Österreich: männlich konnotiertes Wissen und weiblich konnotierter Unsinn

Dr. Bitter hat uns einen Artikel aus dem Österreichischen Standard zugeschickt.

Wir haben den Artikel gelesen.

Ja.

Erst haben wir es nicht glauben können.

Dann haben wir uns gewundert.

Dann haben wir uns an den Kopf gefasst.

Dann haben wir die Tastatur bedient, um einen männlich und weiblich konnotierten Post in php zu übersetzen.

weiblich konnotierter UnsinnDenn: Was sie alle nicht wissen: Es gibt männlich konnotiertes Wissen. Wenn Sie einen Mann etwas fragen, und er weiß die Antwort und wenn sie eine Frau dieselbe Frage fragen und sie weiß die Antwort nicht, dann haben sie nach männlich konnotiertem Wissen gefragt. Wissen beide die Antwort, dann ist das Wissen geschlechtsneutral.

Das wiederum ist dann wohl weiblich konnotiertes Wissen, das Jasmin Kassai, Katrin Walch und Sandra Hcchmayr im Österreichischen Standard zum Besten gegeben haben:

“Die Aufnahmetests für das Medizinstudium diskriminieren Studienbewerberinnen, solange weiterhin hauptsächlich männlich konnotiertes Wissen abgefragt wird.”

Männlich konnotiertes Wissen, das in Aufnahmetests für das Medizinstudium in Österreich abgefragt wird, ist Wissen, das nicht Teamfähigkeit, Empathie und Fürsorglichkeit zum Gegenstand hat, wie die drei Experten in weiblich konnotiertem Wissen einige Zeile weiter von sich geben.

Weil nun aber männlich konnotiertes Wissen abgefragt werde, also z.B. Fragen der Mathematik, der Chemie oder der Biologie, der Intelligenz oder der Mathematik deshalb, so behaupten Jasmin Kassai, Katrich Walch und Sandra Hochmayr auf Grundlage ihres wohl weiblich konnotierten Wissens, deshalb sind 58% der Bewerber um einen Studienplatz in Medizin in Österreich weiblich, aber nur 51% der Bewerber, die den Test bestehen. Eine Ungerechtigkeit, die man durch Fragen nach Teamfähigkeit, Empathie und Fürsorglichkeit ausgleichen muss, denn schließlich ist es für Ärzte wichtig, Kunstfehler durch Fürsorglichkeit und mit Empathie auszugleichen, so muss man schließen. Wissen in Mathematik, in Chemie, in Physik und Biologie, es ist männlich konnotiertes Wissen und kann entsprechend von weiblichen Bewerbern nicht verlangt werden.

Nuts in BedlamBei all dem in Österreich grassierenden Wahnsinn muss man sich schütteln, um bei geistiger Klarheit zu bleiben.

Was das weiblich konnotierte Wissen von Jasmin Kassai, Katrin Walch und Sandra Hochmayr von Wahnsinn unterscheidet, das ist derzeit noch eine Frage, die der Beantwortung harrt, ebenso wie die Frage, ob es für einen Arzt nicht wichtiger ist, handwerkliche Fähigkeiten zu haben, die dann wohl für die Kassai, Walch und Hochmayr als männlich konnotierte Fähigkeiten zählen, und entsprechend seine Patienten kompetent behandeln zu können, als über Einfühlungsvermägen und Empathie zu verfügen, nach dem Motto: Ich kann den Knochenbruch zwar nicht behandeln, aber ich bin mir sicher, dass sie darunter leiden und dass es wehtut.

Offensichtlich wissen Kassai, Walch und Hochmayr nicht, was sie schreiben. Es wäre daher an der Zeit, wenn sie ihr weiblich konnotiertes Wissen in Zukunft für sich behalten und in jedem Fall damit aufhören würden, Frauen zu beleidigen, die über Wissen verfügen, die intelligent sind und es schaffen sich in einem Aufnahmetest zu beweisen, der nach Ansicht von Kassai, Walch und Hochmayr weitgehend männlich konnotiertes Wissen abfragt.

Diesen Frauen nachträglich zu attestieren, dass sie zu klug seien, um als Frau durchzugehen, ist nicht nur eine Idiotie, die außerhalb von geschlossenen Anstalten nicht toleriert werden kann, es ist auch eine Beleidigung all der Frauen, die über Wissen und nicht wie Kassai, Walch und Hochmayr über “weiblich konnotiertes Wissen” verfügen.

“Wie ein wütendes Kleinkind”: Öffentlich-rechtlicher Journalismus auf dem absoluten Tiefpunkt

Wie ein wütendes Kleinkind“, so ist ein Beitrag bei der ARD überschrieben.

Die Entprofessionalisierung schreitet unaufhaltsam fort, und deshalb darf sich neuerdings eine Sabrina Fritz aus dem “Hörfunkstudio Washington” öffentlich-rechtlich austoben, und zwar über Donald Trump, einen der Kandidaten, die um das Recht streiten, als nächster Präsidentschaftskandidat der Republikaner anzutreten.

Fritz KleinkindDas war unsere Wertung, und diese Wertung würde als solche einen Beeinflussungsversuch darstelle, würde sie nicht von einer Begründung gefolgt.

Unsere Begründung benutzt eine sehr sinnvolle Methode zur Analyse von Dokumenten, die Glaser und Strauss in den 1960er Jahre erarbeitet haben. Wir kombinieren diese Methode, die sich Grounded Theory nennt, mit einigen Instrumenten der logischen Analyse und nutzen beides, um den ersten Teil des Textes von Sabrina Fritz Satz für Satz zu analysieren, und zwar entlang des logischen Gehalts und der Zielsetzung.

Text von Fritz Logischer Gehalt Zielsetzung
Wie ein wütendes Kleinkind unbegründete Bewertung Abwertung und Verächtlichmachung, Trump lächerlich machen
Der Verlierer dieses Abends ist Donald Trump. unbelegte Behauptung; persönliche Einschätzung Einordnung von Trump als Verlierer.
Er hatte bereits vorgewarnt, er sei nicht gut in Debatten, und er hatte damit recht. unbelegte Behauptung; seriöser Journalismus zitiert derartige Behauptungen; persönliche Bewertung Trump lächerlich machen;
Schon bei seinem ersten Fernsehauftritt als Politiker stand er ohne Kleider da. unbelegte Behauptung, persönliche Bewertung Verächtlichmachung, Trump lächerlich machen; Trump in Anspielung an des Kaisers Neue Kleider als naiven Idioten hinstellen.
Der Mann konnte keinen klaren Gedanken fassen, geschweige denn eine Vision für die Zukunft der Vereinigten Staaten entwickeln. unbelegte Behauptung, persönliche Bewertung Diskreditierung der Person von Donald Trump. Abwertung seiner Fähigkeiten und seiner intellektuellen Ausstattung.
Wie ein wütendes Kleinkind hat er links und rechts Fusstritte verteilt. unbelegte Behauptung, persönliche Bewertung Verächtlichmachung, Trump lächerlich machen, seine Integrität in Frage stellen, ihn in eine Reihe mit räudigen Hunden stellen, die ohne Rücksicht auf Verluste nach allen Seiten austeilen.
Frauen beleidigen ist okay, er habe keine Zeit politisch korrekt zu sein. Unbelegte Behauptung; Hat Trump das gesagt, dann sieht seriöser Journalismus die Form des Konjunktivs auch im ersten Hauptsatz oder das direkte Zitat vor Feinbild aufbauen, Verächtlichmachung, Abwertung,
Politiker sind alle korrupt, er hat sie schließlich selbst bestochen. Unbelegte Behauptung; Hat Trump das gesagt, dann sieht seriöser Journalismus die Form des Konjunktivs oder das direkte Zitat vor Verächtlichmachung, untergraben der moralischen Integrität von Trump
Einen anderen Kandidaten außer sich selbst unterstützen – kommt für Trump nicht in Frage. unbelegte Behauptung, handelt es sich dabei um etwas, was Trump gesagt hat, sieht der seriöse Journalisms den Konjunktiv oder das direkte Zitat vor Trump als unsolidarischen Einzelkämpfer hinstellen.
Selbst wenn er mit der Masche “ich mache und ich sage was ich will” bislang gut gefahren ist – noch zwei Fernsehdebatten und der Immobilienkönig kann wieder Wohnungen verkaufen. unbegründete Vorhersage, persönliche Bewertung Verächtlichmachung von Trump

Das, was Sabrina Fritz, die von Steuerzahlern dafür bezahlt wird, dass sie in Washington sitzt und für die ARD berichtet, von sich gibt, hat mit Journalismus überhaupt nichts zu tun. Der Beitrag hat das Niveau eines ebensolchen im Stürmer von Julius Streicher, nur ist aus “dem Juden”, den Streicher in Misskredit bringen und beleidigen wollte, bei Fritz der “Immobilienkönig” geworden, der den für Fritz scheinbar verächtlichen Beruf des Wohnungsverkäufers ausübt, während Juden dafür gescholten wurden, dass sie sich mit so niedrigen Dingen wie Zinsen und Kapital abgeben.

Damit nicht genung. Die Tabelle zeigt sehr deutlich, wo die Probleme liegen, die Fritz mit Donald Trump hat: Trump ist Individualist, kann sich leisten, das zu tun und zu sagen, wonach ihm ist. Er hält sich an keine politische Konvention, verachtet politische Korrektheit und fühlt sich als Trump, der für sich steht, wohler als als Trump, der in der republikanischen Masse untergeht.

Somit scheint Trump all das zu symbolisieren, was Fritz hasst, und dass sie Individualismus, Rückgrat, Selbstsicherheit und finanzielle Unabhängigkeit hasst, das wird deutlich, wenn man die Spalten der Tabelle durchgeht.

Es ist also heute möglich, seinen Hass auf und seinen Ärger über andere, in diesem Fall über Donald Trump auf öffentlich-rechtlichen Sendern und von Steuerzahlern finanziert, auszuleben. Es ist heute möglich, Menschen in öffentlich-rechtlichen Medien in einer Weise abzuwerten, die dem Stürmer gerecht wird. Es ist heute offensichtlich möglich, ohne jeden Anstand und ohne jede Kompetenz in journalistischem Arbeiten im ARD-Hörfunkstudio in Washington sein Unwesen zu treiben.

Das alles sind Anzeichen eines moralischen und gesellschaftlichen Niedergangs, einer Degeneration, die dafür sorgt, dass vollkommen ungeeignete Personen in Position gelangen, in die sie nie gelangen dürften, wenn Fähigkeit, Kompetenz und Qualifikation bei der Besetzung der Position eine Rolle spielen würden.

Bei allem Hass auf und allem Ärger über Trump muss sich Sabrina Fritz derart in Rage gesteigert haben, dass ihr die Realität vollkommen verloren gegangen ist (falls sie sie je hatte), die Realität der Debatte, über die sie eigentlich berichten soll. Debattiert haben diejenigen, die als Kandidat der Republikaner in die nächste Präsidentschaftswahl gehen wollen: 10 Kandidaten sind das, also 9 außer Donald Trump, drei davon scheint Fritz tatsächlich wahrgenommen zu haben: Jeb Bush, Scott Walker und Marco Rubio. Ihrer Aufmerksamkeit entgangen, sind Ben Carson, Chris Christie, Ted Cruz, Mike Huckabee, John Kasich und Rand Paul.

Wenn man so mit seinem Hass auf Donald Trump beschäftigt ist, kann man sich nicht mit Nebensächlichkeiten wie sechs weiteren Kandidaten beschäftigen. Und mit Fakten, mit Fakten kann man sich auch nicht beschäftigen, denn die Fakten, die stehen dem Hass zumeist im Wege, und schon Leon Festinger hat beschrieben, wie affektiv Orientierte die Realität ausblenden, um ihre Phantasien über die Welt aufrechterhalten zu können.

Die Phantasie, die Sabrina Fritz aufrecht erhalten will, ist die, dass Donald Trump keine Anhänger und keine Chancen hat, der nächste Präsidentschaftskandidat der Republikaner zu werden. Er ist der Verlierer der Debatte und wird wieder Wohnungen verkaufen, so ihre Behauptung.

Das steht in krassem Widerspruch zu dem, was ganz offensichlich der Rest der Zuschauer gesehen und aus der Debatte der 10 Kandidaten abgeleitet hat:

Die Los Angeles Times sieht Donald Trump als Gewinner der Debatte und belegt dies unter anderem damit, dass er in den sozialen Medien am häufigsten zitiert wurde und im Verlauf der Debatte die mit Abstand meiste Sprechzeit hatte.

Yahoo News sieht Donald Trump als Gewinner der Debatte: Trump habe Leben in die Bude gebracht, die restlichen Kandidaten dagegen um Aufmerksamkeit gekämpft.

Auch die ehrwürdige New York Times sieht Trump in Führung, da es ihm gelungen ist, die meiste Aufmerksamkeit zu erregen, die besten Punkte zu machen und am längsten zu reden.

Die Nachrichtenagentur Reuters vermeldet, dass sich die gesamte Debatte um Donald Trump gedreht habe. Trump gelinge es, so Reuters, die Frustration mit dem politischen Establishment zu nutzen und Punkte zu machen.

Bei der Washington Post ist man so überzeugt davon, dass Trump der Sieger des Abends ist, dass die Zeitung seine besten “Hits” aufzählt, mit denen er die meisten seiner Gegner in Verlegenheit gebracht hat.

Und dann gibt es noch die Online-Umfrage von Slate (siehe Abbildung). Dort sehen 40% derer, die sich an der Abstimmung beteiligt haben, Donald Trump als Gewinner.

Mit der Behauptung, Trump sei der Verlierer des Abends, steht Sabrina Fritz somit weitgehend alleine da. Aber so ist das, wenn die eigene Befindlichkeit, die Fähigkeit zu urteilen, beeinträchtigt oder ganz beseitigt, wenn Hass und Aversion an die Stelle von rationalem Urteil und Wahrnehmung von Fakten tretten. Dann hilft es auch nichts, wenn man wie Fritz, mit dem Fuss aufstampft und mit Gewalt einen Mann, der für Fritz offensichtlich das Böse symbolisiert wenn nicht inkorporiert, diskreditieren und verächtlich machen will, wenn man sich wie “ein wütendes Kleinkind” verhält.

Die einzige Frage, die langsam einmal beantwortet werden muss, ist: Was haben Personen wie Sabrina Fritz in öffentlich-rechtlichen Medien verloren?

Exportweltmeister auch für Dummheit?

Die Sozialistische Republik Vietnam ist wie China ein Land im Aufwind. Die Kommunistische Partei von Vietnam, die 458 der 500 Sitze in der Nationalversammlung innehat, hat sich von sozialistischer Planwirtschaft verabschiedet und durch Privatisierung sowie die Öffnung vietnamesischer Märkte einen Aufschwung zuwege gebracht, der sich in einer Wachstumsrate von 5,5% (2014) niederschlägt (zum Vergleich: die deutsche Wirtschaft wuchs mit durchschnittlich 1,3% im Jahre 2014). Vietnam zählt aufgrund des geringen Lohnniveaus zu den Faktor getriebenen Ländern (billige Produktionsmöglichkeiten), 17,9% der Vietnamesen sind in der Landwirtschaft, 38,1% in der Industrie und 44% in der staatlichen Verwaltung beschäftigt.

VietnamVietnam hat in den letzten Jahren die Armut verringert. Die Armutsrate liegt bei 10,1%. Die Lebenserwartung der Vietnamesen beträgt rund 74 Jahre. Nahezu alle Vietnamesen verfügen über eine Schulausbildung. Rund 50% haben eine Schulausbildung von 6 Jahren hinter sich (Grundschule), 33% gehen 10 Jahre zur Schule (Haupt- und Realschule) und 17% mehr als 10 Jahre (Abitur). Die Sparguthaben im Land belaufen sich auf 29,4% des Bruttosozialprodukts (in Deutschland sind es 23,9%). Vietnam erwirtschaftet einen Außenhandelsüberschuss von 10,5 Milliarden US-Dollar (2013) und rangiert im Hinblick auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit als Unternehmensstandort auf Platz 68 von 144 im Rahmen des Global Competitiveness Reports untersuchten Ländern.

Probleme gibt es in Vietnam vornehmlich mit infektiösen Erkrankungen wie Diarrhoe, Typhus oder Hepatitis, also Krankheiten, die auf unzureichende sanitäre Anlagen zurückzuführen sind sowie mit Malaria und Dengue Fieber.

Wer also unbedingt Entwicklungshilfe in Vietnam leisten will, wem es darum geht, den Menschen vor Ort zu helfen, dem bietet sich im Hinblick auf die genannten Infektionskrankheiten eine entsprechende Möglichkeit.

Nun könnte man die Notwendigkeit von Entwicklungshilfe in Vietnam generell diskutieren, denn das Land zählt mit Sicherheit nicht zu den Armenhäusern der Erde, aber das wollen wir gar nicht tun, obwohl die GIZ, also die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Vietnam eine Vielzahl von Programmen betreibt, darunter

  • Schaffung “nachhaltiger Infrastruktur”,
  • Beratung zur sozialen Sicherung,
  • soziale Integration von Menschen mit Behinderungen,
  • Förderung der Zivilgesellschaft,
  • Unterstützung des Ausbaus der Windkraft,
  • National angemessene Maßnahmen zur Emissionsminderung,
  • Ausbau erneuerbarer Energien,
  • Umwelt- und klimagerechte Stadtentwicklung,
  • Schutz und nachhaltige Nutzung von Biodiversität und Ökosystemleistungen der Wälder,
  • Hochwasserschutz und Entwässerung mittelgroßer Küstenstädte zur Anpassung an den Klimawandel,
  • Anpassung an den Klimawandel durch Förderung der Biodiversität,

Deutschlands wirtschaftliche Zukunft, wenn man die Entwicklungshilfe zum Maßstab nimmt, scheint bei Windkraft und erneuerbaren Energien gesehen zu werden, oder die entsprechenden heimische Märkte sind einfach nicht mehr ausreichend für das vorhandene Angebot …

Die vorhandenen Projekte sollen durch ein weiteres Projekt ergänzt werden, das die Bedeutung und Geltung deutscher Errungenschaften, Leistungen und Intelligenz auch den Menschen in Vietnam vor Augen führt, vor allem den lokalen Regierungen der im Mekong-Delta sich befindenen Provinzen.

Ziel des Projekts ist es, den Vietnamesen die Kunst des integrierten Küstenmanagements nahe zu bringen, und wie dieses erfolgen soll, kann man der folgenden Ausschreibung der GIZ entnehmen:

GIZ„Als Bundesunternehmen unterstützt die GIZ die Bundesregierung dabei, ihre Ziele in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Mit der Entsendung von qualifizierten Fachkräften als Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer leistet die GIZ einen Beitrag zur dauerhaften Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen vor Ort.”

Die “Lebensbedingungen der Menschen vor Ort” sollen durch integriertes Küstenmanagement verbessert werden.

Wie genau?

So:

“Frauen sind von den Folgen des Klimawandels besonders betroffen, etwa durch Überflutungen und andere Extremwetterereignisse; zugleich spielen Frauen eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels. Daher ist es notwendig, gender-sensitive Strategien zur Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln. Ihre Aufgaben: Als Entwicklungshelfer/in unterstützen Sie die Regierung der Küstenprovinz Ca Mau sowie die Regierungen weiterer vier Provinzen darin, die Themen Gender und Klimawandel stärker miteinander zu verzahnen. Ziel ist es, dass Frauen im Mekong-Delta weniger vom Klimawandel betroffen sind.

sad_clownWer vorhatte in der Provinz Ca Mau Urlaub zu machen, sollte es besser lassen, denn die Menschen vor Ort sind mit hoher Wahrscheinlichkeit der Ansicht, dass Deutsche nicht mehr alle Tassen im Schrank haben – jedenfalls dann, wenn die Menschen in der Provinz Ca Mau wie die meisten Menschen dieser Erde zur Bildung von Stereotypen neigen.

Da kommen doch tatsächlich welche nach Ca Mau und in das Mekong-Delta und erzählen, dass immer dann, wenn es einen Taifun, Hochwasser oder Überschwemmungen gibt, sich die Fluten dann, wenn sie auf einen Mann treffen, teilen, den Mann unversehrt lassen und sich statt dessen auf Frauen stürzen, um diese zu ertränken. Über diese Geschichte lacht vermutlich halb Vietnam, und die Kommunistische Partei nimmt diese Geschichte im irrigen Glauben, Deutschland sei eine Marktwirtschaft, vermutlich zum Anlass, die geistige Überlegenheit des kommunistischen Systems und seiner Menschen zu loben.

Deutschland hat einen neuen Exportschlager: Genderismus. Exportiert werden Personen, die auf der Normalverteilung der Intelligenz links zu finden sind. Ziel des Exports ist es, die Welt über Deutsche lachen zu lassen. Vermutlich ist das Teil einer Charme-Offensive, die das Bild des deutschen Spießers mit dem Bild des deutschen, gutmütigen Narren ersetzen soll.

Die Daten zu Vietnam stammen aus dem CIA World Factbook, vom General Statistics Office of Viet Nam, von der Weltbank und aus dem Global Competitiveness Report für die Jahre 2014/2015

Netzkultur? Feinbildpflege beim SWR (mit einem Gastauftritt von Ilse Lenz …)

… den wir nicht an uns vorbei ziehen lassen können.

Arne Hoffmann, von dem wir uns manchmal fragen, wie er es schafft außer deutschen Medien zu folgen noch etwas anderes zu tun, hat wieder einmal einen Beitrag aufgetan. “Feindbild Frau” heißt der Beitrag. Der SWR hat die Verantwortung für diesen Beitrag übernommen, den Beitrag, den Sebastian Witte erstellt hat, somit zu einem von Gebührenzahlern zwangsfinanzierten Beitrag gemacht hat.

Der Beitrag ist unter der Rubrik “Netzkultur” erschienen, was uns dazu veranlasst hat, die Netzkultur zu analysieren.

Woraus besteht die Netzkultur, die Sebastian Witte vermittelt.

Zunächst einmal besteht die Netzkultur aus Framing, also aus dem Versuch, die Leser auf die richtige Spur zu setzen, sie in eine bestimmte Richtung zu manipulieren.

SWR FeindbildBei Witte geht das durch den Verweis auf allerlei Spinner, die sich nach seiner Ansicht im Netz mit ihren Verschwörungstheorien finden, Chemtrailer, 9/11-Verschwörer, Geheimorganisations-Vermuter finden sich dort und, ja “manche Männer vermuten [sogar], dass Frauen in Wirklichkeit der Feind sind!” Das Ausrufezeichen findet sich im Text von Witte. Es ist das einzige Ausrufezeichen außerhalb von Zitaten – es zeigt: Witte ist auf der richtigen Seite, und auf dieser richtigen Seite sollen auch alle Leser seines Beitrags sein, denn wer will schon als Irrer, der an idiotische Verschwörungstheorien glaubt, dastehen.

Das ist der Rahmen, den Sebastian Witte seinem Beitrag in der Rubrik “Netzkultur” gibt. Es ist ein Musterbeispiel für schlechten, nein unterirdischen und offen manipulativen Journalismus.

Und nun, nachdem die Skala der Idiotien im Internet durchgespielt wurde, und die Bühne bereitet wurde, nun werden die vorgeführt, die Witte für die Insassen der Irrenanstalt hält, die er eingangs beschrieben hat. Detlef Bräunig ist einer von Ihnen, ein Aktivist, ein Antifeminist, einer derjenigen, die “vermuten, dass Frauen in Wirklichkeit der Feind” sind – und, so muss man anfügen, einer von denjenigen, die sich vorführen lassen – gerne, wie es scheint.

“Bräunig hat 1300 Likes bei Facebook und 200 Follower bei Twitter”, so berichtet Sebastian Witte, und eigentlich ist sein Beitrag damit am Ende, wegen Irrelevanz, oder will sich Witte in Zukunft unter der Rubrik “Netzkultur” um alle kümmern, die 200 Follower bei Twitter haben und 1300 Likes bei Facebook?

Was also ist an den 1300 Likes bei Facebook und den 200 Followern bei Twitter so bedeutsam? Man kann sie als Ausgangspunkt nutzen, um eine Mücke zum Elefanten aufzublasen und damit alle, die sich gegen Genderismus wenden, zu verunglimpfen und zu diffamieren.

Bräunig oder die Betreiber von “Wiki Mannia”, sind hier geeignete Stichwortgeber um diese Mücke aufzupumpen, und zwar per Fehlschluss, denn eine Schwalbe macht bekanntlich so wenig einen Sommer wie eine Mücke sich zum Elefanten eignet. Das jedoch, ist Witte egal, wenn es um seine Form der Netzkultur geht, dann ist der Fehlschluss geradezu Programm.

Logik f dummiesNicht nur vom Einzelfall auf die Allgemeinheit wird fehlgeschlossen, nein, die Nennung eines Begriffs, eine bösen Begriffs, des Begriffs “Pegida” reicht dem von Gebührenzahlern Finanzierten, der sich als Journalist ausgibt, aus, um wilde Phantasiewelten zu erschließen.

Dazu erfindet er ganz eigene Fehlschlüsse, denn der Schluss von der Nennung eines Wortes darauf, dass der Benutzer (sofern er es nicht selbst ist oder gar einer seiner Vorgesetzten) ein ganz schlimmer Finger sein muss, der ist bislang einmalig. Nennen wir ihn fortan den Sebastian Witte Fehlschluss.

Die Betreiber von Wikimannia, die sich nicht von Witte interviewen lassen wollten, was sie ehrt, sie haben per eMail darauf hingewiesen, dass auf Wikimannia auch Beiträge zu Pegida, Montagsdemo, Demo für Alle usw. weiter zu finden sind. Kein Wunder eigentlich, denn Wikimannia will eine Enzyklopädie sein.

“‘Wir sind das Volk!’ Pegida Demo” ergänzt Witte und fragt: “Pegida und Antifeministen gehen also Hand in Hand?”

Wie gesagt, diese Art von Fehlschluss ist in der Logik nicht bekannt. Denn in der Logik geht man nicht davon aus, dass das Gegenüber bösartig ist (sondern nur dumm oder ungebildet), eine Annahme, die man bei Sebastian Witte bis zum Beweis des Gegenteils nunmehr machen muss, denn sein Versuch, Antifeminismus zu diskreditieren, basiert nur auf seiner fiesen Phantasie, auf sonst nichts.

Scheinbar hat Witte irgendwo aufgeschnappt, dass man eine wilde Behauptung dadurch, dass man auf einen verweist, der sie auch schon einmal aufgestellt hat, etwas weniger wild erscheinen lassen kann. Und wen zieht Witte als Verbündeten aus dem Hut? Ausgerechnet Hinrich Rosenbrock, den er zum Soziologen erklärt, was sich richtige Soziologen ein für alle Mal verbitten und aus dessen Magisterarbeit er zitiert: “Teile der antifeministischen Männerrechtsbewegung lesen rechtsextreme Seiten wie Politically Incorrect und Altermedia”, zitiert er.

Ja sowas aber auch. Da lesen Teile der antifiministischen Männerechtsbewegung etwas, was Herrn Rosenbrock nicht gefällt und was Herrn Witte auch nicht gefällt und doch: Teile der antifeministischen Männerrechtsbewegung lesen auch das, was Herr Witte schreibt: Macht Sie das nun zum Rechtsextremisten, Herr Witte oder zum Linksextremisten oder diejenigen, die lesen, was Sie schreiben, zu Linksextremisten? Nach ihrer eigenen Logik muss es das, und entsprechend müsste der Intendant des SWR sie nun eigentlich von ihrem Posten entfernen!

Weiter geht es mit den Fehlschüssen, nunmehr in Form unappetitlicher Zitate, die bei Witte offensichtlich etwas ausgelöst haben, sonst würde er sie nicht wiederholen, denn als Beleg dafür, dass alle Männerechtler Idioten oder Schweine sind und jeder, der gegen Genderismus ist, ein Rechter, taugen sie absolut nicht. Bleibt nur noch die intrinsische Befriedigung, die es Herrn Witte wohl bereitet haben muss, die entsprechenden Zitate ans Tageslicht zu ziehen.

Schließlich darf Ilse Lenz da, wo Hinrich Rosenbrock ist, nicht fehlen (was auch zeigt, wie klein die Welt der Anti-Antifeministen ist. Vermutlich bringt es Ilse Lenz nicht auf 200 Twitter Follower und 1.300 Facebook Likes, aber auf ein Zitat bei Witte). Immerhin war es Ilse Lenz, bei der Rosenbrock seine Magisterarbeit über die Männerbewegung (die außer ihm kaum jemand in Existenz wähnt) geschrieben hat. Schließlich war es Lenz, die dafür gesorgt hat, dass die Magisterarbeit von der Heinrich-Böll-Stiftung gekauft wurde. Ja, Magisterarbeiten kann man heutzutage kaufen. Sie wünschen, wir schreiben. Lehrstuhl Lenz, seit Jahren berühmt für Forschung ohne empirische Methodenkenntnisse.

Wie dem auch sei, Ilse Lenz wird zitiert, zitiert mit dem Folgenden:

“‘Diese affektive Abwehr dient der Vergemeinschaftung und der Gemeinschaftsbildung und durchaus auch des Einübens von Hass und Abkehr vom rationalen Dialog.’ Ilse Lenz”

Nathanson MisandryDie affektive Abwehr, die sieht Lenz da, wo Genderismus kritisiert wird (aber seltsamerweise nicht bei sich selbst – trotz der affektiven Abwehr von Kritik, die in ihrem Zitat deutlich wird). Und wer Genderismus kritisiert, der tut dies nach ihrer Ansicht, um eine In-gruppe zu bilden, die die Genderisten als “outgroup” sieht und sich von den Genderisten abgrenzt, durch Abwehr und Hass, mehr noch, er verweigert auch den rationalen Dialog mit der “outgroup”, mit den Genderisten, der von den Genderisten bekanntermaßen doch so dringlich gesucht wird.

Diese Stelle haben wir mehr als einmal gelesen – weil wir es nicht glauben konnten. Ilse Lenz sucht den rationalen Diskurs.

Ilse Lenz sucht den rationalen Diskurs!

Frau Lenz, Sie haben den rationalen Diskurs gefunden, und wir freuen uns, dass Sie sich, als rationaler Vertreter der Genderisten, offenkundig in der Lage wähnen, lange gestellte und nie beantwortete Fragen nach dem Erkenntnisinteresse, der Methode, der Methodologie, dem Erkenntnisgewinn, ja dem gesellschaftlichen Nutzen der Gender Studies endlich zu beantworten. Wir schicken Ihnen diese Frage gerne zu und versprechen, die Antworten auf ScienceFiles zu veröffentlichen (und einer rationalen Kritik zu unterziehen). Und natürlich werden wir unsere Leser über den Gang der Dinge auf dem Laufenden halten.

Wo sich andere Genderisten, die an Universitäten installiert sind, weigern, auch nur eine eMail zu beantworten, geschweige denn die Frage, nach der wissenschaftlichen Grundlage ihrer Tätigkeit, da will die emeritierte Ilse Lenz in die Bresche springen.

Die Gelegenheit, das Ilse Lenz zum rationalen Diskurs bereit ist, muss natürlich zu noch mehr Fragen genutzt werden:

Auf welche Daten gründen Sie die oben zitierten Aussagen über die Motivation von Kritikern der Gender Studies bzw. des Feminismus? Welche Form der Erhebung haben Sie durchgeführt? Wie haben Sie die Reliabilität und die Validität ihrer Daten geprüft – wie die Daten ausgewertet (mit welcher Methode?).

Wir sind gespannt.

Wissenschaftler wehren sich gegen politische Einflussnahme und Zerstörung der Wissenschaft

Eines der Gründungsmotive von ScienceFiles ist der Missbrauch von Wissenschaft durch Personen, die mit Wissenschaft nichts am Hut haben. Sie sind politische Aktivisten, die Wissenschaft für ihre politischen Zwecke missbrauchen wollen.

Wenn eine Entwicklung die letzten 20 Jahre Wissenschaftsgeschichte prägt, dann ist es dieser ideologische Zugriff auf alle Bereiche der Wissenschaft.

Romer EconomicsPolitische Aktivisten versuchen ihre Ideologie als Gewissheit zu verkaufen und missbrauchen Wissenschaft um ihre Ideologie zu legitimieren. Sie nutzen den wissenschaftlichen Begriff der Expertise, um ihre Ideologie an den Leser zu bringen, betreiben Auftragsforschung mit vorgegebenem Ausgang, infiltrieren Hochschulen, um ihren Krieg gegen Wissenschaft vor Ort zu betreiben und immer bedienen sie sich einer wissenschaftlichen Mimikry zum Zweck der Täuschung.

Und so wie es uns gereicht hat, dass heutzutage jeder, der seinen Hintern irgendwie auf einen Drehstuhl in einem Gebäude gepresst hat, das zu einer Hochschule oder Universität gehört und an dessen Tür Professor für XY steht, der Ansicht ist, er sei Wissenschaftler, so reicht es immer mehr Wissenschaftlern.

Ulrich Kutschera, der dem Genderismus, dem kreationistischen Geschwür, das sich an Hochschulen ausbreitet, den Kampf angesagt hat, ist einer, Paul Romer ein anderer, dem es reicht.

Paul Romer ist nicht irgendwer. Es war 1990 als Paul Romer die ökonomische Wachstumsforschung auf neue Füsse gestellt hat, mit seinem endogenen Wachstumsmodell, das Innovationen, Wissen und Humankapital als wichtigste Triebkräften des wirtschaftlichen Wachstums identifiziert hat. Romers Karriere umfasst Stationen an den Universitäten von Chicago, Berkeley und Stanford. Heute ist er Professor an der Stern School of Business der New York University.

Und Romer reicht es.

junk scienceEr hat genug von Scharlatanen, die Wissenschaft missbrauchen, um ihre ideologischen Botschaften an den Mann zu bringen, von denen, die das wissenschaftliche Handwerkszeug nicht mehr beherrschen und entsprechend auf Effekthascherei aus sind.

Die Effekthascherei nennt er Mathiness. Sie besteht darin, dass man mit mathematischen Symbolen und Formeln Betrachter ins Boxhorn zu jagen versucht, um ihnen dann Erkenntnisse als Ergebnis der Umformung von Formeln zu verkaufen, die es nie gegeben hat. Denn: Die Effekthascherei in Formeln ist nicht die Basis zum sprachlichen Überbau, der benutzt wird, um Großes zu verkünden.

Großes, wie es derzeit in Arbeiten von Ellen R. McGrattan, Edward C. Prescott, Thomas Piketty, Gabriel Zucmann oder Robert Lucas und Benjamin Moll verkündet werden soll.

Alles keine Wissenschaft, lautet das begründet Urteil von Paul Romer, denn der sprachliche Überbau wird durch das, was angeblich mit einem elaborierten mathematischen Apparat berechnet wurde, nicht gestützt, zwischen beidem herrscht keine Verbindung.

Das Problem, dem sich Romer widmet, ist ein Problem, das sich in allen Wissenschaften stellt, in denen ein Symbolsystem oder eine Operationalisierung genutzt werden soll, um Aussagen zu prüfen, zu testen und gegebenenfalls zu falsifizieren.

Wenn man Aussagen über Rassismus machen will, darüber, ob Linke oder Rechte mehr zu Rassismus neigen, dann muss man sowohl Rassismus als auch politische Ideologie (links – rechts) operationalisieren, denn beides kann man in der Welt nicht beobachten. Rassismus ist ein latentes Konstrukt, etwas, das man nicht kiloweise im Supermarkt kaufen kann. Dasselbe gilt für politische ideologie. Also muss man sich überlegen, wie man Rassismus messen kann. Das klingt trivial, ist es aber nicht wie jeder weiß, der es schon einmal versucht hat.

Denn: man kann nicht einfach fragen: Sind Sie rassistisch, wenn ja, auf einer Skala von 1 bis 10, wie sehr? (Man kann es eigentlich nicht. Die EU-Kommission macht es dennoch, wie Dr. habil. Heike Diefenbach vor einigen Jahren feststellen musste). Die Konvention will es, dass Rassismus über eine Reihe von Aussagen gemessen wird, z.B.:

  • Welche Aussage trifft zu: Schwarze sind intelligenter, nicht so intelligent oder ungefähr so intelligent wie Weiße.
  • Wie stark würden Sie sich wiedersetzen, wenn ein Schwarzer/Weißer mit einem Familienmitglied befreundet ist?
  • In den letzten Jahrzehnten hat die Regierung Weiße/Schwarze mit mehr Zuwendungen versehen, als ihnen zusteht.
  • Schwarze/Weiße sind zu fordernd, wenn es darum geht, gleiche Rechte für alle durchzusetzen.

Offensichtlich ist die Qualität dessen, was später über Rassismus gesagt wird, die Qualität der Zusammenhänge, die für Rassismus aufgezeigt werden, von der Qualität der Messung, der Qualität der Operationalisierung von Rassismus abhängig. Offensichtlich ist die Messung, die Operationalisierung umso besser, je präziser die Umsetzung des abstrakten “Rassismus” in konkret messbare Aussagen gelingt.

Und es ist die Präzision dieser Umsetzung, die Verbindung zwischen theoretischem Konstrukt und seiner Messung, die nach Ansicht von Paul Romer im Argen liegt.

Politischen Zwecken ist mehr durch vage und mehrdeutige Konzepte gedient. Mit ihnen lässt sich mehr Unfrieden stiften und Ungleichheit herbeireden als mit konkreten, präzisen und somit prüfbaren Konzepten. Deshalb benutzen die Scharlatane in der Wissenschaft schwammige und vage Konzepte. Deshalb zeigen sie keinerlei Anstalten mehr, die Verbindung zwischen ihren vollmundigen Aussagen und dem, was sie empirische gemessen oder in mathematischen Modelle gezaubert haben, herzustellen:

“Academic politics, like any other type of politics, is better served by words that are evocative and ambiguous, but if an argument is transparently political, economists interested in science will simply ignore it. The style that I am calling mathiness lets academic politics masquerade as science. Like mathematical theory, mathiness uses a mixture of words and symbols, but instead of making tight links, it leaves ample room for slippage between statements in natural versus formal language and between statements with theoretical as opposed to empirical content.”

Die Vorspiegelung falscher wissenschaftlicher Tatsachen, um Eindruck zu machen und die eigene politische Agenda durchzusetzen, sie macht Wissenschaft zu einem Market for Lemons – eine Entwicklung, die man in den deutschen Sozialwissenschaften bereits in voller Blüte beobachten kann.

Leser sogenannter Studien, die nicht mehr die rudimentärsten Standards an eine wissenschaftliche Methodologie erfüllen, nehmen die entsprechenden Studien nicht mehr ernst, als Folge wird die Erwartung, in einem sozialwissenschaftlichen Text wissenschaftliche Standards erfüllt zu sehen, gar nicht erst an die entsprechenden Texte herangetragen, die Texte werden belächelt und als Reaktion darauf ziehen sich diejenigen, die die Standards noch beherrschen, aber sich immer öfter mit den sozialwissenschaftlichen Lemons in einem gemeinsamen Korb geworfen sehen, aus den Sozialwissenschaften zurück. Die Sozialwissenschaften verkommen entsprechend zu Schwätzclubs, in denen man sich die letzten Anekdoten vom Kaffeekränzchen erzählt, das man, zwecks Effekthascherei als “Experteninterview” bezeichnet.

Paul Romer sieht eine analoge Entwicklung für die Ökonomie, eine Entwicklung an der die oben Genannten ihren Anteil und ihre Verantwortung tragen und deren Ursache darin zu suchen ist, dass politische Ideologien immer offener Einzug in die Wissenschaften halten, sich der Wissenschaften bemächtigen, um ihre ideologischen Behauptungen als Gewissheit verkaufen zu können. Dass sie dabei den Wirt fressen, von dem sie sich ernähren, trägt natürlich den Samen ihres eigenen Scheiterns in sich, ist für diejenigen, die Wissenschaft für zu wichtig halten, als dass sie politischen Aktivisten zum Frass überlassen werden könnte, jedoch kein Trost.

Gut, dass es nun schon zwei institutionalisierte Wissenschaftler gibt, die den Mut haben, wie ScienceFiles gegen die feindliche Übernahme der Wissenschaften Stellung zu beziehen.

Nur: Es bräuchte viel mehr Paul Romers und Ulrich Kutscheras.

Romer, Paul (2015). Mathiness in the Theory of Economic Growth. American Economic Review: Papers & Proceedings 105(5): 89-93.

Chefsache: In Führungsetagen wird jetzt gemerkelt

Angela Merkel hat die Herrschaft über den Schirm übernommen.

Den Schirm hält sie über die Chefsache.

Die Chefsache, das ist eine Initiative, die den Wandel gestalten will, nicht irgend einen Wandel, sondern gesellschaftlichen Wandel.

Gesellschaftlichen Wandel, den gestaltet man zunächst dadurch, dass man eine Initiative ins Leben ruft, die den gesellschaftlichen Wandel gestalten will. Ignoriert der gesellschaftliche Wandel die Initiative, dann muss man Fremdengagement einwerben, z.B. von Ihnen: “Gestalten Sie gemeinsam mit uns den Wandel in Deutschland”.

Lasset uns also wandeln, nicht irgendwie wandeln, sondern “grundlegend” wandeln, “in der Arbeitwelt”.

ChefsacheGrundlegender Wandel ist immer besser als strunz-normaler Wandel, schon weil grundlegender Wandel grundlegender ist als strunz-normaler Wandel, und wenn über den grundlegenden Wandel dann auch noch der Schirm von Angela Merkel gehalten wird, … umso besser.

Dann wandeln wir grundlegend durch die Gesellschaft und versuchen die Gesellschaft wandelnd zu wandeln, indem wir “eine neue Kultur der Wertschätzung zu etablieren” versuchen.

Grundlegender und per Schirm beherrschter Wandel, der in Deutschland zur Chefsache initiiert wurde, ist also ein kultureller Wandel, der Wertschätzung etablieren will, was voraussetzt, dass es vor dem Wandel keine Wertschätzung gegeben hat, denn hätte es Wertschätzung vor dem Wandel gegeben, er wäre nicht grundlegend, bestenfalls graduell, so dass man sich fragen müsste: Ist das überhaupt ein Wandel?

Aber: Große Ziele verlangen nach großem Wandel, nach grundlegendem Wandel, mit Schirm und Herrschaft, sind Chefsache.

Und man kann es verstehen: In einer Gesellschaft, in der keine Wertschätzung herrscht, ist ein entsprechend grundlegender Wandel Chefsache, schon weil es ein kultureller Wandel ist, und Kultur, deutsche Kultur, ist ja etwas, das man ständig gegen fremde Eindringlinge verteidigen muss. Da ist es schon besser die Kultur per Chefsache und Schirm zu wandeln, grundlegend versteht sich.

Denn:

“Nur wenn jede Person, egal ob Mann oder Frau – die Chance hat, entsprechend ihrer Stärken Verantwortung zu übernehmen, nutzen wir als Gesellschaft unsere Ressourcen und unser Potential an neuen Ideen.” Deshalb hat die Chefsache auch einen Anspruch: “Wir setzen uns für ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis in Führungspositionen ein.”

Was wir bislang über die Chefsache gelernt haben:

Chefsache ist Wandel, grundlegender Wandel, Wandel hin zu einer neuen Kultur der Wertschätzung, ist kultureller Wandel der alten Kultur der nicht-Wertschätzung. Wertschätzung ist, wenn jede Person, entsprechend ihrer Stärke Verantwortung übernehmen kann und das Geschlechterverhältnis in Führungspositionen ausgewogen ist, also nicht unabhängig von der Person, und nicht unabhängig von “egal ob Mann oder Frau”.

Chefsache ist ein Widerspruch in sich.

Und das ist auch kein Wunder, denn Chefsache wird von 11 Gründungsmitgliedern getragen, die in der alten Kultur der Nicht-Wertschätzung nach oben gekommen sind, die vor dem grundlegenden Wandel Günstlinge und Nutznießer des alten fiesen Nicht-Wertschätzungssystems waren, des vor-Wandel-Systems, in dem man noch ohne Stärke Verantwortung übernehmen konnte, so wie das die folgenden Gründungsmitglieder getan haben:

  • Nieten in NadelstreifenDr. Cornelius Baur, McKinsey & Company
  • Joe Kaeser, Siemens
  • Angelique Renkhoff-Mücke, warema
  • Dr. Peter Neher, Deutscher Caritasverband e.V.
  • Dr. Rainer Esser, Die ZEIT
  • Dr. Reimund Neugebauer, Fraunhofer
  • Martina Koederitz, IBM
  • Dr Werner Zedelius, Allianz
  • Dr. Marijn Dekkers, Bayer AG
  • Ursula von der Leyen, Bundesministerium der Verteidigung
  • Christoph Kübel, Bosch

Und über alle diese Aufsteiger in der grundlegend nicht gewandelten Nicht-Wertschätzungskultur hält Angela Merkel den Schirm.

Chefsache eben.

Wer Rundfunkgebühren nicht zahlt, der kommt ins Schuldnerverzeichnis

Wer in Deutschland lebt, der muss die GEZ füttern, ob er will oder nicht.

erste reiheDie Finanzierung der ersten Reihe, in der man sitzen muss, um das hervorragende Programm der öffentlich-rechtlichen Sender auch genießen zu können, denn dass es genossen werden muss, das steht fest, an dieser Finanzierung gibt es nichts zu rütteln.

Wo kämen wir auch hin, wenn Seher und Hörer einfach so aus einem Vertrag aussteigen könnten, den sie nie geschlossen haben?

Nein. Die öffentlich-rechtlichen Medien sind wichtig und müssen finanziert werden.

Warum sind síe wichtig?

Nun, sie haben einen Bildungsauftrag.

Sie dienen großen Teilen der medienwissenschaftlich studierten Mittelschicht als Einkommensquelle.

Sie dienen als Quelle politisch-korrekter Indoktrination und Berieselung.

Sie dienen den Parteien als Einflusssphäre und ideologischer Transmissionsriemen.

Die Rundfunkräte der Sender dienen den Funktionären von Kirchen, Gewerkschaften und den unterschiedlichsten Verbänden als zusätzliche Einnahmequelle.

Sie übertragen die Fussballweltmeisterschaft.

Ja! Sie sind wichtig.

Und weil sie wichtig sind, deshalb werden sie von allen finanziert, zwangsfinanziert.

leere erste reiheWer sich weigert, GEZ-Gebühren zu entrichten, der wird erst gemahnt, dann nochmals gemahnt, dann wird ein Vollstreckungsbefehl erwirkt, die Zwangsvollstreckung eingeleitet, der Gerichtsvollzieher eingeschaltet, der säumige Schuldner, der GEZ-Gebührenverweiger, der Untergraber der öffentlichen Gebührenzahlmoral, in das Schuldnerverzeichnis eingetragen, was die Schufa gierig aufnimmt und ihrerseits einträgt, was wiederum dazu führt, dass EC- und Kreditkarten gekündigt und der GEZ-Gebühren-Säumige zum Paria des öffentlich-rechtlichen Geldverkehrs wird.

Und all das ist rechtens.

Nicht nur, weil die Qualität der öffentlich-rechtlichen Sender, die Belehrung und Unterhaltung der Massen, deren Indoktrination und Versorgung mit dem, was sie hören und sehen sollen, durch Nichzahlung der GEZ-Gebühren bedroht ist, sondern weil der Bundesgerichtshof gerade den Beschluss gefasst hat, dass GEZ-Gebührensäumige in das Schuldnerverzeichnis bei Amtsgerichten eingetragen werden dürfen.

Wer keine Gebühren für die Öffentlich-Rechlichen abführt, der wird seinerseits aufgeführt, im Schuldnerverzeichnis.

Damit wird sein Ende als geschäftsfähiger Deutscher eingeläutet. Ein angemessenes Mittel, wenn man bedenkt, dass es um nicht mehr und nicht weniger als das öffentlich-rechtliche Fernsehen geht, dessen überragende Qualität mit allen Mitteln aufrecht erhalten werden muss.

Tipping Point: Mediale Gender-Berieselung nervt immer mehr

… zu diesem Schluss kommen wir angesichts der Vielzahl der Hinweise, die uns erreichen, Hinweise auf mediale Berichterstattung, die ihren Lesern einhämmern will, dass Frauen benachteiligt sind, dass Frauen an Hochschulen benachteiligt sind, dass Frauen in Führungspositionen benachteiligt sind, dass Frauen Opfer sind, dass Frauen immer Opfer sind und deshalb die Hilfe der Genderindustrie benötigen, dass Frauen, die Genderindustrie benötigen, um ein Einkommen zu haben …. Nein, das nicht. Und dass immer mehr Frauen die Nase voll haben, von dieser Genderindustrie erst entmündigt und dann bevormundet zu werden, …. Nein, das auch nicht.

Die Zahl derer, die von der Gender-Indoktrination die Nase voll haben, sie steigt ebenso, wie die Zahl derer, die nur noch genervt reagieren, wenn sie etwas von Gender hören, wie zum Beispiel der folgende, freundlich grüßende Leser aus Mutterstadt:

“Hallo,

das muss bitte dringend auf ihrer Seite kommentiert werden!

Danke!”

enough“Das”, ist ein Beitrag auf Sol.de, dem Portal für Saarbrücken und den Rest vom Saarland (ist nicht mehr viel), der wie folgt überschrieben ist:

Studie: Frauen in Führungspositionen machen privat mehr Abstriche”

Als wer? Als früher? Als Vollerwerbstätige?

Und weiter geht es:

“Frauen in Führungspositionen machen für ihre Karriere einer Studie zufolge privat mehr Abstriche als Männer. Sie sind seltener verheiratet und haben seltener Kinder als Männer in vergleichbaren Positionen, wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am Dienstag in Berlin mitteilte. 68 Prozent leben – mit oder ohne Trauschein – mit ihrem Partner zusammen; bei den Männern sind es 77 Prozent. 29 Prozent der Frauen haben Kinder bis 16 Jahre, bei den Männern sind es 37 Prozent.”

Die Abstriche, für alle diejenigen, denen es entgangen ist, bestehen darin, dass 9% weniger Frauen, die das DIW in Berlin in Führungspositionen kodiert hat (dazu gleich mehr) als Männer nicht mit einem Partner zusammenleben und 8% weniger der entsprechenden Frauen Kinder unter 16 Jahren im Haushalt leben haben als Männer.

Alle, die das lesen und Single sind, die keine Kinder unter 16 Jahre im Haushalt leben haben, vielleicht, weil die entsprechenden Kinder schon erwachsen sind oder über 16 Jahre alt sind, aber immer noch im Haushalt leben, aufgemerkt: Sie machen Abstriche, ob Sie das wissen, wollen oder nicht.

Wenn es darum geht, Genderideologie in die Köpfe der Leser zu hämmern, ist keine Aussage borniert genug. Wenn es darum geht, Genderideologie in die Köpfe der Leser zu hämmern, dann wird regelmäßig deutlich, wie beschränkt die heile Welt der Genderisten tatsächlich ist, denn: zum Glück gehören Kinder unter 16 Jahren, die im Haushalt leben und ein fester Parter. Früher nannte man das Spießer.

Fuehrungskraefte MonitorUnd wie so oft in letzter Zeit, wenn Gender-Ideologie in die Köpfe der Bevölkerung gehämmert werden soll, kommt das, was angeblich ein wissenschaftliches Ergebnis ist, vom DIW in Berlin, von jenem DIW, das immer noch von sich behauptet, es betreibe wissenschaftliche Forschung, auch wenn es offensichtlich beim DIW in Berlin die Agenda gibt, zum Musterknaben, nein, zum Mustermädchen der Bundesregierung und der Genderideologie zu werden.

Die vermeintlichen Abstriche, die Sol.de berichtet, was wiederum einen unserer Leser so sehr genervt hat, dass er uns eine Dringlichkeits-eMail geschrieben hat, sie finden sich im allerletzten Satz einer Pressemeldung des DIW, die viele Sätze davor hat, Sätze, in denen noch der ein oder andere furchtbare Nachteil von “Frauen in Führungspositionen” bejammert wird.

Verantwortlich  für die neuerliche Jammer-Orgie, die vom DIW als Führungskräfte-Monitor 2015 verkauft wird, sind Elke Holst, Anne Busch-Heizmann und Anna Wieber.

Sie haben sich am Sozio-ökonomischen Panel (SOEP) versucht (oder hatten einen männlichen Helfer, der rechnen kann, denn wie wir aus dem nämlichen DIW regelmäßig zu hören bekommen, sie es ja sehr duster aus im Bezug auf Rechnen, Mathematik, Statistik, Technik, kurz: MINT unter Frauen!), um ihre Jammer- oder jämmerlichen Erkenntnisse zu fabrizieren. Das SOEP ist einer der wenigen longitudinalen Datensätze, die es in Deutschland gibt: In regelmäßigen Abständen werden immer dieselben Befragten interviewt. So die Theorie.

In der Praxis gibt es die sogenannte Panelmortalität, ein Ergebnis des tatsächlichen Sterbens von Befragten und ein Ergebnis schleichender Lustlosigkeit, die sich einstellt, wenn man jedes Jahr denselben langweiligen Fragebogen ausfüllen soll. Obwohl das SOEP ein longitudinaler Datensatz ist, wird meist im Querschnitt gerechnet, d.h. für ein einziges Jahr. So auch im vorliegenden Fall: Das ist einfacher. Dafür braucht man weniger Kenntnisse in Statistik und Methoden, im Umgang mit Daten.

Beliebt ist das SOEP, weil man Sätze schreiben kann wie: “Insgesamt standen im letzten Erhebungsjahr 2013 Informationen zu mehr al 24.000 Befragten zur Verfügung” (15). Das klingt gut, klingt nach viel, nach sehr viel in Standards quantitativer empirischer Sozialforschung gemessen. Nur: Die SOEP-Befragten im Datensatz haben die Angewohnheit, immer dann, wenn eine spezifische Gruppe gesucht wird, wegzuschmelzen wie das Eis in der Sonne.

Entsprechend bleiben Holst, Busch-Heizmann und Wieber auf letztlich 1.550 Personen sitzen, darunter 445 “weibliche Angestellte, von denen aber nur 28 mit umfassenden Führungsaufgaben betraut sind” (16). Und weil man mit 28 Befragten nicht sinnvoll arbeiten kann, haben die Autorinnen die 28 Frauen in “Funktionen mit umfassenden Führungsaufgaben” kurzerhand mit den 417 Frauen, die “sonstige Leitungsfunktionen oder hochqualifizierte Tätigkeiten (Abteilungsleiter, wissenschaftlicher Angestellter, Ingenieur) ausüben”, zusammengeworfen.

Und so wird man dann als Mittelbauler an der Hochschule, der in anderen Zusammenhängen wegen seines Zeitvertrags und seiner Sklavenarbeit ähnlichen Ausnutzung beklagt wird, urplötzlich zur Führungskraft und alles, damit das DIW einen Führungskräfte-Monitor vertreiben kann, in der neuen Reihe “Politikberatung kompakt”.

Nur: Der Führungskräfte-Monitor ist kein Führungskräfte-Monitor. Er ist eine Mogelpackung, die man als Wissenschaftler, der sich mit Methoden auskennt und seine Arbeit mit lauteren Mitteln verfolgt, links liegen lassen muss: Links, da wo er hingehört, denn der Führungskräfte-Monitor ist nicht zufällig Bestandteil der Reihe “Politikberatung kompakt”, und es ist kein Zufall, dass die Reihe “Politikberatung kompakt” besser politisch-korrekter Etikettenschwindel heißen würde. Denn: so wenig, wie auf Grundlage des Führungskräfte-Monitor Aussagen über Führungskräfte möglich sind, so wenig ist die Politikberatung des DIW eine Politikberatung. Die Beratung ist vielmehr eine Legitimierung, eine Politiklegitimierung.

DIW POlitikberatungUnd Legitimierung findet regelmäßig dadurch statt, dass angeblich herrschende Zustände bejammert werden, so wie das im seinerseits bejammernswerten Führungskräfte-Monitor der Fall ist, dessen Autoren durch die Republik ziehen und in Medien aller Art den falschen Eindruck erwecken, sie könnten Aussagen über Führungskräfte machen, hätten Führungskräfte in relevanter Anzahl befragt, wenn sie mit Sicherheit weniger als 100 Geschäftsführer und Direktoren unter den 1.550 Personen, die sie als Führungskräfte verkaufen wollen, haben.

Das nennt man auch Vorspiegelung falscher Tatsachen, schon deshalb, weil durch die Verwendung des Begriffs “Führungskräfte” bei denen, die ihn hören, ganz bestimmte Assoziationen erweckt werden, eben die Assoziation von Geschäftsführer, von Top-Manager, jedenfalls nicht die Assoziation von Abteilungsleiter im Finanzamt oder von wissenschaftlichem Angestellten. Dass diese Assoziation bei denen, die Führungskraft hören, erweckt wird, ist Absicht und unlauter, es ist das, was man beim DIW nun Politikberatung nennt, worunter offensichtlich Methoden verstanden werden, die Öffentlichkeit hinters Licht zu führen, zu manipulieren und letzten Endes zu betrügen.

Und einmal ehrlich: Nie war es einfacher als heute, derartige Manipulationen als angebliche wissenschaftliche Studie verpackt, unters Volk zu bringen: Die meisten Journalisten verfügen nicht einmal über rudimentäre Kenntnisse wissenschaftlicher Methoden und drucken gierig, was ihnen als wissenschaftlich verkauft wird, so lange es der politischen Korrektheit entspricht jedenfalls.

Die Größe, die in dem ganzen Manipulations- und Betrugsszenario keiner der Möchtegern-Manipulatoren auf der Rechnung hat, das sind die Leser, diejenigen, die manipuliert werden sollen, die vermeintlich Dummen da draußen, denen man nach Ansicht derer, die es versuchen, ein X für ein U vormachen kann.

Schlechte Nachrichten für Manipulateure:

Vielen Lesern reicht es. Sie können das Wort “Gender” mittlerweile nicht mehr hören und sind zu intelligent, als dass sie sich von angeblichen Wissenschaftlern, die nicht weiter kommen als Längsschnittsdaten im Querschnitt zu betrachten und Prozentwerte auszuzählen, von denen niemand weiß, warum sie ausgezählt werden, hinters Licht führen lassen.

Es wird Zeit, dass Institute wie das DIW dafür sorgen, dass an den Studien, die das Institut produziert, mindestens ein Angestellter des Instituts beteiligt ist (so es ihn noch gibt), dem es um Wissenschaft und nicht um Ideologie und Manipulation geht. Die Glaubwürdigkeit des DIW steht auf dem Spiel – sofern sie nicht längst durch Personen wie Elke Holst, Anne Busch-Heizmann oder Anna Wieber verspielt worden ist.

Die öffentlich-rechtliche Gender-Einheitsfront bröckelt

three apesWenn es darum geht, den Genderismus zu kritisieren, der sich zwischenzeitlich mit rund 200 Lehrstühlen an deutschen Hochschulen eingenistet hat, dann standen öffentlich-rechtliche Medien bislang ganz und gar nicht in der ersten Reihe.

Nach wie vor ist ScienceFiles das einizige Medium, das kontinuierlich und konstant die Auswüchse des Genderismus an deutschen Hochschulen darstellt und kommentiert, sei es die Diskriminierung von Männern z.B. im Rahmen des Professorinnenprogramms, sei es die Verweigerung jeglichen wissenschaftlichen Dialogs durch die Anhänger des Gender-Kults, die es in aus ihrer Sicht “statushohe Positionen” an Hochschulen geschafft haben, sei es das Fehlen jeglicher wissenschaftlicher Standards und Methoden bei so genannten Gender Studies, sei es der Wahrheitsanspruch und der Charakter als Offenbarungslehre, der Gender Studies vollständig aus dem wissenschaftlichen Programm ausschließt und als das erkennbar macht, was Gender Studies sind, eine Spielart des Sozialismus, eine totalitäre Ideologie.

Die Einheitsfront der schweigenden öffentlich-rechtlichen Medien, die ihrer Aufgabe der Information der Öffentlichkeit, über das, was u.a. an deutschen Hochschulen, ganz zu schweigen von öffentlichen Institutionen und Parteien durch Genderismus angerichtet wird, in keiner Weise nachkommen, und lieber schweigen oder in politischer Korrektheit versinken, diese Einheitsfront, sie bröckelt.

rbb_KutscheraRadio Berlin-Brandenburg bringt am Samstag, den 11. Juli um 12.22 Uhr ein Interview mit Prof. Dr. Ulrich Kutschera, über den wir vor einiger Zeit berichtet haben. Kutschera ist einer der wenigen deutschen Wissenschaftler mit instutioneller Anbindung, die den Mund aufmachen und deutliche Worte zu dem finden, was sich als Gender Studies an deutschen Hochschulen etabliert hat. Für Kutschera gibt es keinen Unterschied zwischen Gender Studies und Kreationismus, und diese Meinung vertritt er auch.

“Die Gender-Forschung, für die es in Deutschland inzwischen 200 Lehrstühle gibt, ist eine wissenschaftliche Macht geworden. Das erfuhr auch der Gast des heutigen “Zwölfzweiundzwanzig”, der renommierte Evolutionsbiologe Ulrich Kutschera von der Universität Kassel, als ein von ihm im humanistischen Pressedienst erschienener Artikel mit dem Titel “Universitäre Pseudowissenschaft” bereits einen Tag später der Zensur zum Opfer fiel.”

Die Sendung im rbb verspricht, interessant zu werden.

Und was uns besonders freut: ScienceFiles ist als die Informationsquelle genannt, aus der man sich über die Vorgänge um Professor Kutschera informieren kann.

So langsam tut sich selbst in öffentlich-rechtlichen Medien etwas.

Genderisten in ihrer besten Rolle

Offenbarungslehren haben es so an sich, dass Kommunikation nur in eine Richtung erfolgt: Es wird das Heil offenbart, und das war es.

Hans Albert hat sich mit Offenbarungslehren und ihren Konsequenzen in seinem Traktat über Kritische Vernunft auseinandergesetzt, und er hat sie von Wissenschaft abgegrenzt.

Albert TraktatOffenbarungslehren sind keine Wissenschaft, weil sie

  • keine prüfbaren Aussagen formulieren;
  • keine Kritik an ihren Aussagen zulassen;
  • keinen Raum für Zweifel lassen;
  • einen umfassenden Wahrheitsanspruch erheben;

Gemessen an allen vier Kriterien ist Genderismus eine Offenbarungslehre, die nichts mit Wissenschaft zu tun hat und entsprechend von Universitäten entfernt werden muss, egal, in welcher Spielart, ob als Gender Studies oder Geschlechterforschung, sie sich dort eingeschlichen hat.

Dass es sich bei Genderismus, Geschlechterforschung oder Gender Studies um einen religiösen Kult handelt, dessen Gläubige eine Heilsbotschaft verkünden und die Kritiker am liebsten steinigen würden, das wird an einer Reihe von Belegen deutlich, die wir in vergangenen Posts deutlich herausgearbeitet haben.

Diesen Post widmen wir dem Merkmal, das Genderisten als völlig zu Wissenschaft und dem dafür notwendigen wissenschaftlichen Austausch untauglich ausweist, ihrer besten Rolle: dem verstockten Schweigen, bei dem wir uns immer ein kleines Kind vorstellen, das die Lippen zusammenpresst.

Weist man Genderisten darauf hin, dass Sie sich für ihre Bevorzugung von Frauen im Wissenschaftsbetrieb ausgerechnet eine Schutzheilige ausgesucht haben, die am Bau der ersten Atombombe in Los Alamos beteiligt war: Sie schweigen.

Fragt man Genderisten, die es in Positionen an Universitäten geschafft haben, nach den Grundlagen ihrer wissenschaftlichen Arbeit, ihrer Methode, ihrer Erkenntnistheorie, ihrem Erkenntnisinteresse, nach Antworten also, die jeder Wissenschaftler geben kann, wenn er aus dem Schlaf gerissen und entsprechend befragt wird: Sie schweigen.

Weist man Genderisten darauf hin, dass sie gerade einen Rechtsbruch begehen, dass sie Studenten unrechtmäßig dazu zwingen, Schriftsprache mit lustigen Zeichen aller Art, z.B. mit “*” oder mit “_” oder mit Anhängsel wie “Innen” zu verunstalten, dann sind sie nicht erschreckt, ob der Tatsache, dass ihr Versuch, die Rechtswirklichkeit in Deutschland nach ihrem Gusto umzugestalten und ihr Verstoß gegen geltendes Recht aufgeflogen ist, nein: Sie schweigen.

So hat Peter Mühlbauer, der unseren Beitrag vom 24. Juni heute in Telepolis aufgenommen hat, eine Reihe von Pressestellen von Universitäten direkt angerufen und um eine Stellungnahme von Genderisten gebeten, die ihre Studenten schlechter bewerten, wenn sie nicht die Genderisten-Schreibweise benutzen.

Und was tun die Genderisten: Sie schweigen.

Sie finden sich wieder in ihrer besten Rolle, der des kleinen Kindes, das die Lippen zusammenpetzt, weil es dabei erwischt wurde, wie es Süssigkeiten beim Bäcker gestohlen hat.

Wer die Schweiger genau sind, das kann jeder auf Grundlage des Beitrags von Peter Mühlbauer selbst recherchieren. Es genügt die Eingabe der Stichworte “Gender” und z.B. “LMU München”:

“Dozenten, die bei Nichtgendern mit Punktabzug drohen, gibt es nicht nur an der TU Berlin, sondern auch an der Berliner Humboldt-Universität , am Geschwister-Scholl-Institut der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität, an der Universität Hamburg, der Universität Salzburg, der Fachhochschule St. Pölten und der Fachhochschule des Berufsförderungsinstituts Wien. An diesen Hochschulen war bislang niemand für eine Stellungnahme zu eventuellen Auswirkungen der Entdeckung Zideks erreichbar.”