Klarstellung für die Idioten in Redaktionen: Die Male Idiot Theory gibt es nicht

Wir wollen uns vorab bei unseren Lesern bedanken, die so emsig die Gleichschaltung der deutschen Presselandschaft belegt haben, deren Gleichschaltung im Hinblick auf das völlige Fehlen von Urteilsvermögen, deren Gleichschaltung im Hinblick auf eine voyeuristische Geilheit, die sie verzückt in die Hände klatschen lässt, wenn sie denken, sie könnten etwas gegen Männer als Ganzes sagen, dass Männer Idioten sind, im vorliegenden Fall und deren Gleichschaltung im Hinblick darauf, dass sie alle keine eigenständigen Zeitungen sind, sondern Ableger von dpa.

Die WeltUnd jetzt und für alle unmissverständlich, damit es auch das letzte trübe Licht im hintersten Winkel eines Redaktionsraums versteht:

Der Beitrag von Ben Alexander Daniel Lendrem, Dennis William Lendrem, Andy Gray und John Dudley Isaacs mit dem Titel „The Darwin Awards: Sex Differences in Idiotic Behaviour“, der in der Dezember-Ausgabe des British Medical Journals veröffentlicht wurde, ist:

  • Deutschlandfunkein Witz,
  • Fake,
  • nicht Ernst gemeint,
  • kein wissenschaftlicher Beitrag,
  • eine Satire auf die Geschlechtsbesessenheit einer Kultur, deren primitivste Exemplare scheinbar in Redaktionsräumen vor sich hinvegetieren.

Wir wissen nicht, wie wir es noch ausdrücken sollen.

  • Die „Male Idiot Theory“, die die Autoren im Text erfunden haben, wird mit Fussnote 16 einem „McPherson J. Women are from Venus, men are Idiots, Andrews McMeal, 2011“ zugeschrieben. Dabei handelt es sich um James McPherson, und die vermeintliche Theorie soll er in diesem Buch entwickelt haben:

McPherson

Die „Male Idiot Theory“ wird also einem Kartoonband, einem Kartoonisten, der für seine Satire bekannt ist, zugeschrieben. Es gibt die Male Idiot Theory nicht. Aber man muss darüber nachdenken, ob man nicht eine Editorial Staff Idiot Theory als Konsequenz aus den Veröffentlichungen der letzten beiden Tage entwickeln muss.

  • Wer zu faul ist, die Literatur zu prüfen, die angeblich die Male Idiot Theory belegt, dem fällt vielleicht etwas ein, wenn er die Hauptaussage dieser angeblichen Theorie betrachtet, wie sie im Text von Lendrem et al. benannt wird:

„According to “male idiot theory” (MIT) many of the differences in risk seeking behaviour, emergency department admissions, and mortality may be explained by the observation that men are idiots and idiots do stupid things.“

Spiegel onlineSpätestens hier sollte einem mit normalem Verstand begabten Leser auffallen, dass man eine Behauptung, nämlich z.B. die Unterschiede in riskantem Verhalten, nicht mit einer Bewertung „idiots“ begründen kann, die man wiederum mit sich selbst definiert (idiotic things). Dass dies den so hellen Redakteuren in den Redaktionsräumen deutscher Zeitungen nicht aufgefallen ist, sollte Verleger eigentlich dazu veranlassen, den intellektuellen Notstand auszurufen.

Und es mag sein, dass es für deutsche Redakteure normal ist, von Idioten und idiotisch zu sprechen und ganze Bevölkerungsgruppen unterschiedslos über einen Kamm zu scheren und zu beleidigen. Es sei Ihnen jedoch gesagt, es ist weder in der normalen Welt noch in wissenschaftlichen Veröffentlichungen normal, denn es gibt Standards – außerhalb von Redaktionsräumen – Standards von Moral, Anstand und Wissenschaftlichkeit, die ein derart unterirdisches Niveau verbieten – außerhalb von Redaktionsräumen versteht sich.

  • Badische ZeitungDie angebliche Studie, die Lendrem et al. durchgeführt haben, ist keine Studie. Sie haben gezählt. Zählen an sich macht noch keine Wissenschaft, es macht keine „Untersuchung“, keine „Neurowissenschaft“ und vor allem eines nicht: einen „wissenschaftlichen Beweis“ (den es sowieso nicht gibt). Alle diese Zuschreibungen entstammen der Phantasie von Redakteuren, die offensichtlich ihre Wissenslücken mit hanebüchenen Assoziationen, die sich bei ihnen einstellen, auffüllen oder gleich frei phantasieren.
  • Die Daten aus dem Darwin Award (der Darwin Award ist ebenfalls kein ernsthafter Award, sondern ein Witz) sind keine wissenschaftlichen Daten. Sie erfüllen keinerlei Anspruch, den man an wissenschaftiche Daten stellt, und sie sind in keiner Weise repräsentativ, was Aussagen über die Männer, also eine Verallgemeinerung in welcher Form auch immer, schlicht und ergreifend nicht zulässt. Wer das nicht verstehen kann, der möge sich in eine Irrenanstalt begeben, die Anzahl der weiblichen Insassen zählen und damit die „Female Idiot Theory“, nach der Frauen „Idioten sind und idotische Dinge tun“ bestätigen.

Westfaelische NachrichtenEhrlich gesagt, wissen wir nicht, wie es überhaupt passieren konnte, dass ein so offensichtlicher Scherz, wie der Beitrag von Lendrem et al. als solcher nicht erkannt werden konnte. Die einzige Erklärung, die uns dazu einfällt, rekurriert auf niedere Instinkte und verbindet diesen Rekurs mit der Ethnomethodologie. Betrachtet man den Text von Lendrem et al. nämlich als Erschütterungsexperiment, mit dessen Hilfe es möglich ist, tiefsitzende kulturelle Resentiments an die Oberfläche zu befördern, dann kann man feststellen:

  • In deutschen Redaktionen herrscht ein Männerhass, der erheblich ist.
  • In deutschen Redaktionen herrscht die Angst vor dem, was als „die Männer“ angesehen wird.
  • Die Angst, die in deutschen Redaktionen vor „den Männern“ herrscht, setzt eine Abwehrreaktion im Sinne von Festingers Theorie der kognitiven Dissonanz in Gang, die Gegenreaktion des kleinen Lichtchens, wie man sagen könnte.
  • Die Gegenreaktion besteht darin, dass man sich diebisch freut, wenn man „den Männern“, die man als Hass- und Angstobjekt aufgebaut hat (obwohl es die Männer natürlich nicht gibt, sondern nur individuelle Männer), wenn man diesen Männern eine verpassen kann, sie degradieren, diffamieren, sie verleumden, beleidigen, entmenschlichen und entindividualisieren kann, so wie man das früher mit den Juden getan hat.
  • Kurz: deutsche Redaktionen scheien überzufällig häufig von Gestalten bevölkert zu werden, die von einer Mischung von Unkenntnis, niederen Motiven und Angst getrieben sind.
  • Es ist einfach nur widerlich.

Über Michael Klein
... concerned with and about science

29 Responses to Klarstellung für die Idioten in Redaktionen: Die Male Idiot Theory gibt es nicht

  1. Pingback: [Kritische Wissenschaft] Klarstellung für die Idioten in Redaktionen: Die Male Idiot Theory gibt es nicht | netzlesen.de

  2. Alibaba sagt:

    Gratuliere , perfekt auf den Punkt gebracht !!
    Sehe schon die naechste Ausgabe “ der Anstalt “ wo dieser Stoff einen Regisseur das Pulver fuer ein paar heftige Lachkanonen gibt .
    So sehr sich unsere MSM bemuehen uns alle als , Rechte ,Linke , Neurechte , Friedensversteher , Putinversteher , Isalmsemitisten zu verunklimpfen um sehr mehr fahren sie mit ihrem Wagen der Dessinformation in den Sumpf der Lügen .
    Die Sache entwickelt immer mehr richtung Transparenz , je mehr sie zu vertuschen und zu verbiegen versuchen je mehr kommt ans Licht .
    Die Demaskierung von diesem “ investigativem Berufszweig “ schreitet zügig voran und das ist gut so . Hier sind die neuen Medien , das Volk sind die Medien , das Volk wird diese Leute zur Verantwortung ziehen und das wir schneller gehen als denen lieb ist .
    lg
    aus Österreich

    • Dr. Taschwer sagt:

      Übrigens: Das „British Medical Journal“ ist allem Anschein nach selbst auf den Scherz-Artikel reingefallen. Die haben den Text ganz normal als Forschungsbeitrag veröffentlicht (allerdings mit der Ergänzung Christmas 2014), mit einem DOI versehen, auf ihre Homepage gestellt und kritisch diskutieren lassen: http://www.bmj.com/content/349/bmj.g7094/rapid-responses
      Aber, Himmel, es kommt noch dicker: Diese BMJ-Idioten haben sich nicht entblödet, auch noch ein Interview mit dem Erstautor der Studie zu machen, das es auch auf der Seite gibt und ihn gleich in der Einstiegsfrage ganz ernst zur MIT befragt. Ich denke, man sollte also nicht nur die Entlassung von Anja Harms fordern, sondern auch den Rausschmiss sämtlicher RedakteurInnen des BMJ! Hier läuft etwas gewaltig schief!

  3. CrisisMaven sagt:

    „… nicht mit einer Bewertung “idiots” begründen kann, die man wiederum mit sich selbst definiert (idiotic things) …“ – Na ja, das kommt daher, dass auch der Inelligenz-Quotient zirkulaer definiert ist: „IQ = Intelligenzpunktzahl durch Intelligenzalter mal hundert“. Das „mal hundert“ lenkt die meisten davon ab, dass es sich, wie beim „Multiplier“ in der Wirtschafts“wissenschaft“ um eine petitio principii handelt.

    • Lara sagt:

      Knuffig, Ihre Anführungszeichen für die Wirtschaftswissenschaften. Ich hoffe, Sie setzen Sie auch bei allen anderen „Wissenschaften“ die nicht Mathematik und Logik heißen… Diese ganzen empirischen „Wissenschaftler“ immer mit ihrem Geschwätz, gell? Sollen die erstmal die Zukunft korrekt vorhersagen, dann dürfen sie auch die Gänsefüßchen ablegen!

      Und abgesehen davon, daß Ihre IQ-Definition etwas angegraut ist, ist Sie nicht mehr oder weniger zirkelschlüssig als alle anderen unverstandenen Definitionen und Konzepte auch.

      • @Lara,

        knuffig, Ihr Kommentar, aber leider ziemlich angegraut: mir scheint er nur die Wirrnis zu illustrieren, die der alte Konstruktivismus in den 1960er-Jahren zu stiften ins Feld gezogen ist. Heutzutage weiß man wieder, was Logik und was ein Zirkelschluss ist.

        Aber wenn Sie schon meinen, hier unverstandene Dinge als „zirkelschlüssig“ (in knuffigen Anführungszeichen!) bezeichnen zu können, na, dann erklären Sie ‚mal, was Sie warum als „zirkelschlüssig“ bezeichnen; sind Sie sicher, dass die Definition eines Zirkelschlusses nicht von Ihnen unverstanden geblieben ist!?!

        Und wenn Sie schon dabei sind, dann versuchen Sie doch bitte, sich so auszudrücken, dass Ihr Anliegen, dass Sie mit Ihrem Kommentar verfolgen, für uns und unsere Leser deutlich wird. Ach, immer diese Intersubjektive-Nachvollziehbarkeit-Fans, gell? Sollen die doch erst ‚mal erkennen, aus welcher psychologischen Befindlichkeit Sie schreiben, dann dürfen die auch von Ihnen anständig behandelt werden!

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  5. Pingback: Die Welt – mehr Misandrie geht nicht. | NICHT-Feminist

  6. agnost sagt:

    Das Problem ist, daß es keine Redakteure mehr gibt, die diese Berufsbezeichnung auch verdienen! Es sind samt und sonders willfährige und unterwürfige Schreiberlinge!
    Damit ist mit zwei Sätzen alles gesagt…

  7. Roland Strauss sagt:

    Manchmal frage ich mich, ob dahinter nicht wirklich eine Verschwörung steckt. Der Filmemacher Aaron Russo war mir einem Rockefeller befreundet, welcher ihm freimütig erzählte, dass Feminismus von den Eliten angefeuert wird. Das schwächt die Familie und steigert den Konsum, bzw. die Steuereinnahmen. Das Interview ist auf youtube.

  8. Danke, für die klaren Worte.

  9. Wo liegt eugentlich das wirkliche Problem? Bei den sog. „Gatekeepern“, unter die auch ein Grossteil der Medienschaffenden fällt, zumindest jener Teil, der mit dem politischen Tagesgeschäft sein Geld verdient. Ausgenommen davon sind alle Lifestyleprodukte und Periodiaka, die sich z. B. mit Architektur, Design, Gartenbau, neuen Technologien, usw. beschäftigen. Diese Differenzierung scheint mir noch wichtig zu sein: Vor Verallgemeinerungen sollte man sich trotz allem berechtigten Zorn hüten!

    Wer steht bei den medialen Gatekeepern in Lohn und Arbeit? Die ZEIT war für einmal so ehrlich, uns unbedarften und wohl dummen, rebellischen Lesern einen kleinen Einblick zu geben: „(…) Sind wir, die Journalisten der großen Zeitungen, unehrlich? Man muss über uns keine Studien anfertigen, um zu erkennen, dass wir stärker zum rot-grünen Milieu tendieren als die meisten Wähler. Natürlich stammt kaum jemand von uns aus einer Hartz-IV-Familie. Natürlich leben wir viel zu oft in denselben bürgerlichen Stadtteilen derselben Großstädte, in Berlin-Prenzlauer Berg oder in Hamburg-Eppendorf. Altbau, hohe Decken, Fischgrätparkett. Natürlich leidet unser Blick auf die Welt unter dem Eppendorf-Syndrom.“ Das liegt wohl nicht zuletzt auch daran, dass Medienschaffende im Bezug auf ihre Herkunft ein relativ homogenes, soziales Milieu bilden, wie ein Blick auf ihren Bildungshintergrund zeigt.

    Selbstreferenzialität als journalistische Tugend scheint sich grosser Beliebtheit zu erfreuen. Man hält weiter an ihr fest, obwohl die Werbeeinnahmen und die Auflagen weiter sinken und sinken und sinken. Und, als ob das nicht schon genug wäre, droht mittlerweile auch ein Vertrauensverlust in die schreibende Zunft, wie er, historisch betrachtet, noch nie zuvor dagewesen ist. Das hält viele Journalisten selbstverständlich nicht davon ab, sich zu ändern und ein breiteres Themenspektrum in die Berichterstattung aufzunehmen, ganz im Gegenteil: Man greift alle und alles frontal an, was nicht so denkt, handelt und empfindet, wie die eigene Peer-Group (oder das eigene, soziale Milieu, altmodisch ausgedrückt. Und altmodisch [oder wahlweise reaktionär, rechtsextrem, usw.] sind ja bekanntermassen alle, die sich ausserhalb der geheiligten Redaktionsstuben bewegen und eigenständig zu denken wagen). Dabei rauschen die Informationen mittlerweile Terrabitweise an den Redaktionen vorbei und machen den jurnalistischen Output immer überflüssiger- zumindest aus Sicht des Informationszuganges. Doch ein grosser Teil der schreibenden Zunft wird sich weiter für unangreifbar halten, das liegt in der Natur der Sache.

    Noch ein Schmankerl zum Schluss: Wer sich für Verflechtungen im Journalismus interessiert, dem sei Cahoots empfohlen: „Cahoots zeigt dir Verbindungen von Journalisten zu Vereinen, Organisationen und Unternehmen. Das hilft dir dabei einzuschätzen, durch welche Interessen ein Artikel geleitet sein könnte.“

    http://cahoots-extension.github.io/#contribute

    Link zum ZEIT-Milieu: http://www.zeit.de/2014/18/akif-pirincci-verteidiger/seite-3

  10. heter sagt:

    Ich finde hier auf Science Files wird viel zu einseitig berichtet. Haben Sie etwa noch nicht in Betracht gezogen, dass es sich einfach nur um sehr gute Satire handelt und unsere renommierten Zeitungen sich ein Beispiel an der Zeitschrift genommen haben?
    Ich habe zumindest einen Artikel gefunden, der nicht eins zu eins von dpa abgekupfert war und dort konnte man schon mit Wohlwollen erkennen, dass es sich um Satire handeln könnte. Ich meine, dass Sie den Journalisten und Redakteueren ihre Dummheit abkaufen, beweist doch nur die QUALität des Artikels (man darf ja von einem sprechen).
    Aber jetzt mal Spaß beiseite. Ich frage mich: darf man überhaupt noch Zeitung lesen? Schon wenn ich nur die Fussball Zusammenfassungen in meinem Kreis lesen möchte, wo es nunmal nicht von dpa übernommen worden sein kann, hat das Geschriebene nur wenig mit der Realität zu tun.

    • rjb sagt:

      Mit einer großen Dosis Wohlwollen kann man in allen Zeitungsartikeln über diese Studie Satire erkennen. Es heißt aber, daß die Weihnachtsausgabe der Zeitschrift, in der die Studie publiziert wurde, generell einen satirischen Charakter hat. Damit bleibt es durchaus erklärungsbedürftig, weshalb vom gesamten Satireangebot der Zeitschrift genau dieser Beitrag über „die Idiotie der Männer“ ein solch breites Echo in „unseren renommierten Zeitungen“ findet.

      Das in der Studie thematisierte Phänomen, daß Darwin-Preis-Träger vorwiegend männlich sind, ist sicherlich real. Der Feminismus, der ja gerne mit der These operiert, Charakter- und Persönlichkeitseigenschaften seien ausschließlich durch Erziehung und Gesellschaft geprägt, müßte daraus schließen, daß das auch für eine zur Selbstschädigung übersteigerte männliche Risikofreude gilt, und Männer in dieser Hinsicht diskriminiert sind. Diese triviale Schlußfolgerung aus der feministischen Ideologie wird aber nirgends gezogen, sondern man ergeht sich lustvoll in der Blödheit „der Männer“.

  11. m sagt:

    „Die Gegenreaktion besteht darin, dass man sich diebisch freut, wenn man “den Männern”, die man als Hass- und Angstobjekt aufgebaut hat (obwohl es die Männer natürlich nicht gibt, sondern nur individuelle Männer), wenn man diesen Männern eine verpassen kann, sie degradieren, diffamieren, sie verleumden, beleidigen, entmenschlichen und entindividualisieren kann, so wie man das früher mit den Juden getan hat.“

    Ja.

  12. Christoph Sattler sagt:

    Lieber Herr Klein,
    leider muss ich Ihnen mitteilen, dass es M I T doch gibt. Es muss sie geben, denn:
    wer verbreitet eine solche Mitteilung in der Pressewelt? mehrheitlich Männer
    wer beschließt eine Frauenquotenregelung: mehrheitlich Männer
    wer bezahlt das Fräulein Hornscheidt: mehrheitlich Männer
    wer steckt in D die meisten medialen Prügel ein: mehrheitlich Männer
    ….
    ja ich gehöre auch dazu – aber was tun? Kämpfen? Auswandern?…

    Christoph Sattler

    • Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:

      @Christoph Sattler,

      Ich persönlich verstehe auch nicht, warum sich so viele Männer seit so langer Zeit alles, aber auch wirklich alles, ohne Widerspruch bieten lassen.

      Aber die Antwort auf Ihre Frage scheint mir doch recht einfach: Wer nicht auswandert, wird an irgendeinem Punkt kämpfen müssen!

      Ich denke, dass Männer bereits jetzt einiges tun könnten, z.B. die Medien konsequent boykottieren, die sie verunglimpfen oder sie zum Gespött der Nation machen wollen. Stellen Sie sich das vor: alle Männer in Deutschland würden das nur einen einzigen Monat lang tun…!

      Männer könnten außerdem eine deutschlandweite Demonstration gegen ihre strukturelle Benachteiligung, u.a. durch die Frauenquote, demonstrieren, sie könnten die Anti-Diskriminierungsstelle mit Beschwerden regelrecht lahmlegen; auch hier gilt: stellen Sie sich vor, wenn das nur ein Viertel der männlichen Bevölkerung tun würde …!

      Männer könnten ihre Steuerzahlungen einstellen, bis sichergestellt ist, dass ihre Steuergelder nicht mehr zur Förderung von Personen oder Stellen oder Maßnahmen ausgegeben werden, denen sie niemals mehrheitlich zugestimmt haben. Sie könnten alle individuell tätig werden, oder sich allesamt an den Bund der Steuerzahler wenden, um dort Druck zu machen ….

      Die Möglichkeiten sind ENDLOS!

      Ein Blick in die Literatur über friedlichen Widerstand z.B. durch Nichtzusammenarbeit würde enorm weiterhelfen, oder vielleicht mag sich jemand mit Mahatma Gandhi beschäftigen und dem, was er auf welche Weise für Indien erreicht hat. Das alles ist noch nicht so lange her, und es funktionierte, und zwar unter weit ungünstigeren Bedingungen als sie heute in Europa, auch in Deutschland, (noch) herrschen ….

  13. Chris Noria sagt:

    Huch hier muss sich aber jemand gewaltig auf den Fuss getreten fùhlen (?).
    Wie heisst es so schòn? „Getroffene Hunde bellen.“
    Machen Sie es wie ich und nehmen sie den Artikel als das was er ist, ein NICHT ernst gemeinter,
    ernst zunehmender Scherz oder Witz. Humor ist wenn man trozdem lacht.

    • Wir würden Ihrem Rat ja gerne folgen, aber unser Intellekt ist dazu nicht gering genug.

      • Chris Noria sagt:

        „Bevor Sie hier kommentieren, lesen Sie bitte unser Grundsatzprogramm. Kommentare, die Beleidigungen enthalten oder lediglich gepostet wurden, um sich zu erleichtern, wandern direkt in den virtuellen Mülleimer“

        Die eigenen Grundsàtze nicht verstanden oder wie soll ich ihre Antwort einordnen?
        So Unrecht scheinen die Redaktionen also doch nicht zu haben. In jeder Satire findet sich eben doch ein Stùckchen Wahrheit. Einen schònen Abend Herr Klein.

        • Das haben Sie schön kopiert.
          Wenn Sie sich mit Ihrem ersten Kommentar auch dran gehalten hätten, dann wäre es noch besser gewesen.
          Und denken Sie wirklich, Sie können von anderen die Einhaltung von Grunsätzen verlangen, an die Sie selbst sich nicht halten, so eine Art Moron’s Right?
          Sie sind schon witzig.

          Le Blog c’est nous.

          Aber Sie können gerne einen Antrag stellen, damit wir Sie im nächsten Jahr bei Kommentaren vielleicht verücksichtigen.

        • Gestern habe ich in einem Antwortkommentar geschrieben, dass ich durch die Bemerkung eines Kommentatoren ein wenig Glauben an die durchschnittliche Intelligenz von Menschen deutscher Nationalität zurückgewonnen habe, woraufhin mich ein anderer Kommentator fragte, ob ich den vorher nicht/weniger gehabt hätte (obwohl das eine logisch notwendige Implikation ist und daher keiner Nachfrage bedurft hätte).

          Wenn ich so etwas lese wie Ihren Kommentar und wenn ich auf demselben geistigen Niveau wäre wie Sie (ich also so, wie Sie es getan haben, von einer Bemerkung EINER Person mit einem bestimmten Merkmal auf ALLE Personen schließen, die dieses Merkmal haben, z.B. von Michael Klein als Mann auf alle Männer schließen), dann müsste ich meine These, dass Deutsche durchschnittlich dümmer sind als Leute anderer Nationalitäten, durch den Kommentar bestätigt sehen!

          Und dann sind wir noch nicht bei dem grandiosen Satz: „Einen schönen Abend Herr Klein“ – und auch noch ohne Ausrufezeichen als Satzabschluss und ohne Komma vor „Herr Klein“,

          – was erstens zeigt, dass Deutsche (in der Verallgemeinerung von einem sprachunfähigen Deutschen auf alle Deutschen, nach Ihrem Vorbild) kein Deutsch können,

          – und zweitens, dass Deutsche unglaublich kindisch und irgendwie in ihrer Entwicklung stehengeblieben sind, sonst würden Sie sicherlich nicht meinen, mit einem guten Wunsch ihre persönliche Wut ausdrücken zu können – das ist so erbarmungswürdig hilflos und so vergeblich wie das Kinderweinen auf dem Atlantik. Aber es kommt von jemandem, der als erwachsene Person gelten will. Das treibt einem die Tränen des Mitleids in die Augen!

    • Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:

      @Chris Noria,

      es stellt eine staatsbürgerliche Qualifikation dar, wenn man unterscheiden kann, was ein nettes Witzchen ist, und was ganz und gar nicht harmlos ist, und m.E. schätzen Sie die Angelegenheit gründlich fehl ein.

      Möglicherweise fällt es Ihnen auch schlicht einfacher, sich „humorvoll“ zu geben als den Mund aufzumachen und Widerworte zu geben.

      In jedem Fall sind die Parallelen zwischen Ihrer Art von Humor und der, die im Stürmer gepflegt wurde und die von so vielen Deutschen schweigend und „humorvoll“ hingenommen wurde, unabweisbar. Und dann kamen die KZs für minderwertige Lebensformen. Gestern Juden, heute Männer, aber was soll’s: Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Solange man unter den Überlebenden bleibt, versteht sich!

  14. AgeSeptimum sagt:

    Hier noch mal jemand der den Idiotentest nicht bestanden hat:

    http://time.com/3631350/men-are-idiots-new-study-says/

    (lmao)

  15. Karl Landauer (* 12. Oktober 1887 in München; † 27. Januar 1945 im KZ Bergen-Belsen) war ein deutscher Psychoanalytiker und Mitbegründer des ersten Frankfurter Psychoanalytischen Instituts.
    Er sagte: „Die am meistens verbreitete Neurose ist die Dummheit“ –
    er hat nicht erwähnt ob mehr Männer oder Frauen die Dummheit frönen, und die Berufe wurden auch nicht erwähnt.
    http://mundderwahrheit.wordpress.com

  16. fdominicus sagt:

    Ich bin begeistert. Auf diese Idee muß man auch erst mal kommen. Und das dann so super hier „aufzubereiten“ – meinen allerhöchsten Respekt.

  17. Pingback: Informationskompetenzvermittlung für Journalist/-innen | Basedow1764's Weblog

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