Rosenbrock zum Letzten – hoffentlich …

Mit manchen Themen ist es wie mit der sprichwörtlichen Klette, man wird sie einfach nicht mehr los. Und nachdem die Heinrich Böll Stiftung  noch einmal nachgelegt hat, ist es – hoffentlich zum letzten Mal – notwendig, ein paar Dinge klarzustellen. Die heutige Lektion für die Stiftung lautet: Warum Ideologie keine Wissenschaft ist, und warum Manipulation nicht klappt. Ich hoffe, dieses Thema ist nicht zu “komplex”!

Warum Ideologie keine Wissenschaft ist.

Mit Ideologie verbindet sich regelmäßig das Problem, dass sie nicht mit der Realität in Einklang zu bringen ist und deshalb gegen mindestens ein Fundament von Wissenschaft verstößt. Ich will dies an einem Beispiel deutlich machen, das ich in Analogie zu Rosenbrocks Magisterarbeit gewählt habe.

Ich behaupte, die Heinrich Böll Stiftung ist ein Haufen männerfeindlicher religiöser Fanatiker. Um diese Behauptung als Tatsache durchgehen zu lassen, brauche ich eine Legitimation. Früher musste Gott als Legitimation herhalten, heute bedient man sich gemeinhin der Wissenschaft. Wenn Wissenschaft die Legitimationsfunktion übernehmen muss, brauchen wir nunmehr jemanden, der als Wissenschaftler durchgehen kann, der in der Wissenschaft nichts zu verlieren hat, sonst macht er nicht mit, und der ein Interesse daran hat, unsere Sache zu seiner zu machen, z.B. weil er aus seiner Aufgabe seine Identität ableitet oder weil er sich erhofft, nach abgeschlossener Aufgabe mit einer Stelle belohnt zu werden, kurz, wir brauchen einen unbekannten Nachwuchswissenschaftler, den wir aufbauen  und, wenn die Sache schief geht, opfern können. Um nun sicherzustellen, dass die Heinrich-Böll Stiftung auch tatsächlich ein Haufen männerhassender religiöser Fanatiker ist, definieren wir männerhassende religiöse Fanatiker als Personen, die dem Feminismus anhängen, Maskulismus ablehnen, Maskulisten als Extreme diffamieren oder an den rechten politischen Rand rücken, und die sich in Netzwerken, wie z.B. feministischen Foren austauschen und zusammenrotten. Die so definierten männerhassenden religiösen Fanatiker finden wir in allen Schattierungen und Abstufungen auf den Seiten der Heinrich-Böll Stiftung, in den angesprochenen feministischen Foren und blogs, ja selbst in Foren von Spiegel-Online, Welt und FAZ rotten sich feministische Streiter in der definierten und männerhassenden Weise zusammen, und agitieren gegen Männer. Dies führt uns letztlich dazu festzustellen, dass die männerfeindlichen religiösen Fanatiker aus der Heinrich Böll Stiftung ein organisiertes Netzwerk unterhalten, dessen Ziel darin besteht, feministische und männerhassende Inhalte zu verbreiten und die Gesellschaft zu unterminieren. Mit dieser schrecklichen und gesellschaftgefährdenden Schlussfolgerung, die am Ende einer angemessen langen, d.h. viele Seiten füllenden Schrift (je mehr Seiten, desto gelehrter) steht, treten wir an die Presse, verkünden das Unheil, das von dem männerhassenden Kult in der Heinrich Böll Stiftung ausgeht, fordern eine Überwachung durch den Verfassungsschutz und stellen die Behauptung auf, dass die Böll Stiftung zu extremistisch ist, als dass es möglich wäre, mit den dort klumpenden männerhassenden Kultmitgliedern noch ein vernünftiges Wort zu reden. Das hat den Vorteil, dass alles, was nun aus der Böll Stiftung oder anderen, ihr verbundenen Netzwerken kommt als Beleg für diese Behauptung genommen und in Bausch und Bogen diskreditiert werden kann. Gegenmeinungen in Bausch und Bogen zu diskreditieren ist besonders wichtig, denn wir wollen ja niemanden, der hinterfragt, wie wir überhaupt zu unseren Ergebnissen gekommen sind.

Warum Manipulation nicht klappt

Ich bezweifle, dass meine Analogie bei der Heinrich Böll Stiftung zu einer Erkenntnis führt. Erkenntnis setzt Einsicht voraus und vor allem setzt Erkenntnis die Fähigkeit voraus, die Welt jenseits der rosaroten Ideologie wahrzunehmen. Dies sind Bedingungen, die bei der Böll Stiftung nicht mehr anzutreffen sind. Der ideologische Grabenkampf, der dem Stellungskrieg des 1. Weltkriegs ähnelt, ist zu tief eingegraben und die Dummheit derer, die sich im Namen der eigenen heiligen Ideologie verheizen lassen, ist einfach zu groß. Wäre dem nicht so, irgend jemandem bei der Böll Stiftung wäre zwischenzeitlich aufgefallen, dass man dann, wenn man Wissenschaft zu Legitimationszwecken missbrauchen will, zwischenzeitlich mit Widerstand rechnen muss. Im Gegensatz zu der Zeit als Ideologie noch mit Gott begründet werden konnte, und von Gott kaum zu erwarten war, dass er sich gegen seinen Missbrauch zur Wehr setzt, gibt es eine wachsende Zahl von Wissenschaftlern, die es nicht mehr hinnehmen, dass ihre Profession von Ideologen missbraucht wird. Entsprechend, liebe Böll Stiftung, reicht es nicht mehr unbekannte “Nachwuchs-Wissenschaftler” zu verheizen oder freie Autorinnen, also solche, die Wissenschaft nur von außen kennen, vorzuschicken.

Das bringt mich zurück zur Bausch-und-Bogen-Strategie, von der ich oben geschrieben habe. Wer an der Magisterarbeit von Rosenbrock Kritik übt, wird in Bausch und Bogen diskreditiert. So schreibt, die angesprochene freie Autorin, Didem Ozan, “Zudem wurde Rosenbrock, der die Überschneidung antifeministischer und rechter Ideologien feststellte, selbst als Gehilfe der Rechten ausgewiesen, mit dem Argument, dass er Antifeminist…en in die Nähe von Rechten rücke und damit Rechtsradikalismus verharmlose. Als unwissenschaftlich wurde die Expertise auf sciencefiles.org verleumdet …”. Ein erbärmlicheres Zeugnis der Unkenntnis dessen, was es bedeutet, Wissenschaftler zu sein, habe ich bislang nicht gelesen. Ich will’s ein letztes Mal versuchen: Kritik, die sich z.B. in der Feststellung äußert, dass in Rosenbrocks Magisterarbeit die rudimentärsten Dinge fehlen, die ein methodisches und somit ein wissenschaftliches Vorgehen auszeichnen, hat nichts mit Verleumdung zu tun. Derartige Kritik ist das Grundelixier wissenschaftlichen Fortschritts, nur wenn Fehler beseitigt werden, kann man Verbesserung herbeiführen. Wer keine Fehler beseitigen und Kritik als Verleumdung entlegitimieren will, ist entsprechend weder an Fortschritt noch an Wissenschaft interessiert, er ist ein Feind der Wissenschaft, denn er sieht die eigene Lehre als wahre Religion, der es zu huldigen, die es aber in keinem Fall zu kritisieren gilt. Ein eindrücklicheres Zeugnis, dass zwischen der Heinrich Böll Stiftung und Wissenschaft wirklich gar nichts vermittelt, habe ich selten gelesen. Von einem angeblichen Wissenschaftler erwartet man, dass er sich mit Kritik auseinandersetzt, tut er dies nicht, dann zeigt er damit, das er kein Wissenschaftler ist und mit seinem Text ein anderes Ziel als das Ziel des Erkenntnisgewinns anstrebt, nämlich in diesem Fall die Manipulation der öffentlichen Meinung. Solange es aber noch Wissenschaftler in Deutschland gibt, die dem Kanon der Wissenschaft wie ihn z.B. Karl Raimund Popper beschrieben hat, unterschreiben, wird dieser plumpe Versuch der Manipulation nicht erfolgreich sein.

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13 Responses to Rosenbrock zum Letzten – hoffentlich …

  1. Wie UNENDLICH MÜDE einem diese Clownerien der Böll-Stifung machen! Dieses bis in die Absurdität gesteigerte Ausmass an Trotz erinnet mich an einen Zweijährigen, der, wenn er nicht bekommt, was er will, so lange schreit, bis er rot anläuft und an der Folgen der eigenen Hysterie zu ersticken droht.

    Um der Böll-Stiftund diesen unschönen (Reputations-)Tod zu ersparen, will auch ich trotz der bleiernen Schwere, die ich angesichts dieser unsäglichen Angelegenheit empfinde, noch einmal eine Entwicklungschance bereitstellen:

    Herr Klein hat recht: Die Diskreditierung Andersdenkender durch Worte wie “diffamiert” und ähnliche Kampfbegriffe mag als verzweifelter Versuch derjenigen durchgehen, denen es an Argumenten mangelt und die in ihrer Not zu einer Art Wortmagie (um nicht zu sagen: rituellem Singsang) greifen, von dem sie glauben, sie würde die Argumente der Andersdenkenen irgendwie “bannen”, so wie die Gesänge der Druiden auf dem Schlachtfeld den Kampf gewinnen sollten. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass Leute, die ernst genommen werden möchten, dermassen ins Lächerlich-Kultische abdriften. Also, lassen Sie uns das korrigieren und noch einmal versuchen, in die Normalität zurückzukehren!

    Die Normalität beinhaltet die Möglichkeit der Kritik. Kritik ist berechtigt, wenn sie mit den Tatsachen übereinstimmt. So ist die Kritik, die auf diesem blog geäussert wurde, dass der Text von Herrn R. in keiner Weise ein wissenschaftlicher Text ist, schon deshalb berechtigt, weil der Text von Herrn R. eben insofern keinerlei wissenschaftlichen Standards genügt: Er hat eine intuitive, von keinerlei methodischen Überlegungen im Vorfeld geleitete Vorgehensweise bei der Auswahl seines Datenmaterials und seiner Interpretation desselben gewählt. Das kann jede/r. Das ist nicht Wissenschaft. Und in aller Klarheit muss festgehalten werden, dass es hierüber nichts zu diskutieren oder zu verhandeln gibt. KEINE mir bekannte wissenschaftliche Schule verzichtet auf eine intersubjektive Nachvollziehbarkeit von Vorgehensweisen oder Interpretationen. Natürlich kann man auf diesen Anspruch verzichten, aber dann spricht man in Zungen, stellt sich jedenfalls außerhalb jeder Wissenschaft.

    Dieser blog stellt – anders als Seiten der Böll-Stiftung – die Möglichkeit zum Kommentar bereit. Also hätte es denjenigen, die die Wissenschaftlichkeit von Herrn R.s Text behaupten, ein Leichtes sein müssen, ihre Argumente hier vorzustellen und mit den Kritikern in einen Austausch zu treten. Die Frage ist: Warum taten sie dies nicht?

    Die einfache Antwort muss lauten: Sie wissen, dass sie es nicht können, und zwar deshalb, weil die geäußerte Kritik für jeden, der den Text von Herrn R. vor sich hat, nachprüfbar ist und sich bei dieser Prüfung unweigerlich zeigen muss, dass die Kritik berechtigt ist: Sie stimmt mit den Tatsachen überein.

    Wir Kritiker geben den Verteidigern des Textes von Herrn R. erneut Gelegenheit, ihre Argumente vorzubringen. So sollten Sie u.a. die folgenden Fragen beantworten:

    1. Was genau war die Forschungsfrage, die im Text von Herrn R. behandelt werden sollte?
    (Die Plausibilisierung der Belegung Andersdenkender mit abwertenden Adjektiven ist keine Forschungfrage, und insbesondere kann sie keine Grundlage dafür sein, dass jemand mit einem akademischen Grad ausgestattet wird.)
    2. Wie genau ist Herr R. bei der Stichprobenauswahl und der Auswahl des von ihm betrachteten Datenmaterials vorgegangen? Wie ist die Auswahl begründet?
    3. Welche Interpretations- oder Analysemethoden hat Herr R. gewählt? Welche Kategorien hat er für seine Interpretation vorher bestimmt? Welche Operationalsierungen zur Messung welcher Größen hat Herr R. im Vorfeld bestimmt? Welcher Ankerbeispiele (um mit Mayring zu sprechen) hat er im Vorfeld für die Zuordnung von Textstellen zu seinen Kategorien verwendet? Warum hat er all dies dem Leser nicht berichtet? Das sind doch wissenschaftliche Mindeststandards?
    4. Wie und mit welcher Begründung hat Herr R. den Transfer von Zuordnungen von Textstellen zu Kategorien in Bewertungen vorgenommen?
    5. Wie begründet Herr R., dass er pauschale Beurteilungen über Sachfragen vornimmt, wenn er von diesen Sachfragen gar nichts versteht? Konkret:
    5.a. Wie kommt er zu der Einschätzung, Frauen würden keine Gewalt gegen Männer ausüben, oder jedenfalls irgendwie “weniger” Gewalt oder Gewalt, die er anscheinend nicht so schlimm fände, wenn eine Vielzahl von empirischen Studien genau dies falsifiziert?
    5.b Wie begründet er seine Einschätzung, nach der man nicht von Jungen als Bildungsverlierern sprechen könne, wenn empirisch belegt ist, dass Jungen im Aggregat sowohl im Vergleich mit sich selbst im Zeitverlauf (also von Jungen mit Jungen über die Zeit hinweg betrachtet) als auch im Vergleich mit Mädchen hinsichtlich verschiedener Indikatoren für Bildungserfolg schlechter abschneiden (als früher)? Dies ist Faktum, das sich aufgrund von Verteilungen ergibt, die die amtliche Bildungsstatistik ausweist. Verteilungsstatistiken sind keine Allaussagen, und deshalb ist z.B. die Ausweisung von Mittelwerten, von Spannweiten usw. nicht deshalb “falsch”, weil es Jungen gibt, die ein Abitur machen. Vielmehr sind diese 20 Prozent in diesen Verteilungsmaßen bereits enthalten – gerade das macht diese Befunde aussagekräftig!
    6. Wie rechtfertigt Herr R., dass er sich Urteile über solche Fragen wie unter Punkt 5 genannt erlaubt, wenn er offensichtlich über keinerlei Grundausbildung in quantitativer Statistik verfügt?
    7. Wie rechtfertigt Herr R. dass er sich Urteile über die Argumente derer, die er als Angehörige einer Männerbewegung einordnet (warum eigentlich?), erlaubt, wenn er deren Aussagen keinerlei methodischer Inhaltsanalyse unterzieht?

    Ich denke, dass sind die wichtigsten, aber sicherlich nicht die einzigen Fragen, die überzeugend beantwortet werden müssten, damit Herrn R.s Text den Anspruch erheben kann, ein wissenschaftlicher Text zu sein. Leider sind all diese Fragen unbeantwortet geblieben.

    “Diffamiere” ich hier jetzt einen Text, weil ich diejenigen Fragen an ihn stelle, die man normalerweise an einen Text stellt, der ein wissenschaftlicher Text sein soll? Wer dies bejaht, muss als Faschist bezeichnet werden, und zwar aufgrund meiner Definition von jemandem als Faschist, der kritische Nachfragen durch Belegung mit negativen Wertungen unterbinden will.

    Last, but not least: Ich fühle seit mehreren Tagen das tiefe Bedürfnis, mich bei allen meinen ehemaligen Studierenden und Absolventen dafür zu entschuldigen, dass ich jemals irgendwelche Maßstäbe und Erwartungen an ihre wissenschaftlichen Arbeiten angelegt und sie entsprechend bewertet habe. Wie ich sehe, habe ich sie ungerecht behandelt, denn akademische Titel werden offensichtlich auch für Textsorten vergeben, die nicht den rudimentären Ansprüchen an wissenschaftliche Texte genügen, sondern bei denen es sich lediglich um ideologische Abhandlungen handelt. Ich kann nur hoffen, dass Sie die Maßstäbe, die ich an sie angelegt habe und denen sie gerecht werden mussten bzw. gerecht geworden sind, ihnen den Erfolg und die Anerkennung eingebracht haben, die sie verdient haben. Leider bin ich mir ziemlich sicher, dass dies zumindest bei der Böll-Stiftung nicht der Fall sein wird. Jedenfalls bleibt festzuhalten: Gemessen an den Maßstäben, die Herrn R.s Text setzt, sind alle meine Absolventen Nobelpreisanwärter!

  2. Dummerjan says:

    Der Text ist zu lang. Macht es doch einfach. Wissenschaft entsteht durch folgenden Prozess, der in der folgenden Reihenfolge durchlaufen wird:
    1. Behautpung aufstellen
    2. Versuchen diese zum Scheitern zu bringen
    2.1. Methode darlegen, mit der das geschehen soll
    2.2. methode durchführen
    2.3. Ergebnisse darlegen, sich auf Scheitern, Nichtscheitern, Unbestimmtheit festlegen
    3. Ergebnisse diskutieren

    Wichtig: Behauptungen und methoden müssen vor der Ergebnisdiskussion erfolgt sein, sonst besteht die Gefahr der Selbsterfüllung eigener Ansichten.

  3. qed says:

    Wir leben in Zeiten, in denen es nicht mehr darauf ankommt, was jemand sagt, sondern wo er weltanschaulich zu verorten ist.
    Dies ist eine fatale Entwicklung und erklärt die erbärmliche Verfassung dieser Republik, die geistig in der Agonie liegt. Waren das noch Zeiten, als sich Popper und der Neomarxist Marcuse im Fernsehen einen einstündigen Schlagabtausch lieferten (1973 im bayrischen Rundfunk wars! Haushoher Sieger mit Logik und Argument: Popper): Vorbei ists, es dominiert ideologischer Neusprech- Einheitsbrei, bei dem wirklich egal geworden ist, welche Figur ihn absondert und von dem nur sicher ist, daß er mit der Wirklichkeit nicht das Geringste zu tun hat.
    Als Hauptschuldige daran muß man die (grün)linken Ideologen benennen, die seit Jahrzehnten- mit den Systemmedien als Transmissionsriemen- über die Diskurshoheit verfügen.’Grün’ habe ich deshalb in Klammern gesetzt, weil die Herkunft ihrer Epigonen aus dem linksradikalen Spektrum allgemein bekannt sein dürfte.

    So genügt es in aller Regel, von jemanden nur Ausbildung (Psycho-, Sozial-, Pädagogodingsbums), Tätigkeit (was mit Medien und so oder auf der Narrenspielwiese der Universitäten, in der Helferindustrie) sowie das Organ des in Erscheinung tretens zu kennen, um zu wissen, was diese Figur gleich unter sich lassen wird.
    Der- sagen wir ‘einfach Strukturierte’ wird also anhand dieser wenigen Parameter zielsicher einordnen können, aus welcher Richtung der Wind weht, ohne auch nur einen Satz verstehen zu müssen.
    Unser ‘lila Welpe’ Rosenbrock (so seine Titulierung in den pösen Männerforen) hätte sich also gar nicht so lange verausgaben müssen- dem Verständigen ist eh klar, was kommt. Und daß es mit der Realität oder gar Wissenschaft nichts zu tun hat.
    Und das paßt wie Faust aufs Auge genauso auf Didem Ozan.

  4. Pingback: Und Rosenbrock zum Allerletzten – hoffentlich … « Kritische Wissenschaft – critical science

  5. Diego says:

    @qed: Ihr Kommentar ist in seiner simplifizierenden Pauschalierung einfach nur unterirdisch! Und Ihre offensichtliche Abneigung gegenüber allem vermeintlich “Linken” weder ein Argument noch sachlich begründbar! Ganz im Gegenteil erinnert ihre menschen- und bildungsentwertende Totschlagrethorik genau an jene Vorgehensweise, die hinsichtlich der Böll-Stiftung zu recht kritisiert wird.

    • terminatus30 says:

      Diego, ich wüsste nicht, was es hier zu vereinfachen gebe.

      Es ist doch wohl ein Faktum, dass die Frankfurter Schule keinen rechtskonservativen Anstrich hatte. Es ist doch wohl auch ein Fakt, dass dies ebenfalls für Foucault, Derrida und wie sie alle heißen, gilt. Wenn uns Theoretiker aus diesem akademischen Milieu die “Postmoderne” bescherten, den autoritären Charakter, freilich zuförderst bei konservativen Menschen zu verorten suchen, dann kann man schwerlich gegenteilig argumentieren.

      Warum sollte dies nicht sachlich begründbar sein? Nehmen Sie ein Lexikon zur Hand und lesen Sie selber.

      Politische Korrektheit, Diskriminierungsdebatten als Diskurshoheitsinstrumente der Rechten, Neuen Rechten, konservativ-Libertären – oder wie auch immer zu bezeichnen, entbiert in meinen Augen jeder Grundlage.

      Das ist kein Hass auf alle Linke, das ist eine Tatsache.

    • qed says:

      Nun, Diego, ob Ihnen meine absichtsvolle Pauschalisierung gefällt oder nicht, ändert nichts an ihrer Anwendbarkeit, was ich gleich im zweiten Satz als bedauernswert angesehen habe.
      Und daß der Genderfeminismus heutiger Prägung mit all seinen Dogmen eine Erfindung linker Ideologen ist, werden Sie doch wohl nicht ernsthaft bezweifeln. Marcuse hat sogar die ‘Frauenbewegung’ zur Speerspitze der Welt- Revolution machen wollen.
      Und daß es ‘bildungsentwertend’ sein soll, den flächendeckenden Mißstand der Ideologisierung in den Geisteswissenschaften pointiert anzugreifen, müssen Sie erst mal darlegen, anstatt wild drauflos zu schäumen.

      Es ist mir bekannt, daß es neuerdings sogar linke Antifeministen gibt, was ich begrüße.
      Und meine ‘offensichtliche Abneigung’ gegen alles Linke brauchen wir hier wirklich nicht zu diskutieren, auch wenn ich jetzt auf Ihren grünroten Schlips getreten bin.

      MfG

  6. Mus Lim says:

    “An Jesus kommt keiner vorbei” – “… außer Stan Libuda”

    Als in den 1960er Jahren der Prediger Werner Heukelbach im Ruhrgebiet eine Veranstaltungsreihe durch Plakate mit der Aufschrift “An Jesus kommt keiner vorbei” bewarb, schrieb ein Fan unter das Plakat den Zusatz “… außer Stan Libuda”.

    An Anlehnung an diese Anekdote aus dem Fußballerischen möchte ich unter “KEINE mir bekannte wissenschaftliche Schule verzichtet auf eine intersubjektive Nachvollziehbarkeit von Vorgehensweisen oder Interpretationen” schreiben “… außer dem Feminismus”.

    Gerade eben habe ich einen Absatz fertig gestellt mit der Überschrift “Die Probleme der Feminismuskritik”. Es ist ja ehrenwert, was Frau Diefenbach und auch Herr Klein da versuchen.

    Aber offenbar fehlt immer noch die Einsicht darüber, womit man es beim Feminismus zu tun hat. Längst hat sich in den Wissenschaften die Einsicht durchgesetzt, dass man transzendentalen Dinge wie Religion nicht mit wissenschaftlichen Methoden und Faktenwissen beikommen kann. Versuchen Sie mal die Aufschrift “An Jesus kommt keiner vorbei” mit wissenschaftlichen Methoden zu widerlegen. Eben!

    Der grundlegende Fehler der Widerlegungsversuche à la Diefenbach und Klein ist, dass an feministischen Pamphleten wissenschaftliche Standards angelegt werden. Das Einfordern von wissenschaftlichen Standards und Methoden würde voraussetzen, dass es sich bei Feminismus (Frauenwissenschaft, Women Studies) um Wissenschaft handelt.

    Der Feminismus ist aber keine Wissenschaft, obschon ihm mit Gender Studies und Women Studies an Universitäten ein pseudowisseschaftlicher Anstrich verliehen wird. Aber ich erinnere daran, dass es an Universitäten auch theologische Fakultäten gibt. (sic!)
    Feminismus ist ein Glaubenssystem, dessen Thesen nicht falsifizierbar sind, weil sie als Dogmen sakrosankt sind, als Axiome feminisitscher Weisheit nicht hinterfragbar.

    Darum müssen die Versuche von Diefenbach und Klein vergebliche Liebesmüh bleiben.

    • Hallo Mus Lim,

      wenn Du die Texte, die sich z.B. mit Rosenbrock befassen, aufmerksam gelesen hast, dann wirst Du feststellen, dass das Ziel der Texte darin besteht, etwas, das sich als Wissenschaft ausgibt, als unwissenschaftliches Geblubber zu entlarven. Im Falle von Rosenbrock schreibe ich nicht umsonst von einem Katechismus. Du scheinst zu denken, es ginge in diesem blog darum, die hier behandelten feministischen Machwerke als Wissenschaft ernst zu nehmen oder gar Lehrstühle für Genderismus als Wissenschaft ernst zu nehmen. Das ist ein grundlegender Irrtum. Zweck und Ziel dieses blog ist einzig, wissenschaftliche Kriterien und wissenschaftliche Methoden zu popularisieren und Texte, die für sich den Mantel der Wissenschaft als Legitimation beanspruchen, als das ideologisch-religiöse Knochengerüst zu entlarven, das sie sind. Insofern geht Deine Kritik am Punkt vorbei – was “Argumente von Femastasen” ja auch schön dargelegt hat.

      Ich will dem noch hinzufügen, dass ich Deine Position für gefährlich halte, denn da sich Genderisten in Universitäten und im An-Institut-Umfeld breit gemacht haben, und für ihr Gesrchreibsel in Anspruch nehmen, es würde Wissenschaft darstellen, Du aber dafür votierst, diese Genderisten nicht mit dem Maßstab dessen zu messen, was Sie für sich beanspruchen, überlässt Du Ihnen das Feld und stellst die Wissenschaft zur freien Verfügung bereit. Das kommt einer Kapitulation auf ganzer Linie gleich. Und mal ehrlich, wenn man zeigen kann, dass Feminismus ein Glaubenssystem ist, dann ist doch schon einiges gewonnen, oder warum denkst Du, sind die Genderisten so wild darauf, als Wissenschaftler angesehen zu werden?

  7. @Mus Lim (((“Darum müssen die Versuche von Diefenbach und Klein vergebliche Liebesmüh bleiben.”)))

    Da widerspreche ich etwas.

    Der Feminismus ist zwar eine Religion (was übrigens auch ein Grund dafür ist, warum es dort überproportional viele Lesben gibt, ähnlich wie Schwule im Priesterstand), aber er MASKIERT sich mit einem wissenschaftlichen ANSTRICH.

    Das ist ungefähr so, als würde der Vatikan im Wochentakt Studien veröffentlichen wie
    * “Menschen, die im Zölibat leben, schlafen besser”
    * “Frauen, die täglich den Rosenkranz beten, verfügen über ein stärkeres Immunsystem”
    * “Eine neue Umfrage der Universität Harvardley hat ergeben, dass Priester unter allen Bevölkerungsgruppen das höchste Ansehen genießen”

    Dieser Blog hier von Michael Klein ist ein Juwel unter den Blogs, weil er diesen wissenschaftlichen Anstrich ENTSCHABT.

    Dass man damit den Feminismus selbst (also die Religion) nicht entschaben kann, versteht sich von selbst, denn es wird immer Irre geben, die Irres glauben. Aber die wissenschaftliche Falsifizierung ist eine unter vielen validen Angriffspunkten gegen den Feminismus.

  8. Pingback: Eine Zusammenstellung zum Thema Männerrechtsbewegung – Teil 2 « Gleichstellung der Geschlechter

  9. “… sich Genderisten in Universitäten und im An-Institut-Umfeld breit gemacht haben, und für ihr Gesrchreibsel in Anspruch nehmen, es würde Wissenschaft darstellen.”

    Diese Pseudowissenschaft ist eine einzige Beleidigung der Frauen. Sie ist das Pendant zur früher von Männern demonstrierten Überheblichkeit gegenüber Frauen. Mir als junger Studentin, Anfang der 60er Jahre, hat mal ein Bewunderer gesagt: “Für ‘ne Frau kannst du schon sehr gut denken.” Hätte er es als zynische Bösartigkeit gebracht, ich hätte gelacht, aber er meinte das ernst.

    Der gesammelten Genderforschung, allen voran den Frauen, die sich darin verkriechen, sollten die Forschungsgelder gestrichen werden.

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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