Sprachlose Wissenschaftler I – The poor Coward’s Cycle

Wir schlagen heute ein neues Kapital auf

– vielleicht auch einfach nur andere Saiten an.

Beginnen wir mit der folgenden Feststellung:

Eine Reihe von Wissenschaftlern, die auf Positionen an öffentlichen Einrichtungen ihr Dasein fristen, die von Steuerzahlern finanziert werden, und es bislang gewohnt waren, vor sich hin zu wurschteln, ohne dass es jemanden interessiert hat, sehen sich mit Fragen konfrontiert, aber leider außer Stande, die entsprechenden Fragen zu beantworten.

Dies kann aus Sicht gängiger soziologischer und sozialpsychologischer Theorien drei Gründe haben, die uns aus dem Stand einfallen:

    • Anomie
    • kognitive Dissonanz
    • kognitive Probleme

Anomie

poltroonAnomie wird gewöhnlich als ein Zustand beschrieben, in dem ein Akteur Hilflosigkeit empfindet und aufgrund dieser Hiflosigkeit handlungsunfähig wird, wobei er sich seine Hilflosigkeit über die Unmöglichkeit, etwas zu verändern, rationalisiert. Wohlgemerkt, ob der Akteur tatsächlich hilflos ist, ist eine andere Frage, die man empirisch prüfen müsste, was aber nicht möglich ist, weil der entsprechende Akteur sich nicht bewegt, lieber anomisch ist.

Das scheint auf die Lehrstuhlbesetzer, die sich über die letzten Monate als willige Empfänger von Steuergeldern, aber gänzlich unwillig, wenn es darum geht, Fragen von Steuerzahlern zu beantworten, entpuppt haben, nicht zuzutreffen – jedenfalls auf den ersten Blick nicht.

Auf den zweiten Blick schon, denn die entsprechenden Lehrstuhlbesetzer sind völlig anomisch ob der für sie völlig ungewohnten Situation, für die sie keine Auflösung wissen, denn Sprechen mit Normalsterblichen, die von außen in ihr Sanktuarium eindringen, das ist in ihrer Welt nicht vorgesehen. Aus irgend welchen nicht nachvollziehbaren Gründen denken manche deutsche Wissenschatfler nämlich, sie wären eine geistige Elite, die sich mit dem bildungsfernen Pöbel, zu dem für sie wohl jeder gehört, der außerhalb ihrer geistigen Ghettos zu finden ist, nicht abgibt.

Und wenn sie nun eine Meldung von draußen erreicht, dann haben sie dafür kein Reaktionsmuster und verfallen in Schweigen, was besonders peinlich ist, wenn es sich dabei um Soziologen handelt, die von sich behaupten, sie würden soziale Beziehungen erforschen. Peinlich ist das deshalb, weil dieselben Soziologen, die so gerne soziale Beziehungen erforschen wollen, anomisch werden und nicht wissen, was sie tun sollen, wenn sie eine soziale Beziehung aufbauen und auch nur Grundregeln von Anstand und von Höflichkeit erfüllen sollen.

Der eingebildete Soziologe von heute, schmort im eigenen Saft und will bitte dabei nicht gestört und auch nicht umgedreht werden.

Kognitive Dissonanz

FestingerNun könnte man meinen, dass ein Erforscher sozialer Beziehungen, der sich vor einer Aufnahme sozialer Beziehungen mit anderen Menschen und sei es auch nur per eMail fürchtet, wie der Teufel vor dem Weihwasser, ein Problem hat, eine Dissonanz damit, dass er sich einerseits für den größten lebenden Experten für die Erforschung sozialer Tatsachen und Beziehungen hält, andererseits der größte lebende Feigling ist, wenn er mit einem von beidem konfrontiert ist.

Aber, weit gefehlt, denn nun greift ein Mechanismus, den schon Festinger beschrieben hat: die kognitive Dissonanz wird integiert und weg-interpretiert. Wie? In dem sich unser anomischer Soziologe vormacht und einredet, das, was von außen an ihn herangetragen wird, sei seinem Niveau nicht würdig, seine Ressourcen seien zu schade, um sich damit auseinanderzusetzen und überhaupt, wer nicht an Universitäten ist, wer nur für Universitäten bezahlt, der kann gar nicht mitreden, was an Universitäten vorgeht, und der kann in keinem Fall qualifizierte Fragen stellen, die dem geistigen Niveau eines eingebildeten Soziologen auch nur annähern gerecht werden (geistiges Niveau beschreibt eine Dimension, die in zwei Richtungen verläuft!)

Kognitive Probleme

Die Anomie, die kognitive Dissonanzen auslösen kann, die wiederum wie gerade dargestellt, weg-interpretiert werden müssen, ändert natürlich nichts daran, dass auch Soziologen lesen können, selbst solche, die auf Lehrstühlen sitzen und daran, dass die entsprechenden Soziologen deshalb ganz genau wissen, wonach sie gefragt werden. Die Fragen, die wir und viele unserer Leser z.B. an die Mitglieder des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Soziologie geschickt haben, sind zwar etwas anspruchsvoller, bewegen sich aber dennoch nur auf einem Niveau, das auch dem durchschnittlichen Lehrstuhlinhaber verständlich sein sollte.

Warum antworten sie also nicht?

coward1Weil sie nicht antworten wollen (siehe die beiden Erklärungen oben) oder nicht antworten können.

Dass sie nicht antworten können, kann seine Ursache darin haben, dass die Fragen zu schwierig sind, dass Fragen nach z.B. den Methoden, die in den Gender Studies Anwendung finden, eine kognitive Wüste vorfinden, da nicht bekannt ist, was Methoden sind und was Methoden mit Gender Studies zu tun haben.

Dass sie nicht antworten können, kann auch einer Form der Feigheit geschuldet sein, die sich vor allem bei Intellektuellen, die so gerne und so viel reden, immer dann einstellt, wenn mit dem Wortschwall eine konkrete Aussage und entsprechend eine Verantwortung verbunden ist.

Dass sie nicht antworten können, kann schließlich darauf zurückzuführen sein, dass sie unpopuläre Dinge aussprechen müssten, wie z.B.: “Ich, Prof. Dr. Lessenich, habe überhaupt kein Problem damit, dass männliche Bewerber auf eine Professur in der Soziologie gegenüber weiblichen Bewerbern massiv benachteiligt werden.” Das ist eine konkrete, aber in Teilen der Bevölkerung unpopuläre Aussage, die man nur dann macht, wenn man den Mut dazu hat.

Selbstverständlich könnte Prof. Dr. Lessenich auch sagen: “Ich habe erhebliche Probleme mit der Benachteiligung männlicher Bewerber in der Soziologie. Deshalb werde ich etwas dagegen unternehmen.” Aber auch diese Aussage ist gefährlich, denn: Man kann beim Wort genommen und gefragt werden, was man zu tun gedenkt oder getan hat. Und: Vertreter von Institutionen, Kultusminister und deren Beamte, die viel Geld, rund 300 Millionen Euro im Rahmen das Professorinnenpogramms einsetzen, um männliche Bewerber zu diskriminieren, könnten an der Aussage von Lessenich Anstoß nehmen.

Kurz: Hier müsste unser Beispiels Lessenich eine Entscheidung treffen, und wie das nun einmal so ist mit Entscheidungen, sie machen die einen froh und die anderen nicht. Man kann es eben nicht allen recht machen. Aber: Dazu seine Meinung zu vertreten und es entsprechend manchen nicht recht zu machen, dazu gehört Mut, und wenn man den nicht hat, dann wird man anomisch und … : Beginnen Sie einfach von oben neu zu lesen, denn wir befinden uns in einer Endlosschleife, dem “poor Coward’s Cycle”.

cowardIm Folgenden dokumentieren wir diejenigen, die sich nach unserer Ansicht in dieser Endlosschleife befinden, und die sich dadurch auszeichnen, dass Sie weder auf eMails von uns noch auf eMails unserer Leser antworten.

Bei den im folgenden Genannten muss man davon ausgehen, dass Sie mit der Diskriminierung von männlichen Bewerbern im universitären Betrieb keinerlei Problem haben

  • Peter Berger, Universität Rostock
  • Nicole Burzan, Technische Universität Dortmund;
  • Stephan Lessenich, Ludwig-Maximilians-Universität München;
  • Michaela Pfadenhauer, Universität Wien;
  • Uwe Schimank, Universität Bremen;
  • Paula Irene Villa, Ludwig-Maxilimians-Universität München;
  • Georg Vobruba, Universität Leipzig;

Bei dem im folgenden Genannten muss man davon ausgehen, dass er kein Problem damit hat, dass an der Universität, der er als Präsident vorsteht, zu Straftaten aufgerufen wird.

  • Jan-Hendrik Olbertz, Humboldt Universität-Berlin;

Bei den im folgenden Genannten muss man davon ausgehen, dass Sie keinerlei Ahnung davon haben, auf welcher methodologischen Grundlage sie Gender Studies betreiben, dass sie keine Ahnung davon haben, welche Methoden die Gender Studies auszeichnen und dass sie entsprechend keinerlei Nutzen der Gender Studies weder einen wissenschaftlichen noch einen gesellschaftlichen Nutzen angeben können.

  • Sabine Hark, Tu-Berlin
  • Paula Irene Villa

Außerdem, die von Prof. Dr. Günter Buchholz im Rahmen seiner von Genderista boykottierten Befragung, folgenden Angeschriebenen:

  1. RWTH Aachen, Herrn Prof. Dr. Ernst Schmachtenberg, Rektor
  2. Frau Prof. Dr. Tanja Paulitz
  3. Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, Präsident Herr Prof. Dr. Bernd Reissert/ Frau Prof. Dr. Kristina Bautze
  4. Präsident der Goethe-Universität Frankfurt/Main, Herrn Prof. Werner Müller-Esterl
  5. Frau Prof. Ulla Wischermann
  6. Präsident der Universität Hamburg, Prof. Dr. Dieter Lenzen
  7. Frau Prof. Blunck
  8. Frau Prof. Raasch
  9. Genderbüro, Frau Dr. Frey,
  10. Universität Trier, Der Präsident Prof. Dr. Jäckel
  11. Frau Prof. Dr. Geier
  12. Universität Basel, Der Rektor Herr Prof. Dr. Piveteau,
  13. Frau Dr. Ramsauer
  14. TU Berlin, Der Präsident Herr Prof. Dr. Jörg Steinbach
  15. Frau Prof. Dr. Sabine Hark
  16. Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Präsident Herr Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Jochen Schiewer
  17. Frau Prof. Dr. Nina Degele
  18. Frau Prof. Dr. Weber, Rektorin der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald
  19. Herr Dr. P. Pohl
  20. Präsident der Universität Hamburg Prof. Dr. Dieter Lenzen
  21. Frau Prof. Lembke
  22. Rektor der Universität Bremen Prof. Dr. Scholz-Reiter
  23. Frau Prof. Eifler
  24. Universität Osnabrück – Der Präsident Prof. Dr. Rollinger
  25. Frau Prof. Dr. Schwarze
  26. Wirtschaftsuniversität Wien, Der Rektor Herr Prof. Dr. Badelt
  27. Frau Prof. Dr. Hanappi-Egger
  28. Universität Bern, Der Rektor Herr Prof. Dr. Täuber,
  29. Frau Prof. Dr. Schnegg
  30. Herrn Prof. Dr. Umbach, Präsident der Ostfalia – Hochschule
  31. Frau Stephanie Zuber
  32. Ruhr Universität Bochum, Rektor Herr Prof. Dr. Dr. h.c. Elmar W. Weiler
  33. Frau Prof. Dr. Ilse Lenz
  34. Frau Prof. Dr. Dienel, Präsidentin der HAWK Hildesheim
  35. Frau Prof. Dr. A. Müller
  36. Frau Prof. Schirmer
  37. Präsident der Universität Duisburg-Essen, Prof. Dr. Radtke
  38. Frau Prof. Klammer
  39. Universität Gießen, Der Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee
  40. Frau Dr. Hergenhan
  41. Universität Wien, Der Rektor Herr Prof. Dr. Engl
  42. Frau Prof. Dr. Schmitz
  43. Universität Klagenfurt, Der Rektor Herr Prof. Dr. Vitouch
  44. Frau Prof. Dr. Wächter
  45. Herr Prof. Dr. Berger
  46. Präsidentin der Georg-August-Universität Göttingen, Frau Prof. Ulrike Beisiegel
  47. Frau Dr. Uta Schirmer
  48. Universität Bremen, Rektor Herr Prof. Dr.-Ing. Bernd Scholz-Reiter
  49. Frau Prof. Dr. Christine Eifler
  50. Universität Oldenburg, Die Präsidentin Frau Prof. Dr. B. Simon
  51. Frau Prof. Benthien
  52. Heidelberger Institut für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung,
    Frau Prof. Blaettel-Mink, Frau Dr.Kramer
  53. Universität Kassel, Der Präsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep
  54. Frau Prof. Dr. Tuider
  55. Universität Wien, Der Rektor Herr Prof. Dr. Bieger
  56. Herr Prof. Dr. Steyart
  57. Technische Universität Berlin, Der Präsident Prof. Dr. Steinbach, Der Vizepräsident Prof. Dr. Thamsen
  58. Universität Graz, Die Präsidentin Frau Prof. Dr. Christa Neuper
  59. Frau Prof. Dr. Angelika Wetterer
  60. Herrn Prof. Dr. Bernd Huber, Präsident der Ludwig-Maximilians-Universität München
  61. Frau Prof. Paula-Irene Villa
  62. Präsident der HAW Hamburg, Prof. Dr. Michael Stawicki
  63. Frau Prof. Bessenrodt-Weberpals
  64. Präsident der Universität Hamburg,Prof. Dr. Dieter Lenzen
  65. Frau Prof. Rastetter
  66. Deutsche Stiftung Frauen- und Geschlechterforschung
    Frau Dr. Dumont du Voitel,
  67. Universität Siegen, Der Rektor Prof. Dr. Burkhart
  68. Frau Prof. Dr. Moog
  69. Universität Basel, Der Rektor Herr Prof. Dr. Loprieno
  70. Frau Prof. Dr. Maihofer
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8 Responses to Sprachlose Wissenschaftler I – The poor Coward’s Cycle

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  2. lernender says:

    In irgendeiner Weltfrauenkonferenz setzten sich die Vertreter_innen aller Länder zusammen und bejammerten nicht das Unglück der Welt im allgmeinen, sondern das Unglück der Frau im speziellen. Soweit so gut.

    Die Vertreterin aus Zentralafrika beschwerte sich über die Benachteiligung des weiblichen Geschlechts in ihrem Lande (zu Recht, Genitalverstümmelung etc..andere Länder, andere Sitten), das wiederum nimmt jetzt die Vertreterin von Nordamerika – oder Deutschland zum Anlass daraus ein weltweites allgemeines Problem zu machen, anstatt die regionalen, kulturellen, sozialen wie auch religiösen Unterschiede zumindest zu hinterfragen.

    Das ist mal Punkt 1 warum Frauenkonferenzen nix bringen.

    War es Baroso (?) , egal, irgendwie und irgendwann sagte dann der Chef einer nicht gewählten und somit nicht demokratisch Institution der EU, “alle Frauen der Erde leiden seit Menschengedenken unter dem ähhm.. Patriarchat und das geht ja mal gar nicht..

    Auch hier, Punkt 2, die EU bringt nix, ergo abschaffen.

    Sogleich kam die töfte Idee “wir sorgen dafür dass in der EU(!) eine Verordnung erlassen wird, dass Frauen nicht nur gleichbehandelt, sondern generell gleichgestellt werden.
    Dies war die Geburt des Gender equalitiy, dass zumindest in der EU top-down bis in die kleinste Ritze des individuellen Privatlebens durchgesetzt wird.

    By the way, es ist bezeichnend – wie auch schon hier beschrieben, dass irgendeine EU-Gendertante sich darüber mokierte, dass in Südsüd-Niger es zwar ein Haufen Hunger, Elend und Kriege gibt – und sich deswegen dafür “einsetzt” der ideale Beginn dieses Elend zu bekämpfen wäre eine Frauentoilette im kleinsten südsüdnigerianischen Dorf, damit die Schüler_innen während des Unterrichts nicht mehr gemeinsam mit den Schülern hinterm Busch pieseln müssen.

    Siehe meinen Punkt 1 – denke mal die Vertreterin des Landes aus Zentralafrika bei der
    Frauenkonferenz dachte in Punkto Gleichberechtigung an etwas anderes, who knows..

    Ok, jetzt wird das Gendermainstreaming (Maintream umgangssprachlich “gleichschalten”)
    ohne Hirn und Verstand – doch mit einer erheblichen kriminellen Energie durch alle staatlichen Institutionen geprügelt – in der Politik (Quote), in der Bildung (Quote) in der Wirtschaft (Quote).

    Küstenbarbie Schwesig (“nach der Quote ist vor der Quote”) und die unsägliche Nahles..

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/hohe-anforderungen-verzoegern-die-auslieferung-des-puma-panzers-13405087.html

    “Arbeitsschutz treibt Entwicklungskosten nach oben
    Den dafür erforderlichen Grenzwert für die Schussgasbelastung im Fahrgastraum des Puma hatten die peniblen Prüfer der Beschaffungsbehörde in Koblenz jedenfalls entsprechend verschärft. Eine drohende „Fruchtwasserschädigung bei der weiblichen Puma-Besatzung“ ist seitdem zwar strikt ausgeschlossen. Doch solche Vorgaben erhöhten die Entwicklungskosten um einen Millionenbetrag und verzögerten die Auslieferung.”

    ..auf der einen Seite (Wirtschaft&Soziales) – auf der anderen Seite die Olbertz und die Hornscheidx (im Bereich der Bildung und Wissenschaft.)

    Wenn spätestens hier die Vertreterin der Frauenkonferenz aus Südsüdnigeria nicht von selber auf die Idee kommt “..ähm, soooo war unser Anliegen eigentlich nicht gedacht”,
    dann versteh ich zumindest die Welt nicht mehr, nur so nebenbei..siehe Punkt 1

    Um auf den Punkt zu kommen..

    Warum gibt es keine Stellungnahme von steuerbezahlten Professoren zu den hier schon oft dargelegten Fragen, welches Ziel und welchen Sinn hat die Forschung im Bereich der Gender”wissenschaft”?

    Jetzt meine zutiefst waghalsige These:

    Die oberste Doktrin ist, unter dem Deckmantel der Genderwissenschaft einen Grossteil
    der Bevölkerung vorzuspielen, in Berlin, in Frankfurt und in Stuttgart herrschen *eigentlich* südsüdnigerianische Zustände – und es benötigt dafür ein Volk, dass daran auch fest glaubt, sogleich kann man steuerfinanzierte Professorenprogramme auflegen, die an der Ursache forschen können, wie es zu diesen südsüdnigerianischen in Berlin, in Stuttgart, in München etc.. denn kommen konnte.

    (Ob man jetzt an 70 Jungfrauen im Jenseits glaubt, oder an das Patriarchat, geschenkt – alles Blödsinn – Kohle scheffeln ist angesagt)

    Gleichzeitig – als Zeichen gegen Rechts, .. sorry, andere Baustelle, ..als Zeichen gegen die
    südsüdnigerianische Unterdrückung der Frauen in besagten Städten, richtet man Professorinnenprogramme ein, die Sprachen bis zum Babygebrabbel verhunzen, Militärfahrzeuge werden hochschwangerengerecht umgebaut und so weiter, und so weiter..

    Und Menschen, die irgendwann mal berechtigt die Frage stellen, “wozu” werden wie der einstige Streber (oder Seperatist) in der Klasse, der es wagt, die einzige Frage zu stellen, die man der Lehrerin nicht stellen sollte, gesellschaftlich geschnitten oder der zum Strecken erhobene Zeigefinger wird jovial übersehen. So wie die Fragen, die SF und Andere an die Forscher_innen besagter Zukunft stellen, nicht beantwortet werden.

    Weil es nicht um Forschung geht, es geht um die Herrschaft einzelner oder einiger weniger
    um die Masse. Es geht um Kohle abgreifen. Und das darf nicht aufgedeckt werden.

    Und in Südsüdnigeria hat sich immer noch nichts geändert. Das zum Thema Frauenkonferenz..

    • meier, hans (kempten) says:

      Ufff! Viel auf einmal!

      Ich sehs nüchterner: Gender ist ein Stellenbeschaffungsprogramm, durch das etliche Lebenszeitstellen geschaffen wurden. Die Stelleninhaberinnen machen, wofür sie bezahlt werden: Sie vernetzen sich weltweit und wollen überall Gender, d.h. weitere Lebenszeitstellen implementieren, die damit begründet werden MÜSSEN, dass empörende Geschlechterungerechtigkeit herrscht.

      Marktwirtschaftlich betrachtet haben sie eine Marktlücke entdeckt, für die sie das passende Angebot haben: politische Überzeugungsschlagworte wie “Gerechtigkeit” und “Gleichheit” in konkrete Politik zu übersetzen, die vergleichsweise immer noch billiger ist als die Änderung ganzer Gesellschaftsstrukturen auf diese Begriffe hin: Lieber ein paar Lebenszeitstellen und das von diesen ausgehende Gezetere als die Überprüfung der Lohnungleichheit etwa zwischen Arbeitnehmern unterschiedlicher rechtlicher Katagorie (Stichwort Praktikanden oder Leiharbeiter z.B. im Bundestag). Aus Sicht der Mächtigen kaufen sie mit Gender ein 1. ein gutes Gewissen, 2. vorzeigbares politisches Handeln und 3. verbessere Versorgungsmöglichkeiten für ihre weiblichen Angehörigen – unterhalb der Chefetage undaußerhalb des Öffentlichen Dienstes greift die Frauenquote ja ohnehin nicht, die konkrete Arbeitsebene bleibt davon unberührt (aber nicht einmal im Frauenministerium wird sie erreicht).

      Das Ganze ist nicht primär ein Gender-Prooblem, sondern ein Markteffekt in einem von der Politik verzerrten Marktsegment.

      Dennoch wird unausweichlich geschehen, was in solchen Fällen geschieht: Es wird in absehbarer Zeit ein Überangebot an Gender geben, zuviele in Gender Ausgebildete einerseits, zuviel Gendersprech andererseits.

      Das Pendel des Marktes wird wieder umschwingen. In der öffentlichen Meinung geschieht es bereits langsam, in der Politik und im ÖD wird es noch etwas dauern – die Lebenszeitangestellten werden noch Jahre lang tun, wofür sie bezahlt werden. Doch werden sie zunehmend dieselben Wirkungen erreichen wie die festangestellten Vertreter des Marxismus-Lenismus in den Ostblockstaaten der späten 1980er Jahre: Nicht mehr erst zu nehmen, aber halt mitzuschleppen bis zum Eintitt ins Rentenalter.

  3. @hans meier

    ja, Ihre Analyse ist zweifellos zutreffend. Die Frage ist: ist sie hinreichend?

    Jeder hype basiert auf Leuten, die daraus nutznießen, aber der hype könnte keiner sein, wenn die Nutznießer nicht genügend einfältige oder intellektuell minderbemittelte oder psychlogisch labile Personen fänden, die zu Überzeugungstätern zu werden bereit und fähig sind.

    Und wie diese Leute dazu gebracht werden sollen, ihre Aktivitäten, die ihnen eine Surrogatpersönlichkeit und Halt geben, einzustellen bzw. in etwas Sinnvolles zu kanalisieren, halte ich für das nachhaltigere Problem als die trübe Aussicht, dass die Steuerzahler sie auf ihren Multiplikatorenstellen noch eine Weile durchzuschleppen müssen. Immerhin ist es VORSTELLBAR, dass man Stellen einfach streicht – es gibt kein Natur- oder soziales Gesetz, nach dem man Stellen, z.B. Professuren erhalten muss (sonst gäbe es noch die bitternotwendigen Wissenschaftstheorie- und Methodologie-Professuren, die es selbst in Deutschland einmal gab).

    Aber Leute, die ihr ganzes Gefühl. jemand zu sein, aus irgendeiner Ideologie beziehen, haben eine so große psychologische Not, dass die Ideologie unverzichtbar ist. Und weil diese Leute gewöhnlich nichts Ideologiefreies gelernt haben, müssen die Überzeugungstäter auch Opportunisten sein oder werden …

    Insofern halte ich es nicht für Zufall, dass die “abgesetzten” Marxismus-Leninismus-Absolventen ihre Spielwiese jetzt unter dem Label “Genderismus” bzw. “Gender mainstreaming” bespielen. DAS ist, was sie kennen, DAS ist, was sie so lange hergebetet haben und wofür sie belohnt wurden, DAS ist, was ihnen eine Identität gibt, und DAS ist, was sie ernährt. Wenn es sie irgendwann nicht mehr ernährt, dann bleiben all die anderen Funktionen, und die werden nicht so einfach “stillgelegt”; vielmehr üben sie wohl (neben der faktischen Nicht-Qualifikation in irgendeinem anderen Gebiet) einen psychologischen Druck dahingehen aus, dass man neue Wege sucht, wie dieselbe Ideologie einen unter einem anderen Namen als ein bloß vermeintlich neuer hype ernähren kann.

    Deshalb wäre es, glaube ich, so wichtig, dass die Parallelen zwischen auf den ersten Blick inhaltlich unterschiedlich erscheinenden historischen Phänomene gesehen werden, und deshalb ist es für die Genderisten so wichtig, dass genau das nicht getan wird, weshalb sie sich gegen jedes formale Denken mit Händen und Füßen wehren müssen und lieber einzelne inhaltliche Säue durchs Dorf treiben (wie die Benutzung von “Baby” in Liedtexten): immer schön inhaltlich bleiben! Dann hat man eine Chance, dass einem einige Leute zufälligerweise zustimmen und mit der Zustimmung zu einzelnen Punkten das ganze Programm legitimieren helfen, während andere, die nicht zustimmen, als rechts oder frauenfeindlich oder sonstwas diskreditiert werden können, und wer will schon so etwas Schlimmes sein?

    Wenn die Leute inhaltlich beschäftigt werden, dann kommen sie nicht dazu, formal zu denken, und nur formales Denken ist imstande, Parallelen, Systematiken, Prämissen etc. zu erkennen, und nur die Entdeckung dieser Dinge ist stark genug, Widerstand gegen ideologien zu nähren und zu erhalten, während der ein oder andere Inhalt, über den man heute streitet, morgen schon vergessen ist und durch einen neuen ersetzt wurde.

    Naja, ich will mal nicht so pessimistisch sein: Immerhin addieren sich Inhalte ja auch und drängen dem aufmerksamen Beobachter daher sozusagen die Form auf, der die Inhalte entsprechen.

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