AfD = Männerpartei? Zum Fabulieren von angeblichen Wissenschaftlern in der ZEIT

Deutschland hat einen neuen Aufreger: Wählen nur oder fast nur oder so gut wie nur oder hauptsächlich oder überwiegend oder mehrheitlich Männer die AfD oder nicht?

Als gäbe es keine wichtigen Fragen, z.B. welche Gründe einen Wähler zur Wahl der AfD veranlassen, fahren Mainstream-Medien wieder mit voller Kraft auf der Geschlechterschiene. Und alles wegen einer Umfrage von Emnid, in der 17% der befragten Männer angegeben haben, die AfD wählen zu wollen, im Gegensatz zu 2% der befragten Frauen.

Warum ist es eigentlich interessant, das Geschlecht der Wähler von AfD oder Bündnis90/Grünen zu erfragen? Spielt es bei der Beurteilung des demokratischen Willens von Wählern etwa seit neuestem eine Rolle, welches Geschlecht die entsprechenden Wähler haben? Gilt nicht mehr one man one vote, sondern one man two votes? Wer den ZEIT-Beitrag unter dem Stichwort “Männersache” gelesen hat, der kann sich des Eindrucks nicht erwehren, die vollkommen sinnlose Diskussion wurde vom Zaun gebrochen, damit angebliche Wissenschaftler zu Wort kommen und ihre Vorurteile verbreiten können.

Und los geht’s:

Da ist zum Beispiel eine Andrea Römmele, die Professor für Kommunikation an der Herthie School of Government in Berlin sein will. Sie weiß Folgendes zur unglaublich wichtigen Frage: Warum wählen – wie Emnid behauptet – mehr Männer AfD als Frauen, beizutragen:

  • scully facepalmBefragte hätten Hemmungen, sich zu radikalen Parteien zu bekennen, so Römmele. Da bei Emnid angeblich 10% der Befragten angegeben haben, die AfD wählen zu wollen, muss man wohl daraus schließen, dass die AfD keine radikale Partei ist.
  • Dessen ungeachtet übt sich Römmele im freien Spekulieren:
    • Die AfD habe eine aggressive Rhetorik mit Nähe zur Gewalt. Sie ziehe deshalb einen bestimmten Typus “Männer” an. Die AfD als Schlägerpartei also, die eben weil sie Schlägerpartei ist keine friedliebenden Frauen anzieht, denn: “Frauen lehnen das Gewaltsame ab”. Spätestens nach einer solchen Allaussage muss man konstatieren, dass die Herthie School of Government offensichtlich nicht wählerisch in der Vergabe von ausgerechnet Lehrstühlen für Kommunikation ist.
    • Außerdem weiß Römmele noch, dass Frauen zivilgesellschaftlich engagiert sind und deshalb einen differenzierten Blick auf z.B: Flüchtlingshilfe haben. Entsprechend muss man Männer wohl als undifferenzierte und nicht zivilgesellschaftlich engagierte Schläger ansehen, was zum einen Zweifel am differenzierten Blick von Römmele aufkommen lässt, zum anderen falsch ist, wie die Zeitbudgetstudie des Statistischen Bundesamts zeigt: Männer wenden im Durchschnitt pro Tag 2 Stunden und 37 Minuten für ein ehrenamtliches Engagement auf, Frauen 2 Stunden und 27 Minuten. Wo die Vorurteile und die Phantasie mit vermeintlichen Professoren durchgehen, da bleibt die Realität auf der Strecke. Entsprechend kann man nur feststellen, dass die komplexe Realität mit der einfachen Rhetorik der Frau Römmele nicht vereinbar ist. Da Römmele ihrerseits der AfD eine einfache Rhetorik attestiert, sollte sie vielleicht bei der AfD mitmachen, schon um die Zeit zu erhöhen, die Frauen mit Ehrenämtern verbringen.

Der Nächste der seine höchstpersönlichen Vorurteile bei der ZEIT absondern darf, ist ein Lars Geiges, “Mitarbeiter im Institut für Demokratieforschung in Bielefeld”. Er weiß Folgendes beizutragen:

  • Prof Facepalm“Radikale Parteien werden immer stark von Männern gewählt und geführt”. Daraus muss man schließen, dass die Grünen nie eine radikale Partei waren und auch nicht mehr sind. Aus den Fundis sind somit Couchies geworden, deren Radikalität sich auf den Kommentar zur Tagesschau beschränkt. Was Geiges hier erzählt, ist schlichter Humbug, wie jeder, der sich mit der Geschichte z.B. der Grünen befasst hat, bestätigen kann. Wer es nicht hat, der möge sich z.B. das Buch von Wilhelm Bürklin über die Grünen zu Gemüte führen. Wenn Geiges repräsentativ für den Zustand der Demokratieforschung nicht nur in Bielefeld, sondern in Deutschland sein sollte, dann wäre es besser, die entsprechende Forschung ganz sein zu lassen, schon um zu verhindern, dass pure Phantasie gewürzt mit ideologischen Vorlieben als Demokratieforschung ausgegeben wird.
  • Damit nicht genug: Die “Pose des dauernden Protestes und der Zuspitzung liegt” Frauen nicht so, weiß Geiges. Woher verrät er nicht. Aber auch ohne konkrete Daten, auf die er seine Behauptung stützen könnte, scheut sich Geiges nicht, weiter zu phantasieren: “Frauen … gehen die Politik differenzierter und lebenspraktischer an”, deshalb wählen sie nicht die AfD.

Schließlich darf auch Dieter Rucht, Soziologieprofessor am Wissenschaftszentrum Berlin, seine Profession in Verruf bringen. Seine Vorurteile über die Männer sind wie folgt:

  • “Männer springen auf den rechten Politikstil mit klaren Ansagen und ohne jede Empathie für andere gesellschaftliche Gruppen an. … ‘Laut sein, gewalttätig sein’, so Ruchts Fazit, das ist Sache der Männer'”.

Drei angebliche Wissenschaftler und ihre Vorurteile über die Wähler der AfD:

  • Ein Professor für Kommunikation, der weiß, dass Frauen das “Gewaltsame” ablehnen und deshalb den AfD-Schlägertrupp nicht wählen.
  • Ein Mitarbeiter am Institut für Demokratieforschung, der weiß, dass Männer undifferenzierte, lebensunpraktische Deppen sind, die deshalb radikale Parteien wie die AfD wählen.
  • Ein Soziologieprofessor, der weiß, dass Frauen empathisch sind und Männer nicht und weil Männer laut und gewalttätig sein wollen, deshalb wählen sie AfD.

Nicht eine dieser … Personen hat ein Problem damit, alle Männer über einen Kamm zu scheren. Alle sind sich in ihrem autoritären Charakter, der in dogmatischen All-Aussagen über alle Männer und alle Frauen seinen Niederschlag findet, einig. Sie merken nicht einmal, dass dann, wenn alle Männer nicht differenziert denken können und alle Männer laut und gewalttätig sein wollen, ihre eigenen Aussagen, also die von Rucht und Geiges, von denen wir bis zum Beweis des Gegenteils einmal annehmen, dass sie zumindest biologisch, wenn schon nicht sozial als Männer anzusehen sind, und sie selbst von ihren Behauptungen umfasst sind. Geiges und Rucht sind dann nach eigener Aussagen undifferenziert, verunsichert, lebensunpraktisch, unempathisch, wollen laut und gewalttätig sein. Kurz: Als Wissenschaftler kann man sie nicht ernst nehmen.

Und nicht eine dieser … Personen sieht die Notwendigkeit, die eigenen Vorurteile zumindest ansatzweise mit Daten oder einem Bezug auf die Realität zu untermauern. Da, wo sich empirische Behauptungen finden, wie bei Römmele und Geiges, sind sie falsch.

Wenn es um die AfD geht, so ist offensichtlich, dann darf jeder die Sau rauslassen und frei phantasieren, seinen Vorurteilen freien Lauf lassen und sagt damit doch weit mehr über sich als über die AfD. Entsprechend kann man allen dreien einen Realitätsverlust attestieren, der bedenkliche Ausmaße angenommen hat und von einem dogmatischen, geschlossenen Geist nicht unbedingt positiv beeinflusst wird.

Dies können wir schon deshalb attestiert, weil wir im Besitz eines für Deutschland einzigartigen Datensatzes sind, in dem mehr als 1000 Wähler der AfD ein ganz anderes Bild von der Realität abgeben, als diese Phantasiegebilde angeblicher Wissenschaftler. Wer sich für die Realität interessiert und sich entsprechend nicht mit den politisch-korrekten, aber abwegigen Phantasien von vermeintlichen Wissenschaftlern abspeisen lassen will, der kann sich mit uns in Verbindung setzen und eine entsprechende Auswertung unserer Daten gegen eine entsprechende Gebühr bestellen.

 

Umfrage: Armutszeugnis für Politiker

Ein zentrales Konzept, das in der empirischen Demokratie- oder Wahlforschung eine große Rolle spielt, ist das Konzept der Responsivität: Damit eine Demokratie, die als repräsentative Demokratie, also als Vertretung der Wähler durch die Gewählten konzipiert ist, funktionieren kann, muss Responsivität vorhanden sein. Responsivität meint z.B., dass Gewählte Themen aufnehmen, die Bürger bewegen oder sich für die Bedürfnisse der Bürger interessieren. Responsivität meint, dass Bürger das Gefühl haben, dass sich Politiker um ihre Bedürfnisse interessieren und Themen aufnehmen, die ihnen wichtig sind.

Saage_2005_DemokratietheorieMan kann sich leicht vorstellen, dass ein demokratisches System, das über keine Responsivität verfügt, in dem Bürger der Ansicht sind, Politiker tun, was sie wollen und interessieren sich nicht für Interessen und Bedürfnisse ihrer Bürger, kein beständiges demokratisches System sein kann. Man kann sich vielmehr fragen, ob ein solches demokratisches System, das zumindest ein delegitimiertes demokratisches System ist, nicht bereits die Grenze in ein autoritäres oder oligarchisches System überschritten hat.

Wir haben in unserer Umfrage zu Extremismus die Zustimmung der Befragten zu den folgenden beiden Aussagen gemessen:

  • Politiker interessieren sich für die Bedürfnisse der Bürger.
  • Politiker nehmen die Themen auf, die Bürger bewegen.

Die Antworten sind somit ein Maß für Responsivität und als solches ein Indikator für den Zustand bzw. die Wahrnehmung des Zustands der deutschen Demokratie.

SN_responsivitaet

Deutsche Politiker sind nach Einschätzung der 1.967 Befragten, auf deren Angaben die Abbildung basiert, nicht responsiv. Sie interessieren sich nicht für die Bedürfnisse der Bürger und nehmen die Themen, die Bürger bewegen, nicht auf. Diese Einschätzung kann man nicht anders als als Armutszeugnis für die politische Klasse Deutschlands zu bezeichnen. Offensichtlich haben Politiker in der Wahrnehmung der Befragten die Tuchfühlung zum Boden verloren, imaginieren sich stattdessen in Welten, in denen z.B. sexuelle Orientierung und der ideologische Kampf gegen Rassismus das verdrängt hat, was das tägliche Leben der Bürger in Deutschland ausmacht. Wie lange sich Deutschlands Bürger noch eine politische Klasse leisten wollen, die aus ihrer Wahrnehmung weitgehend an den Bedürfnissen und Interessen der Bürger vorbeiregiert, ist eine empirische Frage, die wir in einer unserer nächsten Befragungen untersuchen werden.

Derzeit kann gesagt werden, dass von Responsivität in Deutschland nicht viel zu spüren ist, dass die Gesellschaft vielmehr zweigeteilt zu sein scheint, jedenfalls in der Wahrnehmung der Befragten, die sich im Gegensatz zu Politikern sehen.

Diese Einschätzung ist auf kein politisches Lager beschränkt. Sie herrscht in mehr oder weniger großem Ausmaß unter den Wählern aller Parteien vor. Sie ist bei Wählern der SPD am geringsten ausgeprägt, bei Nichtwählern, Wählern der Linken und Wählern der AfD am stärksten. Durch alle Lager zieht sich jedoch die Einschätzung, dass sich Politiker nicht für Wähler, ihre Interessen, Themen und Bedürfnisse interessieren.

Wozu man Politiker braucht, wenn sie nicht Themen, Interessen und Bedürfnisse, die die Bevölkerung bewegen, aufnehmen, ist derzeit eine offene Frage.

Bislang haben unsere Befragungen eine Reihe wichtiger Ergebnisse erbracht:

Alle Ergebnisse, auf die wir bislang zurückblicken können, sind in der präsentierten Weise in Deutschland bislang nicht gewonnen oder veröffentlicht worden – also einmalig.

Eine Teilnahme an unseren derzeit laufenden Befragungen zum Extremismus oder zu Parteien ist nach wie vor möglich. Wer es bislang verpasst hat, seine Meinung kund zu tun, der kann dies unter den folgenden Links nachholen:

 

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Meinungsterror und gesteuerte Medien? Umfrage: Deutsche haben Angst, ihre Meinung zu sagen

In unserer Befragung zu Parteien, Demokratie und Freiheitsrechten, die wir derzeit online haben, erfragen wir u.a. die Einschätzung von Freiheitsrechten. Treffen die folgenden Aussagen voll und ganz, eher, eher nicht oder überhaupt nicht zu, so fragen wir u.a. für die Aussagen,

  • dass Deutschland freie und unabhängige Medien hat;
  • dass man in Deutschland ohne Angst in der Öffentlichkeit seine Meinung kundtun kann;
  • dass man in Deutschland vor Gericht gleichbehandelt wird;
  • dass in Deutschland die Erziehungsrechte von Eltern respektiert werden.

Die Ergebnisse, die wir hier als Zwischenstand nach 600 Befragten präsentieren, sind ernüchternd um nicht zu sagen: erschreckend. Die Mehrzahl unserer Befragten ist der Ansicht,

  • dass es in Deutschland keine freien und unabhängigen Medien gibt,
  • dass man in Deutschland nicht ohne Angst in der Öffentlichkeit seine Meinung äußern kann;
  • dass man in Deutschland vor Gericht nicht gleichbehandelt wird;
  • dass in Deutschland das Erziehungsrecht der Eltern nicht respektiert wird;

Die entsprechenden Einschätzungen sind nicht etwa etwas häufiger, sie sind viel häufiger als die Einschätzungen, die man in einer Demokratie als Einschätzungen der Mehrheit erwarten würde. Die folgenden beiden Abbildungen machen dies sehr deutlich.

SN_Freiheitsrechte_1

Eine deutliche Mehrheit der Befragten ist also der Ansicht, dass es in Deutschland, rudimentäre Freiheitsrechte, die in Demokratien gewährleistet sein müssen, damit sich die entsprechenden Regierungssysteme auch Demokratie nennen können, nicht gewährleistet sind. Folglich muss man konstatieren, dass die deutsche Demokratie zumindest in einer Glaubwürdigkeitskrise steckt, so richtig, glaubt niemand mehr, dass Deutschland durch ein demokratisches Regierungssystem ausgezeichnet ist.

Dies wird auch deutlich, wenn man analysiert, wer insbesondere der Ansicht ist, dass die entsprechenden Freiheitsrechte nicht gewährleistet sind. Wir stellen dies für diejenigen dar, die der Meinung sind, man könne in Deutschland nicht öffentlich seine Meinung sagen, ohne Angst zu haben.

Die entsprechende Einschätzung findet sich häufiger unter:

  • Wählern von SPD, AfD, FDP und Bündnis90/Grüne;
  • unter Personen, die ihre politische Orientierung mit rechts der Mitte angeben oder sich in der politischen Mitte verorten;

Und das war es im Wesentlichen, denn die Angst, sie zieht sich durch alle Bevölkerungsschichten: In welcher sozialen Schicht sich die Befragten verorten, macht keinen Unterschied. Wie alt sie sind, macht keinen Unterschied. Wie hoch ihr Einkommen ist, macht keinen Unterschied. Welchen Bildungsabschluss ein Befragter erreicht hat, macht keinen Unterschied.

Angst Munch.jpgDie Angst, in der Öffentlichkeit eine Meinung zu äußern, sie geht durch nahezu alle politischen Lager (auch wenn sie ab der Mitte des politischen Spektrums nach rechts zunimmt), sie durchzieht alle Bevölkerungsschichten, scheint allgegenwärtig zu sein.

Und dies, obwohl es in Deutschland angeblich keine Repressionen dafür gibt, seine Meinung in der Öffentlichkeit zu äußern. Angeblich ist hier wohl das operative Wort, wenngleich sich natürlich die Frage stellt, ob die Einschätzung auf der Befürchtung von Konsequenzen oder der Erfahrung von Konsequenzen basiert. Unabhängig davon kann man jedoch feststellen, dass bei allen, denen die Demokratie in Deutschland am Herzen liegt, die Alarmglocken läuten müssten, denn wenn die Meinungsfreiheit verloren ist oder aus Angst nicht mehr genutzt wird, ob diese Angst nun begründet ist oder nicht, dann ist die Demokratie tot.

In jedem Fall ist eine in der Bevölkerung verbreitete Angst, die eigene Meinung in der Öffentlichkeit zu äußern, ein Zeichen für einen massiven Vertrauensverlust gegenüber den demokratischen Institutionen in Deutschland, von denen offensichtlich nicht erwartet wird, dass sie die Möglichkeit garantieren, die eigene Meinung ohne Konsequenzen und letztlich angstfrei in der Öffentlichkeit auszusprechen. Auch ein solcher Vertrauensverlust hat ein Verenden demokratischer Institutionen und damit den Tod der Demokratie zur Folge. Denn in einer Gesellschaft, in der Grundvertrauen nicht vorhanden ist, einer Gesellschaft, in der aus Angst niemand mehr mit dem anderen spricht, findet kein öffentlicher Diskurs statt und deshalb kann auch keine Konsensbildung stattfinden.

Bleibt abschließend noch die Frage: Warum ist die Angst vor den Konsequenzen einer öffentlichen Meinungsäußerung in Deutschland so verbreitet? Aus sozialpsychologischer Sicht wird man diese Angst wohl als Ergebnis der Jagd auf die Meinungsfreiheit bewerten, jene Jagd, die unter dem Stichwort “Hasskommentare” geführt wird und mit der besonders Korrekte die Meinungsfreiheit korrekt erdrosseln und dabei sind, sie zu beseitigen.

Die Befragung zu Parteien, Demokratie und Freiheitsrechten läuft weiterhin. Wer sich noch nicht beteiligt hat, der möge dies bitte hier nachholen.

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Umfrageergebnis: Extremisten? Das sind Grüne und Linke!

Auf 1.739 ausgefüllte Fragebögen können wir zwischenzeitlich unsere Analysen stützen. Und heute haben wir eine besonders interessante Fragestellung betrachtet.

Wer sind eigentlich die Extremisten in diesem Land, so haben wir uns gefragt oder besser: Wer, welche Parteien werden eigentlich als Extremisten wahrgenommen.

Die Antworten, die wir im Folgenden geben, basieren auf unserem neu entwickelten Maß zur (Selbst)Einschätzung von Extremismus.

Zunächst jedoch etwas zur Ehrenrettung eines altehrwürdigen Instruments, mit dem die ideologische Orientierung gemessen werden soll. Eine Reihe von Kommentatoren hat darauf hingewiesen, dass das alte Links-Rechts-Schema nicht mehr zeitgemäß ist. Und in der Tat sind wir auch der Meinung, die Messung der ideologischen Orientierung muss neu justiert werden, weshalb wird derzeit an einem neuen Maß arbeiten.

Bis dahin muss jedoch festgestellt werden  – ob die Messung nun die objektive Wirklichkeit widerspiegelt oder einfach nur zeigt, dass jeder weiß, was mit dem Links-Rechts-Schema gemeint ist, also dass jeder etwas damit anfangen kann -, dass das Maß zur ideologischen Selbsteinschätzung nach wie vor valide Ergebnisse produziert.

 

SN_LRS nach PW

Je linker man eine Partei im Parteienspektrum verorten würde, desto linker ordnen sich auch die Wähler der entsprechenden Partei ein. Gleiches gilt für die rechte Seite des politischen Spektrums: Die AfD würde man rechts von der CDU/CSU verorten und genau dort verorten die Wähler der AfD sich auch selbst.

Nun zum Extremismus.

Wir haben in unserer Befragung eine Reihe von Instrumenten zur Messung von Extremismus, darunter eine Selbsteinschätzung sowie Einschätzungen des Extremismuspotenzials der verschiedenen Parteien genutzt.

Und hier spielt wirklich die Musik!

Zunächst zur Selbsteinschätzung: “Wie extremistisch schätzen Sie sich selbst ein?”, so haben wir gefragt. Die Ergebnisse sind hier als Mittelwerte über die Verteilung dargestellt, unterschieden nach der zuletzt gewählten Partei:

SN_SE-EXT

Wähler der Linken schätzen sich selbst extremistischer ein als Wähler von SPD, AfD oder von Bündnis90/Grüne. Geht es nach der Selbsteinschätzung der Wähler, dann sind die Wähler der Linken die Nummer 1 unter den Extremisten.

Vor diesem Hintergrund haben wir analysiert, wie das Extremismuspotenzial von Parteien eingeschätzt wird, und zwar von den Wählern der jeweiligen Parteien und allen anderen, die die entsprechende Partei nicht gewählt haben. Beschränkt haben wir uns dabei auf das Extremismuspotenzial von AfD, Bündnis90/Grüne und Linke. Was dabei herausgekommen ist, zeigen die folgenden Abbildungen:

SN_EXT_PW

Die drei wichtigsten Ergebnisse, die in den drei Abbildungen visualisiert sind, kann man wie folgt zusammenfassen:

  • Bündnis90/Grünen und Linker wird ein deutlich höheres Extremismuspotenzial zugeschrieben als der AfD.
  • Die Wähler der Partei, deren Extremismuspotenzial eingeschätzt werden soll, schätzen das Extremismuspotenzial “ihrer” Partei generell geringer ein als alle anderen.
  • Die Wähler von Bündnis90/Grüne und Linke schätzen das Extremismuspotenzial von Bündnis90/Grünen bzw. Linke, also der Partei ihrer Wahl, deutlich höher ein als das Extremismuspotenzial der AfD.

Insofern muss die Diskussion um Extremismus in Deutschland neu justiert werden. Als extremistisch wird nicht die AfD wahrgenommen. Wenn Deutsche an extremistische Parteien denken, dann denken sie in erster Linie an Bündnis90/Grüne und Linke. Dies gilt auch für die Wähler beider Parteien, so dass man deren Extremismus wohl als einen Grund, Bündnis90/Grüne oder Linke zu wählen, ansehen muss.

Die Befragung zum Extremismus ist weiterhin online. Unsere neueste Befragung hat die Einschätzung der Serviceleistung von Parteien, den Zustand von Freiheitsrechten und von Demokratie als solcher zum Gegenstand.

Hier geht es zu unserer neuesten Befragung.

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Was ist faul im Staate Deutschland?

Es knirscht im demokratischen Getriebe Deutschlands: Meinungsfreiheit steht zur Disposition, Zuwanderung ist ein Thema, über das viel gesprochen und dennoch nicht geredet wird, Parteien gewähren sich üppige Budgets aus den Taschen der Steuerzahler, wir sind mit einer Vielzahl so genannter Studien fragwürdiger Qualität konfrontiert, die dem Ziel dienen, Bürger auf die politisch korrekte ideologische Linie zu bringen, die Anzahl derer, die ihr Geld mit sozialen Dienstleistungen verdienen, sie wird immer größer, ebenso wie die Zahl derer, die an der demokratischen Substanz Deutschlands zu zweifeln beginnen.

SurveyNETshotUnd in all diesem Tohuwabohu schwimmen Medien und Meinungsforschungsinstitute und machen ihre Arbeit nicht: Medien werden nicht einmal ansatzweise ihrer Aufgabe, Informationen zur Kontrolle von Regierung und Parteien bereitzustellen, gerecht. Im Gegenteil: Sie sehen ihre Aufgabe zunehmend darin, Bürger zu beleidigen und auszugrenzen.

Meinungsforschungsinstitute, die Bürgern eine Stimme geben könnten, die erforschen könnten, was Bürger in Deutschland bewegt, sie gefallen sich als Mundschenk der Parteien und liefern verquirlten Befragungssaft, der aus den immer selben Zutaten erstellt wurde und auf der Ansicht basiert, man habe es bei Bürgern mit unmündigen Gegenständen von Erziehung zu tun, die zu keiner selbständigen Einschätzung des politischen Geschehens in der Lage sind, so dass man ihnen die politisch korrekten oder gewünschten Antworten auf die immerselben Fragen quasi in den Mund legen muss.

Wir wollen das ändern.

Auf unserem Befragungsportal “Survey.NET“, haben wir bereits eine Befragung zum Thema Extremismus durchgeführt, an der sich bis heute mehr als 1.700 Personen beteiligt haben. Ihnen allen gilt unser herzlicher Dank.

Ermuntert durch diesen Erfolg, 1.700 Befragte in nicht einmal vier Tagen, haben wir eine neue Befragung online gestellt, mit der wir wieder neue Wege gehen:

Parteien, Demokratie und Freiheitsrechte

Hat Sie schon einmal jemand gebeten, die Qualität der Serviceleister “Parteien” einzuschätzen, die im Bundestag von sich behaupten, sie würden den Willen der Bürger repräsentieren?

Nein?

Wir ändern das und erfragen genau diese Qualität der von Parteien erbrachten Serviceleistungen, und zwar mit einem eigens entwickelten Befragungsinstrument.

Nicht nur das:

Wir geben Ihnen Gelegenheit, ihre Einschätzungen dazu kund zu tun, wie es in Deutschland um bürgerliche Freiheiten bestellt ist, ermöglichen es Ihnen, ihre Ansicht zu Arten und Weisen der Organisation des bürgerlichen Lebens zu geben und haben noch ein weiteres kleines Schmankerl: Ein Parteiendifferenzial, das die Möglichkeit bietet, Parteien so zu bewerten, wie Sie ihnen wirklich vorkommen.

Wir freuen uns auch dieses Mal auf hoffentlich viele Teilnehmer!

Hier noch einmal der Link zur Befragung.

 

 

Vigilanti! Bröckelt das staatliche Gewaltmonopol?

Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus, so steht es im Artikel 20, Absatz 2 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland.

Das staatliche Gewaltmonopol dürfe niemand in Frage stellen, so sagt Heiko Maas, Bundesjustizminister, der Saarbrücker Zeitung. Und: „Selbstjustiz werden wir nicht akzeptieren“, so Maas weiter.

Buergerwehr.jpgNun stellt sich die Frage, wer im Zitat von Maas “wir” ist, wir, Heiko Maas (Pluralis Majestatis), wir, die politische Klasse, wir, die SPD-Abgeordneten im Bundestag, wir, der Staat oder wir alle, wir, die Bürger?

Trivial ist diese Frage nicht, denn nur wenn mit wir, wir alle, die Bürger gemeint sind, hat Maas Recht, denn nur dann, wenn die Staatsgewalt, die ja vom Volke ausgeht, Selbstjustiz ächtet, nur dann, kann Maas in “Wir-Form” sprechen. Denn Maas ist nicht “Wir-Sprecher” im eigenen Recht, sondern nur “Wir-Repräsentant” mit keinerlei eigenem Recht” – im Gegenteil: Er ist Wir-Repräsentant mit der Verpflichtung, die eigenen Wünsche und Interessen zurückzustellen.

Vom “wir” hat Maas im Zusammenhang mit der Gründung von Bürgerwehren gesprochen. Letztere werden wohl mittlerweile in Deutschland gegründet: „Es ist nicht die Aufgabe von Bürgerwehren oder anderen selbst ernannten Hobby-Sheriffs, Polizei zu spielen“, so Maas. Heißt das nun in logischer Konsequenz, dass es die Aufgabe von nicht selbst ernannten Berufs-Sheriffs ist, Polizei zu spielen? Aber lassen wir das.

Wenn Maas Bürgern, also denjenigen, die ihn finanzieren, damit er sie vertritt, das Recht absprechen will, Bürgerwehren zu gründen und seinerseits auf das Gewaltmonopol des Staates pocht, dann verweist dies auf eine Reihe von Fragen und auf einen Vertrag zwischen Staat und Bürger, denn das Gewaltmonopol ist nicht Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck, es dient der Herstellung von Sicherheit für die Bürger, Sicherheit von Leben und Eigentum für die Bürger durch den Staat, und die Bürger tauschen ihr Recht auf die Ausübung von Gewalt, das ihnen, wie Thomas Hobbes es formuliert hat, von Natur aus zusteht, somit ein Naturrecht ist, gegen diese Gewähr durch das Gewaltmonopol.

Buergerwehr KoethenAls solches ist es ein Monopol, das auf Gedeih und Verderb an die erfolgreiche Gewährleistung von Sicherheit und Eigentum und Ordnung durch den Inhaber des Gewaltmonopols gebunden ist. Max Weber hat darauf schon vor fast einem Jahrhundert hingewiesen als er in seiner Vorlesung “Politik als Beruf” gesagt hat:

“Ich stelle für unsere Betrachtung nur das rein Begriffliche fest: daß der moderne Staat ein anstaltsmäßiger Herrschaftsverband ist, der innerhalb eines Gebiets die legitime physische Gewaltsamkeit als Mittel der Herrschaft zu monopolisieren mit Erfolg getrachtet hat und zu diesem Zweck die sachlichen Betriebsmittel in der Hand seiner Leiter vereinigt …”

Weber Politik als BerufModerne Staaten als Herrschaftsverband haben also u.a. das Recht, Gewalt auszuüben, für sich monopolisiert. Die Frage, warum Bürger es geschehen lassen sollten, dass ein Staat des Weges kommt und ihnen ihr Recht auf Gewaltausübung abnimmt, hat Max Weber an anderer Stelle und mit Blick auf seine drei Formen legitimer Herrschaft beantwortet, wobei für heutige, moderne Gesellschaften seine Ausführungen über die Herrschaft kraft “Legalität,

“kraft des Glaubens an die Geltung legaler Satzung und der durch rational geschaffene Regeln begründeten sachlichen ‘Kompetenz’ …” von Bedeutung sind.

Letztlich ist also die Legitimität des Gewaltmonopols davon abhängig, ob eine legale Satzung und daraus abgeleitete Regeln des Umgangs miteinander, mit der dafür notwendigen Kompetenz von den Staatsbediensteten umgesetzt werden. In Einfach: Ein staatliches Gewaltmonopol steht so lange nicht in Frage, wie der Staat über seine Bediensteten den Zweck des Gewaltmonopols erfüllt und entsprechend Sicherheit, Ordnung, Schutz von Eigentum und Leben gewährleistet.

Erfüllt ein Staat durch seine Staatsbediensteten den Zweck, zu dem ihm das Gewaltmonopol anvertraut wurde, nicht mehr, dann entfällt das Gewaltmonopol – oder wie es im Grundgesetz Artikel 20 Absätze 3 und 4 heißt:

(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

Dortmund BuergerwehrBevor Heiko Maas also verkündet, dass “wir” Selbstjustiz nicht akzeptieren werden, wer auch immer “wir” ist, sollte er, wie es seiner Position als Diener der Bürger geziemt, dafür Sorge tragen, dass unter dem Gewaltmonopol des Staates auch Sicherheit und Ordnung für Bürger verbürgt und gewährleistet sind. Allein die Tatsache, dass sich in Deutschland Bürgerwehren gründen, macht deutlich, dass manche Bürger nicht der Ansicht sind, dass Sicherheit und Ordnung, Schutz von Eigentum und Leben noch voll durch das staatliche Gewaltmonopol und die Staatsbediensteten gewährleistet wäre.

In einer funktionierenden Demokratie nähme ein Justizminister die Bildung von Bürgerwehren zum Anlass, mit den entsprechenden Bürgern zu sprechen, ihre Beweggründe, Motive und Sorgen zu erfragen. Im deutschen demokratischen Versuch, der sich weitgehend durch kommunikationsunfähige und -unwillige Ministerdarsteller auszeichnet, nimmt der entsprechende Justiz-Hilfssheriff die Gründung von Bürgerwehren zum Anlass, um den entsprechenden Bürgern zu drohen, eine Haltung, die man eher in einem autokratischen Staat vermuten würde.

Aber vielleicht ist Heiko Maas ja der Ansicht, in einem autokratischen Staat zu leben, was das Gewaltmonopol vollständig zum Einsturz bringen würde, denn es ist in den Absätzen 3 und 4 des Artikels 20 an die verfassungsmäßige Ordnung gebunden, und die ist nun einmal die Ordnung eines demokratischen Rechtsstaats.

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Viel bemüht, wenig bekannt: Befragung soll Licht in den Extremismus bringen

Kennen Sie den Spruch, “Wenn Ihr etwas zu kritisieren habt, dann macht es doch besser”? Man hört ihn zuweilen von den Gefrusteten, die gerade einsehen mussten, dass Kritik gerechtfertigt ist und ihr Vorgehen, ihre Meinung, Überzeugung oder Behauptung schlicht falsch oder nicht haltbar ist.

Nun, wir haben uns den Spruch dennoch zu Herzen genommen und machen nun auch empirische Sozialforschung besser als dies z.B. Meinungsforschungsinstitute machen, deren Vorgehen häufig repräsentativ für das ist, was man die Schlangengruben der Sozialforschung nennen könnte.

Seit heute gibt es deshalb unsere niegelnagelneue Befragungsseite: SurveyNET.

SurveyNETshot

Dort machen wir unsere eigenen Umfragen, große und kleine, lange und kurze, und wir berichten von Ergebnissen der Befragungen auf ScienceFiles und SurveyNet.

Die erste Befragung, die seit heute online ist, ist aufgrund aktueller Ereignisse eine Befragung zum Thema

Politischer EXTREMISMUS.

Da derzeit viele Extremismus in welcher Ausprägung auch immer im Munde führen, wenige wissen, was sie damit meinen, und kaum jemand weiß, welche Einschätzungen und Einstellungen zu Extremismus es in Deutschland gibt, haben wir eine entsprechende Umfrage konzipiert und Online gestellt.

Wir hoffen, dass sich viele an dieser Fact-Finding-Mission beteiligen und dazu beitragen, dass wir in Zukunft auf informiertere Weise darüber diskutieren können, welche Einstellungen, Bewertungen und Ausprägungen von Extremismus es in Deutschland gibt.

Die Befragung findet sich unter diesem Link.

Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme.

Kopp-Online Leser dürfen nicht mehr Bahn fahren!

Wer Junge Freiheit liest, wird bei Aldi nicht mehr bedient, und wer auf Politically Incorrect (PI) entdeckt wird, dem werden die Adidas Schuhe abgenommen und er hat Lufthansa-Airbus-Verbot.

PIDenn: PI ist offener Rechtsextremismus, die Junge Freiheit, das sind alles Spalter, Gesellschaftspalter, Polarisateure, und der Kopp-Verlag, ja der Kopp-Verlag, der Kopp-Verlag, der ist halt der Kopp-Verlag, “im rechtsextremen Spektrum integriert” und außerdem zeigt der Kopp-Verlag viele “gewalthaltige Bilder”, das geht schon gar nicht, wir sind ja nicht beim Tatort oder bei öffentlich-rechtlichen Splattern.

Nein, wir sind beim Heucheln, beim ekeligen Heucheln, beim Versuch, Ressourcen für sich zu monopolisieren, finanzielle Ressourcen im vorliegenden Fall, ein Versuch, der hinter der angeblichen Gutheit des Ritters von der weißen Weste versteckt wird, der sich heldenhaft in den Kampf gegen alle Rechtsextremen und -populisten stürzt…

… am  Schreibtisch.

… am Schreibtisch in Mainz und in Bielefeld.

Am Schreibtisch in Mainz, da saßen über die letzten Wochen Redakteure des SWR, vom Report Mainz, wie gebannt vor ihrem Computer und haben nicht nur PI, die Junge Freiheit und den Kopp-Verlag überwacht, denn das ist die Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks: Kontrolle der Bürger, sondern auch Feststellungen getroffen. Bei PI wirbt die Deutsche Bahn und die Lufthansa. Bei Kopp Online werben Adidas, Aldi Süd, die Deutsche Bahn und VW und bei der Jungen Freiheit, da werben die Deutsche Telekom, die Lufthansa, die Bundesarbeitsagentur und die Bundespolizei.

Skandal!

Kopp OnlineDenn es steht geschrieben im Rundfunkstaatsvertrag, dass Werbung von Aldi Süd, Adidas, Deutscher Bahn, Deutscher Telekom, Bundespolizei und Bundesarbeitsagentur und von VW niemandem anderen als dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen und von den Report Mainz Redakteuren genehmigten Sendern zu gute kommen darf. Wo kämen wir hin, wenn den Öffentlich-Rechtlichen Werbeeinnahmen entgehen würden, weil die Werbenden im Internet ihre Werbung auf den Seiten von PI, Junger Freiheit und Kopp-Online schalten?

Nicht auszudenken – der nationale Notstand würde ausbrechen. Ein Volksmusikstadl müsste abgesagt werden, eine Spielserie, in der ein Schwuler sich in eine Lesbe verliebt, müsste gestrichen werden, und mindestens zwei Minuten Fussballbundesliga wären davon betroffen, die entscheidenden beiden Minuten natürlich.

Soweit darf es nicht kommen, das haben sich die Redakteure in Mainz gesagt, und sind ihrem öffentlich-rechtlichen Auftrag entsprechend ausgezogen, um Bürger zu überwachen.

Wie wichtig diese Überwachung doch war, zeigt das Ergebnis: Aldi Süd, Adidas, Deutsche Bahn, Deutsche Telekom, Bundespolizei, Bundesarbeitsagentur und VW werben bei PI, Junger Freiheit oder Kopp Online.

“Beschämend”, sagt Boris Pistorius vom Sozialdemokratischen Presseimperium Deutschlands. “Brandgefährlich”, sagt Andreas Zick, und was sagen die inflagranti erwischten Werbe-Fremdgänger? Reumütig sind sie. Den Schwanz haben sie eingeklappt und versprochen, es nie wieder zu tun. Nie wieder wird Aldi Süd bei PI werben oder die Lufthansa bei Kopp-Online. Die öffentlich-rechtliche Kontrollanstalt aus Mainz, sie hat dafür gesorgt.

Junge FreiheitDamit auch wirklich niemand auf die Idee kommt, der öffentlich-rechtlichen Kontrollanstalt und den Blockwarten vom SWR ginge es darum, die Werbegelder wieder in öffentlich-rechtliche Taschen zu kanalisieren, ist etwas Marketing notwendig, um die Bürgerüberwachung zu etwas anderem zu machen, zu Bürgerschutz, zu Schutz der Bürger vor rechtspopulistischen Seiten oder rechtsextremen Seiten im Internet – es weiß ja jeder, wie gefährlich das Internet ist!

Am besten ist es, die Kontrollaktion nicht nur als Bürgerhilfe auszugeben, sondern gleich noch wissenschaftlich zu legitimieren.

Mit wem?

Mit Andreas Zick. Dieses Mal nicht als Vorstand der Amadeu-Antonio-Stiftung, bei der man gerne die Werbegelder annimmt, die VW oder die Lufthansa nun frei haben, sondern als “Leiter des Instituts für Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld”, das macht sich immer gut. Und als solcher hat Zick das Folgende zu sagen:

Andreas ZickPolitically Incorrect ruft direkt zu Wut und Hetze auf und ist brandgefährlich. Kopp Online ist im rechtsextremen Spektrum integriert, es werden viele gewalthaltige Bilder transportiert, Gewaltdistanz ist dort nicht mehr vorhanden. Die Junge Freiheit polarisiert in Zeiten, in denen wir viele Hasstaten gegen Flüchtlinge haben, immer weiter. Und sie integriert rechtspopulistische, ja rechte Menschen in ihr Medium und gibt ihnen Raum, dort weiter zu hetzen. Dass auf diesen Seiten Werbung auftaucht, ist ein absolutes Unding.”

Soll man nun lachen oder weinen, ob der Zickigen Begründungen?

Aber man lernt ja nie aus: Wut ist demnach kein Gefühl, das sich einstellt, wenn man sich z.B. ungerecht behandelt fühlt, nein, es ist ein Gefühl, zu dem aufgerufen wird. Und auf PI da steht regelmäßig: Deutsche seid wütend. Und was sind die Deutschen daraufhin? Wütend. Das weiß der regelmäßige PI-Leser Andreas Zick, der zudem weiß, dass alle Wütenden, auf die er so trifft, PI gelesen haben, und das ist der Beweis: PI und Aldi, das geht nicht.

Kopp Online ist eine zweite ARD und verbreitet fast so viele gewalthaltige Bilder wie ein unterdurchschnittlicher Tatort. Deshalb kann Adidas erst dann wieder auf Kopp Online werben, wenn dort mindestens so viele gewalthaltige Bilder zu sehen sind, wie in einem durchschnittlichen Tatort.

Ganz vernichtend ist das Zickige Urteil zur Jungen Freiheit. Die Junge Freiheit polarisiert, d.h. dort liest man Meinungen, die im Gegensatz zur Zickigen Meinung stehen, und dort liest man Kritik am Mainstream. Das geht gar nicht. Deshalb ist Schluss mit der Werbung der Bundesagentur für Arbeit und der Bundespolizei bei der Jungen Freiheit, schließlich wollen weder die Bundesagentur für Arbeit noch die Bundespolizei Menschen bei sich aufnehmen, die von der SWR-Report und der Zickigen Meinung abweichen. Wo kämen wir da hin? In eine Demokratie kämen wir da, und das wollen wir schließlich alle nicht.

Und damit sich die Nachricht: “Wirb’ nicht bei den Schmuddelkindern” auch rumspricht, werden ab sofort Kopp-Online Leser nicht mehr von der Deutschem Bundesbahn befördert, PI-Leser werden bei Aldi-Süd nicht mehr bedient, und die Deutsche Telekom schaltet das Internet für alle ab, die bei der Jungen Freiheit vorbeischauen wollen.

Das ist gelebter Totalitarismus im Zickigen Nationalstaat.

Wer dem Totalitarismus einen Hauch von Demokratie entgegen setzen will, der muss dann wohl Werbung in öffentlich-rechtlichen Anstalten und abgesehen davon Aldi Süd, Deutsche Bahn, Deutsche Telekom, Lufthansa und Adidas boykottieren.

Falls Leser mit den Programmverantwortlichen des SWR diskutieren wollen, dann können Sie das im Forum des SWR oder auf den Facebook-Seiten von Report Mainz [etwas nach unten scrollen] tun.

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Die Gutmenschen des Jahres 2015

Kennen Sie:

Prof. Dr. Nina Janich (Sprecherin); Stephan Hebel, Dr. Kersten Sven Roth, Prof. Dr. Jürgen Schiewe und Prof. Dr. Martin Wengeler?

Nein?

Dann wird es Zeit, denn die fünf Mitglieder der Unwort-Jury wurden von den Jurymitgliedern der eigens ins Leben gerufenen ScienceFiles “Gutmensch-des-Jahres-Jury” zu Gutmenschen des Jahres 2015 gewählt.

Die fünf Mitglieder der Jury “Unwort des Jahres”, so lautet es in der Begründung der ScienceFiles-Jury, setzen sich seit Jahren und vollkommen wirkungslos dafür ein, Sprachhygiene zu betreiben und Worte, die der Jury nicht gefallen, zu ächten und aus dem Wortschatz des guten, braven und politisch-korrekten Deutschen zu streichen.

So hat sich die Unwort-Jury bereits im Jahre 2011 bemüht, das Wort “Gutmensch” aus dem deutschen Sprachschatz zu tilgen, damals mit der folgenden Begründung:

darwin-great“Mit dem Ausdruck Gutmensch wird insbesondere in Internet-Foren das ethische Ideal des “guten Menschen” in hämischer Weise aufgegriffen, um Andersdenkende pauschal und ohne Ansehung ihrer Argumente zu diffamieren und als naiv abzuqualifizieren. Ähnlich wie der meist ebenfalls in diffamierender Absicht gebrauchte Ausdruck Wutbürger widerspricht der abwertend verwendete Ausdruck Gutmensch Grundprinzipien der Demokratie, zu denen die notwendige Orientierung politischen Handelns an ethischen Prinzipien und das Ideal der Aushandlung gemeinsamer gesellschaftlicher Wertorientierungen in rationale Diskussionen gehören. Der Ausdruck wird zwar schon seit 20 Jahren in der hier gerügten Weise benutzt. Im Jahr 2011 ist er aber in unterschiedlichen gesellschaftspolitischen Kontexten einflussreich geworden und hat somit sein Diffamierungspotential als Kampfbegriff gegen Andersdenkende verstärkt entfaltet.”

Die gerügte Weise der deskriptiven Beschreibung einer bestimmten Gattung Mensch, nämlich solcher, die andere mit ihrem guten Tunwollen verfolgen und zum richtigen politisch-korrekten Dasein reformieren oder missionieren wollen, hat natürlich nichts mit einer Abqualifizierung zu tun, denn der deskriptive Gebrauch des Begriffs “Gutmensch” zur Bezeichnung derer, die sich im warm glow ihrer eigenen Gutheit sonnen wollen, hat mit Bewertung nichts zu tun.

Vielmehr werden Bewertungen wie “in hämischer Weise”, “abzuqualifizieren” oder “in diffamierender Absicht” von der Unwort-Juri in hämischer Weise an die Benutzer des Begriffs “Gutmensch” herangetragen, um diese in diffamierender Absicht abzuqualifizieren. Hätte die Unwort-Jury nicht diese Absicht, sie hätte die Definitionen, die dem Begriff “Gutmensch” und damit auch seinem Gebrauch zu Grunde liegen, sicher gewürdigt und nicht in Bausch und Bogen alle, die den Begriff benutzen, über den ihr genehmen Kamm geschoren.

Entsprechend ist sich die ScienceFiles-Jury darin einig, dass dem Gutmenschentum der Unwort-Jury in all seiner Selbstprofilierung und Selbstbeweihräucherung Rechnung getragen werden muss, wenngleich wir erst durch die neuerliche Unwort-Wahl der Unwort-Jury zu dem Schluss gekommen sind, dass die Unwort-Jury nun den Titel Gutmenschen des Jahres 2015 redlich verdient hat, denn: Die Unwort-Jury hat sich nicht vom vollkommenen Misserfolg des Jahres 2011 entmutigen lassen und ist weiter den Weg der Sprachmissionierung sprachlicher Unwort-Verwender geschritten.

Gutmensch des JahresNun im Jahr 2015 hat die Jury die einmalige Möglichkeit, den Begriff “Gutmensch” abermals zum Unwort zu erklären und ihn nunmehr mit Flüchtlingen in Verbindung zu bringen und ihn auf die Unterstellung, er sei nur dazu da, “Toleranz und Hilfsbereitschaft pauschal als naiv, dumm und weltfremd” zu “beschimpfen”, reduziert, und zwar ohne sich mit den Argumenten derer, die von Gutmenschen sprechen, auseinanderzusetzen. Diese Form der Pauschalisierung einer Begriffsverwendung, die einerseits im Widerspruch zur Pauschalisierung des Wortes durch die Unwort-Jury aus dem Jahre 2011 steht, anderseits zeigt, dass die Unwort-Jury es wirklich mit ihrem Missionarstum ernst meint und, wenn der Begriff “Gutmenschen” nun nach dem neuerlichen Unwort-Angriff weiterhin Verwendung findet, vermutlich im Jahre 2019 abermals auf das Wort “Gutmensch” zugreifen wird, um abermals mit neuer und widersprüchlicher Begründung ihr immerselbes Anliegen durchzusetzen.

Warum ist die Unwort-Jury so akribisch damit beschäftigt, eine Diskussion über den Begriff “Gutmensch”, seine Definition und Verwendung zu verhindern und will ihn statt dessen aus dem Sprachgebrauch tilgen?

Wir wissen es nicht. Es sind halt Gutmenschen, die gutes tun wollen, wenn sie auch nicht wissen, warum und wozu. Und deshalb gebührt ihnen der Titel:

Gutmenschen des Jahres 2015!

Denn nur an solchen Gutmenschen wie der Unwort-Jury kann eine Demokratie wirkungsvoll (und natürlich nachhaltig) zu Grunde gehen.

 

Forschung zu Gutmenschen:

 

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Verschwörer gegen Verschwörungstheorien

Monumente wie Stonehenge, die Pyramiden in Ägypten oder Südamerika konnten nur mit Hilfe von Aliens gebaut werden.

ISIL VTISIS/ISIL ist eine Kreation des Mossad, des israelischen Geheimdienstes.

Der Anschlag auf das World Trade Center in 2001 ist eine Aktion, die CIA und Mossad gemeinsam durchgeführt haben.

Die Mondlandung hat es nie gegeben.

Die Bilderberger regieren die Erde. Politiker sind nur Marionetten.

Alles was schlecht und böse ist, wird vom Teufel ausgeheckt.

Die bösen Bonzen wollen über freien Handel die nationalen Völker zerstören.

Die bösen internationalen Bonzen wollen über freien Handel die Rechte von Arbeitnehmern beseitigen.

AIDS geht auf einen chemischen Kampfstoff zurück, den die USA in Afrika erproben wollten.

Kapitalismus ist eine patriarchalische Verschwörung, deren Ziel darin besteht, Frauen zu unterdrücken.

Und so weiter…

Es gibt einen scheinbar nicht enden wollenden Strom an so genannten Verschwörungstheorien. Und hier fängt schon das Problem an. Warum sind die oben zusammengestellten Beispiele Beispiele für eine Verschwörungstheorie?

Mit etwas Abstand betrachtet, sind alle so genannten Verschwörungstheorien Behauptungen über die Realität. Der Zusatz “Verschwörung” dient offensichtlich dazu, sie zu klassifizieren, eine Gemeinsamkeit mancher Theorien zu betonen, die darin besteht, dass hinter ihnen die Annahme steht, dass bestimmte Ereignisse von Personen oder Gruppen von Personen mit bestimmten Interessen herbeigeführt wurden oder werden sollen, um sich einen Vorteil zu verschaffen und in der Regel die Betrachter der Ereignisse zu täuschen und zu manipulieren.

So verhält es sich mit der Mondlandung, die in den Augen mancher ein Fake sein soll. So ist es bei der Erklärung der Ursache von 9/11, die manche nicht in Al-Kaida sehen. So ist es bei den Monumentalbauten, die gar nicht von Menschen, sondern von Aliens errichtet worden sein sollen, beim Kampfstoff AIDS und bei der Ansicht, es gebe ein kapitalistisches Patriarchat, das anstatt Gewinn zu machen, Frauen unterdrücken wolle.

Jenseits dieser Gemeinsamkeit wird der Begriff “Verschwörungstheorie” häufig dazu genutzt, um eine Theorie zu diskreditieren, denn eine Verschwörungstheorie ist keine wirkliche Theorie, so soll suggeriert werden, vielmehr eine absurde Theorie oder eine Theorie, wie sie nur im Geist von Gestörten oder Dummen entstehen kann: Wer glaubt noch an den schwarzen Mann?

Indes, wer entscheidet, welche Behauptung über die Realität eine Verschwörungstheorie ist? Was unterscheidet die Ansicht, es gebe einen von Menschen gemachten Klimawandel von der Ansicht, der Mossad stecke hinter den Anschlägen von 9/11 und hinter ISIS?

Auf den ersten Blick würde man sagen: Was eine Verschwörungstheorie von einer nicht-Verschwörungstheorie unterscheidet, ist nicht nur der oben beschriebene Bezug auf Drahtzieher und Interessen, die hinter Ereignissen stecken stecken, sondern auch die empirische Unhaltbarkeit der entsprechenden Verschwörungstheorie.

Sciencefiles

Wenn jedoch das Kriterium empirischer Bewährung herangezogen wird, um die Theorie des Klimawandels von der Theorie des Mossad-finanzierten ISIS/ISIL zu differenzieren, dann braucht man keine Bezeichnung “Verschwörungstheorie”, dann reicht es, auf die empirische Bestätigung für beide Behauptungen zu schauen.

Da es vielen nicht reicht, auf die empirische Bestätigung von Behauptungen, die als Theorien daherkommen, zu schauen, sie vielmehr darauf bestehen, von Verschwörungstheorien zu sprechen, muss man annehmen, dass es den entsprechenden Verschwörungstheorie-Sprechern darum geht, die von ihnen als Verschwörungstheorie bezeichneten Theorien zu diskreditieren.

Und warum tun sie das? Die einzige Antwort, die auf diese Frage möglich ist, lautet: Weil die Aussage der entsprechenden Theorien ihren Interessen widerspricht, weil sie ein Interesse daran haben, Theorien nicht zu prüfen bzw. nicht an ihrem empirischen Gehalt zu messen, sondern vorab zu diskreditieren. Denn: Was wäre leichter als die Evidenz zur Behauptung, “der Mossad finanziert ISIL” zu betrachten und festzustellen, es gibt keine? Was wäre leichter als den Unsinn des kapitalistischen Patriarchats, das Frauen unterdrückt, aufgrund der fehlenden empirischen Belege aus der Welt zu schaffen?

Wenn beides, trotz der damit verbundenen Einfachheit, nicht erfolgt, dann muss man annehmen, dass es Interessen gibt, die die entsprechende Aufklärung verhindern und somit den entsprechenden Interessenvertretern die Möglichkeit geben, neuerlich von einer Verschwörungstheorie zu sprechen, der nämlich, die wir gerade aufgestellt haben, und auf diese Weise zu verhindern, das jemand die Frage, welche Interessen hinter der Nicht-Prüfung so genannter Verschwörungstheorien steht, stellt, untersucht und beantwortet.

Somit ist klar: So genannte Verschwörungstheorien sind ganz normale Theorien, die man an der Realität prüfen könnte und anschließend entweder als falsch oder als bewährt bewerten könnte. Die Bezeichnung “Verschwörungstheorie” ist somit unnötig und dient einzig dazu, die entsprechenden Behauptungen zu diskreditieren.

Deshalb wäre es ein interessantes Unterfangen, den Ursprung, die Verbreitung und die Behandlung so genannter Verschwörungstheorien zu untersuchen. Ein Forschungsnetzwerk, so haben wir heute gelesen, das an der Universität Tübingen koordiniert wird, soll genau dieses tun, so hatte es auf den ersten Blick jedenfalls den Anschein. Doch der Anschein trügt:

“‘Verschwörungstheorien können zur Radikalisierung von Extremisten beitragen, Spannungen zwischen Nationen befeuern und das Vertrauen in demokratische Institutionen und Medien unterlaufen’, sagt Butter. Und gerade in Zeiten des Internets verbreiten sie sich rasend schnell.”

Ob es sich bei der Behauptung, dass Verschwörungstheorien zur Radikalisierung von Extremisten beitragen können, um eine Verschwörungstheorie im Einklang mit der Verwendung, die der Begriff im Rahmen des Forschungsnetzwerkes findet, handelt, konnten wir nicht klären.

Dafür konnten wir klären, wer das Forschungsnetzwerk finanziert: Die Europäische Union, die sich nun auch in die Reihe derer eingereiht hat, die überall Extremismus sehen und beobachten und erkunden und erklären und vermeiden und beseitigen und dazu beitragen wollen, dass es verunmöglicht wird, über Behauptungen auf einer normalen Basis zu diskutieren, weil sie bereits als Verschwörungstheorie gebrandmarkt sind und die Arbeit des Forschungsnetzwerkes dazu geführt hat, Verschwörungstheorien generell in die Extremismusecke zu schieben.

Es ist dies ein weiterer Schritt auf dem Weg in die totalitäre Gesellschaft, in der die öffentliche Diskussion zusehens von allem gereinigt wird, das abweichend und nicht gemainstreamed ist. Die pure politisch-korrekte Langeweile, sie winkt schon in Sichtweite, ebenso wie die gesellschaftliche Sprachlosigkeit, die sich einstellen muss, wenn alles, was vom Mainstream abweicht als extremistisch und als Verschwörungstheorie aussortiert wurde.

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