Prof. Ulrich Kutschera: Genderismus ist der Kreationismus Europas

Dem wie üblich gut unterrichteten Arne Hoffmann sei Dank für einen Link auf einen bemerkenswerten Beitrag, einen Beitrag eines deutschen Professors, der an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt!

Doch vorweg ein Einstieg mit Michael Schermer aus seinem Buch “Why People Believe Weird Things”.

Darin schreibt er:

Michael Schermer“It would be difficult to find a supposedly scientific belief system more extraordinary than creationism. whose claims deny not only evolutionary biology but most of cosmology, physics, paleontology, archaeology, historical geology, zoology, botany, and biogeography, not to mention much of early human history” (Schermer, 1997: 131)

Schermer hat seine Rechnung 1997 als sein Buch erschienen ist, offensichtlich ohne den Genderismus gemacht, handelt es sich doch beim Genderismus um ein angeblich wissenschaftliches Überzeugungssystem, das all die Kriterien teilt, die Schermer beim Kreationismus vorfindet, also bei denjenigen, die denken, die moderne Zeitrechnung beginne mit der Vertreibung aus dem Paradies und seit Noah in der Türkei gestrandet ist, gebe es die moderne Menschheit. Kurz. Alles, was Darwin und die modernen Wissenschaften, die Schermer aufzählt, an Erkenntnissen erreicht haben, es sei alles Quatsch und sowieso unnötig, denn die Wahrheit steht bereits in der Bibel.

Die Wahrheit steht für Genderisten zwar nicht in der Bibel, sondern im Gender-Mainstreaming-Manual, aber ansonsten teilen sie alle Eigenschaften mit Kreationisten, die bereits benannt wurden: Sie haben einen mystischen Glauben an das soziale Geschlecht etabliert, der sich vor allem auf einer erfundenen Opfererzählung gründet, die weibliche Menschen als männlichen Menschen in jeder Hinsicht ausgeliefert behauptet und die meisten Ergebnisse der Wissenschaft als Ausdruck der patriarchalischen Herrschaft des weißen Mannes ansieht.

Diese Ähnlichkeiten mit dem Kreationismus, die Genderismus aufweist, sie waren Gegenstand eines Treffens der American Association for the Advancement of Science”, an dem auch Ulrich Kutschera, Professor für Pflanzenphysiologie und Evolutionsbiologie an der Universität Kassel, teilgenommen hat. Von dort hat er einen Bericht mitgebracht, den wir in Teilen wiedergeben. Wer am gesamten Bericht interessiert ist, er ist hier zu finden.

U.Kutschera“In der nur informell geführten Diskussion zum “Genderismus in Europa” wurde klar, dass diese fundamentalistische Anti-Darwin-Ideologie dieselben Wurzeln hat wie der wörtlich verstandene biblische Schöpfungsglaube (Kreationismus). Genderisten glauben, dass das “soziale Geschlecht” des Menschen, d. h. die Maskulinität und Femininität (Mann- bzw. Frau-Sein) unabhängig vom biologischen Geschlecht (XY- bzw. XX-Chromosomensatz, Testosteron- bzw. Östrogen-Pegel usw.) zum Ausdruck kommt, und als “gesellschaftliches Konstrukt” interpretiert werden kann. […] Die Diskussion in San Jose, CA, führte zum folgenden Konsens: Evolutionsbiologen sollten den Genderismus, eine universitäre Pseudowissenschaft, die den deutschen Steuerzahler jährlich viele Millionen Euro kostet, mit demselben Ernst analysieren und sachlich widerlegen, wie den damit geistesverwandten Kreationismus.”

Es war Zeit, dass sich auch in den Reihen institutionalisierter Wissenschaftler Widerstand gegen die Pseudo-Wissenschaft des Genderismus, wie Ulrich Kutschera sie nennt, regt. Wir freuen uns schon jetzt auf die Arbeten, die den Gender-Kreationismus analysieren und sachlich widerlegen und werden unsere Leser darüber auf dem Laufenden halten.

Bis dahin bleibt es bei einer Feststellung, die wir bereits vor einiger Zeit getroffen haben. Der Genderismus hat heftigen Gegenwind, was nicht verwunderlich ist, denn der Versuch, gegen die Vernunft anzuleben, muss über kurz oder lang an der Wirklichkeit scheitern. Umso wichtiger ist es zu verhindern, dass die Kosten des Genderismus weiterhin sozialisiert werden, was uns dazu bringt, auf unsere Petition hinzuweisen, die sich gegen jegliche Finanzierung von Genderismus wendet.

Nachtrag:

Der Text von Ulrich Kutschera ist zwischenzeitlich aus dem Cache von Google entfernt worden.

Er findet sich auf der Seite von Ulrich Kutschera, also hier.

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