Dieses Mal im Ernst: Gegen vermeintlich diskriminierende Liedtexte soll vorgegangen werden

Als wir vor einiger Zeit die Satire “Geschlechterforscher fordert: Liebeslieder verbieten” veröffentlicht haben und darin, wie wir geglaubt haben, den Genderismus derart ins Absurde gesteigert hatten, dass man nicht anders konnte, als die Satire zu erkennen, da haben wir wirklich nicht erwartet, dass wir von der Realität überholt werden.

Nun geht es dem deutschen Schlager und sonstigem deutschen Liedgut tatsächlich an den Kragen:

Es gibt einen real existierenden Lehrstuhlbesetzer, der von Steuerzahlern finanziert wird und an einer Universität lehrt, der es befürwortet, gegen diskriminierende Liedtexte vorzugehen, vermutlich sie auf den Index zu setzen oder gleich ganz zu verbieten.

Welche Liedtexte?

Solche:

Textbeispiele Intervention

Vorbei ist es, mit dem ungestörten Hören deutscher Liedtexte (englische Texte versteht der Professor, der hinter dieser Forderung steht, offensichtlich nicht).

Ein privilegierter weißer Cis-heteronormativer Unterdrücker?

Ein privilegierter weißer Cis-heteronormativer Unterdrücker?

Da man derzeit in Deutschland vor nichts sicher sein kann, da selbst nicht-Juristen zu Verfassungsrichtern gemacht werden und Studienabbrecher ohne einen Abschluss, die auf dem normalen Arbeitsmarkt kein Bein auf den Boden bekämen, über Parteilisten in den Bundestag einziehen, muss man damit rechnen, dass das Allgemeine Gleichstellungsgesetz (AGG) in Kürze dahingehend ergänzt wird, dass diskriminierende Liedtexte, also die Liedtexte, die von Leuten wie unserem Professor für solche gehalten werden, von Musik-CDs verschwinden und der Besitz entsprechender Vinyl-Pressungen unter Strafe gestellt wird.

Das wäre dann das Ende für Klassiker deutschen Liedguts wie:

Schöne Maid von Tony Marschall.

Warum wird anhand der folgenden Diskriminierungs-Potential-Analyse deutlich:

Liedtext Diskriminierungs-Potential-Analyse
Schöne Maid Diskriminierung aller hässlichen Maids und vor allem Ausschluss aller Transgender, Bi- und sonstigen Sexuellen, Vorspiegelung und Verherrlichung von Heteronormativität und Ausschluss alternativer Lebensformen;
hast du heut für mich Zeit scheinheilige Frage eines statushöheren und privilegierten CIS-hetero-weißen Mannes, der seine Position aussnutzt, um eine schöne Maid unter den Druck heteronormativer gesellschaftlicher Konventionen zu setzen;
ho-ja ho-ja ho Anspielung auf Piraten, die dabei sind, ein Schiff zu entern, macht deutlich, dass beabsichtigt ist, ein unrechtmäßiges Besitzverhältnis zu etablieren;
sag bitte ja dann bin ich nur für dich da Versuch, ein Abhängigkeitsverhältnis zu begründen und das Opfer in dem Glauben zu lassen, es habe eine Wahl;
oh bitte ho-ja ho-ja ho siehe die letzten beiden Zeilen;
Schöne Maid Erste Wiederholung der Diskriminierung von hässlichen Maids, nicht-heterosexuellen Lebensweisen und des gesellschaftlichen Ausschlusses von gleichgeschlechtlichen Lebensformen, so dass vom Versuch, die entsprechenden Lebensformen unsichtbar zu machen, ausgegangen werden muss;
glaub mir so jung wie heut ho-ja ho-ja ho kommen wir nicht mehr zusammen Vorspiegelung einer zeitlichen Kausalität zur Beförderung der eigenen Absichten. Zeit ist bekanntermaßen konstruiert, und entsprechend ist Alter eine Zuschreibung. Der Glaube daran, dass man älter wird, soll hier als gesellschaftliche Norm gesetzt und ausgenutzt werden;
vielleicht ist es schon morgen viel zu spät. Drohung mit Konsequenzen, verbale Gewalt, die in physische Gewalt umschlagen kann;
Wir singen tralala und tanzen hopsasa wir wollen fröhlich sein und uns des Lebens freun Einlullen des Opfers durch die Beschreibung einer gloreichen gemeinsamen Zukunft, die nur dazu dient, die nächste physische Drohung einzuleiten und das Opfer unter Zugzwang zu setzen, erfüllt den Tatbestand der Nötigung, denn:
wer weiß wie lange das noch geht wer weiß wie lang die Welt sich dreht. Zweite  Drohung. Dieses Mal wird mit dem Ende der Welt gedroht. Da kein Mensch der hopsasa Tanz, die Welt beenden kann, muss diese Drohung als Morddrohung bei Nichtunterwerfung des Opfers interpretiert werden.
Sieht so ein privilegierter cis-hetero-weißer Diskriminierer aus?

Sieht so ein privilegierter cis-hetero-weißer Diskriminierer aus?

Vermutlich haben Sie bis eben gedacht, das Lied von Tony Marschall sei ein harmloses Lied mit einem dümmlichen Text. Und in der Tat, ist es das auch, aber es gibt in Deutschland Lehrstuhlbesetzer, die selbst an harmlosen und dümmlichen Liedern Anstoß nehmen, die entsprechenden Lieder am besten verboten und indiziert sehen wollen, damit sie ihrem Traum einer leblosen Welt näher kommen können.

Wie gesagt: Dieser Post ist keine Satire. Die Absicht, gegen diskrimierende Liedtexte, also solche, die von dem entsprechende Professor und seiner Glaubenskongregation als diskrimierend angesehen werden, vorzugehen, sie aus dem Verkehr zu ziehen ist so real, wie der Versuch von Studenten an der Berliner Humboldt Universität, dieselbe umzubenennen, weil die Brüder Humboldt Rassisten und auch ansonsten fiese männliche Schweine waren.

Wir wollen von unseren Lesern wissen:

Welcher Lehrstuhlbesetzer, der sich als Professor mit entsprechender Kenntnis inszenieren will, steht hinter der dargestellten absurden Idee, die selbst unsere oben angesprochene Satire in den Schatten stellt.

Sechs Personen stehen zur Auswahl:
Infos zu den Wettbewerbern: Sabine Hark: Info
Lann Hornscheidt (das Profx): Info
Ilse Lenz: Info
Stephan Lessenich: Info
Michael Meusser: Info
Paula Irene Villa: Info

Versuche am lebenden Schüler in Schleswig-Holsteins Grundschulen

Jean Jacques Rousseau hat in seinem Emile dafür plädiert, Schüler so lange wie nur möglich vor gesellschaftlichen Einflüssen und gesellschaftlicher Einflussnahmen zu schützen, sie quasi in einem extra-gesellschaftlichen Schutzraum aufwachsen zu lassen. So utopisch und illusionär diese Vorstellung heute auch sein mag, man kann sie immer besser verstehen.

Die Landesregierung in Schleswig-Holstein hat beschlossen, Versuche an Grundschülern zuzulassen. Die grundsätzliche Entscheidung, dass Versuche an Grundschülern durchgeführt werden, ist längst getroffen. Die Frage, die derzeit und angeblich vom Sozialministerium geprüft wird, ist: welche Versuchsanordnung ist die richtige, um Schüler zu den gewünschten Marionetten zu erziehen, oder wie es die Kieler Nachrichten formulieren:

“Die Landesregierung will schon bei Grundschülern Vorbehalte gegen Lesben, Schwule und Transsexuelle abbauen.”

Dazu ist zunächst Folgendes anzumerken:

Es gibt keinerlei uns bekannte Forschung, die belegen würde, dass Grundschüler überhaupt Vorbehalte gegen Lesben, Schwule und Transsexuelle haben, dass sie überhaupt wissen, was Lesben, Schwule und Transsexuelle sind bzw. was es bedeutet, sich einer der entsprechenden Gruppen zuzuordnen.

Es gibt bislang keinerlei uns bekannte Forschung dazu, wie sozialtechnologische Versuche, die in der Grundschule unternommen werden, sich im weiteren Verlauf des Lebens der Versuchs-Grundschüler auswirken, ob positiv oder negativ oder überhaupt, das ist eine offene Frage.

Schließlich wollen wir nicht vergessen, darauf hinzuweisen, dass es die Sorge und Aufgabe einer Landesregierung sein sollte, Grundschülern Rechnen und Schreiben beizubringen und z.B. dafür zu sorgen, dass Jungen nicht benachteiligt werden und Kinder aus der Arbeitschicht die gleiche Chance haben, ein Abitur zu erreichen, wie Kinder aus der Mittelschicht.

Aber: Politiker, vor allem dann, wenn sie sich in Machtpositionen wähnen, versuchen Themen aus ihrem Möglichkeitsraum umzusetzen, also aus dem Fundus von Themen, die ihnen in ihrem täglichen Leben begegnen. Und aus dem, was die Landesregierung in Schleswig-Holstein für relevant hält, muss man schließen, dass den Mitgliedern der Landesregierung im täglichen Leben ständig schwule, lesbische oder transsexuelle Menschen über den Weg laufen. In dieser Hinsicht unterscheiden sich die Mitglieder der Landesregierung erheblich von einem Normalbürger, der bestenfalls gelegentlich mit entsprechenden Menschen konfrontiert ist, wenn überhaupt (und in der Regel, ohne es zu wissen, schon weil die meisten zwischen Privatheit und öffentlichem Leben unterscheiden können), was auch kein Wunder ist, denn bundesweit gibt es derzeit  68.268 Lebenspartnerschaften zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern, in denen 3.794 Kinder aufwachsen.

Aber, nichts ist selten genug, als dass es nicht in der Grundschule bereits thematisiert werden müsste, und zwar so:

Regenbogennormalitaet

Eine Einschulung erfolgt in der Regel mit 6 Jahren, die Beispielaufgabe wird entsprechend 9- und 10jährigen zugemutet.

Wir haben an dieser Stelle weder Lust noch Zeit abermals darauf hinzuweisen, dass eine Grundschule kein Ort für Indoktrination ist. Es ist lohnender, die Absicht der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung Grundschülern Kinder wie Carol, die bei ihrer “Mutter und deren Lebenspartnerin” lebt und Ergebnis einer künstlichen Befruchtung ist, als Normalität auszuweisen, zu analysieren.

Wir tun dies aus politikwissenschaftlicher und soziologischer Sicht und anhand der folgenden drei Stichpunkte:

  • Deutsche Demokratische Wende
  • Glaube an Sozialtechnologie
  • Schülerversuche und unbeabsichtigte Folgen

Deutsche Demokratische Wende

ist ein Begriff, den wir hiermit einführen, um eine Verballhornung von Demokratie zu beschreiben. In Demokratien gilt die Herrschaft der Mehrheit. Damit diese Herrschaft nicht despotisch über den Kopf von Minderheiten hinweg erfolgt, gibt es das Prinzip des Minderheitenschutzes. Die Deutsche Demokratische Wende (DDW) hat diese Beziehung verkehrt und sieht Minderheiten der Mehrheit vorschreiben, was sie zu tun oder zu lassen haben, ganz so als hätte die Mehrheit beschlossen, sich dem Diktat der Minderheit zu unterwerfen.

Nun ist das, was in Demokratien beschlossen und in Gesetze gegossen wird, das Ergebnis von Aushandlungsprozessen zwischen Vertretern unterschiedlicher Interessen, im günstigsten Fall, im ungünstigsten Fall ist es das Ergebnis einer Interessen-Hegemonie, d.h. davon, dass es bestimmten Interessenvertretern gelingt, ihre Interessen quasi nach Belieben durchzusetzen.

DDW zeichnet sich durch eine derartige Interessen-Hegemonie aus. Es ist wirklich erstaunlich, wie es einem kleinen Häuflein gut organisierter, vermeintlicher Vertreter der Interessen von Schwulen, Lesben und Transsexuellen gelungen ist, ihre Interessen bis in Grundschulen hinein und gegen den Willen vieler Eltern durchzusetzen. Offensichtlich wird diese Interessen-Hegemonie dadurch befördert, dass es den entsprechenden Interessenvertetern gelingt, sich als moralisch überlegen darzustellen und von ihrem moralischen Olymp aus, von anderen Akzeptanz und Toleranz zu fordern.

Bislang hat sich kein institutionalisierter Politikwissenschaftler an die Erklärung dieses doch erstaunlichen Umstands gewagt. Niemand interessiert sich für die Interessen-Seilschaften, die zwischen Schwulen- und Lesbenverbänden und Landesregierungen bestehen müssen. Das Thema ist heiß und moderne Wissenschaftler zeichnen sich durch eine blasierte Kälte ihrem Fach gegenüber aus, die man auch als unimaginative Form einer vorauseilenden Feigheit beschreiben kann.

Der Glaube an die Sozialtechnologie

Grundschule SchmidenDer Glaube an die Sozialtechnologie meint heute: die Erziehung zur Gutheit. Da Gutheit ein normativer Begriff ist, ist eine Definition von Gutheit Voraussetzung der entsprechenden Sozialtechnologie, was zurückverweist auf den Erfolg, den Schwulen- und Lesbenverbände damit hatten, ihre Lebensform als Form des guten und richtigen Lebens zu etablieren und Kritik daran als Homophobie zu brandmarken. Mit dem Kultstatus, den Akzeptanz und Toleranz von sexueller Abweichung vom Mainstream derzeit genießt, geht der Glaube einher, dass man dieselbe Akzeptanz und Toleranz einerseits verordnen, andererseits Schülern eintrichtern könne.

Die Idee, man könne Menschen wie Automaten programmieren, sie in Grundschulen zu toleranten und alles akzeptierenden Robotern erziehen und alles, was die derzeitigen Politiker als negativ ansehen, quasi aberziehen, ist eine Idee, die nur Personen haben können, die vom Leben und seiner Mannigfaltigkeit (oder sollen wir sagen: Diversität?) nichts wissen.

Dass sie nichts wissen, macht sie so gefährlich, denn die Unkenntnis lässt sie nicht davor zurückschrecken, Schülerversuche durchzuführen.

Wir haben oben bereits auf die fehlende Forschung hingewiesen, daher in aller Kürze:

  • Niemand weiß, welche psychischen Folgen es bei Schülern hat, wenn ihnen im Alter von 9 oder 10 Jahren die Beschäftigung mit Sexualität zwangsverordnet und sie zur Toleranz gegenüber Lebensformen, die die meisten von ihnen nicht kennen oder vorstellen können, abkommandiert werden.
  • Niemand weiß, ob Schüler, die zur Akzeptanz indoktriniert werden sollen, diese Akzeptanz auch dauerhaft zeigen, ob sie sie überhaupt zeigen oder ob sie mit Reaktanz und entsprechend nicht-Akzeptanz reagieren.
  • Die Schulversuche, wie sie in Schleswig-Holstein durchgeführt werden, haben mit einem Bildungsauftrag nichts gemein. Es sind offene Versuche, in die Persönlichkeitsbildung von Schülern einzugreifen und sie in eine bestimmte Richtung zu lenken.
  • Die Darstellung von schwulen Lebensentwürfen ohne einen Verweis auf Gefahren, wie sie von AIDS ausgehen, ist fahrlässig und weist eine mangelnde Abzeptanz und Verantwortungsbereitschaft für die Folgen, die die entsprechenden Lebensentwürfe haben können, aus.
  • Die Darstellung von Familien als Konsumgut, bei dem man sich zunächst entscheidet, welches Geschlecht man gerne hätte, um sich dann, je nach Notwendigkeit ein Kind zu bestellen, austragen zu lassen oder im Reagenzglas züchten zu lassen, ist eine Darstelung von Konsumerismus, die man nicht mehr als moralisch integer ansehen kann.

Schülerversuche und unbeabsichtigte Folgen

Niemand kann alle Folgen seiner Handlungen vorhersehen. Das ist eigentilch bekannt, und damit zu erklären, dass es niemanden gibt, der in die Zukunft schauen kann, Handlungen aber jetzt ausgeführt werden und in die Zukunft wirken. Das ist eine solche Binsenweisheit, dass man sich fragt, wieso es Personen in Positionen geben kann, die diese Binsenweisheit nicht kennen.

Weil niemand in die Zukunft sehen kann, deshalb versucht man, die Folgen von Handlungen einzuschätzen, z.B. durch wissenschaftliche Forschung, die zeigt, welche Konsequenzen von Handlungen wahrscheinlich zu erwarten sind und welche nicht bzw. man versucht, bekannte negative Effekte auszuschließen.

Die Schleswig-Holsteinische Landesregierung ist offensichtlich voller Hazardeure, die jedoch nicht mit dem eigenen, sondern mit dem Leben von Schülern zu spielen bereit sind. Ohne auch nur einen Funken von belastbarer Forschung, der man die Folgen einer Indoktrination von 9. und 10jährigen mit Regenbogenideologie entnehmen könnte, zu haben, wird munter am lebenden Schüler experimentiert, ganz nach dem Motto, ich will nur Gutes, also muss auch Gutes dabei herauskommen. Naiver und unverantwortlicher kann man sich nicht mehr anstellen.

Die Schleswig-Holsteinische Landesregierung spielt nicht nur absichtlich mit der phsychischen Gesundheit von Schülern, sie nimmt auch Rückschläge, die man vorhersehen kann, in Kauf, vermutlich aus derselben Ignoranz heraus, aus der sie Schülerversuche zulässt.

Was wird wohl passieren, wenn man 9- und 10jährigen in der Schule von Kindern erzählt, die in den oben beschriebenen Regenbogenfamilien aufwachsen? Die Kinder werden damit nichts anfangen können, denn die meisten, wenn nicht alle werden in einer normalen Familie oder bei einem alleinerziehenden Elternteil aufwachsen (Alleinerziehende Elternteile sind derzeit offensichtlich unter Gutmenschen out). Also werden Sie sich mit dem, was sie in der Schule an für sie unbekannter und angeblicher Normalität gelernt haben, an ihre Eltern wenden.

Echte EinfaltUnd was tun diese Eltern wohl, wenn sie urplötzlich mit einer Frage ihres 9- oder 10jährigen konfrontiert sind, die die eigene gelebte Normalität in der heterosexuellen Beziehung in Frage stellt? Sie werden im günstigsten Fall ihren Kindern erzählen, dass das, was sie in der Schule gelernt haben, im normalen Leben nicht vorkommt, und sie werden sich im ungünstigsten Fall, weil das, was ihren Kindern vermittelt wird, tiefsitzende Normvorstellungen verletzt, heftig und mit entsprechendem Ärger dagegen zur Wehr setzen. In jedem Fall werden die Schüler mit zwei konkurrierenden Normalitäten umgehen müssen und sich zwischen der Normalität, die ihnen in der Schule vorgespielt wird und der, die sie von zu Hause kennen, entscheiden müssen.

Wir halten es für weder fair noch vertretbar, Grundschüler vor eine solche Wahl zu stellen. Vielmehr zeigt sich an dieser Stelle die Verantwortungslosigkeit, mit der offenkundig ignorante und von allen wissenschaftlichen Erkenntnissen bare Politiker, Interessenvertreter und Gutmenschen aller Art, Schüler und ihre psychische Gesundheit aufs Spiel setzen, um sich selbst als guter Mensch inszenieren zu können und beim nächsten Treffen mit Gleichgesinnten sich im warm glow der eigenen angeblichen Toleranz und Akzeptanz zu wärmen, der doch nicht so weit reicht zu akzeptieren, dass es der Anstand (um nicht zu sagen, die Moral) verlangt, Grundschüler eben nicht als Kollateralschaden für die Durchsetzung der eigenen Interessen ggf. in Kauf zu nehmen.

Vielmehr sind Grundschüler als Menschen in eigenem Recht zu akzeptieren und zu tolerieren und das schließt es aus, sie als Versuchs-Schüler zu benutzen.

Im Übrigen : Toleranz kann man nicht anerziehen, schon gar nicht in inhaltlich konkreter Weise, denn Toleranz ist ein Lebensprinzip, das man entweder hat oder nicht. Das beste, was die Kieler Grundschülerversuche zu bewerkstelligen in der Lage sein werden, ist Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben, als eintrainierte Reaktion auf den Stimulus “Schwule und Lesben”. Diese Toleranz wird sich entsprechend nicht auf andere, Migranten, Politiker, Landespolitiker, Bayern oder Katholiken etc. erstrecken.

©ScienceFiles, 2015

Was macht man eigentlich in Gender Studies?

Diese Frage bewegt sicher viele (naja, doch einige), schon weil sich Gender Studies-Anbieter ja beharrlich weigern, Auskunft über die erkenntnistheoretischen und methodologischen Grundlagen und den Nutzen von Gender Studies zu geben und vor allem über ihre Ergebnisse (sofern sie welche haben).

Derzeit kann man also nur sagen kann, dass Gender Studies an Universitäten angeboten werden, ohne dass jemand weiß, ob Gender Studies überhaupt die Qualifikation zu einem wissenschaftlichen Studienbereich nachweisen können. Aber, wenn es darum geht, sich auf Kosten Dritter ein Auskommen zu verschaffen, dann haben derartige Fragen noch nie interessiert. Es gilt sich, jetzt in den Speck zu setzen und Fragen nach dem Zweck, im Speck auszusitzen.

Uni PaderbornUm so besser, dass sich die Universität Paderborn genötigt sieht, einen “Master(teil)studiengang Geschlechterstudien/Gender Studies im Wintersemester 2014/15 anzubieten (also jetzt) und man der Ankündigung dieses angeblichen Studiengangs entnehmen kann, was in diesem angeblichen Studiengang eigentlich vermittelt werden soll:

“Inhaltlich befasst sich das Studienfach Geschlechterstudien/Gender Studies mit der Tatsache, dass die kulturellen, sozialen und politischen Dimensionen gesellschaftlichen Lebens von (historisch gewachsenen und geformten) Geschlechterordnungen durchzogen sind.

Am Anfang war das Geschlecht, so kann man diesen Schwulst zusammenfassen. Geschlecht ist Ursache, letzte Begründung und archimedischer Punkt für alles. Parteien sind entsprechend historisch gewachsene und geformte Geschlechterverhältnisse. Die Wirtschaft? Kein Problem: Ein historisch gewachsenes und geformtes Geschlechterverhältnis. Die katholische Kirche. Ja natürlich, die katholische Kirche ganz besonder: ein historisch gewachsenes und geformtes Geschlechterverhältnis.

Alles ist ein historisch gewachsenes und geformtes Geschlechterverhältnis: Die Sozialversicherungen, die Bundesbahn, der Erste Weltkrieg, der Nationalsozialismus, der Holocaust, alle kulturellen, sozialen und politischen Dimensionen des gesellschaftlichen Lebens sind ursächlich auf die Geschlechterordnung zurückzuführen.

Das ist eine Tatsache. Wer es nicht glaubt, der kann die entsprechende Tatsache in Paderborn erlernen. Man erhält also im Studienfach Gender Studies intime Kenntnis gesellschaftlicher Geschlechterordnungen und ihrer Verwerfungen, und gleich einem historischen Genderismus, lernt man, wie die ewige Dialektik zwischen Mann und Frau die treibende Kraft des Historizismus ist, den Karl Popper so ausgiebig in seinen Verwerfungen und vor allem seinem Elend beschrieben hat.

Aber, nichts ist so falsch, als dass man es nicht neu verpacken und auflegen könnte, kommt der Historizismus nun als die Menschenheitsgeschichte durchziehender Antagonismus zwischen dem Mann und dem Weib wieder, in Paderborn und – man höre und staune – mit einem Ziel:

worship with us“Ziel des Studienfachs ist das Wissen um die je historischen, kulturellen und politischen Bedingungen der Entstehung von Geschlechterordnungen sowie ihre Wirkungsweisen und Tradierungswege. Die Studierenden erwerben die dafür notwendige Fähigkeit zu kritischer Analyse, eigenständigem wissenschaftlichen Arbeiten und wissenschaftlicher Reflexion; zudem Einsichten in die Möglichkeit der geschlechterbewussten Gestaltung gesellschaftlicher Organisationsformen und Prozesse und deren Vermittlung in öffentlichen Arbeitszusammenhängen.

In Paderborn wird nicht ein Wissen vermittelt, nein das Wissen wird in Paderborn vermittelt, das einzige, wahre und ewigwährende Wissen über die Tatsache der alles durchdringenden Geschlechterordnung, denn am Anfang, das muss man wissen, war nicht etwa das Licht, am Anfang war die Geschlechterordnung. Das ist eine Tatsache, die man in Paderborn lernen wird, und damit wird die Kausalität von Licht und Geschlechterordnung zurecht gerückt, weil den Studenten ein Licht aufgehen wird, das Wissen, geht ihnen auf, um die Tatsache, die Tatsache, auf der alles Wissen basiert und um die sich alles Wissen dreht, dass: “die kulturellen, sozialen und politischen Dimensionen gesellschaftlichen Lebens von (historisch gewachsenen und geformten) Geschlechterordnungen durchzogen sind”. Am Anfang war das Geschlecht.

Elend des HistorizismusWir erinnern uns. Nein, was schreiben wir denn, wir erinnern uns nicht, wir reflektieren, und zwar in kritischer Analyse und eigenständig, das ist ganz wichtig, denn Indoktrination gilt erst dann als gelungen, wenn der Indoktrinierte den Sermon eigenständig herbeten kann. Wir reflektieren also, und wie wir so reflektieren, z.B. über die Entwicklung der Dampfmaschine da kommt uns das Wissen, da offenbart sich uns in kritischer Analyse, was wir bislang nicht gesehen haben, was von James Watt die ganze Zeit verdeckt wurde, nämlich: Watt hatte eine Cousine: “Margaret (Peggy) Miller”, die er geheiratet hat, woraus wir kritisch analysierend schließen: Margaret Miller war weiblich. Wir erkennen: Das soziale Leben ist vom Antagonismus zwischen Mann und Frau durchzogen und schließen: Die Entwicklung der Dampfmaschine wäre ohne diesen Antagonismus nicht möglich gewesen. Ziel erreicht.

Nun stellt sich natürlich die Frage, was macht man mit dieser Einsicht, dieser Offenbarung ob der Ur-Anfänglichkeit von Geschlecht, jenem Wissen um den historischen Genderismus, wie er im ewigen Antagonismus zwischen Mann und Frau zum Ausdruck kommt? Auch hier weiß man bei der Universität Paderborn Rat:

“Im Studienfach Geschlechterstudien/Gender Studies wird auf die Tätigkeit in Berufen vorbereitet werden, in denen „Genderkompetenz“, also der wissens- und reflexionsbasierte Umgang mit Geschlechterfragen und gesellschaftlichen Geschlechterverhältnissen gefragt ist, bzw. auf Tätigkeiten im Feld der Forschung über Geschlechterthemen.”

Die Einsichten der Gender Studies sind also da nachgefragt, wo die Einsichten der Gender Studies nachgefragt werden. Wie mit allen Lehren, die sich nur Auserwählen mitteilen, die sich dem Eingeweihten offenbaren, so geht auch die Nachfrage nach Leistungen von Gender Studierten ausschließlich von anderen Gender Studierten aus, die sich mit Hilfe von Gender Studierten, die Verbündete in Parteien und Institutionen gefunden haben, ein Auskommen als Gender Studierte, die Gender Kompetenz für die anbieten, die sie nachfragen, also andere Gender Studierte, verschafft haben.

Und aus der Tatsache, dass Gender Studierte, die es durch Lobbying in Positionen geschafft haben, von diesen Positionen aus, eine Nachfrage nach Gender Studierten und deren Gender Kompetenz (also dem Wissen um die Ur-Ursprünglichkeit des Antagonismus zwischen Mann und Frau) künstlich geschaffen haben, wird dann geschlossen, dass es eine Nachfrage nach Gender Studierten gibt, so dass Studiengäng für Gender Studies gegründet werden, um die künstlich geschaffene Nachfrage nach Gender Studierten zu befriedigen.

Gender Studies sind damit ein perfektes Beispiel für ein sich selbst erhaltendes System, das alle Merkmale eines autopoietischen Systems im Sinne von Luhmann trägt: Seine Mitglieder beschäftigen sich ausschließlich mit sich selbst. Es gibt keinerlei Nutzen für die umgebende Gesellschaft und die einzige Verbindung zur Außenwelt besteht über die Transfusionsleitungen, über die Steuergelder in das geschlossene Gender System gepumpt werden, denn reflexiv sein und die Ur-Ursprünglichkeit des historischen Antagonismus zwischen Mann und Frau zu erkennen, ist natürlich nur im Erkenntniswert selbstgenügsam, aber deshalb nicht umsonst!

AppleZwar könnte man jetzt argumentieren, dass bereits die katholische Kirche in ihrem in Genesis beschriebenen Mythos von Adam und Eva jenen ewigen und ursprüngliche Antagonismus dargestellt hat, der den naiven Adam von der verschlagenen Eva und mit Hilfe der listigen Schlange getäuscht werden sieht, aber das ist natürlich die falsche Art von Reflexion und kritischer Analyse und eine viel zu unreflexive und un-kritisch-analysierte Darstellung der Ur-Ursprünglichkeit von Geschlecht, die nur zeigt, wie wichtig Gender Studies an Universitäten sind, um die katholische Geschichte von der Erbsünde in den richtigen Kontext patriarchalischer Gottherrschaft einzuordnen.

Die  kritische und reflexive Analyse oder war es die Reflexion in kritischer Analyse?, wie auch immer, die Analyse zeigt, wie wichtig Gender Sponging für Gender Studies ist, und warum Gender Studies gegen das patriarchalische Herrschaftsinstrument der Marktwirtschaft zu Felde ziehen. Warum? Weil es auf einem Markt, auf dem Güter getauscht werden, schlicht keine Nachfrage für Gender Studies gäbe, denn wer nichts anzubieten hat, der kann auch nichts tauschen, der kann nur spongen, Gender-spongen.

Übrigens:

Weitere Informationen und Beratung bei:

Dr. Claudia Mahs

H5.206

Tel:  05251/60-2730

Email: cmahs[at]mail.upb.de

Wissenschaftliche Würdigung

Wir haben, den Inhalt der Paderborner Genderstudien/Gender Studies mit einer Prise Sarkasmus berichtet, denn nur mit Sarkasmus kann man ertragen, was derzeit an deutschen Hochschulen Einzug hält bzw. sich dort längst wie die Made im Speck breit gemacht hat: Gender Studies.

Gender Studies behaupten also, dass es eine  “historisch gewachsene und geformte Geschlechterordnung” gibt, die alle sozialen, politischen und wirtschaftlichen Dimensionen durchzieht. Das ist nichts anderes als die hinlänglich bekannte Behauptung nach der Existenz eines Patriarchats, die Dr. habil. Heike Diefenbach in einer entsprechenden Analyse als falsch und als Ausgeburt sozialistischer und vor allem feuchter Phantasien, wie sie Friedrich Engels hatte, für alle nachvollziehbar identifiziert hat.

Wir treffen die sozialistischen Phantasien in den Gender Studies im Gewandt eines historischen Genderismus, der den im Vergleich dazu geradezu elaborierten historischen Materialismus (der die Welt immerhin noch mit drei Antagonismen, nämlich Sklaven und Sklavenhalter, Lehnsherren und Leibeigenen, Bürger und Proletariat erklären wollte) ersetzen und als einzigen Antagonismus, den angeblich alles prägenden Antagonismus zwischen Mann und Frau zulassen will.

Wer also gedacht hat, primitiver als der historische Materialismus die Menschheitsgeschichte darstellt, geht es nicht mehr, der sieht sich getäuscht. Mit den Gender Studies ist ein neuer Tiefpunkt in der Geschichte der intellektuellen Entwicklung des Westens erreicht – die soziale, politische und wirtschaftliche Welt ist nicht mehr das Ergebnis des Wirkens vieler Individuen mit je unterschiedlichen Interessen, nein, es ist das Ergebnis des Wirkens des Antagonismus zwischen Mann und Frau.

Und wie die Vertreter des Marxismus-Leninismus an Universitäten installiert wurden, um dort das Heil des Marxismus-Leninismus zu predigen, so sind Gender Studies an Universitäten eingenistet worden, um das Heil der Gender Studies zu verkünden. Und während der Marxismus-Leninismus das kommende Heil als klassenlose Gesellschaft an die Leichtgläubigen seiner Zeit verkauft hat, so verkaufen die Gender Studies heute das Heil einer kommenden und geschlechtslosen Gesellschaft. Abermals sind es die Leichtgläubigen, die auf das angepriesene Krötenelixir hereinfallen und denken, sie könnten sich damit Gehirn antrinken.

Insofern kann man sich lebhaft vorstellen, wen das Angebot aus Paderborn oder das anderer Gender Studie anziehen wird.

 

Solidaritäts-Mob? Humboldt-Kader wollen sich mit Lann Hornscheidt solidarisieren

Die Fachschaftsinitiative Gender Studies an der Humboldt-Universität ruft zum “SOLIMOBI für Lann auf”.  Ein Aufruf, dem man vorab bereits vorab dreierlei bescheinigen kann:

SOLIMOLI

  • Wie die infantile und vertraute Sprache deutlich macht, kommt der Aufruf zum “SOLIMOBI” aus dem, was HP Lovecraft in einer seiner Erzählungen als Zuneigungsgruppe bezeichnet hat.
  • Wie der Gegenstand des “SOLIMOBI” zeigt: “Verfassen eines Lann Hornscheidt unterstützenden Statements zum Offenen Brief an den Präsidenten gegen x”, geht es nicht darum, sich mit den Argumenten im offenen Brief auseinanderzusetzen, nicht um eine gesittete oder eine Auseinandersetzung, wie man sie von denen erwarten würde, die Akademiker oder akademischer Nachwuchs sein wollen, nein, es geht um Agitation, um ideologische Agitation, darum, die Reihen der eigenen Sekte zu schließen. Insofern wird die Unterstützerliste zu was auch immer, die aus dem “SOLIMOBI” hervorgeht, interessant sein, da sie den harten Kern des Gender Kults an der Humboldt-Universität umfassen wird.

Studenten wie Akademiker werden von Steuerzahlern finanziert bzw. nehmen von Steuerzahlern finanzierte Angebote wahr. Entsprechend sollte man von den SOLIMOBI-Fachschaftsstudenten erwarten, dass sie nicht wie Lemminge hinter ihrem Lann herlaufen, sondern das nutzen, was ihnen eigentlich von Geburt an mitgegeben wurde, ihr Gehirn und das damit einhergehende Potential zum eigenständigen Denken.

Da wir die Hoffnung in den menschlichen Intellekt, auch den von Studenten in der Fachschaftsinitiative Gender Studies an der Humboldt-Universität, nach wie vor nicht aufgegeben haben, hier etwas, über das Studenten, die den Anspruch an eine eigenständige Gehirnbenutzung noch aufrechterhalten, nachdenken sollten:

Die Personalisierung des “SOLIMOBI” auf “Lann” macht deutlich, dass die Verfasser des Aufrufs zum “SOLIMOBI” den wichtigsten Punkt übersehen haben. Der Offene Brief, den wir verfasst haben, richtet sich nicht gegen Lann Hornscheidt als Person, sondern dagegen, dass Lann Hornscheidt eine wissenschaftliche Position missbraucht, und zwar dazu, ihre/seine eigene Ideologie zu verbreiten, und zwar auf Kosten von Studenten, Kollegen und Steuerzahlern. Dass wir diese Ideologie für eine absurde Absonderlichkeit halten, tut insofern nichts zur Sache, denn selbst dann, wenn die Ideologie halbwegs intelligent wäre, hätte sie an einer Universität nichts zu suchen.

Steuerzahler finanzieren Akademiker an Universitäten nicht dafür, dass die entsprechenden Akademiker ihren eigenen Spleen ausleben oder unter der Behauptung, sie würden denken, den letzten Unsinn verbreiten. Entsprechend sind Akademiker in ihrem Tun Steuerzahlern verpflichtet, verantwortlich und Rechenschaft schuldig. Die “SOLIMOBIs” sollten sich entsprechend überlegen, welchen benennbaren Nutzen Lann Hornscheidt Steuerzahlern, z.B. einem Lkw-Fahrer, den wir in einem früheren Beispiel bemüht haben, erbringt, und wie man dem entsprechenden Lkw-Fahrer gegenüber rechtfertigen kann, dass er mit seinem hart verdienten Geld Lann Hornscheidt mitfinanziert.

GenderfaschosUniversitäten sind Stätten der Wissenschaft, der systematischen Gewinnung von Erkenntnis, wobei Erkenntnis Aussagen über die Realität meint, die einerseits prüfbar, andererseits nachvollziehbar sind. Wenn die Aktivisten, die am Donnerstag, den 4. Dezember ihren “SOLIMOBI” ausdrücken wollen, etwas für Lann Hornscheidt tun wollen, dann solten sie ihm/ihr aus der Verlegenheit heraus helfen, dass Lann Hornscheidet selbst anscheinend nicht in der Lage ist, die einfachsten Fragen, die jeder Wissenschaftler im Schlaf beantworten kann, zu beantworten, und daher für Lann Hornscheidt die entsprechende Denkarbeit leisten und die folgenden Fragen beantworten:

  1. Welche Erkenntnis hat die Forschung von Lann Hornscheidt bislang erbracht?
  2. Welcher Nutzen geht von dieser Erkenntnis aus?
  3. Wem entsteht dieser Nutzen?
  4. Welche empirischen Erkenntnisse hat die Forschung von Lann Hornscheidt erbracht?
  5. Wozu ist es wichtig, diese empirischen Erkenntnisse zu haben?
  6. Wo verläuft die Grenze zwischen dem, was Lann Hornscheidt erzählt und Indoktrination?
  7. Welche Kenntnisse haben Studenten von Lann Hornscheidt, die sie vor ihrem Studium nicht bereits hatten?
  8. Welche Belege für den Nutzen dessen, was Lann Hornscheidt erzählt, gibt es?
  9. Welche Belege für den Schaden dessen, was Lann Hornscheidt erzählt, gibt es?
  10. In welchem Verhältnis stehen Nutzen und Schaden dessen, was Lann Hornscheidt erzählt, zueinander?
  11. Welches Erkenntnisinteresse hat Lann Hornscheidt?
  12. Welche Methoden der Erkenntnisgewinnung nutzt Lann Hornscheidt?
  13. Wie wird sichergestellt, dass vermeintliche Erkenntnisse von Lann Hornscheidt nachprüfbar sind und von anderen nachvollzogen werden können?
  14. Gibt es ein theoretisches Konzept, das Lann Hornscheidt nutzt?
    1. Wenn ja, auf welcher empirischen Basis steht dieses Konzept?
    2. Wenn ja, wie hat sich dieses Konzept in der Empirie bewährt?
  15. Was hat Lann Hornscheidt an der Humboldt-Universität zu suchen?
  16. Welchen konkreten Nutzen hat Lann Hornscheidt der Wissenschaft gebracht?
  17. Welchen konkreten Schaden hat Lann Hornscheidt der Wissenschaft zugefügt?
  18. Wie rechtfertigt Lann Hornscheidt ihre/seine Finanzierung durch Steuerzahler?
  19. Welcher Nutzen entsteht Steuerzahlern dadurch, dass sie Lann Hornscheidt finanzieren?

Auf die Antworten sind wir jetzt schon gespannt, und es sollte für die “SOLIMOLIs” ja kein Problem darstellen, die Antworten zu geben, sie wollen ja sicherlich nicht wie kleine Kinder dastehen, die hinter ihrem gewählten Idol herrennen, ohne zu wissen warum.

Berlin, BücherverbrennungUnd natürlich interessiert es uns brennend zu erfahren, wie die “SOLIMOLIs” dazu stehen, dass Lann Hornscheidt zu Straftaten aufruft, also dazu, Speisekarten zu zerstören, Bücher zu zerstören, Veranstaltungen an Universitäten (nicht die eigenen) zu stören, Läden, die ideologisch nicht passen, zu boykottieren usw. Und wenn Sie sich dazu eine Ansicht gebildet haben, die “SOLIMOLIs”, dann wäre es abschließend noch interessant zu wissen, was den Aufruf, Bücher mit falschem Inhalt zu zerstören, Läden falscher Inhaber zu boykottieren und Veranstaltungen falscher Dozenten an Universitäten zu stören, von den Aktion der SA und SS im Dritten Reich unterscheidet, die – besonders an Berliner Universitäten – Lehrveranstaltungen jüdischer Professoren verunmöglicht haben, die Deutsche dazu aufgerufen haben, nicht bei Juden zu kaufen und Bücher mit undeutschem Inhalt verbrannt haben.

Wenn die SOLIMOLIs dann zu dem Schluss gekommen sind, zu dem man kommen muss, dass sich zwischen den entsprechenden Aufrufen und den Taten der SA/SS intellektuell kein Unterschied finden lässt und daraus den logischen Schluss gezogen haben, dass sie im Begriff sind, sich als Faschisten zu verdingen, dann fangen sie vielleicht zu guter Letzt doch noch an zu denken – eigenständig zu denken – und wer weiß, am Ende werden sie noch erwachsen … und vielleicht sogar Wissenschaftlicher?

Warum sind Funktionäre so versessen auf Kinderrechte?

GEwDie GEW, deren Funktionäre von sich behaupten, sie hätten etwas mit Bildung zu tun, wären gar Funktionäre einer Bildungsgewerkschaft, hat wieder eine Pressemitteilung veröffentlicht, eine Pressemitteilung, die von dem, was bei der GEW als Bildung gilt, nur so strotzt, z.B. in dem Satz:

“Info: Als Kinderrechte im engeren Sinn werden die Rechte von Kindern und Jugendlichen bezeichnet.”

Man kann diese Form der GEW-Bildung, die diesen Satz ausgespiehen hat, vornehm als Tautologie bezeichnen, denn dass Kinderrechte die Rechte von Kindern bezeichnen, ist dem Wort Kinderrechte schon immanent. Man nennt es auch die Wortbedeutung.

Man kann diese Form der GEW-Bildung auch als Quatsch bezeichnen, denn dass die Einschränkung von Kinderechten, also deren engerer Sinn, eine Bedeutungsausweitung auf Jugendliche und somit Jugendlichenrechte zum Ergebnis hat, ist ein Unsinn, den sich nur GEW-gebildete Funktionäre ausdenken können.

Verantwortlich für diese Form der GEW-Bildung sind die Stammlesern von ScienceFiles bereits bekannte Ilka Hoffmann, die sich als Fach-Hoffmann der Inklusion sieht, und Norbert Hocke, von dem bislang unbekannt ist, welche Bildungsphantasien er teilt.

Und beide streiten für Kinderrechte, und in schöner Geschlechterteilung kümmert sich der weibliche Funktionär um die Behinderten, während der männliche Funktionär das größere Ganze im Blick hat. Als Konsequenz ergibt sich z.B. Folgendes:

scully facepalm„Kinderrechte im Bildungswesen umzusetzen, bedeutet zum Beispiel: Kein Kind darf beschämt werden“, betonte Ilka Hoffmann, GEW-Vorstandsmitglied für den Bereich Schulen am Mittwoch in Frankfurt a.M. „Wenn man diesen Grundsatz ernst nimmt, muss eine Prüfung bei der selektiven Schulstruktur und der Umsetzung der Inklusion beginnen – und wäre bei Tests und Ziffernnoten noch längst nicht beendet.“

Weiß der Fach-Hoffmann eigentlich, was er da sagt?

Beschämend für Kinder sind Noten und Schulüberstellungen, die sie im Status gegenüber anderen Schülern abwerten, so muss man schließen, was in der Konsequenz heißt, dass das gegliederte Bildungswesen abzuschaffen ist und vor allem keine beschämenden “Ziffernnoten” mehr gegeben werden dürfen. Scheinbar hat der Fach-Hoffmann die Vorstellung, wenn man statt einer “1” ein “A”, statt Ziffernnote eine Buchstabennote vergibt, dann habe dies eine weniger beschämende Wirkung – man muss sich das nur lange genug einbilden, so wie der Fach-Hoffmann.

Was ist übrigens schlecht daran, wenn Kinder sich für eine schlechte Note schämen? Was denkt dieser Fach-Hoffmann eigentlich, wo Motivation und Einsatz herkommen, wenn nicht aus dem Antrieb, sich für seine Leistung nicht schämen zu müssen? Aber es ist vielsagend, dass schlechte Leistungen beim Fach-Hoffmann nicht mit Scham verbunden sind oder sein dürfen. Das lässt eine Vielzahl von Rückschlüssen auf das Schampotential oder die Schamlosigkeit des Fach-Hoffmanns zu.

Norbert Hocke hat, wie gesagt, das große Ganze im Auge, und das hat dann folgende Konsequenz:

Oh No!„Bei allen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Entscheidungen muss die Frage im Mittelpunkt stehen, ob und was sie zum Wohle der Kinder und Jugendlichen beitragen“, unterstrich Norbert Hocke, für Jugendhilfe und Sozialarbeit verantwortliches GEW-Vorstandsmitglied.”

Die gleiche Frage wie oben, die sich hier aufdrängt: Weiß der Mann, wovon er spricht?

Das Wohl der Kinder und Jugendlichen muss bei allen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Enscheidungen also im Mittelpunkt stehen. Nun gut.

In welcher Weise haben GEW Funktionäre bei der Bestimmung ihrer Entlohnung die Kinderrechte in den Mittelpunkt gestellt?

Welche Rücksicht hat die GDL im Rahmen des Lokführerstreiks auf Kinderrechte genommen?

Wie stellt man die Kinderrechte bei der Bestimmung des Leitzinses durch die EZB in Rechnung, wie bei der Abstimmung über einen Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan, wie, wenn beschlossen wird, dass Hermesbürgschaften für Exporte nach Kenia zu haben sind?

Die Beispiele sollten reichen, um den Unsinn deutlich zu machen, den Hock hier verbreitet.

Man kann demnach feststellen, dass zwei Funktionäre der selbsternannten Bildungsgewerkschaft, die sich zudem als Fach-(Hoff)männer für Bildung ansehen, Unsinn reden, wenn sie über Bildung sprechen.

Double facepalmBleibt noch die Eingangs gestellte Frage: Warum sind Funktionäre derzeit so versessen auf Kinderrechte?

Die Antwort drängt sich förmlich auf: Kinder und Jugendliche (also der Gegenstand der “engeren Kinderrechte”) sind unmündig, brauchen jemanden, der stellvertretend für sie ihre “engeren Kinderrechte” erst einmal bestimmt und dann wahrnimmt, Funktionäre zum Beispiel, so fähige Funktionäre wie Hoffmann und Hock zum Beispiel, Funktionäre, die zwar selten wissen, wovon sie reden, wenn sie den Mund aufmachen, die aber eines genau wissen: Wenn Kinderrechte in welcher Form auch immer z.B. im Grundgesetz verankert sind, dann lässt sich daraus hervorragend Kapital schlagen, denn man kann jeden Unsinn mit dem Verweis auf Kinderrechte rechtfertigen und legitimieren.

Kinderrechte sind das El Dorado einer Funktionärskaste, die schamlos bemüht ist, ihren Einfluss zu sichern und auszuweiten, und zwar, entsprechend der eigenen Schamlosigkeit, um den eigenen Nutzen zu mehren und sicherzustellen, dass sie auch morgen noch bedenken- und schamlos Unsinn erzählen können.

Cogito Ergo Profx

“I once saw Elvis in a potato chip” (x-files; Fox Mulder in Episode “Empedocles”)

“Everybody in here is different” (x-files; Shrink Dr. Hakkie in Episode: “Duane Barry”)

Ein Leser von ScienceFiles, bei dem wir uns ganz herzlich bedanken, hat eine unglaubliche Mühe auf sich genommen, um uns Seite 42 des Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zukommen zu lassen. Die digitale Entwicklung ist am Feuilleton der FAZ Sonntagszeitung offensichtlich vorbeigegangen oder man will Sorge tragen, dass die entsprechenden Beiträge nicht allzuweite Verbreitung finden, wie auch immer, unser Leser hat Seite 42 eingescannt und an uns geschickt, auf dass auch wir es Schwarz auf Weiß vor uns haben, was dort steht.

Dort steht: “Sagen Sie bitte Profx zu mir. Lann Hornscheidt möchte gerne geschlechtsneutral angesprochen werden. Die Empörung ist gigantisch.”

FAY PROFXDas steht auf Seite 42 als Überrschrift und verantwortlich soll eine Antonia Baum sein, bei der, um sie einmal selbst zu zitieren, immer unter der Annahme, der Text nach der Überschrift ist tatsächlich auf ihrem Mist gewachsen, es sich um eine uns “total unbekannte” Person handelt, wenngleich die Seite der FAZ behauptet, Baum gehöre dort zur Redaktion:

“Sie lebt in Berlin, wo sie an der Humboldt-Universität Neuere deutsche Literatur und Geschichte studiert hat. Während des Studiums schrieb und veröffentlichte sie Kurzgeschichten, wenig später dann einen ganzen Roman. Sie interessiert sich für die Mafia, Feminismus, Rap-Musik und globale Zusammenhänge. Seit Februar 2012 ist sie Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

Nun, es gibt nichts, was es nicht gibt.

Der Text, der sich zwischen Überschrift und Unterschrift findet, passt so ungefähr zu dem, was man von einer an der Humbug-Universität Sozialisierten erwarten würde. Es ist ein Opfermelodrama, bei dem der oder die oder das Gute von Lann Hornsscheidt gespielt wird.

Wie immer, wenn ein Opfer zelebriert werden soll, kommen viele Feinde, aber keine Argumente vor. Wie immer, wenn ein Opfer zelebriert werden soll, ist die Laudatio auf das Opfer ein einziger Widerspruch, der wie in diesem Fall, Toleranz für das vermeintliche Opfer fordert und jede Kritik am Opfer in Bausch und Bogen und konsequenter Intoleranz als Hass, hasserfüllt, rechts und auf Stammtischniveau, diskreditiert. Und wie immer, wenn ein Opfer zelebriert wird, hofft man vergeblich, derjenige, der zelebrieren will, erreichte auch nur annähernd das Niveau eines Stammtisches.

Lann Hornscheidt, das Opfer, ist ein Opfer mit Problemen. Problemen sexueller Orientierung, die sich darin äußern, dass Lann Hornscheidt sich weder als Mann noch als Frau fühlt. Und das ist ein Problem – oder? Es ist ein Problem, das die Welt interessieren muss. Das jedenfalls denkt Lann Hornscheidt und will eine bestimmte Art, angesprochen zu werden, durchsetzen, als Profx. Profx, das ist die Anreide, die es von seinen Studenten verlangt. [Wir haben uns mit uns auf “es” geeignigt, denn: wenn Lann Hornscheidt weder mit sie noch mit er angesprochen werden will, bleibt in der deutschen Sprache nur noch es.]

Lann Hornscheidt, also es, ist ein Vordenker nach eigenem Gefühl. Es denkt soweit anderen vor, dass die meisten derzeit lebenden Menschen, die von sich denken, sie seien entweder er oder sie, nach ihrem Gefühl zurückbleiben in der Welt, die von Antonia Baum nur als rechte Welt wahrgenommen werden kann. Es ist dies die Welt der “Jungen Freiheit”, in der sich rechte Fieslinge tummeln, die böse Kommentare über das Lann Hornscheidt abgeben. Menschen, die wie Baum weiß, vor “den Computern” sitzen und so “ziemlich allem, was für die Integrität eines Landes wichtig ist”, misstrauen.

Dies lässt nur den Schluss zu, dass Baum denkt, es, also Lann Hornscheidt, sei für die Integrität Deutschlands wichtig, etwa in der Weise, in der der Glaube an den Rechtsstaat für die Integrität Deutschlands wichtig ist.

Wenn wir jetzt alle fertig gelacht haben, dann können wir im Text fortfahren … ja?

hate_speech1Anstelle sich nun mit Profx anzufreunden und der Laune von Lann Hornscheidt zu fröhnen, statt dessen gibt es “Hass”, “Hassmails”, “hasserfüllte Stammtischreaktionen”, “Hass, der von überall kommt”, aber dennoch “vielfach aus dem rechten Milieu” stammen soll oder vom “Stammtisch” oder von “Leuten von der AfD” oder auf Facebook verbreitet wird, oder in Emails bei Lann Hornscheidt eintrifft, oder von Kollegen an der Universität stammt oder von Journalisten der Welt, der F.A.Z., des Freitag, der Süddeutschen Zeitung, von Neon usw. Kurz: Die Welt minus Lann Hornscheidt (und minus Baum) besteht aus Hass und Hassern. Alle, außer Lann Hornscheidt und Baum hassen und sind Hasser.

Es verhält sich ungefähr so, wie mit dem Geisterfahrer auf der Autobahn, er ist überraschender Weise und für manche nicht vorhersehbar umgeben von Abweichlern, die ihm nicht gerade freundlich begegnen. So auch bei Lann Hornscheidt. Aber bei Lann Hornscheidt, so weiß Baum, bei Lann Hornscheidt liegt das daran, dass es eine Professur hat und entsprechend eine “statushohe Position”, die hierarchisch über dem Stammtisch angesiedelt ist. Das schreibt Baum, die sich noch wenige Sätze vorher, darüber beklagt hat, dass es den Hassern im Bezug zu Lann Hornscheidt vor allem darum geht, das Oben und das Unten richtig einzuordnen. So wie es Baum darum geht, das statushöhere Oben, das eine Position an der Universität angeblich darstellt, vom statusniedrigeren Unten des Stammtisches abzugrenzen. Das macht Baum dann wohl zum Hasser….

Wie man im Zusammenhang mit Universitäten auf die Idee kommen kann, es handle sich bei akademischen Positionen um statushöhere Positionen … Nun, wer auf diese Idee kommt, der hat offensichtlich einiges, was sich in den letzten Jahrzehnten ereignet hat, nicht mitbekommen, von der Entleerung der Hochschulen durch den Bologna-Prozess, über die Abschreckung kompetenter Wissenschaftler durch die Verordnung einer Gehaltsreduktion von C auf W bis zur ideologischen Gleichschaltung von Hochschulen durch den Staatsfeminismus und seine Eingriffe in die wissenschaftliche Freiheit. Und nicht zuletzt sind es Personen wie Lann Hornscheidt, die dafür sorgen, dass eventuell noch vorhandener Status in Lächerlichkeit aufgeht. Aber offensichtlich reicht Lächerlichkeit aus, um Baum zu beeindrucken, mit dem Status der Lächerlichkeit.

Es sind nicht nur die Widersprüche in diesem Text, der aus gutem Grund im Feuilleton versteckt wurde, die die Frage aufwerfen, was das nun wieder für ein Machwerk ist. Es ist vor allem die folgende Passage, die deutlich macht, dass Dummheit, Naivität und wer weiß was noch (wir weiter unten) bei diesem Text Pate gestanden haben (und sagt nicht Baum selbst von sich, sie sei an der Mafia interessiert?):

Expert in whatever“Für mich fehlt dieser Gesellschaft die Fähigkeit, Differenzen stehen zu lassen”, so zitiert Baum es und fährt fort: “Genau das tut Hornscheidt während des Gesprächs. Man merkt, dass Hornscheidt Zeit hat[,] zu denken, was doch eigentlich die Hauptaufgabe von steuerfinanzierten Universitäten war. Jedenfalls habe ich noch nie mit einem Menschen entspannter und offener über Feminismus reden können”.

Wenn Lann Hohnscheidt mit seinem Vorschlag, Profx zur Anrede zu machen, Differenzen auslöst und diese Differenzen von es und Baum als rechter Hass diskreditiert werden, dann muss man tatsächlich konstatieren, dass Baum und Lann Hornscheidt die Fähigkeit fehlt, Differenzen stehen zu lassen.

Aber gut, oder na dann, wie man sagen könnte, nachdem man seinen Kopf wieder von der Tischplatte gehoben hat, na wenn Frau Baum gute Gespräche führt, dann ist das natürlich ein Kriterium, das uns Vertrauen in ihr Urteil fassen lassen sollte. Obwohl wir widersprechen müssen, vor allem der Prämisse, dass alles Denken an Universitäten stattfindet. Aber es ist schön zu wissen, dass Lann Hornscheidt Zeit zum Denken hat, während die Kollegen in Seminaren schwitzen, die voller Studenten sitzen, Studenten, die vom Lehrangebot und dem Ansprech-Diktat von Lann Hornscheidt abgeschreckt sind und entsprechend von Kollegen bedient werden müssen – von Kollegen, die folglich die Arbeit von Lann Hornscheidt übernehmen, das ja schon denken muss und sich entsprechend nicht um Studenten oder das, was gemeinhin als akademische Selbstverwaltung beschrieben wird (also die Einsparung von Buchhaltern auf Kosten der Wissenschaftler), kümmern kann.

Aber das sind Argumente, und Argumente sind in der statushöheren Welt der Intelligenz angesiedelt, weshalb sie im Text von Baum auch nicht vorkommen, einem Text, der in seiner hilflosen Art nur das Mittel der Bewertung kennt, um den Differenzen zu begegnen, zu deren Bearbeitung Baum und Lann Hornscheidt anscheinend jede Fähigkeit fehlt.

Doch zurück zum Denken, das an Universitäten stattfindet, Cogito Ergo [sum] Profx, Ich denke, also bin ich Profx, wie man in gekürztem Latein sagen könnte. Das erklärt natürlich alles. Wenn das Denken als solches die Qualifikation für eine Professur darstellt, dann wundert uns nichts mehr über den Zustand deutscher Universitäten. Steuerzahler finanzieren also Professoren an Universitäten, damit diese denken, denn, um es noch einmal zu wiederholen, außerhalb von Universitäten findet, wie Baum weiß und sie muss es wissen, denn sie ist außerhalb einer Universität, kein Denken statt. Deshalb bezahlen wir das Profx, damit es für uns denkt und uns sagt, wie wir all die Millionen ansprechen sollen, die nicht selbst denken können, aber sich fühlen, und zwar weder als Männlein noch als Weiblein, die ese.

So einfach ist die Baumsche Welt, so einfach und so unsinnig, dass man sich unwillkürlich fragt, ob ein alleiniger Schreiber für so viel Unsinn verantwortlich sein kann. Früher, also in den Zeiten, in denen Journalismus noch etwas mit Recherche und Kriterien zu tun hatte, früher gab es eine Redaktionssitzung, in der Texte diskutiert und editiert wurden, gab es einen Redakteur vom Dienst, der letzte Änderungen vorgenommen hat. Damit sollte gewährleistet werden, dass kein Unsinn in Zeitungen steht.

Heute steht Unsinn in Zeitungen, so dass man sich fragt: Liegt das nun daran, dass an Zeitungen nur noch Personen beteiligt sind, die Unsinn nicht bemerken, selbst dann nicht, wenn er wie hier ganz dick aufgetragen ist, oder liegt das daran, dass bei Zeitungen Nachwuchs benutzt wird, um Unsinn zu verbreiten, immer in der Hoffnung, dass sich ein Nachwuchs-Konkurrent als Wasserträger des Politisch-Korrekten disqualifiziert und um Kopf und Kragen schreibt oder schreiben lässt – also eine Form des innner-redaktionellen Widerstands gegen die politische Korrektheit, die den Unsinn als Waffe nutzt, um das Politisch-Korrekte und seine Vertreter lächerlich zu machen.

Bleibt abschließend noch festzustellen, dass Denken förderlich ist, wenn man an Universitäten eine Position inne hat, dass Denken aber nicht das ist, was einen Positionsinhaber, wie z.B. das es, zu einem Wissenschaftler qualifiziert. Ein Wissenschaftler beherrscht eine wissenschaftliche Methode, die es ihm erlaubt, eine Fragestellung zu entwickeln, zu prüfen und neue Erkenntnis zu gewinnen, die für andere nachvollziehbar und prüfbar ist und insgesamt einen Fortschritt darstellt. Wissenschaftler haben entsprechend Argumente, die auf beobachtbaren Fakten basieren und stellen keine Behauptungen auf, die auf gefühlter Einbildung basieren.

Popper GrundproblemeEs ist doch erfrischend, dass sich das, was man mit Betrand Russell als Müßiggang bezeichnen könnte, in der Phantasie mancher hält und Hochschulen entsprechend als Orte phantasiert werden, an denen es von Müßiggängern nur so wimmelt, deren einzige Aufgabe darin besteht, sich Absurditäten zu überlegen und diese als überlegen auszugeben, warum überlegen: aufgrund eigener Gefühle und eingebildeter statushöherer Position. Warum haben sich Generationen von Wissenschaftlern nur bemüht, Wissenschaft von Religion oder Metaphysik abzugrenzen, wo doch das Gefühl und das Denken und die Einbildung ausreichen, um sich als Wissenschaftler zu inszenieren?

Aber, wir haben gelernt: Wenn man sich irgendwie fühlt und zudem denkt und sich statushöher wähnt, dann gibt einem das alle Rechte. Nun wir denken und fühlen uns heute hochherrschaftlich. Deshalb erwarten wir, als Hoheiten angesprochen zu werden. Und weil Hoheiten Rechte über andere haben, erwarten wir nicht nur, dass wir als Hoheiten angesprochen werden, wir dekretieren hiermit, dass wer Unsinn verbreitet, für die Verbreitung von Unsinn verantwortlich ist oder Unsinn, dessen Verbreitung er hätte verhindern können, an seiner Verbreitung nicht hindert, mit einer Geldstrafe von 5000 Euro zu belegen ist (einzahlbar auf unser angegebenes Konto).

Wer unter unseren Lesern sich wie ein Vollstrecker fühlt, der ist hiermit ermächtigt, gegen die für Unsinn Verantwortlichen im beschriebenen Sinne vorzugehen.

Die Hassgesellschaft

In der ARD ist Toleranzwoche.

Gegenstand der Toleranzwoche ist, seltsamerweise deren Gegenteil, die Intoleranz. So zum Beispiel in einem Beitrag von Martin Walter, der vielsagen mit “Die Hassgesellschaft” überschrieben ist. “Woher rührt der wüste Umgang” im Netzt, so fragt Walter gleich im ersten Absatz und angesichts der “wüsten” Verallgemeinerung, mit der er seinen Beitrag überschrieben hat, möchte man ihm beipflichten und fragen: Woher rührt der wüste Umgang, der schon in Überschriften eine ganze Gesellschaft diskreditiert?

Dabei ist Walters Beitrag ein gut gemeinter und in Teilen nicht einmal schlechter Beitrag, dessen Anlass all diejenigen sind, die im Internet unterwegs sind, um sich dort auszuleben. Trolle, wie es so schön heißt, wobei auch der Begriff des Trolls von Walter nicht differenziert benutzt wird, der Welt der Trolle schlicht nicht gerecht wird, und schon gar nicht der Tatsache, dass Institutionen ihre eigenen Trolle finanzieren, wie z.B. das Europaparlament, um Diskussionen im Internet zu übernehmen oder, wie dies bei Wikipedia der Fall ist, bestimmte Sichtweisen auf Dinge festzuschreiben.

Wenn Walter von Trollen schreibt, dann meint er diejenigen, die in ihren Kommentaren und mit ihren Wortmeldungen ihre eigenen psychologischen Probleme verarbeiten, diejenigen, die nicht anders können, als Dritte zu beleidigen, weil sie nämlich über keinerlei Argument verfügen.

trollsWarum trollen diese Trolle?, so fragt Walter und gibt eine offensichtliche Antwort, die Dr. Christiane Eichenberg aussprechen darf: Anonymität. Anonymität, so die Aussage, die Walter Eichenberg zuschreibt, führe dazu, dass Nutzer sich “freier” und “emotional ehrlicher” fühlten und sich “rauer” verhielten. Sie hätten eben keine soziale Kontrollinstanz und ließen ihren Impulsen freien Lauf. Mit anderen Worten: Es sind pathologische Beleidiger, die sich im Internet ausleben und dort rauslassen, was sie in der realen sozialen Welt, die sie umgibt, sich nicht auszusprechen trauen – Kranke eben.

Eine andere Theorie hat Dirk von Gehlen, wie Walter weiß: Es gebe keine Diskussionskultur in Deutschland. Dafür gebe es Personen wie Thilo Sarrazin, die mit ihrem provokanten Verhalten ein Vorbild geben würden, wohl für die Beleidiger, die sich in Foren und Kommentarspalten tummeln sollen. Den Kranken von oben gesellen sich also die Nachahmer zu, die selbst nie auf die Idee kämen, zu provozieren und sich von z.B. Sarrazin verführen lassen: die dummen Nachahmer also.

Kranke Psychopathen und dumme Nachahmer, das ist die Erklärung, die der Text von Walter dafür anbietet, dass es im Internet von “wüssten Kommentaren” vermeintlich wimmelt, dass “provoziert, beleidigt, angeraunzt und angepampt” wird. Nähme man den Titel des Textes nun ernst, Hassgesellschaft, war der Titel, man müsste konstatieren, dass die deutsche Gesellschaft aus kranken Psychopathen und dummen Nachahmern besteht, die Feigheit als gemeinsame Klammer um sich haben. Und man müsste sich fragen, als was Walter sich qualifiziert, da er ja auch Teil der deutschen Gesellschaft ist.

Absurd.

Also kann Walter mit seinem Titel “Hassgesellschaft” nicht meinen, was er schreibt. Offensichtlich geht es ihm nur um Teile der Gesellschaft, diejenigen, die sich in Kommentarspalten gegen “Systempresse”, “Feminismus” und “Homosexuelle” und die “GEZ-Mafia” wenden, diejenigen, die beleidigen und provozieren, z.B. so, wie Walter es tut, wenn er die beleidigenden Psychopathen mit bestimmten Themen verbindet, wenn er in einer Weise verallgemeinert, die dem Gegenstand nicht angemessen ist und den Eindruck erweckt, das Internet sei voller Beleidiger und Hassprediger, die durch Foren ziehen, um sich zu erleichtern und zudem so tut, als gäbe es die entsprechenden Hassprediger und Beleidiger nur wenn es um bestimmte Themen geht. In dem Walter hier berechtigte Kritik gegen z.B. Feminismus und Systempresse eben einmal pauschal abqualifiziert, zeigt er, dass er Teil des Problems ist, das er bearbeitet, denn:

Seine Antwort ist falsch und verkürzt das Problem in unzulässiger Weise.

Jeder Blogbetreiber kann ein Lied davon singen, dass es bestimmte Themen gibt, die die Wutbürger aus ihren Löchern treiben. Wenn man darauf hinweist, dass Sozialismus eine Ideologie der Angsthasen ist, Feminismus, die Ideologie der Freiheitsverlierer, Kinderbesitz, die ultimative Form staatlichen Kostgangs oder Meinungsfreiheit etwas ist, das nicht nur für politisch korrekte Inhalte gilt und erst dann relevant wird, wenn es um politisch nicht korrekte Inhalte geht, dann kann man sich ruhig zurücklehnen und der beleidigenden Kommentare harren, die da kommen, um sie dann, einen nach dem anderen, dem Vergessen, das im Dashboard mit “trash” überschrieben ist, zu überantworten.

Die Antwort auf die Frage, warum Beleidiger im Internet vorkommen, hat demnach nichts mit dem Thema zu tun.

Es gibt sie nämlich in allen Varianten und zu allen Themen. Die Antwort hat vielmehr etwas damit zu tun, dass es in Deutschland in der Tat keine Diskussionskultur gibt, dass sich ein angeblicher Diskutant in Deutschland nicht der Lächerlichkeit preisgibt, wenn sein Beitrag nur aus Gefühlen und Bewertungen besteht, wenn er sich der in der Mittelschicht so gerne praktizierten Nero-Methode bedient, die einen Text eben einmal einschätzt, egal, ob der Einschätzende auch nur den Funken von Verständnis hat, worum es in diesem Text geht.

definition-of-political-correctnessDie Antwort lautet: Fast jeder denkt, er könne zu allem gleich informiert seinen Senf geben. Deutschland ist ein Volk voller selbsternannter Experten, die denken, der Kunstdruck-Miro an der Wand mache sie zum Kunstexperten, die denken, dass sie es auf die Position “Professor” an einer Universität geschafft haben, mache sie zum Gebildeten, die der Meinung sind, die Flasche Pinot Grigio mache sie zum Weinexperten und der Urlaub in Hurghada zum Experten in Fragen des mittleren Ostens oder die glauben, das Hochdienen in Parteien verleihe ihnen irgend eine Form von Qualifikation.

Dass sie das denken können, ist Resultat einer öffentlichen Kultur, in der diskutiert wird, ohne zu diskutieren, denn Diskussionen haben keine Fakten und Argumente zum Gegenstand, über die man diskutiert und bei denen man entscheiden kann, wer recht hat und wer nicht. Nein, Diskussionen in Deutschland werden fast ausschließlich mit Bewertungen und Gefühlen und ohne Argumente geführt und ad hominem, um Personen entweder zu verdammen oder rein zu waschen, je nach Weltanschauung. Diskussionen werden zumeist nicht dazu geführt, eine Frage zu entscheiden, sondern dazu, sich durchzusetzen oder sich zu erleichtern, Diskussionen sind in Deutschland in der Regel kein Austausch von Information, keine Interaktion zwischen mindestens zwei Personen, sondern eine Form narzistischer Meinungs-Exposition, bei der das Gegenüber als Statist dient und deren Ziel darin besteht, sich zu produzieren.

Dass dem so ist, daran sind öffentlich-rechtliche Medien mit ihrem Vermeiden kontroverser Themen, mit ihrer Abwertung politisch nicht-korrekter Inhalte, mit ihrer prätentiös paternalistischen Kultur nicht unschuldig. Und einmal ehrlich, was ist der Unterschied zwischen einem Beleidiger im Internet, der keine Argumente hat und proletet und Claus Heinrich, der keine Argumente hat und auf Tagesschau.de proletet?

Bundesverfassungsgericht stellt eindeutig fest: Kinder gehören dem Staat

Bereits am 15. Oktober, wie jetzt bekannt wurde, hat die Zweite Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts, namentlich die Richter Herbert Landau, Sibylle Kessal-Wulf und Doris König entschieden, dass dann, wenn es um die Bildung von Kindern geht, Kinder dem Staat gehören.

Das Urteil 2 BvR 920/14 ist auf den Seiten des Bundesverfassungsgerichts abrufbar.

Die interessanten Absätze finden sich unter den Randnummern 22 und 25.

Bundesverfassungsgericht_RichterrobenGeklagt haben Eltern aus Hessen, die ihre neun (!sic) Kinder seit Jahren im Hausunterricht unterrichten gegen ihre Verurteilung nach §182 Abs. 1 des Hessischen Schulgesetzes und wegen Entziehen von Schulpflicht. In Hessen und in vier weiteren Bundesländern (Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Saarland) ist es eine Straftat, wenn Eltern ihre Kinder nicht zur Schule schicken. Da die Eltern im vorliegenden Fall zu einer Geldstrafe von je 140 Tagessätzen á 5 Euro verurteilt wurden, gelten sie somit als vorbestraft.

§182 des Hessischen Schulgesetzes lautet wie folgt:
(1) Wer einen anderen der Schulpflicht dauernd oder hartnäckig wiederholt entzieht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu einhundertachtzig Tagessätzen bestraft.
(2) Die Verfolgung tritt nur auf Antrag ein. Antragsberechtigt ist die untere Schulaufsichtsbehörde. Der Antrag kann zurückgenommen werden.

Die Verfassungsklage der Eltern gegen ihre Verurteilung wurde von den Richtern der Zweiten Kammer des Zweiten Senats nicht angenommen, d.h. die Verurteilung der beiden Erziehungsberechtigten ist damit rechtskräftig.

Interessant an dem Urteil sind, wie gesagt, zwei Absätze.

So findet sich unter der Randnummer 22 folgende Ausführung:

“Der Landesgesetzgeber, der in § 182 Abs. 1 HessSchulG das Entziehen anderer von der Schulpflicht unter Strafe stellt, greift zwar in das Erziehungsrecht der Eltern aus Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG und – wie hier angesichts der von den Beschwerdeführern geltend gemachten Glaubens- und Gewissensgründe – in deren Glaubensfreiheit aus Art. 4 Abs. 1 GG ein […] Jedoch hat bereits die 1. Kammer des Zweiten Senats in ihrem Nichtannahmebeschluss vom 31. Mai 2006 – 2 BvR 1693/04 – (vgl. BVerfGK 8, 151 ) in Ansehung der Strafnorm des § 182 Abs. 1 HessSchulG ausgeführt, dass die Verpflichtung der Beschwerdeführer, ihre Kinder an dem Unterricht einer nach dem Hessischen Schulgesetz anerkannten Schule teilnehmen zu lassen, eine zulässige Beschränkung ihres Erziehungsrechts darstelle. Insbesondere angesichts der Tatsache, dass der in Art. 7 Abs. 1 GG verankerte staatliche Erziehungsauftrag der Schule dem elterlichen Erziehungsrecht gleichgeordnet ist […], unterliegt es – auch im Lichte des Art. 4 Abs. 1 GG, der Einschränkungen zugänglich ist, die sich aus der Verfassung selbst ergeben – keinen verfassungsrechtlichen Bedenken, die Beachtung der Schulpflicht von den Erziehungsberechtigten dadurch einzufordern, dass der (Landes-)Gesetzgeber entsprechende Strafvorschriften schafft und die Strafgerichte bei deren Verletzung Geld- oder Freiheitsstrafen verhängen.”

Weil also das elterliche Erziehungsrecht dem im Grundgesetz verankerten Erziehungsauftrag der Schulen “gleichgeordnet” ist, deshalb ist der Eingriff über die Schulpflicht in das Erziehungsrecht der Eltern rechtens. Das ist höchstrichterliche Rabulistk, die man auch anders formulieren kann: Wann immer die Interessen des Staates den Interessen von Individuen gleichgestellt sind, sind die Interessen des Staates wichtiger und damit die Interessen der Individuen eben nicht gleichgestellt. Juristen mögen es eben, Absurditäten und Widersprüche zu formulieren.

Noch deutlicher als im vorliegenden Absatz werden die Verfassungsgerechten im Absatz, der Randnummer 25 folgt:

Knast

Schule oder Knast!

“Sie haben insbesondere die Ausstrahlungswirkung des elterlichen Erziehungsrechts der Beschwerdeführer aus Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG und deren gewissensgeleitete Entscheidung in den Blick genommen, ihre Kinder aus Glaubensgründen vom Unterricht fernzuhalten. Dass nach den von den Fachgerichten getroffenen Feststellungen das Wohl der Kinder nicht gefährdet gewesen ist, die fünf ältesten Kinder sogar gute bis sehr gute Schulabschlüsse erlangt und den Berufseinstieg gemeistert haben, vermag nichts an der Verpflichtung zu ändern, die Kinder an dem Unterricht einer nach dem Hessischen Schulgesetz anerkannten Schule teilnehmen zu lassen. Denn die Allgemeinheit hat ein berechtigtes Interesse daran, der Entstehung von religiös oder weltanschaulich motivierten „Parallelgesellschaften“ entgegenzuwirken und Minderheiten zu integrieren. Selbst ein mit erfolgreichen Ergebnissen einhergehender Hausunterricht verhindert nicht, dass sich die Kinder vor einem Dialog mit Andersdenkenden und -gläubigen verschließen, und ist deshalb nicht geeignet, die insbesondere in einer Klassengemeinschaft gelebte Toleranz gegenüber einem breiten Meinungsspektrum nachhaltig zu fördern (vgl. BVerfGK 8, 151 ).

Verfassungsgerechte schießen gerne mit Kanonen auf Spatzen. Weil ein Elternpaar aus Hessen seine Kinder selbst unterrichtet, und zwar mit Erfolg selbst unterrichtet, steht zu befürchten, dass eine Parallelgesellschaft entsteht, eine weltanschauliche motivierte noch dazu. Deshalb, und um Minderheiten zu integrieren, dürfen die christlichen Eltern, die von den drei Verfassungsweisen aus Karlsruhe wohl als christliche Minderheit angesehen werden, ihre Kinder nicht selbst und nicht zuhause unterrichten. Dass es im deutschen Bildungssystem nicht um Meritokratie und erfolgreiche Wissensvermittlung geht, man könnte es nicht deutlicher machen.

Besonders amüsant ist es, wenn die Verfassungsgerechten behaupten, dass ein erfolgreicher Hausunterricht nicht verhindern würde, dass sich die hausunterrichteten Kinder dem Dialog mit “Andersdenkenden und -gläubigen” verschließen würden. Diese Erkenntnis hat vermutlich der heilige Verfassungsgeist auf den Zeilengläubigen aus Karlsruhe verteilt, denn Fakten, die ihre Behauptung stützen könnten, haben die Eingebungsvollen nicht.

Lächerlich wird das Urteil dann, wenn öffentliche Schulen als Paradies der Toleranz dargestellt werden. Angesichts eines derartigen Unsinns, der mit Realitäten an deutschen Schulen, wie wir sie z.B. anhand des männerhassenden Curriculums an bayerischen Schulen dargestellt haben, nichts zu tun hat, kann man sich nur fragen: Wo leben die Verfassungsgerechten eigentlich?

So  hört man doch allerorten Klagen über die vielen Intoleranten, die in Deutschland z.B. Genderismus oder Diversität ablehnen. Dass diese vermeintlich Intoleranten und nicht zuletzt die Verfassungsrichter selbst, durch das deutsche Bildungssystem gegangen sind und nicht zu Hause unterrichtet wurden, lässt die Toleranz-Paradies-Vorstellung der Verfassungsgerechten irgendwo zwischen lächerlich und absurd zurück und man fragt sich abermals: Wo leben die Verfassungsgerechten eigentlich?

Da Karlsruhe zwar auf der falschen Seite des Rheines, aber doch in Deutschland liegt, kann man diese Frage, nur dahingehend beantworten, dass die drei Verfassungsausleger in einem Land leben, in dem die Ideologie vor der Realität kommt – in einem Land, in dem Hausunterricht aus Prinzip verboten ist. Egal, ob Eltern eine erfolgreiche Unterrichtung ihrer Kinder erreichen können oder nicht.

Da der Erfolg der unterrichteten Kinder auf dem Bildungs- und Arbeitsmarkt offensichtlich kein Kriterium ist, dem von den Verfassungsrichterlichen eine Bedeutung zugewiesen wird, bleibt nur die ideologische Indoktrination, wie sie an öffentlichen Schulen erfolgt, als Begründung dafür, dass Hausunterricht nach Ansicht der drei aus dem Verfassungsland strafrechtlich verfolgt und Hausunterrichter zu Vorbestraften gemacht und mit Steuerhinterziehern, Körperverletzern und Unfallflüchtigen gleich gestellt werden.

So wichtig ist die ideologische Indoktrination, die als Erziehung zur Toleranz verkauft wird, dass die drei Weisen aus dem Verfassungsland nicht davor zurückschrecken, ein Geschütz wie die Schaffung einer Parallelgesellschaft aufzufahren, um damit auf die wenigen Spatzen zu schießen, die überhaupt Hausunterricht durchführen wollen.

Hier steht wohl viel auf dem Spiel, so dass Eltern in Deutschland klipp und klar erklärt werden muss, dass der Staat sein Indoktrinations- und Ideologisierungsmonopol im Bereich der Bildung nicht aufzugeben gedenkt.

Kinder gehören dem Staat, und wer das nicht einsehen will, geht demnächst in den Knast.

Reise ins Diversity Absurdistan zur Charta der Einfalt

London WaterlooHaben Sie eigentlich zu wenig Diversität in Ihrem Leben? Blöde Frage – oder? Jeder Tag ist angefüllt mit Diversität: Man trifft Dicke, Dünne, Große, Kleine, Junge und Alte, Schwarzhaarige und Braunhaarige, Blauäugige, Grünäugige, Intelligente und Dumme und Politiker und Arbeiter und Angestellte und Richter und Lokführer (wenn sie nicht gerade streiken), Hauptschüler und Gymansiasten, Inder, Spanier, Briten, Faule und Fleißige, Großspurige und Moderate, Kaffeetrinker und Teetrinker, Shopper und Verkäufer, Religiöse und Atheisten, Linke und Rechte, richtig Nette und richtige Arschlöcher… Die Diversität des alltäglichen Lebens, die jeden einzelnen von uns umgibt, lässt sich beliebig weiterführen – die tatsächliche Diversität.

Und in dieser Diversität gibt es eine Gruppe von seltsamen Leuten, die der Ansicht sind, es gäbe in Deutschland zu wenig Diversität. Ob diese Leute blind sind oder vollkommen unbewusst durch ihr Leben gehen, ist nicht ganz klar, sicher ist jedoch, dass sie angetreten sind, Diversität zu schaffen, wie sie behaupten.

DiversitaetAber sie schaffen keine Diversität, sie beseitigen Diversität. All die Alten, die Arbeiter, die Dicken und Dünnen, die Intelligenten und Grauhaarigen, die Dummen und Fleißigen, sie kommen allesamt nicht mehr vor. Die reiche Individualität der deutschen Gesellschaft, die unglaubliche Diversität, die durch individuelle Unterschiede entsteht, sie ist diesen Diversitäts-Absurdisten nämlich ein Dorn im Auge.

Deshalb beseitigen sie Diversität. Deshalb haben sie der Individualität den Krieg erklärt. Deshalb wollen sie vorgeben, was ab sofort als Diversität zu gelten hat: Nicht mehr die Myriaden individueller Unterschiede machen Diversität. Nein. Diversität ist ab sofort nur in den Kategorien “Frauen, Menschen mit anderer Hautfarbe, Alte, Lesben und Schwule” erlaubt. Alles, was nicht weiblich ist, eine andere Hautfarbe hat, alt, lesbisch oder schwul ist, qualifiziert sich nicht mehr unter Diversität, sondern vermutlich unter Abweichung.

Und um die Reduzierung von Diversität auf fast Null, die Standardisierung der Welt in lahmen, monotonen und anspruchslosen Gruppen auch durchzusetzen, treffen sich die Diversitäts-Absurdisten im großen und regelmäßig von Steuerzahlern finanzierten Stil, auf absurden Diversitäts-Happenings, wie z.B. Diversity 2014 – der Konferenz für Diversität in der Arbeitswelt.

Absurde Diversity-Happenings zeichnen sich eigenartiger Weise durch eine unglaubliche Monotonie aus, denn auf den Happenings darf alles geäußert werden, außer einem kritischen Ton. Denn: Es geht um die Vernichtung der Individualität, die Beseitigung von Diversität, und deshalb gibt es nur uniformen Gleichklang, deshalb gibt es nur die Pro-Absurditäts-Diversity Vorträge der Diversitäts-Absurdisten, die der Standardisierung der Gesellschaft auf einige wenige Kategorien, der Ent-Individualisierung der Gesellschaft dienlich sind.

Deshalb wurden wir nicht eingeladen, um einen Vortrag auf Diversity 2014 zu halten, obwohl wir mit Sicherheit Leben in die monotone Bude bringen würden, die monotone Bude aus gelangweilten Gesichtern, aus Gesichtern, denen die Einfallslosigkeit schon von weitem anzusehen ist und vor allem das Unverständnis darüber, dass Diversität mit Individualität und nicht mit Kollektivierung verbunden ist. Aber: Ideologie-Soldaten, uniforme Gestalten in der entsprechenden Tracht kommen natürlich nicht auf abweichende Ideen, auf Ideen, die nicht von der geltenden absurden Diversitäts-Kultlehre positiv sanktioniert sind. Sie kommen nur auf die immerselben, gleichklingenden und in weiten Teilen unsinnigen Dinge.

So z.B. im Rahmen eines Workshops zum “Storytelling”.

“Diversity Management ist Überzeugungsarbeit: Intern muss der Business Case vermittelt werden, für die externe Kommunikation braucht das Marketing Diversity-Kompetenz zur erfolgreichen Zielgruppenansprache. Wer gute Geschichten erzählt, kann interne und externe Widerstände überwinden − ein Einblick in die Kunst des Storytellings.”

Diversit2014Da die meisten mit normalem Verstand begabten Menschen in ihrem Umfeld genug Diversität im oben beschriebenen Sinne haben und entsprechend unverständig, auf ideologisch motivierte Absurdisten reagieren, die ihnen erzählen wollen, sie hätten keine Diversität, bräuchten vielmehr die Diversität der sexuellen Orientierung oder die Diversität des Geschlechts, muss man die entsprechenden Menschen mit normalem Verstand, um denselben reden, quasi um sie auf die Stufe zu stellen, auf der sich die Diversitäts-Absurdisten längst befinden. Und dazu muss man ihnen Geschichten erzählen. Ja, Geschichten.

Offensichtlich sind die Diversitäts-Absurdisten noch nie mit umgangssprachlichen Redewendungen wie: “Erzähl mir doch nichts!” oder “Was erzählst Du denn für komische Geschichten?” konfrontiert worden, die die Gültigkeit erzählter Geschichten in Frage stellen. Offensichtlich sind sie der Welt so weit entrückt, dass sie denken, man könne dem dummen Pöbel, der ihre Diversitäts-Absurdität nicht fressen will, ein paar Geschichten erzählen, um ihn zum absurden Glauben zu bekehren. Eigentlich müsste man nun darauf hinweisen, dass Hochmut vor dem Fall kommt, aber selbst Hochmut setzt in der Regel auf irgend einer Leistung oder irgend einem Wissen auf. Deshalb tun wir uns damit schwer …

Deshalb erzählen wir lieber eine Geschichte der Diversität, für die Diversitäts-Absurdisten. Also Ihr Diversitäts-Absurdisten, lest genau. Das ist eine Beschreibung von Diversität:

Kleine Hexe unzensiert“Wie kamen die beiden Negerlein auf die verschneite Dorfstraße? Und seit wann gab es Türken und Indianer in dieser Gegend? Türken mit roten Mützen und weiten Pluderhosen – und Indianer, die greulich bemalte Gesichter hatten und lange Speere über den Köpfen schwangen?
“Sie werden vom Zirkus sein”, meinte der Rabe Abraxas.
Aber die beiden Negerlein waren nicht vom Zirkus, und ebensowenig die Türken und Indianer. Auch die kleinen Chinesinnen und der Menschenfresser, die Eskimofrauen, der Wüstenscheich und der Hottentottenhäuptling stammten nicht aus der Schaubude. Nein, es war Fastnacht im Dorf. Und weil Fastnacht war, hatten die Kinder am Nachmittag schulfrei bekommen und tollten verkleidet über den Dorfplatz.
Die kleinen Türken warfen Papierschlangen. Der Hottentottenhäuptling brüllte: ‘Uaaah! Uaaah!” Der Menschenfresser schrie “Hungärrr! Hungärrr! Wer will sich fressen lassen?” Die Chinesenmädchen kreischten auf chinesisch, die Eskimofrauen quietschten in der Eskimosprache, und die Cowboys schossen mit Stöpselpistolen in die Luft. Der Schornsteinfeger schwenkte seinen Pappzylinder, der Kasperl haute dem Wüstenscheich mit der Pritsche eins auf den Turban, und der Räuberhauptmann Jaromir schnitt so grimmige Gesichter, dass ihm der angeklebte Schnurrbart nicht halten wollte und immer wieder herunterfiel” (Die Kleine Hexe, Seite 86-87).

Das ist natürlich keine politisch korrekte Sprache, die der gute, leider oder zu seinem Glück bereits verstorbene Ottfried Preußler hier benutzt. Die politisch korrekte Sprache bedient sich vorgegebener Floskeln und bewegt sich ausschließlich in den Grenzen der zugelassenen Diversität, also von Geschlecht, Hautfarbe, Behinderung, Alter und Ethnie. Alles andere ist falsch und Abweichung, jedenfalls nicht Diversität.

Und weil es immer noch unter den Prols da draußen, welche gibt, die das nicht verstehen wollen, die Neger oder sonstige schlimme Worte benutzen, die sich weigern, die deutsche Sprache zu sexualisieren und mit Binnen-Is oder sonstigen Idiotien zu verunstalten, deshalb gibt es auf Diversity 2014 die Vorgaben darüber, was die Sprache der Vielfalt denn nun ist, was mit anderen Worten die richtige, die von Diversitäts-Absurdisten freigegebene Sprache ist:

“Wie muss sich Sprache verändern, um die Vielfalt in unserer Gesellschaft widerzuspiegeln und voranzutreiben? Wo grenzt Sprache etwa Frauen, Menschen mit anderer Hautfarbe, Behinderte, Alte, Lesben und Schwule aus? Und wieweit behindert das Bemühen um politische Korrektheit womöglich eine lebendige Kommunikation?”

Eigentlich kann man einen deratigen Unsinn nicht ernst nehmen, aber wir versuchen es dennoch: Die böse Sprache, die Frauen und Menschen mit anderer Hautfarbe, Behinderte, Alte und natürlich Lesben und Schwulen, denn wir wollen die Sex-Manie nicht vergessen, die böse Sprache, die also alle diese Gruppen ausgrenzt, sie muss sich ändern. Wenn sich die Sprache nicht ändert, dann droht ihr Verunstaltung oder Ausschluss aus dem Duden oder noch schlimmer: Verstümmelung. Also Sprache: Besser Du änderst dich freiwillig, bevor die Diversitäts-Absurdisten ihren Würgegriff um Deinen Hals enger fassen!

Es ist schon erstaunlich, wie wenig von Sozialwissenschaft, die angeblich so belesenen Sozialwissenschaftler, die sich für Diversität-Absurdität begeistern, doch verstehen. Heinz Steinert und nicht nur er, hat derartige Erhöhungen von Begriffen eine Reifizierung genannt, die Zuweisung einer Eigenexistenz zu einem inexistenten Gegenstand oder Konzept in diesem Fall. Das ist magischer Glaube, und magischen Glauben findet man gewöhnlich unter den Menschen, die nicht von Max Webers Entzauberung der Welt erfasst wurden und den Glauben weiterhin der Vernunft vorziehen.

Unter denen, die sich darüber auslassen wollen, wie man die Sprache hinlänglich bedrohen kann, findet sich eine Journalisten und Buchautorin, ein Autor, Schauspieler und Kabarettist, ein stellvertretender Chefredakteur der Zeit und ein Profx. Aus berufenerem Munde könnte man die Drohungen, die wohl gegen die deutsche Sprache ausgesprochen werden, immer in der Hoffnung, sie verändert sich aus Angst vor den Drohenden, kaum vernehmen.

charta der EinfaltAllerdings ist es uns nicht gelungen, herauszufinden, was ein Profx ist. Erste Vermutungen, es handele sich dabei um so etwas wie dass Wutz oder das Schusch aus Urmel aus dem Eis, haben sich zerschlagen und uns weiterhin ahnungslos zurückgelassen. Auch der Hinweis, bei Profx handle es sich um eine Verballhornung der Bezeichnung einer verwaltungsrechtlichen Position hat nicht weitergeholfen, denn an öffentlich-rechtlichen Institutionen werden doch bestimmt keine Personen auf Kosten der Steuerzahler unterhalten, die sich mit fiktiven und frei erfundenen Bezeichungen ausstatten. Entsprechend kann man nur vermuten, dass die Bezeichung “Profx” im Zusammenhang mit Humboldt-Universität im Programm des absurden Diversity-Happenings dazu genutzt werden soll, um den vom “Profx” geäußerten Absurditäten eine Legitimation zu verschaffen.

Falls einer unserer Leser eine Vermutung oder gar Wissen darüber haben sollte, was ein Profx ist, so bitten wir ihn, sein Wissen mit uns zu teilen.

Ansonsten wünschen wir allen Lesern ein frohes und diverses Wochenende, das von Diversitäts-Absurdisten und -Absurdismen verschont bleibt und in dem Individualität und nicht Zwangs-Kollektivierung gelebt wird.

Die Konferenz zur Zwangs-Kollektivierung der Diversität findet übrigens am 13. und 14. November im Verlagsgebäude des Tagesspiegel in Berlin statt. Sie wird unterstützt von BP, KPMG, der Deutschen Bank, Telekom, Daimler, Siemens, Ey und Deutscher Welle, was schön ist, so weiß man zumindest bei welchen Unternehmen man sich als Träger von nicht positiv-sanktionierten, also abweichenden Diversitäts-Merkmalen wie Intelligenz, Kreativität, Einsatzfreude und Commitment besser nicht bewirbt.

Studenten intervenieren: HUmboldt Universität in Humbug-Sanatorium umbenennen

Wir sind zur Abwechslung einmal mit einer Initiative an der Humboldt-Universität einverstanden. Die Initiative, die sich Intervention nennt, will die Universität umbenennen. Das unterstützen wir und haben wir auch in der Vergangenheit bereits unterstützt. Wir haben damals Humbug-Universität vorgeschlagen, angesichts der neuesten Entwicklungen, auf die uns ein Leser von ScienceFiles aufmerksam gemacht hat, schlagen wir nunmehr: Humbug-Sanatorium, vielleicht auch Haus am Zauberberg vor.

Lann HornscheidtEin Insasse des Humbug-Sanatoriums nennt sich Lann Hornscheidt und möchte mit “Sehr geehrtx Profx. Lann Hornscheidt” angesprochen werden. Warum auch nicht, schließlich ist jeder im Humbug-Sanatorium anders und warum soll man den einen nicht mit Profx und den anderen mit Prefx ansprechen? Wenn es bei der Heilung hilft…

Lann Horscheidt wird von Steuerzahlern finanziert, um im Humbug-Sanatorium zu “visualisieren”, um “w_ortungen” zu betreiben und um zu “intervenieren”. Es ist eben dieses Intervenieren, bei dem wir uns mit Lann Hornscheidt treffen, denn Lann Hornscheidt scheint die Feder der Studenten zu führen, die sich berufen fühlen, kritisch wie sie sagen, zu intervenieren, zu intervenieren, um die Humboldt-Universität umzubenennen.

Und es ist die Begründung zu diesem Lann Horscheidtschen Intervenieren, die uns veranlasst hat, die Umbenennung der Humboldt-Universität in Humbug-Sanatorium zu unterstützen.

Deshalb nunmehr die Studixe und Profixin im O-Ton und mit einer Vorabwarnung: Wer nicht in der Lage ist, große Mengen prätentiösen Unsinns zu verarbeiten und befürchtet, dass sein Intellekt leiden könnte, wenn er mit allzuviel behandlungswürdigem Quatsch belastet wird, der soll die nummerierten Absätze meiden und sich auf unsere eingerückte Übersetzung der jeweiligen Textpassage beschränken.

(1) Humboldt ist ein Name, der in der “hegemonialen deutschen kollektiven Erinnerung einen besonderen Platz einnimmt”.

Unsere Übersetzung: Wer Humboldt gut findet, ist ein hegemoniales Schwein, denn Humboldt hat einen besonderen Platz in der “hegemonialen deutschen kollektiven Erinnerung”. Sie kennen doch die hegemoniale kollektive deutsche Erinnerung, das ist die Erinnerung, die immer dann kommt, wenn es darum geht, den Erbfeind im Fussball zu schlagen… oder so.

(2) Alexander und Wilhelm Humboldt “verkörpern deutsche (Ideal-)Vorstellungen von Bildung und Wissenschaft” und werden in “hegemonialen Diskursen verhandelt”.

Humboldt SuedamerikaUnsere Übersetzung: Das kann man nur verstehen, wenn man weiß, dass in Teilen des Humbug-Sanatoriums hegemonial ein Synonym für alles, was schlecht, böse, eben hegemonial ist, ist. Kurz: Alexander und Wilhelm von Humboldt sind Schweine.

(3) Die hegemonialen Diskurse, die Alexander und Wilhelm von Humboldt verhandeln, stellen sie als “kosmpolitische Leitfiguren europäischer Ideen- und Geistesgeschichte, die vermeintlich auf der Grundlage von Neugierde und Weltoffenheit Wissenschaft betrieben” haben, dar.

Unsere Übersetzung: Die Schweine, die im hegemonialen Diskurs diskursieren, behaupten doch glatt, Alexander und Wilhelm, also diese hegemonialen Schweine aus dem 18./19. Jahrhundert, hätten ein Erkenntnisinteresse gehabt, sich gar für andere Kulturen und Ländern interessiert, was sie schon deshalb nicht getan haben können, weil sie in deutscher Sprache und nicht mit x, innen oder sonstigem Indizierungsmerkmal geistiger Verwirrung geschrieben haben. Tatsächlich sind Alexander und Wilhelm ignorante Schweine.

(4) Alexander stammt aus einer preußisch adeligen Familie. … Seine “Forschung stand in der kolonial-rassistischen Tradition von sogenannten ‘Entdeckungsreisen’, also die Reisen ableisierter europäischer männlicher weißer Menschen in bereits bewohnte Gebiete und die daraufolgende Proklamation einer ‘Entdeckung’. Dabei ist hier schon der Gedanke des ‘Entdeckens’ rassistisch. Wer kann wo was für wen ‘entdecken’? Die Ergebnisse seiner Forschungsreise wurden zur weiteren Ausbeutung der Kolonien verwendet und dienten zugleich ihrer ideologischen Untermauerung … Alexander schrieb hauptsächlich über Vegetation und Gesteinsarten…”

Unsere Übersetzung: Alexander ist nicht nur ein Schwein, er ist ein adeliges, preußisches Schwein, das in die anderen Länder gereist ist, um sich dort als adeliges, preußisches Schwein aufzuführen und die Behinderten vor Ort noch kleiner zu machen als sie sowieso schon sind. Alexander ist ein nicht behindertes (ableisiert), europäisches, weißes und vor allem männliches Schwein. Und nun zur Beantwortung der Frage: Wer kann wo was für wen entdecken? U.a. Alexander Fleming konnte das Penicillin, also ein Antibiotikum entdecken, das seither in der Behandlung eingesetzt wird. Nun war Fleming ein europäisches, weißes, ableisiertes und vor allem männliches Schwein, weshalb Lann Hornscheidt und ihre Anhänger im Humbug-Sanatorium für sich jegliche Behandlung mit Antibiotika ausschließen. Man will schließlich nichts mit männlichen Schweinen und ihren Entdeckungen zu tun haben. Denn: Antibiotika sind wie die Schilderungen der Vegetation und Gesteinsarten von Alexander Humboldt Versuche, rassistischer, europäischer, weißer, ableisierter und vor allem männlicher Hegemonie die reassistische, ablesierte, europäische, weiße, männliche und sexistische Hegemonie zu sichern.

(5) “Nichtsdestotrotz wird Alexander häufig als Kritiker der Versklavung von Menschen und dadurch als vermeintlich antirassistisch hergestellt. [kein Tippfehler]. Das ist im Kontext seiner Werke und seines Lebens zynisch, denn seine Wissensbildung wurde durch koloniale Ausbeutung ermöglicht…”.

Unsere Übersetzung: Die weißen, ableistischen, rassistischen und sexistischen und sonstistischen Schweine gehen sogar soweit, das weiße, ableistische, rassistische, kolonialistische und sonstistische Schwein Humboldt als Wissenschaftler zu feiern, obwohl seine Ergebnisse nur durch koloniale Ausbeutung der von ihm beschriebenen Vegetation und Gesteinsarten möglich war.

(6) “Wilhelm von Humboldt hat zur “wirkmächtigen pseudo-wissenschaftlichen Legitimation der sexistischen Diskriminierung von Frauen beigetragen, indem er die asymmetrischen Geschlechterverhältnisse naturalisiert, also vermeintlich biologisch erklärt und legitimiert” hat.

Noch so ein Schwein. Der andere weiße, ableistische, rassistische, kolonialistische, sexistische und sonstistische Humboldt hat behauptet, es gäbe zwei Geschlechter und die seinen verschieden. So ein Schwein.

(7) Wilhelm hat eine “allgemeinmännliche Schulbildung” eingeführt.

So ein sexistisches Schwein, und wir wussten es immer: Bildung ist scheiße, außer sie wird Mädchen zugedacht.

(8) “Die Rezeption der Werke von Alexander und Wilhelm ent_nennt konsequent deren ableistische-kolonial_rassistisch_sexistische Inhalte”.

Wenn über die Humboldt-Schweine geredet wird, wird konsequent unterschlagen, dass sie ableistische, koloniale, rassistische, sexistische, sonstistische und weiße männliche Schweine sind.

(9) “Die beiden Brüder reihen sich ein in den Kanon der unmarkierten Norm einer Vorstellung des Menschen als ableisiert, männlich und weiß …”

Humboldt ideeDa die beiden Brüder ableistische, weiße, koloniale, rassistische, sexistische, männliche und sonstistische Schweine sind, stehen sie in einer Reihe mit dem, was in Deutschland als normaler Mensch gilt, also mit ableistischen, weißen, männlichen, rassistischen, sexistischen, kolonialen und sonstistischen Schweinen.

(10) “Ihre Wissensproduktion und deren (reale) Wirkungsweise waren und sind darin eingebunden und sie haben ableistische_klassistische_rassistische_sexistische Gewalt unterstützt …”.

Man kann es nicht oft genug sagen: Alexander und Wilhelm von Humboldt sind ableistische, klassistische, sonstistische, rassistische, koloniale, männliche und weiße Schweine.

Und deshalb muss die Humboldt-Universität nach Ansicht von Lann Hornscheidt und ihrer Clique umbenannt werden. Ein Ansinnen, das wir aus voller Überzeugung teilen. Eine Umbenennung in Humbug-Sanatorium scheint uns drigend geboten. Einerseits um die Namen von Alexander und Wilhelm von Humbolt davor zu schützen, weiterhin in den Schmutz gezogen zu werden, und zwar auf Steuerzahlers Kosten. Andererseits, um dem dort real existierenden Wahnsinn Rechnung zu tragen und der absurden Vorstellung, beim Humbug-Sanatorium handle es sich um eine Universität ein für alle Mal ein Ende zu bereiten, am Ende denkt noch jemand, das Humbug-Sanatorium habe etwas mit Bildung zu tun, mit Wissen, mit Philosophen wie Wilhelm von Humboldt, der ein liberales Bekenntnis für eine freie Gesellschaft geschrieben hat (Idee zu einem Versuch, die Grenzen der Wirksamkeit des Staats zu bestimmen), das seinen Teil dazu beigetragen haben mag, dass Deutschland in den heutigen demokratischen Versuch eingemündet ist, jenen Versuch, der wiederum dazu geführt hat, dass Extremisten und X’se es in Positionen geschafft haben, von denen aus sie Personen wie Wilhelm von Humboldt verunglimpfen zu können glauben.

Eigentlich ist das lustig, wenn Personen, die in ihrem Leben bislang noch überhaupt nichts geleistet haben, versuchen, Personen, die auf eine Lebensleistung zurückschauen können, zu verunglimpfen. Es weckt das Bild der neidischen Wanze, die an das Bein des Elefanten pinkelt. Aber der Spass hört da auf, wo diese Personen in öffentlichen Positionen an Universitäten sitzen, in Positionen die der Vermittlung des von den X’sen denunzierten Wissens und nicht der Vermittlung von Hirngespinsten dienen, in Positionen, die von Steuerzahlern finanziert werden.

Deshalb haben wir uns entschlossen, einen Brief an den Kultusminister des Landes Berlin zu schreiben, in dem wir fordern, das Profx Lann Hornscheidt von seinen Pflichten als Profx für Gender Studies und Sprachanalyse mit sofortiger Wirkung zu entbinden (wir entschuldigen uns für diesen sexistischen Verweis), die entsprechende Professur zu streichen und das Geld an Behinderte in Uganda zu spenden. Damit dieser Brief mit dem nötigen Nachdruck und der entsprechenden Ladung Ignoranz-Abschreckung geschrieben werden kann, rufen wir alle ScienceFiles-Leser dazu auf, sich als Unterzeichner an diesem Brief zu beteiligen (Wir veröffentlichen die Namen der Unterstützerauf ScienceFiles.) Wer diesen Brief, den wir vor dem Verschicken ebenfalls auf ScienceFiles veröffentlichen, unterstützen will, der soll uns bitte eine Email schreiben.

Offensichtlich ist Profx Lann Hornscheidt mit dem an Universitäten heimischen Erkenntnisinteresse nicht vertraut und auch nicht in der Lage, den entsprechenden universitären Anforderungen gerecht zu werden, sondern schlicht überfordert und vermittelt deshalb das Bild eines verwirrten Geistes, der seine Position zur Verbreitung von hanebüchenem Unsinn missbraucht.

Die öffentlichen Mittel sind zu knapp, um für derartigen Unsinn aus dem Fenster geworfen zu werden.