Junk Science: Homosexuelle werden auf dem Arbeitsmarkt diskriminiert

Nick Drydakis wird langsam zu einem Dauergast auf ScienceFiles.

In der Vergangenheit hat er bereits herausgefunden, dass die Häufigkeit von Geschlechtsverkehr das Verdienst in die Höhe treibt. Warum das so sein soll? Niemand weiß es.

Dann hat Drydakis herausgefunden, dass Homosexuelle weniger mit ihrer Arbeit zufrieden sind als Heterosexuelle, umso weniger, wenn sie sich geoutet haben, und – schlimmer noch – dass Homosexuelle schlechter bezahlt werden als Heterosexuelle.

Drydakis ist “A Man on a Mission” wie es scheint.

junk_scienceNun hat Nick Drydakis die Reihe der Junk Science um einen weiteren Beitrag bereichert, in dem er aus seiner Sicht nachweist, dass Homosexuelle auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt werden. Der Beitrag ist in Human Relations erschienen und wird von Sage umsonst feil geboten. Wer ihn haben will: Hier ist der Link.

Die Schlussfolgerungen im Beitrag, sie sind voller Generalisierungen:

Sexuelle Minderheiten sind mit schwerwiegenden Fehlwahrnehmungen und Hürden auf dem Arbeitsmarkt konfrontiert.

Schwule werden beim Versuch, einen männerdominierten Berufe zu ergreifen, diskriminiert, Lesben beim Versuch, einen frauendominierten Beruf zu ergreifen.

Es gibt einen statistisch signifikanten und negativen Effekt, der von einer homosexuellen Orientierung auf die Berufschancen ausgeht.

Kurz: Homosexuelle werden am Arbeitsmarkt diskriminiert, und zwar alle.

Diese allgemeinen und weitreichenden und hoch generalisierten Schlussfolgerungen basieren auf 5549 Bewerbungsschreiben, die 144 Studenten von 12 Universitäten im Vereinigten Königreich an potentielle Arbeitgeber verschickt haben. Dabei haben sich immer Paare von Studenten auf dieselbe Stelle beworben, Paare, die sich durch eine Angabe im Lebenslauf unterschieden haben: Einer, der beiden Studenten hatte in seinem Lebenslauf den Hinweis, er habe Fähigkeiten (finanzielle und organisationale) im Rahmen seiner Tätigkeit für die Schwulen und Lesben Union an seiner Hochschule erworben, der andere hatte entweder einen Hinweis auf die entsprechende Tätigkeit im Rahmen einer Studenten-Union, die mit Menschenrechten befasst ist oder keinen entsprechenden Hinweis, das geht aus dem Text von Drydakis nicht genau hervor.

Wie dem auch sei, Schwule und Lesben (die sind für Drydakis mit den Aktivisten in schwulen und lesbischen Studenten-Unionen identisch) werden seltener zu Job-Interviews eingeladen als die Vergleichsgruppe (wer auch immer die Vergleichsgruppe sein mag). Und dieses Ergebnis ist die Grundlage, auf der die oben zitierten weitreichenden Aussagen basieren.

Eine ziemlich dünne Grundlage.

Setzt die entsprechende Interpretation doch eine Reihe von Annahmen voraus.

Versetzen wir uns in die Rolle eines Angestellten einer Personalabteilung, denn es sind Angestellte in der Personalabteilung, im HR-Management, die die Bewerbungen lesen und nicht “Unternehmen”, wie Drydakis meint.

Dieser Angestellte ist mit einer Reihe von Bewerbungen auf Stellen konfrontiert, darunter zwei, die Herr Drydakis lanciert hat. Angesichts der Arbeitsmarktlage sind es vermutlich zwei Bewerbungen unter mindestens 50 Bewerbungen.

Unser Angestellter ist also mit in jedem Fall mehr als zwei Bewerbungen konfrontiert.

Er beginnt den Filterprozess.

Er sucht nach geeigneten Kandidaten anhand einer Kriterienliste, die er hoffentlich vorliegen hat, die er aber nicht immer anwenden kann, weil die Anschreiben und Lebensläufe, die er erhält, unterschiedlich sind, weil manche Lebensläufe Angaben, die er bräuchte, nicht enthalten, während andere die entsprechenden Angaben und noch mehr Angaben enthalten, die er für relevant und wichtig erachtet.

DrydakisIIIIrgendwann während er die Bewerbungen durchsieht, stolpert er über die beiden Bewerbungen der Drydakis-Dummies, die sich nach Ansicht von Drydakis nur darin unterscheiden, dass eine der beiden Bewerbungen, den Hinweis auf den Aktivismus in einer Schwulen und Lesben Union enthält (woraus der Personaler dann schließen muss, dass der entsprechende Bewerber schwul oder lesbisch ist).

Dass die beiden Bewerbungen zudem Lichtbilder enthalten, die nicht identisch sind, lassen wir außen vor, und dass belegte Kurse, Ethnizität und Familienstand, selbstberichtete Persönlichkeitscharakteristiken, Fähigkeiten und Freizeitaktivitäten ausreichende Kriterien sind, um zwei Studenten als gleich bis auf den schwulen oder lesbischen Aktivismus anzusehen, das wollen wir auch mit ihm zusammen annehmen.

Machen wir alle diese sehr großzügigen Annahmen, dann müssen wir für unseren Angestellten in der Personalabteilung annehmen, dass ihm diese Gleichheit im Bewerberprofil auffällt.

Wir müssen ferner annehmen, dass ihm nicht nur diese Gleichheit auffällt, sondern auch der für Drydakis entscheidende Unterschied, der in der sexuellen Orientierung, also im schwul-lesbischen Aktivismus bestehen soll.

Zudem müssen wir annehmen, dass dieser Unterschied und nur dieser Unterschied dazu führt, dass die Bewerbung des schwulen und lesbischen Aktivisten ausgesondert wird, während die des Bewerbungs-Partners nicht ausgesondert wird.

Wir müssen darüber hinaus annehmen, dass es keine anderen Gründe für diese Aussonderung gibt, dass der Angestellte in der Personalabteilung also in ähnlicher Weise auf die sexuelle Orientierung fixiert ist, wie Herr Drydakis.

Ziemlich viele Annahmen, wie wir finden.

Geht man seinen Analysen vor diesem Hintergrund etwas auf den Grund, dann ergeben sich folgende Zusammenhänge:

Für männliche Bewerber:

  • In 64,5% der Bewerbungen wurde mindestens einer der beiden Bewerber eingeladen.
  • In 58,7% der Bewerbungen wurden beide Bewerber eingeladen.
  • In 8,6% der Bewerbungen wurde nur der heterosexuelle Bewerber eingeladen.

Für weibliche Bewerber:

  • In 65,9% der Bewerbungen wurde mindestens einer der beiden Bewerber eingeladen.
  • In 60,1% der Bewerbungen wurden beide Bewerber eingeladen.
  • In 5,7% der Bewerbungen wurde nur der heterosexuelle Bewerber eingeladen.

Es sind die 8,6% bzw. die 5,7%, die Drydakis stören. Sie sind der Ausdruck von Diskriminierung, so meint er.

Nun muss man bedenken, dass die 5549 Bewerbungsschreiben von nur 144 Studenten, darunter 72 heterosexuelle und 72 homosexuell aktivistische Studenten verschickt wurden.

knoweldge gapJeder Student hat somit bis zu 39 Bewerbungen verschickt. Jeder Bewerber geht mit maximal 39 Bewerbungen in die Berechnungen von Nick Drydakis ein. Rechnerisch wäre es daher möglich, dass die insgesamt 312 Fälle, in denen kein homosexuell-aktivistischer Bewerber zum Bewerbungsgespräch eingeladen wurde, immer die selben 8 Bewerber betroffen hat, denn 312 / 39 = 8.

Ob dem so ist, könnte man leicht prüfen, hätte Drydakis seine Ergebnisse im Hinblick darauf dokumentiert, ob sich die Einladungen über die Bewerber gleich verteilen. Das hat er aber nicht getan. Das an sich ist schon erstaunlich, denn eine Angabe der Verteilung des Einladungserfolgs über die Bewerber, z.B. als Mittelwert mit Standardabweichung, ist eigentlich Standard. Fehlt die Angabe, dann muss man Schlimmes befürchten.

Aber selbst wenn eine Gleichverteilung der Einladungen bzw. Ablehnungen über die Bewerber zu beobachten wäre, so ist die Annahme, dass es ausgerechnet der homosexuelle Aktivismus gewesen sein soll, auf den Angestellte in Personalabteilungen fixiert sind, doch eine eher gewagte Annahme.

Aber selbst wenn die Angestellten in Personalabteilungen die Fixierung von Drydakis auf die sexuelle Orientierung teilen und nicht etwa negativ auf studentische Aktivisten reagieren, dann wäre noch zu zeigen, dass Diskriminierung und nicht andere Erwägungen hinter ihrer Entscheidung stehen, vermeintlich homosexuelle Bewerber nicht einzuladen.

Möglicherweise hat man im Unternehmen negative Erfahrungen mit homosexuellen Bewerbern gemacht, negative Erfahrungen, die man nie und nimmer der sexuellen Orientierung zugeschrieben hätte. Aber seit es Aktivisten wie Drydakis gibt, haben die entsprechenden Orientierungen eine Prominenz erreicht, die für sich schon dafür sorgt, dass die Anti-Diskriminierungs-Aktivisten das Gegenteil dessen erreichen, was sie erreichen wollen.

Und um den Reigen zu schließen: Wenn manche Homosexuelle nicht mögen, dann ist auch das zu akzeptieren. Man kann freie Bürger ebenso wenig dazu zwingen, einem homosexuellen Aktivisten ein Zimmer zu vermieten oder einen Arbeitsplatz zu geben, wie man sie dazu zwingen kann, einem feministischen, sozialistischen, rechtsextremen oder natonalistischen Aktivisten ein Zimmer zu vermieten oder einen Arbeitsplatz zu geben. Eine Demokratie muss das aushalten und sich damit abfinden, dass für viele z.B. Personalverantwortliche bereits das Bekenntnis eines Bewerbers zu einem beliebigen Aktivismus ausreicht, um sich für andere Bewerber zu entscheiden.

Die explorative Tagung

Data speak to me!

Diese Aufforderung richten quantative Sozialforscher regelmäßig an ihre Daten, wenn sie so gar keine Ahnung davon haben, was sie einmal forschen könnten, was sie erwarten und worauf hin sie ihre Daten analysieren wollen.

SPSS FAEntsprechend wird dem Datenmaterial z.B. mit einer Faktorenanalyse, regelmäßig in der Voreinstellung ab SPSS-Werk, zu Leibe gerückt und interpretiert, was herauskommt.

Explorative Verfahren nennen quantitative Sozialforscher Methoden wie die Faktorenanalyse, die, zu ihrer Ehrenrettung sei es angemerkt, auch konfirmatorisch eingesetzt werden kann, also zur Bestätigung einer theoretischen Annahme.

Explorative Verfahren, also die Aufforderung “Data Speak to me!”, sind unter quantitativen Sozialforschern relativ schlecht angesehen. Wer sie als Allein-Statistikmittel einsetzt, nicht theoriegeleitet vorgeht und dafür keine konkreten Gründe hat, der gilt als Datenfuzzi, als einer, der dem Output in SPSS auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist.

Explorative Verfahren sind dagegen für viele qualitative Sozialforscher zentral, denn qualitative Sozialforscher wollen oftmals verstehen, was sie nicht verstehen, lernen, was sie nicht kennen, hören, was sie angeblich nicht erwarten, denn sie beanspruchen oftmals, ihrem Forschungsgegenstand ohne jegliche Voreinstellung zu Leibe zu rücken. Wie sie, bar aller Voreinstellung, überhaupt in der Lage sind, ihren Forschungsgegenstand zu finden, ist eine Frage, die bislang unbeantwortet geblieben ist.

Und obwohl explorative Verfahren in der Findungsphase, da, wo man sich seinem Forschungsgegenstand nähert, eine Funktion als Lieferanten von Hypothesen, die man dann testen kann, erfüllen, sind sie doch in letzter Zeit arg strapaziert und auf Felder ausgeweitet worden, die advers zu jeglicher Erkenntnis sind. Sie sind zum netten Gespräch, zum Austausch unter Gleichgesinnten oder zum andächtigen Lauschen im Experteninterview verkommen und dienen regelmäßig dazu, dem Forscher, der von Methoden keine Ahnung hat, die Möglichkeit zu bieten, die Ideen, die er nicht hat, von Dritten geliefert zu bekommen.

Leider hat die qualitative Sozialforschung bislang noch keine Befragungsmethode entwickelt, die nicht nur die Ideenlieferung, sondern auch die Interpretation der Ideen leistet, aber das ist vermutlich nur eine Frage der Zeit.

Explorative TagungDenn: Die Entwicklung neuer qualitativer Verfahren schreitet stürmisch voran.

Gestern hatten wir noch das Tiefeninterview, bei dem sich Befragter und Befragender darum streiten, wer auf der Couch liegen darf, heute haben wir die explorative Tagung.

Die explorative Tagung ist für alle geeignet, die:

  • finanzielle Mittel für eine Tagung ausgeben müssen, bevor sie verfallen,
  • keine Idee haben, zu welchem Thema sie eine Tagung ausrichten sollen,
  • keine Erwartung dahingehend haben, was bei der Tagung herauskommen soll,
  • sicherstellen wollen, dass eine Reihe von Beiträgen zur Tagung eingereicht wird, und zwar von Leuten, die zwar auch keine Idee haben, aber den freien Kontext der explorativen Tagung zu schätzen wissen, um zu sagen, was sie schon immer einmal sagen wollten;

Entwickelt wurde die Methode der explorativen Tagung von Pia Schmid (Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg), Eva Labouvie (Otto-von-Guericke-Universität Madgeburg) und Michaela Frohberg (Koordinierungsstelle für Frauen und Geschlechterforschung Sachsen-Anhalt).

Beschrieben wird die neue Methode des “anything goes” wie folgt:

“Für jeden Beitrag werden etwa 45 Minuten (30 Minuten Vortrag, 15 Minuten Diskussion) zur Verfügung stehen. Wir möchten bewusst auf eine thematische Einschränkung verzichten und stattdessen ein breites interdisziplinäres Spektrum an Themen zusammenführen. Alle interessierten Nachwuchswissenschaftler*innen, die sich mit Forschungsthemen und der Vorstellung von Projekten an der Tagung beteiligen möchten, bitten wir um Zusendung von Arbeitspapieren (ein bis drei Seiten) bis zum 31. Mai 2015 an folgende Adresse:
Michaela.Frohberg@ovgu.de

Alle Leser, die zum “5. Landesweiten Tag der Genderforschung in Sachsen-Anhalt” einen Vortrag beisteuern wollen, welchen Vortrag auch immer, sind aufgerufen, ihre Idee an Michaela Frohberg zu richten.

Gibt es etwas, was Sie schon immer einmal sagen wollten? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür. Die explorative Tagung, die das Land Sachsen-Anhalt, seines Zeichens ein Nehmerland im Länderfinanzausgleich, finanziert, macht es möglich.

Haben Sie auch keine Idee, aber die Fähigkeit, viele Worte um nichts zu machen? Melden Sie sich bei Michaela Frohberg. Wenn es darum geht, Steuergelder zu ver(sch)wenden, dann ist jedes Mittel recht.

Haben Sie zwar keine Ahnung von Wissenschaft, aber viel von Geschlecht? Ihre Idee und ihr Vortrag sind gefragt. Melden Sie sich als Nachwuchswissenschaftler unter der eMail-Adresse, die oben genannt ist.

Zuwanderung von Aussiedlern erhöht die Kriminalität

Die Frage, wie sich Zuwanderung (Immigration) auf das Ausmaß der Kriminalität im Aufnahmeland auswirkt, wird unter Wissenschaftlern seit Jahrzehnten diskutiert (auch wenn es seit neuerer Zeit politisch nicht korrekt ist, diese Frage zu untersuchen). Die Diskussionen um Ausländerkriminalität aus den 1980er und 1990er Jahren kamen zu dem Ergebnis, dass die Polizeiliche Kriminalstatistik und vor allem ihr Zustandekommen keine aussagekräftige Basis darstellt, um fundierte Aussagen über Ausländerkriminalität machen zu können. Internationale und vor allem ökonomische Studien, die sich mit der Frage von Zuwanderung und Kriminalität befasst haben, haben in der Regel einen geringen bis moderaten Effekt von Zuwanderung auf Kriminalität festgestellt.

Nun gibt es eine nagelneue Untersuchung, die Marc Piopiunik und Jens Ruhose, beide am Ifo-Institut in München beschäftigt (Piopiunik darüber hinaus an der Harvard Kennedy School of Government), durchgeführt haben. Und sie kommen zu einem anderen Ergebnis:

“We find that the inflow of ethnic German immigrants strongly increased crime rates. Importantly, we find that the crime impact depends heavily on the labor market condition in a region. In a region with low unemployment, immigration does not increase crime. In contrast, in regions with high unemployment, immigration raises crime rates substantially” (20).

Die Zuwanderung von Aussiedlern erhöht demnach die Kriminalität im Zuzugsgebiet erheblich, wobei der Effekt auf Zuzugsgebiete begrenzt ist, die eine hohe Arbeitslosenquote aufweisen.

Der Reihe nach.

Daten

Piopiunik und Ruhose haben für ihre Analysen eine Situation ausgenutzt, die in der Methodenlehre als quasi-Experiment bekannt ist. Deutschstämmige Aussiedler sind seit Beginn der 1990er Jahre in großer Zahl nach Deutschland gekommen. Mehr als 3 Millionen Aussiedler haben die Möglichkeit genutzt, nach Deutschland einzuwandern und postwendend die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten (siehe die Abbildung).

Ethnic German Influx

Quelle: Piopiunik & Ruhose, 2015: 25.

In Deutschland angekommen, wurden die Aussiedler nach einem festen Schlüssel, der das Bruttosozialprodukt und die Einwohnerzahl berücksichtigt hat, auf die Landkreise und kreisfreien Städte der Bundesländer verteilt. Einmal zugewiesen, mussten die Aussiedler am ihnen zugewiesenen Ort verbleiben. Deutschstämmige Aussiedler, die sich nicht an die Zuweisung gehalten haben und den Wohnort gewechselt haben, verloren ihren Anspruch auf eine Wohnung und die ihnen gezahlten Sozialleistungen, eine erhebliche Drohung, wie Piopiunik und Ruhose zeigen, denn einer Untersuchung von Haug und Sauer zufolge (2007: 120) hätten nur 11% der Aussiedler keine Sozialleistungen bezogen, nur 36% gaben an, innerhalb der ersten drei Jahre nach ihrer Ankunft in Deutschland gearbeitet zu haben, und 80% der Aussiedler lebten in Wohnungen, die ihnen von den Kommunen zur Verfügung gestellt wurden.

Vergleicht man die deutschstämmigen Aussiedler mit der deutschen Wohnbevölkerung, dann zeigt sich, dass die Aussiedler eine geringere Bildung aufweisen, wesentlich häufiger auf Hauptschulen zu finden sind, ein deutlich geringeres Einkommen beziehen und viel häufiger arbeitslos sind. Darüber hinaus weist die Mehrzahl von ihnen keine guten deutschen Sprachkenntnisse auf.

Die Berechnungen, die Piopiunik und Ruhose durchgeführt haben, basieren auf aggregierten Zahlen für 185 westdeutsche Landkreise und kreisfreie Städte und auf einem Zeitraum von 10 Jahren. Auf Ebene der Landkreise wurden Kriminalitätsraten berechnet (Anzahl der berichteten Delikte per 100.000 Einwohner). Es wurde die Zuwanderungsrate deutschstämmiger Aussiedler berechnet (Anzahl der Aussiedler per Einwohnerzahl). Das Bruttosozialprodukt für den entsprechenden Landkreis oder die entsprechende kreisfreie Stadt, die entsprechende Arbeitslosenrate und der Anteil von Immigranten, die sich bereits vor Zuwanderung der Aussiedler in dem entsprechenden Landkreis bzw. der kreisfreien Stadt befunden haben, wurden zudem in den Analysen berücksichtigt.

Ergebnisse:

  • IZA8962Eine Zuwanderungsrate von einem deutschstämmigen Aussiedler pro 1000 Einwohner erhöht die Kriminalitätsrate um 0.9% (Anders formuliert, bei 20000 Einwohnern und 2000 Delikten pro Jahr, erhöht sich die Anzahl der Delikte bei 20 Zuwanderern um 18 Delikte).
  • Erfolgt die Zuwanderung in Landkreise oder kreisfreie Städte mit hoher Arbeitslosigkeit, dann erhöht sich die entsprechende Kriminalitätsrate um 1,5% (20 Zuwanderer entsprechen 30 zusätzlichen Delikte).
  • Der Effekt der Zuwanderung von deutschstämmigen Aussiedlern auf die Kriminalitätsrate ist in Landkreise bzw. kreisfreien Städten, die bereits eine hohe Kriminalitätsrate vor der Zuwanderung hatten, besonders ausgeprägt.
  • Am deutlichsten fällt die Zunahme der Kriminalitätsraten infolge der Zuwanderung bei Einbruch, Sachbeschädigung und Körperverletzung aus.

Zusammengenommen kann man feststellen: Die Zuwanderung von deutschstämmigen Aussiedlern in Landkreise oder kreisfreien Städte mit hoher Arbeitslosigkeit hat einen erheblichen Effekt auf die Kriminalität, einen umso höheren, je höher die Kriminalitätsrate vor der Zuwanderung bereits war.

Was kann man aus diesen Ergebnissen schließen?

Die Ergebnisse basieren auf Aggregatdaten, d.h. es werden Zuwanderungsraten mit Kriminalitätsraten pro Landkreis oder kreisfreier Stadt ins Verhältnis gesetzt. Daraus kann man nicht schließen, dass es eine Kausalität derart gibt, dass die Zunahme der Kriminalität auf kriminelle Aussiedler zurückgeht, denn es ist denkbar, dass die Zuwanderung in ökonomisch sowieso schon angespannte Lagen die Bereitschaft zur Kriminalität bzw. die Kriminalität der bereits dort lebenden Bevölkerung erhöht. Anders formuliert: Die Zuwanderung ist der Anlass für mehr Krimninalität, die Zuwanderer aber nicht die Kriminellen.

Entsprechend muss man zwischen einem direkten Effekt und einem indirekten Effekt der Zuwanderung unterscheiden. Ein direkter Effekt liegt vor, wenn die Zunahme der Kriminalität auf kriminelle Zuwanderer zurückgeführt werden kann. Ein indirekter Effekt liegt vor, wenn die Zunahme der Kriminalität eine Reaktion von Einwohnern des Landkreises oder der kreisfreien Stadt auf die Zuwanderung ist.

Welcher der beiden Effekte zutrifft, ist eine empirische Frage, die Piopiunik und Ruhose nicht untersucht haben. Allerdings verweisen sie auf eine Reihe von Untersuchungen, die als Indiz dafür gewertet werden können, dass es einen direkten Effekt gibt, dass die Zunahme der Kriminalität von Aussiedlern verursacht ist:

  • Eine Untersuchung von 19 Jugendstrafvollzugsanstalten in Westdeutschland kommt zu dem Schluss, dass Aussiedler unter den Häftliingen zu 100% überrepräsentiert sind.
  • Statistiken des Landeskriminalamts Baden-Württemberg zeigen, dass Aussiedler unter den Tatverdächtigen überproportional häufig sind.
  • Daten aus Jugendstrafvollzugsanstalten in Baden-Württemberg zeigen für den Zeitraum von 1990 bis 2001 eine Zunahme des Anteils der Aussiedler von 0,5% auf 19,1% der Häftlinge.

Diese Indizien sprechen also dafür, dass die Zunahme der Kriminalität durch deutschstämmige Aussiedler und somit durch Zuwanderung zumindest mitverursacht wurde.

Somit stellt sich die Frage, wie die höhere Kriminalität von deutschstämmigen Aussiedlern zu erklären ist und vor allem, wie zu erklären ist, dass ihre Kriminalitätsraten die für andere Immigrantengruppen gemessenen Kriminalitätszuwächse deutlich übersteigen?

MIgrantenfamilienDie Antwort, die Piopiunik und Ruhose als Hypothese in den Raum stellen, ist ebenso einleuchtend wie naheliegend: Deutschstämmige Aussiedler erhalten mit Einwanderung die deutsche Staatsbürgerschaft, d.h. sie stehen nicht in der Gefahr einer Ausweisung, wenn sie straffällig werden: “This lowers the expected conviction costs which, in turn, are predicted to increase crime propensities” (14).

Die Untersuchung von Piopiunik und Ruhose ist ein Beispiel für eine sorgfältige, eine ausgewogene und eine Untersuchung nach den Regeln der wissenschaftlichen Kunst. Studenten, die sehen wollen, wie eine gute Untersuchung konzipiert, durchgeführt und ausgewertet wird, sei die Untersuchung ausdrücklich empfohlen. Insbesondere sei die Untersuchung Soziologen empfohlen, die langsam beschämt sein müssten angesichts der Tatsache, dass die guten und interessanten Studien zu Hausthemen der Soziologie wie Migration und Kriminalität fast nur noch von Ökonomen durchgeführt werden.

Piopiunik, Marc & Ruhose, Jens (2015). Immigration, Regional Conditions, and Crime: Evidence From an Allocation Policy in Germany.  Bonn: Institute for the Study of Labor, IZA DP No. 8962

Die Rechtfertigung von Kriegen

Wen man von Kriegen redet, dann befindet man sich als Deutscher in theoretischer und in praktischer Hinsicht auf einem Gebiet, das auf eine Vielzahl von Vorabeiten verweisen kann, etwa auf “Vom Kriege” von Carl von Clausewitz.

Darin findet sich nicht nur eine Definition von Krieg, sondern auch eine Bestimmung des Zwecks und der Mittel des Krieges.

Carl von Clausewitz“Der Krieg ist nichts als ein erweiterter Zweikampf. Wollen wir uns die Unzahl der einzelnen Zweikämpfe, aus denen er besteht, als Einheit denken, so tun wir besser, uns zwei Ringende vorzustellen. Jeder sucht den anderen durch physische Gewalt zur Erfüllung seines Willens zu zwingen; sein nächster Zweck ist, den Gegner niederzuwerfen und dadurch zu jedem ferneren Widerstand unfähig zu machen.

Der Krieg ist also ein Akt der Gewalt, um den Gegner zur Erfüllung unseres Willens zu zwingen.

Die Gewalt rüstet sich mit den Erfindungen der Künste und Wissenschaften aus, um der Gewalt zu begegnen. Unmerkliche, kaum nennenswerte Beschränkungen, die sie sich selbst setzt unter dem Namen völkerrechtlicher Sitte, begleiten sie, ohne ihre Kraft wesentlich zu schwächen. Gewalt, d. h. die physische Gewalt (denn eine moralische gibt es außer dem Begriffe des Staates und Gesetzes nicht), ist also das Mittel, dem Feinde unseren Willen aufzudringen, der Zweck. Um diesen Zweck sicher zu erreichen, müssen wir den Feind wehrlos machen, und dies ist dem Begriff nach das eigentliche Ziel der kriegerischen Handlung. Es vertritt den Zweck und verdrängt ihn gewissermaßen als etwas nicht zum Kriege selbst Gehöriges.”

Die Definition von Krieg als “ein Akt der Gewalt, um den Gegner zur Erfüllung unseres Willens zu zwingen” ist spannend, zeigt sie doch, dass Krieg eine Unterkategorie von Macht darstellt oder ein Mittel zur Machtdurchsetzung, denn Macht ist definiert als Fähigkeit, anderen den eigenen Willen aufzuzwingen. Joseph S. Nye macht diese Kategorisierung deutlich, wenn er zwischen hard und soft power als Mittel zur Durchsetzung von Macht unterscheidet und Krieg zur hard power zählt.

Krieg bzw. seine Rechtfertigung ist Gegenstand einer Tagung, die vom 9. bis zum 11. April 2015 in der Europäischen Akademie Olzenhausen durchgeführt wird. Die Tagung steht Studenten und der interessierten Öffentlichkeit offen. Erstere müssen sich für 35 Euro, Letztere für 80 Euro einkaufen, um ihr Interesse befriedigen zu können.

Siebenjaehriger KriegDafür werden sie mit einer Reihe interessanter Vorträge unterhalten, in denen unter anderem die Rolle der Religion als Mittel zur Rechtfertigung von Kriegen analysiert wird. Die Gepflogenheit, Religion als Rechtfertigung von Kriegen einzusetzen, ist alt. Religion wurde nicht erst in den Kreuzzügen als Vorwand genutzt. Seit den Anschlägen auf das World-Trade Center in New York erlebt die religiöse Kriegsrhetorik eine neue Blüte. Eine Reihe von Vorträgen befasst sich mit diesem vermutlich von George W. Bush angestoßenen Phänomen und verfolgt die Geschichte religiöser Legitimation des Tötens bis zum Islamischen Staat.

Andere Vorträge widmen sich der Freiheit als Legitimation des Krieges, z.B. im Kontext der Französischen Revolution, jener blutigen Angelegenheit, in deren Verlauf die ursprünglichen Ideale schnell verschwunden sind (bzw. vergessen wurden). Freiheit als Rechtfertigung von Kriegen eignet sich auch nach Beendigung des Krieges, quasi zur posthumen Legitimation. Die Griechen haben es nach dem Ende ihres Krieges gegen die Perser praktiziert und damit wirtschaftliche und territoriale Interessen unter dem Banner der Freiheit versteckt.

Schließlich gibt es eine Reihe von Vorträgen, die sich mit Begründungen für Kriege befassen, zu denen sich selbst absolutistische Herrscher genötigt gesehen haben. So hat Luduwig der XIV seinen Überfall auf die Niederlande ebenso zu legitimieren gesucht wie Friedrich der Große seinen Krieg gegen Österreich, der der Annexion von Schlesien diente – übrigens mit dem Argument der “Erbverbrüderung”, also damit, dass wegen Aussterbens des schlesischen Herrschergeschlechts nunmehr das Land und seine Leute an Preußen fallen sollen.

Eine ganze Reihe interessanter Vorträge wartet also auf die Besucher der Veranstaltung “Kriegslegitimationen in der europäischen Geschichte“.

Wer uns einen Tagungsbericht schicken will, kann dies gerne tun.

Big EU-Brother already watching YOU?

Wenn Bürokratien aus eigenem Antrieb tätig werden, dann haben die Bürger verloren.

Auf diesen Satz kann man die Angst bringen, die Max Weber vor dem Moloch der Bürokratie hatte, jener notwendigen Erscheinung moderner Staaten, die gleichzeitig den Samen des Scheiterns moderner Staaten in sich trägt. Denn Bürokratien, haben die darin versammelten Akteure erst einmal für sich die Möglichkeit geschaffen, neue Aufgaben, neue Felder und neue Finanzierungsquellen zu schaffen, sind erstklassige Zerstörer von Freiheit und damit die Totengräber nicht nur von Freiheit, sondern auch von Demokratie.

Weber WirtGesDie auf ScienceFiles mehrfach zitierten DiMaggio und Powell haben schon 1983 darauf hingewiesen, dass moderne Bürokratien sich nicht mehr über die Effizienz ihrer Arbeit legitimieren, sondern über die Menge ihrer Maßnahmen und somit letztlich über die Höhe der Steuergelder, die sie verschlingen.

Um als Bürokratie Einfluss zu gewinnen, ist nichts so geeignet wie “Maßnahmen”, die notwendig sind, um entweder vermeintlich große gesellschaftliche Übel, wie die angebliche Benachteiligung von Frauen zu bearbieten (nicht etwa zu beseitigen) oder Maßnahmen, die dabei helfen sollen, Bürger zu schützen.

Letztere werden besonders gerne gewählt, kann man doch die diffuse Angst von Bürgern vor Entitäten, denen sie im Leben nie begegnet sind und auch nie begegnen werden, trefflich ausnutzen, um die eigene Finanzierung und die Bedeutung der eigenen Behörde zu erhöhen.

Ein Beispiel ist Europol und “Check the Web“.

Check the Web ist eine Serviceleistung von Europol, die vor etwas mehr als 8 Jahren und auf Anregung deutscher Bürokraten mit dem Ziel eingerichtet wurde, Informationen über Internetseiten, die islamistischen Terror verbreiten, zu sammeln und Aktionen gegen diese Seiten (in der Regel deren Blocken) mit Mitgliedsländern und Providern zu koordinieren.

Dass das, was islamistischer Terror sein soll, nie definiert wurde, sei hier nur am Rande erwähnt. Europol beobachtet und sammelt, und wer und welche Inhalte von Europol beobachtet und gesammelt werden, welche Seiten geblockt werden, ist weitgehend unbekannt.

EuropolBekannt ist dagegen, dass Europol in seinem Work Programme 2015 hohe Ziele anstrebt: (1) Europol soll zum zentralen Unterstützer der EU, wenn es um Polizeidienste geht, ausgebaut werden (auf Kosten nationaler Akteure), (2) Europol soll das Informationshub Europas werden, wenn es um Kriminalität geht. Deshalb wird Europol (3) seine Ressourcen in diesen Bereichen ausbauen (also mehr Finanzmittel verbrauchen).

Im Rahmen dieser Steigerung des Einflusses von Europol hat die EU nun beschlossen, Europol mit dem Ausbau des Check the Web- Services zu beauftragen.

Und weil man schon dabei ist, wird der ursprüngliche Zweck, nämlich Internetseiten, die Inhalte des islamistischen Terrors, was auch immer diese Inhalte sein mögen, verbreiten, zu beobachten, zu überwachen und zu sperren, erweitert.

Nunmehr besteht die Aufgabe von Check the Web darin:

  • “To coordinate and share the identification tasks (flagging) of terrorist and extremist online content with relevant partners
  • To ensure that referrals can be done quickly, efficiently and effectively.”

Mit anderen Worten: Check the Web wird auf alles erweitert, was von den Bürokraten bei Europol als Seite mit einem terroristischen oder einem extremistischen Inhalt angesehen wird.

Welche Seiten das sein werden, ob Seiten, die von der Antifa betrieben werden, Seiten der NPD oder Seiten der AfD, Seiten von EU-Kritikern oder Seiten von Kritikern des Genderismus dazu gehören? Niemand weiß es, denn das Vorgehen bei Europol ist weder demokratisch legitimiert noch ist es transparent noch wurde jemals der Versuch unternommen, die Öffentlichkeit davon zu informieren, was überhaupt beobachtet, überwacht und gesperrt wird, und auf welcher Grundlage bestimmte Seiten als Seiten angesehen werden, die extremistische oder terroristische Inhalte verbreiten.

Vielmehr agieren Bürokraten untereinander und unter Ausschluss der Bürger. Letztere werden zum Spielball aktiver Bürokratien, der größte Horror, den Max Weber mit Bezug auf Bürokratien hatte.

Zwei Prozesse verschränken sich in Brüssel in ungesunder Weise: Einerseits versuchen Bürokraten ihren und damit den Machtbereich ihrer jeweiligen Bürokratie auszubauen, andererseits wird unter Ausnutzung der diffusen Angst, die manche Bürger vor etwas haben, dem sie noch nie begegnet sind und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nie begegnen werden (weil Terroristen (oder Extremisten) bislang nur in Behördenwarnungen, nicht in Anschlägen vorkommen), Freiheit Zug um Zug eingeschränkt.

Die EU wird zu einer Vereinigung ausgebaut, in der eine Reihe von Bürokraten und Bürgern, nennen wir sie EU-Sicherheitsdienst (EUSi), dafür verantwortlich ist, andere zu überwachen. Und weil niemand weiß, wer von wem wozu überwacht wird, sind alle Insignien totalitärer Systeme, Angst, Unsicherheit und Willkür erfüllt – die Reinkarnation der Deutschen Demokratischen Republik als Europäische Überwachungs-Union.

Alles Rassisten in der Bürgerlichen Mitte – Die Sektion Frauen- und Geschlechterforschung der DGS klärt auf

Den Genderisten bläst der Wind ordentlich ins Gesicht, was auch kein Wunder ist, denn wenn sich erst einmal herumgesprochen hat, dass der Kaiser nackt ist, nimmt die Zahl derer, die das kaiserliche Gewandt bewundern, rapide ab.

Achtung heftiger Gegenwind!Und so scheinen den Gender- und Geschlechterforschern und vor allem den “feministischen Gesellschafts- und Wissenschaftskritikern” die Felle davon zu schwimmen, und zwar in einer Geschwindigkeit, die ihnen außer Anomie wenig Zeit zur Reaktion lässt. Anomie beschreibt hier die Reaktion des Kaninchens vor der Schlange.

Und so hat uns gerade ein “Statement der Sektion Frauen- und Geschlechterforschung in der DGS” erreicht, ein Statement zum “Ratschlag zum Umgang mit Anti-Feminismus”, das an Armseligkeit nicht zu überbieten ist. [Was Frauen- und Geschlechterforschung mit Feminismus zu tun hat, ob Frauen- und Geschlechterforschung überhaupt etwas mit Feminismus zu tun hat, das wäre übrigens noch zu klären. Es gibt genug Anlass anzunehmen, dass die Frauen, die Feminismus als emanzipatives Projekt begründet haben (z.B. Mary Wollstonecraft), beim Anblick der traurigen Gestalten, die heute von sich sagen, sie wären Feministen,  von einem heiligen Zorn erfasst würden.]

Vorab und zur Erinnerung: Bis heute hat es kein Lehrstuhlbesetzer für Gender, Geschlechter oder sonstige Zwischenbein-Forschung geschafft, einfache Fragen zu den Grundlagen, den Methoden, der Erkenntnistheorie seiner vermeintlich doch wissenschaftlichen Betätigung zu beantworten. Alle, die wir oder Günter Buchholz gefragt haben, schweigen beharrlich, was nurmehr den Schluss zulässt, dass sie nicht antworten können, weil sie keine wissenschaftlichen Grundlagen, keine wissenschaftlichen Methoden und keine Erkenntnistheorie haben.

Dafür haben sie einen ausgeprägten Opfersinn und eine ausgeprägte Lamentierfähigkeit, wie man dem Statement der Sektion Frauen und so weiter Forschung entnehmen kann.

Sie sehen sich umzingelt. Von Kritikern gejagt, die ihnen nun schon in der Wissenschaft auflauern und sie mit Fragen traktieren. Offensichtlich wird so langsam auch behäbigen Wissenschaftlern klar, dass sie Ideologen in ihren Reihen und an ihren Fördertöpfen haben (dazu unten mehr).

Dass die Frauen- und Geschlechterforscher_I_*innen Angst um ihre Pfründe haben, dass sie sich in der dummen Situation finden, sich erklären zu müssen, wird auch daran deutlich, dass sie, wie üblich, auf Kritik mit Diffamierung reagieren. So sehen sie eine “mediale Debatte”, die einen “Angriff” auf die “feministische Wissenschaftstradition” führt, was schon deshalb nicht möglich ist, weil es vermutlich eine feministische Tradition, aber eben keine feministische Wissenschaftstradition gibt. Gäbe es dieselbe, die Genderisten könnten die ihnen gestellten Fragen beantworten.

Die Angriffe werden sodann zu “Vorwürfen der Unwissenschaftlichkeit und der Ideologisierung”, um sich danach zu “polemischen Attacken” aufzubauen, die die  “De-Legitimierung des Feldes” anstreben (als müsste man das “Feld” de-legitimieren), den Genderisten die “Durchsetzung politischer Interessen” vorwerfen und die “Wissenschaftlichkeit der Genderforschung grundsätzlich in Abrede” stellen. Und diese Vorwürfe, Attacken und Angriffe, sie kommen auch aus dem “akademischen Feld”.

Ja, so ist das. Die Zeit des gemächlichen und ungestörten rent seeking ist vorbei.

DGSWer nun denkt, das Statement der XX-Sektion zeige die Unhaltbarkeit dieser “Angriffe”, “Attacken” und “Vorwürfen”, also in normaler Sprache: der Kritik an den Genderista auf, der irrt sich. Wo ein normaler Wissenschaftler mit Argumenten und dem Versuch, die Kritik zu widerlegen oder doch zumindst zu entkräften reagiert hätte, da reagieren die XX-Sektionalen mit … nichts.

Kein Argument, warum die Angriffe ungerechtfertigt sind.

Kein Beleg dafür, dass der Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit falsch ist.

Kein Argument, das zeigt, dass keine Ideologisierung der Wissenschaft durch deren Infiltrierung mit Genderista erfolgt. Einfach nur nichts.

Einen klassischeren Beleg dafür, dass Frauen- und Geschlechterforscher eben keine Wissenschaftler, sondern Ideologen und politische Günstlinge sind, kann man sich kaum vorstellen.

Wir haben uns zwei Stellen aus dem “Statement” herausgegriffen, an denen die ganze Armseligkeit der Genderista deutlich wird:

“… wer anderen Normativität und politischen Etikettenschwindel vorwirft, bewegt sich vor allem selbst auf rhetorisch-ideologischem Glatteis. Der in diesem Zusammenhang geäußerte Vorwurf, kulturelle Aspekte des Geschlechterverhältnisses seien völlig unterforscht, demonstriert Unkenntnis”.

Diese Passage richtet sich gegen Stefan Hirschauer, der es gewagt hat, einen recht biederen und zurückhaltenden Beitrag mit dem Titel “Wozu Gender Studies?” zu verfassen. Wer die Passage gelesen hat, vermisst vermutlich den positiven Teil, wie Hans Albert immer gesagt hat und bis heute wohl sagt: Warum, so muss man die Genderista fragen, bewegt sich derjenige, der anderen Normativität und politischen Etikettenschwindel vorwirft, auf Glatteis? Warum demonstriert jemand, der behauptet, “kulturelle Aspekte des Geschlechterverhältnisses” seien “völlig unerforscht” Unkenntnis?

Den rhetorischen Trick, der hier zur Anwendung kommt, könnte man als offensive Armseligkeit bezeichnen, denn die fehlenden eigenen Belege und Argumente sollen durch einen Angriff auf den Kritiker übertüncht werden. Ein Trick, der unter Genderista klappen mag, nicht jedoch unter Wissenschaftlern, denn Wissenschaftler sind nicht so dumm, als dass sie glauben würden, ein argumentum ad hominem sei gültig.

Wissenschaftler arbeiten an einem kumulativen Projekt . Und ein kumulatives Projekt setzt es voraus, dass man Argumente, nachvollziehbare und nachprüfbare Aussagen aufstellt. Wer nichts anderes kann, als Dritte abzukanzeln, der ist ein Ideologe und hat in der Wissenschaft nichts zu suchen. Ergo haben Genderista und ihre Vasallen in der Wissenschaft nichts zu suchen.

Genderista sind auch gar nicht in der Wissenschaft, um Wissenschaft zu betreiben oder Erkenntnis zu gewinnen, nein, sie sind politische Überzeugungstäter, Ideologen, die an einer sozialistischen Gesellschaft bauen wollen:

windbeutel“Dabei sind der sich artikulierende Antifeminismus sowie Trans- und Homophobie kein singuläres Phänomen. Die Diffamierung von Genderforscher_innen und die Verunglimpfung der Gleichstellungspolitik stehen u.a. im Zusammenhang mit kulturellem Rassismus, der sich zunehmend in Hassreden und Praktiken der Abwertung äußert. Europaweit zeigen mediale Debatten und Demonstrationen im öffentlichen Raum, dass die bürgerliche Mitte zunehmend ein ‚Unbehagen‘ artikuliert, das in der Ungleichheitsforschung u.a. auf die Neoliberalisierung und Vermarktlichung der Gesellschaft zurückgeführt wird; aus modernitätstheoretischer Sicht geht dieses ‚Unbehagen‘ mit antiemanzipatorischen und anti-aufklärerischen, d.h. reaktionären Impulsen einher. In diesem Zusammenhang werden kategorial abwertende Zuschreibungen, wie etwa Fremdenfeindlichkeit, immer vehementer artikuliert.”

Die bürgerliche Mitte ist aus Sicht der Sektion Frauen- und Geschlechterforschung der DGS also Hort von Rassimus, Homophobie, Antifeminismus und “Neoliberalisierung” bzw. kurz. von kulturellem Rassismus. So einfach denken die Gender-Sektionalen, ist es, Kritik vom Tisch zu wischen und Kritiker als kultur-rassistische Bourgeois zu diffamieren, die es im neuen Klassenkampf, in dem die gelangweilten Günstlinge öffentlicher Förderprogramme sich nunmehr mit denen konfrontiert sehen, die diese Förderprogramme finanzieren, quasi als Verkehrung dessen, was Marx einst am Werk sah und vielleicht auch als neue Fassung dessen, was er einst als Lumpenproletariat bezeichnet hat, zu bekämpfen gilt.

Die modernen Klassenkämpfer haben jedoch im Vergleich zu ihren Vorgängern ein Handicap: Sie verfügen über keinerlei Produktivkraft. Sie sind vollständig vom Wirt, der sie bedient, abhängig, und das scheint ihnen auch vollkommen bewusst zu sein. Anders ist dieses Mahnmal genderistischer Armseligkeit kaum zu erklären.

Siegwart Lindenberg hat einmal sinngemäß gesagt, dass dann, wenn die Mittel knapp werden, wenn ökonomische Zwänge die Ausgaben determinieren, Rationalität als Kriterium bei den entsprechenden Entscheidungen über die Verwendung begrenzter Ressourcen wieder Einzug hält. Insofern sind wir auf dem besten Weg, Genderista loszuwerden.

Dass nichts verloren ist, wenn wir Genderista von Hochschulen entfernen und im Gegenteil viel gewonnen ist, zeigt die folgende Passage aus dem Statement der Gender-Sektionierten ganz deutlich:

“Die Einsicht in Prozesse der Vergeschlechtlichung der Wissenschaftsorganisation und des wissenschaftlichen Denk- und Begriffsapparats war für die Ausdifferenzierung des Forschungsfeldes zentral; die erkenntnistheoretisch motivierten Debatten der 1990er Jahre um das Verhältnis von sex und gender stellen eine paradigmatische Erweiterung dar und sind Ausdruck eines Selbstverständnisses als emanzipatorischer Wissenschaft, die immer wieder offen über das Verhältnis von Standortgebundenheit, Erkenntnis und Normativität in Verhandlungen getreten ist.”

Wie es sich mit einer angeblich emanzipatorischen Wissenschaft vereinbaren lässt, dass Kritiker der Genderista durch die Bank diffamiert und als Rassisten beschimpft werden, ist eine Frage, die die Schreiber des Statements vielleicht beantworten können, wenn sie demnächst von dem emotionalen Hoch, das ihre Hysterie ihnen verschafft hat, auf den Boden der Realität zurückkehren, sofern Hysterie bei ihnen kein Dauerzustand ist, quasi eine Grundqualifikation zum Genderista.

Inhaltlich hat die zitierte Passage wenig zu bieten und lässt sich unter Auslassung sämtlicher Füll- und Leerwörter wie folgt zusammenfassen: Die genannte Einsicht war wichtig, um zusätzliche Stellen für Gender-XX zu schaffen, und die Debatten der 1990er Jahre haben gezeigt, dass eine emanzipatorische Wissenschaft sich mit sich selbst beschäftigen muss. Die Maxime der feministischen Erkenntnis lautet demnach: “Beschäftige Dich mit Dir selbst und schaffe Stellen für andere, die sich mit sich selbst beschäftigen wollen!”

Zeit, an unsere Petition gegen Genderismus an Schulen und Hochschulen zu erinnern. Sie kann immer noch unterzeichnet werden.

Davon abgesehen, brauchen Stefan Hirschauer und Günther Buchholz Solidaritätsbekundungen, denn die beiden wurden von den Genderista als neue Feinde ins Visier genommen – wie man beim Lesen des Statements und vor allem der Fußnoten schnell bemerkt..

Wie fair sind Sie?

Eine Frage, und eine Antwort aus Jena.

Machen wir ein Experiment.

Sie haben zwei Tafeln Schokolade zur Auswahl.

Welche wählen Sie?

Alternative 1

Alternative 1

Alternative 2

Alternative 2

Nachdem Sie gewählt haben, fragen Sie sich doch bitte, ob sie sich stark mit der Weltgemeinschaft aller Menschen als solcher identifizieren. Aus Gründen der statistischen Bequemlichkeit, geben Sie sich eine “1”, wenn Sie sich sehr stark mit der Weltgemeinschaft identifizieren, eine “7”, wenn Sie sich nicht mit der Weltgemeinschaft identifizieren. Alles zwischen “1” und “7” stuft die beiden Extrempositionen ab; Eine “4” geben Sie sich, wenn Ihnen die Weltgemeinschaft egal ist.

Nun fragen Sie sich, ob sie denken, dass die Ungleichheit zwischen entwickelten Ländern wie Deutschland und Entwicklungsländern wie dem Kongo irgendwie gerecht ist. Abermals nutzen Sie bitte eine Skala von 1 bis 7 für ihre Antwort, mit dieses Mal: “1” sehr ungerecht und “7” sehr gerecht.

Nun multiplizieren Sie bitte die beiden Werte, die Sie auf die beiden Fragen erreicht haben. Wenn Sie dabei 30, 35, 36, 42 oder 49 als Wert erreichen, dann haben Sie Alternative 2 bei den Schokoladen gewählt. Wenn Sie einen geringeren Wert erreichen, dann haben Sie Alternative 1 gewählt.

Das ist in aller Kürze die Darstellung einer Studie, die an der Universität Jena durchgeführt wurde. Die Ergebnisse wurden gerade im Journal of Social Psychology veröffentlicht. Erstellt haben die Studie Gerhard Reese und Fabienne Kohlmann.

Und wenn Sie sich nun fragen, was dieses kleine Experiment über Sie aussagt, dann helfen ihnen die beiden Autoren gerne weiter.

Zunächst einmal sind sie natürlich dann, wenn sie die Fairtrade-Schokolade gewählt haben, ein guter Mensch, dem daran liegt, Fair Trade zu unterstützen, auch wenn Fair Trade zwischenzeitlich erheblich in die Kritik geraten ist, weil Fair Trade nicht bei den armen Bauern ankommt und diese armen Bauern reicher macht, sondern eine neue Klasse von Mittelsmännern geschaffen hat, die nun durch Fair Trade reich werden (dazu z.B.: Griffiths, 2012; Henderson, 2008).

Uni jenaAber, die Forschung aus Jena, in deren Rahmen u.a. die Aussagen von 68 Studenten verallgemeinert werden sollen, lässt sich von derartig widrigen Umständen nicht beeindrucken: Fair Trade ist gut. Fair Trade Schokolade ist gut. Und wer Fair Trade Schokolade einer anderen Schokolade vorzieht, ist besonders gut.

Er ist auch deshalb besonders gut, weil er mit hoher Wahrscheinlichkeit globale Ungleichheit, wie sie zwischen z.B. Ländern in Afrika und dem modernen Norden besteht, nicht gut findet – jedenfalls dann nicht, wenn es gerade nicht um die billigen Klamotten von H&M geht, die in Äthiopien produziert werden.

Und dass er diese globale Ungleichheit nicht gut findet, das liegt zumeist daran, dass er sich als Weltbüger sieht, dass er sich mit der Weltgemeinschaft identifiziert. Das ist besonders schön und gut.

Dreimal gut ist demnach besonders gut und resultiert im Kauf von Fairtrade-Schokolade und nicht nur das, wie Reese und Kohlmann von der Universität Jena auf Grundlage der 68 von ihnen befragten Studenten schließen, denn

  • Ihre Forschung zeige, dass eine Identifikation mit allen Menschen zum Kauf von Fairtrade-Schokolade führt; Das wird die Marketing-Abteilungen in den Fairtrade-Konzernen interessieren.
  • Ihre Forschung zeige, dass eine Identifikation mit allen Menschen prosoziale Konsequenzen hat, was sich darin zeigt, dass eine Fairtrade-Schokolade gekauft wird. Das hatten wir zwar schon, aber es ist immer besser, die wenigen Ergebnisse, die man hat, zu wiederholen.
  • ihre Forschung zeige, dass zwischen der Identifikation mit der Weltgemeinschaft und dem Kauf von Fairtrade-Schokolade das Gerechtigkeitsempfinden vermittle, Fairness führt zu Fairtrade, so könnte man sagen und wäre man Sozialpsychologe, müsste einem dazu etwas einfallen. Reese und Kohlmann fällt aber nichts weiter ein, außer dass fair gut ist.

Und so haben wir gelernt, dass wer sich als Weltbürger fühlt, gut ist, wer denkt, die dritte Welt wird ungerecht behandelt, auch gut ist, und wer zudem noch Fairtrade-Schokolade kauft, besonders gut ist. Wie gesagt, die paar Probleme, die sich mit Fairtrade verbinden, die lassen wir beiseite, denn wir wollen uns die gemessene Gutheit im Experiment nicht durch die Realität kaputt machen lassen.

Lasst und vielmehr unsere Naivität feiern und darauf stolz sein, dass wir alle gut sind – am besten mit einem Stück Milka.

Literatur

Griffiths, Peter (2012). Ethical Objections to Fairtrade. Journal of Business Ethics 105(3): 357-373.

Henderson, David R. (2008). Fair Trade is Counterproductive – and Unfair. Economic Affairs 28(3): 62-64.

Reese, Gerhard & Kohlmann, Fabienne (2015). Feeling Global, Acting Ethically: Global Identification and Fairtrade Consumption. Journal of Social Psychology 155(2): 98-106.

Die hohe Kunst, über Leichen zu gehen

Die hohe Kunst des Über-Leichen-Gehens besteht darin, den Blick nicht nach unten zu richten (SF).

Suchen Sie nicht nach dem Verfasser dieses Satzes. Dieses Bonmot stammt von uns.

Anlass für die Zeilen ist eine Form der kognitiven Beschränkung, die uns gerade begegnet ist, und zwar in Form eines Berichts auf Focus.de.

Blockupy-Mitorganisator Wilken lehnt Rücktritt von Landtagsposten ab“.

“Ich werde auf jeden Fall nicht zurücktreten”, so wird er zitiert. Und für seine Entscheidung gibt er die folgende Begründung:

“Am Nachmittag haben wir das gemacht, wofür Blockupy steht: bunter, lauter und entschiedener Protest, aber ohne Gewalt”, sagt Wilken der Zeitung.”

Die Auguren von ScienceFiles haben diese Reaktion von Wilken übrigens vorhergesagt!

Tajfel. social identityKognitive Beschränkungen finden sich in der Sozialpsychologie in einer Vielzahl von Varianten. Sie finden sich (1) als Umgang mit kognitiver Dissonanz, bei dem Fakten, die der eigenen Überzeugung widersprechen, schlicht ausgeblendet werden. Sie finden sich (2) als Bestandteil des panischen Versuchs, eine soziale Identität an Stelle einer personalen Identität zu setzen, bei dem die soziale Identität überhöht und von allem, was negativ sein könnte, freigehalten wird. Und sie finden sich (3) als Framing, bei dem Sorge getragen wird, dass bestimmte Folgen eigener Handlungen oder bestimmte Fakten, die mit eigenen Überzeugungen in Widerspruch stehen, gar nicht erst die Wahrnehmung erreichen.

Auf Ulrich Wilken passen alle drei Varianten des Umgangs mit der Gewalt, die den Auftritt von Blockupy in Frankfurt ausgezeichnet hat:

(1) Er beginnt seine Wahrnehmung erst am Nachmittag, gliedert den Vormittag und die heftige Gewalt am Vormittag einfach aus, erklärt sie zum Nicht-Bestandteil von Blockupy, was ungefähr der Behauptung entspricht, dass für den Fall, dass er und seine richtige Variante von Blockupy gar keine Demonstration angemeldet hätte, es dennoch zu den Ausschreitung der Chaoten gekommen wäre.

(2) Die soziale Identität von Blockupy, so definiert sie Wilken, ist bunt, laut und entschieden. In der sozialen Identität kommt keine Gewalt vor, also hat Blockupy in Frankfurt auch nicht zu Gewalt geführt. Die Geschädigten vor Ort, es wird sie freuen.

(3) Per Framing sorgt Wilken dafür, dass die Gewalt ausgeblendet wird: Sie wird auf den Vormittag verschoben. Blockupy war am Nachmittag. Sie wird aus der Beschreibung von Blockupy mit für Wilken positiv konnotierten Adjektiven “bunt, laut und entschieden” ausgegliedert und ist entsprechend nicht existent. Wo die Schäden in Frankfurt herkommen? Es ist ein Mysterium.

Blockupy1Die drei sozialpsychologischen Varianten der Ausblendung der Wirklichkeit, die hier berichtet wurden, werden von ihren Autoren übrigens als Abweichung vom Normalzustand beschrieben. Wer (1) anwendet, der kann mit Dissonanzen nicht umgehen und versucht, sich Ihnen zu entziehen. Wer sich mit (2) beschäftigt, ist mit dem Versuch gescheitert, eine eigenständige Identität aufzubauen, und wer (3) zum Opfer fällt, hat seine Versuche, rational zu handeln, eingestellt.

Was mit Personen ist, die alle drei Strategien nutzen, um die Wirklichkeit zu verleugnen, ist eine Frage, die derzeit mangels einer umfassenden Theorie noch offen ist.

Indes kann man die Aussagen von Ulrich Wilken, der immerhin als Vizepräsident des Hessischen Landtages eine gewisse Vorbildfunktion haben sollte, nutzen, um einen Präzendensfall, die Lex Wilken, zu schaffen, der sich auch anderweitig anwenden lässt.

Z.B. so:

Der Karlsruher SC ist Ende 2014 vom Sportgericht des DFB zu 40.000 Euro Strafe verurteilt worden, weil KSC-Fans im Zweitligaspiel beim 1. FC Kaiserslautern randaliert haben.

Das selbe Sportgericht hat den 1. FC Köln wegen Fanrandale zu einer Geldstrafe von 200.000 Euro verurteilt.

Beiden Vereinen empfehlen wir, die Lex Wilken zum Einsatz zu bringen und die Zahlung zu verweigern bzw. bereits gezahlte Strafen zurückzufordern, denn aus der Lex Wilken geht hervor, dass die Randale nichts mit dem KSC oder dem FC Köln zu tun hat.

Beide, der KSC und der  FC Köln sind Fussballvereine. Die Spieler der Vereine treffen sich mit Spielern anderer Vereine zum Ballaustausch, der zwei Halbzeiten á 45 Minuten in Anspruch nimmt. Die entsprechenden Spiele sind bunt, laut und entschieden und in jedem Fall gewaltfrei. Sofern also vormittags vor den Spielen oder nach den Spielen Gewalttaten zu verzeichnen sind, haben diese mit dem Fussballspiel keine Verbindung, die 22 Spieler treffen sich explizit zum Spielen und nicht zur Gewalt.

Im englischssprachigen Ausland gibt es den Begriff der “Nuremberg Defense”, Die Nuremberg Defense besteht darin, dass man seine eigenen Schandtaten damit rechtfertigt, dass man z.B. zum Öffnen des Gashahns im KZ-Auschwitz per Befehl aufgefordert wurde. Entsprechend hat nicht das Gehirn dessen, der den Hahn aufdreht, dessen Finger bewegt, sondern der Befehl, was letztlich die Schuld auf den Schultern von Himmler und Hitler ablädt.

Die Nuremberg Defense steht für eine Unwilligkeit, die Verwantwortung für eigene Handlungen zu übernehmen. Die Lex Wilken scheint eine neue Variante der selben Verteidigungsform zu sein, nun wird nicht mehr im Befehl Absolution gesucht, sondern in der Uhrzeit.

©ScienceFiles, 2015

Der ewige Diener oder: Widerstand von Männern? Bewegung von Männern? Wo?

Dr. habil. Heike Diefenbach hat sich in einem Kommentar gewundert, über Männer gewundert und darüber, was man alles mit Männern machen kann. Die Fragen, die Heike Diefenbach dabei stellt, gehen alle Männer an, denn es sind Fragen, die direkt an das Selbstbewusstsein, den Selbstwert und das Selbstbild von Männern oder solchen zielen, die erfolglos versuchen, wie Männer zu wirken.

Sciencefiles[…] “Ich wundere mich nun schon seit Jahren, um nicht zu sagen: Jahrzehnten, darüber, warum Männer nicht ihre Konsequenzen aus diesem Umstand – und vielen anderen real existierenden, für sie nachteiligen Umständen, ziehen.

Ich verstehe es einfach nicht, und ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Männerschelte und -benachteiligung deshalb so beliebt und überall verbreitet ist, weil Männer unter den derzeitigen Minderheiten zweifellos die duldsamste sind.

Gab es überhaupt schon einmal eine Demonstration von Männern gegen ihre strukturelle Benachteiligung in Deutschland und anderswo, z.B. gegen die lapidare, gerechtigkeitsverletzende Bemerkung “Frauen werden bei gleicher Eignung bevorzugt”, die es ja nun schon seit langer Zeit gibt und anscheinend von vielen Menschen und eben auch (aus unerfindlichen Gründen) Männern wie eine Normalität akzeptiert wird, oder auch nur gegen die Untätigkeit der Bildungspolitik mit Bezug auf die Nachteile ihrer Söhne in der Schule? Gab es Arbeitsniederlegungen bei Müllmännern und Kanalarbeitern, solange nicht eine Frauenquote von 30% verwirklicht ist? Gab es auch nur entsprechende Petitionen?

Muss man sich wundern, dass man immer weiter und weiter ausgebeutet, beschimpft und benachteiligt wird, wenn man auch angesichts der größten Hämmer nicht tätig wird?

Möglicherweise ist es unter der Würde so manchen Mannes, sich als ausgebeutet, beschimpft und benachteiligt zu betrachten, und das wäre ja die Voraussetzung dafür, damit anzufangen, sich zu wehren. Eine psychologisch schützende Ignoranz ist aber oft eine die eigenen Lebenschancen stark einschränkende Ingnoranz, denn die Realität bleibt die Realität.

So gesehen ist es irgendwie verständlich, dass manche Männer zu der Alternative finden, den nicht ausgebeuteten, bevorteilten weißen Mann zu markieren um den Preis, dass sie sich vor den Karren der angeblich armen, ausgebeuteten, benachteiligten Frauen spannen lassen und als feministische oder genderistische Karrieristen unterwegs sind; so kann man sich doppelt gut fühlen: man setzt sich für die armen benachteiligten Opfer (von wem auch immer) ein, und das kann man deshalb trefflich tun, weil man selbst ja keinerlei Notlagen kennt, keine Benachteiligungen, nichts dergleichen. Kurz: man bleibt der tolle Typ gerade dadurch, dass man den Opfer-Weibchen das Wort redet.

Also, wenn ich ein Mann wäre, dann hätte ich dazu doch etwas (bzw. einiges mehr :-)) zu sagen – und zwar in aller Deutlichkeit …!”

Warum also wehren sich Männer nicht?

Warum gibt es keinen geordneten Widerstand gegen die tägliche Verleumdung durch Medien und Genderisten, die Männer wahlweise als weiße Rassisten, häusliche Gewalttäter beschimpfen? Warum gehen Männer nicht dagegen vor, dass sie als alte Säcke beschimpft werden, die ihre Pfründe in Unternehmen und sonstwo, wo es Führungspositionen gibt, gegen die allzeit fähigen aufstrebenden Frauen verteidigen und letztere absichtlich benachteiligen?

Wo ist der Widerstand, die Mahnwache, die Demonstration der Männer gegen konkrete Benachteiligungen im täglichen Leben, die Männer die schmutzigen und gefährlichen Jobs machen sieht, die Männer häufiger ihr Leben für “ihr Land” oder im Rahmen ihrer Arbeit verlieren sieht?

Wo wehren sich Männer dagegen, dass Milliarden der Steuergelder, die sie erwirtschaftet haben, veruntreut und dazu verwendet werden, Frauen auch ohne Arbeit Rente zu sichern, Frauen die Zeit ihrer selbstgewählten Mutterschaft zu vergüten, Mütter und nicht etwa Väter in Genesungsurlaub zu schicken, Frauen mitzuversichern, Frauen eine Witwenrente zu gewähren und vieles mehr?

Raschke NSMUnd wo ist der Widerstand dagegen, dass mit weiteren Milliarden von Steuergeldern, die im Wesentlichen von Männern erwirtschaftet werden, eine männerhassende Infrastruktur an Universitäten, in Frauenhäusern, in Verlagshäusern, in öffentlich-rechtlichen Medien, in Kindergärten, Schulen, Ministerien und Unternehmen geschaffen wird, deren einziger Zweck darin besteht, gegen den patriarchalischen, rassistischen, sexistischen und bösen weißen Mann Hassreden zu verbreiten und legitimierende Maßnahmen zu finanzieren, die nichts anderes sollen, als den Mythos der Unterdrückung der armen weiblichen Opfer durch die oben beschriebenen weißen, rassistischen und so weiter Männer zu verbreiten?

Forschung zu Sozialen Bewegungen, wie sie z.B. Joachim Raschke durchgeführt hat, zeigt, dass eine Bewegung, wie z.B. die Öko-Bewegung letztlich zwei Hürden meistern muss, um erfolgreich zu sein: Die erste Hürde ist eine Trägheitshürde, die dann überwunden ist, wenn es gelingt, eine erkleckliche Zahl von Personen in einem gemeinsamen Ziel zu vereinen und in der Öffentlichkeit und dauerhaft mit diesem Ziel präsent sein zu lassen. Die zweite Hürde besteht darin, die dauerhafte Präsenz in der Öffentlichkeit dazu zu nutzen, die eigene Bewegung zu institutionalisieren, um nunmehr auf Grundlage fester Strukturen, Einfluss nehmen zu können.

Man sollte meinen, Männer wären aufgrund ihrer Menge in der Lage, beide Hürden zu nehmen. Tatsächlich bleiben sie schon an der ersten Hürde hängen, denn von Einzelkämpfern wie Arne Hoffmann einmal abgesehen und abgesehen von zaghaften Versuchen, eine Bewegung zu institutionalisieren, wie sie Manndat und Agens darstellen, ist wenig an Breitenwirkung zu bemerken.

Statt dessen gibt es institutionalisierte Schmuse-Vereine wie das Bundesforum Männer, das nicht ohne Grund vom Bundesministerium für FSFJ finanziert wird, denn das Bundesforum Männer ist ein Schoßhund, den man schön spazieren führen kann und der auf Kommando Männchen (!sic) macht. Das kommt eher dem Bild einer eingebildeten Männlichkeit, einer jämmerlichen und weinerlichen Männlichkeit gleich, das Heike Diefenbach zum Ende ihres Kommentars beschrieben hat: Damit die angeblichen Männer ein Stück vom Kuchen erhalten, machen sie auf Zuruf Männchen, für Frauchen.

Die zweite, oben beschriebene Hürde kommt gar nicht in den Blick, da die erste noch nicht genommen wurde.

Der fehlende organisierte Wiederstand ist umso erstaunlicher, wenn man die durchschnittliche männliche Karriere, das durchschnittliche männliche Leben im Zeitraffer beschreibt:

  • Ein männliches Leben ist in Deutschland im Durchschnitt um 6,4% kürzer als ein weibliches Leben.
  • Die berufliche Karriere von Männern unterliegt von Anfang an einer institutionellen Diskriminerung:
    • Jungen werden im Durchschnitt später eingeschult, bleiben häufiger sitzen, werden häufiger auf Sonderschulen abgeschoben und erhalten seltener eine Empfehlung für das Gymnasium als Mädchen.
    • Konsequenter Weise sind Jungen häufiger auf Sonder- und Hauptschulen zu finden, machen seltener ein Abitur als Mädchen und sind zwischenzeitlich zu einer Minderheit unter den Erstsemestern geworden.
  • Sonderregelungen, die die Bevorzugung von Frauen garantieren, erschweren Männern den Eintritt in öffentlich finanzierte Positionen, richten z.B. Lehrstühle oder Vorstandsposten exklusiv für Frauen ein.
  • Im Gegensatz zu Frauen können sich Männer nicht dazu entscheiden, sich auf die Aufzucht von Kindern zu spezialisieren und die berufliche Karriere abzuhaken.
  • Dafür bezahlen Männer mit ihren Steuergeldern mehrheitlich die Mutterschaft, die Rentenanwartschaft, die Sozialabgaben, die Urlaube und die Zeit, die hauptberufliche Mütter vor dem Hausfrauenfernsehen verbringen.
  • Im Gegensatz zu Frauen gibt es für Männer keine eigens für entsprechend Willige geschaffenen white collar jobs in öffentlichen Ämtern, bei denen man sich nicht die Hände schmutzig machen muss und während man die Maus über den Bildschirm schiebt, nur aufpassen muss, dass der Nagellack rechtzeitig trocken wird.
  • Dafür haben Männer aufgrund der Berufe, die sie ausüben, eine höhere Wahrscheinlichkeit, bei einem Arbeitsunfall verletzt oder getötet zu werden als Frauen, sie haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit zu erkranken und eine höhere Wahrscheinlichkeit als Invalide zu enden als Frauen.
  • Männer machen häufiger Überstunden, arbeiten in schmutzigen und gefährlichen Berufen (siehe oben) und werden zum Dank als überbezahlt verleumdet, von einer Horde von Opportunisten, die zwar keine Statistik lesen können, aber keine ethischen oder geschweige denn moralischen Probleme damit haben, ein Gender Pay Gap von 22% zwischen Männern und Frauen zu phantasieren.
  • Weil ein weibliches Leben so ungleich wichtiger zu sein scheint als ein männliches, wurde bis vor kurzem die Erforschung von Krebsarten, die Männer befallen, allen voran, der Prostatakrebs vernachlässigt. Es kümmert sich niemand darum, dass die Selbstmordrate unter Männern ein Vielfaches der entsprechenden Rate unter Frauen ist und, last but not least, man hat sich daran gewöhnt, dass Männer eben früher sterben als Frauen.

Das männliche Leben, wie es sich hier darstellt, erinnert an schlechte Romane, in denen der Held an Bord des untergehenden Schiffes bleibt, um seiner Angebeteten den letzten freien Platz auf dem Rettungsboot zukommen zu lassen.

ArneMan sollte meinen, dass Männer von ihrem Leben mehr erwarten, als sich für das Leben anderer, die ihnen als wichtiger vor die Nase gesetzt werden, hinzugeben.

Man sollte erwarten, dass Männern etwas zu ihrer systematischen Benachteiligung in einer männerfeindlichen Gesellschaft einfällt.

Sollte man.

Aber man sollte auch erwarten, dass Minderbemittelte nicht an Universitäten Lehrstühle besetzen oder in Parlamente gelangen.

Warum also wehren sich Männer nicht?

Die Sozialpsychologie stellt mit der Theorie kognitiver Dissonanz eine Möglichkeit bereit, die Untätigkeit von Männern zu erklären. Heike Diefenbach bezieht sich auf diese Theorie, wenn sie ausführt, dass Männer es anscheinend nicht mit ihrem Selbstwert vereinbaren können, dass sie ausgenutzt, verleumdet, betrogen und diskriminiert werden. Also versuchen sie, ihre psychische Welt wieder ins Lot zu bringen, dadurch, dass sie verleugnen, dass sie ausgenutzt, verleumdet und diskriminiert werden und dadurch, dass sie, wie die Bundesmänner vom Forum, eine willig dienende Haltung einnehmen, um sich vorlügen zu können, sie wären trotz allem, die tollen Typen, die zu sein, sie sich erträumen oder, um im Bild zu bleiben, sie könnten jederzeit verweigern, Männchen zu machen, wenn Frauchen ruft. Nicht, dass sie das jemals getan hätten, aber sie könnten es theoretisch, wenn sie wollten … und nicht vor den inzwischen als gesetzliche Tatsache geschaffenen Folgen Angst hätten.

Von einem weiblichen Redakteur von ScienceFiles stammt das Bonmot, dass sich Männer nur bewegen, wenn es um ihre Vorhaut geht. Es ist Zeit dass sie merken, es geht um mehr als die Vorhaut, es geht um ihre Haut.

Blockupy-Verschwörungstheorie: Die Polizei ist schuld!

Zur Einstimmung ein Video aus Frankfurt.

Deutschland 2015.

Es sind dies Bilder einer friedlichen Demonstration, auf der eine Vielzahl besorgter Bürger gegen die EZB demonstriert hat. Die EZB, eine der größten Geldpressen des Jahrtausends und einer der größten Feinde des Kapitalismus und des Freien Marktes, hat es nämlich geschafft, der Lieblingsfeind der Linken Krawallianer zu werden (niemand weiß warum und wie), die – obwohl sie im Geiste des Marxismus, aber wohl eher mit einer starken Betonung des Leninismus unterwegs sind, ihren Marx nicht kennen, schreibt Karl Marx doch in seinem mit Friedrich Engels verfassten Kommunistischen Manifest:

Auszug aus dem kommunistischen Manifest vom Marx und Engels – Kapitel 2:

“Für die fortgeschrittensten Länder werden jedoch die folgenden ziemlich allgemein zur Anwendung kommen:
…..
(5)
Zentralisation des Kredits in den Händen des Staats durch eine Nationalbank mit Staatskapital und ausschließlichem Monopol.”[Danke an Thomas Ferge]

Auch ansonsten scheint die Realitätswahrnehmung der Blockupy-Bewegten doch ziemlich verzerrt zu sein, sehen sich die Blockupisten doch als Opfer polizeilicher Gewalt, wie man ihrem Live-Ticker entnehmen kann, auf dem sie die Krawalle aus ihrer Sicht dokumentiert haben.

Man kann die impliziten Prämissen, auf denen die folgenden Dokumente basieren, wie folgt zusammenfassen:

  • Wir, also Blockupy, sind Opfer des Kapitals.
  • Kapital ist strukturelle Gewalt.
  • Die Polizei ist Handlanger des Kapitals.
  • Die Polizei ist auch strukturelle Gewalt und versucht, die gerechtfertigten Proteste friedliebender Blockupisten zu verhindern.
  • Deshalb muss man sich gegen die Polizei zur Wehr setzen.
  • Und natürlich sind Blockupisten grundsätzlich Opfer, aktivistische Opfer.

Die Prämissen weisen starke Parallelen zu Genderismus auf. Um dies zu sehen, muss man Polizei nur mit Patriarchat ersetzen. Die Parallelen sind kein Zufall, denn Blockupisten und Genderisten nähren sich an den selben Irrtümern und Mythen.

Und nun die Darstellung dessesn, was in Frankfurt wirklich war, d.h. was sich Blockupisten einbilden, dass war: