Studie zeigt: Work-Life-Balance ist ein Hirngespinst

Kinder sind ein öffentliches Gut geworden. Staaten kümmern sich darum, dass die private Entscheidung, ein Kind in die Welt zu setzen, von allen finanziert wird. Familienleben ist eine staatsbürgerliche Pflicht geworden. Staaten kümmern sich darum, dass Eltern ein ausgewogenes Dasein führen, ein Dasein im Gleichgewicht zwischen Arbeit und Familie. Arbeitsplätze sind zur Verfügungsmasse politischer Eingriffe geworden. Staaten intervenieren in Arbeitsabläufe und zwingen Unternehmen, Arbeitsplätze auf Eltern auszurichten und nicht etwa auf die vielen unverheirateten und kinderfreien Arbeitnehmer, die Unternehmen bevölkern. Kurz: Die Durchsetzung der staatsfeministischen Agenda, nach der sich uniforme Wesen an Arbeitsplatz und Kinderbett die Tür in die Hand geben und in exakt fifty-fifty geteilten Zuständigkeiten interagieren, ist in vollem Gange.

getting-your-work-life-balanceEines der Instrumente, die diese Dystopie herbeiführen sollen, verbirgt sich hinter dem englischen Begriff “Work-Life-Balance” und seiner deutschen Entsprechung “Vereinbarkeit von Beruf und Familie”. Der Vereinbarkeitsreligion werden jährlich Milliarden Euro geopfert. Gerade erst hat der Deutsche Bundestag 580,5 Millionen Euro für eine “[b]essere Vereinbarkeit von Familie und Beruf”, für den Ausbau von Krippenplätzen bereitgestellt. Nicht genug, wie die DGB Frauen finden, die ansonsten wissen, dass “[j]unge Frauen und Männer … Erwerbsarbeit und Familie vereinbaren wollen”, eine Kenntnis, die in erheblichem Widerspruch zur Geburtenrate steht, die mit gerundet 1400 Kindern auf 1000 Frauen nicht erst seit kurzem zu den niedrigsten Geburtenraten in Europa zählt. Ganz offensichtlich wollen nicht alle jungen Menschen, wie die DGB Frauen dies beschwören, Beruf und Familie vereinbaren.

Diese Realität hindert die Generalsekretärin der SPD, Andrea Nahles, nicht daran, die 30-Stunden-Woche für Eltern zu fordern, denn, wie die Generalsekretärin aus nicht benannten Quellen weiß: “Einerseits gibt es viele Frauen, die stärker aus ihrem Beruf rausgehen müssen, als sie es wollen. Und wir haben auf der anderen Seite Männer, die gerne mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen würden.”

Wie gesagt, ich weiß nicht, woher Frau Nahles ihre Informationen bezieht. Ich will auch nicht ausschließen, dass es den Papa gibt, der gerne weniger arbeiten will und die Mama, die gerne mehr arbeiten will, irgendwo wird es die beiden schon geben, die Frage ist indes, gibt es mehr von den beiden und wenn ja, wieviele, und vor allem: ist es zu rechtfertigen, Eingriffe in unternehmerische und individuelle Freiheiten vorzunehmen, nur weil man ein eigenes Hirngespinst, das bei Frau Nahles die Form der Behauptung annimmt, Eltern wollten weniger arbeiten und die freiwerdende Zeit mit den Kindern verbringen, eben einmal generalisiert, um ihm  Folgen für andere folgen zu lassen [Eine Form der Selbstwirksamkeit für Wortakkrobaten.].

Zertifikat-audit-berufundfamilieWie üblich gleicht die Forschungslandschaft in Deutschland, dann, wenn es darum geht, empirisch zu untersuchen, ob das, was Politiker behaupten, auch zutrifft, einer Brache. Abgesehen von Auftragsforschung, die von den Institutionen (Ministerien und Organisationen) finanziert wird, die eine Agenda verfolgen, die zufälliger Weise den Hirngespinsten, wie sie z.B. Frau Nahles in die Welt redet, entspricht und nicht als wissenschaftliche Forschung durchgeht, gibt es in Deutschland kaum etwas, was man als Forschung ernstnehmen könnte. Das ist in den USA anders. Die USA sind nicht nur ein El Dorado der Datensätze, sondern auch eine Fundgrube für empirische Untersuchungen, die sich mit den Lieblingsthemen deutscher Staatsfeministen auseinandersetzen.

Nun sind manche der US-Forscher nicht unbedingt frei vom staatsfeministischen Virus, der sich regelmäßig in versteckten Prämissen zeigt. Aber in den USA gibt es im Gegensatz zu Deutschland noch eine funktionierende wissenschaftliche Öffentlichkeit, so dass man es sich nicht leisten kann, Datensätze unter Verschluss zu halten, Ergebnisse zu unterdrücken oder z.B. durch Auslassung zu manipulieren. Entsprechend kommen zuweilen Beiträge wie der im folgenden besprochene zustande, bei dem die Autoren Ergebnisse präsentieren müssen, die ihnen ganz offensichtlich nicht behagen, weil sie einem Grundaxiom des Staatsfeminismus widersprechen.

Und so ist es mir eine Freude, die Ergebnisse der gerade erst veröffentlichten Untersuchung mit dem Titel “Relieving the Time Squeeze? Effects of a White-Collar Workplace Change on Parents”, die von Rachelle Hill, Eric Tranby, Erin Kelly und Phyllis Moen durchgeführt wurde, zu präsentieren.

Die Ergebnisse kann man auf den folgenden Nenner bringen: Eltern, vor allem Mütter, nutzen durch flexible Arbeitsarrangements neugewonnene Zeit nicht dazu, um mehr Zeit mit Kindern zu verbringen.

Man erinnere sich: das heilige Mantra der Staatsfeministen, immer dann, wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht, lautet: Frauen und Männer wollen mehr Zeit mit Kindern verbringen, und die starren Regime am Arbeitsplatz erlauben dies nicht. Deshalb fordert Frau Nahles die 30 Stunden Woche, um es den Eltern zu ermöglichen, sich mehr um ihre Kinder zu kümmern. Deshalb werden Arbeitgeber zu Ausgaben gezwungen, um elterngerechte Arbeitsplätze etwa in der Weise bereitzustellen, wie sie in den 1970er und 1980er Jahren behindertengerechte Arbeitsplätze bereitstellen mussten. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusehen, dass als nächstens Homosexuellen-gerechte Arbeitsplätze bereit gestellt werden müssen.

Doch nun zur Untersuchung. Die Untersuchung nimmt ihren Ausgangspunkt bei dem, was man in den USA als Time Squeeze bezeichnet, der Beobachtung, dass viele Eltern angeben, sie würden gerne mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen, was sie aber aufgrund ihrer Arbeitverpflichtungen nicht können. Das interessante am Time Squeeze ist nun, dass er im Zeitverlauf erhalten geblieben ist, obwohl Eltern nach eigenen Angaben immer mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen. Wer eine Ausbildung in Methoden der empirischen Sozialforschung hinter sich gebracht hat, nimmt hier zum ersten Mal den unverkennbaren Geruch einer sozialen Erwünschtheit auf. [Soziale Erwünschtheit bezeichnet ein Antwortverhalten, bei dem Befragte antworten, was sie glauben, dass von ihnen als Antwort erwartet wird. Wenn eine Kultur Eltern damit überfordert, dass sie 24/7 für Ihre Kinder verfügbar sein sollen, dann ist es kein Wunder, wenn Eltern regelmäßig sagen, sie hätten gerne mehr Zeit für ihre Kinder, um quasi zu entschuldigen, dass sie nicht 24/7 für ihre Kinder verfügbar sind.]

KuckuckAber gut. Die vier Autoren riechen nichts entsprechendes und messen munter drauf los. Letzteres kann man verstehen, denn sie haben wirklich gute Daten. Ein US-amerikanisches Unternehmen, dessen Namen die Autoren nicht verraten, hat nämlich beschlossen, einem Teil seiner Belegschaft die freie Einteilung der Arbeitszeit zu ermöglichen. Diese Möglichkeit besteht natürlich nur für Angestellte mit Tätigkeiten, die für das Unternehmen nicht lebenswichtig sind. Techniker, Hausmeister oder Handwerker, die da sein müssen, wenn sie gebraucht werden, sind natürlich davon ausgenommen, wie die gesamte Work-Life-Balance natürlich nicht für Müllfahrer gilt oder für Fernfahrer oder für Schiffskapitäne oder für Berufssoldaten. Nein, Work-Life-Balance, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist nur eine Option für verzichtbare Mitarbeiter, im Fall des US-Unternehmens für Verwaltungsangestellte, Marketeers und Manager.

225 (118 Väter und 107 Mütter) der Arbeitnehmer, die die neue Arbeitsplatzfreiheit genossen haben, eine Freiheit, die es ihnen erlaubt hat, ihre Arbeitszeit frei einzuteilen und zu entscheiden, ob sie zuhause oder im Büro arbeiten wollen, haben an der Untersuchung der vier Autoren teilgenommen. Sie wurden u.a. die folgenden vier Fragen zu zweit Zeitpunkten (ein Monat vor der Arbeitszeitflexibilisierung und 4 Monate danach) gefragt:

  • Wie würden Sie die Zeit einschätzen, die sie mit ihren Kindern verbringen? (0 überhaupt nicht ausreichend bis 10 fast immer ausreichend),
  • Wie würden Sie die Zeit, in der die Familie zusammen sein kann, einschätzen? (0 überhaupt nicht ausreichend bis 10 fast immer ausreichend),
  • Wie viele Stunden verbringen Sie im Durschnitt in einer Woche damit, sich um ihr/e Kind/er zu kümmern?
  • Wie viele gemeinsame Abendessen nehmen sie im Durchschnitt im Verlauf einer Woche mit ihrem/n Kind/ern ein?

Zwei Fragen messen eine subjektive Einschätzung durch Eltern, und zwei Fragen versuchen, eine objektive Tätigkeit von Eltern zu messen. Alle vier Fragen wurden an Eltern gestellt bevor und nachdem die oben beschriebene neue Flexibilität am Arbeitsplatz eingeführt wurde. Hier die wichtigsten Ergebnisse aus dem Vergleich beider Befragungszeitpunkte:

  • Für Mütter zeigt sich ein deutlicher Effekt in der subjektiven Einschätzung der Zeit, die sie mit ihren Kindern verbringen. Mütter sind zufriedener und beurteilen die Zeit, die sie mit Kindern verbringen als adäquater nachdem die Flexibilität am Arbeitsplatz eingeführt wurde. Für Väter zeigt sich keine Veränderung
  • Obwohl Mütter die Zeit, die sie mit ihren Kindern verbringen, nach der Flexibilisierung der Arbeitszeit als adäquater einschätzen, ergibt sich keinerlei Zugewinn an Zeit, die die Mütter mit ihren Kindern verbringen. Vor und nach der Flexibilisierung berichten Mütter nahezu identische Zeiten, die sie mit ihren Kindern verbringen. Für Väter ergibt sich auch hier kein Unterschied.

Mit anderen Worten: Die Flexibilisierung von Arbeitszeit hat eine psychologische Wirkung auf Mütter, die sich nach eigener Ansicht adäquater um ihre Kinder kümmern können, wobei die Betonung auf “können” liegt, denn sie tun es nicht. Dieses Ergebnis, das wieder einmal einen zentralen Bestandteil der staatsfeministischen Religion, die ja Mütter als instinktgeleitete Herdentiere ansieht, die es in jeder freien Sekunde zum eigenen Nachwuchs zieht, als den Unsinn entlarvt, der er nun einmal ist, liegt den vier Autoren schwer im Magen. Vermutlich sehen sie sich schon mit Horden aufgebrachter Staatsfeministen konfrontiert, die sie beschimpfen, ob des begangenen Daten-Sakrilegs und des damit verbundenen Einbruchs der Realität in die heile Welt der Ideologie. Entsprechend winden sich die Autoren, versuchen Sie, den nicht vorhandenen Zugewinn, also das, was sie gemessen haben, durch etwas, was sie nicht gemessen haben, zu relativieren, nämlich die Behauptung, dass Mütter ja vielleicht qualitativ höherwertige Zeit statt mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen oder ihre Kinder dann sehen, wenn sie es wollen und nicht, wenn die Zeit es erlaubt und so weiter

(Hier rächt es sich, dass die Autoren die Prämisse der Staatsfeministen, nach der Frauen sich um ihre Kinder in jedem Fall mehr kümmern wollen, geschluckt und sich um keine theoretischen Unterfütterung ihrer Untersuchung bemüht haben. Und so wie sie nicht sagen können, warum man annehmen sollte, dass Mütter freiwerdende Arbeitszeit automatisch mit Kinderbetreuung füllen, so können sie auch nicht sagen, warum der angenommene und nicht begründete Automatismus sich als nicht extistent herausstellt.)

Eigentlich machen sie mit ihren seichten Versuchen, ein Ergebnis, das sie produziert haben, wegzureden, alles nur noch schlimmer, denn sie ersetzen das weibliche, sorgende Herdentier der Staatsfeministen durch einen egoistischen Planer, der sich kümmert, wenn es ihm passt.

bigfoot-chasing-shadowsIn jedem Fall kann an dieser Stelle abermals festgehalten werden, was schon mehrfach festgehalten wurde: Menschen, weibliche Menschen in diesem Fall, passen in der Regel nicht in die einfachen Schablonen, die ihnen Staatsfeministen zudenken. Wie Staatsfeministen nun, da sie mit individuellen Wahlen konfrontiert sind, die nicht zu ihrem Bild des weiblichen, sorgenden Herdentiers passen, reagieren werden, ist derzeit noch eine offene Frage. Mein Tipp wäre: Sie versuchen die Realität weiterhin zu ignorieren, und entsprechend wird Frau Nahles auch im Jahr 2040 noch glauben und natürlich behaupten, dass Frauen mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen wollen.

Hille, Rachelle, Tranby, Eric, Kelly, Erin & Moen, Phyllis (2013). Relieving the Time Squeeze? Effects of a White-Collar Workplace Change on Parents. Journal of Marriage and Family 75(August 2013): 1014-1029 (online first).

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25 Responses to Studie zeigt: Work-Life-Balance ist ein Hirngespinst

  1. qed says:

    Muahaha! Was wir schon immer wußten, aber nie zu sagen wagten!
    Nun, jeder Grundschullehrer weiß: die Hälfte der Kleinen kommt ungefrühstückt in die Schule, weil die andere Ikone des Staatsfeminats, die gebenedeite ‘Alleinerziehende’ morgens ausschlafen muß und man des abends sie verstärkt auf Trebe sieht.
    Und ‘Elter 1 und 2’ im Öffentlichen Dienst, die durchaus die Möglichkeit zur ‘work-life-balance’ haben, spannen lieber die Oma ein, wenn es um längere Betreuung geht- so gesehen bei meinen Damen.

    Wie üblich muß auch hier wieder nicht betont werden, daß ein ganz wesentlicher Beweggrund von den Ideologen unterschagen wird: Kinder gehören der Staatin und sind deshalb so früh wie möglich auf Kleinkinddeponien abzugeben, um sie rechtzeitig zu indoktrinieren, siehe Frühverschwulungskonzepte bereits in den (Gender-)- Kindergärten.
    Das war zwar jetzt polemisch, harrt aber dennoch der Aufklärung…

    • Sorry, aber bei aller Kritikwürdigkeit einiger ablaufender Sachen in Bezug auf Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Care, ein wenig einseitig ist Dein Kommentar schon, oder?!

      Ach wie herrlich waren noch die Zeiten, als Kinder noch allein an Mamas Rockzipfel hängen konnten und nicht laufend mit blöden anderen Kindern spielen mussten und von anderen Erwachsenen , die auch noch entspannter sind – weil extra für diese Arbeit von Dingen wie Einkaufen, Haushalt machen, Waschen etc. freigestellt – “frühverschwult” werden.
      Wie toll die Zeiten, als Männer noch einfach erwerbsarbeiten mussten (und einige Jährchen weniger als ihre Gattinen das Jammertal verfallender Traditionen mitbedauern muss zwecks Frühsterbens) und Kinder vom Papa wie er von ihnen dann am Wochenende auch mal real was hatte.
      Wie wahr, wie wahr, dass alle Alleinerziehenden (zumindest Frauen) Totalversagerinnen und Verantwortungsflüchtlinge sind. Alle. Schade eigentlich, dass die Kleinkinddeponien nun geschlossen werden: da hätten die Kinder wenigstens noch wat zu futtern jekricht.

      Nee, tut mir leid, aber so einfach isses auch einfach nicht. Das kann ich Dir sagen als vereinbarungssuchender Vater, aktuell Frühverschwuler in einer Kleinkinddeponie und als jemand, der sich ideologiekritisch seit über 10 Jahren mit Geschlechterverhältnissen und speziell auch mit Vereinbarkeitsmöglichkeiten für Väter beschäftigt hat.
      Dein Kommentar liest sich für mich wie das Spiegelbild einer vergrätzten Alleinerziehenden, die im Feminismus ihren neuen Halt gefunden hat: einfach nur anders rum.

      Verantwortung für’s eigene Leben (und das derer, für die man als Eltern – oder Kind – Verantwortung übernimmt) geht im 21. Jahrhundert anders. Und das ist gut so.

      • Verantwortung für’s eigene Leben (und das derer, für die man als Eltern – oder Kind – Verantwortung übernimmt) geht im 21. Jahrhundert anders. Und das ist gut so.

        Da bin ich jetzt gespannt auf das WIE – WIE geht “Verantwortung für’s eigene Leben” im 21. Jahrhundert?

      • Dummerjan says:

        “Verantwortung für’s eigene Leben (und das derer, für die man als Eltern – oder Kind – Verantwortung übernimmt) geht im 21. Jahrhundert anders.”
        Wie gleich nochmal? (Jedenfalls kann ich das dem Beitrag nicht entnehmen, wäre hilfreich gewesen)

    • Schoppe says:

      @ qed Ja, der Hinweis auf eine “Frühverschwulung” ist polemisch, auch unnötig im Zusammenhang, die anderen Aspekte kann ich bestätigen – nicht aus empirischen Untersuchungen, aber immerhin aus der Erfahrung als Lehrer im Sek1 und Sek2-Bereich. Unsere Schule liegt in einem problematischen Gebiet, mit vielen Arbeitslosen. Wenn Nahles’ und der anderen Reden von der Work-Life-Balance (was für ein Wort, übrigens – als ob Arbeit nicht zum Leben dazugehören würde) so stimmen würde, dann müssten Arbeitslose ja eigentlich ein Idealfall der elterlichen Kinderbetreuung sein. Zumindest müsste man, auch bei Berücksichtigung weiterer Faktoren (sozialer Status, mögliche Krankheiten etc.), wenigstens in einer winzigen Tendenz erkennen können, dass Menschen ohne Arbeit die zur Verfügung stehende Zeit für ihre Kinder nutzen.

      Nach meiner Erfahrung ist ganz ohne Zweifel eben das Gegenteil der Fall: Die elterlich gut betreuten Kinder kommen in aller Regel aus Familien, die (in welcher Rollenaufteilung auch immer) auch gut in Arbeitsprozesse eingebunden sind. Wenn ich Kinder und Jugendliche, die regelmäßig zu spät, ohne Frühstück, unausgeschlafen etc. zu Schule kamen, nach den Gründen gefragt habe, dann war die weit überwiegende Antwort: Meine Eltern wollen ausschlafen (und das lag dann nicht daran, dass diese gerade Nachtschichten hinter sich hatten).

      Es geht mir nicht um eine allgemeine Polemik gegen Arbeitslose, aber darum, dass die Annahme offenkundig falsch ist, Menschen würden gern Zeit mit ihren Kindern verbringen, wenn der böse Arbeitsprozess sie nur ließe. Aus meiner Erfahrung kann ich eine ganz andere Hypothese aufstellen: Wer sich in den Arbeitsprozess und die damit verbundenen sozialen Strukturen integriert, regelmäßig Verantwortung tragen und auch das eigenen Leben strukturieren muss, der kümmert sich auch verantwortungsvoller und strukturierter um die Kinder.

  2. Allein der gesunde Menschenverstand oder die normale Lebenserfahrung belegen, Kinder wollen überwiegend lieber mit anderen Kindern spielen als mit ihren Eltern.
    Zudem, rein sprachlich bedeutet “Zeit verbringen” auch soviel wie Zeit totschlagen …

  3. Michael says:

    Sollte ich Kinder in die Welt setzten, werde ich den Teufel tun und das 50er Jahre Ideal dass in so vielen Frauenköpfen noch rumspukt querzufinanzieren.

    Es wird von beiden gearbeitet und zwar etwas von dem man leben kann.

    Keinen Euro mehr wird von mir erwirtschaftet! Wird einem sowieso nicht gedankt und wenn es den Bach runtergeht ist das nur ein Streifen Munition mehr im Scheidungskrieg.

    • Deine Aussagen – bis auf den Pessimismus in Bezug auf gelingende Partnerschaft – kann ich gut verstehen. Ich hab aber zwei Anmerkungen:
      1. Das 50er Jahre-Ideal spukt nach Untersuchungen in mehr Männerköpfen als Frauenköpfen rum (Ich kenne mehrere Studien, die mir bekannte größte aktuellste findest Du hier: http://www.brigitte.de/producing/pdf/brigitte-studie.pdf)! Einschränkend ist hier zu sagen, dass es mMn geradezu unmöglich ist bei der Stärke des herrschenden Ideals einer Beteiligung beider Elternteile an Kindererziehung den Faktor der sozialen Erwünschtheit dieser Antwort angemessen beschreiben zu können. Meiner persönlichen Erfahrung nach und aufgrund anderer Indizien (geringere “soziale Modernisierung” der Männer als berufliche der Frauen in den letzten 60 Jahren, Arbeitsmarktstruktur und staatliche Besteuerung/Unterstützungsleistunge generieren Optimalvarianten von elterlicher Arbeitsteilung, biologische Unterschiede bezüglich frühkindlicher Versorgungsmotivation und der Bereitschaft zur eher passiven Kinderunterstützung, was mir bspw. schon manchmal schwer fällt…:-)
      2. “Vereinbarkeit” ist ein Problem vorrangig von den Eltern, die beide für die Kohle und die Kinder verantwortlich sein wollen. Flexibilisierung kann da tatsächlich helfen.
      Ich glaube, die schwierige Kunst besteht auch darin, eine Partnerin zu finden, die möglichst zeitgemäß (im Sinne von wenig feministisch und wenig “Ich bin eine Frau, wer sorgt für mich?”) ist UND selbst eine zeitgemäße Form von Männlichkeit zu finden. Aus eigener Erfahrung glaube ich, dass das entsteht, wenn man sich mit sich selbst, Traditionen, Feminismus und der Kritik an Beidem beschäftigt.
      Und, solltest Du Kinder in die Welt setzen (lassen:-): Herzlichen Glückwunsch! Aus meiner Perspektive das manchmal Schrecklichste, Anstrengendste und der größte Fehler überhaupt meist aber das Göttlichste, Glücklichmachendste, Sinnvollste was Mann tun kann.

      • Und, solltest Du Kinder in die Welt setzen (lassen:-): Herzlichen Glückwunsch! Aus meiner Perspektive das manchmal Schrecklichste, Anstrengendste und der größte Fehler überhaupt meist aber das Göttlichste, Glücklichmachendste, Sinnvollste was Mann tun kann.

        Wenn das für Sie so ist, dann ist gut. Was soll der missionarische Abschluss? Warum dieses Bedürfnis, eigene Entscheidungen öffentlich zu legitimieren und durch das Werben von Nachahmern noch akzeptabler für sich selbst zu machen? Können Sie nicht zu Ihren eigenen Entscheidungen stehen?

        Was mich angeht, ist jeder missionarische Eifer vergebene Liebesmüh. Ich halte die Produktion von Nachwuchs aus vielen Gründen für nicht verantwortbar und dass er ein Killer männlicher Lebensentwürfe darstellt, in einem staatsfeministischen Land, in der männliche Beitrag an Kindern auf die Zahlung von Unterhalt reduziert ist bzw. ausschließlich aus weiblicher Perspektive bestimmt wird, dürfte doch wohl unbestritten sein.

        • Michael says:

          ist ja nicht so schlimm, ich sehs ja ähnlich.
          und was das Ideal angeht. Klar spukt es in mehr Männerköpfen rum (bzw. stehen diese eher dazu, immerhin stehen wir mehr zu unserer Einstellung). Es wird uns ja von Kindesbeinen eingebläut, in Kombination mit einem Täter- und Minderwertigkeitskomplex.

  4. Susanne says:

    Danke für den Beitrag; mir aus der Seele gesprochen!

  5. Fred Huber says:

    Ein sehr schöner Artikel. Natürlich zeigt es sich auch hier, dass der ganze Flexibilitätskram, der nur für Frauen gemacht wird, ausschließlich dem Komfort von Mittelschichtfrauen zustatten kommt.
    Manchmal macht mich der bittere Ton, der hier in puncto Kinderkriegen und Familie herrscht, ein wenig nachdenklich. Ein Bild mit einem fetten Kuckuckskind, das fressen will, was soll das? Wenn man es nicht trotz allem mit Liebe und Vertrauen versucht und seiner Frau die Chance gibt, sich dem zumeist ekelhaften Berufsleben ein wenig zu entziehen, können sich die streng rationalen Singles später als Pflegefälle die Kugel geben.

    • @Fred Huber

      (1) Was Ihnen wie ein “bitterer Ton” vorkommt, mag anderen Menschen als realistischer Ton vorkommen, der angesichts der geradezu paranoiden Betonung der Freuden des Kinderaufziehens und allgemein des Familienlebens mehr als notwendig ist. Wir gehören zu diesen anderen Menschen.

      (2) Zum Bild: Was für ein Problem haben Sie damit? Das Bild bringt die realen Verhältnisse in der Natur auf diesem Planeten auf den Punkt, und wie Sie fraglos wissen, ist die Abhängigkeit des Menschenjungen von Erwachsenen, die es ernähren, noch viel ausgeprägter, in jedem Fall viel länger als das bei anderen Spezies der Fall ist. Das Bild stellt also eine freundliche Untertreibung der realen Verhältnisse bei der menschlichen Spezies dar. (Davon abgesehen: finden Sie das Bild nicht niedlich?)

      (3) Die Prämisse, dass das Berufleben “ekelhaft” sei und das Familienleben anscheinend weniger “ekelhaft”, weil Ersterem Ihrer Meinung nachvorzuziehen, mag für Sie selbstverständlich sein, aber für Andere mag es genau umgekehrt sein, z.B. für mich. Ich möchte kein ekelhaftes Familienleben führen müssen, das den geistigen Horizont langsam, aber sicher, immer mehr einengt wegen der ewig selben Themen, ausgetauscht mit ewig denselben Leuten, die die ewig selben Dinge sagen, und wegen der ewig selben Aktivitäten und der jahrelangen Institutionalisierung der Infantilisierung erwachsener Leute, die Glück empfinden sollen im Kontakt mit Kindern, die nicht anders können, als den mentalen Bedürfnissen von Erwachsenen nicht gerecht zu werden.

      Sie sehen – das ist eben der Punkt: jeder muss nach seiner Facon leben können, und niemand darf aufgrund der Lebensweise, die er gewählt hat, benachteiligt oder bevorteilt werden. Mit welchem Recht wollte wer etwas anderes tun?

      Wenn der Staat dennoch parteiisch ist und bestimmte Lebensentwürfe als “gute” oder “bessere” vorgibt, dann tut er es aus Eigeninteresse. Seine Nutznießer – derzeit und wohl auch zu anderen Zeiten, z.B. als “Fleischnachschub” für den Einsatz in diversen Kriegen gebraucht wurde – fühlen sich anscheinend häufig und merkwürdigerweise irgendwie “geadelt” von der Tatsache, dass der Staat Vollzeitarbeitenden und Leuten, die eine Karriere haben, Geld entzieht, um es an sie umzuverteilen, statt sich zu fragen, warum der Staat tut, was er tut, und ob das gegenüber denjenigen, die einen anderen Lebensentwurf gewählt haben, gerecht ist und wie man sich selbst fühlen würde, wenn es dem Staat opportun erscheinen würde, umgekehrt zu prämieren.Zweifellos wären Eltern die ersten, die sich ungerecht behandelt fühlen würden ob ihres großen Einsatzes für die Allgemeinheit, die sie im übrigen nicht um ihren Einsatz gebeten hat, ihn aber finanzieren muss. Was, wenn die Vollzeitarbeiter ihrerseits ihren Einsatz für den Wohlstand der Allgemeinheit (bes. Familien, von denen viele von Transferzahlungen leben,) reduzieren oder gar einstellen, weil sie sich nicht länger ausbeuten lassen wollen?

      Aber mir persönlich ist am rätselhaftesten, wie Eltern es mit sich selbst klar kriegen, dass sie durch die staatliche Zwangsumverteilung zu Leuten abgestempelt werden (oder es sogar sind), die unfähig sind, ihre Lebensentscheidungen selbständig zu finanzieren. Aber vielleicht haben viele einfach keine Schwierigkeiten damit, ihre Lebensentwürfe auf Kosten anderer Leute zu finanzieren. Es wäre eine schöne und klare Geste, wenn Eltern sich zusammenschließen würden und öffentlich erklären würde, dass sie z.B. das Kindergeld, das ihnen überwiesen wird, zurücküberweisen (und das dann auch tun würden, versteht sich), oder wenn sie den Willen und die Fähigkeit, für ihre Kinder selbst aufzukommen, dadurch zeigen würden, dass sie sie von der öffentlichen Schule nehmen und sie in Privatschulen schicken (das würde außerdem die Chancen der Kinder erhöhen, eine gute Bildung zu erhalten).

      Ich denke, die Möglichkeiten, es zu zeigen, wären endlos, wenn Eltern tatsächlich solidarisch sein wollten mit anderen Menschen in der Gesellschaft.

      :

      • Michael says:

        Man kann auch Familienleben ohne dass das Hirn den Dienst aufgibt. Man muss halt seine Freizeit dann entsprechend nutzen. Mein Berufsleben dreht sich um Prozesse umd das Umsetzten kaum artikulerter Wünsche in Software. Würde ich meine Freizeit nicht mit Malen, Geschichte, mit Skepsis gelesenen soziologischen Ergüssen und ab und zu einer Dosis Pratchett versüssen gäbe es bei mir im Hirn keine intakte Synapse mehr.

        Und wenn ein Bevölkerungsanteil genug Freizeit hätte um seine Synapsen zu pflegen sind es NUR-Hausfrauen. Die Projekt-Kinder werden es danken wenn man Mama nicht ständig um einen herumschwebt und einen von einem Kurz und Unterricht zum anderen fährt. Soccermoms aut akademisch… was bin ich froh dass meine Mom gearbeitet hat!

    • martin says:

      das ist mir auch schon oft aufgefallen, dass die beiden autoren ihre (negativ getönte) sicht auf familie und kinderkriegen als objektive argumente verkaufen…schade dadurch wirken die texte manchmal recht ideologisch, ich persönlich würde nicht auf die idee kommen, kinder zu kriegen, weil ich denke, der staat und mein umfeld erwartet das von mir, die “paranoiden Betonung der Freuden des Kinderaufziehens und allgemein des Familienlebens” ist mir so noch nicht begegnet, aber gut ich bin auch keine weibliche Akademikerin… 🙂
      ich glaube nicht, dass kinder die adulte geistige entwicklung einschränken, dass muss man als erwachsener schon selbst machen

      ansonsten empfand ich den artikel wieder mal sehr informativ und anregend

      • Michael says:

        ach dieses “hach sind die Kinder toll” von übernächtigten und/oder genervten Eltern mit leicht manischen Blick ist mir schon häufiger begegnet. Das hat was von Leuten im Haifischbecken die einem zurufen wie toll das Wasser ist, besonders wenn man sich die Kaliber von Haien anschaut die da rumzucken.

        Und was das Thema der Staat erwartet es von einem. Der ist doch sowieso in x teile dividiert. Einerseits kann dem Staat doch nichts lieber sein als Millionen von Singles ohne Kinderfreibeträge die das marode System weiter querfinanzieren, andererseits steht das dt. Rentensystem auf tönernen Füßen.
        Herd- und Akademikerinnenwurfprämie auf der einen Seite, Frauen schafftschafftschafft und kriegt eure Kinder erst kurz vor der Menopause auf der anderen Seite.

        Nicht mehr ganz dicht nenn ich das.

  6. Stuergel says:

    > Wenn man es nicht trotz allem mit Liebe und Vertrauen versucht und seiner Frau die
    > Chance gibt, sich dem zumeist ekelhaften Berufsleben ein wenig zu entziehen,
    > können sich die streng rationalen Singles später als Pflegefälle die Kugel geben.

    Lasst die Weiber arbeiten, ich warte dann zu Hause gerne mit dem Essen. Zwischendurch wird Rasen gemäht und mit dem Nachbarn ein Bier getrunken und Aufsitzmäherrennen gefahren!

  7. Dummerjan says:

    ” Eltern, vor allem Mütter, nutzen durch flexible Arbeitsarrangements neugewonnene Zeit nicht dazu, um mehr Zeit mit Kindern zu verbringen.”
    Auch im Umgang mit den eigenen Kindern gibt es so etwas wie Grenznutzen.

    Ansonsten wäre es schon gut, wenn Arbeitsämter und Sozialversicherungsträger die 30-h-Woche bei Eltern als Vollzeit anerkennen würden.

    Dazu ist noch nicht einmal ein Eiingriff in die Unternehmen notwendig, es sind größtenteils staatliche oder quasistaatliche Institutionen betroffen.

  8. Pingback: Ein “Vater zweier Kinder” schreibt mir – Himmel hilf! | Kritische Wissenschaft - critical science

  9. Ramteid says:

    Ohne gar soviel maulen zu wollen:

    “Ein US-amerikanisches Unternehmen, dessen Namen die Autoren nicht verraten, hat nämlich beschlossen, einem Teil seiner Belegschaft die freie Einteilung der Arbeitszeit zu ermöglichen. Diese Möglichkeit besteht natürlich nur für Angestellte mit Tätigkeiten, die für das Unternehmen nicht lebenswichtig sind…”

    Sehr schön.

    “…Work-Life-Balance, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist nur eine Option für verzichtbare Mitarbeiter, im Fall des US-Unternehmens für Verwaltungsangestellte, Marketeers und Manager.”

    Die implizite Aussage ist einfach nur gut. Wer ist verzichtbar und steht trotzdem in der Gehaltsskala oben?

    “225 (118 Väter und 107 Mütter) der Arbeitnehmer, die die neue Arbeitsplatzfreiheit genossen haben, eine Freiheit, die es ihnen erlaubt hat, ihre Arbeitszeit frei einzuteilen und zu entscheiden, ob sie zuhause oder im Büro arbeiten wollen…”

    Ob das insgesamt eine representative Datenbasis darstellt, wage ich zu bezweifeln, allein weil nur ein Teil des sozialen Spektrums betrachtet wurde. Daraus noch eine Pauschalisierung ableiten zu wollen halte ich für falsch.

    • Nette Beispiel von Nero-Kommentar.
      Was haben andere Leser nun von Ihren Einlassungen? Außer natürlich, dass sie wissen, dass Sie ein Gläubiger großer Zahlen sind, denn warum sonst, sollten Sie auf eine repräsentative Basis kommen. Kleine Anmerkung: Wenn man Hypothesen testen will, dann braucht man keine repräsentative Stichprobe, die brauchen nur Meinungsforscher, die anderen weißmachen wollen, ihre Daten wären mehr als sie sind.

  10. Papalapapi says:

    Keine Ahnunung. Ich gehe davon aus, dass der Autor kein Familienvater ist. Und ich weiß auch nicht, ob US-amerikanische Studien zulässig für die Situation in Deutschland ist. Denn dort gibt es die Ganztagsschule und es ist ganz normal, dass die Kinder dort hingehen und die Eltern … arbeiten.

    Ebenso normal – und gesund – finde ich es, dass Eltern versuchen, weniger zu arbeiten. Jeder Mensch sollte versuchen, weniger zu arbeiten. Was man mit der Freizeit macht, geht niemanden etwas an.

    Kinder haben die Eigenschaft zu wachsen, sich zu entwicklen und verbringen ihre Zeit, je älter sie werden, lieber ohne Eltern und lieber mit ihren Freunden.

    Was nun?

    Viellecht genügt es, diese Sache zu diskutieren, um ein anderes Bewusstsein für Kinder und Familie zu schaffen. Wobei es genügend Arbeitgeber gibt, die Famlienleben unterstützen, weil sie zufriedene Mitarbeiter/innen haben möchte. Da braucht es keine … Verordnung.

    Ich halte mir stets Spanien vor Augen. Dort arbeiten die Leute viel, bis abends (sie machen ja Siesta) und am Samstag noch. Und dennoch sind Kinder wie selbstverständlich überall dabei. Nicht auf der Arbeit, aber überall sonst. Das wäre mein Wunsch für … Deutschland, eine Bewusstseinsveränderung.

    Wer keine Kinder hat, der verpasst in jedem Fall eine großartige Erfahrung im Leben. Das ja bergrenzt ist.

    • “Ebenso normal – und gesund – finde ich es, dass Eltern versuchen, weniger zu arbeiten. Jeder Mensch sollte versuchen, weniger zu arbeiten. Was man mit der Freizeit macht, geht niemanden etwas an.”

      Ich finde es eher unnormal, dass man die Möglichkeit, den eigenen Lebensunterhalt SELBST zu verdienen, nicht ausnutzen will.

      “Wer keine Kinder hat, der verpasst in jedem Fall eine großartige Erfahrung im Leben. Das ja bergrenzt ist.”

      Dazu kann ich nur sagen: Wer Kinder hat verpasst in jedem Fall eine großartige Erfahrung im Leben, das ja begrenzt ist. Welche Erfahrung? U.a.: Freiheit und durchgängig guten Sex mit dem Partner.

  11. Pingback: Sozialismus 2.0: Die ultimative Form der Abhängigkeit | Kritische Wissenschaft - critical science

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