Das erklärt alles: Aktivisten, Genderisten, Ideologen, Missionare, Überzeugungstäter …

Regelmäßig berichten wir auf ScienceFiles von Menschen, die Eingebungen haben, die etwas empfinden, denen sich etwas offenbart hat, kurz, die in vollkommen irrationaler Weise an bestimmten Inhalten hängen.

Da gibt es die Gruppe der politischen Aktivisten, die mit viel emotionaler Energie gegen diejenigen kämpfen, die sie als Andersgläubige identifiziert haben. Ihr Aktivismus basiert auf der Überzeugung, selbst zu den besseren Menschen zu gehören, eine Überzeugung, die ihnen offenbart wurde, denn begründen können sie die angebliche Überlegenheit ihrer eigenen Position in keiner Weise.

AntifaUntergruppen dieser politischen Aktivisten sind z.B. Genderisten, denen ein Gendergott die Botschaft offenbart hat: Alles ist Geschlecht, Geschlecht ist grundlegend, determiniert das Denken, das Sein, das Universum und den ganzen Rest und die unterschiedlichen Geschlechter, seien es 2 oder “unzählige”, die Hans-Jürgen Voss nicht gezählt hat, sie stehen sich antagonistisch gegenüber: weiblich ist gut, männlich ist schlecht, weiblich ist friedlich, männlich ist kämpferisch, weiblich ist kommunitaristisch, männlich ist konkurrenzsuchend usw.

Die Dualität des Geschlechts passt sich prima in den Alltag politischer Ideologen ein, deren Daseinszweck darin besteht, die Überlegenheit der eigenen Ideologie zu behaupten und alle, die sie anzweifeln, als ideologische Feinde zu betrachten, die manche zu missionieren suchen, in dem sie versuchen, Einfluss auf die Verarbeitung von Informationen durch Menschen zu nehmen. Die Mission dieser Ideologen beginnt in der Schule, in der Schülern bereits das ideologische Heil verkündet wird und sie zieht sich durch das Leben von Menschen, z.B. als Sprachvorgaben, als Umverteilung von Einkommen, als Straßenschild oder Ampelmännchen und vieles mehr.

Und, nicht zu vergessen, es gibt die Überzeugungstäter, die denen, die sich nicht zum richtigen Glauben bekehren lassen wollen, mit Gewalt zu Leibe rücken, die Veranstaltungen stören, Veranstaltungen verhindern wollen, die aufmarschieren, Autos in Brand stecken und, wie in der Geschichte eindrücklicht belegt, Andersdenkende um die Ecke bringen (wollen).

Seit Dekaden mühen sich Sozialpsychologen und Soziologen, Politikwissenschaftler und Psychologen herauszufinden, was die treibende Kraft hinter der Überzeugung der Genannten, hinter Aktivisten, Genderisten, Ideologen, Missionaren und Überzeugungstätern ist. Wie kommt es, dass die entsprechenden Personen ihre Überzeugung als Wahrheit begreifen, davon ausgehen, sie gehörten zu einem kleinen Kreis Erlauchter, denen die Wahrheit offenbart worden sei, denken, ihr eingebildeter Vollbesitz der Wahrheit rechtfertige es, Andersdenkende zum wahren Glauben zu bekehren und zwar mit allen legalen und illegalen Mitteln, die zur Verfügung stehen?

Harvard Medical SchoolForscher von der University of Queensland und der Harvard Medical School könnten die Antwort auf dieses Rätsel der Sozialwissenschaften gefunden haben. Sie haben 31.261 Erwachsene im Alter von 18 Jahren oder älter aus 18 Nationen (darunter Deutschland), die im Rahmen des World Mental Health Survey der WHO befragt wurden, untersucht und sind mit einem erstaunlichen Ergebnis an die Öffentlichkeit getreten,

“Psychotic Experiences in the General Population. A Cross-National Analysis Based on 31.261 Respondents From 18 Countries”, so der Titel des Beitrags, den John McGrath und 24 Ko-Autoren im Journal of the American Medical Association – Psychiatry veröffentlicht haben.

“Wir haben gedacht, dass nur Menschen mit einer Psychose Stimmen hören oder Wahnvorstellungen haben. Aber nun wissen wir, dass Personen, die im täglichen Leben zu funktionieren scheinen und als gesund gelten, diese Erfahrungen haben”, so fasst John McGrath die Überraschung darüber zusammen, dass 5,8% der 31.261 Befragten, also 1.813 Befragte angaben, schon mindestens einmal Stimmen gehört zu haben, die außer ihnen niemand gehört hat oder Wahnvorstellungen gefolgt zu sein.

Gefragt haben McGrath und seine Ko-Autoren u.a. nach den folgenden Halluzinationen oder Wahnvorstellungen:

  • Das Sehen von Dingen, die sonst niemand sieht.
  • Das Hören von Dingen, die sonst niemand hört.
  • Die Überzeugung, eine mysteriöse Macht oder eine Kraft habe wichtige Dinge mitgeteilt.
  • Die Überzeugung, eine mysteriöse Macht oder eine Kraft habe die Gedanken übernommen.
  • Die Überzeugung, eine mysteriöse Macht oder Kraft habe einem etwas Wichtiges mitteilen wollen.

Eh voilá.

Hat noch jemand Fragen?

Wie häufig haben wir uns schon gewundert, dass politische Aktivisten, Extremisten von links wie von rechts durch die Welt laufen und ihr jeweiliges Heil verkünden wollen, ohne dieses Heil in seinen Ursachen und Wirkungen begründen zu können?

Wie lange haben wir uns nun schon gewundert, dass Genderisten nicht in der Lage sind, die einfachsten Fragen zu ihrer wissenschaftlichen Methode und ihrem Erkenntnisinteresse zu beantworten?

Wie intensiv ist unsere Verwunderung regelmäßig, wenn z.B. Politiker im Brustton der Überzeugung den größten Unsinn absondern und dennoch der Überzeugung sind, sie würden ernst genommen?

Nun, das Wundern hat ein Ende.

Die entsprechenden Überzeugten, sie sind im Auftrag des Herrn oder im Auftrag einer mysteriösen Macht oder im Namen einer besonderen Kraft unterwegs, die sich ihnen mitgeteilt hat, als Vision, als Erscheinung, die zu Ihnen und nur zu ihnen gesprochen hat, als Gedanken-Intervenierer oder als einfacher Mitteiler. Wichtig ist, dass die Wahrheit nicht etwa breit gestreut wird, nein, sie teilt sich nur einer kleinen Gruppe Erwählter und besonders leicht zu Überzeugender mit, denen, die nicht hinterfragen, die sich nicht wundern, wenn von ihnen Glauben verlangt und Wissen verweigert wird.

chosen schizophrenicInsgesamt 5,8% der Bevölkerung, so die Berechnungen von McGrath und Kollegen, bildeten sich ein, sie seien erhaben, auserwählt, ihnen habe jemand etwas offenbart und gelten dennoch als normal, sind entsprechend nicht oder noch nicht in psychiatrischer Behandlung. Nicht alle, denen etwas offenbart wurde, bleiben ihr Leben lang Anhänger des Offenbarten. Einige, so sagt McGrath, erholen sich wieder, finden den Weg zurück in die Gesellschaft der Normalen. Andere dageben verharren im Zustand des Apostels und ziehen durch die Welt, um zu missionieren, zu bekehren, zu verkünden, Lehrstühle zu besetzen, in Bürgerschaften und Parlamente gewählt zu werden und vieles mehr.

5,8% ist der Anteil derer, die Stimmen hören und Visionen haben, 5,8% von rund 80 Millionen Deutschen sind 4.640.000 Personen, genug, um Parlamente, Antifa, Rechtsextreme, Linksextreme, Gender Studies, Parteien, Gewerkschaften und vieles mehr zu besetzen.

McGrath, John J. et al. (2015). Psychotic Experiences in the General Population. A Cross-National Analysis Based on 31 261 Respondents From 18 Countries. JAMA-Psychiatry.

Die Professur als Lachplatte

Der Nachfrage nach Texten, die Lann Hornscheidt zum Gegenstand haben, wie wir sie u.a. in den Suchbegriffen “Lann Hornscheidt Straftat” “Lann Hornscheidt Münklerwatch” oder “Profx” sehen, die über eine entsprechende Google-Suche zu ScienceFiles führen, wollen wir auch heute gerecht werden.

Den Stoff, aus dem das neue Kapitel zu Lann Hornscheidt ist, verdanken wir Michael Baleanu, der uns in einem Kommentar auf das Blog Mann-om-man hingewiesen hat. Dort wiederum findet sich ein Post, der mit “Statushohe Positionen, feministisch gesehen” überschrieben ist.

xGegenstand dieses Post ist eine vermeintliche Diskussion über gendergerechte Sprache unter dem Titel “Sag’s korrekt Bitch!”. (Für alle, die des Englischen nicht mächtig sind, Bitch übersetzt man u.a. als Hündin, als Weibsstück, als Miststück, als Zicke, als Luder oder Hure). Was genau mit Bitch gemeint ist, das zu bestimmen, überlassen wir unseren Lesern. Was die Verantwortlichen der Taz, die die Bitch-Diskussion organisiert haben, damit gemeint haben, ist eine andere Frage.

Wie dem auch sei, wer sich das Lann Hornscheidt unter dem Titel “Sag’s korrekt Bitch!” oder unter nämlicher Aufforderung als Video zumuten will, der kann das hier tun. Der Betreiber von Mann-om-man, den wir nicht vollständig von masochistischen Tendenzen freisprechen können, hat sich der audio-visuellen Tortur unterzogen, und das Video, den Mitschnitt der Bitch-Diskussion angesehen und in Teilen transkribiert, u.a. hat er Folgendes vom Profx Lann transkribiert:

“… ist ja ganz egal ob ich mir die Argumentation grade angucke zu der x-Form oder ob ich mir angucke wie in den 80er Jahren zum Binnen-I argumentiert worden ist, ob ich mir angucke wie die unterschiedlichen, rassistischen Argumentationen sind, die Argumentationen verändern sich nicht, da gibt es eine Beharrlichkeit und auch eine Möglichkeit in dieser Gesellschaft den gleichen Scheiss immer wieder zu äußern offenbar, ja, also das ist ja unglaublich. Und Reyhan und ich haben jetzt zusammen mit anderen angefangen drüber nachzudenken, wie wir da mal andere Strukturen schaffen können, dadurch dass wir beide nun mal jetzt irgendwie diese, was in Deutschland ja unglaublich wichtig ist, diese Titel haben und so statushohe Positionen haben, (lacht hämisch), und das wir dadurch, also jetzt versuchen eben was Neues aufzubauen, unsere Strukturen zu schaffen, Vernetzungen zu schaffen, weil es auch immer noch in Deutschland unglaublich schwierig ist, zu Themen wie Sprache und Diskriminierung Abschlussarbeiten zu schreiben, Promotionen zu machen, also weiter brauche ich da gar nicht gehen, Lehrstühle gibt’s überhaupt nicht dazu, ausser meinem Lehrstuhl,…”

Was kann man aus diesem Gestottere entnehmen?

Folgendes:

  • Das Lann ist tatsächlich der Ansicht, es habe einen Titel und damit eine statushöhere Position. Es glaubt tatsächlich, der Status komme durch die Position und nicht von den Leistungen des Positionsinhabers. Das ist bezeichnend, denn wer selbst nichts vorzuweisen hat, der muss sich einbilden, dass der Status über die Position komme, so wie sich ein Lagerwächter im KZ-Dachau einbilden konnte, er habe einen höheren sozialen Status als die Insassen, so hängt dies jedoch auch beim Lann von der Vergleichsgruppe ab, d.h. davon, dass die wissenschaftlichen Leistungen nicht in Ansatz gebracht werden und dass wir vom eingebildetem und nicht vom empirisch vorhandenem Status ausgehen.
    • Rofl2Fangen wir hinten an: Es mag sein, dass in den Kreisen, in denen das Profx verkehrt, mit der Position “Professur” ein Status verbunden ist. In der wirklichen Welt ist das nicht der Fall. Dort wird nach Leistung entschieden und dort haben nichtzuletzt Personen wie das Lann dazu beigetragen, dass Positionen wie die Professur nicht mehr mit einem Status-Vorschuss versehen werden, den man dem Inhaber zu gute hält, weil man denkt, er müsse etwas geleistet haben, um in diese Position zu gelangen. Nein – im Gegenteil wird mit der Position “Professur” mittlerweile ein Status-Malus verbunden. Dazu hat der Genderismus, hat nichtzuletzt das Lann selbst beigetragen, denn seit es Gender-Professuren oder das Lann als Profx gibt, ist mit der Position “Professur” Lächerlichkeit konnotiert. Woher das Lann also die Ansicht nimmt, es habe eine statushohe Position, wir wissen es nicht.
    • Nichtzuletzt ist der Status, den die Position “Professur” in der Vor-Lann-Zeit einmal hatte, über den Nutzen für die Gesellschaft erwachsen, denn Professoren waren zuweilen der Ausgangspunkt für Innovationen, die letztlich das Wachstum befördert haben. Die Lann-Zeit ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl von Professuren, die Wachstum schädigen bzw. im besten Fall nur Steuergelder vernichten, in jedem Fall aber keinerlei gesellschaftlichen Nutzen erbringen.
    • rofl3 rofl4Besonders lächerlich wird die Ansicht von Lann, eine statushohe Position inne zu haben, vor dem Hintergrund der Verbeamtung von Professoren, vor dem Hintergrund des in der Neufassung des Hochschulrahmengesetzes festgelegten Minimal-Entgelts, vor dem Hintergrund von Bologna-Prozess und Modul-Lehre, vor dem Hintergrund der direkten Zugriffsmöglichkeit von Kultusministern und somit von Politikern auf die Lehrinhalte und die Ausstattung von Hochschulen. All die beschriebenen Veränderungen der letzten Jahre, die Wissenschaftler zu abhängigen Staatsbediensteten, deren Freiheit von Forschung und Lehre durch politische Vorgaben begrenzt wird, gemacht hat, die um ihren Bleistift feilschen, ihren Bürostuhl selbst finanzieren und die Sekretärin mit anderen teilen müssen, haben dazu geführt, dass die Position “Professor” sowieso nur noch für diejenigen interessant ist, die auf dem freien Arbeitsmarkt keinen Fuss auf den Boden bekommen. Die Hochschulen sind zu einem Market for Lemens geworden, an den sich normalerweise niemand mehr verirrt, der über Fähigkeiten verfügt, die er am freien Arbeitsmarkt einsetzen kann.
  • Während Wissenschaftler und Inhaber der Position “Professur” in der Vor-Lann-Zeit durch Argumentationen, durch Begründungen, durch Wissen aufgefallen sind, fallen sie heute gerade nicht mehr durch Wissen, Kenntnisse wissenschaftlicher Methoden und die Fähigkeit, Positionen zu begründen, auf. An die Stelle einer wissenschaftlichen Arbeitsweise sind Verbalinjurien, ist eine Fäkalsprache getreten, die ungefähr dem Entwicklungsstand des Debilen entspricht, der alles “geil, ey” findet, wenn er auch nicht weiß, warum. Das Lann findet alles, was Kritik an dem ist, was es gut findet, “Scheisse”, was vermutlich eine angemessene Beschreibung der wissenschaftlichen Qualität Lannscher Beiträge ist.
  • Während Wissenschaftler und Inhaber der Position “Professur” sich durch Wissensdurst, Zweifel und Überprüfung ihrer Aussagen auszeichnen, zeichnet sich das Lann durch eine Berufung aus, die sich aus der Offenbarung der Wahrheit durch den geschlechtersensiblen Sprachgott ableitet. Aus dieser Berufung wird bei Lann die Mission “Vernetzungen zu schaffen, weil es auch immer noch in Deutschland unglaublich schwierig ist, zu Themen wie Sprache und Diskriminierung Abschlussarbeiten zu schreiben, Promotionen zu machen, also weiter brauche ich da gar nicht gehen, Lehrstühle gibt’s überhaupt nicht dazu, ausser meinem Lehrstuhl”. Wo Wissenschaftler Erkenntnis suchen, will das Lann Lannkader schulen und Wissenschaft unterwandern, die eigenen Lannkader auf Positionen hieven, um auf diese Weise das eigene Zerstörungswerk an dem, was Wissenschaft einmal war, voranzutreiben.

Der gesammelte Däniken – Das ist wenigstens spannend…

Das alles ist nicht erstaunlich: Wer Kader an Universitäten setzt, der wird Kader heranziehen. Wer Positionen, die einst einen Status hatten, weil ihre Inhaber nicht nur über Kenntnisse, sondern zuweilen auch über Charisma verfügt haben, mit Personen besetzt, die nicht nur intellektuell, sondern auch menschlich vollkommen ungeeignet sind, der wird diese Positionen lächerlich machen und dafür sorgen, dass Position und Inhaber im besten Fall milde belächelt, im schlechtesten Fall offen ausgelacht werden.

Insofern ist an der Wirkung des Lann nichts verwunderlich.

Verwunderlich ist jedoch, dass die richtigen Professoren, die es ja nach wie vor gibt, selbst an der Humboldt Universität zu Berlin, dass diese richtigen Professoren der C- und nicht der W-Ära, die ihr wissenschaftliches Handwerkszeug noch beherrschen, noch Wissen, Kenntnisse und Fähigkeiten inkorporiert haben, dass diese richtigen Professoren, die die entsprechende Position zurecht füllen, schweigen, dass sie zusehen, wie ihre Position und ein ganzer Berufsstand der Lächerlichkeit preisgegeben wird.

872 Leser von ScienceFiles haben sich zwischenzeitlich an der Befragung darüber, ob Lann Hornscheidt weiterhin auf Kosten von Steuerzahlern an einer öffentlichen Universität verbleiben kann, beteiligt: 738 (85%) davon sind der Ansicht: Nein, das kann es nicht. Wie lange es wohl dauern wird, bis aus den Reihen institutionalisierter Wissenschaftler, die zurecht die Position innehaben, die sie innehaben, die Forderung, Personen wie das Lann von Universitäten zu entfernen und zu retten, was zu retten ist, vom Versuch, auch in Deutschland institutionalisierte Wissenschaft zu betreiben.

Professor Voss: Die Nazis haben die Zweigeschlechtlichkeit erfunden

Das Wort zum Sonntag!

Heinz-Jürgen Voss – “weder Mann noch Frau”, so der Titel eines Beitrags, in dem er erklärt, warum die “Einteilung in zwei Geschlechter Schaden anrichtet”.

Das erklärt der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgehaltene und an der Fachhochschule Merseburg eine Forschungsprofessor für Sexualwissenschaft und sexuelle Bildung inhabende Heinz-Jürgen Voss dem evangelischen Online-Magazin “Chrismon.de“. Der Text, auf den uns ein Leser hingewiesen hat, er ist aus dem September 2013, sollte aber, ob seiner umwälzenden Erkenntnisse nicht in Vergessenheit geraten. Vielmehr raten wir die Lektüre jedem, der wissen will, was oder wer der Heinz-Jürgen Voss denn eigentlich ist, wer hier aus Mitteln der Steuerzahler finanziert wird.

Es gibt unzählige Geschlechter, so verkündet Voss gleich zu Beginn seines Beitrags, denn das Geschlecht, es werde durch Chromosome, Hormone, Geschlechtsorgane, das Aussehen, die Erziehung, die Kleidung geprägt. Deshalb treffe es die Realität nicht “nur in männlich und weiblich einzuteilen”.

Angesichts der Voss’schen “unzähligen Geschlechter”, die, nähme man sie ernst, zu dem Ergebnis führen würden, dass jeder Mensch sein eigenes Geschlecht ist, stellen sich schon erste Zweifel an den Offenbarungen des Sexual-Professoren aus Merseburg ein, Zweifel, die den Verdacht nähren, hier verwechselt jemand biologisches und soziales Geschlecht, Sex und Gender im Englischen – hier weiß ein Professor für ausgerechnet sexuelle Bildung nicht wovon er spricht.

Der Verdacht erhärtet sich:

Heinz J vossHeinz-Jürgen Voss: “Bis in die 1920er Jahre sprach man von ­Geschlechtervielfalt. Mit den Nazis kam die Theorie einer weitgehend klaren biologi­schen Zweiteilung, die auch immer noch im Biologiestudium vermittelt wird, obwohl die aktuelle Forschung längst weiter ist.”

Die Nazis sind also an der Zweigeschlechtlichkeit schuld, wer an der Zweiteilung der Geschlechter festhalten will, damit ein Nazi – oder? Ob es den Päpsten des Mittelalters klar war, dass sie die Diversität der Geschlechter predigen, wenn sie von ehelichen Verpflichtungen gesprochen haben? Ob es Minnesänger für tausend Geschlechter gab? Wo die Unterdrückung der Frauen herkommt, von der die Genderisten fabulieren, wenn es gar keine Frauen als solche gibt und schon gar keine sie angeblich unterdrückenden Männer? Wie in-vitro Fertilisation angesichts der “unzähligen Geschlechter” funktionieren kann? Dies alles sind Fragen, die man Heinz-Jürgen Voss lieber nicht stellen sollte. Am Ende gibt er eine Antwort.

Eine Antwort, der man nicht nur sein Weltbild mit großem Erschrecken entnehmen kann, eine Antwort wie die folgende:

Heinz-Jürgen Voss: “Zum einen werden geschlechtlich „untypi­sche“ Kinder mit Gewalt in die vermeint­lich natürliche Ordnung eingepasst, mit ­geschlechts­zuweisenden Operationen, Hormonen und zig Arztbesuchen. Zum anderen verfestigt die radikale Zweiteilung nur wieder hierarchische, gewaltsame Strukturen: Gewalt gegen Frauen, Zwangsprostitution, ungleiche Löhne.”

Da hat der Sexualprofessor schon Recht – oder? Entsprechend empfehlen wir Ärzten, bei denen sich Heinz-Jürgen Voss z.B. wegen einer Blinddarmentzündung vorstellt, von einer Behandlung, ob der damit einhergehenden Gewalt abzusehen. Wir wollen den Professor für sexuelle Bildung ja nicht gewaltsam in die vermeintlich natürliche Ordnung von Gesunden und Kranken oder von einer Blindarmentzündung Geheilten bzw. daran Verstorbener zwingen.

Auch Korrekturen bei Neugeborenen, die z.B. Deformationen an Knochen oder Schädel beseitigen oder notwendig sind, um Kindern das Sehen zu ermöglichen, sind ob der damit einhergehenden Gewalt und dem Einpassen in die “vermeintlich natürliche Ordnung” der nicht-Defomierten oder Sehenden zu unterlassen.

Obschon, es grenzt an intellektuelle Gewalt, wenn Voss fabuliert, dass die radikale Zweiteilung hierarchisch gewaltsame Strukturen verfestigt, die es – ohne die radikale Zweiteilung – also nicht in der Weise geben würde. Aber nehmen wir ihn beim Wort! Streichen wir die gewaltsame Struktur, die Voss einen höheren Lohn zubilligt als z.B. einem Harz-IV-Empfänger. Wenn schon Befreiung, dann richtig: Hartz-IV statt W2 für Heinz-Jürgen Voss! Wer eine entsprechende Petition initiieren will, unsere Unterstützung ist ihm sicher.

Angesichts von so viel, wie man in der Pfalz sagt, dummem Gebabbel, ist es notwendig, die geistige Gesundheit unserer Leser sicherzustellen, nicht dass noch etwas vom Vossschen Gebabbel hängenbleibt.

Wer vertiefen will, dem empfehlen wir das sehr gute Buch von Linda Mealey mit dem Titel “Sex Differences. Developmental Evolutionary Strategies”.

Gleich auf Seite 12 des Buches wird eine Unterscheidung eingeführt, von der wir nicht sicher sind, ob der Intellekt von Heinz-Jürgen Voss sie verarbeiten kann. Dennoch: Was Menschen sind hat mit dem, wie Menschen sich fühlen, nichts zu tun. Deshalb hat es sich eingebürgert “… to distinguish between uses of the word ‘sex’ and the word ‘gender. … By adopting this distinction, it is possible to have more than two genders even though there are only two sexes“.

Langsam und für Heinz-Jürgen Voss zum Mitschreiben: Das biologische Geschlecht kommt nur in zwei Ausprägungen vor, während das soziale Geschlecht mehr als zwei Ausprägungen zulässt. Menschlicher Einbildung sind, im Gegensatz zu menschlicher Biologie keine Grenzen gesetzt. Und nein, die menschliche Biologie wurde nicht von den Nazis erfunden, vielmehr setzt die menschliche Biologie, zwei biologische Geschlechter voraus:

Mealey Sex differences“There is no particular reason that there have to be two sexes in order for sexual reproduction to occur. In fact, among some algae, bacteria or slime molds, any individual can mate (exchange and mix genes) with any other individual of different mating type (…). Note the use of the term ‘mating type,’ however, rather than ‘sex’. In these organisms there is nothing other than genes that identify a particular mating type, and it is not, therefore, possible to compare types across different species.

The term ‘sex’, however, does refer to a set of identifiable features that are common to two distinct mating types found in most sexually reproducing species. Specifically, those individuals we label ‘female’ are individuals that produce relatively large, nutrient-rich, immobile gametes (sex cells); males are those individuals that produce relative small, nutrient-poor, mobile gametes. This set of correlated features distinguishing two sexes in most sexually reproducing species is technically termed anisogamy (literally: ‘not-same gametes’). While a single plant or animal may produce both male and female types of gametes (a hermaprodite), we never find individuals that produce gametes that mix some features of male sex cells with some features of female sex cells; nor does any individual produce a single type of gamete with in-between features” (Mealey, 2000: 47-48)

Schlechte Nachrichten für Heinz-Jürgen Voss: Es ist klar bestimmbar, ob ein Individuum, vom biologisch Geschlecht aus betrachtet, männlich oder weiblich ist und schlimmer noch, das biologische Geschlecht diskriminiert eindeutig zwischen männlich oder weiblich. Es gibt weder etwas zwischen männlich und weiblich noch Mischformen, man ist entweder das eine oder das andere und schuld sind die Gameten (genauer: das Verhältnis der mobilen zu den immobilen Gameten), die Keimzellen (und nicht etwa die Nazis).

Daran kann auch ein Heinz-Jürgen Voss nichts ändern, es sei denn, er ist eine Alge, ein Bakterium oder ein Schleimpilz.

Bananenrepublik 4.0 – Kita oder Professur?

Es jammert in der Süddeutschen Zeitung:

universitaet Duisburg essen“Für uns ist das ein Riesenproblem”, sagt etwa Ingrid Fitzek, Gleichstellungsbeauftragte der Uni Duisburg-Essen, von der drei Anträge auf der Warteliste gelandet sind. Eigentlich wollte man dort mit den frei werdenden Mitteln eine Kita mit 50 Plätzen finanzieren.”

Das Riesenproblem, von dem in der Süddeutschen Zeitung zu lesen ist, es ist das Professorinnenprogamm. Das Professorinnenprogramm ist jedoch nicht etwa deshalb ein Riesenproblem, weil plötzlich Moral und Anstand Einzug gehalten haben und Universitäten sich daran erinnert haben, dass sie nicht die Prostituierten von Ministerien sind.

Das Riesenproblem ergibt sich auch nicht daraus, dass im Rahmen des Professorinnenprogramms unzählige männliche Bewerber belogen und betrogen werden, männliche Bewerber, die sich im irrigen Glauben, sie hätten eine Chance, berufen zu werden, auf einen Lehrstuhl bewerben, denen Kosten entstehen, die Probevorlesungen vorbereiten, halten und alles, weil sie nicht wissen, dass sie sowieso keine Chance auf die Stelle haben, auf die ausschließlich weibliche Bewerber berufen werden. Die männlichen Bewerber sind nur die Coverstory, um den Anschein zu erwecken, das Professorinnenprogramm sei ein rechtlich einwandfreies Programm, nicht Betrug und Bevorteilung.

Aber, wie gesagt, das alles ist nicht das Riesenproblem, das Ingrid Fitzek und die Uni Dusiburg-Essen haben.

Es ist auch nicht das Riesenproblem, von dem Roland Preuß in der Süddeutschen Zeitung berichtet.

Deceibe infeigle obfuscateDas Riesenproblem besteht darin, dass “Wankas Professorinnenprogramm das Geld” ausgeht. 147 Hochschulen haben sich am ministerialen Wettbewerb in Wissenschaftsprostitution beteiligt, wohl mehr als selbst Wanka für möglich gehalten hat, und jetzt scheinen die 300 Millionen Euro, die bislang in das Professorinnenprogramm gepumpt wurden, um Lehrstühle an Universitäten nach weiblichem Geschlecht und nicht nach Leistung zu besetzen, aufgebraucht zu sein.

Und weil die 300 Millionen Euro wohl aufgebraucht sind, deshalb hat die Universität Duisburg-Essen das Riesenproblem, dass sie nun drei Professuren finanzieren muss. Das muss man sich einmal vorstellen, die Universität Dusiburg-Essen muss drei Professuren finanzieren, Professuren, die von der Universität Duisburg-Essen an weibliche Bewerber vergeben wurden, Professuren, bei deren Besetzung männliche Bewerber getäuscht und belogen wurden. Das muss man sich einmal vorstellen: Eine Universität, die Professuren finanzieren muss, die sie selbst ausgeschrieben und besetzt hat! Unglaublich!

Schlimmer noch: Weil die Universität Duisburg-Essen nun drei weibliche Quoten-Professuren finanzieren muss, kann sie keine “Kita mit 50 Plätzen finanzieren”.

Ein Skandal, hinter dem die Unehrlichkeit, der Betrug gegenüber männlichen Bewerbern, die Täuschung männlicher Bewerber und die Kosten, die männlichen Bewerbern unter Vorspiegelung falscher Tatsachen verursacht wurden, verblassen.

Was könnte es wichtigeres geben, als eine Kita mit 50 Plätzen an einer Universität? Ehrlichkeit? Lauterkeit? Moral? Anstand? Universitäre Lehre? Gute Lehre? Gesellschaftlich relevante Forschung? Nützliche Erkenntnis? Die Finanzierung von Professuren? Sicher nicht. Nichts ist wichtiger als eine “Kita mit 50 Plätzen” – Ingrid Fitzek weiß das.

Und Kai Gehring, Bundestagsabgeordneter der Grünen, der weiß auch etwas. Wenn 300 Millionen Euro, mit denen männliche Bewerber auf Lehrstühle an Hochschulen diskriminiert, getäuscht und belogen und geschädigt werden, nicht ausreichen, dann sei dies “stümperhaftes Programm-Management und klammheimliches Wegsparen durch Ministerin Wanka” und das Programm müsse eben aufgestockt werden.

ProfessorrinnenprogrammWir wiederholen uns ungern, aber Anstand, Moral, Ehrlichkeit, Lauterkeit, die faire Behandlung von männlichen Bewerbern auf Lehrstühle, das scheinen auch für den Grünen Kai Gehring Begriffe zu sein, die er nicht in seinem Wortschatz findet und entsprechend so wenig verstehen wird, wie Roland Preuß, der es schafft einen Beitrag über das Professorinnenprogramm zu schreiben, ohne auch nur einen einzigen Hinweis darauf, dass hier Steuergelder eingesetzt werden, um männliche Bewerber arglistig zu täuschen, zu diskriminieren, zu belügen und ihnen Schaden zu verursachen.

Deutschland 2015, eine Bananenrepublik 4.0, in der Medienvertreter, Politiker und Gleichstellungsbeauftragte alle dieselbe Unkenntnis verbindet, Unkenntnis darüber, was Fairness, Ehrlichkeit, Anstand und Moral sind. Und vor allem darüber, was Menschen (andere Menschen versteht sich) leisten müssen, um die Steuergelder aufzubringen, die im Rahmen des Professorinnenprogramms eingesetzt werden, um männliche Bewerber arglistig zu täuschen, zu belügen und sie zu schädigen.

Wir danken einem Leser von ScienceFiles für den Hinweis auf den Beitrag in der Süddeutschen Zeitung.

Das Ende von Münkler-Watch, aber nicht das Ende der mafiösen Strukturen an der HU-Berlin!?

Münkler-Watch, das anonym betriebene Blog von angeblichen Studenten der Humboldt-Universität zu Berlin, der die DDR-Tradition des innoffiziellen Mitarbeiters der Staatssicherheit wiederbelebt und die Überwachung von Herfried Münkler, dem Professor für Politische Theorie und Ideengeschichte aus dem Schutz der Anonymität mit der Diffamierung und üblen Nachrede verbindet, die man zwischenzeitlich von den linken Genderisten gewohnt ist, dieses Münkler-Watch, seine Tage dürften gezählt sein.

Danisch_FrauenquoteHadmut Danisch sei Dank, denn Hadmut Danisch vertritt die Ansicht, “dass gleiches Recht für alle gelten soll. Und wie ich ja kürzlich bei der SPD gelernt habe: Für jedes Geschlecht. Ich lebe das, gleiches Recht für alle Geschlechter.

Und damit fange ich bei der Impressumspflicht an. Wenn ich als Mann ein Impressum führen muss, dann sollen die das auch müssen. Also habe ich bei der zuständigen Aufsichtsbehörde Beschwerde eingereicht und heute folgende behördliche Antwort bekommen:

Sehr geehrter Herr Danisch,

Ihre Beschwerde ist bei uns eingegangen. Der Domaininhaber wurde von uns informiert. Für die Anpassung der Anbieterkennzeichnung an die Vorgaben des § 55 RStV haben wir eine Frist bis zum 05. Juni 2015 gesetzt.

Mit freundlichen Grüßen

So sieht’s aus, wenn gleiches Recht für alle Geschlechter gilt.”

So sieht’s also derzeit aus: Entweder Impressum oder kein Münkler-Watch mehr.

Jetzt wird es spannend sein zu sehen, wie die anonymen Diffamierer reagieren, was ihnen wichtiger ist, ihre Stasi-Agenda oder ihre Anonymität.

Damit ist die Geschichte jedoch noch nicht zuende, denn im Anschluss an den Post gibt es noch einen Kommentar von Hadmut, der aufhorchen lässt:

“… in der Presse jammert das Rektorat der HU ja darüber, dass man da nichts machen könnte. Die müssen das aber wissen, denn die habe ich auch schon mal drangekriegt, weil die Professorin Susanne Baer auf politischen Webseiten ohne Impressum agitierte, die von der HU gehostet wurden, aber kein Impressum hatten.”

Mit anderen Worten, die Verantwortlichen an der Humboldt-Universität Berlin haben, obwohl sie eine Handhabe haben, um in diesem Fall Prof. Herfried Münkler vor den Übergriffen durch anonyme Blogger zu schützen, von dieser Handhabe keinen Gebrauch gemacht. Eine eindeutige Wahl zu Gunsten derer, die Stasi-Methoden wieder zur Normalität an der Humboldt-Universität machen wollen.

Vor diesem Hintergrund erscheinen die Ereignisse der Vergangenheit in einem ganz anderen Licht:

Wenn Jörg Barberowski, Professor an der HU-Berlin mit einem Lehrstuhl für die Geschichte Osteuropas, ein Kenner der Stasi-Methoden, so kann man annehmen, den Verantwortlichen der HU-Berlin, dem Präsidenten und der Pressestelle im Besonderen, vorwirft, sie seien feige, dann scheint Barberowski den Verantwortlichen Angst zu Gute zu halten.

Zuunrecht – wie man vor dem Hintergrund dessen, was Hadmut Danisch geschrieben hat, konstatieren muss, denn es scheint: die Verantwortlichen wollen schlicht nichts gegen anonyme Blogger, die Professoren diffamieren unternehmen. Sie wollen nicht gegen einen Studentenrat vorgehen, der die Vorlesungen von Malte Brinkmann bis zum Einsatz der Polizei gestört hat, weil der Professor für allgemeine Erziehungswissenschaft gegen den Willen der angeblichen Studentenvertreter aus Immanuel Kants Schriften zitiert.

Lann Hornscheidt humboldt umbenennenNiemand in der Universitätsleitung hat anscheinend ein Problem damit, dass andere angebliche Studenten an der HU-Berlin, unterstützt durch Prof. Lann Hornscheidt, die Humboldt-Universität umbenennen wollen und erklären: Alexander und Wilhelm von Humboldt seien rassistische weiße Männer, was kurz vor dem Massenmörder zu kommen scheint, und sie müssten deshalb aus dem Namen der Universität getilgt werden.

Und jetzt erscheint auch die Tatsache, dass die Universitätsleitung sich weigert, Akten darüber herauszugeben, wie es zur Einrichtung des eigens für Susanne Baer an der Humboldt-Universität geschaffenen Lehrstuhl gekommen ist, wie es überhaupt möglich war, Gender Studies an der Humboldt-Universität zu etablieren, ein Vorgang, der nach den Recherchen von Hadmut Danisch jenseits der Grenze der Legalität liegt und seine Klage vor dem Verwaltungsgericht Berlin begründet.

Schließlich wird auch klar, warum sich niemand daran stört, dass mit Lann Hornscheidt ein Lehrstuhlinhaber der Humboldt-Universität zu Straftaten aufruft.

Humboldt ueber die spracheDie Humboldt-Universität gleicht einem mafiösen Kartenhaus. Entsprechend kann man nicht einfach eine Karte entfernen und z.B. gegen anonyme Blogger, die Professoren diffamieren, vorgehen oder einem Lehrstuhlinhaber mit dienstlichen Konsequenzen drohen, wenn er es nicht unterlässt, seine Studenten zu Straftaten anzuhalten. Denn: nimmt man eine Karte aus dem Kartenhaus, der Rest fällt unweigerlich zusammen, was bedeutet, dass alle Schiebungen und Rechtsbrüche, die man aufgrund dessen, was sich zwischenzeitlich angesammelt hat, einfach annehmen muss, ans Tageslicht kommen, und wenn man etwas scheut im Präsidium der Humboldt-Universität, dann scheint es das Tageslicht zu sein.

Wer hat vor dem Mob die Hosen voll? Von Genderista und Gesinnungsschnüfflern

Wir nicht!

HU-BerlinAber an der Humboldt-Universität, da scheinen viele die Hosen gestrichen voll zu haben. Die Ausnahme hier: Jörg Barberowski, dem es offensichtlich reicht. Von anonymen Studenten zum “braunen Professor” erklärt, ist er ärgerlich auf die Leitung der Universität, den derzeit noch amtierenden Präsidenten, Jan Hendrik Olbertz, und auf die Pressestelle der Humboldt-Universität. Die seien “feige”, so Barberowski, würden nur an sich denken und sich weder um den Ruf der Universität noch um die Professoren kümmern, und sie schon gar nicht vor Übergriffen schützen.

So steht es derzeit in der Frankfurter Allgemeinen zu lesen.

In einem Text mit dem Titel “Unser Professor, der Rassist”, berichtet Friederike Haupt von den Zuständen an der Humboldt-Universität, von denen wir regelmäßig berichtet haben.

also

  • vom Versuch, die Humboldt-Universität umzubennen, weil die Brüder Humboldt angeblich rassistische Schweine waren;
  • vom Versuch, Schriften von Immanuel Kant aus dem Curriculum zu verbannen, weil in ihnen das N-Wort, also Neger, vorkommt, Ein Versuch, der durch das Eingreifen der Polizei unterbunden wurde;
  • von Münkler-Watch, dem Versuch von Anonymen, Herfried Münkler zu diffamieren.

Fast so, als würde Haupt ScienceFiles regelmäßig folgen (wir müssen das vermuten, denn wir werden nicht zitiert), folgt ihr Beitrag dem Lauf, dem von uns berichteten Lauf der Dinge an der Humboldt-Universität und ergänzt noch ein wenig eigene Recherche, z.B. in Form von wenig ergiebigen Telefonaten mit betroffenen Professoren.

Die sagen entweder wenig oder gar nichts und wollen nicht zitiert werden, schon gar nicht mit konkreten Aussagen über die Veränderungen, die sie an ihren Lehrveranstaltungen vornehmen, z.B. weil Anonyme sie einer Dauerbeobachtung unterziehen und auf Münkler-Watch alles anprangern, was ihnen rassistisch, sexistisch oder sonstisch vorkommt. “An der Humboldt-Universität hat man Angst”, so fasst Haupt die wenig ergiebigen Telefonate mit den betroffenen Professoren zusammen.

lynch-mob1Denn: Der Rufmord ist derzeit ein vom anonymen Mob wirksam eingesetztes Mittel, wobei sich der anonyme Mob auf Berlin zu reduzieren scheint, jedenfalls ist Haupt dieser Ansicht, die offensichtlich unseren Text über die Zustände in Jena noch nicht gelesen hat.

Worauf ist der scheinbare Erfolg des anonymen Rufmord-Mobs zurückzuführen?

Weshalb sind die Gesinnungsschnüffler in Berlin an der Humboldt-Universität so erfolgreich?

Was unterscheidet die Humboldt-Universität von normalen Universitäten?

Das sind die eigentlich interessanten Fragen, die Haupt in ihrem Text nicht einmal antippt. Nicht nur an der Humboldt-Universität herrscht Angst, sondern auch in der Redaktion der FAZ, denn dass diese grundlegenden Fragen in einem Beitrag, der die unsäglichen Zustände an der Humboldt-Universität zusammenfasst, nicht gestellt werden, wollen wir – zugunsten von Haupt – auf Angst zurückführen.

Also ist es an uns, die Zusammenhänge herzustellen und den letzten Teil des Beitrags von Haupt, der uns besonders ärgert, auszuarbeiten. In diesem letzten Teil geht Haupt auf das Profx Lann Hornscheidt ein und auf den bislang ohne Konsequenz gebliebenen Aufruf des Profx zu Straftaten. Aus dem entsprechenden Aufruf zitiert Haupt, so als wär’ er das Normalste der Welt, ordnet ihn nicht ein und vor allem: Legt die Quelle nicht offen, aus der sie ihre Erkenntnis hat.

Da ScienceFiles die einzigen sind, die über den Aufruf zu Straftaten berichtet haben, da wir in einem Brief an Jan Hendrik Olbertz die Entfernung von Lann Hornscheidt von der Humboldt Universität gefordert haben und eine Reaktion darauf, dass Lann Hornscheidt zu Straftaten aufruft, von Olbertz eingefordert haben, ist offenkundig, wo die unzitierte Quelle des Hauptschen Beitrags liegt. Sollen wir hier einen Verstoß gegen journalistische Lauterkeit annehmen?

Nebenbei: Die Umfrage darüber, ob Lann Hornscheidt an der Humboldt-Universität bleiben kann, ist immer noch online. Derzeit haben sich 797 Leser beteiligt, 665 davon, also 83,4% sind der Ansicht, Lann Hornscheidt könne nicht mehr an der Humboldt-Universität geduldet werden.

Stellen wir also die Zusammenhänge her, die man im Hinblick auf die Humboldt-Universität herstellen muss.

Zunächst einmal mehr etwas Grundsätzliches:

Wissenschaft ist die Suche nach verallgemeinerbaren Aussagen und nach Erklärungen, wobei Erklärungen regelmäßig aus verallgemeinerbaren Aussagen abgeleitet werden.

Und das ist, was wir nun tun.

Fassen wir zunächst zusammen, was wir wissen:

Alle oben beschriebenen Aktionen an der Humboldt-Universität Berlin haben folgende Gemeinsamkeiten:

  • Muenkler WatchGegenstand sind vermeintlich sexistische, rassistische oder ableistische oder anti-genderistische Äußerungen.
  • Die Gebrüder Humboldt sollen aus dem Namen der Universität entfernt werden, weil sie Rassisten sein sollen.
  • Herfried Münkler soll sich rassistisch und sexistisch in seinen Vorlesungen äußern und Militarismus predigen.
  • Kant soll aus dem Curriculum verbannt werden, weil er ein Rassist sein soll und das N-Wort gebraucht, also von Negern spricht.
  • Professoren werden im Internet anonym auf eigens dazu eingerichteten Blogs diffamiert.
  • Der Studentenrat der Humboldt-Universität ist auf die ein oder andere Weise involviert.
  • Die genderisierte Schreibweise ist allen schriftlichen Dokumenten gemeinsam, also _*Innen.
  • Die anonymen Diffamierer können regelmäßig auf eine erstaunliche Infrastruktur zurückgreifen, die es nicht nur erlaubt, ein Blog zu eröffnen und zu unterhalten, sondern es auch mit Beiträgen zu bestücken und zudem Flugblätter, Flyer und sonstige Materialien zu erstellen;
  • Die Aktionen werden häufig als “Interventionen” bezeichnet.
  • Die Leitung der Universität schweigt zu all dem.

Man muss kein Wissenschaftler sein, um mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Treffer zu erzielen, wenn man die anonymen Diffamierer im Umfeld linker oder linksextremer Gruppen mit Zugriff auf eine Partei-Infrastruktur vermutet, also z.B. im Umfeld des ASta der Humboldt-Universität, der sich selbst in Anlehnung an z.B. den Stalinismus als “Rat” bezeichnet oder im Umfeld von Grünen, Linke oder Jusos.

Dieses Umfeld bietet sich an vielen Universitätsstandorten. So ist z.B. aus Jena bekannt, dass der dortige ASta und die Jugendorganisationen der Parteien und der GEW ebenfalls als Gesinnungswächter unterwegs sind.

Störungen von universitären Veranstaltungen, Angriffe auf Professoren werden indes nur von der Humboldt-Universität berichtet. Und nur von der Humboldt-Universität ist bekannt, dass Professoren die Hosen voll haben.

Was also ist an der Humboldt-Universität anders als an anderen Universitäten?

Mal sehen.

  • xartsplittaHadmut Danisch hat eine Vielzahl von Belegen gesammelt und eine Klage vor dem Verwaltungsgericht in Berlin anhängig. Gegenstand sind die Gender Studies an der Humboldt-Universität, deren Einrichtung nicht nur nach Ansicht von Danisch Ergebnis von Betrug ist. Das Bundesministerium für FSFJ hat der damals noch nicht zum Bundesverfassungsgericht verschobenen Susanne Baer nicht nur den Lehrstuhl eingerichtet und finanziert, es hat auch Baer für eine Vielzahl von Beratungsdiensten finanziert, die so zahlreich sind, dass es nicht viel Baer-Lehre an der Universität gegeben haben kann.
  • An der Humboldt-Universität Berlin findet sich das – ebenfalls vom BMFSFJ finanzierte – Zentrum für innerdisziplinäre Geschlechterstudien, ZTG, dessen Auftrag darin besteht, die Genderistische Ideologie in Universitäten zu tragen und dort zu implementieren.
  • An diesem Zentrum ist das Lann Hornscheidt angestellt. Hier lehrt das Lann von Sexismus und Ableismus, von Rassismus und Kolonialismus und davon, wie furchtbar das alles ist.
  • An diesem Zentrum lehrt das Lann nicht nur, es zeigt auch Interventionen auf, gibt Ratschläge und Hinweise darauf, wie man das, was einem nicht ins Weltbild und zur Gesinnung passt, bekämpft, beseitigt, wie man “interveniert”.
  • Zu diesen Interventionen zählen auch Aufrufe, Straftaten zu begehen.

Wen wundert es, dass die Humboldt-Universität das akademische Tollhaus der Republik ist, an dem die Professoren und Dozenten mehrheitlich die Hosen voll haben und eine kleine, offensichtlich gut organisierte, präparierte und ausgestattete Gruppe, die man dennoch als Gesinnungs-Mob bezeichnen muss, in der Lage ist, den Laden aufzumischen?

Uns wundert es nicht.

Wir haben den Präsidenten der Humboldt-Universität, Jan Hendrik Olbertz, mehrfach auf die unhaltbaren Zustände an seiner Universität, darauf, dass das Profx seine Position missbraucht, um sich von Steuerzahlern finanziert der Erfindung von Interventionen hinzugeben und u.a. Studenten zu Straftaten aufzurufen, hingewiesen.

Bislang haben wir keine Antwort des scheidenden Humboldt-Präsidenten.

Ob er auch die Hosen voll hat?

Und Friederike Haupt – warum stellt sie in ihrem Beitrag keine Frage nach der Ursache? Warum stellt sie keine offensichtlichen Zusammenhänge her, belässt es lieber dabei, sich zwar offensichtlich bei uns mit Hinweisen auf Lann Hornscheidt zu versorgen, ohne uns zu zitieren, aber keine Erklärung zu versuchen, keine Verbindung zwischen dem Aufruf zu Interventionen, den das Lann wohl in seinen Veranstaltungen und auf seinen Webpages verbreitet und den Interventionen gegen Münkler, Baberowski oder Brinkmann herzustellen?

Hat Haupt auch die Hosen voll?

Wir danken Arne Hoffmann für den Hinweis auf den Beitrag in der FAZ.

Die antidemokratischen Studenten von Jena – AfD und FDP als Feind

Es ist mittlerweile zur Normalität geworden, dass wir fast wöchentlich von Aktionen angeblicher Studenten berichten, die dem Ziel dienen, Meinungsfreiheit zu beseitigen, Hochschulen zum Kampfplatz politischer Aktivisten zu machen und Andersdenkende daran zu hindern, grundgesetzlich garantierte Rechte, wie das Recht auf freie Versammlung, wahrzunehmen. Dass die Studenten, die anderen das Recht auf freie Versammlung verweigern wollen, eben jenes Recht für sich ganz selbstverständlich in Anspruch nehmen, um ihrer heiligen Sache zu dienen, das ist eine Ironie am Rande, die bereits zeigt, dass es mit dem logischen und dem formalen Denken bei den entsprechenden Studenten, so es sich denn um Studenten handelt, nicht weit her ist.

Uni jenaHeute hat uns eine eMail von der Friedrich-Schiller-Universität in Jena erreicht, die abermals deutlich macht, wie sehr manche Hochschulen zwischenzeitlich zum Tummelplatz aktivistischer Horden geworden sind, deren einziges Ziel darin besteht, die Grundlagen von Demokratie und Rechtsstaat zu beseitigen und ihren Glauben als einzig richtigen Glauben durchzusetzen. Dabei verfügen die entsprechenden Studenten (sofern es sich um Studenten handelt) über ein Sendungsbewusstsein, das dem zu entsprechen scheint, mit dem die Horden der SA und die Schlägertrupps der KPD in der Weimarer Republik aufeinander losgegangen sind, ein Sendungsbewusstsein, das nicht nur unvereinbar ist mit der Freiheitlich-Demokratischen-Grundordnung (FDGO), die etwas in Vergessenheit geraten zu sein scheint, sondern vor allem ist es unvereinbar mit Wissenschaft, so dass man sich fragt:

Was um aller Götter willen machen diese Gotteskrieger, die sich selbst als Antifaschisten bezeichnen, an Hochschulen?

Dass sie dort nichts zu suchen haben, ist offensichtlich. Dass sie an Hochschulen geduldet werden, ist einer Liberalität geschuldet, von der man sich zum Schutz von Hochschulen langsam insofern verabschieden muss als Personen oder Gruppen, die sich nicht an die Spielregeln halten, wie sie z.B. in der FDGO festgeschrieben sind, von Hochschulen verwiesen werden. Es hat sich uns sowieso nie erschlossen, wozu es Ableger von Parteien und Gewerkschaften ausgerechnet an Hochschulen, die – anders als dies in der DDR der Fall war – der Wissenschaft und keiner politischen Ideologie verpflichtet sind, geben muss. Sowenig wie es sich uns erschließt, dass politische Aktivisten und Gotteskrieger, die sich in Asta und Studentenräten bundesweit sammeln, um diese von Steuerzahlern finanzierten Institutionen studentischer Mitbestimmung zur Durchsetzung ihrer Glaubensinhalte zu benutzen und die dabei gegen die Grundlagen der demokratischen Ordnung verstoßen, von den Rektoren und Präsidenten der Hochschulen und den Kultusministern der Länder seit Jahren gewähren gelassen werden.

Rick Wendler, von dem die eMail stammt, die wir heute erhalten haben, ist Mitglied eines – wie er schreibt – überparteilichen Diskussionsforums mit dem Namen Freimut, das sich an der Universität Jena gegründet hat. Ziel von Freimut ist der “unvoreingenommene Austausch von sachlichen Argumenten” und um diesen zu pflegen, hat Freimut am Dienstag, den 12. Mai, zu der Veranstaltung “Offene Grenzen – Chance! Herausforderung. Gefahr? eingeladen.

Die Veranstaltung sollte in Form einer Podiumsdiskussion durchgeführt werden, wobei mit Clemens Schneider vom Schäfflerschen Prometheus-Institut ein Vertreter offener Grenzen auf Stefan Möller, Abgeordneter der AfD im Landtag von Thüringen, getroffen ist, der sich gegen offenen Grenzen ausspricht. Die Konzeption dieser Podiumsdiskussion entspricht somit dem, was man als jemand, der den Austausch von Argumenten schätzt, der seine Meinung begründet, der den freien Wettbewerb von Ideen liebt und sich dafür interessiert, welche Argumente in der Realität am besten begründet sind, nur begrüßen kann.

Und sie entspricht dem, was die Aktivisten der Antifa, was die Mitglieder des Referats für Interkulturellen Austausch des Studentenrats der Universität Jena, was die Ökologische Linke, die Jusos, die GEW-Studis, die Linke, die Linksjugend, die emanzipatorische Linke, die Mitglieder des Kulturreferats der Universität Jena, der Arbeitskreis politische Bildung des Studentenrats der Universität Jena und der Arbeitskreis Promotionsstudierende des Studentenrats der Universität Jena gar nicht mögen.

Sie sind offensichtlich und nachweislich feige und antidemokratisch.

Sie wollen oder können sich nicht in Argumenten messen.

Sie fürchten den freien Wettbewerb von Ideen.

Sie können oder wollen ihre Argumente, so sie denn welche haben, nicht begründen.

Sie wollen sich nicht an einer öffentlichen Meinungsbildung und am Streit der Meinungen beteiligen.

Sie wollen die entsprechende Auseinandersetzung, den entsprechenden Wettbewerb verhindern. Sie sind also feige Antidemokraten.

Sie sind feige und im Auftrag ihres Herrn unterwegs. Ihr Antifa-Gott hat sie nämlich mit der Wahrheit ausgestattet, und diese Wahrheit, die verträgt keine Diskussion, so wie Stalins Wahrheit der Bildung landwirtschaftlicher Kolchosen oder Sowchosen keine Diskussion vertragen hat. Dass dabei mehrere Millionen Menschen elendig verhungert sind, ist eben das Opfer, das man für die große Idee in Kauf nehmen muss – und, anyway – es sind andere, die die Opfer sind, nie die Inhaber der sozialistischen Weisheit.

Inhaber, wie die Antifa-Studenten aus Jena, deren Unkenntnis in Fragen des argumentativen Umgangs miteinander man in einem offenen Brief, den alle oben genannten Gruppen unterschrieben haben, deutlich erkennen kann.

Darin heißt es:

Offener Brief Jena“Neben dem dubiosen Veranstalter, die Hochschulgruppe “Freimut”, deren magerer Internetauftritt kaum Informationen zur Gruppe enthält, dient zum Einen das Prometheus-Institut als Stimmungsmacher, dessen Gründer Frank Schaeffler gern Beiträge für das rechte Blatt “eigentümlich frei” schreibt. Des Weiteren nutzt der Mitbegründer Clemens Schneider die Angst vor Migration zur Forderung von nichts Geringerem als der Abschaffung des durch Art. 20 Abs. 1 GG garantierten Sozialstaats und damit der Abschaffung staatlicher Bildungseinrichtungen wie der FSU. Nur wer was hat, ist auch was wert! Zum anderen wird auch die Haltung der AfD in der Zwei-Personen-Podiumsdiskussion in Fragen der Flüchtlings- und Asylpolitik keine Überraschungen bereit halten.”

Was machen Studenten, die derart unfähig sind, ein Argument zu machen, an einer Universität?

Wir finden den Fehlschluss ad hominem, mit dem versucht wird, die Aussagen von in diesem Fall Frank Schäffler zu diskreditieren, weil er für “eigentümlich frei” schreibt, das den Studenten in ihrer linken Extrem-Traumwelt als rechts erscheint.

Wir finden einen induktiven Fehlschluss, der sich häufig bei Personen findet, die nicht argumentieren und somit nur eingeschränkt denken können. Um sich die Mühe des Argumentierens zu sparen, gehen sie davon aus, dass das, was sie z.B. über die “Haltung der AfD” zu wissen glauben, unveränderlich ist und in alle Ewigkeit Bestand hat. Der Truthahn, den Bertrand Russell in seiner Darstellung des induktiven Fehlschlusses bemüht hat, ist den Studenten insofern überlegen, als er zwischenzweitlich den Fehler hinter der Induktion erkannt hat.

Wir finden einen Verständnisfehler, anhand dessen sich die von Tversky und Kahneman beschriebenen Abweichungen von rationalem Denken illustrieren lassen, denn die Antifa-Studenten sind der Ansicht, Art. 20 Abs. 1 GG garantiere den “Sozialstaat”. Das macht aus ihrer Sicht Sinn, leben Sie doch auf Kosten von Steuerzahlern und hoffen, wie man ihrer Ablehnung der Bedeutung des wirtschaftlichen Nutzens eines Menschen im weiteren Verlauf des Offenen Briefes entnehmen muss, auch in Zukunft auf Kosten der Steuerzahler ein Dasein fristen zu können.

Es steht nur nicht im Abs. 1 von Artikel 20 GG. Dort steht: “Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.” Ein sozialer Bundesstaat ist kein Sozialstaat. Der entsprechende Schluss, der Fehlschluss der Bejahung des Konsequens und einer, den man von Studenten nicht unbedingt erwarten würde, schließlich sind z.B. in der Soziologie Begriffe wie “sozial” Grundbegriffe, wie z.B. Bernhard Schäfers geschrieben hat.

Ein kleiner Hinweis an die Antifa-Studenten, die sich zu sehr mit politischen und zu wenig mit wissenschaftlichen Inhalten beschäftigen, ist hier angebracht: Sozial ist, wie Max Weber schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts geschrieben hat, z.B. ein Verhalten dann, wenn es zwischen Menschen stattfindet (wenn sich das Verhalten von X auf Y richtet).

D.h. wenn Studenten sich vor einem Hörsaal versammeln und von ihrem Versammlungsrecht Gebrauch manchen, dann ist das ein soziales Verhalten, und es ist u.a. durch Art. 20 GG abgedeckt, der Deutschland als sozialen Bundesstaat definiert. Wenn die Antifa-Studenten dieses Versammlungsrecht jedoch missbrauchen, um andere an der Ausübung ihres Versammlungsrechts zu hindern, dann ist dies a-soziales Verhalten, das nicht im Einklang mit Art. 20 Abs. 1 des Grundgesetzes steht.

Offene Grenzen FreimutSchließlich finden wir in diesem kurzen und von Fehlschlüssen strotzenden Abschnitt aus dem Offenen Brief der Studenten noch die bekannte Häufung von bewertenden Adjektiven, die bei Naiven oder Dummen, die denken, man könne mit abwertenden Adjektiven Meinung bilden, regelmäßig zu finden ist, Adjektive wie “dubios”, “mager”, “rechts”. Diese Adjektive sind ebenso wenig wie Begriffe wie z.B. “Stimmungsmacher” in der Lage darüber hinwegzutäuschen, dass die Antifa-Studenten kein einziges Argument vorzuweisen haben.

Wie auch: Sie haben Sendungsbewusstsein, das muss genügen.

Schlecht am Sendungsbewusstsein ist indes, dass es regelmäßig in den Widerspruch zur Vernunft führt, ein Zustand, der für alle, die über Vernunft verfügen, unerträglich ist, woraus man logisch korrekt schließen muss, dass die Antifa-Studenten, die sich gegen “Hetze und Elitarismus” an der Universität Jena aussprechen, keine Vernunft haben können.

Denn hätten sie Vernunft, ihnen wäre aufgefallen, dass der Begriff “Hetze” an sich Hetze darstellt, wenn seine Verwendung nicht begründet wird, und es wäre ihnen aufgefallen, dass sie sich selbst zur Elite erklären, wenn sie schreiben: “Wir sind für kontroverse Debatten – aber nicht, wenn sie auf Ungleichwertigkeitsideologien wie Rassismus, Elitarismus, Sozialdarwinismus und damit auf Gewalt beruhen” [kurz: auf allem, was ihnen nicht passt, wenn sie auch nicht wissen, warum]. Sie sind schon deshalb elitär, weil sie die Ressourcen der Universität, die sie anderen verweigern, ganz selbstverständlich für sich in Anspruch nehmen.

Insofern haben die Antifa-Studenten recht, wenn sie schreiben: “Rassismus ist eine Herabwürdigung von Menschen zur Legitimierung eigener Privilegien”.

So verstandener Rassismus basiert ganz wesentlich auf der Verabsolutierung von Merkmalen von Personen, z.B. ihrer Hautfarbe und der Verbindung dieser Merkmale mit einem ganzen Wust von negativen Zuschreibungen, wie Weiße sind faul, dreckig, wollen immer beherrschen usw..

Grundlage von Rassismus ist somit ein Essentialismus, wie er z.B. darin zum Ausdruck kommt, dass die Assoziation eines Menschen mit einer Partei, z.B. der AfD, verabsolutiert wird und zur Grundlage der derogativen Beschreibung dieses Menschen gemacht wird, als: Rassist, Faschist, Rechtsextremer, als Nazi, und von Rassisten weiß man ja, dass sie “menschenfeindlich” sind, “gewalttätig” sind, dass sie Menschen “herabwürdigen” usw.

KPD Weimarer RepublikKurz: Die Antifaschisten der Antifa passen perfekt zu ihrer eigenen Definition: Sie würdigen Menschen, im vorliegenden Fall Clemens Schneider und Stefan Möller, herab und tun dies, um ihre eigenen Privilegien zu legitimieren, Privilegien, wie sie z.B. darin bestehen, dass der Studentenrat von Steuerzahlern finanziert wird, dass Studenten die Räumlichkeiten ihrer Hochschule ganz selbstverständlich für sich reklamieren und es für ganz selbstverständlich erachten, dass der Kraftfahrer und die Friseuse über ihre Lohnsteuer für die Ausbildung von Studenten an Hochschulen wie Jena bezahlen [Dass Anti-X-Ideologen regelmäßig in die Ideologien einmünden, gegen die sie sich wenden, hat Dr. habil. Heike Diefenbach am Beispiel der Rassismuskritik gezeigt.].

Eigentlich würde man erwarten, dass die Antifa-Studenten, die angetreten sind, um Universitäten zu Stätten der Einheitsmeinung zu machen und deren Ziel offensichtlich darin besteht, die Freiheitlich-Demokratische-Grundordnung zu zerstören, sich schämen, wenn ihnen bewusst wird, wie rassistisch und elitär sie selbst sich verhalten. Aber: Bewusstsein setzt einen geistige Leistung voraus, die des Sich-Etwas-Bewusst-Machens.

Und hier sehen wir keinerlei Grund zum Optimismus.

Der entsprechende Pessimusmus hat zur Folge, dass wir anregen die Frage, ob man Studentenräte, die von 90% der Studenten ignoriert und von einer kleinen Gruppe von Ideologen genutzt werden, um politischen Aktivismus einzustudieren, das Ansehen von Hochschulen zu schädigen und um die Freiheit von Forschung und Lehre durch Unterordnung unter ihre Heilsideen zu beenden, weiterhin aus Steuermitteln finanzieren sollte. [Man könnte auch fragen, ob Universitäten wie die Universität Jena, aus der Studenten hervorgehen, die nicht in der Lage sind, die einfachsten Fehlschlüsse zu vermeiden, nicht argumentieren können, vielmehr gar keine Notwendigkeit sehen, überhaupt zu argumentieren, nicht geschlossen werden sollten, denn der Versuch, wissenschaftlichen Nachwuchs auszubilden, ist dort ganz offensichtlich gescheitert!]

Wir denken, nein. Der Preis dafür, ein pseudo-demokratisches Feigenblatt namens studentischer Mitverwaltung aufrecht zu erhalten, ist einfach zu hoch.

Und was meinen die Leser von ScienceFiles? Sollen Studentenräte oder Allgemeine Studentenausschüsse an Hochschulen auch dann finanziert werden, wenn sie ihre Funktion nutzen, um anderen ihre Grundrechte streitig zu machen?

Wie sehen das unsere Leser?

Gleichstellung und Gleichschaltung früher und heute

Menschen sterben, Ideen leben fort.

Weil Ideen fortleben und regelmäßig Menschen geboren werden, die aus den Fehlern derjenigen, die vor ihnen gelebt haben, nichts gelernt haben und auch nichts lernen wollen und weil diese Menschen in der Regel über einige wenige Persönlichkeitsmerkmale beschreibbar sind, deshalb haben Ideen, die in ihrem Kern faschistoid sind, Lebenszyklen:

Sie setzen sich bei den entsprechend Beeiflussbaren im Hirn fest, werden in die Realität übertragen, münden im schlimmsten Fall in ein Gesetz, mit dem der geistige Niedergang, der erst das Gesetz möglich gemacht hat, beschleunigt wird, so dass am Ende die (intellektuelle) Katastrophe steht, die die Idee diskreditiert, bis sie dann – sagen wir – 60 Jahre später wiederentdeckt wird und sich der Zirkus wiederholt.

Gestern:

Gleichstellung als Gleichschaltung:

sinus curve“Zur Durchführung der Gleichschaltung forderte Bethke in einem ersten Rundbrief an die einzelnen Vereine: Wenn es unsere Bundesvereine – getreu der 70jährigen Tradition des Deutschen Sängerbundes auch nicht nötig haben, sich umzustellen, so soll andererseits nicht verkannt werden, daß die Mitarbeit an der nationalen Gestaltung der Volksgemeinschaft und an der Pflege des deutschen Kulturgutes heute ganz besonders die nationale Führung jedes Vereins bedingt. Ich ersuche in diesem Sinne, die 51prozentige Gleichschaltung bis 1. Juni 1933 durchzuführen, d.h. die Mitglieder des Vorstandes müssen zu 51 Prozent (darunter der 1. Vorsitzende) der NSDAP, dem Stahlhelm oder der NSBO angehören”.

Bethke ist der Vorsitzende des Lippischen Sängerbundes, der im Auftrag von Gaukommissar Steineke, die Durchführung der Gleichschaltung der bürgerlichen Chöre im Gau Westfalen-Lippe organisiert hat. Das Zitat entstammt: Schmidt, Christoph (2002). Nationalsozialistische Kulturpolitik im Gau Westfalen-Lippe. Paderborn, Schöningh, S.414.

Heute:
Gleichstellung als “Gesetz für eine gleichberechtigte Teilhabe”

Neufassung des Paragraphen 10f Aktiengesetz

(1) Ergibt im Fall des § 96 Absatz 2 Satz 3 des Aktiengesetzes die Auszählung der Stimmen und ihre Verteilung auf die Bewerber, dass die Vorgaben des § 5a nicht erreicht worden sind, ist zu gewährleisten, dass unter den Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer, die Arbeitnehmer von Konzernunternehmen sind, in einem Aufsichtsrat mit 15 Mitgliedern mindestens eine Frau und mindestens ein Mann und in einem Aufsichtsrat mit 21 Mitgliedern mindestens zwei Frauen und mindestens zwei Männer sowie unter den Aufsichtsratsmitgliedern der Gewerkschaften jeweils eine Frau und ein Mann vertreten sind.

(2) Um diese Verteilung der Geschlechter nach Absatz 1 zu erreichen, ist die Wahl derjenigen Bewerber um einen Aufsichtsratssitz der Arbeitnehmer unwirksam, deren Geschlecht in dem jeweiligen Wahlgang nach der Verteilung der Stimmen auf die Bewerber mehrheitlich vertreten ist und die

1. bei einer Mehrheitswahl in dem jeweiligen Wahlgang nach der Reihenfolge der auf die Bewerber entfallenden Stimmenzahlen die niedrigsten Stimmenzahlen erhalten haben oder

2. bei einer Verhältniswahl in dem jeweiligen Wahlgang nach der Reihenfolge der auf die Bewerber entfallenden Höchstzahlen die niedrigsten Höchstzahlen erhalten haben. Die durch unwirksame Wahl nach Satz 1 nicht besetzten Aufsichtsratssitze werden im Wege der gerichtlichen Ersatzbestellung nach § 104 des Aktiengesetzes oder der Nachwahl besetzt.“

Paragraph 5a lautet:

Unter den in § 4 Absatz 1 Buchstabe b bezeichneten Mitgliedern des Aufsichtsrates eines in § 1 genannten, börsennotierten Unternehmens müssen im Fall des § 96 Absatz 2 Satz 3 des Aktiengesetzes Frauen und Männer jeweils mit einem Anteil von mindestens 30 Prozent vertreten sein.

Gegenwind oder Gegensturm? Das Ende des Füllhorns

Vor einiger Zeit haben wir unter dem Titel “Grüne Fachgespräche in schwarz-weißer Tristesse” von einer Veranstaltung berichtet, die die Bundestagsfraktion der Grünen auf Kosten von Steuerzahlern in Berlin damals noch durchzuführen geplant hat, und zwar um darüber zu lamentieren, dass aus Sicht der Grünen, jemand die Uhr zurückdrehen will. Dabei ging es unter dem Untertitel “Strategien gegen Anti-Feminismus und Homophobie” offensichtlich darum, grüne Derogationen und grüne Heilsbotschaften zu vermitteln, und natürlich auf Kosten der Steuerzahler sich mit Sekt volllaufen zu lassen und am Kalten Buffet durchzufressen [Die entsprechenden Tätigkeiten erlauben leider keine Verwendung nicht-ordinärer Ausdrücke.].

DanischHadmut Danisch, der Unermüdliche, er hat sich zum Fachgespräch begeben und von dort einen ausführlichen Bericht mitgebracht, den wir unseren Lesern als Lektüre empfehlen wollen. Die für uns entscheidenden Teile aus dem Bericht von Hadmut Danisch sind die folgenden:

“Man merkte denen schon an, dass ihnen da inzwischen ein kalter Wind um die Nase bläst und ihnen das zu schaffen macht.”

Den Eindruck, den Hadmut vom Fachgespräch mitgebracht hat, dessen Richtigkeit haben wir auf ScienceFiles schon des öfteren anhand von Beispielen aus der institutionalisierten Wissenschaft belegt. Das Füllhorn, das Genderisten noch vor Kurzem ein steuerzahlerfinanziertes Einkommen verschafft hat, es schüttet nicht mehr so freigiebig und genderflächendeckend.

Sein Fachgespräch-Erlebnis fasst Hadmut wie folgt zusammen:

“Erstens: Es läuft nicht mehr rund. Sie bekommen Gegenwind und wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen.

Zweitens: Allianzen zerbrechen. Die Verbindungen zwischen Grünen und Ostblock, zwischen Schwulen und Frauen und zwischen Feministen und Journalisten scheinen massiv zu erodieren.

Drittens: Frauen sind nach Ansicht der Grünen dumm und unselbständig, nicht der eigenen Meinung fähig. Sie haben sich gefälligst einer eigenen Meinung zu enthalten und sich dem sozialistischen-traditionellen Kollektiv-Bündnis zwischen Frauen und Schwulen zu unterwerfen. Haben sie doch eine eigene Meinung, können sie nur von den Russen ferngesteuert sein.

Viertens: Die Leute dort. Widerlich. Arrogant, selbstgefällig, selbstgerecht, narzisstisch, herablassend, dumm, andere verächtlich machend, intrigant, verfassungswidrig, kriminell, mit mehrerlei Maß messend, beliebig den Standpunkt wechselnd, unlogisch, selbstwidersprüchlich, miserables Benehmen. Und unglaublich hässlich angezogen.”

Dem ist von unserer Seite nur das neueste Beispiel für den Gegenwind, dem sich Genderisten ausgesetzt sehen, anzufügen. Es kommt aus der Sektion “Frauen- und Geschlechterforschung in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie”, ist die Ankündigung zur Jahrestagung der Sektion und mit

Feminismus Reloaded: Umkämpfte Terrains in Zeiten von Antifeminismus, Rassismus und Austerität

überschrieben.

GunfighterSo, und wenn sie sich als Leser vom Lachen erholt haben, angesichts des Bilds der smoking gun in der Hand von nicht Clint Eastwood, sondern von, sagen wir: Sabine Hark, wenn sie sich fertig gewundert haben über die militärische Sprache, die bei Genderisten Einzug gehalten hat, dann können wir vielleicht zum Wesentlichen kommen: Auch die Füllhörner der institutionellen Wissenschaft, die bislang Mittel ausgeschüttet haben, wenn Zauberformulierungen wie “Beitrag von Frauen”, “Gleichberechtigung der Gleichstellung von Gleichheit durch Ergebnisgleichheit anstelle von Chancengleichheit” (nein, das nicht!) in Anträgen enthalten waren, sie scheinen zu versiegen, was einen Grund darin haben könnte, dass es bislang keinem einzigen Genderisten, der sich auf einem Lehrstuhl an einer Hochschule den Hintern plattdrückt, möglich war, selbst die einfachsten Fragen zur wissenschaftlichen Grundlage, Methodik, Methodologie und den damit erzielten Erkenntnissen des Genderismus zu beantworten, Fragen, wie wir sie seit Jahren auf ScienceFiles stellen.

“Antifeminismus, Rassismus und Austerität”, so die Reihe im Titel: Damit ist klar, wo der Feind steht, der bekämpft werden soll. An erster Stelle sind dies Kritiker von Genderisten, die z.B. nach der wissenschaftlichen Grundlage, Methodik, Methodologie und den damit erzielten Erkenntnissen des Genderismus fragen, denen man, weil sie das fragen, einen -ismus beliebiger Ausprägung, zur Wahl stehen Sexismus, Antifeminismus, Antigenderismus, Rassismus, Ethnozentrismus usw. unterstellt und die über die Idee der Meinungsfreiheit mit der Idee des Wettbewerbs und damit der Idee des Marktes, der freien Marktwirtschaft verbunden sind. Der übliche Feind für Sozialisten also!

Die Jahrstagung ist noch in einer weiteren Hinsicht interessant, steht doch Folgendes in der Beschreibung der Jahrestagung:

“Um Raum für gemeinsame Diskussionen und Analysen zu ermöglichen, haben wir uns für das Format eines Symposiums entschieden. Wir haben ausgewählte Aktivist_innen und Wissenschaftler_innen eingeladen mit uns zu diskutieren und freuen uns sehr, dass sie unserer Einladung gefolgt sind.”

Die Menge der Wissenschaftler und die Menge der Aktivisten sind unvereinbar: Kein Wissenschaftler kann Aktivist sein, und kein Aktivist kann Wissenschaftler sein. Estere sind an Erkenntnis über die Realität interessiert, Letztere daran, ihre Überzeugung in der Realität zu implementieren. Erstere sind voller Zweifel, Letztere voller Überzeugung. Erstere suchen nach Belegen für ihre Hypothesen, Letztere sind von der Wahrheit ihrer Behauptungen überzeugt. Wissenschaftler und Aktivisten haben sich entsprechend überhaupt nichts zu sagen.

Aktivisten und Wissenschaftler verhalten sich wie Feuer und Wasser. Entsprechend muss man konstatieren, dass es sich bei der Sektion “Frauen- und Geschlechterforschung” offensichtlich nicht um eine Sektion von Wissenschaftlern, sondern um eine von Aktivisten handelt, was sie faktisch von der Wissenschaft ausschließt.

Der Nachwuchs der Stasi

Wenn Herfried Münkler, Professor für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, Dienstags zwischen 10 und 12 Uhr seine Vorlesung zu “Politischer Theorie und Ideengeschichte” hält, dann kan er sicher sein: Er steht unter Beobachtung.

StasiUnter seinen Studenten finden sich ein bis 10 inoffizielle Mitarbeiter (IMs) einer Veranstaltung, die sich selbst als “Münkler-Watch” bezeichnet. Die IMs haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Vorlesung von Münkler daraufhin zu sezieren, ob der Professor “den Faschisten Carl Schmitt”, der bis heute einer der herausragenden Vertreter der politischen Philosophie Deutschlands ist, den selbst ein Jürgen Habermas ausgiebig rezipiert und zitiert hat, behandelt, ob er über Niccolò Machiavelli mit “sehr viel Sympathie und mit am Ausführlichsten” spricht, ob er “subtil manipuliert”, so suptil, dass es sogar die IMs mitbekommen, ob er sich über das Gendern “lustig macht”, im Gegensatz zu den IMs der Ansicht ist, die Mitte der Gesellschaft sei nicht extremistisch, oder sich aus ihrer Sicht des “Chauvinismus”, “Eurozentrismus”, der “rassistischen Stereotype” oder der “Pietätlosigkeit” schuldig macht.

Kurz: Herfried Münkler sieht sich einem oder mehreren neurotischen Psychopaten gegenüber, die den Professor auserkohren haben, um ihn im Internet zu stalken, ihn einer Gesinnungskontrolle zu unterziehen und dabei selbst im Schutze der Anonymität zu verbleiben, denn, so schreiben sie:

“Wir studieren mit Euch. Wir sind Unbekannte und möchten das bleiben, denn unsere Identität ist irrelevant und jede Meinung nur ein Fraktal. Wir möchten Euch keinen Stempel aufdrücken. Wir möchten den Raum zu einem Prozess eröffnen, dessen Ziel absolut offen ist. Wir stehen zusammen mit Euch allen am untersten Ende der akademischen Hierarchie. Von hier möchten wir alle einen Abschluss, einen Job und uns den Zugang zu Einkommen wahren. Wir möchten eine Zukunft mit unseren Kindern und Wohnraum und so weiter, um das hier entworfene Gedankenkonstrukt zu reproduzieren, damit unsere Nachkommen dies weiter kultivieren können. Ihr kennt das ja…”

Die wenigen Informationen über die IMs reichen, um auf Basis soziologischer und psychologischer Erkenntnisse ein paar Aussagen über die Anonymen zu machen:

Muenkler WatchSie sind Spießer, die ein Mainstreamleben von der Stange leben wollen, die in der ehemaligen DDR sozialisiert wurden, denn nur dort gibt es Wohnraum, nur dort wurden Dinge zugewiesen und nur dort wurden Individuen nach Wohlgefallen sortiert. Das ist die Welt, die die IMs von der Münkler-Watch kennen, und es ist genau die Welt, die sie durchsetzen wollen. Denn: Ihre Münkler-Watch ist ja auch nichts anderes als der Versuch, die eigene Neurose auf andere zu projizieren, weil diese anderen das Selbstbild gefährden, einfach nur dadurch, dass sie von Personen, historischen Gestalten, von Ideen, von Meinungen und von Theorien berichten, die für die IMs jenseits der eigenen Speißigkeit und somit nicht vorstellbar sind.

Entsprechend dokumentieren die IMs für sich, was Horkheimer et al. in ihren Studien über die Familie gefunden haben, den höchst autoritären Kern der Spießerfamilie, was den Schluss nahelegt, dass es sich bei den IMs, um die Lieschen Müllers handelt, die Hartmut Esser gerne bemüht: Töchter aus evangelischem und dörflichen Pfarrer-Haushalt.

Was passiert, wenn Lieschen Müllers in die große Lichterstadt und dort an eine Universität kommen? Sie werden mit Neuem, mit Ideen, mit Verhaltensweisen, mit Theorien konfrontiert, deren Inhalte neu sind. Nun sind sie vor die Aufgabe gestellt, diese Inhalte zu verarbeiten. Das kann man auf zwei Weisen tun: Man kann die neuen Inhalte als Angebot sehen und sie verarbeiten, oder man kann sie als Gefahr einordnen und rundweg ablehnen.

Lieschen Müller IMs entscheiden sich für die zweite Alternative, weil mit ihrer nicht vorhandene personale Identität auch die Fähigkeit fehlt, sich mit Ideen auseinandersetzen, die neu sind. Lieschen Müller IMs brauchen Beständigkeit, Schutz und Halt im Schoße einer Ideologie, die ihnen sagt, was richtig und was falsch ist, und sie nicht mit der Frage, was richtig oder falsch ist, alleine lässt, gar von ihnen erwartet, dass sie ein eigenes Urteilsvermögen entwickeln.

Diese Ideologie finden Lieschen Müllers, wenn es sie an die Humboldt-Universität zu Berlin verschlagen hat, in erstaunlicher Konsistenz in einer Ideologie, die vermeintlichen Rassismus, Sexismus, Militarismus, Anti-Genderismus oder Chauvinismus anprangert.

Bei Herfried Münkler finden die IMs reiche Beute. Münkler scheint alle ihre Erwartungen zu übertreffen, so ganz und gar nicht in ihre Welt des Gender-Mainstream zu passen, in der, wie sie sagen z.B. das Gendern “gängiger Standard” sein soll, was abermals zeigt, wie klein die Welt ist, in der sich die IMs bewegen, und es zeigt, dass es keine akademische Welt sein kann, denn an Hochschulen ist das Gendern nach wie vor kein gängiger Standard – es ist nämlich mit Wissenschaft unvereinbar.

Verwunderlich ist indes, dass die rural-evangelikalen Neurotiker an einer Hochschule zu finden sind. Denn dort sind sie falsch. Dort sind sie schon deshalb falsch, weil Universitäten Orte des Austauschs und des Wettbewerbs von Ideen sind, Orte der Meinungsfreiheit, an denen auch die politische Philosophie von Carl Schmitt gelehrt werden darf, die nämlich nichts damit zu tun hat, dass Carl Schmitt, den die IMs regelmäßig als “Schmidt” schreiben, dass Carl Schmitt Mitglied der NSDAP und Vorzeigejurist der Nazis war. Auch Mitglieder der NSDAP sind vor dem Fehlschluss ad-hominem in Schutz zu nehmen!

IM vorgangAn Universitäten werden Lehrangebote gemacht, die Studenten ergreifen können, aber nicht müssen. Ziel des von Steuerzahlern finanzierten Aufenthalts von Studenten an Hochschulen ist es, Wissen zu sammeln, nicht Wissen auszuschließen. Es gibt an Hochschulen kein Recht, nur das zu hören, was man hören will. Wer nach Orten sucht, an denen seine ideologischen Überzeugungen geteilt werden und nur seine ideologischen Überzeugungen zugelassen sind, der sollte sich bei einem der politischen Vereine der Parteien bewerben oder eine Ausbildungsstätte für Parteikader besuchen. An einer Hochschule ist er definitiv falsch.

Verwunderlich ist weiterhin, dass Spiegel Online dem Treiben an der Humboldt-Universität, dem Treiben von einem oder mehreren IMs einen Beitrag widmet und dass Peter Nowak von der Spiegel-Online-Zweitverwertungsanstalt Telepolis, den armen Studenten von Münkler-Watch, die aus Angst vor den Konsequenzen ihres Tuns aus der Anonymität heraus diffamieren, ein Denkmal setzen, sie gar zu den Gründern einer neuen “Form des Studentenprotestes” machen will. Offensichtlich hat Herr Nowak eine ganz eigene Werteordnung, in der Strukturen, wie sie die Stasi in der DDR über ihre IMs etabliert hat, keine Kontroll- und Unterdrückungsstrukturen darstellen, sondern emanzipative Techniken unterdrückter Individuen, quasi der Stasi-Schrei nach Freiheit.

Offensichtlich hat Herr Nowak nicht nur ein eigenes Wertesystem, in dem das Stalking von Professoren zu rechtfertigen ist, in dem anonyme Überwachung und Diffamierung aus Anonymität heraus nicht weiter bedenklich sind, in dem man als Journalist nur eine Seite zu Wort kommen lassen muss, nämlich die der unterdrückten Studenten, während der hegemoniale Einschüchter-Prof keine Stimme bekommt, keine Möglichkeit hat, seine Seite der Medaille zu präsentieren, sich gegen die Vorwürfe, die Nowak so gerne transportiert, zur Wehr zu setzen.

Ob das noch Journalismus ist, das ist keine Frage mehr, und deshalb ist es erforderlich, einen anonym-betriebenen Nowak-Watch-Blog zu gründen, auf dem die Beiträge von Peter Nowak daraufhin geprüft werden, ob sie einer frei wählbaren Ideologie entsprechen.

Nowak kann nichts dagegen haben, schließlich wäre dies der Anfang einer neuen Leserbewegung, der Beginn eines ganz neuen Genres journalistischer Texte, der Ausgangspunkt einer ganz neuen Form der Meinungskontrolle.

Bleibt festzustellen, dass es an der HU-Berlin Mode geworden zu sein scheint, Professoren, die Meinungen vertreten, die von bestimmten Studenten nicht geteilt werden, wobei diese Meinungen einem der studentischen Kampffelder von Sexismus, Genderismus oder Rassismus zuordenbar sein müssen, anzufeinden. Dass die ideologische Grundlage der Anfeindung die Inhalte sind, die an Genderlehrstühlen und explizit durch die am Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien Angesiedelten vermittelt werden, ob es nur ein Zufall ist? Oder sind die studentischen Aktionen die Umsetzung dessen, was z.B. Lann Hornscheidt, das bislang ohne Konsequenzen seitens seines Dienstherren zu Straftaten aufruft, an Aktionen zur “Intervention” vorgibt?