Men’s Freedom: Sterilisation ist Freiheit

Berlin (rp); Men’s Freedom erweitert seine Aktivitäten nach Europa und wird auch in Deutschland eine Niederlassung eröffnen. Die seit 1989 bestehende Organisation mit Sitz in North Dakota hat es sich zur Aufgabe gemacht, Freiheit zu befördern und die Gleichstellung von Männern mit Frauen zu erreichen. Bekannt ist Men’s Freedom durch ein von der Organisation ins Leben gerufenes und  finanziertes Sterilisationsprogramm. „Wir haben großen Erfolg mit diesem Programm“, sagt Mike Nielke: „Wir bieten Männern auf freiwilliger Basis die Finanzierung einer Sterilisation an. Die Nachfrage ist riesig.“

Das Programm „Regain Contol“ geht mittlerweile in sein zehntes Jahr und soll noch in diesem Jahr auch in Deutschland angeboten werden. „Fertilität“, so sagt Nielke, „ist das größte Übel unserer Zeit. Fertilität sorgt für Überbevölkerung. Fertilität sorgt für immer knapper werdende Ressourcen. Fertilität trägt zum Global Warming bei, und Fertilität führt in immer größerem Ausmaß zu Umweltverschmutzung“.

Fast noch schlimmer seien die sozialen Wirkungen von Fertilität. Die Anzahl der Männer, deren Leben durch Fertilität und daran sich anschließende Unterhaltszahlungen im wahrsten Sinne des Wortes ruiniert sei, ist riesig.

Zudem führe Fertilität zu einer ganzen Reihe gesellschaftlicher Probleme, darunter das von der Frauenbewegung als besonders gravierend angesehene Vereinbarkeitsproblem. Hier biete Regain Control eine ultimative Lösung: keine Fertilität – kein Vereinbarkeitsproblem! Frauen steriler Männer könnten sich entsprechend mit voller Kraft in die Vollzeittätigkeit stürzen, hätten keine Doppelbelastung zu ertragen und könnten sich auf den Weg in die Führungsetagen großer multinationaler Konzerne machen.

Regain Control ist ein Beitrag zur Gleichstellung und Befreiung der Geschlechter und zur Beseitigung einseitiger Abhängigkeit.

Interessenten, die an Regain Control teilnehmen wollen, wenden sich, solange das deutsche Büro in Berlin noch nicht eröffnet wurde, an: Men’s freedom, 12 5th Avenue, Cando, ND 20439, North Dakota, USA

©2011, rubbish press (rp), rubbish press ist ein imprint von science watch

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4 Responses to Men’s Freedom: Sterilisation ist Freiheit

  1. Die Freiheit der Männer wird durch diese Organisation beschnitten, nicht erweitert.

    Fertilität zwingt niemanden dazu, Kinder zu bekommen.

    Sterilisation erzwingt die Unfruchtbarkeit für immer.

    Diese Organisation propagiert also eine Verringerung der Freiheit und verkauft sie als das Gegenteil.

    Darüberhinaus kommt sie noch mit feministischem Pseudogedöns daher, daß Frauen besser Manager werden können.

    Wahrscheinlich ist Sterilisation auch deshalb so toll, weil die Frauen fördert.

    Selten so einen Schwachsinn gelesen. Hier zeigt sich wieder, wie Ideologien daherkommen:

    Es wird auf willkürliche Weise irgendein Übel konstruiert, das angeblich für alle möglichen Mißstände verantwortlich ist (Der betreffende Textteil über Überbevölkerung und globale Erwärmung ist wohl das Schwachsinnigste, was ich je gelesen habe.).

    Das erinnert mich irgendwie an die atheistischen Fundamentalisten, die ähnliche Rechnungen bezüglich Religionen aufmachen.

    Fertilität gab’s ja auch schon vor 1000 Jahren, und ich glaube auch vor 10000 Jahren. Ich möchte sogar meinen vor 100000 Jahren. Wieso gibt es all diese Probleme dann erst seit 100 Jahren?

    Das verstehe ich irgendwie nicht

    Und noch schlimmer: Wie sollen wir dann die Probleme der Welt lösen, wenn sich nicht alle Menschen sterilisieren lassen?

    Totalitarismus at its best.

    Wieso wird denn solch eine Organisation hier vorgestellt?

    • Ynrab says:

      na ja, das mit der Begründung auf Welthunger und so halte ich schon auch für Quatsch.

      Aber es ist nun mal schon so, daß die Frauen eine Schwangerschaft auch ohne den ausdrücklichen Willen des Mannes herbeiführen können, weil sie meistens die Kontrolle über die Verhütungsmittel haben;

      Es muß nicht unbedingt Samenraub sein.

      danach haben Frauen dann den Mann durch die Geldforderungen verschiedener Art in der Hand.

      In der Tat gilt es schon, auch für Männer die Kontrolle über die Verhütung und Familienplanung zu erlangen.
      Die Sterilisation ist ja fast schon die einzige zuverlässige Verhütungsmethode, aus männlicher Sicht.

      Und….. natürlich läßt sich die Sterilisation auch rückgängig machen.

      Sie sollte natürlich nicht auf alle jungen Männer propagiert werden, sondern, auf die die schon paar Kinder haben oder schlechte Erfahrungen haben. Ist ja auch freiwillig.

      • Michael says:

        Wie läßt sich das rückgängig machen? Ich frage mich sowieso warum nicht in die Richtung geforscht wird, vielelciht eine Art Ventil an der Stelle, dass man schließen kann (klar nur beim Arzt) und dann ist der Hahn zu für eine gewisse Zeit.

    • Christopher says:

      Das kommt auf die Sichtweise an. Da hier nicht zwangssterilisiert wird ist es hier meiner Meinung nach absurd von Totalitarismus zu sprechen, aber darum geht es mir eigentlich gar nicht.
      Die Aussage nämlich, Überbevölkerung sei der Ursprung vieler Probleme wie beispielsweise der Umweltverschmutzung kann durchaus als richtig gedeutet werden.
      Ja man kann die Aussage tatsächlich als DAS große Übel der Welt deuten.
      Die Fertilität gab es sehr wohl schon vor tausenden von Jahren, aber wie Darwin schon postuliert hat, hat jede Art die Fähigkeit dazu sich exponentiell zu vermehren (Das sieht man ja auch wenn man sich die Bevölkerungswachstumstabellen ansieht). Dieses Wachstum wird durch die Umwelt begrenzt, durch Ressourcen, Fressfeinde, Krankheiten, etc.! Das wir es als die intelligentesten Lebewesen auf der Erde geschafft haben uns diesen Faktoren zu einem gewissen Grad zu entziehen heißt keinesfalls, dass eine Anzahl von etwas 7.000.000.000 Menschen gesund (für die Umwelt) oder dauerhaft aufrechtzuerhalten ist. Unter diesem Aspekt kann man fast alle unserer Probleme deuten.
      Umweltverschmutzung kann natürlich aus “unverantwortlichem” Verhalten kommen. Trotzdem ist das auch eine Frage der Verhältnismäßigkeit (!!!). Es ist logischerweise auch ab einer gewissen Anzahl Menschen gar nicht mehr möglich die Umwelt bzw. sich selbst zu schonen.
      Die Meere werden leergefischt, es gibt Hungersnöte, in Städten wo die Menschen dicht auf dicht leben gibt es ein großes Potential für Seuchen,… hab ich den großen Hunger nach fossilen Brennstoffen erwähnt?..
      Dieser Zusammenhang kann wie gesagt relativiert werden, aber er erscheint mir durchaus logisch.
      Mfg Christopher

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