Homo-Mania

L-S-Lebenswesen_2013_webKaum ein Tag, an dem nicht das Thema “Homosexualität” durch die Medien geht. Man könnte fast meinen, die Welt dreht sich um die sexuelle Ausrichtung von Menschen, ganz so als gäbe es nichts Wichtigeres im Leben als die Frage: Bin ich homo- oder heterosexuell? Es mag sein, dass diese Frage für Pubertierende einen gewissen Stellenwert hat, aber Menschen, die über die Pubertät hinaus sind, sollten auch über die damit einhergehende Fixierung auf Sexualität hinaus sein.

UnionsAber dem ist nicht so. Sexualität ist in Deutschland wie in den meisten verklemmten Gesellschaften allgegenwärtig, denn über das, was man nicht macht, muss man reden, denn würde man es machen, man hätte keine Zeit und keinen Anlass, darüber zu reden. Sexualität ist ein Fetisch der Aufgeschlossenheit: Wer sich in die Schlafzimmer anderer einmischt oder aus denselben berichtet, zeigt damit, wie modern und offen er ist, jedenfalls glaubt er, dass er das zeigt. Das Thema “Sexualität” hat so hohen Stellenwert angenommen, dass Doro Moritz, die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Baden-Württemberg sich zu folgender bemerkenswerter Aussage versteigt:

“Es ist sicherlich unstrittig, dass Demokratie- und Sexualerziehung zwingender Bestandteil einer umfassenden Bildung und Erziehung sind. Nur eine völlig vorbehaltlose Demokratie- und Sexualerziehung kann aber letztlich dazu beitragen, dass Diskrminierung verlernt, Anerkennung dagegen erlernt wird.”

Wir dürfen von uns behaupten, dass wir eine Vielzahl von Demokratietheorien kennen. Keine davon, kennt einen Zusammenhang mit Sexualerziehung, ja, das Schlagwortverzeichnis aller von uns geprüfter Demokratietheorien von Sternberger bis Sartori kennt nicht einmal das Wort Sex oder ein Wort, das Sex enthält. Das Wissen, dass Demokratie und Sexualität zusammengehören, ist bei allen von uns gepräften Demokratietheoretikern schlichtweg nicht vorhanden. Aber jetzt haben wir ja Frau Moritz, die uns aufklärt und dafür sorgen will, dass wir den Zusammenhang lernen.

Und wir bemühen uns: Wie könnte der Zusammenhang  aussehen? Vielleicht wählen Homosexuelle anders als Heterosexuelle? Vielleicht sind Homosexuelle gegenüber Heterosexuellen nicht offen genug eingestellt, lehnen die Gewährung eines Wahlrechts für Personen, die nicht homosexuell sind, ab? Vielleicht ist auch die Regierungslehre fehlerhaft, weil die entsprechende Verbindung von Sexualität und Demokratie fehlt, und wäre daher um ein homosexuell-heterosexuell repräsentatives Parteiensystem oder eine im Wechsel homo- und heterosexuell präsidentielle Demokratie zu ergänzen? Wer weiß? Vielleicht meldet sich Frau Moritz ja mit einem entsprechenden Beitrag demnächst zu Wort, z.B. in der Zeitschrift für Parlamentsfragen?

Wie dem auch sei, wir wollen heute ein wenig Material zum Bildungsplan 2015 anfüttern, jenem Bildungsplan in Baden-Württemberg, gegen den sich so viel Widerstand regt, weil er ein für alle Mal und ohne Toleranz in den Köpfen der Schüler verankern will, dass homo- und heterosexuelle Paare und all die anderen Formen von Sexualität gleich, gleichgestellt oder was auch immer sind.

Pläne, wie der Bildungsplan 2015, sind der Ausdruck einer Entwicklung, die man nur homo-manisch nennen kann, die Journalisten und Politiker auf der Jagd nach Prominenten, im Moment: prominenten Sportlern, am Besten in einem Männersport wie Fussball sieht, die endlich zugeben sollen, dass sie homosexuell sind.

Die Homo-Mania sieht bei Aktivisten die Augen leuchten, wenn sie ihre Phantasien darüber, was einem als Homosexuellem alles so passieren kann, in Sprache umsetzen, dabei vergessend, dass ihre Phantasien mit der Realität nichts zu tun haben, wie wir in einer Artikelserie gezeigt haben.

Und die Homo-Mania führt dazu, dass angebliche Pädagogen Schulen mit ihren Ergüssen zur Herstellung von Toleranz und Akzeptanz von homosexuellen Menschen überschwämmen. Ergüsse, wie der im folgenden dargestellte, den die GEW Baden-Württemberg zu verantworten hat und der als Anschauungsmaterial dafür dient, was in Schulen ankommen und gelehrt werden wird, wenn der Bildungsplan 2015 umgesetzt wird.

GEW_Lesbisch und schwulDie folgenden Beispiele stammen aus dem Werk: “Lesbische und schwule Lebensweisen – ein Thema für die Schule”. Der Titel, darauf sei explizit hingewiesen, formuliert eine Feststellung, keine Frage. Auf Seite “12_13” (die neue Zählweise, die die Benachteiligung benachbarter Seitenzahlen verhindern soll…) sind dann folgende Weisheiten zu lesen:

“Der folgende fächerübergreifende Unterrichtsentwurf stellt am Beispiel der sexuellen Orientierung dar, wie eine Auseinandersetzung mit Verschiedenheit in der Schule möglich ist. Leitfaden beim Umgang mit Heterogenität ist dabei der Grundgedanke der Inklusion: Vielfalt ist eine Bereicherung.”

Es ist schon erstaunlich, wie felsenfest die Gutmenschen, die für die Rechte von Homosexuellen streiten, davon überzeugt sind, dass Homosexuelle so eine Art Freaks of Nature sind, die halt anders, sind und durch ihre Andersartigkeit eine unüberbrückbare “Heterogenität” schaffen, die man nur durch “Inklusion” lösen kann, also dadurch, dass man den grundsätzlich verschiedenen Homo- und Heterosexuellen erklärt, dass sie sich deshalb nicht hassen müssen. Und wieder sieht man die Homo-Manie in voller Stärke, denn die kurze Passage basiert auf der Prämisse, dass Unterschiede in der sexuellen Orientierung so offensichtlich, so grundlegend und so prägend sind, dass sie schier unüberwindbare Gräben der Heterogenität aufreißen. Homo- und Heterosexuelle verbindet, in den Augen dieser Fanatiker, keine gemeinsame Menschlichkeit, deshalb muss man die Heterosexuellen lehren, wie Doro Moritz meint, die Homosexuellen zu achten.

[Übrigens: Wenn Vielfalt eine Bereicherung ist, dann werden wir demnächst wohl auch Obdachlose, Krebskranke, Alkoholiker, Junkies, Facharbeiter der BASF, Banker, Putzfrauen und geistig Behinderte in Schulen thematisieren bzw. Schüler zum Coming Out aufforden, darüber dass sie, ihr Vater, ihre Mutter Alkoholiker sind, darüber, dass die eigene Familie am Existenzminimum, die Tante Tablettenabhängig ist, der Zweitwagen wegen finanzieller Schwierigkeiten verkauft werden muss usw.: Vielfalt ist eine Bereicherung. Nicht vergessen!]

Aber wie lernt man Toleranz und Achtung vor Homosexuellen im fächerübergreifenden Unterricht ab der Klasse 7? So:

“Baustein II: Sich einfühlen. Ziel: Die Schüler setzen sich mit der sexuellen Orientierung und dem Coming Out auseinander und nehmen Stellung. Ablauf: – Einzelarbeit: Die Mädchen schreiben einen Antwortbrief auf den Hilferuf einer guten Feundin, der gerade klar geworden ist, dass sie lesbisch ist (erst Phase des Coming Out). Entsprechend beantworten die Jungen den Brief eines Freundes. – Gruppenarbeit: Die Schüler tauschen sich in Gruppen über ihre Briefe aus.” (12_13)

Offensichtlich gelten in Schulen immer dann, wenn es darum geht, den wichtigen Zusammenhang zwischen Demokratie und Sexualität zu vermitteln, die demokratischen Grundrechte nicht, z.B: das Briefgeheimnis, was insbesondere misslich ist, weil die Schüler aufgefordert werden, private Briefe über einen höchst intimen Sachverhalt zu schreiben. Wir können hier keine Erziehung zu Toleranz oder Akzeptanz erkennen. Was wir erkennen, ist ein Voyeurismus von homo-manischen, die jede Gelegenheit nutzen, um Einblick in die intimen Welten anderer zu erzwingen.

Die gemeinsamen Seiten 18_19 der GEW-Materialien für Lehrer sind “den Fakten” gewidmet. Und die gehen wie folgt:

“Ein heterosexuell empfindender Mensch liebt einen Menschen des anderen Geschlechts. Ein homosexuell empfindender Mensch liebt einen Menschen des gleichen Geschlechts. Ein bisexueller Mensch hat die Fähigkeit, Menschen beider Geschlechter zu lieben. Nach dem amerikanischen Sexualwissenschaftler Alfred Kinsey sind die Grenzen zwischen den sexuellen Orientierungen fließend. Nur ein geringer Teil der Bevölkerung empfindet rein hetero- oder homosexuell.”

Tina Turner

Click for more information!

Die sexuelle Orientierung ist also Empfindung, keine Tätigkeit. Und Sexualität ist mit Liebe gleichzusetzen, was die Darsteller in der Porno-Industrie vermutlich erheitern wird, aber lassen wird das, wichtig für den weiteren Verlauf ist die augenscheinliche Konfusion, die Homo-Manische mit sich herumtragen: Sie sind der Ansicht, dass Sexualität und Liebe eins sind, und entsprechend ist es für sie eine vorausgehende Entscheidung, ob man homosexuell oder heterosexuell ist, damit man weiß, in wen man sich verlieben kann.

Und weil für homo-mane wie diejenigen, die hinter der Broschüre der GEW stehen, Liebe und Sexualität eins sind, vermutlich deshalb, weil sie nie über ihre Pubertät hinausgekommen sind und weder Kenntnis vom einen noch vom anderen haben (und schon gar nicht von beidem zusammen), kommt es zu einer Reihe Verwechslungen, die – würden nicht Schüler damit traktiert – etwas Erheiterndes hätten. Z.B. beim “Was-wäre-wenn-Spiel” auf den gemeinsamen Seiten 16_17:

“Was wäre wenn … deine Mutter dir erzählte, dass sie lesbisch ist?” Was wäre wenn … deine lesbische Tante dir erzählte, dass sie schwanger ist? Was wäre wenn … dein Vater dir erzählte, dass er schwul ist?”

Homo-Manie geht mit Essentialismus einher: Man ist schwul oder lesbisch (offensichtlich geht es bei der “Wahl” der sexuellen Orientierung also darum, das eigene Wesen zu entdecken). Beides sind tiefe Aspekte des eigenen Wesens, so tief, dass man selbst soziale Kategorien damit beseitigen kann, die offensichtlich dagegen stehen, denn die große Mehrheit der so gefragten Kinder wird über einen biologischen Vater, eine biologische Mutter verfügen, mit denen sie zusammenleben. Entsprechend unverständig werden sie auf derat dumme Fragen reagieren, vor allem, wo sie bis zur entsprechenden Frage doch der Meinung waren, dass ihre Tante zumindest bislang den Anschein erweckt hat, normal zu sein. Aber, in Zeiten der Vielfalt, die trotz aller Vielfalt dennoch der heiligen und wenig vielfältigen Aufgabe der Fortpflanzung gewidmet sind, ist auch die höchste Bestimmung von Lesben die Vermehrung – wie auch immer sie gelingen mag.

Wir wollen unseren kleinen Einblick in die Welt der Homo-Manen, mit der sie demnächst vielleicht durch ihre Kinder konfrontiert werden, auf den gemeinsamen Seiten 20_21 beenden. Hier haben die Hersteller der GEW-Broschüre eine Verfremdungstechnik benutzt, die seit Harold Garfinkel seine Ethnomethodologie begründet hat, verwendet wird, allerdings von den meisten Autoren richtig, d.h. in einer Weise, die es erlaubt, die Vorurteile von Probanden zu ergründen. Die Art und Weise, wie sie in der GEW-Broschüre verwendet wird, ermöglicht es nur, die erschreckenden Vorstellungswelten zu rekonstruieren, in denen die Macher leben müssen.

Die Beispiele stammen aus der Vertiefungsphase und dem darin zu findenden “heterosexuellen Fragebogen” (Es gibt also bei der GEW selbst Fragebögen mit Geschlechtspräferenzen. Wer noch einen Beleg für die Homo-Manie der Ersteller gebraucht hat, hier ist er!)

Wer weiter lesen will, der sei gewarnt, vor dem kalten Grausen, das ihn ereilt.

Text in der GEW-Broschüre Unsere Rekonstruktion der dahinterstehenden Prämissen
“Wann und warum hast du dich entschlossen, heterosexuell zu sein?” Sexualität, die für die Broschürenmacher mit Liebe gleichzusetzen ist, ist eine Frage der Entscheidung. Man setzt sich hin, wägt die Vor- und Nachteile der jeweiligen Orientierungen ab, trifft eine Entscheidung, geht in die Welt und verliebt sich auf Teufel komm’ raus.
“Eine ungleich starke Mehrheit der Kinderbelästiger ist heterosexuell. Kannst Du es verantworten, deine Kinder heterosexuellen Lehrer/innen auszusetzen? Homosexualität ist die erhabene Lebensform. Heterosexualität ist schmutzig und führt zu Übergriffen. Die Sittenlehre der katholischen Kirche hat dies im Mittelalter nicht anders formuliert.
“Was machen Männer und Frauen denn eigentlich im Bett zusammen? Wie können sie wirklich wissen, wie sie sich gegenseitig befriedigen können, wo sie doch anatomisch so unterschiedlich sind?” Nicht nur, sind die Broschüren-Ersteller von einem Voyeurismus getrieben, den man nur als ekelhaft bezeichnen kann, sie haben offensichtlich auch keine Ahnung davon, dass die Befriedigung sexueller Wünsche gerade auf den kleinen anatomischen Unterschieden aufbaut. Poor souls that they are.
“Laut Statistik kommen Geschlechtskrankheiten bei Lesben am wenigsten vor. Ist es daher für Frauen wirklich sinnvoll, eine heterosexuelle Lebensweise zu führen und so das Risiko von Geschlechtskrankheiten und Schwangerschaft einzugehen?” Verhütungsmethoden sind in der Welt der GEW noch nicht angekommen, einer Welt, die von der Überzeugung getragen wird, dass alles Schlechte dieser Welt, also vor allem Geschlechtskrankheiten (und wir wissen ja, wie eng der Zusammenhang zwischen Demokratie und Sexualität für die Homo-Manen bei der GEW ist) von Männern kommt bzw. übertragen wird. Ohne Männer keine Probleme auf dieser Welt, nicht einmal Schwangerschaften…

Uns reicht’s. Wem noch nicht schlecht genug ist, der kann sich die Broschüre der GEW ja in Gänze zu Gemüte führen. Wir wollen es für heute bei der Feststellung belassen, dass es Zeit wird, etwas gegen die Homo-Mania und die Homo-Manischen zu unternehmen, die ihre eigene Deprivation dadurch verarbeiten wollen, dass sie andere stalken, penetrieren und über ihre Sexualität ausquetschen. Da die entsprechenden Lehrmittel in deutschen Schulen zum Einsatz kommen, wäre es zudem an der Zeit, Schulen aus öffentlich-rechtlicher Trägerschaft zu befreien und homo-mane Anstalten wie die GEW von der Erstellung von Lehrmaterialien für Schulen zu bannen.

HIV AIDS GEWEinen Nachtrag können wir uns an dieser Stelle nicht sparen. Die Darstellung homosexueller Lebensentwürfe in der GEW-Broschüre kommt gänzlich ohne einen Verweis auf HIV/AIDS aus. Das ist nicht nur sträflich, sondern gefährlich, denn wenn es einen wissenschaftlich erwiesenen Zusammenhang gibt, dann den einer erhöhten Sterblichkeit von Homosexuellen im Vergleich zu Heterosexuellen, und zwar wegen HIV/AIDS. Homosexuelle sind nach wie vor eine HIV/AIDS-Risikogruppe. Wer dies in seiner Darstellung homosexueller Lebensstile weglässt oder in einer Weise in Abrede stellt, wie dies in der Textbox geschieht, die der GEW-Broschüre entnommen ist, der trägt eine Mitverantwortung für jede neue Infektion mit HIV/AIDS.

P.S.

Es würde uns brennend interessieren, auf welche Daten sich die Macher der Broschüre beziehen. Woher sie ihre Kenntnisse über die “Statistik”, die Lesben seltener mit Geschlechtskrankheiten ausweist als alle anderen, haben. Leider gibt es keine Quellenangabe für die entsprechende Statistik.

Translate »
error: Content is protected !!