keine Behauptungen auf, die auf gefühlter Einbildung basieren.

Popper GrundproblemeEs ist doch erfrischend, dass sich das, was man mit Betrand Russell als Müßiggang bezeichnen könnte, in der Phantasie mancher hält und Hochschulen entsprechend als Orte phantasiert werden, an denen es von Müßiggängern nur so wimmelt, deren einzige Aufgabe darin besteht, sich Absurditäten zu überlegen und diese als überlegen auszugeben, warum überlegen: aufgrund eigener Gefühle und eingebildeter statushöherer Position. Warum haben sich Generationen von Wissenschaftlern nur bemüht, Wissenschaft von Religion oder Metaphysik abzugrenzen, wo doch das Gefühl und das Denken und die Einbildung ausreichen, um sich als Wissenschaftler zu inszenieren?

Aber, wir haben gelernt: Wenn man sich irgendwie fühlt und zudem denkt und sich statushöher wähnt, dann gibt einem das alle Rechte. Nun wir denken und fühlen uns heute hochherrschaftlich. Deshalb erwarten wir, als Hoheiten angesprochen zu werden. Und weil Hoheiten Rechte über andere haben, erwarten wir nicht nur, dass wir als Hoheiten angesprochen werden, wir dekretieren hiermit, dass wer Unsinn verbreitet, für die Verbreitung von Unsinn verantwortlich ist oder Unsinn, dessen Verbreitung er hätte verhindern können, an seiner Verbreitung nicht hindert, mit einer Geldstrafe von 5000 Euro zu belegen ist (einzahlbar auf unser angegebenes Konto).

Wer unter unseren Lesern sich wie ein Vollstrecker fühlt, der ist hiermit ermächtigt, gegen die für Unsinn Verantwortlichen im beschriebenen Sinne vorzugehen.

Lann Hornscheidt von der Humboldt Universität entfernen II: Der Brief

Heute haben wir den Brief auf den Weg gebracht.

Der Brief an den Präsidenten der Humboldt-Universität, Jan Hendrik Olbertz und an den Senator für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheeres.

In einem vergangenen Post haben wir die Forderung das/der/die Profx Lann Hornscheidt von der Hummboldt Universität Berlin zu entfernen, bereits begründet. Wir wollen das nicht wiederholen. Statt dessen für alle Unterstützer und Leser, hier das Anschreiben, mit dem wir die Email an die Genannten verschickt haben:

Sehr geehrter Herr Dr. Olbertz, sehr geehrte Frau Scheeres,

wir, das sind Dr. habil. Heike Diefenbach und Michael Klein sowie 62 Unterstützer, wir sind besorgt. Wir sind besorgt über den Zustand der deutschen Sozialwissenschaften, die derzeit zwischen Irrelevanz und Lächerlichkeit oszillieren.

Dass viele Bundesbürger mit Sozialwissenschaften, eben keine Wissenschaft verbinden, sondern willkürlich zusammengeklaubte Wortansammlungen, deren Sinn sich ebenso wenig erschließt wie ihr Zweck, dass viele Bundesbürger der Ansicht sind, dass Sozialwissenschaften eine Form der Selbsttherapie für Personen mit abstrusen Ideen sind, hat einen benennbaren Grund: Die Entprofessionalisierung der Sozialwissenschaften und ihre Verwillkürlichung durch politische Eingriffe im Rahmen des Staatsfeminismus.

Wissenschaft ist eine Methode, die klaren Kriterien folgt. Wissenschaft stellt Sätze über die Wirklichkeit auf. Diese Sätze haben einen Gehalt, d.h. sie sagen etwas über die Wirklichkeit aus. Sie sind prüfbar und nachvollziehbar und führen letzten Endes zu einem Wissen, von dem die Gesellschaft profitiert.

Mit dem Advent des Staatsfeminismus ist die Suche nach wissenschaftlichen Ergebnissen, die zum gesellschaftlichen Wohlstand beitragen, in den Sozialwissenschaften in eine Randexistenz abgedrängt worden. Sie wurde zur Suche nach den letzten Abstrusitäten, die man zur Erbauung eigener Grillen ausleben kann. Zudem sind die Sozialwissenschaften zu einem Instrument, mit dem Absurditäten, die von Ideologen ersonnen wurden, legitimiert werden sollen, verkommen.

Kaum ein Inhaber einer wissenschaftlichen Position an deutschen Universitäten steht so sehr für diese Entwissenschaftlichung der Sozialwissenschaften, wie Lann Hornscheidt, der/die sich zum Ziel gesetzt zu haben scheint, Kommunikation zu verunmöglichen und durch eine Ansammlung absurder Laute zu ersetzen.

So besteht Lann Hornscheidt darauf, mit einer dem Duden unbekannten Buchstabenfolge “Profx” angesprochen zu werden und sanktioniert Studenten, die nicht bereit sind, ihre Muttersprache zu Gunsten der Lann Hornscheidtschen Sprachphantasie aufzugeben.

Auf diese Weise missbraucht Lann Hornscheidt nicht nur eine wissenschaftliche Position um ihren eigenen Spleen auszuleben, sie führt auch eine verbale Vergewaltigung harmloser Studenten durch, die zur Sprach-Konformität mit Lann Hornscheidt gezwungen und auf diese Weise der normalen Welt entfremdet werden. Entsprechend mündet die Sprach-Agitation von Lann Hornscheidt wie in fast allen Fällen, in denen eine kleine Gruppe sich eigene Sprachkonventionen gibt, in einen Kult, der wiederum zur politischen Agitation genutzt wird.

Der Missbrauch der wissenschaftlichen Position, den Lann Hornscheidt betreibt, geht zu Lasten von Studenten und Kollegen. Ersteren wird das Lehrangebot reduziert, denn Studenten, die dem Sprachkult von Lann Hornscheidt nicht huldigen wollen oder schlicht nicht wissen, wie sie der/die/das ansprechen sollen, ist eine Teilnahme an Lann Hornscheidtschen Seminaren verwehrt. Dies wiederum geht zu Lasten von Kollegen, die in ihren Seminaren eine höhere Studentenzahl aufnehmen müssen und so gezwungen sind, die Lann Hornscheidtsche Unkollegialität auszubaden.

Die politische Sprach-Agitation des/der Lann Hornscheidt ist als  “intervenieren” benannt und hat z.B. das Ziel , die Humboldt-Universität umzubenennen, eine Intervention, die mit einer Diskreditierung und Verleumdung von Wilhelm und Alexander von Humboldt einhergeht.

Universitäten sind Orte des Erkenntnisgewinns.

Universitäten sind weder Orte der ideologischen Propaganda noch Orte, an denen Kulte gebildet und etabliert werden können.

Lann Hornscheidt trägt nicht erkennbar zum Erkenntnisgewinn bei, betreibt ideologische Propaganda und schart  Studenten um sich, die nach dem Durchlaufen einer sprachlichen Aufnahmeprozedur in den Kreis des Lann Hornscheidt-Sprachkults aufgenommen werden.

Das hat an Universitäten nichts zu suchen.

Steuerzahler finanzieren Positionen an Universitäten nicht dafür, dass sich deren Inhaber mit dem Ausleben ihrer individuellen Phantasien profilieren und ansonsten Schaden anrichten, Schaden, wie er z.B. dadurch entsteht, dass das Wirken von Lann Hornscheidt die Sozialwissenschaften als ideologisches Unterfangen der Lächerlichkeit preisgibt.

Das muss ein Ende haben.

Deshalb fordern wir und (bis zum heutigen Tag) 62 Unterstützer, Lann Hornscheidt von der Humboldt-Universität zu Berlin zu entfernen oder dazu zu bringen, ein sinnvolles Angebot für Studenten bereitzustellen, das an keinerlei Sprachphantasien gebunden ist.

Eine ausführliche Begründung zu dieser Forderung sowie die Liste der Unterstützer finden Sie unter:

http://sciencefiles.org/2014/10/31/profxin-lann-hornscheidt-von-der-humboldt-universitat-entfernen/

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. habil. Heike Diefenbach
Michael Klein

Richtiger Faschismus kommt (wieder) aus Österreich

Wenn es darum geht, Freiheit zu beseitigen und Wissenschaft zu zerstören, dann hat die politische Klasse Österreichs immer ganze Arbeit geleistet und wie die deutsche dafür gesorgt, dass die besten Österreicher das Weite gesucht und in der Regel im angelsächsischen Ausland gefunden haben. Dort haben sie die österreichische Schule der Ökonomie (weiter-)entwickelt, sie haben den kritischen Rationalismus begründet, die empirische Sozialforschung erfunden, sie haben in Medizin, Chemie und Physik die Forschung vorangetrieben und das in ihren Herkunfstländern hinterlassen, was man heute einen brain drain nennen wurde.

Und es waren bei weitem nicht nur jüdische Wissenschaftler, die Österreich und Deutschland den Rücken gekehrt haben, wie die (unvollständige) Liste der Emigranten zeigt. Aber: Wo die Ideologie herrscht, da ist für Innovation und Fortschritt und für mutiges und kreatives Denken kein Platz. Ideologie und Neues, Unvorhergesehenes, das verträgt sich nicht.

Klemperer LTIDeshalb wurden im Dritten Reich Wissenschaftler in Deutschland und Österreich daran gehindert, Forschung, die nicht das arische Unbedenklichkeits-Siegel erhalten hat, Forschung, die von Wissenschaftlern ausgeführt wurde, die nicht den arischen Bruderkuss erhalten haben und Forschung, die nicht in der Sprache des Dritten Reiches, der Lingua Tertii Imperii, wie sie Victor Klemperer genannt hat, abgefasst war, überhaupt auszuführen.

Kurz: Wer im Dritten Reich das Falsche geforscht hat, wer einer falschen gesellschaftlichen Gruppe zugehörte und sich geweigert hat, eine bestimmte Sprache zu verwenden, dessen Karriere in der Wissenschaft war beendet.

Und im Jahre 2014 sind wir keinen Schritt weiter:

Wer an der Fachhochschule des bfi Wien studieren will, wer dort studieren will, ohne das Binnen-I in seinen schriftlichen Arbeiten zu verwenden, der wird mit einer um 10% schlechteren Bewertung bestraft. Wer männlichen Geschlechts ist, der muss in Österreich (und in Deutschland) sowieso schon bessere Leistungen bringen, um dieselben Chancen zu haben, wie Personen weiblichen Geschlechts. Und wer denkt, er könne als weißer Mann und ohne Binnen-I sich mit Gentechnologie befassen oder gar Kernenergie weiterentwickeln wollen, wer Forschung betreiben will, von der manche Saubermänner denken, sie habe eine dual-use-Problematik, der vergisst seine Forschung besser, bevor er sie begonnen hat. Oder er flüchtet ins angelsächsische Ausland oder nach Indien, wo man ihn mit offenen Armen empfängt.

Wer sagt: Geschichte wiederholt sich nicht?

Dass sich Geschichte wiederholt, dafür sorgt derzeit u.a. die Fachhochschule des bfi, des Berufsförderungsinstituts Wien. Das bfi wird von der Arbeiterkammer und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund getragen, und man kann nicht anders als sich wundern, was aus den ehemaligen Arbeitnehmervertretern geworden ist. Früher hatten Arbeiterbildungsvereine den Zweck, Arbeiter zu qualifizieren. Heute besteht ihr Zweck offensichtlich darin, sie ideologisch auf Linie zu trimmen, auf die Linie des Binnen-I, denn wer diesen sprachlichen Auswuchs nicht mitmacht, wer sich nicht dazu zwingen lässt, ideologisch motivierte Mätzchen zu machen, der wird mit Punktabzug, minus 10% bestraft.

Nett – oder?

bfiFrüher hatten Arbeiterbildungsvereine das Ziel, Arbeiter vom Wert der Bildung zu überzeugen. Heute haben ihre Nachfolger das Ziel, Arbeiter dazu zu zwingen, ideologische Männchen zu machen, und wer sich dabei ganz besonders brav auf die Hinterfüsse stellt, der bekommt ein Leckerli.

Wissen die eigentlich, was sie da machen, an der Fachhochschule des bfi in Wien, deren Zweck eigentlich darin besteht, Weiterbildung und schulische Nachqualifikation zu ermöglichen?

Aber rollen wir das Feld doch einmal mit der Frage auf, die kaum jemand derzeit stellt: Warum soll man die deutsche Sprache mit einem Binnen-I unlesebar machen?

Angeblich macht ein Binnen-I die Kaste der Untouchables, die immer da, aber immer unsichtbar sind, sichtbar, jene weiblichen Wesen unter uns, die wir alle und ohne das Binnen-I nie zur Kenntnis genommen hätten.

Nehmen wir nur kurz an, ein I in einem Wort oder die Sexualisierung von Sprache, die aus grammtischem Geschlecht, biologisches Geschlecht macht, habe tatsächlich die Sichtbarmachung all derer, die vorher im Verborgenen gewerkelt haben, zum Ergebnis. Und jetzt?

Was heißt das jetzt für eine Fachhochschule, für einen wissenschaftlichen Text?

Jetzt stellt sich die Frage, was die Sichtbarmachung von bislang Unsichtbaren in einem wissenschaftlichen Text zu suchen hat. Es stellt sich die Frage, ob sich ein wissenschaftlicher Inhalt durch ein I in einer neuen Qualität darstellt – ob es einen Erkenntniszugewinn gibt.

Und die Antwort ist klar: Natürlich gibt es keinen Erkenntniszugewinn. Ob eine Idee in Deutsch, Spanisch, Englisch oder Hindi abgefasst ist, interessiert die Idee in keiner Weise, wäre dem so, der Satz des Pythagoras hätte es nie nach Deutschland geschafft.

Das Binnen-I hat also keinerlei wissenschaftlichen Mehrwert.

Erleichtert es die Verständigung? Nein, das tut es nicht, wie jeder weiß, der jemals versucht hat, sich durch einen sogenannten gegenderten Text zu lesen. Es ist schlicht unmöglich. Nicht einmal der politisch korrekte Schreiber kann es, schlimmer noch: Niemand kann diesen sprachlichen Irrsinn von Anfang bis Ende durchhalten. Wer es nicht glaubt, der nehme einen entsprechenden Text und lese, bis er zu einem Nomen mit einem männlichen grammatikalischen Geschlecht kommt, bei dem das ideologische weibliche Anhängsel fehlt, was nur eine Frage der Zeit ist.

Keinerlei wissenschaftlicher Gewinn und eine Verunmöglichung von Verständigung sind die Folge des Binnen-I. Warum wird es dann bei der Fachhochschule des bfi in Wien zur Pflicht gemacht?

Orwell 1984Die Antwort ist einfach: Weil es darum geht, ideologischen Druck auszuüben. Weil die Herrschaften beim bfi die Macht, die ihnen ihre Position gegenüber ihren Studenten gibt, ausnutzen, sie missbrauchen, um sich selbst zu Sprachgöttern aufzuschwingen, die Schiefertafeln mit den entsprechenden Schreib-Geboten verteilen. Indes, die bfi-ler sind keine verzeihenden Götter: Sie sind strafende Götter: minus 10%.

Und die Wiener bfi Götter sind vor allem eines nicht: Wissenschaftler. Was Wissenschaft ist, davon können sie keine Ahnung haben, denken sie doch, die Korrektheit einer wissenschaftlichen Aussage hänge mit der Form zusammen, in der sie dargestellt wird. Was Wissenschaftlichkeit ist, davon können sie keine Ahnung haben, missbrauchen sie doch Stätten der Wissenschaft dazu, ihre persönlichen Präferenzen für andere verbindlich zu machen, ganz so wie es die katholische Kirche im Mittelalter versucht hat. Und schließlich: Was Wissenschaft ist, davon können sie keine Ahnung haben, denn sonst wüßten sie um die Wichtigkeit der Freiheit, die nun einmal kein ideologisches Sprachkorsett verträgt.

Nein, die bfi-ler sind unter den Ersten, die sich als totalitäre Ideologen outen, als möchtegern Diktatoren, die ihren Untertanen verordnen, wie sie zu sein und zu schreiben haben. Und entsprechend muss allen, die sich bilden oder weiterbilden wollen, davon abgeraten werden, die Fachhochschule des bfi in Wien auch nur als Kandidat der (Weiter-)bildung zu erwägen. Dort werden keine Wissensinhalte vermittelt, denn dort herrscht die Ideologie, eine keifende Ideologie zudem, wie die Kleine Zeitung berichtet, die einen dort beschäftigten Mitarbeiter mit den folgenden Worten zitiert: “Ich würde auch die beste Arbeit, die nicht geschlechtsneutral formuliert ist, mit einem Fünfer bewerten”.

Deutlicher kann man es nicht mehr machen, dass nicht die Ideen, sondern die Ideologie treibende Kraft ist. Deutlicher kann man es nicht mehr machen, dass es nicht um Wissenschaft und Bildung, sondern um Diktatur und Unterordnung geht. Wer demnach Faschismus erlernen und erleben will, ist am bfi gut aufgehoben.

“Wir”, so schreibt das bfi in seiner Selbstdarstellung, “vermitteln Freude und Lust am Lernen … Wir stehen für soziale und fachliche Kompetenz … Wir ermöglichen unseren KundInnen sozialen Aufstieg … Wir sind innovativ, zukunftsorientiert und engagiert”.

Vergessen sie das Management-Gelaber. Die Realität sieht anders aus: Wir, beim bfi, bringen ihnen Untertanentum näher, lehren Sie Ideologie, nicht Wissenschaft und machen Sie fit für Faschismus 2.0, auch bekannt als Genderismus.

Wir danken einem Leser von ScienceFiles für den entsprechenden Hinweis.

Profxin Lann Hornscheidt von der Humboldt-Universität entfernen

An den Senator für Bildung, Jugend und Wissenschaft von Berlin, Sandra Scheeres

Prof. Dr. Lann Hornscheidt, Professor/Professorin für Gender Studies und Sprachanalyse an der Humboldt-Universität zu Berlin ist mit sofortiger Wirkung von der Universität zu entfernen.

Begründung

§100 des Berliner Hochschulgesetzes nennt die besondere Befähigung zum wissenschaftlichen Arbeiten als eine Einstellungsvoraussetzung für Professoren.

Prof. Dr. Lann Hornscheidt belegt durch sein/ihr Wirken an der Humboldt-Universität Berlin, dass er/sie über keine Befähigung und in keiner Weise eine besondere Befähigung zum wissenschaftlichen Arbeiten verfügt.

§77 des Bundesbeamtengesetzes lautet: “Der Beamte begeht ein Dienstvergehen, wenn er schuldhaft die ihm obliegenden Pflichten verletzt. Ein Verhalten des Beamten außerhalb des Dienstes ist ein Dienstvergehen, wenn es nach den Umständen des Einzelfalles in besonderem Maße geeignet ist. Achtung und Vertrauen in einer für sein Amt oder das Ansehen des Beamtentums bedeutsamen Weise zu beeinträchtigen.”

Das Verhalten von Prof. Dr. Lann Hornscheidt ist in besonderem Maße geeignte, Achtung und Vertrauen in einer für sein/ihr Amt oder das Ansehen des Beamtentums bedeutsamen Weise zu beeinträchtigen. Tatsächlich macht das Verhalten von Lann Hornscheidt einen ganzen Berufsstand, nämlich den des Hochschullehrers und die Idee der Wissenschaft, deren Repräsentant er/sie sein will, lächerlich.

Das Vorliegen eines Dienstvergehens muss entsprechend bejaht werden.

Wissenschaftliches Arbeiten

Wissenschaft ist ein kontinuierlicher Erkenntnisprozess und als solcher ist Wissenschaft in erster Linie eine Methode, eine Methode, die Erkenntnisgewinn gewährleistet. Erkenntnis ist Wissen über die Realität, und entsprechend kann Wissenschaft nur eine empirische Methode der Erkenntnisgewinnung sein, eine Methode, die Hypothesen aus Theorien ableitet, die Hypothesen prüft und aus dem Prüfungsergebnis Konsequenzen für die Theorie zieht. Wissenschaftliches Arbeiten ist daher ein Arbeiten, das auf die Erkenntnis der Realität auf das Auffinden von Gesetzmäßigkeiten in der (sozialen) Umwelt, die uns umgibt, ausgerichtet ist.

Im Gegensatz dazu versteht Prof. Dr. Lann Hornscheidt sein/ihr Wirken nicht als Erkenntnisgewinn, sondern als “Intervention”, was notwendig voraussetzt, dass sich Lann Hornscheidt bereits im Besitz von Erkenntnis, und zwar von richtiger, wahrer und in seinem/ihrem Fall guter Erkenntnis wähnt, die zum Ausgangspunkt für Intervention gemacht werden kann. Damit ist aber Glauben und nicht Wissenschaft beschrieben. Nur wer glaubt, kann unbekümmert von jeglichem Zweifel in das Leben Dritter intervenieren. Nur wer glaubt, kann sich aufführen, als wäre er im Besitz der Wahrheit, die zu allen Zeiten in der Vergangenheit und der Zukunft gültig ist und gültig sein wird. Lann Hornscheidt glaubt und hat entsprechend nichts an einer Universität zu suchen, denn er/sie ist offenkundig nicht in der Lage, seinen Dienstauftrag, bewährtes Wissen an Studenten zu vermitteln, zu erfüllen oder in die Methode der Wissenschaft einzuweisen.

Der Schwerpunkt auf der Intervention, deren Ziel die Manipulation von Verhalten, die Veränderung des Verhaltens Dritter ist, zeigt, dass Lann Hornscheidt Sozialpolitiker sein will, was er/sie durchaus sein kann, aber nicht an einer Universität. Universitäten dienen nicht dem Schreiben politischer Programme oder dem Entwerfen politischer Kampagnen, sondern der Vermittlung und Gewinnung von Wissen und somit dem Gegenteil dessen, was Lann Hornscheidt anstrebt.

Universitäten sind Orte der Erkenntnisgewinnung und als solche notwendig Orte des Zweifels, und wer zweifelt, der kann nicht in das Leben Dritter intervenieren wollen oder das Leben Dritter von einer moralischen Warte aus beurteilen. Lann Hornscheidt tut beides und hat entsprechend nichts an einer Universität verloren.

Gewinnt man dann, wenn man die Lehrveranstaltungen, die Lann Hornscheidt an der Humboldt-Universität in Berlin anbietet, noch den Eindruck, hier werde Wissenschaft mit Sprachspielen und Universität mit Kaffeekränzchen verwechselt, z.B. dann, wenn außer reflektierendem Diskutieren und angeblich kritischem Reflektieren nichts getan zu werden scheint, so nimmt die Debattierwerkstatt, die Lann Hornscheidt an der Humboldt Universität zu unterhalten scheint, andere Züge an, wenn man die Versuche, einerseits die deutsche Sprache zu verballhornen und andererseits historische Persönlichkeiten wie Alexander und Wilhelm von Humboldt zu denunzieren, in Rechnung stellt.

Agitprop an der Humboldt-Universität

Lann Horscheidt scheint seine/ihre Studenten dazu aufzuwiegeln, “Interventionen” für eine unverständliche Sprache durchzuführen und vermeintlich kritisch-reflektierend und ohne den störenden Einfluss historischen Wissens, Persönlichkeiten des 18. und 19. Jahrhunderts ahistorisch, unreflektiert und vor allem: unkritisch zu diskreditiern Der resultierende Aktivismus hat entsprechend nichts an Universitäten als Stätten von Wissen, als Stätten des fairen und vor allem argumentativen Umgangs miteinander zu suchen. Man würde entsprechende Aktivitäten eher bei militanten Sekten erwarten, mit Sicherheit aber nicht an einer Universität.

Insofern Lann Hornscheidt diese Aktivitäten nicht nur unterstützt, sondern ganz offensichtlich dafür verantwortlich ist, zeigt sie/er deutlich, dass er/sie besser in einem Konvent als an einer Universität aufgehoben wäre. Insofern Lann Hornscheidt eine wissenschaftliche Position missbraucht, um leichtgläubige Studenten zu manipulieren und zu indoktrinieren, zeigt er/sie deutlich, dass er/sie Wissenschaft mit politischem Aktivismus verwechselt. Um weiteren Schaden an der Wissenschaft zu verhindern, ist Lann Hornscheidt daher von der Humboldt Universität auszuschließen.

Schaden für die Wissenschaft

Zudem fügt Lann Hornscheidt der wissenschaftlichen Community im Allgemeinen und der Position des Professors erheblichen Schaden dadurch zu, dass sie/er beide lächerlich macht. So findet sich auf der öffentlichen Homepage von Lann Hornscheidt an der Humboldt Univeristät zu Berlin die folgende Passage:

Professx für Gender Studies und Sprachanalyse am Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien
Wollen Sie mit Profx. Lann Hornscheidt Kontakt aufnehmen? Achten Sie bitte darauf, Anreden wie
“Sehr geehrtx Profx. Lann Hornscheidt” zu verwenden.
Bitte vermeiden Sie alle zweigendernden Ansprachen wie “Herr ___”, “Frau ___”, “Lieber ___”, oder “Liebe ___”.

Das Berliner Hochschulgesetz sieht im Paragraphen 103 die Führung des Titels “Professor” oder “Professorin” vor. Das Führen einer Kreation wie Profx oder Professx ist im Hochschulgesetzt nicht vorgesehen. Lann Hornscheidt scheint somit selbst der Ansicht zu sein, keine Professur an einer öffentlichen Universität inne zu haben, was seine/ihre Entfernung erleichtern sollte.

Der Wunsch, mit einer fiktiven und von Lann Hornscheidt erfundenen Bezeichnung angeredet zu werden, lässt zudem Probleme in der Persönlichkeit von Lann Hornscheidt vermuten, die einer Ausübung der Position eines Professors im Wegen stehen. Dies wird nicht zuletzt dadurch nahegelegt, dass Wissenschaft ein kumulativer Erkenntnisprozess ist, der auf methodisch gewonnenen und nachvollziehbaren Ergebnissen basiert. Insofern Lann Hornscheidt Sprachidiosynkrasien einführt, die ihm/ihr verständlich sein mögen, die sonst aber niemand versteht, zeigt sie/er deutlich, dass er/sie keine Idee von Wissenschaft, nicht einmal eine vage Vorstellung von Wissenschaft hat. Entsprechend ist Lann Hornscheidt entweder nicht fähig oder nicht willig, ihren/seinen Arbeitsauftrag zu erfüllen.

Vielmehr versucht Lann Hornscheidt, Studenten die entsprechenden sprachlichen Idiosynkrasien anzuerziehen und Studenten dazu zu zwingen, diese Sprachidiosynkrasien, die im Hochschulgesetz nicht vorgesehen sind, einzuhalten, um überhaupt Kontakt mit Lann Hornscheidt aufzunehmen zu können. Folglich nutzt Lann Hornscheidt seine/ihre Position aus, um Studenten gleichzuschalten und seine/ihre persönlichen Vorlieben im öffentlichen Raum einer Universität durchzusetzen.

Um dem Treiben von Lann Hornscheidt ein Ende zu setzen und weiteren Schaden von Wissenschaft abzuwenden, bleibt daher nur die Möglichkeit, Lann Hornscheidt aus ihrer/seiner Position als Professor zu entfernen und jeglichen Umgang mit Studenten zu unterbinden.

Diese Forderung wird von den im Folgenden genannten Personen unterstützt. Wer die Forderung unterstützen will, kann uns eine Email [sciencefiles at textconsulting.net] schicken, um in die Liste der Unterstützer aufgenommen zu werden.

  • Dr. habil. Heike Diefenbach
  • Michael Klein
  1. Christoph Assel, Potsdam
  2. Dr. Fritz Baur
  3. Oliver Behrendt, LL.M., Berlin
  4. Thomas Bertz, Großburgwedel
  5. Henning Bettermann, Klein-Vielen
  6. Dr. Harald Beurich, Plankstadt
  7. Rainer Brandl
  8. Hermann Bubke, Berlin
  9. Maximilian Dachs
  10. Dr. Elmar Diederichs
  11. Martin Eppelmann, Berlin
  12. Prof. Dr. med. Rainer Gladisch, Lindenfels
  13. Ronald M. Hahn, Wuppertal
  14. Dr. Thomas Hartung
  15. Jens Hölscher
  16. Dietmar Hube
  17. Michael Gäse, Paderborn
  18. Dr. Walter Heinz Greiner, Hurlach
  19. Michael Hoeft, Köthen
  20. Stephan Holzinger
  21. Wolfgang Jacobs, Berlin
  22. Markus Kausch, Höhenkirchen-Siegertsbrunn
  23. Ralph Knebel, Berlin
  24. Daniel Knoell
  25. Isabel Kocsis, OStR
  26. Prof. Dr. Dr. med. Dr. habil. Adorján F. Kovács
  27. Tobias Kramer, Kaufbeuren
  28. Frieder Lehmann
  29. Stefan Lehmann, Berlin
  30. Henrik Leiner, Berlin
  31. Dr. Hubert Lerch
  32. Gerhard Leuner
  33. René Lissner, Potsdam
  34. Dipl.- Ing. Frieder Lorenz, Berlin
  35. Udo Marx
  36. Johannes Meiners
  37. Karsten Mende
  38. Gregor Mitzka
  39. Thomas Most, Meißen
  40. Philipp Müller, Frankfurt a. Main
  41. Günther Oberheide, Hannover
  42. Peter Oestel, Berlin
  43. Frank Otte
  44. Gottfried Pfüller
  45. Ronald Preuß, Chemnitz
  46. Gerald Radloff
  47. Matthias Rahrbach
  48. Helmut Roth
  49. Volker Rotter
  50. Christoph Sattler
  51. Heinz-Josef Schaaf, Bad Camberg
  52. Günter Scharf, Sonsbeck
  53. Sven H. Schillings, Koblenz
  54. Klaus Schulte, Stuttgart
  55. Dipl. Ing. Eberhard Schulz
  56. Bernhard Siefert, Grenzach-Wyhlen
  57. Ludmilla Sokolova
  58. Carsten Thumulla
  59. Ulrich Peter Trappe
  60. Volker Urban
  61. Dr. Angelo Vallone, Köln
  62. Ricard Vila, Stuttgart
  63. Günter Wagner, Heidenheim
  64. Arnfried Walbrecht
  65. Ursula Wedler, Bielefeld
  66. Uwe Werler, Dresden
  67. Wolfgang Zecher
  68. Jörg Zergiebel, Dresden
  69. Georg Zundel, Bad Waldsee

Studenten intervenieren: HUmboldt Universität in Humbug-Sanatorium umbenennen

Wir sind zur Abwechslung einmal mit einer Initiative an der Humboldt-Universität einverstanden. Die Initiative, die sich Intervention nennt, will die Universität umbenennen. Das unterstützen wir und haben wir auch in der Vergangenheit bereits unterstützt. Wir haben damals Humbug-Universität vorgeschlagen, angesichts der neuesten Entwicklungen, auf die uns ein Leser von ScienceFiles aufmerksam gemacht hat, schlagen wir nunmehr: Humbug-Sanatorium, vielleicht auch Haus am Zauberberg vor.

Lann HornscheidtEin Insasse des Humbug-Sanatoriums nennt sich Lann Hornscheidt und möchte mit “Sehr geehrtx Profx. Lann Hornscheidt” angesprochen werden. Warum auch nicht, schließlich ist jeder im Humbug-Sanatorium anders und warum soll man den einen nicht mit Profx und den anderen mit Prefx ansprechen? Wenn es bei der Heilung hilft…

Lann Horscheidt wird von Steuerzahlern finanziert, um im Humbug-Sanatorium zu “visualisieren”, um “w_ortungen” zu betreiben und um zu “intervenieren”. Es ist eben dieses Intervenieren, bei dem wir uns mit Lann Hornscheidt treffen, denn Lann Hornscheidt scheint die Feder der Studenten zu führen, die sich berufen fühlen, kritisch wie sie sagen, zu intervenieren, zu intervenieren, um die Humboldt-Universität umzubenennen.

Und es ist die Begründung zu diesem Lann Horscheidtschen Intervenieren, die uns veranlasst hat, die Umbenennung der Humboldt-Universität in Humbug-Sanatorium zu unterstützen.

Deshalb nunmehr die Studixe und Profixin im O-Ton und mit einer Vorabwarnung: Wer nicht in der Lage ist, große Mengen prätentiösen Unsinns zu verarbeiten und befürchtet, dass sein Intellekt leiden könnte, wenn er mit allzuviel behandlungswürdigem Quatsch belastet wird, der soll die nummerierten Absätze meiden und sich auf unsere eingerückte Übersetzung der jeweiligen Textpassage beschränken.

(1) Humboldt ist ein Name, der in der “hegemonialen deutschen kollektiven Erinnerung einen besonderen Platz einnimmt”.

Unsere Übersetzung: Wer Humboldt gut findet, ist ein hegemoniales Schwein, denn Humboldt hat einen besonderen Platz in der “hegemonialen deutschen kollektiven Erinnerung”. Sie kennen doch die hegemoniale kollektive deutsche Erinnerung, das ist die Erinnerung, die immer dann kommt, wenn es darum geht, den Erbfeind im Fussball zu schlagen… oder so.

(2) Alexander und Wilhelm Humboldt “verkörpern deutsche (Ideal-)Vorstellungen von Bildung und Wissenschaft” und werden in “hegemonialen Diskursen verhandelt”.

Humboldt SuedamerikaUnsere Übersetzung: Das kann man nur verstehen, wenn man weiß, dass in Teilen des Humbug-Sanatoriums hegemonial ein Synonym für alles, was schlecht, böse, eben hegemonial ist, ist. Kurz: Alexander und Wilhelm von Humboldt sind Schweine.

(3) Die hegemonialen Diskurse, die Alexander und Wilhelm von Humboldt verhandeln, stellen sie als “kosmpolitische Leitfiguren europäischer Ideen- und Geistesgeschichte, die vermeintlich auf der Grundlage von Neugierde und Weltoffenheit Wissenschaft betrieben” haben, dar.

Unsere Übersetzung: Die Schweine, die im hegemonialen Diskurs diskursieren, behaupten doch glatt, Alexander und Wilhelm, also diese hegemonialen Schweine aus dem 18./19. Jahrhundert, hätten ein Erkenntnisinteresse gehabt, sich gar für andere Kulturen und Ländern interessiert, was sie schon deshalb nicht getan haben können, weil sie in deutscher Sprache und nicht mit x, innen oder sonstigem Indizierungsmerkmal geistiger Verwirrung geschrieben haben. Tatsächlich sind Alexander und Wilhelm ignorante Schweine.

(4) Alexander stammt aus einer preußisch adeligen Familie. … Seine “Forschung stand in der kolonial-rassistischen Tradition von sogenannten ‘Entdeckungsreisen’, also die Reisen ableisierter europäischer männlicher weißer Menschen in bereits bewohnte Gebiete und die daraufolgende Proklamation einer ‘Entdeckung’. Dabei ist hier schon der Gedanke des ‘Entdeckens’ rassistisch. Wer kann wo was für wen ‘entdecken’? Die Ergebnisse seiner Forschungsreise wurden zur weiteren Ausbeutung der Kolonien verwendet und dienten zugleich ihrer ideologischen Untermauerung … Alexander schrieb hauptsächlich über Vegetation und Gesteinsarten…”

Unsere Übersetzung: Alexander ist nicht nur ein Schwein, er ist ein adeliges, preußisches Schwein, das in die anderen Länder gereist ist, um sich dort als adeliges, preußisches Schwein aufzuführen und die Behinderten vor Ort noch kleiner zu machen als sie sowieso schon sind. Alexander ist ein nicht behindertes (ableisiert), europäisches, weißes und vor allem männliches Schwein. Und nun zur Beantwortung der Frage: Wer kann wo was für wen entdecken? U.a. Alexander Fleming konnte das Penicillin, also ein Antibiotikum entdecken, das seither in der Behandlung eingesetzt wird. Nun war Fleming ein europäisches, weißes, ableisiertes und vor allem männliches Schwein, weshalb Lann Hornscheidt und ihre Anhänger im Humbug-Sanatorium für sich jegliche Behandlung mit Antibiotika ausschließen. Man will schließlich nichts mit männlichen Schweinen und ihren Entdeckungen zu tun haben. Denn: Antibiotika sind wie die Schilderungen der Vegetation und Gesteinsarten von Alexander Humboldt Versuche, rassistischer, europäischer, weißer, ableisierter und vor allem männlicher Hegemonie die reassistische, ablesierte, europäische, weiße, männliche und sexistische Hegemonie zu sichern.

(5) “Nichtsdestotrotz wird Alexander häufig als Kritiker der Versklavung von Menschen und dadurch als vermeintlich antirassistisch hergestellt. [kein Tippfehler]. Das ist im Kontext seiner Werke und seines Lebens zynisch, denn seine Wissensbildung wurde durch koloniale Ausbeutung ermöglicht…”.

Unsere Übersetzung: Die weißen, ableistischen, rassistischen und sexistischen und sonstistischen Schweine gehen sogar soweit, das weiße, ableistische, rassistische, kolonialistische und sonstistische Schwein Humboldt als Wissenschaftler zu feiern, obwohl seine Ergebnisse nur durch koloniale Ausbeutung der von ihm beschriebenen Vegetation und Gesteinsarten möglich war.

(6) “Wilhelm von Humboldt hat zur “wirkmächtigen pseudo-wissenschaftlichen Legitimation der sexistischen Diskriminierung von Frauen beigetragen, indem er die asymmetrischen Geschlechterverhältnisse naturalisiert, also vermeintlich biologisch erklärt und legitimiert” hat.

Noch so ein Schwein. Der andere weiße, ableistische, rassistische, kolonialistische, sexistische und sonstistische Humboldt hat behauptet, es gäbe zwei Geschlechter und die seinen verschieden. So ein Schwein.

(7) Wilhelm hat eine “allgemeinmännliche Schulbildung” eingeführt.

So ein sexistisches Schwein, und wir wussten es immer: Bildung ist scheiße, außer sie wird Mädchen zugedacht.

(8) “Die Rezeption der Werke von Alexander und Wilhelm ent_nennt konsequent deren ableistische-kolonial_rassistisch_sexistische Inhalte”.

Wenn über die Humboldt-Schweine geredet wird, wird konsequent unterschlagen, dass sie ableistische, koloniale, rassistische, sexistische, sonstistische und weiße männliche Schweine sind.

(9) “Die beiden Brüder reihen sich ein in den Kanon der unmarkierten Norm einer Vorstellung des Menschen als ableisiert, männlich und weiß …”

Humboldt ideeDa die beiden Brüder ableistische, weiße, koloniale, rassistische, sexistische, männliche und sonstistische Schweine sind, stehen sie in einer Reihe mit dem, was in Deutschland als normaler Mensch gilt, also mit ableistischen, weißen, männlichen, rassistischen, sexistischen, kolonialen und sonstistischen Schweinen.

(10) “Ihre Wissensproduktion und deren (reale) Wirkungsweise waren und sind darin eingebunden und sie haben ableistische_klassistische_rassistische_sexistische Gewalt unterstützt …”.

Man kann es nicht oft genug sagen: Alexander und Wilhelm von Humboldt sind ableistische, klassistische, sonstistische, rassistische, koloniale, männliche und weiße Schweine.

Und deshalb muss die Humboldt-Universität nach Ansicht von Lann Hornscheidt und ihrer Clique umbenannt werden. Ein Ansinnen, das wir aus voller Überzeugung teilen. Eine Umbenennung in Humbug-Sanatorium scheint uns drigend geboten. Einerseits um die Namen von Alexander und Wilhelm von Humbolt davor zu schützen, weiterhin in den Schmutz gezogen zu werden, und zwar auf Steuerzahlers Kosten. Andererseits, um dem dort real existierenden Wahnsinn Rechnung zu tragen und der absurden Vorstellung, beim Humbug-Sanatorium handle es sich um eine Universität ein für alle Mal ein Ende zu bereiten, am Ende denkt noch jemand, das Humbug-Sanatorium habe etwas mit Bildung zu tun, mit Wissen, mit Philosophen wie Wilhelm von Humboldt, der ein liberales Bekenntnis für eine freie Gesellschaft geschrieben hat (Idee zu einem Versuch, die Grenzen der Wirksamkeit des Staats zu bestimmen), das seinen Teil dazu beigetragen haben mag, dass Deutschland in den heutigen demokratischen Versuch eingemündet ist, jenen Versuch, der wiederum dazu geführt hat, dass Extremisten und X’se es in Positionen geschafft haben, von denen aus sie Personen wie Wilhelm von Humboldt verunglimpfen zu können glauben.

Eigentlich ist das lustig, wenn Personen, die in ihrem Leben bislang noch überhaupt nichts geleistet haben, versuchen, Personen, die auf eine Lebensleistung zurückschauen können, zu verunglimpfen. Es weckt das Bild der neidischen Wanze, die an das Bein des Elefanten pinkelt. Aber der Spass hört da auf, wo diese Personen in öffentlichen Positionen an Universitäten sitzen, in Positionen die der Vermittlung des von den X’sen denunzierten Wissens und nicht der Vermittlung von Hirngespinsten dienen, in Positionen, die von Steuerzahlern finanziert werden.

Deshalb haben wir uns entschlossen, einen Brief an den Kultusminister des Landes Berlin zu schreiben, in dem wir fordern, das Profx Lann Hornscheidt von seinen Pflichten als Profx für Gender Studies und Sprachanalyse mit sofortiger Wirkung zu entbinden (wir entschuldigen uns für diesen sexistischen Verweis), die entsprechende Professur zu streichen und das Geld an Behinderte in Uganda zu spenden. Damit dieser Brief mit dem nötigen Nachdruck und der entsprechenden Ladung Ignoranz-Abschreckung geschrieben werden kann, rufen wir alle ScienceFiles-Leser dazu auf, sich als Unterzeichner an diesem Brief zu beteiligen (Wir veröffentlichen die Namen der Unterstützerauf ScienceFiles.) Wer diesen Brief, den wir vor dem Verschicken ebenfalls auf ScienceFiles veröffentlichen, unterstützen will, der soll uns bitte eine Email schreiben.

Offensichtlich ist Profx Lann Hornscheidt mit dem an Universitäten heimischen Erkenntnisinteresse nicht vertraut und auch nicht in der Lage, den entsprechenden universitären Anforderungen gerecht zu werden, sondern schlicht überfordert und vermittelt deshalb das Bild eines verwirrten Geistes, der seine Position zur Verbreitung von hanebüchenem Unsinn missbraucht.

Die öffentlichen Mittel sind zu knapp, um für derartigen Unsinn aus dem Fenster geworfen zu werden.

Originalitätsverdacht

Wer sich auf die Seiten der Deutschen Gesellschaft für Soziologie verirrt, kann dort Originalität bewundern, die einem die Gesichtsmuskeln erschlaffen lässt, nicht wegen Lachens, sondern wegen Gähnens.

Der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Soziologie übt sich in jugendlichem, manche werden auch denken, infantilem Selbstlob und klopft sich gegenseitig unter dem Titel “We can be heroes just for one week” auf die Schulter.

Das “We can be heroes…” ist eine Anspielung auf das Lied von David Bowie “Heroes”, dessen Text wir hier verlinkt haben.   Der Text passt nicht ganz zu Soziologen und zum Soziologentag, beschreibt er doch das Elend eines deutsch-deutschen Liebespaares, das der real existierende Sozialismus durch eine real-existierende Mauer getrennt hat.

Heroe for one dayAber, was soll’s. Als Heroes for one week, die sich mittlerweile wieder in ihren kleinen Büros und hinter ihrem Schreibtisch verstecken, haben die Soziologen-Vorständler ihre individuelle Playlist zusammengestellt, die fast schon etwas Selbsterkenntliches, wenn schon nichts Originelles enthält, z.B.: den verzweifelten Ruf: “Enough is Enough” oder “Madness” oder  “Daft Punk” oder “Voodoo People” usw. Wen die Playlists interessieren, sie sind immerhin einer der wenigen derzeitigen soziologischen Beiträge, die Interesse wecken könnten, der kann sie hier finden.

Irgendwie werden wir den Gedanken nicht los, dass manche aus dem Soziologenvorstand bei uns mitlesen und Ideen – sagen wir in Ermangelung des Willens, ein gewisses sprachliches Niveau zu verlassen: übernehmen – ohne Quellenangabe und gänzlich ohne den Bezug. Denn: der Witz an der Untermalung von Posts mit Liedern liegt nicht darin, dass man das eigene Geschmäckle zu Markte trägt und versucht, sich leutselig zu geben, wie die Vorständler, sondern darin, dass die gewählten Musikeinlagen, die wir gelegentlich verlinken, zum Text passen, einen Bezug haben, etwas ergänzen oder verdeutlichen. Aber um etwas zu verdeutlichen, muss man natürlich etwas haben. Um einen Bezug herzustellen, muss man etwas haben, auf das man etwas beziehen kann…. Das ist natürlich ein Problem, denn es erfordert Originalität und Kreativität.

Uns ist die versuchte Originalität des DGS-Vorstands, die jetzt schon seit einigen Tagen Online steht, wieder eingefallen, als wir einen Hilferuf aus der VW-Stiftung gelesen haben.

Offensichtlich stehen bei der VW-Stiftung alle Lampen auf rot.

Offensichtlich hat man bei der VW-Stiftung den Eindruck, die Sozialwissenschaften versinken in einem Meer aus post-modern, gendersensibler, transsexueller, vielleicht auch bisexueller politischer Korrektheit, die vor lauter Empathie für die bildungsfernen Armen, die die prekären Akademiker aufgrund ihrer halben Stellen und gekürzten Einkommen beschwören müssen, um nicht selbst der relativen Armut anheim zu fallen, vollkommen vergessen hat, was Gegenstand sozialwissenschaftlicher Forschung und Analysen ist.

Offensichtlich sieht man bei der VW-Stifung eine Krise der deutschen Sozialwissenschaften, eine Krise, die sich durch Nichts auszeichnet, einfach nur nichts, denn nichts ist  es, was als orginell bezeichnet werden kann, nichts ist es, was aus den Sozialwissenschaften kommt und eine innovative Wirkung entfaltet und nichts ist es, was die Sozialwissenschaften derzeit beitragen, um neue und originelle gesellschaftliche Diskurse anzustoßen.

Offensichtlich ist man auch bei der VW-Stiftung angesichts der Umkehr der Verhältnisse, die Sozialwissenschaftler von Kritikern der gesellschaftlichen Verhältnisse und von Wegbereitern gesellschaftlicher Entwicklung zu Anbetern der gesellschaftlichen Verhältnisse und Verhinderern gesellschaftlicher Entwicklung gemacht hat, bestürzt.

Und offensichtlich will man bei der VW-Stiftung nicht länger zusehen.

Im Englischen heißt es: desperate times need desperate measures – und die VW-Stiftung handelt entsprechend:

Schon der Verdacht genügt.

Schon der der Verdacht auf Originalität genügt.

Schon wenn ein Forschungsvorhaben auch nur entfernt verspricht, originell zu sein, dann wird es gefördert:

originalitaetsverdacht“Originalität” ist in den Geistes- und Kulturwissenschaften eines der zentralen Qualitätskriterien. Doch gerade in diesen Disziplinen mit ihren spezifischen Forschungsgegenständen ist die Frage, was “originell”, “neu” oder “innovativ” bedeutet, schwierig zu bestimmen. Was gesichertem Fachwissen und gemeinhin akzeptierten Intuitionen widerspricht, mag genauso dazu gehören wie die Entwicklung eines neuen Ansatzes, einer neuen These, einer neuen Theorie, die Beobachtung eines neuen Phänomens oder auch die Identifizierung von bisherigem Nicht-Wissen.

Die Stiftung möchte mit diesem Angebot Geistes- und Kulturwissenschaftler(innen) ermutigen, Vorhaben mit erkenntnisgewinnender Originalität zu entwickeln. Gefördert wird eine erste Exploration der Forschungsidee.

Im Antrags- und Auswahlverfahren geht die Stiftung in dreierlei Hinsicht neue Wege: Das Verfahren ist schlank, für die Antragsteller(innen) mit wenig Aufwand verbunden und mit einer Entscheidung innerhalb von 4 bis 5 Monaten schnell. Im Begutachtungsverfahren ist es innovativ in der Kombination von stiftungsinterner Vorauswahl und Endauswahl durch eine Expertenjury. Die anonymisierte Begutachtung soll sicherstellen, dass allein die originelle Forschungsidee zählt.

Kann man Verzweiflung besser in Worte fassen?

Ist dieser Hilferuf aus der VW-Stiftung es nicht wert, unterstützt zu werden, verbreitet zu werden?

Wir denken: Ja. Und deshalb verbreiten wir den Hilferuf über ScienceFiles und rufen unsere Leser an Universitäten dazu auf, das Angebot der VW-Stiftung ernst zu nehmen und originelle Forschungsideen einzureichen.

Ja, originelle Ideen, was könnten einmal originelle Ideen sein? – Ein Problem, mit dem sich auch die VW-Stiftung herumschlägt. Wir schlagen folgende Definition vor:

Originell sind Forschungsideen, die mit Sicherheit keine Förderung durch ein Bundesministerium erfahren, deren Gegenstand im Widerspruch zur Mehrheitsmeinung steht, die von Fachzeitschriften nicht gedruckt werden würden, weil sie die kaum vorhandene Vorstellungskraft der Herausgeber oder Gutachter so dehnen, dass das Vorstellungsdefizit allzu deutlich wird, die politisch vollkommen inkorrekt sind  und in denen kein Innen, in welcher Variante der sprachlichen Verballhornung auch immer vorkommt.

Forcierter Brain-Drain – Hochschulen wird der Garaus gemacht

Zwei Meldungen, scheinbar ohne Bezug zueinander, machen deutlich, wie normal es schon geworden ist, dass Hochschulen im Allgemeinen und wissenschaftliche Forschung im Besonderen von außen gesteuert werden.

Die eine Meldung ist ein Streitgespräch, das unter der Überschrift “Mehr Mitspracherecht in der Forschungsförderung” auf Academics.de veröffentlicht wurde. Gestritten wird darin über die Frage, ob NGOs, die auf Umweltverbände und Kirchenleute reduziert werden, Einfluss auf die Vergabe öffentlicher Fördermittel an Universitäten haben sollen.

Zentral in diesem Streitgespräch zwischen Günter Stock, dem Präsidenten der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, und Uwe Schneidewind, dem Leiter des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie ist die folgende Passage:

“Stock: Regierungen und Parlamente haben die Aufgabe, gesellschaftliche Anliegen zu sortieren. Wenn ich diese Rolle jetzt teilweise den Nichtregierungsorganisationen, den NGOs, übertrage, dann frage ich: Was legitimiert sie? Mich stört, dass die Zivilgesellschaft mit organisierten Ökoverbänden gleichgesetzt wird. Und dabei lasse ich mich nicht in die Ecke der Technokraten stellen. Als wir Wissenschaftler in Brüssel dafür gekämpft haben, dass im neuen Rahmenprogramm wieder geistes- und sozialwissenschaftliche Themen eine Rolle spielen, da standen wir ziemlich allein. Das waren für die NGOs auch nur Begleitthemen. Also: Wer ist das, die Zivilgesellschaft?

Schneidewind: Zu klären, wer sie in der Forschung vertreten soll: Das ist schon ein Teil der Auseinandersetzung, die wir brauchen. Ich verstehe Ihre Abwehr einfach nicht. Pluralisierung ist doch immer ein Gewinn, selbst für die Grundlagenforschung sind Impulse aus der Gesellschaft inspirierend. Ohne sie gäbe es zum Beispiel kein Max-Planck-Institut für Altersforschung.”

greenpeace_genmais_Was also erreicht werden soll, ist die Mitsprache von z.B. Umweltverbänden darüber, wer für welche Projekte öffentlich gefördert wird. Das findet Uwe Schneidewind wichtig, denn “Pluralisierung ist doch immer ein Gewinn”, und Günter Stock findet es nicht in Ordnung, denn NGOs, also Umweltverbände im vorliegenden Fall, sind ja nicht demokratisch legitimiert. Im Gegensatz zu Parlamenten und Regierung, deren Einflussnahme auf den Gegenstand von Wissenschaft und Forschung Stock offensichtlich in Ordnung findet.

Nun, wir finden ihn nicht in Ordnung, und die Einflussnahme von NGOs auf Forschung fänden wir verheerend. NGOs, das sind die Interessenverbände, die über keinerlei demokratische Legitimation verfügen und bereits heute von UN, Weltbank und EU hofiert und finanziert werden, um als Claqueure für die entsprechenden Politiken aufzutreten. Wieso man ihnen einen Einfluss auf die Vergabe öffentlicher Forschungsmittel zugestehen sollte, ist ebenso ungeklärt wie die Frage, warum man ausgerechnet Parlamenten und Regierungen einen entsprechenden Einfluss gewährt hat. Wie war das noch einmal mit der Freiheit von Forschung und Lehre und der akademischen Selbstverwaltung?

Was herauskommt, wenn man Politikern und Regierungen einen Einfluss auf Forschung und Lehre einräumt, kann man jederzeit am Beispiel des Professorinnenprogramms und all der ungezählten Landesprogramme, die angeblich Frauen an Hochschulen gleichstellen sollen, während sie Männer diskriminieren und die an Hochschulen zumindest als regulatives Prinzip herrschende Meritokratie zerstören, sehen.

Deshalb ist es erschreckend, wenn im Bundestag darüber diskutiert wird, dass dem Bund die Möglichkeit gegeben werden soll, in Zukunft “dauerhaft in Hochschulprojekte von überregionaler Bedeutung investieren” zu können. Kurz: Hochschulen sollen noch mehr als dies bisher ohnehin schon der Fall ist von selbtsernannten Dirigenten gesteuert werden, die Einfluss auf die Forschung und die Lehre nehmen wollen und dies angeblich nur tun, um “bestehende Barrieren des Wissenschaftssystems zugunsten einer verbesserten Zukunftsperspektive für Hochschulen” aufzubrechen.

ran-an-den-speck-attacDie beste Methode, um Freiheit zu zerstören, war es schon immer, die Einschränkung der Freiheit als Hilfe zu verkaufen. Entsprechend wird das “Aufbrechen der Barrieren” mit erhöhter Einsprache in die Belange von Hochschulen und erhöhter Abhängigkeit von und Kontrolle durch politische Akteure einhergehen. Wer Forscher sein will, ist entsprechend bestens beraten, sich im angelsächsischen Ausland oder in Asien um eine Forschungsförderung zu bemühen.

Denn man muss kein Prophet sein, um die Forschung vorherzusehen, die nach Einflussnahme von Bund, Umweltverbänden und anderen NGOs auf die Hochschulen gefördert werden wird – Projekte wie die folgenden:

  • Die geschlechtersensible Nutzung von Schlaglöchern auf deutschen Autobahnen: eine qualitative Langzeitstudie unter Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma – gefördert vom BMBF;
  • Traumatische Kindheit: Wie Kinder damit umgehen, dass Homer Simpson im Atomkraftwerk arbeitet – gefördert vom Kinderschutzbund;
  • Die Ästhetik des Windrads: Wie man die Wahrnehmung von Windrädern bei ihren Gegnern verändert – gefördert vom Bund für Umwelt und Naturschutz;
  • Meinungsfreiheit und Verantwortung: Vom Missbrauch der Meinungsfreiheit durch Kritik – gefördert von der Friedrich-Ebert und der Heinrich-Böll-Stiftung;
  • Urahne, Großmutter, Mutter und Kind: Entwicklung eines Mehrgenerationenautos – gefördert durch das BMFSFJ und die Heinz-Erhard-Stiftung;
  • Und er bewegt sich doch: Recycling von schwerem Bundeswehrgerät im Rahmen der Initiative “Schwerter zu Pflugscharen” – gefördert durch das Öko-Institut Freiburg;
  • Der ewige Banker – Eine sozialhygenienische Darstellung des Parasiten durch die Jahrhunderte – gefördert von Attac;
  • Smart-Cruz: Ein Device, der Raucher im Umkreis von 1000 Metern von einem Kind aufspürt und über Twitter und andere soziale Netzwerke verbreitet – gefördert von der Deutschen Krebshiilfe;
  • Schneller Brüter – Automatische Fertilisation zur Beseitigung der Geburtenkrise – gefördert von Pro Leben;
  • Richtig Bestechen und richtig bestechen lassen. Fortbildung für FIFA-Funktionäre – gefördert vom Sepp Blatter Fonds und FIFA;

Wenn man die Zivilgesellschaft an der Vergabe von öffentlichen Forschungsmitteln beteiligen will, dann spricht nichts dagegen, die öffentlichen Fördergelder in einen Fonds zu stecken, um dessen Mittel sich Wissenschaftler mit einer Darstellung ihrer Projekte bewerben, über die wiederum im Internet abgestimmt wird. Wieso Interessengruppen und -verbände, die bestenfalls einen kleinen Teit der Zivilgesellschaft repräsentieren, mitbestimmen sollten, ist nicht nachvollziehbar – warum sie das wollen, schon eher: um ihre Interessen durchzusetzen und als Interessen aller zu verkaufen.

Warnung für männliche Akademiker: Genderbetrug an der FU Berlin

Ein Leser von ScienceFiles, dem wir an dieser Stelle recht herzlich danken und dessen abschließende Selbstbeschreibung, wir unseren anderen Lesern nicht vorenthalten wollen: “… Romanist und heilfroh, beruflich weitab vom akademischen Betrieb gelandet zu sein”, hat uns auf eine Ausschreibung an der FU-Berlin, also der Universität, die sich frei nennt, obwohl sie am Tropf des Staatsfeminismus hängt, wie gleich deutlich werden wird, hingewiesen.

FU BErlinDie Ausschreibung schlägt ein neues Kapitel auf im allgegenwärtigen Versuch, männliche Bewerber auf ausgeschriebene Stellen an Universitäten zu täuschen und bei öffentlichen Ausschreibungen die Tatsache zu verheimlichen, dass offen diskriminiert werden wird, weil in der Ausschreibung so getan wird, als können sich männliche und weibliche Bewerber auf die entsprechende Stelle bewerben, tatsächlich aber nur weibliche Bewerber oder niemand auf die Stelle berufen werden wird.

Im vorliegenden Fall ist im Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften am Institut für Romanische Philologie eine W2-Professur ausgeschrieben, die auf 5 Jahre befristet ist. Bis zum 18.9. können “Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen … unter Angabe der Kennung “WE5GalloHisp” an das Dekanat des Fachbereichs “Philosophie und Geisteswissenschaften” gerichtet werden.

Die komplette Ausschreibung vermeidet jede Form der persönlichen Ansprache von Bewerbern. Nicht Anforderungen an Bewerber werden gestellt, sondern “Einstellungsvoraussetzungen” und “Weitere Anforderung”. Nicht an den Bewerber werden Erwartungen an seine künftige Tätigkeit gestellt, etwa in der Formulierung, “vom Stelleninhaber wird erwartet, dass”, nein, auch hier wird der unpersönliche Stil, der die ganze Ausschreibung durchzieht, gewählt: “Erwartungen an die künftige Tätigkeit” heißt es in eher ungewöhnlicher Formulierung.

Fast könnte man den Eindruck gewinnen, hier habe jemand bewusst versucht, alle Fallstricke, die Staatsfeministen auslegen, zu umgehen, um sich nicht in das Gewirr aus “*”, “innen” oder “Innen” begeben zu müssen. Fast könnte man denken, hier gibt es Widerstand an Universitäten, Widerstand gegen die Verhunzung der deutschen Sprache durch den Zusatz aller möglichen seltsamen Zeichen, damit sich außer Dackel Rudi auch wirklich alle, die von sich denken, sie seien vor allem ihr Geschlechtsteil, angesprochen fühlen.

Fast!

Wäre da nicht ein seltsamer einleitender Satz, der wie folgt lautet:

FU BErlin Ausschreibung romanistikAn der Freien Universität Berlin ist aus Mitteln des “Genderprogramms zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen” die folgende befristete W2-Professur zu besetzen. Deshalb werden insbesondere Frauen aufgefordert, sich zu bewerben.”

Wer geglaubt hat, mit den kunstvollen Formulierungen, die im Rahmen des Professorinnenprogramms angewendet werden, um männliche Bewerber zu täuschen, sei der Gipfel der Gemeinheit erreicht, der sieht sich getäuscht. Die FU-Berlin hat ein neues Kapitel, eine neue Methode zur Täuschung von männlichen Bewerbern aufgeschlagen.

Denn:

Mit “Genderprogramm zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen” ist das Berliner Programm zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre (BCP) gemeint, das ausschließlich eine Förderung von “exzellenten Forscherinnen und Künstlerinnen (!sic)” vorsieht.

3.798.000 Euro gibt der Berliner Senat jährlich dafür aus, um “strukturelle Hemmnisse bei der Verwirklichung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre” dadurch auszuräumen, dass Männer diskriminiert und getäuscht werden. Worin die “strukturellen Hemmnisse” bestehen sollen, hat zwar bislang noch niemand angeben können, aber das macht nichts, denn im Berliner Senat sitzen offensichtlich Imaginäre, die in der Lage sind, daraus, dass “Frauen … auf allen wissenschaftlichen Qualifikationsebenen weiterhin unterrepräsentiert sind” auf “strukturelle Hemmnisse” zu schließen.

Wir haben es schon mehrfach geschrieben, aber man kann es offensichtlich nicht oft genug schreiben: Wenn man aus einem Zustand (weniger A als B) darauf schließen könnte, dass A auf strukturelle Hemnnisse stößt und deshalb seltener ist als B, dann müsste man eine ganze Reihe von A’s fördern: z.B. gibt es in Parlamenten weniger Arbeiter als Beamte, weniger Politikwissenschaftler als Juristen, weniger Verkäuferinnen als abgebrochene Studentinnen, weniger Gebildete als Eingebildete und vor allem weniger Integre als Opportunisten. Wir sind schon gespannt, wann der Berliner Senat die entsprechenden Berliner Programme zur Förderung der genannten Gruppen auflegt.

Zurück zum Berliner Programm. Darin steht unter Punkt 2 “Förderschwerpunkte”:

“2.1 Vorgezogene Nachfolgeberufungen von Frauen auf W 2- und W 3-Professuren bei Unterrepräsentanz von Professorinnen im jeweiligen Fach
2.2 Berufungen auf befristete W 2-Professuren bei Unterrepräsentanz von Professorinnen im jeweiligen Fach
2.3 Förderung von Maßnahmen zur:
2.3.1 Qualifizierung und Professionalisierung von Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen für eine Professur an Universitäten, Kunsthochschulen und Fachhochschulen,
2.3.2 Stabilisierung der wissenschaftlichen Karriere von Frauen in der Postdoktorandenphase,
2.3.3 Implementierung von Genderaspekten in Forschung und Lehre,
2.3.4 Qualifizierung von Frauen in den Natur- und Technikwissenschaften.
2.4 Aufbau des Dual Career Netzwerkes Berlin.”

Wie man sofort sieht, kommt der Begriff “Frauen” mehrfach, der Begriff “Männer” gar nicht vor, was einfach zu erklären ist, denn das Berliner Programm dient zur Vorteilsnahme, die weiblichen Bewerbern auf Stellen an Universitäten vorbehalten ist, dem, was man früher Quotenfrau genannt hat, also jemand, die sich nicht zu fein ist, die Hilfe vom netten Papa Staat anzunehmen, um auf eine Position zu gelangen, auf die sie sonst nie gelangt wäre.

Nun, da klar ist, dass im Rahmen des “Berliner Programms zur Förderung von Chancengleichheit für Frauen …” nur Frauen gefördert werden, übertragen wir diese Tatsache darauf, dass dieunpersönlich formulierte Ausschreibung der FU-Berlin eine Professur ausschreibt, die aus diesem als “Genderprogramm” bezeichneten Programm gefördert wird.

Deceibe infeigle obfuscateAls Ergebnis ergibt sich eine Täuschung männlicher Bewerber, die man nur auf kriminelle Energie bei den Verantwortlichen der FU Berlin zurückführen kann. Das Berliner Programm zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen wird als “Genderprogramm” ausgegeben, um darüber hinwegzutäuschen, dass nur Frauen auf die ausgeschriebene Stelle berufen werden können. Die Ausschreibung ist im unpersönlichen, schablonenhaften Stil gehalten, um darüber hinwegzutäuschen, dass die ausgeschriebene Stelle nur an eine Bewerberin vergeben werden kann und wird. Der Zusatz “Daher werden insbesondere Frauen aufgefordert, sich zu bewerben”, ist besonders perfide, denn er gaukelt männlichen Bewerbern vor, sie hätten eine Chance, auf die ausgeschriebene Stelle berufen zu werden.

Kurz: Die ganze Ausschreibung ist arglistig und dient der vorsätzlichen Täuschung männlicher Bewerber, deren Bewerbung als Feigenblatt dient, damit die Ausschreibung nicht auf den ersten Blick als die Diskriminierung männlicher Bewerber erkannt wird, die sie faktisch ist.

In Deutschland sind Unmengen von Juristen ständig unterwegs, um normale Bürger, die im Impressum ihrer Webpage einen Zahlendreher haben oder einen Paragraphenhinweis vergessen haben, abzumahnen und schnellen Reibach zu machen. Wo sind diese vermeintlichen Juristen eigentlich, wenn es um die systematische Täuschung und Diskriminerung einer Bevölkerungsgruppe geht? Haben sie etwa Angst? Ist es etwa leichter, bei Privatpersonen zu kassieren, die man vielleicht noch mit Juristenlatein beeindrucken kann als gegen tatsächliche Rechtsverstöße vorzugehen? Wozu braucht man eigentlich eine Berufsgruppe wie Juristen, die ein Monopol auf Gängelung von Dritten durch Abmahnungen und Rechtsberatung haben, wenn sich die entsprechenden Juristen lieber gegen Mitglieder der Bevölkerung richten als gegen staatliche Institutionen, deren Kontrolle ihnen eigentlich obliegt?

Wie auch immer, die W2 Professur für Romanische Philologie/Literaturwissenschaft Galloromanistik und Hispanistik wird mit Sicherheit nicht mit einem männlichen Bewerber besetzt. Wer sich dennoch bewirbt, sollte auch gleich die vorvormulierte Klage vor dem Berliner Verwaltungsgericht der Bewerbung beifügen und ansonsten ist wieder einmal festzustellen, dass es erstaunlich ist, dass in einem angeblichen Rechtsstaat, Recht offen gebrochen wird und niemand wehrt sich dagegen.

Übrigens steht im Logo der FU Berlin “Veritas, Justitia, Libertas”. Kann man sich einen größeren Hohn und Spott auf Veritas und Justitia und Libertas vorstellen als eine angebliche Universität, an der Ausschreibungen wie die dargestellte, möglich sind?

quotenfrauEin weiterer Etikettenschwindel, ein weiterer Betrug soll nicht unerwähnt bleiben. Es ist natürlich völliger Unsinn, wenn das Berliner Programm als Programm “zur Förderung der Chancengleichheit” bezeichnet wird. Denn es wird nicht die Chancengleichheit gefördert, weil Chancengleichheit längst besteht, wie die Tatsache belegt, dass an deutschen Universitäten mehr Frauen als Männer studieren. Gefördert wird Ergebnisgleichheit, also der Anteil von Frauen auf Lehrstühlen. Da man das Ergebnis “Professur” jedoch früher (also vor dem Berliner und dem Professorinnenprogramm) nur auf Basis von Leistung erreichen konnte, macht sich hier der Begriff Chancengleichheit besser. So kann man vertuschen, dass nicht der beste Bewerber, sondern die Bewerberin, die sich gerade zur Hure des Staates machen will, auf eine Professur berufen wurde. Hure deshalb, weil sie sich dafür bezahlen lässt, eine Position zu besetzen, die sie nicht im Wettbewerb mit anderen errungen hat, sondern dadurch, diesen Wettbewerb gerade zu vermeiden, und zwar durch den Ausschluss männlicher Bewerber, sich also für politisch-korrekte Zwecke an den Staat und seine Gender-Schergen verkauft.