Man, oh man! Potsdamer Universität verstümmelt Rechtschreibung

Man glaubt es nicht. Man steht morgens auf, in einem neuen Jahr, und man ist voll der Hoffnung. Was hat man in der Vergangenheit bereits an Unsinn verarbeitet. Fast, dass man sich wie ein Müllschlucker fühlt. Nicht nur, dass man sich (fast) wie ein Müllschlucker fühlt, man zweifelt auch am Verstand mancher Zeitgenossen, z.B. am Verstand derjenigen, die angetreten sind, um die Welt mit gendergerechter Sprache zu überziehen.

Was hat man in diesem Kontext schon alles an Unfug gelesen. Wie normal man es mittlerweile findet, dass Sprach-Dilettanten der Ansicht sind, wenn man Lehrer sagt, dann sei das überwiegend weibliche Kollegium nicht mitgemeint. Wie cool man es goutiert, dass ein neuer Performanzkünstler des Wegs kommt, um eine neue Form der Sprach-Travestie vorzuführen, und obendrein lässt man es sich gefallen, dass der Perfomanzkünstler von sich behauptet, er sei Wissenschaftler. Man hat in den Jahren so viele Clowns gesehen, die durch öffentlich-rechtliche Manegen ziehen, um sich als Wissenschaftler auszugeben, dass man dem einen Clown keine besondere Bedeutung mehr zuzuweisen im Stande ist.

Man merkt an sich, wie man abzustumpfen scheint gegenüber der Genderista, der man so grundlegende Erkenntnisse verdankt, wie die folgenden: Es gibt zwei Geschlechter. Es gibt Geschlechterrollen, und manche fühlen sich von manchen Begriffen nicht angesprochen.

Fast, dass man Mitleid, ob der Armseligkeit dieser neuen Trivialitäts-Apostel, mit ihnen haben könnte. Fast! Denn in der Regel wird man ärgerlich – ärgerlich, dass die Clowns aus der Manege geflüchtet sind und sich unter uns Normale gemischt haben,

sad_clownMan wird ärgerlich darüber, dass die Clowns nicht nur so tun, als sei ihr Zuhause nicht der Zirkus, sondern die Universität, nein, sie tun auch so, als hätten sie Wissen, das man als nicht-Clownesker nicht haben kann, weil man in die Tiefen der deutschen Sprachverstümmelung nicht eingeweiht ist, so dass man als nicht-Eingeweihter das Schicksal all derjenigen teilt, die nicht in den Kreis des engeren Wahnsinns aufgenommen wurden, in dem die Trivialität zur Gottheit erhoben ist:

Man bleibt normal!

Und dass man normal bleibt, das wiederum passt den Clowns mit ihrer Sprachverstümmelung nicht.

Deshalb toben und zetern sie.

Deshalb preisen sie ihre gendergerechte Sprachverstümmelung als der Clownheit letzten Schluss an.

Und dennoch hat man den Eindruck, gendergerechte Sprachverstümmelung ist ein Ladenhüter, wird an den Ständen feilgeboten, vor denen niemand steht.

Und das ist gut so.

Nun fragt man sich, und vermutlich fragen sich auch die Leser, was es mit dieser Ode an “man” auf sich hat, was ihnen dieses man-lastige Elaborat sagen will.

Die Antwort führt in das Blog von Günter K. Schlamp, dem Ehrenvorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken in Hessen e. V. (LAG), der sich vorgenommen hat, normal zu bleiben.

In seinem Blog “Basedow’s1764” verlinkt Schlamp auf einen Beitrag von ScienceFiles.

Uni PotsdamDiesen Link haben wir zurückverfolgt, und dabei sind wir auf den “Leitfaden zur Anwendung einer gendergerechten Sprache” gestoßen, den die Universität Potsdam ihren Studenten zumutet, vermutlich, um die Studenten zu denselben Sprachverstümmelern zu machen, die auch den Leitfaden erstellt haben.

In diesem Leitfaden, den Studenten einzuhalten gehalten sind, gibt es – neben dem üblichen Unsinn, einen ganz besonderen Unsinn, nämlich den folgenden:

“Vermeiden Sie die vermännlichte Silbe „man“ beim Neutralisieren des Geschlechts!”

Oh (m)(M)an(n), was für ein Unsinn.

Bereits Grundschüler können das, was Barbara Schrul, die “Zentrale Gleichstellungsbeauftragte der Universität Potsdam”, die für den Leitfaden verantwortlich ist, offensichtlich nicht kann, zwischen “man” und “Mann” unterscheiden.

Wie sich zeigt, nehmen die “Zentralen Gleichstellungsbeauftragten” unter den Clowns eine besondere Stellung ein – welche, das muss man durch entsprechende Reflexion erkunden und den Lesern von ScienceFiles, als der Kommentator, der man dann ist, mitteilen.

Und weil man gerade mit diesem herausragenden Beispiel von Unsinn konfrontiert ist, stellt man sich die Frage, wieso man es eigentlich hinnimmt, dass eine “Zentrale Gleichstellungsbeauftragte”, von der nicht bekannt ist, ob überhaupt und wenn ja, welche Qualifikation sie dazu befähigen soll, sich zum Wächter der gendergerechten Sprache aufzuspielen und einen Leitfaden für Studenten zu vertreiben, der sich auf die deutsche Sprache bezieht.

Und weil man auf diese Frage keine Antwort findet, kann man die Studenten der Universität Potsdam nur darin bestärken, den Leitfaden in Gänze zu ignorieren, denn letztlich hat er denselben Status wie ein x-beliebiger Aufsatz eines x-beliebigen Drittklässlers, mit einer Ausnahme: Der Drittklässler wird nicht versetzt, wenn er zwischen “man” und “Mann” nicht unterscheiden kann.

Wem es noch nicht reicht: Hier ein Link, der an der Schulpflicht zweifeln lässt.

Zu guter Letzt:

“Heißt das jetzt, ‘Oh man’ oder ‘Oh Mann'”?

“Oman!”

“Ach so. Danke!”

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