Warum man mit vielen Deutschen alles machen kann

Gestern haben wir nach dem Punkt gefragt, ab dem sich bei manchen Deutschen oder den meisten Deutschen Leidensfähigkeit in Handlung übersetzt, d.h. ab wann sie denken, sie müssten etwas an einem Missstand ändern. Einige Reaktionen auf dieses Post haben einmal mehr gezeigt, warum man mit manchen Deutschen so ziemlich alles machen kann. Doch der Reihe nach.

Beispiel 1:

Vor 12 Jahren als die ersten Reaktionen auf unseren Beitrag “Bringing Boys Back In” eingetroffen sind, haben wir uns zum ersten Mal verwundert angeschaut und versucht, eine groteske Situation zu verstehen. Die groteske Situation ist diese:

Wir berichten in einem wissenschaftlichen Beitrag davon, dass Jungen im deutschen Schulsystem erhebliche Nachteile gegenüber Mädchen haben und dass diese Nachteile um so geringer ausfallen, je höher der Anteil männlicher Grundschullehrer und je geringer die Arbeitslosenquote ist.
Hurrelmann BildungsverliererNun sollte man denken, die Tatsache, dass Jungen in ihrem schulischen Erfolg hinter Mädchen zurückbleiben, sei ein Faktum, das zu intensiven Debatten darüber anreizt, wie man diese Nachteile beseitigen kann. Weit gefehlt. Statt über die Nachteile von Jungen zu diskutieren, haben es etliche Kommentatoren vorgezogen, von einer Feminisierung der Schule, die wir angeblich festgestellt hätten, zu fabulieren. Noch intensiver wurde darüber diskutiert, ob Lehrerinnen prinzipiell schuld sein können oder ob nicht Lehrerinnen als Vertreter des weiblichen Geschlechts bar jeglichen negativen Einflusses auf die sie umgebende Welt seien. Und während derart wichtige Fragen von Schuld und Intention diskutiert werden, leben die Fakten unbeeindruckt weiter: An der Situation von Jungen hat sich seit 2002 wenig bis nichts verändert. Noch immer haben sie erhebliche Nachteile gegenüber Mädchen.

Beispiel 2:

Wir berichteten gestern und nicht zum ersten Mal darüber, dass Deutsche von ihrem Staat ausgenommen werden. Nicht alle Deutsche, nein, nur diejenigen, die erwerbstätig sind und bei denen etwas zu holen ist. Das Zauberwort hier heißt Umverteilung, gewöhnlich ergänzt durch die Phrase “soziale Gerechtigkeit”. Beide zusammen sind u.a. Begründung dafür, dass dem Durchschnittsarbeitnehmer rund 53% seines Bruttoverdienst weggesteuert wird (ohne Verbrauchsssteuern) und dafür, dass dem Durchschnittsrentenbeitragszahler nur rund 40% der Beiträge, die er abführt, zu Gute kommen.

Die Umverteilung, die z.B. im Rentensystem stattfindet, führt dazu, dass Männer im Durchschnitt nach Renteneintritt mit 39,7% des Einkommens rechnen können, das sie während ihrer Erwerbstätigkeit erwirtschaftet haben. während Frauen mit 42,8% ihres ehemaligen Einkommens (aus Transferzahlungen oder Arbeit) rechnen können (Metzger & Schoder, 2013: 268). Es führt weiter dazu, dass langjährige Versichterte, also solche, die 35 Wartejahre zusammenbekommen haben, diese auf Basis von 8 Ausbildungsjahren, 12 Jahren der Kindererziehung, die als Berücksichtigungszeiten gelten, ergänzt um 3 Jahre für Arbeitslosigkeit und 12 Wartejahre, die über eine Teilzeittätigkeit erwirtschaftet wurde, erreichen können und als Folge eine Rente beziehen, die der Rente entspricht, die ein Vollzeiterwerbstätiger, der nie mehr als den Bruttodurchschnittslohn verdient hat, erhält. Eine deratige Bevorzugung bestimmter Lebensweisen, noch dazu von Lebensweisen, die nur geringe Beiträge zur Rentenkasse bringen, ist ein Affront gegen jede Form von Gerechtigkeit und man sollte denken, dass darüber eine intensive Debatte entsteht.

Aber, Groteske Nr. 2, nein, wir diskutieren nicht darüber, ob die Verteilung von Rentenbeiträgen und Steuergeldern über den Bundeszuschuss zur Rente gerecht ist, sondern darüber, ob Mutter sein, eine erhabene Tätigkeit ist, die von Liebe und der Suche nach Wahrheit getragen wird.

Es ist zum Haare ausraufen. Wann immer in Deutschland ein Missstand aufgezeigt wird, der mit Fakten belegt ist und entsprechend nicht weggeredet werden kann, dauert es nicht lange, und die Diskussion wird über affektive geladene Inhalte geführt, die mit dem Missstand nur vermittelt, wenn überhaupt etwas zu tun haben.

black hole spiralWir haben schon mit unserer Theorie der Diffamierungs-Spirale gezeigt, wie einfach es in Deutschland ist, eine Diskussion von den Fakten, über die diskutiert werden muss, loszulösen und mit affektiven Inhalten zu füllen. Nun ist es an der Zeit, unsere Theorie der Diffamierungs-Spirale mit ein paar sozialpsychologischen Grundlagen zu unterfüttern.

Wir stellen die Hypothese auf, dass man mit vielen Deutschen deshalb alles machen kann, weil sie in einer Welt der affektiven Begriffe leben, die mit der faktischen Welt im besten Fall eine Schnittmenge gemein hat, im ungünstigsten Fall überhaupt nichts.

Für kaum einen Begriff, über den öffentlich diskutiert wird, gilt, dass über seinen Tatsachengehalt und nicht über seine affektive Ladung diskutiert wird.  Der Grundkonsens unter vielen Deutschen scheint darin zu bestehen, dass man die Welt in absolut gut und absolut böse einteilen müsse. Die entsprechende Einteilung ist von der jeweiligen Gesinnung abhängig und wird im Verlaufe der Sozialsation operand konditioniert, d.h. innerhalb seiner Bezugsgruppe lernt ein Deutscher, was er von bestimmten Begriffen zu halten hat, er lernt den richtigen emotionalen Reflex entsprechend seiner Gesinnung, was er nicht lernt, sind Bedeutung und Tatsachengehalt der Begriffe:

Homosexualität ist gut für Linke, böse für Rechte, Migranten sind gut für Linke, böse für Rechte. Feminismus ist gut und links, wer gegen Feminismus ist, muss entsprechend böse und rechts sein – oder umgekehrt. Europa ist gut und links, Europakritik böse und rechts – oder umgekehrt. Öffentliche Diskussionen sind Diskussionen über die richtige Gesinnung, und sie sind eines nicht: Diskussionen über Fakten. Fakten treten sofort in den Hintergrund, sofern sie überhaupt eine Rolle spielen. An ihre Stelle tritt die Zuordnung der eigenen Person zur richtigen Seite, denn diese Zuordnung ist es, die den Sinn im Leben ausmacht.

Carrot and stickAffektiv dominierte Deutsche, die viel Emotion haben und in Begriffshülsen predigen, weil sie keine Argumente haben, sind Deutsche, die es nicht geschafft haben, sich einen eigenen Lebensinn zu geben, weil sie entweder nicht über die kognitiven Fähigkeiten verfügen, eine eigene Weltsicht zu entwickeln oder nicht über die Persönlichkeit, dies zu tun. Viel lieber ordnen sie sich zu, gewinnen sie ihren Selbstwert daraus, dass sie sich mit aus ihrer Sicht guten Begriffen schmücken. Dann werden sie zu etwas, zum Anitifaschisten (was auch immer das sein mag), zum Europäer (wodurch sich der Europäer auch immer auszeichnen mag), zum Deutschen (was auch immer den Deutschen charakterisieren mag).

Mit diesem Bedürfnis lässt sich prima arbeiten. Man wirft Begriffe in den Ring und kann darauf vertrauen, dass einem Horden von Sinnsuchern zulaufen, die nur darauf gewartet haben, für Homosexuelle einzutreten, obwohl sie keine Ahnung haben, was es bedeutet, homosexuell zu sein; die nur darauf gewartet haben, sich gegen Überfremdung zu wehren, obwohl es keinerlei empirische Hinweise auf eine solche gibt, eher spricht alles für eine Renaissance des kleinbürgerlich-linken Mief. Worin auch immer der Inhalt bestehen mag, affektiv Dominierte springen dann, wenn er zur eigenen Gesinnung passt auf ihn und gewinnen einen Lebenssinn, sie werden zu Kämpfern für die Sache der Entrechteten oder gegen schädliche Einflüsse.

Die entsprechenden Feindbilder sind Legion, sie reichen von der US-amerikanischen Hochfinanz über die mehr ordinären Banker, über Unternehmen, die vermeintlich Profit vor Umwelt stellen, über Hater und Antifeministen, bis hin zu Rechtsextremen, die besonders geeignet sind, um eine moralische Panik zu inszenieren. Bereits 15 versprengte Gestalten in Springerstiefeln reichen aus, um Meuten von Antifaschisten auf den Plan zu rufen und unbeteiligtes Eigentum im Kampf für das Gute zu zerstören.

Und ganz nebenbei wird jegliche Möglichkeit der Verständigung zerstört. Da irrationale Gefühle immer als reine Gefühle daherkommen, ist kein Platz für die Relativität der Welt, dafür, festzustellen, dass Homosexualität nicht nur gut ist, sondern Risiken wie AIDS umfasst, dafür, festzustellen, dass Migranten nicht nur gut oder nur böse sind, weil Migranten Menschen sind, mit allen ihren Vorzügen und Fehlern oder dafür, festzustellen, dass nichts getan werden kann, ohne damit unbeabsichtigte und unbedachte Nebenfolgen zu produzieren, Nebenfolgen, die man bedauern mag, oder Nebenfolgen, die positiv überraschen.

Kurz: Für das ganz normale Leben ist in der Sinnsuche affektiv Dominierter kein Platz, denn das Leben ist zu komplex, als dass es in ihre schale Welt, in der alles in zwei Schubladen eingeordnet werden muss, passen würde. Man könnte auch sagen, affektiv Dominierte haben es nicht aus dem Kindheitsstadium in ein Erwachsenenalter geschafft. Sie sind in der Infantilität verblieben und hadern damit, dass von ihnen verlangt wird, ein eigenverantwortliches Leben zu führen und eine entsprechende Urteilsfähigkeit, die auf der Wahrnehmung und Gewichtung von Fakten basiert, zu entwickeln.

Aber das ist eine Hypothese, die noch empirisch geprüft werden muss. Vielleich findet sich ja ein mutiger Sozialwissenschaftler.

Print Friendly, PDF & Email

About Michael Klein
... concerned with and about science

25 Responses to Warum man mit vielen Deutschen alles machen kann

  1. user unknown says:

    Eine gute Beobachtung, aber mit Formulierungen wie

    Renaissance des kleinbürgerlich-linken Mief

    u.ä. sprechen Sie selbst natürlich genau die Affekte an, die Sie so verurteilen.

  2. Infoliner says:

    Gut beschrieben. Aber weiter hier, warum ist das denn so? Und, eine Antwort bereits voraussetzend: Warum werden die Leute hier so erzogen, von allen staatlichen Institutionen?
    Warum haben so viele Leute Angst vor freien, selbstdenkenden Menschen?

    • You tell me:
      1) Persönlichkeitsstörungen,
      2) neurotische Gesellschaft,
      3) ein Ergebnis der schweigenden Mehrheit, das es so erscheinen lässt, als wäre der Wahnsinn normal,
      4) Untertanengen,
      5) fehlende demokratische Kultur, keine civic society
      6) Irrationalismus ist Teil der deutschen Kultur

      … Was darf es sein?

      Weitere mögliche Erklärungen werden gerne entgegen genommen.

      • Stuff says:

        …)
        7) 30jähriger Krieg, der unglaubliches Gesindel zu Adeligen (Grundherren) machte
        8) (nicht nur) daraus folgend ein bizarres Kleinstaatenwesen
        9) preussische Besetzung & Besatzung mit deren Konstitution, sehr einfach, aus einem Satz bestehend: Du sollst Deinen Herrscher lieben!
        10) Wissenschaft und Schriftstellerei, die sich in der “verfluchten Sklavensprache” (Lenin) ausdrückte
        …)
        Achja, und noch was, der unten angeführte Text ist Ende des 19. Jhtds erschienen, über eine halbe Million mal verkauft wurden und rekurrierte offenbar auf eine Haltung in der Bevölkerung, die dazumals schon eher freiheitsverachtend war; aus diesem Text stammt übrigens dieses “Wir sind das Volk!”…

        https://archive.org/details/sozialdemokrati00bebegoog

        Viel Spass beim Lesen, in den 60er Jahren haben wir uns daran ergötzt, diese Broschüre (aus der Bibliothek meines Grossvaters) zu KP-Veranstaltungen mitzunehmen.

        • Holger Oeft says:

          Was ist denn gegen Kleinstaaterei einzuwenden? Ich würde gern in einer Welt voller kleiner Singapurs, Lichtensteins, Luxemburgs, Monaco´s, Hong-Kong´s leben wollen. Wenn mir Hong Kong nicht mehr passt, weil mir dort zu viele Kollektivisten meine Hände Arbeit entwenden wollen, geht´s ab nach Lichtenstein 🙂
          Wieviele Kriege sind von Kleinstaaten ausgegangen? Wo besteht im Verhältnis mehr Chance auf persönliche Freiheit, Sicherheit, Wohlstand und Kultur?

          Ich sehe es da so wie Goethe – nur müsste man mittlerweile den Begriff Deutschland mit Europa aktualisieren:

          “Wenn man aber denkt, die Einheit Deutschlands bestehe darin, daß das sehr große Reich eine einzige große Resistenz habe, und daß diese eine große Residenz, wie zum Wohl der Entwickelung, einzelner großer Talente, so auch zum Wohl der großen Masse des Volkes gereiche, so ist man im Irrtum.

          Man hat einen Staat wohl einem lebendigen Körper mit vielen Gliedern verglichen, und so ließe sich wohl die Residenz eines Staates dem Herzen vergleichen, von welchem aus Leben und Wohlsein in die einzelnen nahen und fernen Glieder strömt. Sind aber die Glieder sehr ferne vom Herzen, so wird das zuströmende Leben schwach und immer schwächer empfunden werden. Ein geistreicher Franzose, ich glaube Dupin, hat eine Karte über den Kulturzustand Frankreichs entworfen und die größere oder geringere Aufklärung der verschiedenen Departements mit helleren oder dunkleren Farben zur Anschauung gebracht. Da finden sich nun besonders in südlichen, weit von der Residenz entlegenen Provinzen, einzelne Departements, die in ganz schwarzer Farbe daliegen, als Zeichen einer dort herrschenden großen Finsternis. Würde das aber wohl sein, wenn das schöne Frankreich statt des einen großen Mittelpunktes zehn Mittelpunkte hätte, von denen Licht und Lehen ausginge ?

          Wodurch ist Deutschland groß als durch eine bewundernswürdige Volkskultur, die alle Teile des Reichs gleichmäßig durchdrungen hat. Sind es aber nicht die einzelnen Fürstensitze. von denen sie ausgeht und welche ihre Träger und Pfleger sind? – Gesetzt, wir hätten in Deutschland seit Jahrhunderten nur die beiden Residenzstädte Wien und Berlin, oder gar nur eine, da möchte ich doch sehen, wie es um die deutsche Kultur stände, ja auch um einen überall verbreiteten Wohlstand, der mit der Kultur Hand in Hand geht!

          Deutschland hat über zwanzig im ganzen Reich verteilte Universitäten und über hundert ebenso verbreitete öffentliche Bibliotheken, an Kunstsammlungen und Sammlungen von Gegenständen aller Naturreiche gleichfalls eine große Zahl; denn jeder Fürst hat dafür gesorgt, dergleichen Schönes und Gutes in seine Nähe heranzuziehen. Gymnasien und Schulen für Technik und Industrie sind im Überfluß da, ja es ist kaum ein deutsches Dorf, das nicht seine Schule hätte. Wie steht es aber um diesen letzten Punkt in Frankreich!

          Und wiederum die Menge deutscher Theater, deren Zahl über siebenzig hinausseht und die doch auch als Träger und Beförderer höherer Volksbildung keineswegs zu verachten. Der Sinn für Musik und Gesang und ihre Ausübung ist in keinem Lande verbreitet wie in Deutschland, und das ist auch etwas!

          Nun denken Sie aber an Städte wie Dresden, München, Stuttgart, Kassel, Braunschweig, Hannover und ähnliche; denken Sie an die großen Lebenselemente, die diese Städte in sich selber tragen; denken Sie an die Wirkungen, die von ihnen auf die benachbarten Provinzen ausgehen, und fragen Sie sich, ob das alles sein würde, wenn sie nicht seit langen Zeiten die Sitze von Fürsten gewesen?

          Frankfurt, Bremen, Hamburg, Lübeck sind groß und glänzend, ihre Wirkungen auf den Wohlstand von Deutschland gar nicht zu berechnen. Würden sie aber wohl bleiben, was sie sind, wenn sie ihre eigene Souveränität verlieren und irgendeinem großen deutschen Reich als Provinzialstädte einverleibt werden sollten? Ich habe Ursache, daran zu zweifeln.”

    • HeathenMan says:

      Ich möchte hier gerne noch anfügen: Wie entkommt man denn dieser (man kann denke ich guten gewissens behaupten) zwangsweisen Erziehung? Wenn die eigene Meinung durch eben diese Erziehung geprägt ist und man sie lediglich mit anderen teilen will um Feedback zu erhalten- wie schließt man erlernte affektion aus?
      Schweigen ist für mich manchmal schon zur option geworden wenn ein mangel an bekannten oder gut belegbaren fakten besteht..
      Ergo keine spekulation, ohne spekulation kein lerneffekt durch auseinandersetzung mit den erfahrungen anderer und aus sozialer sicht kein dialog -> zwischenmenschliche interaktion kann anscheinend durch affektiert dominiertes auftreten gefördert werden

  3. A.S. says:

    Gut beschrieben was man im Diskussionsalltag immer wieder erleben muss. Danke für diesen schönen Artikel. Weiter so 🙂

  4. ralle says:

    warum ist so oft – linkes mit gegen ” das Volk”, gegen “die Gemeinschaft” oder ähnliches belegt??? Wird da nicht auch schon wieder “Meinung” gemacht – und oft denken Linke ganz anders als so oft verbreitet!
    … plant doch einfach mal einen humanistischen Ansatz ohne “divide et impera” wie es so oft unternommen wird!
    … einfach und schlicht human – im übertragenen Sinne “menschlich” denken – dann klärt sich oftmals das Meiste!

  5. Leonie B. says:

    Homosexualität ist weder gut noch schlecht, sondern Fakt. Man sucht sich seine sexuelle Orientierung nicht aus und wird auch nicht zu ihr verführt.

    Von daher ist es unsinnig, zu sagen “Homosexualität ist gut für Linke, böse für Rechte”, denn es geht nicht um Homosexualität, sondern um den Umgang mit Schwulen und Lesben. Linke setzen sich in der Regel gegen deren Diskriminierung ein, während Rechte sie gerne ausgegrenzt hätten bzw. zumindest “unsichtbar”.

    Homophobie ist ein psychisches Problem und rationalen Argumenten oft nicht zugänglich. Kommentare wie “Homosexuelle haben ein höheres AIDS-Risiko” sind insofern wenig hilfreich, sondern schlagen ebenfalls in diese Kerbe. Weltweit sind im übrigen mehr Frauen betroffen als Männer und ganz allgemein sollte ein höheres Krankheitsrisiko eigentlich zu Solidarität und Mitgefühl mit den Betroffenen führen – und nicht als Argument gegen ihre sexuelle Identität dienen.
    Jedenfalls dann, wenn an dem Gerede von den christlichen Wurzeln des Abendlandes noch irgend etwas von Bedeutung für die Gegenwart sein sollte.

    • Danke für diesen Kommentar, der viel Behauptungen, aber keinerlei Belege umfasst. Zudem finden sich eine Reihe von Irrtümern: Natürlich sucht man sich seine sexuelle Orientierung aus. Wo glauben Sie denn, dass die sexuelle Orientierung herkommt? Sie fällt nicht vom Himmel und Generationen von Ethnologen haben u.a. gezeigt, dass die westliche Form der Sexualität nicht von allen, um nicht zu sagen, von sehr wenigen geteilt wird. Dazu z.B. das von Richard Parker und Peter Aggleton herausgegebene Buch, Culture, Society and Sexuality.
      http://books.google.co.uk/books?id=ACR9AgAAQBAJ&pg=PA53&dq=Ethnology+sexuality+cultures&hl=en&sa=X&ei=Ceh8U_T_HoX17Abe4IHoDw&redir_esc=y#v=onepage&q=Ethnology%20sexuality%20cultures&f=false
      Lesen Sie den Text noch einmal und dann reden wir über die Unsinnigkeit der von Ihnen zitierten Stelle, sofern Sie die Aussage so, wie sie hier steht, dann noch aufrecht erhalten wollen.

      Noch zwei Dinge:

      Linke wenden sich nicht gegen die Diskriminierung von Homosexuellen, sie benutzen Homosexuelle, um sich als gut darstellen zu können, genau wie Rechte.

      Und wenn Homophobie ein anerkanntes psychisches Problem ist, dann können Sie bestimmt Forschungsergebnisse beibringen, die diese Behauptung belegen.

      Schließlich ist Ihr Kommentar ein hervoragendes Beispiel für das, was im Text dargestellt wird. Weil man so sehr positiv und für Homosexuelle eingestellt ist, wird eben einmal die Tatsache über Bord geworfen, dass Homosexualität nach wie vor die häufigste Ursache für eine AIDS-Erkrankung ist. Ich finde entsprechend Ihre Aussage unverantwortlich und da Sie so viel Mitgefühl mit AIDS-Kranken haben, sollten Sie einmal überlegen, ob sie weiterhin ihre psychischen Bedürfnisse auf dem Rücken derer befriedigen wollen, die nun einmal an AIDS erkrankt sind.

      Zu ihrer Information ein paar Daten vom Center for Disease Control:
      http://www.cdc.gov/hiv/risk/gender/msm/facts/index.html

      • Hans Dampf says:

        Bleibt noch zu erwähnen: Der Satz “…und ganz allgemein sollte ein höheres Krankheitsrisiko eigentlich zu Solidarität und Mitgefühl mit den Betroffenen führen – und nicht als Argument gegen ihre sexuelle Identität dienen.” ist ein ganz hervorragendes Beispiel für eine rein emotionale, von Fakten bewusst wegführende Diskussions-“Kultur”. Lustigerweise wird in diesem Satz auch noch das Wort “Argument” benutzt, und zwar in dem Sinne einer indirekten Unterstellung dass Sie, Herr Klein, nur durch die bloße Erwähnung des Zusammenhangs Homosexualität – AIDS gegen Homosexualität argumentiert hätten (sogar schlimmer noch: gegen kranke Homosexuelle!!) und im, für affektgesteuerte Menschen logischen Umkehrschluss, daher wohl auch kein Mitgefühl für diese Gesellschaftliche Gruppe besitzen.
        Was sind Sie doch für ein schlechter Mensch!

  6. Leonie B. says:

    Ich muss nicht erst ein Buch lesen um zu wissen, dass man sich sexuelle Orientierung nicht aussucht! (Wer würde denn z.B. in der Pubertät gerne freiwillig zum “Abweichler”?) Schließlich kommt sie auch vielfach im Tierreich vor – wie man das in einem Blog, das sich wissenschaftlich gibt, ignorieren kann, verstehe ich nicht. Grob unwissenschaftlich ist es auch, Homosexualität als “Ursache” für AIDS anzusehen. Du lieber Himmel! Es ist doch allgemein bekannt, dass es eine übertragbare Virus-Erkrankung ist, die jeden treffen kann – auch Heterosexuelle und auch über Wege wie Bluttransfusion und gemeinsame Spritzenbenutzung.

    Da aber schon dieses Allgemeinwissen nicht geteilt wird, ist wohl weiteres Reden sinnlos.

    • Sie leben wirklich in Ihrer eigenen Welt.
      1) Hat niemand außer Ihnen geschrieben, dass Homosexualität die Ursache von AIDS sei. Da ist Ihre eigene Prämisse mit Ihnen durchgegangen.
      2) Wenn Sie kein Buch lesen müssen, ist das schön für Sie. Es wird ja niemand dazu gezwungen, sich zu bilden. Aber wie kommen Sie auf die Idee, dass Homosexualität im Tierreich sich deterministisch auf Menschen auswirkt? Der Analogieschluss macht eigentlich nur Sinn, wenn man Homosexualität als Schlag des Schicksals nimmt, als Prüfung Gottes, die manche von uns trifft und andere nicht. Da kann man dann halt nichts machen, wenn man damit geschlagen ist. Sie sollten wirklich einmal über ihre eigenen Prämissen nachdenken. Ich kann dazu nämlich nur sagen, dass ich sie schlicht zum Kotzen finde und jedes zivilisierten Menschen unwürdig – und vielleicht sollten Sie ja doch einmal ein Buch lesen…Schaden kann es sicher nicht!

      • Leonie B. says:

        Sie schrieben im Artikel “dass Homosexualität nicht nur gut ist, sondern Risiken wie AIDS umfasst,” – damit beziehen Sie das AIDS-Risiko auf Homosexualität AN SICH, was doch einfach nur unsinnig ist (ansonsten ignorieren Sie meine Sätze zum Vorkommen von AIDS, das wahrlich nicht nur Homosexuelle trifft).

        Ich habe im übrigen nicht gesagt, dass Homosexualität im Tierreich “sich deterministisch auf Menschen auswirkt”, sondern dass sie im Tierreich ebenfalls vorkommt, also eine natürliche Erscheinung / Variante ist. Ebenso beim Menschen, der schließlich nicht abseits der Natur steht, sondern innerhalb der biologischen Systematik ein höheres Säugetier aus der Ordnung der Primaten ist. Einem Wissenschaftsblogger sollte das doch geläufig sein – dachte ich zumindest.

        Weder ist Homosexualität “Prüfung Gottes” noch “Schicksalsschlag”, sondern einfach Variante, weder gut noch böse. Als “Schicksalsschlag” wird sie doch nur aufgrund gesellschaftlicher Diskriminierung/Ächtung, die in Mitteleuropa dankenswerterweise nachgelassen hat.

        Mir scheint, Sie sind bei dem Thema genau in der Art involviert, wie sie es im Artikel der Allgemeinheit vorwerfen: affektiv dominiert. Dafür spricht auch ihr letzter Satz, der jegliche sachliche Auseinandersetzung negiert.

        • Ich habe wirklich keine Lust darüber zu diskutieren, ob das, was Sie geschrieben haben und die Implikationen, die es nun einmal hat, auch da steht, wo sie es hingeschrieben haben. Der Determinimus ist eine Konsequenz dessen, was Sie geschrieben haben und alles andere folgt logisch daraus. Ich schlage vor, Sie lesen noch einmal, was Sie geschrieben haben und das nächste Mal nutzen Sie die deutsche Sprache vielleicht entsprechend, wenn Sie das, was Sie geschrieben haben, nicht doch gemeint haben. Ansonsten scheinen Sie mir einen kleinen Denkdefekt zu haben, denn dass Homosexuelle ein erhöhtes Risiko haben, AIDS einzufangen, ist ein empirischer Fakt, an dem man nichts rütteln kann. Wenn Sie das nicht hören wollen, ist das Ihr Problem und völlig unverantwortlich, aber bitte, es soll ja auch Menschen geben, die Spass aus Schmerz (anderer natürlich) beziehen, …

        • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

          @Leonie B.

          Was für ein Unsinn!

          Wie kommen Sie auf die Idee, dass das AIDS-Risiko auf Homosexualität “an sich” bezogen würde, wenn jemand schreibt, dass Homosexualität Risiken umfasst?

          Wollen Sie das ernsthaft abstreiten? Was wäre so schlimm, wenn Sie den Fakt akzeptieren würden, dass Homosexuelle ein deutlich erhöhtes Risiko haben, an AIDS zu erkranken und zu sterben (das ist so, ist immer noch so, ist ein FAKT). Sind Sie irgendwie krank – faktophobisch?

          In jedem Fall könenn Sie keine logischen Verbindungen herstellen, denn Sie phantasieren Implikationsbeziehungen herbei, wo keine sind.

          Haben Sie nicht verstanden, dass Homosexualität als “Gottes Prüfung” von Michael Klein als eine notwendige Prämisse auf IHRER Seite identifiziert wurde? SIE müssen Ihre Auffassung BEGRÜNDEN, wenn Sie Michael Kleins Rekonstruktion ablehnen. Statt dessen nutzen Sie das Stichwort, um eine Art Bergpredigt zu halten….

          Und was, bitte, soll Homosexualität “an sich” bedeuten? Sind Sie hier essentialistisch oder naturalistisch unterwegs? Oder kämpfen Sie nur mit der deutschen Sprache?

          Gehören Sie zu den Leuten, die versuchen, durch sprachliches Formulieren mit der Zeit dem auf die Spur zu kommen, was Sie eigentlich sagen wollen?

          Da hilft ein altes Rezept: Erst denken, dann schreiben!

      • Shir Khan III says:

        Wer lebt nicht in seiner eigenen Welt? Was ändert ein Buch das eine Meinung vertritt daran? Ihre Aussagen widersprechen übrigens meiner Erfahrung komplett.

        Ich bin hetero, wenn ich mir es aber Aussuchen könnte würde ich nicht im Traum daran denken mich mit diesem kindischen, emotional instabilen, schwächlichen und an nahezu allen meinen Interessen desinteressierten anderen Geschlecht abzugeben. Dazu kommt noch ein latenter, von den Drecksmedien erzeugter Männerhaß, den dieses schweinische Geschlecht nur zu gern antizipiert. Lenkt es doch von der eignen emotionalen und kulturellen Primitivität ab und verschafft Vorteile.

        Gibt Ausnahmen, Gottseidank, aber wenige.

        Viele Männer die ich kenne sind um Längen Interessanter, unabhängig von ihrer sexuellen Disposition. Die schwule Szene kulturell mannigfaltig, lustiger schöner gesünder und was weiß ich nicht alles.

        Bis eben auf das eine (und andere).

        Wenn Mann die Wahl hätte muss Mann schon wahnsinnig sein sich mit Frauen abzugeben.

        • Wenn Mann die Wahl hätte muss Mann schon wahnsinnig sein sich mit Frauen abzugeben.

          Nur: was heißt das für Ihren Kommentar – von Ihrer Erfahrung als Hetero ganz zu schweigen….))

        • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

          … ja, ich habe mich auch schon so oft gefragt, warum sich Männer sehenden Auges auf Konstellationen einlassen, in denen sie strukturell Nachteile haben, und ich habe letztlich (noch) keine Antwort auf diese Frage gefunden.

          Aber die schlichte Existenz einer zunehmenden Zahl von Hetero-Männern, die dies nicht tun, legen es nahe zu vermuten, dass es sich hier keineswegs um eine Art Automatismus handelt, sondern einfach nur um Unvernunft, mangelnde Konsequenz u.ä., die durch Verweise auf die angebliche Gott- oder Naturgegebenheit von Dispositionen, Orientierungen, Trieben oder was auch immer gerade bemüht werden kann verborgen werden soll. Und das wird einem ja auch leicht gemacht in einer Gesellschaft, in der Eigenverantwortung, Selbsterziehung und persönliche Integrität schon als Begriffe nahezu unbekannt sind.

    • @Leonie B.

      ich habe mir Ihre Kommentare und die Antworten anderer Kommentatoren auf Ihre Kommentare nun eine Weile angesehen, aber jetzt muss ich mich auch einmal zu Wort melden und feststellen: Jetzt ist Ihr Maß an Unsinn und Unterstellungen voll!

      Hören Sie also auf, sich zu ereifern, und fangen Sie statt dessen an, vielleicht doch einmal das ein oder andere Buch zu lesen, sofern Sie es psychisch bewältigen können, sich einmal mit Dingen auseinanderzusetzen, auch, wenn Sie dabei Gefahr laufen, Ihr seltsames Weltbild nicht bestätigt zu bekommen.

      Ich weiß nicht einmal, was eigentlich Ihr Anliegen ist, das Sie durch diese Kommentare vermitteln wollen. Irgendwie fühlen Sie sich affektiv (aber nicht kognitiv) angesprochen, wittern irgendwo etwas, was Ihrem wohlgepflegten Feindbild entsprechen könnte, und artikulieren irgendetwas zwischen Betroffenheit und Vorwurf. Was genau Sie wofür oder wogegen ARGUMENTIEREN wollen, bleibt – anscheinend nicht nur mir – ein Rätsel.

      Also – nun beruhigen Sie einmal Ihren Affekt, und seien Sie nicht albern:

      1.
      Wer, bitte, hat auf diesem blog Homosexualität als Ursache von AIDS benannt?

      (Ach ja, und haben Sie unseren Artikel über die Verwendung von ironischen Anführungszeichen gelesen? Falls nicht, holen Sie es doch bitte nach; damit Sie sehen, dass es sehr gute Gründe gibt, diese Praxis, die ein Resultat von Hilflosigkeit gegenüber der deutschen Sprache ist, zu unterlassen!)

      Wenn Sie meinen, dass etwas “allgemein bekannt ist”, wieso unterstellen Sie dann so bereitwillig, dass andere Leute es nicht wissen, selbst dann, wenn Sie sich über die Ursachen von AIDS überhaupt nicht ausgelassen haben? Assoziieren Sie hier einfach etwas, was Ihnen Ihr Hass gegen Ihr selbst gewähltes Feindbild diktiert?

      Oder geht hier mit Ihnen eine Lust am Belehren durch?

      Fakt ist, dass homosexuelle Praktiken dazu geeignet sind, AIDS zu verbreiten und dass Homosexuelle ein stark erhöhtes Risiko gegenüber Heterosexuellen haben, an AIDS zu erkranken und außerdem daran zu sterben. Das ist so und ist keine Frage des persönlichen Gusto. Wer nicht verblödet oder wahnsinnig ist, streitet die Fakten nicht ab,

      Und vor allem, wer Solidarität mit anderen Menschen empfindet, streitet Fakten nicht ab:

      Wenn Sie tatsächlich einen Funken von Solidarität mit anderen Menschen, hier: Homosexuellen verspüren können, dann ist völlig unnachvollziebar, dass Sie die Fakten bestreiten und völlig gleichgültig gegenüber dem Leiden bleiben, das AIDS bringt, und zwar besonders Homosexuellen. Sie wollen darauf beharren, dass nichts Negatives im Zusammenhang mit Homosexualität GESAGT wird, aber worunter Homosexuelle und andere Menschen im REALEN Leben tatsächlich LEIDEN, scheint Ihnen vollkommen wurscht zu sein. Ich finde diese Haltung einfach nur zynisch.

      2.
      Wo im Artikel, über den Sie sich ereifern wollen, wird denn irgendetwas über die Natürlichkeit oder Unnatürlichkeit von Homosexualität ausgesagt?

      Mir scheint, dass es bei Ihnen normal ist, dass die Phantasie mit Ihnen durchgeht, wenn Sie Ihr Feindbild wittern. Falls das so ist, tun Sie gut daran, eine Psychotherapie zu beginnen – am besten eine Gestalttherapie, in der aufgearbeitet wird, wie und warum man bestimmte so genannte Gestalten aufbaut, die das eigene Denken und Fühlen bestimmen, aber häufig kaum einen Bezug zur Realität haben bzw. nur einen sehr vagen, und die ihre Existenz schlicht den eigenen einseitigen und für die Psychohygiene sachdienlichen Interpretationen verdankt.

      Für uns vom blog, der ein wissenschaftlicher und liberaler ist, ist es schlicht völlig gleichgültig, was angeblich natürlich oder angeblich unnatürlich ist. Daraus ergibt sich für uns keinerlei moralischer Maßstab und auch keine Handlungsvorgabe. Wenn das bei Ihnen so ist, dann ist das Ihr Problem. Aber bitte projezieren Sie es nicht in unsere Texte!

      3.
      Sie schreiben
      “Schließlich kommt sie auch vielfach im Tierreich vor – wie man das in einem Blog, das sich wissenschaftlich gibt, ignorieren kann, verstehe ich nicht.”

      Ganz davon abgesehen, dass Sie Ihr Wissen anscheinend doch aus Büchern beziehen und nur dann behaupten “nicht erst Bücher lesen müssen”, um etwas zu wissen, wenn Bücher die Ideologien, an denen Sie hängen, gefährden könnten, zeigt diese Aussage, dass Sie noch viel mehr nicht verstehen als das, was Sie selbst identifiziert haben:

      Das Thema des Textes, den Sie auf dem blog gelesen haben, war – doch eigentlich offensichtlich – NICHT Homosexualität, geschweige denn, die Natürlichkeit oder Unnatürlichkeit von Homosexualität, die uns nicht die Bohne interessiert (s. Punkt 2).

      Und Wissenschaft besteht keineswegs darin, das zu berichten, was Sie persönlich wichtig finden oder was Ihnen ideologisch in den Kram passt. Wenn Sie wissen wollen, was Wissenschaft ist bzw. unsere Arbeit als Wissenschaftler anleitet, dann lesen Sie unser Grundsatzprogramm!

      Fazit:

      Alle drei Punkte zeigen deutlich, dass Sie irgendein psychisches Problem haben, das dazu führt, dass Sie – man kann es wirklich nicht anders ausdrücken – wild drauflosphantasieren und – schlimmer – Ihren Phantasien so ausgeliefert sind, dass Sie auf der Basis dieser Phantasien dazu bereit sind, Leute bzw. ihre Texte öffentlich zu beschimpfen und Ihren “Dampf” abzulassen.

      Was, meinen Sie, gibt Ihnen das Recht hierzu? Diese Art des Umgangs mit Ihren Mitmenschen und Ihre Gleichgültigkeit gegenüber dem Leiden, das Homosexuellen durch AIDS verursacht wird, lässt mich doch sehr an Ihrer Fähigkeit, Solidarität zu empfinden, zweifeln.

      Oder meinen Sie, Solidarität sei, dass man nachplappert, was andere behauptet haben, dass es gut sei?

      Falsch! Solidarität hat etwas mit persönlicher Verantwortung damit zu tun, wie man Leuten begegnet. Ich fürchte, das hat etwas mit Anstand zu tun, vielleicht auch nur mit Fairness oder Reziprozität – und falls es Ihnen hilft; die kommt sogar in der Natur vor (nur leider nicht bei jedem Menschen)!

  7. Pingback: Fremdsprachen als Gegenmittel zur deutschen Emotionalität? | Kritische Wissenschaft - critical science

Translate »
error: Content is protected !!
Skip to toolbar