ARD will Gebührenzahler verschaukeln

oder veralbern,

oder sind die so dumm?

Gestern haben wir unsere Leser Zahlen der ARD nachrechnen lassen.

Ausgangspunkt ist diese Passage auf Tagesschau.de:

Von Astrid Corall, NDR

ARD mehr geldDas Zahlenwerk der ARD ist gut 2400 Seiten dick. Detailliert steht dort, wie viel Geld der Senderverbund in den kommenden vier Jahren aus seiner Sicht benötigt. Und das sind knapp 400 Millionen Euro mehr pro Jahr als jetzt – das entspricht rund 2,2 Prozent.

Die Passage behauptet, die 400 Millionen Euro, die die ARD mehr haben möchte, entsprächen einer Steigerung von nur “rund 2.2 Prozent”.

Zwischenzeitlich haben das 272 unserer Leser nachgerechnet und 185 (68%) haben die richtige Lösung: Wenn 400 Millionen Euro eine Steigerung von 2,2% darstellen, dann muss die ARD ein Budget von rund 18,2 (18,181818…) Milliarden Euro haben.

Hat sie aber nicht.

Die ARD hat ein Jahresbudget von rund 6,3 Milliarden Euro.

Entsprechend stellen 400.000.000 Euro zusätzlich ein Wachstum von 6,35% dar, nicht 2,2%, also rund dreimal so viel.

Die 400.000.000 Euro sollen jährlich fließen, was bedeutet, in vier Jahren beläuft sich das Budget der ARD auf 7,9 Milliarden Euro, was einem Wachstum von 25,4% entspricht, also 12Mal so hoch, wie die ARD behauptet.

Will die ARD ihre Leser verschaukeln, bewusst hinters Licht führen oder sind die Verantwortlichen bei der ARD, hier Astrid Corall und ihr Intendant Lutz Marmor, zu dumm, um einen Taschenrechner zu bedienen und eine Prozentzahl richtig auszurechnen?

Wie immer, wenn wir etwas nicht wissen, fragen wir unsere Leser:

Verschaukeln oder zu dumm?

Berliner Professor: Wer nicht links ist, ist rassistisches Pack

Anatol Stefanowitsch, der an der Freien Universität als Universitätsprofessor am Institut für englische Philologie verbeamtet ist, hat eine bemerkenswerte sprachliche Klärung dreier Begrifflichkeiten durchgeführt, in Deutsch, nicht in Englisch.

Pack, Vertriebene und die verunsicherte Mitte, das sind die drei Begriffe, die Stefanowitsch, für sich und alle, die seine Weltanschauung teilen, klärt. Das tut er nicht auf Basis von Argumenten, sondern auf der Grundlage seiner Ideologie, der einzig richtigen und anständigen Ideologie, die nicht zum Pack qualifiziert: der linken Ideologie, wie sie Stefanowitsch fasst.

SF_Rassismus_coverSeine bemerkenswerten und ausschließlich auf “wie-ihm-die-Welt-vorkommt”-Behauptungen basierenden Ausführungen, die kaum vermuten lassen, dass Stefanowitsch auch nur entfernt etwas mit Wissenschaft zu tun hat, sie beginnen mit der verunsicherten Mitte, einem Begriff, den er vermutlich aus Unkenntnis Sigmar Gabriel zuschreibt. Gabriel habe die verunsicherte Mitte ins Spiel gebracht, um das Bürgertum vom Vorwurf des Rassismus zu retten, so Stefanowitsch.

Tatsächlich hat der Begriff der “verunsicherten Mitte” eine gewisse sozialwissenschaftliche Geschichte seit er 2008 von Martin Kronauer in den WSI-Mitteilungen der Hans-Böckler-Stiftung genutzt wurde. Seither geistert der Begriff durch linke Publikationen, und nun hat ihn Gabriel aufgeschnappt. Ins Spiel, wie Stefanowitsch kraft fehlender Kenntnis meint, hat Gabriel den Begriff nicht gebracht. Denn im Spiel befindert er sich seit rund 8 Jahren.

Interessant ist jedoch, was Stefanowitsch im Zusammenhang mit dem von ihm nicht gemochten Begriff der “verunsicherten Mitte” schreibt, nämlich:

“Passt nicht zu einer Wirklichkeit in der sich Menschen, die eigentlich nur anständig sind, vermehrt die Frage stellen, ob sie das vielleicht nicht doch eher zu Linken macht. Passt auch nicht zu einer Wirklichkeit, in der linke Chaoten oft die ersten, und manchmal leider auch die einzigen sind, die sich der verunsicherten Mitte in den Weg stellen, wenn diese den Flüchtlingen ihre Asylkritik demonstrieren wollen.”

In Deutsch: Wer anständig ist, der ist links, wer nicht links ist, der kann nicht anständig sein. Ob Stefanowitsch auch dann links und Anstand gleichsetzt, wenn es um Brandanschläge geht, die nicht so prominent in der Presse verbreitet werden wie die auf Flüchtlingsunterkünfte. Brandanschläge wie die beiden gerade in Chemnitz von Linken verübten?

Als sei das nicht schon genug, an Stefanowitscher Lebensweisheit, geht es weiter mit der Definition des Begriffs “Pack”. Pack ist für Stefanowitsch abermals ein Begriff, den Sigmar Gabriel “ins Spiel gebracht” hat, um “den Rassismus als Eigenschaft gesellschaftlich geächteter, ungebildeter und prinzipienloser Randgruppen darzustellen”. Damit solle der deutsche “Rassismus als irgendwie nicht-deutsch” dargestellt und die gesellschaftliche Mitte entlastet werden. Aber, wie Stefanowitsch weiß: alle Anständigen sind links, deshalb ist die gesellschaftliche Mitte rassistisch und Pack. Das ist die logische Konsequenz seiner Definition.

Und dass die gesellschaftliche Mitte aus rassistischem Pack besteht, das liegt an “Professoren und Ex-Adeligen” [Da Stefanowitsch Professor ist, fragt man sich, wo diese unerwartete Selbsterkenntnis herkommt], die “rechtes Denken auf breiter Ebene salonfähig” gemacht haben.

Studien AdornoDie einfache Welt des Anatol Stefanowitsch, des Beamten, der an der Freien Universität Berlin englische Philologie lehrt und von dem rassistischen Pack aus der gesellschaftlichen Mitte finanziert wird, sie ist erschreckend und belustigend zugleich, denn wir hätten es eigentlich nicht für möglich gehalten, im Jahre 65 nach der Veröffentlichung der autoritären Persönlichkeit noch auf derart einfach strukturierte Personen auf akademischen Positionen zu treffen, deren Welt in die anständigen Linken und das rechte Pack zerfällt.

Die Verbal-Helden, die man früher Armchair-Scientists genannt hat, wobei die Letztgenannten sich durch die intime Kenntnis eines Fachgebiets von den heutigen Verbal-Helden unterscheiden, sie lassen sich vom Bürgertum finanzieren, um eben dieses zu beschimpfen und sie spielen sich zu guten Menschen auf, die Vertriebenen, wie sie nunmehr Flüchtlinge nennen wollen, so als würden Flüchtlinge nicht dadurch definiert, dass sie vor etwas flüchten, ganz viel Gutes, ganz viel natürlich nur verbal Gutes zukommen lassen wollen.

Oder haben Sie je davon gehört, dass ein Anatol Stefanowitsch auf die Hälfte oder zwei Drittel seines Gehalts verzichtet, das sowieso von rechtem Pack aufgebracht wird, und das Geld zur Versorgung von Flüchtlingen stiftet, oder dass er Flüchtlinge in seine Wohnung aufgenommen hätte, um ihnen das Zeltlagerdasein zu ersparen oder sie vor Rechten zu retten und in die anständige Spießigkeit derjenigen zu überführen, die die richtigen Häuser in Brand stecken?

ARD Finanzierung: Intransparenz, Manipulation, Täuschung oder Unvermögen?

ARD braucht 400 Millionen Euro pro Jahr mehr.

Na dann!

Uns würden schon ein paar Milliönchen pro Jahr mehr reichen.

Und Ihnen?

Aber wir sind nicht die ARD, deshalb haben wir keinen, den wir zwangsverpflichten können, die 400 Millionen Euro, die zu 1,6 Milliarden Euro über die nächsten vier Jahre werden sollen, zu bezahlen, nicht einmal die paar Milliönchen, die wir gerne hätten, können wir erzwingen.

Weil die ARD 400.000.000 Euro pro Jahr mehr “braucht”, deshalb gibt es einen Beitrag auf tagesschau.de, in dem von einem 2.400 Seiten dicken Zahlenwerk die Rede ist. Auf einer oder mehreren dieser 2.400 Seiten steht: Die ARD braucht 400 Millionen Euro pro Jahr mehr!

Was auf den restlichen 2.399 Seiten steht? Niemand weiß es.

Am wenigsten weiß es wohl Astrid Corall vom NDR, der die Aufgabe zugewiesen wurde, den ARD-Zwansgfinanzierenden schmackhaft zu machen, dass es die öffentlich-rechtliche Durchschnittskost in Zukunft mit 400 Millionen Euro mehr zu finanzieren gilt.

Das macht man, so steht es wohl in der öffentlich-rechtlichen Handreichung zur Manipulation von Gebührenzahlern, am besten dadurch, dass man außer den 400 Millionen Euro, die man zwangsläufig nennen muss, keine weiteren großen Zahlen nennt und ansonsten nur Gründe für die Steigerung nennt, denen eine hohe Akzeptanz zugewiesen wird:

  • ARD_Karte.svgLöhne sind gestiegen. Das ist immer gut. Wer will schon, armen Arbeitnehmern ihren Lohn beschneiden.
  • Umstellungsprojekte, das klingt auch gut, vor allem, wenn das, was umgestellt wird, sowieso auf geteilte Meinungen stößt. Umstellung hat etwas von Aufbruch, von besser machen. Wer würde nicht dafür bezahlen wollen?
  • Außerdem: “Seit sechs Jahren sind die Rundfunkgebühren nicht gestiegen, Anfang April sank der Beitrag sogar erstmals in der Geschichte”. Das kann so nicht weitergehen. Deshalb: 400 Millionen Euro mehr – pro Jahr.
  • Und von “Zeit zu Zeit” braucht die ARD halt doch mehr Geld, “um die Programmqualität zu halten”. Der ist gut – oder?.
  • Deshalb gleich noch einmal: “Gutes Programm kostet Geld”!
  • Ein Teil der Mehreinnahmen kommt Kitas zugute. Wie schön – oder? Vor allem mit Blick auf den Livestream aus der Kita – Programmqualität halt!
  • Trotz all der Gründe, die eigentlich zwingend mehr Geld für die ARD nach sich ziehen, gibt man sich bei der ARD umgänglich: “Wir sind uns bewusst, dass das Geld der Beitragszahler wirklich sehr knapp ist. Aber ich glaube, wr haben da wirklich Maß gehalten und möchten auch weiterhin ein gutes Programmangebot machen” [man beachte das “weiterhin”]. Das sagt Lutz Marmor, der Intendant des NDR, der muss es wissen. Und einmal ehrlich: läppische 400 Millionen Euro im Jahr, das ist schon maßgehalten.

Und bei all den guten Gründen und all der Begründung dafür, dass es gar nicht anders geht, als der ARD 400.000.000 Euro pro Jahr mehr zu spendieren, hat kaum einer der Leser bemerkt, dass im Beitrag von Corall nur insgesamt zwei Informationen enthalten sind: 400.000.000 Euro pro Jahr mehr will die ARD. Eine Steigerung um 2,2% ist das:

“Das Zahlenwerk der ARD ist gut 2400 Seiten dick. Detailliert steht dort, wie viel Geld der Senderverbund in den kommenden vier Jahren aus seiner Sicht benötigt. Und das sind knapp 400 Millionen Euro mehr pro Jahr als jetzt – das entspricht rund 2,2 Prozent.”

Da kann niemand sagen, in Beiträgen öffentlich rechtlicher Sender würden – in diesem Fall die Leser – intellektuell überstrapaziert. Das Motto Öffentlich-Rechtlicher lautet wohl eher: intellektuelle Unterforderung der Leser auf dem Niveau der Programmmacher.

Da machen wir nicht mit.

Statt dessen haben wir ein Rätsel für unsere Leser, denn bei all der Begründung der Wichtigkeit, Unausweichlichkeit und Unabwendbarkeit der zusätzlichen Finanzierung von 400.000.000 Euro ist doch glatt vergessen worden, die Höhe der Mittel, die derzeit der ARD zufließen und damit die Basis der Prozentuierung, zu benennen.

Deshalb unser Rätsel:

Zwei Daten haben sich in den Beitrag verirrt:

400.000.000 Euro will die ARD mehr.

400.000.000 Euro mehr entsprechen nach den Angaben im Beitrag einer Steigerung von 2,2%.

Wie hoch ist das Budget der ARD, das auf Grundlage dieser beiden Zahlen berechnet werden kann?

Wer unfairer Weise rumgoogled und den ergoogelten Wert mit seinem errechneten Wert vergleicht, kann zu dem Ergebnis kommen, dass man bei der ARD nicht Prozentrechnen kann oder bewusst falsche Prozentzahlen angibt.

Es mag stimmen!

Wie viel Geld verbraucht die ARD pro Jahr?

 

Ahnungslose Journalisten: Manipulation so einfach wie nie!

In den  letzten Tagen konnte man bewundern, wie die Erfindung der unbezahlten Arbeit vorangetrieben wurde. Anlass ist u.a. eine Pressemeldung des Statistischen Bundesamts, die mit “Jeder dritte Vater wünscht sich mehr Zeit für seine Kinder” überschrieben ist.

Punkt 1 der Pressemeldung lautet:

  • Väter und Mütter leisten pro Woche knapp 10 Stunden mehr bezahlte und unbezahlte Arbeit als Personen ohne Kinder. Dies ist vor allem auf ein höheres Pensum an unbezahlter Arbeit zurückzuführen.

DestatisDie Pressemitteilung ist Teil eines großen Presseauftriebs, bei dem man u.a. Roderich Egeler, den Präsidenten des Statistischen Bundesamts, hat viel über unbezahlte Arbeit erzählen hören. Seine wichtigsten Punkte sind die folgenden:

  • Frauen ab 18 Jahre arbeiten mit 45,5 Stunden in der Woche eine Stunde mehr als Männer. Das ist auf das größere Volumen an unbezahlter Arbeit zurückzuführen.
  • Väter und Mütter leisten pro Woche 10 Stunden mehr Arbeit (also bezahlte und unbezahlte Arbeit) als Personen ohne Kinder.
  • Mütter wenden doppelt so viel Zeit für die Kinderbetreuung auf wie Väter.

Abermals ist die unbezahlte Arbeit an vorderster Front zu finden. Sie ist die Ursache allen Übels, sie soll offensichtlich zum neuen Gap aufgebaut werden, das z.B. von der Darstellerin, die derzeit Bundesminister für FSFJ mimt, aufgenommen wird, um die 32 Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich für Eltern zu fordern, weil die so überlastet sind. Schließlich arbeiten sie 10 Stunden mehr unbezahlt (und bezahlt?) als Personen ohne Kinder.

Nur: Was ist diese unbezahlte Arbeit?

Von denen, die die unbezahlte Arbeit anführen, sagt niemand, was sich dahinter verbirgt.

Von den Journalisten, die mit unbezahlter Arbeit konfrontiert werden, fragt niemand, was sich dahinter verbirgt.

Die unbezahlte Arbeit, sie ist ein Mysterium, das der Erkundung durch ScienceFiles harrt.

Nehmen wir eine Grafik zum Ausgangspunkt, die Roderich Egeler unvorsichtiger Weise mit seiner Präsentation verteilt hat:

Roderich egeler prae

Wenn man der Abbildung auch nicht entnehmen kann, was die geheimnisvolle “unbezahlte Arbeit” sein soll, so weiß man doch, was es nicht ist:

  • Schlaf und Körperpflege sind keine unbezahlte Arbeit.
  • Erwerbstätigkeit und Bildung sind keine unbezahlte Arbeit.
  • Essen ist keine unbezahlte Arbeit.
  • Sonstiges ist keine unbezahlte Arbeit.
  • Freizeit ist keine unbezahlte Arbeit.

Immerhin.
Die Suche nach der unbezahlten Arbeit, sie ist damit bei Egeler ans Ende gelangt, denn Egeler erzählt nur von der unbezahlten Arbeit, er sagt nicht, was es ist, das hier gearbeitet wird und unbezahlt bleibt.

Unsere Suche führt uns daher weg von Egeler und hin zur Zeitverwendungserhebung, die “Aktivitäten in Stunden und Minuten für ausgewählte Personengruppen” umfasst. Sie bildet die Grundlage für die Aussagen Egelers und zeichnet sich dadurch aus, dass “unbezahlte Arbeit” in keiner Weise, weder als Begriff noch als Datum in der gesamten Ergebung, auf den gesamten 162 Seiten vorkommt.

Was also wurde hier als unbezahlte Arbeit zusammengeschustert?

Nun, die Daten in der Zeitverwendungserhebung, sie sind in Kategorien unterteilt, und zwar die folgenden:

  • Physiologische Regeneration (Schlafen, Essen und Trinken);
  • Erwerbstätigkeit;
  • Qualifikation, Bildung;
  • Haushaltsführung und Betreuung der Familie;
  • Ehrenamt, freilliges Engagement, Unterstützung anderer Haushalte, Versammlungen;
  • Soziales Leben und Unterhaltung;
  • Sport, Hobbys, Spiele;
  • Mediennutzung;

Halten wir Egeler zu Gute, dass er Mediennutzung, soziales Leben und Unterhaltung, ebenso wie Sport, Hobbys und Spiele und Ehrenämter, freiwilliges Engagement und Unterstützung anderer Haushalte sowie Versammlungen, nicht als unbezahlte Arbeit ansieht, dann bleibt für die unbezahlte Arbeit der Punkt “Haushaltsführung und Betreuung der Familie”.

Folglich umfasst die unbezahlte Arbeit:

  • Zubereitung von Mahlzeiten inkl. Geschirrspülen;
  • Instandhaltung von Haus und Wohnung, inkl. Wäschewaschen;
  • Gartenarbeit, Pflanzen- und Tierpflege;
  • Bauen und handwerkliche Tätigkeiten;
  • Einkaufen und Inanspruchnahme von Fremdleistungen;
  • Betreuung von Kindern im Haushalt;
  • Unterstützung, Pflege und Betreuung von erwachsenen Haushaltsmitgliedern,
  • Andere Tätigkeiten im Bereich Haushaltsführung, darunter: Wegzeiten;

Wie so oft kommt man dann, wenn man nur einen kurzen Blick in die Daten wirft, auf denen der ideologische Popanz aufgesetzt ist, der Journalisten präsentiert wird, die nur darauf zu warten scheinen, die entsprechenden ideologischen Kröten roh und ungekaut zu schlucken, zu der Frage: Halten die ihre Mitmenschen wirklich für so dumm?

x fuer uDenkt Herr Egeler, wenn er behauptet, dass Väter und Mütter pro Woche 10 Stunden mehr arbeiten als Personen ohne Kinder, dann kommt niemand darauf, dass in die angebliche Mehrarbeit die Zeit für Kinderbetreuung, die bei Kinderfreien zwangsläufig 0 Stunden, 0 Minuten und 0 Sekunden einnimmt, mit eingerechnet wurde?

Welch’ billiger Versuch, die Öffentlichkeit hinter das Licht zu führen ist das denn? Ganz zu schweigen von den Wegzeiten, die anfallen, um Kinder von A nach B zu kutschieren und den Zubereitungszeiten für Mittagessen, die bei vollerwerbstätigen Kinderlosen durch Essen in der Kantine, das nicht als unbezahlte Arbeit, sondern als bezahlte Arbeit angerechnet wird, ersetzt wird.

Gibt es in Deutschland wirklich eine nennenswerte Anzahl von Leuten, die auf derart billige Tricks und grobe Versuche, andere hinters Licht zu führen, hereinfällt – außer Journalisten?

Es ist erschreckend.

So erschreckend, wie die Funktionsfähigkeit des alten Tricks der Auslassung. Mütter wenden doppelt so viel Zeit für die Betreuung von Kindern auf “als”, (steht so im Original) Väter, so verkündet Herr Egeler. Die Journalisten, die an seinem Speichel hängen, sie tragen es willig weiter. Und sie merken nicht einmal, dass hier etwas seltsam ist, dass etwas fehlt, etwas von Seite 3 der Egelerschen Präsentation.

Männer verbringen im Durchschnitt 25 Stunden und 13 Minuten pro Woche mit Erwerbsarbeit, Frauen 16,09 Stunden. Frauen verwenden 10,15 Stunden für Kinderbetreuung, wie man aus der Pressemeldung des Statistischen Bundesamts entnehmen kann, Männer 7,075 Stunden. D.h. Männer arbeiten in der Woche 8 Stunden und 54 Minuten mehr als Frauen, verbringen aber nur 7,075 Stunden weniger mit Kinderbetreuung als Frauen.

Was bitte machen die Frauen in den verbliebenden 1,52 Stunden? Fernsehschauen?

Anyway, wozu ist es wichtig, die Zeitverwendung von Männern und Frauen zu kontrollieren? Ah, wir haben es vergessen, die Laiendarstellerin im BMFSFJ, die den Minister gibt, will wieder etwas fordern: 32 Stunden für Eltern maximale Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich… und wer darf es bezahlen: Die Kinderfreien, weil sie vollerwerbstätig sind und in der Kantine essen.

Es wird übrigens niemand dazu gezwungen, Kinder in die Welt zu setzen. Wer sich dafür entscheidet, von dem muss angenommen werden, dass er sich überlegt hat, was er tut und entsprechend die Verantwortung für seine Entscheidung übernimmt. Die Verantwortung umfasst auch die Arbeit, die Kinder verursachen. Dass sie Arbeit verursachen, ist eigentlich hinreichend bekannt, so dass es etwas seltsam, weil zu offen nutznießerisch wirkt, wenn nun gejammert wird, dass die Betreuung von Kindern unbezahlte Arbeit sei und Eltern ein Ausgleich gewährt werden müsse.

Die Arbeit am Kinde, sie ist übrigens keine unbezahlte Arbeit, sie wird mit allerlei Vergünstigungen bezahlt, vom Kindergeld über den Kinderfreibetrag, die Bereitstellung von Kindertagesstätten, Schulen und Universitäten aus Steuergeldern, über Muttergeld und Barbeträge im Rahmen von Hartz IV bis zu all den anderen Vergünstigungen, die ausgelöst werden, weil die großartige Leistung menschlicher Fertilität erbracht wurde.

BMFSFJ finanziert Zensur-Räte mit mehr als einer halben Million Euro pro Jahr

Stellen wir wieder einmal die Frage, die bislang niemand gestellt hat.

Deutscher FrauenratBei all der Aufregung über den Frauenrat und dessen Freude darüber, dass Meinungsfreiheit in Deutschland dann, wenn es um Genderismus geht, nicht zählt, fragt bislang niemand, wer diesen Frauenrat mit Sitz in Berlin und dem satzungsmäßigen Namen: “Deutscher Frauenrat – Lobby der Frauen – Bundesvereinigung von Frauenverbänden und Frauengruppen gemischter Verbände in Deutschland e.V. (DF)” eigentlich finanziert.

Wer finanziert die Geschäftsstelle in Berlin?

Wer finanziert Design, Umsetzung und Unterhalt der Webseite des Frauenrats, durch “produktivbüro.de” in Berlin?

Wer finanziert die Erstellung und Herausgabe einer eigenen Zeitschrift mit dem Titel “Frauenrat”?

Wer finanziert letztlich die Beschwerde, die der Frauenrat an den WDR gerichtet hat, um “Hart aber Fair” zu zensieren und den Streit um die Ampelmännchen, den Gebührenzahler im öffentlich-rechtlichen Fernsehen finanziert haben, eben diesen vorzuenthalten?

Sie dürfen dreimal raten?

Na?

Ja, es gibt eine Satzung, in der auch der Mitgliedsbeitrag zum Frauenrat geregelt wird, und zwar auf eine äußerst interessante Art und Weise:

Professional sponger“1) Jeder Mitgliedsverband hat einen Jahresbeitrag zu zahlen.
(2) Die Höhe des Beitrags wird durch Beschluss der Mitgliederversammlung geregelt. Der Beitrag wird nach Rechnungsstellung zu Beginn des Geschäftsjahres fällig und ist bis zum Ende des ersten Quartals zu entrichten.”

Das heißt dann wohl, für den Fall, dass die Finanzierung, durch – na wen wohl? – nicht reicht, ist ein Mitgliedsbeitrag fällig, um die Kosten zu decken. Wie sonst soll man die Festsetzung von Mitgliedsbeiträgen nach Gusto werten?

Aber das Geld, dass von einem Ministerium kommt, es sollte reichen. Die Finanzierung des Frauenrats, sie ist üppig, sehr üppig.

Und von wem kommt Sie wohl?

Richtig, vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Auch der Frauenrat gehört zu den Organisationen, die sich im Speckgürtel des Ministeriums für FSFJ eingenistet haben und dort auf Kosten der Steuerzahler ein sorgloses Leben führen, so sorglos, dass sie alle Energie darauf richten können, die Gender-Ideologie zu verbreiten und die Meinungsfreiheit all derer, die die Gender-Ideologie kritisieren, zu beseitigen.

So geschehen im Fall von Hart aber Fair.

Ironischer Weise findet die Finanzierung des Frauenrates im Kapitel 1703 des Haushaltsplanes unter der Überschrift “Stärkung der Zivilgesellschaft” statt.

Daraus muss man den Schluss ziehen, dass die Zivilgesellschaft nach Ansicht des finanzierenden Bundesministeriums für FSFJ durch Zensur der nicht gewünschten Meinung gestärkt wird. Und für diese Zensur und die Verbreitung der Gender-Ideologie durch den Frauenrat in Berlin, dafür lässt das Ministerium die Steuerzahler ordentlich bluten:

558.000 Euro wurden im Jahr 2012 an den Frauenrat überwiesen.
579.000 Euro wurden im Jahr 2013 an den Frauenrat überwiesen.
584.000 Euro wurden im Jahr 2014 an den Frauenrat überwiesen.

1.721.000 Euro in drei Jahren hat der “Deutsche Frauenrat – Lobby der Frauen – Bundesvereinigung von Frauenverbänden und Frauengruppen gemischter Verbände in Deutschland e.V. (DF)” im Rahmen der Umverteilung von Steuergeldern von sinnvoller zu ideologischer Nutzung kassiert.

Wer finanziert demnach die Zensur des WDR?Was vom Euro bleibt

Steuerzahler!

Steuerzahler finanzieren das BMFSFJ, das die Steuergelder an diejenigen verteilt, die in seinem Speckgürtel nisten und ohne die Steuergelder ihre ideologische Zerstörung der Zivilgesellschaft nicht betreiben könnten. Dieselben Steuerzahler finanzieren über Gebühren den WDR, der dann auf Veranlassung des von Steuerzahlern über den Umweg der Zweckentfremdung von Steuergeldern durch das BMFSFJ finanzierten Frauenrates den Kunden des WDR das vorenthält, wofür sie bezahlt haben. Und so zahlen die Steuerzahler dafür, dass sie als Gebührenzahler nicht sehen dürfen, was sie finanziert haben, weil sie als Steuerzahler einen Frauenrat finanzieren, der ihnen vorenthalten will, wofür sie auch bezahlt haben.

Vom Pyrrhus-Sieg zum feministischen Supergau

Wie nahe Sieg und Niederlage beeinander liegen, das erleben derzeit die Frauenverbände und Frauenräte, denen die Meinungsfreiheit in Deutschland zu weit geht. Gerade haben sie beim WDR Rundfunkrat durchgesetzt, dass die Sendung “Hart aber Fair, Nieder mit den Ampelmännchen – Deutschland im Gleichheitswahn” aus der Mediathek gelöscht wurde, da bricht ein Sturm der Berichterstattung über die Frauenräte herein.

WDRKaum ein deutsches Medium scheint sich die Geschichte entgehen lassen zu wollen, niemand will in seinem Beitrag auf den obligatorischen Link auf YouTube verzichten, wo die Sendung vom 2. März immer noch zu sehen ist – in ihrer ganzen Länge und Lächerlichkeit – jedenfalls meinen die sich beschwerdenden Frauenräte, dass die Sendung den Genderismus und das Gender Mainstreaming lächerlich gemacht habe. Als bräuchte es dazu die Sendung von Plasberg, als reichten die Vorschläge zur Sprachverhunzung, *X_Innen, zu Unisextoiletten, zu Frauenquote im Cockpit nicht aus, um den Genderismus lächerlich zu machen.

Und nun, nachdem sie es durchgesetzt haben, das Plasbergs Sendung aus der Mediathek des WDR gelöscht wurde, dass sie herauszensiert wurde, nun haben sich die Frauenräte und -verbände mit ihrer Beschwerde-Onanie vollständig der Lächerlichkeit preisgegeben (Man muss in diesem Zusammenhang von Onanie sprechen, denn wie wir gezeigt haben, enthalten die vermeintlichen Beschwerden keinerlei Argument).

Die Lächerlichkeit und Peinlichkeit der Frauenräte, sie hat klar benennbare Ursachen:

Offensichtlich hält der Genderismus nicht einmal eine Talkshow aus, in der die obligatorische politische Korrrektheit, die offensichtlich der Wohlfühlfaktor für Genderisten ist, nicht eingehalten wird.

Offensichtlich fehlt es dem Genderismus an “Fachlichkeit“, wie die Frauenräte es wohl nennen würden, um sich in der Diskussion mit anderen zu behaupten.

Offensichtlich fehlt es den Genderisten an Argumenten, mit denen sie der Kritik, die am Genderismus vorgebracht wird, begegnen können (Dass dem so ist, wird darin dokumentiert, dass die einfachen Fragen nach der wissenschaftlichen Grundlage, dem Erkenntnisinteresse und dem Erkenntnisgewinn von Gender Studies, die wir nun schon seit Monaten an entsprechende Lehrstuhlbesetzer gestellt haben, immer noch unbeantwortet geblieben sind.).

scully facepalmOffensichtlich haben Genderisten Angst vor Meinungsfreiheit, Angst davor, in der richtigen Welt, außerhalb ihrer universitären und instutionellen Schutzräume auf die Wirklichkeit zu stoßen, mit der Wirklichkeit konfrontiert zu werden. Deshalb muss die Wirklichkeit zensiert werden. Deshalb müssen Meinungen, die mit Fakten und somit auf Basis der Wirklichkeit begründet werden, unterdrückt am besten verboten werden.

Und was sind Organisationen, Räte, Einzelakteure, die durch eine Talkshow aus dem Gleichgewicht geworfen werden, die keine Argumente zur Verteidigung der eigenen Sache vorbringen können, die nur heulend zum nächsten Patriarchen laufen können, um dort darum zu betteln, dass ihr Schutzraum, in dem sie weder von Realität noch von anderen Meinungen behelligt werden, wieder hergestellt wird?

Peinlich und lächerlich!

Und deshalb wird sich der Pyrrhus-Sieg in Kürze zum feministischen Supergau entwickeln: Darüber lacht das Land, schon deshalb, weil die Frauenräte es geschafft haben, dass eine Sendung, die fast in Vergessenheit geraten war, eine neue YouTube Karriere gestartet hat und sich viraler Nachfrage erfreut.

Es gibt sie übrigens auch hier zum Ansehen.

Junge Union Saarland: Gesetzliche Frauenquote abschaffen!

Noch bevor sie in Kraft tritt, soll sie abgeschafft werden, die Frauenquote für börsennotierte Unternehmen. Das fordert die Junge Union des Saarlandes. Erfreulicherweise wird die Forderung auch mit Argumenten begründet, die wir auf ScienceFiles nun schon seit längerem machen:

  • Verbindliche Frauenquoten für Unternehmen sind ein Einschnitt in die unternehmerische Freiheit, sagt Alexander Zeyer, der saarländische JU-Landesvorsitzende.

Wow. Der Begriff der unternehmerischen Freiheit ist zumindest Nachwuchs-Politikern noch bekannt.

  • Durch eine Frauenquote werde “vor allem das Geschlecht zum Kriterium der Besetzung gemacht”, sagt Zeyer weiter und provoziert damit natürlich die Frage: Was noch? Wenn nach Geschlecht quotiert wird, dann ist Geschlecht und nicht “vor allem Geschlecht” der Grund für die Besetzung einer Stelle. Fähigkeiten spielen offensichtlich keine Rolle, sonst würde keine Quote benötigt.

Damit genug des Lobes, denn was nunmehr folgt, ist ein unlogischer Kotau vor der politischen Korrektheit: Bei gleicher “Eignung, Befähigung und Leistung”, so Zeyer, solle der Bewerber eingestellt werden, “dessen Geschlecht in der jeweiligen Berufsgruppe, Abteilung etc. unterrepräsentiert ist”. Das sagt derselbe Zeyer, der feststellt, dass es “immer und überall auf der Welt in jedem Bereich” Unterschiede geben wird. Dass sich zwei nur durch das Geschlecht unterscheidbare Klone auf ein und dieselbe Stelle bewerben, ist folglich unwahrscheinlich. Entsprechend wäre es besser gewesen, Zeyer hätte seinen Kniefall vor der politischen Korrektheit unterlassen.

So wie es besser gewesen wäre, den letzten Absatz der Pressemeldung zu streichen. Darin wird gefordert, dass die unglaubliche Leistung, ja die Hingabe an den Fortbestand der deutschen Gesellschaft, die darin zum Ausdruck kommt, dass eine “Frau … sich entschließt, Kinder zu bekommen”, von Steuerzahlern honoriert wird.

Nicht nur, dass man Zeyer, der nun auch nicht mehr der Jüngste ist, mitteilen sollte, dass sich eine Frau nicht einfach so entschließen kann, Kinder zu bekommen. Noch bedarf es dazu einiger Zutaten, selbst dann, wenn ein Kinderwunsch-Cocktail in der Petri-Schale angerührt wird – ein Mann!

Nein, Zeyer, der gerade die unternehmerische Freiheit entdeckt hat, hat offensichtlich noch nichts davon gehört, dass es individuelle Freiheit gibt, die wiederum mit individueller Verantwortung einhergeht. Und während er die unternehmerische Freiheit verteidigt, will er in die individuelle Freiheit eingreifen.

Wer den Entschluss fasst, Kinder in die Welt zu setzen, von dem muss man erwarten, dass er sich diesen Entschluss reiflich überlegt hat und auch bereit ist, die Konsequenzen, die sich mit diesem Entschluss verbinden, zu tragen. Wer dazu nicht bereit ist, der soll entsprechend keine Kinder in die Welt setzen und vor allem nicht bei Steuerzahlern betteln gehen oder darauf hoffen, dass es JU-Landesvorsitzende wie Alexander Zeyer gibt, die natürlich finanzielle “Hilfe des Staates” gewähren wollen, wenn andere sich aus freien Stücken dazu entschlossen haben, die überbevölkerte Welt mit einem weiteren Bewohner zu beglücken.

Was erwartet Zeyer eigentlich?

Kollektive Freude darüber, dass wieder jemand gezeigt hat, was Menschen seit es sie gibt, zeigen: Dass sie sich fortpflanzen können?

Wir würden uns ein anderes Ende für den Genderismus wünschen als das Ersetzen von Nutznießern durch neue Nutznießer, so dass nunmehr nicht mehr die geistige Prostitution als Genderista finanziert wird, sondern die körperliche Prostitution als Kinderlieferant.

Neid und Verachtung: Was den Gutmenschen ausmacht

Gutmenschen haben wir bereits einige Posts gewidmet. Von Studien über Gutmenschen haben wir berichtet und unsere eigene Definition und Typologie des Gutmenschen entwickelt. Dazu später.

Zunächst zum Neger, jenem Begriff, der für Gutmenschen so unerträglich ist, dass sie ihm die Existenz verweigern, in verfolgen, ausmerzen und seine Benutzung verbieten wollen.

Warum?

darwin-greatNeger ist ein deskriptiver Begriff. Er bezeichnet einen schwarzen Menschen. Mit dem Begriff Neger eine Bewertung zu verbinden, z.B. eine positive Bewertung, weil Neger in der Regel athletischer sind als Weiße, wie man bei Olympischen Spielen oder im Basketball regelmäßig sehen kann, ist eine Leistung dessen, der die entsprechende Bewertung vornimmt.

Man kann also festhalten, dass die Bewertung gar nichts mit der Beschreibung zu tun hat, dass sie von demjenigen, der sie mit dem Begriff “Neger” in Verbindung bringt, gemacht wird.

Wenn nun also ein Gutmensch nicht anders kann als mit dem Begriff “Neger” eine negative Bewertung zu verbinden, dann ist das seine negative Bewertung, dann kommt darin seine Verachtung für Neger zum Ausdruck, nicht die derjenigen, die den Begriff deskriptiv benutzt haben.

Man kann also festhalten, dass die Behauptung, der Begriff “Neger” sei negativ, sei diskriminierend, eine Behauptung ist, die sich nicht unbedingt aufdrängt, und es ist eine projektive Behauptung, die derjenige, der die negative Bewertung vornimmt, auf den Begriff und alle seine Benutzer überträgt.

Meyer WeltaltasNun stellt sich die Frage, warum sollte man allen seinen Mitmenschen, die den Begriff “Neger” benutzen, von Erich Kästner bis Otfried Preußler, von Immanuel Kant bis zu den Autoren von Meyers Weltatlas für Kinder, auf dessen Seite 64 der Begriff “Neger”, als historisch ethnographischer Begriff, der er nuneinmal ist, allein fünfmal geschrieben steht, warum sollte man ihnen allen niedrige Motive unterstellen, ihnen nachsagen wollen, sie wollten Neger diskriminieren?

Die Antwort kann keine rationale Antwort sein, denn wer andere vorab-bezichtigt, sie diskreditiert noch bevor er sie kennt, quasi in einem Rundumschlag, der macht damit Kooperation unmöglich und schadet sich auf lange Sicht selbst. Die Antwort muss entsprechend eine psychologische sein, und die Antwort, die sich hier quasi aufzwingt, ist ein Schuldkomplex, eine pathologische Projektion des eigenen schlechten Gewissens auf andere:

Weil Gutmenschen, die den Begriff “Neger” verbieten wollen, Neger verachten, deshalb wollen sie anderen den Begriff “Neger” verbieten, quasi als Form der Selbstbestrafung und Selbstreinigung. Ein solcher Masochismus ist nicht neu, neu ist, dass die Bestrafung über den Umweg der öffentlichen Reinigung vollzogen wird. Sie ist somit eine Form des Exhibitionismus, mit der Gutmenschen sich von jedem Verdacht, die Verachtung zu empfinden, die tatsächlich in ihnen schlummert, reinigen wollen. Zudem wollen sie die eigene Verachtung zum Massenphänomen stilisieren, um nicht mit ihren schlechten Gedanken alleine zu sein.

Dass dem so ist, dafür spricht die Wahl der Zielgruppen, die sich Gutmenschen für ihre Hilfe auserkoren haben. Dabei handelt es sich ausschließlich um Gruppen von Menschen, die man als weißer Gutmensch sozial unter sich verortet, Menschen, die in scheinbar armen Verhältnissen leben und deshalb zu Bildungsfernen degradiert werden können. Menschen, die keinen deutschen Stammbaum, der mindestens drei Generationen zurückreicht, nachweisen können, weshalb sie als dem eigenen deutschen Weißsein unterlegen angesehen werden und zu Personen mit Migrationshintergrund stereotypisiert werden können und besonders: Neger.

Alle Schwarzen eignen sich nach Ansicht von Gutmenschen hervorragend zur Degradierung, denn sie sind in Deutschland farbfremd, kommen nach Ansicht der Gutmenschen zumeist aus Entwicklungsländern, die man unter sich verortet, kurz: Sie erfüllen alle Kriterien, um von Gutmenschen auf der sozialen Leiter noch unterhalb der eigenen Position eigneordnet werden zu können.

Und deshalb können sie missbraucht werden, dazu missbraucht werden die Verachtung, die Gutmenschen für alle empfinden, die sie sozial unter sich wähnen, zu zelebrieren und dafür zu sorgen, dass für alle sichtbar wird, dass die entsprechenden Gruppenangehörigen auch sozial untergeordnet sind. Wie zeigt man das am besten: Indem man die entsprechenden Gruppenangehörigen zum Schutzgut degradiert, indem man erklärt, sie seien zu hiflos, um sich selbst zu helfen. Deshalb bedürften sie der Hilfe durch Gutmenschen, die auf diese Weise ihre soziale Position gesichert haben und zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: (1) Sie können sich als Helfer zelebrieren, die denjenigen, die sie kleingeredet haben, helfen wollen, wieder groß zu werden, und (2) sie können die Verachtung kaschieren, wie sie denken, die sie in erster Linie motiviert hat die entsprechenden sozialen Gruppen zu Zielgruppen zu machen.

Und deshalb haben wir für Gutmenschen des beschriebenen Typs nur Verachtung (Das war eine Bewertung, die auf einer Begründung basiert: all das, was vor “Und deshalb” steht.).

Entsprechend müssen wir unsere Typologie der Gutmenschen um den “bösartigen Gutmenschen” ergänzen, der seinen Minderwertigkeitskomplex in Verachtung gegenüber denjenigen umwidmet, die er unter sich wähnt. Seine angebliche soziale Überordnung, will er dadurch sicherstellen, dass er sich in der Person des Helfers zelebriert.

Darüber hinaus gibt es noch die folgenden Typen von Gutmenschen:

Weber Wissenschaftslehre

  • Zweckrationale Gutmenschen; Sie missionieren andere, um sich damit einen eigenen Vorteil zu verschaffen.
  • Wertrationale Gutmenschen; Ihnen geht es um die Seele ihrer Opfer. Wertrationale Gutmenschen verfolgen ihre Opfer, wenn es sein muss bis ans Kreuz, werten Menschen mit anderer Meinung ab, wo sie ihnen begegnen.
  • Affektive Gutmenschen; Affektive Gutmenschen halten sich einfach für gut. Es gehört zu ihrem Selbstbild. Sie hinterfragen nichts und verfolgen keine Ziele, sie bilden die unterstützende Masse, die auf die Führung durch Führer (vermutlich Opportunisten, also zweckrationale Gutmenschen) warten.

Gutmenschen haben wir wie folgt definiert:

“Das, was den Gutmenschen ausmacht, ist sein missionarischer Eifer, der sich wiederum aus der eingebildeten Überlegenheit des eigenen unvernünftigen Überzeugungssystems speist. Dieses Überzeugungssystem zeichnet sich dadurch aus, dass es völlig unbegründet ist. Unbegründet ist ein Überzeugungssystem dann, wenn es keinerlei empirische Belege für seine Gültigkeit gibt. Das Überzeugungssystem ist unvernünftig, weil es auf transzendete Werte rekurriert, die das Zusammenleben unter Menschen erschweren oder gar verunmöglichen. Diesen transzendeten Werten opfern Gutmenschen das gute Zusammenleben mit anderen.”

Die Argumentation im vorliegenden Post ergänzt die Forschungsergebnisse von Eric J. Pedersen, Robert Kurzban und Michael E. McCullough, die gezeigt haben, dass Gutmenschen in erster Linie von Neid getrieben werden.

Langsam nähern wir uns dem an, was Clifford Geertz “dichte Beschreibung” genannt hat, eine dichte Beschreibung von Gutmenschen.

©ScienceFiles, 2015

Österreich: männlich konnotiertes Wissen und weiblich konnotierter Unsinn

Dr. Bitter hat uns einen Artikel aus dem Österreichischen Standard zugeschickt.

Wir haben den Artikel gelesen.

Ja.

Erst haben wir es nicht glauben können.

Dann haben wir uns gewundert.

Dann haben wir uns an den Kopf gefasst.

Dann haben wir die Tastatur bedient, um einen männlich und weiblich konnotierten Post in php zu übersetzen.

weiblich konnotierter UnsinnDenn: Was sie alle nicht wissen: Es gibt männlich konnotiertes Wissen. Wenn Sie einen Mann etwas fragen, und er weiß die Antwort und wenn sie eine Frau dieselbe Frage fragen und sie weiß die Antwort nicht, dann haben sie nach männlich konnotiertem Wissen gefragt. Wissen beide die Antwort, dann ist das Wissen geschlechtsneutral.

Das wiederum ist dann wohl weiblich konnotiertes Wissen, das Jasmin Kassai, Katrin Walch und Sandra Hcchmayr im Österreichischen Standard zum Besten gegeben haben:

“Die Aufnahmetests für das Medizinstudium diskriminieren Studienbewerberinnen, solange weiterhin hauptsächlich männlich konnotiertes Wissen abgefragt wird.”

Männlich konnotiertes Wissen, das in Aufnahmetests für das Medizinstudium in Österreich abgefragt wird, ist Wissen, das nicht Teamfähigkeit, Empathie und Fürsorglichkeit zum Gegenstand hat, wie die drei Experten in weiblich konnotiertem Wissen einige Zeile weiter von sich geben.

Weil nun aber männlich konnotiertes Wissen abgefragt werde, also z.B. Fragen der Mathematik, der Chemie oder der Biologie, der Intelligenz oder der Mathematik deshalb, so behaupten Jasmin Kassai, Katrich Walch und Sandra Hochmayr auf Grundlage ihres wohl weiblich konnotierten Wissens, deshalb sind 58% der Bewerber um einen Studienplatz in Medizin in Österreich weiblich, aber nur 51% der Bewerber, die den Test bestehen. Eine Ungerechtigkeit, die man durch Fragen nach Teamfähigkeit, Empathie und Fürsorglichkeit ausgleichen muss, denn schließlich ist es für Ärzte wichtig, Kunstfehler durch Fürsorglichkeit und mit Empathie auszugleichen, so muss man schließen. Wissen in Mathematik, in Chemie, in Physik und Biologie, es ist männlich konnotiertes Wissen und kann entsprechend von weiblichen Bewerbern nicht verlangt werden.

Nuts in BedlamBei all dem in Österreich grassierenden Wahnsinn muss man sich schütteln, um bei geistiger Klarheit zu bleiben.

Was das weiblich konnotierte Wissen von Jasmin Kassai, Katrin Walch und Sandra Hochmayr von Wahnsinn unterscheidet, das ist derzeit noch eine Frage, die der Beantwortung harrt, ebenso wie die Frage, ob es für einen Arzt nicht wichtiger ist, handwerkliche Fähigkeiten zu haben, die dann wohl für die Kassai, Walch und Hochmayr als männlich konnotierte Fähigkeiten zählen, und entsprechend seine Patienten kompetent behandeln zu können, als über Einfühlungsvermägen und Empathie zu verfügen, nach dem Motto: Ich kann den Knochenbruch zwar nicht behandeln, aber ich bin mir sicher, dass sie darunter leiden und dass es wehtut.

Offensichtlich wissen Kassai, Walch und Hochmayr nicht, was sie schreiben. Es wäre daher an der Zeit, wenn sie ihr weiblich konnotiertes Wissen in Zukunft für sich behalten und in jedem Fall damit aufhören würden, Frauen zu beleidigen, die über Wissen verfügen, die intelligent sind und es schaffen sich in einem Aufnahmetest zu beweisen, der nach Ansicht von Kassai, Walch und Hochmayr weitgehend männlich konnotiertes Wissen abfragt.

Diesen Frauen nachträglich zu attestieren, dass sie zu klug seien, um als Frau durchzugehen, ist nicht nur eine Idiotie, die außerhalb von geschlossenen Anstalten nicht toleriert werden kann, es ist auch eine Beleidigung all der Frauen, die über Wissen und nicht wie Kassai, Walch und Hochmayr über “weiblich konnotiertes Wissen” verfügen.

“Wie ein wütendes Kleinkind”: Öffentlich-rechtlicher Journalismus auf dem absoluten Tiefpunkt

Wie ein wütendes Kleinkind“, so ist ein Beitrag bei der ARD überschrieben.

Die Entprofessionalisierung schreitet unaufhaltsam fort, und deshalb darf sich neuerdings eine Sabrina Fritz aus dem “Hörfunkstudio Washington” öffentlich-rechtlich austoben, und zwar über Donald Trump, einen der Kandidaten, die um das Recht streiten, als nächster Präsidentschaftskandidat der Republikaner anzutreten.

Fritz KleinkindDas war unsere Wertung, und diese Wertung würde als solche einen Beeinflussungsversuch darstelle, würde sie nicht von einer Begründung gefolgt.

Unsere Begründung benutzt eine sehr sinnvolle Methode zur Analyse von Dokumenten, die Glaser und Strauss in den 1960er Jahre erarbeitet haben. Wir kombinieren diese Methode, die sich Grounded Theory nennt, mit einigen Instrumenten der logischen Analyse und nutzen beides, um den ersten Teil des Textes von Sabrina Fritz Satz für Satz zu analysieren, und zwar entlang des logischen Gehalts und der Zielsetzung.

Text von Fritz Logischer Gehalt Zielsetzung
Wie ein wütendes Kleinkind unbegründete Bewertung Abwertung und Verächtlichmachung, Trump lächerlich machen
Der Verlierer dieses Abends ist Donald Trump. unbelegte Behauptung; persönliche Einschätzung Einordnung von Trump als Verlierer.
Er hatte bereits vorgewarnt, er sei nicht gut in Debatten, und er hatte damit recht. unbelegte Behauptung; seriöser Journalismus zitiert derartige Behauptungen; persönliche Bewertung Trump lächerlich machen;
Schon bei seinem ersten Fernsehauftritt als Politiker stand er ohne Kleider da. unbelegte Behauptung, persönliche Bewertung Verächtlichmachung, Trump lächerlich machen; Trump in Anspielung an des Kaisers Neue Kleider als naiven Idioten hinstellen.
Der Mann konnte keinen klaren Gedanken fassen, geschweige denn eine Vision für die Zukunft der Vereinigten Staaten entwickeln. unbelegte Behauptung, persönliche Bewertung Diskreditierung der Person von Donald Trump. Abwertung seiner Fähigkeiten und seiner intellektuellen Ausstattung.
Wie ein wütendes Kleinkind hat er links und rechts Fusstritte verteilt. unbelegte Behauptung, persönliche Bewertung Verächtlichmachung, Trump lächerlich machen, seine Integrität in Frage stellen, ihn in eine Reihe mit räudigen Hunden stellen, die ohne Rücksicht auf Verluste nach allen Seiten austeilen.
Frauen beleidigen ist okay, er habe keine Zeit politisch korrekt zu sein. Unbelegte Behauptung; Hat Trump das gesagt, dann sieht seriöser Journalismus die Form des Konjunktivs auch im ersten Hauptsatz oder das direkte Zitat vor Feinbild aufbauen, Verächtlichmachung, Abwertung,
Politiker sind alle korrupt, er hat sie schließlich selbst bestochen. Unbelegte Behauptung; Hat Trump das gesagt, dann sieht seriöser Journalismus die Form des Konjunktivs oder das direkte Zitat vor Verächtlichmachung, untergraben der moralischen Integrität von Trump
Einen anderen Kandidaten außer sich selbst unterstützen – kommt für Trump nicht in Frage. unbelegte Behauptung, handelt es sich dabei um etwas, was Trump gesagt hat, sieht der seriöse Journalisms den Konjunktiv oder das direkte Zitat vor Trump als unsolidarischen Einzelkämpfer hinstellen.
Selbst wenn er mit der Masche “ich mache und ich sage was ich will” bislang gut gefahren ist – noch zwei Fernsehdebatten und der Immobilienkönig kann wieder Wohnungen verkaufen. unbegründete Vorhersage, persönliche Bewertung Verächtlichmachung von Trump

Das, was Sabrina Fritz, die von Steuerzahlern dafür bezahlt wird, dass sie in Washington sitzt und für die ARD berichtet, von sich gibt, hat mit Journalismus überhaupt nichts zu tun. Der Beitrag hat das Niveau eines ebensolchen im Stürmer von Julius Streicher, nur ist aus “dem Juden”, den Streicher in Misskredit bringen und beleidigen wollte, bei Fritz der “Immobilienkönig” geworden, der den für Fritz scheinbar verächtlichen Beruf des Wohnungsverkäufers ausübt, während Juden dafür gescholten wurden, dass sie sich mit so niedrigen Dingen wie Zinsen und Kapital abgeben.

Damit nicht genung. Die Tabelle zeigt sehr deutlich, wo die Probleme liegen, die Fritz mit Donald Trump hat: Trump ist Individualist, kann sich leisten, das zu tun und zu sagen, wonach ihm ist. Er hält sich an keine politische Konvention, verachtet politische Korrektheit und fühlt sich als Trump, der für sich steht, wohler als als Trump, der in der republikanischen Masse untergeht.

Somit scheint Trump all das zu symbolisieren, was Fritz hasst, und dass sie Individualismus, Rückgrat, Selbstsicherheit und finanzielle Unabhängigkeit hasst, das wird deutlich, wenn man die Spalten der Tabelle durchgeht.

Es ist also heute möglich, seinen Hass auf und seinen Ärger über andere, in diesem Fall über Donald Trump auf öffentlich-rechtlichen Sendern und von Steuerzahlern finanziert, auszuleben. Es ist heute möglich, Menschen in öffentlich-rechtlichen Medien in einer Weise abzuwerten, die dem Stürmer gerecht wird. Es ist heute offensichtlich möglich, ohne jeden Anstand und ohne jede Kompetenz in journalistischem Arbeiten im ARD-Hörfunkstudio in Washington sein Unwesen zu treiben.

Das alles sind Anzeichen eines moralischen und gesellschaftlichen Niedergangs, einer Degeneration, die dafür sorgt, dass vollkommen ungeeignete Personen in Position gelangen, in die sie nie gelangen dürften, wenn Fähigkeit, Kompetenz und Qualifikation bei der Besetzung der Position eine Rolle spielen würden.

Bei allem Hass auf und allem Ärger über Trump muss sich Sabrina Fritz derart in Rage gesteigert haben, dass ihr die Realität vollkommen verloren gegangen ist (falls sie sie je hatte), die Realität der Debatte, über die sie eigentlich berichten soll. Debattiert haben diejenigen, die als Kandidat der Republikaner in die nächste Präsidentschaftswahl gehen wollen: 10 Kandidaten sind das, also 9 außer Donald Trump, drei davon scheint Fritz tatsächlich wahrgenommen zu haben: Jeb Bush, Scott Walker und Marco Rubio. Ihrer Aufmerksamkeit entgangen, sind Ben Carson, Chris Christie, Ted Cruz, Mike Huckabee, John Kasich und Rand Paul.

Wenn man so mit seinem Hass auf Donald Trump beschäftigt ist, kann man sich nicht mit Nebensächlichkeiten wie sechs weiteren Kandidaten beschäftigen. Und mit Fakten, mit Fakten kann man sich auch nicht beschäftigen, denn die Fakten, die stehen dem Hass zumeist im Wege, und schon Leon Festinger hat beschrieben, wie affektiv Orientierte die Realität ausblenden, um ihre Phantasien über die Welt aufrechterhalten zu können.

Die Phantasie, die Sabrina Fritz aufrecht erhalten will, ist die, dass Donald Trump keine Anhänger und keine Chancen hat, der nächste Präsidentschaftskandidat der Republikaner zu werden. Er ist der Verlierer der Debatte und wird wieder Wohnungen verkaufen, so ihre Behauptung.

Das steht in krassem Widerspruch zu dem, was ganz offensichlich der Rest der Zuschauer gesehen und aus der Debatte der 10 Kandidaten abgeleitet hat:

Die Los Angeles Times sieht Donald Trump als Gewinner der Debatte und belegt dies unter anderem damit, dass er in den sozialen Medien am häufigsten zitiert wurde und im Verlauf der Debatte die mit Abstand meiste Sprechzeit hatte.

Yahoo News sieht Donald Trump als Gewinner der Debatte: Trump habe Leben in die Bude gebracht, die restlichen Kandidaten dagegen um Aufmerksamkeit gekämpft.

Auch die ehrwürdige New York Times sieht Trump in Führung, da es ihm gelungen ist, die meiste Aufmerksamkeit zu erregen, die besten Punkte zu machen und am längsten zu reden.

Die Nachrichtenagentur Reuters vermeldet, dass sich die gesamte Debatte um Donald Trump gedreht habe. Trump gelinge es, so Reuters, die Frustration mit dem politischen Establishment zu nutzen und Punkte zu machen.

Bei der Washington Post ist man so überzeugt davon, dass Trump der Sieger des Abends ist, dass die Zeitung seine besten “Hits” aufzählt, mit denen er die meisten seiner Gegner in Verlegenheit gebracht hat.

Und dann gibt es noch die Online-Umfrage von Slate (siehe Abbildung). Dort sehen 40% derer, die sich an der Abstimmung beteiligt haben, Donald Trump als Gewinner.

Mit der Behauptung, Trump sei der Verlierer des Abends, steht Sabrina Fritz somit weitgehend alleine da. Aber so ist das, wenn die eigene Befindlichkeit, die Fähigkeit zu urteilen, beeinträchtigt oder ganz beseitigt, wenn Hass und Aversion an die Stelle von rationalem Urteil und Wahrnehmung von Fakten tretten. Dann hilft es auch nichts, wenn man wie Fritz, mit dem Fuss aufstampft und mit Gewalt einen Mann, der für Fritz offensichtlich das Böse symbolisiert wenn nicht inkorporiert, diskreditieren und verächtlich machen will, wenn man sich wie “ein wütendes Kleinkind” verhält.

Die einzige Frage, die langsam einmal beantwortet werden muss, ist: Was haben Personen wie Sabrina Fritz in öffentlich-rechtlichen Medien verloren?