Sexualisierung von Schulen: Petition gegen den Bildungsplan 2015 des Landes Baden-Württemberg

Wir leben in einer Zeit der Sexual-Phobie. Anders kann man die Tatsache, dass die sexuelle Orientierung zum neuen Mantra geworden zu sein scheint, das jedem, ob er es will oder nicht, im täglichen Leben ebenso wie in der Schule und an Universitäten so lange vorgekaut wird, bis er es entweder schluckt oder anderweitig verdaut, nicht mehr beschreiben.

zukunft-verantwortung-lernen-kein-bildungsplan-2015-unter-der-ideologie-des-regenbogens_1386755089Entsprechend ist auch die Baden-Württembergische grün-rote Landesregierung angetreten, die Schulen zu sexualisieren und auch dem letzten Schüler zu vermitteln, dass nicht Mathematik, nicht Deutsch und nicht Chemie oder Physik vordringliche Bedeutung genießen, sondern die sexuelle Orientierung Dritter, die Toleranz gegenüber Homosexuellen, Bisexuellen, Transgender, Transsexuellen und Intersexuellen, alles Personen, denen man im Laufe einer Schulkarriere und vor allem an Schulen sehr häufig begegnet.

In ihrem Bemühen dafür zu sorgen, dass die Sexual-Phobie einiger weniger, auch noch den letzten Bereich menschlicher Privatheit dem politischen Exibitionismus anheim stellt, vergessen die Gutmenschen in den verantwortlichen Ämtern allzu gerne, dass es in Schulen wirkliche Probleme gibt. Genannt seien nur die Nachteile von Jungen im Bildungssystem, die sich ebenso beharrlich halten, wie sie von Kultusministern verschwiegen werden.

Vor diesem Hintergrund wollen wir einen Hinweis unseres Lesers Clemens Berg aufnehmen und auf eine Petition hinweisen, die sich gegen den Bildungsplan 2015 der Baden-Württembergischen Landesregierung richtet. Wir geben die Petition im Wortlaut wider. Leser von ScienceFiles, die die Petition zeichnen wollen, mögen den Link am Ende des Textes nutzen.

Die Leitprinzipien des Bildungsplans 2015
Im Jahr 2015 tritt in Baden-Württemberg der neue Bildungsplan für die allgemeinbildenden Schulen in Kraft. Seit gut einem Jahr arbeiten die Bildungsplankommissionen an dessen Erstellung. Im November 2013 wurde in dem Arbeitspapier „Bildungsplanreform 2015 – Verankerung der Leitprinzipien“ (1) die Verankerung von fünf Leitprinzipien dargelegt: Berufliche Orientierung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Medienbildung, Prävention & Gesundheitsförderung sowie Verbraucherbildung. Dabei ist besonders hervorzuheben, dass jedes dieser Leitprinzipien unter dem Gesichtspunkt der „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ umgesetzt werden soll. In der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ soll dies so aussehen, dass Schülerinnen und Schüler die verschiedenen Formen des Zusammenlebens von/mit Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender, Transsexuellen und Intersexullen (LSBTTI) kennen und reflektieren sollen, wie schwule, lesbische, transgender Kultur und deren Begegnungsstätten.

Die Pläne schießen über das Ziel hinaus
Wir unterstützen das Anliegen, Homosexuelle, Bisexuelle, Transgender, Transsexuelle und Intersexuelle nicht zu diskriminieren. Bestehende Diskriminierung soll im Unterricht thematisiert werden. Die „Verankerung der Leitprinzipien“ und der Aktionsplan „Für sexuelle Akzeptanz & gleiche Rechte Baden-Württemberg“ (2) schießen jedoch über das Ziel der Verhinderung von Diskriminierung hinaus. Das vorliegende Papier „Verankerung der Leitprinzipien“ und die Ankündigung die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ in ähnlicher Weise in den Bildungsstandards der einzelnen Fächer zu verankern, zielt für uns auf eine pädagogische, moralische und ideologische Umerziehung an den allgemeinbildenden Schulen.

Forderungen
Wir fordern eine grundlegende Überarbeitung des Papiers „Bildungsplanreform 2015 – Verankerung der Leitprinzipien“ und eine völlige Transparenz bei allen weiteren Schritten auf dem Weg zum neuen Bildungsplan.

Wir fordern…
…ein klares Zeichen der Bildungsplankommission zu einer verantwortungsbewussten Sexualpädagogik und ein „Nein“ zur Überbetonung einzelner Gruppen und ihrer Interessen.
…den Erhalt des vertrauensvollen Verhältnisses von Schule und Elternhaus und den sofortigen Stopp einer propagierenden neuen Sexualmoral.
…ein uneingeschränktes „Ja“ zum Wissenschaftsprinzip in Schule, Unterricht und Lehrerbildung und lehnen ideologische Kampfbegriffe und Theoriekonstrukte ab.
….die Orientierung an den Werten unseres Grundgesetzes, das den Schutz von Ehe und Familie als demokratische Errungenschaft verteidigt (GG Art. 3 – Gleichheit vor dem Gesetz; Art. 6 – Ehe und Familie).
…die Suizidgefährdung bei homosexuellen Jugendlichen nicht nur als Problemanzeige zu benennen, sondern deren Ursachen zu erforschen und Präventionen aufzuzeigen, um diese zu reduzieren, was nur sehr begrenzt schulisches Thema sein kann. Die Stigmatisierung von Lehrkräften mit Slogans wie „Schule als homophober Ort“ (3) fördert die Vertiefung und nicht die Überwindung dieses Problems. Dagegen müssen die Landesregierung und der Landtag ein Zeichen setzen.
…eine Gewaltprävention gegen alle Formen von Ausgrenzung, die nicht erst ein Klima von „Opfern“ und „Tätern“ herbeiredet und sich dann als deren Lösung ausgibt. Eine übermäßige Fokussierung auf „sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität“, wie sie für den Bildungsplan 2015, leistet dem Vorschub.
Begründung:
1. Die LSBTTIQ-Gruppen (4) propagieren die Thematisierung verschiedener Sexualpraktiken in der Schule als neue Normalität und stehen damit in einem krassen Gegensatz zur bisherigen Gesundheitserziehung. In „Verankerung der Leitprinzipien“ fehlt komplett die ethische Reflexion der negativen Begleiterscheinungen eines LSBTTIQ-Lebensstils, wie die höhere Suizidgefährdung unter homosexuellen Jugendlichen, die erhöhte Anfälligkeit für Alkohol und Drogen, die auffällig hohe HIV-Infektionsrate bei homosexuellen Männern, wie sie jüngst das Robert-Koch-Institut (5) veröffentlichte, die deutlich geringere Lebenserwartung homo- und bisexueller Männer, das ausgeprägte Risiko psychischer Erkrankungen bei homosexuell lebenden Frauen und Männern.

2. Das über jahrzehntelange von konstruktiver Zusammenarbeit geprägte Miteinander von Schule und Elternhaus wird durch „Verankerung der Leitprinzipien“ zur Disposition gestellt.
Versprochen wird ein umfassender und ganzheitlicher Begriff von Sexualität. Gemeint ist einerseits ein zu befürwortendes Klima der Akzeptanz, sowie eine Einstellung gegen Homophobie, wofür die Lehrkräfte in Baden-Württemberg eintreten sollen. Die Eckpunkte einer neuen Sexualethik meinen andererseits eine Infragestellung der heterosexuellen Geschlechter von Mann und Frau, möchten aber zugleich den Prozess des Coming-out zu neuen „sexuellen Orientierungen“ pädagogisch propagieren und ihre Diskriminierung abwehren: Konkret wird dies zu einer problematischen Entwicklung in unserem Bundesland führen, denn es geht über die Integration homosexuell lebender Jugendlicher hinaus. Lehrkräfte sollen die nächste Generation mit dem Anspruch, sämtliche LSBTTIQ-Lebensstile seien ohne ethische Beurteilung gleich erstrebenswert und der Ehe zwischen Mann und Frau gleichzustellen, an eine neue Sexualethik heranführen. Aus der gleichen Würde jedes Menschen folgt noch nicht, dass jedes Verhalten als gleich gut und sinnvoll anzusehen ist.

3. Wir sind für eine wissenschaftlich orientierte Pädagogik in Schule, Unterricht und Lehrerbildung und gegen ideologische Theoriekonstrukte. Wir widersprechen den Plänen der Landtagsfraktion der Grünen (6), die Geschlechtserziehung aus dem Biologieunterricht in die sozialwissenschaftlichen Fächer zu verschieben, um so Sexualpolitik im Sinne der LSBTTIQ zu implementieren und die Geschlechter von Mann und Frau durch Gendertheorien infrage zu stellen. Eine so genannte „sexuelle Identität“, wie z.B. die Transsexualität soll baden-württembergischen Schülerinnen und Schülern als Ausdrucksform von gesellschaftlich gewollter Sexualität vermittelt werden. Die psychischen und somatischen Probleme dieser Menschen werden dabei zu gesellschaftlichen Akzeptanzfragen verkürzt. Das ist eine Unterhöhlung des Prinzips der Gesundheitserziehung.

4. In der „Verankerung der Leitprinzipien“ werden Rechte für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Transsexuelle und Intersexuelle abgeleitet, die es nach dem Grundgesetz nicht gibt. Eine von diesen Gruppen erhoffte Änderung der Artikel 3 und 6 des Grundgesetzes wird im Bildungsplan 2015 vorweggenommen und der pädagogische Lehrkörper soll verpflichtet werden, an vielen Stellen nach LSBTTIQ-Vorstellungen zu unterrichten und nicht nach dem Grundgesetz und der baden-württembergischen Landesverfassung. Eine eklatante Schieflage soll Bildungsprogramm werden.

5. Der Vorwurf, Schule sei ein „homophober Ort“, stellt die Lehrkräfte des Landes Baden-Württemberg unter generellen Diskriminierungsverdacht. Zugleich ist das Hauptargument der LSBTTIQ-Akzeptanz-Kampagne die Reduktion der hohen Suizidgefährdung bei homosexuellen Jugendlichen. Es gibt aber keinen empirisch nachweisbaren Zusammenhang zwischen Suizidgefährdung und Diskriminierung, der dies aufgrund nicht akzeptierender Einstellung im Bereich jugendlicher Homosexualität erklären kann.

6. Eine verantwortungsvolle Pädagogik, wie sie der Bildungsplan mit seinen Leitprinzipien und Bildungsstandards vorsieht, verfolgt das Ziel, niemanden an der Schule auszugrenzen und zu diskriminieren. Gegenseitige Achtung und Respekt sind Aufgabe aller Beteiligten im Bildungsbereich. Der Bildungsplan hat eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung und sollte alle relevanten Träger der Zivilgesellschaft einbeziehen. In der vorliegenden Fassung der Leitprinzipien wird der Bildungsplan zum Aktionsfeld von LSBTTIQ-Vertretern. Die Werbung, sexuelle Orientierungen zu akzeptieren und sich gegen die Diskriminierung homosexueller Jugendlicher zu engagieren, steht im krassen Gegensatz zu dem weitgehenden Verschweigen von anderen Formen von Ausgrenzung an den Schulen unseres Landes: In der aktuellen Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (2013) sind die Diskriminierungshinweise im Bereich Bildung und „sexuelle Identität“ am niedrigsten. Man sucht dagegen in „Verankerung der Leitprinzipien“ vergeblich nach ähnlichem Engagement in den Bereichen ethnischer Herkunft, Behinderung, Alter, Geschlecht, oder Weltanschauung/Religion.

Quellen:
(1) Kultusministerium Baden-Württemberg. 2013. Bildungsplanreform 2015 – Verankerung von Leitprinzipien (Stand 18.11.2013 aktualisierte und von der Amtsleitung freigegebene Fassung).
(2) http://www.sm.baden-wuerttemberg.de/de/Aktionsplan_Fuer_Akzeptanz__gleiche_Rechte_Baden-Wuerttemberg/170735.html
(3) http://ba-wue.lsvd.de/homophobie-stoppen/
(4) http://www.netzwerk-lsbttiq.net/files/Netzwerk-LSBTTIQ-PM-2013-09-16.pdf
(5) http://edoc.rki.de/documents/rki_fv/re7nA60cduA/PDF/22dT5pxX0bTqU.pdf
(6) Forderungen für die Umsetzung von zentralen Themen der Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN in der Bildungsplanreform 2015, in: http://www.brigitte-loesch.de/politik/schwule-lesben-transgender/Positionspapier_BNE_MdL_17052013_final.pdf
Im Namen aller Unterzeichner/innen.
Rohrdorf, 28.11.2013 (aktiv bis 27.01.2014)

Hier kann die Petition gezeichnet/unterstützt werden.

Wir bei ScienceFiles vertreten übrigens die Position, dass Sexualpädagogik genau so nichts an Schulen verloren hat, wie alle sonstigen Formen der Indoktrination und Vermittlung von Inhalten, die nichts dazu beitragen, Schüler in die Lage zu versetzen, Sachverhalte selbständig zu beurteilen. Letzteres, die Ermöglichung eigenständiger Urteile (auch in spezifischen Bereichen wie Physik oder Informatik, die von Schülern sinnvoll eingesetzt werden können), d.h. die Vermittlung der Voraussetzungen für eigenständige Urteile, ist nach unserer Ansicht die einzige legitime Aufgabe eines öffentlichen Bildungssystems.

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63 Responses to Sexualisierung von Schulen: Petition gegen den Bildungsplan 2015 des Landes Baden-Württemberg

  1. A.S. says:

    Es ist eine traurige Entwicklung, dass die Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten im Bildungssektor immer mehr zurückstehen muss hinter der Verbreitung von (vermeintlich guten) Weltbildern.
    Für die Probleme diskriminierter Minderheiten (ich bezweifele, dass Homosexuelle, Transgender usw. dazu gehören) sind Politiker zuständig, nicht die Schulen. Wenn Herr Kretschmann da nichts hinbekommt soll er zurücktreten, das wäre keine Schande sondern Größe. Statt dessen stopft man die Lehrpläne voll mit allen möglichen Themen für die man keine Lösung hat und schiebt sie damit auf die Jugend (und die Lehrer) ab. Die Schule wird so zu einem Sammelbecken für Probleme an denen Generationen von Politikern und Sozialarbeitern bereits gescheitert sind und man wundert sich dann, dass die Schule ihre eigentliche Aufgabe nicht mehr wahrnehmen kann. Die Eierlegendewollmilchsau kann es halt nicht geben.

  2. Bergische Löwin says:

    Sehr lesenswert hierzu der Beitrag von Jürgen Dudek in “eigentümlich frei”, der den beinahe vergessenen Begriff der “Scham” in die Debatte einbringt. Sehr, sehr wertvolle Gedanken:

    http://ef-magazin.de/2013/12/13/4752-schulpflicht-nahe-am-schwachsinn

  3. karstenmende says:

    Vorrangiges Ziel solcher Kampagnen ist es ja nicht, gewisse Randgruppen vor Diskriminierung zu schützen, sondern jegliche Kritik zu unterdrücken und Kritikfähigkeit schon im jugendlichen Rudiment zu verhindern. Dieser so genannte “Bildungsplan 2015” ist ja praktisch schon längst im schulischen Alltag angekommen. Das stetig fallende Ausbildungsniveau ist ein klares Indiz dafür, dass die schulischen Prioritäten nicht mehr auf der Vermittlung von Wissen beruhen.

    Das zum Teil sehr niedrige Verhaltensniveau sehr vieler Jugendlicher spricht ebenfalls eine deutliche Sprache. Das kommt dabei heraus, wenn man wichtige Werte, wie Respekt, als drögen Schulstoff vorgesetzt bekommt. Mit Sexualisierung verhält es sich genau so. Die schönste Sache der Welt wird von Lehrern zerfaselt, und verliert seinen Reiz. Gleichzeitig bekommen die Schüler beigebracht, dass nur gleichgeschlechtlicher Sex begrüßenswert ist und gesellschaftlich akzeptiert werden soll. Wer das befremdlich findet und sich dahingehend äußert, wird ausgegrenzt oder (wenn es nach dem Willen der EU geht) in Umerziehungslagern auf Linie getrimmt.

    Wenn es eine Hölle gibt, dann sitzen die drei großen Diktatoren dort zusammen und reiben sich verzückt die Hände, in der Gewissheit, dass ihre menschenverachtende ideologische Saat doch noch aufgegangen ist.

    • Angi says:

      Sorry, aber diese “Argumente” zeugen lediglich von Unwissenheit:

      “Vorrangiges Ziel solcher Kampagnen ist es ja nicht, gewisse Randgruppen vor Diskriminierung zu schützen” –> Doch, ist es.

      Das angebliche Ziel, welches Sie hinein interpretieren (von wegen Unterdrückung der Kritikfähigkeit) macht in diesem Zusammenhang keinen Sinn.

      Die schulischen Prioritäten liegen tatsächlich nicht mehr nur auf der Vermittlung von reinem Wissen (einseitig; stupide) sondern auch um die Förderung von unterschiedlichen Kompetenzen.

      Das Verhaltensniveau von Jugendlichen ist nicht nur das Problem der Schulen (bzw. es sind nicht die Schulen schuld dran) – immerhin sind Eltern primär für so etwa

      “Die schönste Sache der Welt” wurde schon IMMER in der Schule “zerfaselt”, Sexualkunde ist keine neue Erfindung….

      Und NEIN, Schüler bekommen NICHT beigebracht, dass NUR gleichgeschlechtlicher Sex begrüßenswert ist. Schüler bekommen beigebracht, dass es auch was anderes neben Männlein-Weiblein gibt. Das heißt nicht, dass es sofort mehr bzw. irgendwann nur noch Homosexuelle gibt. Immerhin gibt es sie bereits seit Anbeginn der Zeit, in der nur Männlein-Weiblein erlaubt waren.

      • karstenmende says:

        Sie wollen mir Unwissenheit unterstellen? Gegeben dem Fall, dass Sie glauben was sie schreiben, sind Sie sicherlich auch davon überzeugt, dass der Weihnachsmann die Geschenke bringt und der Osterhase bunte Eier legt. Diesem Bildungsplan liegt eine Ideologie zugrunde, das ist ein Fakt. Jegliche Ideologie, die es bis in das Stadium der politischen Umsetzung schafft, hat einen nicht unerheblichen Machtfaktor im Rücken. Und da dieser Unsinn, an den Sie glauben, globalen Einfluß nimmt und sogar in Ländern wie Indien grassiert, ist der Machtfaktor, den ich meine äußerst gewaltig. Glauben Sie ,von mir aus, was Sie wollen. Aber lassen Sie mich mit Ihrem Geschwätz in Ruhe. Auf diesem kindlichen Niveau diskutiere ich nicht.

  4. Das sind Vorhaben, die im Bundestag als auch im Europäischen Parlament gescheitert sind. Im Bundestag war es die Initiative 3+ , die den Artikel 3 GG um die ihrer Ansicht nach schützenswerte “sexuelle Identität” erweitern wollte. Auffällig merkbefreit übrigens, dass auch Pädophile und Päderasten ihr Verlangen als sexuelle Identität verstehen.
    Im Europaparlament war es der Estrella-Bericht , der mit ähnlichen Forderungen (ab Punkt 41 “Eine umfassende Sexualerziehung und jugendgerechte Dienstleistungen betreffend”) wie die grün-rote Koalition in Baden-Württemberg am 10. 12. 2013 baden ging.

    • A.S. says:

      Es ist eigentlich eine gute Frage warum nicht Pädophile auch im Unterricht behandelt werden sollen. Schließlich sind Pädophile aufgrund ihrer sexuellen Präferenz extremst diskriminiert. Wenn jemand gutmenschlichen Beistand braucht, dann diese Gruppe. Diese Leute suchen sich ihre Neigung genau so wenig aus wie Homos oder Heretos, sie haben sie einfach.
      Ist ein extremes Beispiel, aber (leider) auch ein extrem reales Beispiel.
      Und es zeigt mal wieder dass Gutmenschen um tatsächliche Probleme immer einen großen Bogen machen, und statt dessen pseudomutig bereits gewonnene Schlachten ins Absurde weiterführen.

      • Angi says:

        Sorry, aber das Argument bzw. dieser Vergleich zieht nicht. Pädophile SCHADEN psychisch und physisch durch ihre sexuelle Neigung. Homosexuelle nicht. (Außer sie würden jemanden vergewaltigen. Aber Vergewaltiger gibt es auch genug bei den Heterosexuellen…). Jeder sollte lieben können, wie er möchte, solange er niemanden verletzt.

  5. heureka47 says:

    “…die Vermittlung der Voraussetzungen für eigenständige Urteile, ist nach unserer Ansicht die einzige legitime Aufgabe eines öffentlichen Bildungssystems.”:

    Nach meinen Erkenntnissen ist man zu “eigenständigen Urteilen” erst fähig, wenn man wahrhaft erwachsen geworden ist. Und das heißt: Wenn man die Initiation durchgeführt hat, das “Übergangsritual”, die “Ascension” – den Aufstieg zur höheren Seins- / Bewußtseins-Ebene.

    Dazu leistet Schule – soweit ich erkennen kann – KEINEN Beitrag. Nicht einmal ansatzweise. Im Gegenteil! Schule ist eine staatliche Zwangseinrichtung zum Abrichten der Kinder zum problemlosen Funktionieren im schwer kranken System.

    Die Kirchen kennen zwar noch Rituale, die möglicherweise diesen Zweck erfüllen sollen, aber tatsächlich sind sie nur ein oberflächlicher “Abklatsch” des früheren Originals – das nach meiner Einschätzung vor Infektion mit der “Kollektiven (Zivilisations-)Neurose” (Entfremdung) bei ALLEN Völkern durchgeführt wurde und auch heute noch bei den Resten gesunder Völker / Stämme durchgeführt wird.

    Die Aufklärung über das Übergangsritual, über die zu erwerbende Identität und Aufgaben des – wahren – Erwachsenen und die Anleitung und Führung in das Ritual und durch das Ritual obliegt primär den ELTERN. Denn der Erfolg des Rituals hängt zum großen Teil an dem Vertrauen, das der Proband braucht, um die erforderlichen Schritte tun zu können. Weil er das Vertrauen unbedingt braucht – bzw. gelernt haben muß, Angst zu überwinden – um sich dem “Unbekannten” / “Fremden” im eigenen Unbewußten stellen zu können.

    Die zivilisierte Gesellschaft ist aber SOO krank, daß die meisten Kinder schon das Vertrauen verlieren, bevor sie überhaupt in die Schule kommen. Dort können die schon neurotisch beinträchtigten Kinder nur noch mit Hilfe des Intellekts Informationen aufnehmen. Das wahre – ganzheitliche – Lernen, die ganzheitliche Persönlichkeits- / Bewußtseins-Entwicklung ist durch die Neurose gestört. Die Entwicklung stoppt in dem Augenblick, da ein unlösbares Problem, ein unlösbarer Konflikt, eintritt. Ab diesem Zeitpunkt schaltet das Bewußtsein auf Abwehr weiterer ähnlicher Probleme / Konflikte – bis der ursprüngliche Konflikt gelöst ist. Erst dann kann die wahre menschliche Entwicklung weitergehen.

    Ich erhielt heute einen link, den ich Ihnen anfüge:

    http://www.youtube.com/watch?v=TJJAkVPkrPs

  6. harry says:

    Man wird nicht als Feministin geboren, sondern man wird dazu gemacht – und zwar durch eine passende Gehirnwäsche.

  7. Teile und Herrsche says:

    Die Betonung der Unterschiede von solchen extremen Minderheiten ist einfach ein Herrschaftsinstrument. Die hiesigen Familien, die Infrastruktur kontrollieren (Institutionen, Geldeswert, Grundbesitz o.ä. mit dem Potential der Beeinflussung der Gesellschaft), hat Interesse daran, dass das so bleibt und mobilisiert deshalb alle geeigneten Randgruppen, um die Mehrheit der Bevölkerung in Schach und beschäftigt zu halten.

    Da die Randgruppen aber normalerweise ihre Stellung der Gesellschaft kennen und von selbst ihre Einordnung kaum in Frage stellen würden, muss nachgeholfen werden. Das Ergebnis sind verwirrte Randgruppen und unsere Kinder, die glauben, diese Randgruppen spielen tatsächlich irgendeine Rolle, so dass sich dadurch ein Teil der Bevölkerung wieder etwas besser kontrollieren lässt. Der betroffene Teil von Durchschnittsmenschen ist verunsichert und die Randgruppe macht sich abhängig von der erhaltenen Rückendeckung, die es sonst nicht gäbe.

  8. Lars Helfer says:

    Was ist denn gegen die Erziehung zur Akzeptanz der Vielfalt sexueller Lebensmodelle einzuwenden? So sehr ich Science Files sonst schätze, das Eintreten für diese Petition kann ich nicht mit tragen. Ich empfehle die Lektüre dieses Artikels in der der Ideologie doch jetzt unverdächtigen De:Bug http://de-bug.de/medien/archives/diese-anti-queere-petition-hat-es-in-sich.html
    Die ganze Argumentation ähnelt doch sehr der russischen Haltung, jedes sichtbar machen von abweichendem sexuellem Verhalten als “Propaganda” und Gefahr für die “Volksgesundheit” einzustufen und daher sanktionieren zu müssen.

    • Wir haben zum Ende des posts geschrieben, warum wir diese Petition unterstützen. Die Schule ist kein Platz, um die Weltsicht einiger Sexualneurotiker, die nichts wichtigeres im Leben zu kennen scheinen, als andere mit ihrer überbetonung von Sexualität oder “sexueller Orientierung” zu verfolgen. Die Aufgabe einer aus Steuermitteln finanzierten öffentlichen Schule besteht darin, Kindern die Tools an die Hände zu geben, die sie in die Lage versetzen, ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben zu führen – mehr nicht. Wie will man sich gegen Indoktrination in Schulen wenden, gegen deren Instrumentalisierung im Namen des Staatsfeminismus, wenn man da, wo einem die Indoktrination gerade gefällt, geschehen lässt, was beabsichtigt ist? Es ist eine Frage von Glaubwürdigkeit und nochmals: Schulen sind keine Anstalten zur Verbreitung sexueller Orientierung, so sehr manche Sexualneurotiker sie auch gerne dazu machen wollen.

      • Lars Helfer says:

        “Anstalten zur *Verbreitung* sexueller Orientierung”? Wenn sexuelle Orientierung thematisiert wird, wird sie doch nicht verbreitet! Niemand wird schwul, nur weil er mit schwuler Sexualität konfrontiert wird. Das ist doch genau die Argumentationslinie derer, die Homosexualität für krank halten, nur dass man es hier nicht mit der Bibel begründet wird, sondern mit der gesellschaftlichen Norm der Volksgesundheit.

        Und was die Schule angeht: Natürlich darf sie nicht indoktrinieren, aber eben weil sie ja “die Schüler in die Lage versetzen soll, Sachverhalte selbständig zu beurteilen” ist es doch sogar ihre Pflicht, die gesamte Vielfalt des Lebens zu thematisieren. Und da gehört auch Sex dazu.

        Ich glaube, die Petenten (und Sie auch?) haben ein emotionales Problem mit Homosexualität. Das, und der Umstand, dass diese nicht so stark verbreitet ist wie Heterosexualität, hindert sie daran, anzuerkennen, das Homosexualität trotzdem völlig normal und natürlich ist. Und dann sucht man irgendwelche Begründungen dafür, nicht damit konfrontiert werden zu müssen.

        • Bevor wir hier im Kleinklein unterwegs sind: Was ist der NUTZEN einer entsprechenden Sexualerziehung? Was haben die Kinder davon? Welcher Vorteil erwächst ihnen aus der Kenntnis transsexueller, ja was eigentlich, in ihrem späteren Leben? Im übrigen ist Verbreitung ein Begriff, der sich auf die Kenntnis, nicht die Durchführung bestimmter Inhalte bezieht, so wie man Informationen verbreitet, und so wie aus der Verbreitung der Information, dass beim Helicopter Crash in Norfolk vier Menschen gestorben sind, kein Aufruf zum Selbstmord wird.

          • Trau Dich, den Komm auch anonym zu veröffentlichen! says:

            Ich lande zuweilen über Links auf dieser Seite und kann meistens nur den Kopf schütteln. Aber dieser Dialog sprengt die guten Manieren – Lars hat völlig Recht mit seiner Position. Lesen Sie mal, was die Nazis in Parteiprogeamm und Ausführung zur Gesetzgebung zum Thema zu sagen hatten und suchen Sie nach Abweichungen zu Ihrer eigenen Position – sie werden erstaunlicherweise kaum welche finden. Dies soll keine Beleidigung oder Verunglimpfung sein, sondern ein vorgehaltener Spiegel!

            • Ich habe einen Moment gezögert, aber mich dann entschieden, diesen Kommentar doch freizuschalten, zeigt er doch genau das Problem, über das wir hier diskutieren. Da kommt jemand, der sich nicht namentlich zu erkennen geben will, gibt sich einen idiotischen (sorry, aber eine andere Bewertung fällt mir nicht ein) Nickname, weil er denkt, er könne andere damit provozieren, und meint dann noch, er habe die moralische Oberhoheit im Feld, weil er mit den Nazis wedelt und wilde Behauptungen aufstellt. Das genau habe ich mit Auswürfen gemeint. Sehr geehrter “Trau Dich den Kommentar auch anonym zu veröffentlichen” (hier fehlt ein von), Sie sind ein hervoragendes Beispiel für Leute, die denken, wenn sie wilde und unbelegte Behauoptungen aufstellen, dann würden sie damit irgend einen Blumentopf gewinnen. Das einzige, was Sie mit derartigen Kommentaren gewinnen, ist eine Nominierung zum Unsinn der Woche und die Gewissheit bei Ihren Lesern, dass Sie offensichtlich gefühlsgeleitet sind, keine Begründung für Ihre Aussagen bringen können und deshalb nicht erst zu nehmen sind.

            • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

              Ich lande zuweilen bei der Lektüre schwachsinniger Kommentare, und da schüttle ich regelmäßig den Kopf, aber Ihrer schlägt dem Fass den Boden aus, denn:
              nein, Lars hat völlig unrecht mit seiner Position.

              Lesen Sie ‘mal unser Grundsatzprogramm. Das soll keine Oberlehrerhaftigkeit sein, aber dann entdecken Sie vielleicht, warum es bei uns “Sippenhaft” nicht gibt.

              Merken Sie etwas? Finden Sie, dass ich hier eine Meinung geäußert habe oder irgendein Argument formuliert habe?

        • karstenmende says:

          Homosexualität mag, für sich betrachtet, keine Krankheit sein. Aber sie ist möglicherweise ein Symptom, dem diverse psychische Störungen zu Grunde liegen können. Ich weigere mich, dem Dogma zu erliegen, dass diese Neigung angeboren sein soll. Das Gebiet ist viel zu wenig erforscht und viel zu ideologisch überlagert, um bei dieser verschwindend geringen Anzahl Betroffener von Normalität zu reden. Ausserdem finde ich es zynisch, diese Neigung als “völlig normal und natürlich” hinzustellen, da das die Weigerung beinhaltet, Menschen mit möglichen psychischen Problemen Hilfe zukommen zu lassen. “Natürlich” kann diese sexuelle Orientierung ausserdem schon deshalb nicht sein, da Sexualität der ARTERHALTUNG untergeordnet ist, und der homosexuelle Akt, von dieser Warte aus betrachtet, noch nicht einmal wirklich Sexualität, im Sinne des Erfinders (der Natur), ist. Das ist lediglich ein lustorientierter Zeitvertreib, ohne einen (natürlichen) sexuellen Hintergrund. Das mag für einen “Toleranz-Fanatiker” nicht leicht zu verstehen sein, but it is the way it is! Warum wohl hält die Natur diese Neigung im einstelligen Prozentbereich gegenüber der Gesamtbevölkerung? Weil sie “normal” ist? Ganz sicher nicht. Die Natur ist, wie eben alles diesseits des “Himmels”, nicht pefekt. Das ist aber auch schon alles.

          • Sarah H. says:

            Also, ich muss mich hier auch Lars Helfer anschließen und verstehe nicht ganz die Problematik. Im Biologieunterricht oder im Sexualkunderunterricht wird man schließlich auch als Schüler über Sexualität aufgeklärt und es ist doch gut, wenn ein Kind weiß, dass es eben nicht nur heterosexuelle Menschen und Mann und Frau gibt – sondern z.B. auch homosexuelle, asexuelle und intersexuelle Menschen und das diese genau so viel wert sind, wie die anderen auch -, so entsteht im späteren Kontakt mit solchen Menschen vielleicht schon mehr Wissen darüber, sodass der Faktor “Angst vor Unbekanntem” reguliert wird. Ich sehe nicht wie Aufklärung schaden kann, so lange wir hier von Aufklärung reden. Genau das gehört doch dazu, wenn man einen Menschen zu einem autonomen, urteilsfähigen Menschen erziehen will. Nämlich, dass er über das Wissen verfügt, was in unserer Welt existiert und nach der Aufklärung entscheiden kann, wie er dazu steht, aber andere Menschen aufgrund ihrere Sexualität oder Hautfarbe zu diskriminiern kann doch nicht das erstrebenswerte Ziel der Erziehung sein? Sondern eben dem entgegenzuwirken und Angst, aus der z.B. Homophobie oder Rasissmus entstehen, zu reduzieren. Natürlich bin ich dafür, dass diese Aufklärung natürlich auch in den dafür hervorgesehenen Fächern erfolgt und auch lediglich dort (Bioligie, Sexualkunde, Ethik) und kein thematischer Schwerpunkt im Matheunterricht wird.

            Ich habe bisher noch keine Studie gefunden, die einen kausalen Zusammenhang zwischen Homosexualität und psychischen Störungen belegt – wenn hier eine Korrelation besteht, könnte dies unter Umständen auch an dem Umgang der Gesellschaft mit diesem Thema liegen. Vor kurzem hat sich doch erst der Profifußballer Thomas Hittzlsperger geoutet und dass dieser Prozess so lang gedauert hat und von den Medien solche Aufmerksamkeit erhält, zeigt doch schon, dass Homosexualität für viele Menschen noch ein Problem darstellt und die Betroffenen auch offensichtlich unter einem gewissen gesellschaftlichen Druck von außen leiden.

            Zumal Karsten – hast du dir schonmal Gedanken gemacht, wie viele heterosexuelle Menschen psychische Probleme haben – bei ihnen bezieht man dies doch auch nicht gleich auch die Sexualität, oder hat Frau X nur Depressionen weil sie heterosexuell ist?

            Ich finde auch, dass Heterosexualität die Norm darstellt – also im Sinne von statistischer Norm und ich denke auch, dass es die natürlichste Form der Sexualität ist, da ja z.B. nur Frau und Mann Kinder bekommen können. Aber ich denke, dass jeder Mensch mit der Sexualität frei leben können sollte, mit der er sich am Wohlsten fühlt und er sich nicht verändern muss, weil es nicht der Norm entspricht oder der Mensch deshalb weniger Anerkennung verdient.

            • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

              Ja, und wenn es homosexuelle wie heterosexuelle Bedürfnisse gibt, dann sind das BEDÜRFNISSE, die Menschen früher oder später entdecken, und dann müssen sie sich damit auseinandersetzen, ob/wie Sie sie befriedigen. Das ist ja durchaus nicht nur im Bereich des Sexuallebens so.

              Meinen Sie nicht, wir sollten Kinder dazu verhelfen, diese Entscheidungen selbständig und nach eigenem besten Wissen und Gewissen zu treffen, statt ihnen zu vermitteln, dass es Dinge gibt, die (sogar) in der Schule “okay” sind, also getan werden dürfen, während andere von der Schule als “nicht okay” eingeordnet werden und daher zu Anpassungsdruck führen? Sollten Kindern nicht vor allem lernen, dass ihre Privatangelegenheiten von ihnen selbst zu regeln sind (bzw. gemeinsam mit denen, von denen sie meinen, dass sie sie angehen), aber sicher nicht den Stempel der Autorität brauchen und nicht unter peer-Druck?

              • Sarah H. says:

                Ja, klar, aber wenn ich selbst nicht homosexuell oder heterosexuell bin ist das Aufeinandertreffen mit einem solchen anderen Menschen/Lebenstil vielleicht erst einmal befremdlich, vielleicht sogar beängstigend für mich. Dieses unangenehme Gefühl kann meiner Meinung nach durch Wissen/Aufklärung reduziert werden.

                Wir werden in der Schule doch auch darüber aufgeklärt, dass es Mann und Frau gibt und wie diese Sexualität miteinander leben, zumindest habe ich das in der 7 Klasse, soweit ich mich erinnern kann, im Biologieunterricht gelernt.

                Wieso sollte man dieses Feld der Aufklärung nicht erweitern? Ich werde ja durch Aufklärung nicht in eine bestimmte Richtung gedrängt, sonder erweitere mein Wissen, über das ich anschließend selbständig urteilen kann.
                Wir reden doch auch in der Schule über verschiedene Formen der Verhütung – und ich denke es ist durchaus wichtig, Jugendlichen diese Informationen bereit zu stellen. Es gibt durchaus Jugendliche für die Sexualität schon im Alter von 14 Jahren eine Rolle spielt und für welche diese Informationen relevant sind.

                Durch Aufklärung wird ihnen ja nicht verwehrt diese Bedürfnisse selbst zu entdecken, wie Aufklärung ja nicht die Lenkung in eine bestimmte Richtung bedeutet. Und letzendtlich werden die Privatangelegenheit doch auch im eigenen Leben des Schülers selbst geregelt auf das der Lehrer doch sowieso nur begrenzt Einfluss hat. Ich kann diese Einwände nicht genau nachvollziehen und weiß auch nicht was sie mit “….statt ihnen zu vermitteln, dass es Dinge gibt, die (sogar) in der Schule “okay” sind, also getan werden dürfen, während andere von der Schule als “nicht okay” eingeordnet werden und daher zu Anpassungsdruck führen?” exakt meinen.

                • SH001 says:

                  Homosexualität wird doch bereits im Sexualkunde Unterricht angesprochen, damit hat doch auch kaum ein Mensch ein Problem.

                  Das Problem beginnt doch da wo die regierende Partei ihre Weltanschauung als Lernziel in den Unterricht einbringt.

                  Tolearnz können sie nicht lehren sondern nur vorleben.
                  Und wenn schon Toleranz unterrichtet werden muss, warum dann nur beschränkt auf einen kleinen Bereich der Sexualität und nicht auch Sexualität als ganzes oder Religon, Weltanschauung, Kultur, Herkunft, Behinderung, Geschlecht?

                  Wie wollen sie überhaupt diese Lernziele am Ende des Schuljahres überprüfen?
                  Wie überprüft man bitte Akzeptanz/ Toleranz in einem Test?

                  Und wollen sie das ihr Kind möglicherweise wegen seiner eigenen Überzeugung/ Meinung eine schlechte Noten bekommt weil diese Meinung nicht konform mit der Meinung/ Weltanschauung der regierenden Partei geht?

            • karstenmende says:

              Also gut. Da Sie eine freundliche Art aufweisen, versuche ich einmal, etwas näher auf meine Anmerkungen einzugehen, da dort offensichtlich ein gewisser Klärungsbedarf herrscht. Allerdings ist es richtig, dass das Thema Sexualität im Biologieunterricht behandelt wird und das halte ich, im Gegensatz zu manchen Christen, auch für völlig in Ordnung. Es ist bei mir zwar schon ein Weilchen her, dass ich die Schulbank gedrückt habe, aber mir ist noch in etwa geläufig, wie das Thema damals behandelt wurde. Zu erst einmal wurde zu dieser Zeit sehr darauf geachtet, dieses Thema nicht zu früh anzuschneiden. Es wurde eine gewisse geistige Mindestreife vorausgesetzt, um junge Menschen an dieses heikle Thema heranzuführen. Das ist heute nicht mehr der Fall. Heute werden schon Kinder im Vorschulalter mit sexuellen Zusammenhängen konfrontiert, die sie noch gar nicht verarbeiten können und die damit unreflektiert hängenbleiben und mehr oder weniger großen Schaden verursachen. Ja, vollkommen richtig, SCHADEN! Es sind traumatische Folgen zu erwarten bei “frühkindlicher Sexualisierung”. Die müssen nicht zwangsläufig auftreten und nicht irreversibel sein. Aber allein die Möglichkeit einer, wie ich es jetzt mal nenne, “frühkindlichen Traumatisierung” sollte jede Art von Aktionismen unterbinden, welche diese Trauma auslösen können. Zu mindest im pädagogischen Rahmen sollte die Sicherheit für Kinder erhalten bleiben, ohne sexual-traumatische Erlebnisse den Alltag zu überstehen. Nun kann es durchaus einmal passieren, dass ein Pimpf seine Eltern zusammen im Freudentaumel erwischt und dadurch traumatisiert wird. Aber das fällt dann unter die Verantwortung des Elternhauses und muss dann auch dort wieder geradegebügelt werden. Wenn Eltern ihr Kind aber einer Schule anvertrauen und dann feststellen müssen, dass dieses dort durch den Lehrplan traumatisiert wurde, betrachte ich das Vertrauensverhältnis zwischen Elternhaus und Schule als gestört. Das hat bis jetzt alles noch nichts mit Homosexualität zu tun, wohl aber mit dem Umgang der öffentlichen Hand mit den ihnen anvertrauten Kindern.

              Wie ich in meinem vorrangigen Kommentar zum Ausdruck gebracht haben, wäre es ratsam den Begriff “Sexualität” etwas genauer zu beleuchten. Das scheint nämlich in der ganzen hitzigen Debatte etwas zu kurz gekommen zu sein. Im gesellschaftlichen Kontext ist dieser Begriff nämlich mit einer Funktion behaftet, und diese erfüllt sich in der Aufrechterhaltung eben dieser Gesellschaft. Und nur unter diesem Gesichtspunkt hat dieser im Schulunterricht etwas zu suchen. Alles andere ist privates Vergnügen. Streng genommen gehört auch durch Verhütung “geschütztes” Techtelmechtel unter einem Hetero-Paar nicht mehr in einen sexuellen Kontext, jedenfalls nicht im gesellschaftlichen Rahmen. Es ist ebenfalls ein privates Vergnügen, ohne irgend eine übergeordnete gesellschaftliche Bedeutung. Diese Bedeutung ergibt sich NUR im Sinne der Zeugung von zukünftigen Mitgliedern der Gesellschaft. Damit fällt jegliche anderweitige Betätigung nicht mehr unter den Begriff “Sexualität”. Das gilt auch für Heteros. Selbstbefriedigung zum Beispiel ist keine Sexualität. Genau so wenig ist die gegenseitige Befriedigung eines gleichgeschlechtlichen Paares irgend eine Form von Sexualität. Denn dieser Begriff wird nicht über die Anzahl und Heftigkeit von Orgasmen definiert, sondern über die Zeugung von Nachwuchs. Denken Sie bitte einaml genau über diese Differenzierung nach.
              Ich möchte bestimmt niemandem in sein Schlafzimmer hinein reden wollen. Dort kann jeder tun und lassen, was er für richtig hält, denn das ist Privatsache und hat es auch zu bleiben, darin sind wir uns hoffentlich einig.

              “Zumal Karsten – hast du dir schonmal Gedanken gemacht, wie viele heterosexuelle Menschen psychische Probleme haben – bei ihnen bezieht man dies doch auch nicht gleich auch die Sexualität, oder hat Frau X nur Depressionen weil sie heterosexuell ist?”

              Zu dieser Frage möchte ich abschließend anmerken, dass Ihnen der Hinweis auf das Wort Syptom entgangen ist. Auch eine Depression oder andere symptomatische Hinweise sind nicht die Ursachen, sondern die Folgen von einer krankhaften Ursache. Das wird schnell und gern verwechselt.

            • Christine Jensch says:

              Ich habe mir die Materialien angesehen, welche meine 9- und 12-jährigen Töchter aus der Schule mitbringen. Das hat mit Aufklärung nichts zu tun, das ist ekelerregend und es widert die Kinder natürlich an.
              Natürlich sollen die Kinder über die Existenz von Abweichungen informiert sein, aber detaillierte Beschreibung der Sexualpraktiken aller Art sind als sexuelle Belästigung aufzufassen.

        • heureka47 says:

          Es gibt ja mindestens ZWEI Möglichkeiten, aus welchen Gründen man z.B. Homosexualität leben kann:

          1. Aus dem Bewußtsein des wahren Erwachsenen, des wahrhaft FREIEN Bewußtseins / Menschen
          und

          2. Aus dem Bewußtsein des noch nicht – wahrhaft – Erwachsenen, des NICHT freien / reifen Bewußtseins; des aus meiner Sicht weitaus häufigsten Falles in der zivilisierten Gesellschaft – weil diese weit überwiegend aus pathologisch unreifen Menschen besteht.

          Gegen die Version unter Punkt 1 ist überhaupt NICHTS einzuwenden – denn der erwachsene Mensch ist ein FREIES Bewußtsein und kann und darf sein Leben leben, wie es ihm beliebt. Wenn zwei wahrhaft erwachsene Männer eine erotische Beziehung leben, ist das voll OK!

          NICHT wahrhaft erwachsene Menschen – Frauen wie Männer – sind IMMER eine potenzielle Gefahr – für jeden Einzelnen und für die Gemeinschaft. Wohin so etwas führt, erleben wir mit der entfremdeten zivilisierten Gesellschaft seit etlichen Jahrtausenden. Wir stehen am Abgrund – und immer mehr fallen “hinten runter” bzw. “vorn”. In Teilen befindet sich die moderne Gesellschaft schon seit längerer Zeit im “freien Fall”. Und wie bei den Lemmingen wird die “breite Masse” folgen.

          Aber das “göttliche Wunder” ist auch im “freien Fall” noch möglich – weil der Mensch noch im Fallen sein Bewußtsein wandeln und sich in seiner tieferen Wahrheit, als “Engel”, erkennen und “Fliegen lernen” kann.

          Die grundlegende Heilung (von) der “Kollektiven Neurose” ist in jedem Einzelfall und – ab der Pubertät – jederzeit möglich.

        • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

          “Und was die Schule angeht: Natürlich darf sie nicht indoktrinieren, aber eben weil sie ja “die Schüler in die Lage versetzen soll, Sachverhalte selbständig zu beurteilen” ist es doch sogar ihre Pflicht, die gesamte Vielfalt des Lebens zu thematisieren. Und da gehört auch Sex dazu.”

          Meinen Sie im Ernst, dass die Schule “die gesamte Vielfalt des Lebens zu thematisieren” im Stande ist? Sicher nicht. Also muss man fagen, warum gerade Sex, eine sehr individuelle Sache, von der Autorität Schule (und dem Kind gegenüber ist die Schule eine Autorität), aber z.B. nicht Logik, für relevant erklärt und zur Präsentation und Verhandlung vor der Autorität und den peers aussortiert wird. Wenn Sex eine so grundlegend wichtige und interessante und relevante Größe im Leben aller Menschen ist – gerade dann ist es sicherlich völlig unnötig, das Thema in der Schule zu behandeln (vielleicht mit Ausnahme der Fortpflanzung als dem eher nüchternen, um nicht zu sagen; ernüchterndem, Aspekt der Heterosexualität, und zwar aufgrund ihrer lebenslänglichen Folgen). Im übrigen scheint mir, dass es derzeit so modern ist, ständig von allen möglichen Varianten der Sexualität zu sprechen (statt sie zu leben, so vermute ich), dass ein Kind schwerlich von ihnen unberührt bleiben kann – ganz ohne Schule. Und wenn es dann das Bedürfnis hat, das zu klären oder darüber zu reden, dann KANN eine Lehrkraft eine Ansprechpartnerin sein, aber vermutlich sind andere Leute eher Ansprechpartner. Jedenfalls ist weiterhin völlig unbegründet, warum ausgerechnet die Thematisierung aller möglicher sexueller Praktiken eine Aufgabe der Schule sein sollte – außer natürlich, man meint, die Schule solle eben doch indoktrinieren und der Agenda des Genderismus entsprechen,

          • Raphael H. says:

            Sehr guter Einwand dem im Grunde nichts zuzufügen ist. Vieleicht noch dies, dass hier wohlmöglich ein manifestes Mißtrauen mancher Erwachsener zutage tritt, dass Jugendliche ihre Sexualität eigenständig und verantwortlich entwickeln können.

        • Stefan Funk says:

          Ich glaube, Sie sollten einmal Ihre Thesen zur Homosexualität überprüfen. Kleines Gedankenexperiment: Stellen Sie sich einfach nur vor, eine Population aus Tigern würde homosexuell leben. Wieviel Zeit räumen Sie der Population zum Überleben ein? Die Frage stellen, heißt Sie beantworten. Nichts anderes gilt für jede Population, die auf Sexualität zur Fortpflanzung angewiesen ist. Von biologischer Seite ist damit zur Homosexualität und deren “Norm”alität alles gesagt.
          Homosexualität wird auch entgegen der ständigen Behauptung nicht vererbt. Die Sexualwissenschaft hat diese Thesen längst zu Grabe getragen. Sie wird nicht genetisch vererbt, sie hat keine hirnorganische Veränderung zur Ursache und auch keine hormonelle. Diese haltlosen Behauptungen werden immer wieder nachgeplappert, eine empirische Basis gibt es hierfür nicht. Vor allem die Behauptung der genetischen Grundlage ist so hanebüchen, dass man sich wundert, warum Menschen nicht einfach mal das bisschen Recherche zu leisten fähig sind, um diesen Blödsinn für sich abzuhaken. Von den genetischen Grundlagen ist ohnehin das meiste nicht verstanden, nur für wenige sehr eingeschränkte biologische Merkmale gibt es einen direkten Zusammenhang zu genetischen Veränderungen. Komplexe Verhaltensweisen, zu denen die Betätigung als homosexueller Mensch gehört, sind nicht auf genetische Veränderungen ableitbar.
          Zur Aufklärung über Homosexualtiät gehört darüber hinaus, dass man einmal über die Risiken und Nebenwirkungen von Homosexualität ein ernstes Wörtchen sagt. Das passiert natürlich nicht in den netten, rosarot gemütlichen Abendserien des gleichgeschalteten öffentlich-rechtlichen Fernsehens, sondern dazu muss man schon die entsprechenden kritischen Artikel lesen. HIerzu gehört insbesondere die hohe Quote der HIV Infizierung bei homosexuellen Männern, die ihre Ursache in der homosexuellen Lebensweise hat, nämlich dem häufigen Partnerwechsel, samt den riskanten Sexualpraktiken.
          Die bestehenden psychischen Probleme, die keine Coming- Out Folgen sind. Dies sind Hochgradige Angststörungen und Depressionen.
          Relation zwischen Homosexualität und Alkohol- bzw. Drogensucht.
          Homosexualität ist nicht nur mal eben so ein gewählter Lebensstil, sondern es ist und bleibt eine schädliche Verhaltensweise mit hochriskanten Folgen. Würde darüber in den Medien mehr berichtet, wäre die Debatte sehr schnell erledigt.

          • dorengba says:

            Wenn man von Mann von Frau redet, so lehnt man sich zunächst an gedankliche Entwürfe an. Dies unterscheidet sich in weiten Belangen davon, dass von konkreten Personen die Rede ist. In dem Maße, wie Homophobie verbreitet ist, darf man zunächst einmal ganz kühl unterstellen, dass die Sortenreinheit der gedanklichen Entwürfe besonderen Schutz genießen sollen.

            Pärchen können sich in etwa dementsprechend aufeinander einstellen, wie im Code der Korrespondenz dafür Raum gelassen ist, sich je auf genau die Besonderheiten des jeweiligen Gegenübers einzustellen.

            In dem Maß allerdings, in dem die Verständigungsmöglichkeiten unterminiert sind, etwa vor allem, weil die Existenz als Warenkonsument weitaus stärker wirksam ist als die Existenz als Partner einer Beziehung, kommt eine solche Projektion von Sortenreinheit – im Sinn der Unterwerfung unter übergeordnete Begriffe – in die Quere, stört die Verständigung der Partner im Hinblick auf ihre konkrete Situation.

            Erst wenn sich dann die Forderung einstellt, wenn von einem Mann die Rede ist, habe bittesehr von einem Mann in dem Sinn die Rede zu sein, wie dies idealtypisch die gedanklichen Vorstellungen bevölkert, ebenso und noch viel mehr, wenn von einer Frau die Rede ist, möge bittesehr irgendeine der ganz wenigen Schubladen genau passen, in denen gedanklich in solchem Umfeld das Phänomen Frau bevorratet ist … erst dann, wenn sich umgekehrt die Resignation breitmacht, man werde nie und nimmer im Sinne dieses Typus sich auf die Liaison mit dem Kontrasttypus einlassen können … erst dann ist es überhaupt erst interessant, dass Homophobie als Beziehungsmodell sich hin zu einer gesellschaftlichen Relevanz breitmacht.

            So erst wird verständlich, wie nach Irritierung und anschließender Destruktion von diskursiver Kompetenz dann Beziehungsmodelle sozusagen heiliggesprochen werden, zugleich genau im Fahrwasser von einer abscheulichen Doppelmoral bleiben, die den ersten großen Verlust verwaltet und bewacht, der Lust an der Lebensfreude mit all ihren leicht subversiven Experimenten, auf die sich Menschen, die sich verstehen, konstruktiv einlassen können. Bei Michel Foucault findet sich der Hinweis, dass der sexuelle Diskurs und der politische Diskurs beide auf dem Umgang mit dem Begehren aufsetzen, das in seiner Direktheit für den gesellschaftlichen Umgang zu gefährlich und von daher unablässig zu bändigen sei.

            So muss man auch den Trennstrich ziehen, dass es hier um homophobe Beziehungen geht, zur Rettung von idealtypischen Modellen, was man sich bittesehr unter Mann und was unter Frau vorzustellen habe. Es geht genau nicht um das kleinere oder größere Abenteuer mit der Lust an der Freude, das wahrscheinlich, wenn die diskursive Ebene nicht so zerrüttet wäre, gewiss eher als zumeist nur vorübergehend anzusehen sein würde.

            Man kann leicht ein Herrschaftsinteresse dahinter ausmachen, wenn gedankliche Modelle in ihrer Reinheit propagiert werden und besser die Menschen verrenken sich ihr Rückgrat für alle Zeit, als dass stattdessen das gedankliche Modell doch nur eine immer nur wackelige und nie wirklich zutreffende Hilfestellung wäre, hingegen ein Diskurs der Menschen miteinander somit um so mehr gefordert wäre, untereinander das ich und das du in den konkreten Beziehungen auszumachen, wo sich dann jedes Mal ganz anders herausstellen wird, wie es sich da um Frau handelt, wenn die gedankliche Projektion “Frau” nur zweitrangig ist, ebenso wie es sich um Mann handelt, wenn dies sich doch erst in einem konkreten Miteinander herauskristallisiert, was denn darunter zu verstehen sei.

            Solche Arten von Zusammenhängen müssen sich auf tatsächliche Diskursfähigkeit der gesellschaftlichen Teilnehmer stützen können. Das ist, das kann man leicht erahnen, höchst unerwünscht, als damit notwendigerweise entsprechend auch viel Selbständigkeit im Umgang mit der Bändigung des Begehrens einhergeht, auf den politischen Diskurs in solchen Arten von Zusamenhängen gerechnet.

            Dass die Leute sich aber für dermaßen blöd verkaufen lassen sollen, dass ihnen – massiv gegen das Lerninteresse im tatsächlich konkreten Umgang miteinander -, nun schon ein ganzer Zoo von idealtypischen Präzisierungen umgehängt werden soll, ohne dass die einhergehenden doppelmoralischen Verkleisterungen damit um einen Zentimeter weniger würden, hätte ich vor Kenntnisnahme diese Berichts nicht für möglich gehalten.

      • S. Wolf says:

        Das ist schon eine ziemlich einseitige und willkürliche behauptung, schulen sollten “fachwissen” vermitteln und sonst nichts. als einfach nur ein paar technische tools an die hand geben und dann rein in den arbeitsmarkt? das halte ich für ein armseeliges verständnis von schule. unabhängiges, eigenständiges denken erfordert auch ein eigenständiges nachdenken über die gesellschaftliche realität. die ganzen “laberfächer” sind nun mal unabdingbar, um gesellschaftliche probleme zu diskutieren und schüler_innen eine reflektion der wertegrundlage und bestehenden institutionen unserer gesellschaft zu ermöglichen. wenn Sie das als indoktrinierung empfinden, schade. dann scheinen Sie nicht mitbekommen zu haben, dass unsere gesellschaft mitlerweile durch pluralismus geprägt ist, was nun mal eine etwas kompliziertere angelegenheit ist als das einfache gesellschaftsbild, dass es nur ein “richtig” gibt (heterosexuelle kleinfamilie) und alles andere falsch ist. natürlich muss schule auch erziehungsarbeit leisten! es müssen dort die grundlagen (mit) gelegt werden, dass eine plurare gesellschaft überhaupt funktionieren kann. es sei denn, Sie arbeiten lieber mit hochdruck daran, alle gleichzumachen. sonst ja eher ein projekt, dass “den linken” (fälschlicherweise) in die schuhe geschoben wird.

        • Herr Wolf,
          ich will Ihnen im Hinblick auf die Laberfächer einmal entgegenkommen und nur ein paar Fragen stellen: Welcher Pluralismus wird in deutschen Schulen denn vermittelt? Welchen konkreten Gewinn haben Schüler von Aufklärung darüber, dass es Homosexuelle gibt? Was nutzen Aufklärungsunterricht über sexuelle Gewalt? Und wie kommen Sie überhaupt auf die Idee, Pluralismus habe etwas mit Sexualität bzw. ausschleßlich mit Sexualität zu tun, wie Sie es hier nahelegen? Was ist mit Pluralismus im Hinblick auf politische Systeme? Was ist mit Pluralismus im Hinblick auf Lebensformen (z.B. zwischen der Mittel- und der Unterschicht)? Was ist im Hinblick auf Pluralismus in Sprachen (türkisch als Amtssprache)? Was ist mit Pluralismus im Hinblick auf Essgewohnheiten (Vorzüge des Vegetarismus)? Was ist mit Pluralismus im Hinblick auf Schulbildung (Hausunterricht vs. Schulzwang)? Wollen Sie alle Pluralismen in Schulen lehren, oder nur diejenigen, die ihnen gerade genehm sind? Wenn Sie nur diejenigen lehren wollen, die Ihnen gerade genehm sind, haben Sie die Grenze zum Totalitarismus gerade überschritten, wenn Sie alle lehren wollen, dann benötigen sie 24/7 Schule und haben keine Zeit mehr für Deutsch, Mathematik … Ich bin schon auf Ihre Antworten gespannt.

        • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

          @S. Wolf – “Das ist schon eine ziemlich einseitige und willkürliche behauptung, schulen sollten “fachwissen” vermitteln und sonst nichts. als einfach nur ein paar technische tools an die hand geben und dann rein in den arbeitsmarkt?”

          Wieso verbinden Sie “technische tools” mit Arbeitsmarkt? Das halte ich für eine äußerst einseitige Auffassung von Kulturtechniken. Haben Sie denn noch nie einen Roman gelesen und vielleicht einmal vor dem Hitnergrund des dort Dargestellten über die “gesellschaftliche Realität” nachgedacht?

          Soll die Schule als ein Ort der Autorität und der Sozialisation mehr tun als die gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen? Und falls ja, wie würden Sie dieses “mehr” nennen: Indoktrination? Gleichschaltung? Anpassung an gesellschaftspolitische Modeerscheinungen?

          Wenn Sie das als harmlos empfinden, schade!

          Denn unsere Gesellschaft ist inzwischen tatsächlich von Pluralismus geprägt, und wenn Ihnen das klar ist, dann ist Ihnen auch klar, dass z.B. die in Frage stehende Petition ein Ausdruck desselben ist. Warum haben sie Schwierigkeiten mit Leuten, die dieselbe unterzeichnen, oder damit, wenn ScienceFles auf diese Möglichkeit, Bürgerwillen zu formulieren hinweist? Können Sie die Pluralität, zumindest in Sachen Sexualität, doch nicht akzeptieren? Oder geht das bei Ihnen weiter? Arbeiten Sie mit Hochdruck daran, alle gleichzumachen?

          Ich hoffe nicht!

        • SH001 says:

          Doch genau dafür ist die Schule da für die neutrale Vermittlung von Grundlagenwissen, Allgemeinbildung und Sprachen, von Fähigkeiten zum Erlernen/Erarbeiten neuen Wissens sowie der Anleitung zum kritischen Denken.

          Jede Art von Erziehung im Sinne einer gerade herrschenden Ideologie hat in der Schule nichts zu suchen.
          Oder wollen sie dass am Ende alle 5 Jahre die Lehrpläne geändert werden, weil die gerade Regierende Partei ihre Weltanschauung in die Köpfe der Kinder hämmern will?

          Gerade wegen des Pluaralismus in der Gesellschaft hat der Staat absolute Neutralität zu wahren.

      • mutter says:

        Absolut gleicher Meinung schon gaar nicht in der 4 klasse die machen die kinder krank!!!!!!! Mit 9 jahren muss mein artiges kind nicht sexualisiert werden ! Mann und frau wurden erschaffen es ist einfach und nun maaal leider gottes unethisch passt einfach zur biologie nicht des menschen fur mich ist es nicht akzeptabel .tiere mussen es auch nicht lernen !!!meiner meinung nach sollte mann das ganze verkehrte wie hetro und lesbisch etc. An schulen nicht als normal akzeptieren sondern den kjndern in:der 4 klasse beibringen wie wichtig es ist eine familie so wie sich es gehört zu lehren unmoglich unverschämt kein schamgefühl keine werte nixxxx menschen die andere vorstellungen haben und sich als normal bezeichnen sollten sich psyhologisch behandeln lassen kein ×
        Wunder das in dieser Gesellschaft fast alle gestört (depressiv) sind weil es einfach keine Werte mehr gibt fertig aus ?

    • Arronax says:

      Warum müssen eigentlich immer wieder die Russen herhalten, um die komplette Sexualisierung des Alltags als etwas völlig normales hinzustellen. Werbung vor noch unreifen Kinderseelen für in die Öffentlichkeit gezerrte Sexualpraktiken halte ich genauso verwerflich.
      Sexualität war, ist und bleibt ein Instrument zur Erhaltung der Art, daß sie auch Spaß macht, hat ebenso seine Gründe. Nur sollte man nicht vergessen, daß es eine Privatangelegenheit und ein gewisses Maß an natürlicher Scham gesund ist.
      Eine intakte Familie, bestehend aus verschiedengeschlechtlichen Eltern und Kindern, ist die Basis einer intakten Gesellschaft, nichts anderes.
      Nun guckt Euch mal um in diesem Land… Aus einem ehemals geistig hochstehendem Volk ist ein dauerfi….. Mittelmaß geworden, wobei ein Ende des Absturzes noch nicht in Sicht ist.

      Ich habe mit meiner Frau 4 Kinder großgezogen, ohne meine sexuelle Ausrichtung zu missionieren oder als Werbeplakat vor mir her zu tragen, und die Kinder sind aufgeklärt worden, als sie selbst entschieden hatten, sich mit dem Thema zu befassen.

      Eins noch: Als “die Vielfalt sexueller Lebensmodelle” in Rom oder Griechenland seinen Höhepunkt erreicht hatte, gingen diese Hochkulturen jämmerlich unter.

      • teo says:

        Rom? Als es mit dem römischen Reich zu Ende ging war das Christentum bereits Staatsreligion und demzufolge Homosexualität verboten.

    • @Lars Helfer – Michael Klein hat Ihnen ja schon geantwortet, aber es kann nicht schaden einmal mehr – wie schon so furchtbar, quälend, ermüdend oft das notwendig war – darauf hinzuweisen, dass wir Dinge nicht nach Inhalten zu beurteilen versuchen (finden wir “Vielfalt sexueller Lebensmodelle” gut oder nicht?), sondern nach zugrunde liegenden PRINZIPIEN oder KRITERIEN, denn nur, wenn man PRINZIPIEN bzw. KRITERIEN zugrunde legt, kann man persönliche Bewertungen und Urteile nachvollziehbar machen. Andere können mit diesen Prinzipien und Kriterien nicht übereinstimmen, aber sie sollten die Bewertunngen und Urteile, die unter Anghabe dieser Prinzipien und Urteile formuliert werden, respektieren können.

      Also: Die öffentliche und öffentlich finanzierte Schule muss der Vielfalt in der Bevölkerung tatsächlich Rechnung tragen (das postulieren wir als Prinzip), und deshalb kann es nicht ihre Aufgabe sein, Ausschnitte aus der Vielfalt, die gerade irgendeiner politischen Agenda oder auch bloß Modeerscheinung entsprechen, einer vielfältigen Schülerschaft, die in einer vielfältigen Realität lebt, als “gut”, “richtig” oder erstrebenswert zu präsentieren. Zur besagten Vielfalt gehören nämlich auch diejenigen, die just einen bestimmten Ausschnitt aus derselben wenig schätzen. Wenn man Vielfalt akzeptiert, dann impliziert das (im Sinne des Wortes, also: logisch), dass man auch diesen Ausschnitt der Vielfalt akzeptiert. Warum sollte man ohne Not und ungebeten Vielfalt problematisieren oder gar bestimmte Ausschnitte der Vielfalt präsentieren, andere aber nicht?

      Konkret auf das Beispiel bezogen: Wer will mit welchem Recht entscheiden, dass zwar die Freuden der Transssexualität in Schulen dargestellt wird, aber nicht die Freuden der polyandrischen Ehe oder der Pädophilie? Akzeptieren wir Vielfalt, oder nicht? Und wenn es “Grenzen” der Vielfalt geben muss, wer zieht dieselben? In einer Demokratie ist das die Bevölkerung, und die ist vielfältig, was die Sache nicht gerade einfacher macht. Aber dennoch muss die Bevölkerung gehört werden, und ihr stehen ohnehin schon wenig Mittel zur Verfügung, um gehört zu werden. Immerhin kann eine Petition geschrieben werden.

      Erschwerend kommt hinzu, dass Minderjährige mit den Folgen der entsprechenden Entscheidungen konfrontiert werden, die gemeinhin als besonders beeinflussbar oder formbar gelten – gerade deshalb sollen ja bestimmte Werte, ideologische Inhalte etc. als Nicht-Fachwissen, in der Schule durchgenommen werden. Und man ist als Bürger (gleich welcher Weltanschauung) gut beraten, diesbezüglich auf der Seite der Sicherheit zu irren und ein Thema einfach zu streichen, wenn absehbar Konflikte produziert und vermutlich unabsehbare Folgen generieren wird.

      Damit ist ja nichts verloren, denn:
      Wenn es tatsächlich so eine große “Vielfalt sexueller Lebensmodelle” geben sollte, dann setzt dies logisch voraus, dass es viele Leute gegeben hat, die gänzlich ohne entsprechende Anweisung durch die Schule die ein oder andere Variante dieser Vielfalt für sich entdeckt haben. Gut. Dann ist das so, und es ist in Ordnung so. Was, bitte, geht das die Schule an? Was hat das in der Schule zu suchen?

      Nichts. Wie so vieles andere auch. Die öffentliche Schule ist ein Ort, an dem ein Mindestmaß an geteiltem Wissen und geteilten Fähigkeiten vermittelt werden soll, das jeden heranwachsenden Bürger dazu in die Lage versetzt, grundsätzlich am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen (d.h, Lesen, Schreiben, Rechnen, Sachkunde), und idealerweise auch, selbständig zu lernen. Gegen Chemie, Physik, Geographie und Fremdsprachen ist überhaupt nichts einzuwenden, solange sie um ihrer selbst willen gelehrt werden (also NICHT: Geographie ist, wenn gezeigt wird, wie furchtbar Kinderarbeit z.B, in Indien ist). Und das war’s, glaube ich. Alles, was darüber hinausgeht, ist für eine Mehrheit in einer vielfältigen Bevölkerung schwierig zu akzeptieren und darüber hinaus unnötig.

      ‘Wenn mehr erzwungen werden soll, ist doch klar, dass man die Frage stellen muss, wem das wozu dienen soll, und kritisch denkende Eltern können sich dies fragen oder zumindest fragen, was das ihrem Kind bringen soll oder kann. Bezogen auf das konkrete Beispiel ist, glaube ich, auch zu beachten, dass Kinder, nur weil sie dieselbe Klassenstufe besuchen, nicht auf dem gleichen Entwicklungsstand sind und dementsprechend etwas oder nichts mit Homosexualität oder Heterosexualität anfangen können oder wollen Im schlimmsten Fall verstört man Kinder – ja, diese Möglichkeit gibt es trotz allem auch in unserer Gesellschaft immer noch.

      Auch, wenn Sie der Petition selbst nicht zustimmen, so haben Sie doch sicher Respekt vor den Leuten, die sie unterzeichnen, ob als Eltern, die das Wohl ihres Kindes selbst beurteilen wollen (und meist auch können), oder als Liberale, die prinzipiell danach fragen, wozu und wie genau bestimmte Inhalte in der öffentlichen und öffentlich finanzierten Schule zum Wohlergehen einer Gesellschaft beitragen und ob die erwarteten positiven Nutzen die möglichen negativen Folgen aufwiegen.

    • Wolfgang Hilger says:

      Selbst die Russen haben manchmal recht. Vielleicht trägt diese “Welt”-Artikel dazu bei, aus dem praktischen Erleben zu erkennen, dass dass hier mit nur viel zu frühe Information weil entwicklungsstörend für das Empfangsklientel stattfinden soll.
      http://www.welt.de/politik/deutschland/article115526137/So-schoen-ist-dass-es-schoener-nicht-werden-kann.html

  9. s.Braun says:

    Ein Bildungsplan ist der og. Artikel gewiß nicht, mehr eine Anleitung zur Gehirnwäsche ! Warum soll man Kinder nicht selbst herausfinden lassen, ob sie lieber “Hetro” sein wollen oder andersrum ? Das tolerieren anderer Formen der Sexualität kann zwar angesprochen werden, muß aber nicht schulbegleitend sein ! Da gibt es viel wichtigere Sachen als das ! Es wird dem kind im Berufsleben nichts bringen, wenn es in den wichtigen Fächern keine Ahnung hat, aber dafür “voll tolerant” ist . Außerdem. die angesprochenen Personenkreise machen nicht mal 5 Prozent der Bevölkerung aus, wieso wird das so hochgespielt ? Wäre es nicht viel sinnvoller in Schulen für Hetrosexualität zu werben, anstatt für diese Regenbogenvereinigungen bei denen im wahrsten Sinne des Wortes ” nichts dabei rauskommt”????

    • heureka47 says:

      Für Heterosexualität zu “werben” würde mir nicht genügen. Ich befürworte, die jungen Menschen aufzuklären, was der geistig-spirituelle Hintergrund ist: Der symbolische, auf der körperlich-materiellen Ebene sich manifestierende, Ausdruck dessen, was auf der geistig-seelisch-spirituellen Ebene IST.
      Die körperliche Vereinigung von Mann und Frau und das Zeugen von Nachwuchs und Sicherstellen des Fortbestandes des “Prinzips Mensch” ist Abbild dessen, was auf der Bewußtseins-Ebene geschieht: Der männliche und weibliche Aspekt (linke und rechte Hirnhälfte, Verstand und Gefühlswelt, usw.) vereinigen sich in der Initiation / Ascension (Hochzeit von Kanaan, wo Wasser [materielles Leben] in Wein [geistiges Leben] verwandelt wird) und aus der Verbindung entsteht etwas NEUES: das CHRISTUS-Bewußtsein – symbolisiert in der Weihnachtsgeschichte, in der Geburt des “Christkindes” im Stall in Bethlehem oder auch angesprochen in den Hinweisen über die “zweite (geistige) Geburt” des Menschen, wie in der Geschichte von “Nikodemus”, der nachts zu Jesus kommt und deswegen nachfragt.

      Abweichungen von der natürlichen “Normalität” der Heterosexualität lassen sich evtl. als – symbolisch zu deutende – “Symptome” der “Krankheit der Gesellschaft” erkennen. Homosexualität z.B. als Hinweis auf die in der “Kollektiven Neurose” typische “Selbst-Bezogenheit” bzw. “Unreife” und Unfähigkeit, das “Andere” (Fremde, Unbekannte) zu lieben.

    • Sarah H. says:

      Die angesprochenen Personenkreise machen nicht mehr als 5% aus? Woher haben Sie denn diese Zahlen? Es wird dem Kind auch nichts nützen, wenn es über die fachlichen Fähigkeiten verfügt, dann aber komplett intolerant ist und seinen dunkehäutigen Mitarbeiter zu diskriminieren beginnt – denn heute werden auch Social Skills und Teamgeist erwartet. Beides – die Erziehung des Kinders aus pädagogischer, wie auch didaktischer Ebene ist Aufgabe des Lehrers.

      Also bitte, Herr Braun, ihre Denkensweise ist ja sehr einseitig. Wenn sie ein Kind bekommen, dass lebisch oder schwul ist, schicken sie es dann auch in ein Umerziehungscamp, nur damit dabei was rauskommt? Bei Aufklärung und Toleranz kommt etwas ganz Wichtiges und Essentielles heraus – nämlich, dass sich die Menschen mit ihrer Sexualität, ob hetero, schwul, lesibisch, was auch immer, wohl fühlen. Es gibt Frauen oder Männer, die können keine Kinder zeugen – bei denen kommt also auch nix raus, genau so gibt es Frauen und Männer, die wollen gar nicht, dass bei ihnen was raus kommt.

      Können Sie sich denn vorstellen zum Schwulsein umerzogen zu werden? Vermutlich nicht. Genau so geht es wohl einem Schwulen, wenn man ihn versuchen will zu Heterosexualität umzuerziehen.

      Ich bin keineswegs für Indoktrination, aber Aufklärung über verschiedene Formen der Sexualität fallen bestimmt nicht darunter.

      • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

        @Sarah H.

        “Es wird dem Kind auch nichts nützen, wenn es über die fachlichen Fähigkeiten verfügt, dann aber komplett intolerant ist und seinen dunkehäutigen Mitarbeiter zu diskriminieren beginnt – denn heute werden auch Social Skills und Teamgeist erwartet. Beides – die Erziehung des Kinders aus pädagogischer, wie auch didaktischer Ebene ist Aufgabe des Lehrers.”

        Wenn Sie Recht haben, dann spricht das dafür, dass die Betrachtung ausgewählter (!) sexueller Spielarten in öffentlichen Schulen unnötig ist, denn das Leben wird ja jede/n lehren, dass Intoleranz nicht normalerweise nicht weiterführt.

        Aber haben Sie Recht? Intoleranz führt in einem bestimmten gesellschaftlichen Klima doch anscheinend sehr weit: wenn ein Kind lernt, nicht selbst zu denken und das nachzuplappern, was die Lehrkraft kraft ihres Amtes für “gut”, “richtig”, “schön”, irgendwie “wertig” erklärt hat (wie freiwillig sie selbst das tut, ist auch so eine Frage, die noch zu berücksichtigen wäre), und es irgendwie den Anschein erwecken kann, es würde der vorgegebenen Interpretation von Toleranz und Nicht-Diskriminierung folgen, dann eignet es sich derzeit anscheinend prinzipiell für gute Benotung, eine Gymnasialempfehlung, für einen Werdegang in den Medien oder in den etablierten politischen Parteien oder der Unzahl ihrer An-Institute und Projektchen. Es lernt: Nachplappern, was als “gut” und “richtig” vorgegeben wird, lohnt sich. Wer etwas anderes sagt, der gefährdet den Status, der duch stupides Nachplappern erreicht wurde, und deshalb wird das Kind zunehmend intolerant werden gegen diejenigen, die nicht nachplappern wollen und alternative Ideen oder Argumente formulieren.

        Gerade das wollen Sie doch aber auch nicht, wenn ich Sie richtig verstanden habe. Es ist in der Realiät und aus logischen Gründen unmöglich, durch Vorgaben zur Toleranz zu erziehen, so wenig, wie man jemanden mit vorgehaltener Waffe zur Spontanität auffordern kann. Toleranz ist eine große persönliche Leistung, die man im Laufe seines Lebens und aufgrund von Lebenserfahrungen erbringen kann. Je größer der Druck, den die gesellschaftlichen Strukturen, die einen umgeben, in eine bestimmte Richtung ausüben, ist, desto kleiner wird die Möglichkeit, aber auch die Notwendigkeit, von Toleranz. Wie soll ich sagen, vielleicht so: wenn erst einmal alle derselben Auffassung darüber sind, was “gut” und “richtig” und “wertig” ist, oder das zumindest heucheln, dann sind wir in einer vollständig totalitären Gesellschaft angekommen, die überhaupt keine Toleranz mehr braucht, denn es gibt ja keinen mehr, der anders denkt.

        Wir sollten festhalten, dass wir alle hier viel mehr gemeinsam haben, als wir selbst vielleicht denken: wir alle wollen keine Intoleranz, aber wir sind offensichtlich unterschiedlicher Auffassung darüber, wie sie verhindert bzw. ob oder wie Toleranz systematisch und nach “Rezept” hergestellt werden kann. Als Soziologin und angesichts vieler historischer Beispiele bin ich überzeugt, dass eine solche nahezu industirelle Produktion von Toleranz (gleich welcher inhaltlichen Spielart) nicht möglich ist.

  10. qed says:

    Dem einen oder anderen mag schon aufgefallen sein, was denn unsere grünroten Apostel und Eiferer immer so mit dem Teilchen da unten und dem Gefickeundso haben, sie anscheinend an gar nichts anderes mehr denken können und es ihnen so wichtig erscheint, daß dergleichen nunmehr auch bereits im Kindergarten unterrichtet und beübt werden muß.
    Nun, sowohl Stinos (Stinknormale) als auch medizynisch Beschlagenen kommen sofort diverse Psychopathologika in den Sinn bei derlei Auffälligkeiten- man kennt von alters her die Schwachsinnigen, die wie die Bonobos und Schimpansen im Zoo coram publico sich gerne einen runter holen und mit dem Ergebnis ihrer Bemühungen allerlei Kurzweil treiben, Fäkulentes für bahnbrechend interessant halten und zum Malträtieren jenes Teilchens in Doktorspielchen neigen- kurzum infantile Züge an den Tag legen, die sich halt nicht ‘verwachsen’ haben, wie es nach Durchleben der Pubertät üblicherweise der Fall ist. Besonders auffällig erscheint mir in der Hinsicht die sog. ‘grüne Jugend’, aber wie die Skandale der letzten Monate zeigten und wie wir eh befürchteten, sind auch Altgrüne als latente oder manifeste Päderasten diesem Stadium des hormonellen Irreseins so wenig entwachsen wie gestandene Psychotiker, die ihre Pillen absetzen, nur um sich wieder ausführlich ihrem Teilchen widmen zu können und dabei die kühnsten Einfälle haben- die Komorbidität ‘sexuell anders Orientierter’ mit schwerwiegenden psychischen Erkrankungen ist jedenfalls evident.
    So nimmt es auch nicht Wunder, wenn die geistigen alter ego unserer gesellschaftlichen Brandstifter, die Neomarxisten eine abgöttische Gläubigkeit gegenüber selbst krudesten Thesen der Psychoanalytiker entwickelten ( so manch einer war in der ‘Frankfurter Schule’ mit von der Partie) und uns erstaunt nicht weiter, daß sie in großem Stile ihr pupertäres homotransqueer- Gangbang- Gehabe dem Volk oktroyierten sowohl in der jungen Sowjetunion als auch anderswo (George Lucas in Ungarn)- mit katastrophalen Folgen übrigens, die Syphillis entvölkerte ganze Landstriche wie im Mittelalter.

    Es ist nunmehr erfreulich, wenn nun auch arrivierten Akademikern gewisse Zusammenhänge klar werden, wie Amendt in seinem jüngsten Buch zu erkennen gibt:
    “[Der Feminismus]… ist wie die Kommunistischen Kleingruppen ein Zerfallsprodukt der 68er und genau so autoritär wie diese. Sowohl gegenüber der Außenwelt wie in seinem Innenverhältnis. Im Feminismus haben viele den Ton vorgegeben, deren Psychosexualität sie mit dunklem Ärger über alles Männliche und einer folgenreichen Fiktion ausstattete …”
    http://www.freiewelt.net/interview/geschlechterdebatte-neue-variante-der-hexenverfolgung-10020642/

    Vielleicht schreibt man in aufgeklärteren Zeiten mal eine Abhandlung über die geistige Depravation der Linken und ihrer Auswüchse, die durch abnorme Fixierung auf alles Geschlechtliche imponierte und deren Behandlung als infantile Persönlichkeitsstörung mit Borderline- Zügen so schwierig ist: Leider reicht halt da die Haloperidoldröhnung wie beim Psychotiker nicht aus.
    Wahrscheinlich muß erst wieder ein Dr. Guillot daherkommen…

    • qed says:

      Mein Post ist noch nicht veröffentlicht, da wird es schon bestätigt durch die Nachricht, der Urheber der Petition sei mit einer Strafaanzeige bedacht worden (Dank an Conny bei den Gelben):

      http://www.focus.de/politik/deutschland/petition-im-laendle-eingereicht-unterschriften-protest-baden-wuerttemberger-wollen-keinen-unterricht-ueber-homosexualitaet_id_3525829.html

      Das paßt zur Schwulenlobby wie Arsch auf Eimer! Nochmals Amendt: “…und genau so autoritär wie diese. Sowohl gegenüber der Außenwelt wie in seinem Innenverhältnis.”
      Wobei die Schwulenpropaganda selbstredend zur feministischen Ideologie gehört.

      Ich fordere sofort und ultimativ, die sexuellen Vorzüge knuspriger südostasiatischer Nutten gegenüber vertrockneten Feministinnen und weißen Walinnen im Schulunterricht vorurteilsfrei und ausgiebig zu behandeln!

      • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

        @ped

        “Mein Post ist noch nicht veröffentlicht, da wird es schon bestätigt durch die Nachricht, der Urheber der Petition sei mit einer Strafaanzeige bedacht worden”

        Das ist hoffentlich ein Witz, oder? Wenn nicht, dann bin ich aber wirklich – so betroffen, dass es sogar mir gerade die Sprache verschlägt!

        Die Kämpfer für Toleranz sind so intolerant, dass sie Leute mit anderen Auffassungen mit Rechtsfolgen bedrohen und kriminalisieren wollen!?!?!?!?!

        Bitte, Götter, ob ihr existiert oder nicht, macht, dass das nicht wahr ist! Ich will einfach nicht in einem riesengroßen Irrenhaus, bestückt mit lebendigen Zeitbomben, leben müssen!

        • SH001 says:

          Leider ist es wahr, Strafanzeige (die im Sandverlaufen wird da hier Grundrechte in Ansprch genommen wurden, GG Art. 17 und Art. 5) und eine Diensaufsichtsbeschwerde, deren Ausgang offen ist da hier die Politik direkt einfluss nehmen kann.

  11. Pingback: BaWü: Wenig Demokratie im Ländle – Strafanzeige gegen Petition-Initiator gestellt | LW-Freiheit

  12. a.behrens says:

    So, die Petition hat es in den Spiegel gebracht(*). Ich werde jetzt auch zeichnen.

    Begründung: Der menschliche Körper als solches, einschließlich der menschlichen Sexualität ist für mich sehr wohl Bestandteil eines sinnvollen Bildungsplanes. Einfach deshalb, weil der Körper als auch Sexualität ein wesentlicher Teil des Menschseins ist.

    Zu viel ist es aber, wenn sexuelle Besonderheiten von kleinen Randgruppen _wesentlicher_ und _fächerübergreifendes_ Ziel des Bildungsplanes werden.

    Ich beantrage hiermit außerdem, dass die Online-Redaktion des Spiegel in >>Die Liste<< aufgenommen wird.

    Begründung: Die Darstellung des Spiegel ist stark ideologisch, einseitig, manipulativ und tatsachenverdrehend. Vor allem aber: In Anbetracht des wahrscheinlich zu erwartenden starken Widerspruchs wurde, wie immer bei solchen Artikeln, das Onlineforum deaktiviert.

    Leserzuschriften (und darum handelt es sich bei einem Onlineforum) sind wesentlicher Teil einer modernen Medienlandschaft und wesentlich für die demokratische Meinungsbildung. Mit der Zensur von begründeten aber unliebsamen Meinungsäußerungen bzw. der Unmöglichmachung von Meinungsäußerungen werden aktiv Meinungen Andersdenkender unterdrückt, werden Meinungen aktiv aus dem öffentlichen Diskurs ausgeschlossen. Punkt 1 und 2 sind erfüllt. Die Zensur bzw. Unterdrückung erfolgt ohne Begründung und ohne Möglichkeit der Gegenwehr. Punkt 3 ist erfüllt.

    Grundsätzlich gestehe ich Redaktionen ein Hausrecht zu. Allerdings ist das Online-Forum der wichtigstes deutschen Politik-Zeitschrift wesentlicher Teil der politischen Meinungs- und Willensbildung, beeinflusst sowohl die Entscheidungen von Privatleuten als auch Politikern und unterliegt somit einer besonderen Verantwortung.

    Die Begründung sollte als Diskussionsgrundlage für eine Kandidatur ausreichen, für einen festen Listenplatz vermutlich nicht. Falls der Kandidatur zugestimmt wird, aber weitere Beweise benötigt werden, würde ich mich bereit erklären diese Beweise zu beschaffen.

    (*)http://www.spiegel.de/schulspiegel/bildungsplan-baden-wuerttemberg-lehrer-hetzt-gegen-sexuelle-vielfalt-a-942653.html

  13. Pingback: Vorreiter in Sachen Totalitarismus: Baden-Württemberg ist queer | Kritische Wissenschaft - critical science

  14. Pingback: Bildungsplan unter der Ideologie des Regenbogens? | Mein Senf

  15. qed says:

    Protestnote

    Ich bin schwer übergangen worden mit meiner Passion! Dabei ist unsereins ganz dolle unterdrückt wie die ganzen Schwulosadopäderasten bei den Grünen, die wie vom Erdboden verschluckt sind!

    Ich klage an, daß der fuckin’ LSBTTI uns Nutto-, Pädo-, Inzesto-, Sodomo-, Kopro- und Nekrophile dreist übergangen hat! Ganz zu schweigen von unseren Kanibalen, deren Rotenburger Ikone im Kerker schmachten muß wie die selbstlosen Erlöser armer Kinderseelen, die echt fast lebenslang weggeknastet werden, wo sie doch den armen Würmchen soviel Leid erspart haben!
    WIR sind es, die ausgegrenzt und stigmatisiert werden wegen einer gleichberechtigten, wahrhaft vielfältigen, bunten sexuellen Orientierung, die mindestens genausoviel Anspruch auf Respekt haben wie alberne Afterfreunde und Golden Shower- Warmduscher, Sadomasodarstellerlaien, Verstümmelungsliebhaber und solche, die zu blöd sind zu kapieren, in welches Kareé sie gehören und gerne mal hier, mal dahin switchen in ihrem neurototussigen Arrangement!
    Es kann nicht sein, daß diese WIRKLICHE Vielfalt Schülern nicht ausführlich erläutert und als dominante Querschnittsaufgabe vermittelt wird anstatt dumpfem, patriarchalem Lesen, Schreiben, Rechnen, herumschwulen, kastrieren, vaginisieren und ähnlich unterdrückerischen Machtinstrumenten des Bürgerlichen sklavisch unterworfen zu werden!
    Nieder mit dem LSBTTI!!

  16. Pingback: Vorreiter in Sachen Totalitarismus: Baden-Württemberg ist queer | Schwäbisch Gmünd Nachrichten

  17. fhutf says:

    Ichl finde das das sexuelle Leben nicht ausgebreitet werden soll.das soll auch nicht ein Hauptthema in der Schule werden.ich finde heutzutage sind Kioder wissen mehr als wie die es zugeben.jedes Kind soll für Sich entscheiden wann der richtige Zeitpunkt ist um sich mit diesem Thema zu beschäftigen.wenn das Kinds bereit ist wird sie ssich schon óffnen und sie wird sich einer vetrauensperson anvertrauen.

  18. Pingback: Homo-Mania | Kritische Wissenschaft - critical science

  19. Pingback: Demos-Phobia: Die Angst der angeblichen Demokraten vor der Demokratie | Kritische Wissenschaft - critical science

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  21. freedomveg says:

    Hat dies auf freedomveg rebloggt.

  22. Pingback: Hetero-Umerzieher Szene und Homo-Heiler Szene: Eine kleine Anfrage an die Grünen | Kritische Wissenschaft - critical science

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