Vogel-Schweine-Grippe-Panik: Viel Geld für wenig Tamiflu-Wirkung

Die Weltgesundheitsorganisation in Genf, die sich gelegentlich daran beteiligt, Pandemien zu beschwören und entsprechende Paniken herzustellen, empfiehlt in einer so genannten briefing note aus dem Jahre 2009 die Behandlung von Personen, für die der Verdacht besteht, dass sie mit Schweinegrippe infiziert sind, mit Oseltavimir und Zanamivir. Oseltavimir und Zanamivir sind besser bekannt unter ihren Handelsnahmen Tamiflu (Hoffman-La Roche) und Relenza (GlaxoSmithKline).

WHO“The guidelines represent the consensus reached by an international panel of experts who reviewed all available studies on the safety and effectiveness of these drugs. Emphasis was placed on the use of oseltamivir and zanamivir to prevent severe illness and deaths, reduce the need for hospitalization, and reduce the duration of hospital stays.”

Auf Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation haben sich nationale Regierungen bis unters Dach und unter Aufwendung von Hunderten von Millionen Euro mit u.a. Tamiflu ausgestattet, um eine anti-virale Waffe gegen den Ausbruch einer Schweine-Grippe-Pandemie zu haben. Nicht nur das: Man hat sich darüber gestritten, wer mit dem kostbaren Grippe-Verhütungsmittel präventiv versorgt werden darf und wer nicht und wer die Kosten der Prävention zu tragen hat.

Die Gesundheitskasse empfiehlt eine Impfung mit Tamiflu oder Relenza zur Vorbeuge vor (echter) Grippe wärmstens:

“Eine Impfung gegen Grippe ist für folgende Personengruppen besonders zu empfehlen:

  • aok_logo_rgb_finalMenschen im Alter über 60 Jahren
  • Bewohner von Alters- und Pflegeheimen
  • Personen mit chronischen Grundkrankheiten (insbesondere Herz- oder Lungenerkrankungen, Asthma bronchiale, Diabetes mellitus, Nierenversagen
    Personen mit angeborener oder erworbener Abwehrschwäche einschließlich HIV-Infizierte)
  • Personen mit Tumorerkrankungen
  • Personen mit beruflichem Infektionsrisiko, also Ärzte, Schwestern, Personal von Pflegeheimen, mobile Krankenschwestern
  • Schwangere im letzten Schwangerschaftsdrittel
  • Eltern von Säuglingen
  • Interkontinentalreisende”

Die Empfehlungen von Weltgesundheitsorganisation und Gesundheitskasse (AOK) sind mit einem kleinen Problem versehen: Die empfohlenen Mittel scheinen wenig hilfreich zu sein.

Zu diesem Ergebnis ist eine Studie gelangt, an der ingesamt 12 Wissenschaftler beteiligt waren. Und es ist eine besondere Studie, eine besondere Meta-Analyse, die schon deshalb bemerkenswert ist, weil die Forscher sich um die Transparenz von Prozessen verdient gemacht haben, die sonst vor den Augen der Öffentlichkeit verborgen bleiben.

Normalerweise führen Pharmaunternehmen klinische Tests durch, um die Wirksamkeit und die Gefahren, die sich mit einem neuen Medikament verbinden, zu erforschen. Die Ergebnise der Tests werden dann den zuständigen Zulassungsbehörden vorgelegt, in Deutschland ist das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hier federführend. Die zuständigen Behörden prüfen die Testergebnisse, kommentieren die Testergebnisse und lassen ggf. die entsprechenden Medikamente zu. Der gesamte Prozess findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt – bislang.

TamifluDen 12 Forschern um Tom Jefferson von Cochrane Collaboration ist es nun gelungen, die Intransparenz der Zulassungsprozesse zu beseitigen und der Testergebnisse, die den zulassenden Behörden in Europa, den USA und in Japan sowie der Weltgesundheitsorganisation vorgelegt wurden sowie der Kommentare der Mitarbeiter der entsprechenden Behörden zu den vorgelegten Testergebnissen habhaft zu werden.

Die Wissenschaftler haben also die vorgelegten empirischen Belege analysieren können, die die Grundlage der Zulassung von Tamilu und Relenza oder der oben zitierten Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation bilden. Das Ergebnis ist ziemlich ernüchternd:

  • Von anfänglich 107 klinischen Tests, die im Zulassungsverfahren von Tamiflu und Relenza vorgelegt wurden, blieben 46 klinische Tests übrig, nachdem die Tests ausgeschlossen wurden, in denen “inadäquate Maße” verwendet wurden, um den Effekt der beiden Medikamente zu messen oder für die nicht klar war, ob der Kontrollgruppe, der ein Placebo verabreicht worden sein soll, auch tatsächlich ein Placebo verabreicht wurde. Allein die Beschreibung der Unklarheiten, die die 12 Wissenschaftler in den klinischen Tests gefunden haben, ist erschreckend.
  • Für beide Medikamente konnte gezeigt werden, dass sie die Dauer der Symptome einer klassischen Grippe um 0,7 von 7 auf 6,3 Tage (Tamiflu) bzw. um 0,6 von 6,6 auf 6 Tage (Relenza) verkürzen. Beide Medikamente hatten keinen Effekt in der Behandlung von Kindern.
  • Tamiflu und Relenza erwiesen sich als völlig unwirksam in der Bekämpfung ernsthafter Grippeerkrankungen: “In adult treatment trials, oseltamivir [Tamiflu] did not significantly reduce those complications classified as serious … neither did zanamivir [Relenza]“. Folgerichtig hatten beide Medikamente keinerlei Effekt auf die Wahrscheinlichkeit, dass ein an Grippe Erkrankter in ein Krankenhaus überwiesen werden musste.
  • Es gibt keine belastbaren Ergebnisse, die den Schluss begründen, das Tamiflu oder Relenza einer Lungenentzündig vorbeugen. Während Relenza die Gefahr einer Bronchitis signifikant reduzierte, hatte Tamiflu keinen entsprechenden Effekt.
  • Dagegen ist Tamiflu mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden: Tamiflu führt häufig zu Übelkeit und Erbrechen. Möglicherweise reduziert Tamiflu das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, tut dies aber vermutlich auf Kosten von erheblichen Herzrhythmusstörungen. Für Relenza haben sich keine Indizien auf erhebliche Nebenwirkungen ergeben.

Zusammenfassend kommen die Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass es keine Belege dafür gibt, dass Tamiflu oder Relenza irgendeine Wirkung zur Behandlung von mit Grippe Erkrankten oder gar zur Behandlung schwerer Grippeerkrankungen haben. Beide Medikamente hätten bestenfalls in der Prophylaxe einen Platz, wobei die einer Grippe vorbeugende Wirkung moderat sei. Er würde, so fasst Tom Jefferson die Ergebnisse der Studie zusammen, an der er federführend beteiligt war, eine schwere Grippeerkrankung mit Paracetamol behandeln, nicht mit Tamiflu.

RelenyaNationale Regierungen, die den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation folgen, haben große Reserven an Tamiflu angelegt, um damit eine eventuelle Pandemie zu bekämpfen. Die dahinterstehende Idee baut darauf, dass der breite Einsatz von Tamiflu Erkrankungen lange genug hinauszögert bzw. die Pandemie lange genug verhindert, um Wissenschaftler in die Lage zu versetzen, ein geeignetes Gegenmittel gegen das Virus zu finden, das die Pandemie verursacht hat. Wie sich nun auf Basis der berichteten Ergebnisse zeigt, sind weder Tamiflu noch Relenza in der Lage, diese Anforderung zu erfüllen. Beide haben bestenfalls eine moderate Wirkung im Bereich der Vorbeugung von grippalen Effekten, aber keinerlei Effekt bei Behandlung einer (schweren) Erkrankung.

Es ist vor diesem Hintergrund mehr als verwunderlich, dass Regierungen dreistellige Millionenbeträge aufwenden, um sich ein Arsenal von Tamiflu anzulegen. Es ist insbesondere verwunderlich, weil den entsprechenden Regierungen im Gegensatz zu ihrer Bevölkerung die Ergebnisse der klinischen Tests, die die Wirksamkeit von Tamiflu und Relenza belegen sollen, vorliegen, jene Ergebnisse, die den 12 Wissenschaftlern für ihren Bericht erst nach langer Auseinandersetzung zur Verfügung gestellt wurden und auf deren Grundlage sie nunmehr die fast vollständige Unwirksamkeit von Tamiflu und Relenza zur Vorbeugung einer Pandemie oder auch nur zur Behandlung einer Grippe gezeigt haben.

Einmal mehr zeigt sich, dass die Geheimniskrämerei oder die Kartellbildung zwischen Behörden und manchen Konzernen nicht dazu geeignet ist, positives für andere als die am Kartell Beteiligten zu produzieren. Und wie immer, wenn es um Kartelle geht, gibt es nur ein wirksames Gegenmittel: Die vollstänige Transparenz der Prozesse, die zur Zulassung von Medikamenten führen.

Das bedeutet, dass die klinischen Tests, die Unternehmen durchführen,um die Sicherheit und Wirksamkeit neuer Medikamente zu belegen, generell veröffentlicht werden und Wissenschaftlern zur Prüfung bereitgestellt werden müssen. Um die wirtschaftlichen Interessen der Unternehmen zu wahren und zu verhindern, dass die Testergebnisse genutzt werden, um Imitationen der Medikamente herzustellen, gibt es bereits die Möglichkeit, ein Patent anzumelden, so dass es wirklich keinen Grund für Behörden und Unternehmen gibt, die Testergebnisse geheim zu halten.

 

Jefferson, Tom et al. (2014). Neuraminidase Inhibitors for Preventing and Treating Influenza in Healthy Adults and Children.

Ein Volk von Triebtätern

Seit einiger Zeit läuft, weitgehend unkommentiert von Mainstream-Medien, eine Posse zwischen der Bundesregierung und den Landesfürsten auf der einen Seite und der EU-Kommission auf der anderen Seite. Gespielt wird um den Einsatz von ein paar Milliarden Euro. Gegenstand des Spiels ist der “Staatsvertrag zum Glücksspiel in Deutschland (Glücksspielstaatsvertrag – GlüStV), der im Wesentlichen dazu da ist, das Monopol der Länder auf Einnahmen aus dem Glückspiel gegen Konkurrenz zu verteidigen.

TotoDer Glücksspielstaatsvertrag ist einerseits eines jener Gesetze, das an Heuchelei nicht zu überbieten ist, z.B. wenn fabuliert wird, dass ein staatliches Monopol auf Toto und Lotto notwendig ist, um “Glücksspiel- und Wettsucht zu verhindern”. Anderseits ist der Glücksspielstaatsvertrag eines jener Gesetze, die nur so vor Paternalismus triefen, und die, wenn man sie liest, ärgerlich machen, ob der anmaßenden Überheblichkeit, mit der “die Bevölkerung” darin behandelt wird.

So heißt es gleich unter §1 “Ziele des Staatsvertrages”:

“Ziele des Staatsvertrages sind gleichrangig:

  1. das Entstehen von Glücksspielsucht und Wettsucht zu verhindern und die Voraussetzungen für eine wirksame Suchtbekämpfung zu schaffen,
  2. durch ein begrenztes, eine geeignete Alternative zum nicht erlaubten Glücksspiel darstellendes Glücksspielangebot den natürlichen Spieltrieb der Bevölkerung in geordnete und überwachte Bahnen zu lenken sowie der Entwicklung und Ausbreitung von unerlaubtem Glücksspiel in Schwarzmärkten entgegenzuwirken,
  3. den Jugend- und Spielerschutz zu gewährleisten,
  4. sicherzustellen, dass Glücksspiele ordnungsgemäß durchgeführt, die Spieler vor betrügerischen Machenschaften geschützt, die mit Glücksspielen verbundene Folge- und Begleitkriminalität abgewehrt werden …”

Ein Mittel im Arsenal des kritischen Denkens ist das Aufspüren von impliziten Prämissen, also von Prämissen, die notwendig sind, um die oben dargestellten Aussagen machen zu können, da sie ohne diese Annahmen keinen Sinn machen. Hier eine kleine Auswahl der impliziten Prämissen:

  1. Absatz:
    • sklGlückspielsucht und Wettsucht sind existente Krankheitsbilder.
    • Ein Staatsvertrag, der die Erlöse aus Glücksspielsteuern auf Länder verteilt, ist geeignet, Glückspielsucht und Wettsucht zu unterbinden.
    • Es ist die Aufgabe der Vertreter des Bundes und der Länder, Glücksspielsucht und Wettsucht zu bekämpfen.
  2. Absatz:
    • Die deutsche Bevölkerung hat einen Spieltrieb, Deutschland ist ein Volk der Zocker.
    • Ohne den Staatsvertrag bricht sich dieser Spieltrieb Bahn und die Deutschen verspielen der Oma ihr klein Häuschen.
    • Deshalb müssen Deutsche generell überwacht werden und von unerlaubtem Glücksspiel auf Schwarzmärkten abgehalten werden.
    • Unerlaubtes Glücksspiel auf Schwarzmärkten ist Glücksspiel, das zwar den Spieltrieb der Bevölkerung bedient, aber an dem die Finanzeminister der Länder nichts verdienen.
    • Staatlich beaufsichtigtes Glücksspiel ist eine Alternative zum staatlich nicht beaufsichtigten Glückspiel.
    • Die Vertreter von Bund und Ländern wissen um den Spieltrieb aus eigener Erfahrung, oder sie gehören nicht zur Bevölkerung.
  3. Absatz:
    • Wer das Häuschen der Oma im staatlichen Lotto verspielt, tut dies auch dann, wenn er minderjährig ist nur unter staatlicher Aufsicht und Kontrolle.
    • Spielbank Baden BadenOrdnungsgemäßes Glücksspielt ist staatlich überwachtes und kontrolliertes Glücksspiel an dem die Finanzminister der Länder verdienen.
    • Wer einen Spieltrieb hat, hat auch einen Kriminalitätstrieb (was Sinn macht, denn die Teilnahme an unerlaubten Glücksspielen auf Schwarzmärkten ist hier Ausdruck des Spieltriebs und gleichzeitig delinquentes Verhalten. Wenn man zwei Dinge als identisch definiert ist es zwangläufig so, dass sie auch miteinander korrelieren.).

Dabei wollen wir es für’s Erste belassen. Wem jetzt noch nicht die Galle hochgekommen ist, ob der unglaublich paternalisierenden Art und Weise, in der Vertreter von Bund und Ländern die triebgeleitete Bevölkerung behandeln, die für die entsprechenden Vertreter scheinbar die Willensstärke von Kleinkindern hat, hier noch ein bischen Terminologie.

Zunächst zum Trieb:

“Trieb (drive) wird in der Psychologie gewöhnlich gebraucht, um die Handlungsmotivation auszudrücken, die wie etwa beim Hunger primäre biologische Voraussetzungen hat” (Zimbardo, 1995: 407).

RentenlottoDer Glücksspiel- und Wetttrieb, der im Glücksspielstaatsvertrag eben einmal der ganzen Bevölkerung untergschoben wird, ist also dem biologischen Bedürfnis nach Essen oder Trinken gleichzusetzen, was notwendig zur Folge hat, dass Mitglieder der deutschen Bevölkerung, die nicht Lotto oder Toto spielen oder nicht wetten, dass der 1. Fc Kaiserslautern auch diese Saison nicht in die Bundesliga aufsteigen wird, irgendwie gestört sind, denn sie lassen ihren Glücksspiel- und Wetttrieb unbedient.

Und nochmals zum Trieb:

“Das Wort ‘drive’ wurde zum erstenmal von Woodworth 1918 zur Beschreibung einer hypothetischen Kraft oder Energie benutzt, von der man gemeinhin angenommen hat, dass sie nicht erlernt und hinsichtlich der Situation, in der sie auftritt, unspezifisch ist, dass sie eine allg. physiol. Grundlage hat und auf keine bestimmte Art des Verhaltens ausgerichtet ist, jedoch das Verhalten von Tieren und Menschen aktiviert (motiviert)” (Bolles, 1994: 2361).

Wenn also die Bevölkerung einen Glücksspiel- und Wetttrieb hat, dann hat die Bevölkerung einen solchen, und er wird sich Bahn brechen. Folglich ist die Nachfrage nach Glücksspielen das, was man in der Ökonomie eine nicht-elastische Nachfrage nennt. Sie ist unabhängig von den Randbedingungen vorhanden, und man kann sie perfekt benutzen, um den Nachfragern überhöhte Preise aufzuzwingen, z.B. im Rahmen staatlicher Glücksspielangebote, deren Ziel darin besteht, die Länderkassen zu füllen, mit zuletzt 3,3 Milliarden Euro jährlich.

Die Klassifikation der mentalen Krankheiten der Weltgesundheitsorganisation, die ja ansonsten jeden Firlefanz als Krankheit enthält, kennt die Wett- und Glücksspielsucht, von der im Glücksspielstaatsvertrag die Rede ist, nicht. Einzig das pathologische Spielen ist im ICD-10 bekannt:

“Die Störung besteht in häufigem und wiederholtem episodenhaften Glücksspiel, das die Lebensführung des betroffenen Patienten beherrscht und zum Verfall der sozialen, beruflichen, materiellen und familiären Werte und Verpflichtungen führt.”

Wuthering HeightsBereits Emile Bronte hat in Wuthering Heights die Folgen beschrieben, die mit Glücksspiel verbunden sind, wobei man sich streiten kann, ob die beschriebenen Folgen (Heathcliffe gewinnt im Spiel den Hof von Hindley Earnshaw) so negativ sind, wie immer behauptet wird. Insbesondere muss man sich fragen, ob die gesellschaftlichen Kosten, die durch eine staatliche Kontrolle und Überwachung angeblich Spielsüchtiger sowie deren Behandlung, Therapie und sonstige Bearbeitung durch die Hilfeindustrie entstehen, geringer sind, als es ein Ausleben der vermeintlichen Spielsucht gewesen wäre.

Der Verdacht, dass der Schutz vor  der angeblichen Glücksspiel- und Wettsucht durch ein staatliches Glücksspielmonopol und wenn der Schutz nicht gelingt, die nachgelagerte Finanzierung von Betreuungs- und Hilfeangeboten für die vermeintlich Spielsüchtigen nur vorgeschoben sind, um Steuereinahmen zu generieren, liegt nahe. Schon die Annahme, dass das Heer von Therpeuten, das als Teil der Bevölkerung doch auch mit einem “natürlichen Spieltrieb” ausgestatt ist, dennoch in der Lage sein soll, anderen und besonders Spieltrieb-Gesteuerten den Spieltrieb auszutreiben, ist ein Widerspruch in sich. Oder wie ist es mit dem Widerspruch, dass Glückspiele angeboten werden, um vor Glücksspielsucht zu schützen?

Wie so oft haben sich staatliche Steuer-Absahner und am Tropf des Staates hängende Hilfeabsahner zusammengeschlossen, um sich willige Opferzu suchen, denen sie dann auf Kosten der Allgemeinheit helfen können.

Da wir in einem Zeitalter der Petitionen leben, wie wäre es mit einer Petition, deren Ziel darin besteht, Politikern ein für alle Mal ihren Paternalismus-Trieb auszutreiben bzw. sie dann, wenn sie ihren entsprechenden Trieb nicht beherrschen können, in die Obhut einer geschlossenen Anstalt zu überführen?

Homo-Mania II: Gewerkschaft für Exzessiven Wahnsinn

Nachdem wir Lesbische und Schwule Lebensweisen, ein Thema für die Schule gerade erst unter dem Thema “Homo-Mania” behandelt haben (Die GEW hat die genannten Unterrichtsmaterialien übrigens zwischenzeitlich von der eigenen Homepage verschwinden lassen. Gut, dass wir eine Sicherungskopie haben…), hat uns ein Leser auf ein weiteres Werk aus dem Hause GEW aufmerksam gemacht. Zu verantworten hat es dieses Mal der GEW-Hauptvorstand und dort die im Vorstandsbereich “Frauenarbeit” installierte, den Lesern von ScienceFiles als Unsinn des Jahres 2012 Preisträgerin bestens bekannte, Anne Jenter.

GEW Praxishilfen fuer die SchuleDas Werk behauptet von sich, eine Studie zu sein (es erinnert eher an einen Comic als etwas Ernstzunehmendes), trägt den Titel “Geschlecht und sexuelle Vielfalt”, den Untertitell “Praxishilfen für den Umgang mit Schulbüchern” und ist ein weiterer Beleg dafür, dass in bestimmten Kreisen der deutschen Gesellschaft eine Manie grassiert, eine Homo-Mania, die die davon Betroffenen täglich auf der Suche nach Homo-, Inter-, Trans- und sonstigen Sexuellen sein lässt und sie chronisch z.B. die Forderung stellen lässt: “Diskriminierung aufgrund des Geschlechts und sexueller Orientierung oder Identität” auch “in Englisch- und Biologiebüchern” zu thematisieren (16). Warum in Englisch- und Biologiebüchern? Warum nicht? Manien zeichnen sich dadurch aus, dass ihr Gegenstand eher willkürlich gewählt wird.

Schauen wir uns die angebliche Studie genauer an:

“Melanie Bittner hat im Auftrag der GEW und mit Unterstützung der Max-Traeger-Stiftung eine Studie erstellt: Geschlechterkonstruktion und die Darstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Inter+ (LSBTI) in Schulbüchern. Eine gleichstellungsorientierte Analyse”, so heißt es auf Seite 9 der angeblichen Studie.

Übersetzt lautet die Passage: Melanie Bittner, Absolventin, Oh Wunder, der Humboldt-Universität, dann wohl kurz wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Susanne Baer, und seit 2011 selbständige “Trainerin, Forscherin und Beraterin zu Gender, Diversity und Antidiskriminierung” hat ihren bisher “größten Auftrag” von der GEW zugeschustert bekommen, und die Max-Traeger-Stiftung hat ihn finanziert. Wie wir seit Thomas Viola Rieske wissen, ist die GEW, vor allem der Vorstandsbereich “Frauenarbeit”, ständig auf der Suche nach Absolventen, die man verheizen kann, neuestes Opfer: Melanie Bittner.

Bittner hat im Auftrag der GEW Schulbücher untersucht, Schulbücher für Biologie und Englisch. Warum Schulbücher in Biologie und Englisch? Niemand weiß es. Wie wurden die untersuchten Schulbücher ausgewählt? Niemand weiß es. Welche Fragestellung wurde untersucht? Nun, es gibt zwar keine Fragestellung, aber es gibt eine Vorgabe, und es gibt eine Absicht, die mit der “Studie” verfolgt werden soll. Die Vorgabe steht schon im zitierten Abschnitt oben und ist mit “gleichstellungsorientierte Analyse” beschrieben. Da wir es mit Homo-Manen zu tun haben, ist die Fragestellung demnach: Werden in Biologie- und Englischbüchern auch alle die verschiedenen sexuellen Orientierungen in angemessenem Maße behandelt, die einem Homo-Manen so einfallen? Was ist ein angemessenes Maß? Niemand weiß es.

Bleibt noch die Absicht. Die Absicht lässt sich einem Teil der vermeintlichen Studie entnehmen, der mit “Theorie – Worum es geht” überschrieben ist. Dort finden sich zum einen erstaunliche Sätze wie: “Ein Großteil der Schüler … ist regelmäßig mit Schulbüchern konfrontiert” (8) Und: “Die Bücher (re)konstruieren Wissen und stellen damit Wirklichkeit her. Diese wird gesellschaftlich ausgehandelt” (8).

Falsche Rekonstruktion der Wirklichkeit

Falsche Rekonstruktion der Wirklichkeit

Den letzten Satz muss man in aller Ruhe analysieren: Es gibt also da draußen, nennen wir das da draußen einmal die Natur, Wissen. Dieses Wissen wird nun in Schulbüchern rekonstruiert oder gar konstruiert. Und dann wird das (re-)konstruierte Wissen den Schülern als Wirklichkeit verkauft. So deutlich haben wir bislang noch nirgends gelesen, dass es in Schulbüchern nicht darum geht, Schülern Wissen zum Beispiel über ihre Sprache oder über ein paar Grundregeln der Mathematik zu vermitteln, sondern darum, ihnen ein ganz bestimmtes, gerade gesellschaftlich konstruiertes Wissen zu vermitteln, sie also zu indoktrinieren.

Denn: Gesellschaft besteht ja nicht nur aus der GEW, sondern aus ganz vielen anderen, und die haben nicht unbedingt die selbe Meinung und das selbe Wissen (sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr). Wenn man nun behauptet, Schulbücher seien (Re-)Konstruktionen der Wirklichkeit, dann gibt man damit notwendiger Weise zu, dass es die (Re-)Konstruktionen der Sieger, derjenigen gesellschaftlichen Gruppen sind, die sich durchgesetzt haben, mit ihrer Weltsicht oder ihrer Manie. Damit wären wir wieder bei der Homo-Mania, denn das Ziel von Studien, wie der von Anne Jenter beauftragten, besteht darin, das zu bestimmen, was in Schulbüchern (re-)konstruiert wird.

Und weil die (Re-)Konstruktion dem Ausleben einer Manie gewidmet ist, soll in Schulbüchern und an allen Ecken und Enden von Homo-, Bi-, Inter- und all den anderen Sexuellen die Rede sein, soll die “Heteronormativität” gebrochen werden.

Welche geilen Phantasien dabei in den Köpfen der Homo-Manen herumgeistern, mit welchem schamlosen Übergriff Sie schon 11- und 12jährige penetrieren wollen, das können die Leser, die es wollen, selbst nachlesen. Wir wollen uns an dieser Stelle den urplötzlich auftauchenden Geschichtsbücher, von denen im Kapitel “Die Schlbuch-Studie” offensichtlich niemand wusste, die im Kapitel “Praxis: Mit Schulbüchern umgehen”, aber dennoch auftauchen, widmen.

Dort findet sich zunächst die Krisenbeschreibung: “LSBTI bleiben aber außen vor” (30; also all die xy-Sexuellen). Dagegen ist die “Gleichberechtigung der Frau” Thema in allen Schulbüchern, die wie auch immer Eingang in die vermeintliche Schulbuch-Studie gefunden haben. Interessanter Weise reden die Diversitäts-Apostel, denen es so um die Gleichtstellung geht, immer von “der Frau” nie von “den Frauen”, was auf einen grundlegenden Essentialismus schließen lässt, der nicht in der Lage ist, vom biologischen Geschlecht zu abstrahieren und zuzulassen, dass die Unterschiede zwischen Frauen größer sind als die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Das eben ist der Kern einer Manie: Die Verabsolutierung weniger Variablen, hier: Geschlecht und Sexualität.

Und nun versetzen Sie sich in ihre Schlzeit zurück. Wir behandeln den siebenjährigen Krieg und die Rolle, die Friedrich der Große darin gespielt hat. Und während wir Friedrich dem Großen, der nach der Schlacht bei Lobositz durch die Reihen seiner verbliebenen siegreichen Soldaten reitet, folgen, erklärt der Geschichtslehrer: “Übrigens, liebe Schüler, Friedrich der Große war schwul”. Jedenfalls war er dann, wenn es nach dem Willen der GEW geht, schwul:

GEW: "Der alte Fritz war schwul!"

GEW: “Der alte Fritz war schwul!”

“Erwähen Sie beiläufig, wenn Persönlichkeiten auch Beziehungen mit dem gleichen Geschlecht hatten … Friedrich der Große (1712-1786), preußischer König mit Sitz auf Schloss Sansouci, hatte womöglich eine Beziehung zu seinem Jugendfreund Katte, der hingerichtet wurde. Friedrich wurde von seinem Vater zwangsverheiratet, verbannte aber nach dessen Tod seine Frau auf ein anderes Schloss und duldete an seinem Wohn- und Arbeitssitz kaum Frauen” (32).

Das sind erstaunliche Einsichten in die sexuelle Orientierung von Friedrich dem Großen, die die GEW hier gewonnen hat. Selbstverständlich wäre der siebenjährige Krieg ganz anders verlaufen, wenn bekannt gewesen wäre, dass der alte Fritz schwul ist. Denn schwul muss er in den Augen der Homo-Manen gewesen sein, schon wegen seines Jugendfreunds, und da es für Männer nach Ansicht der GEW nur einen Grund geben kann, sich mit Frauen abzugeben, kann auch die Tatsache, sofern sie denn zutrifft, dass Friedrich der Große es lieber mit Voltaire als mit Frauen zu tun hatte, keinen anderen Grund haben, als dass Friedrich der Große schwul war. Denn: Einmal schwul, immer schwul.

Wie so oft, entpuppen sich die Diversitäts-Fanatiker als Spießbürger par excellence, die Angst vor Diversität haben und ihre Manie in einem Biologismus gründen, der sich gewaschen hat. Es ist wirklich nicht mehr erträglich, dass Homo-Mane frei herumlaufen dürfen und gar versuchen, die Normalität der ihrer Meinung nach konstruierten Welt zu beseitigen und mit ihrer manischen Re-Konstruktion zu ersetzen. Jemand sollte diesen Homo-Manen langsam zeigen, wie unnormal sie sind.

Niemand, der bei normalem Verstand ist, läuft durch die Welt und sortiert Menschen nach sexueller Orientierung. Homo-Mane tun das. Niemand, der bei normalem Verstand ist, denkt, dass es für die Beurteilung von Friedrich dem Großen relevant ist, dessen sexuelle Orientierung “beiläufig” einfließen zu lassen. Homo-Mane tun das. Und niemand, der sich noch an die gesellschaftliche Konstruktion von Anstand und Verantwortung erinnert, überfällt 11- oder 12jährige mit seiner Manie und verfolgt sie so lange, bis auch sie nicht mehr Menschen, sondern nur noch sexuelle Orientierungen sehen. Homo-Mane tun das!

Homo-Mania

L-S-Lebenswesen_2013_webKaum ein Tag, an dem nicht das Thema “Homosexualität” durch die Medien geht. Man könnte fast meinen, die Welt dreht sich um die sexuelle Ausrichtung von Menschen, ganz so als gäbe es nichts Wichtigeres im Leben als die Frage: Bin ich homo- oder heterosexuell? Es mag sein, dass diese Frage für Pubertierende einen gewissen Stellenwert hat, aber Menschen, die über die Pubertät hinaus sind, sollten auch über die damit einhergehende Fixierung auf Sexualität hinaus sein.

UnionsAber dem ist nicht so. Sexualität ist in Deutschland wie in den meisten verklemmten Gesellschaften allgegenwärtig, denn über das, was man nicht macht, muss man reden, denn würde man es machen, man hätte keine Zeit und keinen Anlass, darüber zu reden. Sexualität ist ein Fetisch der Aufgeschlossenheit: Wer sich in die Schlafzimmer anderer einmischt oder aus denselben berichtet, zeigt damit, wie modern und offen er ist, jedenfalls glaubt er, dass er das zeigt. Das Thema “Sexualität” hat so hohen Stellenwert angenommen, dass Doro Moritz, die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Baden-Württemberg sich zu folgender bemerkenswerter Aussage versteigt:

“Es ist sicherlich unstrittig, dass Demokratie- und Sexualerziehung zwingender Bestandteil einer umfassenden Bildung und Erziehung sind. Nur eine völlig vorbehaltlose Demokratie- und Sexualerziehung kann aber letztlich dazu beitragen, dass Diskrminierung verlernt, Anerkennung dagegen erlernt wird.”

Wir dürfen von uns behaupten, dass wir eine Vielzahl von Demokratietheorien kennen. Keine davon, kennt einen Zusammenhang mit Sexualerziehung, ja, das Schlagwortverzeichnis aller von uns geprüfter Demokratietheorien von Sternberger bis Sartori kennt nicht einmal das Wort Sex oder ein Wort, das Sex enthält. Das Wissen, dass Demokratie und Sexualität zusammengehören, ist bei allen von uns gepräften Demokratietheoretikern schlichtweg nicht vorhanden. Aber jetzt haben wir ja Frau Moritz, die uns aufklärt und dafür sorgen will, dass wir den Zusammenhang lernen.

Und wir bemühen uns: Wie könnte der Zusammenhang  aussehen? Vielleicht wählen Homosexuelle anders als Heterosexuelle? Vielleicht sind Homosexuelle gegenüber Heterosexuellen nicht offen genug eingestellt, lehnen die Gewährung eines Wahlrechts für Personen, die nicht homosexuell sind, ab? Vielleicht ist auch die Regierungslehre fehlerhaft, weil die entsprechende Verbindung von Sexualität und Demokratie fehlt, und wäre daher um ein homosexuell-heterosexuell repräsentatives Parteiensystem oder eine im Wechsel homo- und heterosexuell präsidentielle Demokratie zu ergänzen? Wer weiß? Vielleicht meldet sich Frau Moritz ja mit einem entsprechenden Beitrag demnächst zu Wort, z.B. in der Zeitschrift für Parlamentsfragen?

Wie dem auch sei, wir wollen heute ein wenig Material zum Bildungsplan 2015 anfüttern, jenem Bildungsplan in Baden-Württemberg, gegen den sich so viel Widerstand regt, weil er ein für alle Mal und ohne Toleranz in den Köpfen der Schüler verankern will, dass homo- und heterosexuelle Paare und all die anderen Formen von Sexualität gleich, gleichgestellt oder was auch immer sind.

Pläne, wie der Bildungsplan 2015, sind der Ausdruck einer Entwicklung, die man nur homo-manisch nennen kann, die Journalisten und Politiker auf der Jagd nach Prominenten, im Moment: prominenten Sportlern, am Besten in einem Männersport wie Fussball sieht, die endlich zugeben sollen, dass sie homosexuell sind.

Die Homo-Mania sieht bei Aktivisten die Augen leuchten, wenn sie ihre Phantasien darüber, was einem als Homosexuellem alles so passieren kann, in Sprache umsetzen, dabei vergessend, dass ihre Phantasien mit der Realität nichts zu tun haben, wie wir in einer Artikelserie gezeigt haben.

Und die Homo-Mania führt dazu, dass angebliche Pädagogen Schulen mit ihren Ergüssen zur Herstellung von Toleranz und Akzeptanz von homosexuellen Menschen überschwämmen. Ergüsse, wie der im folgenden dargestellte, den die GEW Baden-Württemberg zu verantworten hat und der als Anschauungsmaterial dafür dient, was in Schulen ankommen und gelehrt werden wird, wenn der Bildungsplan 2015 umgesetzt wird.

GEW_Lesbisch und schwulDie folgenden Beispiele stammen aus dem Werk: “Lesbische und schwule Lebensweisen – ein Thema für die Schule”. Der Titel, darauf sei explizit hingewiesen, formuliert eine Feststellung, keine Frage. Auf Seite “12_13″ (die neue Zählweise, die die Benachteiligung benachbarter Seitenzahlen verhindern soll…) sind dann folgende Weisheiten zu lesen:

“Der folgende fächerübergreifende Unterrichtsentwurf stellt am Beispiel der sexuellen Orientierung dar, wie eine Auseinandersetzung mit Verschiedenheit in der Schule möglich ist. Leitfaden beim Umgang mit Heterogenität ist dabei der Grundgedanke der Inklusion: Vielfalt ist eine Bereicherung.”

Es ist schon erstaunlich, wie felsenfest die Gutmenschen, die für die Rechte von Homosexuellen streiten, davon überzeugt sind, dass Homosexuelle so eine Art Freaks of Nature sind, die halt anders, sind und durch ihre Andersartigkeit eine unüberbrückbare “Heterogenität” schaffen, die man nur durch “Inklusion” lösen kann, also dadurch, dass man den grundsätzlich verschiedenen Homo- und Heterosexuellen erklärt, dass sie sich deshalb nicht hassen müssen. Und wieder sieht man die Homo-Manie in voller Stärke, denn die kurze Passage basiert auf der Prämisse, dass Unterschiede in der sexuellen Orientierung so offensichtlich, so grundlegend und so prägend sind, dass sie schier unüberwindbare Gräben der Heterogenität aufreißen. Homo- und Heterosexuelle verbindet, in den Augen dieser Fanatiker, keine gemeinsame Menschlichkeit, deshalb muss man die Heterosexuellen lehren, wie Doro Moritz meint, die Homosexuellen zu achten.

[Übrigens: Wenn Vielfalt eine Bereicherung ist, dann werden wir demnächst wohl auch Obdachlose, Krebskranke, Alkoholiker, Junkies, Facharbeiter der BASF, Banker, Putzfrauen und geistig Behinderte in Schulen thematisieren bzw. Schüler zum Coming Out aufforden, darüber dass sie, ihr Vater, ihre Mutter Alkoholiker sind, darüber, dass die eigene Familie am Existenzminimum, die Tante Tablettenabhängig ist, der Zweitwagen wegen finanzieller Schwierigkeiten verkauft werden muss usw.: Vielfalt ist eine Bereicherung. Nicht vergessen!]

Aber wie lernt man Toleranz und Achtung vor Homosexuellen im fächerübergreifenden Unterricht ab der Klasse 7? So:

“Baustein II: Sich einfühlen. Ziel: Die Schüler setzen sich mit der sexuellen Orientierung und dem Coming Out auseinander und nehmen Stellung. Ablauf: – Einzelarbeit: Die Mädchen schreiben einen Antwortbrief auf den Hilferuf einer guten Feundin, der gerade klar geworden ist, dass sie lesbisch ist (erst Phase des Coming Out). Entsprechend beantworten die Jungen den Brief eines Freundes. – Gruppenarbeit: Die Schüler tauschen sich in Gruppen über ihre Briefe aus.” (12_13)

Offensichtlich gelten in Schulen immer dann, wenn es darum geht, den wichtigen Zusammenhang zwischen Demokratie und Sexualität zu vermitteln, die demokratischen Grundrechte nicht, z.B: das Briefgeheimnis, was insbesondere misslich ist, weil die Schüler aufgefordert werden, private Briefe über einen höchst intimen Sachverhalt zu schreiben. Wir können hier keine Erziehung zu Toleranz oder Akzeptanz erkennen. Was wir erkennen, ist ein Voyeurismus von homo-manischen, die jede Gelegenheit nutzen, um Einblick in die intimen Welten anderer zu erzwingen.

Die gemeinsamen Seiten 18_19 der GEW-Materialien für Lehrer sind “den Fakten” gewidmet. Und die gehen wie folgt:

“Ein heterosexuell empfindender Mensch liebt einen Menschen des anderen Geschlechts. Ein homosexuell empfindender Mensch liebt einen Menschen des gleichen Geschlechts. Ein bisexueller Mensch hat die Fähigkeit, Menschen beider Geschlechter zu lieben. Nach dem amerikanischen Sexualwissenschaftler Alfred Kinsey sind die Grenzen zwischen den sexuellen Orientierungen fließend. Nur ein geringer Teil der Bevölkerung empfindet rein hetero- oder homosexuell.”

Tina Turner

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Die sexuelle Orientierung ist also Empfindung, keine Tätigkeit. Und Sexualität ist mit Liebe gleichzusetzen, was die Darsteller in der Porno-Industrie vermutlich erheitern wird, aber lassen wird das, wichtig für den weiteren Verlauf ist die augenscheinliche Konfusion, die Homo-Manische mit sich herumtragen: Sie sind der Ansicht, dass Sexualität und Liebe eins sind, und entsprechend ist es für sie eine vorausgehende Entscheidung, ob man homosexuell oder heterosexuell ist, damit man weiß, in wen man sich verlieben kann.

Und weil für homo-mane wie diejenigen, die hinter der Broschüre der GEW stehen, Liebe und Sexualität eins sind, vermutlich deshalb, weil sie nie über ihre Pubertät hinausgekommen sind und weder Kenntnis vom einen noch vom anderen haben (und schon gar nicht von beidem zusammen), kommt es zu einer Reihe Verwechslungen, die – würden nicht Schüler damit traktiert – etwas Erheiterndes hätten. Z.B. beim “Was-wäre-wenn-Spiel” auf den gemeinsamen Seiten 16_17:

“Was wäre wenn … deine Mutter dir erzählte, dass sie lesbisch ist?” Was wäre wenn … deine lesbische Tante dir erzählte, dass sie schwanger ist? Was wäre wenn … dein Vater dir erzählte, dass er schwul ist?”

Homo-Manie geht mit Essentialismus einher: Man ist schwul oder lesbisch (offensichtlich geht es bei der “Wahl” der sexuellen Orientierung also darum, das eigene Wesen zu entdecken). Beides sind tiefe Aspekte des eigenen Wesens, so tief, dass man selbst soziale Kategorien damit beseitigen kann, die offensichtlich dagegen stehen, denn die große Mehrheit der so gefragten Kinder wird über einen biologischen Vater, eine biologische Mutter verfügen, mit denen sie zusammenleben. Entsprechend unverständig werden sie auf derat dumme Fragen reagieren, vor allem, wo sie bis zur entsprechenden Frage doch der Meinung waren, dass ihre Tante zumindest bislang den Anschein erweckt hat, normal zu sein. Aber, in Zeiten der Vielfalt, die trotz aller Vielfalt dennoch der heiligen und wenig vielfältigen Aufgabe der Fortpflanzung gewidmet sind, ist auch die höchste Bestimmung von Lesben die Vermehrung – wie auch immer sie gelingen mag.

Wir wollen unseren kleinen Einblick in die Welt der Homo-Manen, mit der sie demnächst vielleicht durch ihre Kinder konfrontiert werden, auf den gemeinsamen Seiten 20_21 beenden. Hier haben die Hersteller der GEW-Broschüre eine Verfremdungstechnik benutzt, die seit Harold Garfinkel seine Ethnomethodologie begründet hat, verwendet wird, allerdings von den meisten Autoren richtig, d.h. in einer Weise, die es erlaubt, die Vorurteile von Probanden zu ergründen. Die Art und Weise, wie sie in der GEW-Broschüre verwendet wird, ermöglicht es nur, die erschreckenden Vorstellungswelten zu rekonstruieren, in denen die Macher leben müssen.

Die Beispiele stammen aus der Vertiefungsphase und dem darin zu findenden “heterosexuellen Fragebogen” (Es gibt also bei der GEW selbst Fragebögen mit Geschlechtspräferenzen. Wer noch einen Beleg für die Homo-Manie der Ersteller gebraucht hat, hier ist er!)

Wer weiter lesen will, der sei gewarnt, vor dem kalten Grausen, das ihn ereilt.

Text in der GEW-Broschüre Unsere Rekonstruktion der dahinterstehenden Prämissen
“Wann und warum hast du dich entschlossen, heterosexuell zu sein?” Sexualität, die für die Broschürenmacher mit Liebe gleichzusetzen ist, ist eine Frage der Entscheidung. Man setzt sich hin, wägt die Vor- und Nachteile der jeweiligen Orientierungen ab, trifft eine Entscheidung, geht in die Welt und verliebt sich auf Teufel komm’ raus.
“Eine ungleich starke Mehrheit der Kinderbelästiger ist heterosexuell. Kannst Du es verantworten, deine Kinder heterosexuellen Lehrer/innen auszusetzen? Homosexualität ist die erhabene Lebensform. Heterosexualität ist schmutzig und führt zu Übergriffen. Die Sittenlehre der katholischen Kirche hat dies im Mittelalter nicht anders formuliert.
“Was machen Männer und Frauen denn eigentlich im Bett zusammen? Wie können sie wirklich wissen, wie sie sich gegenseitig befriedigen können, wo sie doch anatomisch so unterschiedlich sind?” Nicht nur, sind die Broschüren-Ersteller von einem Voyeurismus getrieben, den man nur als ekelhaft bezeichnen kann, sie haben offensichtlich auch keine Ahnung davon, dass die Befriedigung sexueller Wünsche gerade auf den kleinen anatomischen Unterschieden aufbaut. Poor souls that they are.
“Laut Statistik kommen Geschlechtskrankheiten bei Lesben am wenigsten vor. Ist es daher für Frauen wirklich sinnvoll, eine heterosexuelle Lebensweise zu führen und so das Risiko von Geschlechtskrankheiten und Schwangerschaft einzugehen?” Verhütungsmethoden sind in der Welt der GEW noch nicht angekommen, einer Welt, die von der Überzeugung getragen wird, dass alles Schlechte dieser Welt, also vor allem Geschlechtskrankheiten (und wir wissen ja, wie eng der Zusammenhang zwischen Demokratie und Sexualität für die Homo-Manen bei der GEW ist) von Männern kommt bzw. übertragen wird. Ohne Männer keine Probleme auf dieser Welt, nicht einmal Schwangerschaften…

Uns reicht’s. Wem noch nicht schlecht genug ist, der kann sich die Broschüre der GEW ja in Gänze zu Gemüte führen. Wir wollen es für heute bei der Feststellung belassen, dass es Zeit wird, etwas gegen die Homo-Mania und die Homo-Manischen zu unternehmen, die ihre eigene Deprivation dadurch verarbeiten wollen, dass sie andere stalken, penetrieren und über ihre Sexualität ausquetschen. Da die entsprechenden Lehrmittel in deutschen Schulen zum Einsatz kommen, wäre es zudem an der Zeit, Schulen aus öffentlich-rechtlicher Trägerschaft zu befreien und homo-mane Anstalten wie die GEW von der Erstellung von Lehrmaterialien für Schulen zu bannen.

HIV AIDS GEWEinen Nachtrag können wir uns an dieser Stelle nicht sparen. Die Darstellung homosexueller Lebensentwürfe in der GEW-Broschüre kommt gänzlich ohne einen Verweis auf HIV/AIDS aus. Das ist nicht nur sträflich, sondern gefährlich, denn wenn es einen wissenschaftlich erwiesenen Zusammenhang gibt, dann den einer erhöhten Sterblichkeit von Homosexuellen im Vergleich zu Heterosexuellen, und zwar wegen HIV/AIDS. Homosexuelle sind nach wie vor eine HIV/AIDS-Risikogruppe. Wer dies in seiner Darstellung homosexueller Lebensstile weglässt oder in einer Weise in Abrede stellt, wie dies in der Textbox geschieht, die der GEW-Broschüre entnommen ist, der trägt eine Mitverantwortung für jede neue Infektion mit HIV/AIDS.

P.S.

Es würde uns brennend interessieren, auf welche Daten sich die Macher der Broschüre beziehen. Woher sie ihre Kenntnisse über die “Statistik”, die Lesben seltener mit Geschlechtskrankheiten ausweist als alle anderen, haben. Leider gibt es keine Quellenangabe für die entsprechende Statistik.

War Jack the Ripper ein Blei-Junkie? Zusammenhang zwischen Bleikonzentration im Körper und Gewalt entdeckt

Auf den ersten Blick hört sich die neue Theorie darüber, welche Ursachen Gewaltkriminalität hat, zumindest seltsam an und man ist versucht, reflexhaft zu sagen, oh, hier verwechselt jemand Kausalität mit Korrelation. Und einmal ehrlich, wenn man liest, dass Forscher einen Zusammenhang zwischen der Bleikonzentration im Körper eines Menschen und Gewaltkriminalität festgestellt haben, dann liegt dieser Gedanke auch wirklich nahe. Wieso, so fragt man sich, sollte Bleikonzentration und nicht etwa die Konzentration von Cholesterol einen Effekt auf Kriminalität, auf Gewaltkriminalität im Besonderen haben?

Blei im Trinkwasser

Ostdeutsche gewalttätiger als Westdeutsche?

Nun, die erste Antwort auf diese Frage lautet, wie so oft, dass bislang noch niemand den Zusammenhang zwischen Cholesterol und Kriminalität untersucht hat. Warum auch? Es gibt keine bekannte Theorie, aus der man einen Einfluss von Cholesterol auf Kriminalität ableiten könnte. Und das gilt auch für Blei. Wie kommt man also dazu, die Bleikonzentration mit Gewaltkriminalität in Verbindung zu bringen? Wir wissen die Antwort nicht, aber vermutlich ist die schlichte Verfügbarkeit von Daten eine Ursache, bei der die zunächst wirre Idee ihren Anfang nimmt.

Zwischenzeitlich hat sich diese Idee richtig entwickelt. Eine Vielzahl induktiver Studien hat sich mit dem Zusammenhang von Gewaltkriminalität und der Bleikonzentration im Körper beschäftigt:

  • Herbert Needleman et al. haben 15-jährige Jungen, die in Pennsylvania wegen eines Gewaltdelikts festgenommen wurden, mit einer Kontrollgruppe von Jungen verglichen und eine höhere Bleikonzentration in den Knochen der festgenommenen Jungen festgestellt.
  • Paul B. Stratesky und Michael J. Lynch haben 3111 Morde in allen Bundesstaaten der USA und für das Jahr 1990 untersucht und sind dabei zu dem folgenden Ergebnis gelangt: “After adjusting for sociologic confounding factors and 9 measures of air pollution, the only indictor of air pollution found to be associated with homicide rates was air lead concentration. Across all counties, estimated air lead concentrations ranged from 0 to 0.17 µg/m3. The adjusted results suggest that the difference between the highest and lowest level of estimated air lead is associated with a homicide incidence rate ratio of 4.12 (95% confidence interval, 1.02-16.61).”
  • Rick Nevin hat die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen der Bleikonzentration im Körper und gewalttätigen Delikten über die Grenzen der USA hinaus geführt und für u.a. Italien, Deutschland und das Vereinigte Königreich einen Zusammenhang zwischen der Konzentration von Blei im Blut, die Kinder vor der Einschulung aufgewiesen haben, und einer (nachfolgenden) Gewaltkriminalität aufgezeigt.

Die dargestellten Untersuchungen belegen einen robusten Zusammenhang zwischen der Bleikonzentration im Körper und einer Gewalttätigkeit. Leider belegen sie sonst nichts. Vor allem sagen sie nichts darüber aus, warum eine steigende Bleikonzentration mit zunehmender Gewaltbereitschaft einhergehen sollte.

Entsprechend gilt es zunächst den missing link zu finden, der von der Bleikonzentration zur Gewalttätigkeit führt. Das versuchen eine Reihe von Forschern darüber, dass sie auf die Wirkung verweisen, die Blei im Gehirn von Menschen entfaltet:

  • Decreased_Brain_Volume_from_Lead_ExposureBlei verdrängt Kalzium aus dem Gehirn und kann dadurch die Entwicklung des Gehirns, des Gedächtnisses und der Lernfähigkeit hemmen, denn Kalzium aktiviert ein Protein im Gehirn, das zu Erledigung der genannten Funktionen benötigt wird.
  • Ein im Wachstum befindliches Gehirn eines Babies produziert bis zu 40.000 neuer Nervenverbindungen pro Sekunde. Ab dem Alter von 2 Jahren finden eine Säuberungsaktion statt, die mit dem Ziel von mehr Effizienz Nervenzellen beseitigt, die nicht benötigt werden. Blei behindert diesen Ausleseprozess.
  • Mit Hilfe von bildgebenden Verfahren haben Ceceil et al. zeigen können, dass mit einem zunehmenden Level von Blei im Blut ein abnehmendes Volumen grauer Materie im Gehirn einhergeht. Am deutlichsten war der Rückgang im Volumen grauer Materie in den Gehirnregionen, die für die Steuerung von Impulsen und Emotionen zuständig sind.
  • Weitere Wege, auf denen die Blutkonzentration von Blei auf das Verhalten wirkt, führen über den IQ, der durch eine hohe Blutkonzentration beeinträchtigt zu werden scheint, wenngleich gerade diese Forschungsergebnisse heftig umstritten sind.

Die Aussage, die hinter diesen dargestellten Forschungen steht, ist recht simpel: Hohe Bleikonzentrationen in früher Kindheit behindern die Gehirnentwicklung, wirken sich auf Impulskontrolle und andere Zentren der Verhaltenssteuerung aus und resultieren in höherer Gewalttätigkeit.

Nur: Wie weit trägt diese Erklärung?

Zunächst steht die Bleierklärung vor dem selben Problem, vor dem alle letztlich auf biologische Faktoren verweisenden Erklärungen stehen: Warum äußert sich ein eine bestimmte Gruppe homogen betreffender Faktor, wie die Bleikonzentration, in differenzierter Weise? Eine erhöhte Bleikonzentration trifft Individuen, die in einem entsprechend mit hoher Bleikonzentration belasteten Gebiet leben, in gleicher Weise. Warum werden dennoch nur manche von Ihnen gewalttätig?

Darüber hinaus hat die berichtete Forschung mit derselben sozialen Konfundierung zu kämpfen, mit der auch andere Untersuchungen zu kämpfen haben: Wie kann man ausschließen, dass eine hohe Bleibelastung vor allem in sozialen Gruppen zu beobachten ist, die sich sowieso durch eine erhöhte Gewaltbereitschaft auszeichnen?

“Overall”, so sagt Kim N. Dietrich, “the evidence is sufficient that early exposure to lead triggers a higher risk for engaging in aggressive behavior”.

Doch ist dem wirklich so?

BleiBlei ist ein Metall, das eine weite Verwendung findet, vom Strahlenschutz, über Legierungen im Fahrzeugbau bis hin zu Schmuck und Kirchenorgeln. Bis in die 1970er Jahre hatten die meisten Wasserrohre Bleibestandteile. Müsste man angesichts der weiten Verbreitung von Blei nicht viel mehr Gewalt feststellen, als es der Fall ist? Jedoch warnt das Umweltbundesamt vor Bleigießen zu Weihnachten, da Blei, wie das Umweltbundesamt weiß, die Intelligenzentwicklung bei Kindern beeinträchtigt (ein Zusammenhang, der in anderen Ländern noch bestritten wird).

Schließlich hat das Rheinland-Pfälzische Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz in einer Untersuchung aus dem Jahre 2010 für die Bergbau-Region Braubach festgestellt, dass die Bleibelastung von Frauen höher ist als die Bleibelastung von Männern.

Und damit kommen wir zurück zur Bleierklärung, die vornehmlich auf Daten für Jungen oder Männern basiert (eine der wenigen Ausnahmen ist eine Untersuchung von Dietrich et al., , die nicht nur männliche Probanden untersucht und den Zusammenhang zwischen der Bleikonzentration und Gewalttätigkeit dennoch findet). Bislang gibt es noch keine Studien, die eine lokale Konzentration wie die in Braubach gefundene, zum Anlass nehmen, um die Prävalenz von Gewalt zu untersuchen. Bislang gibt es auch, obwohl wir doch in einem Gender-Zeitalter leben, keine Studien, die untersuchen, ob die höhere Bleikonzentration, die Frauen gegenüber Männern aufweisen, zu einer höheren Gewalttätigkeit von Frauen führt.

Kurz und bündig: Es gibt noch viel zu forschen, ehe gesichert feststeht, dass die Bleikonzentration im Körper eines Menschen ein Faktor ist, der Gewalttätigkeit zu erklären vermag.

Nutznießer perpetuum mobile: Neue Form gestörter Esser entdeckt

Wer denkt, dass es sich bei diesem Beitrag um eine Satire handelt, der irrt. Wir tauchen heute ein, in die Welt derjenigen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, andere mit Gesundheitstipps zu stalken, deren Essgewohnheiten genau zu untersuchen und dabei regelmäßig das Ziel zu verfolgen, die entsprechenden Essgewohnheiten zu problematisieren, damit man daraus einen Gewinn schlagen kann, z.B. durch das Loseisen von Steuergeldern für die Behandlung der gerade entdeckten oder erfundenen Störung, z.B. durch das Anbieten von Therapien für die neuentdeckten gestörten Esser.

In der Liste der gestörten Esser finden sich, mit abnehmendem Gewicht zunächst die Adipösen, also diejenigen, deren Umfang im Vergleich zu ihrer Höhe heraussteht, es folgen die ungesunden Esser, die zu viel Zucker, zu viel Fett, zu viel Protein, zu viel Koffein, zu viel, was auch immer, eben zu viel essen (oder zuweilen auch trinken) und die Reihe wird von denjenigen beendet, die zu wenig essen oder zu wenig von dem Gegessenen bei sich behalten, als Schlankheitsmaßnahme in Form von Anorexia Nervosa oder Bulimie.

pooh bearNun ist man geneigt zu denken, wenn jemand in einer Weise isst, die ihm Probleme bereitet, dann wird dieser jemand über kurz oder lang damit aufhören, wenn er denkt, dass er die Probleme abstellen will. Aber das würde diesem jemand einen freien Willen attestieren, und das ist natürlich schlecht, denn mit einem freien Willen lässt sich kein Geld verdienen. Wenn man anderen helfen will, sie beraten, begleiten oder von ihrer Essstörung therapieren will, dann muss man ihnen zunächst den freien Willen absprechen, sie zu Marionetten der jeweiligen Nahrungsmittel machen, denen man dann notwendig, einen entsprechend freien Schädigungswillen zugestehen muss, der gemeinhin als “Abhängigkeit” beschrieben wird. Abhängigkeiten kann man nun von den unterschiedlichsten Dingen behaupten, je nachdem, wofür gerade Fördermittel bereitgestellt werden.

Und Fördermittel sind dann auch immer wieder der Ausgangspunkt, der zur Entdeckung einer neuen Störung führt, für die man dann wiederum neue Fördermittel beantragen kann oder bereitstellen muss, ein perpetuum mobile des Nutznießens.

Nehmen wir z.B. die Europäische Union, bei der man entdeckt hat, dass nicht nur der Konsum von Milch, sondern auch der von Obst unter Kindern zurückgeht. Wie man zu dieser Entdeckung gelangt ist, welche Rolle die Europäischen Milchseen und Obstberge spielen, die die EU-Kommission mit hohen Subventionen produzieren lässt, ist bislang nicht geklärt, aber geklärt ist, dass die EU-Kommission etwas gegen den zurückgehenden Konsum von Obst und Milch unter Kindern tun muss.

Eu Fruit SchemeGesagt getan: mit dem School Fruit Scheme und dem School Milch Scheme werden 88 Millionen Euro in Obst umgesetzt, das an Schulen vornehmlich in Polen, Deutschland, Rumänien und Frankreich verteilt wird, während das School Milch Scheme 65 Millionen Euro einsetzt, um 300.000 Tonnen Milch an 17 Millionen Schüler in der EU zu verteilen. Alles natürlich, um Gutes zu tun, nicht, weil von Obst und Milch gerade so viel da ist, dass man nicht weiß wohin damit, denn: “… we want to … reverse the downward trend in consumption and raise awareness among children of the potential benefits of these products. This is an important measure for bringing about sustained changes in children’s eating habits and improving awareness of important challenges that society faces”.

Letzteres sagt Dacian Ciolos, den man dazu angeleitet hat, bei der EU-Kommission eine Zuständigkeit für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung vorzutäuschen. Nein, wir wollen jetzt nicht die Frage stellen, was die EU-Kommission dazu legitimiert, sich in die Ernährungsgewohnheiten von Kindern einzumischen und Vorgaben über “gesundes Essen” zu machen. Und wir wollen auch nicht fragen, was wohl die wichtigen Herausforderungen sind, denen sich Gesellschaften gegenübersehen und die man mit dem Konsum von Milch und Obst bei Schulkindern meistern kann. Nehmen wir diese Äußerungen des EU-Kommissars als das, was sie sind, Äußerungen, die mit keinerlei Inhalt geschlagen sind.

Stattdessen wollen wir auf die Gefahren und Möglichkeiten hinweisen, die sich mit den “Schemes” der EU-Kommission verbinden: Die Hauptgefahr heißt “Orthorexia Nervosa”. Sie wurde bereits 1997 erfunden oder gefunden. Die Möglichkeit, die sich daraus ergibt, lautet: Förderung von Aufklärungskursen und von Therapien für Orthorexia Nervosa.

Was ist Orthorexia Nervosa?

orthorexia21Orthorexia Nervosa, so schreibt der Erfinder des Begriffs, Steven Bradman, MD, “indicates an unhealthy obsession with eating healthy food”. Man kann also nicht nur zu viel ungesundes Essen essen, sondern auch zuviel gesunde Nahrungsmittel. An anderer Stelle wird Orthorexia Nervosa definiert als: “Basically, orthorexia is a fixation on eating only healthy or pure foods, or what an individual perceives as healthy or pure.”

Und es wird noch besser, wenn man die Beschreibung dieser “Obsession” oder Besessenheit genauer liest. Es beginnt damit, dass Menschen, die sich gesund ernähren wollen, z.B. in der Weise, wie die EU-Kommission das empfiehlt und wie es Politiker auf ihrem Kreuzzug gegen das Übergewicht und deren Hauptverursacher nahe legen, Fett und Zucker aus ihrer Diät streichen. Sie verzichten also auf Schokoriegel, Zucker und Fett  in allen Formen und erreichen damit, dass die Nährstoffe, die in “gesunden Nahrungsmitteln” enthalten sind, nicht mehr aus denselben und aufgrund des Fehlens von z.B. Fett herausgelöst werden können. (Fett ist z.B. notwendig, um fettlösliche Nährstoffe aufnehmen zu können).

Wenn sich dann die ersten Anzeichen einer Mangelernährung einstellen, dann würde man normalerweise erwarten, dass die davon Betroffenen ihre “Obsession” mit gesunder oder “reiner” Nahrung aufgeben und sich wieder einer gesunden, weil abwechslungsreichen Ernährung zuwenden. Nicht so bei Orthorexia Nervosa. Hier regiert die Besessenheit, ähnlich wie dies bei Staatsfeministen der Fall ist. Ersterer Opfer sehen nicht ein, dass eine Ernährung nur mit  vermeintlich gesunden Nahrungsmitteln ungesund ist und ignorieren die entsprechenden Warnsignale, die ihnen ihr Körper in ausreichender Menge sendet. Letztere sehen nicht ein, dass nicht jeder im gleichen Maße von Geschlecht besessen ist wie sie und ignorieren alle Meldungen, die die Realität ihnen entsprechend sendet.

Health food junkiesUnd so kommt eine Untersuchung aus dem Jahre 2013, die sich mit Orthorexia Nervosa beschäftigt, zu dem Ergebnis, dass Letztere vor allem bei Menschen zu finden ist, die Nahrung einen unverhältnismäßigen Stellenwert zuweisen und deren ungesundes Verhältnis zu Nahrung mit sozialen Problemen einhergeht. Die entsprechende Untersuchung ist beileibe kein Einzelfall. Eine Suche nach “Orthorexia Nervosa” in Google Scholar befördert 431 Beiträge zu Tage, Beiträge wie das 2000 erschienene Buch von Steven Bradman “Health Food Junkies: Orthorexia Nervosa…” oder den Beitrag “Prevalence of Orthorexia Nervosa among Turkish Performance Artists.” in der Zeitschrift Eating and Weight Disorders.

Dies zeigt, die Behandlungs- bzw. Therapierungs-Industrie ist bereits angelaufen. Der Gang der Dinge wird Orthorexia über kurz oder lang in den DSM aufgenommen und unter die Essstörungen eingeordnet sehen. Dies ist der Startschuss für deutsche Rentseeker, sich auf den Zug zu schwingen und die Heilfahrt mitzumachen, deren Passagiere aus Leuten besteht, die vor lauter gesunder Nahrung krank werden, angeblich. Der nächste Schritt wird die EU-Kommission und andere, der Gesundheit zumindest verbal verpflichtete Institutionen Fördergelder für die Untersuchung der als neue Volkskrankheit vor allem unter türkischen Performanzkünstlern diagnostizierten Krankheit bereitstellen sehen, die wiederum genutzt werden, um den Krankheitsstatus der Orthorexia für Europa zu zementieren, was dazu führen wird, dass entsprechende Behandlungen und Therapien durch die gesetzlichen und privaten Krankenkassen getragen werden.

MarsriegelDie EU-Kommission wird ihre Milch und Obst-Schemes überdenken, natürlich nicht abschaffen, dafür ist die Agrar-Lobby zu stark. Vielmehr werden Schulen Nahrungsberater als obligatorisch verordnet werden, die dann, während sie den Kindern in den Schulen erzählen, wie gesund doch Obst und Milch sind, auch erzählen, dass man nicht nur Obst und Milch essen kann, sondern ruhig auch einen Marsriegel … Vielleicht, je nachdem wie die Stimmung in 10 Jahren sein wird, gelingt es dem Mars-Konzern ein “Scheme” bei der EU durchzudrücken, das die Wichtigkeit von Fett für das Herauslösen von Nährstoffen aus Obst betont und deshalb Marsriegel an Schulkinder verteilt, 300.000 Tonnen an 17. Millionen Schüler oder so. Was dann wieder dazu führen wird, dass eine neue Krankheit entdeckt wird, nennen wir sie Nitesco Nervosa, ein obzessives Essen von Obst in Kombination mit Marsriegel, und … na den Rest kennen Sie schon. Fröhliches rent seeken mit dem Nutznießer perpetuum mobile.

Unsinn der Woche: Pro-Quote in der Medizin

Stammleser, die ScienceFiles folgen, werden sich vielleicht gefragt haben, warum wir keinen Beitrag zur Frauenquote, die nunmehr per Gesetz und im Schnelldurchgang implementiert werden soll, gebracht haben. Der Grund dafür ist leicht zu benennen: Wir haben schon alles zur Frauenquote geschrieben, was es dazu zu schreiben gibt.

    Eine Frauenquote, die Unternehmen aufgezwungen wird, ist:

  • ein Verstoß gegen das Prinzip der unternehmerischer Freiheit,
  • ein Verstoß gegen das meritokratische Prinzip, denn belohnt wird per Gesetz Geschlecht und nicht Leistung,
  • krudes Nutznießen von weißen Mittelschichtsfrauen, die offensichtlich von sich denken, sie hätten nicht genug Kompetenz und fachliche Qualifikation vorzuweisen, um ohne Quote in entsprechende Positionen zu kommen,
  • und weil dem so ist, ist die Frauenquote ein Race-to-the-Bottom, eine Selbstselektion, bei der leistungsfähige und kompetente männliche und weibliche Personen abgeschreckt und nicht oder wenig leistungsfähige bzw. kompetente weibliche Personen angezogen werden.

Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Wer das jeweilige Explanans zu diesen Konklusionen lesen will, der sei auf die folgenden Beiträge verwiesen:

  1. Warum man als Frau gegen eine Frauenquote sein muss: Journalisten fragen, Dr. Diefenbach antwortet.
  2. Fiktion und Fakt: Einmal mehr erweist sich die Frauenquoten-Saga als Lüge
  3. Alles Lüge: Feministisches Rent-Seeking durch Frauenquoten
  4. Eine Frauenquote ist rational nicht begründbar
  5. Die gesellschaftlichen Kosten einer gesetzlichen Frauenquote
  6. Wer ist eigentlich für eine Frauenquote?

Wenn wir mit diesem Post unser bisheriges Schweigen brechen, dann deshalb, weil uns ein Hinweis auf einen selten dummen Text in die Mailbox geflattert ist, der nur ein Ergebnis haben kann:

Die Auszeichnung zum “Unsinn der Woche”.

Pro quoteweb-100Dabei handelt es sich um einen von “Ärztinnen und Wissenschaftlerinnnen, Medizinstudentinnen und Frauen aus unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft und des Gesundheitswesens” (man beachte die Hierarchie in dieser Abfolge!) unterzeichneten Offenen Brief, der wirklich an Unsinn kaum zu übertreffen ist.

Damit unsere Leser auch in den vollen Genuss der gesammelten Ladung von Unsinn kommen, hier der Offene Brief im Wortlaut:

“Sehr geehrter Herr Bundesminister, Dekane, Präsidenten, Direktoren und Vorstände!

[Absatz 1]Die Zukunft der Medizin ist weiblich. Heute sind mehr als 60 Prozent der Studierenden im Fach Medizin Frauen. Auf den Führungspositionen der Medizin stagniert die Quote von Ärztinnen seit Jahren unter 10%, an der Spitze stehen über 90% Männer.

[Absatz 2]Erst wenn auch Ärztinnen an entscheidenden Stellen tätig sind und Therapiekonzepte und Strukturen gestalten, werden wir den Gegebenheiten und Anforderungen unseres Gesundheitswesens gerecht – denn auch mehr als die Hälfte unserer Patienten sind weiblich!

Es ist Zeit etwas zu ändern.

[Absatz 3]Wir fordern, dass Führungspositionen in Universitätskliniken und Krankenhäusern und in allen Gremien der Universitäten und der ärztlichen Selbstverwaltung im Laufe der nächsten fünf Jahre zu 40%, bis 2023 zu 50% mit Frauen besetzt werden – und zwar auf allen Hierarchiestufen.

Wir freuen uns auf eine baldige Antwort von Ihnen, die wir auf unserer Website
http://www.pro-quote-medizin.de veröffentlichen möchten.

Mit freundlichen Grüßen
Die Unterzeichnerinnen”

Wo soll man anfangen? Am besten wir gehen absatzweise vor:

Absatz 1:

Double facepalmWenn die Zukunft der Medizin weiblich ist, weil derzeit 60% der Studenten im Fach Medizin Frauen sind und man der Ansicht ist, dass man die 40% Männer, die Medizin studieren eben einmal als marginale und nicht weiter beachtenswerte Gruppe ansehen kann, dann hat dies dennoch überhaupt nichts mit der Tatsache zu tun, dass heute, also jetzt, 90% der “Führungspositionen der Medizin” mit Männern besetzt sind. Nach wie vor, auch wenn es in der Teilchenphysik Experimente gibt, die die Zeit zurückdrehen können, ist Zeit für die meisten Menschen ein Prozess, der aus der Vergangenheit kommt und über die Gegenwart in die Zukunft verläuft. Wenn man also nicht argumentieren will, dass die 60% weiblichen Studenten sofort auf Führungspositionen gehievt werden müssen, weil sie aus eigener Kraft und aufgrund eigener Qualifikation und vielleicht auch wegen mangelnder Motivation weder bis 2020 noch bis 2023 dazu in der Lage sein werden, dann macht der erste Absatz schlicht und ergreifend keinen Sinn.

Absatz 2

scully facepalmDer im zweiten Absatz enthaltene Biologismus sollte jeden dazu veranlassen, sich die Namen der Unterzeichnerinnen genau zu merken und dann, wenn er als männlicher Patient mit einer der Unterzeichnerinnen als behandeltem Arzt oder Zahnarzt konfrontiert ist, das Weite zu suchen, sind die Unterzeichnerinnen doch der Ansicht, dass weibliche Patienten nur von weiblichen Ärzten behandelt werden können, da nur diese in der Lage sind, die relevanten Therapiekonzepte und Strukturen zu entwickeln.

Wer einen derartigen Unsinn schreibt oder unterschreibt, wer tatsächlich der Ansicht ist, ein entzündeter Blinddarm könne nur von einem weiblichen Arzt fachgerecht aus einem weiblichen Körper entfernt werden, der hat damit nicht nur belegt, dass sein intellektuelles Niveau irgendwo zwischen Unsinn und Wahnsinn oszilliert, sondern auch, dass er eine wandelnde Bedrohung im Arztkittel ist, die vor allem für männliche Patienten gefährlich werden kann. Vielleicht sollte man vor diesem Hintergrund, die rund 19.000 durch Behandlungsfehler Getöteten und die rund 190 000 durch Behandlungsfehler Verletzten, die der AOK Krankenhausreport 2014 benennt, daraufhin untersuchen, ob der behandelnde Arzt weiblich war.

Absatz 3

run for your lifeOffensichtlich sind die Unterzeichnerinnen der Ansicht, allein ein abgeschlossenes Studium in Verbindung mit einem weiblichen Geschlecht qualifiziere den Inhaber dazu, eine Führungsposition einzunehmen. Tatsächliche Leistung und Motivation, nicht zu sprechen von Kompetenz und fachlicher Qualifikation spielen entsprechend keine Rolle. Wer derartiges in die Welt setzt, bei dem sind entsprechende Rückschlüsse darauf, welche Kompetenzen und fachlichen Qualifikationen er denn vorzuweisen hat, mehr als angebracht, denn offensichtlich sind Kompetenzen und fachliche Qualifikationen bei ihm in einem Ausmaß vorhanden, die einem als Patienten das kalte Grausen bereiten. Offensichtlich sind die Unterzeichnerinnen der Ansicht, ihre eigene Kompetenz und fachliche Qualifikation reiche nicht aus, um in Führungspositionen zu gelangen und entsprechend müsse man mit einer Quote nachhelfen. Einer solchen Ärztin will man doch besser nicht in die Hände fallen.

Deshalb sehen wir es als unsere zivilbürgerliche Pflicht hier auf die Liste der Unterzeichnerinnen zu verlinken, damit Leser, sollten sie jemals in die Lage kommen, einen Arzt zu benötigen und in der Lage sein, ein Wörtchen dabei mitzusprechen, wer sie behandelt, wissen, wen sie besser meiden.

Neurologenteam findet deutsches Wesen

Madison, rp, Einem Team von Neurologen um Karl-Heinrich Bauer und Karl Babor, das weitläufig mit dem Wisconsin National Primate Research Center assoziiert ist, ist es erstmals gelungen, das deutsche Wesen sichtbar zu machen. Die Forscher nutzen bildgebende Verfahren, um dem deutschen Wesen auf die Spur zu kommen. Uns sie waren erfolgreich.

brainGenerationen von Forschern haben von seiner Existenz philosophiert. Generationen von Gläubigen haben im deutschen Wesen den Faktor gesehen, an dem die Welt genesen soll. Generation von Deutschen haben gewusst, sie sind anders, anders als die Anderen, die Fremden, aber mehr als indirekte Schlüsse, Behauptungen und Verweise auf die einzigartigen Folgen deutschen kollektiven Handelns, war bislang nicht möglich.

Dies ist nun anders, einem Forscherteam um Karl-Heinrich Bauer und Karl Babor ist es nun gelungen, das deutsche Wesen mit bildgebenden Verfahren, dem so genannten Neuro-Mapping, nachzuweisen.

Wir finden das deutsche Wesen als Fehlstelle im medialen präfrontalen Cortex, in den Amygdala und im posterioren zingulären Cortex, so Karl Babor, der die Versuchsreihe, an der mehr als 500 Probanden aus 30 Ländern der Erde teilgenommen haben, leitet. Den Probanden wurde eine Reihe moralischer Dilemmata vorgelegt, z.B. sollten Sie entscheiden, ob ein Mensch wegen seiner politischen Orientierung eingesperrt werden soll oder für andere, z.B. durch einen gelben Stern erkennbar gemacht werden soll oder nicht, ein so genanntes Outing. Die Reaktion der Probanden auf die entsprechenden moralischen Dilemmata wurde mit Hilfe bildgebender Verfahren erfasst, so dass es möglich war, die Gehirnbereiche, die an der Entscheidung beteiligt, bzw. nicht beteiligt sind, zu erfassen.

Nur etliche deutsche, einige israelische, einige russische und einige US-amerikanische Probanden zeigten keinerlei Reaktion im medialen präfrontalen Cortex, in den Amygdala und im posterioren zingulären Cortex. Die entsprechenden Regionen blieben einfach schwarz, wo sie bei Probanden aus anderen Ländern in roter Farbe auf dem Monitor des den Test überwachenden Neurologen auftauchten. Die rote Farbe, so erklärt Karl Babor, zeigt, dass sich in der entsprechenden Gehinregion Aktivität abspielt, Aktivität, die sich auf das entsprechende moralische Problem, das die Probanden zu lösen haben, bezieht.

Probanden, für die sich in den entsprechenden Regionen keinerlei Aktivität feststellen ließ, sieht Babor dann auch als Belege für die Existenz des deutschen Wesens. Das deutsche Wesen ist kein aktiver, sondern ein defensiver Part im Gehirn, so erklärt Karl-Heinrich Bauer. Es wirkt als Moral-Blocker, verhindert somit die Aktivierung der entsprechenden Bereiche im präfrontalen Cortex, den Amygdala und im posterioren zingulären Cortex.

neuromappingDass es sich dabei tatsächlich um ein rein deutsches Wesen handelt, wurde klar, nachdem die Familiengeschichte der israelischen, russischen und US-amerikanischen Probanden, die ebenfalls keine Aktivität im medialen präfrontalen Cortex, den Amygdala oder im posterioren zingulären Cortex gezeigt hatten, über drei Generationen verfolgt wurde und sich zeigte, dass es sich mit zwei Ausnahmen um deutsche Migranten handelte.

Rudolf Höß, dessen Höß-Stiftung einen großen Teil der Forschung finanziert hat, sieht in den Ergebnissen einen Beleg nicht nur für die Existenz des deutschen Wesens, sondern auch dafür, dass es sich bei manchen deutschen um eine besondere Spezies handele. Die Fähigkeit des deutschen Wesens, moralische Urteile, die andere als einem selbst involvieren, nicht zu treffen, ja unnötige Skrupel zu blocken, sei in ihrer Tragweite nicht zu unterschätzen. Sie prädestiniere den Träger des deutschen Wesens dazu, sich Ideen, von denen er überzeugt sei, voll und ganz und ohne moralische Bedenken hinzugeben.

Die kollektive Kraft, die durch ein kollektives Handeln, das ohne moralische Zügel erfolge, bereitgestellt werde, sei immens, erste, wenn auch eher bescheidene Anfänge könne man bereits bei Studenten oder bei Antifa-Aktivisten und Personen sehen, die ohne Rücksicht auf das eigene oder das Leben Unbeteiligter z.B. Bahngleise sabotieren würden. Und alles im Dienste einer größeren, höheren Sache. Hier finde man den Nukleus zum wahren Guten und Großen, philosophiert Höß, hier liege Potential brach, das, sofern es von den richtigen Ideen, vom richtigen Führer aktiviert werde, weit mehr als die Fussballweltmeisterschaft eintrage.

Deutsche Dicht- und Ingenieurskunst, deutsche Hingebung und deutsche Gründlichkeit hätten, so Höß, bereits in der Vergangenheit dazu geführt, dass die Welt von deutschen Erzeugnissen und Ideologien Made in Germany profitiert habe, bis heute profitiere.

Mit der nunmehr vorhandenen Möglichkeit, über bildgebende Verfahren Träger des deutschen Wesens zu identifizieren, könne dieses Wirken optimiert und zum Wohle der westlichen Avantgarde eingesetzt werden.

Es gutmenschelt wieder: dieses Mal geht es Nutella an den Kragen

NutellaNa, haben Sie heute Ihr Brötchen mit Nutella bestrichen? Wenn ja, dann genießen Sie es, so billig wie bislang, bekommen Sie Ihren Zucker in Zukunft nicht mehr, jedenfalls nicht, wenn es nach der Deutschen Diabetes Gesellschaft geht. Dieselbe in Person Ihres Vorsitzenden, Privatdozent Dr. med. Erhard Siegel, fühlt sich nämlich berufen, die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD, die doch bereits mit so weltbewegenden Themen wie einer Frauenquote überladen sind, mit einer weiteren Absurdität zu überfrachten, nämlich der Forderung nach einer Kaloriensteuer:

Berlin – Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) begrüßt Überlegungen im Rahmen der Koalitionsverhandlungen von CDU und SPD, künftig eine Steuer auf besonders kalorienreiche Lebensmittel zu erheben. „Dies wäre ein bedeutender Schritt, um Primärprävention bevölkerungsweit und nachhaltig in Deutschland einzuführen“, heißt es in einem Brief der DDG an die Verhandlungsführer beider Parteien im Ausschuss Gesundheit, Jens Spahn und Karl Lauterbach. Die Fachgesellschaft schlägt gleichzeitig vor, gesunde Lebensmittel steuerlich zu entlasten. Die Kaloriensteuer soll helfen, Ernährungsgewohnheiten zu verändern und Übergewicht zu bekämpfen. Übergewicht ist eine der Ursachen für Diabetes mellitus.

Gibt es eigentlich einen Zusammenhang zwischen Ärger und gesundheitlichen Schädigungen? Wenn ja, dann fordere ich, den Herrschaften von der DDG den Mund zu verbieten, als Form der Primärprävention und meiner Gesundheit zuliebe.

DDGWieder einmal sind also Gutmenschen angetreten, andere zu bevormunden und zu verhindern, dass andere in freier Entscheidung ihr Nutella wählen und den lahmen, nachhaltigen und nach nichts schmeckenden Brotaufstrich, den die DDG wohl empfehlen würde, abwählen. Das darf nicht sein und überhaupt, so weiß Privatdozent Dr. med. Erhard Siegel: “Der bloße Appell an Verhaltensänderungen sei nachweislich gescheitert.” Ja sowas auch. Da sagt man erwachsenen Menschen, dass es nicht gut ist, Nutella zentimeterdick, ja überhaupt auf sein Brötchen zu schmieren, und was passiert? Ignoriert wird man! Das geht nicht, nicht mit einem Dr. med. Erhard Siegel, nicht mit einer DDG! All diejenigen, die nicht so wollen, wie die DDG, die werden schon sehen, was sie davon haben: Die DDG hat die Politiker zur Hilfe gerufen. Mt einer Kaloriensteuer, so frohlockt Siegel “hätten wir endlich eine effektive Strategie gegen das weitere Ansteigen der Volkskrankheiten wie Adipositas, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen”.

Das ist erstaunlich, was der Herr Dr. med da behauptet, so erstaunlich, dass man gerne wüsste, wo er seine Erkenntnis über die Wirksamkeit von Steuern auf Kaloriern (!sic) herhat. Alle Forschung, die vor allem im englischsprachigen Ausland und im Hinblick auf die so genannten Sin-Taxes durchgeführt wird, zeigt nämlich einträchtig, dass

  • die entsprechenden Steuern vor allem eines sind: wirkungslos im Hinblick auf die beabsichtigte Wirkung;
  • die entsprechenden Steuern sozial ungerechte Steuern sind, die in erster Linie die sozial Schwachen treffen, denen Gutmenschen doch normalerweise so zugetan sind;
  • die angebliche Entlastung der Gesundheitssysteme eine Illusion ist, da die frühere Mortalität der Kalorienfresser dazu führt, dass hohe Alterskosten, wie sie dem Gesundheitssystem z.B. durch Demenz oder Alzheimer oder Pflegebedürftigkeit entstehen, nicht anfallen;
  • die entsprechenden Steuern eine Form der paternalistischen Selbstbeweihräucherung sind, die langsam unerträglich wird;

Medical paternalismUnd darüber hinaus sind die entsprechenden Steuern nur als Fürsorge verpackt, denn sie dienen in erster Linie dazu, das Steuersäcklein zu füllen, und wozu sie in zweiter Linie dienen, kann man nur vermuten. Seltsamerweise haben Steuern, die einem Finanzminister und einem Etat zu Gute kommen, die also keinerlei direkten Nutzen für diejenigen haben, die sie fordern, eine wohltuende Wirkung auf die entsprechenden Forderer, fast so, als ginge von der Besteuerung Dritter eine Form der Genugtuung aus, die fast schon an Schadenfreude grenzt (oder auch nicht fast), aber das ist natürlich sozial nicht verträglich. Es ist schon besser, sich als besorgt um die Gesundheit Dritter, denen man im täglichen Leben eher aus dem Weg geht, als dass man sich im Zug auch nur für eine Station neben sie setzen würde, darzustellen.

Nun gibt es zwei Formen der fürsorglichen Besteuerer, solche wie Edgar Franke (SPD) und Erwin Rüddel (CDU), die fordern, die Steuern auf Nahrungsmittel, die mehr als 275 Kalorien pro 100 Gramm aufweisen, generell um 50% zu erhöhen. Davon wären Nutella, Kartoffelchips und Schokoriegel und Fast Food und Softdrinks und und und betroffen. Die andere Form der fürsorglichen Besorgnis, die dem netten Dieb-Syndrom entspricht (der Dieb, der erst 100 Euro stiehlt und dann, weil er ein schlechtes Gewissen hat, einen Euro zurückgibt), geht von Status Quo der Besteuerung aus, nimmt mit zunehmender Kalorienzahl mehr und lässt dafür bei den Nahrungsmitteln, die als gesund und (wie könnte es anders sein) nachhaltig angesehen werden, ein wenig nach. Das ist es dann wohl, was Richard Thaler und Cass E. Sunstein liberalen Paternalismus nennen, ein Unding, für das die beiden Sozialwissenschaftler verantwortlich sind und für das sie eigentlich aus der wissenschaftlichen Zunft ausgeschlossen werden müssten.

cartoon cavemenDenn sie geben allen Arten von Gutmenschen die Möglichkeit, eigene Versuche des rent seeking hinter angeblicher Fürsorge zu verstecken. Politiker tun das noch am ehrlichsten, indem sie generell nur in höheren Steuern zu denken in der Lage sind. Fürsorger wie diejenigen von der DDG tun dies im Verborgenen, und zwar über die Kriterien, die bestimmt werden müssen, um die nachhaltigen und vermeintlich gesunden Nahrungsmittel zu identifizieren. Bei dieser Bestimmung wollen die DDGler natürlich mitreden, und sie sind natürlich keiner Einflussnahme von Seiten Dritter zugänglich und haben natürlich auch keinerlei eigenen Nutzen davon, dass sie Dritten vorschreiben, was ihr jeweiliger Lebensstil kostet. Sie sind die puren Altruisten, die reinen Gutmenschen, die vor lauter Fürsorge über Dritte, dahinschmelzen wie der Schnee, der im Moment noch die Black Mountains ziert. Bei so viel Gutheit wird es mir regelmäßig so schlecht, dass ich darüber nachdenke, ob es nicht langsam an der Zeit wäre, eine Gutmenschen-Steuer einzuführen. Pro Gutmenschen-Vorschlag werden 100.000 Euro fällig, zu zahlen an diejenigen, die Gegenstand des Gutmenschen-Vorschlag sind.

Warnhinweise für Wissenschaftler

nuts_that_may_contain_nutsVor allem wird heutzutage gewarnt: Eine neue Jalousie kommt mit dem Warnhinweis: “Young children can strangle in the loop of pull chords”. Plastiktüten können von kleinen Kindern zum Suizid missbraucht werden. Entsprechend wird davor gewarnt. Textilien muss man von offenen Flammen entfernt halten, denn Textilien scheinen zu “spontaneous combustion” zu neigen. Bei manchen Marmeladen können die Hersteller nicht garantieren, dass keine Nüsse enthalten sind, also wird vor Nüssen gewarnt bzw. davor, dass ihr Vorhandensein nicht ausgeschlossen werden kann.

Warnungen sind überall, und sie sich wichtig, weil man offensichtlich nicht mehr davon ausgehen kann, dass gesunder Menschenverstand in ausreichender Menge vorhanden ist.

So warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung, dass Hackepeter und rohes Mett nichts für Kinder sind, ferner davor, dass man nicht in Wohnungen grillen soll, weil man dabei ersticken könnte und vor allem davor, dass in Metallspielzeugen Nickel, also Metall, enthalten ist, genau wie in Geldmünzen übrigens…

Vinyl-Bucket-Warning-LabelJeder warnt heute vor irgend etwas, nur Wissenschaftler warnen nicht bzw. Studenten und sonstige Wissenschaftsaspiranten werden nicht gewarnt – eine Auslassung sondersgleichen, die nicht mehr toleriert werden kann. Deshalb haben wir die wichtigsten Warnungen für Wissenschaftler, Hochschulabsolveten, Studenten und Wissenschaftskonsumenten zusammengestellt, um die fehlenden, aber dringend gebotenen Warnhinweise als Service für unsere Leser bereitzustellen.

Wissenschaftliche Warnhinweise

Generelle Warnhinweise für Wissenschaftskonsumenten

  • Das Lesen wissenschaftlicher Literatur kann erkenntniserweiternd wirken – kann wohlgemerkt, denn im Zeitalter des Genderismus ist die Gefahr, auf Erkenntnis zu stoßen, erfolgreich reduziert worden.
  • Wissenschaftliche Ergebnisse können Zahlen enthalten.
  • Zum Verstehen wissenschaftlicher Ergebnisse kann Sachverstand erforderlich sein.
  • Wissenschaftliche Ergebnisse können Ihren ideologischen Überzeugungen widersprechen.
  • Wissenschaftliche Ergebnisse können Ihnen die Augen öffnen und in der Folge zu Zynismus führen.
  • Wissenschaft kann sozialkritisch machen.
  • Wissenschaft kann Sie zum Denken außerhalb vorgegebener Bahnen anregen.

Warnhinweise für Wissenschaftler

    Für weibliche Wissenschaftler:

  • Die Bewerbung auf eine Ausschreibung im Rahmen des Professorinnenprogramms kann mit Lehrverpflichtungen einhergehen – in besonders krassen Fällen kann die Vorlage eines Curriuclum Vitae und der Nachweis von Leistungen verlangt werden.
    Für männliche Wissenschaftler:

  • Die Bewerbung auf eine Ausschreibung im Rahmen des Professorinnenprogramms hat finanzielle Folgen, sonst keine.

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    Generell für Personen, die als Wissenschaftler an Universitäten beschäftigt sind bzw. sein wollen:
  • Wissenschaft kann Zahlen enthalten.
  • Andere Wissenschaftler können Belege für Ihre Behauptungen verlangen.
  • Wissenschaftliches Arbeiten kann Überlegung voraussetzen.
  • Vorsicht: Wissenschaftliche Arbeit ist Arbeit.
  • Wissenschaftliche Arbeit kann ihre Work-Life-Balance gefährden.
  • In englischsprachiger Literatur können Ergebnisse enthalten sein.
  • Wissenschaftliche Ergebnisse können Forschung voraussetzen.
  • Forschung kann mühselig sein.
  • Mobiliar und Ausstattung ihres Arbeitsplatzes können antik sein.
  • Ihre Stelle kann die Erfordernis mit sich bringen, wissenschaftliche Beiträge zu publizieren.
  • Kenntnisse in Wissenschaftstheorie und Methoden können dazu führen, dass verlässliche
    Ergebnisse erzielt werden.
  • Vorsicht bei der Anwendung von Methoden in der eigenen Forschung: Sie kann ideologischen Überzeugungen widersprechen, und es können unerwünschte Ergebnisse produziert werden.
  • Theorien können Ergebnisse sinnvoll machen und gewollte Wertungen erschweren!
  • Die Anwendung theoretischer Kenntnisse und methodischer Vorgehensweisen kann Sie in Widerspruch zu politischen Vorgaben bringen.
  • Nicht vorhandene Kenntnisse in wissenschaftlichen Methoden und Theorien wirken sich zwar positiv in manchen Bereichen (Sozialismus, Genderismus) aus, können aber dazu führen, dass man sich lächerlich macht. Wenngleich diese Gefahr durch den Advent des Professorinnenprogramms und die Verschulung der Universitäten sowie deren Auflösung im Bologna Prozess immer geringer wird.

Für Studenten

  • Ihr Professor kann weniger Kenntnisse von einem Fachbereich haben als sie selbst.
  • An manchen Universitäten können (noch) Kenntnisse in Rechtschreibung vorausgesetzt werden.
  • Das Erbringen von Leistungen kann an die Stelle des Schleimens treten.
  • Die wissenschaftliche Ausbildung kann mit ihren Freizeitinteressen in Konflikt geraten.
  • Die Öffnungszeiten des Kindergartens orientieren sich möglicherweise nicht an den Vorlesungszeiten.
  • Wissenschafliche Ausbildung kann die Work-Life-Balance gefährden.
  • Das Besuchen mancher Seminare kann zu geistiger Demenz führen.
  • Ein Studium kann auf dem Arbeitsmarkt enden (Graduiertenkollegplätze sind nur begrenzt vorhanden).
  • Ein Studium kann zu Erkenntnis führen.

absolutely_nothing_road_signDas ist unsere bisherige und sicher noch nicht vollständige Liste der Warnhinweise. Da, wie gesagt, Warnhinweise in der heutigen Zeit immer wichtiger werden, und zwar umgekehrt proportional zum sich reduzierenden gesunden Menschenverstand, sind alle Leser aufgerufen, ihre wissenschaftlichen Warnhinweise beizutragen. Damit unsere Welt für heute lebende Generationen und vor allem für zukünftige Generationen sicher und lebenswert (Warnung: zu intensives Leben kann mit Tod enden) wird.