Kein Platz für Andersdenkende: Intolerante Sozialwissenschaften

Ist es nicht interessant, dass die deutschen Sozialwissenschaften (und nicht nur die deutschen) die Diversität, die Toleranz und Akzeptanz Andersdenkender predigen, dass sie gegen Diskriminierung zu Felde ziehen und sich für Vielfalt einsetzen, dies aus einem Fach heraus tun, das all dies nicht ist: tolerant, divers, vielfältig, und, so muss man anfügen auch nicht interessant?

Es ist dies einer der Widersprüche des täglichen Lebens, einer der Widersprüche, der sich aufgrund sozialer Prozesse ergibt, für die diejenigen, die vorgeben, sie würden soziale Prozesse in der Gesellschaft untersuchen, regelmäßig dann blind sind, wenn sie im eigenen Umfeld stattfinden, wenn sie selbst Teil dieses Prozesses sind – und nicht nur dann. Deshalb gilt Toleranz immer für die anderen, nie für diejenigen, die Toleranz fordern.

Guinness black is beautifulDass nicht nur die deutschen Sozialwissenschaften sich in einem Schließungsprozess befinden, in dem nur noch bestimmte Ideen zugelassen sind, während andere Ideen ausgeschlossen werden, dass Sozialwissenschaften allgemein eine Abwärtsspirale der politischen Korrektheit durchlaufen, die sie das in Menge produzieren lässt, was man im Englischen als Junk Science bezeichnet: Unnütze Studien, die z.B. nachweisen wollen, dass Frauen in Vorständen den Profit des Unternehmens erhöhen oder die gezeigt haben wollen, dass jedes Recht, das ein Land an Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle vergibt, das Bruttosozialprodukt um 320 US-Dollar pro Kopf erhöht.

Um zu sehen, dass es sich bei diesen vermeintlichen Studien um Junk Science handelt, muss man sich nur ins richtige Leben begeben und sich überlegen, wie es möglich sein soll, dass sagen wir zwei Frauen mehr im Vorstand dazu führen, dass der Guiness-Absatz von Diageo in Argentinien um 5% steigt. Oder man muss sich nur überlegen, wie die Tatsache, dass Schwule sich jetzt Kinder kaufen dürfen, dazu beitragen soll, dass der Export, also das Zugpferd des Bruttosozialprodukts in Deutschland, angekurbelt wird und gerade nicht in den Ländern, aus denen die Bestellkinder geliefert werden. Das reicht bereits, um derartigen Unsinn als ebensolchen zu entlarven, ohne dass man sich Fragen wie der nach Kausalität und Korrelation überhaupt stellen muss.

Dass die Sozialwissenschaften dabei sind, sich in eine Sekte zu verwandeln, die nur noch bestimmte Ideen zulässt, die nur noch bestimmte Gegenstände beforscht, sofern sie überhaupt forscht und in denen mehr Betrachtungen als Ergebnisse publiziert werden, fällt immer mehr Wissenschaftlern auf. Das neueste Beispiel stammt aus den USA, wird demnächst in Behavioral and Brain Science veröffentlicht und geht mit der Sozialpsychologie hart ins Gericht. Duarte et al. (2014) haben es verfasst, und es sei an dieser Stelle allen Lesern als Weihnachtslektüre empfohlen.

Science Left BehindWie fast alle Sozialwissenschaften, so ist auch die Sozialpsychologie links unterwandert, anders formuliert: unter Sozialwissenschaftlern finden sich deutlich mehr Personen, die sich politisch links ansiedeln als solche, die von sich sagen, sie wären in der Mitte beheimatet, rechts oder gar liberal. Die sozialwissenschaftlichen Prediger der Diversität sind selbst eines nicht: divers. Und sie sind es über die vergangenen Jahrzehnte betrachtet immer weniger geworden. Vielmehr stellen sich Sozialwissenschaften in den meisten westlichen Ländern als linke Projekte dar, als Projekte, die gar nicht tolerant gegenüber rechten oder liberalen Ideen sind.

Dies, so Duarte et al., trage die Gefahr von Selbstselektion, Schließung und Group Think in sich, und das ist natürlich ein Euphemismus, denn, wie Duarte et al. selbst beschreiben, hat diese Schließung längst stattgefunden, ist Selbstselektion von Linken in die linken Sozialwissenschaften längst die Normalität, hat diese Normalität längst dazu geführt, dass die Mehrheit der Professoren offen zugibt, dass sie Bewerber, die nicht links sind, selbst bei besserer Eignung nicht einstellen würden (Inbar & Lammers, 2012).

Dass in Sozialwissenschaften ein für alle, die nicht links sind, feindliches Klima herrscht, das längst dazu geführt hat, dass bestimmte Ideen nicht mehr gedacht werden (dürfen) und diejenigen, die sie dennoch denken, negativ sanktioniert werden, haben mutige Forscher schon mehrfach und früh gezeigt: Abramowitz et al. (1975) haben ein fast identisches wissenschaftliches Papier von Kollegen bewerten lassen, dabei haben sie nur eine Winzigkeit verändert: die Darstellung eines Ergebnisses. Eine Studie, die die mentale Stablilität mit politischer Ideologie in Verbindung brachte, kam einmal zu dem Ergebnis, dass Linke mental stabiler sind als Rechte, einmal waren Linke mental instabiler als Rechte. Kollegen, die mit diesen Ergebnissen konfrontiert wurden und sich politisch links verorteten, bewerteten das Papier von Abramowitz et al. besser, wenn es das Ergebnis hatte, dass Linke mental stabiler sind als Rechte. Kollegen, die sich politisch rechts einordneten, hatten diesen Bias in der Bewertung nicht.

confirmation biasMit anderen Worten: Sozialwissenschaftler, die sich politisch links verorten, diskriminieren gegen Personen, die sich nicht als politisch links zu erkennen geben, sie bewerten Forschungsergebnisse danach, ob sie ihrer politischen Überzeugung entsprechen, und sie verzerren als Folge Forschung in einem wissenschaftlichen Feld, machen aus wissenschaftlicher eine ideologische Forschung, die nur noch auf der Suche nach Bestätigung für die eigene Weltsicht ist (confirmation bias) und alle Ergebnisse, die der eigenen ideologischen Überzeugung widersprechen, ausblendet, bekämpft und in keinem Fall toleriert.

Sozialwissenschaftler und ihre Wissenschaften sind auf dem besten Weg, eine religiöse Sekte voller linker Überzeugungstäter zu werden, die sich aufgrund ihrer verzerrten Wahrnehmung immer weiter von der Realität und der Normalität der Gesellschaft entfernen, die sie umgibt. Und weil dem so ist, sind Sozialwissenschaften nur noch für Ideologen interessant, deshalb zieht es vor allem linke politische Aktivisten in die Sozialwissenschaften, in denen sie ihr ideologisches Zerstörungswerk fortsetzen und die Sozialwissenschaften in einer Welle von gleichgeschalteter, langweiliger, linker und vor allem politisch korrekter Forschung ertränken.

Duarte et al. (2014) beenden ihren Beitrag mit einer Reihe von Empfehlungen, die dafür sorgen sollen, dass Sozialwissenschaften zu dem werden, was die derzeitigen Sozialwissenschaftler angeblich so wichtig finden: divers, vielseitig und tolerant:

  • Zunächst müssen Professoren der Sozialwissenschaften zugeben, dass ihr Fach zu einem ideologisch homogenen Feld verkommen ist. Eine Hürde, die in Deutschland doppelt hoch ist, denn sie beinhaltet nicht nur Einsicht, sondern auch Mut, Mut den Mund aufzumachen.
  • Dann müssen in den Sozialwissenschaften Diversität und Vielfalt Einzug halten, z.B. in Form von Kritik an politisch korrekter Forschung oder von Kritik am Feminismus, dessen Vertreter Ressourcen verschlingen ohne auch nur ein produktives Payback zu produzieren.
  • Dies setzt voraus, dass sich Sozialwissenschaftler ihrer eigenen Bigotterie bewusst werden und sich selbst zum Forschungsgegenstand machen, denn nur auf diese Weise können die Doppelstandards aufgedeckt werden, die viele unter ihnen auf der einen Seite Diversität predigen lassen, wie dies z.B. die Gender Studies unablässig tun, um auf der anderen Seite alle diejenigen zu bekämpfen und zu denunzieren, die diverse Meinungen, also Abweichungen von der Ideologie der Gender Studies formulieren.
  • Schließlich fordern Duarte et al. zwei Kröten, die in Deutschland vermutlich niemand schlucken wird: Einerseits sollten Publikationen, die bewusst von der herrschenden Meinung, also der politischen Korrektheit, abweichen, gefördert werden. Andererseits sollte ein neues Wertesystem für Sozialwissenschaftler gelten, nämlich eines, das diejenigen, die ihre Fehler aussitzen wollen und sich mit Kritik an ihren Veröffentlichungen nicht beschäftigen, derart in der Reputation beschädigt, dass sie die Hochschule verlassen müssen. Da mit dem letzten Punkt alle Vertreter der Gender Studies, die es bis zum heutigen Tag nicht geschafft haben, auch nur die einfachsten Fragen nach den Grundlagen ihrer angeblich doch wissenschaftlichen Betätigung zu beantworten, von Hochschulen beseitigen würde, kann man sich ungefähr vorstellen, wie beliebt die entsprechende Forderung in Deutschland sein wird.

Die Krisensignale, die sich für uns eher anhören, wie das letzte Röcheln, das demjenigen entkommt, der gerade erwürgt wird, die Krisensignale in den Sozialwissenschaften werden immer häufiger thematisiert. In den USA werden sogar Anstrengungen unternommen, um wissenschaftliche Standards wieder zu sichern und die ideologisch-linke Unterwanderung der Sozialwissenschaften zu beseitigen. Und in den USA haben Wissenschaftler, linke Wissenschaftler im vorliegenden Fall, die Hoffnung, dass es gelingen kann, die Sozialwissenschaften wieder zu einer Wissenschaft zu machen.

Für Deutschland teilen wir diese Hoffnung nicht. Da es in Deutschland nicht einmal möglich ist, einen Diskurs darüber anzustrengen, ob bestimmte Fächer an Hochschulen etwas verloren haben, geschweige denn darüber zu diskutieren, ob es für Hochschulen förderlich sein kann, wenn sie immer mehr zu Marionetten eines politischen Willens werden, der in Ministerien festgelegt wird und vor Ort durch die Armee der Politkommissare, die zwischenzeitlich an Hochschulen installiert wurde, umgesetzt wird, sehen wir nicht, wie es gelingen soll, Sozialwissenschaften in Deutschland wieder zu einer Wissenschaft zu machen.

P.S.

Duarte et al. sprechen in ihrem Text von “liberals”, was auf die Verfasstheit des US-amerikanischen Parteiensystems zurückgeht und für Deutschland am besten mit “links” übersetzt wird, wobei “links” nicht bedeutet, dass diejenigen, die sich links bezeichnen, auch links sind, also den Wurzeln der politischen linken Ideologie in der Arbeiterbewegung Rechnung tragen, sondern nur, dass sie sich für links halten.

Abramowitz, Steven I., Gomez, Beverly & Abramowitz, Christine V. (1975). Publish or politic: Referee Bias in Manuscript Review. Journal of Applied Social Psychology 5(3): 187-200.

Duarte, José L., Crawford, Jarret T., Stern, Charlotta, Haidt, Jonathan, Jussim, Lee & Tetlock, Philip E. (2014). Political Diversity Will Improve Social Psychological Science. To be published in Behavioral and Brain Science.

Inbar, Yoel & Lammers, Joris (2012). Political Diversity in Social and Personality Psychology. Perspectives on Psychological Science 7(5): 496-503.

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13 Responses to Kein Platz für Andersdenkende: Intolerante Sozialwissenschaften

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  2. Sven H. Schillings says:

    Die Studie von Duarte et al. sowie dieser Beitrag decken sich mit meinen sicherlich nicht repräsentativen Eindrücken und Erfahrungen. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis habe ich mehrere Sozialwissenschaftler, bei denen man auch den Eindruck hat, dass sie in sehr eingeschränkten Meinungswelten unterwegs sind. Interessant ist auch ein Blick in den SozBlog, der Internetseite der Dt. Ges. für Soziologie, bei dem es insbesondere um Gender Studies und Selbstbeweihräucherung geht. Ich hatte mehrfach versucht, kritische Beiträge zu schreiben, wurde aber jeweils zensiert.

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  4. BeFree says:

    Ich vermute sehr stark, dass man im Bereich der Klimaforschung zu ganz ähnlichen Ergebnissen käme, wie die hier am Beispiel der Sozialwissenschaften dargestellten. Ähnliche Vermutungen lassen sich sich auch für andere, auch naturwissenschaftliche Forschungsbereiche anstellen, die als Hilfswillige der sog. Klimaforschung zuarbeiten, wie Meteorologie und ähnliche. Ebenso stark vermute ich, dass auch die Vergabe der Nobelpreise ähnlichen Diktaten von gewünschten Forschungsergebnissen unterliegt, soweit es sich nicht um pure Grundlagenforschung handelt. In der Arzneimittelforschung dürfte es durch die Dominanz finanzstarker Konzerne eine vergleichbare Einrichtungsforschung (i. S. v. oneway) geben, unter bewußter Ausblendung von möglichen Alternativen, und dies insbesondere, wenn absehbar ist, dass die Alternative teurer wird.
    Seit einer der größten Finanzmarktkatastrophen – nach dem Schwarzen Freitag von 1929 – im Jahre 2008 hat die seinerzeit völlig unvorbereitete und desaströse; universitäre Forschung in allen beteiligten Bereichen der Makroökonomie einen wahren Quantensprung (** ich weise unten auf den weit verbreiteten Sprachunsinn zu diesem Modewort hin) hingelegt. Sie ist heute in der Erklärung der seinerzeitigen Phänomenentstehung, vor allem aber bezüglich der Lösungen für die Vermeidung zukünftiger Katastrophen dieses Ausmaßes um eben den Grad eines wirklichen Quantensprunges(**) in der Atomphysik vorangeschritten. Und das soll alles nicht gewollt sein? Honi soit qui mal y pense.
    (**Der Begriff QUANTENSPRUNG für Dummies, journalistische Volontaire, sog. Chefredakteure von Mainstreammedien in Talkrunden, dpa und die Vereinigten Politstammler aller Parteien-Couleur der Bundes-, Landes- und Kommunalparlamente:
    In seiner ursprünglichen Bedeutung ist der Quantensprung [WINZIG, WINZIGER, AM WINZIGSTEN. KURZ, KÜRZER, NOCH KÜRZER !!!!!] ein Übergang zwischen zwei Werten einer physikalischen Größe im atomaren Bereich. Da dort alle Größen diskrete Werte annehmen, sind solche Veränderungen immer sprunghaft und zudem in den meisten Fällen nicht (!!!) mit einer qualitativen (!!!) Veränderung (!!!) des Systems verbunden. Typisch für den Quantensprung ist eben, daß er winzig ist und in sehr kurzer Zeit abläuft. Die zweckentfremdete Anwendung des Begriffs durch die versammelte feuilletonistische Inkompetenz und unter Verwendung von vermeintlich mediengerechtem Sprechsprechgeschwafel, hat allerdings seine ursprüngliche Bedeutung vollständig und völlig idiotisch auf den Kopf gestellt.)

    PS …… und dies zum Schluß: “Ohne entscheidende Fortschritte, ohne einen Quantensprung hier werden wir die europäische Staatsschuldenkrise nicht überwinden.”
    Wer? Wo?
    Regierungserklärung der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel – 1973-1978 Studium der Physik in Leipzig – am 29. Januar 2014 im Deutschen Bundestag, Berlin.
    Jetzt sind wir alle klüger, nur wissen wir immer noch nicht, wer wo denken lässt, aber wir wissen immerhin, dass es so ist. Auch die BK’in lässt also denken. Wie bequem für sie. Aber wo bleiben wir?
    WIR SIND DAS VOLK. Grüße nach Dresden und Frohe Weihnachten.

    • heter says:

      Sie nörgeln vollkommen zu Unrecht am Ausdruck von Frau Merkel rum. Laut Duden bedeutet Quantensprung einen erheblichen Fortschritt und wer ein wenig physikalisch bewandert ist, weiß auch was ein Quantensprung ist. Sie anscheinend nicht. Ein Quantensprung sagt nichts über das Ausmaß, also die Größe der Änderung des Energielevels aus, sondern nur, dass dort diskrete Werte angenommen werden. Das kann, so wie Sie das vermutlich meinen, bei einem Wasserstoffatom sein , wenn das Elektron bei Anregung von dem 1s-Orbital auf gerade das nächste “springt”; allerdings kommen Quantensprünge auch in der Astronomie vor, wo die Energieunterschiede milliardenfach höher sind. Und nebenbei finde ich es lächerlich an Metaphern herumzunörgeln. Die Ungenauigkeit ist ja gerade das, was eine Metapher ausmacht. Sprache zeichnet sich meines Wissens nicht unbedingt dadurch aus, dass sie auf der Sachebene absolut korrekt ist. Sie ist eher lebendig und wenn man sich darauf geeinigt hat, was man unter einer Metapher versteht, dann ist sie genau dann richtig verwendet, wenn sie der “Vereinbarung entspricht.

      • BeFree says:

        Den Quantensprung gibt es nicht in der realen Welt, dafür aber bei unwissenden Politikern, Bundekanzlerinnenredenschreibern, Werbe- und sog. Fachidioten sowie in der blühenden Phantasie leider zahlreicher Zeitgenossen! Ich verweise hier insbesondere auf die untigen Punkte 4. u. 5.
        Und all das lässt sich bei kurzer Recherche schnell finden “…………..”

        1. Die spätere Worthülse “Quantensprung” entstand in den frühen Zeiten der Quantenphysik, um Problemen bei Rechenverfahren der Quantentheorie einen Namen zu geben. Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen.
        Dass sich im Rauschen des Feuilletons nur selten die Erkenntnis durchsetzt, dass der Quantensprung nicht sehr groß sein kann, stimmt nur bedingt hoffnungsvoll.
        2. Leibniz war sich sicher: “Natura non facit saltus” – die Natur macht keine Sprünge – wie schon von Aristoteles vermutete. Alles ist kontinuierlich und verläuft kontinuierlich und kausal. In der klassischen Physik werden Zustände und Änderungen durch stetige und differenzierbare Funktionen beschrieben – bis hinein in infinitesimal kleine Raumgebiete und Zeitabschnitte. Die Idee des Kontinuums und ihre überwältigend erfolgreiche Anwendung in der Infinitesimalrechnung (Leibniz und Newton) zusammen mit der festen Überzeugung, dass jede noch so kleine Ursache auch eine beliebig kleine Wirkung hervorruft und nichts dem Zufall überlassen ist, prägten das Weltbild der klassischen Physik.
        3. Dann kam Planck mit seinem “Wirkungsquantum”. Das Wirkungsquantum ist unvorstellbar klein! Verglichen mit Wirkungen unserer Alltagswelt beträgt es nur 1/10000000000000000000000000000000000 oder 10^(-34) Wirkungseinheiten. Wenn die Natur also Sprünge macht, dann macht sie grundsätzlich nur ganz kleine Sprünge und es gibt bis heute keine klassische Erklärung dafür.
        4. Weshalb Redner und Werbeagenturen trotzdem immer wieder den Quantensprung missbrauchen, z.B.: “So einen Sprung nach vorn gab es noch nie. Ich würde sogar von einem Quantensprung sprechen”, lässt sich allerdings ganz klassisch erklären: Man will mit einem markanten, sinnfreien bzw. sinnentstellten Begriff Aufsehen erregen – ein klares Indiz dafür, dass jemand [hier Merkel] seine/ihre Wirkung total überschätzt.
        5. Was bedenklicher ist: Selbst der Duden fällt auf diese Masche herein. Aber vielleicht verwechselt man dort ja den Quantensprung mit dem ‘dialektischen Sprung’ oder ‘Qualitätssprung’ nach Hegel und Engels, getreu dem unausrottbaren Aberglauben irgendwann schlüge Quantität in Qualität um oder anders gesagt, viel hilft viel – was leider nicht immer stimmt.
        6. Was hat das Ganze mit dem Vakuum zu tun? Im Vakuum der Quantenelektrodynamik tummeln sich sehr viele virtuelle Teilchen. Durch sie werden Quantensprünge der realen Teilchen induziert. Man möchte jetzt die Analogie zur real existierenden Politik ruhig weiter strapazieren: Polit-Aufschneider aller Länder vereinigt euch. Vielleicht schaffen sie dann den Quantensprung.……..obwohl es ihn nicht wirklich gibt……dafür aber viel, unendlich viel Vakuum in der Politik und in Doktorinnen der Physik.

  5. “How the Liberal University Hurts the Liberal Student”


  6. Orwell says:

    Allen ein schönes Weihnachten, ein schönes Julfest, angenehme Rauhnächte. Mögen uns in diesen Tagen die Köpfe frei sein für privates Glück.

  7. Ein hervorragender Beitrag.

    Allerdings ist es eben nicht nur ein Rahmen: links-rechts-liberal .
    Der Denk- und Handlungs-Käfig, den die Demokraten Dir vorschreiben ist übergeordnet zu betrachten – Beispiele:

    1. Gendering wurde bereits 1999 als Zersetzungskomponente der Völker und Gesellschaften in der Jogjakarta-Charta vorgegeben und von der WHO dann den Regierungen verordnet. Langfrist-Ziel: die NWO zu schaffen. (siehe Kuby – die globale sexuelle Revolution)
    2. Deshalb gilt Toleranz immer für die anderen, nie für diejenigen, die Toleranz fordern z.B. Menschen, die nicht ihre Identität bei den Weltbankiers der NWO abgeben wollen und auf dem Selbstbestimmungsrecht der Völker pochen. Und sich der Zwangskolonisierung Europas widersetzen.

    Überall scheint die Zersetzung durch, um die NWO auf allen Ebenen durchzusetzen.

    Was Du schon immer über die Westliche-Werte-Demokratie und West-Medien wissen wolltest bisher aber nicht zu fragen wagtest …
    „Die erfolgreichsten Gehirnwäsche-Techniken. Der Globalisierungs-Fanatiker. Ein Psychogramm der Westlichen-Werte-Demokratie“.
    http://www.gehirnwaesche.info/

  8. youandme says:

    Ich stimme voll zu, daß die Sozialwissenschaften intellektuell und von der Urteilskraft her tot sind. Ich würde es wohl nicht als links bezeichnen, sondern schlicht als “wohlfühlpolitisch”. Nach meiner Erfahrung in einem solchen Studium vermischen sich da nicht selten theoretisch linke Gedankengänge auch gerne mal mit eher rechten Gedankengängen (zb in der Kriminologie, wo mir einmal gelehrt werden sollte, daß Kriminalität 1. gebunden ist an den sozialen Status und 2. quasi biologisch erblich; daraus ergab sich, daß die Unterschicht höchst kriminell ist, während die Oberschicht faktisch nie eine Straftat begehen würde – woraus man dann sozialpädagogisch seine Schlüße zu ziehen hätte; was mich daran irritiert ist das impliziert ist, mit Zuwachs der Geldmittel steige automatisch die Redlichkeit sowie Gesetzestreue und dieser Zusammenhang sei erblich; “reich” = “gesetzestreu”, so einfach kann es sein). Vieles in den Sozialwissenschaften ist aber nicht links, rechts, liberal, grün oder sonstwas, sondern unreif oder nachgerade bescheuert, dies aber mit politischem Anstrich.
    Nicht wenige Lehrende verstehen die Bedingtheiten oder Aussagemöglichkeiten von Statistiken nicht, mit denen sie lehren (Bevölkerungsprognosen für 2060 werden vollkommen unkommentiert als absolut wahr hingestellt, nicht die winzigste Einschränkung der Aussagekraft auch nur angedeutelt) und nicht wenige sind völlig unkritisch gegen offizielle Statistiken und Dokumente, zb. vom Arbeitsamt über die Arbeitslosenzahlen oder Armuts- und Reichtumsberichte. Es wird alles für bare Münze genommen, wenn es “von oben” kommt, was auch einen höher gestelten Kollegen meinen kann. Kritik innerhalb der Sozialwisssenschaften ist überhaupt unüblich, dafür wird vor allem die Biologie (meist ganz ohne tieferes Verständnis derselben) zum Todfeind erklärt, da deterministisch.
    Im wesentlichen wird sich an den Werken zumeist länger verstorbener Menschen ergötzt und bruchstückweise sowie unreflektiert und direkt aufs Heute bezogen (zb. in der Soziologie immer noch ein Brüller: Der Fahrstuhleffekt – wenn es den besser Situierten stets besser geht, so zieht das auch die schlechter gestellten automatisch mit. Es gibt kaum einen Beweis in der Realität dafür, das dies “einfach so” geschehen würde, aber man wünscht es sich eben und so passt es dann halt irgendwie; ein anderes ist ohne Frage der Wunsch, Frauen mögen doch heute noch so leben wie in den Werken von 1940-1970 beschrieben).
    Was die Sozialwissenschaften maximal versäumt haben, ist es, sich irgendwie mit tatsächlichen Problemen der Gegenwart zu befassen. So habe ich für meine Diplomprüfung in Sozialpädagogik das Thema “Armut” gewählt (2012), in der Annahme, das sei ja kein unaktuelles Thema mehr. Die aktuellste Publikation zum Thema “Pädagogik und Armut” war von 1999. So als sei das eine erkenntnismäßige Orchidee, die Armut, geradezu exotisch selten auch in unseren Breiten und als sei (die Bewältigung von) Armut nicht irgendwie in Politik und Medien eine Art Dauerärgernis, weil einfach nicht verschwinden wollend und immer wieder Gräben aufreißend. Zu Gender findet man aber natürlich allerhand, auch zur Frage, wie man Texte toll interpretieren und mit Verweis auf diese und jene vielzitierte Konifere dem ganzen das Wissenschaftsmäntelchen überstülpen kann.
    Was in den Sozialwissenschaften schon fast zynischer Weise auch höchst selten auch nur gestriffen wird, ist der Umstand, daß Hilfe auch schnell übergriffig sein kann und das es hier an sich ein hohes Maß an Urteilsvermögen bedarf, um nicht jemanden in seinen Rechten zu verletzen oder aber mit übermäßiger Hilfe quasi zu hospitalisieren und von Hilfen abhängig zu machen, die eigentlich noch gar nicht indiziert oder gar kontraindiziert gewesen wären.
    Sozialwissenschaften finden heute großteils in einem theoretischen Nirvana statt, das irgendwo zwischen den Zeiten der “Klassiker” (ca. ab Mitte 19. Jh.) und heute hängen geblieben ist und die Gegenwart nun dafür ins Gericht nehmen will, daß sie nicht so sei, wie man das in seinem eigenen Köpfchen und aus den lieben Büchern heraus aber annehmen möchte. Manchmal hatte ich fast den Eindruck, die Realtiät sei der eigentliche Feind dieser Erforschungsversuchsorganisationen.
    Ein großer Flurschaden daraus ist, daß auch viele Werke eben wirklich kluger Köpfe durch den Kakao gezogen oder verstümmelt werden mittels einfältigster Pseudoanwendung auf die Phantasierealität. Max Weber kann auch zum heutigen Zustand noch manches erhellen und Adornos “Erziehung nach Auschwitz” ist auch bezogen auf den Gendermüll keineswegs unaktuell (“Ich habe keine Angst vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten” ist ein bekanntes Zitat aus diesem Buch). Man kann aber in den Sozialwissenschaften aus diesen Werken nur noch mit Glück und eigentlich gegen die vorgegebene Linie denkend etwas ziehen, da der Interpretationsspielraum stark vorgegeben ist (nur enttarnt man sich mit nicht alles fressendem Denken schnell als “Querolant”). Das ist im übrigen sogar bei Kalibern wie Nietzsche der Fall. Über dessen teilweise extreme und zeitlich sehr weitreichende Kritik insbesondere an den höheren Lehranstalten und den Universitäten wird an selben kaum geredet und wenn dann nur historisiert, also auf Nietzsches Zeit selbst bezogen. Inwieweit bspw. die Missgestaltung dieser Institutionen (Korruption, Marktandienung, Disziplinlosigkeit, Schlampigkeit, Beliebigkeit, Ruhmsucht, “jeder wird genommen”) auch an heutigen Universitäten ein brandaktuelles Problem ist, wird überhaupt nicht gefragt. Heile-Welt-Denken ist das, Pleasent Ville als geistiger Horizont. Auch die postmodernen Autoren hat man so andauernd verkürzt verstanden – im Grunde nur das herausgelesen, was man ohnehin wusste – daß es schon ein Trauerspiel ist, wenn man sich denn mal ohne ein “das ist eh alles Müll”-Vorurteil diesen Denkern nähert (die Frage beispielsweise, was wann warum als Normalität, was als Wahnsinn gesehen wurde, ist keineswegs unaktuell oder von geringem Wert oder simpel zu erklären). Nicht einmal, daß das Schöpfen neuer, präzis beschreibender Begriffe eine sehr hohe Bedeutung haben kann (ein Kernthema der Postmodernen Philosophie), hat man wirklich durchdrungen, sehr gut an den Genders erkennbar, die das Anfügen von _innen oder einfügen eines x für einen begriffsmäßig großen Wurf halten, der sich mit den Postmodernen Denkern messen lassen könne. Dabei könnnte die Einfalt kaum größer sein, die aus solch Sprachphilosophie spricht.

    Ich finde aber, man tut heute notwendig Unrecht, wenn man nur einen oder einige wenige Wissenschaftsdisziplinen ob ihrer Schlampigkeit, Rückgratlosigkeit, ideologischen Verbortheit und Monotono-Perspektive kritisiert. Denn welcher Wissenschaftsbereich ist denn heute noch integer? Es geht sicherlich an zu kritiseren, daß die Sozialwissenschaftler gegen die Verhunzung ihrer Disziplinen und der Universitäten kollektiv das Maul halten. Aber wieviele Naturwissenschaftler machen denn da das Gegenteil? Gab und gibt es gewaltige Kritik an Schavans Ehrendoktor und dem, von Merkel liebformulierten Abschied dieser Betrügerin, deren Verlust Merkel (als promovierte Physikerin) ja wirklich ernsthaft zu bedauern schien? Gab es da ein breites, kritisierendes Bündnis der Naturwissenschaften daran, daß mit der Ehrung und Salbung dieser Person ohne Gewissen die Ehrlichkeit der gesamten Wissenschaft aufs Spiel gesetzt wurde? So als sei Wissenschaftsbetrug in Ordnung, wenn man den Kanzler kennt? Gibt es Zitierkartelle und Seilschaften nur in den Sozialwissenschaften? Und haben Informatiker hierzulande gegen die Tatenlosigkeit angesichts der NSA protestiert oder wenigstens mal versucht, der breiten Bevölkerung zu erklären, was da nun eigentlich genau passiert in dieser Sache (anstatt es irgendwelchen Netznerds zu überlassen, die gerne ihre linken oder wohlfühlpolitischen Meinungen mit einweben, wofür man sie dann gleich noch gerne kritisiert)? Wieviele Rechtswissenschaftler hat man im Zuge von Mollath, Kulac, Hoeneß und Ecclestone reden hören darüber, wie schädigend hier ein “Weiter so!” für diese Gesellschaft wäre, zivilgesellschaftlich wie wirtschafltich (Rechtsunsicherheit)? Und über die Aufmüpfigkeit der Wirtschaftswissenschaften, der scharfen Kritik an vielleicht eher mau unterfütterter Wirtschaftstheorie oder einem Übermaß an Mietmäulern: muß man darüber noch ein Wort verlieren? Die ganzen Pharmaforschenden, Chemiker, Biologen: kritisieren die nie etwas, weil es in deren Bereichen gar nichts kritikwürdiges gibt – oder weil sie genau so Bücklinge sind wie die Würstchen aus den Sozialwissenschaften? Wo sind die kritischen Journalistiklehrenden, die die Verkommenheit heutigen Journalismus aufs schärfste geißeln, auch unter Aufopferung einiger Vorteile, die das Maulhalten mit sich brächte? Wo sind sie denn, die ganzen anderen mutigen und integren Wissenschaftler der ganzen anderen Bereiche?

    Wo ist denn der wissenschaftliche Bereich, der in vollem Überzeugungston sagen kann: seht her, so wie WIR müßt ihr es halten in der Wissensschaft, SO müßt ihr euch und die Sache verteidigen, DAS sind die wichtigen Werte der Wissenschaft, für die nicht einzustehen sich kein einziger Wissenschaftler leisten kann, der diesen Namen verdient haben will? Welche Disziplin hätte denn da noch Vorbiildcharakter?

    Will sagen: man verdunkelt 95% des Problems, wenn man angesichts der Verlottertheit unserer höheren und höchsten Bildungsinstitutionen nur eine der zahlreichen Disziplinen kritisiert und damit den Eindruck erweckt, bei den anderen liefe es im Großen und Ganzen schon richtig. Es ist nicht nur eine Disziplin, die inzwischen sich Fragen danach gefallen lassen können muß, wie man ihrer Integrität eigentlich noch vertrauen können soll. Daß man heute auch in der Nature vollkommen bescheuerte, absichtsvoll sinnlose Artikel platzieren kann, wenn einfach nur der Titel irgendwie klingt (um eben genau diese Möglichkeit experimentell zu beweisen), ist doch nichts, das eine Sozialwissenschaft verbrochen hat. Das Problem der Universitäten (in Deutschland noch gepaart damit, das man hierzulande nicht klug im Kopf sein muß, sondern Eltern mit gefülltem Geldbeutel braucht) reicht doch viel tiefer als nur bis zu einer Disziplin. Welche kann denn hier noch den ersten Stein werfen? Und mal angenommen, unsere Sozialwissenschaften wären wieder “heile” (oder abgeschafft, je nach dem, was man für besser findet), wären denn dann unsere Universitäten endlich wieder ein Ort klugen Denkens, vorsichtigen aber unbeirrbaren Forschens, der Unbestechlichkeit im Namen der wissenschaftlichen Erkenntnis? Wohl kaum.

    Es ist ja nämlich nicht so gewesen, daß die verhunzten Sozialwissenschaftler mit Atombomben gedroht hätten, wenn man ihren Forderungen nicht genüge täte oder Kritik an ihrer tollen Forscherei übe. Sondern “das Maul gehalten” haben unsere edlen Forschermenschen massenweise ganz von alleine, dabei wohl mehr an “die Karriere” denkend als ans Wissenschaftliche oder nicht begreifend, daß es an der Universität keine wesensmäßige Veränderung gibt, die nur einen Bereich betrifft; daß der Forscher der Psychologie der frühen Kindheit genau den selben Beruf ausübt wie der Chemiker, der Schadstoffe erforscht; daß Betrügerein in einer Disziplin von außen betrachtet immer auf die ganze Institution rückwirken, soll heißen: ob der Betrug in Philosophie oder Pharmazie stattfindet wirkt auf die breite Masse in beiden Fällen ganz einfach als “Betrug in der Wissenschaft” und schädigt das Vertrauen in die Redlichkeit und damit eben Vertrauenswürdigkeit aller Bereiche – doch ohne, daß man der Wissenschaft auch zutraut, unirritiert und wahrheitsgemäß arbeiten zu können, verliert diese Institution ihre Akzeptanz und letztlich ihren Sinn. Eine Wisssenschaft, bei der man nur noch zufallsmäßig davon ausgeht, daß sie der Wahrheit und nichts anderem dient, ist keine Wissenschaft mehr, sondern Esoterik.
    Es gibt in der Wisssenschaft keine einsamen Inseln, aber die überwiegende Mehrheit hat sich die letzten Jahrzehnte doch genau so verhalten, nur aufs eigene geschaut und geäugt. Daß in der Wissenschaft heute scheinbar wieder alles erlaubt ist, was nicht verboten ist und selbst das Verbotene (wie Betrug) nur opportune politische Verfügungsmasse, ist nichts, das nur eine Disziplin oder ein Fachbereich angerichtet haben kann, wenn man konstatieren muß, das dieser Geist inzwischen in nahezu allen Bereichen verankert und fast schon tonangebend ist.

    Natürlich kann sciencefiles das nicht alles alleine machen. Aber ich finde es schon komisch, daß doch hauptsächlich die Sozialwissenschaften gescholten werden. Man könnte zb. auch mal die Biologen an die Kandare nehmen, wieso die so laut zu “es gibt kein biologisches Geschlecht”-Thesen ihrer Kollegen geschwiegen haben, die letzten 2 Jahrzehnte. Oder die Mediziner. Oder die Philosophen. Man könnte aus sowas eine ganze Serie machen, bei der auch sehr interessant wäre, wer alles von vornherein sich verwahrt, überhaupt irgendwas zu antworten oder aber nur unter irgendwelchen Vorbehalten. Oh, und auch Sozialwissenschaftler, die keineswegs “auf Linie” sind, haben bestimmt manch interessantes zu erzählen, zb darüber, wie sie der Genderdoktrin in ihrer alltäglichen Arbeit begegnet sind und was sie da dann so erlebt haben (ich erinnere hierbei an den Michael Klein aus Mainz, der sich kurzzeitig zur Kritik aufschwang, um sie sich wegen Bedrohung seiner Person und Familie dann vom einen auf den andern Tag komplett zu untersagen: auch zu solchen Abartigkeiten könnte man mal reihum fragen, was die lieben Kollegen aus den Forschungsbereichen dazu wohl so meinen, ob sie das tolerierbar finden oder überhaupt vorstellbar. Allein die Frage könnte manchem die Filterblase zerplatzen lassen)

    In allem aber vielen Dank, daß zumindest an einigen Orten noch gesehen wird, daß “das hohe Innovationspotentiel des Wisssenschaftsstandorts Deutschlands” manch sehr unrühmliches Kapitel hat und zunehmend potemkinschen Dörfern gleicht.

  9. youandme says:

    PS. ich meinte nicht Michael Klein aus Mainz, sondern Michael Bock aus Mainz

    http://www.kellmann-stiftung.de/index.html?/beitrag/Bock_Gender.htm

    nach dieser Publikation hat er (meine ich) sämtliche Kritik eingestellt. Die Gründe sind aber nur “hintenrum” zu erfahren, es gibt dazu keine offizielle Stellungnahme oder Erklärung, soweit ich weiß.

  10. Lara says:

    Ihr verwendet allerdings auch die Begriffe anders, als politisch korrekte Menschen. Ich habe das mittlerweile gelernt und wundere mich darum nicht mehr.
    Das geht so:
    1. Toleranz darf es nicht für Intoleranz geben und intolerant sind nicht-Linke.
    2. Freiheit darf nur die Freiheit zum Guten sein, logischerweise nicht die Freiheit zum Bösen, denn das ist Freiheitsmißbrauch; gut sind Linke, böse sind Rechte.
    3. Wissenschaft findet immer innerhalb eines Systems von Axiomen statt; eines der grundlegendsten Axiome lautet, daß Gute gut sind und darum recht haben. Die Gesetze der Logik stehen in der Axiom-Hierarchie tiefer und darum sind evtl. auftretende logische Widersprüche irrelevant im wissenschaftlichen Sinne. Auf sie hinzuweisen ist ganz im Gegenteil antiwissenschaftlich, bzw. von sinistren, also rechten (haha! see what I did there?), Motiven geleitet.

    Wenn man Diese drei Regeln behrzigt, macht der ganze wissenschaftliche Mainstream auf einmal wieder einen runden Eindruck. Ist eben alles eine Frage der Perspektive. Die folgt der Wahrheit und die Wahrheit ist, was die Mehrheit dafür hält. Die Partei hat eben immer recht.

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