Politische Laiendarsteller: Vom Abhören der Abhörer

Politik ist ein Spektakel inszeniert für die Massen. Politiker sind die mehr oder weniger schlechten Schauspieler, die bezahlt werden, um Bürger zu unterhalten. Bürger sind das Publikum, das in Wahlen angehalten ist, die Qualität der vergangenen Darstellung zu bewerten. Wahlen sind demnach Ratings für vergangene politische Aufführungen.

Goffman TheaterDiese Thesen sollten für all jene attraktiv sein, die denken, soziale Kategorien, soziale Rollen und soziale Normen seien verhandelt oder verhandelbar und nicht in Stein gemeißelt. So hat z.B. Erving Goffman, den Genderisten gerne missbrauchen, um ihre verqueere Weltsicht an die Frau zu bringen, das Leben als Theaterspiel konzipiert, bei dem es darum gehe, eine glaubwürdige Darstellung zu geben, und zwar auf der Vorderbühne, die von allen einsehbar ist.

Das übrigens ist eines der Probleme, das diejenigen, die Privates auf die Vorderbühne zerren wollen, die z.B. ihre Sexualität in aller Öffentlichkeit ausleben und anderen auf die Nase drücken wollen, lösen müssen. Darstellungen auf der Vorderbühne müssen glaubwürdig sein, sonst macht man sich zum Gespött der Leute. Und Darstellungen sind immer dann glaubwürdig, wenn Handlung und Akteur im Einklang stehen und wenn sich der Akteur durch Konsistenz und Authentizität auszeichnet.

Konsistenz und Authentizität, Einklang zwischen Handlung und Akteur, das sind die drei Kriterien, anhand derer entschieden wird, ob eine politische Darstellung gelungen ist oder misslungen ist, ob sie glaubwürdig ist.

Für politische Darsteller und bezogen auf die Vorderbühne der Darstellung heißt dies: Sich nicht widersprechen, jedenfalls nicht in zu großer zeitlicher Nähe (Konsistenz), das, was man anderen als Verhalten auferlegt (z.B. durch Strafgesetze, die delinquentes Verhalten unter Strafe stellen), zumindest auf der Vorderbühne einhalten. Sich nach Möglichkeit nicht dabei erwischen lassen, das eine zu predigen und das andere zu tun, also nach Möglichkeit nicht andere dahingehend kontrollieren, ob sie sich aufrichtig und korrekt verhalten und in der Freizeit Nacktbildchen von Jungen auf den Dienstcomputer spielen. Und, am schwierigsten überhaupt, seine politische Rolle so gestalten, dass das Publikum den Eindruck hat, man sei so, spiele sich selbst und nicht jemanden, den man anderen vorgaukelt, damit sie ihn wählen.

Politische Darstellungen sind immer dann einfach, wenn man Emotionen auf der eigenen Seite hat, sich z.B. auf einem Strom der Entrüstung treiben lassen kann, so wie dies im Hinblick auf das Ausspähen deutscher Politiker durch die US-amerikanische NSA der Fall war. Eine solche Darstellung ist einfach. Die deutsche Vorstellung davon, was unter Freunden geht und was nicht, ist rein und ohne Misstrauen. Es ist gerade die deutsche Definition von Freund, dass man ihm alles erzählen, sich ihm öffen kann, ihn zu einem Mitwisser der tiefsten innersten Geheimnisse machen kann, die tief in der eigenen Psyche vergraben sind, dass man ihn, mit anderen Worten, missbrauchen kann.

Dass ein Freund das, was man ihm anvertraut, weiterzählen könnte oder gar Dinge, die man ihm erzählt nicht glaubt, ihnen misstraut und sich lieber unabhängige Belege für Behauptungen einholt, das ist in der deutschen Konzeption von Freund, der man auf Biegen und Brechen zu sein hat, nicht vorgesehen, ebenso wenig wie Kritik, denn wer kritisiert, der ist kein Freund.

Twinkle BrothersDiese Idealisierung eines reinen romantischen Urzustands, den es in der Realität nicht gibt, die aber dennoch der Konzeption von “Freund” bei vielen unterliegt, ist ein mächtiges Mittel, wenn man es gegen die USA in die Waagschale werfen kann, jene finstere Macht, die den deutschen Freund verraten hat. Es ist somit kein Wunder, dass die Vokabel des “Freundes” eine der am häufigsten im Zusammenhang mit den Ausspähungen durch die NSA gebrauchten ist. Die politische Darstellung, die entsprechend von der politischen Laienspielschar gegeben wurde, war die des enttäuschten und verratenen Freundes, der trotz seiner Bürgschaft im Regen stehen gelassen und dem Scharfrichter übergeben wurde.

Dumm nur, wenn sich herausstellt, dass nicht ein Freund den anderen verraten hat, sondern beide Freunde sich so sehr misstrauen, dass sie sich gegenseitig ausspähen. Nun wird die politische Darstellung zu einem Problem. Nun ist eine Performance gefragt, die zwischen Heuchelei und Lüge balanciert und dabei versucht, glaubwürdig zu sein.

Nehmen wir z.B. die “möglichen BND-Aktivitäten” im Land des zentralen NATO-Freundes Türkei. Die hält der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses”, Wolfgang Bosbach, für “verständlich”, sicherlich, so spekuliert er, gebe es “gute Gründe”, dafür. “Gute Gründe” machen mit Sicherheit auch die US-Amerikaner für ihr Ausspähen deutscher Politiker geltend. Immerhin werden Ressourcen aufgewendet, um auszuspähen, und das macht man in der Regel nur, wenn man sich einen Nutzen verspricht. Gute Gründe als Ausnahmeregel für den vermeintlichen Verrat unter Freunden, funktionieren entsprechend in beide Richtungen und können nicht, wie Bosbach dies vorhat, differenziell, einmal angewendet und einmal nicht angewendet werden.

Jürgen Trittin, immer gut, wenn es darum geht, ein Haar zu spalten, weiß besseres. Er kennt einen Unterschied zwischen dem deutschen Ausspähen US-amerikanischer Politiker und dem US-amerikanischen Ausspähen deutscher Politiker:  “Was Kerry und Clinton betreffe”, so berichtet die ARD mit Bezug auf Trittin im Original, “sei ein zufälliges Mithören von Ministertelefonaten wiederum etwas anderes als das systematische Ausspähen des Parteihandys von Bundeskanzlerin Angela Merkel”.

Die Trittinsche moralische Oberhoheit basiert also auf zwei Variablen: Versehen (Zufall) und Systematik (kein Zufall). Versehen ist, dass der BND US-amerikanische Telefongespräche abhört, denn unter Freunden tut man so etwas ja nicht. Systematik ist es, wenn die NSA das Handy von Frau Merkel abhört.

Authentizität, Konsistenz und Widerspruchsfreiheit waren die drei Kriterien, die eine gelungene Darstellung ausmachen. Sie alle sind notwendig, um das Oberziel der Darstellung, die Glaubwürdigkeit zu erreichen. Man wird Trittin schwerlich Authentizität absprechen können. Wann immer man denkt, es gibt keine Möglichkeit, etwas noch Abstruseres vorzutragen, findet Trittin eine ebensolche und insofern ist er auch dieses Mal konsistent mit sich selbst.

Die Widerspruchsfreiheit ist entsprechend der Knackpunkt seiner Darstellung, die erreichen will, dass die Mitglieder des Auditoriums denken, was Trittin sagt, sei wahr. Also jongliert Trittin mit einem versehentlichen Abhören und einem systematischen. Sprachlich mag es gelingen, den Widerspruch aufzulösen. Deutsche sind oft nur allzu willig, eigene Fehlleistungen als Versehen oder Fehler oder ungewollt abzutun, so als würde dies etwas an der Tatsache der Fehlleistung ändern. Hier wirkt offensichtlich der katholische Beichtstuhl in den öffentlichen Diskurs. Aber wie hat man sich ein versehentliches Abhören von Handys vorzustellen?

Ein Gedankenexperiment:

Alles ein Versehen...

Alles ein Versehen…

Jürgen T. ist beim BND dafür zuständig, Telefongespräche von Freunden, die man abhört, weil es “sicherlich gute Gründe” dafür gibt, abzuhören. T. tuned durch die Frequenzen und kommt zufällig bei Clinton und Kerry an, die zufällig gerade ein Telefongespräch auf zufällig gerade der Frequenz führen, die T. zufällig abhört. Wie es der Zufall so will, drückt T. durch Zufall und versehentlich die Maustaste, die den Mitschnitt des zufällig abgehörten Gesprächs zur Folge hat. Eine Aneinanderreihung von Zufällen, die uns Jürgen Trittin aufschwatzen will, dessen Nachnamen zufällig auch mit T.  beginnt.

Ab wie vielen Zufällen wird eine Darstellung für ein deutsches Auditorium systematisch? Wie absurd muss eine politische Darstellung sein, damit ein deutsches Auditorium anfängt, zu buhen? Wie groß kann der Unsinn sein, den deutsche politische Laiendarsteller in Pose gießen, ehe sie vor leeren Rängen gastieren müssen, weil sie niemand mehr ertragen kann, ihnen niemand mehr zuhört?

Wir wissen die Antworten auf diese Fragen nicht. Die Leidensfähigkeit des deutschen Publikums, das nicht nur die Darstellungen politischer Schauspieler regelmäßig über sich ergehen lässt, sondern in Wahlen dieselben Schauspieler für ein weiteres Gastspiel engagiert, scheint keine Grenze zu kennen.

Bleibt abschließend noch auf etwas hinzuweisen: Ein Geheimdienst, wie der BND ist dazu da, Informationen zusammenzutragen, die BND- und vielleicht auch staatsdienlich sind. Entsprechend wird der BND, werden seine Mitarbeiter viele und “sicherlich gute Gründe” finden, um Mitbürger, Bürger befreundeter, weniger befreundeter und spinnefeindlicher Länder auszuspähen. Das ist die Aufgabe des BND, und die innerinstitutionelle Logik des BND wird dazu führen, dass diese Aufgabe so differenziert und aufgefächert wird, wie es notwendig ist, um den eigenen Etat zu rechtfertigen. Wer dennoch glauben will, dass die Mitarbeiter des BND, wahre Freundschaft praktizieren, dem ist nicht mehr zu helfen.

Derzeitige Berliner Aufführungen:

Inszenierung: Fünf Stunden schwierige Gespräche  Marketing-Inszenierung: Viele Neue in Parteien (auch bekannt als: Weniger Austritte als befürchtet)
Szene-Shot:
5minutessilence
Szene-Shot:
neue Gesichter

Third Reich Slang: German Unionist out of his senses

Statistics show that we do have a considerable and growing number of readers in English speaking countries. Therefore, we decided to publish texts, of which we think they might be of some interest to the English speaking World in English.

A leaflet distributed in 1819 in the northern parts of Germany told readers about Jews “who spread like locusts amongst us”. In her work “Konzentrationslager und Erinnerungen: Ergebnisse” [Concentration Camps and Memories: Results] Eva Brückner quotes a passage distributed in German publications in the mit-1920s: After the war [the Great War], it says, the Eastern Jewish Locusts covered the German Reich. They carried their undermining influence right into German trade …” In 1965 Historian Alexander Bein published a paper in the German Quartarly Journal for Contemporary History, in which he analysed semantics of the Jewish Question as it was commonly called in the Third Reich. He did so headlining his article with “The Jewish Parasite” thus alluding to the fact, that Jews had been considered parasites in the official ideology of the Third Reich.

Klemperer LTIThe Jewish Parasites that is vermin to the German “Volkskörper” [Literally: Nation Body, the concept is unknown in English speaking countries], the Jewish Parasites that drowns the blood out of the “Volkskörper”, the Jewish Parasites that bring his incubated and dirty money with them and destruction to the honest German trader, it is a well known figure in Third Reich semantics. It is the central figure in Third Reich mythology. All explanations of the misery and what ought to be done in order to free the German people and put them to their inherited and rightful place in the world, revolves around it.

Like that:

“These locusts exploit the misery of enterprises and States.”

“It must not be … it must not be tolerated that” these locusts “take an entire nation at ransom, consigning millions of working people to misery and poverty because of their creed. It is beyond belief that neither politics nor courts, nor the world community do something to stop these machination.

These locusts “reap havoc on a global scale, which is why they must be put on a leash.”

“It must be avoided that the poor will have to foot the bill for the speculation of these locusts”.

Victor Klemperer, a German Linguist analysed the semantics of the Third Reich, the verbal concept, terms and mythology used by the Nazis in detail. One of the characteristics he came up with stressed the fact, that in Nazi-language new meanings had been assigned to words once used as descriptive words, or logical expressions. These words had become magical words intended to evoke affects and emotions in their receivers (Bein, 1965: 122-123).

This new meaning is evident in the quotes above.

Not just that, these quotes show a rather unsettling closeness to religious mysticism, which foresees calamities of biblical proportions and on a global scale. These calamities will be inevitable, if these locusts cannot be stopped if it is not possible to get rid of one of the seven plagues that pestered the Ancient Egyptians.

In these quotes, we read of attempts of extortion and creed, and partake on a walk through a valley of death with carnage to the left and carnage to the right, consequences politics and law do not want to prevent, as we are informed.

While in opposition to the state, the German Nazis tailored a myth that went like this: The then Weimar Republic had been undermined by Jews. Politics, economy, arts and especially law and courts were in the firm grip of the so called Jewish International Financial Conspiracy. This is what they wanted to make the people in the 1920s and early 1930s believe. The quotes above present this premise. They revolve around the mystics of hidden and ugly forces, that destroy what is honest and good in the World and they want to direct their readers to the source of all evil: locusts.

But, the quotes have not been taken from historical texts, texts produced by Nazi-ideologues or hangers-on.

The quotes are not from the 1920s, nor are they from the 1930s, either.

Unionist's Hate Speech

Unionist’s Hate Speech / verbatim

They are newer than that, more recent.

In fact, they are part of a speech given by Stefan Körzell, elected member on the board of the German Unions Conference (Deutscher Gewerkschaftsbund), the TUC of Germany, so to speak at the end of July 2014.

Usually, hate speech is attributed to Islamists or other religious extremists. Who would have thought that hate speech originates in the headquarters of trade unions, in the headquarters of institutions that consider themselves one of the pillars of democracy.

It is precisely because unions like to see themselves as democratic institutions that speeches like the one made by Mr Körzell cannot be tolerated, and neither can Mr Körzell. In his speech Mr Körzell says: “no nation, no government, not even the World community can afford that”, and, though, we do not believe that great parts of the World community will even take notice of Mr. Körzell, we do agree. He is not bearable and unions, let alone German unions  – pillars of democracy that they are – cannot afford to be associated with people like him. Hence, we would gladly accept his resignation.

The hate speech to be found on the webpage of the German Unions targets the Hedge Funds of Mr. Paul Singer, one of the funds that stood firm against the Argentinian governments attempts of blackmail. As it happens, Paul Singer is Jewish, so we should not be surprised if in his next statement Mr Körzell or even the German Unions will re-invent the Jewish Financial World Conspiracy.

As always, when hate speakers do their job, they make a lot of unsubstantiated claims, preach the right way to happiness, condemn their enemies and they do all that based on absolutely nothing. Again, Mr. Körzell perfectly fits the pattern. He makes unsubstantiated claims and condemns his enemies in hedge funds. He gives faulty information and tells downright lies, as most hate preachers do. And he thinks to get away with it.

How stupid must he be and how stupid must he think, ordinary unionists are?

German Media that pride themselves as guardians against Nazi-ideology rather surprisingly did not report a single word from Mr. Körzell’s verbal fallout. Either German journalists do not comprehend what is obvious or they do not want to comprehend  what is obvious (or they are simply used to this kind of racism). In either way they neglect their self-assigned duties.

Drittes Reich Slang: Gewerkschaftler von Sinnen

Von den Juden „die sich wie verzehrende Heuschrecken unter uns verbreiten”, war 1819 in einem Flugblatt die Rede. Eva Brücker zitiert in ihrem Beitrag “Konzentrationslager und Erinnerungen: Ergebnisse”, die folgende Passage aus dem Schrifttum der 1920er Jahre: “Nach dem Krieg ergossen sich die Heuschreckenschwärme der Ostjuden über das Deutsche Reich. Sie trugen ihren zersetzenden Einfluss in die Kreise des deutschen Handels …”.  Im Jahre 1965 hat der Historiker Alexander Beim einen Beitrag in den “Vierteljahresheften für Zeitgeschichte” veröffentlicht, in dem er die Semantik der Judenfrage im Dritten Reich unter der Überschrift “Der jüdische Parasit” analysiert.

Klemperer LTI“Der jüdische Parasit”, der den deutschen Volkskörper schädigt und aussaugt, der mit dem jüdischen Finanzkapital den ehrlichen deutschen Händler schädigt, dieses Bild vom jüdischen Parasiten, es spielt eine zentrale Rolle in der Semantik, der Rethorik , der Mythologie des Dritten Reiches.

Etwa so:

“Diese Heuschrecken nutzen die Not der Unternehmen und Staaten aus”.

“Es darf sich nicht durchsetzen”, und “es darf nicht geduldet werden, dass” diese Heuschrecken, “eine ganze Nation regelrecht erpressen, so dass Millionen arbeitende Menschen durch Profitgier in Armut Elend und Verzweiflung gestürzt werden. Unfassbar, dass weder die Politik, noch Gerichte, noch die Staatengemeinschaft diesen Machenschaften einen Riegel vorschieben”.

Solche Heuschrecken “richten weltweit Unheil an und müssen deshalb an die Leine”.

“Es darf nicht … passieren … dass die armen Bevölkerungsschichten die Zeche für Spekulation der Heuschrecken zahlen müssen”.

Es ist, wie der Linguist Victor Klemperer für die Sprache des Dritten Reiches herausgearbeitet hat, eines ihrer Markenzeichen, “daß jene Worte, die früher in beschreibendem, logischem oder semantischem Sinne gebraucht wurden, jetzt als magische Worte gebraucht werden, die bestimmt sind, gewisse Wirkungen hervorzubringen und gewisse Affekte aufzurühren” (Bein, 1965: 122-123).

Die Zitate zeigen diesen Versuch, “gewisse Affekte aufzurühren” in Reinkultur und in einer unsäglichen Nähe zu religiösem Mystizismus, der Unheil, vermutlich biblischen Ausmaßes über die Staatengemeinschaft hereinbrechen sieht, wenn es nicht gelingt, dieses Ansturms einer der sieben Plagen des Alten Testaments Herr zu werden. Von Erpressern und Profitgier, deren Weg von Armut, Elend und Verzweiflung gepflastert ist, ist die Rede, von Folgen, die weder Gesetz noch Politik verhindern, vielleicht, weil sie jüdisch unterwandert sind, wie dies die NSDAP-Rhetorik im Dritten Reich behauptet hat.

Nur: Die Zitate sind gar nicht aus der Zeit des Dritten Reiches.

DGB Hasspredigt

DGB Hassprediger im Original

Sie sind neueren Datums.

Sie wurden am 31. Juli in die Welt geschrieben, und zwar von Stefan Körzell, seines Zeichens DGB-Vorstandsmitglied.

Wer deratigen Hass in Sprache verbreitet, der ist nicht tragbar. Eine derartige sprachliche Entgleisung, so kann man nur mit den Worten von Herrn Körzell sagen, die der DGB stolz über seine Webpage verbreitet, kann “sich keine Nation, keine Regierung, und auch nicht die Weltgemeinschaft gefallen lassen”.

Und auch wenn wir Zweifel daran haben, dass die Weltgemeinschaft auch nur Notiz von Herrn Körzell nimmt, so sind wir dennoch der Meinung, dass er Recht hat, was die Nation und die Regierung angeht. Es wird uns daher freuen, seinen Rücktritt, wegen Untragbarkeit und zu großer Nähe zum Rassismus des Dritten Reiches vernehmen zu können.

P.S.

Die Hasspredigt, die der DGB online gestellt hat, richtet sich gegen einen der Fonds, wegen dessen Forderungen sich Argentinien in die Staatspleite geflüchtet hat. Der Leiter des Fonds, Paul Singer, ist übrigens Jude, was für die Erzählung, nach der das jüdische Finanzkapital die Welt in den Ruin treibt, eine Erzählung, die uns der DGB wohl als nächstes auftischen will, sicher von Bedeutung ist.

Wie immer, wenn Hassprediger am Werk sind, ist die Hassnachricht mit Behauptungen gespickt und enthält keinerlei Belege. Im vorliegenden Fall ist die Hasspredigt zudem in eine Darstellung der Wirklichkeit gepackt, die man einfach nur als Lüge bezeichnen kann.

Und nur einmal so als Idee unter die Leser geworfen: Wäre es nicht an der Zeit, dass sich anständige Deutsche von Personen wie Herrn Körzell distanzieren? Man weiß ja nie, was die Weltgemeinschaft zur Kenntnis nimmt und muss fürchten, dass sich in der Weltgemeinschaft die Gewissheit setzt, dass man sich solche Deutsche nicht noch einmal leisten kann.

Genossen von Sinnen

Im Berliner Kurier, so hat uns ein Leser von ScienceFiles verraten, gibt es einen Beitrag unter der Überschrift: “SPD: Redeverbot für Männer”. Da kommt doch sofort Interesse auf, denn man fragt sich: Welcher Wahnsinn hat die Genossen nun wieder geritten, welchen logischen Fehler begehen sie nun wieder in dieser Partei, die von einer Arbeiterpartei offensichtlich zu einer Partei der Baceolae geworden ist.

Das Redeverbot für Männer habe, so schreibt der Autor des kurzen Beitrags, Marcus Böttcher, seine Ursache in Gleichberechtigung. Was kommt jetzt, so fragt man sich.

Das hier:

“Gleichberechtigung ist eine super Idee, sollte selbstverständlich sein. Die SPD aber übertreibt das Ganze. In der Kreisdelegiertenversammlung der SPD-Mitte wurde nun beschlossen, dass bei parteiinternen Sitzungen die Redeliste geschlossen werden muss, wenn sie nicht mehr quotiert ist. Heißt für die Politiker: Meldet sich keine Frau mehr für einen Beitrag, können Männer ihre Meinung nicht mehr äußern.

Ja, ey, Mann, Macker, Gleichberechtigung ist eine SUUUPER Idee, ey, aber hier handelt es sich nicht um Gleichberechtigung, sondern um Gleichstellung. Mit Gleichberechtigung hat der neuerliche Wahnsinn, der in der Mitte der SPD Berlin-Mitte kursiert, nichts zu tun.

Nuts in BedlamGleichberechtigung wäre gegeben, wenn jeder Teilnehmer parteiniterner Sitzungen die gleiche Chance und Berechtigung hätte, einen Redebeitrag zu bringen, völlig ungeachtet seines Geschlechts, seiner Nasenform, seiner Augenfarbe oder seiner Schuhgröße. Aber das genau haben die Genossen ausgeschlossen. Sie wollen eben keine Gleichberechtigung, im Gegenteil, sie zelebrieren das, was Arne Hoffman einst in eine Frage gekleidet hat: “Sind Frauen die besseren Menschen“, so hat er damals noch gefragt.

Und so schallt die neue Mediocris aus Berlin: JA, ist natürlich die Antwort. Zumindest in parteiinternen Sitzungen, die sich von parteiöffentlichen Sitzungen dadurch unterscheiden, dass man jeden Unsinn von sich geben kann, ohne Gelächter zu provozieren. Für diese parteiinternen Sitzungen ist eindeutig geregelt: Die Wortbeiträge von Parteifrauen sind mehr wert als die Wortbeiträge von Parteimännern. Und warum sollte das so sein? Nun, weil die Parteiweibchen mehr wert sind als die Parteimännchen.

Das nämlich, liebe Genossen, ist die logische Konsequenz dieser Entscheidung. Um diese logische Konsequenz auch für Genossen nachvollziehbar zu machen, stellen wir uns nun vor, wir säßen, also die 12 Hanseln, die sich gewöhnlich einfinden, säßen um einen Tisch und wollten etwas diskutieren, parteiintern versteht sich. Nun meldet sich ein Parteimännchen und niemand sonst. Was passiert? Das Männchen muss ungesagter Dinge von Dannen ziehen. Meldet sich dagegen ein Parteiweibchen, dann darf das Weibchen natürlich reden, ungeachtet der Frage, ob sich auch ein Männchen zur Stellungnahme einfindet.

scully facepalmWer derartigen Unsinn beschließt, der hat sich gerade aus der Zunft der mit normalem Verstand Begabten ausgeschlossen, und es stellt sich die Frage, was man mit SPD-Männchen und SPD-Weibchen aus Berlin-Mitte anfangen soll. Keine einfache Frage. Vielleicht wäre es an der Zeit, eine Art Wanderzirkus, ein nomadisierendes Panoptikum, eine Art fahrendes Bedlam mit all den Unsinnigen zu füllen, die aufgrund nicht vorhandener logischer und intellektueller Fähigkeiten, einen Unsinn nach dem nächsten in die Welt posaunen. Die Eintrittsgelder kämen dann dem Unterhalt der entsprechend Unsinnigen zu Gute. Das wäre eine Möglichkeit, Steuerzahler zu entlasten ohne dabei den Unterhaltungswert, der von diesen Unsinnigen ausgeht, einzubüßen.

Das war übrigens der Beitrag zum Unsinn der derzeitigen Woche. Die mittleren Berliner SPD-Genossen haben ihn sich verdient. Dabei ist uns die Entscheidung nicht leicht gefallen, denn auch Herr Böttcher, der beim Berliner Kurier tatsächlich der Meinung ist, das, was die SPD Berlin-Mitte beschlossen habe, habe etwas mit Gleichberechtigung zu tun, hätte die Auszeichnung als Lieferant für den Unsinn der Woche verdient! Wir haben dennoch davon abgesehen, denn: Wenn jemand der Ansicht ist, dass ein Redeverbot etwas mit Gleichberechtigung zu tun habe und diese Ansicht unter der Überschrift “SPD: Redeverbot für Männer” kund tut, dann hat das mit Unsinn nichts mehr zu tun. Das ist fortgeschrittene Demenz, wodurch sich Herr Böttcher automatisch qualifiziert, um an Kreisdelegiertenversammlungen der SPD teilzunehmen. Kurz: Er ist eigentlich von der Auszeichung umfasst.

P.S.

(1) Die Kreisdelegierten verstoßen mit ihrem Sprechverbot natürlich gegen das Grundgesetz, so dass wir mit der Idee spielen, dem Verfassungsschutz die Beobachtung dieser Sekte vorzuschlagen, wobei sich die Frage stellt, ob nicht im Umgang mit geistig Kranken geschulte Fachkräfte die geeignetere Gruppe von Professionellen wäre, um mit dieser Berliner Sekte angemessen umzugehen.

(2) Die Kreisdelegiertenversammlung bestimmt auch die Kandidaten für Kommunalwahlen und die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus. Gibt es tatsächlich noch jemanden, der nicht denkt, der letzte Versuch einer deutschen Demokratie sei in weiten Teile, zwar nicht vor die Hunde, aber vor die Irren gegangen?

(3) Man kann von Akif Pirincci und seinem Buch “Deutschland von Sinnen” halten, was man will. Man wird nicht umhin können, ihm zuzustimmen, dass zumindest große Teile der politische Klasse (besser: Sekte) von Sinnen sind – hier sprechen die Fakten für sich.

 

Warum ziehen Menschen in den Krieg?

In den USA wird intensiv über einen Beitrag von John R. Hibbing, Kevin B. Smith und John R. Alford diskutiert, der den Titel “Differences in negativity bias underlie variations in political ideology” trägt. Kern der Diskussion ist die Frage: Was unterscheidet Rechte von Linken, Konservative von Liberalen, was macht den politischen Aktivisten aus, der für seine Sache in den verbalen und zuweilen sogar den physischen Krieg zieht? In die Worte der Autoren gefasst: “How is it that individuals and groups can be so strongly inspired by abstract configuration of ideas that they are willing to sacrifice even their own lives?” (Hibbing, Smith & Alford, 2014: 306 – mit Bezug auf Jost und Almodio (2012)).

War gazaMan könnte hier schon stoppen und fragen: Zieht der politische Aktivist denn für seine Sache physisch in den Krieg oder ist es nicht vielmehr so, dass der politische Aktivist andere an seiner Stelle in den Krieg schickt, sobald die Auseinandersetzung physische Züge annimmt? Kurz: Vermengen die Autoren hier nicht zwei Dinge miteinander, die nichts miteinander zu tun haben?

Hibbing, Smith und Alford kommt das Verdienst zu, fast alle psychologischen Schulen aufzuarbeiten, die versuchen, die politische Orientierung oder Ideologie von Menschen zu erklären. Wir finden den alten Zajonc (1980) und seine Idee, dass politische Stimuli über schnelle emotionale Reaktionen die Informationsverarbeitung beeinflussen, dass, mit anderen Worten, die Emotion und das Unbewusste der Grund der politischen Orientierung sind und der damit einhergehend verzerrten Wahrnehmung der Realität, denn das ist eine Folge der Idee Zajoncs: Emotionen verstellen den Blick für die Realität.

Nicht nur Zajonc auch die Studien zur Autoritären Persönlichkeit werden referiert, die Studien, die immer Adorno zugeschrieben werden, obwohl er den geringsten Teil der Studien betrieben hat. Die Idee ist hier, dass die politische Orientierung eine Folge der Persönlichkeit ist, also Neurotizisten sind eher links, während Gewissenhafte eher rechts und Offene eher liberal sind. Die Persönlchkeitsschule wurde von Schwartz (1992) dadurch ausgestopft, dass er nicht nur die Persönlichkeit, sondern auch die persönlichen Werte einer Person als Ursache ihrer politischen Orientierung augemacht hat, oder war es anders herum?

Die Frage, was hier worauf wirkt, ist durchaus nicht trivial, vielmehr zeigt sich, dass die Setzung, das, was ein Forscher für grundlegender hält, die Kausalität bestimmt. Ist er der Ansicht, das Unterbewusste existiere und sei grundlegend, dann bestimmt das Unterbewusste die politische Orientierung. Ist er der Ansicht, das Unterbewusste werde durch tägliche Erfahrung gefüttert, dann ist die Kausalität umgekehrt.

Das alles ist wenig befriedigend. Und entsprechend ist es kein Wunder, dass Hibbing, Smith und Alford nach einer befriedigenderen Erklärung für politische Orientierung und Ideologie suchen. Sie finden sie bei dem, was sie “negativity bias” nennen. Der negativity bias trennt die meisten Konservativen vom Rest des politischen Spektrums in den USA, wobei sich abermals das Dilemma der Forschung ankündigt, denn Konservative sind die, die sich selbst als konservativ bezeichnen und zudem ist der negativity bias nicht ausschließlich, er findet sich auch bei nicht-Konservativen, wenngleich seltener.

Der negativity bias besteht in einer erhöhten Aufmerksamkeit für Negatives – negativen Dingen werden verstärkt wahrgenommen, es wird ihnen eine höhere Bedeutung zugewiesen und ihre Vermeidung oder Beseitigung wird entsprechend für wichtig befunden: “…conservatives tend to be more psychologically and physiologically sensitive to environmental stimuli generally but in particular to stimuli that are negatively valenced whether threatening or merely unexpected and unstructured” (303).

Es ist an der Zeit, die Schwäche des Beitrages von Hibbing, Smith und Alford zu beseitigen und die Beobachtung, dass es unter Konservativen mehr Menschen gibt, die für negative Stimuli aus ihrer Umwelt empfänglich sind als unter nicht-Konservativen auf Menschen auszuweiten, was sich schon deshalb anbietet, weil es außerhalb der Gesellschaft der USA, die politische Trennlinie, die Hibbing, Smith und Alford beschreiben, in der Weise nicht gibt.

Geldof indifferenceNehmen wir also an, es gibt Menschen, die mehr auf Gefahren und negative Konsequenzen achten als andere, die bei Analverkehr unter Schwulen in erster Linie an AIDS und eher nicht an Schulunterricht denken, oder die avers gegen Veränderung sind, weil sie sich von Veränderung mehr Gefahr als Chance erwarten. Gehen wir weiter davon aus, das es sich hier um eine biologische Determinante handelt, die Menschen insofern beim Überleben geholfen hat, als es besser ist, vor einer Schlange davon zu laufen als darauf zu warten, dass sie den Apfel herausrückt. Dann kommen wir zu dem Schluss, dass es Menschen gibt, die Realität vor Ideologie wahrnehmen und solche, die Realität durch die Brille der Ideologie wahrnehmen – jedenfalls und in der Regel dann, wenn sie es sich leisten können.

Eine der wichtigsten Theorien zur Erklärung politischer Orientierung, nämlich die Ökonomische Theorie der Demokratie von Anthony Downs fehlt in der Arbeit von Hibbing, Smith und Alford. Downs geht mit Max Weber davon aus, dass Akteure rational handeln und ihren Nutzen mehren wollen. Politiker tun dies, in dem sie Wählern verkaufen, was sie für mehrheitsfähig halten. Wähler tun dies, in dem sie ihre Involviertheit in Politik auf das minimal notwendige Mass reduzieren. Kommt es zur Frage, welcher Partei man sich zuordnen, welche man wählen soll, dann gibt es vier Handlungsalternativen: Man wählt die Partei, von der man sich den größten persönlichen Nutzen verspricht (zweckrationale Wahl). Man wählt die Partei, der man sich ideologisch am nächsten fühlt (wertrationale Wahl). Man wählt eine Partei, ohne zu wissen, warum man sie wählt, aus einem Affekt oder einer Laune heraus (affektive Wahl). Man wählt eine Partei, die man schon immer gewählt hat und die die Eltern schon gewählt haben und die die Freunde und Bekannten wählen (traditionale Wahl). Und diese vier Erklärungen für das Handeln von Akteuren bei Wahlen umfassen alle Theorien, die derzeit in der Politikwissenschaft angeboten werden.

Wie passt nun der negativity bias in dieses Bild, der behauptet, dass es Menschen gibt, die für Gefahren sensibler sind als andere? Indem man Persönlichkeitstheorien berücksichtigt. Die Wahrnehmung einer Gefahr macht noch keinen Angsthasen. Manche wollen die Gefahr beseitigen, wieder andere sie umgehen, ganz andere sie ignorieren. Die Frage, wie man auf eine wahrgenommene Gefahr reagiert, wird so zur Frage der Persönlichkeit und vielleicht sogar zum Unterbewussten, wie es durchzuscheinen scheint, wenn Menschen gar nicht mehr in der Lage sind, Gefahren, die sich z.B. mit bestimmten Handlungsweisen wie Analverkehr verbinden, zur Kenntnis zu nehmen.

Diese Argumentation hätte zur Folge, dass die Welt in Menschen zerfällt, die die Realität und ihre Gefahren zur Kenntnis nehmen und danach entscheiden, welcher Ideologie – wenn überhaupt – sie sich zuordnen wollen und Menschen, die die Realität nur durch die Brille ihrer Ideologie wahrzunehmen gewillt sind. Letztere zeichnen sich also durch ein Wahrnehmungsdefizit aus, das entweder pathologisch oder opportunistisch motiviert ist. Die Gruppe der opportunistischen Ideologen ist aus unserer Sicht größer als die Gruppe der pathologischen Ideologen. Die Gruppe der opportunistischen Ideologen handelt in jeder Hinsicht rational, weil sie versucht, den eigenen Nutzen mit allen erdenklichen Phantasien (oder Lügen) über die Realität zu mehren. Die Gruppe der pathologischen Ideologen umfasst die Mitläufer, die im Sinne Max Webers rein affektiv und nur rein affektiv zu handeln in der Lage sind, eine Gruppe, so kann man vermuten, die erst im Wohlfahrtsstaat möglich ist, der es erlaubt auf Kosten Dritter seine Pathologie auszuleben.

Bleiben die Menschen, die in der Lage sind, Gefahren in ihrer Umwelt wahrzunehmen. Wie reagieren Sie auf diese Gefahren? Das ist einfach: zweckrational – durch Vermeidung oder Beseitigung, wertrational – durch die Betonung der Werte und Überzeugungen, die durch die Gefahr in Frage gestellt werden und die Forderung, andere mögen die Gefahr beseitigen; affektiv: – durch Flucht oder traditional – durch das jeweilige Handlungsmuster, das sich über Generationen eingegraben hat.

Great warInsofern vermengen Hibbing, Smith und Alford hier zwei Dinge: Die Zuordnung von Befragten in einem Fragebogen zu einer Ideologie hat nur für die wenigsten einen entsprechenden Wert, denn nach wie vor gehen die meisten Menschen einer anständigen Arbeit nach und sind nicht in Politik oder Ideologie eingebunden. Entsprechend bleibt von ihrer Forschung nur der negativity bias, die Fähigkeit, die Welt als solche und wie sie ist, vor allem aber in ihren Gefahren wahrzunehmen, eine Fähigkeit, die Ideologen von normalen Menschen trennt. Letztere müssen im Einklang mit der sie umgebenden Realität leben, während Ideologen es sich leisten können, entweder aus opportunistischen oder aus pathologischen Motiven heraus, die Realität durch die Brille der Ideologie wahrzunehmen.

Bleibt noch die Eingangs gestellte Frage: Warum ziehen Menschen für ihre Überzeugung in den Krieg? Gerade angesichts des Ersten Weltkriegs, dessen Beginn sich heute zum 100sten Mal jährt, ist dies eine wichtige Frage, die dennoch falsch gestellt ist. Denn: Menschen ziehen nicht für ihre Überzeugung in den Krieg. Die wenigsten tun das. Die meisten ziehen in den Krieg, weil sie sich dem Krieg, ihrem Wehrdienst nicht entziehen können oder nicht den Mut haben, sich zum Desserteur zu erklären, dem der Tod droht. Kriege werden auch nicht von den meisten Menschen angezettelt, sondern von einigen wenigen Ideologen, die sich einen persönlichen Vorteil davon versprechen, andere in den Krieg zu schicken, einen Krieg, den Ideologen in der Regel vom sicheren Bunker aus verfolgen. Insofern gibt es noch eine letzte Unterscheidung zwischen Ideologen und normalen Menschen einzuführen: Erstere sind regelmäßig durch und durch feige.

 

Downs, Anthony (1993). Ökonomische Theorie der Demokratie. Tübingen: Mohr Siebeck.

Hibbing, John R., Smith, Kevin B. & Alford, John R. (2014). Differences in Negativity Bias Underlie Variations in Political Ideology. Behavioral and Brain Science 37: 297-350.

Schwartz, Shalom H. (1992) Universals in the Content and Structure of Values: Theoretical Advances and Empirical Tests in 20 Countries. In: Zanna, Mark P. (ed.). Advances in Experimental Social Psychology, vol. 25, New York: Academic Press, pp.1-65.

Zajonc, Robert B. (1980) Social Psychology: An Experimental Approach. Belmont: Brooks/Cole

Wissenschaftler wollt Ihr sein? Eine pseudo-wissenschaftliche Wortorgie über die AfD

“Türöffner nach Rechts: Die Alternative für Deutschland”, so ist ein Beitrag in “Gegenblende”, dem selbst ernannten Debattenmagazin des DGB, in dem bislang keine einzige Debatte stattgefunden hat, überschrieben. Geschrieben haben den Beitrag Prof. Dr. Samuel Salzborn und Dr. Alexandra Kurth, die beide für sich in Anspruch nehmen, Politikwissenschaftler zu sein. Warum? Weil sie u.a. Politikwissenschaft studiert haben, eine Position an einer Universität einnehmen und behaupten, politikwissenschaftliche Arbeitsschwerpunkte zu haben.

Gegenblende“Türöffner nach Rechts” gehört in die Kategorie von Texten, die man wohl besser als “Türöffner in den Wahnsinn” bezeichnen würde, denn er hat keinen konkreten Gehalt, ist in Teilen primitiv, arbeitet mit derogativen Adjektiven anstelle von Argumenten, offenbart ein Verständnis von Wissenschaft, das einem das kalte Grausen über den Rücken jagt, ist, mit anderen Worten, ein Pamphlet, das mit Sicherheit nicht von Wissenschaftlern geschrieben wurde.

Stammleser von ScienceFiles wissen: Wir vertreten eine klare Auffassung davon, was Wissenschaft ist und wer sich als Wissenschaftler qualifiziert. Ein Wissenschaftler wird man demnach nicht, weil man studiert hat oder auf eine Position gesetzt wurde. Wissenschaft und Wissenschaftler zeichnen sich durch wissenschaftliche Methoden und vor allem den Versuch aus, nachprüfbare Erkenntnisse zu einem Erkenntnisgegenstand zu produzieren.

Salzborn und Kurth sind nach dieser Definition keine Wissenschaftler, schon deshalb nicht, weil sie sich als Verlautbarungswissenschaftler darstellen, wie wir nun zeigen werden.

Der Beitrag auf “Gegenblende” hat die AfD zum Gegenstand (übrigens ein ziemlich einfallsloser Name für ein “Debattenmagazin”, zumal eine Gegenblende letztlich nichts anderes kann, als das zurückzugeben, was auf sie gerichtet wird. Aber vielleicht sind Gewerkschaftler ja gar nich zu eigenen Ansichten fähig, sondern nur dazu, auf anderer Menschen Ansicht zu reagieren, und dann wäre Gegenblende ja korrekt).

Die AfD, so wird uns mitgeteilt, ist gerade in das Europaparlament eingezogen, mit sieben Sitzen und 7,1% der gültigen Stimmen. Aber es sei fraglich, ob die AfD deshalb als etablierte Partei anzusehen sei. Es ist genau einen Satz lang fraglich, denn im Gegensatz zu ihren “Vorgängern”, so schreiben Kurth/Salzborn, verfüge die AfD über “deutlich mehr Finanzmittel”. Der Hinweis auf die größeren Finanzmittel der AfD im Vergleich zu ihren “Vorgängern”, macht nur dann Sinn, wenn gezeigt werden soll, dass die AfD sich im Gegensatz zu ihren “Vorgängern” etabliert hat, was im direkten Widerspruch zur von Salzborn und Kurth proklamierten Fraglichkeit derselben steht. Aber: Beide wollen in ihrem gegengeblendeten Beitrag zeigen, dass das Programm der AfD Widersprüche aufweist, und deshalb wollen sie der AfD in Punkto Widerspruch wohl nicht nachstehen.

Es ist an der Zeit, ein paar Adjektive fallen zu lassen: antisozial, gewerkschaftsfeindlich und antifeministisch, das sind die drei größten Sünden, die man nach Ansicht von Salzborn und Kurth heutzutage begehen kann (aber die drei größten Lobe in den Augen anderer), und die AfD begeht sie alle, und macht nicht einmal Anstalten, sich in einem gewerkschaftlichen Beichtstuhl einzufinden!

Die AfD, so behaupten die Salborn Kurths, gebe sich ideologiefrei, behaupte, Sachverstand, nicht Ideologie treibe die Partei. Das, so lachen die Autoren, sei doch Unsinn, denn bereits der “neoliberale Wirtschaftswissenschaftler” und “fromme evangelisch-reformierte Christ” Bernd Lucke belege das Gegenteil, und das Gegenteil zeige sich auch in den “marktradikalen”, “staatsfeindlichen”, “antiegalitären” und “antisozialen” Prämissen der AfD. Man hätte an dieser Stelle gerne noch ein paar mehr Adjektive gehabt, aber scheinbar ist das Kurth/Salzbornsche Feindbild eher beschränkt.

Wissen die beiden angeblichen Politikwissenschaftler eigenlich, was sie schreiben? Etwa dann, wenn sie Sachverstand und Ideologie in eine diametrale Stellung zueinander bringen? Nicht dass wir hier anderer Ansicht wären. Wir schreiben seit Jahren, dass man entweder Ideologe oder sachverständig, aber nicht beides sein kann. Und nun sagen zwei studierte und lehrende Politikwissenschaftler, dass Politik mit Sachverstand nicht möglich sei, sondern nur mit Ideologie. Und um ihre Ansicht zu belegen, werfen sie ihre eigene Ideologie geradezu vor die Füße der Leser. Man hat richtig den Eindruck, einem ideologischen Keuchhusten beizuwohnen, der in regelmäßigen Abständen “antisozial”, “staatsfeindlich”, “antiegalitär” und “marktradikal” hervorwürgt.

Alle vier Adjektive haben eines gemeinsam: Sie stellen eine Bewertung dar. Wie die Dinge nun einmal so liegen, sind alle vier Bewertungen Bewertungen die Salzborn-Kurthschen Ursprungs sind und somit ihre Bewertungen, die absolut nichts über die AfD aussagen. Sie sagen aus, was Kurth/Salzborn von der AfD denken, wie sie sie bewerten, und dabei bleibt es auch, denn die vermeintlichen Wissenschaftler können ihren Adjektiv-Keuchhusten mit keinerlei Belegen verbinden.

Adam Smith WealthWie heftiges Husten in der Regel ein Indiz für eine Erkrankung darstellt, so stellt der häufige Gebrauch von wertenden Adjektiven in derogativer und nicht-belegter Weise ein Indiz dafür dar, dass sich jemand im Zustand ideologischer Trance befindet, ein Zustand, der vielleicht durch eine zu große Distanz zwischen Denken und Realität, vielleicht durch neuronale Missfunktionen ausgelöst wird, wie auch immer, er führt dazu, dass sich die ideologisch Benebelten regelmäßig in ideologische Extase schreiben:

Eine Kosteprobe: “Zugleich will die AfD, ganz in der Tradition von Adam Smith, Gewinne privatisieren und Risiken und Verluste verstaatlichen und so vordergründig den “kleinen Mann” entlasten”

Erste Reaktion: Lachen.
Zweite Reaktion: lauteres Lachen.
Dritte Reaktion: Tränen aus den Augen wischen.
Vierte Reaktion: “Die wollen an der Universität sein?”

Besagter Adam Smith, dessen Hauptwerke den Titel “An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations” und “Theory of Moral Sentiments” tragen, hat im 18. Jahrhundert gelebt, und mithin in einem Jahrhundert, indem sich Fragen nach der Verstaatlichung von Verlusten durch Bankenrettung nicht gestellt haben. Wenn Banken zahlungsunfähig waren, dann gingen sie Bankrott. Ein Wohlfahrtsstaat war nämlich zu Adam Smith Zeiten, der viel Papier dafür benutzt hat, die Vorteile von “sympathy” im ökonomischen Handeln, also von Empathie darzustellen, gänzlich unbekannt, bekannt war dagegen Mildtätigkeit. Und es wird Kurth/Salzborn überraschen, aber Einkommenssteuer war zu Adam Smiths Zeiten ebenso unbekannt wie Lohnsteuer. Ganz offensichtlich haben Salzborn und Kurth nicht einmal den Hauch einer Idee, wer Adam Smith ist, wann er gelebt hat, was er geschrieben hat und wozu er geschrieben hat, und man kann sich nur wiederholen: Die wollen an der Universität sein?

Aber es kommt noch besser: Unter der Überschrift “Antiparlamentarischer Nationalgallismus” gibt es Folgendes zu lesen:

“Zugleich kokettiert die Ideologie des wirtschaftswissenschaftlichen Expertentums, das sich auf vermeintlich neutralen Sachverstand stützt, auch mit der weberianischen Idee der gelenkten und gesteuerten Demokratie, in der vermeintlich neutrale Experten Entscheidungen treffen – und nicht Mehrheiten”.

Gemeint ist hier Max Weber, der den Begriff der plebiszitären Demokratie geprägt hat, und zwar im Zuge seiner (Mit-)Arbeit an der Weimarer Verfassung, die in ihrer Liberalität die Bonner Verfassung weit in den Schatten stellt. Die Idee der Herrschaft des Sachverstands stammt dagegen von Plato, der sie als Herrschaft der Philosophen ausgeführt hat. Abermals weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll, ob der völligen Ahnungslosigkeit dieser Positionsinhaber, die an Universitäten auf Studenten losgelassen werden.

Aber ganz so ahnungslos sind sie gar nicht. Es gibt etwas, wovon sie Ahnung haben, von Gender Mainstreaming haben sie Ahnung, oder besser: Sie kennen die einschlägigen Schriften zu Gender Mainstreaming, die das Bundesministerium für FSFJ veröffentlicht hat. Und daraus zitieren die Autoren ausgiebige 17 Zeilen ihres 115 Zeilen langen Beitrags. Man ist fast gewillt, Ihnen auf die Schultern zu klopfen und Fleisskärtchen zu verteilen, aber halt nur fast, denn wieder merken Salzborn-Kurth nicht, was sie schreiben.

So ist bei der AfD ganz furchtbar und antifeministisch, dass sie die “Gleichberechtigung der Geschlechter unter Anerkennung ihrer unterschiedlichen Identitäten, sozialen Rollen- und Lebenssituationen” fordert. Das, so merken wir uns, ist antifeministisch.

Jaspers WeberIm Einklang mit der Lehre, mit Gendermainstreaming ist, was das Bundesministerium für FSFJ schreibt, so teilen Kurth Salzborn ihren Lesern mit, also: dass “bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interesse von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig” berücksichtigt werden sollen. Denn: “das Leitprinzip der Geschlechtergerechtigkeit verpflichtet die politischen Akteure, bei allen Vorhaben die unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse von Frauen und Männern zu analysieren und ihre Entscheidungen so zu gestalten, dass sie zur Förderung einer tatsächlichen Gleichstellung der Geschlechter beitragen”.

Sehen Sie den Unterschied zwischen den “unterschiedlichen Identitäten, sozialen Rollen und Lebenssituationen” die die AfD Männern und Frauen attestiert und den “unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern”, den “unterschiedlichen Interessen und Bedürfnissen von Frauen und Männern”, die Kurth/Salzborn im Auftrag des BMFSFJ favorisieren?

Wir auch nicht. Beide teilen eine Großzügigkeit, die Menschen Interessen, Bedürfnisse und Rollen zugesteht und beide sind der Ansicht, dass sich Männer und Frauen grundlegend unterscheiden, teilen somit einen entsprechenden Essentialismus und Sexismus. Offensichtlich ist die ideologische Extase, in die sich Kurth/Salzborn geschrieben haben, so umfassend gewesen, dass nichts von der Realität übrig geblieben ist und so endet ihr Beitrag, wie er begonnen hat, mit einem Widerspruch.

Was Personen wie Kurth und Salzborn an Universitäten zu suchen haben, ist uns ein Rätsel, und derzeit sind wir uns auch nicht sicher, ob sie besser im Betreuten Wohnen oder im Vorstand des DGB aufgehoben sind, in jedem Fall gehören sie nicht an eine Universität, schon weil ihnen wissenschaftliches Arbeiten ebenso fremd ist, wie die Werke von Adam Smith und Max Weber .

Letztere kennt übrigens Karl Jaspers aus dem FF und aus seiner Biographie Max Webers wollen wir zwei kurze Zitate entnehmen, die gerade sehr gut passen, und anschließend können Kurth/Salzborn dann zumindest von sich sagen, dass sie zwei Zitate von Jaspers über Weber kennen:

“Die Vernunft der politischen Denkungsart verlangt Erkenntnis. Diese rein und redlich zu vollziehen ist Bedingung der Klarheit des politischen Willens” (Jaspers, 1988: 120).

Mit anderen Worten: Politik kann gerade nicht auf Ideologie beruhen. Sie muss auf Sachverstand, Faktenkenntnis, also auf dem beruhen, was Wissenschaftler in der Vergangenheit gewöhnlich bereit stellen,

“Welche Ziele auch immer in der Politik ergriffen werden, die Politik selber gründet sich, wenn sie groß und ernst ist, jederzeit auf Verantwortung” (Jaspers, 1988: 121).

Aber nicht nur Politiker tragen eigentlich Verantwortung, auch Wissenschaftler tun dies. Wer verantwortungslos schreibt, das Ziel, seine Leser mit Falschheit und Bewertung zu manipulieren verfolgt, das Ziel, seine Leser mit Informationen zu eigener Bewertung fähig zu machen, dagegen nicht, kann entsprechend kein Wissenschaftler sein, bestenfalls ein verantwortungsloser Ideologe und für den weder in Politik noch in Wissenschaft ein Platz ist, aber vielleicht im Betreuten Wohnen.

Der Maskulismus

Kennen Sie den Maskulismus? Der Maskulismus ist ein neues Gespenst, das in Deutschland umgeht. Der Maskulismus steht im Bündnis mit dem Patriarchat, er ist wahlweise rechtsradikal, rechtsextrem, manchmal kommt er rassistisch oder migrantisch daher, zuweilen sammelt er Frauenhasser auf und in jedem Fall ist der Maskulismus ein einträgliches Zubrot für all diejenigen, die ihn erfinden, um über ihn schreiben zu können, angebliche Expertisen zum Beispiel.

ismUnd hier ist es gut, dass der Maskulismus ein “ismus” ist, wie der Rechtsextremismus, der Sozialismus, der Kommunismus, der Liberalismus, wie alle ismen, die man in der Realität nicht findet. Deshalb muss man über “ismen” schreiben, weil man “ismen” konkret nicht finden kann – oder haben Sie schon einmal einen Rechtsextremismus in Aktion gesehen? Vermutlich werden manche, die ihr Auskommen mit dem Kampf gegen Rechtsextremismus erzielen, nun einwenden, dass es Fremdenhass gebe, dass Rechtsextreme entsprechende Meinungen in Wort und Schrift verbreiten, Meinungen, die wiederum diejenigen, die den Rechtsextremismus bekämpfen, erst als Rechtsextremismus etikettieren müssen. Das ist das Schöne am Rechtsextremismus, man schafft ihn erst durch Interpretation, um ihn dann bekämpfen zu können.

Ismen kommen nur in der Welt der Worte und Gedanken vor, sie bilden einen ideologischen oder weltanschaulichen Background, vor dem gehandelt wird. Und erst jetzt wird es interessant. Rechtsextremismus ist so harmlos wie Feminismus, so lange nicht auf Grundlage beider Externalitäten für Dritte produziert werden. Was den Rechtsextremismus gefährlich macht, ist – wenn jemand, der sich für rechtsextrem hält, weil er eine ihm vorgegebene Definition übernimmt, einen Menschen anderer Hautfarbe nur deshalb verletzt, weil er anderer Hautfarbe ist. Das ist dann wie im Feminismus, in dem Menschen nur deshalb diskriminiert und in ihren Berufschancen verletzt werden, weil sie das falsche Geschlecht haben, weil sie männlich sind. In ihren menschenverachtenden Auswirkungen geben sich Feminismus und Rechtsextremismus nichts. Wie alle Ideologien sind sie genau dann gefährlich, wenn sie gegen Dritte durchgesetzt werden sollen, die die Ideologie nicht teilen.

Deshalb ist der Liberalismus die einzige humane Ideologie, denn Liberale wollen Dritten nichts aufzwingen, sie achten und bewahren die Räume, in denen freie Entscheidung stattfindet, ganz im Gegensatz zu anderen Ideologien und ganz im Gegensatz zu denen, die sich liberale Paternalisten nennen und doch nur Sozialisten in Maske sind.

Im Grunde gibt es nur Menschen mit Interessen. Der Einfachheit halber kann man – wie wir vorschlagen – sie in offensive und defensive Interessen unterscheiden. Offensive Interessen richten sich auf den eigenen Vorteil, defensive Interessen haben den Versuch zum Gegenstand, Nachteile zu vermeiden. Interessen in institutionalisierter Form werden häufig zu “Ismen”, zu einem ideologischen Dachverband, in dem sich Vertreter bestimmter Interessen treffen. Zumeist handelt es sich dabei um offensive Interessen, deren Durchsetzung man im Verband mit anderen sucht. Der Versuch, seine Interessen durchzusetzen oder an gesellschaftliche Ressourcen zu gelangen, ist um einen ideologischen harten Kern angereichert, einer geteilten Mythe, die instrumentalisiert wird, um Vorteile zu erzielen. Feminismus ist entsprechend der Versuch, sich mit der Behauptung, Frauen seien Opfer oder benachteiligt, Vorteile zu verschaffen. Sozialismus ist der Versuch, mit der Behauptung, man kümmere sich um Arme und Deprivierte, Vorteile zu erlangen. Konservatismus ist um die Bewahrung nicht definierter, aber dennoch als bewahrenswert eingestufter überlieferter Werte angeordnet. Einzig Liberalismus schert wieder aus, denn Liberalismus hat einen formalen Kern. Liberale teilen die Überzeugung, dass es individuelle Freiheit zu verteidigen gilt.

SontheimerDer Streit um gesellschaftiche Ressourcen zwischen denen, die sich “ismen” zuordnen, ist ein Konkurrenzkampf, jedenfalls soll er das in Demokratien sein. Demokratien basieren auf der Idee des gleichen und uneingeschränkten Zugangs zum Wettbewerb um Ressourcen. Das ist die Theorie. Die Praxis sieht jedoch gerade oder ausgerechnet in modernen Demokratien etablierte Ismen versuchen, andere mit niedrigen Mitteln zu bekämpfen und damit den Boden, auf dem Demokratien eigentlich errichtet wurden, zerstören. Als besonders erfolgreich hat sich die Methode moralischer Panik oder kollektiver Hysterie erwiesen, bei der es darum geht, ein Schreckgespenst aufzubauen, nennen wir es Maskulismus, es mit so viel wie nur möglich negativ besetzten Konnotationen zu versehen, z.B:: “ökonomisch Prekarisierte, (Rechts-)Liberale, Vertreter… traditioneller Familienideale, Rechtsextremisten, Migranten … sowie Rassisten …” (Claus, 2014, 79) und auf diese Weise zu versuchen, legitime Interessen, die der eigenen Vorteilsnahme gefährlich werden können, aus dem demokratischen Wettbewerb auszuschließen.

Dass ausgerechent aus Steuermitteln finanzierte eingetragene Vereine, die sich aus Zwecken der Täuschung politische Stiftung nennen und als Anhängsel der Parteien dazu umfunktioniert wurden, nicht nur Steuergelder, die das Bundesverfassungsgericht den Parteien untersagt hat, an sich selbst zu zahlen, neu zu kanalisieren, sondern auch dazu, alte Recken, die sich im ideologischen Kampf bewährt haben, mit Pöstchen zu versorgen und junge Nachwuchs-Ideologen zur Erstellung vermeintlicher Expertisen, die im politischen Kampf um die eigenen Vorteile genutzt werden sollen, zu finanzieren, ist eine der Ironien der Geschichte, eine andere ist die, dass sich die SPD immer noch als Arbeiterpartei bezeichnet.

Und damit sind wir beim neuesten Versuch angelangt, legitime Interessen zu diskreditieren und aus dem politischen Diskurs auszuschließen. Man kann es auch als den neusten Versuch bezeichnen, antidemokratisches Denken in Deutschland noch salonfähiger zu machen, als es sowieso schon ist und die eigene Vorteilsnahme durch pre-emptive strikes, die alle treffen, die man als potentiell gefährlich für die eigene Nutznießung ansieht, auch in Zukunft zu sichern.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung, der Friedrich-Ebert, würde er noch leben, vermutlich den Namen entziehen würde, hat sich dieses Mal damit hervorgetan, einen furchtbaren Ismus zu schaffen, den es zu bekämpfen gilt: Maskulismus, der zwischen Antifeminismus und Frauenhass angesiedelt sein soll, ist der Feind, den die FESler auf Kosten der Steuerzahler erst aufbauen, um ihn dann zu bekämpfen. Handlanger dieses neuesten Anschlags auf die Fundamente einer demokratischen Ordnung ist ein gewisser Robert Claus, von dem man vorher nichts gehört hat und von dem man nach der Expertise mit Sicherheit nichts mehr hören wird. Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan und vielleicht wird ihm, wie dem letzten Naiven, der die Schmutzarbeit antidemokratischer Agitation übernommen hat, Hinrich Rosenbrock war sein Name, ein Unterschlupf bei Dissens gewährt, vielleicht.

Nebenbei bemerkt, der Titel “Maskulismus, Antifeminismus zwischen vermeintlicher Salonfähigkeit und unverhohlenem Frauenhass” ist natürlich völliger Unsinn und hat ungefähr die Aussagekraft von: Feminismus: Massenmord zwischen vermeintlicher Salonfähigkeit und offenem Kaffeekränzchen. Vermutlich ist der Sinn des Titels im Rahmen einer Diskursanalyse verloren gegangen.

Claus von Fes105 Seiten mit vielen Füllseiten hat Robert Claus über seinen Maskulismus zusammengetragen. Eine Expertise hat er verfasst, so meint er, wobei es ihm nicht ganz geläufig zu sein scheint, dass Expertise ein entsprechendes Expertentum voraussetzt, inhaltlich und methodisch. Expertisen waren frührer die Domäne alter Professoren (und im nicht-ideologischen Teil der Welt sind sie das bis heute), die einen Überblick über ein Forschungsfeld haben, weil sie sich seit Jahrzehnten damit beschäftigen. Die Schmutzarbeit antidemokratischer Agitation ist jedoch ein Feld, auf das sich ein Professor, der etwas auf sich hält, nicht begibt. Entsprechend finden wir hier genderstudierte europäische Ethnologen, die eines nicht mitbringen: Expertise.

Wir wollen uns gar nicht mit den Inhalten der falschen Expertise beschäftigen. Das wäre ermüdend. Es ist auch gar nicht notwendig, denn der Anspruch an eine Expertise beginnt bei der Methode, beginnt beim wissenschaftlichen Vorgehen. Ist es nicht vorhanden, ist die Exerptise keine Expertise, sondern belangloses Gewäsch. Und im Fall von Robert Claus, der nicht nur den Maskulismus, sondern auch den maskulistischen Diskurs erfunden hat, ist es prätentiöses und leeres Gewäsch, wie man leicht zeigen kann, wenn man das nachgeschobene Kapitel 9.3 das eine “methodische Annäherung” zum Gegenstand hat, betrachtet.

Bereits die Überschrift macht die methodische Kenntnislosigkeit des Herrn Claus deutlich, denn wer wissenschaftliche Methoden beherrscht, der muss sich ihnen nicht annähern. Wer weiss, wie er ein Interview führt, einen Leitfaden entwickelt, einen Fragebogen erstellt, der muss sich den entsprechenden Tätigkeiten nicht annähern, er geht hin, führt ein Interview, entwickelt einen Leitfaden oder erstellt einen Fragebogen. Annähern müssen sich in der Regel die Schwaller, die trunken von der eigenen Wortonanie regelmäßig Gefahr laufen, den Überblick über das eigene Gefasel zu verlieren.

Wortonanie ist die beste Beschreibung dessen, was der “Methodischen Annäherung” folgt, von der man wünschte, es hätte sie nie gegeben, werden doch hierarchische Strukturen im Denken des Herrn Claus deutlich, für die er sich schämen würde, wäre er mit einem Schamgefühl und der Fähigkeit, zu erkennen, was er schreibt, ausgestattet. So gibt es in seinem methodischen Zugang, von dem an keiner Stelle deutlich wird, worin er eigentlich besteht, die Unterscheidung von “diskursiven Eliten” und “nachrangigen Diskursteilnehmern”. Diskursive Eliten sind “Hauptakteure diskursiver Auseinandersetzungen”, was eine Definition hart an der Grenze zur Tautologie ist, “nachrangige Diskursteilnehmer” sind “Teilnehmer, … die über geringes soziales, politisches und kulturelles Kapital” verfügen. In Deutsch: Im Weltbild von Herrn Claus gibt es Führer und Verführte, ein ganz einfaches Weltbild, das man eigentlich mit dem Ende des Großdeutschen Reiches überwunden zu haben glaubte. Nicht so der anti-maskulistische Claus, für den die Welt in Deppen, die geführt werden müssen, und fiese Führer, die die Deppen führen, wohin sie gerade wollen (Missbrauch eingeschlossen), zerfällt. Das ist starker Tobak und ein klares Indiz dafür, dass Herr Claus mit faschistischen Lehren sympathisiert.

Ansonsten enthält die methodische Annäherung nichts, was man als Methode bezeichnet, nichts, was Wissenschaftler unter Methode verstehen, was auch nicht verwunderlich ist, denn bereits auf Seite 102 hat Claus verkündet, dass er nicht nach dem “Wahrheitsstatus eines Wissensbestands” sucht, sondern nach “Effekt und Form von Macht”. Abermals ins Deutsche übersetzt bedeutet dies: Claus versucht erst gar nicht eine Interpretation der Realität zu finden, die gültig ist. Es geht im darum, eine Interpretation der Welt zu finden, mit der er zufrieden ist, die seiner ideologischen Ausrichtung entspricht, und das ist eben keine Wissenschaft und es ist nicht Expertise, es ist ideologische Scharlatanerie.

Ein wissenschaftliches und methodisches Vorgehen erfordert, seine Forschung mit einer Fragestellung zu beginnen. Hat Herr Claus eine Fragestellung? Nein, denn eine Fragestellung ist eine Hypothese über die Wirklichkeit, die an der Wirklichkeit scheitern kann. Die Wirklichkeit wirkt hier als Korrektiv, was das Ende jeder Ideologie und der Grund dafür ist, dass Claus keine Fragestellung hat.

Schnell hill esserDer Fragestellung reiht sich die wissenschaftliche Vorgehensweise an, d.h. die Frage, wie die Hypothese, die man untersuchen will, untersucht werden soll. Das erfolgt in der Regel dadurch, dass man den Forschungsstand aufarbeitet und die eigene Fragestellung einordnet. Arbeitet Claus den Forschungsstand auf? Nein. Er hat ein Kapitel über “Männlichkeiten im Wandel”, von dem niemand weiß, was es an der Stelle, an der es sich findet, soll und in welcher Beziehung es zum Rest der dünnen, falschen Expertise steht.

Der Einordnung der eigenen Forschung in die bereits vorhandene Forschung folgt die Operationalisierung der Forschungsfrage, d.h. die theoretischen Konzepte müssen in messbare Variablen übersetzt werden. Hat Herr Claus eine Operationalisierung. Nein. Er hat keine theoretischen Konzepte und keine Operationalisierung. Forschung findet bei ihm nicht statt.

Die Operationalsierung wird vorgenommen, um empirisch zu messen, ob Behauptungen, die man in Form von Hypothesen aufgestellt hat, zutreffen. Je nach Erkenntnisinteresse wählt man dann die Stichprobe von Befragten oder Dokumenten aus, auf deren Grundlage man die eigene Forschungsfrage beantworten will. Dazu ist es notwendig, die Auswahl von Stichprobe oder Dokumenten zu begründen, schon um Willkür in der Auswahl von Befragten oder Dokumenten auszuschließen und zu vermeiden, dass man etwas misst, was man selbst an seine Forschung herangetragen hat. Herr Claus sammelt einfach in Foren und bei Manndat und Agens Informationen. Welcher Auswahlprozess, Zufall oder gezielte Suche auf Basis einer Forschungsfrage, hinter dem Datensammeln steht, das verrät er nicht. Wieso er ausgerechnet die Daten sammelt, die er sammelt, dürfte er dagegen ganz genau wissen: Um seine Vorurteile zu belegen, die er an seinen Forschungsgegenstand heranträgt, schließlich war dies sein Auftrag

MayringWenn Dozenten an Universitäten Anschauungsmaterial für willkürliche und ideologisch motivierte Legitimations-Pseudoforschung benötigen, Herr Claus sei ihnen wärmstens empfohlen. Man findet in seiner Arbeit nichts, was auch nur annähernd an einen wissenschaftlichen Standard erinnert, was er zusammenfabuliert ist in keiner Weise nachprüfbar, man kann es glauben oder auch nicht, aber das ist ja gerade der Zweck von ideologischen Pamphlete wie dem vorliegenden: Der eigenen Kongregation ein neues Elaborat des eigenen Glaubens zur Verfügung zu stellen, in dem das Feindbild deutlich angegeben ist. Nichts ist so gut, um Gemeinschaft zu stiften, wie die Abgrenzung gegenüber anderen, und zudem eignet sich das gepflegte Feindbild bestens, um Ressourcen zu besetzen, sich selbst ein Auskommen zu verschaffen, dass derart antidemokratische Pamphlete das Nutznießen auf Kosten demokratischer Grundlagen ermöglichen, ist dann wohl ein Kollateralschaden, der selbst dann nicht ins Gewicht fiele, wenn die Verursacher intelligent genug wären, ihn zu erkennen.

Es wäre langsam an der Zeit zu fordern, dass die politischen Vereine der Parteien, die vortäuschen, eine Stiftung zu sein, also die FES, die HBS, die KAS, die RLS und die HSS auf eigenen Beinen stehen und nicht mehr von Steuerzahlern finanziert werden. Es ist die dritte Ironie dieser Geschichte, dass Männer Steuern zahlen, um die FES und ihre bezahlten Vasallen zu finanzieren, damit sie eben diese Männer beschimpfen, diskreditiert und ihre Interessen als illegitim bezeichnet. Und was muss man wohl von einer Stiftung halten, die von denen Geld nimmt, die sie anschließend beschimpfen lässt?

Mit Robert Claus und dem Nachweis seiner nicht vorhandenen Expertise haben sich auch eine Reihe anderer Blogs beschäftigt:

Arne Hoffmann hat sich wie wir doch mit Robert Claus beschäftigt.

Lucas Schoppe schreibt von “Versteinerungen und der Angst, zu tanzen“, was ja nahe liegt.

Martin Domig bring Weinbergschnecken in Misskredit

Offene Flanke präsentiert hoffentlich keine solche.

Mein Senf gibt seinen Senf zum Claus-Werk

Die evolutionäre Perspektive auf stiftungsfinanzierten Unsinn kommt von Christian Schmidt

Elitemedium ist herabgestiegen in die Niederungen der Ideologie um Claussches zu berichten

Nichtfeminist bespricht eine “Hetzschrift” und lässt dem Clausschen Unsinn damit zuviel Ehre zukommen.

Andreas Krauser hat seine Stellungnahme als Vorsitzender von Manndat in das entsprechende Forum gestellt.

Und Hadmut Danisch sieht die SPD auf Männer losgehen.

 

 

 

Hetero-Umerzieher Szene und Homo-Heiler Szene: Eine kleine Anfrage an die Grünen

Ein Leser von ScienceFiles hat uns auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag aufmerksam gemacht (besten Dank!). Die Kleine Anfrage ist von einer ideologischen Binnensicht (oder Borniertheit) durchdrungen, die dazu führt, dass wir nicht anders können, als die Anfrage zur Grundlage einer eigenen nur leicht veränderten Anfrage zu nehmen, die wir unsererseits an die Grünen richten. Vorab ist es notwendig darauf hinzuweisen, dass die Anfrage der Grünen sich gegen “sogenannte Homo-Heiler” richtet, die damit werben, Homosexuelle zu heilen.

Darüber echauffieren sich die Grünen, ganz so, als wäre es ihre Aufgabe für alle Homosexuellen dieser Welt zu entscheiden, dass sie gerne homosexuell sind, ganz so als wären sie in einer Position darüber zu richten, ob sich ein homosexuelles Individuum dazu entscheiden kann, eine Therapie in Richtung Heterosexualität zu beginnen oder nicht. Die Prämissen der Grünen sind überdeutlich: Homosexualität ist eine reine Daseinsform, und während es Menschen gibt, die mit ihrer Heterosexualität unglücklich sind und sich gerne als Homosexuelle outen würden, kann es keine Homosexuellen geben, die mit ihrer Homosexualität unglücklich sind und sich gerne als Heterosexuelle outen würden.

Die Grünen leben in einem ideologischen Paradies, in dem nichts ist, wie es ist, aber alles so, wie es nach linker Ideologie sein soll. Wir haben diese Form geistiger Bornierung zum Anlass genommen, um unsererseits eine Kleine Anfrage an die Grünen zu verfassen. Unsere Kleine Anfrage basiert auf der Kleinen Anfrage der Grünen, wir haben sie nur geringfügig verändert, was insofern möglich ist, als die Kleine Anfrage sich durch Floskeln, unbelegte Behauptungen und Belanglosigkeiten auszeichnet, die man einfach nutzen kann, um die Prämissen, die dahinter stehen in ihrer ganzen Erbärmlichkeit für sich selbst sprechen zu lassen.

Kleine Anfrage von ScienceFiles an die Grünen

Sogenannte Hetero-Umerzieher in Deutschland

SciencefilesIn deutschen Schulen wird zunehmend versucht, Kinder und Jugendliche, die bislang mit ihrer Sexualität kein Problem hatten, für ihre möglicherweise vorhandene Homosexualität zu sensibilisieren und ihre unhinterfragte Heterosexualität zu problematisieren. Völlig unbelegt durch wissenschaftliche Studien und im Widerspruch zu den Ergebnissen der empirischen Forschung behaupten die Vertreter eines pädagogisch forcierten Outings, dass Kinder und Jugendliche, die öffentlich zu ihrer Homosexualität stehen, in geringerer Gefahr sind, ihr Leben durch einen Suizid zu beenden als Kinder und Jugendliche, die ihre Homosexualität nicht erkennen oder gar geheim zu halten müssen glauben. Obwohl kein wissenschaftlicher Nachweis für diese Behauptungen besteht, wird die Verbreitung homosexueller Lebensweisen und die Popularisierung gleichgeschlechtlicher Lebensweisen in Deutschland vorangetrieben.

Neuerdings wird von den Propagandisten dieser Pseudoheilslehren beteuert, sie sähen Heterosexualität nicht als Krankheit, aber ‘manche wollten in ihrem Wunsch begleitet werden, homosexuelle Potentiale zu entwickeln’. Sie behaupten: “Heterosexuelle mit Änderungswunsch und -willen können ihre sexuelle Orientierung durch Therapie, Seelsorge oder Selbsthilfegruppen ändern”.

Zu den Organisationen, die in Deutschland dafür sorgen, homosexuelle Lebensweisen zu popularisieren und Homosexualität zur von Gott gegebenen biologischen Veranlagung zu erklären, zählen die politischen Parteien ebenso wie ihre Politischen Stiftungen, für die die sexuelle Orientierung nicht nur zu einem identitätsstiftenden Inhalt geworden ist, vielmehr wird die Verbreitung so genannter sexueller Diversität durch enstprechende Toleranzszenen betrieben und ist zu einem einträglichen Geschäft für die daran Beteiligten geworden.

Der Weltärztebund WMA, dem über 100 nationale Ärzteverbände – darunter die deutsche Bundesärztkammer – angehören, beschloss bei seiner 64. Generalversammlung im Oktober letzten Jahres eine Stellungnahme, in der vor den sog. Konversions- oder Reparations-Pseudotherapien explizit gewarnt wird: „Es gibt für sie keine medizinische Indikation und sie stellen eine ernste Gefährdung für die Gesundheit und die Menschenrechte von denen dar, die behandelt werden.“ Das Papier wurde von der Bundesärztekammer in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (DGPPN) erarbeitet und gemeinsam mit der französischen Ärztekammer und der British Medical Association beim Weltärztebund eingereicht.

In der Stellungnahme wird die Teilnahme an solchen Pseudotherapien von den Ärzte als „unethisch“ und „menschenrechtswidrig“ bezeichnet und gefordert, dass sie „verurteilt und mit Sanktionen und Strafen versehen  werden“  (www.wma.net/en/30publications/10policies/s13/).

Da eine Geschlechtsumwandlung alle Kriterien einer sog. Konversionstherapie erfüllt, fällt auch eine Geschlechtsumwandlung unter dieses Diktum.

Wir fragen die Grünen:

  1. HIVhomophobiaWelche Organisationen oder Gruppen beteiligen sich an der Popularisierung homosexueller Lebensweisen unter Kindern und Jugendlichen?
  2. Ist es ethisch und moralisch vertretbar Kinder und Jugendliche, die in der Phase der Pubertät besonders für Einflussnahme von außen anfällig sind, mit den entsprechenden Angeboten alternativer sexueller Orientierung zu manipulieren?
  3. Welche Erkenntnisse haben die Grünen darüber, dass Kinder und Jugendliche, die sich in ihrer Pubertät als homosexuell geoutet haben, im weiteren Verlauf ihres Lebens unter dieser Entscheidung gelitten haben?
  4. Wie hoch ist nach Erkenntnissen der Grünen der Anteil an HIV/AIDS Erkrankten unter denjenigen, die für homosexuelle Lebensweisen im Verlauf ihres Besuchs einer allgemeinbildenden Schule sensibilisiert wurden?
  5. Welche Organisationen a) bieten nach Kenntnis der Grünen die sogenannten Konversions- oder Reparations-Therapien mit dem Ziel einer Geschlechtsumwandlung an und b) werben nach Kenntnis der Grünen für diese Pseudotherapien?
  6. Können nach Ansicht der Grünen sogenannte Geschlechtsumwandlungen mildtätigen oder kirchlichen Zwecken dienende Tätigkeiten im Sinne der Abgabenordnung sein?
  7. Können nach Ansicht der Grünen Tätigkeiten, die auf die Veränderung einer sexuellen Orientierung abzielen, im Sinne des §52 der Abgabenordnung darauf gerichtet sein, ‘die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet selbstlos zu fördern?
  8. Welche Schlussfolgerungen und Konsequenzen ziehen die Grünen aus dem Umstand, dass Vereine und Ärzte, die Geschlechtsumwandlungen propagieren und durchführen, steuerbegünstigte Zwecke verfolgen, und halten die Grünen in diesem Zusammenhang eine Klarstellung gegenüber den Landesfinanzverwaltungen zur Gewährleistung einer einheitlichen Rechtsanwendung für sinnvoll?
  9. Ist den Grünen bekannt, dass es in Deutschland Ärzte gibt, die sog. Geschlechtsumwandlungen anbieten und bei dem Krankenkassen abrechnen?
  10. Sind nach Ansicht der Grünen sog. Geschlechtsumwandlungen trotz ihrer potentiellen Schädlichkeit vom Leistungskatalog der Krankenkassen erfasst?

 

Schließlich: Unsere Haltung zu Homosexualität ist die, dass wir keine haben. Was Menschen miteinander in Schlafzimmern tun, interessiert uns nicht.

Nutznießer-Spirale: Wohlfahrtsstaaten sind der Anfang vom Ende

Eine witzige und interessante Arbeit zum Thema “Wohlfahrtsstaat” kommt aus Frankreich. Verfasst haben sie Yann Algan, Pierre Cahuc und Marc Sangnier. Die Arbeit ist witzig, weil sie eine Thematik behandelt, die die meisten politisch korrekten und institutionalisierten Wissenschaftler sich nicht anzufassen trauen, und sie ist interessant, weil sie auf einfach Art und Weise zeigt, dass in Wohlfahrtsstaaten ein Gesetz der Degeneration, des gesellschaftlichen Niedergangs zu beobachten ist.

Algan, Cahuc und Sangnier gehören zu den Wissenschaftlern, die gute Ideen in einfache und kausale Annahmen zu verpacken in der Lage sind, und zwar so:

  • reichtum fuer alleGesellschaften bestehen aus Menschen, denen man vertrauen kann und Menschen, denen man nicht vertrauen kann.
  • Menschen, denen man vertrauen kann, sind kooperativ und produktiv, d.h. sie haben etwas mit anderen zu tauschen. Menschen, denen man nicht trauen kann, versuchen, Kooperationen zu ihren Gunsten auszunutzen. Sie sind nicht produktiv: sie nehmen nur, haben selbst nichts zu geben, und deshalb kann man ihnen nicht trauen.
  • Menschen, denen man vertrauen kann, die kooperativ und produktiv sind, bezeichen Algan, Cahuc und Sangnier als zivile Menschen, diejenigen, auf die diese Eigenschaften nicht zutreffen als nicht-zivile Menschen.
  • Die erste Annahme, die die Autoren auf diesem Grundmodell treffen lautet: Die Bereitschaft, Steuern an einen Wohlfahrtsstaat zu zahlen, steigt mit dem Anteil der zivilen Menschen.
  • Daraus folgt, dass auch die Unterstützung für Wohlfahrtsstaaten mit dem Anteil der zivilen Menschen in einer Gesellschaft steigt.
  • Jedoch stellen Wohlfahrtsstaaten Anreize zum Opportunistmus dar, weshalb es einen anderen Zusammenhang gibt: Wenn der Anteil der nicht-zivilen Menschen in einer Gesellschaft steigt, dann ergeben sich daraus triste Konsequenzen:
    • Die Bereitschaft, Steuern zu zahlen sinkt, die Bereitschaft, Steuern vorzuenthalten, steigt.
    • Der Anteil derjenigen, die vom Wohlfahrtstaat leben wollen und Transferzahlung anstreben, steigt.
    • Die Unterstützung für den Wohlfahrtsstaat wächst unter seinen Günstlingen, den unzivilen Menschen.
    • Gleichzeitig werden immer neue Forderungen nach Umverteilung und höheren Steuern durch nicht-zivilen Menschen erhoben: “Uncivic individuals desire more redistribution for two reasons. First, they benefit from public transfer more frequently than civic individuals since they claim benefits when their production can be hidden. Second, they do not bear the full burden of taxation since they dodge taxes when this is possible” (5).

Ab diesem Zeitpunkt ist in einem Wohlfahrtsstaat eine Nutznießer-Spirale am Werk, deren Konsequenz ein “race-to-the-bottom” ist: Immer mehr Profiteure des Wohlfahrsstaates, die unkooperativ und nicht vertrauenswürdig sind, die sich opportunistisch verhalten, fordern immer höhere Steuern und eine immer weitergehende Umverteilung von Steuermitteln und hoffen, davon zu profitieren.

Und als wäre dies nicht schon genug, werden die Horden nicht-ziviler Menschen, die versuchen, auf Kosten der zivilen Menschen zu leben, durch korrupte Bedienstete des Staates unterstützt: “Societies populated by a majority of uncivic individuals can support corrupt and ineffective welfare states that can be larger than the more effective welfare states of societies populated by a majority of civic individuals” (6).

Bis hier hat die Arbeit von Algan, Cahuc und Sagnier bereits eine große Zahl von interessanten Ideen und Konsequenzen aus den Ideen, über die es sich nachzudenken lohnt, bereit gestellt. Aber es kommt noch besser:

Die Autoren testen ihre Annahmen anhand der Daten der OECD Expediture Database, des World Value Survey und des European Social Surveys, und die Daten bestätigen jede einzelne ihrer Annahmen.D.h. Wolfahrtsstaaten tendieren dann, wenn in ihnen das Vertrauen zwischen den Menschen verschwindet und Kooperation problematisch gemacht wird, zu korrupten Selbstbedienungsanstalten für nicht-zivile Menschen zu werden, die ihren Vorteil auf Kosten Dritter suchen und mit Hilfe korrupter Regierungen immer neue Gesetze und Regelungen durchsetzen, die dem Ziel dienen, noch mehr von Umverteilung zu profitieren und immer neue Mittel in die eigene Tasche zu leiten.

“Large, corrupt and ineffective welfare states can survive thanks to the support of a majority of untrustworthy individuals. The creation of large, transparent and effective welfare states needs a large majority of trustworthy citizens. These findings might explain why it is so difficult to reform the large welfare states of Continental Europa countries despite the widespread consensus that they are less effective and transparent than their counterparts in Nordic countries.” (14)

So beenden die Autoren ihre Arbeit. Aber hier fängt es eigentlich erst an.

Wenn Gesellschaften, in denen Ideologen Unfrieden und Misstrauen säen, etwa so, wie es Sozialisten und Feministen in Deutschland tun, über kurz oder lang in ineffiziente Wohlfahrtsstaaten ausarten, in denen es vor allem darum geht, selbst auf Kosten anderer zu profitieren, dann kann man sich die Richtung, in die die deutsche Gesellschaft drifted gut vorstellen.

wohlfahtsstaatAber nicht nur das, wenn die Gefahr großer Wohlfahrtsstaaten darin besteht, dass sie von einer Meute Opportunisten übernommen werden, deren einziges Bestreben darin besteht, immer neue Umverteilung zu fordern und neue Wege zu ersinnen, wie sie an das Geld der zivilen Mitglieder der Gesellschaft kommen, dann zeigt sich hier ein Geburtsfehler repräsentativer Demokratien, stehen sie doch in der Gefahr zum demokratischen Despotismus einer Nutznießer-Oligarchie zu verkommen.

Und dass Deutschland auf dem besten Weg in den demokratischen Despotismus ist bzw. längst im demokratischen Despotismus angekommen ist, zeigt sich z.B.

  • in der Hetzjagd, die auf Menschen veranstaltet wird, die Steuern vorenthalten.
  • Es zeigt sich darin, dass kaum jemand mehr auf die Idee kommt, dass Staaten kein Existenzrecht per se haben, sondern als Dienstleister souveräner Individuen eingesetzt wurden.
  • Es zeigt sich in der Herrschaft der Mittelmäßigen, die kein Problem damit haben, Maßnahmen wie einen Mindestlohn oder eine Frauenquote zu verabschieden, die die Wirtschaft schädigen.
  • Es zeigt sich darin, dass ein überbordender Apparat der Bereicherung von Günstlingen geschaffen wurde, der staatliche Institutionen dazu einsetzt, Steuermittel einzusammeln und an befreundete Netzwerke und Günstlinge umzuverteilen. Der Gender-Sumpf ist ein Beispiel unter vielen.
  • Es zeigt sich darin, dass die Nutznießer von staatlichen Transferzahlungen die Politik der Parteien bestimmen. Dies findet seinen deutlichsten Ausdruck darin, dass es schick geworden ist, nach Umverteilung zu rufen und nicht-Leistungen wie die Fortpflanzung durch Steuermittel zu honorieren.
  • Und schließlich zeigt es sich darin, dass zivile Menschen sich immer seltener in die Politik verirren, denn Politik ist zu einem Verschiebebahnhof geworden, auf dem sich blasse Gestalten einfinden, die im offenen Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt, keine Chance hätten, ein Auskommen zu erwirtschaften und entsprechend den Weg in die Politik (oder neuerdings im Rahmen entsprechender Förderprogramme an Universitäten) wählen.

Der Niedergang von Wohlfahrtsstaaten, die von immer mehr Nutznießern gekapert werden und von immer weniger zivilen Menschen bevölkert werden, ist mithin eine Folge des allgemeinen und gleichen Wahlrechts, denn in einer Gesellschaft in der die Nutznießer staatlicher Steuergeschenke die Mehrheit bilden, ist der Ausgang einer Wahl ebenso vorhersehbar wie die Politikangebote, die Politiker machen: hier wird umverteilt, bis es nichts mehr umzuverteilen gibt.

Wir nennen das die Nutznießer-Spirale.

©ScienceFiles,2014

Algan, Yann, Cahuc, Pierre & Sangnier, Marc (2014). Trust and the Welfare State: The Twin Peaks Curve. Bonn: Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit; Institute for the Study of Labor IZA DP No. 8277.

Werbung

textconsulting.teaser1

Deutschland rüstet auf

Die Bundeswehr rüstet auf. Ungeachtet aller Probleme, die das G36, mit dem man wohl um die Ecke schießen kann, umgeben und im Einklang mit der Vorliebe, die Verteidigungsminister von der Leyen für kampffähige Drohnen entwickelt hat, sind im Zuge der NSA Überwachungsaffäre, in die auch das britische GCHQ verstrickt ist, neue Informationen über Rüstungsvorhaben der Bundeswehr an die Öffentlichkeit gelangt.

droneOb der Zeitpunkt des leaks zufällig ist, da die Mehrzahl der Deutschen derzeit abwesend und in Autokorsos unterwegs ist, mag einmal dahin gestellt bleiben. Fest steht, die Informationen sind nur wenige Stunden, nachdem Queen Elizabeth II den neuesten und größten Flugzeugträger auf ihren Namen getauft hat, den die Royal Navy des Vereinigten Königreiches je besessen hat, geleakt worden.

Der neue Flugzeugträger des Vereinigten Königreichs hat 1.600 Mann Personal, ist 280 Meter lang und mit einer Höhe von 39 Metern über der Wasserlinie ein beeindruckendes Schiff. Der Flugzeugträger verfügt über zwei Start-/Landebahnen und kann mit bis zu 50 Flugzeugen und Hubschraubern bestückt werden. Die HMS Queen Elizabeth II ist der erste von zwei gleichen Flugzeugträgern, die das Vereinigte Königreich bis 2020 in Dienst stellen will.

Wie nun bekannt wurde, hat auch die Bundeswehr Pläne für einen eigenen Flugzeugträger in der Schublade. Die Planungen sind bereits fortgeschritten. Deutschland müsse sich neu in der Welt positionieren, so heißt es in dem internen Papier, das an die Öffentlichkeit gelangt ist. Die NSA und GCHQ Affäre habe gezeigt, dass die Verbündeten Deutschland nicht trauen würden. Die Enttäuschung darüber, dass die Verbündeten dem, was deutsche Politiker sagen, nicht trauen und lieber durch ihre Geheimdienste prüfen, ob sie nicht vielleicht doch angelogen werden, hat die Pläne, Deutschland wieder zu einer führenden Macht auf den Weltmeeren zu entwickeln, befördert.

Die Pläne, die mit “Kaiser Wilhelm II Pläne” überschrieben sind, sehen den Bau von zunächst einem Flugzeugträger vor. Der neue Flugzeugträger, so heißt es, müsse den Vorsprung durch Technik, den Deutschland vor allem bei den erneuerbaren Energien habe, wiederspiegeln und deutlich machen, dass mit Deutschland nicht nur in Technik, sondern auch in Militärtechnik auf den Weltmeeren wieder zu rechnen sei.

HMS Queen Elizabeth IIDer Flugzeugträger “Maria Goeppert” wird den deutschen Anspruch, führende Technologienation zu sein, aller Welt vor Augen führen. So ist geplant, das Schiff mit den neusten erneuerbaren Energien anzutreiben, nicht nur, um den Vorsprung in diesen Technologien auszunutzen, sondern auch um sicherzustellen, dass das Schiff unabhängig von Treibstoffversorgung von Land für Jahre auf See bleiben kann.

Die Verwendung erneuerbarer Energieformen ist explizit als Alternative zur Kernenergie, wie sie auf US-amerikanischen Flugzeugträgern eingesetzt wird, vorgesehen, um der Welt zu zeigen, dass man auch ohne Kernenergie destruktiv sein kann.

Nachhaltig ist die Versorgung an Bord. Dafür sorgen mehrere Anbaufelder unter Deck, in denen organische Nahrungsmittel erzeugt werden, von organischen Tomaten bis zur organischen Kaffeebohne. Die Besatzung  wird weitgehend vegetarisch leben, da Pläne, eine eigene Tierzucht nebst Schlachterei zu installieren, daran gescheitert sind, dass den Besatzungsmitgliedern dadurch täglich vor Augen geführt würde, was es bedeute, Fleisch zu essen, was sie nachhaltig emotional und in ihrer Pflichterfüllung beeinträchtigen könnte.

Ziel ist es, die Maria Goeppert in sozialmoralischen und Fragen der Versorgung autark zu machen und sie von jeder Notwendigkeit, Häfen anzulaufen, weitgehend zu befreien. Auf diese Weise soll größtmögliche Flexibilität im Einsatz gewonnen werden und das Schiff im Notfall genutzt werden können, um die Regierungsmitglieder zu evakuieren.

Auch in den Quartieren an Bord der Maria Goeppert ist an die Nachhaltigkeit und alle Dinge gedacht, die in modernen Gesellschaften selbstverständlich sind. Duschen, Toiletten und Unterkünfte sind nach sexueller Orientierung getrennt, ein Kindergarten sorgt dafür, dass Beruf und Familie für die Besatzung vereinbar ist. Beim Bau der Maria Goeppert sollen ausschließlich Materialien verwendet werden, die die Umwelt nicht belasten und biologisch abbaubar sind.

“Wir müssen der Welt zeigen”, so heißt es in einem Grusswort von der Leyens, das den geleakten Plänen vorangestellt ist, “dass nur der deutsche Sonderweg zum Platz an der Sonne führt”. Deutschland sei keine verspätete Nation und entsprechend mit allen Rechten und Ehren und Privilegien auszustatten, wie sie Großmächte, die USA, China oder Russland längst besitzen würden.

Es ist uns gelungen, an ein Photo der neuen Maria Goeppert zu kommen, auf dem deutlich zu sehen ist, dass die Pläne, die hier verbal und auszugsweise dargelegt wurden, tatsächlich in die Tat umgesetzt werden sollen.

Das Bild des ersten deutschen Flugzeugträgers “Maria Goeppert”.