Leserbriefe

In letzter Zeit erreichen uns viele Zuschriften, Hinweise, Anmerkungen, zu viel, als dass wir allen gerecht werden könnten. Wir haben deshalb damit begonnen, Stichproben aus den Zuschriften zu ziehen. Ob sie repräsentativ sind, die Stichproben? Oh dear, wozu schreiben wir uns hier die Finger wund???

Leser Joe schreibt:

Anonymity“es ist immer wieder eine Freude, Ihr blog zu lesen. Ich bin ein echter Fan. Heute habe ich eine Frage: Ihr Feldzug gegen die vermeintliche Repräsentativität von Umfragen leuchtet mir ein, aber wieso liegen die Institute dann mit ihren letzten Umfragen vor Wahlen doch relativ gut, wenn man mal eine Abweichung von +/- 2 Prozentpunkten akzeptiert?
Ich freue mich, von Ihnen zu hören.”

Zunächst: Wir sind auf keinem Feldzug gegen die “vermeindliche Repräsentativität”, denn erstens haben wir keine Kriegskasse und zweitens keinen Feind. Repräsentativität ist kein Gegner für uns, denn die Argumente gegen Repräsentativität sind so stichhaltig, dass man keinen Feldzug führen muss. Das ist schon deshalb so, weil bislang noch keine Argumente für Repräsentativität formuliert wurden, es also niemanden gibt, der Stellung für Repräsentativität bezogen hat.

Lassen wir die Abweichung von +/- 2 Prozentpunkten, die man gemeinhin als statistischen Fehler bezeichnet, einmal unwidersprochen stehen und fragen unseren Leser: Wieso war die ScienceFiles-Prognose des Ausgangs der Bundestagswahl 2013 mit dem ScienceFiles-Fuzzy-Wahlprognostik-Tool, die auf einer Stichprobe basiert, die Repräsentativitäts-Gläubige wohl als nich repräsentativ bezeichnen würden, besser als die der ARD? Alles weitere gibt es demnächst in einem Artikel von uns zu lesen.

Leser Ernst schreibt:

Anonymity“Hallo,

tolle Umfrage, doch die Antwortmöglichkeiten enttäuschen ein wenig. Von ScienseFiles hatte ich da mehr erwartet.

bsp:
Welcher Schicht fühlen sie sich verbunden? wie wäre eine Antwort – allen Schichten. Nun war ich gezwungen die Mittelschicht zu “wählen” und habe somit die Umfrage verfälscht.”

Lieber Ernst, Sie erwarten zu viel, wenn Sie erwarten, dass wir Tautologien erfragen, denn wenn wir zulassen, dass sich jemand allen Schichten gleichermaßen verbunden fühlt, dann lassen wir damit automatisch zu, dass er sich allen Schichten nicht verbunden fühlt, das ist eine logische Zwangsläufigkeit und als Folge hätten wir unsere schöne Frage in den Orkus geworfen und nichts gemessen. Wir messen lieber etwas und deshalb reicht es uns zu wissen, dass sie sich zwar widerwillig, aber dennoch der Mittelschicht verbunden fühlen.

O. S. schreibt uns:

Anonymity“Man kann ihre Seiten mE verwenden – setzt sich aber dem Vorwurf aus, dass sie nicht repräsentativ befragen. Oder steht irgendwo auf ihrer Seite, WIE sie die Samples nehmen – und wer sie eigentlich dafür finanziert? Kostet ja alles Geld. Das wüsste ich gelegentlich mal gerne – dann kann man sie auch breiter zitieren. Dank vorab schon mal für ihre Stellungnahme.”

Wenn man derart gönnerhaft behandelt wird, dann ist man quasi dazu verpflichtet, der paternalistischen Absicht dahingehend zu entgehen, dass man die größten Fehler und Irrtümer aufklärt.

Die Verwendung von Argumenten, das müssen wir zuerst anmerken, hängt nicht davon ab, ob irgend jemand behauptet, sie seien “repräsentativ”, sondern davon, dass sie schlüssig sind, was wiederum voraussetzt, dass man über genügend Urteilsvermögen verfügt, um entsprechende Ergebnisse als schlüssige Ergebnisse bewerten zu können. Es ist natürlich verlockend, fehlendes Urteilsvermögen durch einen Verweis auf Repräsentativität zu übertünchen, aber das trägt nicht weit.

Nun zur Finanzierung. Niemand finanziert ScienceFiles oder SurveyNET. Können Sie sich vorstellen, dass eine politische Stiftung oder eine Partei oder eine Organisation aus dem Bereich der politisch-korrekten Langeweile ScienceFiles unterstützt? Eben!

Das heißt nicht, dass wir uns nicht unterstützen lassen würden, wir warten immer noch auf den Mentor, der uns von allen irdischen Nöten, unser Einkommen anderweitig zu verdienen, freistellt und die dauerhafte Arbeit an ScienceFiles ermöglich, aber bis sich dieser Mentor eingefunden hat, sind ScienceFiles und SurveyNET unser Hobby, das wir finanzieren, unterstützt von den Spenden einiger Leser, und das wir in unserer Freizeit ausführen.

In einer Hinsicht hat O.S. natürlich Recht: Die Befragungen, die wir konzipiert und durchgeführt haben, sind normalerweise Gegenstand eines Kleinforschungsantrags bei der DFG und garantieren zwei Nachwuchswissenschaftlern eine halbe Stelle auf zwei Jahre hinaus. Ein entsprechendes Projekt würde die deutschen Steuerzahler mindestens 50.000 Euro kosten. Wir machen es nebenbei und gratis, abgesehen davon, dass wir einige Spenden von Lesern erhalten.

Was die Repräsentativität angeht – gähn … Wir verweisen auf den verlinkten Text.

Schließlich noch ein schöner Leserbrief

Anonymity“Hallo Frau Dr. Diefenbach, Herr Klein,

ich bin seit längerem interessierter Leser ihres Blogs. Ich schätze die klaren Analysen zu den verschiedensten Themen. Mit wissenschaftlichen Methoden, Logik und dem normalen Menschenverstand werden hier die Auswüchse in Wissenschaft, Politik und
in der Gesellschaft beleuchtet, die der Zeitgeist in unserem Land hervorbringt.

Dabei lassen sich immer wieder gut Entwicklungen erkennen, so daß man sich ein besseres Bild machen kann, wohin die Reise unserer Gesellschaft geht. Für mich persönlich besonders gut finde ich die klaren Argumentationen, die ich dann wiederum in Diskussionen verwenden kann, wenn man mal wieder mit Menschen konfrontiert wird, die eher glauben und behaupten als denken und argumentieren.

In ihren Beiträgen geht es nicht nur darum sich über Mißstände aufzuregen, sondern es wird herausgearbeitet warum es ein Mißstand ist und woran man ihn erkennt (Bsp. Genderideologie). Es werden Fehlschlüsse aufgezeigt, Argumente und Gegenargumente gesetzt sowie Wirkprinzipien aufgedeckt, die einen in die Lage versetzen, diese Dinge im Alltag zu erkennen und auch auf viele andere Bereiche und Situationen
übertragen zu können.

Ich finde es erschreckend, wie wenig Verstand doch unter den Menschen ist. Wieso meine ich das? Ich habe 20 Jahre DDR miterlebt. Damals in den alten Bundesländern gab es viele, die überlegen auf uns herablächelten, auf die Opfer einer sozialistischen Ideologie, und waren sich sicher, so etwas könnte ihnen niemals passieren. In den Neubundesländern haben viele Menschen sehr viele Jahre Erfahrung machen können, was es bedeutet, wenn sich das gesamte gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben unter eine Ideologie unterordnen muß. Und heute – 25 Jahre nach der Wiedervereinigung – werden Erstgenannte Opfer verschiedenster Ideologien (sozialistische, Gender, usw.), ohne es zu merken und oft sogar in vorauseilendem Gehorsam. Und viele Bürger in den neuen Bundesländern konnten ihre Erfahrungen nicht in Wissen und dann in entsprechendes Handeln ummünzen und lassen sich nun ebenfalls wieder von verschiedensten Ideologen blenden. Und so wird die Demokratie in Deutschland langsam aber sicher das Schicksal aller irdischen Dinge ereilen.

Ich habe bisher aus ihrem Blog sehr viel Feuer und Wissen in die Diskussionen in meinem Bekanntenkreis mitnehmen können – Dank dafür.

Daher unterstütze ich alle gern, die die Dinge offen ansprechen und aufmerksam machen. Für die Umsetzung weiterer Ideen – sie hatten das bei der Vorstellung des Spendenkontos angesprochen – wollte ich auf dieses ein paar Euro überwiesen. Allerdings ist das Spendenkonto nicht SEPA-fähig – so die Info der Sparkasse. Für eine Auslandsüberweisung benötige ich aber noch detaillierte Angaben: Adresse Kontoinhaber, Adresse Kreditinstitut.”

Vielen Dank für diese schöne Zuschrift. Was das Spendenkonto bei der Royal Bank of Scotland angeht, so ist es natürlich SEPA-fähig. Die Sparkassen in Deutschland nutzen die Tatsache, dass das Vereinigte Königreich nicht in der Eurozone liegt, aus, um ein wenig mehr Gewinn zu machen und erheben Gebühren, die z.B. die Deutsche Bank nicht erhebt. Es gibt eine sehr einfache Art, die Gebühren zu umgehen, die Banken auf Auslandsüberweisungen erheben, nämlich Transferwise. Wir haben mit Transferwise nur gute Erfahrungen gemacht und empfehlen es jedem, der sich mit dem Gedanken trägt, uns mit einer Spende zu unterstützen.

Das bringt uns zum Abschluss dieses Posts zu den Möglichkeiten, ScienceFiles zu unterstützen und damit auch automatisch SurveyNET, von dem O.S. denkt, man könne es nicht ohne Finanzierung auf die Beine stellen, weshalb er sicher zu den ersten und hoffentlich größten Spendern gehören wird:

Es gibt der Spende-Möglichkeiten drei:
Eine Spende über Paypal

Eine Überweisung auf unser Spendenkonto

  • Bank: Tescobank plc.
  • Accountname: ScienceFiles-Account
  • BIC: TPFGGB2EXXX
  • IBAN: GB40TPFG40642010588246
  • Kontoinhaber: Michael Klein

Ein Transfer auf unser Spendenkonto via Transferwise

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Ohne Liberalismus keine Wissenschaft

In unserer Blauen Reihe haben wir einen neuen Beitrag veröffentlicht, von dem wir denken, dass er nie so wichtig war, wie heute.

Denn heute finden sich an Universitäten alle möglichen Ideologen und Scharlatane, die ihre Position, die manche als “statushohe Position” wähnen, ausnutzen, um ihre Ideologie oder ihre Wunder-Erkenntnisse als Wissenschaft auszugeben und unters von ihnen als dumm verachtete Volk zu bringen.

Heute gibt es staatliche Eingriffe in die Wissenschaft, wie noch zu keinem Zeitpunkt in der Geschichte. Bürokraten planen, wie viele Stellen an Hochschulen für welche Zwecke vorhanden sein sollen. Ideologen bilden an Hochschulen ideologische Brückenköpfe und unterminieren auf diese Weise die wenigen Versuche, Wissenschaft zu betreiben, die es heute in den (Sozial-)Wissenschaften noch gibt.

Das Ergebnis dieser anti-wissenschaftlichen Interventionen kann jeder in Tageszeitungen sehen, in denen sich institutionalisierte Wissenschaftler, deren Wissenschaftlichkeit darin besteht, einen Lehrstuhl zu besetzen, die Wahrheiten verkünden und solche, die Bürger im Auftrag der politischen Korrektheit beschimpfen, um die entsprechenden Kolumnen schlagen.

Liberalismus_coverDas Ergebnis findet sich zudem in angeblich wissenschaftlichen Expertisen, deren einziger Zweck darin besteht, politisch Gewolltes mit dem Anschein der Wissenschaftlichkeit zu legitimieren, ein Zweck, für den sich institutionalisierte Wissenschaftler nur zu gerne gebrauchen lassen.

Die Aussichten für die (Sozial-)Wissenschaft, die sich aus diesen Missbräuchen ergeben, sind düster und für den Wissenschaftsstandort Deutschland noch düsterer. Mit dem Einzug von Ideologen, Marxisten, Sozialisten, Kommunitaristen, paternalistischen Anti-Liberalen und Genderisten wurde das Ende der (Sozial-)Wissenschaften eingeläutet.

Um zu verhindern, dass die deutsche (Sozial-)Wissenschaft in die vollkommene Bedeutungslosigkeit abgleitet und die institutionalisierte Wissenschaft sich zu einer totalen Institution entwickelt, in der nur noch Mainstream und politisch Korrektes gedacht werden darf, ist es notwendig sich der Tatsache zu erinnern, dass Wissenschaft ein liberales Unterfangen ist und entsprechend ohne Liberalismus Wissenschaft nicht möglich ist.

Der neue Beitrag in unserer Blauen Reihe führt Argumente zusammen, die zeigen, dass Wissenschaft nur in einem liberalen Geist und einem liberalen Umfeld möglich ist.

Der Beitrag Wissenschaft und Liberalismus kann hier heruntergeladen werden.

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Futurologie: Das bringt 2016

Selbstverständlich haben wir bei ScienceFiles auch einen Futurologen, einen Zukunftsforscher, der sein Ohr am Gras der Zeit hat und Letzteres wachsen hört. Wir haben ihn gebeten, zum Ende von 2015 doch vorherzusagen, welche Trends und Ereignisse die Sozialwissenschaften und angrenzende Wissenschaften im Jahr 2016 prägen bzw. heimsuchen werden.

crystal ballHier seine Prognosen (geordnet nach Fachbereichen), an denen wir ihn messen werden.

Historiker (Geschichtswissenschaften)

Nachdem sich Historiker jahrelang einer öffentlichen Ignoranz erfreuen konnten, stehen die Zeichen im Jahr 2016 auf Sturm, nein, auf Streit. Wie beim letzten Historikerstreit, so ist Herr Schickelgruber auch der Anlass für den neuerlichen Historikerstreit. Ist sein “Mein Kampf” nun das schlechteste und boshafteste Buch, das je geschrieben wurde, oder gebührt der Titel “furchtbarstes Werk aller Zeiten (fuWaZ) Lenins “Was tun” bzw. Stalins “Über die Opposition”?

Kulturwissenschaft

Die Kulturwissenschaften sehen 2016 einem Jahr der Wahrheit entgegen, einem Jahr, in dem auch der letzte Kulturwissenschaftler erkennen wird, dass das Ausleihen, manche sagen auch Stibitzen von Methoden, Theorien und Fragestellungen aus anderen Fachbereichen keine Grundlage ist, auf der sich ein eigenständiger Fachbereich bauen lässt.

Kriminologie

Kriminologen werden sich im Jahr 2016 verstärkt mit white collar crime und mit Kulturwissenschaftlern beschäftigen.

Betriebswirtschaftslehre

Es ist immer schwierig, für die Betriebswissenschaften oder BWL, wie sie liebevoll abgekürzt werden, eine Prognose zu machen. Zu diffus ist das Fach, zu selbstreferentiell die Tautologien, auf denen das Fach baut. Soviel sich derzeit sagen lässt, wird auch im Jahre 2016 die Diskussion darüber, ob die Nachfrage nach den Produkten eines Unternehmens wichtiger für den Unternehmenserfolg ist als die Höhe der Ausgaben für Marketing, viel Raum einnehmen. Wie all die Jahre zuvor, wird die Diskussion damit enden, dass sich die Marketing-Fraktion gegenüber der Nachfrage-Fraktion behauptet. Zudem stehen die Zeichen gut für die Schaffung eines neuen Marketing-Controllings, das ergebnis-zielorientiert darauf hinsteuern wird, dass die Nachfrage-Fraktion durch ihre Veröffentlichungen keinen Zwist mehr unter BWLern auslöst.

Psychologie

Psychologen werden sich 2016 verstärkt um Betriebswirte kümmern, ergebniszielorientiert versteht sich und vor dem Hintergrund, dass der DSM-VI um eine weitere Störung, nämlich die Schwall-Sucht ergänzt werden soll. Die Schwall-Sucht wiederum scheint unter Betriebswirten endemisch zu sein.

Volkswirtschaftslehre

2016 ist für die Volkswirtschaft das Jahr der Dilemmata. Da ist zunächst das Keynes-Dilemma, das die VWL nun schon seit den 1930er Jahren plagt: Wenn der Staat 10 Millionen ausgibt, und damit einen Wachstumsschub von 8 Millionen auslöst, dann macht der Staat 2 Millionen Verlust. Der Realwelt Verlust steht im Gegensatz zu den Voraussagen von Keynes. Ein existenzielles Dilemma. Auch das nächste Dilemma ist existenziell: Modelle, die auf Schätzungen aufbauen, resultieren in Schätzungen und nicht in Wahrheit, dieses auch als naives-Induktionsproblem der Willkür bezeichnete Dilemma hängt auch 2016 wie ein Damoklesschwert über den Vorhersagen der führenden VWL-Auguren – nicht, dass es sie hindern würde, vorherzusagen, was politisch-korrekt ist und wofür sie bezahlt werden.

Gender Studies

Gender Studies, die aufgrund des vorhandenen kognitiven und inhaltlichen Vakuums nicht nur der Fachvertreter Gefahr laufen, zu implodieren, werden durch einen sensationellen Fund am Leben erhalten: Auf den Sklavenmärkten des alten Roms gab es ein Gender Pay Gap. Für männliche Sklaven wurde im Durchschnitt 23% mehr bezahlt (unbereinigt und ohne Berücksichtigung der Verwendungsweise) als für weibliche Sklaven. Um diese historisch monumentale Ungerechtigkeit zu beseitigen, wird die Einrichtung eines Opferfonds gefordert, aus dem die Hinterbliebenen, die sich vornehmlich an der Humboldt und der Freien Universität in Berlin auf und im Umkreis von Gender-Lehrstühlen finden, lebenslang entschädigt werden sollen.

Politikwissenschaft

Die Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft wird sich pre-emptiv auflösen, um einer Machtergreifung durch Mitarbeiter des Wissenschaftszentrums Berlin zuvorzukommen. Die deutsche Gesellschaft für Politikwissenschaft soll sich nach bislang unbestätigten Berichten von Insidern bereits aufgelöst haben, wenn nicht, dann wird sie sich im Laufe des Jahres 2016 auflösen, wegen fehlender öffentlicher Anerkennung und Wirkung.

Historiker

Historiker streiten 2016 darüber, ob Machtübernahmen von Büchern ausgelöst werden oder ob staatlich finanzierte Institutionen notwendig sind, um Machtübernahmen zu initiieren.

Qualitative Sozialforschung

Im Bereich der qualitativen Sozialforschung bahnt sich ein Methodenstreit an. Grund ist die neuentwickelnde Methode der sich selbstbefragenden Fallstudie, bei der ein Forscher seine eigene Theorie durch die Befragung von sich selbst validiert. Der Hinweis des renommierten Sozialforschers Günter Einzelfall, der sich selbst zur Methode der Selbstbefragung befragt hat und zu dem Schluss gekommen ist, dass er sich aufgrund sozialer Erwünschtheit nicht trauen kann, wird zu erheblichen Konflikten führen.

Quantiative Sozial- und Umfrageforschung

Quantitative Umfrageforscher stehen 2016 vor zwei grundlegenden Problemen: (1) Ist eine zufällig gezogene Stichprobe, die zufällig nur 1000 Männer im Alter von 25 bis 35 Jahren umfasst, repräsentativ für die deutsche Gesellschaft oder müssen zur Herstellung von Repräsentativität ältere Männer hinzugewichtet werden?
(2) Der Chef von Forsa hat auf dem Münchner Oktoberfest bei einem Losverkäufer 1000 Lose gekauft. Darunter war kein Hauptgewinn. Hat die Betrugsklage des Forsa-Chefs vor dem Amtsgericht München Aussicht auf Erfolg?

Kriminologie

Kriminologen werden sich 2016 um Losverkäufer auf dem Münchner Oktoberfest kümmern.

Jura

Juristen stehen 2016 vor einem Berg von Problemen. Das neben der Festsetzung eines arbeitslosen Grundeinkommens von 4000 Euro netto für Juristen über die Neufassung des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes wichtigste Problem besteht in der Frage, ob ein straffälliger Anwalt, der einen Meineid begangen hat, um die tatsächliche Unschuld seines Mandanten auch zu beweisen, selbst belangt werden kann und wenn ja, weswegen.

Kriminologie und Psychologie

Kriminologen und Psychologen werden sich 2016 verstärkt um Juristen kümmern.

Liberaler Paternalismus

auch: Cass Sunsteinianismus. Cass Sunsteinianer haben entdeckt, dass der Grund dafür, dass Menschen suboptimale Entscheidungen in ihrem Leben treffen, darin zu finden ist, dass Menschen frei entscheiden können. Entsprechend steht 2016 im Zeichen der Unterordnung der Bürger unter die Entscheidungshilfe des Staates. Dem Grundsatz des paternalistischen Liberalismus entsprechend können Bürger wählen, ob sie sich unter staatliche Handlungsaufsicht begeben oder unter staatlicher Handlungsaufsicht verbleiben wollen. Es soll ja niemand gezwungen werden!

Soziologie

Auf dem 38. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, der 2016 in Bamberg stattfinden soll, bahnt sich Ärger an: Die Fraktion der Wut-Soziologen, Problem-Soziologen, auch pegida-Soziologen (postenlos, entrechtet, geringverdienend, illusionslos, demotiviert, alternativlos) genannt, die aus bestenfalls zeitlich befristeten Halbstellen-Inhabern in prekären Lebensverhältnissen besteht, wird den Aufstand proben und vom Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Soziologie eine ausreichende Beteiligung an den Devisenzahlungen des Bundes verlangen, die der Vorstand jährlich einstreicht. Ob der Aufstand vom Zentralkomitee der DGS durch die Schaffung von Besetzungsfreiheit auf Stellen an soziologischen Instituten, die derzeit nur auf Grundlage des richtigen Geschlechtsbuches vergeben werden, abgewendet werden kann, ist derzeit noch unklar.

Sozialarbeit 

Sozialarbeiter werden sich 2016 verstärkt um Wutsoziologen (oder Problemsoziologen) kümmern und versuchen, den gesellschaftlichen Randgestalten einen Weg auf den ersten Arbeitsmarkt zu weisen. Sollte dies scheitern, so haben Sozialarbeiter doch zumindest sich einen Weg auf den ersten Arbeitsmarkt gewiesen.

Medienwissenschaft

Für Medienwissenschaftler ist 2016 ein entscheidendes Jahr. Bislang konnten sie noch zu den Lügenpresse-Vorwürfen schweigen. 2016 müssen sie sich dazu stellen. Zwei Fraktionen zeichnen sich ab: Eine Fraktion ist bereit, den Fachbereich in Lügenpressenwissenschaft umzubenennen, eine Fraktion tendiert dazu, den Fachbereich in Wut-Medienwissenschaft umzubenennen.

Evolutionspsychologie

Evolutionspsychologen werden auch 2016 mit dem Problem ringen, dass ihre einfachen Modelle der Komplexität der Wirklichkeit, die sich z.B. im Unterschied zwischen Hans Maier und Karl Müller (beide kinderlos trotz egoistischem Gen) niederschlägt, nicht gerecht werden.

Klimaforschung (Kosmoklimatologie)

Klimaforscher lachen – auch 2016. Angesichts der Effekte, die kosmologische Einflüsse auf das Erdwetter haben, von interstellaren Staubwolken, über Sonnen-Eruptionen bis hin zum Magnetfeld der Erde, können sie nicht anders als zu lachen, ob der Annahme, menschliche Aktivitäten hätten einen erheblichen Einfluss auf Veränderungen des Klimas, wie sie durch die genannten Phänomene hervorgerufen werden. “Eine Badewanne voller Wasser macht keinen Tsunami”, so ein beliebtes Bonmot der erheiterten Klimatologen.

Archäologie

Archäologen werden auch 2016 Unmengen ritueller Gefäße und Opferbecken ausgraben, mit denen sie ihrer Phantasie der blutrünstigen Alten freien Lauf lassen. Und auch 2016 werden sie nicht zugeben, dass der Kopf der Nofretete eine Fälschung ist, für die vermutlich die Frau von Ludwig Borchardt Modell gestanden hat.

Soweit die Vorhersagen des ScienceFiles-Futurologen. Wir können uns hier nur anschließen und unsererseits die Gewissheit verbreiten, dass 2016 kommen wird, ob wir wollen oder nicht und dass es deshalb besser ist, sich damit abzufinden und allen Lesern ein

Frohes Neues Jahr

zu wünschen.

In weiser Voraussicht haben wir ein prognostisches Werk der britischen Futurologentruppe “Spitting Images” aus dem Archiv geholt. Es zeigt treffsicher, welche Diskussion das Jahr 2016 prägen wird.

Auch 2016 kann Unterstützung ScienceFiles nicht schaden!

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Auf den Spuren von ScienceFiles durchs neue Jahr

In 41 Tagen ist das Jahr zuende. 2016 naht schon, 2015 liegt in den letzten Zügen.

Wir haben uns für das Neue Jahr und für die Leser von ScienceFiles etwas Besonderes ausgedacht.
HD_Calendar_teaserZunächst haben wir Dr. habil. Heike Diefenbach dazu überredet, einen ihrer tollen Kalender von Wales nur für ScienceFiles zu erstellen. Daraus ist ein Kalender geworden, der Wales zeigt, wie es wirklich ist, ungeschminkt und in Farbe (aber ohne Polfilter :) ), wie man sagen könnte. Auf 12 Bildern ist der Charme eines Landes eingefangen, dem wir vollkommen erlegen sind.

Heike_KalenderDas wilde Wales findet sich neben dem gezähmten Wales, das mystische Wales neben dem historischen und das nüchterne neben dem verträumten. Kurz: Die Bilder fangen unser Wales ein, wie wir es täglich sehen und erleben.

Damit nicht genug: Leser von ScienceFiles erhalten mit diesem Kalender die Möglichkeit versteckte Flecken und Orte abseits der Touristentrails zu entdecken und quasi auf den Spuren von ScienceFiles Wales zu erkunden.

Und wie immer ist mit diesem Angebot die Möglichkeit verbunden, ScienceFiles zu unterstützen.

36,2cm mal 27,94cm im Vollfarbdruck, als Wandkalender zum Aufklappen, beidseitig bedruckt, zuzüglich einer Unterstützung für ScienceFiles, gibt es per Bestellung (gegen Vorkasse) bei uns für 40 Euro (inklusive Versand) zu erwerben.

Wer auf den Spuren von ScienceFiles durch 2016 gehen und zudem Wales ungefiltert und in Farbe erleben will, der kann dies über das Bestellformular tun.

Wir liefern, solange der Vorrat reicht.

Der Deutschen Angst vor Fakten

Es gibt einen sehr guten wissenschaftlichen Text, in dem gezeigt wird, dass die Migranten, die nach Deutschland und in andere Länder Westeuropas gekommen sind, die entsprechenden Aufnahmegesellschaften heute nicht unterschichten, sondern im Gegenteil deren Mittelschicht nach oben verlängern. Entsprechend dieser Daten kann man also nicht wohlwollend auf die dummen Migranten, die nun seit mehreren Generationen in Deutschland nicht vom Fleck kommen, heruntersehen. Im Gegenteil, viele sehen sich mit Migranten konfrontiert, die einen sozial höheren Status haben als sie selbst.

Das darf natürlich nicht sein. Deshalb wurde der entsprechende Text, der uns vorliegt, von deutschen, angeblich wissenschaftlichen Zeitschriften abgelehnt. Nichts gefährdet den deutschen Drehstuhl-Akademiker in seinen 8 Quadratmetern heiler Hochschulwelt mehr als ein Einbruch von Fakten, ein Einbruch der Wirklichkeit, der liebevoll und jahrzehntelang gepflegte Vorurteile vernichtet – einfach so.

Und als wäre die beschriebene Bornierung von Akademikern nicht ausreichend, so kommt nun noch eine “Ich-will-es-aber-gar-nicht-wissen”-Attitüde bei ausgerechnet einigen unserer Kommentatoren hinzu.

Was ist geschehen?

ScienceFiles-Umfrage-refugeesWir haben uns aufgemacht, Fakten zu sammeln. Fakten über Flüchtlinge, über das Bildungsniveau von Flüchtlingen, denn derzeit wird viel über Flüchtlinge diskutiert und viele Ressourcen werden bereitgestellt, um Flüchtlinge z.B. in Hochschulen zu integrieren, ohne dass irgend etwas über die Flüchtlinge bekannt ist, was bekannt sein müsste, wollte man den derzeitigen Aktivismus zu einer sorgfältig geplanten und bedachten Aktion machen.

Das Bildungsniveau und die Qualifikationen von Flüchtlingen, sie sind vollständig unbekannt. Entsprechend haben wir einen Fragebogen in deutscher, englischer und arabischer Sprache entworfen, um diese Informationen, die man bei der Erstregistrierung von Flüchtlingen problemlos hätte erheben können, wenn man das gewollt hätte bzw. die Kompetenzen gehabt hätte, einen entsprechenden Fragebogen zu erstellen, zumindest nachträglich und als Näherungswert zu erheben.

Denn: Jede rudimentäre Information ist besser als gar keine Information.

Und genau diese rudimentäre Information, die wir nun sammeln wollen, die scheint einige Kommentatoren zu verängstigen. Entsprechend kommen die abstrusesten Vorträge dazu, warum die Befragung nicht durchführbar oder nicht vollständig oder nicht gut ist.

“Die neuangekommenen Flüchtlinge lesen ScienceFiles nicht.”

Das wissen wir. Deshalb haben wir die Befragung nicht nur auf ScienceFiles verbreitet.

Viele Flüchtlinge sind Analphabeten, so wird im Brustton der Überzeugung von denen verkündet, die auf Mutmaßungen und Halbwissen zurückgreifen.

Dass manche Flüchtlinge Analphabeten sind, ändert nichts daran, dass die Mehrheit das nicht ist und man entsprechend Informationen über die Mehrheit minus der Analphabeten gewinnen kann. Abermals sind rudimentäre Informationen besser als keine Informationen. Im übrigen sind Syrer in der Regel und entgegen den Informationen, die aus welchen obskuren Quellen auch immer stammen, zumindest sekundär gebildet, d.h. haben mindestens 9 Jahre Schule hinter sich. Und wie jeder leicht in Erfahrung bringen kann, der das Worldfactbook bedienen kann, liegt die Analphabetenquote bei männlichen Syrern bei 8,3%, und es sind ja hauptsächlich männliche Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen. (Ob diejenigen, die das Worldfactbook nicht bedienen können oder wollen nun funktionale Analphabeten oder Faktenphobe oder beides sind, das lassen wir einmal dahingestellt.)

Die Angaben zum Fragebogen sind Selbstauskünfte.

Richtig. Wenn man eine Frage stellt, dann ist die Antwort, die der gibt, dem sie gestellt wurde, eine Selbstauskunft. Das ist nicht weiter verwunderlich und nur für diejenigen ein Problem, die davon ausgehen, dass die Befragten, die uns antworten, lügen. Um diese Annahme zu machen, muss man schon ein gerüttelt Maß an Boshaftigkeit und Verachtung in sich beherbergen, denn die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig. Es bedarf entsprechend der Motivation, an einer Befragung teilzunehmen, um absichtlich falsche Angaben zu machen. Wozu sollte man eine solche Motivation entwickeln? Vielleicht kann der, der diese Idee entwickelt hat, uns hier weiterhelfen. Er scheint Einsichten zu haben, die uns zum Glück verschlossen sind.

Besonders bitter ist dieser Einwand:

“Die letzte Frage in Ihrem Fragebogen hätte lauten müssen, ‘Können sie die von Ihnen gemachten Angaben durch irgendwelche Dokumente oder andere Quellen belegen.’ Wäre die Antwort ‘Nein’, könnte man den Fragebogen gleich vernichten.”

Das schreibt ein Kommentator mit dem Pseudonym “mitmirnicht”, also ein anonymer Kommentator, dessen Vorschlag wir insofern folgen, als wir alle Kommentare, die von seiner IP abgesetzt werden, in Zukunft sofort löschen werden. Schließlich sind keinerlei Dokumente vorhanden, die die Gültigkeit seiner Aussagen, geschweige denn seine Identität belegen würden.

Zum Abschluss der Balsam:

Modern_chaise_longueDaten sind gar nicht schlimm. Wenn man Daten hat, kann man planen. Sicher, Daten können Vorurteilen widersprechen, aber wie lange kann man sich denn Vorurteile leisten, die nicht mit der Realität übereinstimmen? Was nützt es, sich einzubilden, die meisten Flüchtlinge seine gedungene Mörder im Auftrag von IS, wenn beim nächsten Unfall sich der Unfallarzt als Syrer entpuppt, der vor ein paar Monaten nach Deutschland gekommen ist? Was nützt es, sich vorzumachen, die meisten Füchtlinge seien Analphabeten, wenn eben diese meisten Füchtlinge deutsche Hartz IV Empfänger in Windeseile überholen und sich ein einträgliches Auskommen auf dem Arbeitsmarkt sichern?

Es ist immer besser, im Einklang mit der Realität zu leben und Vorurteile, sofern sie nicht zur Realität passen, fallen zu lassen. Und gesünder ist es auch.

Wer kommt da eigentlich? Eine ScienceFiles-Befragung von Flüchtlingen

In der 133. Sitzung hat der Bundestag am 5. November 2015 u.a. über einen Antrag der Grünen mit dem Titel “Vielfalt stärkt Wissenschaft – Studienchancen für Flüchtlinge schaffen”, debattiert.

WWS ScienceFilesDie Debatte offenbart, dass deutsche Politiker auch oder gerade wenn sie über keinerlei Informationen verfügen, debattieren und diskutieren können, im faktenfreien Raum, wenn man so will. Wie wir nicht müde werden festzustellen, gibt es keinerlei Daten, die etwas über das Bildungsniveau und die Kompetenzen derer aussagen, die als Flüchtlinge nach Deutschland kommen.

Insofern macht es eigentlich wenig Sinn, mit ad-hoc-Aktionen an Universitäten Ressourcen zu binden, von denen niemand weiß, ob die damit geschaffenen Angebote nachgefragt werden, wenn ja, in welchem Ausmaß sie nachgefragt werden, und von wem sie nachgefragt werden.

Die nicht vorhandene Kenntnis hindert deutsche Politiker nicht daran, mit zum Teil absurden Schlüssen Forderungen zu begründen. So sagte z.B. Kai Gehring von Bündnis 90/ Die Grünen in der Debatte Folgendes:

“Niemand weiß genau, wie viele Flüchtlinge ein Studium aufnehmen können und aufnehmen wollen. Fakt ist aber: Es werden einige Zehntausend sein.”

Ein Widerspruch wie man ihn kaum schöner formulieren kann: wir wissen nichts genau und daraus folgt, dass wir es ganz genau wissen.

Bei Cemile Giousouf von der CDU/CSU hat die entsprechende Unkenntnis darüber, welches Bildungsniveau die Flüchtlinge haben, den folgenden verbalen Ausdruck gefunden:

“Es wäre zu wünschen, dass die Bundesagentur für Arbeit und das BAMF [Bundesamt für Migration und Flüchtlinge] eine systematische Erfassung der Qualifikationen – am besten bereits in den Erstaufnahmeeinrichtungen – etablieren. So aber sind wir auf Schätzungen angewiesen. Wir gehen davon aus, dass allein im Jahr 2015 circa 20.000 bis 50.000 Personen dieser Gruppe für die Aufnahme eines Studiums qualifiziert sind …”

Das ist eine andere Art zu sagen, dass die Bundesregierung wie alle anderen Beteiligten nichts weiß, keine Ahnung vom Bildungsniveau der Flüchtlinge hat. Und wenn man nichts weiß, dann geht man davon aus, dass …. Warum? Warum nicht? Gehen wir also von 20.000 bis 50.000 zusätzlichen Studenten aus. Eine prima Schätzung mit einem Fehlerbereich von 150%.

Wie es zu dieser Schätzung gekommen ist, das wollen wir an dieser Stelle lieber nicht fragen.

Nein, wir sind an dieser Stelle produktiv.

Wir haben das erstellt, was man bei der Bundesregierung, bei der Bundesagentur für Arbeit oder beim BAMF nicht in der Lage ist, zu erstellen: Einen kurzen Fragebogen, mit dem das Qualifikationsniveau von Flüchtlingen erfragt wird, und zwar in deutscher, englischer und arabischer Sprache.

Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Nadir S. Ahmet, der sich in Windeseile und ohne Wenn und Aber bereit erklärt hat, unseren Fragebogen ins Arabische zu übersetzen.

Der folgende Link ist zur Verbreitung gedacht. Er führt zur
ScienceFiles-Umfrage zum Qualifikationsniveau von Flüchtlingen / ScienceFiles-Poll: Refugees’ Level of Education / استمارة استبيان للاجئي

Link zur ScienceFiles-Umfrage:

http://www.q-set.de/q-set.php?sCode=VFWGGANMFGTW

Wir wenden uns mit dieser Umfrage an Flüchtlinge und hoffen, dass die Flüchtlinge, die uns lesen, den kurzen Fragebogen ausfüllen und weiterverbreiten. Wir bitten zudem unsere Leser dabei mitzuhelfen, diese Umfrage zu verbreiten, damit es zumindest rudimentäre Informationen dazu gibt, welche Qualifikation(en) und Kenntnisse die Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, mitbringen.

ScienceFiles-Umfrage-refugees

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Es ist da: Das ScienceFiles Gender-Studies T-Shirt!

Stammleser werden sich erinnern: Wir hatten einen Wettbewerb!

Gesucht wurden die besten Sprüche zu Gender Studies, die T-Shirt fähig sind.

Denn: In den Gender Studies werden T-Shirt-Sprüche analysiert, und damit den Gender Studierern nicht das Analysematerial ausgeht und sie so gar nicht mehr wissen, was sie tun sollen, am Ende noch in eine Gender Apathie verfallen oder – schlimmer noch – sich ein anderes Analysefeld suchen, also nicht T-Shirts, sondern, Taschentücher oder Bettbezüge oder Heizdecken analysieren, deshalb sorgen wir dafür, dass den Gender Studierern der Analysestoff nicht ausgeht.

Damit Sie sich so richtig berauschen können, am Analysestoff, haben wir unsere Leser aufgefordert, Sprüche für T-Shirts zu produzieren. Leichtsinniger Weise haben wir versprochen, den besten Spruch auf ein T-Shirt zu drucken und es dem entsprechenden Gender-Studies Spruch-Experten zu schicken.

Nun, es war leichtfertig, denn wir konnten uns nicht so richtig auf einen Frontrunner einigen. Deshalb haben wir zwei:

  1. Gender Studies? Dummheit ist kein Menschenrecht! von EO v. Waterbrunn;

Und:

  1. Gender Studies? Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht! von Hannes

EO v. Waterbrunn und Hannes bekommen also von uns ein T-Shirt, weshalb wir beide bitten, sich per eMail an uns zu wenden und uns ihre Adresse, sowie die gewünschte Größe mitzuteilen.

Alle anderen haben natürlich auch die Möglichkeit, die grandiosen und exklusiven ScienceFiles Gender-Studies T-Shirts als Body-Art zur Schau zu stellen und dazu beizutragen, dass Gender Studiererer etwas zu analysieren haben.

Weil wir so große Probleme hatten, eine Auswahl aus den vielen guten T-Shirt-Sprüchen zu treffen, haben wir uns entschieden, das ScienceFiles Gender- Studies T-Shirt in fünf Motiven, vier Größen und dennoch immer zum selben Preis von 27,50 Euro (plus Versandkosten) anzubieten, und zwar immer als Ringer T-Shirt.

Das sieht dann wie folgt aus:

Gender Studies T Shirt

Wer ein ScienceFiles Gender-Studies T-Shirt erwerben und damit analytisches Material für Gender Studierer bereitstellen will, der kann dies über das Formular am Ende dieses Post tun. Und damit das nicht alles den Gender Studierern zu gute kommt, ist im Preis für ein T-Shirt auch ein kleiner Anteil von rund £5 (je nach Wechselkurs) “ScienceFiles-Förderung” enthalten.

KANALEquality JETZT

Jetzt machen wir Ernst:

KANALEquality – Wandel gestalten – für Frauen und Männer

Kanalequality

Ihr Engagement

Gestalten Sie gemeinsam mit uns den Wandel in Deutschland – hin zu einem ausgewogenen Verhältnis von Frauen und Männern in den Kanälen der deutschen Städte und Gemeinden. Unterstützen Sie die Initiative “KANALEquality” und nehmen Sie an unseren deutschlandweiten Veranstaltungen teil.

Unsere Aktivitäten

Um unserem Anspruch gerecht zu werden, gehen wir neue Wege. Wir setzen dort an, wo Entscheidungen darüber, wer heute in den Kanal steigt und die Verstopfung an Abzweigung b1 beseitigt, getroffen werden: Wir schärfen insbesondere auf den Entscheidungsebenen der für die Kanalarbeit Verantwortlichen das Bewusstsein dafür, wie tief verankerte Rollenstereotype die Kommunikation und das Verhalten beeinflussen können. Wir geben den für die Kanalarbeit Verantwortlichen unter anderem in Trainingsprorgammen Techniken an die Hand, um diesen Einfluss zu erkennen und gegenzusteuern, gemäß dem Motto: Frauen in den Kanalschacht – für ausgewogene Kanalarbeit! KANALEquality Jetzt!

Gleichzeitig platziert die Initiative das Thema bei Konferenzen und Messen und entwickelt eigene Formate wie Roundtables und Dialogveranstaltungen. Zu diesen werden wir ganz unterschiedliche Zielgruppen einladen. Denn neben den für die Kanalarbeit Verantwortlichen wollen wir auch die Kanalarbeiter von morgen sensibilisieren, etwa Schülerinnen und Schüler, Studierende oder Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger.

Bei unseren Aktivitäten setzen wir auf Praxisnähe und sektoral übergreifende Zusammenarbeit: Indem wir Erfahrungen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik verknüpfen, können wir den Bewusstseinswandel in der gesamten Gesellschaft bestmöglich vorantreiben.

Unser Anspruch

Wir setzen uns für ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis bei Kanalarbeitern ein. Denn Deutschland kann es sich nicht leisten, gut ausgebildete Talente nur oberirdisch zu beschäftigen. Nur wenn jede Person – egal ob Mann oder Frau – die Chance hat, an der für die Gesellschaft so grundlegend wichtigen Kanalarbeit mitzuwirken, nutzen wir als Gesellschaft unsere Ressourcen und unser Potential an neuen Ideen.

Wir wollen daher einen grundlegenden Wandel der Arbeitswelt anstoßen: Unser Ziel ist es, in Unternehmen und Institutionen eine neue Kultur der Wertschätzung für Kanalarbeit zu etablieren!

Unsere Gründungsmitglieder:

Dr. habil. Heike Diefenbach, ScienceFiles, international bekannte, strickende und katzenliebhabende Wissenschaftlerin, die die Wichtigkeit einer ausgewogenen Kanalarbeit nicht nur aus weiblicher, sozialwissenschaftlicher, stricktechnischer und katzenliebender Perspektive, sondern aus noch viel mehr Perspektiven argumentieren kann.

Michael Klein, ScienceFiles, international unbekannter, nicht strickender, aber katzenliebhabender Unternehmer, dem sich die Wichtigkeit der ausgewogenen Kanalarbeit erschlossen hat, als er zum ersten Mal mit einem verstopften Abfluss konfrontiert war, von wegen: “… was ist denn schon dabei, da nimmt man Abfluss-Frei, das macht den Abfluss frei” und so… Ha!

Enrico, erfahrener 50:50-Aktivist, der sich seit Jahren für die Belange auch in der Kanalarbeit nicht berücksichtigter gesellschaftlicher Gruppen stark macht. Seine Erfahrung in der Quotierung von allem und jedem ist für KANALEquality JETZT von großer Wichtigkeit, und: Enrico kann stricken.

Unsere Leser sind aufgerufen, weitere Gründungsmitglieder zu stellen, denn unsere revolutionäre Bewegung, die den grundlegenden gesellschaftlichen Wandel bei der Kanalarbeit, also den Wandel von Kultur, Rollenstereotypen und allem, was uns heilig ist, anstrebt, braucht Nachhalt, und Nachhalt schafft man am besten mit Zahlen. Wenn wir erst zum Movement geworden sind, dem sich 100, 1000, nein 1000000, denen die gesellschaftliche Bedeutung ausgewogener Kanalarbeit bewusst ist, angeschlossen haben, dann ist die ausgewogene Kanalarbeit nicht mehr aufzuhalten.

Viva la Revolútion.

Es lebe die ausgewogene Kanalarbeit.

KANALEquality Jetzt!

Wanted: Person des öffentlichen Lebens, die den Schirm über uns hält – keine besondere Qualifikation notwendig.

Unser Geschenk für Gründungsmitglieder:

Die Methode ScienceFiles: eine Erfolgsgeschichte

Es gibt ja Wissenschaftler, die argumentieren, dass Wissenschaft eine Fachsprache benötige, um die komplizierten Gedanken und Konzepte auszudrücken, Konzepte wie z.B. Intersektionalität, also das, was andere als Cross-Cutting Cleavages oder als Schnittmenge oder schlicht als Überlappung beschreiben.

Und weil die Konzepte so kompliziert seien, dass selbst diejenigen, die sich ihrer bedienten, kaum wüssten, was sie da bedienten und vor allem, was sie aussagten, wenn sie sich dieser Konzepte bedienten, deshalb sei es ganz undenkbar, dass man die tiefen Gedanken, die Eingang in so unglaublich komplexe Ausführungen wie die folgende gefunden haben, für Nicht-Initiierte übersetzt:

“Die ursprüngliche Einsicht Hegels besteht darin, dass Ich als Selbstbewusstsein nur begriffen werden kann, wenn es Geist ist, d. h. wenn es von der Subjektivität zur Objektivität eines Allgemeinen übergeht, in dem auf Basis der Gegenseitigkeit die als nichtidentisch sich wissenden Objekte vereinigt sind.”

Was Habermas, von dem dieses spröde Zitat stammt [aus: Arbeit und Interaktion. Bemerkungen zu Hegels Jenenser Philosophie des Geistes], schreiben will, ist schlicht: Ob jemand selbstbewusst ist, das sieht man an seinen Handlungen.

Much ado about nothing.

Aber so sind sie die deutschen Nachfolgehegelianer, die mit dem Meister eines gemein haben: eine aufgeblasene Sprache, deren Zweck darin besteht, den dünnen, oftmals an Simplizität kaum zu unterbietenden Gedanken so zu verpacken, dass es aussieht, als würde ein hyperintelligenter Denker, seine hyperintelligenten Gedanken in einer hyperintelligenten Sprache verewigen (und gleichzeitig der Nachwelt jedem Verständnis entziehen).

ScienceFiles ist u.a. angetreten, um diesem Brimborium, dieser Vorspiegelung nicht vorhandener wisssenschaftlicher Tatsachen eine Ende zu bereiten.

Es ist uns gelungen.

Neben denen, die viel Worte oder Wortschöpfungen benutzen, um ganz wenig zu sagen, wenn sie überhaupt etwas sagen, gibt es noch die, die Wissenschaft als Feigenblatt benutzen, hinter dem sie die Blöße ihrer Ideologie verstecken. Diesen Camäleons, die sich wie Wissenschaftler anstreichen, denen aber der Kern dessen, was Wissenschaft ausmacht, die Methode, die Überzeugung, das Feuer und die Leidenschaft fehlt, ziehen wir regelmäßig das Feigenblatt weg, egal, ob sie im Gewandt der Gender-Kultisten, als Sozialisten, Armutsprofiteuere oder als Rechte verkleidet daherkommen.

Auch hier sind wir erfolgreich.

Schließlich gibt es regelmäßig Beiträge auf ScienceFiles mit den Ergebnissen unserer Forschung, Beiträge, in denen wir Einblicke in unsere derzeitige Arbeit geben, z.B. zeigen, dass mit zunehmender Linkslastigkeit von Landesregierungen ein schlechteres schulisches Abschneiden von Jungen einhergeht.

Auch hier gelingt es uns, dieses Mal unsere Forschung in verständlicher Weise darzustellen.

Ja.

Zufriedenheit soweit man schaut, in der ScienceFiles-Redaktion.

Was fehlt?

Ah, die Belege dafür, dass uns gelungen ist, was wir behaupten.

Teads RankingNun, wir haben es als Blog, das keinerlei finanzielle Unterstützung (abgesehen von gelegentlichen Spenden unserer Leser) erhält, geschafft, alle institutionellen, institutionalisierten und sonstwie alimentierten Blogs, die sich mit Wissenschaft beschäftigen, nunmehr seit sieben Monaten hinter uns zu lassen.

Seit sieben Monaten sind wir kontinuierlich die Nummer 1 der Blogcharts der Wissenschaftsblogs und fast ebenso lange halten wir uns unter den Top-100 deutschen Blogs (derzeit auf Platz 40).

Dafür bedanken wir uns an dieser Stelle bei allen Lesern recht herzlich.

Dieser Erfolg belegt eindrücklich, dass wir einen Nerv treffen und die Methode “ScienceFiles” ein Erfolgsrezept ist. Und es ist erstaunlich, betreiben wir ScienceFiles doch nach wie vor nebenbei, immer dann, wenn wir Zeit dafür haben und machen alles selbst, von der Technik bis zum Inhalt.

Und wisst Ihr was, liebe Leser, wir sind stolz auf das, was wir geschafft haben.

Und feiern uns ein wenig: