Der letzte Sargnagel für den Gender Pay Mythos: Schlechtere Bezahlung wegen geringerer Produktivität

Fabian Ochsenfeld ist Soziologe an der Goethe-Universität in Frankfurt, mit einem Hang zu Themen, die ihn unbeliebt machen. So haben wir bereits in der Vergangenheit über eine Arbeit von Ochsenfeld berichtet, in der er den Mythos der Gläsernen Decke vollständig als solchen enttarnt hat.

Damals hat er gezeigt, dass die Wahl des Studienfachs und die Entscheidung, sich fortzupflanzen, die beiden Variablen sind, die die Wahrscheinlichkeit, in eine leitende Position zu gelangen, determinieren.

wrecking ballNun hat Fabian Ochsenfeld wieder einen Beitrag veröffentlicht bzw. steht dessen Veröffentlichung bevor: Why Do Women’s Fields of Study Pay Less?, so lautet die Überschrift des Beitrags, der darauf wartet, in der European Sociological Review veröffentlicht zu werden. Ausgangspunkt der Untersuchung ist die bekannte Tatsache, dass Berufe, in denen mehr Frauen als Männer tätig sind, mit einem geringeren Lohn verbunden sind. Warum, so fragt Ochsenfeld, erhalten Frauen in ihren Berufen geringere Löhne? Die Forschungsfrage ist so konservativ gestellt, dass sie sicherstellen sollte, dass die Angst der Herausgeber der European Sociological Review vor einer Veröffentlichung von Ergebnissen, die zeigen, dass der Feminismus auf einer Basis falscher Behauptungen aufsetzt, sie nicht vor einer Veröffentlichung zurückschrecken lassen wird.

Auf die Frage, warum in Frauenberufen geringere Löhne bezahlt werden, gibt es drei Antworten:

Die übliche Verschwörungstheorie kommt aus der feministischen Ecke: Sie behauptet, dass die Löhne in Frauenberufen deshalb geringer sind als in Männerberufen, weil es sich um Frauenberufe handele und Frauenberufe gesellschaftlich, also durch das angeblich herrschende Patriarchat, abgewertet würden. Dies ist zum einen eine Tautologie und zum anderen eine Variante des “Frauen-sind-Opfer-Mythos”, an dem Feministen seit Jahrzehnten bestens verdienen.

Die Rollentheorie geht dagegen von Menschen aus, die mit einem freien Willen ausgestattet sind, der freie Wille ist auch bei Frauen vorhanden, weshalb es prinzipiell und im Gegensatz zu feministischen Annahmen möglich ist, dass Frauen ihren Beruf frei wählen, was die weitere Möglichkeit umfasst, dass Frauen, die Karriere machen wollen, hochbezahlte Berufe ergreifen. Entsprechend wird die Klumpung von Frauen in Berufen, die geringer entlohnt werden, Ergebnis einer Selbstselektion durch die entsprechenden Frauen. Sie suchen nach einem Beruf, der nicht zu viel Engagement von ihnen fordert und es ihnen ermöglicht, eine oder mehrere Auszeiten aus welchen Gründen auch immer zu nehmen. Prominent hat Catherine Hakim (2000) diese Theorie gemacht.

Die Humankapitaltheorie geht davon aus, dass der Lohn, den Arbeitnehmer erhalten, eine Funktion ihrer Produktivität ist, die wiederum eine Funktion ihres Humankapitals ist. Arbeitnehmer, die viele Fertigkeiten und Fähigkeiten erworben haben, die motiviert und einsatzbereit sind, können entsprechend ihr Humankapital zu einem höheren Preis verkaufen als diejenigen, die das nicht sind.

Aus den beiden Theorien, der Humankapitaltheorie und der Rollentheorie und aus der feministischen Behauptung leitet Ochsenfled Hypothesen ab, die er auf Grundlage eines sehr guten Datensatzes testet. 4.092 Absolventen, die im Jahre 1997 eine Hochschule mit einem Abschluss verlassen haben, wurden 1997 und 2002 im Rahmen des HIS Absolventenpanels befragt. Da es sich bei dem Datensatz um ein Panel handelt, das Daten für dieselben Befragten zu mehreren Zeitpunkten enthält, ist es möglich, die Berufskarriere nach Verlassen der Hochschule nachzuzeichnen und zu untersuchen, welche Faktoren die Höhe des Stundenlohns, den Absolventen 5 Jahre nach Abschluss ihres Studiums erhalten, determinieren und die drei oben genannten Theorien bzw. Behauptungen zu prüfen.

Die Analyse von Panel- oder Verlaufsdaten, ist das beste, was die Sozialforschung zu bieten hat. Entsprechend sind die Ergebnisse, die nun berichtet werden, Ergebnisse, die auf Daten basieren, deren Gültigkeit man kaum in Zweifel ziehen kann.

Was erklärt nun die geringeren Löhne von Frauen im Vergleich zu Männern?

Die Antwort lautet wie folgt:

  • scully facepalmDer Anteil der Frauen in einem Beruf hat keinen Effekt auf den Stundenlohn. D.h. Berufe werden nicht geringer entlohnt, weil sie vornehmlich von Frauen ausgeübt werden. Ganz im Gegensatz zu dem, was die feministische Mythenbildung behauptet.
  • Die Frage, ob das eigene Studium mit Blick auf das nachfolgende Verdienst ergriffen wurde, mit Blick auf die damit verbundene Möglichkeit, berufliche Karriere zu machen und mit Blick darauf, das Ziel eines hohen Verdiensts zu erreichen, hat einen erheblichen Einfluss auf den erzielten Stundenlohn. Ochsenfeld hat die drei Einzelpunkte in einen Index zusammengefasst, den er Breadwinner-Index nennt. Er beantwortet schlicht die Frage, ob jemand plant, nach seinem Studium auf eigenen Beinen zu stehen oder nicht.
  • Die demographischen Variablen, die einen geringeren Lohn zum Ergebnis haben, können wie folgt zusammengefasst werden: Vornehmlich Frauen aus Westdeutschland, die über wenig bis keine Erfahrung im Beruf verfügen und sich auch während des Studiums keine Berufserfahrung angeeignet haben, die keine innerbetriebliche Weiterbildung mitgemacht haben, verdienen weniger als Frauen und Männer auf die die gemachten Einschränkungen nicht zutreffen.

Ochsenfeld interpretiert seine Ergebnisse vornehmlich als Beleg für die Rollen-Theorie, eine – wie wir finden – Interpretation, die man nicht unbedingt vornehmen muss, denn sein “Breadwinner-Index”, der die Wichtigkeit des Verdienstes nach dem Studium, die Auswahl des Studiums im Hinblick auf das Verdienst und die Intensität, mit der diese beiden Ziele verfolgt wurden, zusammenfasst, diskriminiert nicht zwischen Männern und Frauen. Der Index diskriminiert zwischen Absolventen, für die das Studium ein Zugang zu einem hohen Verdienst ist und die ihr Studium genau aus dem Grund, später ein hohes Verdienst zu erreichen, auswählen und denen, die andere Gründe für ihr Studium haben.

Insofern findet eine Selbstselektion entsprechender Studenten in Studienfächer, die Zugang zu hoch entlohnten Berufen gewährleisten, statt, und diese Selbstselektion umfasst mehr männliche als weibliche Studenten. Die Unterschiede zwischen Studenten, die man als hochmotivierte und auf ihr Berufsleben ausgerichtete Studenten, als karriereorientiert ansehen kann und den anderen Studenten, verstärken sich nach Abschluss des Studiums, denn die karriereorientierten unter den Absolventen vergrößern ihren Vorsprung zu den anderen Absolventen durch Weiterbildung, Training und Erfahrung. Sie erhöhen ihr Humankapital und damit den Preis, den sie für ihre Arbeitskraft verlangen können.

Es ist nicht verwunderlich, dass sich Ochsenfeld scheut, diese Interpretation an seine Daten heranzutragen. Er will die Wahrscheinlichkeit der Veröffentlichung seiner Ergebnisse ja nicht auf Null reduzieren und dass die von ihm beschriebenen Unterschiede Unterschiede zwischen Studenten sind, die in erster Linie Karriere machen wollen und Studenten, die sich ein Hintertürchen offen halten wollen, das sie vom Arbeitsmarkt entlässt und in Familie machen lässt, ist ja auch richtig. Es ist aber nur ein Teil der Wahrheit:

rent-seeking-gordon-tullock-paperback-cover-artDie ganze Wahrheit lautet: Viele Frauen sind nicht bereit, die selben Investitionen in ihre berufliche Karriere zu machen wie Männer. Sie sind nicht bereits, sich über Gebühr zu engagieren, wollen sich nach Möglichkeit nicht übermäßig weiterbilden, nicht ständig ihre Fertigkeiten und Fähigkeiten verbessern, sie wollen schlicht weniger Aufwand für ihren Beruf betreiben als die meisten Männer. Entsprechend ist ihre Produktivität geringer als die Produktivität hochmotivierter und karriereorientierter vornehmlich Männer, und als Folge höherer Produktivität erhalten Letztere höhere Löhne. Das ist schlicht fair.

Und damit sind wir abermals am Kern dessen, man kann es nicht oft genug sagen, was Feminismus ausmacht. Feminismus ist eine Ideologie, der es nicht um Fairness geht, was man schon daran erkennt, dass der Begriff des Humankapitals von Feministen abgelehnt wird. Humankapital betont den Wert des Einzelnen, den Wert der Investitionen in die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Das gerade lehnen Feministen ab. Ihnen geht es nicht um den Wert des Einzelnen, um seine Leistungen und eine gerechte Honorierung für diese Leistungen, sondern darum, sich selbst einen unverdienten Vorteil zu verschaffen.  Feminismus ist der Versuch, gesellschaftliche Ressourcen zu besetzen, und zwar gerade nicht aufgrund eigener Verdienste oder Leistungen.

Entsprechend hat Feminismus wie jede Ideologie ein gestörtes Verhältnis zur Realität. Die Realität ist der größte Feind des Feminismus, entlarvt sie doch die Behauptungen, die von Feministen aufgestellt werden, als haltlos, unbegründet oder schlicht als Lügen, um Vorteile für sich und auf Kosten anderer zu erheischen. Deshalb agitieren Feministen gegen die Rationalität, die Empirie, deshalb ignorieren sie empirische Forschung und wiederholen monoton und gebetsmühlenartig ihr ewiges Lamento.

Die Untersuchung von Ochsenfeld hat eine weitere Behauptung der Feministen, nämlich, dass die Arbeit von Frauen abgewertet, ihre Berufe unterbezahlt sind, als falsche Behauptung entlarvt. Nicht das böse Patriarchat sorgt dafür, dass Frauenberufe geringer bezahlt werden, sondern die geringeren Anforderungen, die geringeren Investition von vielen Frauen in ihre Berufstätigkeit, die geringere Produktivität der von ihnen gewählten Berufe sind die Ursachen. Und damit wird klar und deutlich, worauf Feminismus abzielt: Nicht auf die Gleichberechtigung von Frauen, sondern auf Gleichstellung, darauf, den eigenen Günstlingen Vorteile zu verschaffen, die sie in der Konkurrenz mit anderen aufgrund fehlender Fertigkeiten, Fähigkeiten, fehlenden Engagements und fehlender Bereitschaft, in die eigene Karriere zu investieren, nie erreicht hätten.

Vielleicht wird langsam auch in Deutschland akzeptiert, was nicht von der Hand zu weisen ist: Der Feminismus ist ein Anschlag auf die Gerechtigkeit.

Ochsenfeld, Fabian (2014). Why Do Women’s Fields of Study Pay Less? A Test of Devaluation, Human Capital, and Gender Role Theory. European Sociological Review (online first).

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18 Responses to Der letzte Sargnagel für den Gender Pay Mythos: Schlechtere Bezahlung wegen geringerer Produktivität

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  2. Matze says:

    In diesem Zusammenhang ist vielleicht auch dieser Blog-Artikel lesenwert. Darin befasst sich der Blogger (Lehrer) mit dem “Zukunftstag für Mädchen und Jungen” und dem Heft “planet-beruf.de.Mein Start in die Ausbildung” welches von der Bundesagentur für Arbeit herausgegeben wird und sich an ältere Schüler vor dem Schulabschluss richtet.

    “Während Jungen in soziale Berufe gehen sollen, weil sie dort von anderen gebraucht werden, sollen Mädchen in MINT-Berufe gehen, um ihre eigenen Möglichkeiten zu vergrößern.

    Wer genau ist hier eigentlich privilegiert? Spätestens hier wird auch der vordergründig so sehr um Ausgewogenheit bemühte Zukunftstag von einem klassischen Problem der „geschlechterbewussten Pädagogik“ erwischt: von dem Problem nämlich, dass diese Form der Pädagogik notorisch und zuverlässig eben die Geschlechterklischees produziert, die zu überwinden sie vorgibt. Jungen sollen sich auf dem Erwerbsmarkt gerade so orientieren, wie Männer – und übrigens auch nicht-bürgerliche Frauen – dort ohnehin schon seit eh und je ihre Entscheidungen treffen: Sie sollen überprüfen, wo sie gebraucht werden, und sie sollen sich dort zur Verfügung stellen.

    Für Mädchen hingegen wiederholt die Kampagne das Missverständnis der Erwerbsarbeit, das frauenpolitische Diskussionen spätestens seit de Beauvoirs „Das andere Geschlecht“ prägt – das Missverständnis nämlich, es ginge im Erwerbsleben vor allem darum, eigene Möglichkeiten zu vergrößern und eigene Potenziale zu verwirklichen.

    Wer aber diese fixe Idee propagiert, die übrigens nur im Kontext äußerst privilegierter Arbeitsverhältnisse entstehen konnte, der trägt eben dazu bei, dass Mädchen sich NICHT in MINT-Berufe orientieren. Wenn es nämlich nicht so wichtig ist, mit einem guten Verdienst zu kalkulieren, und wenn es wichtiger ist, eigene Potenziale zu entfalten, dann werden weiterhin viele Mädchen und junge Frauen in soziale Berufe strömen – oder in die Medien – oder auch in künstlerische Berufe.”

    http://man-tau.blogspot.de/2014/06/von-mint-girls-und-gebrauchten-jungen.html

  3. Meier, Hans (Kempten) says:

    “Letzter Sargnagel”?????

    Liebe Frau Dr. habil. Diefenbach,
    lieber Herr Klein,

    ich schätze sciencefiles sehr. Aber gelegentlich muss ich Ihnen widersprechen. In diesem Fall sitzen Sie, fürchte ich, einer besonderen Form des Aberglaubens auf – der Vernunftgläubigkeit, zu der auch der Glaube gehört, durch argumentative Widerlegung widerlegte Behauptungen würden nach ihrer Widerlegung nicht mehr aufgestellt. Ich gehe mit Ihnen jede beliebige Wette der Welt ein, dass die gender gap-Lüge durch diese Widerlegung nicht verschwinden, sondern dreist weiterverbreitet werden wird. Die Widerlegung interessiert die Verbreiterixe nicht. Nicht im Geringsten.

    Ich bin, ich gestehe es, in etwa so vernunftgtläubig wie Sie. Allerdings bin ich dabei, den Glauben daran zu verlieren, dass Vernunft ein universales Prinzip ist, an das sich alle Menschen halten. Es gibt genug Menschen, die WOLLEN unvernünftig sein (die Diskreditierung der Rationalität als “männlich” und “patriarchal” bildet so etwas wie eine Grundlegung dafür – Grundlegung nicht im logischen, sondern im deklaratorischen Sinn: Man stellt einfach eine Behauptung auf und beharrt auf ihr.)

    Nun ist die Qualität dieser Unlogiok oft erbärmlich. Jeder am Denken sich Erfreuende arbeitet sich ab an Paradoxien, den Aporien Kants, den Perspektivenverzerrungen in den Bildern Eschers etc. – in der Logik rüttelt man auch immer an deren Grenzen. Dreiste Behauptungen wie das gender-gap-Ding sind aber nicht einmal Versuche, die Grenzen der Logik zu erkunden. In all ihrer unübersehbaren Dummheit stehen sie nackt und prall und dumm und sichtbar im Land, nehmen Platz ein, VIEL Platz und haben gesellschaftliches Gewicht allein aufgrund des Gewichts der Dreistigkeit, mit dem sie vorgetragen werden.

    Als vernünftiger Mensch kann man darüber verzweifeln. Aber das würde der Dummheit nur in die Hände spielen. Deshalb: Gegen Kanonen hilf kein Florett mehr, gegen Atombomben kämpft man nicht mit Pfeil und Bogen. Ich frage mich mittlerweile, ob Vernuft wirklich gegen Dummheit hilft.

    Was tun? Vielleicht hilft gegen Dummheit ja Dummheit – aber ist es wirklich Dummheit? Es ist eine Art hinterhältiger Bauernschlauheit, die einfach dreist ihre Interessen reklamiert, mag ansonsten auch die Welt untergehen. Also: Vielleicht hilftDreistigkeit gegen Dreistigkeit, Bauernschläue gegen Bauernschläue. Zu letzterer, ich gestehe es, fällt mir nichts ein – weil ich nicht im Feld der Aufstellung instrumenteller Behauptungen tätig bin. Aber um gerade diese geht es. Nun kann und soll sciencefiles natürlich kein Medium der Unvernunft werden – aber vielleicht könnte die nicht-rationale Seite der Dreistigkeit verstärkt mit in den analytischen Blick genommen werden? Damit andere lernen, wogegen sie Gegen-Dreistigkeiten platzieren können? Gegen-Dummheit ließe sich vielleicht auch in durchschaubarer Weise probieren im Medium der Satire, dass Sie ja gelegentlich erfolgreich nutzen?

    Entschuldigen Sie bitte diese Einmischerei in Ihren hervorragenden Blog mit meinen unerbetenen Überlegungen, aber Sie inspirieren einfach dazu mit Ihrer nicht genug zu lobenden Arbeit…

    • Lieber Herr Meier,

      Vernunft hilft schon deshalb gegen Dummheit, weil es auf lange Sicht die einzige Form ist, die ein Überleben sichert – welche Versicherung gegen den Genuss von Fliegenpilzen gibt es, als die Vernunft.

      Aber Sie haben Recht, man kann an der Dummheit verzweifeln, aber das heißt nicht, dass man die Definitionsgewalt aufgeben soll. In der Welt der Vernünftigen, an Universitäten, die Feministen doch so besonders gerne infiltrieren, herrscht Vernunft, davon gehen wir nicht ab. Und Vernunft hat die Angewohnheit, im Einklang mit der Realität zu leben, zumindest danach zu streben. Entsprechend ist Wissen, sind emprische Fakten die Grundlage vernünftigen Handelns. Dass dies auf Feministen nicht zutrifft, dass sie angetreten sind, die Vernunft zu beschädigen, wenn nicht gar zu beseitigen (wie jede Ideologie) ist uns auch klar, aber deshalb werden wir nicht aufhören, in der Welt der Vernünftigen zu leben und uns entsprechend zu positionieren.

      Und ansonsten muss man Geduld haben, zeitweise viel Geduld, aber bislang ist es noch nicht gelungen, gegen die Vernunft und gegen die Realität anzuleben, nicht einmal Deutschen, wenngleich der entsprechende Versuch im Dritten Reich nur von außen beendet werden konnte – wichtig: Er wurde beendet.

    • Nathan mit Meise says:

      Wenn es um Vorteilsnahme geht wird mit allen Mitteln vorgegangen. Die hartherzigen, gefühlsarmen und rücksichtslosen setzen sich durch. In Kurzform: Shice treibt nach oben.

      Das könne Sie bei den Femi…. Ideologinnen in Reinkultur beobachten. Es ist aber nur eine neue Spielart des immer gleichen. Argumente sind da fehl am Platz, geht es doch nur um Habgier, Macht Geld und sonstige niedere Eigenschaften diverser Zeitgenossen.

      Artikel und Seiten wie diese sind wichtig, aber nicht für die Täter, Wenn das was oben treibt ein Gewissen oder Hirn hätte das man mit Argumenten und Tatsachen erreicht wäre es zu dem was es tut nicht in der Lage.

      Ergo eine Negativauslese, sinnlos sich damit zu beschäftigen.

      Wer sein Gewissen nicht an der Garderobe abgibt ist Adressat, nicht der oben schwimmende Abschaum.

  4. Vor ein paar Tagen fragte ich meine Freundin was wohl die Folgen wären, wenn Müllmänner und Frisuerinnen jeweils für vier Wochen in den Streik treten würden und wer aus beiden Berufsgruppen wohl mit seinen jeweiligen Lohnforderungen die besseren Chancen hätte sich durchzusetzen? Die Fragen, samt Begründungen, mag sich jeder selbst beantworten. 😉

  5. karstenmende says:

    Sogar die FAZ hat mittlerweile erkannt, dass es einen Run der akademischen Weiblichkeit auf unselbstständige, wenig karrierebewusste “Berufe” *) gibt. Sie bezieht dieses Phänomen zwar auf alle Deutschen Studenten im allgemeinen, nicht aber ohne erkannt zu haben, dass dieser Trend besonders für junge Frauen zutrifft:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/deutschlands-studenten-wollen-in-den-staatsdienst-13021446.html

    Aber besonders einer Schlussfolgerung kann man nur zustimmen: Je besser die Noten, desto unbeliebter der öffentliche Dienst. Der Tummelplatz der Akademikerinnen ist somit ein Sammelbecken für ein defizitäres Leistungsniveau. Es ist erfrischend, so etwas auch mal im Mainstream zu lesen und nicht immer nur hier. 🙂

    *) In Anführungszeichen deshalb, weil dieser Begriff von Berufung kommt, und diese mit der Voraussetzung verbunden ist, voll und ganz in ihr aufzugehen. Eine halbherzige Halbtags-Beschäftigung, von der noch ein Großteil für private Dinge aufgewendet wird, kann daher wohl kaum als Beruf gelten. Auch der Mangel an Weiterentwicklung und Optimierung, der besonders im öffentlichen Dienst ein Problem darstellt, sprich dem Begriff Beruf Hohn. Nicht jedoch, wenn man das parasitäre Nutznießen als seine Berufung betrachtet. Dann sollte man diese Berufsbezeichnung aber auch als “Nutznießer/in” definieren dürfen. Ein sehr naheliegendes Anliegen, denke ich.

  6. lernender says:

    Sorry es ist jetzt OT – aber das schlägt den Fass die Krone aus.

    Zur Person

    http://www.uni-kassel.de/fb05/fachgruppen/soziologie/soziologie-der-diversitaet/prof-dr-elisabeth-tuider/zur-person.html

    der ganze Gender&Diversityquark, also kann nix, is nix, weiß nix..

    ..aber jetzt der Unsinn des Jahrtausends.. ( oder Fantasien einer Psychopathin )

    http://www.hna.de/lokales/kassel/kasseler-soziologin-fordert-sexualkundeunterricht-praktischen-uebungen-3664580.html

    “Da sollen 15-Jährige zum Beispiel einen „Puff für alle“ einrichten. Dabei werden die Jugendlichen aufgefordert, an die sexuellen Vorlieben und Präferenzen verschiedener Gruppen zu denken. Denn es mache ja einen Unterschied, ob ein weißer, heterosexueller Mann, eine muslimische oder katholische Frau oder eine transsexuelle lesbische Frau bedient werden soll.”

    K I N D E R sollen im U N T E R R I C H T einen P U F F einrichten? Hähhh?

    “Und für 12-Jährige gibt es in einem Fragebogen zum Thema „Zur Liebe gehört für mich…“ unter anderem die Ankreuzmöglichkeiten „guten Sex zu haben“, „die Freiheit mit anderen ins Bett zu gehen“ und „Oralverkehr“. In anderen Aufgaben kommen Dildos und Vaginalkugeln vor, oder es geht um die Bedeutung des Begriffs „gang-bang“ (wenn jemand hintereinander mit vielen Männern Sex hat).”

    (For the record – Fragebogen für 12jährige..)

    “Ab 12 Jahren. Die Leitung stellt Fragen mit je drei Antwortmöglichkeiten, die die Kinder in Kleingruppen beantworten sollen. Darunter auch diese Fragen:

    Was ist eine Vakuumpumpe? a) Ein Gerät zur Zubereitung luststeigernder Lebensmittel; b) Eine Plastikpumpe zum Aufbau und zur Verstärkung der Erektion; c) ein Gummipuppen-Sterilisator.

    Was ist gang-bang? a) Sex in einer Gruppe von vielen Männern und Frauen; b) Sex zu dritt; c) Wenn eine Person mit mehreren Männern, die in einer Schlange anstehen, hintereinander Sex hat (urspr. Gruppenvergewaltigung).”

    ???

    “Altersstufe: ab 13 Jahren. Die Jugendlichen bilden Vierergruppen und ziehen vier Karten, auf denen verschiedene erste Male stehen. Neben das erste Mal Eifersucht, Händchenhalten oder Küssen gibt es auch das erste Mal Petting und das erste Mal Analverkehr. Die Jugendlichen sollen dann ein erstes Mal auswählen und es in frei gewählter Form (zum Beispiel als Gedicht, als Bild, als Theaterstück oder Ähnliches) darstellen. Die Zuschauenden müssen dann raten, was dargestellt wird.

    3 – 2 – 1 – deins!

    Ab ca. 14 Jahren. Bei einer gespielten Auktion sollen die Jugendlichen Gegenstände für sieben verschiedene Parteien in einem Mietshaus ersteigern. Dort wohnen eine alleinerziehende Mutter, eine heterosexuelles kinderloses Paar, ein schwules Paar, ein lesbisches Paar mit zwei Kindern, ein Senioren-Paar, eine Wohngemeinschaft mit drei Behinderten, eine Spätaussiedlerin aus Kasachstan. Ersteigern können die Jugendlichen neben Häkeldeckchen, Windeln und Schraubenzieher unter anderem einen Dildo, Kondome, Potenzmittel, Vaginalkugeln, Lack und Leder. Handschellen und Kamasutra”

    Liebes CS Team, eventuell ist das ein Thema bei euch diskussionswürdig, ich finde es einfach nur noch erschreckend und pervers mit welcher Selbstverständlichkeit der ursprüngliche Sexualunterricht in der Schule zu einem vojeuristischen Horrorkabinett verkommt, deren Nutznießer nicht nur von unseren Steuergeldern bezahlt wird, sondern sich abends im Bettchen noch selber einen runterbürsten, lassen diese sich den tag vorm geistigen Auge ablaufen..

    • Matze says:

      Passt doch super in das Gender Mainstreaming – Konzept:

      1. In der Welt braucht es weniger Menschen und mehr sexuelle Vergnügungen. Es braucht die Abschaffung der Unterschiede zwischen Männern und Frauen sowie die Abschaffung der Vollzeitmütter. 2. Da mehr sexuelle Vergnügen zu mehr Kindern führen kann, braucht es den freien Zugang zu Verhütung und Abtreibung für alle und Förderung homosexuellen Verhaltens, da es dabei nicht zur Empfängnis kommt.

      3. In der Welt braucht es einen Sexualkundeunterricht für Kinder und Jugendliche, die zu sexuellem Experimentieren ermutigt, es braucht die Abschaffung der Rechte der Eltern über ihre Kinder.

      4. Die Welt braucht eine 50/50 Männer/Frauen-Quotenregelung für alle Arbeits- und Lebensbereiche. Alle Frauen müssen zu möglichst allen Zeiten einer Erwerbstätigkeit nachgehen.

      5. Religionen, die diese Agenda nicht mitmachen, müssen der Lächerlichkeit preisgegeben werden.

      http://agensev.de/programm/die-5-gender-thesen/

      Also ein Puff im Unterricht passt da doch super ins Konzept.

  7. Jappy Jump says:

    Die Untersuchung von Herrn Ochsenfeld ist m.E. verallgemeinernd und zu oberflächlich. Warum lässt er die nachgewiesenen Gehaltsunterschiede bei gleicher Branche, gleicher Position, Region, Vorbildung usw. unberücksichtigt? Ein Beispiel: Die tekom-Gehaltsstudie, siehe S. 10 und 13 (http://www.tekom.de/fileadmin/Dokumente/de/2013-07_Auswertung_Gehaltsstudie_DE.pdf).

    • Der Mann prüft Hypothesen, wie das in der Wissenschaft üblich ist. Eine der Hypothesen, die er prüft lautet: Es gibt gesellschaftliche Strukturen, die dazu führen, dass Frauen und die Arbeit, die sie machen, schlechter bewertet und bezahlt werden. Die Prüfung dieser Hypothese zeigt: Sie ist schlicht falsch. Frauen werden schlechter bezahlt, weil vielen von ihnen, generell gesprochen, weniger in ihre Karriere investieren als Männer.

      Wenn Sie die Literatur zum Gender Pay Gap kennen, z.B. die Arbeiten von Oaxaca und Blinder jeweils aus dem Jahre 1973, dann wissen sie sicher, dass das Gender Pay Gap weitgehend verschwindet, wenn unterschiedliche Branchen und Berufe berücksichtigt werden. Die Erkenntnis hat sich selbst beim Statistischen Bundesamt durchgesetzt, weshalb man dort nur noch auf das bereinigte GPG Bezug nimmt. Oder in den Worten von Oaxaca (1973: 699): “It is clear that the magnitude of the estimated effects of discrimination crucially depends upon the choice of control variables for the wage regression. A researcher’s choice of control variables implicitly reveals his … attitudes towards what constitutes discrimination in the labour market”.

      Mit Ochsenfelds Untersuchung haben wir jetzt endlich eine Umtersuchung, die Hypothesen prüft und nicht eine al gusto Variablen in Regression-Stopf-Vorgehensweise einsetzt.

      • Susa says:

        Studien von “irgenwelchen” Leuten hin oder her- ich habe in einem Copy-Shop gearbeitet, bei dem neu eingestellte männliche Mitarbeiter von Anfang an ein höheres Gehalt als weibliche bekommen haben. (Chouvinist!) Anderer Betrieb; meine Tätigkeit Verwaltung – alt eingesessene Monteure blieben auf niedrigen Gehältern sitzen, während neu eingestellte nach Lust und Laune Gehälter wie Urlaubstage ausgehandelt bekamen. Wortlaut: xxx hört sich aber besser an- genehmigt. Von Vorkenntnissen oder irgendwelchen anderen Hintergründen unbeachtet. Die Firma gibt es noch. Ich weiss ja nicht, wer hier idealisiert!

        • Ja, wenn Sie eine Beobachtung gemacht haben, dann muss die bestimmt für das ganze Deutschland gültig sein. Chauvinist übrigens, nicht Chouvinist. Vor allem für den Teil, der unter Tarifrecht fällt. Im Gegensatz zu ihnen bemühen sich Leute, die “irgendwelche” Studien erstellen, übrigens die Reichweiter ihrer Ergebnisse zu bestimmen bzw. nicht aus einem Fall auf ganz Deutschland zu schließen. Aber, jetzt, wo wir alle die Vorzüge der spontanen Verallgemeinerung kennen, müssen wir natürlich, da Alice Schwarzer als Feministin Steuern hinterzogen hat, schließen, dass alle Feministen Steuern hinterziehen.

    • a.behrens says:

      Die Studie liefert Zahlen, aber keine Begründung. Eine Begründung könnte man ganz einfach liefern:

      Unterteilung der Stichprobe nach Tarifvertag und Außertariflich. Meine persönliche Vermutung: es wird mehrheitlich tarivvertraglich bezahlt. Gibt es hier unterschiedliche Bezahlungen, dann liegt es am Tarivvertrag. In diesem kann man reingucken und prüfen ob nach Geschlechtern unterschieden wird. Gibt es eine außertarifliche Bezahlung –> eigene Entscheidung des Angestellten.

      An Ihnen (oder dem Ersteller einer Studie) wäre es jetzt, einen Tarivvertrag zu präsentieren, in welchem nach Geschlechtern unterschieden wird. Meine These: Es gibt in Deutschland keinen solchen Vertrag, da ein solcher Vertrag vom zuständigen Arbeitsgericht kassiert werden würde. Es gibt aber nach meiner Beobachtung innerhalb eines Tarifvertrags Möglichkeiten sein Einkommen zu beeinflussen. Etwa über Leistungszulagen oder -abschläge, die Art der Ausbildung (Behörden unterscheiden zB zwischen FH und Uni-Studium) oder die Wahl des Jobs (technische Dokumentation gibt es unterschiedlichem Qualitätsniveau, für unterschiedliche Zielgruppen und in unterschiedlichen Sprachen).

      Die Studie liefert daher keine weitere Aussage als “Männer und Frauen verdienen unterschiedlich”. Ochsenfeld liefert nun eine Begründung. Und IMO greift diese Begründung auch kleinteilig innerhalb eines Unternehmens.

    • Marcel Elsener says:

      Ich habe mir die von Ihnen verlinkte Studie mal angeschaut und bin zu folgenden Befunden über deren gravierenden Mängel gekommen:

      1. Die Daten über die Ausbildung der Befragten wurden zwar erhoben, flossen aber offensichtlich nicht in die Auswertung mit ein. Es spielt schon eine Rolle, ob jemand in der Branche ‘Technische Dokumentation’ eine technische Ausbildung hat oder eine sprach-/geisteswissenschaftliche. Kompetent eine technische Dokumentation zu erstellen, ist wohl nur ersterer, während letzterer vermutlich bei der Redigierung der bereits erstellten Fachtexte zum Einsatz kommt. Immerhin mehr als ein Viertel der Befragten hatte keine technisch/naturwissenschaftliche Ausbildung – wahrscheinlich grossmehrheitlich Frauen.

      2. Die fachlichen Funktionen der Befragten wurden gar nicht erst erhoben. Die Art der fachlichen Funktion ist zweifellos relevant für die Lohnhöhe. Ob jemand mit viel Gehirnschmalz und technischem Fachwissen eine technische Dokumentation erarbeitet oder nur als ‘Tippse’ tätig ist, spielt eine grosse Rolle. Punkt 1 und 2 hängen natürlich zusammen.

      3. Die Führungsfunktionen wurden nur äusserst grob erfasst. Es wurde lediglich unterschieden zwischen Mitarbeitern ohne und mit Führungsfunktionen. Jemand aus der letzteren Gruppe kann ein einfacher Bürochef sein oder aber Leiter eines Grossunternehmens, was sich massiv in der Gehaltshöhe niederschlägt. Da Frauen selten in höhere oder gar höchste Führungsfunktionen aufsteigen, ist auch hiermit ein Teil der Lohndifferenz erklärbar.

      4. Die Berufserfahrung wurde ebenfalls nur äusserst grob erfasst. Es wurde lediglich unterschieden zwischen Neueinsteigern (< 5 Jahre Berufserfahrung) und dem ganzen Rest. Die Art der Berufserfahrung wurde nicht näher spezifiziert. Frauen wechseln die Stelle schneller und haben grössere Zäsuren in ihrer Erwerbsbiographie; damit können sie im Schnitt weniger Berufserfahrung aufbauen als Männer.

      5. Bei etlichen lohnrelevanten Merkmalen wurde nicht geschlechterbezogen differenziert. Beispielsweise bei den Überstundenentschädigungen. Gemäss anderen Untersuchungen leisten Männer weitaus häufiger Überstunden, was sich natürlich auf den Lohn auswirkt. Entweder direkt über bezahlte Überstunden oder indirekt bei unbezahlten Überstunden, die aber bei Bonifikationen oder gar Lohnerhöhungen trotzdem berücksichtigt werden. Ebenso wurden die geschlechterbezogenen Daten zu leistungs- und umsatzbezogenen Boni unterschlagen. Warum wurden diese wichtigen Details nicht geschlechterbezogen ausgewiesen, obwohl sie doch erhoben wurden?

      Fazit: Wir haben es hier mit einem schönen Beispiel von feminismusfreundlicher Propaganda zu tun. Aufgrund der sehr unscharfen Datenerhebung in Bezug auf Funktion und Berufserfahrung der Befragten, sowie der Unterschlagung von wichtigen Details (Ausbildung, lohnrelevante Sonderleistungen), ergibt sich eine Studie, deren Erkenntnisgewinn gering ist.

      Weitaus interessanter ist wohl die Motivation, weshalb man in der Branche 'Technische Dokumentation' einen solch nichtssagenden Bericht überhaupt hat erstellen lassen. Ich vermute, es handelt sich um Imagepflege gegenüber Vertretern aus Politik und Medien, denen man damit ihre vorgefasste Meinung (Frauen werden gegenüber Männern schlechter bezahlt) bestätigen wollte. Der zweite Teil der Imagekampagne wäre dann die medienwirksame Propagierung von nutzlosen Fördermassnahmen für Frauen als Alibiübung. So etwas gefällt den Polit- und Medienfunktionären immer gut, und sie lassen sich (noch) meist davon ablenken.

      Wenn man sich als Unternehmer die Polit- und Medien-Mischpoke mit solchen Methoden vom Halse zu halten vermag, kann man weiterhin fachlich gute, marktfähige Arbeit leisten und Gewinne daraus generieren. Die Kosten für solche unnützen Leerläufe kalkuliert man mit ein. Es ist so ähnlich, wie wenn man einem Mafiaboss eine Schutzgeldzahlung leistet, damit er seine Schlägertruppen stillhält. Wie lange diese opportunistische Strategie gegenüber Parasiten allerdings noch funktioniert, wird sich zeigen.

      • a.behrens says:

        Ich widerspreche mal: Es wird Bruttoverdienst angegeben und der Bruttoverdienst ist bei Frauen durchgehend bei allen Unternehmensgrößen und unabhängig von der Berufserfahrung niedriger. In der Studie wird angegeben, dass es sich um ein Bruttoeinkommen unabhängig von irgendwelchen Zuschlägen handelt.

        ABER: Zwei Kriterien sind IMO extrem wichtig: Bildung und Vertragswahl. In der Softwareentwicklung kenne ich es so, dass es zwei Typen von Dokumentationen gibt. Die eine ist für den Endanwender. Diese muss möglichst einfach zu verstehen und idiotensicher sein. Die Stundensätze für solche Arbeiten liegen bei 60 für _einfache_ Arbeiten und gehen bis in den dreistelligen Bereich. Einfach weil diese Art der Dokumentation kann mein keinem Germanisten oder Kunstliebhaber überlassen, da braucht es Leute die logisch denken können und wissen worüber sie schreiben.

        Die Bildung wirkt sich daher ganz drastisch auf das Einkommen aus.

        Bezüglich Vertragswahl: Als ich noch eigene Angestellte hatte (ist zum Glück lang her) hatten die zwei Wahlmöglichkeiten: monatlich fix mit eher kleinem Gehalt oder aber winziges Gehalt plus fette Zulagen abhängig von Unternehmenserfolg und jeweiligem Beitrag. Rhetorische Frage: Welches Geschlecht hat wohl wie gewählt…

        Es gibt IMO noch mindestens einen dritten Bereich, gerade bei Einsteigern, der sich drastisch auf das Einkommen auswirkt: Reisebereitschaft. Leute mit Reisebereitschaft kann man an als externen Mitarbeiter an andere Unternehmen vermieten. Bringt richtig viel Kohle und zwar sowohl für den Mitarbeiter als auch für das Unternehmen. Ist aber extrem anstrengend (mal im Hotel schlafen ist im Urlaub ganz lustig, aber in Hotels leben ist eine andere Größenordnung). Und auch hier wieder die rhetorische Frage:

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Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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