Die Universität als Ort organisierter Kriminalität? Neues von der HU-Berlin

Wenn man revue passieren lässt, was wir alles bereits von der Humboldt-Universität berichtet haben, dann …, aber sehen Sie selbst:

HU-BerlinAn der Humbold-Universität gibt es einen Studiengang “Gender Studies”, der nach Recherchen von Hadmut Danish eingerichtet wurde, ohne den Erfordernissen des Berliner Hochschulgesetzes Rechnung zu tragen. Er wurde nicht qualitativ evaluiert. Er wurde von Gutachterinnen begutachtet, die selbst Vertreter der Gender Studies sind, und Krähen hacken sich bekanntermaßen nicht gegenseitig Augen aus. Und seine Einrichtung beruht auf falschen Angaben, wie Hadmut Danisch festgestellt hat.

Und was sagen die Verantwortlichen der Humboldt-Universität, deren Präsident Jan-Hendrik Olbertz dazu?

Nichts.

Er und die Verantwortlichen der Humboldt-Universität, die alle aus Steuermitteln finanziert werden, verweigern dem Steuerzahler Hadmut Danisch und allen anderen, die es wissen wollen, die Auskunft darüber, wie die Einrichtung der Gender Studies an der Humboldt-Universität von Statten gegangen ist.

Die Klage von Danisch, mit der er u.a. den Präsidenten zum Reden bringen will, ist vor dem Berliner Verwatungsgericht anhängig.

An der Humboldt Universität gibt es nicht nur ein Profx, das eine Anrede fordert, die im Berliner Hochschulgesetz nicht vorhanden ist – was das Profx nicht daran hindert, ein Professorengehalt einzustreichen – es gibt auch ein Profx, das zu Straftaten aufruft.

Und was sagen die Verantwortlichen  der Humboldt-Universität, deren Präsident Jan-Hendrik Olbertz dazu?

Nichts.

Selbst auf mehrmalige Nachfragen reagiert der aus Steuermitteln finanzierte Präsident der Humboldt-Universität nicht.

Offensichtlich ist ihm die Vorstellung, Bürgern gegenüber Rechenschaft abzugeben und Rede und Antwort zu stehen, z.B. darüber, wie er den ordnungsgemäßen und nutzenbringenden Einsatz der ihm und seiner Institution zur Verfügung gestellten Steuermittel gewährleistet, zuwider oder doch zutiest unbekannt, was beides ein beredtes Bild von seiner demokratischen Eignung (und seiner Kinderstube) gibt.

Bereits an dieser Stelle, keimt der Verdacht, dass die Berliner Humboldt-Universität mehr einem kriminellen Netzwerk gleicht, in dem niemand den Mund aufmachen will, angesichts der vielen Leichen im Keller, als einer Bildungsinstitution.

Aber all das reicht noch nicht.

DanischHadmut Danisch ist etwas Neues zu Ohren gekommen, und er bittet alle, die entsprechende Informationen über die Humboldt-Universität haben, um Mithilfe.

Als Vertreter der nicht-kriminellen Mehrheit unterstützen wir den Aufruf von Hadmut Danisch und bieten allen, die sich bei ihm melden, unseren Schutz unter einer Kronzeugen-Regelung an, die man als Civil Self-Defence bezeichnen könnte, eine Civil Self-Defence, die notwendig geworden ist, weil Angestellte der Öffentlichkeit vergessen zu haben scheinen, wer sie bezahlt.

Hier also der Aufruf von Hadmut Danisch:

Ich suche Leute mit Insider-Wissen der HU. Nachtrag: Auch TU und FU interessieren mich in diesem Zusammenhang.

In letzter Zeit haben mich mehrere Leser darauf hingewiesen, dass es an der Humboldt-Universität eine interne, hoch aufgehängte Organisationseinheit gäbe, die mit erheblichem Einfluss Frauen mit Doktorgrad (der häufig auch nur Fake sei) Pseudoprofessuren zuschanze, obwohl sie die Anforderungen an die Professur nicht entfernt erfüllen. Notfalls würden Phantasiefächer und -forschungsgebiete einfach erfunden.

Es spricht allerhand dafür, dass das dort so läuft, denn es gibt da einige Personen, für deren Anwesenheit ich keine andere als eine solche Erklärung finde, und es gibt diverse Textstellen, die auch darauf hindeuten.

Ich bräuchte dazu nähere, konkretere Informationen, die das be- oder widerlegen, oder die sonst irgendwie weiterhelfen.

Wer etwas weiß und mitteilen kann, wendet sich bitte an Hadmut Danisch

Die Wissenschaft als Magd des Staates oder: Wie man Wissenschaft von innen heraus zerstört

Gender Studies, das muss man nicht mehr als Hypothese aufstellen, das kann man, angesichts der Weigerung der Vertreter der Gender Studies, sich einer öffentlichen Diskussion über den Wert, Nutzen und vor allem beider Relation zu den Kosten der Gender Studies zu stellen, mit Fug und Recht behaupten, Gender Studies sind ideologische U-Boote, die an Universitäten installiert wurden, um dort nicht nur den normalen Betrieb zu stören, wie die z.B. Lann Hornscheidt durch Aufrufe zur Störung von Veranstaltungen tut, sondern auch, um an Universitäten ein Zeitalter der Irrationalität einzuläuten, das dadurch geprägt ist, dass Genderista, die kein Idee von Methoden und Standards der Wissenschaft haben, mit willkürlichem Geschwätz versuchen, die Grenze zwischen Wissenschaft und Unsinn zu verwischen und Wissenschaft zu diskreditieren.

Niedersachsen Bildung WissenschaftDabei sind Gender Studies sehr zweckdienlich, zweckdienlich für die politische Agenda von Kultusministerien, die schon seit Jahren und nicht erst seit dem Professorinnenprogramm versuchen, unabhängige oder gar freie Forschung und Lehre zu unterbinden. Ein hervorragendes Beispiel dafür, wie man Gender Studies, deren Nutzen, um es noch einmal zu sagen, bis zum heutigen Tag und obwohl es zwischenzeitlich 189 Lehrstühle für angeblich Frauen- und Geschlechterforschung bundesweit gibt, niemand angeben kann, ein Beispiel dafür, wie man also Gender Studies an Universitäten installiert, um dort Wissenschaft und wissenschaftliche Betätigung unmöglich zu machen oder erheblich zu erschweren, liefert das Land Niedersachsen.

Das Land Niedersachsen, genauer: das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat ein Programm zur Förderung der Genderforschung in Niedersachsen beschlossen. Warum es notwendig ist, die Genderforschung in Niedersachsen zu fördern, fragt man sich, angesichts der gähnenden Leere, der man sich gegenübersieht, wenn man nach Forschungsergebnissen der Gender Studies sucht und erhält keine Antwort. Denn: das Programm des Landes Niedersachsen wurde aufgelegt, weil eine “Potenzialanalyse für Geschlechterforschung in Niedersachsen” angeblich gezeigt hat, dass “die gezielte und ausgewählte Förderung einzelner Bereiche und Standorte weiterhin notwendig ist, um durch eine stärkere Verankerung in den Fächern sowie eine intensivere hochschulübergreifende Vernetzung Innovationspotenziale zu erschließen”.

Die Förderung der Gender Studies in Niedersachsen wird also nicht mit deren Nutzen begründet, was auch kaum möglich ist, sondern im Hinblick auf Verbreitung und Vernetzung, ganz so, wie man vermutlich in der Sowjetunion Stalins analysiert hat, an welchen Orten es noch nicht genügend Politkommissare gibt, weshalb die politische Kontrolle noch nicht ausreichend vernetzt erfolgen kann.

Es wird hier ganz offen ausgesprochen, dass es nicht darum geht, wissenschaftliche Erkenntnis oder einen volkswirtschaftlichen Nutzen zu erzielen, sondern darum, noch mehr Gender Studies an Universitäten zu installieren und die bereits vorhandenen Gender Studies untereinander zu vernetzen. Wer hätte je davon gehört, dass Lehrstühle für Mathematik, für Politikwissenschaft oder für Ethnologie untereinander vernetzt sind? Eine Vernetzung ist nur dann notwendig, wenn über die Vernetzung eine gemeinsame Agenda befördert werden soll, wenn eine Gleichschaltung erfolgen soll, ein koordiniertes Vorgehen abgesprochen werden soll.

Offensichtlich ist dies in Niedersachsen und nicht nur in Niedersachsen der Fall. Dass Inhalte keine Rolle spielen, zeigt bereits der Name des Programms zur Förderung von Genderista an Universitäten: “Geschlecht – Macht – Wissen”, so der Name, man hätte auch “Verkehrsfunk – Pfaffenhofen – Plattfuss” als Name für das Projekt wählen können, denn, wie es so schön heißt, in der Beschreibung des Programms:

“Von den Antragstellerinnen und Antragstellern wird erwartet, das beantragte Projekt – unabhängig von der fachlichen Herkunft und einer eher empirischen oder eher theoretischen Ausrichtung – in die Theoriediskussionen der internationalen Genderforschung einzubetten. Dabei sind Bezüge zur Debatte um Gleichheit und Differenz ebenso denkbar wie Fortentwicklungen der Diskussion um „Sex“ und „Gender“, sozialhistorisch inspirierte Aufarbeitungen geschlechtsspezifischer Herrschaftsverhältnisse oder Untersuchungen, die Fragen der Genderforschung auf andere Kategorien von sozialer Differenz (Klasse, ethnische Herkunft etc.) beziehen. Auch Fragestellungen der (anwendungsorientierten) Geschlechterforschung zu Technikentstehung, -verbreitung und -nutzung („gendered innovations“)
eröffnen interessante Forschungsfelder gerade in den Natur- und Technikwissenschaften. Innovatives Potenzial birgt auch die Perspektive der geschlechtersensiblen Medizin, die biologische und sozial konstruierte Eigenschaften von Geschlecht zusammen denkt.”

Man hätte das Ganze auch abkürzen können und sagen: “Macht halt’ irgendwas mit Geschlecht und erweckt mit eurem Antrag den Anschein, dass das Thema irgend eine Relevanz für was auch immer hat!”

Und wer irgendwas will, der erhält auch irgendwas.

Die gerade verkündeten vier Projekte, die von der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen ausgewählt wurden und für die 1,5 Millionen Euro verschleudert werden, lauten wie folgt:

  • Borkenkaefer“The Gender-Governance Link: Gender Equality and Public Goods Provision (Universitäten Lüneburg und Göttingen).” Für alle die es nicht wissen: Governance kann als Form der institutionellen Steuerung übersetzt werden, was zeigt, dass “The Gender-Governance Link” ein unsinniger Titel ist, denn Institutionen haben kein Geschlecht und ein Link zwischen einem Geschlecht und einer Institution wäre eher – sagen wir: ungewöhnlich. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusehen, dass hier ein Lamento als Ergebnis produziert wird, das Lamento der Benachteiligung von Frauen durch staatliche Institutionen und Steuerungspraktiken. Es wird mit Sicherheit keine Erwähnung finden, dass in staatliche Bildungsinstitutionen, die von Frauen beherrscht werden, Jungen benachteilgt werden.
  • “Die Krise ist weiblich. Soziale Struktur und diskursive Macht als Gender-Problem im klassischen Altertum (Universitäten Göttingen und Osnabrück).” Wie man ein ganzes Forschungsprojekt betreiben kann, um die Feststellung, dass die Krise weiblich ist, was in der Tat so ist, denn das grammatikalische Geschlecht von Krise ist weiblich, festzustellen, ist uns ein Rätsel. Aber wir freuen uns schon darüber zu lesen, dass Aristoteles, Platon, Aristophanes, Cicero usw. alle chauvinistische Schweine waren.
  • “Eine interdisziplinäre Verbundforschung zur geschlechtsbezogenen Körper- und Bewegungssozialisierung in der Kindheit unter besonderer Berücksichtigung sozialer und ethnischer Kategorien (Universitäten Osnabrück und Göttingen)”: Türkische Jungen laufen und bewegen sich anders als deutsche Mädchen, und deshalb brauchen wir eine Bewegungsquote für türkische Mädchen – oder so. Ein entspannendes Projekt.
  • “Geschlechterwissen in und zwischen Disziplinen: Kritik, Transformation und dissidente Partizipation (Universitäten Oldenburg und TU Braunschweig)”: Irgendwie können wir nicht so richtig glauben, dass hier eine Hymne auf Aleksandr Solzhenitsyn and Andrei Sakharov gesungen werden soll, die Dissidenten, die ihre Freiheit eingesetzt haben, um gegen ein sozialistisches System zu kämpfen. Die “dissidente Partizipation” gehört wohl eher in die Kategorie, wir wissen nicht was wir schreiben. Womit wir wieder da sind, wo wir angefangen haben: “Schreibt halt’ irgend etwas, damit wir es fördern können!”

Es ist wieder an der Zeit auf unsere Petition hinzuweisen, mit der das Ende der öffentlichen Finanzierung von Genderismus gefordert wird. Eigentlich ist die Unterschrift Pflicht für all diejenigen, die denken, ein Bildungssystem sei dazu da, Bildung zu vermitteln, nicht Ideologie und teure Universitäten würden deshalb unterhalten, weil dort nützliche Erkenntnis gewonnen wird, die das gesellschaftliche Wachstum und den gesellschaftlichen Wohlstand fördern, nicht um Genderista ein Auskommen und die Möglichkeit zu geben, Wissenschaft zu zerstören, wie Borkenkäfer Bäume von innen heraus zerstören.

Daher:

Unsere Petition unterstützen

Fragen ist Bürgerpflicht: Aufruf an ScienceFiles Leser

Die Lehrenden der Humboldt-Universität haben in einer Stellungnahme erklärt, mit Lann Hornscheidt solidarisch zu sein und sich gegen unspezifizierte Diffamierungen von Gender Studies und Lann Hornscheidt gewendet. Die Stellungnahme ist nicht namentlich unterschrieben, sondern mit “Die Lehrenden der Amerikanistik an der Humboldt-Universität”.

Wie wir dank der Recherche von Axel wissen, handelt es sich bei den “Lehrenden der Amerikanistik der Humboldt-Universität” um die folgenden Personen:

  1. humboldt amerikanistikEva Boesenberg
  2. Antje Dallmann
  3. Markus Heide
  4. Renate Hof
  5. Reinhard Isensee
  6. Martin Klepper
  7. Martina Kohl
  8. Katja Linke
  9. Dorothea Löbbermann
  10. Renate Ulbrich
  11. Christina Wald

Sie alle erklären sich nicht nur mit Lann Hornscheidt solidarisch, sondern stimmen den folgenden Aussagen zu:

  • Lann Hornscheidt und die Gender Studies werden diffamiert.
  • Die Gender Studies haben der Amerikanistik wertvolle Impulse gegeben.

Zudem muss geschlossen werden, dass die Unterzeichner der Stellungnahme der Amerikanistisk der Humboldt-Universität kein Problem damit haben, dass Lann Hornscheidt zu Straftaten aufruft, denn der entsprechende Aufruf wird in keiner Weise gewürdigt.

Da die Amerikanistik-Lehrenden in ihrer Stellungnahme zudem zu einer sachlichen und nicht-polemischen Diskussion aufrufen, nehmen wir sie beim Wort und rufen nun unsererseits die Leser von ScienceFiles auf, den 11 Genannten eine eMail zu schicken, in der sie den Angeschriebenen die Gelegenheit geben, ihre an Allgemeinheit, Floskeln, unbelegten Behauptungen und Diffamierungen reiche Stellungnahme mit Belegen und sachlicher Argumentation dem Anspruch gerecht werden zu lassen, den sie anderen gegenüber erheben.

Im Folgenden haben wir einen Musterbrief aufgesetzt, den wir unseren Lesern als Vorlage anbieten. Das heißt natürlich nicht, dass nicht jeder frei ist, eine eigene eMail zu verfassen:

Sehr geehrte/r …

Als Lehrender der Amerikanistik der Humboldt-Universität zu Berlin haben sie eine “Stellungnahme der Amerikanistik an der Humboldt-Universität zu den Vorwürfen gegen Gender Studies und Prof. Hornscheidt” unterzeichnet.

In dieser Stellungnahme fordern sie dazu auf, eine sachliche Diskussion über Gender Studies und Prof. Lann Hornscheidt zu führen. Ich will Ihnen hiermit die Gelegenheit geben, dies zu tun, und im folgenden einige Fragen zu beantworten.

Sie behaupten in der Stellungnahme, Lann Hornscheidt und die Gender Studies würden diffamiert. Dazu meine Fragen: Wer diffamiert die Gender Studies und Lann Hornscheidt in welcher Weise und wo? Was sind die Gründe dafür, dass Sie Kritik als Diffamierung darstellen?

Wissenschaft lebt von Kritik. Ohne Kritik gibt es keinen Erkenntnisfortschritt. Dazu meine Frage: Wo verläuft für Sie die Grenze zwischen Kritik und Diffamierung?

Sie behaupten in der Stellungnahme “die Gender Studies” hätten der Amerikanistik “wertvolle inhaltliche Impulse gegeben”. Dazu meine Fragen: Um welche Impulse handelt es sich dabei? Wie haben die Impulse die Theoriebildung der Amerikanistik positiv beeinflusst? Welche neue Erkenntnis innerhalb der Amerikanistik ist durch die Impulse der Gender Studies möglich gewesen?

Sie erklären sich mit der Stellungnahmen u.a. mit “Prof. Lann Hornscheidt” solidarisch. Dazu meine Frage: Sind Sie auch damit solidarisch und unterstützen Sie Lann Hornscheidt darin, Studenten zur Störung von universitären Veranstaltungen aufzurufen und sie zu Straftaten, wie z.B. Sachbeschädigung zu ermutigen?

Schließlich vermittelt die Stellungnahme, die Sie unterzeichnet haben, den Eindruck, dass die Lehrenden der Amerikanistik intime Kenner der Gender Studies sind. Deshalb bitte ich Sie, abschließend noch die folgenden Fragen zumindest teilweise zu beantworten:

  1. Was haben Gender Studies an Universitäten zu suchen?
  2. Welchen konkreten Nutzen haben Gender Studies der Wissenschaft gebracht?
  3. Welchen konkreten Schaden haben Gender Studies der Wissenschaft zugefügt?
  4. Wie rechtfertigen Genderisten ihre Finanzierung durch Steuerzahler?
  5. Welcher Nutzen entsteht Steuerzahlern durch Gender Studies?
  6. Was ist wissenschaftlich an Gender Studies?
  7. Welche wissenschaftliche Methode nutzen Gender Studies?
  8. Welche prüfbare und nachvollziehbare Erkenntnis haben Gender Studies erbracht?
  9. Wo sehen Genderisten, den Unterschied zwischen Ideologie und Wissenschaft?
  10. Wie sehen Genderisten das Verhältnis zwischen wissenschaftlicher Forschung und Sozialtechnologie?
  11. Ist Kritik außerhalb von Unterstellungen mit Bezug auf Angst vor dem Neuen für Genderisten vorstellbar? Wenn ja, wie äußert sich die entsprechende Kritik?
  12. Auf welcher Erkenntnistheorie basieren Gender Studies?

Mit freundlichen Grüßen,

Sartori_DemokratietheorieIn fast allen Demokratietheorien wird die Bürgerbeteiligung als ein zentrales Element des demokratischen Normenystems angesehen, das zudem eine der Hauptstützen der Demokratie ist. Universitäts-Angestellte werden aus Steuergeldern finanziert und sollen für diese Bezahlung die Gegenleistung des Erkenntnisgewinns, der wiederum gesellschaftliches Wachstum zur Folge hat, erbringen. Als öffentliche Angestellte sind Universitäts-Angestellte Steuerzahlern verantwortlich und Gegenstand öffentlicher Kontrolle. Das Verschicken einer eMail an die oben Genannten oder einen davon nach freier Wahl, ist somit ein demokratischer Akt, der für die Stabilität des deutschen demokratischen Versuches von höchster Bedeutung ist.

Es ist nicht notwendig, dass jeder alle Lehrenden der Amerikanistik anschreibt. Es reicht aus, wenn sich jeder einen Adressaten aussucht, dessen Vor- oder Nachname mit demselben Buchstaben beginnt, wie der Vor- oder Nachname des entsprechenden ScienceFiles-Lesers.

Pathos beiseite: Es ist wichtig, dass sich viele Leser an dieser Aktion beteiligen. Wer sich daran beteiligt, den bitten wir darum, (1) die eMail in Kopie an uns zu schicken (sciencefiles at textconsulting.net) und uns (2) die Antwort zugänglich zu machen.

Vielen Dank im Voraus für Ihr Engagement.

Hier noch die eMail-Adressen als Serviceleistung:

  1. Eva Boesenberg: eva.boesenberg@staff.hu-berlin.de
  2. Antje Dallmann: Antje.Dallmann@staff.hu-berlin.de
  3. Markus Heide: markus.heide@rz.hu-berlin.de
  4. Renate Hof: renate.hof@rz.hu-berlin.de
  5. Reinhard Isensee: reinhard.isensee@rz.hu-berlin.de
  6. Martin Klepper: martin.klepper@rz.hu-berlin.de
  7. Martina Kohl: kohlM@onlinehome.de
  8. Katja Linke: humboldtLinke@gmail.com
  9. Dorothea Löbbermann: dorothea.loebbermann@hu-berlin.de
  10. Renate Ulbrich: renate.ulbrich@staff.hu-berlin.de [Die eMail Adresse funktioniert nicht.]
  11. Christina Wald: christina.wald@hu-berlin.de

Die Amerikanistik für Lann Hornscheidt

Es reifiziert wieder. Von Reifizierungen sprechen Sozialwissenschaftler u.a. dann, wenn Individuen sich z.B. einbilden, sie wären gar nicht Individuen, sondern mehr als das, etwas Überindividuelles, z.B. das Amt oder die Behörde oder die Regierung oder Deutschland oder auch nur schlicht die “Amerikanistik”.

HU-BerlinAn der Humboldt Universität ist die Amerikanistik Fleisch geworden und hat zu uns gesprochen: “Als Amerikanistik der Humboldt-Universität”, so hat die Amerikanistik gesprochen, “wenden wir uns entschieden gegen die Diffamierung der Gender Studies an unserer Universität sowie in der Bundesrepublik Deutschland allgemein, und inbesondere einzelner Forschender und Lehrender wie Prof. Dr. Hornscheidt”.

Wir sehen: Nicht nur spricht die Amerikanistik zu uns, sie spricht auch im pluralis majestatis. Die Amerikanistik an der Humboldt-Universität ist etwas ganz Besonderes, das kann man jetzt schon sagen. Und sie wendet sich gegen die Diffamierung ihres alten Kumpels, der Gender Studies, denn auch die Gender Studies sind Fleisch geworden, und kaum sind sie es geworden, da werden sie diffamiert, noch dazu an der eigenen Uni, denn: die vermeintlichen Diffamierer sitzen an der Humboldt-Universität zu Berlin, was sehr interessant ist und hoffen lässt, hoffen, dass sich an der Humboldt-Universität tatsächlich Widerstand gegen die Hochstabler, die sich als Gender Studies unter Wissenschaftler gemischt haben, ausbreitet.

Und die Amerikanistik ist in Besitz eines besonders seltenen Wissens:

“Als transdisziplinäre Wissenschaft haben die Gender Studies u.a. der Amerikanistik wertvolle inhaltliche Impulse gegeben und ihrerseits von aktuellen amerikanistischen Fachdiskussionen profitiert.”

Wie schön, die Amerikanistik hat von seinem Kumpel der Gender Studies wertvolle inhaltliche Impulse erhalten.

Welche?

humboldt amerikanistikLeider versäumt es die Amerikanistik ihr intimes Wissen von Kumpel Gender Studies preis zu geben. Weder werden die Impulse benannt, noch werden die weiteren Empfänger der fruchtbaren Impulse von Gender Studies genannt. Sie werden als u.a. geführt und sind keiner weiteren Erwähnung wert. Deshalb rufen wir die Amerikanistik auf, ihr geschütztes Wissen an die Welt zu geben: Was ist der Nutzen, was die Impulse, was der Daseinszweck von Gender Studies? Wir rufen die Amerikanistik auf: Behaupte nicht, belege!

Und weiter im Text der Stellungnahme der Amerikanistik der Humboldt-Universität:

“Neue Erkenntnisse der Forschung stellen häufig etablierte Sichtweisen in Frage. Darauf mit Abwehr und persönlichen Angriffen zu reagieren, verrät in erster Linie einen Mangel an Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen. Eine sachliche Diskussion wird so verhindert. Eine fundierte und differenzierte Berichterstattung in den Medien und eine Zurückweisung polemischer und beleidigender Äußerungen in sozialen Netzwerken könnte dagegen sehr zu einer produktiven wissenschaftlichen wie öffentlichen Debatte wichtiger gesellschaftlicher Fragen beitragen.”

Dem können wir uns nur voll und ganz anschließen und uns erstaunt zeigen, ob der Selbsterkenntnis, die die Amerikanistik zum Ende ihrer Stellungnahme eingeholt hat.

Angesichts der pauschalen Behauptungen, des nicht einmal rudimentär vorhandenen Versuches, der Kritik an den Gender Studies mit Argumenten oder gar sachlich zu begegnen, angesichts der Wahl der Amerikanistik, noch im ersten Absatz die Kritik in Bausch und Bogen als Diffamierung zu diffamieren, muss man in der Tat zu dem Schluss kommen, dass die Amerikanistik auf die Kritik an den etablierten Sichtweisen der Gender Studies mit Abwehr und Diffamierung der Kritik reagiert und offensichtlich Angst davor hat, sich auf Neues einzulassen, weshalb es nur konsequent ist, wenn die Amerikanistik im Rahmen der nächsten Stellungnahme produktiv zur wissenschaftlichen Debatte um die Gender Studies beiträgt und dazu Fragen wie die folgenden beantwortet, die nach wie vor unbeantwortet sind.

  1. Was haben Gender Studies an Universitäten zu suchen?
  2. Welchen konkreten Nutzen haben Gender Studies der Wissenschaft gebracht?
  3. Welchen konkreten Schaden haben Gender Studies der Wissenschaft zugefügt?
  4. Wie rechtfertigen Genderisten ihre Finanzierung durch Steuerzahler?
  5. Welcher Nutzen entsteht Steuerzahlern durch Gender Studies?
  6. Was ist wissenschaftlich an Gender Studies?
  7. Welche wissenschaftliche Methode nutzen Gender Studies?
  8. Welche prüfbare und nachvollziehbare Erkenntnis haben Gender Studies erbracht?
  9. Wo sehen Genderisten, den Unterschied zwischen Ideologie und Wissenschaft?
  10. Wie sehen Genderisten das Verhältnis zwischen wissenschaftlicher Forschung und Sozialtechnologie?
  11. Ist Kritik außerhalb von Unterstellungen mit Bezug auf Angst vor dem Neuen für Genderisten vorstellbar? Wenn ja, wie äußert sich die entsprechende Kritik?
  12. Auf welcher Erkenntnistheorie basieren Gender Studies

P.S.

Die Reifizierte Amerikanistik besteht irgendwie aus Lehrenden, denn die Stellungnahme ist von “Die Lehrenden der Amerikanistik an der Humboldt-Universität” unterschrieben. Offensichtlich will sich jeder Amerikanist der Humboldt-Universität in der Meute verstecken und nicht verantwortlich sein, für die Stellungnahme.

Wer sich für die “Lehrenden” interessiert, hier sind sie.

P.P.S.

Liebe Amerikanistik, in Zeile 3 deiner Stellungnahme muss es natürlich heißen, einzelnx Forschendx und Lehrendx wie Profx Dr. Lann Hornscheidt.

Schließlich: Die Abstimmung darüber, ob Lann Hornscheidt an der Humboldt-Universität bleiben kann, läuft noch. Derzeitiger Zwischenstand:

500 abgegebene Stimmen:

390 (78%): Nein, Lann Hornscheidt kann nicht an der Humboldt Universität verbleiben

84 (17%): Ja, Lann Hornscheidt kann an der Humboldt-Universität bleiben.

26 (5%): Ist mir egal oder anderes.

Und zu guter Letzt ist festzustellen, dass die Amerikanistik sich offensichtlich nicht daran stört, dass Lann Hornscheidt zu Straftaten aufruft, so dass man annehmen muss, dass “die Lehrenden der Amerikanistik” nichts daran auszusetzen haben und sich auch mit dem Aufruf zu Straftaten solidarisch erklären.

Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück täuscht männliche Bewerber

Es war eine Zeitlang ruhig, im Professorinnenprogramm – jedenfalls nach unserer Wahrnehmung. Scheinbar sind den Verantwortlichen die Formulierungen ausgegangen, mit denen Sie männliche Bewerber an der Nase herum führen wollen.

Zur Erinnerung: Im Rahmen des Professorinnenprogramms werden ausschließlich Stellen finanziert, die mit einem weiblichen Bewerber besetzt werden. Nun verstößt eine Ausschreibung, die sich nur an weibliche Bewerber richtet, gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), eine, wie man sagen könnte, unbeabsichtigte Folge der Gesetzgebung. Ein dummes Problem, das sprachlich und mit Täuschung bewältigt wird, in dem Lesern entsprechender Ausschreibungen vorgegaukelt wird, die Ausschreibung richte sich an weibliche und männliche Bewerber.

Das entsprechende Vorgehen haben wir in einer Fülle von Fällen bereits dokumentiert. Bislang fehlt noch der Aufschrei dazu. Scheinbar regt es in Deutschland niemanden auf, wenn in öffentlichen Ausschreibungen systematisch gelogen und getäuscht wird. Was die moralischen und ethischen Ansprüche der Deutschen an ihre Regierung und die Institutionen der Regierung angeht, gibt es offensichtlich nach unten keine Grenze.

Und natürlich bekommt jeder, was er verdient. Im vorliegenden Fall erhalten all die männlichen Bewerber, die sich nicht wehren, all diejenigen, die denken, der öffentliche Betrug ginge sie nichts an, einen moralischen Verfall als Ergebnis, dessen Ende nicht absehbar ist. Sicher ist nur, dass immer dann, wenn im Namen vermeintlich hehrer Ziele gelogen und betrogen wird, am Ende Lüge und Betrug und oft noch Schlimmeres herausgekommen ist.

Die neuen Täuscher sitzen an der Universität Osnabrück und schreiben die Stelle einer

wissenschaftlichen Mitarbeiterin / eines wissenschaftlichen Mitarbeiters
(Entgeltgruppe 13 TV-L, 100 %)

aus.Imis betrug

Die Stelle ist somit nicht attraktiv entlohnt, dafür aber mit vielen Wünschen und Qualifikationen, die der Bewerber mitbringen soll, verbunden. Und selbst wenn die geforderten “vertieften Kenntnisse und Erfahrungen in der Geschlechterforschung” aufgrund der Anzüglichkeit der Formulierung ein Schmunzeln beim Leser hervorrufen, so vertreibt die gewählte Form der absichtlichen Täuschung von männlichen Bewerbern das Schmunzeln in Windeseile. Davon abgesehen stellt sich die Frage, was Geschlechterforschung mit Migrationsforschung zu tun haben soll (dass es zwei Geschlechter gibt, die migrieren, ist eigentlich bekannt).

Denn: nachdem der Leser erfahren hat, dass man in Osnabrück viele Ansprüche an den Bewerber hat und vielleicht gerne erfahren hätte, was, außer einer kümmerlichen Bezahlung, als Gegenleistung von der Universität Osnabrück geboten wird, also z.B.: wie alt die Infrastruktur ist, ob ein Computer vorhanden ist und wenn ja, ob eine Windows Version oberhalb von 3.1 installiert ist, ob Zugang zum Internet besteht, ob dieser Zugang über eine LAN oder über die Drosselkom erfolgt? Ob der Stelleninhaber, dem so viel abverlangt wird, u.a. eine qualifizierte Promotion im Bereich der Soziologie, internationale Forschungserfahrung, ein migrationsbezogenes Habilitationsvorhaben und interdisziplinäre Kooperations- und Forschungskompetenzen, ob dieser Stelleninhaber vielleicht, per Zufall, man soll ja nie ausschließen, dass sich etwas Positives einstellt, Zugang zu einer Sekretärin hat und, man will ja nicht gierig erscheinen, aber so ein eigens Büro, das man nicht mit einem bis drei anderen teilen muss, das wäre auch in Ordnung.

Aber, derartige Informationen erhalten die Bewerber, auch die männlichen Bewerber, die bis hier noch denken, sie hätten eine Chance, die Stelle zu erhalten, nicht. Statt dessen erfahren sie, dass die Universität Osnabrück eine “zertifizierte familiengerechte Hochschule” ist, die sich für die “Vereinbarkeit von Beruf/Studium und Familie” einsetzt. Wenn der Bewerber also seine Oma mitbringen will – gemacht. Wenn er seinem kleinen Neffen Nachhilfe am Arbeitsplatz geben will – auch kein Problem. Nur die Frage, unter welchen Bedingungen er arbeiten soll, die wird ihm nicht beantwortet. Er bewirbt sich auf die sprichwörtliche Katze im Sack.

Und natürlich fehlt auch die folgende Floskel politischer Korrektheit nicht:

“Die Universität Osnabrück will die berufliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern besonders fördern und fordert deshalb qualifizierte Frauen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Bei gleicher Qualifikation werden Frauen bevorzugt berücksichtigt.”

Frage:

Wer hat nach dem Lesen dieser Floskel den Eindruck, die Bewerbung sei für eine Stelle, die nur mit einem weiblichen Bewerber besetzt werden kann?

Wer denkt nicht, es handele sich hier um eine normale Stellenausschreibung, die sich an weibliche und männliche Bewerber richtet, unter denen derjenige ausgesucht wird, der am besten geeignet ist, um die Stelle zu besetzen?

Nun, alle die dies denken, sind auf den Täuschungsversuch der Universität Osnabrück hereingefallen. Dass es ein Täuschungsversuch ist, zeigt sich deutlich an einem Einschub, der den Bewerbern im schönsten Verwaltungsdeutsch untergeschoben wird, damit sie es auch schön überlesen:

Deceibe infeigle obfuscateDie Besetzung der oben genannten Stelle erfolgt, wie es heißt: “vorbehaltlich der Freigabe der Mittel aus dem Professorinnenprogramm II (Bundeskomponente)”.

Und wann werden die Mittel aus dem Professorinnenprogramm II freigegeben?
Wenn ein weiblicher Bewerber für die entsprechende Stelle gefunden wurde.

Und was passiert, wenn kein weiblicher Bewerber für die entsprechende Stelle gefunden wird?
Dann werden die Mittel aus dem Professorinnenprogramm II nicht freigegeben.

Und was passiert, wenn die Mittel aus dem Professorinnenprogramm II nicht freigegeben werden?
Dann gibt es keine Stelle, die besetzt werden kann.

Und abermals wundern wir uns, was man mit Deutschen alles machen kann; wie wenige Deutsche sich bei ihrer Verwaltung darüber beschweren, dass sie eine moralische Verkommenheit an den Tag legt, die kaum mehr unterboten werden kann. Kaum jemand beschwert sich. Kaum jemand fordert eine Entschuldigung für die Täuschung. Kaum jemand fordert, dass die Verantwortlichen von ihren Positionen entfernt werden.

Deutschland 2014 lebt mit der alltäglichen Täuschung. Man hat keine Probleme damit, dass Vertreter von Institutionen, die die Bürger repräsentieren, täuschen, betrügen und lügen.

Prof. Dr. Günter Buchholz: “Sektion Gender- und Frauenforschung abwickeln!”

Es reicht offensichtlich immer mehr Wissenschaftlern mit dem Gender-Spuk.

Die Liste derjenigen, die versuchen, von den Sozialwissenschaften zu retten, was zu retten ist, wächst.

Sie wächst zum großen Teil im Verborgenen, weil Mut unter Sozialwissenschaftlern eine selten zu findende Tugend ist – auch wenn wir nicht verstehen, was die öffentliche Kundgabe seiner Meinung, dass Genderismus, Feminismus oder wie sich die manische Beschäftigung mit Geschlechtsteilen auch immer nennen mag, mit Wissenschaft nicht zu vereinbaren ist, mit Angst zu tun hat, vor allem wovor die entsprechenden Wissenschaftler überhaupt Angst haben.

Aber, vorauseilende Angst vor eingebildeten Entitäten ist eine weitverbreitete Qualität, die gewöhnlich und ganz so, wie Leon Festinger das beschrieben hat, damit erklärt wird, dass man gar keine Angst habe, vielmehr sich zu schade sei, um sich mit einem solchen Unsinn wie Genderismus zu befassen. Deshalb lässt man die Schergen des Genderismus walten!

buchholzEiner, der diese vorauseilende Angst nicht teil, der sich traut, seinen Mund aufzumachen, ist Prof. Dr. Günter Buchholz, der unseren letzten Beitrag zum Anlass genommen hat, eine Forderung aufzustellen, die wir unterstützen und deren Verbreitung wir unseren Lesern ans Herz legen. Prof. Dr. Günter Buchholz hat sich in der Vergangenheit bemüht, zu klären, ob Genderismus einen Kern von Wissenschaftlichkeit vorweisen kann. Er wurde angefeindet und seine wissenschaftliche Befragung wurde von den Genderisten boykottiert.

Das dokumentiert einmal mehr: Genderisten sind keine Wissenschaftler. Sie lagern sich an Sozialwissenschaften an, saugen sie aus wie ein Schwamm (sponge) und geben nichts zurück.

Es ist höchste Zeit, dem Gender-Spuk ein Ende zu bereiten. Deshalb unterstützen wir die Forderung von Prof. Dr. Günter Buchholz:

Innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Soziologie gibt es eine genderistische Abteilung, oder eine Sektion “Frauen und Geschlechterforschung”,die, nicht zuletzt im Interesse der vielen anderen Sektionen, die wissenschaftlich seriös arbeiten, zügig abgewickelt werden sollte, um den Ruf der deutschen Soziologie zu retten, was hoffentlich noch möglich ist. Denn es gibt keine feministische Wissenschaft, das ist vielmehr ein Widerspruch im Beiwort, eine contradictio in adiecto. In demselben Sinne kann es zum Beispiel auch keine “christliche Wissenschaft” geben, wie etwa den “Kreationismus” in den USA, der die Gültigkeit der Bibel der biologischen Forschung unbefragbar voraussetzt, so wenig wie es irgendeine andere X-Wissenschaft geben kann.

Denn Wissenschaft ist nur dann Wissenschaft ist, wenn sie bei sich bleibt. Und dies gerade dann, wenn sie sich bewußt bleibt, dass Wissenschaft immer ein sozialer Prozess ist, dass es also immer eine soziale Kontextualisierung gibt, die sich auf Entstehungsmotive und Verwendungsinteressen auswirken.

Entscheidend aber ist die STRIKTE TRENNUNG DES BEGRÜNDUNGSZUSAMMENHANGS sowohl vom Entstehungs- wie vom Verwendungszusammenhang, ohne diese jedoch zu ignorieren. Ich erinnere in diesem Zusammenhang beispielhaft an die experimentelle Entdeckung der Kernspaltung und die Folgen.

Der Begründungszusammenhang von Wissenschaft kennt einzig und allein Methoden, Logik und empirische Evidenz.

Und deshalb sind alle X-Wissenschaften keine Wissenschaften. Denn es wird hier der Begründungszusammenhang von Wissenschaft, der allein wissenschaftstheoretischen und methodischen Ansprüchen genügen muß, vermischt mit Motiven des geschichtlichen Entstehungszusammenhangs und mit Interessen des Verwendungszusammenhangs von Wissenschaft. Letztere gibt es immer, aber Wissenschaft kann nur betrieben werden, wenn sie vom Begründungszusammmenhang strikt ausgeschlossen bleiben. Der Wissenschaft darf weder ein Vorurteil noch ein Dogma noch ein feministischer Konsens (das Patriarchatsdogma) vorgeschaltet werden, sondern es muß methodisch korrekt geforscht werden, und diese Forschung muß ergebnisoffen sein. Ist das nicht der Fall, dann ist das keine Wissenschaft, sondern bloße Ideologieproduktion.

Und hier geht es weiter.

Umfrage: Kann Lann Hornscheidt an der HU-Berlin verbleiben?

Jan Hendrik Olbertz spricht nicht mit uns.

Wir sind zutiefst betrübt.

HU-BerlinOffensichtlich hat Jan Hendrik Olbertz nichts dazu zu sagen, dass ein Positionsinhaber der Universität, deren Präsident er ist, seine Studenten dazu zwingt, ihn mit  Profx anzusprechen.

Offensichtlich hat Jan Hendrik Olbertz nichts dazu zu sagen, dass ein Positionsinhaber der Universität, deren Präsident er ist, Studenten durch Sprechauflagen davon abschreckt, seine Seminare zu besuchen und entsprechend seinen Kollegen mehr Arbeit aufhalst, sich, mit anderen Worten, vollkommen unkollegial verhält.

Offensichtlich hat Jan Hendrik Olbertz nichts dazu zu sagen, dass ein Positionsinhaber der Universität, deren Präsident er ist, seine Studenten zu indoktrinieren versucht, und zwar mit einer Ideologie, die auf der Prämisse gründet, die Vertreter der Ideologie seien die besseren Menschen.

Offensichtlich hat Jan Hendrik Olbertz auch nichts dazu zu sagen, dass ein Positionsinhaber der Universität, deren Präsident er ist, seine Studenten zu Interventionen aufruft, wobei mit Interventionen Straftaten umschrieben sind und Aktionen, die den Betrieb an u.a. der Humboldt-Universität stören sollen und in der Vergangenheit bereits gestört haben.

Zu all dem hat Jan Hendrik Olbertz nichts zu sagen.

Obwohl er Präsident der HU-Berlin ist – zumindest rein formal besehen.

Aber er spricht nicht mit jedem, schon gar nicht mit Personen, die ihm unbequeme Fragen stellen.

Aber vielleicht sehen wir das auch alles ganz falsch.

Vielleicht ist die Freiheit der Wissenschaft mittlerweile über die akademische Rechtschaffenheit hinaus.

Vielleicht dient Freiheit der Wissenschaft heute als Deckmantel, unter dem ganz legitim indoktriniert und zu Straftaten aufgerufen werden kann.

Wir haben wirklich angefangen, zu zweifeln, an unserem Bild vom Rechtsstaat und an unserem Bild davon, was akademische Rechtschaffenheit meint.

Deshalb fragen wir unsere Leser:

Kann Lann Hornscheidt trotz allem, was hier aufgelistet ist, weiterhin auf Kosten von Steuerzahlern an der Humboldt-Universität Studenten indoktrinieren? Fällt ein derartiges Verhalten unter die Freiheit der Wissenschaft oder ist ein derartiges Verhalten den Steuerzahlern gegenüber unverantwortlich?

Nun haben unsere Leser das Wort.

Wir bitten um rege Beteiligung, schon damit wir dem Präsidenten der HU-Berlin, der nicht mit uns spricht, ein umfangreiches Meinungsbild zuschicken können und ihn auf den Stand der Stimmung bringen können, die unter denen herrscht, mit denen er nicht spricht.

Was sagen Sie?

Intersektionalität oder: Die können nur Hass und Opfer

Es gibt wieder einmal eine Solidaritätserklärung.

ZTG HU BERLINEine vom Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien der Humboldt-Universität in Berlin.

Eine zu “aktuellen Kampagnen gegen Wissenschaftler … und gegen die Gender Studies, insbesondere zur Diffamierung von Prof. Dr. Hornscheidt”.

Eine, die wieder niemand unterschrieben hat, so dass man denken könnte, die/der/das am Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien angehängte Lann Hornscheidt sei hier in eigener Sache und mit sich selbst, in welchem Geschlecht auch immer, solidarisch.

Das könnte man denken.

Und damit wäre man dann, der Behauptung nach, die regelmäßig im Zusammenhang mit Lann Hornscheidt wiederkehrt und lautet, dass Denken den Prof ausmacht, ein Professor.

Aber lassen wir das.

Denn: Es ist viel interessanter, die Solidaritätserlkärung zu analysieren, und zwar unter drei Stichworten, die sich bei der Lektüre aufdrängen:

  • Undifferenzierter und gar nicht vielfältiger Hass,
  • Opferstatus,
  • Paranoia

Hass

hate_speech1Hass macht blind, so heißt es, und es ist etwas Wahres dran, denn mit Sicherheit führt Hass zu einer Einengung der Perspektive, zu einem Framing wie Tversky und Kahneman es beschrieben haben, das die Wahrnehmung beschränkt und im schlimmsten Fall zu einer Fixierung wird, die nur noch einen Modus der Wahrnehmung erkennen lässt – einen Modus, den man als Modus der intellektuellen Amöbe beschreiben könnte.

In diesem Modus wird alles, was von außen, also in diesem Fall von außerhalb eines als freundlich etikettierten eigenen Kults, kommt als feindlich wahrgenommen: wahllos, unterschiedslos und einförmig.

Negative Reaktionen auf einen Vorschlag, z.B. den die deutsche Sprache zu durch-zu-xsen, werden zur Diffamierung erklärt.
Fragen nach dem Grund dafür, dass Lann Hornscheidt eine universitäre Position inne hat, werden zur Diffamierung erklärt.

Kritik an Lann Hornscheidt wird zur Diffamierung erklärt.

Kritik am Genderismus wird zur Diffamierung erklärt.

Berechtigte Forderungen, die an Lann Hornscheidt oder Genderisten gestellt werden, werden zur Diffamierung erklärt.

Und man könnte die Reihe fortsetzen. Aber Wissenschaftler sind an allgemeinen Gesetzmäßigkeiten interessiert, und die Gesetzmäßigkeit, die sich aus Reaktionen von Genderisten auf Kritik oder Fragen immer wieder zeigt, läßt nur einen Schluss zu:

Genderisten im Allgemeinen und Lann Hornscheidt im Besondern fürchten nichts so sehr, wie Fragen nach der Legitimation der eigenen Position, nach der Begründung ihrer Behauptungen und Forderungen. Derartige Fragen können sie offensichtlich nicht beantworten, das haben sie nunmehr hinlänglich belegt, und deshalb reagieren sie mit Hass, weil sie fürchten, der mit Steuergeldern gefüllte Napf, an dem sie sich die ganze Zeit so fraglos bedienen konnten, wird ihnen weggenommen.

Eine durchaus berechtigte Furcht.

Opferstatus

Gender KultDer Opferstatus ist ein wiederkehrendes Motiv im Lamento der Genderisten, es ist die genderistische Entsprechung zum katholischen Glaubensbekenntnis. Er inszeniert das eigene Opfertum, das Genderisten umgeben von den mordenden Horden des Patriarchats tapfer das Evangelium des Genderismus verbreiten sieht. Im vorliegenden Fall wird wieder die Nummer mit der heiligen Jungfrau gegeben. In der Hauptrolle pikanter Weise dieses Mal das Lann Hornscheidt.

Lann Hornscheidt ist urplötzlich und ohne sein Zutun zum Gegenstand einer “unsägliche[n] Hasskampagne” geworden, die sich “in sozialen Medien” und “in offenen Briefen an die Universitätsleitung der HU und an die Berliner Wissenschaftssenatorin” äußert. Hier trifft sich das Motiv der Opferrolle mit dem oben beschriebenen Hass Modus der Amöbe, die alles, was von außen kommt, seien es Fragen, Anregungen oder Kritik nur unter Hass abspeichern kann. Die intellektuelle Amöbe ist eine Vegetationsform, die nicht mehr im Stande zu sein scheint, überhaupt Kontakt mit Personen der Außenwelt herzustellen, weshalb sie – wie beschrieben – mit Hass reagiert.

Reize aus der Außenwelt treffen die Amöbe völlig unvorbereitet und werden auch nicht als Reaktionen auf etwaige Externalitäten, die von der intellektuellen Amöbe ausgehen, wahrgenommen. Sie sind Reaktion und damit schlicht Hass, denn die intellektuelle Amöbe kennt neben dem Hass-Modus nur den Verkündungs-Modus: Amöbe an Welt. Welt an Amöbe ist nicht vorgesehen.

Meldet sich die Welt dennoch, dann kann es sich, per definitionem nur um Hass handeln, denn Fragen, Kritik, ja gar Widerspruch, das ist im intellektuellen Amöbe-Modus nicht programmiert.

Paranoia

Das Problem, das intellektuelle Amöben eher früher als später einholt, ist mit einem Wort zu beschreiben: Umwelt. Auch intellektuelle Amöben schaffen es nur für eine relativ kurze Zeit, die Illusion einer manipulierbaren, aber nicht reagierenden Umwelt aufrecht zu erhalten. Und reagiert die Umwelt erst einmal auf Externatlitäten, die von der intellektuellen Amöbe ausgehen, dann aktiviert dies den Modus Hass, der sich zum Modus Paranoia übersteigert, dem Modus, der die Unvereinbarkeit des Heiligkeitsstatuses, den die Genderisten als Inkarnationen der intellektuellen Amöbe für sich reklamieren, mit der Umwelt zum Ausdruck bringt.

Paranoia stellt das Opfer in die Welt – gezwungenermaßen. In der Welt findet sich das Opfer “einer Flut persönlicher Diffamierungen und Gewaltdrohungen” ausgesetzt. Es sieht sich “koordinierten Attacken” gegenüber, die sich im vorliegenden Fall nicht nur gegen das Lann, sondern gegen das innerste Sanktuarium, das ZtG selbst richten. “Universitäre Geschlechterforschung” werde als “unwissenschaftlich geschmäht”, und jetzt kommt es:

“Offenbar kristallisiert sich gerade an den Gender Studies, wo Normen und Machtgefüge systematisch in Frage gestellt werden, eine gegenwärtige Gemengelage aus Sexismus, Homophobie und Transdiskriminierung, aber auch aus Sozialneid, Angst vor dem Verlust imaginärer Macht und vor der Auflösung bekannter Normierungen.”

Gender Kult 2Kann man das eigene Sendungsbewusstsein besser in Worte fassen, das Sendungsbewusstsein, das Genderisten zum Teil der intellektuellen Amöbe macht und entsprechend und aus ihrer Sicht erhöht, sie zu einer Gruppe der Außererwählten macht, denen die Wahrheit von der intellektuellen Amöbe mitgeteilt wurde, eine Wahrheit, die ihnen zur Verbreitung aufgetragen wurde?

Es ist dies kein einfacher Auftrag, denn die Welt ist schlecht und für die Wahrheit nicht gewappnet. Sie ist voller falscher Propheten, voller Jesuse und Mohammeds, voller Krischnas und Buddhas und falschen Azathoths. Nein, es gibt nur eine wahre Religion, die Religion der intellektuellen Amöbe, die im Genderismus Wort geworden ist. Und wer das nicht glaubt, der wird schon sehen, was er davon hat, wenn am Tag des jüngsten oder zweitjüngsten Gerichts die intellektuelle Amöbe die Guten ins Genderparadies und die Bösen in die Machohölle verteilt.

Amen.

Bleibt noch die Nachbereitung der Frage: Warum sind die Genderisten so darauf versessen, an Universitäten zu sitzen, sich wissenschaftlich zu nennen und sich damit mit einer Last zu beladen, die sie als Sekte nun einmal nicht zu tragen im Stande sind? Die Antwort darauf ist einfach: Weil es die einzige Position ist, in der man bislang jeden Unsinn erzählen konnte, behaupten konnte, das sei Wissenschaft, weil das Ergebnis von Denken und für diesen Unsinn auch noch bezahlt wurde.

Der Hass der Genderisten richtet sich nicht per Zufall gegen alle, die die Wissenschaftlichkeit von Genderisten und Genderismus hinterfragen. Von hier kommt die Bedrohung, denn die Genderisten haben keine Antworten auf so einfach Fragen, wie die folgenden:

  1. Was hat Genderismus an Universitäten zu suchen?
  2. Welchen konkreten Nutzen hat Genderismus der Wissenschaft gebracht?
  3. Welchen konkreten Schaden hat Genderismus der Wissenschaft zugefügt?
  4. Wie rechtfertigen Genderisten ihre Finanzierung durch Steuerzahler?
  5. Welcher Nutzen entsteht Steuerzahlern durch Genderismus?
  6. Was ist wissenschaftlich am Genderismus?
  7. Welche wissenschaftliche Methode nutzt der Genderismus?
  8. Welche prüfbare und nachvollziehbare Erkenntnis hat der Genderismus erbracht?
  9. Wo sehen Genderisten, den Unterschied zwischen Ideologie und Wissenschaft?
  10. Wie sehen Genderisten das Verhältnis zwischen wissenschaftlicher Forschung und Sozialtechnologie?
  11. Wie ist das Verhältnis von Genderisten zu Demokratie und dem erklärten Mehrheitswillen?
  12. Hat der Mehrheitswille Primat vor der Sozialtechnologie, oder soll Sozialtechnologie den Mehrheitswillen brechen?
  13. Sind Straftaten legitime Mittel, um den Mehrheitswillen zu brechen?
  14. Ist Kritik außerhalb von Hasskampagnen für Genderisten vorstellbar? Wenn ja, wie äußert sich die entsprechende Kritik?
  15. Auf welcher Erkenntnistheorie basiert der Genderismus

Wir wundern uns schon seit Monaten, warum es Genderisten nicht möglich ist, denen, die außerhalb ihres Kultes stehen und die genannten Fragen stellen, die Antworten auf diese einfachen Fragen zu geben. Wenn Genderismus, wie seine Anhänger behaupten, eine Wissenschaft ist, dann sollte es ein Leichtes sein, diese Antworten zu geben. Dass sie seit Monaten nicht gegeben werden und Genderisten seit Monaten mit Beschimpfungen, mit der Intonation von Hass und der Inszenierung des Opferstatus’ reagieren, spricht daher für sich – ebenso wie es für sich spricht, dass in keinem Bereich wissenschaftlicher Forschung legitime Fragen, wie die genannten, als Hasskampagne bezeichnet werden.

 

Von Kollege zu Kollege: Nachfrage an Präsident Olbertz

Sehr geehrter Herr Kollege Olbertz,

HU-Berlinwie Sie sich sicherlich erinnern werden, haben unser Kollege, Herr Michael Klein, und ich am 14. November einen offenen Brief an Sie formuliert und an Sie verschickt, in dem wir gefordert haben, Profx Lann Hornscheidt von ihrer/seiner Position an der Humboldt-Universität zu entheben, solange er/sie seine/ihre Position dazu missbraucht, Studierende auf seine/ihre persönliche Ideologie einzuschwören, statt die Sozialwissenschaften zu repräsentieren, und damit Sozialwissenschaften als Wissenschaften – im Unterschied zu Sozialaktivismus bzw. -technologie – gegenüber Studierenden falsch darstellt und in den Augen einer breiten Öffentlichkeit diskreditiert. Als Sozialwissenschaftlern kann uns dies nicht gleichgültig, und ich vermute, Ihnen auch nicht. Im Brief haben wir unsere Position begründet, und inzwischen hat der Brief 72 Unterstützer gefunden.

Dennoch haben Sie bislang in keiner für uns erkennbaren Weise auf den Brief reagiert. Ich habe zwar Verständnis dafür, dass es für Sie problematisch ist, Stellung zu den Aktivitäten von Profx Lann Hornscheidt zu nehmen, ohne eine bestimmte, rein ideologisch motivierte, Klientel gegen sich aufzubringen, und ich fürchte, dass Ihre diesbezügliche Zurückhaltung angesichts des Umgangs, der an der Humboldt-Universität immer wieder mit Dozenten und geladenen Vortragsgästen “gepflegt” wird, mehr oder weniger gut begründet ist.

Dessen ungeachtet haben Sie ein wichtige Funktion inne, die bestimmte Verpflichtungen involviert, und vor diesem Hintergrund bin ich erstaunt und enttäuscht darüber, dass Sie sich bislang einer Stellungnahme zur im Brief enthaltenen Forderung enthalten haben – ganz davon abgesehen, dass ich dies als ein unkollegiales Verhalten uns bzw. mir gegenüber betrachte.

Eine Stellungnahme Ihrerseits ist m.E. etwas, was Sie uns sozialwissenschaftlichen Kollegen aufgrund Ihrer Funktion sozusagen schulden, und die Tatsache, dass Profx Lann Hornscheidt Studierende zu Straftaten ermuntert und anscheinend selbst dauerhaft ausführt – eine Tatsache, auf die wir in unserem Brief keine Bezug genommen haben, um deutlich zu machen, dass es uns um die Idee der Wissenschaft und ihre Repräsentanten geht –, hat inzwischen zusätzlichen Druck aufgebaut, dem Sie sich schwerlich werden entziehen können, aber m.E. auch nicht sollten.

Ich bitte Sie daher, recht bald eine Stellungnahme zu den Aktivitäten von Profx Lann Hornscheidt abzugeben. Sie bietet m.E. auch eine Chance, die Humboldt-Universität als ernstzunehmenden wissenschaftlichen Standort ein Stück weit zu rehabilitieren.

Schließlich möchte ich Ihnen versichern, dass es uns in keiner Weise darum geht, Profx Lann Hornscheidt als Person anzugehen, weshalb wir uns konsequent und öffentlich gegen eine Personalisierung des Konfliktes gewandt haben. Wir sind aber der Überzeugung, dass die Aktivitäten von Profx Lann Hornscheidt als verbeamteter Professorin (oder welchen Geschlechts er/sie subjektiv auch sein sollte) auch bei sehr viel gutem Willen nicht in Übereinstimmung mit der Idee der Wissenschaft gebracht werden kann, sofern Wissenschaft nicht schlicht identisch gesetzt wird mit Ideologie, Sozialaktivismus, Sektiererei, Nepotismus oder Lobbyismus. Dementsprechend ist die in unserem Brief formulierte Forderung als eine Form von Notwehr zu verstehen.

Sicherlich können Sie – nicht zuletzt aufgrund Ihrer persönlichen Biographie –die Gefahren einer Ideologisierung der institutionalisierten Wissenschaft mindestens ebenso gut würdigen wie ich bzw. wir es tun können, und ich danke Ihnen im Voraus für Ihr Verständnis und erwarte gespannt Ihre Stellungnahme.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. phil. habil. Heike Diefenbach

Humboldt-Uni II – Erinnerung an Präsident Olbertz

HU-BerlinScheinbar funktioniert an der Humboldt-Universität nicht einmal die eMailbox so, wie man das erwarten würde oder, alternativ, nicht einmal der Präsident funktioniert in der Weise, wie man es aufgrund seiner Position von ihm verlangen muss. Seine Position sieht unter anderem vor, dass er seine Universität nach außen vertritt, z.B. dem lästigen Volk gegenüber, denen gegenüber, die Fragen an den Präsidenten der Universität richten, möge er deren Beantwortung auch noch so sehr unter seiner Würde empfinden, er muss sie beantworten, er ist Präsident einer aus Steuergeldern Einrichtung, die sich nach wie vor Universität nennen darf.

Sicher ist es schöner, wenn man sich von Kollegen als Präsident als “beliebtester Uni-Chef” feiern lassen darf. Und natürlich macht es mehr Spass, wenn man seinen Rücktritt erklären kann, um sich dann zum Weitermachen bewegen zu lassen, nachdem man mit dem Rücktritt erreicht hat, was man erreichen wollte. Das macht bestimmt Spass. Und wir sehen auch ein, dass man es als Präsident der HU-Berlin nich leicht hat, dass man gerade an der HU-Berlin mit einem aktivistischen Kern von Studenten konfrontiert ist, die nicht zuletzt vom dortigen Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien und dem ASta bestückt werden.

Das alles sehen wir ein.

Number10Dennoch müssen wir sagen: Es ist eine Ungehobeltheit, ja eine Unfreundlichkeit, einen Brief völlig unbeantwortet zu lassen, die wir in der ersten Welt noch zu erleben hätten, in der jeder Brief beantwortet wird, selbst wenn es nur eine eMail an Number 10 ist. Und natürlich hat Downing Street Chef David Cameron seine Leute und beantwortet seine eMails nicht selbst, liest sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht einmal selbst, aber: das genau ist der Punkt, er hat seine Leute, einen funktionierenden Laden und nimmt seine Außenfunktion sehr ernst, d.h. er bestätigt den Eingang von eMails und seine Mitarbeiter beantworten die eMails – jede einzelne davon.

Bei Jan-Hendrik Olbertz scheint dies alles nicht der Fall zu sein. Weder scheint es ihm wichtig zu sein, Kollegen wie uns oder Steuerzahlern, wie den Unterstützern unseres Briefes, in dem wir fordern Lann Hornscheidt seiner/ihrer Position an der Universität zu entheben, Höflichkeit und Respekt entgegen zu bringen. Es ist ihm scheinbar auch nicht möglich, unseren Brief zu beantworten.

Deshalb haben uns entschlossen, noch einen Anlauf zu nehmen, schon um Präsident Olbertz die Möglichkeit zu geben, die bisherige Sprach- und Antwortlosigkeit zu erklären und wett zu machen, sich zu rehabilitieren. Zudem haben wir uns in der ScienceFiles-Redaktion entschieden, Jan-Hendrik Olbertz dieses Mal zwei eMails zu schicken, zwecks Nachhaltigkeit und für eine höhere Wahrscheinlichkeit, zur Kenntnis genommen zu werden, eine von Michael Klein und eine von Dr. habil. Heike Diefenbach (wer von den Lesern nachfragen will, was aus der Antwort auf den ersten Brief geworden ist, hier ist die eMail-Adresse: praesident@hu-berlin.de).

Die eMail von Michael Klein:

Sehr geehrter Herr Olbertz,

am 14. November haben Dr. habil. Heike Diefenbach und ich Ihnen eine eMail geschrieben, in der wir fordern, Profx Lann Hornscheidt ihrer/seiner Position an der Humboldt-Universität zu entheben. Die Forderung hat zwischenzeitlich 72 Unterstützer gefunden, und es ist nicht irgendeine Forderung, es ist eine wohlbegründete Forderung, die Kriterien des wissenschatflichen Arbeitens an Lann Hornscheidt anlegt und zu dem Schluss kommt, dass sie/er keines der Kriterien erfüllt, weshalb er/sie an einer Universität nichts zu suchen hat.

Vielleicht ist es ja dieser Umstand, der Sie so sprachlos macht. Vielleicht wissen Sie auch nicht, warum Lann Hornscheidt an der Universität beschäftigt ist, die auch Sie beschäftigt. Für denn Fall, dass diese Annahme zutrifft, fordern ich Sie auf: Stehen Sie zu Ihrer Unwissenheit und erklären Sie öffentlich, dass Sie auch nicht wissen, was Lann Hornscheidt an der Humboldt Universität soll! Sie sind es der Wissenschaft schuldig.

Aber vielleicht ist es ganz anders. Vielleicht haben die jüngsten Ereignisse an der Humboldt-Universität, die Erfahrungen mit studentischen Kadern, die Vorlesungen lahm legen oder “intervenieren”, ihre Spuren bei Ihnen hinterlassen. Vielleicht haben Sie schlicht Angst und suchen derzeit nach einem Ausweg aus dem Brief-Dilemma, der Sie auch morgen noch unbehelligt durch die Gebäude der Humboldt-Universität gehen lässt.

schreiWenn dies der Fall ist, dann rufe ich Sie dazu auf, sich mit Ihrer Angst in die Öffentlichkeit zu flüchten. Alle Welt outet sich derzeit, warum nicht auch ein Präsident mit seinen Ängsten. Das ist legitim und die Voraussetzung dafür, dass sich etwas ändert, z.B. dadurch, dass Ihnen ein Bodyguard zur Verfügung gestellt wird, den Sie aus dem Geld finanzieren, das freigeworden ist, weil Sie Lann Hornscheidt seiner/ihrer Position enthoben haben.

Vielleicht gehören Sie ja auch zu denen, die man als Prokrastinateure bezeichnen muss, Personen, die Angelegenheiten, die ihnen unangenehm sind, auf den jüngsten Tag vertagen, nur um die Unanehmlichkeiten nicht auf die eigene Kappe nehmen zu müssen.

Für diesen Fall muss ich Ihnen sagen, das Ihr Verhalten Dr. habil. Heiek Diefenbach, mir und den Unterstützern unseres Briefes gegenüber grob unhöflich ist und sie auffordern, ihren Narzismus zu Gunsten ihres Jobs zurückzustellen, zumal die Zeit drängt. Es mag Ihnen egal sein, dass Mitglieder Ihrer Universität, namentlich Lann Hornscheidt, Studenten zu Ideologen machen wollen und Wissenschaft mit Füßen treten, aber es sollte Ihnen schon aus Rücksicht auf ihre eigene Person nicht egal sein, wenn Mitglieder Ihrer Universität, namentlich Lann-Hornscheidt, zu Straftaten aufrufen. Das ist, das werden Sie zugeben, zwar geschichtlich gesehen für Berliner Universitäten keine Neuigkeit, aber doch für die nach dem Zweiten Weltkrieg beginnende Moderne etwas Neues.

Und wollen Sie es wirklich unkommentiert stehen lassen, dass ein Mitglied Ihrer Universität, das es auf die Position eines Professoren geschafft hat, wenn auch nur im Zentrum für Gender Studies, zu Straftaten aufruft und Studenten dabei assistiert, wie sie den Namen von Alexander und Wilhelm von Humboldt verunglimpfen?

Ich kann das einfach nicht glauben.

Entsprechend komme ich zum letzten “Vielleicht”, zur letzten Annahme, die dem gewissenhaften und beliebten Präsidenten, der Sie sind, gerecht wird. Vielleicht prüfen Sie derzeit die Möglichkeiten, Lann Hornscheidt von seiner/ihrer Position zu entfernen. Vielleicht stehen Sie derzeit in Verhandlungen mit dem Berliner Senat und eruieren, welche Schritte Ihnen offen stehen. Für diesen Fall freue ich mich auf Ihre Antwort, die mir dann bestimmt in den nächsten Tagen zugeht.

Mit freundlichen Grüßen,

Michael Klein