Alles Rassisten in der Bürgerlichen Mitte – Die Sektion Frauen- und Geschlechterforschung der DGS klärt auf

Den Genderisten bläst der Wind ordentlich ins Gesicht, was auch kein Wunder ist, denn wenn sich erst einmal herumgesprochen hat, dass der Kaiser nackt ist, nimmt die Zahl derer, die das kaiserliche Gewandt bewundern, rapide ab.

Achtung heftiger Gegenwind!Und so scheinen den Gender- und Geschlechterforschern und vor allem den “feministischen Gesellschafts- und Wissenschaftskritikern” die Felle davon zu schwimmen, und zwar in einer Geschwindigkeit, die ihnen außer Anomie wenig Zeit zur Reaktion lässt. Anomie beschreibt hier die Reaktion des Kaninchens vor der Schlange.

Und so hat uns gerade ein “Statement der Sektion Frauen- und Geschlechterforschung in der DGS” erreicht, ein Statement zum “Ratschlag zum Umgang mit Anti-Feminismus”, das an Armseligkeit nicht zu überbieten ist. [Was Frauen- und Geschlechterforschung mit Feminismus zu tun hat, ob Frauen- und Geschlechterforschung überhaupt etwas mit Feminismus zu tun hat, das wäre übrigens noch zu klären. Es gibt genug Anlass anzunehmen, dass die Frauen, die Feminismus als emanzipatives Projekt begründet haben (z.B. Mary Wollstonecraft), beim Anblick der traurigen Gestalten, die heute von sich sagen, sie wären Feministen,  von einem heiligen Zorn erfasst würden.]

Vorab und zur Erinnerung: Bis heute hat es kein Lehrstuhlbesetzer für Gender, Geschlechter oder sonstige Zwischenbein-Forschung geschafft, einfache Fragen zu den Grundlagen, den Methoden, der Erkenntnistheorie seiner vermeintlich doch wissenschaftlichen Betätigung zu beantworten. Alle, die wir oder Günter Buchholz gefragt haben, schweigen beharrlich, was nurmehr den Schluss zulässt, dass sie nicht antworten können, weil sie keine wissenschaftlichen Grundlagen, keine wissenschaftlichen Methoden und keine Erkenntnistheorie haben.

Dafür haben sie einen ausgeprägten Opfersinn und eine ausgeprägte Lamentierfähigkeit, wie man dem Statement der Sektion Frauen und so weiter Forschung entnehmen kann.

Sie sehen sich umzingelt. Von Kritikern gejagt, die ihnen nun schon in der Wissenschaft auflauern und sie mit Fragen traktieren. Offensichtlich wird so langsam auch behäbigen Wissenschaftlern klar, dass sie Ideologen in ihren Reihen und an ihren Fördertöpfen haben (dazu unten mehr).

Dass die Frauen- und Geschlechterforscher_I_*innen Angst um ihre Pfründe haben, dass sie sich in der dummen Situation finden, sich erklären zu müssen, wird auch daran deutlich, dass sie, wie üblich, auf Kritik mit Diffamierung reagieren. So sehen sie eine “mediale Debatte”, die einen “Angriff” auf die “feministische Wissenschaftstradition” führt, was schon deshalb nicht möglich ist, weil es vermutlich eine feministische Tradition, aber eben keine feministische Wissenschaftstradition gibt. Gäbe es dieselbe, die Genderisten könnten die ihnen gestellten Fragen beantworten.

Die Angriffe werden sodann zu “Vorwürfen der Unwissenschaftlichkeit und der Ideologisierung”, um sich danach zu “polemischen Attacken” aufzubauen, die die  “De-Legitimierung des Feldes” anstreben (als müsste man das “Feld” de-legitimieren), den Genderisten die “Durchsetzung politischer Interessen” vorwerfen und die “Wissenschaftlichkeit der Genderforschung grundsätzlich in Abrede” stellen. Und diese Vorwürfe, Attacken und Angriffe, sie kommen auch aus dem “akademischen Feld”.

Ja, so ist das. Die Zeit des gemächlichen und ungestörten rent seeking ist vorbei.

DGSWer nun denkt, das Statement der XX-Sektion zeige die Unhaltbarkeit dieser “Angriffe”, “Attacken” und “Vorwürfen”, also in normaler Sprache: der Kritik an den Genderista auf, der irrt sich. Wo ein normaler Wissenschaftler mit Argumenten und dem Versuch, die Kritik zu widerlegen oder doch zumindst zu entkräften reagiert hätte, da reagieren die XX-Sektionalen mit … nichts.

Kein Argument, warum die Angriffe ungerechtfertigt sind.

Kein Beleg dafür, dass der Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit falsch ist.

Kein Argument, das zeigt, dass keine Ideologisierung der Wissenschaft durch deren Infiltrierung mit Genderista erfolgt. Einfach nur nichts.

Einen klassischeren Beleg dafür, dass Frauen- und Geschlechterforscher eben keine Wissenschaftler, sondern Ideologen und politische Günstlinge sind, kann man sich kaum vorstellen.

Wir haben uns zwei Stellen aus dem “Statement” herausgegriffen, an denen die ganze Armseligkeit der Genderista deutlich wird:

“… wer anderen Normativität und politischen Etikettenschwindel vorwirft, bewegt sich vor allem selbst auf rhetorisch-ideologischem Glatteis. Der in diesem Zusammenhang geäußerte Vorwurf, kulturelle Aspekte des Geschlechterverhältnisses seien völlig unterforscht, demonstriert Unkenntnis”.

Diese Passage richtet sich gegen Stefan Hirschauer, der es gewagt hat, einen recht biederen und zurückhaltenden Beitrag mit dem Titel “Wozu Gender Studies?” zu verfassen. Wer die Passage gelesen hat, vermisst vermutlich den positiven Teil, wie Hans Albert immer gesagt hat und bis heute wohl sagt: Warum, so muss man die Genderista fragen, bewegt sich derjenige, der anderen Normativität und politischen Etikettenschwindel vorwirft, auf Glatteis? Warum demonstriert jemand, der behauptet, “kulturelle Aspekte des Geschlechterverhältnisses” seien “völlig unerforscht” Unkenntnis?

Den rhetorischen Trick, der hier zur Anwendung kommt, könnte man als offensive Armseligkeit bezeichnen, denn die fehlenden eigenen Belege und Argumente sollen durch einen Angriff auf den Kritiker übertüncht werden. Ein Trick, der unter Genderista klappen mag, nicht jedoch unter Wissenschaftlern, denn Wissenschaftler sind nicht so dumm, als dass sie glauben würden, ein argumentum ad hominem sei gültig.

Wissenschaftler arbeiten an einem kumulativen Projekt . Und ein kumulatives Projekt setzt es voraus, dass man Argumente, nachvollziehbare und nachprüfbare Aussagen aufstellt. Wer nichts anderes kann, als Dritte abzukanzeln, der ist ein Ideologe und hat in der Wissenschaft nichts zu suchen. Ergo haben Genderista und ihre Vasallen in der Wissenschaft nichts zu suchen.

Genderista sind auch gar nicht in der Wissenschaft, um Wissenschaft zu betreiben oder Erkenntnis zu gewinnen, nein, sie sind politische Überzeugungstäter, Ideologen, die an einer sozialistischen Gesellschaft bauen wollen:

windbeutel“Dabei sind der sich artikulierende Antifeminismus sowie Trans- und Homophobie kein singuläres Phänomen. Die Diffamierung von Genderforscher_innen und die Verunglimpfung der Gleichstellungspolitik stehen u.a. im Zusammenhang mit kulturellem Rassismus, der sich zunehmend in Hassreden und Praktiken der Abwertung äußert. Europaweit zeigen mediale Debatten und Demonstrationen im öffentlichen Raum, dass die bürgerliche Mitte zunehmend ein ‚Unbehagen‘ artikuliert, das in der Ungleichheitsforschung u.a. auf die Neoliberalisierung und Vermarktlichung der Gesellschaft zurückgeführt wird; aus modernitätstheoretischer Sicht geht dieses ‚Unbehagen‘ mit antiemanzipatorischen und anti-aufklärerischen, d.h. reaktionären Impulsen einher. In diesem Zusammenhang werden kategorial abwertende Zuschreibungen, wie etwa Fremdenfeindlichkeit, immer vehementer artikuliert.”

Die bürgerliche Mitte ist aus Sicht der Sektion Frauen- und Geschlechterforschung der DGS also Hort von Rassimus, Homophobie, Antifeminismus und “Neoliberalisierung” bzw. kurz. von kulturellem Rassismus. So einfach denken die Gender-Sektionalen, ist es, Kritik vom Tisch zu wischen und Kritiker als kultur-rassistische Bourgeois zu diffamieren, die es im neuen Klassenkampf, in dem die gelangweilten Günstlinge öffentlicher Förderprogramme sich nunmehr mit denen konfrontiert sehen, die diese Förderprogramme finanzieren, quasi als Verkehrung dessen, was Marx einst am Werk sah und vielleicht auch als neue Fassung dessen, was er einst als Lumpenproletariat bezeichnet hat, zu bekämpfen gilt.

Die modernen Klassenkämpfer haben jedoch im Vergleich zu ihren Vorgängern ein Handicap: Sie verfügen über keinerlei Produktivkraft. Sie sind vollständig vom Wirt, der sie bedient, abhängig, und das scheint ihnen auch vollkommen bewusst zu sein. Anders ist dieses Mahnmal genderistischer Armseligkeit kaum zu erklären.

Siegwart Lindenberg hat einmal sinngemäß gesagt, dass dann, wenn die Mittel knapp werden, wenn ökonomische Zwänge die Ausgaben determinieren, Rationalität als Kriterium bei den entsprechenden Entscheidungen über die Verwendung begrenzter Ressourcen wieder Einzug hält. Insofern sind wir auf dem besten Weg, Genderista loszuwerden.

Dass nichts verloren ist, wenn wir Genderista von Hochschulen entfernen und im Gegenteil viel gewonnen ist, zeigt die folgende Passage aus dem Statement der Gender-Sektionierten ganz deutlich:

“Die Einsicht in Prozesse der Vergeschlechtlichung der Wissenschaftsorganisation und des wissenschaftlichen Denk- und Begriffsapparats war für die Ausdifferenzierung des Forschungsfeldes zentral; die erkenntnistheoretisch motivierten Debatten der 1990er Jahre um das Verhältnis von sex und gender stellen eine paradigmatische Erweiterung dar und sind Ausdruck eines Selbstverständnisses als emanzipatorischer Wissenschaft, die immer wieder offen über das Verhältnis von Standortgebundenheit, Erkenntnis und Normativität in Verhandlungen getreten ist.”

Wie es sich mit einer angeblich emanzipatorischen Wissenschaft vereinbaren lässt, dass Kritiker der Genderista durch die Bank diffamiert und als Rassisten beschimpft werden, ist eine Frage, die die Schreiber des Statements vielleicht beantworten können, wenn sie demnächst von dem emotionalen Hoch, das ihre Hysterie ihnen verschafft hat, auf den Boden der Realität zurückkehren, sofern Hysterie bei ihnen kein Dauerzustand ist, quasi eine Grundqualifikation zum Genderista.

Inhaltlich hat die zitierte Passage wenig zu bieten und lässt sich unter Auslassung sämtlicher Füll- und Leerwörter wie folgt zusammenfassen: Die genannte Einsicht war wichtig, um zusätzliche Stellen für Gender-XX zu schaffen, und die Debatten der 1990er Jahre haben gezeigt, dass eine emanzipatorische Wissenschaft sich mit sich selbst beschäftigen muss. Die Maxime der feministischen Erkenntnis lautet demnach: “Beschäftige Dich mit Dir selbst und schaffe Stellen für andere, die sich mit sich selbst beschäftigen wollen!”

Zeit, an unsere Petition gegen Genderismus an Schulen und Hochschulen zu erinnern. Sie kann immer noch unterzeichnet werden.

Davon abgesehen, brauchen Stefan Hirschauer und Günther Buchholz Solidaritätsbekundungen, denn die beiden wurden von den Genderista als neue Feinde ins Visier genommen – wie man beim Lesen des Statements und vor allem der Fußnoten schnell bemerkt..

Absturz von Germanwings: Was ist ein Toter wert?

Zwar weiß noch niemand, welche Ursache zum Absturz von Germanwings Flug 4U9525 geführt hat; Zwar ist das Internet voller Betroffenheitskundgebungen und Solidaritätsadressen, voller Trauender, die ihr Mitgefühl für Menschen entdeckt haben, die sie gar nicht kennen und auch nicht mehr kennen lernen werden. Zwar gibt es immer noch ein Shuttlesystem, das wichtige Politiker über der Absturzstelle im Hubschrauber kreisen sieht, damit sie auch vor Ort ihre Betroffenheitsmiene verbreiten können. Zwar ist, um es zusammenzufassen, noch alles unklar und nichts klar, doch ist dies kein Hinderungsgrund, um sich schon einmal darüber Gedanken zu machen, was denn so ein Toter für die Hinterbliebenen wert ist.

GermanwingsAnne Kunz macht sich diese Gedanken in der Welt und trotz aller Unklarheit weiß sie schon, dass es mehr Geld gibt, wenn der Fluggesellschaft ein Mitverschulden oder gar ein Verschulden nachgewiesen werden kann, aber vor allem weiß sie eines ganz genau:

Die Hinterbliebenen werden “ungerecht” entschädigt. “Bei einem Absturz”, so reimt sie zusammen, “kommen auf die Versicherer Hunderte Millionen Euro an Kosten zu – für das Flugzeug, vor allem aber für die Angehörigen der Opfer. Doch nicht jeder Hinterbliebene erhält gleich viel”.

Man kann es pietätlos oder auch ehrlich finden, dass die alte Weisheit, wonach des einen Leid des anderen Freud’ ist, in der WELT vordemonstriert wird, und vermutlich wird es schon den ein oder anderen Angehörigen geben, der dem Geldsegen, der ihm bevorsteht, etwas abgewinnen kann. Aber man kann es nicht mehr tolerieren, dass in öffentlichen Medien, von Journalisten, die angeblich ihr Fach gelernt haben, Begriffe wie Gleichheit und Gerechtigkeit synonym verwendet werden.

Dass Anne Kunz es offensichtlich ungerecht findet, wenn nicht jeder Tote für die Angehörigen gleichviel wert ist, ist das eine, mit Gerechtigkeit hat diese affektive Idiosynkrasie aber überhaupt nichts zu tun.

Gerechtigkeit wird weiter unten im Artikel beschrieben:

“‘Die Höhe der Schadenersatzansprüche lässt sich nicht pauschal beziffern’, heißt es dazu beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Ausschlaggebend sind die Lebensumstände, der Beruf und das Alter des Verunglückten. Wie hoch war der bisherige Arbeitsverdienst und das erwartete zukünftige Erwerbseinkommen, hatte er Kinder, oder bestehen gegenüber anderen Personen Unterhaltspflichten? Generell gilt, dass die Schadenersatzansprüche für Hinterbliebene von Kindern geringer ausfallen als für die von Erwachsenen.”

Anders formuliert: Hier kommt ein Lebensleistungsprinzip zum Einsatz, das allein Gerechtigkeit zu begründen in der Lage ist. Denn die finanzielle Lücke, die der vollerwerbstätige Handelsreisende für die Hinterbliebenen hinterlässt, ist größer als die finanzielle Lücke, die die halttagstäge Lehrerin hinterlassen hat. Will man beider Tod für die Hinterbliebenen kompensieren, dann muss man das in Rechnung stellen, ob es Anne Kunz nun passt oder nicht.

Gerechtigkeit ergibt sich gerade daraus, dass man die unterschiedlichen Leistungen, die die Toten zu Lebzeiten erbracht haben, in Rechnung stellt. Entsprechend ist es zwangsläufig, dass es für einen toten Jugendlichen oder ein totes Kind, die noch keinen finanziellen Beitrag erbracht haben, Schadensersatz in geringerer Höhe gibt als für den Sportreporter aus dem Iran, der voll im Erwerbsleben steht.

Wer das ungerecht findet, zeigt zum einen, dass er keine Ahnung davon hat, was Gerechtigkeit eigenlich ist. Wir empfehlen ihm daher die Lektüre unseres Idiotentests für Verteilungsfragen. Und wer das ungerecht findet, der outet sich in herausragender Weise als Leistungsfeind, was die Frage aufwirft, warum er ein Gehalt entgegen nimmt, das über der Grundsicherung liegt, wo er doch offensichtlich der Ansicht ist, er würde nicht mehr leisten und deshalb auch nicht mehr verdienen als ein Hartz-IV-Empfänger.

Will man Schadensersatz für den Tod von Menschen leisten, dann wird man sich zwangsläufig auf Kriterien verständigen müssen, entland derer man die Höhe des Schadensersatzes berechnet. Die berufliche Situation und das Alter eines Toten ist dabei sicher das beste Kriterium, denn es bildet seine Lebensleistung ab. Und weil dem so ist, wird es zwangsläufig ein Gender-Death-Value-Gap geben, denn männliche Tote haben für ihre weiblichen Hinterbliebenen in der Regel einen höheren finanziellen Wert als weibliche Tote für ihre männlichen Hinterbliebenen.

Man könnte natürlich auch fragen, ob es überhaupt einen Anspruch auf Schadensersatz gibt, insbesondere wenn ein Unfall, der ja Teil eines menschlichen Lebens ist, die Ursache für den Verlust z.B. des Ernährers ist. Warum sollen z.B. Fluglinien Schadensersatz leisten, wenn ein Fluggast bei einem Absturz ums Leben kommt, ein Autobauer, dessen Autos für weit mehr Tote auf Straßen sorgen, aber nicht? Wieso soll überhaupt das Risiko, das jemand mit einem Flug auf sicht nimmt, dann, wenn es mit seinem Tod endet, von der Gemeinschaft der Versicherer getragen werden?

Die Frage stellt sich umso dringlicher als derzeit unisono über den menschlichen Verlust der 150 Insassen von Flug 4U9525 gejammert wird und nicht über den finanziellen Verlust, weshalb es bigott wäre, die nicht ausfüllbare emotionale Lücke, dann mit schnödem Mammon und ökonomischer Kälte ausgleichen zu wollen.

Übrigens zeigt sich hier auch die Verlogenheit von pathetischen Aussagen wie: “Tut weh, dass so viele Kinder unter den Toten sind”, wie sie Frank-Walter Steinmeier gemacht hat, der damit wohl insinuieren will, dass er, hätte er zu wählen, wer unter den Toten ist, ältere, am besten Senioren vorgezogen hätte, was letztlich bedeutet, dass er eine klare Werthierarchie von Menschen aufstellt, die Kindern einen höheren Wert als Erwachsenen zuweist. Ob sich Frank-Walter Steinmeier aufgrund seines Alters mit Selbstmordgedanken trägt, ist nicht bekannt.

Der doppelte Korbmann: Von Wissenschaftlern und Ideologen

Jeder Jahr um die Weihnachtszeit wiederholt sich ein Vorgang. Ein bis dato weitgehend unbedeutendes Blog mit dem Namen “Wissenschaft kommuniziert” schießt in den Rankings plötzlich nach oben, um dann, im Verlauf von Januar bis November, wieder in Unbedeutendheit zu versinken. Eike blogDie Ursache dafür ist ein Marketing-Trick, den sich Reiner Korbmann, seit 35 Jahren, wie er sagt, auf der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Kommunikation tätig, ausgedacht hat: Die Wahl zum Wissenschaftsblog des Jahres. Die Rechnung, auf die wir auch schon reingefallen sind, ist einfach: Nominiert werden u.a. die zehn Blogs in der Kategorie “Wissenschaft und Forschung”, die den meisten Publikumsverkehr haben. Die Nominierung, so das Kalkül, wird Legionen von Lesern dieser Blogs auf den Korbmann Blog leiten und dem Büro der Wissenschafts- und Technikkommunikation der Science&Media, die Korbmann repräsentiert, publicity und wer weiß, Kunden verschaffen. Ein Trick aus dem Lehrbuch des Marketing, der jedoch Probleme mit sich bringt, Probleme, die man als Anpassungskosten und Versicherungskosten bezeichnen könnte, sind doch unter den meistgelesenen Blogs in der Kategorie “Wissenschaft und Forschung” eine Reihe von non-mainstream und nicht politisch-korrekte Blogs. Das wird dann zum Problem, wenn man – wie Korbmann – zum Mainstream gehören will, wenn man Angst davor hat, einen Gedanken jenseits des Mainstream zu formulieren, und wenn einem die Haare zu Berge stehen bei dem Gedanken, man könne mit etwas in Verbindung gebracht werden, was politisch nicht korrekt ist. Wie soll man als Science&Media Aufträge von öffentlichen Institutionen bekommen, wenn man im Verdacht steht, politisch nicht korrekt zu sein, wenn eine Beauftragung die Gefahr mit sich bringt, abweichende und die eigene Engstirnigkeit gefährdende Ideen geliefert zu bekommen. ScienceSceptialblogDiese Probleme waren Korbmann, als er seine Marketing Idee hatte, offensichtlich nicht bekannt. Sie haben ihn mittlerweile eingeholt, in Form von “Diskussionen”, wie er sagt, “vor und hinter den Kulissen”. Und aus dem, was vor und hinter den Kulissen geschehen ist, hat Korbmann, wie er sagt, gelernt. Auch wenn wir es begrüßen, dass auch Korbmann lernen kann, so muss einschränkend doch angefügt werden, dass vermeintliches Lernen, das durch Druck, der hinter den Kulissen ausgeübt wird (Korbmann, wie viele Mittelschichtler, merkt in dem Bemühen, wichtig zu erscheinen, nicht, was er schreibt), geschieht, eher nichts wert ist, denn es ist kein Lernen, es ist Anpassung an den entsprechenden Druck, und es ist ein Mittel der Versicherung: Korbmann versichert: Es besteht bei mir keine Gefahr. Ich habe keine Idee jenseits des Mainstream. Ich werde auch in Zukunft keine Idee (jenseits des Mainstream) haben. Es ist diese Versicherung, die Korbmann jetzt, wie er wohl sagen würde: kommuniziert, für alle potentiellen Auftraggeber. Und damit diese Versicherung nicht danach aussieht, als habe er sich Druck gebeugt, als sei er ein Wendehals oder ein Fähnchen im Wind, deshalb gibt es einen langen Post drumrum, in dem Unsinn wie: “Gesellschaft braucht Wissenschaft und Wissenschaft braucht Gesellschaft” steht. Das ist deshalb Unsinn, weil Wissenschaft Teil der Gesellschaft ist und nicht von dieser getrennt – oder zum besseren Verständnis für Reiner Korbmann: Wissenschaft ist Gesellschaft. Umrankt wird dieser Unsinn von einer wichtigtuerischen Selbstbeweihräucherung, die in erhabener Leerformel daher kommt und wie so oft, wenn geschrieben wird, ohne zu denken, in ordinären Widersprüchen endet. Hier eine kleine Passage, die unsere Leser angeht, und die wir Ihnen nicht ersparen wollen:

“Sogar ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland ist der Meinung: „Die Menschen vertrauen zu sehr der Wissenschaft und nicht genug ihren Gefühlen und dem Glauben.“ Mindestens ein Drittel also ist Wissenschafts-skeptisch! In einer Demokratie eine gehörige Minderheit. Soll Wissenschaft an diesen Menschen vorbei gehen? Das wäre ein großer Fehler. Grenzwissenschaft blogDenn wenn Wissenschaftskommunikation die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft darstellt, dann muss sie eine so große Minderheit im Auge haben. Was aber wissen wir über diese Menschen? Ich denke, herzlich wenig, und da will ich mich persönlich gar nicht ausnehmen. Nur vielleicht so viel: Es sind wahrscheinlich nicht die Leser von „bild der wissenschaft“, wohl kaum die regelmäßigen Besucher der Wissenschaftsseiten und Wissenschaftsjournale, die Betrachter von Wissenschaftssendungen im Fernsehen oder der Wissenschaftsnachrichten im Internet, ob „Spiegel online“ oder in den „Helmholtz-Blogs“. Diese Menschen holen sich ihre Informationen und Interpretationen in Medien und auf Blogs im Esoterischen, Pseudowissenschaftlichen, Ideologischen, Anonymen, Skeptischen, voreingenommen Antiwissenschaftlichem wie „Grenzwissenschaft-aktuell“, „EIKE“, „Kalte Sonne“, „Kritische Wissenschaft“ oder „Science Skeptical“. Diese Medien existieren und haben großen Zuspruch – die große Zahl Wissenschafts-skeptischer Bürger, die etwa im Wissenschaftsbarometer aufscheint, ist keineswegs nur eine statistische Größe, die man übersehen könnte. Das war die erste Lehre, die ich aus den Wahlen des „Wissenschafts-Blogs des Jahres“ gezogen habe.

Korbmann hat also ein Problem ausgemacht, das darin besteht, dass sich ein Drittel der Befragten in einer Umfrage bei seinen Gefühlen besser aufgehoben fühlt, als bei der exakten Wissenschaft, Menschen wie z.B. Korbmann, der im nächsten Satz eingesteht, über diese Menschen nicht viel zu wissen, “herzlich wenig” wisse er über diese Menschen, aber er weiß doch ganz genau, dass diese Menschen “wahrscheinlich” nicht “Bild der Wissenschaft”, “Spiegel” oder “Helmholtz-Blogs” lesen. Damit wissen wir zumindest, wer die Guten in der Welt des Herrn Korbmann sind. Die Gefühlsabhängigen, also Menschen wie Korbmann, die herzlich wenig wissen, sie holen sich ihre Informationen und Interpretationen im “Esoterischen, Pseudowissenschaftlichen, Ideologischen, Anonymen, Skeptischen, voreingenommen Antiwissenschaftlichem wie „Grenzwissenschaft-aktuell“, „EIKE“, „Kalte Sonne“, „Kritische Wissenschaft“ oder „Science Skeptical“. kalte Sonne blogUnd jetzt kommt der einzige Satz, der wirklich der Empirie entsprungen ist: “Diese Medien existieren und haben großen Zuspruch”. Dank Reiner Korbmann wissen wir jetzt, dass es uns gibt und dass wir großen Zuspruch haben. Nun erklärt man uns nicht ungestraft zu einem “esoterischen, pseudowissenschaftlichen, ideologischen, anonymen, skeptischen, voreingenommen antiwissenschaftlichen” Blog. Deshalb haben wir uns zur Korbmann-Challenge entschlossen. Da Herr Korbmann ja zu den Wissenschaftlern gehören will, für die er gerne kommunizieren würde, sofern er einen entsprechenden Auftrag erhielte, reicht es nicht, dass er behauptet, aber nicht belegt. Zudem findet sich auf seinem Blog keinerlei wissenschaftliche Positionsbestimmung, die unserem Grundsatzprogramm vergleichbar wäre. Deshalb fordern wir Reiner Korbmann auf:

  1. Legen Sie Ihr Wissenschaftsverständnis offen.
  2. Beschreiben Sie, was Wissenschaft ist, wie Wissenschaft funktioniert und welche wissenschaftliche Methode Sie anwenden.
  3. Argumentieren Sie vor diesem Hintergrund, warum Sie der Meinung sind, dass ScienceFiles kein wissenschaftliches Blog ist, wobei Sie sich vor allem mit dem Grundsatzprogramm von ScienceFiles auseinandersetzen sollten.
  4. Bringen Sie Belege dafür, dass ScienceFiles kein wissenschaftliches Blog ist.
  5. Schließlich: Welche, wenn überhaupt, wissenschaftliche Qualifikation haben Sie eigentlich?

Wir haben die Aufgaben für Reiner Korbmann absichtlich in Form von Prüfungsaufgaben für die Mittelstufe geschrieben, damit er nicht vor unüberwindbare Probleme gestellt ist. Bis zum Eingang der Antworten von Reiner Korbmann, die Dr. habil. Heike Diefenbach korrigieren wird, schon weil sie über gut 20 Jahre Lehrerfahrung verfügt und als einer der wenigen deutschen Wissenschaftler internationale Reputation hat und im Who is Who in the World genannt ist, die also viel Erfahrung mit wissenschaftlichem Arbeiten und mit der Bewertung studentischer Arbeiten hat, müssen wir davon ausgehen, dass Reiner Korbmann Behauptungen ohne Gehalt aufstellt und vor lauter Angst um die Auftraggeber aus dem Mainstream panische Verleumdungsattacken hat. Gib Korbmann einen KorbWir wollen ihm in Zukunft derartige Panikattacken ersparen und haben deshalb die Aktion: “Gib’ dem Korbmann einen Korb” ins Leben gerufen und bereits eine Reihe von Blogs angeschrieben, damit Korbmann in den nächsten Jahren die Popularitäts-Revolution um die Weihnachtszeit erspart bleibt. Ein letztes: Wer sich vor Ideen fürchtet, die nicht zum Mainstream gehören, ist übrigens ein Ideologe, kein Wissenschaftler: Wissenschaftler reizt das Neue, sie machen nicht davor in die Hosen. P.S. Korbmann meint, die Leser von ScienceFiles seien alle u.a. esoterische, anti-wissenschaftliche Spinner. Wer dieses Urteil, das Herr Korbmann auf keinerlei Informationen über die Leser von ScienceFiles gründet, mit empirischer Evidenz anreichern will, der kann dies hier über die Kommentarfunktion tun. P.P.S. Noch eine Absurdität am Rande. Reiner Korbmann wundert sich:

“Das Engagement und die Begeisterungsfähigkeit, also das emotionale Potenzial der Wissenschafts-Skeptiker ist enorm. Das zeigt die Zahl der Stimmen, die auf diese Blogs entfielen, das zeigt auch der Verlauf der Stimmabgabe: An Wochenenden oder abends, und sogar nachts, wenn bei den wissenschaftskonformen Blogs (die werden eher zu Business-Zeiten gelesen) die große Flaute herrschte, da kamen die Stimmen der Wissenschafts-Skeptiker.”

Was soll man von einem Wissenschafts-Kommunikator halten, der denkt, Wissenschaft gebe es nur zu den Öffnungszeiten des Finanzamts, und Wissenschaft habe mit Begeisterungsfähigkeit nichts zu tun? Man kann ihn eigentlich nur bemitleiden.

Status-Update: Andreas Müller, der Betreiber von Grenzwissenschaft-Aktuell hat zwischenzeitlich die Auszeichnung als Wissenschaftsblog des Jahres entfernt.

March Fools Day – Wer fällt auf den 22%-Scherz herein?

Morgen wehen in ganz Deutschland rote Fahnen (welche Farbe sonst?) – Equal pay daydenn nach den aktuellen Berechnungen des Statistischen Bundesamts sind Frauen gehaltsmäßig weiterhin in den roten Zahlen: Sie verdienten im Jahr 2014 rund 22 Prozent weniger als Männer. Rechnet man diesen Unterschied in Tage um, arbeiten Frauen 79 Tage, also bis zum 20. März, umsonst.”

Und während die einen von roten Fahnen träumen, die wegen Berechnungen des Statistischen Bundesamts wehen, wehen vor den Stätten der Bildung und Vernunft weiße Fahnen, denn am March Fools Day, weicht Vernunft dem Unsinn, weicht Rationalität dem intuitiven Empfinden.

Bisland wissen wir nur von ScienceFiles, dass auch am March Fools Day die Fahne der Vernunft gehisst sein wird, dass auch am March Fools Day keine Handbreit dem Unsinn gegeben werden wird, der von närrischer Seite in dieser Neuauflage der Weiberfastnacht verbreitet werden wird.

March Fools Day, das ist der Tag des Gender Pay Gaps, des 22%-Gender Pay Gaps, das nur in den Hirnen der närrischen Teilnehmer am March Fools Day existiert, wird es doch nicht einmal mehr vom Statistischen Bundesamt als relevante Größe angenommen [Pressemeldung vollständig lesen!], was einiges bedeutet, da das Statistische Bundesamt eine weisungsgebundene Bundesbehörde ist.

Entsprechend können es eigentlich nur Narren sein, die an das 22-Prozent-Pay Gap glauben, deshalb: March Fools Day.

Für alle, die es noch immer nicht wissen, hier ein Kurzlehrgang:

22%, das ist der Unterschied im Hinblick auf den Stundenlohn, der sich zwischen Frauen und Männern berechnen lässt. Die 22% sind das Ergebnis von Unterschieden in der Bildung, in der Arbeitszeit, in der Arbeitserfahrung, in der Fähigkeit, in der Motivation, in der Art des ausgeübten Berufes, in der Branche, in der der Beruf angesiedelt ist, in der Weiterbildung, in der Nachfrage nach den spezifischen Kenntnissen des Arbeitnehmers, in der Bereitschaft, gefährliche und schmutzige Arbeit zu verrichten, in der Bereitschaft, Schichtarbeit auszuführen usw.

Nur wenn man will, dass gleicher Lohn unabhängig von Arbeitszeit, Arbeitserfahrung, Fähigkeit, Motivation, Art des Berufes, Branche, Bereitschaft zur Weiterbildung, Nachfrage nach der beruflichen Tätigkeit, unabhängig von der Gefährlichkeit und dem Schmutz, der mit der Tätigkeit verbunden ist, unabhängig von Überstunden und Schichtarbeit gezahlt werden soll, kann man die 22% als Problem oder Gender Pay Gap ansehen.

Ein solches Ansinnen ist natürlich ein Scherz.

Nur ein Narr kann deshalb der Ansicht sein, dass das 22%-Gap ein Ergebnis von Benachteiligung ist.

Und deshalb ist morgen March Fools Day, der Tag, an dem Narren 22%-Gesänge aufführen werden.

foolsUnd damit dieses Jahr auch ganz deutlich wird, wer diese Narren sind, rufen wir unsere Leser auf, uns mit Links zu versorgen, damit wir eine Liste der March Fools anlegen können, derjenigen, die dem 22%-Scherz aufsitzen, entweder, weil es bei Ihnen geistig nicht reicht, den Scherz zu verstehen, oder weil sie den Scherz aus opportunistischen Gründen nicht verstehen wollen und noch nicht gemerkt haben, dass sie sich dann, wenn sie den 22%-Scherz verbreiten, lächerlich machen.

Schickt uns eine eMail oder kommentiert wann immer ihr auf einen March Fool trefft, der auf den 22%-Scherz hereingefallen ist.

Wir werden die Liste im Laufe des Tages updaten.

March Fools Day: Liste der Närrischen

Wie nicht anders zu erwarten, machen die Grünen den Anfang:

“Noch immer verdienen Frauen in Deutschland 22 Prozent weniger als Männer. Um den Jahresverdienst eines Mannes zu erreichen, der eine gleichwertige Arbeit ausübt, müssen sie 79 Tage länger arbeiten. Damit befindet sich Deutschland auf einem der letzten Plätze im europäischen Ranking. Wir wollen, dass Frauen endlich den gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit bekommen.”

Und weiter geht’s mit den Hinweisen eines Lesers:

DGB
Bayerischer Rundfunkt
Augsburger Allgemeine

Manuela Schwesig vom Ministerium für alles außer Männer will nun (konsequenter Weise!) ein Gesetz für “Lohngleichheit von Männern und Frauen” auf den Weg bringen. Damit wird der eingeschlagene Weg, den Carl Christian von Weizsäcker mal schön als umgekehrtes Subsidiaritätsprinzip bezeichnet hat, stramm weiterverfolgt.

“Dies gipfelte in den 70er Jahren in einer verbreiteten Mentalität, die man als eine Art auf den Kopf gestelltes Subsidiaritätsprinzip verstehen konnte: dass (in sozialpolitischen Dingen) dasjenige, was der Staat aus eigener Initiative und mit seinen eigenen Kräften leisten kann, ihm nicht entzogen und der privaten Tätigkeit zugewiesen werden darf – im Vergleich zum echten Subsidiaritätsprinzip gemäss der Sozialenzyklika von Pius XI. aus dem Jahre 1931.”
Carl Christian von Weizsäcker, S. 162

Richtig pervers (weil auf den Kopf gestellt), aber leider aus dem Jahre 2011, ist ein Beitrag bei der Heinrich Böll Stiftung von Beate Müller-Gemmeke, die zwar völlig korrekt die Bedingungen, unter denen Frauen auf dem Arbeitsmarkt auftreten (Treilzeit, Minijob etc.), auflistet, darin jedoch nicht den Grund für die unterschiedliche Bezahlung sondern den empirischen Nachweis der noch nicht verwirklichten Gleichstellung sieht und schlussfolgert, dass “Frauen mehr verdienen!”, so als ob Männer Frauen zwingen würden diese Entschiedungen zu treffen.

Blockupy-Verschwörungstheorie: Die Polizei ist schuld!

Zur Einstimmung ein Video aus Frankfurt.

Deutschland 2015.

Es sind dies Bilder einer friedlichen Demonstration, auf der eine Vielzahl besorgter Bürger gegen die EZB demonstriert hat. Die EZB, eine der größten Geldpressen des Jahrtausends und einer der größten Feinde des Kapitalismus und des Freien Marktes, hat es nämlich geschafft, der Lieblingsfeind der Linken Krawallianer zu werden (niemand weiß warum und wie), die – obwohl sie im Geiste des Marxismus, aber wohl eher mit einer starken Betonung des Leninismus unterwegs sind, ihren Marx nicht kennen, schreibt Karl Marx doch in seinem mit Friedrich Engels verfassten Kommunistischen Manifest:

Auszug aus dem kommunistischen Manifest vom Marx und Engels – Kapitel 2:

“Für die fortgeschrittensten Länder werden jedoch die folgenden ziemlich allgemein zur Anwendung kommen:
…..
(5)
Zentralisation des Kredits in den Händen des Staats durch eine Nationalbank mit Staatskapital und ausschließlichem Monopol.”[Danke an Thomas Ferge]

Auch ansonsten scheint die Realitätswahrnehmung der Blockupy-Bewegten doch ziemlich verzerrt zu sein, sehen sich die Blockupisten doch als Opfer polizeilicher Gewalt, wie man ihrem Live-Ticker entnehmen kann, auf dem sie die Krawalle aus ihrer Sicht dokumentiert haben.

Man kann die impliziten Prämissen, auf denen die folgenden Dokumente basieren, wie folgt zusammenfassen:

  • Wir, also Blockupy, sind Opfer des Kapitals.
  • Kapital ist strukturelle Gewalt.
  • Die Polizei ist Handlanger des Kapitals.
  • Die Polizei ist auch strukturelle Gewalt und versucht, die gerechtfertigten Proteste friedliebender Blockupisten zu verhindern.
  • Deshalb muss man sich gegen die Polizei zur Wehr setzen.
  • Und natürlich sind Blockupisten grundsätzlich Opfer, aktivistische Opfer.

Die Prämissen weisen starke Parallelen zu Genderismus auf. Um dies zu sehen, muss man Polizei nur mit Patriarchat ersetzen. Die Parallelen sind kein Zufall, denn Blockupisten und Genderisten nähren sich an den selben Irrtümern und Mythen.

Und nun die Darstellung dessesn, was in Frankfurt wirklich war, d.h. was sich Blockupisten einbilden, dass war:

Ist Blockupy eine terroristische Vereinigung?

Terroristische Straftaten sind in der EU definiert als

“vorsätzliche[n] Handlungen, die durch die Art ihrer Begehung oder den jeweiligen Kontext ein Land oder eine internationale Organisation ernsthaft schädigen können” Sie werden dann als “terroristische Straftaten eingestuft […], wenn sie mit dem Ziel begangen werden,

– die Bevölkerung auf schwer wiegende Weise einzuschüchtern oder

– öffentliche Stellen oder eine internationale Organisation rechtswidrig zu einem Tun oder Unterlassen zu zwingen oder

– die politischen, verfassungsrechtlichen, wirtschaftlichen oder sozialen Grundstrukturen eines Landes oder einer internationalen Organisation ernsthaft zu destabilisieren oder zu zerstören: […]

g) Freisetzung gefährlicher Stoffe oder Herbeiführen von Bränden, Überschwemmungen oder Explosionen, wenn dadurch das Leben von Menschen gefährdet wird”.

Auf der Seite von Blockupy Deutschland findet sich der Aufruf zur “Transnationalen Aktion gegen die EZB-Eröffnungsfeier“. Darin ist von

blockupy“wütenden Menschen und entschlossenen Aktivist_innen” die Rede, die die “Party” zur Eröffnung des neuen Geäudes der EZB “übernehmen” und sie in “einen Ausdruck des transnationalen Widerstands gegen die europäische Krisenpolitik” verwandeln wollen. Explizit wird erklärt, dass es den Blockupyern um eine Abschaffung des Wirtschaftssystems geht, denn: “… wir wollen Demokratie ohne Kapitalismus” – also Sozialismus oder Kommunismus.

Deutschland, so heißt es im Aufruf, sei das “Herz der Bestie und das relativ ruhige Auge des Sturms zugleich”. Und weiter: “Die Aktionen gegen die EZB-Eröffnungsfeier werden eine perfekte Gelegenheit sein, Seite an Seite mit vielen Aktivist_innen aus anderen Ländern ein unmissverständliches Zeichen der Solidarität zu setzen”.

Das unmissverständliche Zeichen der Solidarität sieht dann wohl so aus:

Blockupy1

Bilder von Twitter

Die Gewaltaktionen der “entschlossenen Aktivist_innen”, die sich gegen das Eigentum der “Menschen in Deutschland” richten, die die Blockupyer angeblich vor den “herrschenden Eliten” schützen wollen, zeigen deutlich, dass bei Blockupy eine sehr angestaubte und lange überholte Klassenkampfrhetorik genutzt wird, um den eigenen Gewalttrieb, der auf dem von uns bereits beschriebenen Versager- Syndrom basiert, ausleben zu können. “Besonders […] die Menschen im europäischen Süden”, werden von den “Aktivist_innen” benutzt, um ihre kleinen Mütchen kühlen zu können.

Dabei ist es erstaunlich, dass diejenige, die für sich in Anspruch nehmen, für die Menschen in Deutschland oder “im europäischen Süden” zu kämpfen, von diesen Menschen zu keinem Zeitpunkt beauftragt oder legitimiert wurden. Folglich handelt es sich bei Blockupy um eine Ansammlung gewaltbereiter Klassenkämpfer, vermutlich aus der prekären Mittelschicht, die versuchen, der Notwendigkeit des Broterwerbs durch politische Agitation zu entgehen, denn: Wer hat an einem Mittwoch in einer Arbeitswoche Zeit, zu demonstrieren?

All die genannten Indikatoren lassen die Antwort auf die Frage, ob es sich bei Blockupy um eine terroristische Vereinigung handelt, eher auf die Seite von Ja, denn auf die Seite von Nein ausschlagen.

Eine weitere Frage, die sich mit den Blockupy-Verwüstungen in Frankfurt verbindet, ist die Frage nach dem Recht auf Versammlungsfreiheit. Artikel 8 Absatz 1 des Grundgesetzes schreibt die Versammlungsfreiheit fest. Länder wie z.B. Niedersachsen haben im Zuge der Förderalismusreform von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, ein Landesversammlungsrecht zu erlassen (Hessen bislang nicht) und darin z.B. geregelt, dass öffentliche Versammlungen verboten werden können, wenn die Ressourcen von Polizei und Ordnungskräften nicht ausreichen oder eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit abgewehrt werden muss (§ 8 Abs. 2 des Niedersächsischen Versammlungsgesetzes).

typical blockupyUnzweifelhaft sind Occupy-Proteste in der Vergangenheit in Gewalt ausgeartet. Wie die Berichte aus Frankfurt zeigen, ist das auch aktuell der Fall. Entsprechend wäre es konsequent, wenn die Ordnungsbehörden der zuständigen Städte auf Grund der Erfahrungen mit Blockupy in Zukunft eine Genehmigung für entsprechende Demonstrationen versagen. All die Menschen, denen in Frankfurt Eigentum von denen zerstört wurde, die angeblich für sie streiten, werden es mit Dankbarkeit zur Kenntnis nehmen.

Und wenn man bedenkt, dass in Dresden eine Pegida-Demonstration, deren Vorläufer friedlich verlaufen sind, verboten wurde, um eine Gefahr für die öffentliche Ordnung abzuwehren, dann wäre es nur konsequent, in Zukunft keinerlei Demonstration von linken, als gewaltbereit bekannten Aktivist_innen mehr zuzulassen. Rechte, auch das Recht auf Versammlungsfreiheit, leben davon, dass sie nicht missbraucht werden, und wer wiederholt ein Recht missbraucht, zeigt damit, dass er keinen Wert auf dieses Recht legt und hat es entsprechend verwirkt.

Blockupy beschreibt sich übrigens wie folgt:

“Wir sind verschiedene Aktivist_innen aus sozialen Bewegungen, Globalisierungskritiker_innen, Migrant_innen, Erwerbslose, prekäre und industrielle Arbeiter_innen, Parteimitglieder und Gewerkschafter_innen und viele mehr aus vielen europäischen Ländern”.

Wäre es nicht an der Zeit, dass Gewerkschaften und Parteien sich von Blockupy distanzieren?

LSBTTIQs in Baden-Württembergs Schulen: Keine Akzeptanz von Meinungsvielfalt im Bildungsplan 2015

Als Robert Michels im Jahr 1911 das seither zum Klassiker der politischen Soziologie avancierten Buch “Soziologie des Parteiwesens” veröffentlicht hat und darin sein “ehernes Gesetz der Oligarchie(bildung)” aufgestellt hat, ging es dem überzeugten Sozialdemokraten vor allem darum, die Prozesse aufzuzeigen, die unumkehrbar und zwangsläufig dazu führen, dass Vertreter der Arbeiter, dann, wenn sie in Ämter gewählt sind, keine Vertreter der Arbeiter mehr sein können, sondern zu Lobbyisten und Vertretern ihrer eigenen Interessen werden.

Michels Soziologie des ParteiwesensDie Soziologie des Parteienwesens ist eine Abrechnung mit der naiven Idee der altruistischen Repräsentation von Wählern durch Gewählte. Den Schritt hin zur egoistischen Vertretung eigener Interessen und der Anfälligkeit für Lobbyisten, die politische Gefallen durch kleine Gefälligkeiten ihrerseits goutieren, ist dann Anthony Downs in seiner Ökonomischen Theorie der Demokratie gegangen, so dass man die Entwicklung der Theoriebildung im Hinblick auf die politische Klasse, die in Amt, aber nicht unbedingt in Würden sitzt und immer noch erzählt, sie würde die Interessen ihrer Wähler vertreten, wie folgt zusammenfassen kann:

Politiker sind opportunistische Akteure, die den eigenen Vorteil suchen. Gelangen Politiker in Regierungsverantwortung, dann haben sie die Möglichkeit, politische Gefallen zu verteilen (also von Steuerzahlern finanzierte Geschenke an bestimmte Gruppen). Entsprechend entwickelt sich ein Netzwerk aus Politikern und ihnen nahestehenden Lobbyisten, das auf Gegenseitigkeit basiert, und in dem Gefallen ausgetauscht werden.

Ein sehr gutes Beispiel, an dem man diese zwangsläufige Degeneration politischer Systeme deutlich machen kann, ist die Baden-Württembergische Landesregierung.

Die MItglieder der Landesregierung in Baden-Württemberg haben es sich zum Ziel gesetzt “Vorurteile gegenüber lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, transgendern, intersexuellen und queeren Menschen (LSBTTIQ) abzubauen”.

Und wie anders könnte man Vorurteile, deren Existenz man der Bequemlichkeit halber bei der Landesregierung einmal annimmt, abbauen, als dadurch, dass man bereits Kindern im Grundschulalter diktiert und vorschreibt, wie sie die Vielfalt der Welt zu sehen haben, nämlich im Rahmen einer “angstfreien Bildung” in der dem “Verschweigen und Ausgrenzen von LSBTTIQ” ein Ende gesetzt wird.

Die Reihenfolge ist interessant: Erst Verschweigen – dann Ausgrenzen. In unserer Grundschulzeit wurde keinerlei Bezug zu “LSBTTIQ”  hergestellt, was in der Diktion der Landesregierung wohl meint, uns wurde die Existenz von LSBTTIQ verschwiegen. Deshalb müssten wir, gingen wir heute zur Grundschule, auf die Existenz von LSBTTIQ hingewiesen werden, was natürlich voraussetzt, dass man Sechs- bis Neunjährigen erklärt, was ein LSBTTIQ eigentlich ist. Und nachdem man den Sechs- bis Neunjährigen die Existenz von LSBTTIQ in den Kopf gesetzt hat, muss man dafür Sorge tragen, dass die Sechs- bis Neunjährigen den LSBTTIQ auch mit dem gebührenden Respekt begegnen und sich nicht etwa abfällig oder spaßig über LSBTTIQ äußern, auch nicht gegenüber ihren Eltern, denn wer weiß, vielleicht sind die Eltern ja LSBTTIQ und haben das ihren Kindern bislang verschwiegen, es nicht über sich gebracht, sich zu outen, wo outen doch so wichtig ist, weil die Welt darauf warten, dass auch Katharina X und Karsten Z endlich mitteilen, dass sie LSBTTIQ sind.

Und wie verhindert man, dass Sechs- bis Neunjährige sich abfällig über LSBTTIQ äußern oder Späße über LSBTTIQ machen? Man droht ihnen Konsequenzen an oder man versucht, ihnen moralische Kosten zu verursachen. Das ist, was die Landesregierung unter angstfreier Bildung versteht.

zukunft-verantwortung-lernen-kein-bildungsplan-2015-unter-der-ideologie-des-regenbogens_1386755089Auch nachdem sich Widerstand gegen den ursprünglichen Bildungsplan geregt hat, breiter Widerstand, der fasst schon einem Aufstand der Zivilgesellschaft gleichgekommen ist, ist die Landesregierung nicht von ihren Vorhaben abgerückt. Wir haben auf ScienceFiles über die Petition gegen den Bildungsplan und die damit beabsichtigte Sexualisierung von Schulen berichtet und die Reaktion der Landesregierung auf den Widerstand aus der Bevölkerung gewürdigt.

Konfrontiert mit dem Widerstand aus dem ungeliebten Teil der Zivilbevölkerung, hat sich die Landesregierung in die Schmollecke verzogen und den Bildungsplan 2015 erst einmal auf Eis gelegt. In der Schmollecke haben die Mitglieder der Landesregierung dann gebrütet und überlegt, wie sie, die so gerne die Partizipation von Bürgern, deren Beteiligung, die Bürgerbeteiligung, bei allen passenden und unpassenden Gelegenheiten im Mund führen, mit dieser völlig unpassenden und nicht-gewollten Bürgerbewegung umgehen, und wie sie ihren Bildungsplan auch gegen Widerstand durchdrücken können.

Vom Ergebnis der Zeit in der Schmollecke hat uns Gabriel Stängle, der Realschullehrer, der die Petition gegen den Bildungsplan 2015 initiiert hat und der, wie wir seit gestern wissen, zu den regelmäßigen Lesern von ScienceFiles zählt, ausführlich berichtet.

Zusammenfassend kann man sagen: Die Landesregierung Baden-Württemberg tut zweierlei: Zum einen wird versucht, den Widerstand gegen den Bildungsplan 2015 auszusitzen, in der Hoffnung, dass er von selbst verschwindet. Zum anderen wird versucht, den ursprünglichen Plänen, die man vermutlich 1:1 in entsprechenden Vorlagen der Lobbyverbänden von LSBTTIQs findet, eine demokratische Legitimation zu verschaffen, und zwar mit einer Reihe von Taschenspielertricks, die man übel nehmen muss, zeigen sie doch entweder den IQ der dafür Verantwortlichen, was für deren Wähler nicht schmeichelhaft ist, oder die Vorstellung der Verantwortlichen vom IQ der Wähler, was ebenfalls für die Wähler nicht schmeichelhaft ist.

Wir haben uns aus dem Versuch der Landesregierung, nicht als Lobbytruppe für LSBTTIQ zu erscheinen, drei Punkte herausgegriffen, die eine eindeutige Sprache sprechen. Wer genau erfahren möchte, wie das neue Gewand der Sexualisierung von Grundschülern aussieht, sei auf den Beitrag, den Gabriel Stängle in seinem Blog veröffentlicht hat, verwiesen.

Unsere drei Punkte beziehen sich auf:

  • die Chimäre der Bürgerbeteiligung;
  • die vermeintliche Notwendigkeit des Schutzes von LSBTTIQ;
  • die totalitäre Fratze hinter dem Bildungsplan;

Chimäre der Bürgerbeteiligung

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Wer sich auf der Seite der Landesregierung umschaut, die einzig dem Marketing des Bildungsplans 2015 gewidmet ist, der findet dort bereits nach kurzer Zeit den Marketing-Slogan, mit dem der Prozess, der zum Bildungsplan 2015 geführt hat, vermarktet werden soll: “Gute Politik wächst von unten!”. Das klingt nach Basisdemokratie. Das kling nach Bürgerbeteiligung. Aber es klingt nur danach, denn die “gute Politik”, die von unten wachsen soll, sie erweist sich als Lobby-Politik, wenn man einmal betrachtet, wer für die Landesregierung, die sich natürlich oben wähnt, unten ist. Unten sind (1) Vertreter der im Landtag vertretenen Fraktionen, (2) 12 Vertreter des landesweiten Netzwerks LSBTTIQ, (3) Vertreter kommunaler Landesverbände, (4) Vertreter der Liga der freien Wohlfahrtspflege, (5) Vertreter der AIDS-Hilfe, (6) Vertreter des Landesgeundheitsamts und (7) Vertreter aus den Ministerien, also kurz: “Sie nicht!”

Das sind die Vertreter, die gute Politik von unten sichern sollen. Die gute Politik von unten, ist der Bildungsplan 2015, der soll durch die ausgesuchten Vertreter abgesegnet werden. Das erklärt, warum die angeblich gute Politik ohne die Mitwirkung von Elternvertretern auskommt, warum von den Gegnern des Bildungsplans 2015 niemand in den Beirat gelangt ist, denn diese Gruppen haben vermutlich eine andere Vorstellung davon, wie gute Politik in z.B. Grundschulen aussieht, eine falsche Vorstellung, nämlich nicht die Vorstellung der Landesregierung, und deshalb würden sie im Beirat stören, in dem es darum geht, die Lobbypolitik für LSBTTIQ durchzusetzen.

Lobbypolitik zielt in der Regel auf zwei Dinge: Einfluss und Geld.

Einfluss wird dadurch sichergestellt, dass duch die Sexualisierung von Grundschulen aktive Mitgliederwerbung für LSBTTIQ betrieben wird.

Geld wird durch den “Aufbau einer Geschäftsstelle und die Unterstützung der professionellen Arbeit des Netzwerkes LSBTTIQ” sichergestellt. Das Hauptziel aller Lobbyisten, die nicht für private Unternehmen tätig sind, in Zukunft aus Steuergeldern finanziert zu werden, ist damit erreicht. Damit LSBTTIQ flächendeckend vom Bildungsplan profitieren, sollen “Anlaufstellen für LSBTTIQ” geschaffen werden, von Steuerzahlern finanziert, versteht sich. Damit LSBTTIQ ihren Spleen nicht auf eigene Rechnung ausleben müssen, soll eine “Leistungspflicht der Krankenkassen bei begleitenden Therapien und medizinischen Eingriffen für transsexuelle und transgender Menschen” geschaffen werden und vieles mehr.

Kaum ein Lobbyverband ist erfolgreicher als der der LSBTTIQ. Wie wir schon mehrfach festgestellt haben, ist es erstaunlich, wie ein kleines Häuflein von Aktivisten es schafft, die Mehrheit nach seiner Pfeife tanzen zu lassen. Man kann nur vermuten, welche Form gegenseitiger Gefallensgewährung hinter dem Erfolg der entsprechenden Lobbyisten in z.B. Baden-Württemberg steht.

Vermeintliche Notwendigkeit

Die vermeintliche Notwendigkeit, die eine Bewerbung von Akzeptanz und Toleranz sexueller Vielfalt und deren gesetzliche Verankerung im Bildungsplan 2015 hat, soll über eine Online-Umfrage belegt werden, die die Landesregierung hat durchführen lassen. Es ist nicht bekannt, wer die Online-Umfrage erstellt, ausgewertet und interpretiert hat (Ein Mitarbeiter des Statistischen Landesamts hat wohl die Grafiken für den Bericht erstellt). Falls es sich dabei um Wissenschaftler handelt, so schrecken sie zumindest davor zurück, dass ihr Name mit der Online-Umfrage der Landesregierung in Zusammenhang gebracht wird. Sie wären wissenschaftlich ruiniert, wäre dies der Fall.

UmfragemissbrauchEs gibt eine Reihe von Todsünden empirischer Sozialforschung, die, wenn sie begangen werden, den Effekt haben, die Ergebnisse zu verzerren. Diese Todsünden meiden Wissenschaftler, während Ideologen sie zu nutzen versuchen, denn sie eignen sich, um sicherzustellen, dass am Ende einer Befragung herauskommt, was man herausbekommen will.

Zwei Beispiele mögen genügen, um dies für die Online-Umfrage der Landesregierung Baden-Württemberg zu demonstrieren und die Umfrage damit als auch nur ansatzweise aussagekräftig zu erledigen.

  • Selektivität der Grundgesamtheit
  • Fehlende Vergleichsgruppe

(1)

Eine selektive Grundgesamtheit liegt dann vor, wenn bestimmte Eigenschaften in der Grundgesamtheit überrepräsentiert sind. Stellte man sich vor den Bahnhof in Mannheim und würde die Passagiere der Bundesbahn befragen, was sie von einer steuerlichen Bezuschussung für Bahnreisende halten, das zustimmende Ergebnisse wäre vorhersehbar und man hätte es über eine Selegierung der Grundgesamheit erreicht, denn: führte man dieselbe Umfrage auf dem Angestelltenparkplatz der BASF durch, das Ergebnis wäre sicher ein anderes.

Die Online Umfrage der Landesregierung richtet sich nur an die Buchstabenfolgen-Menschen, also die LSBTTIQs. Sie wurden in ihren Netzwerken angesprochen, auf so genannten Beteiligungsworkshops angesprochen, es wurde eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, um einerseits sicherzustellen, dass eine selektive Grundgesamtheit entsteht und andererseits sicherzustellen, dass nur motivierte und in der Regel auch aktivistische Buchstaben-Menschen (also politisierte LSBTTIQ, die nicht für den normalen LSBTTIQ repräsentativ sind) an der Umfrage teilnehmen.

Die Ergebnisse sind entsprechend und die Online-Umfrage ist ein Beispiel dafür, wie man Steuergelder einsetzt, um die Methoden der empirischen Sozialforschung für seine Zwecke zu missbrauchen. So langsam wäre es nicht nur an der Zeit, Politikern jeglichen Umgang mit empirischer Sozialforschung zu verbieten, sondern eine Regelung in Landes- und Bundesgesetze aufzunehmen, nach der Politiker für grobe Verstöße gegen die guten Sitten und die sorgfältige Verwendung von Steuergeldern haften.

(2)

Um die Notwendigkeit des steuerfinanzierten Werbens für LSBTTIQ sowie die Einrichtung entsprechender Geschäfts- und Anlaufstellen, für alle, die sich mit Buchstaben identifizieren, deutlich zu machen, wurde in der Online-Umfrage nach Diskriminierungserfahrungen gefragt. Angesichts der Auswahl der Teilnehmer der Umfrage ist bereits sichergestellt, dass es Berichte von Diskriminierungserfahrungen geben wird. Um aber gar nichts dem Zufall zu überlassen, wurden nur Buchstaben-Menschen befragt, d.h. es fehlt die Vergleichsgruppe. Und wäre die Umfrage nicht bereits durch die Auswahl der Befragten eine Angelegenheit für den Schredder, sie wäre es jetzt.

So findet sich auf Seite 22 des Berichts zur Umfrage, die folgende Abbildung, mit der die furchtbaren Formen der Diskriminierung dargestellt werden sollen, denen sich Buchstaben-Menschen innerhalb der letzten 5 Jahre mindestens einmal oder öfter ausgesetzt gesehen haben.

Buchstabenmenschen

Die Befrager mussten schon wirklich tief in die Trickkiste greifen, um hier überhaupt ein Ergebnis zu erhalten. Erinnern Sie sich eigentlich noch, ob sie in den letzten fünf Jahren einmal angegafft wurden? Wenn ja, dann muss es ein wirklich herausragendes, ein außergewöhnliches Ereignis gewesen sein, eines, das es nicht alle Tage gibt. Aber Sie sind ja auch nicht LSBdingenskirchen. Wären Sie LSBdingenskirchen, das herausragende Beispiel wäre der Beleg für eine weitverbreitete Diskriminerung von LSBundsoweiter.

Die Angaben, die die Befragten zu den in der Abbildung aufgeführten Verfehlungen anderer ihnen gegenüber machen, sind alle subjektiv. Das ist das erste Problem. Das zweite Problem ist: Es sind die subjektiven Eindrücke einer selektiven Grundgesamtheit, die subjektiven Eindrücke von Aktivisten und von anderen, die sowieso schon der Meinung sind, jeder sehe in ihnen nur den LBSTundsoweiter und jeder sei an ihrer sexuellen Orientierung interessiert.

Pointiert formuliert verwundert es nicht, dass jemand der sich vom FBI verfolgt sieht, hinter allem, was ihm im täglichen Leben widerfährt, das Wirken des FBI vermutet. Was verwundert ist, dass derjenige, der sich vom FBI verfolgt fühlt, in seinem Verfolgungswahn zur Legitimation von Gesetzesvorhaben gegen die Verfolgung durch das FBI wird.

Schließlich der letzte Trick aus der Schmutzkiste des Missbrauchs empirischer Sozialforschung. Wurden Sie innerhalb der letzten fünf Jahre schon einmal angegafft, hat man sie einmal imitiert, hat man sie beleidigt, sie nicht ernst genommen worden usw.? Was wäre wohl das Ergebnis, wenn man die entsprechenden Fragen nicht nur LSBx, sondern auch Vertretern der in der Umfrage unterdrückten Mehrheit gestellt hätte? Es hätten sich keine Unterschiede ergeben. Das angebliche Leiden der LSBx hätte sich nicht als Besonderheit von LSBx vermarkten lassen. Ihre unangefochtene Stellung als Top-diskriminierte Gruppe wäre ins Wanken geraten und die Legitimation des Bildungsplans 2015 gleich mit. Und darum geht es ausschließlich, um die Legitimation des Lobbywerks, das als Bildungsplan 2015 unter Missbrauch von Worten wie Toleranz, Akzeptanz und Bildung verkauft werden soll.

Totalitäre Fratze

Damit sind wir bei der totalitären Fratze angekommen, die hinter dem gesamten Werk hervorlugt. Wir haben schon vielfach darüber geschrieben, dass die Vermarkter von Toleranz und Akzeptanz dann, wenn sie auf jemanden treffen, der ihr Produkt nicht kaufen will, plötzlich zu intoleranten, die Entscheidung anderer nicht akzeptierenden kleinen Diktatoren werden, die nicht nur für jede Form des Widerstands einen derogativen Begriff zur Hand haben, sondern Widerstand in keiner Form zulassen, ihm völlig intolerant gegenüberstehen. Die Besetzung des Abnickgremiums, das als Beirat bezeichnet wird, ist ein Beispiel dafür oder eher die Nicht-Besetzung der Ausschluss derer, die die “gute Politik” von unten, die die Landesregierung durchsetzen will, so nicht akzeptieren würden.

Ein anderes Beispiel zeigt, wie sehr die guten Menschen, die gute Politik zu machen vorgeben, vom Heil, das sie zu bringen von einem guten Gott beauftragt wurden (oder auch nur von einem guten Lobbyisten bei einem guten Abendessen in einem guten Hotel in Abu Dhabi, Anreise und Übernachtung natürlich auf Kosten des Lobbyisten), überzeugt sind:

In der Zusammenstellung dessen, was im Bildungsplan 2015 geplant ist, die Gabriel Stängle erstellt hat, findet sich das Folgende:

  • Zuschüsse für Hochschulen kürzen / streichen, die ein veraltetes Menschenbild lehren;

Es soll ja immer noch naive Menschen geben, die denken, universitäre Selbstverwaltung belege die Freiheit von Forschung und Lehre. Es ist Zeit, die entsprechenden Träumer zu wecken: Die universitäre Selbstverwaltung garantiert, dass naive Wissenschaftler Verwaltungsarbeit verrichten, für die sie nicht bezahlt werden, mehr nicht. Wer im Zeitalter von Professorinnenprogramm, im Zeitalter der Installation von seltsamen Personen über seltsame Wege auf noch seltsameren Lehrstühlen immer noch glaubt, Forschung und Lehre seien frei, der wird vielleicht durch den geplanten Eingriff der Baden-Württembergischen Landesregierung aus seinem Traumland geholt.

Denn interessanter noch als die Tatsache, dass die Baden-Württembergische Landesregierung gedenkt, Hochschulen für Wohlverhalten zu belohnen oder für fehlendes Wohlverhalten zu bestrafen, sie gleichzuschalten, ist die Prämisse dahinter, die keinen Zweifel daran lässt, dass entsprechende Praktiken gang und gäbe sind, dass es für Landesregierungen und ihre Häscher ganz normal zu sein scheint, in die Abläufe von Hochschulen steuernd einzugreifen, um ihre Interessen durchzusetzen, bei der Schaffung von Lehrstühlen, bei der Besetzung von Lehrstühlen, bei den Inhalten, die vermittelt werden dürfen usw.

Derartige Normalitäten zeigen, wie sehr Universitäten schon jetzt nichts anderes mehr sind als die Anhängsel von Landesregierungen und -ministerien, die nach Belieben in den universitären Alltag eingreifen und, wenn es ihnen beliebt, eben einmal das richtige Menschenbild vorgeben. Das hatten wir alles schon einmal, aber die Zeit scheint nicht nur alle Wunden zu heilen, sie scheint auch alles Erlernte, alle Lehren zu tilgen, damit sich Geschichte wiederholen kann.

Die 22%-Intelligenzlücke: Selbst die Sonne kann es nicht mehr mit ansehen

Eigentlich ist alles ganz einfach.

Unter sonst konstanten Bedingungen (ceteris paribus) gilt:

  • Lohn ist eine Funktion von Arbeit: Wer mehr arbeitet, hat mehr Lohn;
  • Lohn ist eine Funktion von Qualifikation: Wer qualifizierter ist, erhält mehr Lohn;
  • Lohn ist eine Funktion von Nachfrage: Wessen Tätigkeit mehr nachgefragt wird, der erhält mehr Lohn;
  • Lohn ist eine Funktion von Sonderzahlungen z.B. wegen gefährlicher Tätigkeit, Schichtarbeit, Überstunden uvm: Wer mehr Anlass zu Sonderzahlungen gibt, der erhält mehr Lohn.

So einfach ist das eigentlich.

Bereits Einstein erkannte die Unbegrenztheit der Ressource "Dummheit"

Und dennoch geistert der 22%-Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen wieder durch die Medien. Der 22% Lohnunterschied, der auch “Gender Pay Gap” genannt wird, berücksichtigt keine der Variablen, die oben aufgezählt wurden: weder Arbeitsstunden, noch Qualifikation, noch Arbeitserfahrung, noch Sonderzahlungen noch sonstige Einflussfaktoren auf das Gehalt werden berücksichtigt. Statt dessen wird alles zusammengeworfen und sich darüber gewundert, dass ein Chefarzt mehr verdient als eine Krankenschwester, nein, darüber wird sich nicht gewundert, es wird als Diskriminerung beschrien, als 22%-Diskriminierung.

Dieser kurze Durchlauf durch deutsche Medien soll genügen, um auf das vorzubereiten, was bis zum 20. März auf die Leser der parteiunabhängigen Indoktrinationsblätter hereinbrechen wird. Denn: am 20. März ist Tag der Entgeltgleichheit, ein Tag mit Kultstatus für die Jünger des Gender Pay Gap-Kults, die sich dann wieder versammeln werden, um ihrem Aberglauben zu huldigen und den intelligenten Teil der Bevöllkerung mit der Behauptung zu penetrieren, Frauen würden 22% weniger verdienen als Männer.

Wir haben schon so viel zum Gender Pay Gap geschrieben, dass wir uns fühlen, wie Karl Raimund Popper sich gefühlt haben muss, als er zum 100sten Mal nachgewiesen hat, dass der Induktionsschluss nicht funktioniert (nachzulesen im Neuen Anhang zur Logik der Forschung, Kapitel XVIII). Kein Schluss ist logisch und zwingend genug, als dass ihn minder Intelligente oder solche, die sich einen Vorteil davon versprechen, nicht in Frage stellen würden, und so kommt man irgendwann zu der Erkenntnis, dass Wissen und empirische Belege da scheitern müssen, wo Ideologie und Dummheit herrschen.

Deshalb wollten wir eigentlich nichts mehr schreiben, zum Gender Pay Gap. Es ist alles gesagt. Wer jetzt noch von 22% fabuliert, der will oder kann nicht verstehen.

Dann aber sind wir auf zwei Kleinigkeiten gestoßen:

(1)

In der Pressemeldung des Statistischen Bundesamts, mit der pflichtschuldigst der Rücken vor den politischen Herren des Amtes gebeugt wird, steht Folgendes zu lesen:

“So betrug 2014 der unbereinigte Gender Pay Gap [!sic] in den neuen Ländern 9%, während er im früheren Bundesgebiet bei 23% lag.”

Wie lange die neuen Länder noch neue Länder bleiben, ist eine Frage, die wir hier nur stellen wollen. Nach 25 Jahren kann man sich aber zumindest darauf einigen, dass die neuen Länder nicht mehr ganz taufrisch sind. Wie auch immer, wir ziehen es vor, von Ost- und Westdeutschland zu sprechen. In Ostdeutschland beträgt das unbereinigte Gender Pay Gap demnach 9% gegenüber 23% in Westdeutschland.

Fragt sich eigentlich niemand, warum?

Wo sind die Frauenbewegten, die sich auf die Suche nach der Ursache der größeren Entgeltgleichheit in Ostdeutschland machen?

Vermutlich sind sie zu Hause und mit der Erziehung von erwachsenen Kindern beschäftigt, denn das genau ist eine, wenn nicht die Ursache dafür, dass ostdeutsche Frauen relativ zu ostdeutschen Männern besser verdienen als westdeutsche Frauen relativ zu westdeutschen Männern. Ausgerechnet ein Beitrag aus dem DIW liefert Indizien:

  • In Ostdeutschland ist die Erwerbstätigenquote unter Frauen mit 75,8% (2012) höher als in Westdeutschland (70,6%).
  • Und der “Anteil der vollzeiarbeitenden Mütter ist im Osten doppelt so hoch wie im Westen”.

Anders formuliert: westdeutsche Frauen gehen seltener Arbeiten und klinken sich häufiger mindestens teilweise aus dem Arbeitsmarkt aus, wenn sie einen Vorwand im Form von Nachwuchs gefunden haben als ostdeutsche Frauen. Und dennoch wollen sie denselben Lohn wie Männer oder ostdeutsche Frauen, die 40-Stunden in der Woche arbeiten gehen!

(2)

solar eclipseAm Tag der Engeltgleichheit, an dem die 22%-Lüge wieder endemisch durch Deutschland geistern wird, am 20. März wird es nicht nur den mit Vernunft begabten unter uns reichen, nein, es reicht auch der Sonne. Die Sonne kann es nicht mehr mit ansehen und wird sich am 20. März im Laufe des Vormittags hinter dem Mond verstecken, um zumindest zeitweise, dem dummen Gezeter, das von Politikern, politischen Aktivisten, Funktionären und sonstigen Günstlingen, die mit dem 22%-Mythos ihr Geld verdienen, kommen wird, zu entgehen. Leider ist diese Maßnahme der Sonne beim Mond nicht populär, der sich nur für knapp zwei Stunden bereit erklärt hat, die Sonne gegen die irdische Dummheit abzuschirmen.

Übrigen, das Life-Expectancy Gap zwischen Männern und Frauen beträgt 6,4%: Ein männliches Leben ist im Durchschnitt um 6,4% kürzer als ein weibliches Leben. Zeit, einen finanziellen Ausgleich für die kürzere Lebenserwartung zu fordern!

Vermeintliche Armut ist an allem schuld – Junk Science aus dem Hause Bertelsmann

“Armut ist Risiko für Entwicklung von Kindern”, so steht es in der Überschrift einer Pressemeldung aus der Bertelsmann-Stiftung. Die Überschrift soll die Ergebnisse einer Studie zusammenfassen, die Bertelsmann finanziert hat. Geforscht haben im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung Forscher am Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung der Universität Bochum. Beforscht haben sie Schuleingangsuntersuchungen.

Naja, nicht wirklich beforscht – eher ausgezählt, bivariat, mit Kreuztabellen. Dies jedenfalls ist der Eindruck, den die Pressemeldung vermittelt. Bleiben wir noch eine Weile bei der Pressemeldung. “Ein Auwachsen in Armut beeinträchtigt die Entwicklung von Kindern”, so wird behauptet, bevor bivariate Ergebnisse für “armutsgefährdete Kinder” berichtet werden.

rubbish in binUnd eigentlich könnte man hier die Pressemeldung schon in den Mülleimer werfen, denn offensichtlich sollen die Ergebnisse genutzt werden, um Stimmung zu machen, um all die guten Menschen aus ihren Löchern zu holen, die beim Wort “Armut” so richtig erregt werden und etwas brauchen, um ihre Gutheit daran abzuarbeiten. Dazu eignet sich Armut immer besser als Armutsgefährdung, heißt doch Armutsgefährdung, dass die Armut drohen könnte, aber noch nicht da ist, und entsprechend sind wir alle von Armut gefährdet. Da ist Armut schon besser als Begriff.

Betrachten wir, was in der Pressemeldung über armutsgefährdete Kinder, die nach der Logik von Maria Dropp, die die Meldung wohl verbrochen hat, zwar armutsgefährdet sind, aber dennoch in Armut leben, berichtet wird:

“Während 43,2 Prozent der armutsgefährdeten Kinder mangelhaft Deutsch sprechen, wurde dies nur 14,3 Prozent der nicht-armutsgefährdeten Kinder attestiert. Probleme in der Körperkoordination haben 24,5 Prozent der Kinder aus SGB-II-Familien (Übrige: 14,6). Ähnliches gilt für die Visuomotorik, der Koordination von Auge und Hand (25 zu 11 Prozent). 29,1 Prozent der armutsgefährdeten Kinder haben Defizite in ihrer selektiven Wahrnehmung (Übrige: 17,5), Probleme beim Zählen haben 28 Prozent (Übrige: 12,4). Adipös, also deutlich übergewichtig, sind 8,8 Prozent der Kinder, die von staatlicher Grundsicherung leben (Übrige: 3,7).”

Und an all dem, so verkünden die Bertelsmänner, ist die Armut, also die Armutsgefährdung, bzw. der SGB-II-Bezug, nein die staatliche Grundsicherung schuld. Nur, wie macht die Armut das? Oder war es die Armutsgefährdung, der SGB-II-Bezug oder die staatliche Grundsicherung, die verhindert, dass Kinder richtig sprechen lernen, keine normal entwickelteVisumotorik haben und sich konzentrieren können? Wie auch immer, irgendwie wird es schon die Armut sein.

Es ist wirklich erstaunlich, wie gerne man in Deutschland Entitäten wie Armut oder Armutsgefährdung bemüht, um konkrete Befunde von Forschungen zu erklären. Es ist insofern erstaunlich, als es eigentlich naheliegen würde, nicht eine abstrakte Situationsbeschreibung wie Armut oder Armutsgefährdung als erklärende Variable einzuführen, sondern konkrete Bedingungen, unter denen Kinder aufwachsen.

Wenn Kinder mit 6 Jahren, wenn sie der Einschulungsuntersuchung unterzogen werden, nicht richtig sprechen können, nicht richtig zählen können, die Koordination zwischen Augen und Hand nicht richtig hinbekommen, fett sind, motorische Störungen aufweisen und sich nicht konzentrieren können, dann liegt eigentlich der Schluss nahe, dass die entsprechenden Kinder vernachlässigt wurden: Niemand scheint mit ihnen gesprochen zu haben. Niemand scheint sich mit ihnen zu bewegen. Niemand scheint mit ihnen zu zählen, niemand sich schlicht um sie zu kümmern.

Da fragt sich: Wer ist dieser Niemand, der sich nicht um Kinder kümmert?

Sind es die Angestellten in den Kindertagesstätten, die die Kinder spätestens ab dem vierten Lebensjahr besuchen? Oder sind es am Ende die Eltern? Muss man am Ende das Undenkbare denken: Nicht jeder, der sich fortpflanzen kann, ist in der Lage oder willig, Kinder auch zu erziehen. Bringen manche Eltern schlicht nicht die menschliche Reife, die geistige Reife, das Humankapital, die Fähigkeit oder den Willen mit, um Kinder zu erziehen? (Ähnliche Fragen lassen sich für Angestellte in Kindertagesstätten formulieren.)

Nein, derartige Fragen stellen wir lieber nicht. Es ist viel bequemer eine Entität zu erfinden, nennen wir sie Armut, und die Verantwortung auf die Armut abzuschieben, dann muss man nicht überlegen, ob finanzielle Anreize für Kinderbesitz die Ursache dafür sind, dass Kinder von Personen in die Welt gesetz werden, die keinerlei Interesse, außer vielleicht einem finanziellen an diesen Kindern haben. Nein, derartige Fragen stören die Reinheit staatlicher Kinderalimentierung, und entsprechend werden sie nicht gestellt.

Und außerdem zeigt ja die Studie der Bertelsmänner, dass Kinder, die in Armut oder Armutsgefährdung (ist ja wurtscht, eines von beiden) aufwachsen, häufiger unter denen zu finden sind, die nicht richtig sprechen, sich nicht richtig bewegen, nicht richtig zählen und dergleichen können, als Kinder, die nicht in Armut oder Armutsgefährdung oder was auch immer aufwachsen.

Aber zeigt sie das wirklich?

Die Studie, auf die sich die Pressemeldung bezieht, haben Thomas Groos und Nora Jehles erstellt, und man findet die Studie tatsächlich frei zugänglich bei Bertelsmann, was ungewöhnlich ist.

Bertelsmanns ArmutEin erster neugieriger Blick in die Studie, um zu erfahren, was denn nun gemessen wurde, Armut oder Armutsgefährdung, zeigt: Keines von beiden. Gemessen wurde, ob Kinder in einer Familie aufwachsen, die eine Grundsicherung nach SGB-II beziehen. Das hat nun mit Armut überhaupt nichts zu tun, nicht einmal mit Armutsgefährdung, wie eine einfache Rechnung zeigt:

  • Zwei Erwachsene, die SGB-II beziehen, erhalten 720 Euro;
  • Für ein Kind unter 6 Jahren erhalten sie zudem 234 Euro;
  • Eine Wohnung für drei Personen wird mit 542 Euro bezuschusst;
  • Ohne sonstige und Sonderzahlungen kommt ein Dreipersonenhaushalt somit nach SGB-II auf: 1.496 Euro im Monat.
  • Im Jahr 2013 beträgt das Bruttoäquivalenzeinkommen 19.582 Euro. 60% geben die mathematische Grenze an, die willkürlich gesetzt wurde, um von Armutsgefährdung sprechen zu können. 60% von 19.582 Euro macht ein monatliches Haushaltseinkommen von 979,10 Euro und somit deutilch weniger als in der Beispielrechnung nach SGB II.

Wie sich zeigt, wird in der Studie der Bertelsmannstiftung zwar von Armut gesprochen, aber es wird keine Armut gemessen. Dennoch haben Groos und Jehle in ihrem Bericht kein Problem, das Wort “Armut” 181 Mal zu verwenden. Dagegen kommt der Begriff “Armutsgefährdung” überhaupt nicht vor. Er muss entsprechend als Erfindung dessen angesehen werden, der die Pressemeldung erstellt hat.

Aber was soll man von einer Studie halten, in der schlicht behauptet wird, SGB-II-Bezieher (Hartz-IV) wären arm und nicht nur das, die Armut, in der sie leben, wäre dafür verantwortlich, dass die Kinder dieser armen Hartz-IVler, also die armen Kinder der armen Eltern erhebliche Entwicklungsdefizite aufweisen? Und überhaupt, wie hat man sich das vorzustellen? Haben Hartz-IV-Eltern weniger Zeit als andere Eltern, um ihren Kindern vorzulesen, mit ihnen zu spielen, zu zählen, mit ihnen zu sprechen, damit sich Motorik, Sprachvermögen usw. bei diesen Kindern normal entwickeln können?

Nein, derartige Fragen stellen Groos und Jehle nicht. Sie haben sich vorgenommen, Armut zu finden und Armut für alles verantwortlich zu machen, was sie sonst noch an Negativem finden. Sie haben sich nicht vorgenommen, eine wissenschaftliche Untersuchung durchzuführen und zu erklären, wie es dazu kommen kann, dass die Kinder von Hartz-IV-Beziehern so vernachlässigt sind.

Und in ihrem Bemühen, Armut verantwortlich zu machen, übersehen sie ihre eigenen Ergebnisse, die sie in den – wie könnte es anders sein – logistischen Regressionen finden könnten, die sie berechnet haben. Ein Blick auf die Tabellen A1 bis A4 im Anhang reicht aus, um zu sehen, dass die Erklärung mit der Armut nicht nur deshalb Humbug ist, weil Groos und Jehle gar keine Armut gemessen haben.

Denn:

  • Jungen haben häufiger als Mädchen Koordinationsstörungen, Konzentrationsstörungen und Probleme mit dem Zählen;

Es ist schon erstaunlich, dass die von Groos und Jehle herbeiphantasierte Armut auf Jungen stärker wirkt als auf Mädchen. Glaubte man wirklich, dass das, was Groos und Jehle hier berichten, kein Humbug ist, man müsste der Stadt Mühlheim, von der die Daten stammen, empfehlen, vornehmlich Jungen aus Hartz-IV-Familien zu fördern. Das wird natürlich nicht geschehen.

Es ist auch nicht notwendig, denn die Ergebnisse sprechen für sich:

  • Mangelhaftes Deutsch steht mit allen Entwicklungsstörungen in Zusammenhang. Wer mit sechs Jahren nicht richtig sprechen kann, der kann auch nicht richtig zählen, hat Konzentrationsstörungen, Koordinations- und motorische Störungen.
  • Kinder mit den entsprechenden Problemen finden sich vornehmlich bei Eltern, die unterdurchschnittlich gebildet sind und Hartz IV beziehen.

Daraus muss man den Schluss ziehen, dass eine latente Variable erklärt, warum Eltern ihre Kinder so vernachlässigen, dass sie die beschriebenen Störungen haben, die erklärt, warum Eltern nur gering gebildet sind und die erklärt, warum die Eltern keinen Arbeitsplatz haben. Was liegt näher als anzunehmen, dass es Probleme in der Persönlichkeit der Eltern sind, die sie in gleichem Maße unfähig oder unwilig machen, eine Arbeit aufzunehmen und Kinder zu erziehen. Der Bezug von Hartz-IV wäre entsprrechend das Ergebnis der Persönlichkeit der Eltern, die Vernachlässigung der Kinder ebenso. Nicht Armut ist deshalb der Grund dafür, dass Kinder nicht richtig sprechen können, motorische Störungen und Koordinationsstörungen aufweisen, sondern das Pech, das sie mit ihren Eltern hatten, ist die Ursache, denn diese Eltern sind schlicht nicht in der Lage oder schlicht nicht willig, ihre Kinder zu erziehen.

Man muss eigentlich nicht lange nachdenken, um zu diesem Schluss zu kommen. Er drängt sich quasi auf, normaldenkenden Menschen drängt er sich auf, nicht Politikern, die denken, wenn sie finanzielle Anreize für Fertilität setzen, dann wären sie nicht verantwortlich für die Vernachlässigung von Kindern.

Eigentlich ist es an der Zeit, die Politiker, die mit ihren finanziellen Geschenken dafür verantwortlich sind, dass Kinder vernachlässigt werden und bereits bei der Einschulungsuntersuchung deutlich ist, dass die entsprechenden Kinder ohne Chance in ihrer Gesellschaft sind, zur Rechenschaft zu ziehen, für die vielen Kollateralschäden, die ihren Weg pflastern.

Habermas pervertiert: Das Syndrom der Einweg-Kommunikation

Die Zeichen dafür, dass wir Zeitzeugen eines Kulturkampfes sind, mehren sich.

Nein, wir reden nicht von den kindischen Gören, die feieren, dass sie es geschafft haben, Unternehmen eine Frauenquote zu zumuten. Unternehmen, denen die Kosten für diesen Unsinn zu groß werden, werden einfach ihren Hauptsitz verlegen und den Aufsichtsrat gleich mit, am besten in die USA oder ins Vereinigte Königreich oder nach Katar, denn dort wird der Zoo noch von den Wärtern regiert.

Nein, wir reden von der Wissenschaft, von Hochschulen in Deutschland, Hochschulen, die vermehrt zum Gegenstand ideologischer Unterwanderung gemacht worden sind, was vor allem in den Sozialwissenschaften dazu geführt hat, dass der Konsens darüber, was Wissenschaft ist, welche Methode sie begründet, welche Anforderungen an Wissenschaftlichkeit gestellt sind und welche Kriterien Aussagen erfüllen müssen, damit sie als wissenschaftlich gelten können, zerstört wurde.
Popper Grundprobleme
Ideologen haben sich auf die Stellen von Wissenschaftlern geschmuggelt und versuchen von dort aus, ihre Heilslehren an den Mann zu bringen.

Bislang haben sie das weitgehend ungestört tun können.

Doch langsam regt sich Widerstand.

Warum? Weil es selbst nach 20 Jahren Genderismus in Deutschland noch Wissenschaftler gibt, die ihre Tätigkeit ernst nehmen, die Argumente austauschen und Erkenntnis gewinnen wollen, die etwas über die Realität lernen wollen und ein Wissen über die Realität aufbauen wollen, was den Austausch mit derselben voraussetzt.

Es ist anhand weniger Kriterien, die wir als Syndrom der Einweg-Kommunikation gefasst haben, leicht, Ideologen von Wissenschaftlern zu unterscheiden.

Syndrom der Einweg-Kommunikation das Ideologen auszeichnet Wissenschaftliche Methode
Es werden Behauptungen aufgestellt, aber es wird nicht begründet, warum die Behauptungen zutreffen sollen. Die Behauptungen, die aufgestellt werden, werden mit einer Begründung versehen, die die Richtigkeit der Behauptungen belegen sollen.
Es werden keinerlei Bezüge zur Realität hergestellt, um die Begründungen von Behauptungen zu verankern. Veilmehr sollen Behauptungen mit neuen Behauptungen belegt werden. Die Begründungen von Behauptungen haben einen Bezug zur Realität, stellen eine Aussage über die Realität auf.
Behauptungen werden mit dem Anspruch auf Wahrheit aufgestellt. Behauptungen werden aufgestellt, um Probleme zu lösen.
Die behaupteten Wahrheiten sind nicht prüfbar. Die Aussagen, die Behauptungen stützen sollen, können überprüft werden.
Die behaupteten Wahrheiten muss man glauben, denn Gründe, warum man sie glauben kann, werden nicht genannt. Die Aussagen, die Behauptungen stützen, können nachvollzogen und geprüft werden.
Die behaupteten Wahrheiten können sich nicht als falsch erweisen. Die Aussagen, die Behauptungen stützen sollen, können sich jederzeit als falsch erweisen.
Es kann nicht gelernt werden, weil die Wahrheit schon bekannt ist. Es wird ständig gelernt, weil Aussagen, die sich bei Prüfung als falsch erweisen, neue Probleme aufwerfen, die abermals durch Konfrontation mit der Realität gelöst werden müssen.
Eine Verständigung mit Personen, die die behauptete Wahrheit nicht teilen, ist nicht möglich. Eine Verständigung mit Kritikern begründeter Behauptungen ist jederzeit möglich. Kritik kann sich jederzeit als richtig oder falsch erweisen, je nachdem, zu welchem Ergebnis die Prüfung von Aussagen, die Behauptungen begründen sollen, führt.
Erkenntnis ist nicht das Ziel, sondern Offenbarung, Offenbarung der Wahrheit, in deren Besitz man sich wähnt. Erkenntnis ist das Ziel, was voraussetzt, dass man sein Wissen ständig überprüft und es der Gefahr, sich als falsch zu erweisen, aussetzt.

Vergleicht man die wissenschaftliche Methode in der rechten Spalte der Tabelle mit dem Syndrom der Einweg-Kommunikation in der linken Spalte der Tabelle, dann wird klar, warum wir das Syndrom “Syndrom der Einweg-Kommunikation” genannt haben, denn Ideologen, die sich an Universitäten eingenistet haben, bleibt keine andere Möglichkeit, als den Mund zunächst weit aufzureißen und zu hoffen, dass sie mit lautem Geschrei alle vermeintlichen Kritiker verschrecken können, um auf diese Weise Nachfragen aus dem Weg zu gehen.

science-and-ideologyNachfragen müssen sie aus dem Weg gehen, denn sie haben keine Antworten. Sind sie z.B. mit Warum-Fragen konfrontiert, mit der Notwendigkeit eine nachvollziehbare Begründung für ihre Behauptungen zu geben, dann zeigt sich sehr schnell, dass sie das nicht können. Alles, was sie können, erschöpft sich in dem Versuch, Kritiker abzuschrecken und Kritik, kommt sie dennoch, zu verunglimpfen oder, wenn sie sich das nicht trauen, zu ignorieren.

Die Methode, Kritiker abzuschrecken, ist immer dieselbe, schon weil es nicht so viele Möglichkeiten gibt, zu versuchen, Kritiker mundtot zu machen: Ideologen versuchen immer, sich und ihre Position als moralisch überlegen darzustellen, um auf diese Weise Kritiker in eine Ecke der Verderbtheit stellen zu können. Modern ist zur Zeit die Ecke des Rechtsextremismus. Früher war die Ecke der jüdisch-bolschewistischen Weltverschwörung die Verderbtheit der Wahl.

Zuweilen klappt dieser Versuch, moralische Überlegenheit für sich vorauszusetzen, nicht. Dann gibt es im Arsenal der Ideologen nur zwei mögliche Reaktionen: eine (abermalige) Diffamierung dessen, der es wagt, die heilige Lehre zu kritisieren. Diese Methode bringt das Risiko mit sich, dass man sich abermals als der outet, der keinerlei Vorstellung davon hat, was eine Begründung ist, wie man sich sachlich und gesittet auseinandersetzt usw. Kurz: Die Gefahr als Ideologe dazustehen, ist sehr groß.

Die zweite Methode ist die Methode des Aussitzens, des Schweigens und Hoffens, dass die Kritik von alleine verschwindet und man nicht preisgeben muss, dass man als Ideologe auf einer Position sitzt, die Wissenschaftlern vorbehalten ist.

Allein die Tatsache, dass Ideologen sich mittlerweile in der Klemme sehen, zwischen den beiden genannten Methoden wählen zu müssen, ist ein Erfolg der Kritiker, derjenigen, die wie wir auf ScienceFiles nicht müde werden, Begründungen einzufordern und die Ideologen bloß zu stellen.

Entsprechend ist das Schweigen der Ideologen nicht nur ein Beleg dafür, dass wir es mit Ideologen zu tun haben, die sich auf wissenschaftliche Positionen geschlichen haben, es ist auch ein Beleg dafür, dass die entsprechenden Ideologen sich in der Defensive befinden.

Ideologen in diese Defensive zu bringen, ist der erste Schritt auf dem Weg, sie aus der Wissenschaft zu vertreiben.

Der zweite Schritt besteht darin, den Druck aufrecht zu halten und die Ideologen bei jeder Gelegenheit als Ideologen erkennbar zu machen.

Weil dieser zweite Schritt so wichtig ist, freuen wir uns, dass Prof. Dr. Werner Patzelt ihn auch gegangen ist. Leser von ScienceFiles werden sich erinnern, dass Prof. Dr. Patzelt von Lehrstuhlbesetzern, Dozenten und Studentenvertretern aus seinem Fachbereich angefeindet wurde, weil er versucht hat, in der Öffentlichkeit ein korrektes Bild der PEGIDA-Teilnehmer zu präsentieren, ein Bild, wie er es aus seinen Forschungsergebnissen (die nachprüfbar und falsifizierbar sind) entnommen hat.

Werner patzeltPatzelt hat versucht, mit denjenigen, die ihn angefeindet haben, einen Dialog zu führen. Sie haben sich geweigert. Sie haben auch keinerlei Anstalten gemacht, ihre eigenen Behauptungen zu belegen oder gar die von ihnen für falsch gehaltenen Aussagen von Patzelt zu überprüfen. Sie haben, wie dies in der linken Spalte der Tabelle oben dargestellt ist, behauptet und Behauptungen mit weiteren Behauptungen begründet und dann, wenn sie aufgefordert wurden, eine nachvollziehbare und prüfbare Begründung für ihre Behauptungen zu liefern, gekniffen. Seitdem sind sie auf Tauchstation und schweigen. Und Patzelt ist, wie gesagt, den zweiten Schritt gegangen und hat die Sprachlosigkeit derjenigen, die ihn anfeinden wollten, dokumentiert.

Hervorragend!

Und wir nutzen die Gelegenheit, um auf eine Reihe anderer Sprachloser hinzuweisen.

Sabine Hark und Paula Irene Villa, die beide Lehrstühle für GenderXY besetzen, schweigen immer noch. Sie haben offensichtlich keinerlei Antworten auf Fragen, die die wissenschaftliche Fundierung ihrer von Steuerzahlern finanzierten Tätigkeit betreffen. 

Der gesamte Vorstand der DGS schweigt noch immer. Die darin Versammelten haben ganz offensichtlich keinerlei Problem damit, dass nachgewiesen wurde, wie männliche Bewerber auf Professuren im Fach Soziologie gegenüber weiblichen Bewerbern diskriminiert werden.

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