Sozialismus 2.0: Die ultimative Form der Abhängigkeit

Über die letzten Jahre haben wir über eine Vielzahl von neuen Süchten, z.B. die Internetsucht, nun die Arbeitssucht berichtet. Wir haben unzählige Versuche der Paternalisierung beschrieben, Versuche, Menschen ihr Nutella zu vergällen, sie vom Rauchen abzuhalten, vom Alkohol zu entwöhnen, sie in die richtige Richtung zu schubsen, wobei die angeblich richtige Richtung immer die Richtung ist, die andere für die entsprechend Geschubsten als richtig ansehen, nie die Richtung, die die Geschubsten selbst für richtig halten.

MaxLeninWir haben Versuche beschrieben, die Freiheit der Wissenschaft zu beseitigen, die Wissenschaft an die Kette einer vermeintlichen Verantwortung zu legen, wobei die Verantwortung das ist, was von Dritten als Verantwortung von Wissenschaftlern definiert wird. Im Klartext: Was Dritte denken, dass Wissenschaftler nicht tun sollten, warum auch immer sie das denken. Wir haben eine große Zahl von Beiträgen den Versuchen gewidmet, unter dem Vorwand der Frauenförderung Personen an Universitäten zu installieren, sei es als angebliche Beauftrage für Gleichstellung, sei es als Nutznießerin des Professorinnenprogramms, die mit Wissenschaft wenig bis nichts, dafür viel mit Ideologie zu tun haben. Während man Gleichstellungsbeauftrage mit den Politkommissaren gleichstellen kann, die z.B. an DDR Universitäten dafür gesorgt haben, dass die Lehre nicht von der Heiligen Schrift des angeblich wissenschaftlichen Marxismus-Leninismus abweicht, sind die meisten Professorinnenprogramm-Günstlinge mit denen zu vergleichen, die die heilige Lehre des Marxismus-Leninismus an DDR-Universitäten gepredigt haben.

Schließlich haben wir über eine Vielzahl von Versuchen berichtet, Arme, Armut zu instrumentalisieren oder mit der angeblich bildungsfernen Schicht eine Personengruppe aufzubauen, die für die diffusesten Maßnahmen als Legitimation herhalten muss, Maßnahmen, die allesamt darauf abzielen, eine Transferexistenz zu begründen oder Eingriffe in bislang von staatlichen Häschern unberührte Bereiche der Gesellschaft zu ermöglichen, Eingriffe, die zum Ziel haben, den neuen, den modernen Menschen zu schaffen, den Menschen, der für Sozialismus 2.0 tauglich ist.

Insofern alle Varianten des Sozialismus davon träumen, einen neuen Menschentypus, eine Art Drohne des kommunitaristischen Lebens zu schaffen, ist dies nichts Neues.

Neu ist die Art des Angriffs.

An die Stelle von Zwang, Drohung und Elimination sind subtilere Formen des Übergriffs auf die individuelle Existenz getreten, Übergriffe, die das Ziel verfolgen, die unabhängige, autonome und freie Existenz von Individuen zu beenden und sie in Abhängigkeit vom Staat zu bringen, sie zu Drohnen 2.0 zu machen, die nur leben können, weil ihr Staat, der große und gute Pater Familias für sie sorgt.

Hayek KnechtschaftDies ist der Kern aller neu erfundenen Süchte, aller neuen Maßnahmen und gesetzlichen Regelungen: Die Beseitigung individueller Freiheit und die Diskreditierung aller Formen, die Menschen ein Auskommen unabhängig vom großen Pater Familias, dem Gott der Moderne, dem Staat, ermöglichen. Ziel von Sozialismus 2.0 ist es entsprechend, Freiheit zu beseitigen und Menschen in Abhängigkeit zu bringen.

Instrumentell dabei ist der Feminismus, der es als Errungenschaft oder gar Emanzipation verkaufen will, dass Menschen am Tropf des Staates hängen, sich in eine geförderte Daseinsform überführen lassen, die ihre Staatsdienlichkeit mit allerlei Subventionen belohnt, sei es die Bezuschussung der eigenen Parzelle, auf der das Standardhaus steht, sei es die steuerliche Begünstigung des staatlich erwünschten Lebensstils, sei es die direkte Prämie dafür, dass Menschen, die bislang zumindest die Möglichkeit hatten, ein unabhängiges Leben zu führen, sich fertil verhalten, sich dafür bezahlen lassen und fortan ein Leben in kompletter Abhängigkeit von staatlichen Vorgaben führen.

Instrumentell sind ferner Lehrpläne in Schulen, die mit allerlei ideologischem Ballast überladen werden, so dass Schüler von der ersten Klasse an lernen, wie man ein guter Staatsdiener ist, wie man sich zu einem Gemeinschaftsmenschen entwickelt, der keine Fragen stellt und vor allem eines nicht tut: ein Leben unabhängig vom Staat und seinen Alimenten führen.

Instrumentell dabei ist schließlich ein großangelegter Angriff auf die Arbeit, die Möglichkeit für Menschen, eine Unabhängigkeit zu erreichen und ein Leben zu führen, das nicht vom Staat abhängig ist. Deshalb wird Arbeit verteufelt, derjenige, der gerne arbeitet, zum Süchtigen erklärt. Deshalb wird Arbeit dadurch entwertet, dass jeder Unsinn plötzlich als Arbeit, als Care-Arbeit anerkannt werden soll. Die Überzeugung von Menschen, dass Arbeit zum Leben notwendig ist, wird systematisch untergraben, systematisch durch die Verlockung einer „Work-Life-Balance“, die angeblich Menschen eher zuträglich ist und ihnen mehr Zeit für sich geben soll (was immer das auch bedeuten mag) als Arbeitszeit versüßt und mit der Teilzeitarbeit gekrönt, jenem letzten Steinchen im Versuch, den sozialistischen, vollumfänglich abhängigen Menschen zu schaffen.

Und am Ende sehen wir ihn, den sozialistischen Menschen.

sozialistischer Mensch Sein Leben hängt von den Almosen ab, deren Höhe sein Staat festsetzt und die sein Staat ihm gewährt. Der Verlauf seines Lebens ist vom Staat geplant, die einzelnen Lebensphasen durchläuft der sozialistische Mensch oder besser: die sozialistische Drohne, zu der der alte Mensch geworden ist, in vorgefertigten Bahnen, die ihm nichts bieten, was seine Ausnutzbarkeit durch den Staat beeinträchtigen könnte. Schadstoffe, die die Funktionsweise der sozialistischen Drohne beeinträchten, sind seinem Zugriff ebenso entzogen wie die Möglichkeit, seinem sozialistischen Dahinsiechen ein eigenes Ende zu bereiten, denn die friedliche sozialistische Gesellschaft funktioniert ohne Gegenstände, die durch eine Dual Use Problematik ausgezeichnet sind.

Die neue sozialistische Drohne ist lenkbar, einsetzbar, bewegbar, verfügbar und willfährig, denn sie hat in der Schule gelernt, dass das, was ein sozialistischer Mensch sein will, nicht kritisiert, nicht hinterfragt und vor allem eines nicht tut, nach mehr verlangen, als ihm sein Staat zu geben bereit oder fähig ist.

Willkommen im Sozialismus 2.0.

Über Michael Klein
... concerned with and about science

21 Responses to Sozialismus 2.0: Die ultimative Form der Abhängigkeit

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  2. Laevus Dexter sagt:

    Ich sehe den Erich seit Jahren auf seiner Wolke sitzen, jeden Abend von Angie evoziert, und beide lachen sich schlapp.

  3. alphachamber sagt:

    Sie haben es wieder gut auf den Punkt gebracht.
    Ich sehe die Hauptprobleme als folgende: 1. Es handelt sich schon lange nicht mehr um reine Propaganda – Gesetze und Regularien zwingen die Gesellschaft in den karamell-farbigen, gleichgesinnten und selbstbestäubenden Einheitsbrei. Jeder Unternehmer mit mehr als 2 Angestellten, jeder Produktive oder Talentierte stammt aus direkter Linie des feudalen Großgrundbesitzes. Während jeder Loser zum Helden der Arbeit(slosigkeit) oder Opfer des hemmungslosen Kapitalismus wird. Das „labelling“ der Vernunft als „rechts“ funktioniert zuverlässig.
    2. Das Feindbild ist schon erfolgreich erstellt: Gleich rechts, neben Umverteilung, Mindestlohn, unbeschränkter Ein(Unter-)wanderung und Energiewende lauert DAS BÖSE (und „Braune“!). Nach den Medien, Kabarettisten und meisten Blogs befinden wir uns in der schlimmsten Phase eines Neo-Liberalismus und Raubtierkapitalismus.
    Der Bürger bestimmt (immer noch) die Richtung. Vielleicht, muss es eben so laufen, bis die gesamte Struktur einbricht und die Reaktion beginnt. Aber, solange sich Pikettys sozialistische Fleißarbeit 100 mal mehr verkauft als Mises oder Bastiat, bewegt sich nicht einmal etwas.😦

  4. ron doll sagt:

    Unsinn der woche- wenn man selber nicht mehr mit dem zeitgeschehen umzugehen weiss- wird der ach so boese sozialismus aus der mottenkiste geholt.grauenhafte logik hier!
    so wie es jetzt laeuft,ist alles dem ausufernden und -hoffentlich bald- zuu ende gehendem kapitalismus zu verdanken-und nciht anders oder umkehrschluss zu machen. übel so etwas!

    • Ist das jetzt ein Kommentar, der aus Selbsterkenntnis besteht, deutlich gemacht an der Formulierung, „wenn man selber nicht mehr mit dem Zeitgeschehen umzugehen weiß“ oder versuchen Sie hier etwas anderes zu sagen, was sich dem normalen Beobachter leider nicht erschließt? Warum legen Sie nicht nach, zum Beispiel ein Argument?

      Und falls der Kapitalismus zu Ende gehen sollte, gehören Sie wahrscheinlich zu den ersten, die es merken, denn dann kann sich die deutsche Regierung keine Sozialleistungen oder sonstigen Subventionen mehr leisten.

    • A. Behrens sagt:

      Wo genau ist das Problem? Sozialismus ist die Gleichheit beim Besitz. An der Gleichheit des Besitzes wird in der Bundesrepublik fleißig gearbeitet. Sozialismus ist am unterem Rand der Gesellschaft vollständig umgesetzt und es wird über das Steuerrecht massiv an der Ausweitung gearbeitet. Also vor allem daran, dass immer größere Teile des Mittelstandes finanziell zur Unterschied gehören.

      Zum Sozialismus gehören auch Quotenregelungen (=Gleichheit beim Besitz eines Arbeitsplatzes, unabhängig von persönlicher Eignung und Leistung), Ideologisierung der Gesellschaft (da nicht alle Menschen gleichermaßen reich sein können, wird Armut als neuer Wohlstand definiert), Absenkung des Bildungsniveaus (ist diese Schreibweise noch korrekt oder müsste es bereits „Niwo“ heißen?) an Schulen um Gleichheit in den Abschlüssen zu erreichen.

  5. Habnix sagt:

    Die Geburt der Abhängigkeit in der Staatlichen Erfassung.

    Es geschah zu einer Zeit in der Kaiser Augustus herrschte.

    Wo fängt unsere Abhängigkeit vom Staat an.Die Abhängigkeit fängt schon als Neugeborener an, der erfasst mit Namen,Tag,Monat,Jahr und Stunde.In Abhängigkeit seiner Erfassung, hat er die Pflicht in die Schule zu gehen und wenn er bis zum letzten Schultag nicht gelernt hat sich unabhängig zu versorgen,ist er weiterhin abhängig, bis es ihm gelingen möge. Den meisten wie auch mir ist es nicht möglich sich unabhängig vom Lohn zu versorgen.

    Ist es nicht möglich sich den Strom mit Hilfe von Solar oder/und Wind für Licht und Kühlschrank sich selber zu machen?

    Ist es nicht möglich sich die Wärme und die Kochstelle mit einem Kohleofen wie noch in den 70er selber zu machen?

    Mit den heutigen Technichen Möglichkeiten müsste doch irgendwas dezentral zu machen sein.

    Lohnabhängig und ohne Lohntüte und nur ein Konto bei einer Bank ohne Bankgeheimnis, dann ist das so als wenn mein Portmonnaie bei der Bank irgend ein X-beliebiger Dritter hat, den ich nicht kenne und jeder Gangster sieht rein ob noch was zu holen ist.

    Am 1. April 2005 verschwand das Bankgeheimnis in Deutschland nun vollständig.

    Hauptbetroffene sind Rentner, Erben, Studierende, Empfänger von ALG I+II, Sozialgeld, BAföG, Kindergeld und Wohngeld.

    Ein Anfangsverdacht oder ein richterlicher Beschluss sind dann nicht mehr nötig.

    Fünf Tage vor Weihnachten, am 19. Dezember 2004 wurde dieses Gesetz heimlich still und leise von Hans Eichel im Bundestag eingebracht und vollzogen.

    Wenn damals nur mit der Lohnabhängigkeit A. H. alles machte, um wieviel mehr lässt sich mit der Kontoabhängigkeit für Regierungen erreichen?

    Wir hatten wohl alle zugesehen wie wir unser Portmonnaie abgeben mussten und keiner hat ohne wirkliche Bedrohung etwas dagegen getan. Da frag ich mich: „Sind wir nicht mehr ganz Dicht?“

    Nicht die Gewerkschaft und nicht die Kirche oder sonstwer. Keiner hat was dagegen gemacht.
    Was werden wir tun ohne unser Portmonnaie – fort laufen? Uns in den nächsten Zug und auf das nächste Schiff flüchten das uns in Sicherheit bringt? Wir Lohnabhängige(Sklaven) können nicht mehr fort laufen.Es ist zu spät.

    Die Zukunft und die Gegenwart in der die Katastrophe schon längst läuft.

    Werden wir uns verdammt noch mal bewusst das wir unsere Portmonnaie abgegeben haben, wie ein Kind es den Eltern abgibt.Nur Regierungen sind keine Eltern.Regierungen haben kein Gewissen und daher haben sie auch mit Atombomben werfen lassen,wie im Zweiten Weltkrieg 1945 auf die Japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki und sie tun noch vielmehr,weil ohne Gewissen.Hinter allem der angebliche höhere Zweck der Konzern-Lobbyisten und der Finanz-Konzerne die auf Wachstum hoffen und den Menschen dafür dem Mamon opfern .

    Das beste wäre jetzt ein Streik und zumindest die Lohntüte zu fordern.Lohntüte ist Bargeld.Und dann muss jeder bestrebt sein sich zum Selbstversorger zu machen so gut es geht.Strom und Nahrung so gut es geht selbst zu machen, um aus der Lohnabhängigkeit heraus zu kommen und um künftige Tragödien erheblich zu erschweren bis unmöglich zu machen.

    Wirtschaft ist Krieg im Frieden.Erst wird der Konkurrent und der mögliche Konkurrent(Arbeitnehmer) bekämpft und falls das Ziel erreicht und es nichts mehr zu gewinnen gibt,folgt der Satz: “Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln”

    “Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.”, lautet ein berühmtes Zitat des preußischen Generals Carl von Clausewitz,der Anfang des 19. Jahrhunderts in den napoleonischen Kriegen eine entscheidende Rolle spielte.

    War der Zweite Weltkrieg nicht ein bloser Raubmord an den Konkurrent und möglichen Konkurrent dem Arbeitnehmer?

    • Habnix sagt:

      Ich hab das Buch zwar nicht gelesen aber mir scheint das Buch von Friedrich A. Hayek geht an den tatsächlichen Ursachen der Abhängigkeit vorbei.

      Die Erfassung von Menschen und das STAATLICHE Monopol auf Bildung.Der Staat der aber in Wirtschaftlicher Konkurrenz zu anderen Staaten ist,in Wirklichkeit gelenkt von Konzernen.Erst neuer Mensch las dich erfassen und dann bekommst du Bildung nach meinen Wünschen auf das du ewig mein Knecht und Sklave bist.

      • A. Behrens sagt:

        Ich sehe da keinen Widerspruch. Für mich sind Konzerne und Staat zwei Komponenten der gleichen Sache. So wie ich Konzerne erlebt habe, leben die in allererste Linie von staatlicher Subvention in Form von zB. Patentschutz (also staatliches Gewaltmonopol zur Verhinderung von Konkurrenz), Staatsaufträgen / Großaufträgen, Lobbyismus oder Gleichschaltung von Gewerkschaften. Ohne diese staatlichen Subventionen würde es fast keine der heutigen Großkonzerne mehr geben. Das dann Politiker im Aufsichtsrat von Unternehmen sitzen oder ‚Berater‘ von Unternehmen in Ministerien arbeiten, ist dann IMO nur noch konsequent.

        Adam Smith hat vor genau solchen Konstrukten gewarnt. Über den Umgang mit Monopolen kann man lustig diskutieren. Aber über den Umgang mit Unternehmen die beginnen staatsbeeinflussend zu werden, gibt es absolute Klarheit. Der Staat muss um den Preis der Selbsterhaltung verhindern, dass solche Konzerne entstehen. Passiert das nicht, hört Kapitalismus auf zu existieren.

  6. autarquia sagt:

    die hinweise sind reichlich, das u.a. etwas in der richtung versucht wird gross angelegt zu etabilieren: sklavenhaltung mit unsichtbaren ketten. das ganze wird aber über kurz oder lang in die hose gehen, da die systemfrage letztendlich der augenöffner werden wird. ein kurzer rückblick in die geschichte zeigt, was z.b. die französische revolution hervorgebracht hat: die sozialistenmacher werden sich winden, aber da ist dann plötzlich luft zwischen kopf und kragen…

  7. Sibylle sagt:

    Man sagt immer wie die Menschen in den Königs-u. Kaiserreichen Leibeigene waren; aber wo sind wir in unserer modernen Zeit angekommen? Man ist ein Rad am Wagen! Wir sind doch mit all diesen Abhängigkeiten und wenn nicht finanziellen Abhängigkeiten, dann dem Zwang abgeben zu müssen im großen Rahmen, Knechte des Staates, alleine der Zwang auch, das wir unsere Kinder diesem Schulsystem unterwerfen müssen! Hayiks Buch ist hoch interessant, auch in der heutigen Zeit, besonders Heute!

  8. Cource sagt:

    Macht euch keine Illusionen alles was hier als Wahrheiten in Worte gefasst wurde ist ohne Belang, das System funktioniert bestens – Selbstläufer – alle Verhalten sich wie paralysierte Kaninchen und warten gespannt vor den Nachrichten ala Merkel: “ ich gebe hiermit bekannt, dass alle Bürger ein Haus mit Garten+100.000€ erhalten und keiner mehr zu seinem gehassten Job gehen muss

  9. Groß, Rüdiger sagt:

    Schöne Geschichte – nur wo ist der Bezug zu meiner Realität ? Das als das Böse ausgemachte Konstrukt „Staat“ liegt verschüttet unter mittlerweile mehreren Schichten.EU mit eigener Polizeitruppe, Zentralbank und Kommissaren die den EU-Mitgliedsstaaten Gesetze vorgeben. Die EU als „abgeleitete Staatskonstruktion“ ist somit kein Staat. Die BRD, als einer dieser Unterzeichnerstaaten der EU, hervorgegangen aus dem Vereinigten Wirtschaftsgebiet der westlichen Besatzungsmächte, eine Verwaltungseinheit, kein Staat. Das politische System, vor der BRD, hat rechtswidrig mit den Ermächtigungsgesetzen, die 25 Staaten, die 1871 den Vertrag zur Gründung des Deutschen Reichs unterzeichnet hatten – „gleichgeschaltet = beseitigt“.
    Mein Staat , einer dieser 25 Unterzeichnerstaaten, ist seit der „Gleichschaltung“ entrechtet. Es gilt aber nach wie vor – auch wenn 1000 Jahre unrecht angewendet wird, wird daraus kein Recht. Was Sie als Staat „beschuldigen“ ist allenfalls eine Schauspieltruppe die in wechselnden Kostümen versucht einen Staat zu imitieren. Nicht der Staat ist das Problem, sondern das jede Interessengruppe glaubt Staat frei definieren zu können.
    Das das natürliche Verhältnis zwischen Staat und Genderbeauftragter analog dem Verhältnis Fahrrad fahren und Milchkuh ist, sollte unstrittig sein.

    • Die Kunst besteht darin, „Staat“ als Begriff für eine bestimmte Form von Herrschaft zu sehen, wie dies „Staat“ ja auch nahelegt, als formale Bezeichnung von heute bürokratischer Herrschaft. Ob diese bürokratische Herrschaft von Brüssel oder Berlin aus ausgeübt wird, ist egal.

    • A. Behrens sagt:

      Wenn man sich mal das Grundgesetz durchliest, dann fällt auf, dass die Politik Beamten initial Arbeit gegeben haben, also die Kaste der Bürokratie gegründet haben. Ab diesem Zeitpunkt hat die Bürokratie ein Existenzrecht. Die Bürokratie existiert, abgesichert durch das Grundgesetz, völlig unabhängig von der Existenz eines Staates oder der Existenz von Politikern.

      Nach meiner Erfahrung mit Bürokratien (habe mal für eine Behörde gearbeitet), wage ich zu behaupten, dass das primäre Organisationsprinzip einer Behörde maximale persönliche Verantwortungslosigkeit ist. Es gibt für jeden Handschlag eine Verwaltungsvorschrift. Diese Vorschrift wird bedingungslos verfolgt. Egal ob sie sinnvoll oder sinnlos ist.

      Ich habe für die Behörde eine Software entwickelt, an der für einen Verwaltungsvorgang zweimal eine Adresse erfasst werden musste. Die zweite Adresse hätte man auch per Copy&Paste übernehmen können. Oder nur einmal eintippen und auf die erste Adresse verweisen. Oder aber eine zentrale Adressdatei (Kundendatei) aufbauen, auf die immer verwiesen wird. Wurde aber nicht gemacht. Der Grund war, dass es dieser Software initial eine Verwaltungsvorschrift zugrunde lag, welche zwei Formulare vorsah und auf jedes dieser Formulare musste die Adresse des Bürgers stehen. Und von dieser Vorschrift wurde nicht abgewichen. Es gab der zuständigen Beamtin nicht mal in den Sinn Zeit zu sparen. Mein Vorschlag wurde als so absurd abgetan, dass selbst eine Reaktion (abgesehen von einer Beschwerde wegen unsinniger Vorschläge) nicht mehr nötig schien.

      In Behörden gibt es Leute, die Verwaltungsvorschriften schreiben. Und es gibt Vorschriften, wie Vorschriften geschrieben werden. Und es gibt auch Vorschriften, wie Beamte sein sollen, die Vorschriften für Vorschriften erstellen…

      Geld und Zeit sind für Beamte nicht existierende Größen. Und wenn es Probleme gibt, wird einfach eine weitere Behörde gegründet, die dann Amtshilfe von existierenden Behörden bekommt (wie erstellt man korrekte Vorschriften und wie wird der Sachvorgang aktuell in anderen Behörden abgewickelt).

      Daraus folgt: 1. Eine Behörde kann ausschließlich wachsen. 2. Bei neuen Problemen werden die alten Lösungen benutzt, aber mit mehr Personal. 3. Ein Behördenteam darf eine bestimmte Größe nicht überschreiten. Ab Größe x muss ein neue Abteilung gegründet werden, die eines Vorstehers (neudeutsch: Teamleiter) bedarf. 4. Ab x Vorstehern braucht es einen Übervorsteher, ab y Übervorstehern einen Überübervorsteher …

      Ohne Behörden würden wir die Existenz von Frau Merkel nicht wahrnehmen. Wir wüssten nichts über sie, sie könnte keine Reden halten, keine Reisen tun, keine Gelder verschenken. Angelika Merkel (und mit ihr alle anderen Politiker) sind abhängig von Behörden und somit in aller erster Linie Behörden verpflichtet.

      Nach meinem Geschichtsverständnis des dritten Reiches gab es niemals einen Beamten der zum Beispiel Juden zur Vergasung geschickt hat. Es gab lediglich Beamte die Züge organisiert haben, es gab Beamte die haben Entlausungsanlagen geplant, es gab welche die haben Gas bestellt, es gab welche die haben Registrierkassen für Juden geführt, …

      Das Böse unserer Zeit liegt nicht darin das, wie im Fernseher, ein Überbösewicht existiert, sondern das niemand etwas böses tut, jeder einen harmlosen Job macht und die Summe aller Einzelhandlungen zu entsetzlichem Grauen führen. Leute wie Alice Schwarzer, Adolf Hitler oder Osama bin Laden sind nur Identifikationsfiguren, aber keine Bösewichter. Es ist das System selbst. Und dieses System nenne ich Staat.

      Der Grund dafür das ein Staat böse werden kann, liegt für mich darin, dass es kein Korrektiv gibt. Medien können es in der westlichen Welt nicht sein, denn Medien arbeiten im Staatsauftrag mit Staatsgeldern. Konzerne (die Wirtschaft) können es nicht sein, denn auch die arbeiten mit Staatsgeldern im Staatsauftrag. Und der kleine Mann auf der Straße kann es nicht sein, denn der wird mit staatlicher beauftragter, physischer Gewalt gezwungen Steuern zu zahlen.

      Ohne Behörden hören Politiker auf zu existieren (wer sollte die Wahlen organisieren, Staatsgelder an Parteien umleiten und Politiker mit tatsächlicher Macht = Gewalt ausstatten). Der Staat ist daher für mich das Netzwerk von abhängigen Behörden. Und mein Staat sind die Behörden, die ich mit meinem Geld finanziere.

      Fatal: Ausgehend von der letzten Putin-Rede (er spricht unter anderem darüber, dass die ISIS von durch Amerikaner nach dem Irak-Krieg entlassenen Beamten mit militärischer Ausbildung gebildet wurde), muss ich als Gedanken akzeptieren, dass es auch keine Lösungsmöglichkeit mehr gibt. In Deutschland leben rund die Hälfte aller Menschen von Staatsgeldern. Würde man in Deutschland/Westeuropa einen schlanken Staat einführen wollen, würden Millionen von Menschen arbeitslos werden und Westeuropa ins Chaos stürzen. Gemäß Ayn Rand muss man solange warten, bis die Behörden von selbst aufgeben und erklären, dass sie die gesellschaftlichen Probleme nicht mehr lösen können.

    • AgeSeptimum sagt:

      Aha, wenn ein Staat (BRD-Land) in einem
      Superstaat (EUDSSR) aufgeht, gibt es nachfolgend keinen
      Staat mehr…
      Denn der ‚Superstaat‘ (‚Super‘ ist hier übrigens NICHT
      als Qualitätsaussage misszuverstehen (lmao))
      ist schließlich selbst kein ‚Staat‘ mehr…

      Der BRDLand-Bürger und seine andressierte
      ‚Staats’gläubigkeit:
      Ein Drama, ganz sicher ohne Happy-End.

      Schade, eigentlich.
      (/sarc – Tags werden von mir übrigens nicht unterstützt (lol))

  10. Stimmt schon, haut aber leicht an der Wirklichkeit vorbei. Wir werden nicht zu Drohnen gemacht, wir sind Drohnen, wir sind Roboter, die die Entwicklung des Lebens hervorbrachte. Wir genügen sehr vielen Bedingungen, schaffen es, zu existieren, uns fortzupflanzen, uns weiterzuentwickeln…
    Aber der Forderung, zu existieren, kann man auch genügen, wenn man nur von oder nur mit anderen existiert. Und schon ist dieser Konflikt da, Jäger und Beute, lebende Nahrung, Parasitose, Symbiose, Gesellschaft anfänglich gleicher Individuen…
    Das Spielchen heißt also, wie bekommt man andere Individuen dazu, den eigenen Interessen zu dienen. Die Desinformation wurde geboren, die an diese gesendet werden muß. Es ist die Fernsteuerung, um deren Einbau es geht. Die Roboter sind schon da. Es wird nur die Frage geklärt, welche Roboter welche steuern.
    Hat man das verstanden, so ist es leicht zu verstehen, daß man nur seinen eigenen Interessen dienen sollte. Allerdings ist die Fernsteuerung Desinformation nicht ohne Grund so raffiniert, daß sie genau dies ausnutzt und erfolgreiche Roboter anderen suggerieren, sie würden sich selbst nutzen, wenn sie sich an deren Regeln halten. Das erklärt auch zwanglos nebenbei, warum die Opfer von ihrer Rolle so begeistert sind.

    Gruß
    Carsten

    „Wir sind die Guten. Wir helfen allen. Wenn man uns ruft. Und wenn man uns nicht ruft, helfen wir auch.“
    Suworow, Der Tag M

  11. Pingback: Richtiger Faschismus kommt (wieder) aus Österreich | Kritische Wissenschaft - critical science

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