Ein Profx, das zu Straftaten aufruft

Die Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und die Zeit machen Stimmung für Lann Hornscheidt, und auch in der Welt wird dafür getrommelt, die Freaks an Universitäten zu belassen, wie es heißt, wohlwissend, dass der Autor die Freaks nicht bezahlen muss, das tun ja andere.

Die Welle des Verständnisses für das Profx, und die Welle der Unkenntnis darüber, was an Universitäten normal und Gegenstand von Wissenschaft ist, die derzeit durch offensichtlich gleichgeschaltete Zeitungen schwappt, hat uns dazu veranlasst, einem Kommentar nachzugehen, den ein Leser mit dem Pseudonym “Lernender” vor einiger Zeit auf ScienceFiles gepostet hat.

Der Kommentar verweist auf eine Reihe von Dingen, die sich schwerlich mit Wissenschaft vereinbaren lassen und die mit dem Namen Lann Hornscheidt verbunden sind.

Doch der Reihe nach.

Fangen wir unsere Reise in die Abgründe von überzeugtem Faschismus, in die Welt derer, die andere mit Heil überziehen wollen, ob diese anderen das nun wollen oder nicht, auf einer Seite an, die weitgehend unlesbar ist und sich XartSplitta nennt.

Lann HornscheidtWie man dem Impressum dieser Seite entnehmen kann, zeichnen “lann hornscheidt” und “ja´n sammla” für den eingetragenen Verein XartSplitta verantwortlich. Diese Verantwortungsübernahme von u.a. Lann Hornscheidt, dem Profx von der Humboldt-Universität ist wichtig, wenn es darum geht, die strafrechtliche Verantwortung für das festzumachen, was jetzt kommt. Das, was jetzt kommt, findet sich auf der Seite, die mit

offene liste: interventions ~ ideen_formen_inspirationen

überschrieben ist und auf die von Lann Hornscheidts Seite bei der Humboldt-Universität verlinkt wird. Und was sich auf dieser Seite findet, ist wirklich unglaublich. Um es eingehend zu würdigen, ist es sinnvoll, den Zweck, den sich XartSplitta gibt, vorweg zu schicken:

XartSplitta ist “…ein projekt, das konkrete visionäre aktionen, ideen und politiken gestaltet, die gegen interdependente diskriminierungen arbeiten. und das alles aus einer trans_xenden perspektive und das heißt: trans*, transgender, genderqueer, genderfluid, gender neutral und alle aktionen und perspektiven,die zwei-geschlechtlichkeit als einzige denk- und lebensform in frage stellen.

In Deutsch: Die “Mannen” von XartSplitta fühlen sich dazu berufen, immer dann zu intervenieren, wenn sie eine Diskriminierung oder etwas Sonstiges wittern, das ihnen nicht passt. Und wie wollen sie intervenieren, u.a. so:

“treffen organisieren, um sich zu überlegen, wie x in veranstaltungen gut eingreifen kann oder unwohlsein zur schau stellen kann oder kollektiv stören kann, damit z. b. öffentliche vorlesungen verhindern, oder andere themen/stimmen hörbar machen”

xartsplitta1Hier findet sich der konkrete Aufruf zu Störaktionen, wie sie z.B. den normalen Ablauf an der Humboldt-Universität wiederholt zum Erliegen gebracht haben und zuletzt einen Polizeieinsatz zur Folge hatten. Wer sich also fragt, wieso Studenten des AStA der Humboldt-Universität in einer Vorlesung verhindern wollen, dass Werke von Rousseau oder Kant besprochen werden, der findet eine mögliche Erklärung bei Profx Lann Hornscheidt, der/die/das zu den entsprechenden Interventionen und damit zur Störung der Vorlesungen oder Veranstaltung seiner/ihrer Kollegen aufruft.

Gut, dass die entsprechenden Kollegen Gleiches nicht mit Gleichem vergelten – bislang. Festgehalten werden kann, dass das “hörbar Machen” bestimmter Stimmen vorraussetzt, dass bestimmte andere Stimmen hier unhörbar gemacht werden. Aber dies wird billigend in Kauf genommen, Meinungsfreiheit gilt nichts,  wie das im Faschismus so üblich ist.

Und weiter geht es mit den Interventionen, und zwar mit einem Aufruf, sich in eine sprachliche Welt zu flüchten, die von normalen Menschen nicht bewohnt wird und die der Geschichte des Herrn sehr ähnelt, die viele in ihrem Deutschbuch gefunden haben, des Herrn, der seinen Tisch Stuhl, seinen Stuhl Schrank und seinen Schrank Kaffeetasse nennt und fortfährt, alle Dinge umzubenennen, so lange, bis ihn niemand mehr versteht:

“mir selbst einen neuen namen geben, neue pronomen aussprechen und in die welt setzen, neue wörter ausdenken und teilen”

Besser kann man den Wahnsinn nicht mehr in Worte fassen oder: “Katabum graz Studa Pux”, wie wir in Anwendung der Aufforderung nach Berlin rufen.

Es folgt ein Aufruf zur Sachbeschädigung, die natürlich damit gerechtfertigt wird, dass man im Namen des Guten, des Queer oder welchen eingebildeten Unsinns auch immer unterwegs ist:

“benannte dinge umbenennen (z. b. mit aufklebern/viel farbe/transpis/im sprechen/auf flugis): institutionen, straßenschilder, öffentliche preise, gebäude, brücken, flughäfen, kleingartenanlagen, parfümflaschen und schokoladenverpackungen, apotheken und kneipen”

Und wem dieser Aufruf zu Straftaten noch nicht deutlich genug ist, dem kann geholfen werden, und zwar in einer Deutlichkeit, die nichts zu wünschen übrig lässt:

xartsplitta“und dann noch weitere dauermögliche intervenierungsaktionen in so vielen unterschiedlichen situationen: mit dem edding über krasse dinge in speisekarten drüberschreiben, klosprüche übermalen_kleben, aufkleba_poster_plakate_bilder abmachen_überkleben, aufstehen und weggehn in diskriminierenden situationen, türen zumachen, radios und fernseher ausschalten, auf einer party die musik ausmachen, tee- und kaffeepackungen wegschmeissen, salzstreua gezielt aufdrehen, bierdeckel neu beschriften, kaugummis auf stühle von sexistischen mackertypen kleben, buchcover umdrehen, sätze in romanen unlesbar machen, seiten in büchern rausreissen, schilder/ettiketten auf kleidung abmachen, sachen in lebensmittelläden hinter andere stellen und so visuell verschwinden lassen, deutschlandfahnen aus dem stadtbild entfernen, in keine kneipen gehen mit  genderistsch_rassistischen speisekarten_klopolitiken_ausbeuterischen arbeitsverhältnissen, überlegen, wo bei wex ich einkaufen gehe, andere trans_x_ende personen auf der straße grüßen beim spazierengehen, support-sms schreiben, nachfragen wenn mir was auffällt, aufmerksam sein in öffentlichen räumen …

Hier wird zu Sachbeschädigung aufgerufen, zur Nötigung, zum Diebstahl und zu manchem mehr.

Man muss sich das ganz klar vor Augen führen, da sitzt ein Profx auf Kosten von Steuerzahlern an einer Berliner Universität und denkt sich Straftaten aus, zu deren Ausführung er Dritte bewegen will bzw. übernimmt die Verantwortung für die entsprechenden Aufrufe zu Straftaten, die von Fiesheiten, wie dem Kaugummi auf Stühlen, über Sachbeschädigungen und Diebstahl von Deutschlandfahnen bis hin zur Beschädigung von Büchern geht, deren Inhalt den Beschädigern nicht gefällt.Knast

All diese Aktionen sollen dadurch gerechtfertigt sein, dass die Herrschaften von XartSplitta sich im Besitz der wahren und reinen Lehre wähnen und ihr Gott ihnen offensichtlich aufgetragen hat, beim Missionieren auf so absurde Dinge wie Gesetze und Eigentum keine Rücksicht zu nehmen. Diese Leute leben davon, dass die Opfer ihrer Übergriffe zu gesittet sind, als dass sie sich mit gleicher Münze zur Wehr setzen, und sie leben davon, dass bislang kein Staatsanwalt auf das Treiben eines sich in öffentlicher Anstellung befindlichen Profx aufmerksam geworden ist und Ermittlungen aufgenommen hat.

Wir haben in einem vergangenen Post Max Weber zitiert mit seinem Bedauern, dass man akademische Rechtschaffenheit nicht lehren könne. Dass man Personen wie das Profx scheinbar nicht daran hindern kann, eine öffentliche Position für seine/ihre Zwecke zu missbrauchen, das ist das eine, aber geht damit einher, dass man zusehen muss, wie eine öffentliche, eine verbeamtete Position an einer Universität dazu genutzt wird, Kollegen, die aus Sicht des Profx falsches Material lehren, zu schaden und Studenten und Dritte zu Straftaten aufzurufen?

Wir glauben nicht und deshalb können wir unsere Forderung, Profx Lann Hornscheidt von der Humboldt-Universität zu entfernen, nur noch einmal bekräftigen.

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