March Fools Day – Wer fällt auf den 22%-Scherz herein?

Morgen wehen in ganz Deutschland rote Fahnen (welche Farbe sonst?) – Equal pay daydenn nach den aktuellen Berechnungen des Statistischen Bundesamts sind Frauen gehaltsmäßig weiterhin in den roten Zahlen: Sie verdienten im Jahr 2014 rund 22 Prozent weniger als Männer. Rechnet man diesen Unterschied in Tage um, arbeiten Frauen 79 Tage, also bis zum 20. März, umsonst.”

Und während die einen von roten Fahnen träumen, die wegen Berechnungen des Statistischen Bundesamts wehen, wehen vor den Stätten der Bildung und Vernunft weiße Fahnen, denn am March Fools Day, weicht Vernunft dem Unsinn, weicht Rationalität dem intuitiven Empfinden.

Bisland wissen wir nur von ScienceFiles, dass auch am March Fools Day die Fahne der Vernunft gehisst sein wird, dass auch am March Fools Day keine Handbreit dem Unsinn gegeben werden wird, der von närrischer Seite in dieser Neuauflage der Weiberfastnacht verbreitet werden wird.

March Fools Day, das ist der Tag des Gender Pay Gaps, des 22%-Gender Pay Gaps, das nur in den Hirnen der närrischen Teilnehmer am March Fools Day existiert, wird es doch nicht einmal mehr vom Statistischen Bundesamt als relevante Größe angenommen [Pressemeldung vollständig lesen!], was einiges bedeutet, da das Statistische Bundesamt eine weisungsgebundene Bundesbehörde ist.

Entsprechend können es eigentlich nur Narren sein, die an das 22-Prozent-Pay Gap glauben, deshalb: March Fools Day.

Für alle, die es noch immer nicht wissen, hier ein Kurzlehrgang:

22%, das ist der Unterschied im Hinblick auf den Stundenlohn, der sich zwischen Frauen und Männern berechnen lässt. Die 22% sind das Ergebnis von Unterschieden in der Bildung, in der Arbeitszeit, in der Arbeitserfahrung, in der Fähigkeit, in der Motivation, in der Art des ausgeübten Berufes, in der Branche, in der der Beruf angesiedelt ist, in der Weiterbildung, in der Nachfrage nach den spezifischen Kenntnissen des Arbeitnehmers, in der Bereitschaft, gefährliche und schmutzige Arbeit zu verrichten, in der Bereitschaft, Schichtarbeit auszuführen usw.

Nur wenn man will, dass gleicher Lohn unabhängig von Arbeitszeit, Arbeitserfahrung, Fähigkeit, Motivation, Art des Berufes, Branche, Bereitschaft zur Weiterbildung, Nachfrage nach der beruflichen Tätigkeit, unabhängig von der Gefährlichkeit und dem Schmutz, der mit der Tätigkeit verbunden ist, unabhängig von Überstunden und Schichtarbeit gezahlt werden soll, kann man die 22% als Problem oder Gender Pay Gap ansehen.

Ein solches Ansinnen ist natürlich ein Scherz.

Nur ein Narr kann deshalb der Ansicht sein, dass das 22%-Gap ein Ergebnis von Benachteiligung ist.

Und deshalb ist morgen March Fools Day, der Tag, an dem Narren 22%-Gesänge aufführen werden.

foolsUnd damit dieses Jahr auch ganz deutlich wird, wer diese Narren sind, rufen wir unsere Leser auf, uns mit Links zu versorgen, damit wir eine Liste der March Fools anlegen können, derjenigen, die dem 22%-Scherz aufsitzen, entweder, weil es bei Ihnen geistig nicht reicht, den Scherz zu verstehen, oder weil sie den Scherz aus opportunistischen Gründen nicht verstehen wollen und noch nicht gemerkt haben, dass sie sich dann, wenn sie den 22%-Scherz verbreiten, lächerlich machen.

Schickt uns eine eMail oder kommentiert wann immer ihr auf einen March Fool trefft, der auf den 22%-Scherz hereingefallen ist.

Wir werden die Liste im Laufe des Tages updaten.

March Fools Day: Liste der Närrischen

Wie nicht anders zu erwarten, machen die Grünen den Anfang:

“Noch immer verdienen Frauen in Deutschland 22 Prozent weniger als Männer. Um den Jahresverdienst eines Mannes zu erreichen, der eine gleichwertige Arbeit ausübt, müssen sie 79 Tage länger arbeiten. Damit befindet sich Deutschland auf einem der letzten Plätze im europäischen Ranking. Wir wollen, dass Frauen endlich den gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit bekommen.”

Und weiter geht’s mit den Hinweisen eines Lesers:

DGB
Bayerischer Rundfunkt
Augsburger Allgemeine

Manuela Schwesig vom Ministerium für alles außer Männer will nun (konsequenter Weise!) ein Gesetz für “Lohngleichheit von Männern und Frauen” auf den Weg bringen. Damit wird der eingeschlagene Weg, den Carl Christian von Weizsäcker mal schön als umgekehrtes Subsidiaritätsprinzip bezeichnet hat, stramm weiterverfolgt.

“Dies gipfelte in den 70er Jahren in einer verbreiteten Mentalität, die man als eine Art auf den Kopf gestelltes Subsidiaritätsprinzip verstehen konnte: dass (in sozialpolitischen Dingen) dasjenige, was der Staat aus eigener Initiative und mit seinen eigenen Kräften leisten kann, ihm nicht entzogen und der privaten Tätigkeit zugewiesen werden darf – im Vergleich zum echten Subsidiaritätsprinzip gemäss der Sozialenzyklika von Pius XI. aus dem Jahre 1931.”
Carl Christian von Weizsäcker, S. 162

Richtig pervers (weil auf den Kopf gestellt), aber leider aus dem Jahre 2011, ist ein Beitrag bei der Heinrich Böll Stiftung von Beate Müller-Gemmeke, die zwar völlig korrekt die Bedingungen, unter denen Frauen auf dem Arbeitsmarkt auftreten (Treilzeit, Minijob etc.), auflistet, darin jedoch nicht den Grund für die unterschiedliche Bezahlung sondern den empirischen Nachweis der noch nicht verwirklichten Gleichstellung sieht und schlussfolgert, dass “Frauen mehr verdienen!”, so als ob Männer Frauen zwingen würden diese Entschiedungen zu treffen.

LSBTTIQs in Baden-Württembergs Schulen: Keine Akzeptanz von Meinungsvielfalt im Bildungsplan 2015

Als Robert Michels im Jahr 1911 das seither zum Klassiker der politischen Soziologie avancierten Buch “Soziologie des Parteiwesens” veröffentlicht hat und darin sein “ehernes Gesetz der Oligarchie(bildung)” aufgestellt hat, ging es dem überzeugten Sozialdemokraten vor allem darum, die Prozesse aufzuzeigen, die unumkehrbar und zwangsläufig dazu führen, dass Vertreter der Arbeiter, dann, wenn sie in Ämter gewählt sind, keine Vertreter der Arbeiter mehr sein können, sondern zu Lobbyisten und Vertretern ihrer eigenen Interessen werden.

Michels Soziologie des ParteiwesensDie Soziologie des Parteienwesens ist eine Abrechnung mit der naiven Idee der altruistischen Repräsentation von Wählern durch Gewählte. Den Schritt hin zur egoistischen Vertretung eigener Interessen und der Anfälligkeit für Lobbyisten, die politische Gefallen durch kleine Gefälligkeiten ihrerseits goutieren, ist dann Anthony Downs in seiner Ökonomischen Theorie der Demokratie gegangen, so dass man die Entwicklung der Theoriebildung im Hinblick auf die politische Klasse, die in Amt, aber nicht unbedingt in Würden sitzt und immer noch erzählt, sie würde die Interessen ihrer Wähler vertreten, wie folgt zusammenfassen kann:

Politiker sind opportunistische Akteure, die den eigenen Vorteil suchen. Gelangen Politiker in Regierungsverantwortung, dann haben sie die Möglichkeit, politische Gefallen zu verteilen (also von Steuerzahlern finanzierte Geschenke an bestimmte Gruppen). Entsprechend entwickelt sich ein Netzwerk aus Politikern und ihnen nahestehenden Lobbyisten, das auf Gegenseitigkeit basiert, und in dem Gefallen ausgetauscht werden.

Ein sehr gutes Beispiel, an dem man diese zwangsläufige Degeneration politischer Systeme deutlich machen kann, ist die Baden-Württembergische Landesregierung.

Die MItglieder der Landesregierung in Baden-Württemberg haben es sich zum Ziel gesetzt “Vorurteile gegenüber lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, transgendern, intersexuellen und queeren Menschen (LSBTTIQ) abzubauen”.

Und wie anders könnte man Vorurteile, deren Existenz man der Bequemlichkeit halber bei der Landesregierung einmal annimmt, abbauen, als dadurch, dass man bereits Kindern im Grundschulalter diktiert und vorschreibt, wie sie die Vielfalt der Welt zu sehen haben, nämlich im Rahmen einer “angstfreien Bildung” in der dem “Verschweigen und Ausgrenzen von LSBTTIQ” ein Ende gesetzt wird.

Die Reihenfolge ist interessant: Erst Verschweigen – dann Ausgrenzen. In unserer Grundschulzeit wurde keinerlei Bezug zu “LSBTTIQ”  hergestellt, was in der Diktion der Landesregierung wohl meint, uns wurde die Existenz von LSBTTIQ verschwiegen. Deshalb müssten wir, gingen wir heute zur Grundschule, auf die Existenz von LSBTTIQ hingewiesen werden, was natürlich voraussetzt, dass man Sechs- bis Neunjährigen erklärt, was ein LSBTTIQ eigentlich ist. Und nachdem man den Sechs- bis Neunjährigen die Existenz von LSBTTIQ in den Kopf gesetzt hat, muss man dafür Sorge tragen, dass die Sechs- bis Neunjährigen den LSBTTIQ auch mit dem gebührenden Respekt begegnen und sich nicht etwa abfällig oder spaßig über LSBTTIQ äußern, auch nicht gegenüber ihren Eltern, denn wer weiß, vielleicht sind die Eltern ja LSBTTIQ und haben das ihren Kindern bislang verschwiegen, es nicht über sich gebracht, sich zu outen, wo outen doch so wichtig ist, weil die Welt darauf warten, dass auch Katharina X und Karsten Z endlich mitteilen, dass sie LSBTTIQ sind.

Und wie verhindert man, dass Sechs- bis Neunjährige sich abfällig über LSBTTIQ äußern oder Späße über LSBTTIQ machen? Man droht ihnen Konsequenzen an oder man versucht, ihnen moralische Kosten zu verursachen. Das ist, was die Landesregierung unter angstfreier Bildung versteht.

zukunft-verantwortung-lernen-kein-bildungsplan-2015-unter-der-ideologie-des-regenbogens_1386755089Auch nachdem sich Widerstand gegen den ursprünglichen Bildungsplan geregt hat, breiter Widerstand, der fasst schon einem Aufstand der Zivilgesellschaft gleichgekommen ist, ist die Landesregierung nicht von ihren Vorhaben abgerückt. Wir haben auf ScienceFiles über die Petition gegen den Bildungsplan und die damit beabsichtigte Sexualisierung von Schulen berichtet und die Reaktion der Landesregierung auf den Widerstand aus der Bevölkerung gewürdigt.

Konfrontiert mit dem Widerstand aus dem ungeliebten Teil der Zivilbevölkerung, hat sich die Landesregierung in die Schmollecke verzogen und den Bildungsplan 2015 erst einmal auf Eis gelegt. In der Schmollecke haben die Mitglieder der Landesregierung dann gebrütet und überlegt, wie sie, die so gerne die Partizipation von Bürgern, deren Beteiligung, die Bürgerbeteiligung, bei allen passenden und unpassenden Gelegenheiten im Mund führen, mit dieser völlig unpassenden und nicht-gewollten Bürgerbewegung umgehen, und wie sie ihren Bildungsplan auch gegen Widerstand durchdrücken können.

Vom Ergebnis der Zeit in der Schmollecke hat uns Gabriel Stängle, der Realschullehrer, der die Petition gegen den Bildungsplan 2015 initiiert hat und der, wie wir seit gestern wissen, zu den regelmäßigen Lesern von ScienceFiles zählt, ausführlich berichtet.

Zusammenfassend kann man sagen: Die Landesregierung Baden-Württemberg tut zweierlei: Zum einen wird versucht, den Widerstand gegen den Bildungsplan 2015 auszusitzen, in der Hoffnung, dass er von selbst verschwindet. Zum anderen wird versucht, den ursprünglichen Plänen, die man vermutlich 1:1 in entsprechenden Vorlagen der Lobbyverbänden von LSBTTIQs findet, eine demokratische Legitimation zu verschaffen, und zwar mit einer Reihe von Taschenspielertricks, die man übel nehmen muss, zeigen sie doch entweder den IQ der dafür Verantwortlichen, was für deren Wähler nicht schmeichelhaft ist, oder die Vorstellung der Verantwortlichen vom IQ der Wähler, was ebenfalls für die Wähler nicht schmeichelhaft ist.

Wir haben uns aus dem Versuch der Landesregierung, nicht als Lobbytruppe für LSBTTIQ zu erscheinen, drei Punkte herausgegriffen, die eine eindeutige Sprache sprechen. Wer genau erfahren möchte, wie das neue Gewand der Sexualisierung von Grundschülern aussieht, sei auf den Beitrag, den Gabriel Stängle in seinem Blog veröffentlicht hat, verwiesen.

Unsere drei Punkte beziehen sich auf:

  • die Chimäre der Bürgerbeteiligung;
  • die vermeintliche Notwendigkeit des Schutzes von LSBTTIQ;
  • die totalitäre Fratze hinter dem Bildungsplan;

Chimäre der Bürgerbeteiligung

buergerbeteiligung

Faktencheck-bw

Wer sich auf der Seite der Landesregierung umschaut, die einzig dem Marketing des Bildungsplans 2015 gewidmet ist, der findet dort bereits nach kurzer Zeit den Marketing-Slogan, mit dem der Prozess, der zum Bildungsplan 2015 geführt hat, vermarktet werden soll: “Gute Politik wächst von unten!”. Das klingt nach Basisdemokratie. Das kling nach Bürgerbeteiligung. Aber es klingt nur danach, denn die “gute Politik”, die von unten wachsen soll, sie erweist sich als Lobby-Politik, wenn man einmal betrachtet, wer für die Landesregierung, die sich natürlich oben wähnt, unten ist. Unten sind (1) Vertreter der im Landtag vertretenen Fraktionen, (2) 12 Vertreter des landesweiten Netzwerks LSBTTIQ, (3) Vertreter kommunaler Landesverbände, (4) Vertreter der Liga der freien Wohlfahrtspflege, (5) Vertreter der AIDS-Hilfe, (6) Vertreter des Landesgeundheitsamts und (7) Vertreter aus den Ministerien, also kurz: “Sie nicht!”

Das sind die Vertreter, die gute Politik von unten sichern sollen. Die gute Politik von unten, ist der Bildungsplan 2015, der soll durch die ausgesuchten Vertreter abgesegnet werden. Das erklärt, warum die angeblich gute Politik ohne die Mitwirkung von Elternvertretern auskommt, warum von den Gegnern des Bildungsplans 2015 niemand in den Beirat gelangt ist, denn diese Gruppen haben vermutlich eine andere Vorstellung davon, wie gute Politik in z.B. Grundschulen aussieht, eine falsche Vorstellung, nämlich nicht die Vorstellung der Landesregierung, und deshalb würden sie im Beirat stören, in dem es darum geht, die Lobbypolitik für LSBTTIQ durchzusetzen.

Lobbypolitik zielt in der Regel auf zwei Dinge: Einfluss und Geld.

Einfluss wird dadurch sichergestellt, dass duch die Sexualisierung von Grundschulen aktive Mitgliederwerbung für LSBTTIQ betrieben wird.

Geld wird durch den “Aufbau einer Geschäftsstelle und die Unterstützung der professionellen Arbeit des Netzwerkes LSBTTIQ” sichergestellt. Das Hauptziel aller Lobbyisten, die nicht für private Unternehmen tätig sind, in Zukunft aus Steuergeldern finanziert zu werden, ist damit erreicht. Damit LSBTTIQ flächendeckend vom Bildungsplan profitieren, sollen “Anlaufstellen für LSBTTIQ” geschaffen werden, von Steuerzahlern finanziert, versteht sich. Damit LSBTTIQ ihren Spleen nicht auf eigene Rechnung ausleben müssen, soll eine “Leistungspflicht der Krankenkassen bei begleitenden Therapien und medizinischen Eingriffen für transsexuelle und transgender Menschen” geschaffen werden und vieles mehr.

Kaum ein Lobbyverband ist erfolgreicher als der der LSBTTIQ. Wie wir schon mehrfach festgestellt haben, ist es erstaunlich, wie ein kleines Häuflein von Aktivisten es schafft, die Mehrheit nach seiner Pfeife tanzen zu lassen. Man kann nur vermuten, welche Form gegenseitiger Gefallensgewährung hinter dem Erfolg der entsprechenden Lobbyisten in z.B. Baden-Württemberg steht.

Vermeintliche Notwendigkeit

Die vermeintliche Notwendigkeit, die eine Bewerbung von Akzeptanz und Toleranz sexueller Vielfalt und deren gesetzliche Verankerung im Bildungsplan 2015 hat, soll über eine Online-Umfrage belegt werden, die die Landesregierung hat durchführen lassen. Es ist nicht bekannt, wer die Online-Umfrage erstellt, ausgewertet und interpretiert hat (Ein Mitarbeiter des Statistischen Landesamts hat wohl die Grafiken für den Bericht erstellt). Falls es sich dabei um Wissenschaftler handelt, so schrecken sie zumindest davor zurück, dass ihr Name mit der Online-Umfrage der Landesregierung in Zusammenhang gebracht wird. Sie wären wissenschaftlich ruiniert, wäre dies der Fall.

UmfragemissbrauchEs gibt eine Reihe von Todsünden empirischer Sozialforschung, die, wenn sie begangen werden, den Effekt haben, die Ergebnisse zu verzerren. Diese Todsünden meiden Wissenschaftler, während Ideologen sie zu nutzen versuchen, denn sie eignen sich, um sicherzustellen, dass am Ende einer Befragung herauskommt, was man herausbekommen will.

Zwei Beispiele mögen genügen, um dies für die Online-Umfrage der Landesregierung Baden-Württemberg zu demonstrieren und die Umfrage damit als auch nur ansatzweise aussagekräftig zu erledigen.

  • Selektivität der Grundgesamtheit
  • Fehlende Vergleichsgruppe

(1)

Eine selektive Grundgesamtheit liegt dann vor, wenn bestimmte Eigenschaften in der Grundgesamtheit überrepräsentiert sind. Stellte man sich vor den Bahnhof in Mannheim und würde die Passagiere der Bundesbahn befragen, was sie von einer steuerlichen Bezuschussung für Bahnreisende halten, das zustimmende Ergebnisse wäre vorhersehbar und man hätte es über eine Selegierung der Grundgesamheit erreicht, denn: führte man dieselbe Umfrage auf dem Angestelltenparkplatz der BASF durch, das Ergebnis wäre sicher ein anderes.

Die Online Umfrage der Landesregierung richtet sich nur an die Buchstabenfolgen-Menschen, also die LSBTTIQs. Sie wurden in ihren Netzwerken angesprochen, auf so genannten Beteiligungsworkshops angesprochen, es wurde eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, um einerseits sicherzustellen, dass eine selektive Grundgesamtheit entsteht und andererseits sicherzustellen, dass nur motivierte und in der Regel auch aktivistische Buchstaben-Menschen (also politisierte LSBTTIQ, die nicht für den normalen LSBTTIQ repräsentativ sind) an der Umfrage teilnehmen.

Die Ergebnisse sind entsprechend und die Online-Umfrage ist ein Beispiel dafür, wie man Steuergelder einsetzt, um die Methoden der empirischen Sozialforschung für seine Zwecke zu missbrauchen. So langsam wäre es nicht nur an der Zeit, Politikern jeglichen Umgang mit empirischer Sozialforschung zu verbieten, sondern eine Regelung in Landes- und Bundesgesetze aufzunehmen, nach der Politiker für grobe Verstöße gegen die guten Sitten und die sorgfältige Verwendung von Steuergeldern haften.

(2)

Um die Notwendigkeit des steuerfinanzierten Werbens für LSBTTIQ sowie die Einrichtung entsprechender Geschäfts- und Anlaufstellen, für alle, die sich mit Buchstaben identifizieren, deutlich zu machen, wurde in der Online-Umfrage nach Diskriminierungserfahrungen gefragt. Angesichts der Auswahl der Teilnehmer der Umfrage ist bereits sichergestellt, dass es Berichte von Diskriminierungserfahrungen geben wird. Um aber gar nichts dem Zufall zu überlassen, wurden nur Buchstaben-Menschen befragt, d.h. es fehlt die Vergleichsgruppe. Und wäre die Umfrage nicht bereits durch die Auswahl der Befragten eine Angelegenheit für den Schredder, sie wäre es jetzt.

So findet sich auf Seite 22 des Berichts zur Umfrage, die folgende Abbildung, mit der die furchtbaren Formen der Diskriminierung dargestellt werden sollen, denen sich Buchstaben-Menschen innerhalb der letzten 5 Jahre mindestens einmal oder öfter ausgesetzt gesehen haben.

Buchstabenmenschen

Die Befrager mussten schon wirklich tief in die Trickkiste greifen, um hier überhaupt ein Ergebnis zu erhalten. Erinnern Sie sich eigentlich noch, ob sie in den letzten fünf Jahren einmal angegafft wurden? Wenn ja, dann muss es ein wirklich herausragendes, ein außergewöhnliches Ereignis gewesen sein, eines, das es nicht alle Tage gibt. Aber Sie sind ja auch nicht LSBdingenskirchen. Wären Sie LSBdingenskirchen, das herausragende Beispiel wäre der Beleg für eine weitverbreitete Diskriminerung von LSBundsoweiter.

Die Angaben, die die Befragten zu den in der Abbildung aufgeführten Verfehlungen anderer ihnen gegenüber machen, sind alle subjektiv. Das ist das erste Problem. Das zweite Problem ist: Es sind die subjektiven Eindrücke einer selektiven Grundgesamtheit, die subjektiven Eindrücke von Aktivisten und von anderen, die sowieso schon der Meinung sind, jeder sehe in ihnen nur den LBSTundsoweiter und jeder sei an ihrer sexuellen Orientierung interessiert.

Pointiert formuliert verwundert es nicht, dass jemand der sich vom FBI verfolgt sieht, hinter allem, was ihm im täglichen Leben widerfährt, das Wirken des FBI vermutet. Was verwundert ist, dass derjenige, der sich vom FBI verfolgt fühlt, in seinem Verfolgungswahn zur Legitimation von Gesetzesvorhaben gegen die Verfolgung durch das FBI wird.

Schließlich der letzte Trick aus der Schmutzkiste des Missbrauchs empirischer Sozialforschung. Wurden Sie innerhalb der letzten fünf Jahre schon einmal angegafft, hat man sie einmal imitiert, hat man sie beleidigt, sie nicht ernst genommen worden usw.? Was wäre wohl das Ergebnis, wenn man die entsprechenden Fragen nicht nur LSBx, sondern auch Vertretern der in der Umfrage unterdrückten Mehrheit gestellt hätte? Es hätten sich keine Unterschiede ergeben. Das angebliche Leiden der LSBx hätte sich nicht als Besonderheit von LSBx vermarkten lassen. Ihre unangefochtene Stellung als Top-diskriminierte Gruppe wäre ins Wanken geraten und die Legitimation des Bildungsplans 2015 gleich mit. Und darum geht es ausschließlich, um die Legitimation des Lobbywerks, das als Bildungsplan 2015 unter Missbrauch von Worten wie Toleranz, Akzeptanz und Bildung verkauft werden soll.

Totalitäre Fratze

Damit sind wir bei der totalitären Fratze angekommen, die hinter dem gesamten Werk hervorlugt. Wir haben schon vielfach darüber geschrieben, dass die Vermarkter von Toleranz und Akzeptanz dann, wenn sie auf jemanden treffen, der ihr Produkt nicht kaufen will, plötzlich zu intoleranten, die Entscheidung anderer nicht akzeptierenden kleinen Diktatoren werden, die nicht nur für jede Form des Widerstands einen derogativen Begriff zur Hand haben, sondern Widerstand in keiner Form zulassen, ihm völlig intolerant gegenüberstehen. Die Besetzung des Abnickgremiums, das als Beirat bezeichnet wird, ist ein Beispiel dafür oder eher die Nicht-Besetzung der Ausschluss derer, die die “gute Politik” von unten, die die Landesregierung durchsetzen will, so nicht akzeptieren würden.

Ein anderes Beispiel zeigt, wie sehr die guten Menschen, die gute Politik zu machen vorgeben, vom Heil, das sie zu bringen von einem guten Gott beauftragt wurden (oder auch nur von einem guten Lobbyisten bei einem guten Abendessen in einem guten Hotel in Abu Dhabi, Anreise und Übernachtung natürlich auf Kosten des Lobbyisten), überzeugt sind:

In der Zusammenstellung dessen, was im Bildungsplan 2015 geplant ist, die Gabriel Stängle erstellt hat, findet sich das Folgende:

  • Zuschüsse für Hochschulen kürzen / streichen, die ein veraltetes Menschenbild lehren;

Es soll ja immer noch naive Menschen geben, die denken, universitäre Selbstverwaltung belege die Freiheit von Forschung und Lehre. Es ist Zeit, die entsprechenden Träumer zu wecken: Die universitäre Selbstverwaltung garantiert, dass naive Wissenschaftler Verwaltungsarbeit verrichten, für die sie nicht bezahlt werden, mehr nicht. Wer im Zeitalter von Professorinnenprogramm, im Zeitalter der Installation von seltsamen Personen über seltsame Wege auf noch seltsameren Lehrstühlen immer noch glaubt, Forschung und Lehre seien frei, der wird vielleicht durch den geplanten Eingriff der Baden-Württembergischen Landesregierung aus seinem Traumland geholt.

Denn interessanter noch als die Tatsache, dass die Baden-Württembergische Landesregierung gedenkt, Hochschulen für Wohlverhalten zu belohnen oder für fehlendes Wohlverhalten zu bestrafen, sie gleichzuschalten, ist die Prämisse dahinter, die keinen Zweifel daran lässt, dass entsprechende Praktiken gang und gäbe sind, dass es für Landesregierungen und ihre Häscher ganz normal zu sein scheint, in die Abläufe von Hochschulen steuernd einzugreifen, um ihre Interessen durchzusetzen, bei der Schaffung von Lehrstühlen, bei der Besetzung von Lehrstühlen, bei den Inhalten, die vermittelt werden dürfen usw.

Derartige Normalitäten zeigen, wie sehr Universitäten schon jetzt nichts anderes mehr sind als die Anhängsel von Landesregierungen und -ministerien, die nach Belieben in den universitären Alltag eingreifen und, wenn es ihnen beliebt, eben einmal das richtige Menschenbild vorgeben. Das hatten wir alles schon einmal, aber die Zeit scheint nicht nur alle Wunden zu heilen, sie scheint auch alles Erlernte, alle Lehren zu tilgen, damit sich Geschichte wiederholen kann.

Die 22%-Intelligenzlücke: Selbst die Sonne kann es nicht mehr mit ansehen

Eigentlich ist alles ganz einfach.

Unter sonst konstanten Bedingungen (ceteris paribus) gilt:

  • Lohn ist eine Funktion von Arbeit: Wer mehr arbeitet, hat mehr Lohn;
  • Lohn ist eine Funktion von Qualifikation: Wer qualifizierter ist, erhält mehr Lohn;
  • Lohn ist eine Funktion von Nachfrage: Wessen Tätigkeit mehr nachgefragt wird, der erhält mehr Lohn;
  • Lohn ist eine Funktion von Sonderzahlungen z.B. wegen gefährlicher Tätigkeit, Schichtarbeit, Überstunden uvm: Wer mehr Anlass zu Sonderzahlungen gibt, der erhält mehr Lohn.

So einfach ist das eigentlich.

Bereits Einstein erkannte die Unbegrenztheit der Ressource "Dummheit"

Und dennoch geistert der 22%-Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen wieder durch die Medien. Der 22% Lohnunterschied, der auch “Gender Pay Gap” genannt wird, berücksichtigt keine der Variablen, die oben aufgezählt wurden: weder Arbeitsstunden, noch Qualifikation, noch Arbeitserfahrung, noch Sonderzahlungen noch sonstige Einflussfaktoren auf das Gehalt werden berücksichtigt. Statt dessen wird alles zusammengeworfen und sich darüber gewundert, dass ein Chefarzt mehr verdient als eine Krankenschwester, nein, darüber wird sich nicht gewundert, es wird als Diskriminerung beschrien, als 22%-Diskriminierung.

Dieser kurze Durchlauf durch deutsche Medien soll genügen, um auf das vorzubereiten, was bis zum 20. März auf die Leser der parteiunabhängigen Indoktrinationsblätter hereinbrechen wird. Denn: am 20. März ist Tag der Entgeltgleichheit, ein Tag mit Kultstatus für die Jünger des Gender Pay Gap-Kults, die sich dann wieder versammeln werden, um ihrem Aberglauben zu huldigen und den intelligenten Teil der Bevöllkerung mit der Behauptung zu penetrieren, Frauen würden 22% weniger verdienen als Männer.

Wir haben schon so viel zum Gender Pay Gap geschrieben, dass wir uns fühlen, wie Karl Raimund Popper sich gefühlt haben muss, als er zum 100sten Mal nachgewiesen hat, dass der Induktionsschluss nicht funktioniert (nachzulesen im Neuen Anhang zur Logik der Forschung, Kapitel XVIII). Kein Schluss ist logisch und zwingend genug, als dass ihn minder Intelligente oder solche, die sich einen Vorteil davon versprechen, nicht in Frage stellen würden, und so kommt man irgendwann zu der Erkenntnis, dass Wissen und empirische Belege da scheitern müssen, wo Ideologie und Dummheit herrschen.

Deshalb wollten wir eigentlich nichts mehr schreiben, zum Gender Pay Gap. Es ist alles gesagt. Wer jetzt noch von 22% fabuliert, der will oder kann nicht verstehen.

Dann aber sind wir auf zwei Kleinigkeiten gestoßen:

(1)

In der Pressemeldung des Statistischen Bundesamts, mit der pflichtschuldigst der Rücken vor den politischen Herren des Amtes gebeugt wird, steht Folgendes zu lesen:

“So betrug 2014 der unbereinigte Gender Pay Gap [!sic] in den neuen Ländern 9%, während er im früheren Bundesgebiet bei 23% lag.”

Wie lange die neuen Länder noch neue Länder bleiben, ist eine Frage, die wir hier nur stellen wollen. Nach 25 Jahren kann man sich aber zumindest darauf einigen, dass die neuen Länder nicht mehr ganz taufrisch sind. Wie auch immer, wir ziehen es vor, von Ost- und Westdeutschland zu sprechen. In Ostdeutschland beträgt das unbereinigte Gender Pay Gap demnach 9% gegenüber 23% in Westdeutschland.

Fragt sich eigentlich niemand, warum?

Wo sind die Frauenbewegten, die sich auf die Suche nach der Ursache der größeren Entgeltgleichheit in Ostdeutschland machen?

Vermutlich sind sie zu Hause und mit der Erziehung von erwachsenen Kindern beschäftigt, denn das genau ist eine, wenn nicht die Ursache dafür, dass ostdeutsche Frauen relativ zu ostdeutschen Männern besser verdienen als westdeutsche Frauen relativ zu westdeutschen Männern. Ausgerechnet ein Beitrag aus dem DIW liefert Indizien:

  • In Ostdeutschland ist die Erwerbstätigenquote unter Frauen mit 75,8% (2012) höher als in Westdeutschland (70,6%).
  • Und der “Anteil der vollzeiarbeitenden Mütter ist im Osten doppelt so hoch wie im Westen”.

Anders formuliert: westdeutsche Frauen gehen seltener Arbeiten und klinken sich häufiger mindestens teilweise aus dem Arbeitsmarkt aus, wenn sie einen Vorwand im Form von Nachwuchs gefunden haben als ostdeutsche Frauen. Und dennoch wollen sie denselben Lohn wie Männer oder ostdeutsche Frauen, die 40-Stunden in der Woche arbeiten gehen!

(2)

solar eclipseAm Tag der Engeltgleichheit, an dem die 22%-Lüge wieder endemisch durch Deutschland geistern wird, am 20. März wird es nicht nur den mit Vernunft begabten unter uns reichen, nein, es reicht auch der Sonne. Die Sonne kann es nicht mehr mit ansehen und wird sich am 20. März im Laufe des Vormittags hinter dem Mond verstecken, um zumindest zeitweise, dem dummen Gezeter, das von Politikern, politischen Aktivisten, Funktionären und sonstigen Günstlingen, die mit dem 22%-Mythos ihr Geld verdienen, kommen wird, zu entgehen. Leider ist diese Maßnahme der Sonne beim Mond nicht populär, der sich nur für knapp zwei Stunden bereit erklärt hat, die Sonne gegen die irdische Dummheit abzuschirmen.

Übrigen, das Life-Expectancy Gap zwischen Männern und Frauen beträgt 6,4%: Ein männliches Leben ist im Durchschnitt um 6,4% kürzer als ein weibliches Leben. Zeit, einen finanziellen Ausgleich für die kürzere Lebenserwartung zu fordern!

Habermas pervertiert: Das Syndrom der Einweg-Kommunikation

Die Zeichen dafür, dass wir Zeitzeugen eines Kulturkampfes sind, mehren sich.

Nein, wir reden nicht von den kindischen Gören, die feieren, dass sie es geschafft haben, Unternehmen eine Frauenquote zu zumuten. Unternehmen, denen die Kosten für diesen Unsinn zu groß werden, werden einfach ihren Hauptsitz verlegen und den Aufsichtsrat gleich mit, am besten in die USA oder ins Vereinigte Königreich oder nach Katar, denn dort wird der Zoo noch von den Wärtern regiert.

Nein, wir reden von der Wissenschaft, von Hochschulen in Deutschland, Hochschulen, die vermehrt zum Gegenstand ideologischer Unterwanderung gemacht worden sind, was vor allem in den Sozialwissenschaften dazu geführt hat, dass der Konsens darüber, was Wissenschaft ist, welche Methode sie begründet, welche Anforderungen an Wissenschaftlichkeit gestellt sind und welche Kriterien Aussagen erfüllen müssen, damit sie als wissenschaftlich gelten können, zerstört wurde.
Popper Grundprobleme
Ideologen haben sich auf die Stellen von Wissenschaftlern geschmuggelt und versuchen von dort aus, ihre Heilslehren an den Mann zu bringen.

Bislang haben sie das weitgehend ungestört tun können.

Doch langsam regt sich Widerstand.

Warum? Weil es selbst nach 20 Jahren Genderismus in Deutschland noch Wissenschaftler gibt, die ihre Tätigkeit ernst nehmen, die Argumente austauschen und Erkenntnis gewinnen wollen, die etwas über die Realität lernen wollen und ein Wissen über die Realität aufbauen wollen, was den Austausch mit derselben voraussetzt.

Es ist anhand weniger Kriterien, die wir als Syndrom der Einweg-Kommunikation gefasst haben, leicht, Ideologen von Wissenschaftlern zu unterscheiden.

Syndrom der Einweg-Kommunikation das Ideologen auszeichnet Wissenschaftliche Methode
Es werden Behauptungen aufgestellt, aber es wird nicht begründet, warum die Behauptungen zutreffen sollen. Die Behauptungen, die aufgestellt werden, werden mit einer Begründung versehen, die die Richtigkeit der Behauptungen belegen sollen.
Es werden keinerlei Bezüge zur Realität hergestellt, um die Begründungen von Behauptungen zu verankern. Veilmehr sollen Behauptungen mit neuen Behauptungen belegt werden. Die Begründungen von Behauptungen haben einen Bezug zur Realität, stellen eine Aussage über die Realität auf.
Behauptungen werden mit dem Anspruch auf Wahrheit aufgestellt. Behauptungen werden aufgestellt, um Probleme zu lösen.
Die behaupteten Wahrheiten sind nicht prüfbar. Die Aussagen, die Behauptungen stützen sollen, können überprüft werden.
Die behaupteten Wahrheiten muss man glauben, denn Gründe, warum man sie glauben kann, werden nicht genannt. Die Aussagen, die Behauptungen stützen, können nachvollzogen und geprüft werden.
Die behaupteten Wahrheiten können sich nicht als falsch erweisen. Die Aussagen, die Behauptungen stützen sollen, können sich jederzeit als falsch erweisen.
Es kann nicht gelernt werden, weil die Wahrheit schon bekannt ist. Es wird ständig gelernt, weil Aussagen, die sich bei Prüfung als falsch erweisen, neue Probleme aufwerfen, die abermals durch Konfrontation mit der Realität gelöst werden müssen.
Eine Verständigung mit Personen, die die behauptete Wahrheit nicht teilen, ist nicht möglich. Eine Verständigung mit Kritikern begründeter Behauptungen ist jederzeit möglich. Kritik kann sich jederzeit als richtig oder falsch erweisen, je nachdem, zu welchem Ergebnis die Prüfung von Aussagen, die Behauptungen begründen sollen, führt.
Erkenntnis ist nicht das Ziel, sondern Offenbarung, Offenbarung der Wahrheit, in deren Besitz man sich wähnt. Erkenntnis ist das Ziel, was voraussetzt, dass man sein Wissen ständig überprüft und es der Gefahr, sich als falsch zu erweisen, aussetzt.

Vergleicht man die wissenschaftliche Methode in der rechten Spalte der Tabelle mit dem Syndrom der Einweg-Kommunikation in der linken Spalte der Tabelle, dann wird klar, warum wir das Syndrom “Syndrom der Einweg-Kommunikation” genannt haben, denn Ideologen, die sich an Universitäten eingenistet haben, bleibt keine andere Möglichkeit, als den Mund zunächst weit aufzureißen und zu hoffen, dass sie mit lautem Geschrei alle vermeintlichen Kritiker verschrecken können, um auf diese Weise Nachfragen aus dem Weg zu gehen.

science-and-ideologyNachfragen müssen sie aus dem Weg gehen, denn sie haben keine Antworten. Sind sie z.B. mit Warum-Fragen konfrontiert, mit der Notwendigkeit eine nachvollziehbare Begründung für ihre Behauptungen zu geben, dann zeigt sich sehr schnell, dass sie das nicht können. Alles, was sie können, erschöpft sich in dem Versuch, Kritiker abzuschrecken und Kritik, kommt sie dennoch, zu verunglimpfen oder, wenn sie sich das nicht trauen, zu ignorieren.

Die Methode, Kritiker abzuschrecken, ist immer dieselbe, schon weil es nicht so viele Möglichkeiten gibt, zu versuchen, Kritiker mundtot zu machen: Ideologen versuchen immer, sich und ihre Position als moralisch überlegen darzustellen, um auf diese Weise Kritiker in eine Ecke der Verderbtheit stellen zu können. Modern ist zur Zeit die Ecke des Rechtsextremismus. Früher war die Ecke der jüdisch-bolschewistischen Weltverschwörung die Verderbtheit der Wahl.

Zuweilen klappt dieser Versuch, moralische Überlegenheit für sich vorauszusetzen, nicht. Dann gibt es im Arsenal der Ideologen nur zwei mögliche Reaktionen: eine (abermalige) Diffamierung dessen, der es wagt, die heilige Lehre zu kritisieren. Diese Methode bringt das Risiko mit sich, dass man sich abermals als der outet, der keinerlei Vorstellung davon hat, was eine Begründung ist, wie man sich sachlich und gesittet auseinandersetzt usw. Kurz: Die Gefahr als Ideologe dazustehen, ist sehr groß.

Die zweite Methode ist die Methode des Aussitzens, des Schweigens und Hoffens, dass die Kritik von alleine verschwindet und man nicht preisgeben muss, dass man als Ideologe auf einer Position sitzt, die Wissenschaftlern vorbehalten ist.

Allein die Tatsache, dass Ideologen sich mittlerweile in der Klemme sehen, zwischen den beiden genannten Methoden wählen zu müssen, ist ein Erfolg der Kritiker, derjenigen, die wie wir auf ScienceFiles nicht müde werden, Begründungen einzufordern und die Ideologen bloß zu stellen.

Entsprechend ist das Schweigen der Ideologen nicht nur ein Beleg dafür, dass wir es mit Ideologen zu tun haben, die sich auf wissenschaftliche Positionen geschlichen haben, es ist auch ein Beleg dafür, dass die entsprechenden Ideologen sich in der Defensive befinden.

Ideologen in diese Defensive zu bringen, ist der erste Schritt auf dem Weg, sie aus der Wissenschaft zu vertreiben.

Der zweite Schritt besteht darin, den Druck aufrecht zu halten und die Ideologen bei jeder Gelegenheit als Ideologen erkennbar zu machen.

Weil dieser zweite Schritt so wichtig ist, freuen wir uns, dass Prof. Dr. Werner Patzelt ihn auch gegangen ist. Leser von ScienceFiles werden sich erinnern, dass Prof. Dr. Patzelt von Lehrstuhlbesetzern, Dozenten und Studentenvertretern aus seinem Fachbereich angefeindet wurde, weil er versucht hat, in der Öffentlichkeit ein korrektes Bild der PEGIDA-Teilnehmer zu präsentieren, ein Bild, wie er es aus seinen Forschungsergebnissen (die nachprüfbar und falsifizierbar sind) entnommen hat.

Werner patzeltPatzelt hat versucht, mit denjenigen, die ihn angefeindet haben, einen Dialog zu führen. Sie haben sich geweigert. Sie haben auch keinerlei Anstalten gemacht, ihre eigenen Behauptungen zu belegen oder gar die von ihnen für falsch gehaltenen Aussagen von Patzelt zu überprüfen. Sie haben, wie dies in der linken Spalte der Tabelle oben dargestellt ist, behauptet und Behauptungen mit weiteren Behauptungen begründet und dann, wenn sie aufgefordert wurden, eine nachvollziehbare und prüfbare Begründung für ihre Behauptungen zu liefern, gekniffen. Seitdem sind sie auf Tauchstation und schweigen. Und Patzelt ist, wie gesagt, den zweiten Schritt gegangen und hat die Sprachlosigkeit derjenigen, die ihn anfeinden wollten, dokumentiert.

Hervorragend!

Und wir nutzen die Gelegenheit, um auf eine Reihe anderer Sprachloser hinzuweisen.

Sabine Hark und Paula Irene Villa, die beide Lehrstühle für GenderXY besetzen, schweigen immer noch. Sie haben offensichtlich keinerlei Antworten auf Fragen, die die wissenschaftliche Fundierung ihrer von Steuerzahlern finanzierten Tätigkeit betreffen. 

Der gesamte Vorstand der DGS schweigt noch immer. Die darin Versammelten haben ganz offensichtlich keinerlei Problem damit, dass nachgewiesen wurde, wie männliche Bewerber auf Professuren im Fach Soziologie gegenüber weiblichen Bewerbern diskriminiert werden.

©ScienceFiles

Dieses Mal im Ernst: Gegen vermeintlich diskriminierende Liedtexte soll vorgegangen werden

Als wir vor einiger Zeit die Satire “Geschlechterforscher fordert: Liebeslieder verbieten” veröffentlicht haben und darin, wie wir geglaubt haben, den Genderismus derart ins Absurde gesteigert hatten, dass man nicht anders konnte, als die Satire zu erkennen, da haben wir wirklich nicht erwartet, dass wir von der Realität überholt werden.

Nun geht es dem deutschen Schlager und sonstigem deutschen Liedgut tatsächlich an den Kragen:

Es gibt einen real existierenden Lehrstuhlbesetzer, der von Steuerzahlern finanziert wird und an einer Universität lehrt, der es befürwortet, gegen diskriminierende Liedtexte vorzugehen, vermutlich sie auf den Index zu setzen oder gleich ganz zu verbieten.

Welche Liedtexte?

Solche:

Textbeispiele Intervention

Vorbei ist es, mit dem ungestörten Hören deutscher Liedtexte (englische Texte versteht der Professor, der hinter dieser Forderung steht, offensichtlich nicht).

Ein privilegierter weißer Cis-heteronormativer Unterdrücker?

Ein privilegierter weißer Cis-heteronormativer Unterdrücker?

Da man derzeit in Deutschland vor nichts sicher sein kann, da selbst nicht-Juristen zu Verfassungsrichtern gemacht werden und Studienabbrecher ohne einen Abschluss, die auf dem normalen Arbeitsmarkt kein Bein auf den Boden bekämen, über Parteilisten in den Bundestag einziehen, muss man damit rechnen, dass das Allgemeine Gleichstellungsgesetz (AGG) in Kürze dahingehend ergänzt wird, dass diskriminierende Liedtexte, also die Liedtexte, die von Leuten wie unserem Professor für solche gehalten werden, von Musik-CDs verschwinden und der Besitz entsprechender Vinyl-Pressungen unter Strafe gestellt wird.

Das wäre dann das Ende für Klassiker deutschen Liedguts wie:

Schöne Maid von Tony Marschall.

Warum wird anhand der folgenden Diskriminierungs-Potential-Analyse deutlich:

Liedtext Diskriminierungs-Potential-Analyse
Schöne Maid Diskriminierung aller hässlichen Maids und vor allem Ausschluss aller Transgender, Bi- und sonstigen Sexuellen, Vorspiegelung und Verherrlichung von Heteronormativität und Ausschluss alternativer Lebensformen;
hast du heut für mich Zeit scheinheilige Frage eines statushöheren und privilegierten CIS-hetero-weißen Mannes, der seine Position aussnutzt, um eine schöne Maid unter den Druck heteronormativer gesellschaftlicher Konventionen zu setzen;
ho-ja ho-ja ho Anspielung auf Piraten, die dabei sind, ein Schiff zu entern, macht deutlich, dass beabsichtigt ist, ein unrechtmäßiges Besitzverhältnis zu etablieren;
sag bitte ja dann bin ich nur für dich da Versuch, ein Abhängigkeitsverhältnis zu begründen und das Opfer in dem Glauben zu lassen, es habe eine Wahl;
oh bitte ho-ja ho-ja ho siehe die letzten beiden Zeilen;
Schöne Maid Erste Wiederholung der Diskriminierung von hässlichen Maids, nicht-heterosexuellen Lebensweisen und des gesellschaftlichen Ausschlusses von gleichgeschlechtlichen Lebensformen, so dass vom Versuch, die entsprechenden Lebensformen unsichtbar zu machen, ausgegangen werden muss;
glaub mir so jung wie heut ho-ja ho-ja ho kommen wir nicht mehr zusammen Vorspiegelung einer zeitlichen Kausalität zur Beförderung der eigenen Absichten. Zeit ist bekanntermaßen konstruiert, und entsprechend ist Alter eine Zuschreibung. Der Glaube daran, dass man älter wird, soll hier als gesellschaftliche Norm gesetzt und ausgenutzt werden;
vielleicht ist es schon morgen viel zu spät. Drohung mit Konsequenzen, verbale Gewalt, die in physische Gewalt umschlagen kann;
Wir singen tralala und tanzen hopsasa wir wollen fröhlich sein und uns des Lebens freun Einlullen des Opfers durch die Beschreibung einer gloreichen gemeinsamen Zukunft, die nur dazu dient, die nächste physische Drohung einzuleiten und das Opfer unter Zugzwang zu setzen, erfüllt den Tatbestand der Nötigung, denn:
wer weiß wie lange das noch geht wer weiß wie lang die Welt sich dreht. Zweite  Drohung. Dieses Mal wird mit dem Ende der Welt gedroht. Da kein Mensch der hopsasa Tanz, die Welt beenden kann, muss diese Drohung als Morddrohung bei Nichtunterwerfung des Opfers interpretiert werden.
Sieht so ein privilegierter cis-hetero-weißer Diskriminierer aus?

Sieht so ein privilegierter cis-hetero-weißer Diskriminierer aus?

Vermutlich haben Sie bis eben gedacht, das Lied von Tony Marschall sei ein harmloses Lied mit einem dümmlichen Text. Und in der Tat, ist es das auch, aber es gibt in Deutschland Lehrstuhlbesetzer, die selbst an harmlosen und dümmlichen Liedern Anstoß nehmen, die entsprechenden Lieder am besten verboten und indiziert sehen wollen, damit sie ihrem Traum einer leblosen Welt näher kommen können.

Wie gesagt: Dieser Post ist keine Satire. Die Absicht, gegen diskrimierende Liedtexte, also solche, die von dem entsprechende Professor und seiner Glaubenskongregation als diskrimierend angesehen werden, vorzugehen, sie aus dem Verkehr zu ziehen ist so real, wie der Versuch von Studenten an der Berliner Humboldt Universität, dieselbe umzubenennen, weil die Brüder Humboldt Rassisten und auch ansonsten fiese männliche Schweine waren.

Wir wollen von unseren Lesern wissen:

Welcher Lehrstuhlbesetzer, der sich als Professor mit entsprechender Kenntnis inszenieren will, steht hinter der dargestellten absurden Idee, die selbst unsere oben angesprochene Satire in den Schatten stellt.

Sechs Personen stehen zur Auswahl:
Infos zu den Wettbewerbern: Sabine Hark: Info
Lann Hornscheidt (das Profx): Info
Ilse Lenz: Info
Stephan Lessenich: Info
Michael Meusser: Info
Paula Irene Villa: Info

Versuche am lebenden Schüler in Schleswig-Holsteins Grundschulen

Jean Jacques Rousseau hat in seinem Emile dafür plädiert, Schüler so lange wie nur möglich vor gesellschaftlichen Einflüssen und gesellschaftlicher Einflussnahmen zu schützen, sie quasi in einem extra-gesellschaftlichen Schutzraum aufwachsen zu lassen. So utopisch und illusionär diese Vorstellung heute auch sein mag, man kann sie immer besser verstehen.

Die Landesregierung in Schleswig-Holstein hat beschlossen, Versuche an Grundschülern zuzulassen. Die grundsätzliche Entscheidung, dass Versuche an Grundschülern durchgeführt werden, ist längst getroffen. Die Frage, die derzeit und angeblich vom Sozialministerium geprüft wird, ist: welche Versuchsanordnung ist die richtige, um Schüler zu den gewünschten Marionetten zu erziehen, oder wie es die Kieler Nachrichten formulieren:

“Die Landesregierung will schon bei Grundschülern Vorbehalte gegen Lesben, Schwule und Transsexuelle abbauen.”

Dazu ist zunächst Folgendes anzumerken:

Es gibt keinerlei uns bekannte Forschung, die belegen würde, dass Grundschüler überhaupt Vorbehalte gegen Lesben, Schwule und Transsexuelle haben, dass sie überhaupt wissen, was Lesben, Schwule und Transsexuelle sind bzw. was es bedeutet, sich einer der entsprechenden Gruppen zuzuordnen.

Es gibt bislang keinerlei uns bekannte Forschung dazu, wie sozialtechnologische Versuche, die in der Grundschule unternommen werden, sich im weiteren Verlauf des Lebens der Versuchs-Grundschüler auswirken, ob positiv oder negativ oder überhaupt, das ist eine offene Frage.

Schließlich wollen wir nicht vergessen, darauf hinzuweisen, dass es die Sorge und Aufgabe einer Landesregierung sein sollte, Grundschülern Rechnen und Schreiben beizubringen und z.B. dafür zu sorgen, dass Jungen nicht benachteiligt werden und Kinder aus der Arbeitschicht die gleiche Chance haben, ein Abitur zu erreichen, wie Kinder aus der Mittelschicht.

Aber: Politiker, vor allem dann, wenn sie sich in Machtpositionen wähnen, versuchen Themen aus ihrem Möglichkeitsraum umzusetzen, also aus dem Fundus von Themen, die ihnen in ihrem täglichen Leben begegnen. Und aus dem, was die Landesregierung in Schleswig-Holstein für relevant hält, muss man schließen, dass den Mitgliedern der Landesregierung im täglichen Leben ständig schwule, lesbische oder transsexuelle Menschen über den Weg laufen. In dieser Hinsicht unterscheiden sich die Mitglieder der Landesregierung erheblich von einem Normalbürger, der bestenfalls gelegentlich mit entsprechenden Menschen konfrontiert ist, wenn überhaupt (und in der Regel, ohne es zu wissen, schon weil die meisten zwischen Privatheit und öffentlichem Leben unterscheiden können), was auch kein Wunder ist, denn bundesweit gibt es derzeit  68.268 Lebenspartnerschaften zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern, in denen 3.794 Kinder aufwachsen.

Aber, nichts ist selten genug, als dass es nicht in der Grundschule bereits thematisiert werden müsste, und zwar so:

Regenbogennormalitaet

Eine Einschulung erfolgt in der Regel mit 6 Jahren, die Beispielaufgabe wird entsprechend 9- und 10jährigen zugemutet.

Wir haben an dieser Stelle weder Lust noch Zeit abermals darauf hinzuweisen, dass eine Grundschule kein Ort für Indoktrination ist. Es ist lohnender, die Absicht der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung Grundschülern Kinder wie Carol, die bei ihrer “Mutter und deren Lebenspartnerin” lebt und Ergebnis einer künstlichen Befruchtung ist, als Normalität auszuweisen, zu analysieren.

Wir tun dies aus politikwissenschaftlicher und soziologischer Sicht und anhand der folgenden drei Stichpunkte:

  • Deutsche Demokratische Wende
  • Glaube an Sozialtechnologie
  • Schülerversuche und unbeabsichtigte Folgen

Deutsche Demokratische Wende

ist ein Begriff, den wir hiermit einführen, um eine Verballhornung von Demokratie zu beschreiben. In Demokratien gilt die Herrschaft der Mehrheit. Damit diese Herrschaft nicht despotisch über den Kopf von Minderheiten hinweg erfolgt, gibt es das Prinzip des Minderheitenschutzes. Die Deutsche Demokratische Wende (DDW) hat diese Beziehung verkehrt und sieht Minderheiten der Mehrheit vorschreiben, was sie zu tun oder zu lassen haben, ganz so als hätte die Mehrheit beschlossen, sich dem Diktat der Minderheit zu unterwerfen.

Nun ist das, was in Demokratien beschlossen und in Gesetze gegossen wird, das Ergebnis von Aushandlungsprozessen zwischen Vertretern unterschiedlicher Interessen, im günstigsten Fall, im ungünstigsten Fall ist es das Ergebnis einer Interessen-Hegemonie, d.h. davon, dass es bestimmten Interessenvertretern gelingt, ihre Interessen quasi nach Belieben durchzusetzen.

DDW zeichnet sich durch eine derartige Interessen-Hegemonie aus. Es ist wirklich erstaunlich, wie es einem kleinen Häuflein gut organisierter, vermeintlicher Vertreter der Interessen von Schwulen, Lesben und Transsexuellen gelungen ist, ihre Interessen bis in Grundschulen hinein und gegen den Willen vieler Eltern durchzusetzen. Offensichtlich wird diese Interessen-Hegemonie dadurch befördert, dass es den entsprechenden Interessenvertetern gelingt, sich als moralisch überlegen darzustellen und von ihrem moralischen Olymp aus, von anderen Akzeptanz und Toleranz zu fordern.

Bislang hat sich kein institutionalisierter Politikwissenschaftler an die Erklärung dieses doch erstaunlichen Umstands gewagt. Niemand interessiert sich für die Interessen-Seilschaften, die zwischen Schwulen- und Lesbenverbänden und Landesregierungen bestehen müssen. Das Thema ist heiß und moderne Wissenschaftler zeichnen sich durch eine blasierte Kälte ihrem Fach gegenüber aus, die man auch als unimaginative Form einer vorauseilenden Feigheit beschreiben kann.

Der Glaube an die Sozialtechnologie

Grundschule SchmidenDer Glaube an die Sozialtechnologie meint heute: die Erziehung zur Gutheit. Da Gutheit ein normativer Begriff ist, ist eine Definition von Gutheit Voraussetzung der entsprechenden Sozialtechnologie, was zurückverweist auf den Erfolg, den Schwulen- und Lesbenverbände damit hatten, ihre Lebensform als Form des guten und richtigen Lebens zu etablieren und Kritik daran als Homophobie zu brandmarken. Mit dem Kultstatus, den Akzeptanz und Toleranz von sexueller Abweichung vom Mainstream derzeit genießt, geht der Glaube einher, dass man dieselbe Akzeptanz und Toleranz einerseits verordnen, andererseits Schülern eintrichtern könne.

Die Idee, man könne Menschen wie Automaten programmieren, sie in Grundschulen zu toleranten und alles akzeptierenden Robotern erziehen und alles, was die derzeitigen Politiker als negativ ansehen, quasi aberziehen, ist eine Idee, die nur Personen haben können, die vom Leben und seiner Mannigfaltigkeit (oder sollen wir sagen: Diversität?) nichts wissen.

Dass sie nichts wissen, macht sie so gefährlich, denn die Unkenntnis lässt sie nicht davor zurückschrecken, Schülerversuche durchzuführen.

Wir haben oben bereits auf die fehlende Forschung hingewiesen, daher in aller Kürze:

  • Niemand weiß, welche psychischen Folgen es bei Schülern hat, wenn ihnen im Alter von 9 oder 10 Jahren die Beschäftigung mit Sexualität zwangsverordnet und sie zur Toleranz gegenüber Lebensformen, die die meisten von ihnen nicht kennen oder vorstellen können, abkommandiert werden.
  • Niemand weiß, ob Schüler, die zur Akzeptanz indoktriniert werden sollen, diese Akzeptanz auch dauerhaft zeigen, ob sie sie überhaupt zeigen oder ob sie mit Reaktanz und entsprechend nicht-Akzeptanz reagieren.
  • Die Schulversuche, wie sie in Schleswig-Holstein durchgeführt werden, haben mit einem Bildungsauftrag nichts gemein. Es sind offene Versuche, in die Persönlichkeitsbildung von Schülern einzugreifen und sie in eine bestimmte Richtung zu lenken.
  • Die Darstellung von schwulen Lebensentwürfen ohne einen Verweis auf Gefahren, wie sie von AIDS ausgehen, ist fahrlässig und weist eine mangelnde Abzeptanz und Verantwortungsbereitschaft für die Folgen, die die entsprechenden Lebensentwürfe haben können, aus.
  • Die Darstellung von Familien als Konsumgut, bei dem man sich zunächst entscheidet, welches Geschlecht man gerne hätte, um sich dann, je nach Notwendigkeit ein Kind zu bestellen, austragen zu lassen oder im Reagenzglas züchten zu lassen, ist eine Darstelung von Konsumerismus, die man nicht mehr als moralisch integer ansehen kann.

Schülerversuche und unbeabsichtigte Folgen

Niemand kann alle Folgen seiner Handlungen vorhersehen. Das ist eigentilch bekannt, und damit zu erklären, dass es niemanden gibt, der in die Zukunft schauen kann, Handlungen aber jetzt ausgeführt werden und in die Zukunft wirken. Das ist eine solche Binsenweisheit, dass man sich fragt, wieso es Personen in Positionen geben kann, die diese Binsenweisheit nicht kennen.

Weil niemand in die Zukunft sehen kann, deshalb versucht man, die Folgen von Handlungen einzuschätzen, z.B. durch wissenschaftliche Forschung, die zeigt, welche Konsequenzen von Handlungen wahrscheinlich zu erwarten sind und welche nicht bzw. man versucht, bekannte negative Effekte auszuschließen.

Die Schleswig-Holsteinische Landesregierung ist offensichtlich voller Hazardeure, die jedoch nicht mit dem eigenen, sondern mit dem Leben von Schülern zu spielen bereit sind. Ohne auch nur einen Funken von belastbarer Forschung, der man die Folgen einer Indoktrination von 9. und 10jährigen mit Regenbogenideologie entnehmen könnte, zu haben, wird munter am lebenden Schüler experimentiert, ganz nach dem Motto, ich will nur Gutes, also muss auch Gutes dabei herauskommen. Naiver und unverantwortlicher kann man sich nicht mehr anstellen.

Die Schleswig-Holsteinische Landesregierung spielt nicht nur absichtlich mit der phsychischen Gesundheit von Schülern, sie nimmt auch Rückschläge, die man vorhersehen kann, in Kauf, vermutlich aus derselben Ignoranz heraus, aus der sie Schülerversuche zulässt.

Was wird wohl passieren, wenn man 9- und 10jährigen in der Schule von Kindern erzählt, die in den oben beschriebenen Regenbogenfamilien aufwachsen? Die Kinder werden damit nichts anfangen können, denn die meisten, wenn nicht alle werden in einer normalen Familie oder bei einem alleinerziehenden Elternteil aufwachsen (Alleinerziehende Elternteile sind derzeit offensichtlich unter Gutmenschen out). Also werden Sie sich mit dem, was sie in der Schule an für sie unbekannter und angeblicher Normalität gelernt haben, an ihre Eltern wenden.

Echte EinfaltUnd was tun diese Eltern wohl, wenn sie urplötzlich mit einer Frage ihres 9- oder 10jährigen konfrontiert sind, die die eigene gelebte Normalität in der heterosexuellen Beziehung in Frage stellt? Sie werden im günstigsten Fall ihren Kindern erzählen, dass das, was sie in der Schule gelernt haben, im normalen Leben nicht vorkommt, und sie werden sich im ungünstigsten Fall, weil das, was ihren Kindern vermittelt wird, tiefsitzende Normvorstellungen verletzt, heftig und mit entsprechendem Ärger dagegen zur Wehr setzen. In jedem Fall werden die Schüler mit zwei konkurrierenden Normalitäten umgehen müssen und sich zwischen der Normalität, die ihnen in der Schule vorgespielt wird und der, die sie von zu Hause kennen, entscheiden müssen.

Wir halten es für weder fair noch vertretbar, Grundschüler vor eine solche Wahl zu stellen. Vielmehr zeigt sich an dieser Stelle die Verantwortungslosigkeit, mit der offenkundig ignorante und von allen wissenschaftlichen Erkenntnissen bare Politiker, Interessenvertreter und Gutmenschen aller Art, Schüler und ihre psychische Gesundheit aufs Spiel setzen, um sich selbst als guter Mensch inszenieren zu können und beim nächsten Treffen mit Gleichgesinnten sich im warm glow der eigenen angeblichen Toleranz und Akzeptanz zu wärmen, der doch nicht so weit reicht zu akzeptieren, dass es der Anstand (um nicht zu sagen, die Moral) verlangt, Grundschüler eben nicht als Kollateralschaden für die Durchsetzung der eigenen Interessen ggf. in Kauf zu nehmen.

Vielmehr sind Grundschüler als Menschen in eigenem Recht zu akzeptieren und zu tolerieren und das schließt es aus, sie als Versuchs-Schüler zu benutzen.

Im Übrigen : Toleranz kann man nicht anerziehen, schon gar nicht in inhaltlich konkreter Weise, denn Toleranz ist ein Lebensprinzip, das man entweder hat oder nicht. Das beste, was die Kieler Grundschülerversuche zu bewerkstelligen in der Lage sein werden, ist Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben, als eintrainierte Reaktion auf den Stimulus “Schwule und Lesben”. Diese Toleranz wird sich entsprechend nicht auf andere, Migranten, Politiker, Landespolitiker, Bayern oder Katholiken etc. erstrecken.

©ScienceFiles, 2015

Was macht man eigentlich in Gender Studies?

Diese Frage bewegt sicher viele (naja, doch einige), schon weil sich Gender Studies-Anbieter ja beharrlich weigern, Auskunft über die erkenntnistheoretischen und methodologischen Grundlagen und den Nutzen von Gender Studies zu geben und vor allem über ihre Ergebnisse (sofern sie welche haben).

Derzeit kann man also nur sagen kann, dass Gender Studies an Universitäten angeboten werden, ohne dass jemand weiß, ob Gender Studies überhaupt die Qualifikation zu einem wissenschaftlichen Studienbereich nachweisen können. Aber, wenn es darum geht, sich auf Kosten Dritter ein Auskommen zu verschaffen, dann haben derartige Fragen noch nie interessiert. Es gilt sich, jetzt in den Speck zu setzen und Fragen nach dem Zweck, im Speck auszusitzen.

Uni PaderbornUm so besser, dass sich die Universität Paderborn genötigt sieht, einen “Master(teil)studiengang Geschlechterstudien/Gender Studies im Wintersemester 2014/15 anzubieten (also jetzt) und man der Ankündigung dieses angeblichen Studiengangs entnehmen kann, was in diesem angeblichen Studiengang eigentlich vermittelt werden soll:

“Inhaltlich befasst sich das Studienfach Geschlechterstudien/Gender Studies mit der Tatsache, dass die kulturellen, sozialen und politischen Dimensionen gesellschaftlichen Lebens von (historisch gewachsenen und geformten) Geschlechterordnungen durchzogen sind.

Am Anfang war das Geschlecht, so kann man diesen Schwulst zusammenfassen. Geschlecht ist Ursache, letzte Begründung und archimedischer Punkt für alles. Parteien sind entsprechend historisch gewachsene und geformte Geschlechterverhältnisse. Die Wirtschaft? Kein Problem: Ein historisch gewachsenes und geformtes Geschlechterverhältnis. Die katholische Kirche. Ja natürlich, die katholische Kirche ganz besonder: ein historisch gewachsenes und geformtes Geschlechterverhältnis.

Alles ist ein historisch gewachsenes und geformtes Geschlechterverhältnis: Die Sozialversicherungen, die Bundesbahn, der Erste Weltkrieg, der Nationalsozialismus, der Holocaust, alle kulturellen, sozialen und politischen Dimensionen des gesellschaftlichen Lebens sind ursächlich auf die Geschlechterordnung zurückzuführen.

Das ist eine Tatsache. Wer es nicht glaubt, der kann die entsprechende Tatsache in Paderborn erlernen. Man erhält also im Studienfach Gender Studies intime Kenntnis gesellschaftlicher Geschlechterordnungen und ihrer Verwerfungen, und gleich einem historischen Genderismus, lernt man, wie die ewige Dialektik zwischen Mann und Frau die treibende Kraft des Historizismus ist, den Karl Popper so ausgiebig in seinen Verwerfungen und vor allem seinem Elend beschrieben hat.

Aber, nichts ist so falsch, als dass man es nicht neu verpacken und auflegen könnte, kommt der Historizismus nun als die Menschenheitsgeschichte durchziehender Antagonismus zwischen dem Mann und dem Weib wieder, in Paderborn und – man höre und staune – mit einem Ziel:

worship with us“Ziel des Studienfachs ist das Wissen um die je historischen, kulturellen und politischen Bedingungen der Entstehung von Geschlechterordnungen sowie ihre Wirkungsweisen und Tradierungswege. Die Studierenden erwerben die dafür notwendige Fähigkeit zu kritischer Analyse, eigenständigem wissenschaftlichen Arbeiten und wissenschaftlicher Reflexion; zudem Einsichten in die Möglichkeit der geschlechterbewussten Gestaltung gesellschaftlicher Organisationsformen und Prozesse und deren Vermittlung in öffentlichen Arbeitszusammenhängen.

In Paderborn wird nicht ein Wissen vermittelt, nein das Wissen wird in Paderborn vermittelt, das einzige, wahre und ewigwährende Wissen über die Tatsache der alles durchdringenden Geschlechterordnung, denn am Anfang, das muss man wissen, war nicht etwa das Licht, am Anfang war die Geschlechterordnung. Das ist eine Tatsache, die man in Paderborn lernen wird, und damit wird die Kausalität von Licht und Geschlechterordnung zurecht gerückt, weil den Studenten ein Licht aufgehen wird, das Wissen, geht ihnen auf, um die Tatsache, die Tatsache, auf der alles Wissen basiert und um die sich alles Wissen dreht, dass: “die kulturellen, sozialen und politischen Dimensionen gesellschaftlichen Lebens von (historisch gewachsenen und geformten) Geschlechterordnungen durchzogen sind”. Am Anfang war das Geschlecht.

Elend des HistorizismusWir erinnern uns. Nein, was schreiben wir denn, wir erinnern uns nicht, wir reflektieren, und zwar in kritischer Analyse und eigenständig, das ist ganz wichtig, denn Indoktrination gilt erst dann als gelungen, wenn der Indoktrinierte den Sermon eigenständig herbeten kann. Wir reflektieren also, und wie wir so reflektieren, z.B. über die Entwicklung der Dampfmaschine da kommt uns das Wissen, da offenbart sich uns in kritischer Analyse, was wir bislang nicht gesehen haben, was von James Watt die ganze Zeit verdeckt wurde, nämlich: Watt hatte eine Cousine: “Margaret (Peggy) Miller”, die er geheiratet hat, woraus wir kritisch analysierend schließen: Margaret Miller war weiblich. Wir erkennen: Das soziale Leben ist vom Antagonismus zwischen Mann und Frau durchzogen und schließen: Die Entwicklung der Dampfmaschine wäre ohne diesen Antagonismus nicht möglich gewesen. Ziel erreicht.

Nun stellt sich natürlich die Frage, was macht man mit dieser Einsicht, dieser Offenbarung ob der Ur-Anfänglichkeit von Geschlecht, jenem Wissen um den historischen Genderismus, wie er im ewigen Antagonismus zwischen Mann und Frau zum Ausdruck kommt? Auch hier weiß man bei der Universität Paderborn Rat:

“Im Studienfach Geschlechterstudien/Gender Studies wird auf die Tätigkeit in Berufen vorbereitet werden, in denen „Genderkompetenz“, also der wissens- und reflexionsbasierte Umgang mit Geschlechterfragen und gesellschaftlichen Geschlechterverhältnissen gefragt ist, bzw. auf Tätigkeiten im Feld der Forschung über Geschlechterthemen.”

Die Einsichten der Gender Studies sind also da nachgefragt, wo die Einsichten der Gender Studies nachgefragt werden. Wie mit allen Lehren, die sich nur Auserwählen mitteilen, die sich dem Eingeweihten offenbaren, so geht auch die Nachfrage nach Leistungen von Gender Studierten ausschließlich von anderen Gender Studierten aus, die sich mit Hilfe von Gender Studierten, die Verbündete in Parteien und Institutionen gefunden haben, ein Auskommen als Gender Studierte, die Gender Kompetenz für die anbieten, die sie nachfragen, also andere Gender Studierte, verschafft haben.

Und aus der Tatsache, dass Gender Studierte, die es durch Lobbying in Positionen geschafft haben, von diesen Positionen aus, eine Nachfrage nach Gender Studierten und deren Gender Kompetenz (also dem Wissen um die Ur-Ursprünglichkeit des Antagonismus zwischen Mann und Frau) künstlich geschaffen haben, wird dann geschlossen, dass es eine Nachfrage nach Gender Studierten gibt, so dass Studiengäng für Gender Studies gegründet werden, um die künstlich geschaffene Nachfrage nach Gender Studierten zu befriedigen.

Gender Studies sind damit ein perfektes Beispiel für ein sich selbst erhaltendes System, das alle Merkmale eines autopoietischen Systems im Sinne von Luhmann trägt: Seine Mitglieder beschäftigen sich ausschließlich mit sich selbst. Es gibt keinerlei Nutzen für die umgebende Gesellschaft und die einzige Verbindung zur Außenwelt besteht über die Transfusionsleitungen, über die Steuergelder in das geschlossene Gender System gepumpt werden, denn reflexiv sein und die Ur-Ursprünglichkeit des historischen Antagonismus zwischen Mann und Frau zu erkennen, ist natürlich nur im Erkenntniswert selbstgenügsam, aber deshalb nicht umsonst!

AppleZwar könnte man jetzt argumentieren, dass bereits die katholische Kirche in ihrem in Genesis beschriebenen Mythos von Adam und Eva jenen ewigen und ursprüngliche Antagonismus dargestellt hat, der den naiven Adam von der verschlagenen Eva und mit Hilfe der listigen Schlange getäuscht werden sieht, aber das ist natürlich die falsche Art von Reflexion und kritischer Analyse und eine viel zu unreflexive und un-kritisch-analysierte Darstellung der Ur-Ursprünglichkeit von Geschlecht, die nur zeigt, wie wichtig Gender Studies an Universitäten sind, um die katholische Geschichte von der Erbsünde in den richtigen Kontext patriarchalischer Gottherrschaft einzuordnen.

Die  kritische und reflexive Analyse oder war es die Reflexion in kritischer Analyse?, wie auch immer, die Analyse zeigt, wie wichtig Gender Sponging für Gender Studies ist, und warum Gender Studies gegen das patriarchalische Herrschaftsinstrument der Marktwirtschaft zu Felde ziehen. Warum? Weil es auf einem Markt, auf dem Güter getauscht werden, schlicht keine Nachfrage für Gender Studies gäbe, denn wer nichts anzubieten hat, der kann auch nichts tauschen, der kann nur spongen, Gender-spongen.

Übrigens:

Weitere Informationen und Beratung bei:

Dr. Claudia Mahs

H5.206

Tel:  05251/60-2730

Email: cmahs[at]mail.upb.de

Wissenschaftliche Würdigung

Wir haben, den Inhalt der Paderborner Genderstudien/Gender Studies mit einer Prise Sarkasmus berichtet, denn nur mit Sarkasmus kann man ertragen, was derzeit an deutschen Hochschulen Einzug hält bzw. sich dort längst wie die Made im Speck breit gemacht hat: Gender Studies.

Gender Studies behaupten also, dass es eine  “historisch gewachsene und geformte Geschlechterordnung” gibt, die alle sozialen, politischen und wirtschaftlichen Dimensionen durchzieht. Das ist nichts anderes als die hinlänglich bekannte Behauptung nach der Existenz eines Patriarchats, die Dr. habil. Heike Diefenbach in einer entsprechenden Analyse als falsch und als Ausgeburt sozialistischer und vor allem feuchter Phantasien, wie sie Friedrich Engels hatte, für alle nachvollziehbar identifiziert hat.

Wir treffen die sozialistischen Phantasien in den Gender Studies im Gewandt eines historischen Genderismus, der den im Vergleich dazu geradezu elaborierten historischen Materialismus (der die Welt immerhin noch mit drei Antagonismen, nämlich Sklaven und Sklavenhalter, Lehnsherren und Leibeigenen, Bürger und Proletariat erklären wollte) ersetzen und als einzigen Antagonismus, den angeblich alles prägenden Antagonismus zwischen Mann und Frau zulassen will.

Wer also gedacht hat, primitiver als der historische Materialismus die Menschheitsgeschichte darstellt, geht es nicht mehr, der sieht sich getäuscht. Mit den Gender Studies ist ein neuer Tiefpunkt in der Geschichte der intellektuellen Entwicklung des Westens erreicht – die soziale, politische und wirtschaftliche Welt ist nicht mehr das Ergebnis des Wirkens vieler Individuen mit je unterschiedlichen Interessen, nein, es ist das Ergebnis des Wirkens des Antagonismus zwischen Mann und Frau.

Und wie die Vertreter des Marxismus-Leninismus an Universitäten installiert wurden, um dort das Heil des Marxismus-Leninismus zu predigen, so sind Gender Studies an Universitäten eingenistet worden, um das Heil der Gender Studies zu verkünden. Und während der Marxismus-Leninismus das kommende Heil als klassenlose Gesellschaft an die Leichtgläubigen seiner Zeit verkauft hat, so verkaufen die Gender Studies heute das Heil einer kommenden und geschlechtslosen Gesellschaft. Abermals sind es die Leichtgläubigen, die auf das angepriesene Krötenelixir hereinfallen und denken, sie könnten sich damit Gehirn antrinken.

Insofern kann man sich lebhaft vorstellen, wen das Angebot aus Paderborn oder das anderer Gender Studie anziehen wird.

 

Solidaritäts-Mob? Humboldt-Kader wollen sich mit Lann Hornscheidt solidarisieren

Die Fachschaftsinitiative Gender Studies an der Humboldt-Universität ruft zum “SOLIMOBI für Lann auf”.  Ein Aufruf, dem man vorab bereits vorab dreierlei bescheinigen kann:

SOLIMOLI

  • Wie die infantile und vertraute Sprache deutlich macht, kommt der Aufruf zum “SOLIMOBI” aus dem, was HP Lovecraft in einer seiner Erzählungen als Zuneigungsgruppe bezeichnet hat.
  • Wie der Gegenstand des “SOLIMOBI” zeigt: “Verfassen eines Lann Hornscheidt unterstützenden Statements zum Offenen Brief an den Präsidenten gegen x”, geht es nicht darum, sich mit den Argumenten im offenen Brief auseinanderzusetzen, nicht um eine gesittete oder eine Auseinandersetzung, wie man sie von denen erwarten würde, die Akademiker oder akademischer Nachwuchs sein wollen, nein, es geht um Agitation, um ideologische Agitation, darum, die Reihen der eigenen Sekte zu schließen. Insofern wird die Unterstützerliste zu was auch immer, die aus dem “SOLIMOBI” hervorgeht, interessant sein, da sie den harten Kern des Gender Kults an der Humboldt-Universität umfassen wird.

Studenten wie Akademiker werden von Steuerzahlern finanziert bzw. nehmen von Steuerzahlern finanzierte Angebote wahr. Entsprechend sollte man von den SOLIMOBI-Fachschaftsstudenten erwarten, dass sie nicht wie Lemminge hinter ihrem Lann herlaufen, sondern das nutzen, was ihnen eigentlich von Geburt an mitgegeben wurde, ihr Gehirn und das damit einhergehende Potential zum eigenständigen Denken.

Da wir die Hoffnung in den menschlichen Intellekt, auch den von Studenten in der Fachschaftsinitiative Gender Studies an der Humboldt-Universität, nach wie vor nicht aufgegeben haben, hier etwas, über das Studenten, die den Anspruch an eine eigenständige Gehirnbenutzung noch aufrechterhalten, nachdenken sollten:

Die Personalisierung des “SOLIMOBI” auf “Lann” macht deutlich, dass die Verfasser des Aufrufs zum “SOLIMOBI” den wichtigsten Punkt übersehen haben. Der Offene Brief, den wir verfasst haben, richtet sich nicht gegen Lann Hornscheidt als Person, sondern dagegen, dass Lann Hornscheidt eine wissenschaftliche Position missbraucht, und zwar dazu, ihre/seine eigene Ideologie zu verbreiten, und zwar auf Kosten von Studenten, Kollegen und Steuerzahlern. Dass wir diese Ideologie für eine absurde Absonderlichkeit halten, tut insofern nichts zur Sache, denn selbst dann, wenn die Ideologie halbwegs intelligent wäre, hätte sie an einer Universität nichts zu suchen.

Steuerzahler finanzieren Akademiker an Universitäten nicht dafür, dass die entsprechenden Akademiker ihren eigenen Spleen ausleben oder unter der Behauptung, sie würden denken, den letzten Unsinn verbreiten. Entsprechend sind Akademiker in ihrem Tun Steuerzahlern verpflichtet, verantwortlich und Rechenschaft schuldig. Die “SOLIMOBIs” sollten sich entsprechend überlegen, welchen benennbaren Nutzen Lann Hornscheidt Steuerzahlern, z.B. einem Lkw-Fahrer, den wir in einem früheren Beispiel bemüht haben, erbringt, und wie man dem entsprechenden Lkw-Fahrer gegenüber rechtfertigen kann, dass er mit seinem hart verdienten Geld Lann Hornscheidt mitfinanziert.

GenderfaschosUniversitäten sind Stätten der Wissenschaft, der systematischen Gewinnung von Erkenntnis, wobei Erkenntnis Aussagen über die Realität meint, die einerseits prüfbar, andererseits nachvollziehbar sind. Wenn die Aktivisten, die am Donnerstag, den 4. Dezember ihren “SOLIMOBI” ausdrücken wollen, etwas für Lann Hornscheidt tun wollen, dann solten sie ihm/ihr aus der Verlegenheit heraus helfen, dass Lann Hornscheidet selbst anscheinend nicht in der Lage ist, die einfachsten Fragen, die jeder Wissenschaftler im Schlaf beantworten kann, zu beantworten, und daher für Lann Hornscheidt die entsprechende Denkarbeit leisten und die folgenden Fragen beantworten:

  1. Welche Erkenntnis hat die Forschung von Lann Hornscheidt bislang erbracht?
  2. Welcher Nutzen geht von dieser Erkenntnis aus?
  3. Wem entsteht dieser Nutzen?
  4. Welche empirischen Erkenntnisse hat die Forschung von Lann Hornscheidt erbracht?
  5. Wozu ist es wichtig, diese empirischen Erkenntnisse zu haben?
  6. Wo verläuft die Grenze zwischen dem, was Lann Hornscheidt erzählt und Indoktrination?
  7. Welche Kenntnisse haben Studenten von Lann Hornscheidt, die sie vor ihrem Studium nicht bereits hatten?
  8. Welche Belege für den Nutzen dessen, was Lann Hornscheidt erzählt, gibt es?
  9. Welche Belege für den Schaden dessen, was Lann Hornscheidt erzählt, gibt es?
  10. In welchem Verhältnis stehen Nutzen und Schaden dessen, was Lann Hornscheidt erzählt, zueinander?
  11. Welches Erkenntnisinteresse hat Lann Hornscheidt?
  12. Welche Methoden der Erkenntnisgewinnung nutzt Lann Hornscheidt?
  13. Wie wird sichergestellt, dass vermeintliche Erkenntnisse von Lann Hornscheidt nachprüfbar sind und von anderen nachvollzogen werden können?
  14. Gibt es ein theoretisches Konzept, das Lann Hornscheidt nutzt?
    1. Wenn ja, auf welcher empirischen Basis steht dieses Konzept?
    2. Wenn ja, wie hat sich dieses Konzept in der Empirie bewährt?
  15. Was hat Lann Hornscheidt an der Humboldt-Universität zu suchen?
  16. Welchen konkreten Nutzen hat Lann Hornscheidt der Wissenschaft gebracht?
  17. Welchen konkreten Schaden hat Lann Hornscheidt der Wissenschaft zugefügt?
  18. Wie rechtfertigt Lann Hornscheidt ihre/seine Finanzierung durch Steuerzahler?
  19. Welcher Nutzen entsteht Steuerzahlern dadurch, dass sie Lann Hornscheidt finanzieren?

Auf die Antworten sind wir jetzt schon gespannt, und es sollte für die “SOLIMOLIs” ja kein Problem darstellen, die Antworten zu geben, sie wollen ja sicherlich nicht wie kleine Kinder dastehen, die hinter ihrem gewählten Idol herrennen, ohne zu wissen warum.

Berlin, BücherverbrennungUnd natürlich interessiert es uns brennend zu erfahren, wie die “SOLIMOLIs” dazu stehen, dass Lann Hornscheidt zu Straftaten aufruft, also dazu, Speisekarten zu zerstören, Bücher zu zerstören, Veranstaltungen an Universitäten (nicht die eigenen) zu stören, Läden, die ideologisch nicht passen, zu boykottieren usw. Und wenn Sie sich dazu eine Ansicht gebildet haben, die “SOLIMOLIs”, dann wäre es abschließend noch interessant zu wissen, was den Aufruf, Bücher mit falschem Inhalt zu zerstören, Läden falscher Inhaber zu boykottieren und Veranstaltungen falscher Dozenten an Universitäten zu stören, von den Aktion der SA und SS im Dritten Reich unterscheidet, die – besonders an Berliner Universitäten – Lehrveranstaltungen jüdischer Professoren verunmöglicht haben, die Deutsche dazu aufgerufen haben, nicht bei Juden zu kaufen und Bücher mit undeutschem Inhalt verbrannt haben.

Wenn die SOLIMOLIs dann zu dem Schluss gekommen sind, zu dem man kommen muss, dass sich zwischen den entsprechenden Aufrufen und den Taten der SA/SS intellektuell kein Unterschied finden lässt und daraus den logischen Schluss gezogen haben, dass sie im Begriff sind, sich als Faschisten zu verdingen, dann fangen sie vielleicht zu guter Letzt doch noch an zu denken – eigenständig zu denken – und wer weiß, am Ende werden sie noch erwachsen … und vielleicht sogar Wissenschaftlicher?

Warum sind Funktionäre so versessen auf Kinderrechte?

GEwDie GEW, deren Funktionäre von sich behaupten, sie hätten etwas mit Bildung zu tun, wären gar Funktionäre einer Bildungsgewerkschaft, hat wieder eine Pressemitteilung veröffentlicht, eine Pressemitteilung, die von dem, was bei der GEW als Bildung gilt, nur so strotzt, z.B. in dem Satz:

“Info: Als Kinderrechte im engeren Sinn werden die Rechte von Kindern und Jugendlichen bezeichnet.”

Man kann diese Form der GEW-Bildung, die diesen Satz ausgespiehen hat, vornehm als Tautologie bezeichnen, denn dass Kinderrechte die Rechte von Kindern bezeichnen, ist dem Wort Kinderrechte schon immanent. Man nennt es auch die Wortbedeutung.

Man kann diese Form der GEW-Bildung auch als Quatsch bezeichnen, denn dass die Einschränkung von Kinderechten, also deren engerer Sinn, eine Bedeutungsausweitung auf Jugendliche und somit Jugendlichenrechte zum Ergebnis hat, ist ein Unsinn, den sich nur GEW-gebildete Funktionäre ausdenken können.

Verantwortlich für diese Form der GEW-Bildung sind die Stammlesern von ScienceFiles bereits bekannte Ilka Hoffmann, die sich als Fach-Hoffmann der Inklusion sieht, und Norbert Hocke, von dem bislang unbekannt ist, welche Bildungsphantasien er teilt.

Und beide streiten für Kinderrechte, und in schöner Geschlechterteilung kümmert sich der weibliche Funktionär um die Behinderten, während der männliche Funktionär das größere Ganze im Blick hat. Als Konsequenz ergibt sich z.B. Folgendes:

scully facepalm„Kinderrechte im Bildungswesen umzusetzen, bedeutet zum Beispiel: Kein Kind darf beschämt werden“, betonte Ilka Hoffmann, GEW-Vorstandsmitglied für den Bereich Schulen am Mittwoch in Frankfurt a.M. „Wenn man diesen Grundsatz ernst nimmt, muss eine Prüfung bei der selektiven Schulstruktur und der Umsetzung der Inklusion beginnen – und wäre bei Tests und Ziffernnoten noch längst nicht beendet.“

Weiß der Fach-Hoffmann eigentlich, was er da sagt?

Beschämend für Kinder sind Noten und Schulüberstellungen, die sie im Status gegenüber anderen Schülern abwerten, so muss man schließen, was in der Konsequenz heißt, dass das gegliederte Bildungswesen abzuschaffen ist und vor allem keine beschämenden “Ziffernnoten” mehr gegeben werden dürfen. Scheinbar hat der Fach-Hoffmann die Vorstellung, wenn man statt einer “1” ein “A”, statt Ziffernnote eine Buchstabennote vergibt, dann habe dies eine weniger beschämende Wirkung – man muss sich das nur lange genug einbilden, so wie der Fach-Hoffmann.

Was ist übrigens schlecht daran, wenn Kinder sich für eine schlechte Note schämen? Was denkt dieser Fach-Hoffmann eigentlich, wo Motivation und Einsatz herkommen, wenn nicht aus dem Antrieb, sich für seine Leistung nicht schämen zu müssen? Aber es ist vielsagend, dass schlechte Leistungen beim Fach-Hoffmann nicht mit Scham verbunden sind oder sein dürfen. Das lässt eine Vielzahl von Rückschlüssen auf das Schampotential oder die Schamlosigkeit des Fach-Hoffmanns zu.

Norbert Hocke hat, wie gesagt, das große Ganze im Auge, und das hat dann folgende Konsequenz:

Oh No!„Bei allen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Entscheidungen muss die Frage im Mittelpunkt stehen, ob und was sie zum Wohle der Kinder und Jugendlichen beitragen“, unterstrich Norbert Hocke, für Jugendhilfe und Sozialarbeit verantwortliches GEW-Vorstandsmitglied.”

Die gleiche Frage wie oben, die sich hier aufdrängt: Weiß der Mann, wovon er spricht?

Das Wohl der Kinder und Jugendlichen muss bei allen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Enscheidungen also im Mittelpunkt stehen. Nun gut.

In welcher Weise haben GEW Funktionäre bei der Bestimmung ihrer Entlohnung die Kinderrechte in den Mittelpunkt gestellt?

Welche Rücksicht hat die GDL im Rahmen des Lokführerstreiks auf Kinderrechte genommen?

Wie stellt man die Kinderrechte bei der Bestimmung des Leitzinses durch die EZB in Rechnung, wie bei der Abstimmung über einen Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan, wie, wenn beschlossen wird, dass Hermesbürgschaften für Exporte nach Kenia zu haben sind?

Die Beispiele sollten reichen, um den Unsinn deutlich zu machen, den Hock hier verbreitet.

Man kann demnach feststellen, dass zwei Funktionäre der selbsternannten Bildungsgewerkschaft, die sich zudem als Fach-(Hoff)männer für Bildung ansehen, Unsinn reden, wenn sie über Bildung sprechen.

Double facepalmBleibt noch die Eingangs gestellte Frage: Warum sind Funktionäre derzeit so versessen auf Kinderrechte?

Die Antwort drängt sich förmlich auf: Kinder und Jugendliche (also der Gegenstand der “engeren Kinderrechte”) sind unmündig, brauchen jemanden, der stellvertretend für sie ihre “engeren Kinderrechte” erst einmal bestimmt und dann wahrnimmt, Funktionäre zum Beispiel, so fähige Funktionäre wie Hoffmann und Hock zum Beispiel, Funktionäre, die zwar selten wissen, wovon sie reden, wenn sie den Mund aufmachen, die aber eines genau wissen: Wenn Kinderrechte in welcher Form auch immer z.B. im Grundgesetz verankert sind, dann lässt sich daraus hervorragend Kapital schlagen, denn man kann jeden Unsinn mit dem Verweis auf Kinderrechte rechtfertigen und legitimieren.

Kinderrechte sind das El Dorado einer Funktionärskaste, die schamlos bemüht ist, ihren Einfluss zu sichern und auszuweiten, und zwar, entsprechend der eigenen Schamlosigkeit, um den eigenen Nutzen zu mehren und sicherzustellen, dass sie auch morgen noch bedenken- und schamlos Unsinn erzählen können.

Cogito Ergo Profx

“I once saw Elvis in a potato chip” (x-files; Fox Mulder in Episode “Empedocles”)

“Everybody in here is different” (x-files; Shrink Dr. Hakkie in Episode: “Duane Barry”)

Ein Leser von ScienceFiles, bei dem wir uns ganz herzlich bedanken, hat eine unglaubliche Mühe auf sich genommen, um uns Seite 42 des Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zukommen zu lassen. Die digitale Entwicklung ist am Feuilleton der FAZ Sonntagszeitung offensichtlich vorbeigegangen oder man will Sorge tragen, dass die entsprechenden Beiträge nicht allzuweite Verbreitung finden, wie auch immer, unser Leser hat Seite 42 eingescannt und an uns geschickt, auf dass auch wir es Schwarz auf Weiß vor uns haben, was dort steht.

Dort steht: “Sagen Sie bitte Profx zu mir. Lann Hornscheidt möchte gerne geschlechtsneutral angesprochen werden. Die Empörung ist gigantisch.”

FAY PROFXDas steht auf Seite 42 als Überrschrift und verantwortlich soll eine Antonia Baum sein, bei der, um sie einmal selbst zu zitieren, immer unter der Annahme, der Text nach der Überschrift ist tatsächlich auf ihrem Mist gewachsen, es sich um eine uns “total unbekannte” Person handelt, wenngleich die Seite der FAZ behauptet, Baum gehöre dort zur Redaktion:

“Sie lebt in Berlin, wo sie an der Humboldt-Universität Neuere deutsche Literatur und Geschichte studiert hat. Während des Studiums schrieb und veröffentlichte sie Kurzgeschichten, wenig später dann einen ganzen Roman. Sie interessiert sich für die Mafia, Feminismus, Rap-Musik und globale Zusammenhänge. Seit Februar 2012 ist sie Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

Nun, es gibt nichts, was es nicht gibt.

Der Text, der sich zwischen Überschrift und Unterschrift findet, passt so ungefähr zu dem, was man von einer an der Humbug-Universität Sozialisierten erwarten würde. Es ist ein Opfermelodrama, bei dem der oder die oder das Gute von Lann Hornsscheidt gespielt wird.

Wie immer, wenn ein Opfer zelebriert werden soll, kommen viele Feinde, aber keine Argumente vor. Wie immer, wenn ein Opfer zelebriert werden soll, ist die Laudatio auf das Opfer ein einziger Widerspruch, der wie in diesem Fall, Toleranz für das vermeintliche Opfer fordert und jede Kritik am Opfer in Bausch und Bogen und konsequenter Intoleranz als Hass, hasserfüllt, rechts und auf Stammtischniveau, diskreditiert. Und wie immer, wenn ein Opfer zelebriert wird, hofft man vergeblich, derjenige, der zelebrieren will, erreichte auch nur annähernd das Niveau eines Stammtisches.

Lann Hornscheidt, das Opfer, ist ein Opfer mit Problemen. Problemen sexueller Orientierung, die sich darin äußern, dass Lann Hornscheidt sich weder als Mann noch als Frau fühlt. Und das ist ein Problem – oder? Es ist ein Problem, das die Welt interessieren muss. Das jedenfalls denkt Lann Hornscheidt und will eine bestimmte Art, angesprochen zu werden, durchsetzen, als Profx. Profx, das ist die Anreide, die es von seinen Studenten verlangt. [Wir haben uns mit uns auf “es” geeignigt, denn: wenn Lann Hornscheidt weder mit sie noch mit er angesprochen werden will, bleibt in der deutschen Sprache nur noch es.]

Lann Hornscheidt, also es, ist ein Vordenker nach eigenem Gefühl. Es denkt soweit anderen vor, dass die meisten derzeit lebenden Menschen, die von sich denken, sie seien entweder er oder sie, nach ihrem Gefühl zurückbleiben in der Welt, die von Antonia Baum nur als rechte Welt wahrgenommen werden kann. Es ist dies die Welt der “Jungen Freiheit”, in der sich rechte Fieslinge tummeln, die böse Kommentare über das Lann Hornscheidt abgeben. Menschen, die wie Baum weiß, vor “den Computern” sitzen und so “ziemlich allem, was für die Integrität eines Landes wichtig ist”, misstrauen.

Dies lässt nur den Schluss zu, dass Baum denkt, es, also Lann Hornscheidt, sei für die Integrität Deutschlands wichtig, etwa in der Weise, in der der Glaube an den Rechtsstaat für die Integrität Deutschlands wichtig ist.

Wenn wir jetzt alle fertig gelacht haben, dann können wir im Text fortfahren … ja?

hate_speech1Anstelle sich nun mit Profx anzufreunden und der Laune von Lann Hornscheidt zu fröhnen, statt dessen gibt es “Hass”, “Hassmails”, “hasserfüllte Stammtischreaktionen”, “Hass, der von überall kommt”, aber dennoch “vielfach aus dem rechten Milieu” stammen soll oder vom “Stammtisch” oder von “Leuten von der AfD” oder auf Facebook verbreitet wird, oder in Emails bei Lann Hornscheidt eintrifft, oder von Kollegen an der Universität stammt oder von Journalisten der Welt, der F.A.Z., des Freitag, der Süddeutschen Zeitung, von Neon usw. Kurz: Die Welt minus Lann Hornscheidt (und minus Baum) besteht aus Hass und Hassern. Alle, außer Lann Hornscheidt und Baum hassen und sind Hasser.

Es verhält sich ungefähr so, wie mit dem Geisterfahrer auf der Autobahn, er ist überraschender Weise und für manche nicht vorhersehbar umgeben von Abweichlern, die ihm nicht gerade freundlich begegnen. So auch bei Lann Hornscheidt. Aber bei Lann Hornscheidt, so weiß Baum, bei Lann Hornscheidt liegt das daran, dass es eine Professur hat und entsprechend eine “statushohe Position”, die hierarchisch über dem Stammtisch angesiedelt ist. Das schreibt Baum, die sich noch wenige Sätze vorher, darüber beklagt hat, dass es den Hassern im Bezug zu Lann Hornscheidt vor allem darum geht, das Oben und das Unten richtig einzuordnen. So wie es Baum darum geht, das statushöhere Oben, das eine Position an der Universität angeblich darstellt, vom statusniedrigeren Unten des Stammtisches abzugrenzen. Das macht Baum dann wohl zum Hasser….

Wie man im Zusammenhang mit Universitäten auf die Idee kommen kann, es handle sich bei akademischen Positionen um statushöhere Positionen … Nun, wer auf diese Idee kommt, der hat offensichtlich einiges, was sich in den letzten Jahrzehnten ereignet hat, nicht mitbekommen, von der Entleerung der Hochschulen durch den Bologna-Prozess, über die Abschreckung kompetenter Wissenschaftler durch die Verordnung einer Gehaltsreduktion von C auf W bis zur ideologischen Gleichschaltung von Hochschulen durch den Staatsfeminismus und seine Eingriffe in die wissenschaftliche Freiheit. Und nicht zuletzt sind es Personen wie Lann Hornscheidt, die dafür sorgen, dass eventuell noch vorhandener Status in Lächerlichkeit aufgeht. Aber offensichtlich reicht Lächerlichkeit aus, um Baum zu beeindrucken, mit dem Status der Lächerlichkeit.

Es sind nicht nur die Widersprüche in diesem Text, der aus gutem Grund im Feuilleton versteckt wurde, die die Frage aufwerfen, was das nun wieder für ein Machwerk ist. Es ist vor allem die folgende Passage, die deutlich macht, dass Dummheit, Naivität und wer weiß was noch (wir weiter unten) bei diesem Text Pate gestanden haben (und sagt nicht Baum selbst von sich, sie sei an der Mafia interessiert?):

Expert in whatever“Für mich fehlt dieser Gesellschaft die Fähigkeit, Differenzen stehen zu lassen”, so zitiert Baum es und fährt fort: “Genau das tut Hornscheidt während des Gesprächs. Man merkt, dass Hornscheidt Zeit hat[,] zu denken, was doch eigentlich die Hauptaufgabe von steuerfinanzierten Universitäten war. Jedenfalls habe ich noch nie mit einem Menschen entspannter und offener über Feminismus reden können”.

Wenn Lann Hohnscheidt mit seinem Vorschlag, Profx zur Anrede zu machen, Differenzen auslöst und diese Differenzen von es und Baum als rechter Hass diskreditiert werden, dann muss man tatsächlich konstatieren, dass Baum und Lann Hornscheidt die Fähigkeit fehlt, Differenzen stehen zu lassen.

Aber gut, oder na dann, wie man sagen könnte, nachdem man seinen Kopf wieder von der Tischplatte gehoben hat, na wenn Frau Baum gute Gespräche führt, dann ist das natürlich ein Kriterium, das uns Vertrauen in ihr Urteil fassen lassen sollte. Obwohl wir widersprechen müssen, vor allem der Prämisse, dass alles Denken an Universitäten stattfindet. Aber es ist schön zu wissen, dass Lann Hornscheidt Zeit zum Denken hat, während die Kollegen in Seminaren schwitzen, die voller Studenten sitzen, Studenten, die vom Lehrangebot und dem Ansprech-Diktat von Lann Hornscheidt abgeschreckt sind und entsprechend von Kollegen bedient werden müssen – von Kollegen, die folglich die Arbeit von Lann Hornscheidt übernehmen, das ja schon denken muss und sich entsprechend nicht um Studenten oder das, was gemeinhin als akademische Selbstverwaltung beschrieben wird (also die Einsparung von Buchhaltern auf Kosten der Wissenschaftler), kümmern kann.

Aber das sind Argumente, und Argumente sind in der statushöheren Welt der Intelligenz angesiedelt, weshalb sie im Text von Baum auch nicht vorkommen, einem Text, der in seiner hilflosen Art nur das Mittel der Bewertung kennt, um den Differenzen zu begegnen, zu deren Bearbeitung Baum und Lann Hornscheidt anscheinend jede Fähigkeit fehlt.

Doch zurück zum Denken, das an Universitäten stattfindet, Cogito Ergo [sum] Profx, Ich denke, also bin ich Profx, wie man in gekürztem Latein sagen könnte. Das erklärt natürlich alles. Wenn das Denken als solches die Qualifikation für eine Professur darstellt, dann wundert uns nichts mehr über den Zustand deutscher Universitäten. Steuerzahler finanzieren also Professoren an Universitäten, damit diese denken, denn, um es noch einmal zu wiederholen, außerhalb von Universitäten findet, wie Baum weiß und sie muss es wissen, denn sie ist außerhalb einer Universität, kein Denken statt. Deshalb bezahlen wir das Profx, damit es für uns denkt und uns sagt, wie wir all die Millionen ansprechen sollen, die nicht selbst denken können, aber sich fühlen, und zwar weder als Männlein noch als Weiblein, die ese.

So einfach ist die Baumsche Welt, so einfach und so unsinnig, dass man sich unwillkürlich fragt, ob ein alleiniger Schreiber für so viel Unsinn verantwortlich sein kann. Früher, also in den Zeiten, in denen Journalismus noch etwas mit Recherche und Kriterien zu tun hatte, früher gab es eine Redaktionssitzung, in der Texte diskutiert und editiert wurden, gab es einen Redakteur vom Dienst, der letzte Änderungen vorgenommen hat. Damit sollte gewährleistet werden, dass kein Unsinn in Zeitungen steht.

Heute steht Unsinn in Zeitungen, so dass man sich fragt: Liegt das nun daran, dass an Zeitungen nur noch Personen beteiligt sind, die Unsinn nicht bemerken, selbst dann nicht, wenn er wie hier ganz dick aufgetragen ist, oder liegt das daran, dass bei Zeitungen Nachwuchs benutzt wird, um Unsinn zu verbreiten, immer in der Hoffnung, dass sich ein Nachwuchs-Konkurrent als Wasserträger des Politisch-Korrekten disqualifiziert und um Kopf und Kragen schreibt oder schreiben lässt – also eine Form des innner-redaktionellen Widerstands gegen die politische Korrektheit, die den Unsinn als Waffe nutzt, um das Politisch-Korrekte und seine Vertreter lächerlich zu machen.

Bleibt abschließend noch festzustellen, dass Denken förderlich ist, wenn man an Universitäten eine Position inne hat, dass Denken aber nicht das ist, was einen Positionsinhaber, wie z.B. das es, zu einem Wissenschaftler qualifiziert. Ein Wissenschaftler beherrscht eine wissenschaftliche Methode, die es ihm erlaubt, eine Fragestellung zu entwickeln, zu prüfen und neue Erkenntnis zu gewinnen, die für andere nachvollziehbar und prüfbar ist und insgesamt einen Fortschritt darstellt. Wissenschaftler haben entsprechend Argumente, die auf beobachtbaren Fakten basieren und stellen keine Behauptungen auf, die auf gefühlter Einbildung basieren.

Popper GrundproblemeEs ist doch erfrischend, dass sich das, was man mit Betrand Russell als Müßiggang bezeichnen könnte, in der Phantasie mancher hält und Hochschulen entsprechend als Orte phantasiert werden, an denen es von Müßiggängern nur so wimmelt, deren einzige Aufgabe darin besteht, sich Absurditäten zu überlegen und diese als überlegen auszugeben, warum überlegen: aufgrund eigener Gefühle und eingebildeter statushöherer Position. Warum haben sich Generationen von Wissenschaftlern nur bemüht, Wissenschaft von Religion oder Metaphysik abzugrenzen, wo doch das Gefühl und das Denken und die Einbildung ausreichen, um sich als Wissenschaftler zu inszenieren?

Aber, wir haben gelernt: Wenn man sich irgendwie fühlt und zudem denkt und sich statushöher wähnt, dann gibt einem das alle Rechte. Nun wir denken und fühlen uns heute hochherrschaftlich. Deshalb erwarten wir, als Hoheiten angesprochen zu werden. Und weil Hoheiten Rechte über andere haben, erwarten wir nicht nur, dass wir als Hoheiten angesprochen werden, wir dekretieren hiermit, dass wer Unsinn verbreitet, für die Verbreitung von Unsinn verantwortlich ist oder Unsinn, dessen Verbreitung er hätte verhindern können, an seiner Verbreitung nicht hindert, mit einer Geldstrafe von 5000 Euro zu belegen ist (einzahlbar auf unser angegebenes Konto).

Wer unter unseren Lesern sich wie ein Vollstrecker fühlt, der ist hiermit ermächtigt, gegen die für Unsinn Verantwortlichen im beschriebenen Sinne vorzugehen.