Neue Hypothese: Herodes hat mit Tötung der Erstgeborenen Adipositas bekämpft

Seit Jahrtausenden wird Herodes als blutrünstiges Monster verunglimpft, das die eigene Macht durch Tötung aller Erstgeborenen sichern wollte.

Die Erzählung ist falsch. Ein Mythos.

Herodes ist nicht der machthungrige Auftraggeber der ersten Todessquads, er ist ein Vorreiter des modernen Nudgings.

Nudging-Science-CliffNudging, Stammleser von ScienceFiles wissen das, ist der Versuch von Regierungen, ihre Bevölkerung zum von der Regierung als richtig postulierten Lebensweg zu bringen. Wer könnte dazu geeigneter sein als Regierungen? Schließlich hat wissenschaftliche Forschung gezeigt, dass Menschen sich nicht immer rational verhalten. Die entsprechende Forschung ist zwar schon irgendwo zwischen alt und uralt, das hat Cass Sunstein jedoch nicht daran gehindert, sein Konzept des Nudging zu verbreiten, das vorsieht, Menschen zu ihrem Glück zu zwingen, nein, natürlich nicht zu zwingen, sie zu schubsen.

Die deutsche Regierung hat die Idee, die eigenen Bürger zu schubsen, mit Begeisterung aufgenommen, schon weil die in Regierungen versammelten Politiker alle um ihre geistige Überlegenheit wissen, die sie dazu befähigt, besser als Fritz B. zu wissen, was für Fritz B. gut ist. Entsprechend wird Fritz B. zum richtigen und guten Leben geschubst, durch Steuern, Abgaben, Verpflichtungen, die ihn dazu bringen, all das zu lassen, was ihm und der Regierung schadet und all das zu tun, was der Regierung nutzt.

Denn: Regierungen sehen das große Ganze, sehen da weiter, wo der beschränkte Horizont von Individuen am Ende ist, wissen, was die Zukunft bringt und in der Gegenwart zu zahlen ist … von anderen.

Und Herdodes, Herodes war der Vorkämpfer des modernen Nudgings. Er hat nicht nur vorhergesehen, dass die Zukunft Unruhe, Bürgerkrieg, ja die Zerstörung von Tempeln mit sich bringt, nein, er hat auch gewusst, welche unsäglichen Konsequenzen für die Volksgesundheit von Adipositas ausgehen.

Das legt eine Untersuchung nahe, die José G. B. Derraik und vier Kollegen gerade im Journal of Epidemiology and Community Health veröffentlicht haben: Erstgeborene haben ein höheres Risiko, fett zu werden als Zweitgeborene, so das Ergebnis, das auf der Analyse von Daten für 13.406 schwedische weibliche Geschwisterpaare basiert.

Das Ergebnis ist von hoher Relevanz für die Volksgesundheit, sind die Forscher doch der Ansicht, dass durch das Schrumpfen der Familie, die nurmehr aus maximal vier Personen besteht, die Adipositas der Erstgeborenen stärker ins Gewicht fällt und den Bevölkerungs-BMI negativ beeinflusst. Die Adipositas-Pandemie, die gesetzliche Krankenversicherungen weltweit in den Ruin zu treiben scheint, sie hat damit eine eindeutige Ursache: Erstgeborene.

HerodtheGreatWieder erweist sich Herodes als weitsichtiger Herrscher, als Nostradamus der antiken jüdischen Welt, als erster Nudger der Weltgeschichte und als jemand, der weiß, dass man dann, wenn es um die Volksgesundheit und die Zukunft geht, als weitsichtiger Herrscher, der über die fehlerhafte Handlungsentscheidung des lumpigen Individuums, wie Engels sagt, erhaben ist, seine Regierung auch an unpopulären und harten Maßnahmen nicht darf scheitern lassen.

Entsprechend muss man die Tötung der Erstgeborenen, die Herodes angeordnet hat, im Lichte der neuen Erkenntnisse neu bewerten. Nicht die Angst vor einem Verlust der Macht hat Herodes getrieben, sondern die Sorge um die Volksgesundheit. Eine Rehabilitätion von Herodes ist somit überfällig.

Dass Herodes nur männliche Erstgeborene hat töten lassen, ist vermutlich dem damaligen Stand der wissenschaftlichen Forschung geschuldet, die den Zusammenhang zwischen der Geburtsfolge und Fettleibigkeit für Männer bereits nachgewiesen hat, so wie dies auch in der modernen Forschung der Fall ist, die den entsprechenden Zusammenhang, der nun von Derraik et al.. für Frauen nachgewiesen wurde, für Männer schon seit Jahren kennt.

Nicht einmal die Regierenden haben volle Information, aber volle Überzeugung haben sie, wenn es darum geht, anderen den richtigen Weg zu weisen.

Derraik, José G. B., Ahlsson, Fredrik, Lundgren, Maria, Jonsson, Björn & Cutfled, Wayne S. (2015). First-borns Have Greater BMI and are More Likely to be Overweight or Obese: A Study of Sibling Pairs Among 26 812 Swedish Women. Journal of Epidemiology & Community Health; doi:10.1136/jech-2014-203568.

Was nimmt eigentlich die Drogenbeauftragte?

Hat man als Bürger eigentlich nicht einmal mehr ein Recht darauf, mit Stil belogen und intelligent manipuliert zu werden?

Offensichtlich nicht.

Denn scheinbar stehen ganze Ämter und “gemeinnützige Projekte” unter dem Einfluss die Geisteskraft reduzierender Drogen, immer vorausgesetzt, es gibt etwas zu reduzieren.

Als Ergebnis werden wir mit einer Pressemeldung konfrontiert, die jegliche Anstrengung zur guten Lüge, jedes Bemühen um einen gelungenen Täuschungsversuch vermissen lässt.

Kinder und Jugendliche in der digitalen Welt stärken“, so verkündet die Drogenbeauftrage der Bundesregierung.

DrogenbeauftragteDamit geht es schon los.

Wir wissen nicht, in welcher Welt die Drogenbeauftrage lebt, wir leben in einer erfahrbaren Welt, die Computer als entsprechend erfahrbare Objekte enthält. Dass die Drogenbeauftragte denkt, Kinder und Jugendlichen und vermutlich auch sie lebten in einer “digitalen Welt” ist aus drogenpräventiven Gründen höchst bedenklich und führt uns zur Annahme, dass es eine Drogenbeauftragtensucht geben muss.

Entsprechend wäre Marlene Mortler, das ist die Drogenbeauftragte der Bundesregierung (für alle, die es nicht wissen und entsprechend auch nichts versäumt haben), selbstreflexiv, wenn sie sagt: “Viele Jugendliche und Erwachsene zeigen bereits heute Anzeichen einer … abhängigkeit.” Anzeichen wie das folgende:

“Mehr als 50% der befragten Eltern fühlen sich hinsichtlich des Umgangs mit digitalen Medien in ihrer Kindererziehung unzureichend informiert”, erklärt Marlene Mortler und dokumentiert damit eindrücklich, dass sie mindestens doppelt sieht, denn weiter unten im Bericht (dazu gleich) heißt es: “Mehr als 23% der befragten Eltern zum Thema “Mein Kind im Umgang mit den Medien” fühlen sich hinsichtlich des Umgangs mit digitalen Medien in ihrer Kindererziehung unzureichend informiert”.

100% der Drogenbeauftragten des Bundes, so müssen wir folgern, sind nicht in der Lage, einen Satz aus einem Teil der Pressemeldung richtig in einen anderen Teil der Pressemeldung zu kopieren. In welcher virtuellen Welt leben die 100%igen Drogenbeauftragten eigentlich?

Etwas mehr Mühe würde man schon erwarten. Immerhin sollen Steuerzahler wieder erleichtert werden, um Steuergelder, die Marlene Mortler, im Hochgefühl der Freigiebigkeit, an das “gemeinnützige Projekt des Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte des Instituts für Medizinökonomie & Medizinische Versorgungsforschung der Rheinischen Fachhochschule Köln” verschenken will, dessen Schirmherrschaft Mortler übernommen hat.

Heutzutage sind bereits die Forschungsprojekte gemeinnützig, was bedeutet, dass Gemeinnützigkeit nicht mehr über das Ergebnis, sondern über die Intention gemessen wird: Wir wissen zwar nicht, was herauskommt, aber wir wissen, es wird gemeinnützig sein. Oder wissen wir doch schon, was herauskommt?

Punkt 8 der Erkenntnisse, die bereits jetzt im Rahmen der “BLIKK” Pre-Test-Projekt-Phase generiert wurden” [BLIKK, das ist das gemeinnützige Projekt) stellt fest:

“8. Im Rahmen dieser Pre-Test-Projektphase konnte belegt werden, dass diese BLIKKStudie eine Forschungsrelevanz im digitalen Medienzeitalter hat.”

Tosh legalize it

Was auch immer die Drogenbeauftragte nimmt, wir fordern: Legalize It.

BLIKK ist gemeinnützig, ist nützlich, ist forschungsrelevant! Das wissen die BLIKKER schon jetzt. Fragt sich, warum noch geforscht werden muss? Die Antwort: Um Steuergelder zu verbauchen, Steuergelder für forschungsrelevante Erkenntnisse, wie die folgenden, die in der “‘BLIKK’Pre-Test-Projekt-Phase generiert wurden”:

“5-jährige Kinder sind nach Angaben Ihrer Eltern auffällig unruhig.”

Das verflixte fünfte Jahr also. Sind Kinder erst einmal 6 Jahre alt, dann hat sich das mit der auffallenden Unruhe, dann wird die Unruhe zur nicht mehr auffallenden oder es fallen andere Dinge als Unruhe auf. Also Eltern: Da müsst Ihr durch, oder ihr zieht in Mortlers digitale Welt und feiert den fünften Geburtstag doppelt als 10.!

Mitglieder der ScienceFiles-Redaktion sind nach Durchlesen der Pressemeldung der Drogenbeauftragten übrigens auffallend agitiert. Eines spielt gar Diablo!

Ein weiteres Ergebnis, das in der “BLIKK Pre-Test-Projekt-Phase” generiert wurde:

“Eltern sehen sich als Vorbilder beim Verhalten „gegenüber anderen Menschen“ (5,2) und der Ernährung (4,6) aber nur bedingt im Umgang mit digitalen Medien (3,2)”

So so, Eltern sehen sich als Vorbilder im Verhalten gegenüber anderen Menschen. Das erklärt einiges. Vor allem die (5,2) sagt eigentlich alles, besonders im Vergleich zur (4,6) bei der Ernährung. Die Probleme der Erziehung sie sind durch die BLIKK Pre-Test-Projekt-Phase nicht nur eindeutig benannt, nein, sie sind schon gelöst, mit 6,7 auf der unbekannten Richterskala des drogeninduzierten Verlustes geistiger Fähigkeit.

Ein Ergebnis geht noch, eines aus der BLIKK Pre-Test-Projekt-Phase, quasi das Ergebnis, das die Pre-Test-Projekt-Phase als Pre-Test-Projekt-Phase weit über die anderen Pre-Test-Projekt-Phasen aus den anderen Drogenfeten der Drogenbeauftragten heraushebt:

“20% der Mütter von Säuglingen fühlen sich den neuen Aufgaben in der Kindesversorgung innerhalb der ersten drei Monate nicht gewachsen. Diese Beobachtung ist auch im Zusammenhang mit den 30-prozentigen Angaben hinsichtlich der Hinweise für eine Säuglings-Eltern-Beziehungsstörungen zu sehen.”

Wir haben lange gerätselt, was der Hinweis auf die “30-prozentigen Angaben” dem normalintelligenten Menschen sagen will. Es hat einige Zeit gedauert, bis wir verstanden haben, dass es sich dabei um einen heimlichen Hinweis auf die Ursache dieser Pressemeldung handelt, die offenkundig im Drogenrausch entstanden ist.

Hier ist die Ursache:

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30% Vol.

Wie immer, wenn Pressemeldungen im Rauschzustand verfasst werden, schleicht sich die ein oder andere unbeabsichtigte Information ein. Z.B. die Anzahl der Befragten, die in der “BLIKK Pre-Test-Projekt-Phase” befragt wurden. Es handelt sich dabei um: 26 Versprengte.

In Worten: Sechsundzwanzig.

Nehmen wir die 26 Eltern mit ihren Angaben zu 60 Kindern und machen wir die manipulative Pressemeldung zu einer faktenbasierten Pressemeldung:

Manipulationsversuch Realität
Mehr als 23 % der befragten Eltern zum Thema „Mein Kind im Umgang mit Medien“,
fühlen sich hinsichtlich des Umgangs mit digitalen Medien in ihrer Kindeserziehung
unzureichend informiert
6 befragte “Eltern zum Thema „Mein Kind im Umgang mit Medien“, fühlen sich hinsichtlich des Umgangs mit digitalen Medien in ihrer Kindeserziehung
unzureichend informiert.
Mehr als 60% der 9-10 jährigen Kinder (U-11) können sich weniger als 30-Minuten ohne
Nutzung von digitalen Medien beschäftigen
36 9-10 jährige Kinder (U-11) können sich weniger als 30-Minuten ohne Nutzung von digitalen Medien beschäftigen
“Im Rahmen dieser Pre-Test-Projektphase konnte belegt werden, dass diese BLIKKStudie
eine Forschungsrelevanz im digitalen Medienzeitalter hat.”
Wer von der Drogenbeauftragten Steuergelder erhalten will, muss 26 Eltern einsammeln, z.B. im Kindergarten vor Ort, sie unsinnige Fragen fragen, einen ominösen 30% Anteil behaupten und aufgrund von 6 Befragten einen Drogennotstand erklären. Das genügt.

Woran liegt es, dass man als Bürger nicht einmal mehr mit Stil belogen wird und nicht mit Witz und Intelligenz versucht wird, Bürger zu manipulieren?

Fragen wir nicht uns, fragen wir unsere Leser:

Woher kommt die plumpe Form von Manipulation und Lüge?

Kultureller Niedergang: Warum (nicht nur) Familien verfallen

Michael Gassmann hat ein Problem: Er sieht im Fernsehen nur noch Kochsendungen. Die medialen Versuche, die Komplexität der Nahrungsmittel und der Methoden ihrer Zubereitung zu reduzieren, hat bei Gassmann, Korrespondent für Handel und Konsumgüter bei der Welt, eine kognitive Dissonanz ausgelöst, denn: “Nur jeder zweite Grundschüler isst mittags zu Hause“.

Sie sehen den Zusammenhang?

Wir auch nicht.

Gassmann WeltUngeachtet dessen ist zu beklagen, dass noch vor zehn Jahren 80 Prozent der Sechs- bis Neunjährigen regelmäßig mittags zu Hause gegessen haben. Heute sind es nur noch rund 50%, weiß Gassmann. Beklagenswert. Aber das hatten wir schon.

Warum beklagenswert?

GfK-Experte für was auch immer, vielleicht für die Essgewohnheiten der Sechs bis Neunjährigen, aber genaues erfährt man nicht, jener GfK-Experte also, Robert Kecskes, weiß: “Damit fehlt immer mehr Familien ein wichtiger Treffpunkt, um sich über familiäre Ereignisse zu unterhalten und von Erlebnissen zu erzählen”.

Mit vollem Mund?

Beim Mittagessen?

Wer hat diesen Experten erzogen.

Doch zurück zum beklagenswerten Inhalt des Beitrags des Korrespondenten der Welt. Damit wir es nicht vergessen, wird es uns eingehämmert: Psychologen sorgen sich: “Die Familien (welche genau bleibt unerwähnt) erleben das gemeinsame Essen als Treffpunkt für die ganze Familie in angenehmer Atmosphäre”. Das weiß Bernd Brixius, auch einer jener Experten für atmosphärische Familienessen.

Struwwelpeter

Geschichten vom familiären Idyll unter besonderer Berücksichtigung des Mittagessens in angenehmer Atmosphäre

Brixius wie die zuvor bemühten namenlos gebliebenen Psychologen sind offensichtlich in Haushalten und an Esstischen großgeworden, an denen schlechte Noten nicht das familiäre Idyll gestört haben, es am Essen nichts auszusetzen gab und auch ansonsten nichts Störendes die “angenehme Atmosphäre”, die Familien und Familienessen inhärent ist, wenn es nach Herrn Gassmann geht, beinträchtigt hat.

Ist es nicht beklagenswert. Dass es dieses Mittagsessensidyll nicht mehr gibt oder nur noch selten oder nicht häufig genug für Herrn Gassmann, denn und zum dritten Mal und dieses Mal darf es Christine Brombach sagen: “Ernährung ist mehr als die Vesorgung des Körpers mit Nährstoffen”. Eine erstaunliche Erkenntnis, die all jene Nahrungsexperten, die denken, Nahrungsaufnahme diene dem Unterhalt des Körpers, in Erklärungsnot bringt.

Doch zurück zur angenehmen Atmosphäre des Mittagessens bei Familien: “Am Familientisch”, so zitiert Gassmann abermals Brombach, am “Familientisch werden Vorstellungen von Essen und Trinken vermittelt, lernen die Kinder von den Eltern, was als ‘richtig’ und ‘falsch’ oder ‘ungesund’ gilt und was nicht”.

So ist das.

Jetzt wissen Sie, warum sie zunehmen. Sie essen in der Kantine, unter dem schlechten Einfluss von Peers. Denn Peers sind ganz schlecht, wie Gassmann weiß, nicht wie die Familie. Die Familie und ihr Mittagstisch, die sind ganz gut und wissen, was richtiges und gesundes und richtig gesundes Essen ist. Deshalb gibt es kein Adipositas in Familien und keine Fehlernährung. Deshalb sind Familienmitglieder immer topfit und voller Mineralien und Spurenelemente.

Sie ist eben ein Idyll, die Familie, ein Ernährungsidyll.

Vor allem das Mittagessen in der Familie ist ein Idyll, eines, das gerade kaputt gemacht wird, wie Gassmann weiß, weil nämlich nur “jeder zweite Grundschüler … mittags zu Hause” isst. Diese Schreckensmeldung ist für Gassmann der Anlass, das Ende der Familien-Gesprächskultur, wie er sie wohl kennt, zu verkünden. Die Schreckensmeldung basiert auf einer Pressemeldung der Gesellschaft für Konsumforschung in Nürnberg (GfK), die mit “Mittags bliebt die Küche kalt” überschrieben ist und die folgende denkwürde Passage enthält, die Gassmann wohl überlesen hat:

“Vor allem die Klein- und Grundschulkinder essen deutlich seltener zu Hause
als vor zehn Jahren. Bei Kindern im Alter zwischen drei und fünf Jahren sind es 41 Prozent weniger, bei den 6- bis 9-Jährigen immer noch 33 Prozent. Dies ist mit dem Ausbau der Ganztagesbetreuung in den Kindergärten sowie den Horten und offenen Ganztagesschulen zu erklären.”

Was nun Herr Gassmann?

Haben Sie auch den Mut, den prognostizierten kulturellen Niedergang aufzuhalten und sich im Sitzstreik vor die Zerstörer der Familienkultur vor Kindergärten, Horte und Ganztagsschulen zu setzen?

Sind Sie das nicht der Esskultur, der Rettung der angenehmen Atmosphäre des familiären Essens und dem gesittenten Sprechen mit vollem Mund im Kreise seiner Lieben schuldig?

Die Welt war auch schon einmal besser.

Die Versuche, hinter angeblichen wissenschaftlichen Erkenntnissen, wie denen von Psychologen versteckt, die eigenen Vorlieben als objektive Daten zu verkaufen, sind nicht mehr tolerabel. Die journalistische Angewohnheit, Hinz und Kunz als Experten für dies und das zu verkaufen, ist ermüdend.

Die Regierung baut sich ihr Volk: Volksgesundheit durch Impfpflicht

und die nickende Demenz unter Journalisten, auch Journalisten-Parkinson genannt, schreitet voran …

Der deutsche Volkskörper ist gesund, fit wie die VW-Karosserie, stark wie ein Leopard von Kraus Maffei Wegmann, flexibel wie ERP-Software von SAP und politisch korrekt wie die Deutsche Telekom.

Über die Gesundheit des deutschen Volkskörpers wacht die Regierung mit Argusaugen, denn: German Health ist ein international anerkannter Standard der Volksgesundheit, den es zu bewahren gilt, schließlich steht Deutschland im internationalen Wettbewerb mit anderen Vertreibern von Volksgesundheit.

Und in Zeiten der Globalisierung ist es doppelt wichtig, über die Volksgesundheit zu wachen und die Überlegenheit des gesunden deutschen Menschen unter Beweis zu stellen.

hysteriaUnd nun ist es passiert: Eine Masernepidemie hat ausgerechnet Berlin erschüttert. Eine Epidemie epischen Ausmaßes: “mehr als tausend Menschen” hatten sich nach Erkenntnissen der ARD (1001 oder 79.625 Menschen also) mit dem Virus angesteckt, im letzten Oktober und – Gipfel des Schreckens: “Ein Kleinkind war an den Folgen gestorben”.

Diese Niederlage für die deutsche Volksgesunheit darf es nicht mehr geben. Wenn Deutschland im globalen Gesundheitsmarkt bestehen will, dann ist die Erkrankung an Masern auszumerzen – durch Impfung. Also sprach der CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn, der an der Fernuniversität Hagen einen Bachelor in Politikwissenschaft fern-erworben hat, was ihn zum Gesundheitspolitiker qualifizieren muss, als sprach CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn folgende denkwürdige Laudatio auf die Wiederherstellung der Volksgesundheit:

“‘Wir wollen mehr Verbindlichkeit beim Impfen.’ … Einen so massiven Masernausbruch wie dieses Jahr dürfe es in Deutschland nicht wieder geben. ‘Unser Ziel ist, dass möglichst viele Kinder in Kindergärten und Schulen gut geimpft sind”.

Der nämliche Masernausbruch, auf den sich ARD und der CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn beziehen, ereignete sich im Oktober 2014, was Spahns Verweis auf “dieses Jahr” wie eine Drohung erscheinen lässt: Wer sich jetzt nicht impfen lässt, nein: “gut” impfen lässt, sich und seine Kinder, dem droht nicht Zwangsimpfung, nein, dem drohen die Masern, und zwar im Oktober 2015, der CDU-Gesundheitspolitiker Spahn hat es gesagt, und der muss es wissen.

Natürlich gibt es keine Impfpflicht im freien Deutschland. Volksgesundheit hin oder her, wir leben in einem freien Land, und da wird Impfung nicht zur Pflicht erklärt. So etwas gibt es nur in totalitären Staaten, in China oder Russland zum Beispiel.

In Deutschland ist das anders. Hier kann ein freier ARD-Journalist frei das nachplappern, was ihm die Presseagentur gerade zur Vorlage gemacht hat:

“Keine Impflicht, aber mehr Druck – so will die Koalition den Impfschutz verstärken. Unter anderem können nichtgeimpfte Kinder künftig von Kitas und Schulen ausgeschlosssen werden, wenn dort die Masern ausbrechen. So sollen Masernwellen verhindert werden.”

Dem Robert-Koch-Institut übermittelte Masernfälle pro Monat und Jahr seit 2001 in Deutschland

Dem Robert-Koch-Institut übermittelte Masernfälle pro Monat und Jahr seit 2001 in Deutschland; RKI, 2015

Das Erstaunlichste an solchen Sätzen ist, dass dem Journalisten, der sie verbrochen hat, nicht die Finger vor Scham abfallen. Weil wir im freien Deutschland leben und Eltern angeblich ein Wort bei der Erziehung ihrer Kinder mitzureden haben, deshalb gibt es natürlich keine Pflicht, sondern nur Druck zur Impfung, Druck, der zu einem Verbot werden kann, sein Kind in eine Kindertagesstätte oder Schule zu bringen.

Das Verbot, den Raum X nicht aufzusuchen, entspricht logisch der Pflicht, Raum X fernzubleiben. Die Pflicht, Raum X fernzubleiben, kann durch Impfung umgangen werden, was wiederum die Impfung zur Pflicht macht. Wie man es dreht und wendet, wie auch immer man es bezeichnen mag, zwei Dinge stehen fest, das Verbot, eine Kindertagestätte oder eine Schule bei fehlender Impfung zu betreten, ist logisch gleichwertig mit der Pflicht, sein Kind impfen zu lassen (wenn man nicht in der ständigen Furcht der Aussperrung aus der Kindertagesstätte oder Schule leben will) und öffentlich-rechtliche Medien sind ein logikfreier Raum.

Wir sehen einmal wieder, große Ideen verlangen drastische Maßnahmen, Einschnitte in individuelle Freiheiten zum Beispiel, denn wenn es um die Volksgesundheit geht, wenn es um das Bestehen des deutschen Volkskörpers im internationalen Gesundheitswettbewerb geht, dann kann auf individuelle Rechte keine Rücksicht genommen werden: fit wie die VW-Karosserie, stark wie ein Leopard von Kraus Maffei Wegmann, flexibel wie ERP-Software von SAP und politische korrekt wie die deutsche Telekom, das ist der deutsche Volkskörper, und daran werden keine Abstriche gemacht, nicht einmal für die Masern.

Masern sind in Deutschland fortan verboten. Zuwiderhandlungen werden mit Impfung verfolgt!

Ihr Geburtsmonat: Ihre Krankheit

Sag’ mir wann Du geboren bist und ich sage Dir, woran Du mit ziemlicher Sicherheit erkranken wirst.

Das glauben Sie nicht?

Das kommt Ihnen irgendwie spanisch vor (darf man das noch sagen oder ist das schon ethnophob)?

feel sick emoticonNun, dass ihnen das spanisch vorkommt, das liegt daran, dass Sie die Untersuchung von Mary Regina Boland, Zachary Shahn, David Madigan, George Hripcsak und Nicholas P. Tatonetti nicht kennen. Die Bio-Informatiker haben nämlich einen Algorithmus entwickelt, der auf die Suche nach Zusammenhängen geht. Season Wide Association Study (SeaWAS) nennen sie den Algorithmus, der ohne jede Voreinstellung, ohne Bias, wenn man so will, auf Daten losgelassen werden kann, die Daten durchsucht und den Traum erfüllt, den viele Sozialforscher träumen:

Data Speak to Me.

Und in der Tat, er lässt die Daten sprechen der SeaWAS.

Zunächst einmal die Daten von 791.534 männlichen und 956.465 weiblichen Patienten, die zwischen 1985 und 2013 in einem New Yorker Krankenhaus behandelt wurden. Die Autoren haben also das, was man eine linkszensierte Stichprobe nennt, denn gesunde Menschen kommen SeaWAS nicht vor den Algorithmus. Man muss schon krank geworden sein oder krank sein, um geSeaWASt zu werden.

feel sick emoticon 2Für die, die krank geworden sind oder waren zwischen 1980 und 2013 hat SeaWAS den Zusammenhang zwischen 1688 verschiedenen Krankheiten und dem Geburtsmonat analysiert, und zwar auf Grundlage der Annahme, dass die (Umwelt-)Bedingungen, unter denen ein Mensch geboren wird, auf seine Gesundheit durchschlagen. Abermals ist das eine Annahme, die man diskutieren und kritisieren kann, denn Rauchen während der Schwangerschaft ist vermutlich relevanter für die Gesundheit eines Kindes als die Tatsache, dass am Tag der Geburt schlechtes Wetter war, aber sei’s drum.

Wir haben unseren Leser ein Risikoprofil versprochen, und hier ist es:

Sie kennen ihren Geburtsmonat, wir sagen Ihnen, an welcher Krankheit sie sehr wahrscheinlich erkranken oder bereits erkrankt sind:

Geburtsmonat Wahrscheinliche Erkrankung
Januar Bluthochdruck, Herzmuskelschwäche
Februar Lungenkrebs, Mandelentzündung
März Herzrhythmusstörungen; Herzstillstand, Störung der Mitralklappe, Prostatakrebs, Arteriosklerose, postoperatives Trauma
April Herzinfarkt, chronische Herzdurchblutungsstörungen
Mai KEINE
Juni Schlaganfall, Asthma
Juli KEINE
August Bindehautentzündung
September Chronisches Erbrechen, Bronchitis, Fieber, Asthma, Emotionale Störungen, Psychosoziale Störungen
Oktober Akute Infektion der Atemwege, Infektion durch nichtgiftige Insektenstiche, Arterienerkrankungen, Rachenkatarrh, Kurzsichtigkeit, Sehstörungen, Magenerkrankungen, Erblinden
November HIV, ADHS, Dickdarmkatarrh, Drogensucht, Durchfall, Mandelentzündung, Lernschwächen
Dezember blaue Flecken

Na, wie akkurat ist die Vorhersage?

feel sick emoticon 3Sind sie im März, Oktober oder November geboren?

Oh, je!

Wem das alles noch nicht reicht, der kann genaueres im Journal of the American Medical Informatics Association nachlesen: Artkel und Appendix.

Eine Erklärung für die Zusammenhänge geben die Autoren übrigens nicht, was auch nicht zu erwarten war, wenn die Daten sprechen.

Boland, Mary Regina, Shahn, Zachary, Madigan, David, Hripcsak, George & Tatonetti, Nicholas P. (2015). Birth Month Affects Lifetime Disease Risk. A Phenome-Wide Method. Journal of the American Medical Informatics Association. Online First

Das erklärt alles: Aktivisten, Genderisten, Ideologen, Missionare, Überzeugungstäter …

Regelmäßig berichten wir auf ScienceFiles von Menschen, die Eingebungen haben, die etwas empfinden, denen sich etwas offenbart hat, kurz, die in vollkommen irrationaler Weise an bestimmten Inhalten hängen.

Da gibt es die Gruppe der politischen Aktivisten, die mit viel emotionaler Energie gegen diejenigen kämpfen, die sie als Andersgläubige identifiziert haben. Ihr Aktivismus basiert auf der Überzeugung, selbst zu den besseren Menschen zu gehören, eine Überzeugung, die ihnen offenbart wurde, denn begründen können sie die angebliche Überlegenheit ihrer eigenen Position in keiner Weise.

AntifaUntergruppen dieser politischen Aktivisten sind z.B. Genderisten, denen ein Gendergott die Botschaft offenbart hat: Alles ist Geschlecht, Geschlecht ist grundlegend, determiniert das Denken, das Sein, das Universum und den ganzen Rest und die unterschiedlichen Geschlechter, seien es 2 oder “unzählige”, die Hans-Jürgen Voss nicht gezählt hat, sie stehen sich antagonistisch gegenüber: weiblich ist gut, männlich ist schlecht, weiblich ist friedlich, männlich ist kämpferisch, weiblich ist kommunitaristisch, männlich ist konkurrenzsuchend usw.

Die Dualität des Geschlechts passt sich prima in den Alltag politischer Ideologen ein, deren Daseinszweck darin besteht, die Überlegenheit der eigenen Ideologie zu behaupten und alle, die sie anzweifeln, als ideologische Feinde zu betrachten, die manche zu missionieren suchen, in dem sie versuchen, Einfluss auf die Verarbeitung von Informationen durch Menschen zu nehmen. Die Mission dieser Ideologen beginnt in der Schule, in der Schülern bereits das ideologische Heil verkündet wird und sie zieht sich durch das Leben von Menschen, z.B. als Sprachvorgaben, als Umverteilung von Einkommen, als Straßenschild oder Ampelmännchen und vieles mehr.

Und, nicht zu vergessen, es gibt die Überzeugungstäter, die denen, die sich nicht zum richtigen Glauben bekehren lassen wollen, mit Gewalt zu Leibe rücken, die Veranstaltungen stören, Veranstaltungen verhindern wollen, die aufmarschieren, Autos in Brand stecken und, wie in der Geschichte eindrücklicht belegt, Andersdenkende um die Ecke bringen (wollen).

Seit Dekaden mühen sich Sozialpsychologen und Soziologen, Politikwissenschaftler und Psychologen herauszufinden, was die treibende Kraft hinter der Überzeugung der Genannten, hinter Aktivisten, Genderisten, Ideologen, Missionaren und Überzeugungstätern ist. Wie kommt es, dass die entsprechenden Personen ihre Überzeugung als Wahrheit begreifen, davon ausgehen, sie gehörten zu einem kleinen Kreis Erlauchter, denen die Wahrheit offenbart worden sei, denken, ihr eingebildeter Vollbesitz der Wahrheit rechtfertige es, Andersdenkende zum wahren Glauben zu bekehren und zwar mit allen legalen und illegalen Mitteln, die zur Verfügung stehen?

Harvard Medical SchoolForscher von der University of Queensland und der Harvard Medical School könnten die Antwort auf dieses Rätsel der Sozialwissenschaften gefunden haben. Sie haben 31.261 Erwachsene im Alter von 18 Jahren oder älter aus 18 Nationen (darunter Deutschland), die im Rahmen des World Mental Health Survey der WHO befragt wurden, untersucht und sind mit einem erstaunlichen Ergebnis an die Öffentlichkeit getreten,

“Psychotic Experiences in the General Population. A Cross-National Analysis Based on 31.261 Respondents From 18 Countries”, so der Titel des Beitrags, den John McGrath und 24 Ko-Autoren im Journal of the American Medical Association – Psychiatry veröffentlicht haben.

“Wir haben gedacht, dass nur Menschen mit einer Psychose Stimmen hören oder Wahnvorstellungen haben. Aber nun wissen wir, dass Personen, die im täglichen Leben zu funktionieren scheinen und als gesund gelten, diese Erfahrungen haben”, so fasst John McGrath die Überraschung darüber zusammen, dass 5,8% der 31.261 Befragten, also 1.813 Befragte angaben, schon mindestens einmal Stimmen gehört zu haben, die außer ihnen niemand gehört hat oder Wahnvorstellungen gefolgt zu sein.

Gefragt haben McGrath und seine Ko-Autoren u.a. nach den folgenden Halluzinationen oder Wahnvorstellungen:

  • Das Sehen von Dingen, die sonst niemand sieht.
  • Das Hören von Dingen, die sonst niemand hört.
  • Die Überzeugung, eine mysteriöse Macht oder eine Kraft habe wichtige Dinge mitgeteilt.
  • Die Überzeugung, eine mysteriöse Macht oder eine Kraft habe die Gedanken übernommen.
  • Die Überzeugung, eine mysteriöse Macht oder Kraft habe einem etwas Wichtiges mitteilen wollen.

Eh voilá.

Hat noch jemand Fragen?

Wie häufig haben wir uns schon gewundert, dass politische Aktivisten, Extremisten von links wie von rechts durch die Welt laufen und ihr jeweiliges Heil verkünden wollen, ohne dieses Heil in seinen Ursachen und Wirkungen begründen zu können?

Wie lange haben wir uns nun schon gewundert, dass Genderisten nicht in der Lage sind, die einfachsten Fragen zu ihrer wissenschaftlichen Methode und ihrem Erkenntnisinteresse zu beantworten?

Wie intensiv ist unsere Verwunderung regelmäßig, wenn z.B. Politiker im Brustton der Überzeugung den größten Unsinn absondern und dennoch der Überzeugung sind, sie würden ernst genommen?

Nun, das Wundern hat ein Ende.

Die entsprechenden Überzeugten, sie sind im Auftrag des Herrn oder im Auftrag einer mysteriösen Macht oder im Namen einer besonderen Kraft unterwegs, die sich ihnen mitgeteilt hat, als Vision, als Erscheinung, die zu Ihnen und nur zu ihnen gesprochen hat, als Gedanken-Intervenierer oder als einfacher Mitteiler. Wichtig ist, dass die Wahrheit nicht etwa breit gestreut wird, nein, sie teilt sich nur einer kleinen Gruppe Erwählter und besonders leicht zu Überzeugender mit, denen, die nicht hinterfragen, die sich nicht wundern, wenn von ihnen Glauben verlangt und Wissen verweigert wird.

chosen schizophrenicInsgesamt 5,8% der Bevölkerung, so die Berechnungen von McGrath und Kollegen, bildeten sich ein, sie seien erhaben, auserwählt, ihnen habe jemand etwas offenbart und gelten dennoch als normal, sind entsprechend nicht oder noch nicht in psychiatrischer Behandlung. Nicht alle, denen etwas offenbart wurde, bleiben ihr Leben lang Anhänger des Offenbarten. Einige, so sagt McGrath, erholen sich wieder, finden den Weg zurück in die Gesellschaft der Normalen. Andere dageben verharren im Zustand des Apostels und ziehen durch die Welt, um zu missionieren, zu bekehren, zu verkünden, Lehrstühle zu besetzen, in Bürgerschaften und Parlamente gewählt zu werden und vieles mehr.

5,8% ist der Anteil derer, die Stimmen hören und Visionen haben, 5,8% von rund 80 Millionen Deutschen sind 4.640.000 Personen, genug, um Parlamente, Antifa, Rechtsextreme, Linksextreme, Gender Studies, Parteien, Gewerkschaften und vieles mehr zu besetzen.

McGrath, John J. et al. (2015). Psychotic Experiences in the General Population. A Cross-National Analysis Based on 31 261 Respondents From 18 Countries. JAMA-Psychiatry.

Drogenbeauftragte des Bundes ist presse- und öffentlichkeitssüchtig

Am 21. Mai hat die Drogenbeauftragte der Bundesregierung den Drogen- und Suchtbericht des Jahres 2015 vorgestellt, und die Medien landauf landab sind pflichtschuldigst gefüllt mit Berichten über zu hohen Alkoholkonsum, 2%-Internetsüchtige und zurückgehende Steuereinnahmen aus Tabakabhängigkeit.

Bei all der Fixierung der Medienvertreter auf die Pressemitteilungen aus dem Amt der Drogenbeauftragten, Marlene Mortler, ist den pressemitteilungsabhängigen Journalisten aller Medien die wichtigste neue Kategorie im Drogen- und Suchtbericht des Jahres 2015 entgangen.

Dabei hätte bereits ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis genügt:

DrogenSuchtbericht 2015“A. Aktuelle Daten und Fakten

  1. Alkohol
  2. Tabak
  3. Medikamente
  4. Illegale Drogen
  5. Pathologisches Glücksspiel
  6. Computerspiel- und Internetabhängigkeit
  7. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Drogenbeauftragten

Ein Hilfeschrei aus dem Amt der Drogenbeauftragten, denn ihre Beamten können es nicht mehr mit ansehen: Die Drogenbeauftragte ist presse- und öffentlichkeitsarbeitssüchtig, und sie belässt es längst nicht mehr bei Pressemitteilungen, nein, Gespräche, Interviews, Erklärvideos, die Drogenbeauftragte tut alles, um in die Medien zu kommen.

Dabei hat schon ihre Pressemitteilungssucht erschreckende Ausmaße angenommen.

Wir zitieren aus dem Drogen- und Suchtbericht, Seite 65:

“Im Jahr 2014 wurden 39 Pressemeldungen veröffentlicht. Das entspricht einem Durchschnitt von 3,25 pro Monat.”

Und als wäre diese Frequenz der Medienkontakte der Drogenbeauftragte nicht schon bedenklich genug, werden Medienvertreter im direkten Anschluss daran aufgefordert, sich unter

http://www.drogenbeauftragte.de/presse

mit Marlene Mortler in Verbindung zu setzen.

Die Dringlichkeit des Appells an Medienvertreter zeigt, die Drogenbeauftragte befindet sich bereits im fortgeschrittenen Stadium der Presse- und Öffentlichkeitsarbeitssucht, in dem das Verlangen in immer kürzeren Intervallen befriedigt werden muss, immer mehr Pressetermine, Pressemitteilungen, Interviews und Gespräche notwendig sind, um das Verlangen von Marlene Mortler, das Verlangen nach Rampenlicht und öffentlicher Aufmerksamkeit zu befriedigen.

Angesichts dieses fortgeschrittenen Stadiums kann man ziemlich sicher sein, dass sich bei Mortler bereits ein Kontrollverlust eingestellt hat, dass sie so sehr nach Presse und Öffentlichkeit verlangt, dass nicht nur ihre sozialen Kontakte zu Freunden, Familie und Bekannten und Mitarbeitern und Parteifreunden längst darunter leiden, sondern, dass sie als Drogenbeauftragte – wie man es nimmt – entweder zu gut oder immer weniger funktioniert.

suchtdrogen_hotline_farbig_a5_grossWie bei allen Junkies im fortgeschrittenen Stadium, so ist es wohl auch bei Mortler so, dass ihre Sucht und das immer größere Verlangen nach Publicity und Rampenlicht von einer zunehmenden Ignoranz gegenüber den Problemen begleitet ist, die ihr großes Verlangen für ihre soziale und amtliche Umgebung darstellt.

Kurz: Zwar hat die Drogenbeauftragte des Bundes über ihre eigene Presse- und Öffentlichkeitsarbeitssucht einen Insiderblick entwickelt. Der Insiderblick geht jedoch zu Lasten ihrer Funktionsfähigkeit. Anders formuliert: Sie macht ihre Arbeit immer weniger oder gar nicht.

Das muss man dem Hilferuf aus dem Amt von Mortler entnehmen, und es lässt uns hilflos: Was tut man, wenn die Drogenbeauftragte presse- und öffentlichkeitssüchtig ist?

Wir wissen es nicht, aber vielleicht weiß es ja einer unserer Leser.

Extremismus und Depression gehen Hand in Hand

Was motiviert Extremisten?

Das ist eine Frage, die viele interessiert, und es ist eine Frage, die wenig bis gar nicht erforscht wurde. Die Ergebnisse, die in den wenigen Forschungen erzielt wurden, die zu dieser Frage vorliegen, sind nicht eindeutig.

So kommt John M. “Matt” Venhaus auf Basis von 2032 Interviews mit Personen, die sich al-Kaida angeschlossen haben, zu keinen Ergebnissen, die man als aussagekräftig bezeichnen kann: der typische al-Kaida Aktivist, es scheint ihn nicht zu geben.

Al-Kaida Kämpfer sind keine in Armut aufgewachsenen oder sonst wie ökonomisch Deprivierten. Sie rekrutieren sich aus allen gesellschaftlichen Schichten, aus der Unter- wie der Oberschicht, aus reichem wie armem Elternhaus. Sie sind keine religiösen Fundamentalisten und fallen auch ansonsten im täglichen Leben durch nichts weiter auf, außer, dass sie sich al-Kaida angeschlossen haben.

Eine Möglichkeit, diese missliche Lage zu überwinden und Erkenntnisse über diejenigen zu gewinnen, die zu Extremisten werden oder werden könnten, besteht darin, den Weg in den Extremismus als Radikalisierungs-Prozess anzusehen, der über die Sympathie mit Handlungen von Extremisten beschrieben werden kann.

Diese Möglichkeit haben Kamaldeep Bhui, Brian Everitt und Edgar Jones in die Tat umgesetzt. Sie haben die Sympathie die 608 Männer und Frauen für extremistische Handlungen aufbringen, analysiert und sich gefragt, durch welche Determinanten diejenigen ausgezeichnet sind, die ein höheres Niveau an Radikalisierung aufzuweisen hatten.

Zur Messung des Niveaus der Radikalisierung, die über die Sympathie mit extremistischen Handlungen erfolgt, nutzen die Autoren ein eigens entwickeltes Instrument, das aus 16 Aussagen zu extremistischen Handlungen bestehet, die Befragte auf einer Skala von -3 bis +3 ablehnen oder befürworten können, darunter

  • Blockupy1die Teilnahme an nicht-gewalttätigem Protest;
  • die Anwendung von Gewalt, um Unrecht, das von der Regierung ausgeht, zu bekämpfen;
  • die Anwendung von Gewalt, um Unrecht, das von der Polizei ausgeht, zu bekämpfen;
  • die Anwendung von Gewalt durch organisierte Gruppen, um die eigene Gruppe zu verteidigen;
  • die Begehung kleinerer Straftaten;
  • überhaupt Gewalt einzusetzen;
  • mIt terroristischen Anschlägen drohen;
  • eine terroristische Vereinigung gründen;
  • (Brand-)Bomben nutzen, um Unrecht zu bekämpfen;
  • Selbstmordanschläge verüben, um Unrecht zu bekämpfen

Die Antworten der Befragten auf die ingesamt 16 Aussagen wurden zu einem summarischen Index zusammengefasst, der in drei Teile: “am meisten ablehnend, unentschieden und am meisten sympathisierend” zerlegt und mit einer Reihe von Variablen, darunter ein generelles Maß für Angst und ein generelles Maß für Symptome einer Depression, korreliert wurde.

Ergebnis: Je mehr die Befragten mit extremistischen Handlungen sympathisierten, desto höher ihre Wahrschenlichkeit, depressiv zu sein und krankhaft ängstlich zu sein. Der Effekt der Depression auf die Symapthie mit extremistischen Handlungen ist größer als der Effekt, der von einer krankhaften Angst ausgeht.

Das Schöne an den Ergebnissen von Bhui, Everitt und Jones: Sie sind anschlussfähig.

Will man zum Beispiel die Ausschreitungen von Blockupy anlässlich der Einweihung des neuen Gebäudes der EZB in Frankfurt und die Sympathien, die manche mit den Gewalttätern hatten, erklären, die Ergebnisse von Bhui, Everitt und Jones liefern einen Anhaltspunkt auf eine mögliche Ursache: Depression.

Will man z.B. die Vorgänge an der Humboldt-Universität in Berlin erklären oder die Akzeptanz, die Straftaten in z.B. genderistischen Kreisen dann erfahren, wenn sie als für die eigene Ideologie nützlich angesehen werden, die Ergebnisse von Bhui, Everitt und Jones, sie liefern einen Anhaltspunkt auf die Ursache: Depression.

Mitglieder extremistischer Vereinigungen, die sich dadurch auszeichnen, dass sie Andersdenkene verteufeln und bekämpfen, die mit unterschiedlichen Formen extremistischer Handlungen, wie sie oben beschrieben wurden, gegen diejenigen vorgehen, die sie als ihre Gegner ansehen und die Sympathisanten dieser Vereinigungen, sie alle teilen den Ergebnissen von Bhui, Everitt und Jones zufolge eine höhere Wahrscheinlichkeit, depressiv zu sein.

Tajfel. social identityDie Ergebnisse sind durchaus plausibel, wenn man die guten alten Theorien sozialer Identität aus der Sozialpsychologie hinzuzieht, die soziale Identität als Fixpunkt von Individuen sehen, die Entwicklungsleistungen nicht erbracht haben, die es nicht geschafft haben, sich eine personale Identität zu erarbeiten, die mit dem Versuch, ein eigenständiges Individuum zu sein, gescheitert sind und deshalb die Surrogat-Identität einer Gruppe, als Mitglied von Antifa, AStA, von schwarzem Block, Münkler-Watch, von Neonazi-Gruppen oder sonstigen Identitätsstiftern übernehmen.

Was, wenn nicht das Scheitern dabei, sich als eigenständige Person zu begreifen, sollte zu Depressionen führen? Was wäre ein besserer Nährboden für Extremismus als die Depression, die sich einstellt, weil man das nicht geschafft hat, was andere anscheinend spielend geschafft haben: Jemand sein?

Bhui, Kamaldeep, Everitt, Brian & Jones, Edgar (2015). Might Depression, Psychosocial Adversity, and Limited Social Assets Explain Vulnerability to and Resistance against Violent Radicalisation. Plos One.

Kuddelmuddel der Geschlechter: Wikipedia hat Probleme mit Lann Hornscheidt

Nicht nur an der Humboldt-Universität zu Berlin hat man Probleme mit Lann Hornscheidt – auch bei Wikipedia.

Ja, bei Wikipedia!

Denn: Bei Wikipedia da hat alles seine Ordnung, seine Geschlechterordnung, und deshalb gibt es ein Problem mit dem Beitrag über Lann Hornscheidt:

Lann Hornscheidt (Kategorie:Mann oder Kategorie:Frau fehlt)”

Das ist jetzt dumm, für das Lann Hornscheidt, das doch weder das eine noch das andere sein will, sondern ein X, ein Lanx oder ein Profx oder ein Fraux oder ein Manx…

Wikipedia Lann Hornscheidt

Wikipedia Arbeitsliste – Personendatenwartung

Was also tun?

Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Kategoriensystem erweitern oder
  • Kategoriensystem wegwerfen.

Prinzipiell, so schlägt einer derjenigen vor, die sich in der Diskussion um das Geschlecht von Lann Hornscheidt auf Wikipedia engagieren, und was gibt es schon wichtigeres als über das Geschlecht von Lann Hornscheidt zu diskutieren, sei es möglich, Lann Hornscheidt als intersexuell zu kategorisieren.

Intersexuell liegt, wie der Begriff schon sagt, in der Mitte zwischen männlich und weiblich, vielleicht auch nicht, vielleicht auch näher bei männlich oder bei weiblich. Wer weiß. Wo auf auf der Geschlechtsstrecke das Intersexuelle zu verorten ist, ist auch wurscht, denn wichtig ist nur: Die Verortung macht nur mit Bezug auf die Referenzgrößen männlich und weiblich Sinn. Der Dichotomie des Geschlechts, ihr ist nicht zu entkommen, nicht durch die Bezeichnung “intersexuell”.

Was also tun?

Gehen wir von Lann Hornscheidts Wunsch, als X angesprochen zu werden, aus, denn Hornscheidt will weder männlich noch weiblich sein, und des Menschen Wille ist ja bekanntlich sein Himmelreich, und zwar in- und außerhalb der Irrenanstalt.

Warum nicht neben männlich und weiblich sächlich als Kategorie einführen? Schließlich ist sächlich das dritte grammatische Geschlecht der deutschen Sprache, und wer weder männlich noch weiblich sein will, der ist dann eben sächlich: Das Lann Hornscheidt. Die Versachlichung von Lann Hornscheidt hat Vorteile, kann das Lann auf diese Weise doch der Vermaterialisierung als Geschlechtsträger entgehen.

Wikipedia Lann Hornscheidt Diskussion

Diskussion über das Geschlecht von Lann auf Wikipedia

Eine etwas radikalere Lösung greift auf die Einsicht zurück, die Jean Paul Satre hatte, als er von l’Etre et le Néant geschrieben hat, dem Sein und dem Nichts. Wer nicht geschlechtlich sein will, der wäre entsprechend nichts, was auch dem Lannschen Wunsch entgegenkommt, doch mit “X” bezeichnet zu werden. X ist in der Mathematik zwar ein Platzhalter für ein Etwas, aber – eingedenkt der Tatsache, dass Genderisten nach wie vor mit Mathematik ein Problem haben – schlagen wir dennoch vor, das X für Nichts zu setzen und Lann Hornscheidt in die eigens geschaffene Kategorie der Nichtse einzuordnen.

Ob die entsprechenden Vorschläge bei Wikipedia aufgegriffen werden, wir werden es sehen.

Man kann natürlich auch die Fixierung auf Geschlechtsteile vollständig aufgeben und die Einordnung von Personen als Mann oder Frau komplett streichen, zumal sich die Frage stellt, wofür die entsprechende Einordnung überhaupt relevant sein soll.

Aber, wir leben in seltsamen Zeiten, und eine Grundaussage des Genderismus lautet ja, dass das Geschlecht essentiell für alles ist, selbst das Denken wird vom Geschlecht beeinflusst, so behaupten einige schwärmerische Genderisten. Entsprechend wird man sich besonders in Deutschland und ganz besonders bei Wikipedia schwer damit tun, die entsprechende Kategorie einfach zu streichen.

Denn: Wo kämen wir hin, wenn Geschlecht nicht mehr erfasst würde, wenn man Artikel über Albert Einstein ohne den erhellenden Hinweis, die erhellende Kategorisierung lesen könnte, dass Einstein männlich war? Oder Jane Austen weiblich? Oder Lann Hornscheidt nichts (davon)?

Kaffeepulver recyclen!

Es ist seit einiger Zeit bekannt, dass Kaffee sich vorteilhaft auf die Gesundheit auswirkt und z.B. dazu beiträgt, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen, die Gefahr eines Schlaganfalls zu reduzieren oder Diabetes zu verhindern. Fast wichtiger noch: Kaffee enthält Koffein und somit ein Alkaloid, das anregend auf das zentrale Nervensystem wirkt. Das weiß jeder, der nachts arbeitet oder morgens wach zu werden versucht.

espressoDie positive Wirkung von Kaffee, die oben beschrieben wurde, geht im Wesentlichen auf Polyphenole zurück, genauer auf Flavonide, Chlorogensäuren oder Resveratrol. Für diese leckeren und gesunden Bestandteile des Kaffees gilt somit: Je mehr davon, umso besser.

Also haben sich eine Reihe von Forschern zu Kaffeeforschern weiterentwickelt und in einem ersten Anlauf untersucht, welche Braumethode die beste ist, um die guten und leckeren Stoffe auch in großer Zahl im dampfenden Gebräu zu finden. Das Ergebnis der Arbeit, die sich Mónica Perez-Martinez, Bettina Caemmerer, Maria Paz de Pena, Concepción Cid und Lothar W. KrothJimena Bravo, Isabel Juániz, Carmen Monente, Bettina Caemmerer, Lothar W. Kroh, Maria Paz de Pena und Concepción Cid gemacht haben, ist eindeutig:

Die Espressomaschine ist Tabellenführer.

Es folgt die Cafetiere.

Und der gute alte Filterkaffee ist abgeschlagen.

Wer also seiner Gesundheit einen Polyphenol-Boost verpassen will, dem sei die Espressomaschine empfohlen.

Im zweiten Anlauf haben nun Jimena Bravo, Isabel Juániz, Carmen Monente, Bettina Caemmerer, Lothar W. Kroth, Maria Paz de Pena und Concepción Cif nicht das Gebräu, sondern den Kaffeesatz untersucht.

Welch Gutes mag im Kaffeesatz, im ausgebrüten Kaffeepulver sich verstecken?

Viel Gutes, so das Ergebnis.

Die Menge der Polyphenole, die es vorzieht, im Kaffeepulver zu verbleiben und sich nicht verbrühen zu lassen, ist beträchtlich: Mehr verbleibt im Kaffeesatz als in den Kaffee gelangt. Das gesundheitliche Potential des Kaffeesatzes, es ist höher als das gesundheitliche Potential des Kaffees.

Also: Kaffeepulver mittrinken!

Nein: Kaffeepulver recyclen, mehrfach benutzen, so lange ausbrühen, bis alle Polyphenole den Weg in die Tasse gefunden haben!

Der Gesundheit zuliebe.

Man kann den Kaffeesatz natürlich auch trocknen und als Nahrungszusatz verwenden: Über das Müsli streuen, über die Pasta, in die Suppe, den Möglichkeiten sind keine Grenze gesetzt.

Die Autoren selbst verzichten auf entsprechende Hinweise und regen an, Kaffeesatz als Ausgangsmaterial für die Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln zu nutzen.

Wenn demnächst die Kommune, in der sie leben, den Kaffeesatz separat zum Hausmüll sammelt: Sie wissen warum!

Jimena Bravo, Isabel Juániz, Carmen Monente, Bettina Caemmerer, Lothar W. Kroth, Maria Paz de Pena und Concepción Cif (2012). Evaluation of Spent Coffee Obtained from the Most Common Coffeemakers as a Source of Hydrophilic Bioactive Compounds. Journal of Agricultural and Food Chemistry 60(51): 12565-12573.

Mónica Perez-Martinez, Bettina Caemmerer, Maria Paz de Pena, Concepción Cid und Lothar W. Kroth (2010). Influence of Brewing Method and Acidity Regulators on the Antioxidant Capacity of Coffee Brews. Journal of Agricultural and Food Chemistry 58(5): 2958-2965.