Homosexuelle begehen nicht häufiger Selbstmord als Heterosexuelle

Methodisch qualtitätvolle Studien lassen kein erhöhtes Suizidrisiko Homosexueller erkennen, aber eine erhöhte Sterblichkeit aufgrund von HIV-Infektionen

Teil II, hier geht es zu Teil I

Die methodischen Mängel, die Muehrer im Jahr 1995 bei seiner Durchsicht der Literatur zum Zusammenhang zwischen Suizid(risiko) und sexueller Orientierung festgestellt hat, muss man auch der aktuelle(re)n Literatur zum Thema bescheinigen. Wie bereits in Teil I beschrieben, ist dies nicht sehr überraschend, weil der Zusammenhang schwierig zu erforschen ist: Nicht-Heterosexuelle sind nach wie vor eine seltene Population im statistischen Sinn, und die soziale Erwünschtheit des Zusammenhangs bzw. der Interventionen, die durch ihn begründet werden sollen, und damit der Anreiz, weiterhin (mehr) methodisch einfältige und unzureichende Studien durchzuführen, ist seitdem und im Zuge politischer Korrektheit und guter Finanzierungschancen für Minderheitenforschung nicht geringer, sondern größer geworden.

suicide solutionBesonders die Messung des Suizidrisikos bleibt auch in neueren Studien ein Problem. So haben beispielsweise de Graaf, Sandfort und ten Have (2006) eine Studie auf der Basis einer repräsentativen Stichprobe der niederländischen Bevölkerung im Alter von 18 bis 64 Jahren, die Daten von 2.878 Männern und 3.120 Frauen bereitstellt, durchgeführt und (löblicherweise, denn eine sexuelle Orientierung kann ja veränderlich sein) die sexuelle Orientierung durch Erfragung des sexuellen Verhaltens im Verlauf des Jahres vor der Befragung gemessen, aber leider eine sehr weiche Messung von Suizidität vorgenommen. Sie erfassen sie nämlich durch Fragen nach Todeswünschen, nach Selbstmordgedanken und nach absichtlicher Selbstverletzung irgendwann im Leben der Befragten. Diese Studie ergibt einen Zusammenhang zwischen allen Indikatoren für Suizidität und sexueller Orientierung bei Männern, aber nur zwischen einem Indikator – Selbstmordgedanken – und sexueller Orientierung bei Frauen, und zwar in der erwarteten Richtung, d.h. dass die so gemessene Suizidität bei Homosexuellen größer ist.

Diese Studie ist aber insofern interessant als in ihr getestet wird, ob der Zusammenhang verschwindet, wenn danach kontrolliert wird, ob irgendwann im Lebensverlauf eine psychische Erkrankung aufgetreten ist. Die Autoren der Studie kommen zu dem Ergebnis, dass der beobachtete Zusammenhang zwischen Todeswünschen, Selbstmordgedanken sowie absichtlicher Selbstverletzung einerseits und sexueller Orientierung andererseits bei Männern statistisch signifikant bleibt, aber bei Berücksichtigung psychischer Erkrankung schwächer wird, und bei Frauen der Zusammenhang zwischen Selbstmordgedanken und sexueller Orientierung verschwindet. Daraus schließen die Autoren, dass der Zusammenhang zwischen Todeswünschen und Selbstmordgedanken sowie absichtlicher Selbstverletzung einerseits und sexueller Orientierung andererseits nur zum Teil durch psychische Erkrankungen vermittelt ist (de Graaf, Sandfort & ten Have 2006: 253).

Es gibt u.W. bis heute nur zwei Studien, die sich bemüht haben, das Problem der Messung der Suizidität zu lösen, indem sie ihre Analysen auf tatsächliche Todes- bzw.  Selbstmordfälle aufbauen, und diese Studien geben keinen Anlass dazu, von einer größeren Suizidgefährung Nicht-Heterosexueller oder bestimmter Gruppen von Nicht-Heterosexuellen auszugehen:

House of Mirth

Famous Suicides: Lily Bart

Bereits ein Jahr, nach dem die Übersicht über die existierende Forschungsliteratur zum Zusammenhang zwischen Suizid(risiko) und sexueller Orientierung von Muehrer – mit vernichtendem Ergebnis – vorgelegt wurde, also im Jahr 1996, haben Shaffer et al. die Ergebnisse ihrer Studie präsentiert, die damals insofern einzigartig war als sie erstmals auf der Untersuchung von tatsächlichen Selbstmordfällen und einer unselegierten Stichprobe beruhte:

„It has been suggested that there is a strong relationship between suicidal behavior and homosexuality in adolescence. It has been further suggested that it is due to the stigmatization and feelings of isolation that are experienced by many gay adolescents. Much of the literature that has given support to these hypotheses has been conducted on uncontrolled nonrepresentative samples and its generalizability is open to question. An opportunity to examine the relationship in an unselected sample arose in a case control, psychological autopsy study of 120 of 170 consecutive suicides under age 20 and 147 community age, sex, and ethnic matched controls living in the Greater New York City area”  (Shaffer et al. 1996: 64).

Death on the Nile

Famous Suicides: Jacqueline de Bellefort

Homosexualität wurde in der Studie dadurch festgestellt, dass Befragte danach gefragt wurden, ob sie homosexuelle Erfahrungen gemacht hatten oder von sich sagen, dass sie eine homosexuelle Orientierung hätten. In der Studie traf dies nur auf drei Jugendliche zu, die Selbstmord begingen, und auf keinen Jugendlichen in der Kontrollgruppe. Die Ergebnisse der Studie fassen die Autoren wie folgt zusammen:

„The difference was not significant. The circumstances of death were examined and are described. In no instance did suicide directly follow an episode of stigmatization. All three suicides had evidence of significant psychiatric disorder before death. In spite of opportunities for biased reporting, it is concluded that this study finds no evidence that suicide is a common characteristic of gay youth, or that when suicide does occur among gay teenagers, that it is a direct consequence of stigmatization or lack of support” (Shaffer et al. 1996: 64).

Die zweite Studie, die auf tatsächlichen Todesfällen (und darunter Selbstmorden) beruht, ist eine neuere Studie von Cochran und Mays aus dem Jahr 2011. Sie bezieht sich nicht wie die Studie von Shaffer et al. auf Jugendliche, sondern auf Erwachsene und stützt sich außerdem auf eine deutlich breitere Datenbasis, nämlich auf Daten von 5.574 amerikanischen Männer im Alter von 17 bis 59 Jahren, von denen 5.292 angaben, Sex nur mit weiblichen Partnern zu haben, von denen 85 Männer angaben, nur mit Männern Sex zu haben, und von denen 197 Männer angaben, keine Sexualparter zu haben. Über einen Zeitraum von 18 Jahren hinweg wurde beobachtet, wer von diesen Männern warum verstorben ist, und es zeigte sich:

“Compared with heterosexual men, MSM [für ‘men having sex with men only’] evidenced greater all-cause mortality. Approximately 13% of MSM died from HIV-related causes compared with 0.1% of men reporting only female partners. However, mortality risk from non–HIV-related causes, including suicide, was not elevated among MSM” (Cochran & Mays 2011: 1133).

Othello

Famous Suicides: Othello

Diese Studie ermöglicht also den Vergleich zwischen heterosexuellen und homosexuellen Männern und basiert auf tatsächlichen Todesfällen, unter denen Selbstmorde als solche identifiziert werden können, weshalb das Suizidrisiko nicht durch die erfragte Erinnerung an vage Konzepte wie „Selbstmordgedanken“ retrospektiv, also (z.T. sehr weit) im Nachhinein, gemessen werden, sondern de facto errechnet werden kann. Erst auf der Basis solcher Daten wird erkennbar, wie selten das Ereignis „Suizid“ tatsächlich ist: die Autoren haben im Verlauf der achtzehn Jahre, genau: zwischen 1988 und 2006, nur 18 Selbstmorde beobachten können. Die Seltenheit des Ereignisses „Suizid“ bedeutet aber auch, dass selbst in einer Studie mit einer hohen Fallzahl – hier: 5.574 Befragte – Zusammenhänge zwischen Selbstmord und soziodemographischen Variablen – hier: sexuelle Orientierung – nur sehr unzuverlässig zu konstatieren sind, obwohl die Autoren der Meinung sind, dass

„[a]lthough suicide-related deaths were relatively rare in the NHANES III sample (n=18), if they occurred among homosexually experienced men at the same rate reported in the recent study of Danish men in registered domestic partnerships, it would have been detectable in the current study” (Cochran & Mays 2011: 1136).

Jedenfalls können die Ergebnisse von Cochran und Mays als Hinweis darauf gelten, dass das Suizidrisiko durch retrospektive Fragen nach Selbstmordversuchen oder sogar nur Selbstmordgedanken nicht zuverlässig erfasst werden kann:

„These findings indicate that the elevated rates of attempted suicide seen among men with minority sexual orientation in numerous studies, and in the NHANES III sample in particular, may not be matched by a similar elevated risk for suicide mortality” (Cochran & Mays 2011: 1136).

Oder anders ausgedrückt: Nicht-Heterosexuelle oder zumindest Homosexuelle haben kein höheres Suizidrisiko als Heterosexuelle, aber vielleicht eine größere Neigung dazu, Selbstmordversuche, -pläne oder –gedanken zu berichten, wenn sie danach gefragt werden. Vorliegende Studien weisen hierauf hin, aber weil sie in der Regel auf selegierten Stichproben und sehr niedrigen Fallzahlen beruhen, lässt sich das (nach wie vor) nicht mit Sicherheit sagen.

Wrath of Khan

Famous Suicides: Cptn. Clark Terrell

Wenn tatsächliche Todesfälle und nicht nur Selbstmorde, betrachtet werden, dann wird auch erkennbar, dass mit Bezug auf Homosexuelle ein ganz anderes Sterberisiko relevant ist als dasjenige durch Selbstmord, nämlich das Risiko, an den Folgen einer HIV-Infektion zu sterben, und dies sollte für Interventionsfreudige doch eigentlich von großem Interesse sein. Dennoch spielt dieses Sterberisiko in der öffentlichen Debatte um die Konfrontation von Schülern mit nicht-heterosexueller Sexualität bzw. entsprechenden Lebensentwürfen keine Rolle – es wird im Zuge der Werbung für „den Regenbogen“ wohl als eher kontraproduktiv empfunden, obwohl es zweifellos im Interesse von Nicht-Heterosexuellen wie Heterosexuellen wäre, wenn über dieses Sterberisiko besser aufgeklärt würde.

Statt des erhöhten Risikos einer HIV-Erkrankung bei Homosexuellen wird im öffentlichen Diskurs und vor allem von Politikern, Interessenverbänden und Multiplikatoren gerne die (tatsächliche oder vermeintliche) Stigmatisierung und Diskriminierung Nicht-Heterosexueller in der Gesellschaft thematisiert und sogar als relevante Ursache für die das vermeintlich erhöhte Suizidrisiko von Nicht-Heterosexuellen benannt. Wie steht es um diesen Zusammenhang?

Insofern bislang keine methodisch anspruchsvolle Studie ein erhöhtes Suizidrisiko von Nicht-Heterosexuellen feststellen konnte, erledigt sich die Frage nach den Gründen hierfür eigentlich von selbst. Weil aber zu erwarten ist, dass sich Politikern, Interessenverbänden und Multiplikatoren schwer tun werden, Fehler oder eine ideologisch begründete Interessenlage einzugestehen, und daher statt auf ein erhöhtes Suizidrisiko auf einen erhöhten psychischen Leidensdruck durch Stigmatisierung und Diskriminierung, der zu größeren psychischen Problemen führen soll, verweisen werden, wollen wir noch darauf eingehen, was die empirische Forschung zu diesen Zusammenhängen zu sagen hat (dazu Teil III).

©ScienceFiles, 2014

Literatur:

Cochran, Susan D. & Mays, Vickie M., Sexual Orientation and Mortality Among US Men Aged 17 to 59 Years: Results From the National Health and Nutrition Examination Survey III. American Journal of Public Health 101, 6: 1133-1138.

De Graaf, Ron, Sandfort, Theo G. M. & ten Have, Margreet, 2006: Suicidality and Sexual Orientation: Differences Between Men and Women in a General Population-Based Sample From The Netherlands. Archives of Sexual Behavior 35, 3: 253-262.

Schaffer, David, Fisher, Prudence, Hicks, R. H., Parides, Michael & Gould, Madelyn, 1996: Sexual Orientation in Adolescents Who Commit Suicide. Suicide and Life-Threatening Behavior 25, s1: 64-71.

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Unsinn der Woche: Pro-Quote in der Medizin

Stammleser, die ScienceFiles folgen, werden sich vielleicht gefragt haben, warum wir keinen Beitrag zur Frauenquote, die nunmehr per Gesetz und im Schnelldurchgang implementiert werden soll, gebracht haben. Der Grund dafür ist leicht zu benennen: Wir haben schon alles zur Frauenquote geschrieben, was es dazu zu schreiben gibt.

    Eine Frauenquote, die Unternehmen aufgezwungen wird, ist:

  • ein Verstoß gegen das Prinzip der unternehmerischer Freiheit,
  • ein Verstoß gegen das meritokratische Prinzip, denn belohnt wird per Gesetz Geschlecht und nicht Leistung,
  • krudes Nutznießen von weißen Mittelschichtsfrauen, die offensichtlich von sich denken, sie hätten nicht genug Kompetenz und fachliche Qualifikation vorzuweisen, um ohne Quote in entsprechende Positionen zu kommen,
  • und weil dem so ist, ist die Frauenquote ein Race-to-the-Bottom, eine Selbstselektion, bei der leistungsfähige und kompetente männliche und weibliche Personen abgeschreckt und nicht oder wenig leistungsfähige bzw. kompetente weibliche Personen angezogen werden.

Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Wer das jeweilige Explanans zu diesen Konklusionen lesen will, der sei auf die folgenden Beiträge verwiesen:

  1. Warum man als Frau gegen eine Frauenquote sein muss: Journalisten fragen, Dr. Diefenbach antwortet.
  2. Fiktion und Fakt: Einmal mehr erweist sich die Frauenquoten-Saga als Lüge
  3. Alles Lüge: Feministisches Rent-Seeking durch Frauenquoten
  4. Eine Frauenquote ist rational nicht begründbar
  5. Die gesellschaftlichen Kosten einer gesetzlichen Frauenquote
  6. Wer ist eigentlich für eine Frauenquote?

Wenn wir mit diesem Post unser bisheriges Schweigen brechen, dann deshalb, weil uns ein Hinweis auf einen selten dummen Text in die Mailbox geflattert ist, der nur ein Ergebnis haben kann:

Die Auszeichnung zum “Unsinn der Woche”.

Pro quoteweb-100Dabei handelt es sich um einen von “Ärztinnen und Wissenschaftlerinnnen, Medizinstudentinnen und Frauen aus unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft und des Gesundheitswesens” (man beachte die Hierarchie in dieser Abfolge!) unterzeichneten Offenen Brief, der wirklich an Unsinn kaum zu übertreffen ist.

Damit unsere Leser auch in den vollen Genuss der gesammelten Ladung von Unsinn kommen, hier der Offene Brief im Wortlaut:

“Sehr geehrter Herr Bundesminister, Dekane, Präsidenten, Direktoren und Vorstände!

[Absatz 1]Die Zukunft der Medizin ist weiblich. Heute sind mehr als 60 Prozent der Studierenden im Fach Medizin Frauen. Auf den Führungspositionen der Medizin stagniert die Quote von Ärztinnen seit Jahren unter 10%, an der Spitze stehen über 90% Männer.

[Absatz 2]Erst wenn auch Ärztinnen an entscheidenden Stellen tätig sind und Therapiekonzepte und Strukturen gestalten, werden wir den Gegebenheiten und Anforderungen unseres Gesundheitswesens gerecht – denn auch mehr als die Hälfte unserer Patienten sind weiblich!

Es ist Zeit etwas zu ändern.

[Absatz 3]Wir fordern, dass Führungspositionen in Universitätskliniken und Krankenhäusern und in allen Gremien der Universitäten und der ärztlichen Selbstverwaltung im Laufe der nächsten fünf Jahre zu 40%, bis 2023 zu 50% mit Frauen besetzt werden – und zwar auf allen Hierarchiestufen.

Wir freuen uns auf eine baldige Antwort von Ihnen, die wir auf unserer Website
www.pro-quote-medizin.de veröffentlichen möchten.

Mit freundlichen Grüßen
Die Unterzeichnerinnen”

Wo soll man anfangen? Am besten wir gehen absatzweise vor:

Absatz 1:

Double facepalmWenn die Zukunft der Medizin weiblich ist, weil derzeit 60% der Studenten im Fach Medizin Frauen sind und man der Ansicht ist, dass man die 40% Männer, die Medizin studieren eben einmal als marginale und nicht weiter beachtenswerte Gruppe ansehen kann, dann hat dies dennoch überhaupt nichts mit der Tatsache zu tun, dass heute, also jetzt, 90% der “Führungspositionen der Medizin” mit Männern besetzt sind. Nach wie vor, auch wenn es in der Teilchenphysik Experimente gibt, die die Zeit zurückdrehen können, ist Zeit für die meisten Menschen ein Prozess, der aus der Vergangenheit kommt und über die Gegenwart in die Zukunft verläuft. Wenn man also nicht argumentieren will, dass die 60% weiblichen Studenten sofort auf Führungspositionen gehievt werden müssen, weil sie aus eigener Kraft und aufgrund eigener Qualifikation und vielleicht auch wegen mangelnder Motivation weder bis 2020 noch bis 2023 dazu in der Lage sein werden, dann macht der erste Absatz schlicht und ergreifend keinen Sinn.

Absatz 2

scully facepalmDer im zweiten Absatz enthaltene Biologismus sollte jeden dazu veranlassen, sich die Namen der Unterzeichnerinnen genau zu merken und dann, wenn er als männlicher Patient mit einer der Unterzeichnerinnen als behandeltem Arzt oder Zahnarzt konfrontiert ist, das Weite zu suchen, sind die Unterzeichnerinnen doch der Ansicht, dass weibliche Patienten nur von weiblichen Ärzten behandelt werden können, da nur diese in der Lage sind, die relevanten Therapiekonzepte und Strukturen zu entwickeln.

Wer einen derartigen Unsinn schreibt oder unterschreibt, wer tatsächlich der Ansicht ist, ein entzündeter Blinddarm könne nur von einem weiblichen Arzt fachgerecht aus einem weiblichen Körper entfernt werden, der hat damit nicht nur belegt, dass sein intellektuelles Niveau irgendwo zwischen Unsinn und Wahnsinn oszilliert, sondern auch, dass er eine wandelnde Bedrohung im Arztkittel ist, die vor allem für männliche Patienten gefährlich werden kann. Vielleicht sollte man vor diesem Hintergrund, die rund 19.000 durch Behandlungsfehler Getöteten und die rund 190 000 durch Behandlungsfehler Verletzten, die der AOK Krankenhausreport 2014 benennt, daraufhin untersuchen, ob der behandelnde Arzt weiblich war.

Absatz 3

run for your lifeOffensichtlich sind die Unterzeichnerinnen der Ansicht, allein ein abgeschlossenes Studium in Verbindung mit einem weiblichen Geschlecht qualifiziere den Inhaber dazu, eine Führungsposition einzunehmen. Tatsächliche Leistung und Motivation, nicht zu sprechen von Kompetenz und fachlicher Qualifikation spielen entsprechend keine Rolle. Wer derartiges in die Welt setzt, bei dem sind entsprechende Rückschlüsse darauf, welche Kompetenzen und fachlichen Qualifikationen er denn vorzuweisen hat, mehr als angebracht, denn offensichtlich sind Kompetenzen und fachliche Qualifikationen bei ihm in einem Ausmaß vorhanden, die einem als Patienten das kalte Grausen bereiten. Offensichtlich sind die Unterzeichnerinnen der Ansicht, ihre eigene Kompetenz und fachliche Qualifikation reiche nicht aus, um in Führungspositionen zu gelangen und entsprechend müsse man mit einer Quote nachhelfen. Einer solchen Ärztin will man doch besser nicht in die Hände fallen.

Deshalb sehen wir es als unsere zivilbürgerliche Pflicht hier auf die Liste der Unterzeichnerinnen zu verlinken, damit Leser, sollten sie jemals in die Lage kommen, einen Arzt zu benötigen und in der Lage sein, ein Wörtchen dabei mitzusprechen, wer sie behandelt, wissen, wen sie besser meiden.

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