Kann sich die Huffington Post keine Journalisten leisten?

Als wir im Jahr 2002 unseren Beitrag “Bringing Boys Back In – Soziale Ungleichheit zwischen den Geschlechtern zu ungunsten von Jungen am Beispiel der Sekundarschulabschlüsse” veröffentlicht haben und damit die Diskussion um die Nachteile von Jungen in der Schule, die man nun einmal nicht leugnen kann, angestoßen haben, die sich bis heute fortsetzt, was unseren Beitrag zu einem der am häufigsten von PeDocs heruntergelandenen Beitrag gemacht hat (wenn nicht zu dem am häufigsten heruntergeladenen), haben manche versucht, die von uns berichteten Ergebnisse zu diskreditieren und lächerlich zu machen. Der Versuch war insofern eine Totgeburt als unsere Ergebnisse auf den Daten des Statistischen Bundesamts und somit auf einer Vollerhebung basieren, die man nicht ohne sich selbst lächerlich  zu machen und als vollkommen ahnungslos auszuweisen, in Frage stellen kann.

Hurrelmann BildungsverliererInteressanter Weise hat die Diskussion dann eine andere Wendung genommen, und es wurde nicht darüber diskutiert, dass Jungen Nachteile im Hinblick auf sekundäre Schulabschlüsse haben und vor allem nicht darüber, was man dagegen tun kann, sondern darüber ob Grundschullehrerinnen daran schuld sind. Denn: Wir haben in unseren Analysen u.a. gezeigt, dass Jungen umso schlechter abschneiden, je weniger männliche Grundschullehrer es gibt. Und was ist schon die Tatsache, dass Tausenden Jungen jährlich die Biographie ruiniert wird, gegen die Frage, ob Grundschullehrerinnen in ihrer reinen Weiblichkeit daran schuld sind?

Dass auf unseren Beitrag zum Teil hitzig und abwehrend reagiert wurde, ist leicht zu erklären: Neue Ideen, die so gut fundiert sind, dass man sie nicht als Unsinn darstellen kann, gefährden den Status Quo der ignoranten Bequemlichkeit, in dem sich viele eingerichtet haben und in dem sie nutznießen. Wandel gefährdet bei denen, die nicht in der Lage sind, ihn konstruktiv zu verarbeiten, die intellektuell über keine Möglichkeit verfügen, Neues in ihrem Gehirn zu integrieren, die materiellen Grundlagen ihrer Existenz.

Entsprechend sind in Situationen, in denen Wandel den Status Quo gefährdet Abwehrreaktionen die Regel. Um mit Leon Festinger zu sprechen: Die kognitive Dissonanz, die zwischen der eigenen ignoranten Bequemlichkeit und der Realität, wie sie sich neu darstellt, entsteht, muss irgendwie behandelt werden. Personen, die intellektuell benachteiligt sind, reagieren entsprechend emotional und wehren die neue Idee in der gleichen Weise ab, in der sich Kinder gegen etwas wehren, das sie nicht essen wollen. Personen, die bislang vom Status Quo profitiert haben, reagieren anomisch, sofern sie nicht sehen, wie sie aus dem Wandel Nutzen schlagen können. Diese Reaktion ist leicht zu erklären, denn wenn man Jahre oder gar Jahrzehnte ein Auskommen auf Kosten Dritter hatte, dann ist es nicht nachvollziehbar, wenn diese Dritten plötzlich die dazu notwendigen Ressourcen nicht mehr bereitstellen wollen.

Transnational

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Als wir unsere Petition gegen den Genderismus an Hochschulen und Schulen gestartet haben, war uns klar, dass wir von der Seite der Genderisten mit ähnlichen Reaktionen zu rechnen haben.

Genderisten lassen sich ihr Auskommen seit Jahrzehnten von Dritten finanzieren, die wiederum keinerlei Nutzen aus ihrer Alimentierung von Genderisten haben. Genderisten haben nunmehr Grund, daran zu zweifeln, dass ihre Alimentierung auch die nächsten Jahrzehnte weiter erfolgen wird und dass sie auch in den nächsten Jahrzehnten niemand fragen wird, welche Gegenleistung sie eigentlich erbringen. Insbesondere von der Frage nach dem Nutzen des Genderismus geht eine latente Gefahr für ihre Nutznießer-Existenz aus.

Und nun kommt ScienceFiles und stellt den nicht vorhandenen Wert von Genderismus bloß und unsere Petition argumentiert, aufbauend auf einer Fülle von Forschungsergebnissen, dass Genderismus nicht nur Ressourcen verschlingt, ohne einen Gegenwert zu schaffen, schlimmer noch: Er schadet der Gesellschaft.

Ein derartiger Angriff muss bei Genderisten zu Reaktionen führen, und weil sie keine Argumente haben, können die Reaktionen nur emotionaler Art sein.

huffington postSo hat sich nun die Huffington Post der Petition angenommen. Unter der Überschrift “Hört auf, Frauen zu fördern”, findet sich ein Beitrag, bei dem man sich fragt, ob es sich die Huffington Post nicht leisten kann, Journalisten zu beschäftigen und deshalb auf offensichtlich im journalistischen Arbeiten völlig unversierte Personen zurückgreifen muss, die ihre Emotion zwischen der vielen Werbung, die die Huffington Post nahezu unlesbar macht, verbreiten.

Der Text beginnt schon mit einem Schnitzer, denn “Hort auf, die Frauen zu fördern” steht in Anführungszeichen, was nahelegt, dass sich der Text, der hier als wörtliches Zitat dargestellt wird, in unserer Petition findet, was jedoch nicht der Fall ist und die Fragen aufwirft: Von wem wird der Autor dafür bezahlt, uns falsche Zitate zu unterstellen? Hat der unbekannte Autor dieses Beitrags die Petition überhaupt gelesen und wenn ja, warum hat er sie nicht verstanden und warum äußert es sich zu Dingen, die er nicht verstanden hat?  Denn dass er sie nicht verstanden haben kann, wird im zweiten Satz seines Textes deutlich, in dem von “irren Forderungen” die Rede ist, die “eine Gruppe von Wissenschaftlern” in ihrer Petition aufstellt.

Nun, wie jeder nachvollziehen kann, der die Petition liest, sind unsere Forderungen alle argumentativ begründet. Wir geben eine Vielzahl wissenschaftlicher Literatur an, auf deren Ergebnisse wir unseren Schluss, dass Genderismus schädlich ist und die daraus resultierenden Forderungen begründen. Ein Schreiber, der eine Argumentation als “irre” bezeichnet, der somit Rationalität als “irre” bezeichnet, muss seinerseits in einem ganz eigenen Diskurs zuhause sein, in einem Diskurs, von dem aus betrachtet die Normalität als Irrsinn erscheint. Ein solcher Diskurs, der wissenschaftliche Normalitäten und Standards in Frage stellt, kann nur seinerseits als irre, und zwar begründet als irre eingeordnet werden.

Wir wollen diese Einordnung zum Anlass nehmen, um mit den Mitteln, die uns die Sozialpsychologie und die Soziologie an die Hand geben, die Frage, was man über den Autoren dieses bemerkenswert hilflosen Textes bei der Huffington Post wissen kann, zu beantworten.

Allen JournalismIn erster Linie handelt es sich um einen Feigling, denn er ist nicht mutig genug, seinen Kommentar mit seinem Namen zu unterschreiben, obwohl dies bei Kommentaren, die eine eigene Meinung wiedergeben, die Normalität ist. Im einzigen konkreten Satz, der dem Autoren zuordenbar ist: “Arme, benachteiligte Männer? Unser Mitleid hält sich in Grenzen“, versteckt sich der Autor in einer Menge, die er mit “unser” umschreibt, um nahezulegen, dass seine Meinung von vielen geteilt wird. Man kann also begründet den Schluss ziehen, dass er über keine personale Identität verfügt, entweder, weil er mit dem Versuch gescheitert ist, sich von anderen zu differenzieren oder weil er Angst davor hat, sich von anderen zu differenzieren und für sich zu stehen oder weil er noch im geistigen Stadium eines Kindes verharrt, das mit personalen Identitäten experimentiert, während es aus der sicheren Deckung einer sozialen Identität heraus agiert (eine Form infantiler Ambush-Journalismus also).

Dass der unbekannte Autor sich in der Meute wohl fühlt, am liebsten aus sicherer Deckung und unerkannt auf andere schießt, dass er keinerlei eigene Identität hat und sich vor allem über die Zuordnung zu einer sozialen Gruppe definiert, wird zudem gleich im ersten Satz deutlich, der da lautet: “Eigentlich wissen doch alle, dass Frauenförderung wichtig und nötig ist”. Er hätte auch schreiben können, ich gehöre zu den Guten, denn mit seinem argumentum ad populum pflegt er die orthodoxe Lehre, die all diejenigen pflegen, denen die Beschränkungen des eigenen Horizonts es unmöglich machen, ein eigenes Urteilsvermögen zu entwickeln.

Dass er keine eigene Identität ausgebildet hat, sich über soziale Zuordnung definiert und durch Neid auf alle getrieben ist, die es geschafft haben, eine personale Identität zu bilden und sich von anderen zu differenzieren, sich als Person kenntlich zu machen, wird auch daran deutlich, dass er die Titel von Dr. habil. Heike Diefenbach unterschlägt. Da der Titel in Deutschland ein Namenstbestandteil ist, braucht man schon einen Grund, um ihn zu unterschlagen. Neid und Verachtung für Leistung jeglicher Art bieten sich an. Neid ist denen, die mit dem, was sie selbst erreicht haben, nicht zufrieden sind, das Mittel, um die eigene Erfolglosigkeit und die Dissonanzen, die daraus entstehen, dass andere Erfolg haben, zu bearbeiten. Verachtung für Leistung ist das Ergbnis der eigenen Erfolglosigkeit, die die Möglichkeit, durch Leistung zu Erfolg zu kommen, generell ablehnen muss, denn wäre es möglich, durch Leistung etwas zu erreichen, wäre man selbst ja als Versager ausgewiesen.

Und mit Sicherheit hat der Autor keine journalistische Identität, denn er lässt alle Standards, die den journalistischen Ethos begründen, vermissen. Er hat offensichtlich überhaupt nicht recherchiert, sonst wäre er zu dem Schluss gekommen, dass Michael Klein kein Männerrechtler ist, sondern Politikwissenschaftler und Wissenschaftstheoretiker und er hätte bemerkt, dass die Petition das Ergebnis einer Vielzahl von Beiträgen ist, die wir auf ScienceFiles veröffentlicht haben, dass, mit anderen Worten, die Petition nicht wie es bei ihm normal zu sein scheint, einem momentanen emotionalen und dringlichen Bedürfnis entspringt, sondern der Sammlung von Belegen für die schädlichen Auswirkungen, die der Genderismus in all seinen Varianten des Nutznießens hat.

Journalistisches TextenSchließlich fehlen dem Autoren jegliche sprachliche Mittel. Der Beitrag ist an journalistischer Armseligkeit kaum zu überbieten. Vor allem fällt auf, dass der Autor keinerlei Argument hat, er keinerlei Begründung anführt, was ein deutlicher Beleg dafür ist, dass er emotional erregt ist, es nicht besser kann bzw. in einem Diskurs unterwegs ist, in dem man es sich nicht vorstellen kann, dass jemand die Nützlichkeit der Ideologie, von der man seit Jahren die eigene Identität bezieht und deren Nutznießer man auch in finanzieller Hinsicht ist, bezweifelt, ja, dass jemand belegt, dass sie nicht nützlich, sondern schädlich ist.

Und wie einigen im Jahre 2002 und den Folgejahren nur eingefallen ist, die fehlenden Argumente, die Tatsache, dass man nicht gegen die Realität anargumentieren kann, mit derogativen Adjektiven zu beschreiben, so fällt unserem Autoren nur ein, dasselbe zu tun: Forderungen sind irre, Kommentare sind gehässig und frustiert. Dummerweise geben diese Adjektive einen subjektiven Eindruck wieder, den man nur dann objektivieren und übernehmen kann, wenn man den Gegenstand der Bewertung selbst beurteilen kann – immer vorausgesetzt, man verfügt überhaupt über ein eigenes Urteilsvermögen. Da der Autor aus Angst, die Petition noch populärer zu machen, als sie ohnehin schon ist, keinerlei Link oder Möglichkeit einräumt, nachzuprüfen, was er behauptet, bleibt nur sein Zeugnis als Beleg für die Richtigkeit seiner eigenen Bewertung.

Und einmal ehrlich, glauben Sie jemandem, der rationale Argumentation und logisches Schließen irre findet?

Und so steht am Ende dasselbe Elend, das sich immer einstellt, wenn man es mit Genderisten zu tun hat, die es sich so gemütlich in ihrer ignoranten Bequemlichkeit eingerichtet haben, dass sie sich gar nicht vorstellen können, dass jemand den Nutzen ihrer Existenz in Frage stellt. Und wie immer, machen Sie sich lächerlich bei dem Versuch, die Anomie zu überwinden, die sich bei ihnen einstellt, wenn sie auf Widerstand treffen, und die wahrgenommene Bedrohung der eigene Nutznießer-Existenz abzuwehren.

Man könnte fast Mitleid mit Ihnen haben, ob der Hilflosigkeit, mit der sie um sich schlagen. Unser Mitleid hält sich in Grenzen – nicht aus niedrigen Motiven wie dies beim Autoren der Huffington Post der Fall ist, sondern weil Mitleid dazu führt, dass Personen, die es nicht schaffen, Resilienz zu entwickeln und einen Entwicklungsstand zu erreichen, der es ihnen erlaubt, ein Urteilsvermögen jenseits sozialer Vorgaben und Erwartungen zu entwickeln, in ihrem Dasein verharren, das Piaget als vorerwachsene Entwicklungsstufe bezeichnet hat und von der noch zu klären wäre, welcher Stufe der kognitiven Entwicklung, die Piaget unterschieden hat, sie überhaupt entspricht.

Bleibt anzufügen, dass es den Kritikern der Petition jederzeit freisteht, unsere Kritik mit Argumenten zu begegnen und z.B. die folgenden Fragen zu beantworten:

  • Welche positiven Folgen hat der Genderismus gezeitigt?
  • Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse hat der Genderismus für die allgemeine Sozialwissenschaft vorzuweisen?
  • Welchen gesellschaftlichen Nutzen (abzüglich der von der Gesamtgesellschaft für Genderismus zu tragenden Kosten und sei es nur in Form von Steuergeldern) hat der Genderismus erbracht?
  • Welchen Nutzen hat der Genderismus für die Lebensqualität der Bevölkerung erbracht?
  • Wie begegnen Genderisten der Kritik, dass der Genderismus nachweislich falsche Dinge behauptet und kolportiert?
    Solange die Antworten auf diese Fragen verweigert werden, muss man davon ausgehen, dass Genderisten keine Antworten auf diese Fragen haben und sich ihres Status’ als reine Nutznießer bewusst sind und dass sie nur zu gut wissen, dass sie der Gesellschaft schaden. Und genau auf dieser Feststellung basiert die Petition.
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About Michael Klein

… concerned with and about science

15 Responses to Kann sich die Huffington Post keine Journalisten leisten?

  1. Die Antwort auf eine weitere Frage, die wir im Text zu stellen vergessen haben, würde mich aber auch noch brennend interessieren:

    Wie genau sieht der Verfasser des Schmähtextes über unsere Personen und unsere Petition die Verbindung zwischen der Existenz von Gender-Lehrstühlen an öffentlichen Universitäten und des Unterrichts von Gender-Themen in Schulen und FRAUENförderung?

    Stimmt er etwa unserer Einschätzung zu, dass es nicht Aufgabe von Gender-Lehrstühlen an öffentlichen Universitäten und des Unterrichts von Gender-Themen in Schulen ist, die Variable “Geschlecht” in ihrer (tatsächlichen oder vermeintlichen) Relevanz zu reflektieren – was ja etwas ist, was Michael Klein und ich zweifellos tun, was einmal mehr zeigt, dass es außerhalb von Universitäten und Schulen betrieben werden kann -, zu reflektieren, sondern Frauenförderung als Ideologie, politisches Programm und Zweck an sich zu befördern, indem Schüler und Studenten dahingehend manipuliert werden, das gut und normal zu finden, was bestimmte Leute propagieren, weil es ihnen nutzt, und alles andere “irre” zu finden?

    Er selbst scheint ja auch keinerlei Differenz zwischen Gegnerschaft gegen Genderismus an öffentlichen Schulen und Universitäten und der Frauenförderung unter Verletzung des meritokratischen Prinzips zwecks Herstellung von Ergebnisgleichheit zu sehen.

    Und wenn er mit uns diesbezüglich einer Meinung ist, dann ist er zumindest zum Teil ebenso irre wie wir oder wir sind nicht so irre wie er es aufgrund emotionaler Überhitzung voreilig behauptet hat …

    Aber da er logische und begründete Schlussfolgerungen an sich anscheinend schon irre findet, wird es ihn auch nicht stören, wenn er sich selbst widerspricht und sich um sein letztes bisschen Verstand labert.

  2. Meier, Hans (Kempten) says:

    Es geschieht etwas. Die mainsteam-Medien befinden sich in einem Zustand der Gefährdung, der statt zu Experimenten in Richtung neuer Wirklichkeiten und Möglichkeiten zu Pseudokonsilidierung um nicht haltbare Gemeinsamkeiten mit moralischem Anspruch führt, die, was für ein Zufall, alle so staatsnah sind dass…

    – die Überlegung hinsichtlich öffentlich-rechtlicher Medienfinanzierung auch in den Bereich der Print-Medien eindringt

    – die Glaubwürdigkeit ALLER etablierten Medien weiter leidet allein deshalb, weil KEIN EINZIGES in der Gesellschaft vorhandene abweichende Standpunkte einzunehmen wagt.

    Erinnert irgendwie an Hasen, die ängstlich auf eine Schlange blicken, zusammenrücken und sich an das warme Fell des Wolfs schmiegen, der sich hinter ihnen von ihnen ernährt.

    Nach erfolgreicher Überlebenstaktik sieht das nicht aus – und kein Mensch zwingt Medien, Häschen zu spielen.

    Aber so intensivieren sie die Krise nur, in der sie stecken.

    Unsere Hoffnung richtet sich nicht mehr auf Einsicht oder Enthüllung in ihnen. Wir lesen dankbar blogs wie science-files, die einen klaren Standpunkt verteten – den wir ja nicht immer teilen müssen. Aber er ist erkennbar als Standpunkt und erlaubt uns, uns mit ihm auseinanderzusetzen.

    Ein kleines P.S.: Die Huffington Post ist freilich auch ein anderes Problem. Als offenes Forum gehört sie zu dem, was die klassischen Medien fürchten – wenn ich es richtig verstanden habe (mit Fragezeichen!) sollte auch science-files dort posten können. Falls das so ginge (Fragezeichen): warum die Auseinandersetzung nicht auch dorthinein tragen?

    • qed says:

      “Als offenes Forum gehört sie zu dem, was die klassischen Medien fürchten – wenn ich es richtig verstanden habe (mit Fragezeichen!) sollte auch science-files dort posten können. Falls das so ginge (Fragezeichen): warum die Auseinandersetzung nicht auch dorthinein tragen?”

      Schön. Ergibt sich nur das Problem, daß man als Nicht- Fratzenbookler dort gar nicht schreiben kann.
      Ich habe bislang jedenfalls nicht vor, mir dort einen Hosen- runter- Account einzurichten und mir die unsäglichen ‘Geständnisse’ einfach Strukturierter anzutun.

      • Meier, Hans (Kempten) says:

        Verständlich. Aber das ist wieder ein anderes Problem. Kurz gsagt: HP ist intellektuell eigentlich kaum lesbar, DENNOCH funktioniert es etwas “anders”. In DIESEM Fall muss sich die Kritik gegen den Artikel richten, nicht gegen das Forum, das halt wirklich Verschiedenes zulässt.

    • A.Behrens says:

      @Sciencefiles: Ja. sehe ich auch so und Ihr seid doch Facebook? Der Artikel ist einseitig diffamierend und kommt ohne Nennung von Fakten oder Belegen aus. Selbst den normalweise übliche Link zur Petition scheint es nicht zu geben.

      Insbesondere der Kommentar von diesem Dieter Lienau ärgert mich. Bar jedes Wissens aber voller Selbstgerechtigkeit.

      Und ohne Facebook darf man nicht kommentieren. 🙁

    • lernender says:

      Wieder ein brillianter Artikel und ein schöner Kommentar des Vorposters.

      Ich hoffe es ist nicht nur ein “Bauchgefühl”, auffällig ist aber schon, wie die Mainstreammedien die Kommentarfunktion zu nichtkonformen Ansichten zensieren, bzw. wenn es einen wahren Sturm von Lesern anderer Ansichten gibt, der nächste Artikel nachgeschoben wird, der den ersten “relativiert”. Kurz – ein großer Kindergarten.

      Wenn.. wenn.. es nicht das allgemeine Zeitungssterben geben würde, vorwiegend bei der linksgrünen gerichteten Presse, zunehmend auch bei den sogenannten Neutralen.

      Ich zitiere ” man kann einige Menschen für immer verarschen, man kann viele Menschen für eine kurze Zeit verarschen, man kann niemals alle Menschen für immer verarschen”

      Und ich denke, die kritische Masse ist sehr bald erreicht.

      • … ah, wie schön, soweit ich weiß, ist das ein Zitat von Bob Marley (oder von wem auch immer Bob Marley es seinerseits hat), wenn auch leicht variiert; tatsächlich heißt es bei Bob Marley: “you can fool SOME people SOME time, but you can’t fool ALL the people ALL the time”, aber ich denke, dass es in Ihrer Abwandlung (leider) zutrifft:

        Die anhaltende und geradezu trotzige Unwilligkeit bzw. Unfähigkeit der Genderisten, das, was angeblich jeder weiß, für diejenigen, die es anscheinend nicht wissen und deren Positionen daher als “irre” diskreditiert werden müssen, noch einmal zu erläutern und zu begründen, auch den Naiveren unter uns früher oder später seltsam vorkommen wird und sie sich fragen werden, ob das, was angeblich jeder weiß, vielleicht gar kein Wissen dastellt, sondern bloß die dümmliche Nachplapperei dessen ist, was der Brötchengeber tatsächlich oder vermutlich gerade hören will.

        Und das Gefühl, manipuliert und an der Nase herumgeführt worden zu sein, mögen ja wohl die allerwenigsten unter uns. Was am Ende übrig bleiben wird, sind die besonders Naiven oder Dummen, die es einfach nicht kognitiv oder psychologisch bewältigen können, dass etwas, was sie so lange unhinterfragt nachgeplappert und mit dem sie sich identifiziert haben, schlicht falsch ist, und diejenigen, die in besonders präkären Abhängigkeitsverhältnissen von der Gender-Industrie stehen.

        Es sind, glaube ich, diese psychologisch besonders Schwachen und diese am freien Arbeistmarkt besonder Schwachen, für die Ihre Variation gilt, nach der man EINIGE Leute IMMER verarschen kann. Aber diese Leute haben, wenn überhaupt irgendetwas, dann wahrscheinlich Mitleid verdient und spielen ansonsten über das kurzfristige hinaus keine nennenswerte Rolle.

  3. Chaeremon says:

    Aber, aber, Sciencefiles. Alles was nicht mit dem neuen Maßstab “third metric of success” beurteilt wurde, oder was nicht dazu führt “to lead the third women’s revolution”, das muss doch zwangsläufig falsch und unzutreffend sein sein, auch und gerade wenn es mit einer “long, phallic-shaped line” gemessen wurde, oder.

    Die neuen Kriterien (e.g. kam well-being dabei vor: Ja/Nein), mit denen natürlich auch Leistung beurteilt wird, sogar “you can complete a project by dropping it”, werden im folgenden Transcript kurz erläutert und anhand von Tatsachen (Ja, auch an Katastrophen!) illustriert:

    http://www.huffingtonpost.com/2013/05/19/arianna-huffington-smith-college-commencement-speech_n_3299888.html

  4. karstenmende says:

    Was, um alles in der Welt, ist das denn für ein Artikel? Damit hat sich wohl jemand heimlich bei einem “Qualitätsmedium” beworben. Weil die Lebensmaxime der Genderisten darin liegt, mit so wenig Leistung wie nötig soviel Erfolg wie möglich einzustreichen, befindet sich diese Person (fast) auf dem besten Wege einer erfolgreiche Karriere. Allerdings wird es langsam eng im Nutznießerland, ich rechne damit, dass die jetzt schon etablierten Nutznießer Neuankömmlingen mit Argwohn begegnen werden. Schließlich könnte es ja passieren, dass so etwas wie ein “Konkurenzkampf” um die dümmsten und abstrusesten Bemerkungen aufblüht. In diesem Bereich die vorgelegte Hürde zu übertreffen könnte schon bald mit Anstrengung verbunden sein.

  5. lernender says:

    Sorry, Nachtrag

    http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/diskriminierung-im-frauenministerium-gericht-ruegt-besetzungspraxis-a-968372.html

    ohne Worte

    (Hat hier irgendjemand das Wort “Qualifikation” “Werdegang” “Berufserfahrung” gelesen?)

  6. Hugh says:

    Wieso sollte sich die Huffpo Journalisten leisten? Huffpo lebt davon, und ist damit groß geworden, dass Nichtjournalisten dort schreiben.

    Ein akademischer -Grad- ist in unserem Land a)-kein- Titel, b) auch nicht ein Bestandteil des Namens*. Dennoch hätte der akademische Grad dort aus Höflichkeit erwähnt werden müssen. Allerdings ich denke, nicht alle Unterzeichner haben ihren akademischen Grad angegeben. Ich auch nicht.

    *Man kann ihn in der Ausweis eintragen lassen, wird damit aber nicht Namensbestandteil.

  7. Pete L. says:

    Is ja sauglatt. Habe den Artikel heure auch gelesen und war auser mir! Logisch wurde mein Kommentar dort zensiert. Huffpost zensiert IMMER und ALLES an Kritik rassierbesserschaf. Aber das war mir im Vorhinein schon klar und so habe ich ne Kopie auf meiner FB-Wall gepostet um meinen Frust abzulassen. Hier die Kopie von der Kopie:

    “Männer fühlen sich nicht nur diskriminiert sondern sind es. Es gibt dazu zahlreiche Studien. Bei Huffpost muss man offenbar rein garnichts von Journalismus verstehen, sondern nur für eine Meinung Propaganda machen können, um schreiben zu dürfen. Der ‘Artikel’ ist echt das Allerletzte! Aber dass Huffpost ne femfashistische Propagandakanone ist, dass wissen wir schon lange und das ist hier in Deutschland keinen Deut anders als in der britischen oder der US-amerikanischen Ausgabe. Wirklich widerlich!

    Und die explizite Äusserung der Verachtung mir erwissenermassen krass ausgebeuteter und unterdrückter Bevölkerungsschich am ende des Pamphlets, haut dem Fass den Boden aus !

    Huffpost ist ein Hass-Blatt zur Verbreitung politischer Propaganda gegen unerwünschte Wahrheiten.

    Sollte übrigens jeder die erwähnte Petition mitunterzeichnen und vorallem, verbreiten helfen, damit solche Sch..[>enter flaming here<] bekommt, die sie verdient !!

    Schluss mit Femfaschismus !!!!

    http://www.huffingtonpost.de/2014/05/07/petition-gegen-genderismus_n_5279833.html&quot;

  8. Stuff says:

    „Kann sich die Huffington Post keine Journalisten leisten?“

    Tja, scheint wohl/unwohl, dass immer mehr Zeitungen sich leisten können, ohne Journalisten auszukommen…
    Wobei das Desinformatikergewerbe (==Werbespruchkonstruktivisten) die Vorgabe liefert: Keine falsifizierbaren Aussagen, Sinnverschleierung, Kommunikationsvermeidung.

    Aussagelogik mittels Aussagelosigkeit zu hintertreiben gilt nicht als Quacksalbaderei, sonderm als hohe Kunst und Artisten in diesem Genre kriegen ganz schön dafür gezahlt.

    Leider krankt nicht nur die Journalismussimulation daran, sondern auch so manche wiss. Arbeit scheint daran orientiert bzw. davon motiviert.

    Seufz!

  9. A.Behrens says:

    Darf ich ein längeres und passendes Zitat einbringen? Quelle ist (*)

    ——————————————-
    Ach, da war noch ein anderer Punkt, den ich für entlarvend hielt. Ich habe mir mal die zynische Bemerkung erlaubt, dass die Diskussion überflüssig sei, weil mir von mehreren Seiten berichtet wurde und ich schon mehrfach gelesen habe, dass den Printmedien die Männer davonlaufen. Die Frauenquote und die Frauenmehrheit würden sich also auch ohne Diskussionsbedarf und Quote automatisch einstellen. Die Frage sei nur, ob sie sie noch erreichen, bevor sie alle pleite sind. Uh, wie Ziegelstein in Wespennest. Ja, schimpften die, die Männer verließen die sinkenden Schiffe. Erst würden sie alles in die Pleite fahren, dann gehen sie und die Frauen sollten’s richten.

    (Äh, Moment mal. Die ganze Zeit fordern sie Quote und Chefposten, und jetzt beschweren sie sich plötzlich, dass die Männer gehen und die Frauen den Chefposten machen sollen? Wollen sie nun oder wollen sie nicht? Oder geht’s nur um’s Beschweren? Mir ging da so der Lieblingsspruch eines meiner Kumpels durch den Kopf: „Bedenke, worum Du bittest. Es könnte Dir gewährt werden.” Meine Prognose: Sie werden die Chefposten bekommen, nach denen sie verlangen. Sie werden pleite gehen. Und sie werden wieder irgendeine Rhetorik finden, wonach die Männer dran schuld sind. Jetzt sind die Männer schon dran schuld, dass Frauen den Chefposten übernehmen mussten.)

    ———————————————-
    (*) http://www.danisch.de/blog/2014/05/07/auf-dem-frauenquoten-podium/#more-8480

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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