Lottoscheine nur noch mit Warnhinweis

In modernen Gesellschaften findet sich eine Schicht von Umsorgern, deren einziger Lebensinhalt darin besteht, sich für andere einzusetzen. Diese Umsorger sind ihrer Sache so sehr verschrieben, dass sie schon zu einem frühen Zeitpunkt in ihrem Leben allen Versuchungen, doch eine Arbeit oder gar eine körperliche Arbeit aufzunehmen, widerstanden haben, um sich ganz in den Dienst der guten Sache an ihrem Nächsten stellen zu können, um diesem Nächsten mit allen Nachdruck, die Mängel an seinem irdischen Dasen vor Augen zu führen und ihn daran zu hindern, sich selbst zu schädigen, etwa durch das Trinken von zuviel Bier und Schnaps, das Rauchen von Zigaretten (alles Tätigkeiten, die u.a. die potentiellen Spenderorgane nutzlos machen – wer will schon Raucherlungen), das Essen der falschen Fettsäuren, den Mangel an Bewegung oder das Sprechen in nicht durch den richtigen Zusatz umfassender sexueller Orientierung ergänzter Sprache.

©Deutscher Bundestag, 2014

©Deutscher Bundestag, 2014

Um ihren aufreibenden und unermüdlichen Einsatz für das Soziale, das Gute im Menschen, die Mitmenschen und Nächsten und die Nächsten der Nächsten, effizient zu gestalten, haben sich die Besorgten, zähneknirschend und erst nach langem Zieren, einen kleinen Obolus aus dem Steueraufkommen, das von den Umsorgten erwirtschaftet wird, genehmigt, nicht weniger als 10.000 Euro im Monat, sollen den Aufwand entschädigen, der durch das ständige Besorgtsein um die Mitmenschen, auch gerne als “die Bevölkerung” oder “die Bürger” bezeichnet, entsteht.

Das ist gelebter Altruismus.

In einem Urteil aus dem Jahre 2006, genau vom 28. März 2006, haben die Richter des Bundesverfassungsgerichts, genauer des ersten Senats (1 BvR 1054/01), also richterlich Besorgte “dem Gesetzgeber” die Leviten gelesen und ihm erklärt, dass seine gesetzlichen Regelungen zum Spieltriebs der Bevölkerung nicht ausreichend sind. Sie reichen nicht aus, um einerseits besagten Spieltrieb der Bevölkerung durch ein ausreichendes Angebot an Spielmöglichkeiten zu befriedigen, andererseits die Folgen des Spieltriebs, in pathologischem Spielen, in Wett- und Spielsucht, einzudämmen oder gar zu verhindern.

Insbesondere sei das staatliche Monopol auf die Einnahmen aus Glücksspielen in Gefahr:

“Das bayerische Staatslotteriegesetz vom 29. April 1999 ist mit Art. 12 Abs. 1 GG unvereinbar, indem es vor dem Hintergrund des § 284 StGB das Veranstalten von Sportwetten dem Freistaat Bayern und deren Durchführung der Staatlichen Lotterieverwaltung oder einer juristischen Person des Privatrechts, deren alleiniger Gesellschafter der Freistaat Bayern ist, vorbehält, ohne zugleich hinreichende gesetzliche Regelungen zur materiellen und strukturellen Sicherung der Erreichung der damit verfolgten Ziele zu schaffen, insbesondere zur Ausrichtung des Wettangebots an der Begrenzung und Bekämpfung von Wettsucht und problematischem Spielverhalten. Die Beschränkung der Vermittlung von Sportwetten ist aus diesem Grund ebenfalls nicht mit Art. 12 Abs. 1 GG zu vereinbaren” (1 BvR 1054/01, Rn.79).

Bundesverfassungsgericht_RichterrobenDie Nachricht der richtlich Besorgten an die gesetzgeberisch Besorgten ist verheerend, basiert das Bayerische Lotteriegesetz doch auf dem Staatsvertrag zum Glückspielwesen in Deutschland (GlüStV), der zwischen den Ländern und dem Bund geschlossen, die Erträge aus dem staatlichen Monopol auf Glückspiele verteilen soll. Kurz: Der Hinweis der Karlsruher Besorgten an die Besorgten in Berlin und den Landeshauptstätten, dass der Spieltrieb der Bevölkerung, also der Umsorgten, zwar befriedigt, aber die Prävention von Wettsucht nicht ausreichend erfolge, wirkt wie ein Domino dem nach dem Bayerischen Lotteriegesetz vorhersehbar die entsprechenden Gesetze der verbleibenen Ländern und der GlüStV zum Opfer fallen. Anders formuliert: Die Einnahmen aus Glücksspiel sind gefährdet. Ziel muss es somit sein, Glücksspiele anzubieten und gleichzeitig von denselben abzsuchrecken, um Wett- oder Glücksspielsucht zu verhindern. Nur so, könne das staatliche Monopol auf die Einnahmen aus Glücksspielen aufrecht erhalten werden.

Ausnahmsweise befindet sich das Bundesverfassungsgericht hier in Übereinstimmung mit dem Europäischen Gerichtshof, der wiederholt in Entscheidungen darauf hingewiesen hat (z.B. C-338/04; C-359/04 und C-360/04), dass ein staatliches Monopol auf Glücksspiele nur durch ausgewöhnliche Schutzmaßnahmen gerechtfertigt sei, die sich auf die Bevölkerung beziehen, um diese u.a. vor Wett- oder Glücksspielsucht zu schützen.

Entsprechend haben die Besorgten in Bund und Ländern nachgebessert und einen neuen Staatsvertrag zum Glücksspielwesen in Deutschland gezimmert, der nunmehr allen Vorgaben der richterlichen Besorgten  genügen soll. Allerdings haben die europäischen Besorgten aus der Brüsseler Besorgten-Kommission bereits Zweifel daran angemeldet, dass der neue Versuch, dem Spieltrieb der Umsorgten Herr zu werden, ausreichend ist, dem Europäischen Umsorgtenrecht entspreche. Auch aus Karlsruhe lassen sich die ersten kritischen Stimmen von besonders richterlich Besorgten vernehmen, die das neue Umsorgungswerk dem Zwecke des Schutzes vor Glücksspiel- und Wettsucht als nicht angemessen ansehen.

Abermaliges Nachbessern ist angesagt und nachbessern wollen die Besorgten aus Ländern und Bund:

In einer Schublade des Bundesjustizministeriums schlummert derzeit ein Referentenentwurf, der noch in der laufenden Legislaturperiode Gesetz werden sollen. Bereits mit den um die Einnahmen des Bundes und der Länder besorgten Finanzministern abgesprochen, sieht der Vorschlag vor, die Bekämpfung der Wett- und Glücksspielsucht offensiv anzugehen.LottoscheinWarnung 1

So sollen demnächst Lottoscheine nur noch mit Aufdrucken wie:  “Glücksspiel gefährdet ihre Gesundheit ” möglich sein. Alternative Entwürfe sehen vor, z.B. Wohnsitzlose und einen Begleittext auf den Rückseiten von Losen oder Wettscheinen von Oddset aufzudrucken bzw. in Pop-Up Fenstern bei Online-Spielern abzubilden, wobei die Prävention von Wettsucht durch Texte wie die folgenden erreicht werden soll:

Einst hatte ich ein nettes Reihenhaus. Heute bin ich wohnsitzlos. Ich habe alles verspielt. Lassen Sie es nicht so weit kommen.

Oder:

Glücksspiel ruiniert!

GlücksspielopferAndere Vorschläge sind am liberalen Paternalismus ausgerichtet und gehen davon aus, dass z.B. Lottospieler gar nicht Lotto spielen wollen. Demgemäß werden sie im Online-Spiel erst nach wiederholtem Ausfüllen des entsprechenden Loses zugelassen, während es in der Annahmestelle passieren kann, dass z.B. der Kioskbesitzer den Lottozettel in den Papierkorb wirft und erst dann aus dem Papierkorb entnimmt und annimmt, wenn derjenige, der das Los abgeben will, auch ganz sicher ist, dass er Glücksspielen will und es sich auch leisten kann.

Bei der Frage der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit setzt ein weiterer heiß diskutierter Vorschlag an, der das Mitbringen eines aktuellen Kontoauszuges als Voraussetzung für die Teilnahme am Glücksspiel ins Spiel gebracht hat. Geht aus dem Kontoauszug hervor, dass der potentielle Spieler bereits seinen Kontokorrentkredit ausschöpft, sei der dringende Verdacht auf Glücksspielsucht begründet und ihm die Teilnahme zu verweigern. Eine Online-Teilnahme an Glücksspielen ist, geht es nach den Befürwortern dieses Vorschlags, nur noch nach vorheriger Schufa-Auskunft möglich, wobei die Schufa-Auskunft alle sechs Monate aktualisiert werden soll.

Wann die entsprechenden Vorschläge umgesetzt werden, und welches genaue Ausmaß die Warnhinweise annehmen werden, ist derzeit noch unklar und wird erst entschieden, wenn die wissenschaftliche Untersuchung, die am eigens eingerichteten Lehrstuhl für Gender und Glücksspiel an der HU-Berlin derzeit durchgeführt wird, zu einem Ergebnis gekommen ist.

 

Neuer Papyrus erklärt das Ende der 14. Dynastie

PharaoDas Ende der 14. Ägyptischen Dynastie ist für viele Ägyptologen mit einer großen Anzahl von Fragezeichen versehen. Manche glauben, das Agyptische Mittlere Reich sei einem Ansturm der Hyksos zum Opfer gefallen, die sich aus dem Nildelta bis nach Theben ausgebreitet hätten. Manche sind der Ansicht, das Mittlere Reich sei in Chaos und Degeneration gefangen und die Hyksos nur diejenigen gewesen, die einen Todeskampf abgekürzt hätten. Wieder andere sind der Ansicht, die Hyksos hätten sich Unmut in der ägyptischen Gesellschaft zu nutze gemacht: Unmut unter denjenigen, die die Herrschaftseskapaden und der Indokritination durch die herrschende Klasse an deren Spitze mit Webenre ein schwacher und weitgehend unbekannter Pharao stand, nicht mehr akzeptieren und tolerieren wollten; Unmut, der in einer Unterstützung der Hyksos gegipfelt sei..

Die Darstellung, die Josephus mit Bezug auf den Historiker Manetho gibt, spricht dafür, dass das Mittlere Reich unfähig oder unwillig war, sich den Hyksos entgegen zu stellen:

“By main force they easily seized it without striking a blow; and having overpowered the rulers of the land, they then burned our cities ruthlessly, razed to the ground the temples of gods… Finally, they appointed as king one of their number whose name was Salitis. He had his seat at Memphis, levying tribute from Upper and Lower Egypt and always leaving garrisons behind in the most advantageous positions.”

Egyptian PapyriEin neuer Papyri, der Papyri Akhdar der durch die Wirren der ägyptischen Revolution an die Öffentlichkeit gelangt ist, nachdem ihn wohl der ehemalige Verwalter der ägyptischen Altertümer, Zahi Hawaas über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte geheim gehalten hat, bringt nun Licht in das Dunkel, das den Untergang des Mittleren Reiches umgibt.

Demnach sind nicht die Hyksos die Ursache für den Untergang, vielmehr haben die Hyksos übernommen, was sowieso niemand mehr wollte, denn die Bevölkerung Agyptens, so geht aus dem Papyri Akhdar hervor, war lethargisch, hatte alle Bildung, die ihre Hochkultur ausgezeichnet hat, vergessen und dümpelte nur noch vor sich hin.

Ausschlaggebend für diesen Zustand, der im Papyri Akhdar als “gesellschaftliche Todessehnsucht” bezeichnet wird, war eine Bildungsreform, die altes Wissen verworfen hat.

Cheops pyramidAlles hat damit begonnen, dass die Cheops-Pyramide, die bis in die Mitte des Mittleren Reiches als Kraftwerk zur Erzeugung von Energie unter Ausnutzung des Magnetfelds der Erde genutzt wurde, von einer Explosion erschüttert wurde, die große Mengen eines giftigen Gases freigesetzt hat. Eine große Zahl von Anwohnern, zwischen 10 und 50, genau geht das aus dem Papyri nicht hervor, sei daraufhin einem bis dato unbekannten Leiden zum Opfer gefallen. In der Folge habe sich eine Bewegung gegründet, die die Abschaltung des Kraftwerks in der Cheops Pyramide gefordert habe und eine weitere Nutzung der Pyramide als entweder Steinbruch, aus dem die Armen sich bedienen dürfen oder als nationale Gedenkstätte an die Opfer der Explosion, die sich vor der Nilüberschwemmung des Jahres 1700 vor Christus ereignet habe, propagiert hat.

Die entsprechende Bewegung hat über die Jahre an Einfluss gewonnen und mit Pharao Merdjefare ist ihre Lehre als “Akhdar-Lehre” offiziell übernommen und zum Gegenstand einer Vielzahl von Reformen geworden. Der Papyri berichtet davon, dass alte Lehren als gefährlich verboten wurden, weshalb z.B. die Kenntnis darüber, wie man Pyramiden baut und wozu man sie nutzt, in Vergessenheit geraten sei. Ganze Bereiche, die zuvor an ägyptischen Schulen gelehrt worden waren, seien neuen Inhalten gewichen, die die grundsätzliche Erschaffung von Wissen durch den ägyptischen Menschen behauptet hätten und das menschliche Zusammenleben in Liebe, Harmonie und Freude ins Zentrum gestellt hätten.

So sei die Lehre von den Naturkräften für die Explosion in der Cheops-Pyramide verantwortlich gemacht und verboten worden. Die Lehre von den Himmelsbewegungen sei ebenfalls verboten worden, da zwei Nil-Hochwasser nach der Explosion in der Cheops-Pyramide ein Fels aus dem Himmel gefallen sei, der wiederum ein Kind erschreckt habe. Die Lehre von den Himmelsbewegungen wurde dafür verantwortlich gemacht und verboten. Schließlich sei die Lehre vom Lebendigen, von den Zellen und ihrer emergenten Effekte beseitigt und durch die Lehre der Harmonie des freien Zusammenlebens ersetzt worden,

Unter Merdjefare, so der Papyri, sei zudem der negative Einfluss von Krieg und Kriegsführung von Waffen insgesamt thematisiert worden. Dies habe dazu geführt, dass die Armee und alle sie tragenden Gruppen beseitigt wurden. Alle Werte, die mit Armee und Krieg assoziiert waren, galten fortan als schlecht und wurden durch Werte wie Liebe, Freude und Harmonie ersetzt. An die Stelle des Militarismus sei der Demeterismus getreten. Alles Wissen über die menschliche Natur und die Bedingungen und vor allem die Restriktionen des täglichen Lebens, sei ebenfalls aus den Lehrplänen gestrichen worden und in dieser letzten der großen Bildungsreformen der Lehre von Liebe, Freude und Harmonie gewichen.

Auf diese Weise, so der Papyri in seinen abschließenden Passagen, sei die ägyptische Bevölkerung im Mittleren Reich zu einer Ansammlung ungebildeter, kenntnisloser und naiver Zellhaufen verkommen, die es im Verlauf ihres Lebens nicht über den Stand eines dreijährigen Kindes hinaus geschafft hätten. Lediglich die kleine Kaste der Hoheprister des Akhdar hätten sich um den Pharao Webenre gesammelt und sich über die Leichtigkeit gefreut, mit der es ihnen möglich war, die Bevölkerung zu beherrschen.

HyksosBis die Hyksos kamen und sich herausstellte, dass die ägyptische Bevölkerung auch den Widerstand verlernt hatte. Tatsächlich stellte sich den Hyksos wohl, wie dies von Josephus kolportiert wird, niemand in den Weg. Ihr Leben in Liebe, Freude und Harmonie hatte die Ägypter die Natur und die Gesetze derselben vergessen lassen, so lange, bis sie von der Realität eingeholt wurden.

Die Hyksos wiederum, scheinen mit ihrem militärischen Erfolg das Interesse der Ägypter an früheren Errungenschaften geweckt zu haben, weshalb das Reich der Hyksos vergleichsweise kurz war und bereits Mitte des 16. Jahrhunderts vor Christus durch das Neue Reich ersetzt wurde.

©rp, 2014

Moral-Offensive der SPD

rp,Nach Unterlagen, die ScienceFiles vorliegen, plant die SPD eine Moral-Offensive. Ziel ist es, Reste überkommener Moralvorstellungen zu beseitigen und die 89er Revolution zu vollendenen, wie aus den Dokumenten hervorgeht.

H[tte AchernseeDer Fall Edathy ist von der SPD-Führung inszeniert. Dies geht aus internen Unterlagen hervor, die uns vom österreichischen Verfassungsschutz zugespielt wurden. Letzterer ist in einer verlassenen Berghütte nahe dem Achernsee auf die Unterlagen und ein Notebook mit Bundesadler gestoßen. Derzeit sind die Verfassungsschützer noch dabei, sich durch die Bilder auf dem Notebook zu klicken, so dass das schriftliche Material noch nicht gesichtet werden konnte. Soweit uns dieses Material vorliegt, werden wir die Sichtung übernehmen.

Die Unterlagen sind 795 Seiten stark und beinhalten Stellungnahmen und Vorschläge verschiedener Bundestagsabgeordneten sowie eine Image-Strategie, eine so genannte Moral-Offensive, deren Inhalt eine Guerilla-Marketing-Agentur erarbeitet hat.

Wir konnten in der Kürze der Zeit, die uns zur Verfügung steht, nur die Unterlagen zur Moral-Offensive auswerten. Daraus geht hervor, dass die SPD plant, sich ein neues Moral-Image zu geben. Die SPD will Partei der Moral werden, wobei Grundlage des Plans eine Umwidmung des Begriffs der Moral ist. Wie dies mit dem Begriff der Gerechtigkeit bereits gelungen sei, so soll auch für den Begriff der Moral ein neuer Inhalt geschaffen und besetzt werden.

Moral ist demnach keine Vorstellung mehr, die das Handeln von Individuen an Kriterien bindet. Vielmehr soll Moral zur entpflichtenden Freiheit der Handlung des Einzelnen weiterentwickelt werden. Normen, die individuelles Handeln anleiten, seien generell abzulehnen, sofern sie nicht die Selbsterhaltung zum Gegenstand hätten. Folglich solle Moral neubestimmt werden als “alle Handlungen umfassend, die die volle individuelle Handlungsfreiheit gewährleisten und der Selbsterhaltung dienen.” Dabei wird Selbsterhaltung als Recht auf ein Leben ohne finanzielle Probleme definiert.

Die neue Morallehre lehnt sich dabei an das “Erkenne Dich selbst!” von Kant an, reduziert die von Kant beschriebene moralische Vollkommenheit im Hinblick auf die von Kant definierten Pflichten Selbsterhaltung, Wahrhaftigkeit und Selbstachtung jedoch um die beiden zuletzt genannten Pflichten.

Auf diese Weise wollen die Genossen zum Meinungsführer in Sachen Moral werden. Ihr Ziel besteht darin, den öffentlichen Diskurs darüber, was moralisch ist und was nicht, zu bestimmen und althergebrachte Normen, wie Anstand, Ehrlichkeit, Würde oder sonstige überkommene Normen durch eine normative Rationalität des Nützlichen zu ersetzen. Dabei erfolgt die Bestimmung der normativen Rationalität des Nützlichen mit Bezug auf die von Robert Michels schon 1911 definierten, ehernen Ziele der Sozialdemokratischen Partei, die wiederum vom Parteivorstand durch einfaches Mehrheitsvotum anzunehmen sind.

paederastieDer Fall Edathy ist vor diesem Hintergrund als Präzedensfall lanciert worden, mit dem erstmals die engen Grenzen der überkommenen Moralität beseitigt werden sollen. Dabei sei das Ziel, so geht aus dem Image-Papier hervor, Moral so auszuhölen, dass nicht mehr das öffentliche Ausleben einer eher merkwürdigen sexuellen Orientierung, die man in vormodernen Zeiten mit Päderastie in Verbindung gebracht habe, diskutiert werde, sondern die Frage, ob die Staatsanwaltschaft ein Recht habe, das Herunterladen von Bildchen auf Bundestagscomputer zu untersuchen.

Auch der Fall des SPD-Mitglieds im Berliner Abgeordnetenhaus, André Schmitz, wurde von der SPD-Führung inszeniert, wie aus den Unterlagen hervorgeht. Die Informationen über seine Steuerhinterziehung wurden gezielt an die Öffentlichkeit geleakt, um dann demonstrativ nichts tun zu können. Ziel ist abermals, das moralische Fundament, auf dem die generelle Verurteilung von Steuerhinterziehung stehe, zu beseitigen und durch eine moralische Leere zu ersetzen, die die partielle Verurteilung von Steuerhinterziehung, die alle nicht-Politiker zum Gegenstand habe, als Substitut der allgemeinen Steuerhinterziehung ermögliche.

Neue Moral der SPDDavon versprechen sich die Genossen nicht nur die Meinugsführerschaft, wenn es darum geht, Fragen der Moral zu beantworten, sie verbinden damit auch die Hoffnung, das ständige Lavieren zwischen dem, was man macht und dem, was man anderen erzählt, dass man machen würde, zu beenden. Es sei auf Dauer nicht auszuhalten, den Wählern zu erzählen, man würde ihre Interessen vertreten, während man nach Nacktbildern von Knaben im Internet suche, nach lukrativen Vortragsreisen browse oder nach der besten Möglichkeit, das eigene Einkommen zu erhöhen und vor der Steuer in Sicherheit zu bringen, fahnde. Um SPD-Abgeordnete nicht zu überfordern, sei es daher notwendig, die moralischen Ansprüche, die an die Abgeordneten gestellt würden, zu kontrollieren.

Wenn Wähler nicht mehr wüssten, was sie erwarten sollen und die entsprechende Erwartungsleere von der SPD-Führung nach praktischer Notwendigkeit gefüllt werden könne, sei es nicht nur möglich, sich selbst dauerhaft als moralischer Führer zu präsentieren, sondern auch, die privaten Vorteilsnahmen problemlos mit dem politischen Amt zu verbinden, da die Notwendigkeit entfalle, den Anschein zu erwecken, man mache etwas anderes als nach dem eigenen Vorteil Ausschau halten und den eigenen Vorlieben zu huldigen.

Edathy und Schmitz sind dabei erst der Anfang einer minutiös geplanten Image-Strategie.

Neues EU-Harmonisierungsopfer: Deutsch soll Englisch weichen

Brüssel, 18/01/2014, rp - Wie aus einem Dokument der EU-Kommission hervorgeht, das uns zugespielt wurde, planen die für den Internen Markt, Konsumenten und Wettbewerb zuständigen Kommissare, Michel Barnier (Frankreich), Neven Mimica (Kroatien) und Joaquím Almunia (Spanien) einen gemeinsamen Harmonisierungsvorstoß. Ziel: Eine gemeinsame Europäische Sprache: Englisch - The Common Language Area.

EU directiveDieses Mal geht es der deutschen Sprache an den Kragen. Dies geht aus einem gemeinsamen Dokument dreier EU-Kommissare hervor, das uns zugespielt wurde. Sprache, so wird in dem Dokument argumentiert, sei ein Ausdruck einer entsprechenden Kultur. So assoziiere man die deutsche Kultur mit der deutschen Sprache, die französische Kultur mit der französischen Sprache und die italienische Kultur mit der italienischen Sprache. Dagegen gebe es keine gemeinsame europäische Sprache.

Das Fehlen dieser gemeinsamen europäischen Sprache wird dann dafür verantwortlich gemacht, dass die Unterstützung für die EU in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen sei. Eine gemeinsame europäische Kultur, so Robert Schumann, der behauptet, in die Pläne von Michel Barnier eingeweiht zu sein, sei die Grundlage für eine “Grande Nation Europa”, ohne europäische Kulture keine “Grande Nation” und ohne europäische Sprache, keine europäische Kultur. “Wir wollen ein gemeinsames Europa bauen”, so wird der ungehaltene Michel Barnier von einem Vertrauten zitiert, “und was tun wir? Wir bauen den Turm zu Babel!”.

Auch Paul-Henri Spaak, der in der Wettbewerbs-Kommission von Joaquím Almunia seinen Dienst tut, hat ein großes Interesse an einer Einheitlichen Europäischen Sprache. “Ich weiß gar nicht”, so sagt er, “wie die Sprache als das größte Handelshindernis den bisherigen Harmonisierungsbestrebungen entgehen konnte! Wenn ein Warentransport von Deutschland nach Frankreich führt, brauchen Sie die erforderlichen Dokumente in zwei Sprachen. Wenn die EU eine Direktive erlässt, dann muss die Direktive gleich in 24 Sprachen übersetzt werden. Das EU-Parlament beschäftigt eine Unzahl von Dolmetschern und Übersetzern, damit die EU-Parlamentarier, sich verstehen könnten, wenn sie sich denn zuhören würden. Die Einsparungen, die von einer gemeinsamen Sprache ausgehen, sind immens und genau die Anschubfinanzierung, die die schwächelnde europäische Wirtschaft im internationalen Wettbewerb benötigt”, sagt Spaak.

tower of babelAuch für Konsumenten ergeben sich eine Unzahl von Vorteilen daraus, dass nach Inkrafttreten der geplanten Direktive europaweit nur noch in englischer Sprache kommuniziert wird. Endlich, so schwärmt Vladimir Nazor, Vetrauter von Neven Mimica, sei es möglich, enge nationale Sprachgrenzen zu überwinden und ein wirklich einheitliches Europa zu zelebrieren: “Grenzüberschreitende Unterhaltungen werden möglich, wo zuvor die Sprachbarriere stand,” so Nazor.

Um diese Ziele zu erreichen, sieht die Direktive “Creating a Common Language Area”, kurz CLA vor, dass bereits ab 2015 in Kindergärten und ab der ersten Klasse in allen Mitgliedsstaaten der EU nur noch in englischer Sprache unterrichtet wird. Die notwendigen Nachschulungsmaßnahmen für Eltern, Lehrer und Kindergärtnerinnen seien von den nationalen Regierung mit Inkrafttreten der Direktive umgehend zu veranlassen. Nationale Fernsehprogramme müssten ab 2015 in englischer Sprache ausgestrahlt werden, zunächst und für die Dauer einer Übergangsphase von 5 Jahren noch mit Untertiteln in den abgeschafften Landessprachen. Behördenbriefe, öffentliche Kommunikation, Debatten in Parlamenten alle Formen der öffentlichen Kommunikation sollten auf die englische Sprache umgestellt werden.

Die Initiatoren der Direktive erwarten sich durch die Sprachharmonisierung unmittelbar Einsparungen in Höhe von rund 1,7 Milliarden Euro bei der Europäischen Union, hauptsächlich durch die Entlassung von Dolmetschern und Übersetzern. Der Abbau von Sprachbarrieren im Warenverkehr soll weitere 37 Milliarden pro Jahr an Einsparungen erbringen. Schließlich versprechen sich die drei Kommissare von der umfassenden Sprachbildung der Europäer in englischer Sprache nicht nur eine verbesserte Wettbewerbsposition gegenüber den USA und China, sondern auch die Schaffung einer europäischen Kultur, die auf lange Sicht an die Stelle nationaler Kulturen treten kann und mittelfristig nationale Parlamente überflüssig werden lässt.

Aber warum soll ausgerechnet Englisch die europäische Kultursprache werden? “Das ist eine gute Frage”, so Paul-Henri Spaak: “Wir haben uns die Wahl nicht leicht gemacht. Drei Gründe haben uns bewogen, die englische Sprache zu wählen: (1) Englisch ist schon jetzt die am häufigsten gesprochene Sprache weltweit. (2) Hätten wir Deutsch gewählt, die damit einhergehende Genderisierung der Sprache hätte uns in der Welt lächerlich gemacht und die Dokumente der EU noch unlesbarer als sie das eh schon sind. Und die EU-Kommission ist der Transparenz verpflichtet”, so Spaak. Schließlich verfüge das Vereinigte Königreich über die einzige ernstzunehmende Armee aller EU-Mitgliedsstaaten und angesichts britischer Bestrebungen, die EU zu verlassen, sei die Durchsetzung des Europäischen Einheitlichen Sprachraums, EES, der das Ziel von CLA sei, ein Mittel, um die Briten zum Bleiben zu motivieren, zumal bekannt sei, wie ungern Briten Fremdsprachen lernen. Dem zu erwartenden Widerstand aus Frankreich werde durch eine Erhöhung der Agrar-Subventionen vorgebeugt.

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Neurologenteam findet deutsches Wesen

Madison, rp, Einem Team von Neurologen um Karl-Heinrich Bauer und Karl Babor, das weitläufig mit dem Wisconsin National Primate Research Center assoziiert ist, ist es erstmals gelungen, das deutsche Wesen sichtbar zu machen. Die Forscher nutzen bildgebende Verfahren, um dem deutschen Wesen auf die Spur zu kommen. Uns sie waren erfolgreich.

brainGenerationen von Forschern haben von seiner Existenz philosophiert. Generationen von Gläubigen haben im deutschen Wesen den Faktor gesehen, an dem die Welt genesen soll. Generation von Deutschen haben gewusst, sie sind anders, anders als die Anderen, die Fremden, aber mehr als indirekte Schlüsse, Behauptungen und Verweise auf die einzigartigen Folgen deutschen kollektiven Handelns, war bislang nicht möglich.

Dies ist nun anders, einem Forscherteam um Karl-Heinrich Bauer und Karl Babor ist es nun gelungen, das deutsche Wesen mit bildgebenden Verfahren, dem so genannten Neuro-Mapping, nachzuweisen.

Wir finden das deutsche Wesen als Fehlstelle im medialen präfrontalen Cortex, in den Amygdala und im posterioren zingulären Cortex, so Karl Babor, der die Versuchsreihe, an der mehr als 500 Probanden aus 30 Ländern der Erde teilgenommen haben, leitet. Den Probanden wurde eine Reihe moralischer Dilemmata vorgelegt, z.B. sollten Sie entscheiden, ob ein Mensch wegen seiner politischen Orientierung eingesperrt werden soll oder für andere, z.B. durch einen gelben Stern erkennbar gemacht werden soll oder nicht, ein so genanntes Outing. Die Reaktion der Probanden auf die entsprechenden moralischen Dilemmata wurde mit Hilfe bildgebender Verfahren erfasst, so dass es möglich war, die Gehirnbereiche, die an der Entscheidung beteiligt, bzw. nicht beteiligt sind, zu erfassen.

Nur etliche deutsche, einige israelische, einige russische und einige US-amerikanische Probanden zeigten keinerlei Reaktion im medialen präfrontalen Cortex, in den Amygdala und im posterioren zingulären Cortex. Die entsprechenden Regionen blieben einfach schwarz, wo sie bei Probanden aus anderen Ländern in roter Farbe auf dem Monitor des den Test überwachenden Neurologen auftauchten. Die rote Farbe, so erklärt Karl Babor, zeigt, dass sich in der entsprechenden Gehinregion Aktivität abspielt, Aktivität, die sich auf das entsprechende moralische Problem, das die Probanden zu lösen haben, bezieht.

Probanden, für die sich in den entsprechenden Regionen keinerlei Aktivität feststellen ließ, sieht Babor dann auch als Belege für die Existenz des deutschen Wesens. Das deutsche Wesen ist kein aktiver, sondern ein defensiver Part im Gehirn, so erklärt Karl-Heinrich Bauer. Es wirkt als Moral-Blocker, verhindert somit die Aktivierung der entsprechenden Bereiche im präfrontalen Cortex, den Amygdala und im posterioren zingulären Cortex.

neuromappingDass es sich dabei tatsächlich um ein rein deutsches Wesen handelt, wurde klar, nachdem die Familiengeschichte der israelischen, russischen und US-amerikanischen Probanden, die ebenfalls keine Aktivität im medialen präfrontalen Cortex, den Amygdala oder im posterioren zingulären Cortex gezeigt hatten, über drei Generationen verfolgt wurde und sich zeigte, dass es sich mit zwei Ausnahmen um deutsche Migranten handelte.

Rudolf Höß, dessen Höß-Stiftung einen großen Teil der Forschung finanziert hat, sieht in den Ergebnissen einen Beleg nicht nur für die Existenz des deutschen Wesens, sondern auch dafür, dass es sich bei manchen deutschen um eine besondere Spezies handele. Die Fähigkeit des deutschen Wesens, moralische Urteile, die andere als einem selbst involvieren, nicht zu treffen, ja unnötige Skrupel zu blocken, sei in ihrer Tragweite nicht zu unterschätzen. Sie prädestiniere den Träger des deutschen Wesens dazu, sich Ideen, von denen er überzeugt sei, voll und ganz und ohne moralische Bedenken hinzugeben.

Die kollektive Kraft, die durch ein kollektives Handeln, das ohne moralische Zügel erfolge, bereitgestellt werde, sei immens, erste, wenn auch eher bescheidene Anfänge könne man bereits bei Studenten oder bei Antifa-Aktivisten und Personen sehen, die ohne Rücksicht auf das eigene oder das Leben Unbeteiligter z.B. Bahngleise sabotieren würden. Und alles im Dienste einer größeren, höheren Sache. Hier finde man den Nukleus zum wahren Guten und Großen, philosophiert Höß, hier liege Potential brach, das, sofern es von den richtigen Ideen, vom richtigen Führer aktiviert werde, weit mehr als die Fussballweltmeisterschaft eintrage.

Deutsche Dicht- und Ingenieurskunst, deutsche Hingebung und deutsche Gründlichkeit hätten, so Höß, bereits in der Vergangenheit dazu geführt, dass die Welt von deutschen Erzeugnissen und Ideologien Made in Germany profitiert habe, bis heute profitiere.

Mit der nunmehr vorhandenen Möglichkeit, über bildgebende Verfahren Träger des deutschen Wesens zu identifizieren, könne dieses Wirken optimiert und zum Wohle der westlichen Avantgarde eingesetzt werden.

Ministerien planen Kündigungsverbot für Mütter

Berlin, rp.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) planen, in einem gemeinsamen Vorstoß das Kündigungsrecht neu zu regeln. Ziel der Neuregelung ist es, einen umfassenden Kündigungsschutz für Mütter durchzusetzen. Entsprechend soll es Arbeitgebern zukünftig generell verboten sein, Müttern zu kündigen.

 

Gestern wurde auf ScienceFiles von einem Beitrag aus dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung berichtet, in dem eine negative Wirkung eines Arbeitsplatzverlusts von Müttern auf die sozial-emotionale Entwicklung von Kindern gezeigt wurde. Wie sich zwischenzeitlich herausgestellt hat, ist der Beitrag Teil einer Agenda, deren Ziel darin besteht, für Mütter einen 100%tigen Kündigungsschutz durchzusetzen.

bmasAuf Nachfrage hat Judith Diener vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) die Pläne im Kern bestätigt und darauf verwiesen, dass Arbeitslosigkeit nicht nur ein finanzielles, sondern vor allem ein emotionales Problem sei. Dies sei vor allem bei Frauen der Fall, denn: In vielen Fällen hätte Arbeit für sie einen symbolischen Wert, diene nicht dem Unterhaltserwerb, sondern der Selbstverwirklichung bzw. dem sich um andere Kümmern. Insbesondere Frauen, die in sozialen Berufen beschäftigt seien, entnähmen ihrer Tätigkeit einen hohen Selbstwert. Dieser Selbstwert sei gefährdet, wenn der Arbeitsplatz gekündigt werde und diese Frauen sich fortan nurmehr um die eigenen Kinder kümmern könnten oder gar müssten. Die Folgen für die Kinder seien unabsehbar, und entsprechend müsse der Gesetzgeber hier regelnd eingreifen.

bmfsfj_web_de-1Ursula Lotus vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wollte die Existenz der Pläne zwar vor der Bundestagswahl nicht bestätigen, gab jedoch zu bedenken, dass Kinder das Kapital einer Gesellschaft seien. Entsprechend sei Kinderproduktion erste und richtige und ordentliche Kinderaufzucht zweite Bürgerinnenpflicht. Daher müsse alles getan werden, um negative Einflüsse von Kindern fernzuhalten. Von Arbeitslosigkeit sei bekannt, dass sie sich negativ auswirke. Entsprechend sei Arbeitslosigkeit von Kindern fern zu halten.

Die Pläne sind schon zu einem Gesetzentwurf gediehen, der u.a. Regelungen für den Fall enthält, dass ein Unternehmen tatsächlich zahlungsunfähig wird und aus diesem Grund keine Weiterbeschäftigung erfolgen kann. Die Regelungen sehen in diesem Fall vor, die von Arbeitslosigkeit bedrohten Mütter bei Konkurrenten unterzubringen. Schließlich, so die Begründung im Gesetzentwurf, sei Konkurrenz in erster Linie dafür verantwortlich, dass Unternehmen zahlungsunfähig würden. Deshalb müssten die Konkurrenten ihrer sozialen Verpflichtung im Rahmen der Corporate Social Responsibilty nachkommen und die Mütter des insolventen Konkurrenten übernehmen.

Eine andere Regelung sieht im Falle einer Unternehmenskrise eine Entlassungshierarchie vor. Danach sind zuerst unverheiratete Männer, die noch keine Vaterschaft nachweisen können, zu entlassen. Ihnen folgen verheiratete, aber kinderfreie Männer. Der so genannte Kontingenz-Plan sieht zudem vor, dass kinderfreie Frauen einen Arbeitsplatzverlust vermeiden können, wenn sie sich verpflichten, innerhalb der nächsten drei Monate schwanger zu werden.

Zwar waren die Vertreter beider Ministerien nicht bereit, die Existenz des Gesetzentwurfes vor der Bundestagswahl zu bestätigen, aber man darf mit einiger Sicherheit erwarten, dass nach der Bundestagswahl der Gesetzentwurf zur Erhöhung der unternehmerischen Verantwortung für gesellschafts-funktional wichtige Mütter, der als dreizehntes Buch in das Sozialgesetzbuch aufgenommen werden soll, in den Bundestag eingebracht werden wird. Dafür spricht, dass nach unseren Erkenntnissen Arbeitgeberverbände, Vertreter von Gewerkschaften, SPD, Grüne/Bündnis 90 und PDS an den Gesetzesberatungen beteiligt waren.

Hilferuf vom Ministerium: Genderlehrstuhlbenennungen gehen aus

Vor einiger Zeit haben wir darüber berichtet,  dass das Professorinnenprogramm in die zweite Runde gegangen ist. Waren es in der ersten Runde bereits 150 Millionen Euro, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung in die Bevorzugung von Frauen an Universitäten und die Diskriminierung von Männern investiert hat, so sollen in der zweiten Runde weitere 150 Millionen Euro hinzukommen.

ProfessorrinnenprogrammDas Ziel des Professorinnenprogramms besteht vornehmlich darin, vorhandenen Bezeichnungen von Lehrstühlen ein “Gender” oder “Frauenforschung” hinzuzufügen. Es geht also nicht um Erkenntnisgewinn, sondern um verbale Kosmetik, die allen, die es hören und lesen vorgaukeln soll, Gender habe irgend etwas mit Wissenschaft zu tun. Der immense Einsatz von Mitteln zur Verbreitung von Gender an Universitäten hat neben dem Vorgaukeln von Wissenschaftlichkeit, aber noch einen anderen Grund, es ist ein großangelegtes Projekt, um Wissenschaft zu unterminieren und Steigbügelhalter der herrschenden staatsfeministischen Ideologie an Universitäten zu etablieren.

Mit diesem Unterfangen war das Ministerium, das vorgibt für Bildung und Forschung zuständig sein zu wollen, bislang recht erfolgreich, wie eine beeindruckende Liste zeigt, die Dr. habil. Heike Diefenbach in einem Beitrag veröffentlicht hat. Gender ist – wie die Liste zeigt – vielfältige Verbindungen eingegangen, um den Hauch von Wissenschaftlichkeit zu erheischen. So gibt es u.a. :

  1. Eine Professur für „Tanzwissenschaft und Gender Studies”,
  2. Eine Juniorprofessur für „Musikwissenschaft – Gender Studies”,
  3. Eine Juniorprofessur für „Bildende Kunst mit Schwerpunkt Frauen- und Geschlechterforschung”,
  4. Eine “Professur für „Frauenspezifische Gesundheitsforschung mit Schwerpunkt Herz-Kreislauf-Erkrankungen”,
  5. Eine Juniorprofessur für „Geographische Entwicklungsforschung mit Schwerpunkt Genderforschung“,
  6. Eine Professur für „Gender and Science/ Naturwissenschafts- und Geschlechterforschung“ ,
  7. Eine Professur für „Geschlechterstudien und Europäische Ethnologie”,
  8. Eine Professur für „Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Gender und Diversity”,
  9. Eine Professur für „Gender und Globalisierung”,
  10. Eine Juniorprofessur für „Allgemeine Pädagogik und Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Diversity”,
  11. Eine Professur für „Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung”,
  12. Eine Juniorprofessur für „Diversity Politics”,
  13. Eine Professur für „Philosophie, unter besonderer Berücksichtigung der Ethik und der interdisziplinären Geschlechterforschung”,
  14. Eine Professur für „Mediensoziologie und Geschlechterforschung“ ,
  15. Eine Professur für „Öffentliches Recht und Geschlechterstudien”,
  16. Eine Professur für „Rechtswirkungsforschung und Justizorganisation unter besonderer Berücksichtigung der Rolle von Frauen und Familienrecht”,
  17. Eine Juniorprofessur für „Gender und Diversity Management”,
  18. Eine Professur für „Neuere Geschichte unter besonderer Berücksichtigung des Spätmittelalters, mit Schwerpunkt Historische Frauenforschung“,
  19. Eine Professur für „Wissensmanagement, eLearning und Gender/Diversity”,
  20. Eine Juniorprofessur für „Wissensgeschichte und Genderstudies“

Und jetzt ist den Leutchen im Bildungsministerium die Phantasie ausgegangen. Sie wissen nichts mehr, womit sie Gender noch in Verbindung bringen könnten, um vorzugaukeln, dass Gender und Wissenschaft etwas miteinander zu tun haben. Deshalb haben sie sich mit einem internen Email-Aufruf, der überraschender Weise auch ScienceFiles zugegangenist, an die Mitglieder des Gender-Netzwerkes gewendet. Darin heißt es unter anderem:

… so besteht die Gefahr, dass die 150 Millioen Euro einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden, wenn nicht unverzüglich neue Möglichkeiten, Gender mit Fachbereichen und Lehrstuhlbezeichnungen in Verbindung zu bringen, gefunden oder geschaffen werden.

Der Aufruf schließt mit den Worten:

Wir rufen daher alle Mitglieder des Netzwerkes dazu auf, Vorschläge für Lehrstuhlbezeichnungen zu machen, die Gender und einen Fachbereich umfassen und an Universitäten und Hochschulen eingerichtet werden können und auf die Frauen berufen werden können. Nur so kann es gelingen, den Anteil von Frauen an Universitäten zu erhöhen und die 150 Millionen Euro für die Frauenförderung zu sichern.

Wir wollen uns an diesem Aufruf des Ministeriums beteiligen und unsererseits unsere Leser aufrufen, sich an der Verbreitung des Suffix Gender zu existierenden oder neu einzurichtenden Lehrstühlen zu beteiligen. Wir haben bereits die folgenden Vorschläge gesammelt:

    1. LehrstuhlgeneratorEine Professur für Gender-Marketing und Customer Delight in der Fußgängerzone von Hamburg;
    2. Eine Professur zur Erforschung des Geschlechtsverhältnisses unter den Insassen des KZ Dachau unter besonderer Berücksichtigung der zwischen 1933 und 1936 inhaftierten Frauen aus dem Kaffeekränzchen von Isolde Baumgarth;
    3. Eine Professur aus dem Bereich Ernährungswissenschaft, die sich Geschlechterunterschieden bei den Kaugewohnheiten während des Essens von Kartoffelbrei widmet;
    4. Eine Professur für Politik, Radfahren, Ökologie, Nachhaltigkeit, die Freiburger Innenstadt und Gender;
    5. Eine Professur für Reaktorforschung und Gender;
    6. Eine Professur für die Erforschung der Folgen des Kartoffelkäferbefalls von 1937 unter besonderer Berücksichtigung von Gender;
    7. Eine Professur für Astrologie, Tarot und Gender;
    8. Eine Professur für Didaktik der Vermittlung von Gender in der Betriebskantine von Daimler Benz;
    9. Eine Professur für Raumfahrttechnologie und Gender;
    10. Eine Professur für Antriebstechnik und Gender;
    11. Eine Professur für anorganische Chemie unter besonderer Berücksichtigung von Gender;
    12. Eine Professur für Düngemitteleinsatz im Weinbau unter besonderer Berücksichtigung von Gender und Diversität;
    13. Eine Professur für Verfassungsrecht unter besonderer Berücksichtigung der nachhaltigen Verträglichkeit von Genderprofessuren mit dem Grundgesetz;

Wir hoffen, mit unseren Vorschlägen dem Ministerium für angeblich Bildung und Forschung bei der Verschwendung weiterer 150 Millionen Euro mit dem Ziel, Wissenschaft von Universitäten und Hochschulen zu entfernen, behilflich gewesen zu sein und rufen unsere Leser auf, ihrer staatsbürgerlichen Pflicht nachzukommen und Vorschläge per Kommentar zu liefern, die dem Ministerium zum Verschwenden von Steuergeldern den Weg ebnen.

China und Rußland wollen Finanzierung und Verbreitung von Feminismus beenden

Wie gerade bekannt wurde, wollen die beiden ständigen Mitglieder im Sicherheitsrat der UN, China und Rußland, alle Unterstützung finanzieller und politischer Art für feministische Projekte beenden. Insider sind der Ansicht, der sino-russische Vorstoß sei dem Ärger über westliche Menschenrechtsinterventionen in beiden Länder geschuldet.

New York, rp
UNAm ständigen Sitz der UN braut sich etwas zusammen. China und Rußland wollen einen gemeinsamen Entschließungsantrag in den Sicherheitsrat der UN einbringen, der ein Ende der Unterstützung und Finanzierung aller Projekte, Institutionen und Organisationen vorsieht, die sich dem Feminismus verpflichtet sehen.

Der Feminismus, so heißt es in dem Entschließungsantrag, verstoße nicht nur gegen rudimentäre Menschenrechte, Feminismus, so heißt es aus berufenem Munde weiter, sei eine totalitäre Ideologie, die sogar den Stalinismus in den Schatten stelle.

Das Pikante an dem sino-russischen Vorstoß ist, dass zwei Länder, die von westlichen Politikern gerne benutzt werden, um als Anwalt von Menschenrechten aufzutreten und die beiden Länder der Menschenrechtsverletzung anzuklagen, nunmehr im Hinterhof der entsprechenden Länder kehren wollen.

Chu En LaiSo sagt Prof. Dr. Chu En Lai von der Sichuan University in Chengdu , von dem angenommen wird, dass er am Antrag maßgeblich beteiligt war, dass der sino-russische Vorschlag überfällig gewesen sei, um die Heuchelei westlicher Politiker offen darzustellen. Westliche Politiker, so Dr. Lai,, reisten durch die Welt und würden mit dem Finger auf Menschenrechtsverletzungen zeigen. Dabei gäbe es mit dem Feminimus in westlichen Ländern eine totalitäre Ideologie, die sich dadurch auszeichne, dass sie Menschenrechte mit Füßen trete.

Feminismus, so Dr. Lai, trage alle Insignien des Totalitarismus. Feminismus bilde inklusive Gruppen, Netzwerke genannt, deren Mitglieder sich aufgrund eines gemeinsamen Merkmals von den Mitgliedern einer anderen Gruppe abgrenzen würden und aufgrund dieses Merkmals gegenüber Menschen, die dieses Merkmal nicht teilten, bevorzugt würden. So gebe es feministische Zeitschriften, feministische Bücher, feministische Buchverlage, feministische Organisationen, feministische Dachverbände, feministische Instutute, feministische Schulungszentren, feministische Lehrstühle, alle mit Alleinvertretungsanspruch, und das gesamte Netzwerk erinnere an die Versuche Maos, die chinesische Gesellschaft mit seiner Kulturrevolution total zu infiltrieren.

Das Merkmal “weiblich” sei zudem die Grundlage öffentlicher Förderung in westlichen Gesellschaften und der Anlass zur Diskriminierung von männlichen Menschen in allen Lebensbereichen. Feminismus sei eine militante Lehre, die mit allen Mitteln gegen Kritiker und Widerspruch vorgehe, wobei Mittel wie Diffamierung, Beschimpfung und, wenn beides nichts nutze, Einschüchterung und (verbale) Gewalt genutzt würden, um Kritiker mundtot zu machen bzw. aus der öffentlichen Sphäre zu entfernen. Dies geschehe zunehmend mit Unterstützung der Judikative, was deutlich mache, dass feministische Ideologen in westlichen Staaten die Juristerei in ihren höchsten Etagen erfolgreich infiltriert hätten.

Die Freiheiten, auf die westliche Staaten so stolz seien, Freiheiten, die sie vor Jahrhunderten erkämpft hätten, würden durch den Feminismus mit einem Federstrich beseitigt. Meinungsfreiheit, Unternehmensfreiheit oder individuelle Freiheit gebe es unter der Herrschaft des Feminismus und in den meisten westlichen Ländern nicht mehr.

StalinDie Auswirkungen oder besser die Auswüchse, des Feminismus, so Dr. Dimitri Schostakowitsch, der zum engeren Kreis von Единая Россия, der Partei “Einiges Rußland” gehört, erinnerten ihn an die Herrschaft des NKWD, der unter Stalin dafür gesorgt habe, dass es keine Abweichungen von der herrschenden Lehre gegeben habe. Zwar sei bislang noch nichts darüber bekannt, dass Gegner des Feminismus in Dunkelhaft gehalten oder in Lagern interniert würden, aber – “wie uns die Geschichte lehrt”, so Schostakovitsch, “ist dies alles nur eine Frage der Zeit”.

In keinem Falle, so Schostakowitsch, gehe es an, dass die Vereinten Nationen, internationale Organisationen und die Staatengemeinschaft zusähen, wie Mitglieder der UN, wie die USA, Frankreich oder Deutschland gegen die Menschenrechtskonvention der UN verstoßen würden, ohne dass dies Folgen habe. So heiße es in den Artikeln 1 und 2 der Menschenrechtskonvention:

Artikel 1
Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.

Artikel 2
Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.

Die Bevorzugung von Menschen aufgrund von Rasse, Hautfarbe, Geschlecht usw. sei genauso ausgeschlossen, wie die Diskriminierung aufgrund derselben Faktoren. Entsprechend müsse Feminismus, als Ideologie, die angetreten sei, nicht nur Menschen bestimmten Geschlechts, nämlich Männer, zu diskriminieren, sondern auch Frauen zu bervorteilen, verboten werden. In keinem Fall gehe es an, dass die UN eine derartige Ideologie unterstütze oder gar finanziere.

11. Gebot: Du sollst über eine Satire lachen können (und nachdenken)

Deutschland 2013. Das ganze Land ist vom Staatsfeminismus infiltriert. Niemand wagt mehr, sein Haupt, geschweige denn, eine kritische Stimme zu erheben. Niemand? Nein. Im Konsum-Babel des Südens, dort, wo eine Kaufinger-Straße mehr Konsumanbeter anzieht als sonstwo in Deutschland, im H-manKonsumbabel des Südens, das berühmt ist für Lederhosen, Eliteunis, Fußball und Steuerverweigerer, in diesem Konsum-Babel regt sich einsamer Widerstand. Hadmut Danisch, einsamer Kämpfer gegen den Staatsfeminismus, Zyklop unter den Einäugigen, Goliath unter Titanen, Dinosaurier unter Echsen trotzt dem Zeitgeist, dem Staatsfeminismus. Er, der Monolith des Widerstands im Meer der Angepassten, er steht seinen Mann, einsam gegen die Brandung feindlicher staatsfeministischer Wellen.

Die Wirklichkeit ist natürlich anders: Ganz so allein, wie er sich gerne darstellt, ist der einsame H-man nicht. Ganz so originär, wie er glaubt, ist sein Kampf nicht. Ganz so herausragend ist seine nichtsdestotrotz verdienstvolle subversive Arbeit nicht. Und warum nicht? Weil er Opfer von friendly fire geworden ist, so erzählt er seinen Lesern. In den Rücken habe man ihn gestochen: Im Felde unbesiegt und nun der Dolchstoß in der Heimat spinnt er sich seine eigene Dolchstoßlegende zusammen. Er spinnt sie im Verlauf eines posts, der anmutet wie die reumütigen Memoiren eines begeisterten Ruderers, der es nie in den Achter der Schulmannschaft geschafft hat. Und seine Enttäuschung darüber, dass die Realität mit seinen Hoffnungen nicht schrittgehalten hat, hat ihn dazu bewegt, eine Legende zu stricken: Schuld sind andere, diejenigen, die ihn, unbesiegt im Feld, in der eigenen Heimat, da, wo er sich sicher fühlte, unter Freunden, in den Rücken gestochen haben, in für vierzig Silberlinge ans Kreuz verkauft haben.

Wie alle, die versuchen, ihre kognitiven Dissonanzen emotional zu bewältigen, ist H-man mit der Verteilung von Schuld und nicht mit Lernen beschäftigt. Das ist schade, würde er nämlich einen Schritt zurücktreten und mit Abstand betrachten, worauf seine Dolchstoß-Legende fußt, er könnte etwas lernen.

FestingerAusgangspunkt der Dolchstoß-Legende ist eine Satire auf ScienceFiles. Die Satire war natürlich nicht für H-man geschrieben, aber er hat es offensichtlich so aufgefasst. Die Satire hat offensichtlich so genau zur emotionalen Befindlichkeit von H-man gepasst, dass er alles, was er in Studium und Leben gelernt hat, alles, was er über ScienceFiles weiß oder doch wissen sollte, vergessen hat, er hat es vergessen für diesen einen kurzen Moment der Genugtuung, der kurze Moment, der sich einstellt, wenn er sich über Genderisten und ihren Unsinn aufregen kann.

Und weil ihn die Satire, die er als solche nicht erkannt hat, so emotional betroffen gemacht hat, hat er sie weiterverbreitet, sich öffentlich über diejenigen, die die Bühne der Satire bevölkert haben, aufgeregt. Dabei sind ihm wesentliche Merkmale von Darstellern und Darstellung, wie Erving Goffman wohl sagen würde, entgangen, wesentliche Merkmale, von denen man erwartet hätte, dass sie einem alten Kämpen wie H-man sofort auffallen.

  • Wie hat Mic Bartz, ein Stammleser der Facebook-Seite von ScienceFiles geschrieben: “Die gute alte Rubbish-Press”. Wer liest, der wird sehen. Rubbish-Press ist der Imprint, mit dem auf ScienceFiles Satiren immer kenntlich gemacht werden. Rubbish-Press ist nicht nur ein festes Logo, rp, sondern auch ein fester tag, der jedem, der es will, die Möglichkeit gibt, die Satire als solche zu erkennen. Wer demnach denkt, er sei von uns aufs Glatteis geführt worden, der hat offensichtlich nicht richtig gelesen.
  • Unter dem Rubrum Rubbish-Press und in Abweichung von allen anderen Texten, die nicht unter Rubbish-Press erscheinen, ist im gesamten Beitrag zum Geschlechterforscher, der Liebeslieder verbieten will, keine einzige Quelle genannt. Was sagt es über einen Text aus, wenn er auf einem Wissenschaftsblog unter Rubbish-Press erscheint und keinerlei Quellen benennt?
  • Das Fehlen jeglicher Quellen hat H-man ebensowenig davon abgehalten, die Satire für bare Münze zu nehmen, wie die Tatsache, dass ihm ein Geschlechterforscher und Theologe vor die Nase gesetzt wurde, den er mit Sicherheit nicht kennen kann, da es ihn nicht gibt. Den er im Internet nicht finden kann, da es ihn nicht gibt, und der sich aufschwingt, um für alle Homosexuellen zu sprechen.
  • Die ScienceFiles Variante von Lieschen Müller, die einem existierenden Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung an der TU-Berlin zugewiesen wurde, einer Universität, die H-man besonders gut kennt, weshalb er die nicht-Existenz von Anna Lisa Müller sofort hätte bestätigen können, tut sich damit hervor, dass sie den Sinn von Sexualität über Fortpflanzung definiert, die einzige Rechtfertigung von Sexualität im Fortbestand des Volkes verortet. Deutlicher kann man die NS-Ideologie, die im Mutterkreuz verewigt wurde, nicht darstellen. H-man hat es geglaubt und nicht einmal bemerkt, dass man als Homosexueller gewisse Probleme haben wird, Sexualität zur Fortpflanzung einzusetzen.
  • Der von mir besonders gemochte, nicht existente Thomas Schelle vom Geschlechterzentrum an der HU-Berlin tut sich durch blanken Rassismus und Sexismus hervor. Er verdammt Musik, die weitgehend black music ist, verbreitet das alte Stereotyp vom promiskuitiven Schwarzen, der mit seiner hegemonialen Muskelmasse zur Nemesis des “weißen Ängstlings” geworden ist. Purer Rassismus und blanker Sexismus, von einem, der sich gegen Sexismus und Homophobie wendet. Man sollte meinen, das ist zu dick aufgetragen, als dass man es glauben kann. H-man scheint es dennoch geglaubt zu haben.
  • Nicht nur in Rassismus und Sexismus ist unser Thomas Schelle bewandert, er ist auch ein Kapitalismus-Kritiker par excellence und weiß, dass man Menschen, die durch Leistung zu einem Vermögen gekommen sind, suspekt behandeln und als Kapitalisten ansehen muss, selbst wenn sie im Slum aufgewachsen sind. Sicher haben Genderisten und Staatsfeministen eine anti-kapitalistische Haltung, schließlich sind sie allesamt Sozialisten. Dennoch würden sich nur wenige von Ihnen (bislang) offen gegen die Leistungsnorm stellen, da letztere nach wie vor von einer Mehrheit der Deutschen geteilt wird (Bericht des IfD in Allensbach: “Für 70 Prozent der Bevölkerung ist es eine wesentliche Komponente sozialer Gerechtigkeit, dass diejenigen, die mehr leisten, auch mehr verdienen” (6-7)). Auch hier ist H-man eher bereit, die Realität der Genderisten als Normalität zu akzeptieren als das, was in Deutschland statistisch normal ist. Da unser Experiment darauf gezielt hat, die Normalitätsvorstellungen zu identifizieren, die Leser Personen, die ihnen als Personen des öffentlichen Lebens präsentiert werden, gegenüber haben, ist diese Abweichung besonders interessant, aber H-man hätte merken müssen, dass er auf der Seite der Gendersiten abweicht,und er hätte wissen müssen, dass Genderisten die Leistungsnorm nicht offen und ehrlich in Frage stellen.
  • Besonders deutlich fanden wir den Schluss der Satire. Hier steht offen, dass man (1) die Rechte von Vielen für die Rechte von Wenigen opfern müsse und dass (2) der beste Weg dazu über die Manipulation der Öffentlichkeit und über Druck führt, wie dies bei der Frauenquote auch erfolgt sei. Nur zur Erinnerung: Noch gibt es keine Frauenquote in Deutschland. Man kann wenig erfreuliches im Hinblick auf den deutschen Staatsfeminismus vermelden, aber das schon noch. Nichtsdestotrotz: H-man hat es geglaubt.

inattentive

Nicht nur H-man hat unsere Satire geglaubt. Viele haben Sie geglaubt, und das war auch so beabsichtigt, denn es ist das Ziel von Satire, zu prüfen, wie weit man die Realität überzeichnen kann, ohne dass die Satire völlig unglaubwürdig wird. Unser Zeil war es explizit herauszufinden, wie die mittlerweile rund 10.000 Leser der Satire die Realität in Deutschland wahrnehmen. Insofern sagt die Tatsache, dass Viele die Satire geglaubt haben, viel über die Realität in Deutschland aus. Auch H-man hält wie viele unserer Leser die Satire für eine Beschreibung der politisch korrekten Realität, für einen real gewordenen Wahnsinn, wie er einem täglich begegnen könnte.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Lesern ist er aber sauer, dass er es geglaubt hat. Sauer, dass die Satire so glaubwürdig war und er nicht gemerkt hat, dass es eine Satire war, weil ihm die Hinweise entgangen sind. Anstatt die Brisanz hinter diesen (seinen) Normalitätsvorstellungen zu erkennen, macht er seinem Ärger Luft und schimpf auf uns als diejenigen, die seine “Glaubwürdigkeit” erschüttert haben. Ganz unversöhnlich ist er und kommt keinen Moment auf die Idee, sich zu fragen, warum er (wie viele andere auch) eine Satire geglaubt hat, die gerade er, bei genauem Lesen als solche und ohne Probleme hätte erkennen müssen. Die Antwort ist einfach: Er hat sie glauben wollen. Offensichtlich hatte er das Bedürfnis zu glauben, der Unsinn von David Thaler sei real. Und warum hatte er dieses Bedürfnis? Warum siegt seine Emotonalität über seine Rationalität, wenn es um einfache Urteile geht?

Auch hier ist die Antwort einfach:

Er schreibt: “Was die meisten halt nicht wissen ist, dass ich seit einem Jahr sehr intensiv, und auch fast jeden Morgen und jeden Abend in der U-Bahn, feministische (oder feminismuskritische) Literatur lese, um ein weiteres Buch vorzubereiten. Gegen das, was ich da täglich lese, ist das Zeug von Klein eigentlich »Kleinkram«, und gerade deshalb nicht als Satire erkennbar. Es ist keine Überzeichnung, es passt genau in die Realität. Was er vermutlich selbst nicht merkt.”

Offensichtlich und wie nicht anders zu erwarten, hat die Rationalität, die Realitätswahrnehmung von H-man darunter gelitten, dass er sich massenhaft und in offensichtlich masochistischer Absicht mit Schund vollliest. Wer sich regelmäßig mit Schmutz umgibt, bleibt nicht sauber. Wer Mengen von Gendermüll liest, leidet an Geist und Verstand, verliert alle Normalitätsmaßstäbe und über kurz oder lang das Gefühl für Normalität. Deshalb meine dringende Bitte an H-man: “Hör’ auf diesen Schund zu lesen!” Es ist nicht notwendig. Wer ein Gendermachwerk kennt, kennt sie alle. Und wozu sollte man den Schund überhaupt lesen, wenn nicht um sich selbst zu bestrafen? Es gibt wichtigeres und besseres im Leben als in der U-Bahn Genderliteratur zu lesen. Man kann in der selben Zeit auch gute Musik hören und sich seines Lebens freuen – das ist in jedem Fall besser für Verstand und Geist.

Anmerkung von Dr. Diefenbach: H-man soll sich z.B. einfach nach hübschen Passagierinnen umsehen, die die U-Bahn mit ihm teilen.

Geschlechterforscher fordert: Liebeslieder verbieten!

Berlin, rp.

Der Berliner Geschlechterforscher und Theologe David Thaler hat sich mit einer radikalen Forderung an die Öffentlichkeit gewendet: "Liebeslieder raus aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk", so fordert Thaler. 

mxpre5239Liebeslieder, so Thaler, feierten in den meisten Fällen Heterosexualität und machten Homosexuellen deutlich, dass sie kein normaler Bestandteil moderner Gesellschaften seien. Diese Form der Homophobie, so Thaler, vergifte das öffentliche Klima und störe den öffentlichen Frieden. Schwule und Lesben sollten nicht länger aushalten müssen, dass man sie öffentlich diffamiere und ausgrenze. Nichts anderes geschehe in Liebesliedern in denen mehr oder weniger offen die Freuden z.B. heterosexueller Aktivitäten gefeiert würden.

Der Vorschlag Thalers ist im Zentrum für Interdisziplinäre Frauen und Geschlechterforschung der TU-Berlin und am Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien der Humboldt-Universität Berlin auf Zustimmung getroffen. So hat Anna Lisa Müller vom Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung darauf hingewiesen, dass in Liebesliedern nicht nur heterosexuelle Beziehungen als gesellschaftliche Norm dargestellt würden, sondern hedonistische Motive im Vordergrund stünden. Dies sei immer dann der Fall, wenn auf private Motive an einer Beziehung, die häufig im sexuellen Bereich liegen würden, und eben nicht auf soziale Motive an einer Beziehung wie z.B. den Dienst an der Gemeinschaft und die Sicherung des Fortbestands des Volkes, verwiesen werde.

Auch Thomas Schelle vom Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien findet den Vorschlag von Thaler gut und richtig und ist darüber hinaus der Meinung, dass es höchste Zeit war, gegen das Feiern einer überbordenden Männlichkeit, wie sie in Liebesliedern stattfinde, vorzugehen. Vor allem in Reggae und Hip Hop gingen  das “Sexuelle” und eine überbordende Männlichkeit eine intime Beziehung ein, die im Hip Hop mittlerweile dazu geführt habe, dass Eltern vor den “explicit lyrics” gewarnt würden.

Bald in Deutschland verboten?

Bald in Deutschland verboten?

Schlimmer noch, so Schelle, sei es im Reggae. Bob Marley, einer der Protagonisten dieser Südseeinsel-Musik sage in einem Liedtext explizit. “I am willing and able, and I throw my cards on the table”. Dieses Feiern von Fähigkeit und von Leistungskraft, das dem unmenschlichen System des Kapitalismus eigen sei, und man müsse Marley aufgrund seines Erfolgs und des damit verbundenen Umsatzes als Kapitalist sehen, auch wenn er im Slum aufgewachsen sei, dürfe in einer modernen und durchgegenderten Gesellschaft nicht mehr als gesellschaftliche Normalität zur besten Sendezeit im Rundfunk verbreitet werden. Auch sei der martialische Akt, Karten auf den Tisch zu werfen, einer modernen Genderlichkeit nicht mehr angemessen.

Dies gelte auch für Liedtexte, in denen höchste Leistungskraft in eindeutigen heterosexuellen Situationen gefeiert würden, wie dies in “I want to make you sweat” von Jacob Miller (Inner Circle) der Fall sei. In einer Zeit, in der Homosexualität zur gesellschaftlichen Normalität geworden sei, sei ein Feiern heterosexueller Leistungskraft ebenso wenig angezeigt wie es angezeigt sei, das aktiv Männliche einem passiv Weiblichen, wie dies im Lied von Miller der Fall sei, gegenüber zu stellen. Es müsse endlich Schluss sein mit der Bevorzugung heterosexueller und Diskriminierung homosexueller Lebensweisen, so Schelle abschließend.

Mit dieser Forderung schließt sich Schelle explizit Thaler an, der seinen Vorstoß wie folgt zusammefasst: “Wir können nicht länger einen großen Teil der Bevölkerung durch Liebeslieder verstören, die einen heterosexuellen Lebensentwurf feiern, der von diesem Teil der Bevölkerung nicht geteilt wird”. Dies, so Thaler, sei diskriminierend, homophob und sexistisch und deshalb sofort zu beenden. Die Chance zur Durchsetzung seiner Forderung schätzt er als gut ein. Das derzeitige gesellschaftliche Klima sei günstig um Queer-Ideen durchzusetzen. Sei erst einmal das Verbot für Liebeslieder in öffentlich rechtlichen Sendern durchgesetzt, dann könne man private Sender zur “Compliance” anhalten, wie dies bei der Frauenquote auch gelungen sei, bei der öffentliche Arbeitgeber Vorreiter gewesen seien.