Bundeskriminalamt ermittelt gegen Humboldt-Universität und Wissenschaftssenator

Ein internes Papier des Bundeskriminalamts, das uns zugespielt wurde, zeigt Erstaunliches:

BKADas Bundeskriminalamt hat eine Sonderkommission “Profx” eingesetzt, die Ermittlungen gegen die Humboldt-Universität und den Senator für Bildung, Jungen und Wissenschaft in Berlin aufgenommen hat. Beiden wird vorgeworfen, fortgesetzt Beihilfe zur Bildung einer terroristischen Vereinigung und zum erpresserischen Menschenraub zu leisten.

Gegenstand der Ermittlungen sind offensichtlich die Umtriebe eines Professor X.

Ihm wird vorgeworfen, seine Position an der Humboldt-Universität auszunutzen, um eine Reihe aktivistischer Studenten, um sich zu sammeln, die sich selbst Studx nennen. Ziel der Studx ist es, den Betrieb an der Humboldt-Universität durch Störaktionen, die sich gegen bestimmte Professoren richten, zu verunmöglichen. Studx plant die Übernahme der Humboldt-Universität und deren Transformation in ein Kommandozentrum, von dem aus Störaktionen an anderen Universitäten Deutschlands koordiniert werden sollen.

Ziel der Störaktionen ist es, Meinungen und Wissen, die vom durch X freigegebenen Wissen und den von ihm getragenen Meinungen abweichen, aus deutschen Universitäten zu entfernen und im Wesentlichen durch Unterstriche, die das Bindeglied der X’schen Ideologie sind, zu ersetzen.

Die Ermittlungen werden, so geht aus dem internen Papier hervor, auf Basis der §§ 239a und 129a, Abs.2 des Strafgesetzbuches geführt.

§129a, Abs. 2 stellt die Gründung einer Organisation unter Strafe, die einem anderen Menschen schwere körperliche oder seelische Schäden zufügt.

§239a stellt den erpresserischen Menschenraub allgemein unter Strafe.

Gegen X liegen erhebliche Verdachtsmomente vor, die belegen sollen, dass er Studenten der Humboldt-Universität dazu zwingt, eine Geheimsprache nicht nur zu erlernen, sondern auch zu verwenden, da er ansonsten nicht mit ihnen kommuniziert. Es ist offensichtlich, dass die Geheimsprache dazu dienen soll, Störaktionen unbemerkt zu koordinieren und deutschlandweit ein Netz von Studx aufzubauen, die die Geheimsprache nutzen, um das öffentliche Leben zu infiltrieren und dort Unheil zu stiften.

kultZudem besteht der Verdacht, dass sich X im Sinne des §239a einer Reihe von Studenten bemächtigt hat, und nunmehr die Sorge der Opfer um ihr Wohl und ihre berufliche Zukunft ausnutzt, um sie zu erpressen. Operativ sind hier die Seminare, die X an der Humboldt-Universität abhält. Im Rahmen dieser Seminare werden die Teilnehmer immer wieder aufgefordert, zu reflektieren und (sich) zu hinterfragen. Dieses Reflektieren und Hinterfragen geht, wie dies aus dem Al Qaeda Maunal bekannt ist, mit dem Erlernen der richtigen Sprache, Interpretation und Weltdeutung einher, die im von X begründeten Kult Verwendung findet.

Die Teilnehmer geraten, so hat ein Aussteiger dem BKA berichtet, in immer größere Abhängigkeit von X, der nicht nur die sprachliche Deutung dessen, was das Leben der nun Studx ausmacht, vorgibt, sondern der sich die Abhängigkeit der Studx von durch ihn ausgestellten Scheinen und Bewertungen zu Nutze macht, um die entsprechenden Studx in eine vollständige Abhängigkeit zu sich zu bringen.

X bemächtigt sich seiner Studenten und fügt ihnen erheblichen seelischen Schaden zu, da sie außerhalb des von X betriebenen Kultes nicht mehr leben können. Dafür sorgt bereits die erlernte Geheimsprache, die eine Verständigung mit normalen Menschen, mit nicht-Kultmitgliedern verunmöglicht.

Wie aus dem geleakten Dokument hervorgeht, schätzt das BKA die von X ausgehende Gefahr als erheblich ein.

Zurückliegende Störaktionen an der Humboldt-Universität und die Anzahl der Studx, denen es nicht mehr gelingt, ein eigenes Urteil zu fällen, geschweige denn, die Welt so zu sehen, wie sie ist, deuteten darauf hin, dass die Gefahr, die von X ausgeht, nicht unterschätzt werden dürfe. Wir haben es hier mit einer vollkommen neuen Art von Hassprediger zu tun, so das Fazit des BKA.

Für sachdienliche Hinweise, die die Ergreifung von X erleichtern, ist eine Belohnung von 1.000 Euro ausgesetzt.

Was glauben Sie, handelt es sich bei dieser Meldung um eine ScienceFiles-Satire oder wurde uns ein internes Papier aus dem BKA zugespielt?

Satire oder nicht?

Deutschland rüstet auf

Die Bundeswehr rüstet auf. Ungeachtet aller Probleme, die das G36, mit dem man wohl um die Ecke schießen kann, umgeben und im Einklang mit der Vorliebe, die Verteidigungsminister von der Leyen für kampffähige Drohnen entwickelt hat, sind im Zuge der NSA Überwachungsaffäre, in die auch das britische GCHQ verstrickt ist, neue Informationen über Rüstungsvorhaben der Bundeswehr an die Öffentlichkeit gelangt.

droneOb der Zeitpunkt des leaks zufällig ist, da die Mehrzahl der Deutschen derzeit abwesend und in Autokorsos unterwegs ist, mag einmal dahin gestellt bleiben. Fest steht, die Informationen sind nur wenige Stunden, nachdem Queen Elizabeth II den neuesten und größten Flugzeugträger auf ihren Namen getauft hat, den die Royal Navy des Vereinigten Königreiches je besessen hat, geleakt worden.

Der neue Flugzeugträger des Vereinigten Königreichs hat 1.600 Mann Personal, ist 280 Meter lang und mit einer Höhe von 39 Metern über der Wasserlinie ein beeindruckendes Schiff. Der Flugzeugträger verfügt über zwei Start-/Landebahnen und kann mit bis zu 50 Flugzeugen und Hubschraubern bestückt werden. Die HMS Queen Elizabeth II ist der erste von zwei gleichen Flugzeugträgern, die das Vereinigte Königreich bis 2020 in Dienst stellen will.

Wie nun bekannt wurde, hat auch die Bundeswehr Pläne für einen eigenen Flugzeugträger in der Schublade. Die Planungen sind bereits fortgeschritten. Deutschland müsse sich neu in der Welt positionieren, so heißt es in dem internen Papier, das an die Öffentlichkeit gelangt ist. Die NSA und GCHQ Affäre habe gezeigt, dass die Verbündeten Deutschland nicht trauen würden. Die Enttäuschung darüber, dass die Verbündeten dem, was deutsche Politiker sagen, nicht trauen und lieber durch ihre Geheimdienste prüfen, ob sie nicht vielleicht doch angelogen werden, hat die Pläne, Deutschland wieder zu einer führenden Macht auf den Weltmeeren zu entwickeln, befördert.

Die Pläne, die mit “Kaiser Wilhelm II Pläne” überschrieben sind, sehen den Bau von zunächst einem Flugzeugträger vor. Der neue Flugzeugträger, so heißt es, müsse den Vorsprung durch Technik, den Deutschland vor allem bei den erneuerbaren Energien habe, wiederspiegeln und deutlich machen, dass mit Deutschland nicht nur in Technik, sondern auch in Militärtechnik auf den Weltmeeren wieder zu rechnen sei.

HMS Queen Elizabeth IIDer Flugzeugträger “Maria Goeppert” wird den deutschen Anspruch, führende Technologienation zu sein, aller Welt vor Augen führen. So ist geplant, das Schiff mit den neusten erneuerbaren Energien anzutreiben, nicht nur, um den Vorsprung in diesen Technologien auszunutzen, sondern auch um sicherzustellen, dass das Schiff unabhängig von Treibstoffversorgung von Land für Jahre auf See bleiben kann.

Die Verwendung erneuerbarer Energieformen ist explizit als Alternative zur Kernenergie, wie sie auf US-amerikanischen Flugzeugträgern eingesetzt wird, vorgesehen, um der Welt zu zeigen, dass man auch ohne Kernenergie destruktiv sein kann.

Nachhaltig ist die Versorgung an Bord. Dafür sorgen mehrere Anbaufelder unter Deck, in denen organische Nahrungsmittel erzeugt werden, von organischen Tomaten bis zur organischen Kaffeebohne. Die Besatzung  wird weitgehend vegetarisch leben, da Pläne, eine eigene Tierzucht nebst Schlachterei zu installieren, daran gescheitert sind, dass den Besatzungsmitgliedern dadurch täglich vor Augen geführt würde, was es bedeute, Fleisch zu essen, was sie nachhaltig emotional und in ihrer Pflichterfüllung beeinträchtigen könnte.

Ziel ist es, die Maria Goeppert in sozialmoralischen und Fragen der Versorgung autark zu machen und sie von jeder Notwendigkeit, Häfen anzulaufen, weitgehend zu befreien. Auf diese Weise soll größtmögliche Flexibilität im Einsatz gewonnen werden und das Schiff im Notfall genutzt werden können, um die Regierungsmitglieder zu evakuieren.

Auch in den Quartieren an Bord der Maria Goeppert ist an die Nachhaltigkeit und alle Dinge gedacht, die in modernen Gesellschaften selbstverständlich sind. Duschen, Toiletten und Unterkünfte sind nach sexueller Orientierung getrennt, ein Kindergarten sorgt dafür, dass Beruf und Familie für die Besatzung vereinbar ist. Beim Bau der Maria Goeppert sollen ausschließlich Materialien verwendet werden, die die Umwelt nicht belasten und biologisch abbaubar sind.

“Wir müssen der Welt zeigen”, so heißt es in einem Grusswort von der Leyens, das den geleakten Plänen vorangestellt ist, “dass nur der deutsche Sonderweg zum Platz an der Sonne führt”. Deutschland sei keine verspätete Nation und entsprechend mit allen Rechten und Ehren und Privilegien auszustatten, wie sie Großmächte, die USA, China oder Russland längst besitzen würden.

Es ist uns gelungen, an ein Photo der neuen Maria Goeppert zu kommen, auf dem deutlich zu sehen ist, dass die Pläne, die hier verbal und auszugsweise dargelegt wurden, tatsächlich in die Tat umgesetzt werden sollen.

Das Bild des ersten deutschen Flugzeugträgers “Maria Goeppert”.

 

Sykophanten für das Land: Muster-Ausschreibung für Universitäten

Eine Vielzahl von wissenschaftlichen Publikationen lehrt das Grauen: Die völlige Unkenntnis der Verfasser darüber, was Wissenschaft und wissenschaftliches Arbeiten eigentlich umfasst, die Tatsache, dass immer mehr vermeintlich wissenschaftliche Beiträge sich als politisch korrektes Wiederkäuen politisch korrekter, von politischen Akteuren vorgegebener Inhalte entpuppen, und vor allem, die völlige Unkenntnis vieler Verfasser über ihre eigene Unkenntnis, verbreitet eine Form von Wissenschaftsterror, von der man sich nur schwer erholt.

miscatonic universityHinzu kommen die Versuche, wie sie z.B. aus dem BMBF kommen und z.B. im Rahmen des Professorinnenprogramms betrieben werden, in täuschender Absicht und hinter Floskeln versteckt, Wissenschaft mit Personen zu infiltrieren, die aufgrund eigener Leistung nicht einmal in die Nähe eines Lehrstuhls gelangt wären, weshalb man sie entsprechend fördern und aussichtsreiche Bewerber diskriminieren muss.

Das, was manche Inhaber wissenschaftlicher Positionen produzieren, und der direkte Einfluss, den Ministerien auf deutsche Hochschulen nehmen, lässt nur einen Schluss zu: Ziel ist die Entprofessionalisierung der Universitäten, deren Durchsetzung mit Personen, die nicht willens und nicht in der Lage sind, eigene und vor allem von der Vorgabe des politisch Korrekten abweichende Ideen zu formulieren und die selbst dann, wenn sie es wären, nicht über die Fähigkeiten und Kompetenzen verfügten, sie umzusetzen, ist Teil einer intendierten Zersetzung deutscher Universitäten. Sie wird von politischen Akteuren betrieben, um sich vor Kritik und Widerstand zu schützen, der angesichts zunehmender Verteilungskämpfe um knappe Ressourcen zu erwarten ist, und wenn man auf die Beiträge wissenschaftlicher Positionsinhaber blickt, so muss man feststellen, die entsprechenden Versuche sind schon weit vorangeschritten.

Und dies trotz der Rücksicht, die z.B. Vertreter des BMBF immer noch auf Dinge wie Wahrheit, Informationsgehalt oder gar Anstand zu nehmen müssen glauben, ein Glaube, der sich z.B. darin niederschlägt, dass im Rahmen des Professorinnenprogramms eine Vielzahl von kunstvoll-geschaffenen Begrifflichkeiten benutzt werden muss, um die Wahrheit, dass das Professorinnenprogramm offene Diskriminierung von Männern darstellt, zu verschleiern.

Um Ministerien von der Last, die mit dem Versuch der Täuschung einhergeht, zu befreien und wissenschaftlichen Positionsinhabern die Last, Legitimation des politisch Korrekten in wissenschaftliche Floskeln verpacken zu müssen, zu nehmen, haben wir uns entschlossen, einen Ausschreibungtext der Zukunft für ein Institut der Zukunft zu entwickeln, das dem Problem der Täuschung der Öffentlichkeit endlich und mit Systematik zu Leibe rücken wird.

 

HU-BerlinDie Humboldt-Universität Berlin gehört zu den wichtigsten Universitäten am Standort Berlin und profitiert nicht nur von ihrer räumlichen Nähe zu deutschem Bundestag und Ministerien. Das neugegründete Leopold Gutterer Institut für angewandte politische Legitimationsforschung wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF), des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sowie der Stadt Berlin finanziert. Es soll zu einem der führenden Kompetenzzentren Europas für die Aufbereitung und Darbietung von richtiger Information ausgebaut werden.

Zu diesem Zweck ist die

Genrikh Yagoda Gründungsprofessur für politische Divulgation (W3)

zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu besetzen.

Die Hauptaufgabe des zukünftigen Lehrstuhlinhabers/der zukünftigen Lehrstuhlinhaberin wird in der Begleitung des Aufbaus des Leopold Gutterer Instituts für angewandte politische Legitimationsforschung bestehen. Neben der Gründungsprofessur sind weitere drei Professuren am Institut vorgesehen, die sich weiteren Teilaspekten der politischen Kommunikation, unter besonderer Berücksichtigung von Auswahl und Darbietung der richtigen Information widmen. Vom Stelleninhaber/der Stelleninhaberin wird weiter erwartet, dass er/sie sich in Lehre und Forschung für das Thema der richtigen politischen Kommunikation engagiert. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Referent_innenRat (ehemals AStA) der Humboldt-Universität ist zu diesem Zweck sinnvoll und aus Gründen der Rekrutierung politischer Aktivisten zu begrüßen, um z.B. Veranstaltungen, die aus Sicht der richtigen Information bedenklich sind, durch Kundgabe der richtigen Information neu zu orientieren.

Der/die Stelleninhaber/in muss in der Benutzung statistischer Methoden ausgewiesen sein. Multivariate Verfahren wie logistische Regressionen oder Two-Way Cross-Random Effect Modelle müssen ihm von der Benutzung her vertraut sein. Mathematische Kenntnisse oder Erwägungen, die sich auf Reliabilität und Validität von statistischen Modellen beziehen, sind nicht erforderlich. Vielmehr werden vom Stelleninhaber/von der Stelleninhaberin moderne Methoden der Interpretation von Daten erwartet, die ihren Anfang nicht bei theoretischen Erwägungen, sondern bei der Idee der richtigen Information nehmen.

Weiter erwarten wir von Bewerbern/von Bewerberinnen, dass sie national wie international durch Publikationen in Fachzeitschriften ausgewiesen sind, die jedoch keinerlei kritische Resonanz und keinerlei kritische Aufmerksamkeit bei Fachkollegen ausgelöst haben. Erfolgreiche Bewerber/Bewerberinnen sollen ein Interesse am jungen Forschungsgebiet politischer Kommunikation der richtigen Information haben und sich durch ein entsprechendes gesellschaftliches Engagement ausweisen (Mitgliedschaften bei Antifa und Attac zum Zwecke der Netzwerkbildung im Hinblick auf Informationsgewinnung und offensiven Informationsverbreitung werden ausdrücklich ermutigt). Kenntnisse in Persuasionsforschung oder in assoziativen Techniken der Informationsaufbereitung sind von Vorteil.

Der/die Stelleninhaber/in sollte in der Lage sein, Vorgaben zur richtigen Information selbständig und weisungsgebunden umzusetzen. Zudem erwarten wir vom zukünftigen Stelleninhaber/von der zukünftigen Stelleninhaberin Kenntnisse in und eine Freude am spontanen Interpolieren, das nicht von eigenen Ideen beeinträchtigt wird. Vielmehr soll der zukünftige Stelleninhaber/die zukünftige Stelleninhaberin gewandt sein, in der Kunst, die Ideen anderer zu adaptieren, zu entstellen und durch eigene Forschung ad absurdum zu führen.

Wir bieten die Möglichkeit, beim Aufbau des Leopold Gutterer Institut als Ansprechpartner/Ansprechpartnerin für die Presse mitzuwirken, ohne dabei für die getroffenen Entscheidungen verantwortlich sein zu müssen. Wir bieten eine interessante Tätigkeit, die Kompetenzen und Fähigkeiten im Umsetzen vorgegebener Entscheidungen verlangt. Dabei steht die Entwicklung diverser Kommunikationsformen, die auf mehreren Wegen die Übermittlung derselben richtigen Information gewährleisten, im Zentrum der fordernden Tätigkeit. Redaktionelle Tätigkeiten, wie z.B. die Anpassung veralteter Schriften an das moderne und richtige Denken, sind Bestandteil der Arbeit, die vom Stelleninhaber/von der Stelleninhaberin erwartet wird. Kenntnisse im Erstellen so genannter “abridge versions”, in denen falsche Informationen weggelassen und richtige Informationen eingefügt werden, sind von Vorteil.

Die Finanzierung der Stelle erfolgt aus den Mitteln des BMBF. Die Stelle ist unbefristet. Bewerber dürfen das 52. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Bei gleicher Eignung werden Bewerber vorgezogen, deren visueller Eindruck keinerlei Anzeichen auf eine vorhandene Individualität vermittelt.

Bewerbungen senden Sie bitte unter Einschluss der üblichen Bewerbungsunterlagen und unter dem Stichwort „Genrikh Yagoda“ an das Bundesministerium für Bildung und Forschung, Referat Öffentlichkeitsarbeit, Hannoversche Straße 28-30, D-10115 Berlin.

Die Bewerbung von behinderten, weiblichen Bewerberinnen mit Kind wird ausdrücklich begrüßt.

Endlich: Förderungsprogramm für ausschließlich männliche Akademiker

Ein Leser hat uns einen Ausschreibungstext zugespielt, der derzeit an einer deutschen Universität darauf wartet, veröffentlicht zu werden. Dem Ausschreibungstext kann man nicht nur entnehmen, dass es ein bislang vor der Öffentlichkeit verborgenes Programm zur Förderung männlicher Grundschullehrer gibt, das die Schaffung und Besetzung von Professuren an pädagogischen Fakultäten deutscher Universitäten durch ausschließlich männliche Bewerber vorsieht, man kann der Ausschreibung auch entnehmen, dass ein Bundesministerium und das Kultusministerium eines Landes planen, ein Forschungszentrum zu errichten, dessen Ziel darin besteht, Strategien zu entwickeln, um mehr Männer für eine Ausbildung zum Grundschullehrer zu gewinnen, um auf diese Weise die Qualität der Schülerausbildung an Grundschulen zu verbessern und die Dominanz weiblicher Grundschullehrer und die damit einhergehende wissenschaftlich zum Beispiel durch uns belegten Nachteile von Jungen zu beseitigen.

Nach inoffiziellen Angaben stehen für das Programm zunächst 150 Millionen Euro für die Förderung männlicher Grundschulpädagogen an Universitäten und die Errichtung des Forschungszentrums bereit, die aus dem Etat des Bundes und eines Landes stammen. Das Grundschullehrerförderprogramm ist auf die Dauer von fünf Jahren angelegt. Die Finanzierung des Forschungszentrums soll nach Ablauf von 10 Jahren weitgehend über eingeworbene Drittmittel erfolgen.

Die Bundesregierung sieht im Grundschullehrerförderungsprogramm ein Mittel, um dem Rückgang der Ausbildungsqualität an deutschen Grundschulen und dem Verschwinden männlicher Grundschullehrer ebenso wie den Nachteilen männlicher Schüler entgegen zu wirken.

Hier nun der Ausschreibungstext (Wir haben uns gegenüber unserem Informanten dazu verpflichtet, die sensitiven Teile der Ausschreibung unlesbar zu machen):

Grundschullehrerfoederungsprogramm

Lottoscheine nur noch mit Warnhinweis

In modernen Gesellschaften findet sich eine Schicht von Umsorgern, deren einziger Lebensinhalt darin besteht, sich für andere einzusetzen. Diese Umsorger sind ihrer Sache so sehr verschrieben, dass sie schon zu einem frühen Zeitpunkt in ihrem Leben allen Versuchungen, doch eine Arbeit oder gar eine körperliche Arbeit aufzunehmen, widerstanden haben, um sich ganz in den Dienst der guten Sache an ihrem Nächsten stellen zu können, um diesem Nächsten mit allen Nachdruck, die Mängel an seinem irdischen Dasen vor Augen zu führen und ihn daran zu hindern, sich selbst zu schädigen, etwa durch das Trinken von zuviel Bier und Schnaps, das Rauchen von Zigaretten (alles Tätigkeiten, die u.a. die potentiellen Spenderorgane nutzlos machen – wer will schon Raucherlungen), das Essen der falschen Fettsäuren, den Mangel an Bewegung oder das Sprechen in nicht durch den richtigen Zusatz umfassender sexueller Orientierung ergänzter Sprache.

©Deutscher Bundestag, 2014

©Deutscher Bundestag, 2014

Um ihren aufreibenden und unermüdlichen Einsatz für das Soziale, das Gute im Menschen, die Mitmenschen und Nächsten und die Nächsten der Nächsten, effizient zu gestalten, haben sich die Besorgten, zähneknirschend und erst nach langem Zieren, einen kleinen Obolus aus dem Steueraufkommen, das von den Umsorgten erwirtschaftet wird, genehmigt, nicht weniger als 10.000 Euro im Monat, sollen den Aufwand entschädigen, der durch das ständige Besorgtsein um die Mitmenschen, auch gerne als “die Bevölkerung” oder “die Bürger” bezeichnet, entsteht.

Das ist gelebter Altruismus.

In einem Urteil aus dem Jahre 2006, genau vom 28. März 2006, haben die Richter des Bundesverfassungsgerichts, genauer des ersten Senats (1 BvR 1054/01), also richterlich Besorgte “dem Gesetzgeber” die Leviten gelesen und ihm erklärt, dass seine gesetzlichen Regelungen zum Spieltriebs der Bevölkerung nicht ausreichend sind. Sie reichen nicht aus, um einerseits besagten Spieltrieb der Bevölkerung durch ein ausreichendes Angebot an Spielmöglichkeiten zu befriedigen, andererseits die Folgen des Spieltriebs, in pathologischem Spielen, in Wett- und Spielsucht, einzudämmen oder gar zu verhindern.

Insbesondere sei das staatliche Monopol auf die Einnahmen aus Glücksspielen in Gefahr:

“Das bayerische Staatslotteriegesetz vom 29. April 1999 ist mit Art. 12 Abs. 1 GG unvereinbar, indem es vor dem Hintergrund des § 284 StGB das Veranstalten von Sportwetten dem Freistaat Bayern und deren Durchführung der Staatlichen Lotterieverwaltung oder einer juristischen Person des Privatrechts, deren alleiniger Gesellschafter der Freistaat Bayern ist, vorbehält, ohne zugleich hinreichende gesetzliche Regelungen zur materiellen und strukturellen Sicherung der Erreichung der damit verfolgten Ziele zu schaffen, insbesondere zur Ausrichtung des Wettangebots an der Begrenzung und Bekämpfung von Wettsucht und problematischem Spielverhalten. Die Beschränkung der Vermittlung von Sportwetten ist aus diesem Grund ebenfalls nicht mit Art. 12 Abs. 1 GG zu vereinbaren” (1 BvR 1054/01, Rn.79).

Bundesverfassungsgericht_RichterrobenDie Nachricht der richtlich Besorgten an die gesetzgeberisch Besorgten ist verheerend, basiert das Bayerische Lotteriegesetz doch auf dem Staatsvertrag zum Glückspielwesen in Deutschland (GlüStV), der zwischen den Ländern und dem Bund geschlossen, die Erträge aus dem staatlichen Monopol auf Glückspiele verteilen soll. Kurz: Der Hinweis der Karlsruher Besorgten an die Besorgten in Berlin und den Landeshauptstätten, dass der Spieltrieb der Bevölkerung, also der Umsorgten, zwar befriedigt, aber die Prävention von Wettsucht nicht ausreichend erfolge, wirkt wie ein Domino dem nach dem Bayerischen Lotteriegesetz vorhersehbar die entsprechenden Gesetze der verbleibenen Ländern und der GlüStV zum Opfer fallen. Anders formuliert: Die Einnahmen aus Glücksspiel sind gefährdet. Ziel muss es somit sein, Glücksspiele anzubieten und gleichzeitig von denselben abzsuchrecken, um Wett- oder Glücksspielsucht zu verhindern. Nur so, könne das staatliche Monopol auf die Einnahmen aus Glücksspielen aufrecht erhalten werden.

Ausnahmsweise befindet sich das Bundesverfassungsgericht hier in Übereinstimmung mit dem Europäischen Gerichtshof, der wiederholt in Entscheidungen darauf hingewiesen hat (z.B. C-338/04; C-359/04 und C-360/04), dass ein staatliches Monopol auf Glücksspiele nur durch ausgewöhnliche Schutzmaßnahmen gerechtfertigt sei, die sich auf die Bevölkerung beziehen, um diese u.a. vor Wett- oder Glücksspielsucht zu schützen.

Entsprechend haben die Besorgten in Bund und Ländern nachgebessert und einen neuen Staatsvertrag zum Glücksspielwesen in Deutschland gezimmert, der nunmehr allen Vorgaben der richterlichen Besorgten  genügen soll. Allerdings haben die europäischen Besorgten aus der Brüsseler Besorgten-Kommission bereits Zweifel daran angemeldet, dass der neue Versuch, dem Spieltrieb der Umsorgten Herr zu werden, ausreichend ist, dem Europäischen Umsorgtenrecht entspreche. Auch aus Karlsruhe lassen sich die ersten kritischen Stimmen von besonders richterlich Besorgten vernehmen, die das neue Umsorgungswerk dem Zwecke des Schutzes vor Glücksspiel- und Wettsucht als nicht angemessen ansehen.

Abermaliges Nachbessern ist angesagt und nachbessern wollen die Besorgten aus Ländern und Bund:

In einer Schublade des Bundesjustizministeriums schlummert derzeit ein Referentenentwurf, der noch in der laufenden Legislaturperiode Gesetz werden sollen. Bereits mit den um die Einnahmen des Bundes und der Länder besorgten Finanzministern abgesprochen, sieht der Vorschlag vor, die Bekämpfung der Wett- und Glücksspielsucht offensiv anzugehen.LottoscheinWarnung 1

So sollen demnächst Lottoscheine nur noch mit Aufdrucken wie:  “Glücksspiel gefährdet ihre Gesundheit ” möglich sein. Alternative Entwürfe sehen vor, z.B. Wohnsitzlose und einen Begleittext auf den Rückseiten von Losen oder Wettscheinen von Oddset aufzudrucken bzw. in Pop-Up Fenstern bei Online-Spielern abzubilden, wobei die Prävention von Wettsucht durch Texte wie die folgenden erreicht werden soll:

Einst hatte ich ein nettes Reihenhaus. Heute bin ich wohnsitzlos. Ich habe alles verspielt. Lassen Sie es nicht so weit kommen.

Oder:

Glücksspiel ruiniert!

GlücksspielopferAndere Vorschläge sind am liberalen Paternalismus ausgerichtet und gehen davon aus, dass z.B. Lottospieler gar nicht Lotto spielen wollen. Demgemäß werden sie im Online-Spiel erst nach wiederholtem Ausfüllen des entsprechenden Loses zugelassen, während es in der Annahmestelle passieren kann, dass z.B. der Kioskbesitzer den Lottozettel in den Papierkorb wirft und erst dann aus dem Papierkorb entnimmt und annimmt, wenn derjenige, der das Los abgeben will, auch ganz sicher ist, dass er Glücksspielen will und es sich auch leisten kann.

Bei der Frage der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit setzt ein weiterer heiß diskutierter Vorschlag an, der das Mitbringen eines aktuellen Kontoauszuges als Voraussetzung für die Teilnahme am Glücksspiel ins Spiel gebracht hat. Geht aus dem Kontoauszug hervor, dass der potentielle Spieler bereits seinen Kontokorrentkredit ausschöpft, sei der dringende Verdacht auf Glücksspielsucht begründet und ihm die Teilnahme zu verweigern. Eine Online-Teilnahme an Glücksspielen ist, geht es nach den Befürwortern dieses Vorschlags, nur noch nach vorheriger Schufa-Auskunft möglich, wobei die Schufa-Auskunft alle sechs Monate aktualisiert werden soll.

Wann die entsprechenden Vorschläge umgesetzt werden, und welches genaue Ausmaß die Warnhinweise annehmen werden, ist derzeit noch unklar und wird erst entschieden, wenn die wissenschaftliche Untersuchung, die am eigens eingerichteten Lehrstuhl für Gender und Glücksspiel an der HU-Berlin derzeit durchgeführt wird, zu einem Ergebnis gekommen ist.

 

Neuer Papyrus erklärt das Ende der 14. Dynastie

PharaoDas Ende der 14. Ägyptischen Dynastie ist für viele Ägyptologen mit einer großen Anzahl von Fragezeichen versehen. Manche glauben, das Agyptische Mittlere Reich sei einem Ansturm der Hyksos zum Opfer gefallen, die sich aus dem Nildelta bis nach Theben ausgebreitet hätten. Manche sind der Ansicht, das Mittlere Reich sei in Chaos und Degeneration gefangen und die Hyksos nur diejenigen gewesen, die einen Todeskampf abgekürzt hätten. Wieder andere sind der Ansicht, die Hyksos hätten sich Unmut in der ägyptischen Gesellschaft zu nutze gemacht: Unmut unter denjenigen, die die Herrschaftseskapaden und der Indokritination durch die herrschende Klasse an deren Spitze mit Webenre ein schwacher und weitgehend unbekannter Pharao stand, nicht mehr akzeptieren und tolerieren wollten; Unmut, der in einer Unterstützung der Hyksos gegipfelt sei..

Die Darstellung, die Josephus mit Bezug auf den Historiker Manetho gibt, spricht dafür, dass das Mittlere Reich unfähig oder unwillig war, sich den Hyksos entgegen zu stellen:

“By main force they easily seized it without striking a blow; and having overpowered the rulers of the land, they then burned our cities ruthlessly, razed to the ground the temples of gods… Finally, they appointed as king one of their number whose name was Salitis. He had his seat at Memphis, levying tribute from Upper and Lower Egypt and always leaving garrisons behind in the most advantageous positions.”

Egyptian PapyriEin neuer Papyri, der Papyri Akhdar der durch die Wirren der ägyptischen Revolution an die Öffentlichkeit gelangt ist, nachdem ihn wohl der ehemalige Verwalter der ägyptischen Altertümer, Zahi Hawaas über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte geheim gehalten hat, bringt nun Licht in das Dunkel, das den Untergang des Mittleren Reiches umgibt.

Demnach sind nicht die Hyksos die Ursache für den Untergang, vielmehr haben die Hyksos übernommen, was sowieso niemand mehr wollte, denn die Bevölkerung Agyptens, so geht aus dem Papyri Akhdar hervor, war lethargisch, hatte alle Bildung, die ihre Hochkultur ausgezeichnet hat, vergessen und dümpelte nur noch vor sich hin.

Ausschlaggebend für diesen Zustand, der im Papyri Akhdar als “gesellschaftliche Todessehnsucht” bezeichnet wird, war eine Bildungsreform, die altes Wissen verworfen hat.

Cheops pyramidAlles hat damit begonnen, dass die Cheops-Pyramide, die bis in die Mitte des Mittleren Reiches als Kraftwerk zur Erzeugung von Energie unter Ausnutzung des Magnetfelds der Erde genutzt wurde, von einer Explosion erschüttert wurde, die große Mengen eines giftigen Gases freigesetzt hat. Eine große Zahl von Anwohnern, zwischen 10 und 50, genau geht das aus dem Papyri nicht hervor, sei daraufhin einem bis dato unbekannten Leiden zum Opfer gefallen. In der Folge habe sich eine Bewegung gegründet, die die Abschaltung des Kraftwerks in der Cheops Pyramide gefordert habe und eine weitere Nutzung der Pyramide als entweder Steinbruch, aus dem die Armen sich bedienen dürfen oder als nationale Gedenkstätte an die Opfer der Explosion, die sich vor der Nilüberschwemmung des Jahres 1700 vor Christus ereignet habe, propagiert hat.

Die entsprechende Bewegung hat über die Jahre an Einfluss gewonnen und mit Pharao Merdjefare ist ihre Lehre als “Akhdar-Lehre” offiziell übernommen und zum Gegenstand einer Vielzahl von Reformen geworden. Der Papyri berichtet davon, dass alte Lehren als gefährlich verboten wurden, weshalb z.B. die Kenntnis darüber, wie man Pyramiden baut und wozu man sie nutzt, in Vergessenheit geraten sei. Ganze Bereiche, die zuvor an ägyptischen Schulen gelehrt worden waren, seien neuen Inhalten gewichen, die die grundsätzliche Erschaffung von Wissen durch den ägyptischen Menschen behauptet hätten und das menschliche Zusammenleben in Liebe, Harmonie und Freude ins Zentrum gestellt hätten.

So sei die Lehre von den Naturkräften für die Explosion in der Cheops-Pyramide verantwortlich gemacht und verboten worden. Die Lehre von den Himmelsbewegungen sei ebenfalls verboten worden, da zwei Nil-Hochwasser nach der Explosion in der Cheops-Pyramide ein Fels aus dem Himmel gefallen sei, der wiederum ein Kind erschreckt habe. Die Lehre von den Himmelsbewegungen wurde dafür verantwortlich gemacht und verboten. Schließlich sei die Lehre vom Lebendigen, von den Zellen und ihrer emergenten Effekte beseitigt und durch die Lehre der Harmonie des freien Zusammenlebens ersetzt worden,

Unter Merdjefare, so der Papyri, sei zudem der negative Einfluss von Krieg und Kriegsführung von Waffen insgesamt thematisiert worden. Dies habe dazu geführt, dass die Armee und alle sie tragenden Gruppen beseitigt wurden. Alle Werte, die mit Armee und Krieg assoziiert waren, galten fortan als schlecht und wurden durch Werte wie Liebe, Freude und Harmonie ersetzt. An die Stelle des Militarismus sei der Demeterismus getreten. Alles Wissen über die menschliche Natur und die Bedingungen und vor allem die Restriktionen des täglichen Lebens, sei ebenfalls aus den Lehrplänen gestrichen worden und in dieser letzten der großen Bildungsreformen der Lehre von Liebe, Freude und Harmonie gewichen.

Auf diese Weise, so der Papyri in seinen abschließenden Passagen, sei die ägyptische Bevölkerung im Mittleren Reich zu einer Ansammlung ungebildeter, kenntnisloser und naiver Zellhaufen verkommen, die es im Verlauf ihres Lebens nicht über den Stand eines dreijährigen Kindes hinaus geschafft hätten. Lediglich die kleine Kaste der Hoheprister des Akhdar hätten sich um den Pharao Webenre gesammelt und sich über die Leichtigkeit gefreut, mit der es ihnen möglich war, die Bevölkerung zu beherrschen.

HyksosBis die Hyksos kamen und sich herausstellte, dass die ägyptische Bevölkerung auch den Widerstand verlernt hatte. Tatsächlich stellte sich den Hyksos wohl, wie dies von Josephus kolportiert wird, niemand in den Weg. Ihr Leben in Liebe, Freude und Harmonie hatte die Ägypter die Natur und die Gesetze derselben vergessen lassen, so lange, bis sie von der Realität eingeholt wurden.

Die Hyksos wiederum, scheinen mit ihrem militärischen Erfolg das Interesse der Ägypter an früheren Errungenschaften geweckt zu haben, weshalb das Reich der Hyksos vergleichsweise kurz war und bereits Mitte des 16. Jahrhunderts vor Christus durch das Neue Reich ersetzt wurde.

©rp, 2014

Moral-Offensive der SPD

rp,Nach Unterlagen, die ScienceFiles vorliegen, plant die SPD eine Moral-Offensive. Ziel ist es, Reste überkommener Moralvorstellungen zu beseitigen und die 89er Revolution zu vollendenen, wie aus den Dokumenten hervorgeht.

H[tte AchernseeDer Fall Edathy ist von der SPD-Führung inszeniert. Dies geht aus internen Unterlagen hervor, die uns vom österreichischen Verfassungsschutz zugespielt wurden. Letzterer ist in einer verlassenen Berghütte nahe dem Achernsee auf die Unterlagen und ein Notebook mit Bundesadler gestoßen. Derzeit sind die Verfassungsschützer noch dabei, sich durch die Bilder auf dem Notebook zu klicken, so dass das schriftliche Material noch nicht gesichtet werden konnte. Soweit uns dieses Material vorliegt, werden wir die Sichtung übernehmen.

Die Unterlagen sind 795 Seiten stark und beinhalten Stellungnahmen und Vorschläge verschiedener Bundestagsabgeordneten sowie eine Image-Strategie, eine so genannte Moral-Offensive, deren Inhalt eine Guerilla-Marketing-Agentur erarbeitet hat.

Wir konnten in der Kürze der Zeit, die uns zur Verfügung steht, nur die Unterlagen zur Moral-Offensive auswerten. Daraus geht hervor, dass die SPD plant, sich ein neues Moral-Image zu geben. Die SPD will Partei der Moral werden, wobei Grundlage des Plans eine Umwidmung des Begriffs der Moral ist. Wie dies mit dem Begriff der Gerechtigkeit bereits gelungen sei, so soll auch für den Begriff der Moral ein neuer Inhalt geschaffen und besetzt werden.

Moral ist demnach keine Vorstellung mehr, die das Handeln von Individuen an Kriterien bindet. Vielmehr soll Moral zur entpflichtenden Freiheit der Handlung des Einzelnen weiterentwickelt werden. Normen, die individuelles Handeln anleiten, seien generell abzulehnen, sofern sie nicht die Selbsterhaltung zum Gegenstand hätten. Folglich solle Moral neubestimmt werden als “alle Handlungen umfassend, die die volle individuelle Handlungsfreiheit gewährleisten und der Selbsterhaltung dienen.” Dabei wird Selbsterhaltung als Recht auf ein Leben ohne finanzielle Probleme definiert.

Die neue Morallehre lehnt sich dabei an das “Erkenne Dich selbst!” von Kant an, reduziert die von Kant beschriebene moralische Vollkommenheit im Hinblick auf die von Kant definierten Pflichten Selbsterhaltung, Wahrhaftigkeit und Selbstachtung jedoch um die beiden zuletzt genannten Pflichten.

Auf diese Weise wollen die Genossen zum Meinungsführer in Sachen Moral werden. Ihr Ziel besteht darin, den öffentlichen Diskurs darüber, was moralisch ist und was nicht, zu bestimmen und althergebrachte Normen, wie Anstand, Ehrlichkeit, Würde oder sonstige überkommene Normen durch eine normative Rationalität des Nützlichen zu ersetzen. Dabei erfolgt die Bestimmung der normativen Rationalität des Nützlichen mit Bezug auf die von Robert Michels schon 1911 definierten, ehernen Ziele der Sozialdemokratischen Partei, die wiederum vom Parteivorstand durch einfaches Mehrheitsvotum anzunehmen sind.

paederastieDer Fall Edathy ist vor diesem Hintergrund als Präzedensfall lanciert worden, mit dem erstmals die engen Grenzen der überkommenen Moralität beseitigt werden sollen. Dabei sei das Ziel, so geht aus dem Image-Papier hervor, Moral so auszuhölen, dass nicht mehr das öffentliche Ausleben einer eher merkwürdigen sexuellen Orientierung, die man in vormodernen Zeiten mit Päderastie in Verbindung gebracht habe, diskutiert werde, sondern die Frage, ob die Staatsanwaltschaft ein Recht habe, das Herunterladen von Bildchen auf Bundestagscomputer zu untersuchen.

Auch der Fall des SPD-Mitglieds im Berliner Abgeordnetenhaus, André Schmitz, wurde von der SPD-Führung inszeniert, wie aus den Unterlagen hervorgeht. Die Informationen über seine Steuerhinterziehung wurden gezielt an die Öffentlichkeit geleakt, um dann demonstrativ nichts tun zu können. Ziel ist abermals, das moralische Fundament, auf dem die generelle Verurteilung von Steuerhinterziehung stehe, zu beseitigen und durch eine moralische Leere zu ersetzen, die die partielle Verurteilung von Steuerhinterziehung, die alle nicht-Politiker zum Gegenstand habe, als Substitut der allgemeinen Steuerhinterziehung ermögliche.

Neue Moral der SPDDavon versprechen sich die Genossen nicht nur die Meinugsführerschaft, wenn es darum geht, Fragen der Moral zu beantworten, sie verbinden damit auch die Hoffnung, das ständige Lavieren zwischen dem, was man macht und dem, was man anderen erzählt, dass man machen würde, zu beenden. Es sei auf Dauer nicht auszuhalten, den Wählern zu erzählen, man würde ihre Interessen vertreten, während man nach Nacktbildern von Knaben im Internet suche, nach lukrativen Vortragsreisen browse oder nach der besten Möglichkeit, das eigene Einkommen zu erhöhen und vor der Steuer in Sicherheit zu bringen, fahnde. Um SPD-Abgeordnete nicht zu überfordern, sei es daher notwendig, die moralischen Ansprüche, die an die Abgeordneten gestellt würden, zu kontrollieren.

Wenn Wähler nicht mehr wüssten, was sie erwarten sollen und die entsprechende Erwartungsleere von der SPD-Führung nach praktischer Notwendigkeit gefüllt werden könne, sei es nicht nur möglich, sich selbst dauerhaft als moralischer Führer zu präsentieren, sondern auch, die privaten Vorteilsnahmen problemlos mit dem politischen Amt zu verbinden, da die Notwendigkeit entfalle, den Anschein zu erwecken, man mache etwas anderes als nach dem eigenen Vorteil Ausschau halten und den eigenen Vorlieben zu huldigen.

Edathy und Schmitz sind dabei erst der Anfang einer minutiös geplanten Image-Strategie.

Neues EU-Harmonisierungsopfer: Deutsch soll Englisch weichen

Brüssel, 18/01/2014, rp - Wie aus einem Dokument der EU-Kommission hervorgeht, das uns zugespielt wurde, planen die für den Internen Markt, Konsumenten und Wettbewerb zuständigen Kommissare, Michel Barnier (Frankreich), Neven Mimica (Kroatien) und Joaquím Almunia (Spanien) einen gemeinsamen Harmonisierungsvorstoß. Ziel: Eine gemeinsame Europäische Sprache: Englisch - The Common Language Area.

EU directiveDieses Mal geht es der deutschen Sprache an den Kragen. Dies geht aus einem gemeinsamen Dokument dreier EU-Kommissare hervor, das uns zugespielt wurde. Sprache, so wird in dem Dokument argumentiert, sei ein Ausdruck einer entsprechenden Kultur. So assoziiere man die deutsche Kultur mit der deutschen Sprache, die französische Kultur mit der französischen Sprache und die italienische Kultur mit der italienischen Sprache. Dagegen gebe es keine gemeinsame europäische Sprache.

Das Fehlen dieser gemeinsamen europäischen Sprache wird dann dafür verantwortlich gemacht, dass die Unterstützung für die EU in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen sei. Eine gemeinsame europäische Kultur, so Robert Schumann, der behauptet, in die Pläne von Michel Barnier eingeweiht zu sein, sei die Grundlage für eine “Grande Nation Europa”, ohne europäische Kulture keine “Grande Nation” und ohne europäische Sprache, keine europäische Kultur. “Wir wollen ein gemeinsames Europa bauen”, so wird der ungehaltene Michel Barnier von einem Vertrauten zitiert, “und was tun wir? Wir bauen den Turm zu Babel!”.

Auch Paul-Henri Spaak, der in der Wettbewerbs-Kommission von Joaquím Almunia seinen Dienst tut, hat ein großes Interesse an einer Einheitlichen Europäischen Sprache. “Ich weiß gar nicht”, so sagt er, “wie die Sprache als das größte Handelshindernis den bisherigen Harmonisierungsbestrebungen entgehen konnte! Wenn ein Warentransport von Deutschland nach Frankreich führt, brauchen Sie die erforderlichen Dokumente in zwei Sprachen. Wenn die EU eine Direktive erlässt, dann muss die Direktive gleich in 24 Sprachen übersetzt werden. Das EU-Parlament beschäftigt eine Unzahl von Dolmetschern und Übersetzern, damit die EU-Parlamentarier, sich verstehen könnten, wenn sie sich denn zuhören würden. Die Einsparungen, die von einer gemeinsamen Sprache ausgehen, sind immens und genau die Anschubfinanzierung, die die schwächelnde europäische Wirtschaft im internationalen Wettbewerb benötigt”, sagt Spaak.

tower of babelAuch für Konsumenten ergeben sich eine Unzahl von Vorteilen daraus, dass nach Inkrafttreten der geplanten Direktive europaweit nur noch in englischer Sprache kommuniziert wird. Endlich, so schwärmt Vladimir Nazor, Vetrauter von Neven Mimica, sei es möglich, enge nationale Sprachgrenzen zu überwinden und ein wirklich einheitliches Europa zu zelebrieren: “Grenzüberschreitende Unterhaltungen werden möglich, wo zuvor die Sprachbarriere stand,” so Nazor.

Um diese Ziele zu erreichen, sieht die Direktive “Creating a Common Language Area”, kurz CLA vor, dass bereits ab 2015 in Kindergärten und ab der ersten Klasse in allen Mitgliedsstaaten der EU nur noch in englischer Sprache unterrichtet wird. Die notwendigen Nachschulungsmaßnahmen für Eltern, Lehrer und Kindergärtnerinnen seien von den nationalen Regierung mit Inkrafttreten der Direktive umgehend zu veranlassen. Nationale Fernsehprogramme müssten ab 2015 in englischer Sprache ausgestrahlt werden, zunächst und für die Dauer einer Übergangsphase von 5 Jahren noch mit Untertiteln in den abgeschafften Landessprachen. Behördenbriefe, öffentliche Kommunikation, Debatten in Parlamenten alle Formen der öffentlichen Kommunikation sollten auf die englische Sprache umgestellt werden.

Die Initiatoren der Direktive erwarten sich durch die Sprachharmonisierung unmittelbar Einsparungen in Höhe von rund 1,7 Milliarden Euro bei der Europäischen Union, hauptsächlich durch die Entlassung von Dolmetschern und Übersetzern. Der Abbau von Sprachbarrieren im Warenverkehr soll weitere 37 Milliarden pro Jahr an Einsparungen erbringen. Schließlich versprechen sich die drei Kommissare von der umfassenden Sprachbildung der Europäer in englischer Sprache nicht nur eine verbesserte Wettbewerbsposition gegenüber den USA und China, sondern auch die Schaffung einer europäischen Kultur, die auf lange Sicht an die Stelle nationaler Kulturen treten kann und mittelfristig nationale Parlamente überflüssig werden lässt.

Aber warum soll ausgerechnet Englisch die europäische Kultursprache werden? “Das ist eine gute Frage”, so Paul-Henri Spaak: “Wir haben uns die Wahl nicht leicht gemacht. Drei Gründe haben uns bewogen, die englische Sprache zu wählen: (1) Englisch ist schon jetzt die am häufigsten gesprochene Sprache weltweit. (2) Hätten wir Deutsch gewählt, die damit einhergehende Genderisierung der Sprache hätte uns in der Welt lächerlich gemacht und die Dokumente der EU noch unlesbarer als sie das eh schon sind. Und die EU-Kommission ist der Transparenz verpflichtet”, so Spaak. Schließlich verfüge das Vereinigte Königreich über die einzige ernstzunehmende Armee aller EU-Mitgliedsstaaten und angesichts britischer Bestrebungen, die EU zu verlassen, sei die Durchsetzung des Europäischen Einheitlichen Sprachraums, EES, der das Ziel von CLA sei, ein Mittel, um die Briten zum Bleiben zu motivieren, zumal bekannt sei, wie ungern Briten Fremdsprachen lernen. Dem zu erwartenden Widerstand aus Frankreich werde durch eine Erhöhung der Agrar-Subventionen vorgebeugt.

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Neurologenteam findet deutsches Wesen

Madison, rp, Einem Team von Neurologen um Karl-Heinrich Bauer und Karl Babor, das weitläufig mit dem Wisconsin National Primate Research Center assoziiert ist, ist es erstmals gelungen, das deutsche Wesen sichtbar zu machen. Die Forscher nutzen bildgebende Verfahren, um dem deutschen Wesen auf die Spur zu kommen. Uns sie waren erfolgreich.

brainGenerationen von Forschern haben von seiner Existenz philosophiert. Generationen von Gläubigen haben im deutschen Wesen den Faktor gesehen, an dem die Welt genesen soll. Generation von Deutschen haben gewusst, sie sind anders, anders als die Anderen, die Fremden, aber mehr als indirekte Schlüsse, Behauptungen und Verweise auf die einzigartigen Folgen deutschen kollektiven Handelns, war bislang nicht möglich.

Dies ist nun anders, einem Forscherteam um Karl-Heinrich Bauer und Karl Babor ist es nun gelungen, das deutsche Wesen mit bildgebenden Verfahren, dem so genannten Neuro-Mapping, nachzuweisen.

Wir finden das deutsche Wesen als Fehlstelle im medialen präfrontalen Cortex, in den Amygdala und im posterioren zingulären Cortex, so Karl Babor, der die Versuchsreihe, an der mehr als 500 Probanden aus 30 Ländern der Erde teilgenommen haben, leitet. Den Probanden wurde eine Reihe moralischer Dilemmata vorgelegt, z.B. sollten Sie entscheiden, ob ein Mensch wegen seiner politischen Orientierung eingesperrt werden soll oder für andere, z.B. durch einen gelben Stern erkennbar gemacht werden soll oder nicht, ein so genanntes Outing. Die Reaktion der Probanden auf die entsprechenden moralischen Dilemmata wurde mit Hilfe bildgebender Verfahren erfasst, so dass es möglich war, die Gehirnbereiche, die an der Entscheidung beteiligt, bzw. nicht beteiligt sind, zu erfassen.

Nur etliche deutsche, einige israelische, einige russische und einige US-amerikanische Probanden zeigten keinerlei Reaktion im medialen präfrontalen Cortex, in den Amygdala und im posterioren zingulären Cortex. Die entsprechenden Regionen blieben einfach schwarz, wo sie bei Probanden aus anderen Ländern in roter Farbe auf dem Monitor des den Test überwachenden Neurologen auftauchten. Die rote Farbe, so erklärt Karl Babor, zeigt, dass sich in der entsprechenden Gehinregion Aktivität abspielt, Aktivität, die sich auf das entsprechende moralische Problem, das die Probanden zu lösen haben, bezieht.

Probanden, für die sich in den entsprechenden Regionen keinerlei Aktivität feststellen ließ, sieht Babor dann auch als Belege für die Existenz des deutschen Wesens. Das deutsche Wesen ist kein aktiver, sondern ein defensiver Part im Gehirn, so erklärt Karl-Heinrich Bauer. Es wirkt als Moral-Blocker, verhindert somit die Aktivierung der entsprechenden Bereiche im präfrontalen Cortex, den Amygdala und im posterioren zingulären Cortex.

neuromappingDass es sich dabei tatsächlich um ein rein deutsches Wesen handelt, wurde klar, nachdem die Familiengeschichte der israelischen, russischen und US-amerikanischen Probanden, die ebenfalls keine Aktivität im medialen präfrontalen Cortex, den Amygdala oder im posterioren zingulären Cortex gezeigt hatten, über drei Generationen verfolgt wurde und sich zeigte, dass es sich mit zwei Ausnahmen um deutsche Migranten handelte.

Rudolf Höß, dessen Höß-Stiftung einen großen Teil der Forschung finanziert hat, sieht in den Ergebnissen einen Beleg nicht nur für die Existenz des deutschen Wesens, sondern auch dafür, dass es sich bei manchen deutschen um eine besondere Spezies handele. Die Fähigkeit des deutschen Wesens, moralische Urteile, die andere als einem selbst involvieren, nicht zu treffen, ja unnötige Skrupel zu blocken, sei in ihrer Tragweite nicht zu unterschätzen. Sie prädestiniere den Träger des deutschen Wesens dazu, sich Ideen, von denen er überzeugt sei, voll und ganz und ohne moralische Bedenken hinzugeben.

Die kollektive Kraft, die durch ein kollektives Handeln, das ohne moralische Zügel erfolge, bereitgestellt werde, sei immens, erste, wenn auch eher bescheidene Anfänge könne man bereits bei Studenten oder bei Antifa-Aktivisten und Personen sehen, die ohne Rücksicht auf das eigene oder das Leben Unbeteiligter z.B. Bahngleise sabotieren würden. Und alles im Dienste einer größeren, höheren Sache. Hier finde man den Nukleus zum wahren Guten und Großen, philosophiert Höß, hier liege Potential brach, das, sofern es von den richtigen Ideen, vom richtigen Führer aktiviert werde, weit mehr als die Fussballweltmeisterschaft eintrage.

Deutsche Dicht- und Ingenieurskunst, deutsche Hingebung und deutsche Gründlichkeit hätten, so Höß, bereits in der Vergangenheit dazu geführt, dass die Welt von deutschen Erzeugnissen und Ideologien Made in Germany profitiert habe, bis heute profitiere.

Mit der nunmehr vorhandenen Möglichkeit, über bildgebende Verfahren Träger des deutschen Wesens zu identifizieren, könne dieses Wirken optimiert und zum Wohle der westlichen Avantgarde eingesetzt werden.

Ministerien planen Kündigungsverbot für Mütter

Berlin, rp.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) planen, in einem gemeinsamen Vorstoß das Kündigungsrecht neu zu regeln. Ziel der Neuregelung ist es, einen umfassenden Kündigungsschutz für Mütter durchzusetzen. Entsprechend soll es Arbeitgebern zukünftig generell verboten sein, Müttern zu kündigen.

 

Gestern wurde auf ScienceFiles von einem Beitrag aus dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung berichtet, in dem eine negative Wirkung eines Arbeitsplatzverlusts von Müttern auf die sozial-emotionale Entwicklung von Kindern gezeigt wurde. Wie sich zwischenzeitlich herausgestellt hat, ist der Beitrag Teil einer Agenda, deren Ziel darin besteht, für Mütter einen 100%tigen Kündigungsschutz durchzusetzen.

bmasAuf Nachfrage hat Judith Diener vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) die Pläne im Kern bestätigt und darauf verwiesen, dass Arbeitslosigkeit nicht nur ein finanzielles, sondern vor allem ein emotionales Problem sei. Dies sei vor allem bei Frauen der Fall, denn: In vielen Fällen hätte Arbeit für sie einen symbolischen Wert, diene nicht dem Unterhaltserwerb, sondern der Selbstverwirklichung bzw. dem sich um andere Kümmern. Insbesondere Frauen, die in sozialen Berufen beschäftigt seien, entnähmen ihrer Tätigkeit einen hohen Selbstwert. Dieser Selbstwert sei gefährdet, wenn der Arbeitsplatz gekündigt werde und diese Frauen sich fortan nurmehr um die eigenen Kinder kümmern könnten oder gar müssten. Die Folgen für die Kinder seien unabsehbar, und entsprechend müsse der Gesetzgeber hier regelnd eingreifen.

bmfsfj_web_de-1Ursula Lotus vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wollte die Existenz der Pläne zwar vor der Bundestagswahl nicht bestätigen, gab jedoch zu bedenken, dass Kinder das Kapital einer Gesellschaft seien. Entsprechend sei Kinderproduktion erste und richtige und ordentliche Kinderaufzucht zweite Bürgerinnenpflicht. Daher müsse alles getan werden, um negative Einflüsse von Kindern fernzuhalten. Von Arbeitslosigkeit sei bekannt, dass sie sich negativ auswirke. Entsprechend sei Arbeitslosigkeit von Kindern fern zu halten.

Die Pläne sind schon zu einem Gesetzentwurf gediehen, der u.a. Regelungen für den Fall enthält, dass ein Unternehmen tatsächlich zahlungsunfähig wird und aus diesem Grund keine Weiterbeschäftigung erfolgen kann. Die Regelungen sehen in diesem Fall vor, die von Arbeitslosigkeit bedrohten Mütter bei Konkurrenten unterzubringen. Schließlich, so die Begründung im Gesetzentwurf, sei Konkurrenz in erster Linie dafür verantwortlich, dass Unternehmen zahlungsunfähig würden. Deshalb müssten die Konkurrenten ihrer sozialen Verpflichtung im Rahmen der Corporate Social Responsibilty nachkommen und die Mütter des insolventen Konkurrenten übernehmen.

Eine andere Regelung sieht im Falle einer Unternehmenskrise eine Entlassungshierarchie vor. Danach sind zuerst unverheiratete Männer, die noch keine Vaterschaft nachweisen können, zu entlassen. Ihnen folgen verheiratete, aber kinderfreie Männer. Der so genannte Kontingenz-Plan sieht zudem vor, dass kinderfreie Frauen einen Arbeitsplatzverlust vermeiden können, wenn sie sich verpflichten, innerhalb der nächsten drei Monate schwanger zu werden.

Zwar waren die Vertreter beider Ministerien nicht bereit, die Existenz des Gesetzentwurfes vor der Bundestagswahl zu bestätigen, aber man darf mit einiger Sicherheit erwarten, dass nach der Bundestagswahl der Gesetzentwurf zur Erhöhung der unternehmerischen Verantwortung für gesellschafts-funktional wichtige Mütter, der als dreizehntes Buch in das Sozialgesetzbuch aufgenommen werden soll, in den Bundestag eingebracht werden wird. Dafür spricht, dass nach unseren Erkenntnissen Arbeitgeberverbände, Vertreter von Gewerkschaften, SPD, Grüne/Bündnis 90 und PDS an den Gesetzesberatungen beteiligt waren.