Aktion reine Medizin? Säuberungswelle erreicht Bundesärztekammer

Clauberg-Test;
Reiter-Syndrom;
Hallervorden-Spatz-Syndrom;
Van-Bogaert-Scherer-Epstein-Syndrom,
Beck-Ibrahim-Syndrom;
Cauchols-Eppinger-Frugoni-Syndrom;

Das sind Beschreibungen von Krankheitsbildern, reaktive Arthritis, Neurodegeneration mit Eisenablagerung, zerebrotendinöse Xanthomatose, Dermatomykose, chronisch-rezidivierende Entzündungen und eines Tests zur Bestimmung der biologischen Aktivität von Progesteron. Verschiedene Krankheitsbilder und ein Test und doch haben sie etwas gemeinsam.

Was wohl?

Hat jemand eine Idee?

Man muss kein Arzt sein, um auf die Gemeinsamkeit zu kommen. Es reicht, an das politisch-korrekte Zeitalter zu denken, in dem Reinheitsfanatiker durch die Lande ziehen, um Restbestände eines braunen Erbes zu finden.

Dämmert es nun?

Nazi-SyndromeGenau. Die fünf Krankheitsbilder und der eine Test, sie haben eine braune Vergangenheit. Carl Clauberg hat im KZ Auschwitz-Birkenau an Menschen experimentiert. Hans Reiter “schloss sich schon 1933 der NSDAP an”. Julius Hallervorden und Hugo Spatz haben mit Gehirnen von Behinderten gearbeitet, die im Nazi-Euthanasie-Programm umgebracht wurden. Des gleichen Vergehens hat sich Hans Joachim Scherer schuldig gemacht. Jussuf Ibrahim hat “schwerstgeschädigte kleine Patienten an die ‘Kinderfachabteilung’ des Landeskrankenhauses Stadtroda” weitergeleitet, obwohl er vom Euthanasie-Programm wusste. Und Hans Eppinger hat im KZ Dachau Menschenversuche durchgeführt.

Der, der diese Informationen  fast schon liebevoll zusammengetragen hat, ist Michael van den Heuvel. Er hat die Informationen zusammengetragen, weil er den von ihm zum Vorbild erklärten studentischen Horden, die ihre Universitäten von dem säubern wollen, was sie für “rassistisches Gedankengut” halten, folgen will und die Bundesärztekammer anhält, die Namen der Nazi-Ärzte aus den von ihnen entdeckten Syndromen bzw. von ihnen entwickelten Tests zu tilgen.

Van den Heuvel ist offensichtlich ein besonders guter Mensch, der für sich ausschließen kann, dass er in einer vergleichbaren Situation so gehandelt hätte, wie dies die Ärzte getan haben, die er nun posthum enteignen will. Doch damit ist die Heuchelei noch nicht am Ende. Natürlich wird der Test weiterbenutzt und die von den Nazi-Ärzten entdeckten Syndrome werden nicht aus den medizinischen Lehrbüchern gestrichen. Nur die Namen der Entwickler bzw. Entdecker. Es handelt sich also um eine neue Variante des Diebstahls geistigen Eigentums, die Enteignung von Leistungen mit dem Verweis, dass der Leister ein Nazi gewesen sei (Juden hat man übrigens mit dem Verweis enteignet, dass sie Juden seien).

Ist der Clauberg-Test entsprechend gereinigt und zum Beispiel zum Sauber-Heuvel-Test umbenannt, dann ist die Welt wieder in Ordnung. Wir nutzen zwar weiterhin einen Test mit NS-Geschichte, aber das stört nicht, denn der namentliche Bezug ist getilgt. Gleiches gilt für das Reiter-Syndrom oder das Hallervorden-Spatz-Syndrom, die man vielleicht in van-Heuvel-Syndrom1 und Syndrom2 umbenennen kann. Damit wird zwar nichts an der Tatsache geändert, dass die Syndrome durch die Untersuchung von Gehirnen entdeckt wurden, deren einstige Besitzer von anderen Nazi-Ärzten ermordet wurden, aber wir fühlen uns besser, besser in unserer neuen und heilen, weil NS-Namensfreien van-Heuvel-Welt, in der wir die Entdeckungen anderer enteignen können, uns ihrer Arbeit bemächtigen können, in ganz a-historischer, die Geschichte verfälschender Weise und so tun können, als wäre alles auf der Welt nur eitel Freude und Sonnenschein und medizinischer Fortschritt immer ohne Leid und Missbrauch zu erreichen (angesichts des Missbrauchs von Tieren durch Tierversuche eine Absurdität sondergleichen). Sie ist eine schöne neue Welt die van-Heuvel-Welt, eine Welt, in der die Heuchelei auf ganz neue Höhen geführt wurde.

Wir danken einem Leser von ScienceFiles für den Hinweis auf van Heuvels Text.

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Schlimmer als Haie: Selfies töten!

Wir haben eine Vorliebe für die Pressemeldungen der Apotheken Umschau entwickelt, jenem Blatt, das in Apotheken umsonst, aus gutem Grund umsonst, zu haben ist.

Die Apotheken Umschau Pressemeldungen, sie haben hohen Unterhaltungswert und erinnern an X-Files, EBE:

“When the night’s been too long and the party’s been too hearty, Goody’s Headache Powder will straighten you right out.”

Für uns tut’s auch die Apotheken Umschau.

Bitte umschauen vor dem Selfie! / In diesem Jahr starben mehr Menschen durch Unglücke bei Selfies als durch Haie“.

Das ist doch einmal eine Überschrift.

Nun ja, es wäre eine Überschrift, wäre der Unsinn nicht vom britischen Telegraph stibitzt. Dort hat man auch ein Fable für journalistischen Junk, der beschriebenen Art und Weise.

Übrigens gab es 8 Tote durch Haifischattacken dieses Jahr. Wie viele Haie durch Attacken von Menschen getötet werden, das zählt ja niemand. Entsprechend müssen wir noch auf Apotheken-Umschau Überschriften wie: “Dieses Jahr kamen mehr Haie durch menschliche Einwirkung ums Leben als Menschen auf Deutschlands Autobahnen” warten.

Oder more basic, dafür weniger reißerisch, aber die Nichtmeldung, die es nun einmal ist: Mehr Selfie-Tote als Tote durch Verhaltensstörung (4 in 2014 in Deutschland). Oder: Selfie-Tote häufiger als Tod durch Entwicklungsstörung (4 in 2014 in Deutschland). Oder: Nicht näher bezeichnete psychische Störungen raffen 8 Menschen in 2014 hin, weniger als durch Selfies getötet werden.

Aber lassen wir die sinnlosen Jahresmeldungen fürs Erste und kehren zu den Selfies und denjenigen zurück, die sich per Selbstphoto ins Jenseits befördern. Warum Sie das tun, ist schnell erklärt. Ein Blick in den alten Zimbardo, das dicke Lehrbuch der Psychologie, reicht. Seite 614:

ZimbardoNarzißstische Persönlichkeitsstörung. Wir alle kennen Menschen, die von sich selbst besonders beeindruckt zu sein scheinen. Bevor entsprechende Verhaltensweisen jedoch als Narzißstische Persönlichkeitsstörungen zu beschreiben sind, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein. Menschen, die diese Störung aufweisen, haben ein übertriebenes Gefühl der eigenen Bedeutung, sie beschäftigen sich vorwiegend mit Erfolgs- oder Machtphantasien und haben ein Bedürfnis nach ständiger Anerkennung oder Bewunderung – auch ohne besondere Leistungen erbracht zu haben.”

Die Bedeutung dieser Störungen könnte man noch mit Darwin argumentieren, der ja der Ansicht ist, dass Evolution ein Prozess der erfolgreichen Adaption an die Umwelt darstellt. Selfie-Photographen, die sich selbst beseitigen und damit aus der Evolution ausscheiden, sorgen entsprechend dafür, dass schädliche Charakteristiken wie eine Narzißstische Persönlichkeitsstörung oder Dummheit nicht noch weiter zunehmen.

Tragisch ist es jedoch, dass die Selfie-Jäger im Augenblick ihres größten Triumphes, im Moment, in dem sie ihren kurzen moment of fame haben, das zeitliche Segnen und daher nicht mehr mitbekommen, wie sehr ihr Wunsch nach “eigener Bedeutung” und einer, sagen wir zumindest einer bestimmten Form der Anerkennung in Erfüllung gegangen ist.

Und obwohl wir daran nichts ändern können, wollen wir die Gelegenheit ergreifen, den/die Selfie-Toten wählen zu lassen, der/die im Hinblick auf den Fortbestand der Spezies als der/die anzusehen ist/sind, der/die am meisten Positives zur Evolution beigetragen hat/haben.

Fünf Tode durch Selfies stehen zur Auswahl:

  1. Zwei Selfie-Knipser sterben bei dem Versuch, sich selbst mit einer entsicherten Handgranate zu photographieren.
  2. Drei Selfie-Knipser sterben beim Versuch, sich vor einem fahrenden Zug zu photographieren.
  3. Ein Selfie-Knipser hat sich mit der Pistole erschossen, die er an seinen Kopf gehalten hat, um sich damit zu photographieren.
  4. Ein Selfie-Knipser ist von einer Klippe in einen See gefallen und ertrunken, als er sich selbst photographieren wollte.
  5. Eine ganze Reihe von Selfie-Knipsern hat sich beim Versuch, ein Selfie auf dem Dach eines Zuges zu machen, per Stromschlag aus der Welt der Lebenden befördert.

Nun, wer ist/sind der/die Selfie-Tote/n des Jahres?

Bester Beitrag zur Evolution

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Ungeschützter Sex unter Schwulen: Landespolitik in NRW?

„Ich habe HIV und würde es wieder tun! Ich habe regelmäßig Sex ohne Kondom. Schutz durch Therapie macht es möglich. Menschen mit HIV sind nicht kriminell!“

Fast schon wie eine Medaille trägt ein Sprecher von SchLAu NRW (Schwul Lesbisch Bi Trans*Aufklärung NRW) seine HIV-Infizierung vor sich her und hat offensichtlich auch kein Problem damit, diejenigen, mit denen er “regelmäßig Sex ohne Kondom” hat, der Gefahr einer HIV-Infektion auszusetzen (mehr dazu im Post von gestern)

Da, wie Karsten Mende herausgearbeitet hat, SchLAu NRW nicht nur vom Nordrhein Westfälischen Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter finanziert wird, sondern darüber hinaus zur “sexualerzieherischen Unterweisung an öffentlichen Bildungsstätten” eingesetzt wird, haben wir Karsten Mende vorgeschlagen, doch einen Brief an das Ministerium zu schreiben und nachzufragen, ob es zwischenzeitlich Regierungspolitik in NRW ist, an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen für ungeschützten Sex zwischen Schwulen zu werben.

Karsten Mende hat zwischenzeitlich seinen Brief verfasst und abgeschickt. Wir veröffentlichen seinen Brief hier in voller Länge und als Beispiel zivilbürgerlichen Engagements, wie es sich Politiker täglich wünschen – oder?.

Mende oBrief1

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Spiel mir das Lied vom Tod: die neue Leichtigkeit der HIV-Infektion

Bei all der Propaganda für homosexuelle Lebensentwürfe haben diejenigen, die am lautesten schreien, etwas übersehen: HIV/AIDS. Es gibt HIV/AIDS immer noch. HIV/AIDS ist nach wie vor nicht heilbar und nach wie vor sterben jährlich Menschen an HIV/AIDS. Das ist die Realität zur schönen heilen Propaganda homosexueller Beziehung.

HiVAIDS praevalenzDie Quittung für dieses Übersehen und die damit einhergehende Verharmlosung von HIV/AIDS, die haben wir schon vor einiger Zeit ausgestellt: Wie die Zahlen des Robert-Koch-Instituts zeigen, steigt die Anzahl der Neuinfektionen in Deutschland seit einigen Jahren wieder an.

Nun meldet die ARD unter Bezug auf die WHO:

“Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat im vergangenen Jahr eine Rekordzahl von Neuinfektionen mit dem HI-Virus in Europa registriert.”

Weiter berichtet die ARD:

“In Deutschland steckten sich 3525 Menschen mit dem Auslöser der Immunschwächekrankheit AIDS an; eine Rate von 4,4 Fällen je 100.000 Bürger.”

Klingt vernachlässigbar, aber nur, weil zum einen unterschlagen wird, dass die Anzahl der Neuinfektionen seit Jahren wieder steigt und zum anderen der Hinweis fehlt, dass derzeit rund 83.400 Menschen, die an HIV/AIDS erkrankt sind, in Deutschland leben und seit Beginn der Epidemie in den 1980er Jahren 27.600 Menschen in Deutschland an HIV/AIDS verstorben sind.

Ob die Auslassung eine gezielte Verharmlosung ist oder schlichter Unkenntnis auf Seiten des zuständigen Redakteurs der ARD geschuldet ist, mag dahingestellt bleiben. In jedem Fall kann man feststellen, dass eine neue Nonchallance den Umgang mit HIV/AIDS prägt. Zudem zeigt ein Beitrag, den Karten Mende heute auf seiner Kehrseite veröffentlicht hat dass die neue Nonchallance im Umgang mit HIV/AIDS bei manchen HIV/AIDS Infizierten auch dann gegeben ist, wenn es um die Gesundheit anderer geht.

Schlau NRWKarsten Mende zitiert unter Berufung auf eine auf SAT1 veröffentlichte Meldung einen Sprecher des Netzwerkes SchLAu NRW (mit Sitz in Köln) . SchLAu NRW steht für Schwul Lesbisch Bi Trans*Aufklärung und wie man sich diese Aufklärung vorstellen muss, das hat nämlicher Sprecher auf Facebook gepostet:

„Ich habe HIV und würde es wieder tun! Ich habe regelmäßig Sex ohne Kondom. Schutz durch Therapie macht es möglich. Menschen mit HIV sind nicht kriminell!“

SchLAu NRW wird durch das Nordrhein-Westfälische Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter finanziert, so dass wir Karsten Mende vorgeschlagen haben, das Ministerium doch anzuschreiben und nachzufragen, ob diese Aussage eines Sprechers von SchLAu NRW, die irgendwo zwischen peinlich und dumm angesiedelt ist und zudem einen Straftatbestand darstellt, denn die vorsätzliche Infektion eines Dritten mit HIV/AIDS ist ein Straftatbestand, als offizielle Politik des Landes NRW im Hinblick auf den Umgang mit HIV/AIDS anzusehen ist.

Wenn nicht, dann wäre es eigentlich an der Zeit, SchLAu NRW von der Liste der von Steuerzahlern finanzierten ministerialen Günstlinge zu streichen.

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Nachtrag zum Bildungsplan: AIDS-Neuinfektionen nehmen zu

Nachdem es u.a. in Baden-Württemberg Gegenstand des Unterrichts ist, sexuelle Orientierungen zu thematisieren und zu normalisieren, um damit die Toleranz und Akzeptanz gegenüber homosexuellen, inter- und transsexuellen Menschen zu steigern, zeigen Ergebnisse, die das Robert-Koch-Institut (RKI) gerade veröffentlicht hat, dass es notwendig ist, das schulische Curriculum um Risiken und Nebenwirkungen, die sich mit den entsprechenden sexuellen Orientierungen verbinden, zu erweitern.

Das RKI hat die Prävalenzraten für HIV/AIDS Erkrankungen und für das Jahr 2014 veröffentlicht. Der seit 2006 feststellbare Anstieg bei Neuinfektionen, so zeigen die Daten, er setzt sich fort (siehe Abbildung 1).

HiVAIDS praevalenz

Rund 3.200 Menschen wurden im Jahr 2014 in Deutschland mit HIV/AIDS diagnostiziert. 2.700 (84,4%) der diagnostizierten Neuinfizierten sind Männer. Häufigster Übertragungsweg ist Sex zwischen Männern (71,9%). Im Anstieg sind Neuinfektionen durch heterosexuellen Kontakt (siehe Abbildung 2).

HIVAIDS infection

Derzeit leben in Deutschland nach Schätzungen des RKI rund 83.400 Menschen, die an HIV/AIDS erkrankt sind. Bei 70.100 (84%) davon liegt eine entsprechende Diagnose vor. 82% (68.400) der geschätzten und 74,8% (52.400) der diagnostizierten HIV/AIDS-Erkranken sind männlich. Da 84,4% der 2014 neu mit HIV/AIDS Diagnostizierten männlich sind, zeigen die Daten, dass HIV/AIDS Erkrankungen vor allem unter Männern zunehmen und hier vor allem unter homosexuellen Männern (Abbildung 2).

Von seit 1980 an HIV/AIDS Erkrankten sind zwischenzeitlich 27.600 verstorben, 480 davon im Jahr 2014.

Wenn an deutschen Schulen tatsächlich sexuelle Orientierungen popularisiert bzw. per Akzeptanz und Toleranz beworben werden sollen, die mit entsprechenden Risiken und Nebenwirkungen einhergehen, dann müssen die hier berichteten Fakten als Nachtrag in den Bildungsplan eingefügt werden. Schließlich sollen Kinder in Schulen auf das Leben vorbereitet werden, und zum Leben gehören auch Risiken, ob das LSBTTI-Aktivisten nun wahrhaben wollen oder nicht.

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Wolfsburger Killer: Studie lastet Volkswagen mindestens 59 vorzeitige Tode an

“If only everything in life was as reliable as a Volkswagen.”
“It’s not a car, it’s a Volkswagen!”

Mit diesen Slogans hat Volkswagen im angelsächsischen Ausland seine Fahrzeuge beworben. Zeitweise hat sich Volkswagen in seinen Werbespots einen richtig witzigen und ganz und gar undeutschen “touch” gegeben.

used VwDoch das könnte alles für die Katz’ gewesen sein, denn Volkswagen steht neuerdings für Betrug, dafür, dass mit Hilfe von Software Abgaswerte vorgegaukelt werden, die nicht vorhanden sind, um die entsprechenden Grenzwerte virtuell, wenn schon nicht materiell zu unterschreiten.

Der Betrug ist zwischenzeitlich aufgeflogen und Volswagen sieht sich mit der Notwendigkeit konfrontiert, alleine in den USA rund 482.000 Dieselfahrzeuge zurückzurufen und umzurüsten.

Die Kosten für die Umrüstaktion sowie die zu erwartende Strafe durch die US-amerikanische Environmental Protection Agency werden das Defizit von 3,5 Milliarden Euro im Dritten Quartal 2014 weiter steigen lassen, und ob die 6,7 Milliarden Euro ausreichen, die VW zurückgelegt hat, um die Kosten zu decken, die aus dem Abgas-Betrug entstehen werden, ist fraglich.

Und als wäre dies nicht schon genug, kommt nun noch eine Studie von MIT und der Harvard University dazu, eine Studie, die Steven Barrett, Raymond L Speth, Sebastian D. Eastham, Irene C. Dedoussi, Akshay Ashok, Robert Malina und David W. Keith in den Evironmental Research Letters veröffentlicht haben.

Die Studie trägt den Titel “Impact of the Volkswagen emissions control defeat device on US public health“. Und es ist eine gut gemachte Studie – das gleich vorweg.

Ausgangspunkt sind drei Variablen:

  • Durch den Betrug hat VW rund 482.000 Autos in den USA abgesetzt, die rund 40Mal so viel Stickoxid, Ozon und letztlich Feinstaub produzieren, wie gesetzlich erlaubt ist.

Die zusätliche Belastung durch Feinstaub haben die Autoren mit

  • Verkaufszahlen von VW für die Zeit von 2008 bis 2015 kombiniert
  • sowie mit einer Schätzung der Kilometerzahl, die ein VW im Verlauf eines Jahres durchschnittlich zurücklegt.

Auf Grundlage dieser Variablen wurden dann im nächsten Schritt die zusätzliche Belastung mit Feinstaub für Regionen der USA und auf Grundlage lokaler Verkaufszahlen berechnet und mit bekannten Daten zum Gesundheits- bzw. Todesrisiko, das von der Feinstaubbelastung ausgeht, ins Verhältnis gesetzt.

Rund 59 zusätzliche Tote durch die Feinstaubbelastung, die VW mit seinem Betrug verursacht hat, sind das Ergebnis der Berechnung. 59 Personen werden als Folge der höheren Belastung mit Feinstaub im Durchschnitt ein bzw. zwei Jahrzehnte früher sterben als sie ohne die höhere Belastung mit Feinstaub gestorben wären.

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Figure 1. Annual excess VW light duty diesel vehicle NOx emissions in kilotonnes (million kg). Results from 2008 through 2015 (blue) are estimates of actual excess emissions. Results from 2016 onward (red) are forecast based on the existing in-use vehicle fleet assuming no new sales of non-compliant vehicles from September 2015 and no retrofitting (used to calculate the benefit of a return to compliance). The shaded region indicates the 95% confidence interval. The discontinuity is due to the difference in the baseline for past (based on FTP-75 drive cycle measurements) and future (based on a return to regulatory limit) emissions. Barrett et al. (2015).

“We estimate that ~59 early deaths will be caused by 2008–2015 excess emissions with a monetized cost of ~$450m. (…) Morbidity impacts include ~31 cases of chronic bronchitis, ~34 hospital admissions, ~120 000 minor restricted activity days, ~210 000 lower respiratory symptom days, and ~33 000 days of increased bronchodilator usage.”

Die Berechnungen machen deutlich, wie wichtig es für Volkswagen sein wird, die 482.000 Volkswagen, die in den USA die Abgasnorm nicht erfüllen, so schnell wie möglich umzurüsten, um zusätzliche Kosten zu vermeiden:

“If no recall is made we estimate that the existing affected vehicles will cause ~140 early deaths from 2016, with a monetized cost of ~$910m. However, if the vehicles are recalled and brought into compliance by the end of 2016 then 93% of these deaths and 92% of the costs can be avoided. … , this means that bringing the vehicles into compliance in 2016 can avert 66% of total early deaths and 62% of monetized costs.”

Die Schätzung von Kosten in Höhe von 910 Millionen US-Dollar, Kosten, die durch den vorzeitigen Tod von Personen entstehen, sollten Volkswagen Beine machen, denn die in den USA notorisch hohen Schadensersatz- und Schmerzensgeldzahlungen sind darin noch gar nicht enthalten, und man kann sicher sein, dass findige Anwälte, die auf der Suche nach einem hohen Einkommen sind, die Angehörigen von vorzeitig an Bronchitis oder sonstigen Erkrankungen der Atemwege, die auf Feinstaub zurückgeführt werden können, Verstorbenen zusammentrommeln werden, um eine Sammelklage gegen VW anzustrengen – und das wird dann richtig teuer.

Barrett, Steven R. H., Speth1, Raymond L., Eastham2, Sebastian D., Dedoussi, Irene C., Ashok, Akshay, Malina, Robert & Keith, David W. (2015) Impact of the Volkswagen emissions control defeat device on US public health.

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Der Bayerische Rundfunk weiß: Der Bürger ist ein kleines, dummes Ferkel

Im Hitchhiker’s Guide through the Galaxy steht geschrieben, dass es im weiten Universum einen Planten gibt, auf dem die Bewohner einer Vielzahl von überflüssigen Busybodys leidig geworden sind. Unter einem Vorwand haben sie die überflüssigen Existenzen in ein eigens konstruiertes Raumschiff gelockt und auf die Reise in die unermesslichen Weiten des Weltalls geschickt.

Sie sind auf der Erde gelandet, und haben diese besiedelt.

Das mag erklären, warum in der modernen Belehrungskultur eine Horde von Gutmenschen Amok läuft und derzeit noch tolerante Mitmenschen mit absurden Ratschlägen, beleidigenden Belehrungen und hysterischem Paternalismus überzieht.

So wie heute, denn heute, für alle die es nicht wissen, heute ich Welttag des Händewaschens.

BR HaendewaschenNun, Sie, die sie gerade lesen, was wir geschrieben haben: Wie oft haben Sie heute schon die Hände gewaschen? Und haben sie die Hände auch richtig gewaschen, nicht einfach unter Wasser gehalten, sondern “mindestens 20 Sekunden lang“? Nicht 19 oder 18, nein, mindestens 20 Sekunden müssen Hände gewachsen werden, um eklige kleine Mikroorganismen zu töten.

Für den Genozid an Mikroorganismen ist es zudem notwendig, “Flüssigseife oder Waschlotion” zum Einsatz zu bringen, denn: “Wasser allein tötet keine Keime”. Und weil der Genozid an Mikroorganismen durch Händewachsen zu wichtig ist, als dass man ihn den kleinen dummen Ferkeln von Bürgern überlassen könnte, von denen der Bayerische Rundfunk aus nicht bekannten Quellen weiß, dass nur “jeder Dritte vor dem Kochen oder nach dem Toilettengang” die Hände wäscht, deshalb gibt es die Anleitung für die bürgerlichen Ferkel:

“Und so geht’s: Hände nassmachen, einseifen – dabei Handrücken, Fingerzwischenräume und Daumen nicht vergessen – und dann ordentlich reiben und rubbeln. Anschließend unter fließendem Wasser gut abwaschen. … Wichtig ist auch, sich nach dem Waschen die Hände gut abzutrocknen … Waschen Sie ihre Hände mehrmals am Tag, beispielsweise nach dem Toilettenbesuch, vor dem Kochen und Essen, nach dem Naseputzen oder wenn man nach Hause kommt.”

Das schreiben wir jetzt alle mindestens 100 Mal auf die Schiefertafel, die man beim Bayerischen Rundfunk vermutlich unter den Stichwort “bürgerliche Ferkel” anfordern kann und lernen es auswendig.

Aber nicht, dass jetzt einige zu Händewaschfetischisten werden, denn die positiven Effekte von Händewaschen werden nicht einfach dadurch maximiert, dass man alle 5 Minuten die Hände wäscht. Nein, denn:

“Eine wenig erfreuliche Nebenwirkung hat das häufige Händewaschen allerdings: Die Haut trocknet aus. Deshalb am besten ab und zu Hände eincremen. Tun Sie das aber nicht zu oft, denn auf fettigen Belägen an Tisch und Tastaturen tummeln sich gerne Bakterien”.

Das richtige Eincremen von Händern wird zum Welt Händeeincremetag thematisiert. Bis dahin lautet die Aufgabe für die Bürgerferkel mehr Bakterien durch Händewaschen zu vernichten als durch das anschließende Händeeincremen wieder produziert werden.

Wer die Aufgabe löst erhält vom Bayerischen Rundfunk vermutlich das Zertifikat, öffentlich-rechtlich zertifizierter Händewascher, ein Zertifikat, das ihm vor allem in Parteien, Gewerkschaften und politischen Stiftungen und bis hin zum Gesundheitsministerium den Weg nach oben ebnen wird. Außerdem darf sich jeder zertifizierte Händewascher darüber freuen, dass er tote Kinder vermieden hat, denn:

“Nicht einmal jeder Dritte tut es: Händewaschen … In zahlreichen Ländern könnte es sogar Kinderleben retten.”

HitchhikerWas gibt es wichtigeres auf dieser Welt, als Kinderleben zu retten – ein Erwachsenenleben retten? Sicher nicht! – Vermutlich könnte man mehr Kinderleben retten, wenn man Zugang zu sauberem Trinkwasser sichern würde – aber lassen wir das und retten Kinderleben und mit so wenig Einsatz, einfach nur mehrmals die Hände waschen und eincremen (nicht zu heftig). Ein Kinderleben sollte uns dieses kleine Opfer und die Entwicklung vom bürgerlichen Ferkel zum öffentlich-rechtlich zertifizierten Händewascher doch wert sein – oder?

Das Gerücht, dass Douglas Adams die Idee zur Besiedlung der Erde, die oben dargestellt wurde, am Welttag des Händewaschens gekommen ist, ist übrigens falsch. Es war vermutlich der Welttag der Telefondesinfizierer.

Infantiler Machbarkeitsglaube: Komm’ wir wechseln das Geschlecht

“Nichts ist unmöglich” – so warb einst Toyota.

nothing is impossible 2Und manche scheinen diesen Marketing-Spruch ernst zu nehmen, und zwar in einer Weise, die in einen Machbarkeitsglauben mündet, der Wissenschaftler, die sich mit Moden und Trends in einer Gesellschaft, die sich mit den Prämissen beschäftigen, auf denen die soziale Inszenierung von Persönlichkeit basiert, eigentlich faszinieren müsste.

Tut er aber nicht, vermutlich deshalb, weil die meisten Stellenbesetzer auf entsprechenden Positionen in Soziologie, Kulturwissenschaft und Zeitgeschichte so sehr mit der Inszenierung der eigenen Wissenschaftlichkeit beschäftigt sind, dass sie gar keine Zeit mehr dafür haben, sich einer Fragestellung zu widmen.

Mit dem Machbarkeitsglauben geht ein Konstruktivismus einher, der selbst Pyrrho, den alten Skeptiker, aus der Fassung gebracht hätte, erstreckt sich die neue Form der Konstruktion, doch auf alles und jeden und spart selbst die Realität nicht aus. Wem die Realität nicht passt, der konstruiert sich eine neue Realität.

Was früher als Geisteskrankheit galt, als Indiz dafür, dass jemand nicht mehr alle Tassen im Schrank hat, es ist heute an Hochschulen institutionalisiert, wo Lehrstuhlbesetzer verkünden, dass anything goes: Nichts ist mehr sicher und alles ist möglich, denn alles ist konstruiert, vom Geschlecht angefangen über die Wahrnehmung bis hin zur Realität. Vergessen sind die alten Empiriker, die noch wussten, dass die Realität z.B. durch Sprache beschrieben wird, aber nicht durch Sprache verändert oder gar geschaffen werden kann.

Hume treatiseDer Unverstand seiner Zeitgenossen hat David Hume dazu getrieben, Rosen zu züchten und Philosophie, Philosophie sein zu lassen. Angesichts des im radikalen Konstruktivismus gesammelten Unverstands moderner Zeiten ist nicht auszuschließen, dass Hume zu militanteren Mitteln greifen würde, müsste er mit ansehen, wie das, was er in seiner Untersuchung über den menschlichen Verstand gezeigt hat, in sein Gegenteil verkehrt und behauptet wird, der menschliche Verstand schreibe die Wirklichkeit vor, gehe der Realität vor.

Der neue Konstruktivismus, man könnte ihn auch als neue Überheblichkeit bezeichnen, wäre da nicht die mit ihm einhergehende Naivität und Unkenntnis, die z.B. in seinen Teilbereichen der Gender Studies oder dessen, wozu die Wissenssoziologie verkommen ist, vorhanden ist, jene Unkenntnis, die alles erfrieren lässt, was man gerade noch als Bezeichnung auf den Lippen hatte.

Nein, der neue Machbarkeitsglaube, er geht mit einer Unkenntnis einher, die nur noch durch die zugehörige Infantilität und Flucht vor der Realität übertroffen wird.

Die neuen Konstrukteure, sie müssen vor der Realität fliehen, denn die Realität bringt diese unangenehmen Fakten mit sich, Fakten, die einfach sind, völlig unkonstruierbar und da: So kann man konstruieren so lange man will, aber Tod und Verstümmelung, sie gehen nicht weg. Deshalb darf über Tod in der Welt der infantilen Machbarkeits-Konstrukteure nicht gesprochen werden und über Verstümmelung nur hinter vorgehaltener politischer Korrektheit, die den Verstümmelten, dem ein Arm fehlt, dann zum zu unrecht aufgrund fehlender Fähigkeiten von Ableisten Diskriminierten stempelt, der natürlich genau so Weltmeister im Boxen werden kann, wie jeder, der mit zwei Armen unterwegs ist.

nothing is impossible 1Die Infantilität, die diese Konstrukteure anleitet, sie führt dazu, dass sie die ersten sind, die Behinderte verspotten und diskriminieren, dadurch, dass sie sich weigern, Behinderte als Menschen anzuerkennen, die bestimmte Fähigkeiten eben nicht haben (andere dagegen schon). Man kann nun einmal einen fehlenden Arm nicht herbei-konstruieren.

Die Gefahr, die von den infantilen Konstrukteure ausgeht, sie ergibt sich gerade aus der Realitätsverweigerung, die mit dem Konstruktionseifer einhergeht, denn in der Welt der Konstruktionseiferer gibt es keine negativen Folgen, keine negativen Ereignisse, die mit dem verbunden sein können, was den Konstrukteuren wichtig ist.

In ihrer Welt gibt es Schönheitsoperationen. Dass Schönheitsoperationen, der Versuch, die eigene Person (und mit ihr die Persönlichkeit) als optimal zu konstruieren, regelmäßig in einem bemitleidenswerten und eine neue Hässlichkeit konstituierenden Plastik-Mutanten resultieren, der der Vorstellungswelt von HP Lovecraft oder von Hieronymus Bosch entsprungen sein könnte, das kommt in der Welt derer, die sich von dem chirurgischen Eingriff Äußerlichkeiten versprechen, die selbst dann, wenn sie eintreten würden, vom vorhandenen Intellekt ad absurdum geführt würden, nicht vor.

In der Welt der infantilen Konstrukteure gibt es sexuelle Orientierung und Homosexualität ohne Risiken und Nebenwirkungen, Die sexuelle Befreiung der 1970er sie findet unter Ignorierung von HIV/AIDS, meldepflichtigen Geschlechtskrankheiten und sonstigen übertragbaren Unappetitlichkeiten statt. Letztere kommen nur in der Realität vor. Die Konstruktion der Realität sie ist fun, XXL-fun, an dem man sich im wahrsten Sinne des Wortes totlachen kann.

Schließlich gibt es in der Welt der infantilen Konstrukteure nur das, was man will. Was man will, ist oft nicht, was man hat. Selbst im Hinblick auf die eigene Persönlichkeit, die eigene Person, ist oft Defizitäres zu berichten. Und wo früher Menschen mit ihren körperlichen oder psychischen Defiziten leben mussten oder zu leben gelernt haben, wo sie sich dem Leben gestellt haben, da herrscht heute der Fluchtinstinkt vor, der die Fluchtrichtung gleich vorgibt, hin in die schöne neue Welt der umfangreichen Machbarkeit, in der selbst Personen, die sich einbilden, ihre weibliche Psyche sei in einem männlichen Körper gefangen oder umgekehrt, die denken, ihre männliche Psychologie habe ein weibliches Gefängnis gefunden, an ihrer Misere etwas ändern können: per Geschlechtsumwandlung.

Man nehme ein paar Hormone, blocke andere Hormone und schon wird aus dem eingebildeten Mann im weiblichen Körper ein eingebildeter Mann im männlichen Körper bzw. aus der eingebildeten Frau im männlichen Körper eine eingebildete Frau im weiblichen Körper. So jedenfalls ist es in der eingebildeten Welt der realitätsflüchtenden Konstrukteure, des “nichts ist unmöglich”.

In der Realität, vor der die Konstrukteure flüchten, ist es jedoch anders. In dieser Realität verändert die Aufnahme von Testosteron und das Blocken von Östrogen, oder umgekehrt, die Chemie des Gehirns, und vermutlich ist die Chemie des Gehirns nicht alles, was verändert wird. Wer sagt denjenigen, die ihr biologisches Geschlecht an ihre Einbildung anpassen wollen, dass sie nach der Veränderung noch derselbe Mensch sind? Es ist ein weiterer Beleg für die Infantilität der Konstrukteure, dass ihnen solche Fragen nicht einmal in den Sinn kommen, nicht einmal dann, wenn Forschungsergebnisse wie die von Dr. Siegfried Kasper und Dr. Rupert Lanzenberger (sowie neun weitere Mitautoren), die im Wandel befindliche Transsexuelle beobachtet und untersucht haben, dies nahelegen.

RealitaetsverlustTranssexuelle auf dem Weg von einem Mann zu einer Frau zeigen ein reduziertes Niveau von SERT. Transsexuelle auf dem Weg von einer Frau zu einem Mann zeigen ein erhöhtes Niveau des Proteins SERT. SERT ist für die Aufnahme von Serotonin zuständig. SERT ist für erhöhte Resilienz, ein reduziertes Risiko für Stresssymptome und eine geringere Anfälligkeit für Depression und mentale Störungen verantwortlich. Transsexuelle verändern also nicht nur ihr biologisches Geschlecht, sondern auch ihre Gehirn-Chemie (und was sie sonst noch in ihrem Gehirn verändern, ist eine offene Frage). Im Ergebnis sind Transexuelle, die biologisch zum Mann geworden sind, weniger anfällig für Depression, mentale Störungen und resilienter gegenüber ihrer Umwelt, währen Transsexuelle, die nun biologisch zur Frau geworden sind, eher depressiv werden und mentale Störungen entwickeln, als dies vor ihrer Geschlechtsumwandlung der Fall war.

Infantiler Machbarkeitsglaube kennt nur Veränderungen zum Besseren. Er ist bar jeglicher Kenntnis unerwünschter und unbeabsichtigter Folgen und stampf mit dem Fuß gegen die Realität auf, in der diese Unanehmlichkeiten gegeben sind, eine Welt, in der Homosexuelle häufiger an HIV/AIDS erkranken und sterben als Heterosexuelle und eine Welt, in der Depressionen und mentale Störungen bei Frauen häufiger sind als bei Männern. Und das sind nur zwei der Risiken und Nebenwirkungen, die das Leben so mit sich bringt und von den infantile Konstrukteure nichts wissen bzw. dies sie nicht würden wahrhaben wollen, wären sie ihnen bekannt.

Kranz, Georg S. et al. (2015). High-Dose Testosterone Increases Serotonin Transporter Binding in Transgender People. Biological Psychiatry 78(8): 525-533.

Ernährungsexperten: Fette Leute besser überwachen!

Gestern war Welt-Adipositas-Tag.

Haben Sie es bemerkt, oder haben sie, wie ein aus Gründen des Datenschutzes nicht näher bezeichnetes Mitglied der ScienceFiles-Redaktion in völliger Ignoranz und ohne jegliches Welt-Adipositas-Tag-Bewusstsein beim Rugby-Spiel zwischen Irland und Frankreich für Irland gefiebert und einfach so Chips gegen die Nervosität in sich gestopft?

World_Obesity_Day_Logo_RGBDer Welt-Adipositas-Tag war nämlich kein Tag der Gleichstellung, an dem Personen, die unter den Grenzen des BMI verbleiben, ab denen man erst als dick und dann als fett (adipös ist die politisch korrekte Variante von fett) gilt, alles ihnen Mögliche unternehmen, also essen sollten, um mit den Adipösen gleichzuziehen, nein, der Adipositas-Tag ist ein Tag der Besinnung und der Mahnung, Besinnung dann, wenn es um Chips geht, Mahnung dann, wenn man Ernährungsexperte ist.

In Hohenheim gibt es gleich zwei, die sich als Ernährungsexperten bezeichnen lassen: Nanette Ströbele-Benschop, offensichtilch auch ein Doppelnamenexperte und Stephan Bischoff ohne auf Anhieb erkennbare zusätzliche Qualifikation in einem weiteren Expertengebiet.

Und das sagen die Experten aus Hohenheim:

  1. Wer fett ist, der kann gesundheitliche Probleme bekommen (Und das sagt der Gesundheitsexperte von ScienceFiles: Wer nicht fett ist, der kann auch gesundheitliche Probleme bekommen).
  2. Wer fett ist und abnehmen will, spricht in der Regel gut auf entsprechende “Maßnahmen zur Gewichtsreduktion” an.
  3. Wer gut auf “Maßnahmen zur Gewichtsreduktion” anspricht, (fr)isst sich in der Regel nach Abschluss der “Maßnahmen zur Gewichtsreduktion” auf den alten Waagenstand.
  4. Diese Wiederaufnahme alter (Fr)Essgewohnheiten ist angesichts der Bemühungen von Ernährungsexperten wie Ströbele-Benschop, das Gewicht von Fetten zu reduzieren und deren Waage zu entlasten, undankbar, ja kriminell, was letztlich dazu führt, dass Stephen Bischoff die Terminologie der Kriminologie bemüht und die “Rückfallquote” als “sehr hoch” – mindestens 2/3″ schätzt. Der Rückfallquotenschätzexperte von ScienceFiles ist dagegen der Ansicht, die entsprechende Rückfallquote betrage 4/7.
  5. Weil viele Fette nach Abschluss der “Maßnahmen zur Gewichtsreduktion” wieder anfangen, das verlorene Fett durch Maßnahmen der Gewichtserhöhung wiederzugewinnen, ist für die Ernährungswissenschaftler Ströbele-Benschop und Bischoff klar: Dass die Fetten nicht wieder essen und nicht wieder fett werden, das ist ein Problem, “zu dessen Lösung die gesamte Gesellschaft beitragen muss”. Hier ist die “Gesellschaft in der Pflicht” und hier ist “ein gesamtgesellschaftlicher Diskurs dringend geboten”.

Wie nun, kann die Pflicht der Gesellschaft aussehen?

Eigentlich gibt es für “die Gesellschaft” nur die Möglichkeit, sich zunächst aus dem Abstraktum “Gesellschaft” in die Mitglieder der Gesellschaft, z.B. Klaus Peter Schmalhans zu reduzieren und Klaus Peter Schmalhans wie alle seine Bekannten und Verwandten und nahezu jeden, der Susanne Dick kennt,  in die Pflicht zu nehmen. Es ist die Pflicht von Schmalhans et al. Dick daran zu hindern, die Bemühungen der Gewichtsreduktion, die von Ernährungsexperten wie Ströbele-Benschop und Bischoff mit entsprechenden Maßnahmen vorgenommen wurden, zu unterlaufen. Deshalb müssen sie Dick rund um die Uhr überwachen und ein strenges Regime aufziehen, das den Erfolg der “Maßnahmen zur Gewichtsreduktion” sicherstellt: Der Kühlschrank ist mit einer Kette zu sichern. Alle Lieferanten von Pizzen oder anderer Art des zubereiteten Essens auf Anfruf, sind dahingehend zu unterrichten, dass Bestellung von Susanne Dick nicht mehr aufzunehmen und auszuführen sind. Supermärkte und andere Orte, an denen sich Dick unbeaufsichtigt mit Nahrungsmittel versorgen könnte, sind mit einem Steckbrief von Dick, der an allen Kassen angebracht wird, zu versehen, damit es Dick verunmöglicht wird, die “Maßnahmen zur Gewichtsreduktion” durch Rückfallkriminalität und anschließende Wiederaufnahme von Gewichtszunahmedelinquenz zu unterlaufen. Dies sind nur einige der gesellschaftlichen Pflichten, die erfüllt werden müssen, um dafür zu sorgen, dass Dick den Erfolg der “Maßnahmen zur Gewichtsreduktion” nicht nachträglich in Frage stellt.

Nun gibt Ströbele-Benschop zu bedenken, dass es eine “grundsätzliche Frage” sei, “inwieweit die Gesellschaft dem Einzelnen vorgeben darf wie er zu leben hat”.

“Das Dilemma erläutert sie [Ströbele-Benschop] an einem Beispiel: „Solange Gummibärchen günstiger sind als Äpfel, ist die Kaufentscheidung für ärmere Menschen schwierig. Andererseits – sollten Gummibärchen Luxusgüter werden?“

Aldi sued aepfelDer Aldi-Einkaufsexperte von ScienceFiles sagt dazu: Eine 300g Packung Haribo Goldbärchen kostet bei Aldi-Süd 0,89 Euro, ein Kilo Äpfel “Braeburn” kostet ebenfalls 0,89 Euro (nicht näher bezeichnete “frische Äpfel” sind für 0,69 Euro pro Kilo erhältlich, kurz: Äpfel sind billiger als Gummibärchen und nicht umgekehrt).

Der ScienceFiles-Adipositas-Bekämpfungsexperte sagt auf Basis dieser Information: Kaufen “ärmere Menschen” Goldbären anstelle von Äpfel, obwohl der Preis für ein Kilo Äpfel dem Preis von 300g Haribo Goldbären entspricht, so muss von vorsätzlicher Fresserei ausgegangen werden. Vorsätzlich herbeigeführte Adipositas stellt einen Tatbestand dar, der sofortige Maßnahmen wie die oben am Beispiel von Susanne Dick beschriebenen rechtfertigt, entsprechend kann der “gesellschaftliche Diskurs”, den die beiden Ernährungsexperten Sträbele-Benschop und Bischoff fordern, entfallen und durch gesellschaftliche Handlung, zu der die Gesellschaft sich in der Pflicht befindet, ersetzt werden.

Und das ist es doch eigentlich, was den Adipösen-Jägern aus Hohenheim wirklich vorschwebt – oder?

Es ist übrigens nicht nur bedenklich, sondern hochbedenklich, dass Ernährungsexperten wie Ströbele-Benschop Gummibärchen mit einer Ablehnung entgegentreten, die nur als Gummibärchen-Xenophobie bezeichnet werden kann und die dazu führt, dass der tatsächliche Wert von Gummibärchen nicht mehr wahrgenommen, statt dessen untertrieben wird, denn von Objekten xenophober Einstellung ist ja bekannt, dass sie in großen Mengen und billig zu haben sind.

Wir fordern: Meldestelle für Halfwit-Speech!

Heiko Mass und nicht nur er fordert eine Meldestelle für Hatespeech – weil Hatespeech so furchtbar gefährlich ist. Dass Hatespeech ganz furchtbar gefährlich ist und zu Straftaten en masse führt, das wurde bislang zwar in nicht einer einzigen wissenschaftlichen Studie belegt, aber: Politiker wie Heiko Mass sind ja nicht an den Folgen, dem messbaren Ergebnis von etwas interessiert, sondern an Kontrolle und um Kontrolle zu erreichen, z.B. über die Meinungen, die frei geäußert werden dürfen, muss man eben phantasiereich sein und sich vorstellen, vorsagen und es schließlich glauben, dass etwas, was man gerade erfunden hat, ganz erhebliche Konsequenzen hat, die man zwar nicht nachweisen und nicht belegen kann, aber die dennoch da sind.

Diese Art des ich phantasiere etwas, also gibt es das, was ich phantasiere, ist Teil eines Syndroms, mit dem wir uns schon seit längerem beschäftigen, ein Syndrom, das Politiker im Speziellen und Funktionäre im Allgemeinen ihre Phantasien als Realität ausgeben sieht, sie Lügen verbreiten sieht, Studien, die sie nicht verstanden haben, entstellen sieht und zu den weitreichendsten Schlüssen auf Grundlage von keinerlei empirischer Evidenz kommen sieht.

hate_speech1Wir definieren ab sofort die beschriebene Art von Aussagen als Halfwit-Speech. Halfwit bezeichnet im Englischen eine Person, deren kognitive Fähigkeiten sie nicht in die Lage versetzt, komplexe Zusammenhänge zu erfassen oder Transferleistungen vorzunehmen, die aufgrund dieser kognitiven und geistigen Schwäche nicht in der Lage ist zu erkennen, dass andere, z.B. Bürger, die entsprechende kognitive Schwäche nicht teilen und deshalb ohne Skrupel Behauptungen aufstellt, die sich bei auch nur oberflächlicher Betrachtung als falsch, erfunden oder erlogen heraustellen.

Da Politiker und Funktionäre in der Öffentlichkeit stehen und Zugang zu öffentlich-rechtlichen Medien haben, die, wie wir schon häufig belegt haben, von Funktionären geäußerte falsche, erfundene oder erlogene Behauptungen einfach verbreiten, da, mit anderen Worten, Funktionäre, die falsche, erfundene oder erlogene Behauptungen als Fakten ausgeben und verbreiten, einen kognitiven Schaden bei Leichtgläubigen oder jüngeren Menschen verursachen können, die noch an das Gute und das Wissen z.B. im Politiker glauben, fordern wir die Einrichtung einer Meldstelle für Halfwit-Speech.

Zwar gilt, wie wir mit Heiko Mass feststellen müssen, auch (oder selbst) in Deutschland Meinungsfreiheit, aber das bedeutet nicht, dass Funktionäre im Allgemeinen und Politiker im Besonderen jede falsche Behauptung, jede Lüge und jeden Unsinn, der ihnen einfällt, einfach so verbreiten dürfen. Funktionäre haben eine öffentliche Funktion, können Vorbild für noch nicht stabile Persönlichkeiten sein und haben somit eine besondere Veranwtortung für den Umgang mit Fakten und Wahrheit.

Deshalb ist es notwendig, Hinweise auf Aussagen von Funktionären und Politikern, die falsch, erfunden, erlogen oder aus welchen Gründen auch immer nicht mit den Grundsätzen von Redlichkeit und Ehrlichkeit und Wahrheit und geistiger Gesundheit in Einklang gebracht werden können, bei einer Meldestelle für “Halfwit-Speech” zu sammeln, sie von den dort versammelten Spezialisten prüfen zu lassen und dann, wenn sie sich als falsch, erfunden oder erlogen herausstellen sollten, aus dem Internet und aus allen Publikationen zu löschen, in denen sie ohne Kritik und ohne Hinweis auf ihre Falschheit verbreitet werden. Funktionäre, die wiederholt bei der Meldestelle wegen falscher, erfundener oder erlogener Aussagen auffallen, sind von der Teilnahme am öffenlichen Diskurs auszuschließen oder ihre Aussagen mit dem Zusatz zu versehen: “Vorsicht Halfwit – Wenn Sie dies Aussage ernst nehmen, dann kann dies ihre kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigen und zu Verblödung führen“.

Halfwit-Speech kommt in vielen Varianten:

HalfwitspeechBeispiele für Halfwit-Speech, die wir in der Vergangenheit dokumentiert haben, betreffen z.B. die Behauptung, es gebe einen Gender Pay Gap, die Behauptung, Homosexuelle würden diskriminiert und begingen häufiger Selbstmord als Nicht-Homosexuelle. Halfwit-Speech umfasst Behauptungen über das begabtere Geschlecht, knüpft den Schulerfolg von Mädchen an das Vorhandensein von Mädchentoiletten, umfasst Geschichtsklitterung, Versuche, Wahlergebnisse vorab zu fälschen, nimmt benebelte oder umnebelte, in jedem Fall aber falsche Interpretationen der Ergebnisse vermeintlicher Studien vor oder manipuliert die entsprechenden Ergebnisse gleich selbst.