Wer hat vor dem Mob die Hosen voll? Von Genderista und Gesinnungsschnüfflern

Wir nicht!

HU-BerlinAber an der Humboldt-Universität, da scheinen viele die Hosen gestrichen voll zu haben. Die Ausnahme hier: Jörg Barberowski, dem es offensichtlich reicht. Von anonymen Studenten zum „braunen Professor“ erklärt, ist er ärgerlich auf die Leitung der Universität, den derzeit noch amtierenden Präsidenten, Jan Hendrik Olbertz, und auf die Pressestelle der Humboldt-Universität. Die seien „feige“, so Barberowski, würden nur an sich denken und sich weder um den Ruf der Universität noch um die Professoren kümmern, und sie schon gar nicht vor Übergriffen schützen.

So steht es derzeit in der Frankfurter Allgemeinen zu lesen.

In einem Text mit dem Titel „Unser Professor, der Rassist“, berichtet Friederike Haupt von den Zuständen an der Humboldt-Universität, von denen wir regelmäßig berichtet haben.

also

  • vom Versuch, die Humboldt-Universität umzubennen, weil die Brüder Humboldt angeblich rassistische Schweine waren;
  • vom Versuch, Schriften von Immanuel Kant aus dem Curriculum zu verbannen, weil in ihnen das N-Wort, also Neger, vorkommt, Ein Versuch, der durch das Eingreifen der Polizei unterbunden wurde;
  • von Münkler-Watch, dem Versuch von Anonymen, Herfried Münkler zu diffamieren.

Fast so, als würde Haupt ScienceFiles regelmäßig folgen (wir müssen das vermuten, denn wir werden nicht zitiert), folgt ihr Beitrag dem Lauf, dem von uns berichteten Lauf der Dinge an der Humboldt-Universität und ergänzt noch ein wenig eigene Recherche, z.B. in Form von wenig ergiebigen Telefonaten mit betroffenen Professoren.

Die sagen entweder wenig oder gar nichts und wollen nicht zitiert werden, schon gar nicht mit konkreten Aussagen über die Veränderungen, die sie an ihren Lehrveranstaltungen vornehmen, z.B. weil Anonyme sie einer Dauerbeobachtung unterziehen und auf Münkler-Watch alles anprangern, was ihnen rassistisch, sexistisch oder sonstisch vorkommt. „An der Humboldt-Universität hat man Angst“, so fasst Haupt die wenig ergiebigen Telefonate mit den betroffenen Professoren zusammen.

lynch-mob1Denn: Der Rufmord ist derzeit ein vom anonymen Mob wirksam eingesetztes Mittel, wobei sich der anonyme Mob auf Berlin zu reduzieren scheint, jedenfalls ist Haupt dieser Ansicht, die offensichtlich unseren Text über die Zustände in Jena noch nicht gelesen hat.

Worauf ist der scheinbare Erfolg des anonymen Rufmord-Mobs zurückzuführen?

Weshalb sind die Gesinnungsschnüffler in Berlin an der Humboldt-Universität so erfolgreich?

Was unterscheidet die Humboldt-Universität von normalen Universitäten?

Das sind die eigentlich interessanten Fragen, die Haupt in ihrem Text nicht einmal antippt. Nicht nur an der Humboldt-Universität herrscht Angst, sondern auch in der Redaktion der FAZ, denn dass diese grundlegenden Fragen in einem Beitrag, der die unsäglichen Zustände an der Humboldt-Universität zusammenfasst, nicht gestellt werden, wollen wir – zugunsten von Haupt – auf Angst zurückführen.

Also ist es an uns, die Zusammenhänge herzustellen und den letzten Teil des Beitrags von Haupt, der uns besonders ärgert, auszuarbeiten. In diesem letzten Teil geht Haupt auf das Profx Lann Hornscheidt ein und auf den bislang ohne Konsequenz gebliebenen Aufruf des Profx zu Straftaten. Aus dem entsprechenden Aufruf zitiert Haupt, so als wär‘ er das Normalste der Welt, ordnet ihn nicht ein und vor allem: Legt die Quelle nicht offen, aus der sie ihre Erkenntnis hat.

Da ScienceFiles die einzigen sind, die über den Aufruf zu Straftaten berichtet haben, da wir in einem Brief an Jan Hendrik Olbertz die Entfernung von Lann Hornscheidt von der Humboldt Universität gefordert haben und eine Reaktion darauf, dass Lann Hornscheidt zu Straftaten aufruft, von Olbertz eingefordert haben, ist offenkundig, wo die unzitierte Quelle des Hauptschen Beitrags liegt. Sollen wir hier einen Verstoß gegen journalistische Lauterkeit annehmen?

Nebenbei: Die Umfrage darüber, ob Lann Hornscheidt an der Humboldt-Universität bleiben kann, ist immer noch online. Derzeit haben sich 797 Leser beteiligt, 665 davon, also 83,4% sind der Ansicht, Lann Hornscheidt könne nicht mehr an der Humboldt-Universität geduldet werden.

Stellen wir also die Zusammenhänge her, die man im Hinblick auf die Humboldt-Universität herstellen muss.

Zunächst einmal mehr etwas Grundsätzliches:

Wissenschaft ist die Suche nach verallgemeinerbaren Aussagen und nach Erklärungen, wobei Erklärungen regelmäßig aus verallgemeinerbaren Aussagen abgeleitet werden.

Und das ist, was wir nun tun.

Fassen wir zunächst zusammen, was wir wissen:

Alle oben beschriebenen Aktionen an der Humboldt-Universität Berlin haben folgende Gemeinsamkeiten:

  • Muenkler WatchGegenstand sind vermeintlich sexistische, rassistische oder ableistische oder anti-genderistische Äußerungen.
  • Die Gebrüder Humboldt sollen aus dem Namen der Universität entfernt werden, weil sie Rassisten sein sollen.
  • Herfried Münkler soll sich rassistisch und sexistisch in seinen Vorlesungen äußern und Militarismus predigen.
  • Kant soll aus dem Curriculum verbannt werden, weil er ein Rassist sein soll und das N-Wort gebraucht, also von Negern spricht.
  • Professoren werden im Internet anonym auf eigens dazu eingerichteten Blogs diffamiert.
  • Der Studentenrat der Humboldt-Universität ist auf die ein oder andere Weise involviert.
  • Die genderisierte Schreibweise ist allen schriftlichen Dokumenten gemeinsam, also _*Innen.
  • Die anonymen Diffamierer können regelmäßig auf eine erstaunliche Infrastruktur zurückgreifen, die es nicht nur erlaubt, ein Blog zu eröffnen und zu unterhalten, sondern es auch mit Beiträgen zu bestücken und zudem Flugblätter, Flyer und sonstige Materialien zu erstellen;
  • Die Aktionen werden häufig als „Interventionen“ bezeichnet.
  • Die Leitung der Universität schweigt zu all dem.

Man muss kein Wissenschaftler sein, um mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Treffer zu erzielen, wenn man die anonymen Diffamierer im Umfeld linker oder linksextremer Gruppen mit Zugriff auf eine Partei-Infrastruktur vermutet, also z.B. im Umfeld des ASta der Humboldt-Universität, der sich selbst in Anlehnung an z.B. den Stalinismus als „Rat“ bezeichnet oder im Umfeld von Grünen, Linke oder Jusos.

Dieses Umfeld bietet sich an vielen Universitätsstandorten. So ist z.B. aus Jena bekannt, dass der dortige ASta und die Jugendorganisationen der Parteien und der GEW ebenfalls als Gesinnungswächter unterwegs sind.

Störungen von universitären Veranstaltungen, Angriffe auf Professoren werden indes nur von der Humboldt-Universität berichtet. Und nur von der Humboldt-Universität ist bekannt, dass Professoren die Hosen voll haben.

Was also ist an der Humboldt-Universität anders als an anderen Universitäten?

Mal sehen.

  • xartsplittaHadmut Danisch hat eine Vielzahl von Belegen gesammelt und eine Klage vor dem Verwaltungsgericht in Berlin anhängig. Gegenstand sind die Gender Studies an der Humboldt-Universität, deren Einrichtung nicht nur nach Ansicht von Danisch Ergebnis von Betrug ist. Das Bundesministerium für FSFJ hat der damals noch nicht zum Bundesverfassungsgericht verschobenen Susanne Baer nicht nur den Lehrstuhl eingerichtet und finanziert, es hat auch Baer für eine Vielzahl von Beratungsdiensten finanziert, die so zahlreich sind, dass es nicht viel Baer-Lehre an der Universität gegeben haben kann.
  • An der Humboldt-Universität Berlin findet sich das – ebenfalls vom BMFSFJ finanzierte – Zentrum für innerdisziplinäre Geschlechterstudien, ZTG, dessen Auftrag darin besteht, die Genderistische Ideologie in Universitäten zu tragen und dort zu implementieren.
  • An diesem Zentrum ist das Lann Hornscheidt angestellt. Hier lehrt das Lann von Sexismus und Ableismus, von Rassismus und Kolonialismus und davon, wie furchtbar das alles ist.
  • An diesem Zentrum lehrt das Lann nicht nur, es zeigt auch Interventionen auf, gibt Ratschläge und Hinweise darauf, wie man das, was einem nicht ins Weltbild und zur Gesinnung passt, bekämpft, beseitigt, wie man „interveniert“.
  • Zu diesen Interventionen zählen auch Aufrufe, Straftaten zu begehen.

Wen wundert es, dass die Humboldt-Universität das akademische Tollhaus der Republik ist, an dem die Professoren und Dozenten mehrheitlich die Hosen voll haben und eine kleine, offensichtlich gut organisierte, präparierte und ausgestattete Gruppe, die man dennoch als Gesinnungs-Mob bezeichnen muss, in der Lage ist, den Laden aufzumischen?

Uns wundert es nicht.

Wir haben den Präsidenten der Humboldt-Universität, Jan Hendrik Olbertz, mehrfach auf die unhaltbaren Zustände an seiner Universität, darauf, dass das Profx seine Position missbraucht, um sich von Steuerzahlern finanziert der Erfindung von Interventionen hinzugeben und u.a. Studenten zu Straftaten aufzurufen, hingewiesen.

Bislang haben wir keine Antwort des scheidenden Humboldt-Präsidenten.

Ob er auch die Hosen voll hat?

Und Friederike Haupt – warum stellt sie in ihrem Beitrag keine Frage nach der Ursache? Warum stellt sie keine offensichtlichen Zusammenhänge her, belässt es lieber dabei, sich zwar offensichtlich bei uns mit Hinweisen auf Lann Hornscheidt zu versorgen, ohne uns zu zitieren, aber keine Erklärung zu versuchen, keine Verbindung zwischen dem Aufruf zu Interventionen, den das Lann wohl in seinen Veranstaltungen und auf seinen Webpages verbreitet und den Interventionen gegen Münkler, Baberowski oder Brinkmann herzustellen?

Hat Haupt auch die Hosen voll?

Wir danken Arne Hoffmann für den Hinweis auf den Beitrag in der FAZ.

Über Michael Klein
... concerned with and about science

28 Responses to Wer hat vor dem Mob die Hosen voll? Von Genderista und Gesinnungsschnüfflern

  1. Pingback: [Kritische Wissenschaft] Wer hat vor dem Mob die Hosen voll? Von Genderista und Gesinnungsschnüflern | netzlesen.de

  2. Angesichts der faschistioden Methoden dieser Radikalen ist es kein Wunder, dass es Betroffene gibt, die Angst haben, zumal sich die potenziellen Opfer der staatlichen Rückendeckung bewusst zu sein scheinen, die diese Radikalen genießen. Vorfälle an anderen Unis zeigen, dass geringere Anlässe, als sich die mit der Genderista anzulegen, dazu führen können der Uni verwiesen zu werden:

    https://karstenmende.wordpress.com/2015/05/01/ruhr-uni-bochum-weichen-in-richtung-ideologie-gestellt/

    Sich diesem radikalen Mob entgegen zu stellen, erfordert Mut. Und den hat nicht jeder. Kritik hat schon fast den Charakter des Widerstandskampfes angenommen und für so etwas sind die meisten Menschen wahrscheinlich einfach nicht geschaffen. Ähnliche Szenen spielen sich zur Zeit auch in England ab, wo eine „Diversity-Beauftragte“ mit rassistischen und sexistischen Aktivitäten auffällig geworden ist.

    https://karstenmende.wordpress.com/2015/05/01/ruhr-uni-bochum-weichen-in-richtung-ideologie-gestellt/

    Dort allerdings regt sich vermehrt Widerstand und das lässt hoffen…

  3. thombar says:

    die nazis haben bücher verbrannt. die politisch korrekten machen das genau so, bzw schreiben bücher, strassennamen und stadtplätze gleich zu einer neuen geschichte um!

    man kann es politisch korrekt nennen, oder genderismus! ich nenne das den neuen faschismus!

    • Florian Geyer says:

      Im Gegensatz zu diesen Rotfaschisten waren die NAZIs aber demokratisch gewählt.

      • WachtamRheinbeiRhöndorf says:

        Gewählt, latent deutschfreundlich und – der Wahrheit die Ehre- seinerzeit seit mind. über 20 Jahren von missgünstigen, imperialen Ausländern umzingelt;
        da vergreift man sich schonmal im Mittel der Wahl. Geschichte.
        Nun geht es hier jedoch eher darum, daß ein bildungsbürgerlich entarteter, unter humanistischen Akademikern nicht satisfaktionsfähiger linksgrüner Mob vorgibt, über seit 150 und mehr Jahren historisierte und unstrittig positiv besetzte Persönlichkeiten neue Deutungshoheit erlangt zu haben.
        Wie stark multitoxikoman kann man sein ohne in die Charite eingeliefert zu werden? Selbst im volksgeistig/republikanisch exterritorialen Berlin bildet so eine ASTAFA eine quasistalinistische Negativauslese von erschreckender Antiintellektualität ab.

  4. JeanP says:

    Der Artikel steht in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 17.05. Dort nimmt er die ganze Seite 3 ein. Mit dem Uni-Bild, das auch online steht. (Die beiden Photos von Münkler und Baberowski sind in der Printausgabe nicht enthalten. Dafür eine recht großformatige Werbung).

    Ist die Frage, die ich mir auch gestellt hatte. Ob Frau Haupt abgekupfert hat.
    Können Sie Frau Haupt nicht einfach fragen?

    Sie kann doch eben die online zugänglichen Quellen benutzt haben, wie Sie auch.

    Das Lann ist schon mal in der FAZ Thema gewesen. Autorin Antonia Baum.

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/profx-als-geschlechtergerechte-sprache-fuer-professoren-13268220.html

    Mit der dort geäußerten eher freundlichen Position mag ich mich nicht identifizieren. Aber das ist Meinungsfreiheit.

    Vom Journalismus versteh ich nichts, aber hat Frau Haupt nicht zwangsläufig nur eine bestimmte Anzahl Zeilen zur Verfügung? Was natürlich auch zu einer Begrenzung der angerissenen Themen führt.

    Übrigens sind derlei genderwahnsinnkritische Artikel für mich Grund, mir die FAZ auch mal zu kaufen. Die bietet da einfach Besseres als der Spiegel, der für mich schon lange erledigt ist. Es sei denn abendlich SPON mal als Regenbogenlügenpresse.

    • Wenn Sie noch irgendwo einen Verweis darauf finden, dass Lann Hornscheidt zu Straftaten aufruft und einen Link zu xartsplitta, dann bringen Sie diesen Link bitte. So lange Sie so wenig fündig werden wie wir, gehen wir davon aus, dass wir als Vorlage gedient haben. Sicher können wir fragen, und das haben wir auch getan. Bislang ohne eine Antwort zu erhalten.

      • JeanP says:

        Der Link auf xartsplitta findet sich doch (neben anderen) hier

        http://www.lannhornscheidt.com/intervenieren/

        und Frau Haupt kann Das Lanns Website ohne Kenntnis von Sciencefiles genutzt haben.

        Und, ja, ich bin der Ansicht, dass Frau Haupt eben die Vorsicht „begeht“, wie die Professoren der Humboldt-Uni. Konsequent wäre sie, würde sie weitere Artikel veröffentlichen. Und – auf Ihre Anfrage antworten.

        • Ja, und der Weihnachtsmann verschickt jedes Jahr die Osterhasen. Woher wissen Sie denn, dass Sie unter Xartsplitta die zitierten Hinweise finden und wo Sie sie dort finden?

          • JeanP says:

            Dafür müsste ich, wäre ich ein gewissenhafter Journalist OHNE Kenntnis von Sciencefiles, auf dieser Website rumlesen. Indem ich bspw. auf xartsplitta den Tag „intervenieren“ anklicke. Den Das Lann auf der eigenen Website nennt. Insofern läge es nahe, das mal zu machen.

            Wäre ich ein gewissenhafter Jounalist MIT Kenntnis von Sciencefiles, würde ich meine Quelle nennen.

            Würde ich die Beiträge von Sciencefiles OHNE Nennung der Quelle nennen, wäre ich kein gewissenhafter Journalist. Das wäre Plagiat.

            Ich hatte mir bei der Lektüre von Frau Haupts Artikel die Frage gestellt, ob sie plagiiert hat. Und mir, gerechterweise, die Antwort geben müssen, dass A und B zu demselben oder ähnlichen Ergebnis kommen können, ohne dass bspw. B von A weiß.

            Googelt Frau Haupt nach „lann hornscheidt“, so kommt der erste Link auf Sciencefiles bei mir auf Seite 2. Mag sein, Frau Haupt hat nicht so weit geschaut. Falls Sie gegooglet hat.

            In dubio pro reo. So hatte ich mir das gesagt.

            Nur, wie beweist Frau Haupt es, falls sie wirklich Sciencefiles NICHT kannte?

            • Ihre ganze Argumentation hat einen Haken: Denn ohne Kenntnis von ScienceFiles können Sie zwar auf Lann Hornscheidt.com herumlesen, aber woher wissen Sie, wonach Sie suchen, im Linkgewirr? Insofern, sparen Sie sich ihre Versuche, ein Schlupfloch zu finden, wo keines ist. Wozu wollen Sie eigentlich ein solches partout finden?
              Frau Haupt muss überhaupt nichts beweisen, wir sind nicht vor Gericht und um zu zeigen, dass Sie ganz selbständig zu LH gekommen ist, reicht es aus, die Quelle der Eingebung, die ihr eingeflüstert hat: Suche bei LH und Du findest einen Aufruf zu Straftaten, anzugeben.

            • albert says:

              die spekulationen darübern, wie frau freud ihren artikel recherchiert hat bringen nichts, man kann sie ja fragen. das ist geschehen. ihre Reaktion und sei es keine reaktion, sollte man meines erachtens abwarten, denn sie ist geeignet die spekulationen im besten fall zu beenden.

    • Sollten Sie auf „Die Kehrseite“ fündig werden, so möchte ich darauf hinweisen, dass auch ich erst durch sciencefiles auf die Hornscheidt’schen INTERVENTIONEN aufmerksam geworden bin und auch aufgrund der geringen Reichweite meines Blogs eher nicht als Quelle für die FAZ in Frage komme.

  5. S.B. says:

    Als ich studiert hatte gab es an meiner Uni (mittelgroße Stadt in Westdeutschland) einen Fall, wo eine feministisch-linksradikale Gruppe im AstA-Umfeld ebenfalls versucht hat, massiven Gesinnungsterror auszuüben. Es war für mich eines der Schlüsselerlebnisse, die mich zum Bruch mit dem Feminismus gebracht haben.

    Zu einem runden Jubiläumsjahr wurde die Pionier-Wissenschaftlerin Emmy Noether vom AstA gefeiert und dabei bis ins absurde feministisch verkitscht. Einer unserer Physikprofessoren merkte ganz sachlich hierzu an, daß man bedenken muss daß diese Frau damals nicht in einem Vakuum tätig war und ihre durchaus bahnbrechende Erkenntnisse in Zusammenarbeit mit männlichen Wissenschaftlern gewonnen hatte. Man kann sich vorstellen, daß diese berechtigte Äußerung in gewissen Kreisen gar nicht gut ankam.

    Hinter der Anonymität des AstA (der dort die Richtinie hatte daß Artikel nicht mit dem jeweiligen Autor gekennzeichnet werden, weil „das gesamte AstA-Kollektiv dahinter steht“) hat eine winzig kleine Gruppe (~3 Leute) daraufhin angefangen auf den Seiten des AstA schier unerträglich gegen diesen Professor zu hetzen. Keine Argumente, nur Ad Hominem und Beleidigungen. In einem Artikel kam sogar eine Passage vor, die sehr grenzwertig auch als Morddrohung aufgefasst werden konnte.

    Das ganze ging als kompletter Rohrkrepierer aus. Ganz wichtig war, daß der AstA als presseverantwortliche Stelle zu greifen war, und daß sich keiner von den Professoren hat einschüchtern lassen. Der betroffene Professor hat eine offizielle Entschuldigung vom AstA verlangt. Nachdem vom Unipräsidium ein wenig Druck ausgeübt wurde in Richtung Beleidigungsklage und Kürzung von Geldern in Aussicht gestellt wurden, hat er die Entschuldigung auch ganz schnell gekriegt. Letztendlich hat diese Aktion nur zu einer existenziellen Krise im AstA geführt. Die Radikalfeministen (1 Frau, 2 lila Pudel die noch radikaler als die Frau waren) komplett unbelehrbar, und die vernünftigen Leute die sich einfach nur so im AstA für die Studenten engagieren wollten sind angewidert gegangen. Ich habe auch irgendwann meinen Hut genommen.

    Natürlich ist diese Gruppe damals komplett dilettantisch vorgegangen. Eine völlig unüberlegte und dumme Aktion, die sich nicht die geringsten Gedanken über mögliche Folgen gemacht hatten als sie ihre Hetze veröffentlicht hatten. Motivation nichts als primitivstes „Ha, ha, lasst es uns diesem Männerschwein zeigen“

    Die Vorgänge an der Humboldt erscheinen mir im Vergleich da tatsächlich wesentlich professioneller und gezielter, soweit ich das von außen nach den vorliegenden Informationen beurteilen kann. Da steckt mehr dahinter als unorganisierte Hetze von ein paar Spinnern. Da zieht irgendwer die Fäden im Hintergrund. Sonst wäre das ganze ebenfalls schon längst als Rohrkrepierer geendet.

  6. Matthias says:

    Die Humboldt-Universität wird eben mittlerweile nicht zu Unrecht als „Humbug-Universität“ bezeichnet, oder gleich als „Humbug-Sanatorium“.

    Was wir mittlerweile für Zustände an Universitäten haben, da kann man echt nicht mehr hingucken.

  7. Florian Geyer says:

    Ich schlage die Umbenennung des Irrenhauses in „Dummbolt-Universität“ vor.
    Die Lösung des Problems könnte es sein, einfach sämtlich Fachbereiche der nutzlosen Geschwätz“wissenschaften“ aufzulösen.
    Da sich an Naturwissenschaftlich-Technischen FBs kaum solche Kopfkranken herumtreiben, wäre die Uni in Nullkommanis psychopathenfrei.

  8. saumakos says:

    Als ehemaligert Humboldt-Student schäme ich mich für den Geist, der heutzutage dort herrscht. Aber eigentlich muss ich auch feststellen, dass Vieles, was ich vor 10 Jahren dort gelernt hatte nicht nur sinnloser Theorie-Kram war, sondern letztlich auch den Verstand verblödete, sodass ich mich in den Jahren nach der Uni, von der antrainierten „Fachidioten-Sichtweise“ erst reinigen musste, um eine ganzheitliche Sichtweise wieder zurückzugewinnen, die nötig ist um die immer krasseren Zustände unserer westlichen Zivilisation besser in einen Gesamtzusammenhang einordnen zu können. Naja, ausserdem hatte ich mal für einige Jahre die Gelegenheit die Methoden und das Denken meiner Feinde kennenzulernen. Aus meiner heutigen Sicht verhält es sich so, dass sich in milderen Zeiten die Spreu vom Weizen nicht so leicht trennen läßt, während in Zeiten ideologischer Zuspitzung der Groschen wohl schneller fällt, dafür aber der Tugend-Mob auch bei vielen, an sich vernünftigen Menschen aus Angst vor gesellschaftlicher Isolation das Gewissen zum Einknicken bringt.

    Die heutige Tragödie unserer westlichen Zivilisation vergleiche ich gerne mit der Kulturrevolution in China. Auch damals handelte es sich um instrumentalisierte, fanatisierte Jugendliche. Auch damals wurde die eigenen Kultur und Identität angegriffen – jedoch nicht von langer Hand geplant und nachhaltig wie heute. Damals diente der Irrsinn einer aufgehetzten dritten Generation als taktisches Mittel dem Machterhalt der ersten Revoluzzergeneration gegenüber den nachrücken wollenden zweiten Generation. Von daher konnte sich die Gesellschaft wieder relativ schnell selbst von dem Spuk heilen. Bei der westlichen Kulturrevolution 2.0 jedoch handelt es sich um eine unterwandernde (Maidan-Schläfer-hafte) strategische Bewegung, die von aussen gesteuert wird, die auch innerhalb der einzelnen Generationen das „divide et impera“ vorantreibt, und sogar noch auf 70 Jahren Umerziehung und Gehirnwäsche aufbauen kann. Von daher wird uns auch in dem Falle eine schwierige Zukunft erwarten, dass die Vernunft evtl. doch noch mal siegen sollte, denn irgendwie muss man die Massen der verlorenen Generation, der nachhaltig verwirrten Ideologen und Tugendwächter in die Gesellschaft integrieren.

  9. hope says:

    – Der Rufmord ist die Kehrseites des Internets. Rufmord ist Mobbing. Konrad Lorenz sagte über das Mobbing, daß es die unsozialste Verhaltensweise des Menschen sei, weil sie oft zur Lynchjustiz führe.

    Mobbing ist eine gesellschaftlich relevante Größe geworden, unbequeme Politiker werden genauso aus den Ämtern gemobbt, wie über die gleichgeschalteten Medien Länder in den Krieg gemobbt werden oder in den Bankrott.Die meisten Jugendlichen sind schon über das Internet gemobbt worden und es kam wiederholt zu Suiciden.
    In diesem Zusammenhang wird in der Tat der römische Faschismus interessant. Mussolini ging davon aus, daß der Sozialdarwinismus zur Aussonderung der Schwachen führe und berief sich für seine Politik auf Evola und andere Futuristen.
    Bei den Linken erkennt man in ihrem Vorgehen ein paradoxes Denken. Einerseites postulieren sie die soziale Gerechtigkeit, andererseits führen sie über das Netz Guerilla-Kriege gegen Professoren und mit gewaltätigen Aktionen in der Öffentlichkeit einen Krieg gegen die Meinungsfreiheit.
    Der größere Rahmen, in dem das stattfindet, ist die EU. Die Politik duldet das Netz – trotz des sozialdarwinisten Agens – und sie duldet Mobbing und die Gewalt. Der Hintergrund ist, daß das Wirtschaftssystem in der Krise steckt und nur mit despotischen Mitteln aufrechterhalten werden kann. Die Kriege und Krisen und Erweiterungen zeugen genau davon.

    Wir haben es mit zwei Extremen zu tun, einer faschistischen Wirtschaft und einer linksextremisten Ideologie. Die Ideologie soll uns von einer höheren Ebene gefügig machen, sie soll Angst und Schrecken verbreiten, damit wir nicht den hemmungslosen Kapitalismus und die Kartellbildung angreifen.

    Die Linken, Genderisten, Feministen und sonst wie Verirrten sind Mittel zum Zweck. Und, obwohl mest studiert, nicht in der Lage, wissenschaftlich zu denken. Auch hier steckt ein Paradox, denn „Toleranz“ kann nicht erzwungen werden. „Seid tolerant“ fordern die Intoleranten, was übersetzt nur heißen kann: stellt euch tolerant!

  10. Messi says:

    Danke für die arbeit des kritisierens!
    Von karl popper habe ich gelernt, dass kritik wesentlicher teil der wissenschaft ist- Kritik an aussagen, die aus definierten begriffen zusammengesetzt sind, so, dass die aussagen an der wirklichkeit scheitern können.

    Popper hat das anhand der physik erklärt. Ich will erwähnen, dass ich kein akademiker bin. Das mit der physik habe ich verstanden. Popper hat aber (20, 30 jahre später?) behauptet, dass dieses (natur-)wissenschaftliche prinzip auch für sozialwissenschaften gelten würde; und als treuer leser ihres blogs weiss ich, dass sie popper diesbezüglich folgen. Das ist mir sympatisch, denn ich kenne keinen philosophen, dem ich mehr vertraue. Popper hat- soweit ich mich erinnere- in „offene gesellschaft und ihre feinde“ für „social ingeneering“ plädiert. Als gegenthese zu hochriskanten utopien. Trial and error. Und- wenn ich es richtig verstanden habe- ist trialanderror das fundament seiner erkenntnistheorie.

    Als nicht-gelehrter scheue ich mich nicht, mich mit meinen zweifeln an der übertragbarkeit der naturwissenschaftlichen prinzipien auf die soziologie an Sie zu wenden:

    1. können soziologische thesen genauso präzise falsifizierbar formuliert werden wie naturwissenschaftliche?
    2. welche art sozialer experimente sind zulässig und welche nicht?
    3. gibt es unterschiede bezüglich der zwecke und interessen zwischen natur- und sozialwissenschaften?

    Meine lieben freunde sind leider noch ungebildeter als ich, somit bin für Ihre anregungen sehr dankbar.

    • saumakos says:

      Wissen, Bildung und Studium in allen Ehren – aber worauf es letztlich ankommt, das ist das Verstehen mit dem Herzen, das Bewusstsein für das Ganze und das Erreichen derjenigen Einstellung, die es dir ermöglicht, deine Rolle in diesem Film namens „Leben“ so zu spielen, dass du innerlich wachsen kannst.

  11. S.B. says:

    Wunderschönes Update:

    Hadmut Danisch hat „Münkler-Watch“ bei der Regulierungsbehörde gemeldet. Wegen fehlendem Impressums ;-D

    Und die Regulierungsbehörde hat „Münkler-Watch“ Frist bis 5.6. gegeben.

  12. Striesen says:

    Ramin Peymani hat seinen letzten „Klodeckel des Tages“ dem „Klassenkampf im Hörsaal“ und der „Verleumdungsfreiheit linker Extremisten“ gewidmet.

    https://meinungsfreiheit24.wordpress.com/2015/05/17/klassenkampf-im-horsaal-die-verleumdungsfreiheit-linker-extremisten/

    Ein weiterer, der die Hose nicht voll hat.

  13. Pingback: Das Ende von Münkler-Watch, aber nicht das Ende der mafiösen Strukturen an der HU-Berlin!? | ScienceFiles; Kritische Wissenschaft - Critical Science

  14. Pingback: Ein Satz mit »X« | emannzer

  15. Pingback: In Berlin scheint das Lügen an der Tagesordnung zu sein | ScienceFiles; Kritische Wissenschaft - Critical Science

  16. Umfangreiche Beweise für massive feministische Zensur, die geschickt und meist still und unsichtbar schon vorab das Entstehen kritischer Informationen verhindert, sodann eine Veröffentlichung in offiziellen und gut sichtbaren Medien, nach einer etwaigen Veröffentlichung zu den Methoden ignorieren, löschen, persönlich diffamieren und mit Gewalt drohen übergeht, bis hin zu einigen tätlichen Angriffen, enthalten die Bücher der Reihe „Die beiden Geschlechter“ (auf Amazon). Insbesondere „Die Genderung der Welt“ http://www.aavaa.de/sachbuch/Die-Genderung-der-Welt und „Kultur und Geschlecht. Feminismus: Großer Irrtum – schwere Folgen“ http://www.nexx-verlag.de/?product=kultur-und-geschlecht-feminismus-grosser-irrtum-schwere-folgen
    Auch in den Band 2 wird gerade ein Kapitel über feministische Zensur und Unterdrückungsmethoden eingearbeitet, weil es eine solche Fülle von Beweisen gibt.

    Gender-Mainstreaming hat nicht nur in westlichen Ländern verheerende Folgen. Auch die Wirkung in anderen Kulturkreisen ist zerstörerisch. Was für bleibende und irreparable Schäden angerichtet werden, siehe: „Die Genderung der Welt: Wie Feminismus weltweit Kulturen zerstört“
    http://www.aavaa.de/sachbuch/Die-Genderung-der-Welt

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