Vorabdruck: “Mein Kampf”

Seit Wochen steigert sich anscheinend die Vorfreude bei all denen, die auf das Erlöschen eines bestimmten Urheberrechts warten, jenes Urheberrecht, das der Bayerisches Freistaat seit 70 Jahren anwendet, um begierige Leser vom Bestseller nationalsozialistischer Propaganda fernzuhalten.

Nun ist es bald soweit: Ab 2016 darf “Mein Kampf” in Deutschland wieder gedruckt werden. Schlimmer noch: Ab 2016 kann sich in Deutschland (theoretisch) jeder Bürger ein eigenes Urteil über den Hitlerschen Kampf oder Krampf, je nach Auffassung, bilden: Seinen “Werdegang zum Antisemiten” nachvollziehen, nachdem ihm nach eigener Aussage bis zum zarten Alter von 14 Jahren, das Wort “Jude” unbekannt war und seine seltsamen Ausführungen über die “weiße Rasse” lesen (und vielleicht mit den ebenso seltsamen Ausführungen über “weiße Männer” vergleichen, die heute aus Ecken kommen, die sich für emanzipiert halten).

Kurz: in wenigen Tagen könnten Deutsche tatsächlich der Ansicht sein, sie würden wie mündige Bürger behandelt.

Könnten!
Konjunktiv!

Denn das werden sie natürlich nicht.

Getreu dem Motto: Deutsche darf man mit “Mein Kampf” nicht alleine lassen, “haben im Münchener Institut für Zeitgeschichte ein gutes Dutzend Historiker mehr als drei Jahre an einer wissenschaftlich kommentierten Ausgabe von ‘Mein Kampf’ gearbeitet.” Vermutlich haben sie sich dieser Mühsal nicht ohne pekuniäre Gegenleistung oder im Schwange altruistischer Hingabe zur Volkserziehung unterzogen. Eine Mühsal muss es gewesen sein, denn die nunmehr “kommentierte Version” von “Mein Kampf” hat die 781 teilweise nur mit Mühe lesbaren Seiten vom originalen “Mein Kampf” zu nicht mehr lesbaren 1.948 Seiten aufgebläht.

1.167 Seiten haben die Historiker aus München zu den 781 ursprünglichen Seiten ergänzt, um deutlich zu machen, was sowieso offensichtlich ist: Hitler war ein Rassist, ein Antisemit, ein sozialistischer Nationalist und darüber hinaus ein wenig begabter Autor, der es nicht schafft, seine Leser in den Bann seiner Worte zu schlagen.

Wieso sind 1.167 Seiten notwendig, um 781 Seiten zu kommentieren, die Offensichtlichkeiten, persönliche Betrachtungen und Ansichten beinhalten?

Zwei Antworten drängen sich auf:

  1. Die Finanzierung des Münchner Instituts für Zeitgeschichte musste für drei Jahre sichergestellt werden.
  2. Unter Historikern hält sich ein irrationaler Glaube an die mystische Wirkung von “Mein Kampf”, eine Wirkung, die darin zu bestehen scheint, dass ein Leser vom eben noch Demokraten per Lektüre von “Mein Kampf” zum Rassisten und Anti-Demokraten mutiert, allein, aufgrund der mystischen Wirkung dieses deutschen Schriftgutes.

Wenn (1) der Fall ist, dann wurde diese Finanzierung damit erkauft, dass einem Buch, das seine Bedeutung vornehmlich aus der Zuschreibung von Symbolik entnimmt, einer Symbolik, die das Buch zum Alpha und Omega Nationalsozialistischer Verbrechen, zum Ausgangspunkt allen Übels macht, weitere Bedeutung verliehen wird.

Wenn (2) der Fall ist, dann sollten sich die entsprechenden Historiker in ärztliche Behandlung begeben, denn sie glauben daran, dass Menschen von Büchern gesteuert werden können – andere Menschen natürlich, nicht die Historiker. Menschen wie Sie und wir, denen bislang “Mein Kampf” vorenthalten wurde, um uns zu schützen, zu schützen vor der magischen Wirkung jenes Werkes, das der Teufel mit den magischen Augen, wie ihn Albert Speer beschrieben hat, geschrieben hat.

Nicht, dass man diesen Historikern, ob der Art und Weise, in der sie Bürger zu Menschen ohne Urteilsvermögen erklären, ihre Weltsicht gerade rücken müsste …

Denn selbstverständlich kann man dem tumben Volk, diesen vom mystischen “Mein Kampf” Verführbaren, dieses Werk nicht unkommentiert zugänglich machen. Am Ende lesen sie Passagen wie die folgende vollkommen unkritisch, bar jeder Einordnung und bar jeglichen Hinweises auf deren historische Abartigkeit und Einmaligkeit:

mein kampf(aus Mein Kampf, S.410-413): “So treten die Kommissionen zusammen und “revidieren” das alte Programm und verfassen ein neues (die Herrschaften wechseln dabei ihre Überzeugungen wie der Soldat im Felde das Hemd, nämlich immer dann, wenn das alte verlaust ist!), in dem jedem das Seine gegeben wird. Der Bauer erhält den Schutz seiner Landwirtschaft, der Industrielle den Schutz seiner Ware, der Konsument den Schutz seines Einkaufs, den Lehrern werden die Gehälter erhöht, den Beamten die Pensionen aufgebessert, Witwen und Waisen soll in reichlichstem Umfang der Staat versorgen, der Verkehr wird gefördert, die Tarife (…) sollen erniedrigt und gar die Steuern, wenn auch nicht ganz, aber doch so ziemlich abgeschafft werden.

Manches Mal passiert es, daß man doch einen Stand vergessen oder von einer im Volk umlaufenden Forderung nichts gehört hat. Dann wird in letzter Eile noch hineingeflickt, was Platz hat, so lange, bis man mit gutem Gewissen hoffen darf, das Heer der normalen Spießer samt ihren Weibern wieder beruhigt zu haben und hochbefriedigt zu sehen. So kann man innerlich also gerüstet im Vertrauen auf den lieben Gott und die unerschütterliche Dummheit der wahlberechtigten Bürger den Kampf um die “neue Gestaltung” des Reiches, wie man sagt, beginnen.

Wenn dann der Wahltag vorbei ist, die Parlamentarier für fünf Jahre ihre legte Volksversammlung abgehalten haben, um sich von der Dressur des Plebs hinweg zur Erfüllung ihrer höheren und angenehmeren Aufgaben zu begeben, löst sich die Programm-Kommission wieder auf, und der Kampf um die Neugestaltung der Dinge erhält wieder die Formen des Ringens um das liebe tägliche Brot: Dieses heißt aber beim Parlamentarier Diäten.

Jeden Morgen begibt sich der Herr Volksvertreter in das Hohe Haus, und wenn schon nicht ganz hinein, so doch wenigstens bis in den Vorraum, in dem die Anwesenheitslisten auf liegen. Im angreifenden Dienste für das Volk trägt er dort seinen Namen ein und nimmt als wohlverdienten Lohn eine kleine Entschädigung für diese fortgesetzten zermürbenden Anstrengungen entgegen.

Nach vier Jahren oder in sonstigen kritischen Wochen, wenn die Auflösung der parlamentarischen Körperschaften wieder näher und näher zu rücken beginnt, beschleicht die Herren plötzlich ein unbezähmbarer Drang. So wie der Engerling nicht anders kann, als sich zum Maikäfer zu verwandeln, so verlassen diese parlamentarischen Raupen das große gemeinsame Puppenhaus und flattern flügelbegabt hinaus zum lieben Volk.

Sie reden wieder zu ihren Wählern, erzählen von der eigenen
enormen Arbeit und der böswilligen Verstocktheit der anderen, bekommen aber von der unverständigen Masse statt dankbaren Beifalls manches Mal rohe, ja gehässige Ausdrücke an den Kopf geworfen. Wenn sich diese Undankbarkeit des Volkes bis zu einem gewissen Grade steigert, kann nur ein einziges Mittel helfen: der Glanz der Partei muß wieder aufgebügelt werden, das Programm ist verbesserungsbedürftig, die Kommission tritt erneut ins Leben, und der Schwindel beginnt von vorne.

Bei der granitenen Dummheit unserer Menschheit wundere man sich nicht über den Erfolg. Geleitet durch seine Presse und geblendet vom neuen verlockenden Programm, kehrt das ‘bürgerliche’ wie das Äproletarische’ Stimmvieh wieder in den gemeinsamen Stall zurück und wählt seine alten Betrüger.

Damit verwandelt sich der Volksmann und Kandidat der schaffenden Stände wieder in die parlamentarische Raupe und frißt sich am Gezweig des staatlichen Lebens weiter dick und fett, um sich nach vier Jahren wieder in den schillernden Schmetterling zu verwandeln.

Es gibt kaum etwas Deprimierenderes, als diesen ganzen Vorgang in der nüchternen Wirklichkeit zu beobachten, diesem sich immer wiederholenden Betrug zusehen zu müssen. Aus solchem geistigen Nährboden schöpft man im bürgerlichen Lager freilich nicht die Kraft, den Kampf mit der organisierten Macht des Marxismus auszufechten.
Ernstlich denken die Herrschaften auch nie daran. Bei aller zugegebenen Beschränktheit und geistigen Inferiorität dieser parlamentarischen Medizinmänner der weißen Rasse können sie selber sich nicht im Ernste einbilden, auf dem Wege einer westlichen Demokratie gegen eine Lehre anzukämpfen, für welche die Demokratie samt allem, was drum und dran hängt, im besten Falle ein Mittel zum Zweck ist, das man anwendet, um den Gegner zu lähmen und dem eigenen Handeln freie Bahn zu schaffen. Wenn nämlich ein Teil des Marxismus zur Zeit auch in äußerst kluger Weise die unzertrennliche Verbindung mit den Grundsätzen der Demokratie vorzutäuschen versucht, dann möge man doch gefälligst nicht vergessen, daß in der kritischen Stunde diese Herrschaften sich um eine Majoritätsentscheidung nach westlich-demokratischer Auffassung einen Pfifferling kümmerten!”

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Sind Grundschulen homophobe Orte?

Sind Grundschulen homophobe Orte, so fragt Martin Voigt, Soziologe aus München, in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Hintergrund seiner Frage sind die Bemühungen der Kieler Sozialministerin Kristin Alheit, “die sexuelle Vielfalt auch jüngeren näherzubringen”.

Die Notwendigkeit, bereits Grundschüler und Kinder in Kindertagesstätten mit sexueller Vielfalt zu verfolgen, ergibt sich für die Kieler Sozialministerin aus einer Studie, die ein Ulrich Klocke im Jahr 2012 für die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft erstellt hat, weil es sonst niemanden interessiert. Deren Ergebnis: Berliner Schulen werden als homophobe Orte empfunden – von wem auch immer.

Klocke BerlinDass in der nämlichen Berliner Studie, der wir uns noch widmen werden, Schüler der 6. bzw. der 9. und 10. Klassenstufe befragt wurden, und eben keine Grundschüler oder Kinder in Kitas, das scheint die Kieler Sozialministerin in ihrem Wunsch “den Weg zu einem Land, in dem die Vielfalt sexueller Orientierungen und Identitäten selbstverständlich ist” zu gehen, nicht zu behindern.

Sie hat sich etwas in den Kopf gesetzt und geht entsprechend sprichwörtlich über Leichen, denn weder Frau Alheit noch sonst jemand weiß, was dabei herauskommt, wenn man Kinder in Kindertagesstätten und Grundschulen mit sexueller Vielfalt penetriert (vielleicht abgesehen von erhöhten HIV/AIDS-Infektionsraten). Und zumindest bei Frau Alheit reicht die Empathie nicht soweit, sich vorstellen zu können, dass Kinder in Kindertagesstätten und Grundschulen weder an Schwulen noch an Lesben noch an Transsexuellen ein Interesse haben – ganz im Gegensatz zu Frau Alheit, die das Motto des Lesben- und Schwulenverband in Deutschland, Schleswig-Holstein, nach dem “Akzeptanz und Vielfalt  … täglich eingefordert und verteidigt werden müssen”, vollständig übernommen zu haben scheint und nun einfordert und verteidigt, wo sie geht und steht: In Kindertagesstätten, in Grundschulen…

Das nennt man dann wohl eine Phobie, vor allem, wo bislang jeder Beleg dafür fehlt, dass in den Grundschulen und Kindertagesstätten Schleswig-Holsteins tatsächlich homophobe Kinder en masse anzutreffen sind. Aber: Wo die empirischen Belege fehlen, da setzt sofort die (schmutzige?) Phantasie der Sozialministerin ein und die macht es notwendig, bereits Kinder in der dritten und vierten Klasse mit einem Diktattext folgenden Inhalts zu belästigen:

“Marian erklärt: ,Meine Mama Loris kommt aus Dänemark und hat dort Samenzellen von einem netten Mann bekommen. Dann bin ich in ihrem Bauch gewachsen. ln Deutschland hat mich dann meine Mama Dani adoptiert.'”

Wir wollen uns an dieser Stelle gar nicht mit der moralisch fraglichen Verherrlichung befassen, mit der die Mama Loris aus Dänemark, die als Brutkasten gedient hat, hier bedacht wird, oder den daraus folgenden Konsequenzen für die Möglichkeit, andere Menschen zu instrumentalisieren, weil das eigene Bedürfnis so dringend nach Erfüllung eines eingebildeten Kinderwunsches im Schwulen- oder im Lesbenpaar verlangt, dass man sich eben einmal einen Bauch mietet, in dem dann das später (bei Gefallen und Gesundheit) zum eigenen gemachte Kind “wächst”.

Betrachten wir das Machwerk, aus dem das Zitat stammt. Das Machwerk nennt sich: “Methodenschatz für Grundschulen zu Lebens- und Liebesweisen”. Es ist ein dünnes Heftchen von 16 Seiten, dessen Inhalt man an einem Nachmittag zusammenschustern kann. Es erfüllt keinerlei Kriterien, die man an Material anlegen muss, das in Schulen verwendet werden soll, wie zwischenzeitlich auch das Institut für Qualitätssicherung (IQSH) festgestellt hat. Dennoch wurden von Kristin Alheit 50.000 Euro aus Steuermitteln zweckentfremdet, um dieses Machwerk zu finanzieren.

Echte Einfalt50.000 Euro für die Erstellung von Materialien, anhand derer Kinder lernen sollen, Materialien, die passender Weise vom Schwulen und Lesbenverband Deutschland, Schleswig-Holstein erstellt wurden. Es ist schon lustig, wie diejenigen, die mit hochrotem Kopf gegen den Einfluss von Wirtschaftslobbyisten in Schulen wettern können, kein Problem haben Schulmaterialien bei der Schwulen- und Lesbenlobby zu bestellen. Nicht einmal die Frage, ob man beim Schwulen- und Lesbenverband in Schleswig-Holstein überhaupt in der Lage ist, Schulmaterialien zu erstellen, scheint Alheit interessiert zu haben.

Beim Schwulen- und Lesbenverband in Schleswig-Holstein, so kann man zwischenzeitlich feststellen, ist man nicht in der Lage Schulmaterialien, die den normalen Qualitätsstandards entsprechen, zu erstellen. Wundert das jemanden, außer Frau Alheit, die 50.000 Steuereuro aus dem Fenster geworfen hat, um ihr genehme Lobbyisten zu finanzieren?

Am 26. Januar 2015 haben wir unter dem Titel “Versuche am lebenden Schüler” schon einmal auf die Kieler Pläne zum täglichen “Einfordern und Verteidigen von Akzeptanz und Vielfalt” in Schleswig-Holsteins Grundschulen, in denen sich die homophoben Kinder zu türmen scheinen, berichtet. Damals haben wir auch darauf hingewiesen, dass niemand, am wenigsten Sozialministerin Alheit weiß, welche Folgen dieser Versuch am lebenden Schüler hat – denn, eine Zusammenfassung des Forschungsstandes sieht wie folgt aus:

  • RegenbogennormalitaetNiemand weiß, welche psychischen Folgen es bei Schülern hat, wenn ihnen im Alter von 9 oder 10 Jahren die Beschäftigung mit Sexualität zwangsverordnet und sie zur Toleranz gegenüber Lebensformen, die die meisten von ihnen nicht kennen oder sich vorstellen können, abkommandiert werden.
  • Niemand weiß, ob Schüler, die zur Akzeptanz indoktriniert werden sollen, diese Akzeptanz auch dauerhaft zeigen, ob sie sie überhaupt zeigen oder ob sie mit Reaktanz und entsprechend nicht-Akzeptanz reagieren.
  • Die Schulversuche, wie sie in Schleswig-Holstein durchgeführt werden sollen, haben mit einem Bildungsauftrag nichts gemein. Es sind offene Versuche, in die Persönlichkeitsbildung und die Persönlichkeitsrechte von Schülern einzugreifen und sie in eine bestimmte Richtung zu lenken.
  • Die Darstellung von schwulen Lebensentwürfen ohne einen Verweis auf Gefahren, wie sie von AIDS ausgehen, ist fahrlässig und weist eine mangelnde Akzeptanz und Verantwortungsbereitschaft für die Folgen, die die entsprechenden Lebensentwürfe haben können, aus.
  • Die Darstellung von Familien als Konsumgut, bei dem man sich zunächst entscheidet, welches Geschlecht man gerne hätte, um sich dann, je nach Notwendigkeit, ein Kind zu bestellen, austragen zu lassen oder im Reagenzglas züchten zu lassen, ist eine Darstellung von Konsumerismus, die man nicht mehr als moralisch integer ansehen kann und die man sicherlich nicht von Leuten erwarten würde, die sich mit Händen und Füßen dagegen stemmen, dass Schülern Ökonomie vermittelt wird.

Ein verantwortlicher Politiker sieht anhand dieses Stands der Forschung davon ab, Kinder mit sexueller Vielfalt zu belästigen. Aber Kristin Alheit qualifiziert sich nicht als verantwortlicher Politiker, eher als auf sexuelle Vielfalt Fixierte, die gegen jeden Widerstand und wenn es sein muss, auf den Rücken von Dritt- und Viertklässlern ihren “Weg zu einem Land, in dem die Vielfalt sexueller Orientierungen und Identitäten selbstverständlich ist,” geht.

Noch vor gar nicht allzu langer Zeit, wäre ein solcher Laienprediger, der eine persönlich gefühlte Mission durchsetzen will, in öffentlichen Ämtern, die der Repräsentanz der Bevölkerung dienen, nicht möglich jedenfalls nicht dauerhaft möglich gewesen. Ein Rücktritt wäre damals das Mindeste gewesen. Heute scheint man sich daran gewöhnt zu haben, dass einem als öffentlicher Bediensteter wirklich alles zugemutet werden kann.

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Spiel mir das Lied vom Tod: die neue Leichtigkeit der HIV-Infektion

Bei all der Propaganda für homosexuelle Lebensentwürfe haben diejenigen, die am lautesten schreien, etwas übersehen: HIV/AIDS. Es gibt HIV/AIDS immer noch. HIV/AIDS ist nach wie vor nicht heilbar und nach wie vor sterben jährlich Menschen an HIV/AIDS. Das ist die Realität zur schönen heilen Propaganda homosexueller Beziehung.

HiVAIDS praevalenzDie Quittung für dieses Übersehen und die damit einhergehende Verharmlosung von HIV/AIDS, die haben wir schon vor einiger Zeit ausgestellt: Wie die Zahlen des Robert-Koch-Instituts zeigen, steigt die Anzahl der Neuinfektionen in Deutschland seit einigen Jahren wieder an.

Nun meldet die ARD unter Bezug auf die WHO:

“Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat im vergangenen Jahr eine Rekordzahl von Neuinfektionen mit dem HI-Virus in Europa registriert.”

Weiter berichtet die ARD:

“In Deutschland steckten sich 3525 Menschen mit dem Auslöser der Immunschwächekrankheit AIDS an; eine Rate von 4,4 Fällen je 100.000 Bürger.”

Klingt vernachlässigbar, aber nur, weil zum einen unterschlagen wird, dass die Anzahl der Neuinfektionen seit Jahren wieder steigt und zum anderen der Hinweis fehlt, dass derzeit rund 83.400 Menschen, die an HIV/AIDS erkrankt sind, in Deutschland leben und seit Beginn der Epidemie in den 1980er Jahren 27.600 Menschen in Deutschland an HIV/AIDS verstorben sind.

Ob die Auslassung eine gezielte Verharmlosung ist oder schlichter Unkenntnis auf Seiten des zuständigen Redakteurs der ARD geschuldet ist, mag dahingestellt bleiben. In jedem Fall kann man feststellen, dass eine neue Nonchallance den Umgang mit HIV/AIDS prägt. Zudem zeigt ein Beitrag, den Karten Mende heute auf seiner Kehrseite veröffentlicht hat dass die neue Nonchallance im Umgang mit HIV/AIDS bei manchen HIV/AIDS Infizierten auch dann gegeben ist, wenn es um die Gesundheit anderer geht.

Schlau NRWKarsten Mende zitiert unter Berufung auf eine auf SAT1 veröffentlichte Meldung einen Sprecher des Netzwerkes SchLAu NRW (mit Sitz in Köln) . SchLAu NRW steht für Schwul Lesbisch Bi Trans*Aufklärung und wie man sich diese Aufklärung vorstellen muss, das hat nämlicher Sprecher auf Facebook gepostet:

„Ich habe HIV und würde es wieder tun! Ich habe regelmäßig Sex ohne Kondom. Schutz durch Therapie macht es möglich. Menschen mit HIV sind nicht kriminell!“

SchLAu NRW wird durch das Nordrhein-Westfälische Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter finanziert, so dass wir Karsten Mende vorgeschlagen haben, das Ministerium doch anzuschreiben und nachzufragen, ob diese Aussage eines Sprechers von SchLAu NRW, die irgendwo zwischen peinlich und dumm angesiedelt ist und zudem einen Straftatbestand darstellt, denn die vorsätzliche Infektion eines Dritten mit HIV/AIDS ist ein Straftatbestand, als offizielle Politik des Landes NRW im Hinblick auf den Umgang mit HIV/AIDS anzusehen ist.

Wenn nicht, dann wäre es eigentlich an der Zeit, SchLAu NRW von der Liste der von Steuerzahlern finanzierten ministerialen Günstlinge zu streichen.

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Geht hier die Saat politisch-korrekter Indoktrination auf?

Liebe Leser von ScienceFiles:
Wir sind schockiert.

In unserem letzten Rätsel haben wir eine Passage zitiert, in der deren Autor seiner Phantasie über Neger freien Lauf lässt. Er fabuliert von fleischfressenden Wilden, die sich gegenseitig kannibalisieren und deren Höhepunkt im Leben darin besteht, das Herz von Feinden zu verspeisen.

Wer, so haben wir gefragt, hat eine derart morbide und perverse Phantasie?

Acht Personen haben wir zur Auswahl gestellt.

758 Leser haben sich am Rätsel beteiligt und sich wie folgt auf die Vorschläge verteilt:

  • Karl Freiherr von Eichendorff: 12 Stimmen (2%);
  • Friedrich Engels: 31 Stimmen (4%);
  • Oswald Spengler: 32 Stimmen (4%);
  • Friedrich Schiller: 33 Stimmen (4%);
  • Friedrich Nietzsche: 61 Stimmen (8%);
  • Georg Friedrich Wilhelm Hegel: 106 Stimmen (14%);
  • Karl Marx: 127 Stimmen (17%);
  • Alexander von Humboldt: 356 Stimmen (47%);

Nun, 106 Leser haben den richtigen Urheber der Passage genannt, in der die Sklaverei damit gerechtfertigt wird, dass die Neger auf einem Entwicklungsstand sind, der sie noch kein Bewusstsein für das höhere Wesen Mensch hat entwickeln lassen. Kurz: Der Autor ist der Überzeugung, Neger seien auf dem Entwicklungsstand von Tieren und Sklaverei sei für sie tatsächlich ein Segen, hebe sie förmlich zu einer besseren Existenz.

Der Autor der hier unverblümt seinen Rassismus auslebt ist kein anderer als der von manchen als großer deutscher Philosoph gehandelte:

Georg Friedrich Wilhelm Hegel

In Schopenhauers Worten handelt es sich um eine Passage der Hegelei, den sprachlichen Auswurf desjenigen, den Schopenhauer als “geistlose[n], unwissende[n], Unsinn schmierende[n] … Philosophast[en]” bezeichnet hat. Und das nicht zu Unrecht!

Was uns schockiert hat, ist die Tatsache, dass 356 Leser (47%) der Ansicht waren, die zitierte Passage mit ihrem Rassismus und ihrer Verherrlichung von Sklaverei stamme von Alexander von Humboldt. Wir fragen uns: Geht hier die Saat der politisch-korrekten Indoktrination auf, die Saat einer neuen Hegelei von abermals geistlosen, unwissenden und Unsinn schmierenden Phantasten, die z.B. an der Humboldt Universität versammelt sind und Folgendes schmieren:

“Dass in der HU zahlreiche Nazis und Kolonialrassisten mit Portraits geehrt werden und die kolonialen Forschungsreisen von Alexander von Humboldt als Inbegriff von Wissenschaft und Neugier verherrlicht werden, zeigt die tiefe Verwurzelung von Kolonialrassismus in der weißen_deutschen Wissenschaft”

Oder gibt es in Deutschland Institutionen, Schulen, Lehrer, die Alexander von Humboldt als Rassisten diskreditieren und von denen wir nichts wissen? Wir wären unseren Lesern, die Alexander von Humboldt als Urheber der Hegelei angesehen haben, dankbar dafür, wenn sie uns die Gründe für ihre Entscheidung nennen würden.

Bis dahin wollen wir den Unterschied zwischen einem Hegel, der in Berlin Totalitäres fabuliert und einem Alexander von Humboldt, der die Welt bereist hat, der aus eigener Anschauung berichtet und einer derjenigen ist, auf die Liberale ihre Tradition in Deutschland bauen können, anhand eines Textbeispiels deutlich machen.

Das Textbeispiel entstammt dem fünften Kapitel von Humboldts Essay über Kuba und befasst sich mit Sklaverei:

“Ich habe die Lebensverhältnisse der Schwarzen in Ländern beobachtet, wo Gesetze, Religion und nationale Gewohnheiten dazu tendieren, ihr Schicksal zu erleichtern. Und trotzdem habe ich beim Verlassen Amerikas dieselbe Abscheu verspürt, die ich vormals in Europa hatte. Mitnichten haben gewitzte Autoren mit Wortschöpfungen wie ‘Neger-Bauern der Antillen’, ’schwarze Lehenspflichtigkeit’ und ‘patriarchalische Protektion’ versucht, die Barbarei der Institutionen zu verhüllen. Man entwürdigt nur Geist und Kunst der Phantasie, wenn die Auswüchse, die die Menschheit bedrängen und heftig erschüttern durch tausende Wortzusammensetzungen oder gewandte Sophismen verklärt werden. Glaubt man fehlendes Mitgefühl entschuldigen zu können, indem man den Zustand der Schwarzen mit dem der Leibeigenen im Mittelalter vergleicht, oder mit der Unterdrückung unter der noch heute einige Gesellschaftsschichten in Nord- und Osteuropa leiden? Diese Vergleiche, diese erfinderischen Sprachschöpfungen, diese verachtenswerte Ungeduld, mit der man sogar die Hoffnung auf eine allmähliche Abschaffung der Sklaverei als Phantasterei abtut, sind heutzutage unnütze Waffen. […] Die Sklaverei ist zweifelsohne das größte aller Verbrechen an der Menschheit …” (129-130)

Im Gegensatz zu Hegels Rassismus, der sich auf Spiegels Gutenberg-DE findet, ist die Schrift von Alexander von Humboldt nicht auf Gutenberg-DE veröffentlicht.

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Petition fordert Ende der Anonymität bei Wikipedia

Wer uns seit Jahren folgt, der weiß, dass wir uns vor einigen Jahren mit dem deutschen Versuch von Wikipedia beschäftigt haben, und zwar deshalb, weil unter dem Deckmantel der Online-Enzyklopädie eine Vielzahl von Ideologen ihr Unwesen treibt und versucht, die Einträge auf Wikipedia der eigenen Weltsicht anzupassen. Das führt soweit, dass lebende Personen diffamiert und denunziert werden, es führt dazu, dass Inhalte auf Wikipedia schlicht falsch sind, und es führt dazu, dass die deutschsprachige Wikipedia keine Online-Enzyklopädie ist, sondern eine Online-Möglichkeit der Verbreitung von ideologischem Unsinn aller Art.

In einem Offenen Brief, den Michael Klein und Arne Hoffmann gemeinsam an Jimmy Wales geschrieben haben, wurden vier Grundprobleme von Wikipedia identifiziert, die dazu geführt haben, dass Wikipedia zu einem Instrument in den Händen von Ideologen aller Art verkommen ist:

  • WischopediaDas Fehlen jeglicher Form von Kriterien, die das Auffinden von Information und das Schreiben von Artikeln strukturieren.
  • Die daraus resultierende Selektivität vieler, wenn nicht der meisten Artikel in Wikipedia.
  • Die feindliche Übernahme der Wikipedia durch Ideologen, die durch die zuvor beschriebenen Prozesse erleichtert wird.
  • Die negativen Anreize für bzw. das Abschrecken von fähigen, potentielle/n Autoren, die zur Wikipedia beitragen wollten, darauf aber aufgrund der ideologischen Infizierung der Wikipedia verzichten, sowie die Verschwendung von Humanressourcen und die Lähmung von Ressourcen in so genannten Editier-Schlachten.

Hinzu kommt ein Problem, das diese vier sich gegenseitig verstärkenden Probleme noch überschattet: Die Anonymität bei Wikipedia, die genutzt wird, um Nutzernamen als Tarnschild für Gruppen von Ideologen zu missbrauchen, die 24/7 darüber wachen, dass ihrer ideologischen Auslegung der Wirklichkeit keine Anpassung an dieselbe widerfährt, die Anonymität, die dazu führt, dass die Diskussionen über Beiträge auf Wikipedia unter den Wikipedianer in einer Rohheit und mit einer Aggression geführt wird, die kaum vermuten lässt, dass alle am selben Projekt arbeiten (wollen), und schließlich ist es die Anonymität von Pseudonymen wie Fiona B, Fiona Baines oder San Fran Famer, hinter der sich mehr oder weniger kleine Persönchen verstecken und ihr Mütchen dadurch kühlen können, dass sie die eigene Anonymität nutzen, um Personen, die mit ihrem Namen zu dem stehen, was sie sagen und tun, zu diffamieren und zu denunzieren.

Unsere entsprechenden Beiträge reichen in die Jahre 2012 und 2013 zurück. Der Offene Brief an Jimmy Wales stammt vom 29. Juli 2012.

Vor diesem Hintergrund freut es uns, dass wir auf eine aktuelle Petition aufmerksam gemacht wurden, die Daniel Hermsdorf gestartet hat, und deren Ziel es ist, mehr Transparenz auf Wikipedia herzustellen, und zwar dadurch, dass Texte auf Wikipedia nur noch von namentlich bekannten Personen editiert werden dürfen.

Damit greift Daniel Hermsdorf eine Forderung auf, die wir schon vor Jahren gestellt haben, und er begründet sie u.a. damit, dass die derzeitige Möglichkeit, anonym zu editieren, ein “Einfallstor für intransparente, undemokratische und manipulative Einwirkungen auf das Online-Lexikon” ist. Um die “Möglichkeit einer Manipulation von Inhalten” auf Wikipedia zu reduzieren, fordert Hermsdorft die “Aufhebung der Anonymität”.

Wikipedia Anonymitaet PetitionEine Forderung, der wir uns nur anschließen können, schon weil nicht erkennbar ist, welche Gründe diejenigen, die an einer öffentlichen Online-Enzyklopädie mitarbeiten, daran hindern sollten, ihre Identität bekannt zu machen. Die einzigen Gründe, die auf Anhieb einfallen, sind dieselben Gründe, die Mitarbeiter der Stasi gehindert haben, sich denen, die sie ausspioniert haben, zu erkennen zu geben, oder es sind Befürchtungen wie die, dass es nicht so gut angesehen ist, wenn herauskommt, dass z.B. von den politischen Vereinen der Parteien oder vom BMFSFJ finanzierte Organisationen ihre Ressourcen aus den Geldbörsen der Steuerzahler einsetzen, um eine kleine Armee von Agitateuren zu unterhalten, die auf Wikipedia dafür sorgen, dass Beiträge zu den Themen, die den entsprechenden Organisationen am Herzen liegen, auch in der politisch richtigen Ideologie abgefasst sind.

Alle, die reell und mit lauteren Motiven an Wikipedia mitarbeiten wollen, können eigentlich keinen Grund dafür haben, anonym bleiben zu wollen.

Die Petition von Damiel Hermsdort dümpelt derzeit bei rund 405 Unterzeichnern, was angesichts der angeführten Argumente unverständlich ist und unbedingt geändert werden muss.

Wir rufen deshalb unsere Leser auf, die Petition von Daniel Hermsdorf zu unterstützen.

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Vergifter des sozialen Klimas: Würden Sie dieser Kindergärtnerin Ihr Kind überlassen?

Durch Zufall sind wir auf eine “Handreichung für Kindertagesstätten im Umgang mit Rechtsextremismus” gestoßen. Verantwortlich für die Handreichung ist die Amadeu-Antonio-Stiftung. Finanziert hat die Handreichung sowie das “langfristig angelegte Projekt AUGEN-BLICK” das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Und die Handreichung, sie hat uns geschockt: Als Wissenschaftler, da sie sich seitenweise liest, wie eine Anleitung zur Zerstörung von Kooperation in Gesellschaften, wie eine Neuauflage der Robber’s Cave Experimente, dieses Mal jedoch mit dem Ziel, dauerhafte Feindschaft zwischen Menschen herzustellen, und als Gesellschaftsbeobachter, wird doch mit dieser Handreichung deutlich, warum Deutsche nicht mehr miteinander reden, nicht mehr miteinander reden können. Stiftungen wie die Amadeu-Antonio-Stiftung, sie sorgen dafür.

Die Seiten 32 bis 34 der Handreichung sind mit einem denkwürdigen Interview mit einer Erzieherin in einer Kindertagesstätte in Mecklenburg-Vorpommern angefüllt. Ein Interview, das betroffen macht, das zeigt, wie form- und manipulierbar vermeintlich erwachsene Menschen sind, wie sehr sich angeblich erwachsene Menschen, die mit der Erziehung von Kindern beauftragt sind, indoktrinieren lassen und wie erbärmlich das Bild ist, das sie als ideologisierte Zombies abgeben, die nicht mehr sehen, was sich vor ihnen befindet, sondern nur noch das, was ihnen von Ideologen in einer Weiterbildung eingetrichtert wurde.

Das Interview ist ein Musterbeispiel für Stigmatisierung und die Bildung von Vorurteilen. Es zeigt, dass es für beide Prozesse keinerlei eigene Erfahrung braucht. Die Stigmatisierten können sich verhalten oder auch nicht, was zählt sind die Phantasien, die diejenigen, die sich doch für gut halten, über sie entwickeln. Es ist ein erschreckendes Zeugnis dafür, wie Ideologien Wahrnehmung verunmöglichen, Menschlichkeit beseitigen und dazu führen, dass Interaktion zwischen Menschen unmöglich wird, unmöglich, weil die eine Hälfte zu ideologischen Gut-Zombies mutiert ist, und die andere Hälfte von den Phantasien der Gut-Zombies zu Dämonen des Bösen stilisiert wird.

Lassen Sie sich schockieren:

Vergiftung des sozialen Klimas I“Wie haben sie erkannt, dass sie Kinder von rechtsextremen Eltern in ihrer Einrichtung betreuen?
Ich habe es erst gar nicht bemerkt. Da ich noch nicht lange in der Region lebe, kenne ich oftmals die Hintergründe der Eltern nicht. Kolleginnen haben in der Dienstbesprechung erzählt, dass wir es wohl mit rechten Eltern zu tun haben. Einordnen konnte ich das aber immer noch nicht richtig. Ich habe auch meistens nur die Mutter der Kinder gesehen. Wir haben dann eine Weiterbildung gemacht über den Träger unserer Einrichtung, da ging es um Rechtsextremismus. Da war ich sehr erschrocken. Auf einmal haben wir die Mutter und Vater mit anderen Augen gesehen. Autokennzeichen und Kleidung konnte ich dann einordnen. Auf dem Auto waren Aufkleber. Auf einem stand »Todesstrafe für Kinderschänder«. Wir hatten vor den Wahlen auch NPD-Flyer in der Auslage unserer Kita zu liegen.”

Rechtsextreme Eltern, so lernen wir, unterscheiden sich in nichts von anderen Eltern. Sie und ihre Kinder fallen nicht auf. Erst wenn eine Weiterbildung dazu führt, dass ein Erzieher “Autokennzeichen und Kleidung” einordnen kann, dann fällt die Tarnung rechtsextremer Eltern und ihrer Kinder. Eltern wie Kinder sind dann zwar immer noch unauffällig, immer noch gibt es nichts, was nahelegen würde, dass sie eine Gefahr darstellen, sie handeln nicht zum Nachteil von anderen, begehen keine Übergriffe und traktieren niemanden mit ihrer Weltsicht, aber sie sind als rechtsextreme erkannt, anhand von “Autokennzeichen und Kleidung”. Sie sind im wahrsten Sinne durchschaut und ab jetzt wird alles, was sie tun, auf Grundlage dieser Einsicht in die Intentionen und Einstellungen, die rechtsextreme Eltern und ihre Kinder bestimmt haben müssen, bewertet.

Die Kriminologie und die Vielzahl der Arbeiten über deviantes Verhalten sind voller Beispiele dieser Art, in denen Stereotypisierungen von Außenstehenden gebildet  und auf die so Stereotypisierten angewendet werden, mit dem Erfolg, dass die Stereotypisierten sich entweder so verhalten, wie es an sie herangetragen wird oder jede Form der Interaktion zwischen den Stereotypisierten und den Stereotypisierern verunmöglicht wird, eine Situation, die nur mit Gewalt oder dadurch gelöst werden kann, dass eine Partei das Feld räumt.

Nun, da der Kindergärtnerin die Augen geöffnet wurden und sie weiß, dass die unauffälligen Eltern eigentlich fiese Rechtsextremisten sind, die nur darauf warten kleine nicht-rechtsextreme Kinder zu kochen und zu fressen, nun ist die gesamte Wahrnehmung der Eltern und ihrer Kinder von diesem Thema beherrscht:

Vergiftung des sozialen Klimas II“In welcher Form unterwanderten die rechtsextremen Eltern den Alltag der Einrichtung?
Ich weiß gar nicht, ob ich dazu Unterwanderung sagen kann. Die sind eben sehr
engagiert und bemühen sich sehr darum, bei uns alles mit zu machen. Zu Weihnachten machen wir immer einen kleinen Basar. Die rechtsextreme Mutter will da ganz viel mitmachen. Auch in den Elternversammlungen ist die Frau immer da und fragt auch ganz viel. Sie hat auch angeboten auf Ausflüge mitzukommen. Eigentlich wünscht man sich als Erzieherin solche Eltern. Ich konnte bis jetzt immer ausweichen auf andere Eltern. Wenn ich nicht wüsste, welches Denken da in den Köpfen steckt würde ich mich freuen über so eine engagierte Mutter. Der Mann redet nicht viel mit uns, der ist ja auch selten zu sehen.”

“Die Frau”, von der die Kindergärtnerin hier mit spitzem Mund spricht, sie ist das, was man ein Muster an elterlichem Engagement nennt. Sie kümmert sich um ihre Kinder, ist bei Elternversammlungen stets anwesend und will sich sogar am “kleinen Basar” beteiligen. Darf sie aber nicht, denn sie ist rechtsextrem. Bakte sie einen Kuchen für den Basar, es wären bestimmt kleine Hakenkreuze in Schokolade darin zu finden. Stiftete sie etwas für den Basar, dann wäre dies vermutlich “Mein Kampf” in der ersten Auflage. “Die Frau” ist durch und durch böse, deshalb muss man sie meiden, ausgrenzen und nicht etwa integrieren. Integration ist nur für Menschen, in deren Kopf richtiges “Denken” steckt. Die Gedanken sind nicht frei in Deutschland. Wo kämen wir denn hin, wenn sie es wären?

Und weiter geht es mit der Stereotypisierung, die fast schon perverse Züge annimmt:

“Welches Verhalten konnten sie bei den Kindern der rechtsextremen Eltern
beobachten?
Wir haben im Team überlegt, ob uns da was auffällt. Meine Kollegin findet die
Kinder sehr gut erzogen. Die sind sehr exakt und genau. Ich finde die Kinder seltsam. Viel zu ruhig, spielen viel alleine oder als Geschwister miteinander. Seit dem ich weiß, dass die Familie auch mit anderen Familien in solche Lager fährt, finde ich es eher unheimlich, dass die Kinder überhaupt nichts erzählen. Ich bohre da nicht nach, weil ich die Kinder nicht in die Bredouille bringen will. Eigentlich tun sie mir leid, denn sie können ja nichts dafür, wo und wie sie aufwachsen.”

Kinder, die ruhig und wohl erzogen sind, die nicht herumschreien wie Wahnsinnige, sind also seltsam, geben Anlass zu Verdacht, auch deshalb, weil die Kinder mit ihren Eltern in “solche Lager” fahren. “Solche Lager”, solche halt, die so sind, dass solche herauskommen, solche Rechextreme, solche Eltern, die man lieber nicht in seiner schönen, sauberen Kindertagesstätte sehen würde, solche halt, die man früher deportiert hat, sie wecken Verdacht. Aber man will nicht bohren, schon weil man Angst hat, die eigenen Vorurteile könnten sich als falsch herausstellen und die eigene Überheblichkeit, die sich darin äußert, dass die Kinder mit Mitleid überschüttet werden, könnte sich als ebensolche herausstellen.

Wir hoffen, dieses Interview ist (statistisch) nicht normal, d.h. es gibt nicht die Normalität und den normalen IQ von Kindergärtnerinnen wieder. Wir hoffen, die Vergiftung des sozialen Klimas durch Weiterbildungen, in denen Kindergärtnerinnen, deren Gehirn offensichtlich noch nicht zum eigenständigen Denken in der Lage ist, in einer Weise indoktriniert werden, die anschließend den normalen Umgang mit bislang normalen Menschen verunmöglicht, ist eine Ausnahme, nicht die Regel.

fachstelle_transWenngleich wir befürchten, dass das Interview, das wir in Teilen wiedergegeben haben, keine Ausnahme ist. In jedem Fall ist es ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Stiftungen wie die Amadeu-Antonio-Stiftung mit ihren Weiterbildungen und Handreichungen das soziale Klima in Deutschland vergiften und das zurückholen, was durch Humanismus und Rationalismus eigentlich überwunden wurde: Die Bewertung von Menschen auf Grundlage der eigenen Phantasie, der eigenen Vorstellung über deren Weltsicht, Intention und Neigung und eben nicht auf Grundlage ihrer Handlungen und ihres Tuns.

Die Gedanken sind frei? Nicht in Kindertagesstätten und nicht, wenn es nach der Amadeu-Antonio-Stiftung geht.

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Die Mitstech-Legende: Öffentlich-rechtlicher Schmierenjournalismus vereint im Hass

Patrick Gensing, den Namen muss man sich merken. Gensing ist Redakteur bei Tagesschau.de und Autor eines Beitrags, mit dem die öffentlich-rechtliche ARD nun endgültig den Boden des seriösen Journalismus verlassen und ins Lager des Schmierenjournalismus übergewechselt ist.

Für uns Beobachter von der Insel ist es wirklich erstaunlich, wie wenig es braucht, damit die deutsche Schönwetterdemokratie sich als die Einbildung herausstellt, die sie nun einmal ist.

Es braucht ein Attentat, einen Attentäter der von sich sagt oder über den gesagt wird oder von dem behauptet wird, er sei … ja, was eigentlich, rechtsextrem, fremdenfeindlich, xenophob, Kölner… irgendwas, was diskreditierungsfähig ist halt.

Und daraus mischt Patrick Gensing eine braune Soße, und wir sezieren sie.
Absatz für Absatz.

ARD Vereint im HassDer Anschlag von Köln und Pegida: Vereint in Hass auf Flüchtlinge und das System“, so lautet die Überschrift, die an die publizistische Meisterleistung erinnert, mit der Joseph Goebbels, den Anschlag auf Ernst Eduard vom Rath, Diplomat für Hitler in Paris, verübt von Hermann Grünspan benutzt hat, um die Reichskristallnacht loszutreten – Auch damals wurde ein Zusammenhang zwischen der Tat eines Einzelen und einer Gruppe von Menschen hergestellt. Damals wurde die Gruppe über ihr Merkmal “Jude” identifiziert, heute über eine falsche Einstellung.

“Wenn der braune Mob loslegt, dann kann es jeden treffen”, das sagt Katja Kipping von der Linkspartei und warnt damit vor einer Eskalation der Gewalt. Wir warnen vor einer Eskalation der Dummheit, denn natürlich kann es nicht jeden treffen, denn wenn es jeden treffen könnte, gäbe es keinen braunen Mob bzw. müsste sich der braune Mob gegen sich selbst richten, was auch wieder bedeuten würde, dass es nicht jeden treffen kann. Wir sehen: Nicht jeder, der sprechen kann, kann auch Sprache benutzen (oder gar richtig denken), und nicht jeder der mit linken Devotionalien wie “brauner Mob” um sich wirft, hat die geistige Reife, das auch zu tun.

Der “braune Mob”, der für alle, einschließlich sich selbst, eine Gefahr ist, er bildet den Auftakt zum Beitrag von Patrick Gensing in der ARD. Es folgt der Einzeltäter, jener Einzeltäter aus Köln, der mit einem Messer hantiert hat. Er ist – wie Gensing unter Bezug auf die objektive Quelle “Antifa” und deren “Recherchen” weiß – in einer Szene unterwegs gewesen, in der auch Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, für alle, die es nicht wissen, NSU, Nationalsozialistischer Untergrund, unterwegs waren. Guilty by Association nennt man das im Englischen. Es ist ein Fehlschluss.

Aber es dient der ersten Eskalationsstufe im Manipulationswerk von Gensing, den die Steuerzahler, auch die Steuerzahler von Pegida, finanzieren, die da lautet: Brauner Mob kann jeden treffen, der Attentäter von Köln ist brauner Mob und schlimmer noch, NSU, jedenfalls ist er in den selben Kreise recherchiert worden, von der Antifa, die in öffentlich-rechtlichen Kreisen als verlässliche Quelle gilt. Tief sind wir gesunken.

Aber noch nicht tief genug.

Zwei Absätze widmet Gensing dem Anliegen, rechtsxtreme Täter, Neonazis und Straftäter, die in einer Datenbank, die so unbekannt ist, dass sie nicht einmal einen Namen hat, der rechtsxtremen Szene zugeordnet werden, als Einzeltäter darzustellen. Die Anstrengung dient der Verbreitung des Mythos vom rechtsxtremen “führerlosen Widerstand”, also niemand führt, niemand strukturiert, niemand organisiert und dennoch sollen alle auf die selbe Weise ausgerichtet und organisiert sein.

Der Mythos des “führerlosen Widerstands” ist instrumentell im Text von Gensing, denn er dient dazu, das böse Agens, das wir schon analysiert haben, jene esoterische Dämonenvorstellung, von der Leute wie Gensing besessen sind, einzuführen. Ganz nebenbei ist Einzeltäter mit rechtsextremem Hintergrund natürlich immer gut, um Anders Breyvik anzuführen. Gäbe es Breyvik nicht, man müsste ihn erfinden, als personifiziertes Böses.

Bis hier gibt es also einen braunen Mob, der sich in führerlose Einzeltäter auflöst und Anders Breyvik.

Jetzt kommen “Politiker und Experten”, die Pegida eine Mitverantwortung für das Attentat auf Henriette Reker in Köln zuweisen. Und wenn das Experten behaupten, Experten wie Hajo Funke oder Andreas Zick, der auf dem gleichen Sender einmal als Konfliktforscher und einmal als Sozialpsychologe geführt wird, und kein Mal als Stiftungsvorstand der Amadeu Antonio Stiftung, dann muss das so sein, dann muss es ein böses Agens geben, das die Kette der Wahnvorstellung, die Gensing bislang gewoben hat, schließt: Brauner Mob, rechtsxtreme Einzeltäter und Pegida als geistige Mentoren des rechtsextremen und führerlosen Widerstands.

Und damit die Message auch nachhause genagelt wird, kommt nicht nur der Stiftungsvorstand der Amadeu Antonio Stiftung, Sozialpsychologe oder Konfliktfoscher oder was auch immer Zick zu Wort, sondern auch “Timo Reinfrank von der “Amadeu Antonio Stiftung”. Und jener Reinfrank, der weiß, wer schuldig ist:

Timo Reinfrank von der “Amadeu Antonio Stiftung” kritisierte, dass die rechtspopulistischen und islamfeindlichen Inhalte von “Pegida” als vermeintlich berechtigte Ängste verharmlost worden seien. “Die Drohungen gegen Flüchtlinge und Migranten, die auch immer wieder am Rande oder nach Pegida-Demonstrationen zu realer Gewalt führten, wurden nicht als Bedrohung der inneren Sicherheit verstanden.” Der Anschlag von Köln zeige, so Reinfrank weiter, dass Pegida “mitgestochen” habe.

Zum Thema “mitgestochen” haben wir uns bereits geäußert. Dass Reinfrank, der von Rechtsextremen lebt und ohne Rechtsextreme arbeitslos wäre, ein Interesse daran hat, die Gefahr von Rechts zu stilisieren und warm zu halten, ist vermutlich der Hauptgrund für die Mitstech-Legende. Mit seiner Behauptung, dass am Rande von Pegida-Demonstrationen “reale Gewalt” verübt worden sei, stellt der unvorsichtige Reinfrank aber eine Tatsachenbehauptung auf, die ausgerechnet die Bundesregierung als falsch ausgewiesen hat:
BT18-4068

“Die Veranstaltungen der PEGIDA und ähnlichen Aktionsformen verliefen überwiegend störungsfrei. Nur in Einzelfällen kam es im Rahmen von Konfrontationen mit Gegendemonstranten und Anhängern dieser Strömungen zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. In Anbetracht der zum Teil erheblichen Anzahl von Demonstranten wurden bisher jedoch verhältnismäßig wenige Straftaten mit Bezug zu den jeweiligen Veranstaltungen festgestellt.” Das schreibt die Bundesregierung.”

Amadeu Antonio GUVDass Reinfrank es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt, ist vermutlich seinem Eifer geschuldet, die Gelegenheit beim Schopfe zu packen, und die Mitstech-Legende in Zählbares zu verwandeln: Steuermittel für Aktionen gegen Rechts, für Maßnahmen zum Schutz von Kindern vor rechten Eltern, für Erziehung von Schülern zu treuen und nicht rechten Staatsbürgern und alles durch die Amadeu Antonio Stiftung, die schon jetzt fast vollständig von deutschen Ministerien unterhalten wird. Arbeitsplatzsicherung nennt man das.

Die Meldung, die Gensing den Lesern der Tagesschau, die für dieses Stück Schmierenjournalismus Gebühren bezahlen, mit auf den Weg geben will, ist denmnach die folgende:

Brauner Mob ist für alle gefährlich. Rechte sind Einzeltäter. Breyvik ist rechts. Einzeltäter sind führerloser Widerstand, der durch eine geheimnisvolle, dämonische Macht, ein böses Agens angeleitet wird, Pegida, das ist der Ursprung dieses bösen Agens, dieser geheimnisvollen Macht, und Anders Breyvik, das ist der, der zeigt, wozu diese geheimnisvolle, dämonische Macht fähig ist. Wer bei Pegida mitläuft, der ist für Anders Breyvik nachträglich und für den Attentäter von Köln vor allem verantwortlich. Wer Pegida-Versteher ist, ein Attribut, das Werner Patzelt angeheftet wurde, weil er versucht, die Diskussion um Pegida auf Grundlage der Fakten zu führen, der ist auch schuld, mitschuld – woran auch immer.

Das also ist die Qualität des Journalismus, den öffentlich-rechtliche Anstalten ihren Lesern zumuten. Es ist Schmierenjournalismus und widerlich und mit einem eindeutigen Ziel verfasst: Brandstiftung und Brunnenvergiftung, denn: Welche Reaktion gibt es wohl, wenn man einem ganz normalen Menschen, der bislang bei Pegida mitgelaufen ist, weil er seinen Unmut über die deutsche Politik zum Ausdruck bringen will, zum Komplizen im Attentat von Köln, zum geistigen Mentor der NSU und zum Weggefährten von Anders Breyvik erklärt?

So lange es in Deutschland Redakteure wie Patrick Gensing bei öffentlich-rechtlichen Anstalten gibt, braucht man sich keine Sorgen zu machen, dass die Situation nicht eskalieren wird. Offensichtlich gibt es eine ganze Reihe von Gutmenschen, die endlich Blut sehen wollen, denen ein Attentätchen nicht reicht, denn es hat sie erst auf den Geschmack gebracht.

Freuen wir uns also auf den LiveFeed von der Pegida-Demonstration. Sie wissen ja: Bei der ARD sitzt man in der ersten Reihe, und vielleicht fließt ja wirklich Blut – live und in Farbe!

T-Shirts des Wahnsinns: Eine Horrorgeschichte von der TU-Berlin

Wir berichten in diesem post wieder einmal von Unsinn, großem Unsinn.

Frage vorab, wo kommt der Unsinn her?
Kommt er aus Berlin, Köln oder Mannheim?

Wer Berlin getippt hat, hat Recht.

Folgefrage:
Hat der Unsinn mit Gender Studies zu tun?

Wer “ja” gesagt hat, eingedenk der Tatsache, dass Berlin, Gender Studies und Unsinn eine neue Legierung darstellen, die über den gesunden Menschenverstand gestülpt werden soll, wie eine Eiserne Jungfrau im Mittelalter um den entsprechenden Delinquenten, der hat Recht.

Es geht um ein Forschungsprojekt, das die Studenten von Sabine Hark und Petra Lucht durchgeführt haben.

Ein unglaublich innovatives Forschungsprojekt, das wie folgt beschrieben wird:

TU Horror“Sie haben 501 Kindersprüche auf T-Shirts für Jungen und Mädchen analysiert. Das Ergebnis war für sie selbst überraschend. Geschlechterstereotype Rollenbilder fanden sich bei allen elf untersuchten Marken in allen Preissegmenten.”

Die “Analyse” besteht im Wesentlichen aus einer Auszählung, in deren Verlauf herausgekommen ist, dass auf T-Shirts von Mädchen häufig Adjektive wie “little”, “sweet”, “happy” oder Nomen wie “Love”, “Girl” oder “Princess” standen, während Jungen mit Adjektiven wie “crazy”, “cool” und “wild” bzw. Nomen wie “Team”, “King” und “Rebel” herumlaufen mussten. Dass diese Ergebnisse für die Forschenden überraschend gewesen sein sollen, ist natürlich gelogen, denn hätten sie etwas Entsprechendes nicht erwartet, sie hätten sich keine Jungen und Mädchen T-Shirts vorgenommen. Wie sonst kommt man auf einen derartigen Forschungsgegenstand?

Was macht man nun mit dieser Furchtbarkeit, die “happy” und “sweet” auf Mädchen T-Shirts und “crazy” und “cool” auf Jungen T-Shirts sieht?

Man interpretiert sie, und zwar so:

“Stereotype Geschlechterbilder – diese Erkenntnis der Erziehungswissenschaft konnten die Studierenden mit ihrer Studie untermauern – gelangen auf vielfältigsten Wegen mittels Gesten oder alltäglichen Entscheidungen in die Köpfe von Kindern und beeinflussen so auch die Art, wie sie sich selbst empfinden.”

hummel tshirtDas ist nun wirklich ein erstaunliches Ergebnis: Man analysiert Sprüche auf T-Shirts und findet eine Verbindung zwischen den T-Shirts und “Köpfen von Kindern”, die Köpfe der Kinder, so der einzige Schluss, den diese paranormale Erkenntnis zulässt, werden von T-Shirts und vor allem von den Sprüchen auf den T-Shirts geschlechts-selektiv gesteuert. Kommt demnach ein Mädchen in ein Mode-Outlet, dann wird das entsprechende “süsse” T-Shirt aktiv wie ein RFID-Chip und nimmt Verbindung zum Kopf des Mädchens auf, das sich ab sofort nicht nur süss findet, sondern das süsse T-Shirt auch gleich kauft.

Soviel zur Mär vom Freien Willen. Sie sehen, wir alle sind von außen gesteuert, T-Shirt gesteuert, es sind die T-Shirts, die die Käufer wählen, nicht etwa die Käufer, die sich für ein bestimmtes T-Shirt entscheiden. Die Erkenntnis aus Berlin dürfte das Marketing revolutionieren, dessen Vertreter immer noch von der irrigen Überzeugung ausgehen, Käufer würden Kaufentscheidungen treffen.

Falsch: T-Shirts treffen die Entscheidung gekauft zu werden und sie gehen dabei, hinterliste Baumwolle, die sie nun einmal sind, geschlechtsspezifisch vor, sprechen Mädchen da an, wo sie besonders verwundbar sind, bei ihrer Trägheit, die sie denken lässt, es reiche, sich wie eine “Prinzessin” und “süß” zu fühlen, um im Leben erfolgreich zu sein,  z.B. dabei einen Prinzen zu finden, der “crazy” und “King” genug ist, die Prinzessin durchzufüttern.

Und als hätte dieser Unsinn nicht schon ausgereicht, kommt Petra Lucht und macht das, was man nur in Berlin kann: Unsinn steigern:

“Die geschlechtsbedingten Vorurteile sind den meisten in unserer Gesellschaft gar nicht bewusst … [Potzblitz: So offen wurde das komplette Scheitern der Gender-Indoktrination noch nie eingestanden. Damit hat sich weitere Förderung der Gender Studies erledigt, denn: It is an utter and complete waste of taxpayers’ money!] Geschlechterstereotype – das sieht man sehr eindrücklich an den T-Shirt Sprüchen – werden uns übergestreift wie eine zweite Haut”.

Puma JungentshirtGestern hatten wir das Gehirn ohne Hochschulabschluss, das xenophob ist, heute haben wir den Zombie, dem sein T-Shirt sagt, wie er die Welt zu sehen hat. Wie gut, dass es Erleuchtete wie Sabine Hark und Petra Lucht gibt, die angetreten sind, die Herrschaft des Baumwoll T-Shirts zu beenden und fortan für eine Gesellschaft zu sorgen, in der T-Shirts nicht mehr auf harmlose Kunden warten, die in ihrer geistigen Leere und bar jeder Willenskraft des Weges getrottet kommen, um sie mit ihren T-Shirt-Vorurteilen zu inkubieren und zum Reklameschild des herrschenden Rollenbildes zu machen.

Indes, die Welt des T-Shirt, sie ist trist, wenn T-Shirts nur noch unifarbig und nicht in rosa (das ist mit weiblich asoziiert) und nicht mehr in blau (das ist mit männlich assoziiert) daherkommen dürfen. Um die absehbare T-Shirt-Seinskrise abzuwenden, haben wir uns einen Wettbewerb überlegt:

Wir fordern unsere Leser auf, T-Shirt-Sprüche zu erfinden, die die Welt mit dem Segen der Gender Studies, mit der Erleuchtung der Erleuchteten Lucht und Hark beselt und von den Rollenstereotypen befreit, die fiese T-Shirts, die immer noch in entsprechenden Verkaufsstätten auf nichts ahnende Opfer lauern, ihnen wie eine “zweite Haut” überstülpen wollen.

Wir werden den besten Spruch auf ein T-Shirt drucken und das T-Shirt dann auf die Welt loslasssen, auf dass es dort sein prägendes Wesen, das der “zweiten Haut”, entfalten möge (Wer die beste Idee hatte, bekommt das T-Shirt von uns geschenkt!).

Um die Richtung ein wenig vorzugeben, hier unsere Gender Studien Vorschläge:

Gender Studies –
Hark now here insanity sing!

Gender Studies –
durch diese hohle Schlucht kommt keine Erkenntnis

Gender Studies –
nicht süß, nicht sweet, nicht happy, aber Prinzessin sein wollen!

Gender Studies
nur ein King, der crazy ist, studiert das

Gender Studies
vergeblicher Traum von Intelligenz

Heike Diefenbachs Vorschlag:

Gender-studiert – und auch noch stolz drauf!

Michael Kleins Vorschlag:

Alles, was ich nicht weiß, weiß ich aus Gender Studies.

Gesinnungshandel: Nach den käuflichen Demonstranten nun die käufliche Universität?

Hadmut Danisch kann man gar nicht genug loben. Wenn jemand wissen will, was ziviles Engagement ist und wie Bürger sich in einer Civic Society verhalten, so sei ihm das Beispiel von Hadmut Danisch empfohlen.

Hadmut Danisch klagt derzeit vor dem Verwaltungsgericht Berlin gegen die Humboldt Universität, die die Herausgabe von Daten verweigert, die allein geeignet wären, den Morast der Gender Studies, der sich in Berlin ausgebreitet hat, trocken zu legen.

DanischHeute berichtet Hadmut über die mündliche Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht, und aus seinem Bericht, wollen wir eine Sequenz entnehmen, die den eigentlichen Skandal deutlich macht. In dieser Sequenz berichtet Hadmut über die Unfähigkeit des Justiziars der Humboldt-Universität grundsätzliche Fragen dazu, was an der Humboldt-Universität bei den Genderisten, die dort vom BMFSFJ installiert wurden, überhaupt vorgegangen ist, zu beantworten:

“Beispielsweise, dass er überhaupt nicht weiß, was die da eigentlich gemacht haben, und er für eine Auskunft darüber erst mal die Dozentinnen der letzten 10 Jahre ausfindig machen und fragen müsste, was die da eigentlich gelehrt haben. (Und das soll dann der Rechtsweg sein, wenn sich ein Prüfling mal wehrt…)

Oder eben auch, dass er zugeben musste, dass es das »GenderKompetenzZentrum«, als dessen (damalige) »Direktorin« sich Susanne Baer ausgibt, nicht gibt und nicht gab, weil es schlicht nie gegründet wurde.

Oder dass er nicht erklären konnte, warum eigentlich eine Professorin für das Familienministerium arbeitet und für die Beratungen durchführt.

Ich kriege die genaue Formulierung jetzt nicht mehr zusammen, aber auf eine der vielen Fragen, auf die er keine Antwort hatte, hat er mal so in der Art geantwortet, dass die Universität eben auch finanziellen Anforderungen gegenübersteht und sich das nicht alles so genau anschauen kann.

Heißt auf deutsch: Wir haben Geld gebraucht, von denen Geld bekommen und deshalb weggeguckt und die machen lassen, was sie wollen [Hervorhebung durch uns].

[ Einwurf: Nach dem, was dieser Uni-Justiziar da heute sagte, verfestigte sich bei mir deutlich das Bild, was ich da bisher hatte. Und mein Eindruck der Sache ist der:

Es geht um kriminelle illegale Parteienfinanzierung. Denn eine solche Beratung, wie Baer sie für das BMFSFJ durchführte, darf – meines Wissens, sowas wurde aber neulich schon im Zusammenhang mit Pegida-Gegendemos entschieden – nicht aus Bundesmitteln erfolgen, sondern muss von den Parteien (oder deren Stiftungen) selbst bezahlt werden. Hier hat man Baer in der Uni eingepflanzt, um sie aus Bundesmitteln als Förderung zu finanzieren. Die Uni als Tarnung und Geldwaschmaschine. Das alles dann getarnt mit Gender-Studies als Studiengang-Attrappe ohne Inhalt. Deshalb weiß die Uni auch nicht, was da läuft, weil’s da nichts gibt.

Und die Humboldt-Uni hat den ganzen Mist mitgemacht, weil sie Geld bekommen und dafür weggeguckt hat. Und das nennt sich dann Exzellenz-Universität. Ich nenne es eher den akademischen Straßenstrich.

Und ich hatte den Eindruck, dass denen – bzw. deren Justiziar – heute erstmals gedämmert hat, was für ein Ding sie sich da eingeladen haben.]”

Das ist ein starkes Stück, denn es zeigt, dass die Installation der Gender Studies an der Humboldt-Universität nicht nur in einer Weise zustande gekommen ist, die das ganze Verfahren der Zulassung von Studiengängen zur Farce macht, es zeigt zudem das Folgende:

  • Das Bundesministerium für FSFJ hat sich an der Humboldt-Universität zu Berlin eingekauft, eine Professur dort gekauft und auf dieser Professur Susanne Baer, die zwischenzeitlich am Bundesverfassungsgericht untergebracht wurde, installiert.
  • Niemand weiß, ob überhaupt Lehre an der Humboldt-Universität betrieben wurde und wenn ja, was und in welchem Ausmaß. Niemand, nicht einmal der Justiziar der Humboldt-Universität hat eine Idee davon, ob die Aufgaben, die mit der Stelle, die an der Humboldt-Universität für Susanne Baer eingerichtet wurde, verbunden ist, jemals erfüllt wurden (also Lehre und Forschung).
  • Dagegen ist bekannt, dass Susanne Baer, obwohl sie auf einem Lehrstuhl an der Humboldt-Universität installiert wurde, für das BMFSFJ als Handelsreisende in Sachen Gender Studies durch die Lande gezogen ist, und wie ein Wanderprediger anderen Universitäten das finanzielle Heil durch die Einrichtung der Gender Studies verkündet hat. Ebenso ist bekannt, dass der Umfang der Tätigkeit als Wanderprediger es nicht zugelassen haben, dass Susanne Baer sich dem Job an der Humboldt-Univeristät widmet, den sie nach außen hin eigentlich inne haben will/soll.
  • Wie dieses finanzielle Heil aussieht, kann man sich am Beispiel der Humboldt-Universität verdeutlichen: Ein Ministerium bezahlt, die Universität stellt die wissenschaftliche Fassade zur Verfügung und fertig ist der Etikettenschwindel: Personen, die vermutlich für ein Professur ungeeignet sind, werden mit einer solchen versorgt, damit sie mit dem Segen dessen, was sie vermutlich als statushohe Position ansehen, der Verkündung ihrer Heilslehre mehr Gewicht verleihen können. Die angebliche Professur an der Humboldt-Universität dient also als Legitimation, verschafft die Autorität, die das Angebot für andere Universitäten: “Wenn ihr uns bei Euch eine Gender Studies-Professur einrichten lasst, bezahlen wir Euch dafür”, nicht mehr ganz so unseriös erscheinen lässt und den Ruch, man mache sich als Universität zur Prostituierten eines Ministeriums, etwas weniger intensiv macht.

Danisch_FrauenquoteEs ist also in Deutschland Ministerien möglich, sich Professuren an Universitäten zu kaufen. Sie besetzen diese Professuren dann mit ideologischen Soldaten. Die ideologischen Soldaten ziehen durch die Lande, behaupten, sie seien Professor, behaupten, sie seien Direktor eines Zentrums eines GenderKompetenzZentrums, das es überhaupt nicht gibt, verweisen darauf, dass es an der Humboldt-Universität Gender Studies als akkreditierten Studiengang gibt und werben andere Universitäten mit dem, was Universitäten immer brauchen: Geld, damit sie auch einen Studiengang “Gender Studies” einrichten.

Die Tatsache, dass die Thüringische Landesregierung Demonstranten finanziert, damit sie die politisch richtige Gesinnung vertreten, verblasst fast hinter diesem Skandal, der ein Bundesministerium Universitäten dafür kaufen (oder schmieren) sieht, dass sie einen Studiengang einrichten, der reine Ideologie darstellt, der keinerlei Grundlage in der Wissenschaft, keinerlei wissenschaftliche Methode, Erkenntnis oder Standards hat und dessen Ziel einzig und allein darin besteht, die Wissenschaft zu unterminieren und durch die Heilslehre des Genderismus zu beseitigen.

Einen derartigen Angriff auf die Freiheit von Forschung und Lehre, ein derartiger Versuch, nicht nur Ideologie mit dem Mantel der Wissenschaft zu bedecken, sondern auch Hochschulen der entsprechenden Ideologie zu verpflichten, hat es schon einmal gegeben, in der DDR. Dort musste alle Forschung entlang der Doktrin des staatlich vorgegebenen Marxismus-Leninismus erfolgen. Wer davon abgewichen ist, wurde entfernt. Die Gender Studies sind angetreten, diese Geschichte zu wiederholen.

Hadmut Danischs Verhandlung ist noch nicht beendet und man darf nicht nur gespannt sein, zu welchem Urteil die Richter kommen, sondern auch darauf, was sich im Verlaufe dieser Verhandlung noch alles ergibt an Wissenswertem über den Berliner Gender-Sumpf, dessen Strukturen vermutlich nicht nur zufällig an Strukturen des organisierten Verbrechens erinnern (und sich vermutlich nicht auf Berlin beschränken).

Mann, Macht, Krieg: Volksverhetzung aus Mecklenburg-Vorpommern

Der Montag ist der Tag, an dem wir aufarbeiten, was über die vergangene Woche aufgelaufen ist. Darunter findet sich regelmäßig …, sagen wir, in Ermangelung eines verkehrsfähigen Begriffs: schriftlicher Müll, den niemand bearbeiten wollte, weil der Intellekt rebelliert und sich alles sträubt, wenn man diese, in Ermangelung eines verkehrsfähigen Begriffs als “schriftlichen Müll” benannten Kommunikationsversuche in schriftlicher Form zur Kenntnis nimmt.

LAG Jungen MaennerEin solches Beispiel, das so lange auf dem Schreibtisch hin und her geschoben wurde, dass schon Schleifspuren in der Oberfläche sind, kommt aus Mecklenburg-Vorpommern. Es stammt von der Landesarbeitsgemeinschaft Jungen-Männer-Väter und hat uns zum ersten Mal an Gene Roddenberry zweifeln lassen. Der Erfinder von Star Trek war Zeit seines Lebens nicht von der Überzeugung abzubringen, dass diejenigen, die vor Leinwänden in Kinos, Fernseher zuhause und aktualisiert Monitoren und Displays von Computern und mobilen Endgeräten sitzen, grundsätzlich mit Intelligenz begabt  sind – “There is an intelligent life form in front of the screen”, hat er immer gesagt. Nun, er war in seinem Leben offensichtlich nie in Mecklenburg-Vorpommern.

Aber urteilen Sie selbst. Der folgende Text findet sich auf dem Flyer der Fachtagung der LAG Jungen-Männer-Väter e.V., die am 6. Oktober 2015, ab 10.00 im Schweriner Schloss unter der “Schirmherrin Birgit Hesse, Ministerin für Arbeit, Gleichstellung und Soziales” in Mecklenburg-Vorpommern stattfindet. Hesse ist es wohl auch, die für unsere Zweifel an Roddenberrys Überzeugung und den folgenden Text verantwortlich ist:

“Sehr geehrte Damen und Herren,

schauen wir uns in den Geschichtsbüchern und dem gegenwärtigen Weltgeschehen um, wird immer irgendwo gekämpft, getötet, Krieg geführt. Und es sind immer wieder Männer, die solche gewalttätigen Auseinandersetzungen anzetteln, sie führen, sie am Ende niederschlagen.
Umgekehrt sind es auch oft Männer, die gewaltlose Widerstandsbewegungen prägen.

Bleibt die Frage: Ist es ein Wesenszug von Männern, Konflikte und Konfrontationen zu suchen oder gar zu erschaffen?

Der Konkurrenzkampf ist zum Merkmal unserer Gesellschaft geworden. Er gehört zu unserem alltäglichen Erleben. Das fördert nicht nur Entfremdung, sondern zugleich die Angst vor Fremdem.

Mann. Macht. Krieg. Hängen diese Begriffe zusammen?

Und wenn ja, wie? Dieser Fachtag will es wissen. Lassen Sie sich von einem spannenden Programm mitnehmen auf die verschiedenen Schauplätze, auf denen uns der Veranstaltungstitel begegnen kann.”

Sehr geehrte LAG Jungen-Männer-Väter,

wir wissen nicht, welcher Geist der geistigen Umnachtung Euch geritten hat, als Ihr diesen Text verfasst habt oder Euch habt aufoktroyieren lassen. Wir können dazu nur Folgendes sagen: Schauen wir in die Geschichtsbücher, so sind es immer Frauen, die die Männer zur Welt bringen und erziehen, jene Männer, die Kriege anzetteln und Kriege führen und töten. Bleibt also die Frage: Ist es ein Wesenszug von Frauen, Männer dazu zu erziehen, dass sie Kriege führen?

Und sind dann nicht auch Frauen dafür verantwortlich, dass Männer in Konkurrenz zueinander treten, um ihre Kräfte zu messen? Und wenn Konkurrenz tatsächlich wie im Text insinuiert, das Grundübel der Zeit ist, ist es dann nicht die konkurrenzlose Fähigkeit von Frauen, Männer zu erziehen, die die Konkurrenz erst ermöglicht, so dass das nicht-Vorhandensein von Konkurrenz erst zu Konkurrenz führt?
Denkt darüber nach ihr LAGler. Nicht dass wir denken, es hätte einen messbaren Effekt, wenn ihr darüber nachdenkt, aber wir geben eines nicht auf, die Hoffnung. Nachdem uns Roddenberry und seine Überzeugung abhanden gekommen ist, ist die Hoffnung das einzige, was bleibt.

So, das war für die Katharsis.

Man muss sich wirklich zwingen, diesen totalitären und faschistischen Unsinn ernst zu nehmen. Aber Ernst nehmen sollte man ihn wohl. Ernst nehmen sollte man die Normalität, mit der wieder Wesensideen aufgebracht werden, von einer Minsterin für Gleichstellung, die besser daran täte, sich etwas Grundbildung in den Ursachen von Totalitarismus anzueignen. Nicht, dass wir denken, es würde einen Eindruck im kognitiven Teil des ministerialen Gehirns machen, aber … Sie wissen ja, die Hoffnung … und so.

Hat man die Normalität der Wesensidee, Männer sind Kriegstreiber und Mörder, gerade verdaut, kommt der nächste Hammer: Männer sind nur deshalb Kriegstreiber und Mörder, weil sie Konkurrenz leben, weil sie sich miteinander messen. Kinder, kann man da nur sagen, Kinder, die ihr Ministerin spielt und Kinder, die ihr eine Landesarbeitsgemeinschaft “Jungen-Männer (Ha!, Männer!)-Väter” betreiben wollt, lasst Euch von gereiften und erfahrenen Wissenschaftlern das Folgende sagen:

Menschen haben seit es sie gibt, versucht, ihre Situation zu verbessern. Deshalb könnt ihr “Jungen-Männer-Väter” auf Kosten anderer Fachtagungen abhalten und Euch gut fühlen, im von Muskelmasse weitgehend befreiten Schutzraum. Deshalb könnt ihr Technologien nutzen und Euch darauf verlassen, dass das Licht auf Knopfdruck auch angeht. Diese Leistungen anderer, sie sind durch Konkurrenz befördert worden, Konkurrenz zwischen Erfindern wie Edison und Tesla.

Konkurrenz ist eine Triebkraft des menschlichen Lebens, denn menschliches Streben richtet sich auch darauf, einen Unterschied zu machen, sich zu differenzieren. Selbst in der DDR wollten sich die Gleichen unter den Gleichen als besondere Gleiche differenzieren, dadurch, dass sie in Babelsberg Westsekt getrunken haben, während der Rest des Volkes mit Rotkäppchen abgefüllt wurde, dadurch, dass sie sich zum verdienten Helden des Volkes haben erklären lassen.

Wenn es keine Konkurrenz und keine Möglichkeit der Unterscheidung gibt, dann gibt es für Menschen keinen Grund, sich anzustrengen (deshalb gehen sozialistische Systeme dann, wenn sie erfolgreich darin sind, Menschen ihr Bestreben nach Unterscheidung, danach, sich im Wettbewerb mit anderen als besser zu zeigen, abzutrainieren, unter, quasi eine ausgleichende Absurdität). Wenn es keinen Grund gibt, sich anzustrengen, dann macht niemand mehr einen Finger krumm oder mehr als er unbedingt muss. Dann wollen plötzlich alle z.B. Politiker werden und streiten um den Posten der Ministerin für Arbeit, Gleichstellung und Soziales, denn dafür braucht man offensichtlich keinerlei Qualifikation und keinerlei Wissen. Man ist einfach und kassiert, jedenfalls so lange es noch welche gibt, die nicht bemerkt haben, dass Konkurrenz eigentlich ganz schlecht ist.

Nach dem Wort an die Kinder, kommt das Wort an die Volksverhetzer, ja, Volksverhetzer oder wie nennt man diejenigen, die eben einmal die Hälfte der Menschheit ächten, mit Beiträgen wie:

Mann macht krieg“Mann. Macht. Krieg. … in der virtuellen Welt der Computerspiele.”
“Mann. Macht. Krieg. … und die Lust am Töten.”
“Mann. Macht. Krieg. … in der Politik und im Finanzwesen.”
“Mann. Macht. Krieg. … auf deutschen Autobahnen.”
“Mann. Macht. Krieg. … gegen fremde Kulturen.”
“Mann. Macht. Krieg. … in den Medien.”

Was man diesen Titeln sehr gut entnehmen kann, das sind die Prämissen, auf denen solche Vorträge basieren, es ist die Definition von männlichem Feind, die bei der LAG Jungen-Männer-Väter vorgenommen wird und die durch die Fachtagung transportiert werden soll. Der falsche Mann, der Feind-Mann, er spielt Computerspiele, Kriegssimulationen, er hat “Lust am Töten”, er ist für alles schlechte in der Politik und die Finanzkrise verantwortlich, er ist Banker, er rasst im BMW über deutsche Autobahnen und töten arme weibliche Wesen und deren Kindlein im Kleinwagen, die auf der Mittelspur kriechen, er ist Springer bestiefelter Feind aller Fremden und alles Fremden und verbreitet seine Vernichtungsideologie in den Medien.

Angeblich hat Berthold Brecht einmal gesagt, man könne gar nicht soviel fressen, wie man kotzen möchte. Heute ist einer der seltenen Tage, an denen wir mit Berthold Brecht einer Meinung sind.

Die sogenannte Fachtagung wird aus Steuermitteln finanziert, Steuermittel, die mehrheitlich von Männern, diesen Bestien aus dem Reich der Konkurrenz, aufgebracht werden. Da nicht zu erwarten ist, dass die Jungen-Männer-Väter und ihre ministeriale Schirmherrin von sich aus das Rückgrat und die geistige Reife aufbringen, um auf die finanzielle Unterstützung durch diejenigen zu verzichten, die sie verachten, müssen wir eine Frage stellen, die sich aufdrängt: Ist es nicht an der Zeit, dass sich die männlichen Konkurrenzbestien, die durch ihre Arbeit erst möglich machen, dass sich Landesarbeitsgemeinschaften und Schirmherrinnen aus Ministerien auf ihre Kosten ausleben können, dass diese Konkurrenzbestien in den Streik treten, nicht mehr Arbeiten gehen, sich nicht mehr der Gefahr von Konkurrenz und Leistung aussetzen und – konsequenterweise darauf verzichten, die Jungen-Männer-Väter-Kinder und den MinisterDarsteller zu finanzieren?

Wahlweise kann man natürlich auch die Auflösung der LAG Jungen-Männer-Väter fordern und ein Amstenthebungsverfahren gegen Birgit Hesse, die den Minister mimt, anstrengen – wegen Volksverhetzung und intellektueller Unzumutbarkeit.

WaschlappenZum Glück ist Worldcup im Rugby. Zum Glück haben wir noch zwei aufgezeichnete Spiele, in denen Männer, also Wesen mit Muskeln, ohne hohe Stirn und ohne Optiker-Meise-Brille, die das nicht vorhandene intellektuelle Niveau kaschieren soll, also Männer, mit einander konkurrieren, um einen Ball, der hinter die Touchline getragen werden muss. Ein Spiel der Waliser vor 56.000 normalen Menschen im Millennium Stadium oder ein Spiel der All Blacks vor 90.000 in Wembley, inklusive eines Haka, das ist genau, was wir jetzt brauchen, um unseren Waschlappen im Bad wieder ohne Assoziationen ansehen zu können.