Je linker die Landesregierung, desto schlechter schneiden Jungen im Bildungssystem ab

Das Statistische Bundesamt hat heute die Zahlen der Schulabsolventen für das Jahr 2013 veröffentlicht. Die Statistik hinkt in Deutschland immer etwas hinterher. Beim Statistischen Bundesamt sind die neuen Zahlen Anlass für eine Jubelmeldung unter der Überschrift: “Mehr als jeder dritte Schüler beendete 2013 die Schule mit dem Abitur“.

Darüber freuen wir uns in einem nachfolgenden Post nicht.

Zunächst haben wir uns die Zahlen der Bildungsabschlüsse nach Geschlecht vorgenommen. Wie Leser dieses Blogs wissen und seit wir 2002 unseren Beitrag “Bringing Boys Back In” veröffentlicht haben, auch der Mehrzahl der deutschen Bevölkerung bekannt ist: Jungen bleiben bei der allgemeinen Schulbildung deutlich hinter Mädchen zurück. Sie erreichen seltener ein Abitur und beenden ihre Schulausbildung häufiger ohne Schulabschluss als Mädchen.

Dass diese Nachteile von Jungen seit 2002 bekannt sind, hat den nachfolgenden Generationen von Jungen, die seitdem das deutsche Bildungssystem durchlaufen haben, wenig geholfen: Deutschen Bildungspolitikern sind die Nachteile von Jungen, das kann man nach nunmehr 13 Jahren gleichlautender Meldungen und weitgehend unveränderter Daten feststellen, schlicht und ergreifend egal. Wir leben im Zeitalter des gehässigen Feminismus, in dem alles getan wird, um Mädchen zu fördern und nichts, um daraus entstehende Nachteile von Jungen zu vermindern.

Noch deutlicher: Heutige Generationen von Jungen werden geopfert, um der Gutmenschen Spleen einer angeblich notwendigen Mädchenförderung durchzusetzen. Es gehört zu den Geheimnissen moderner Psychologie, dass Verantwortliche, die Jungen die Lebenschancen zerstören, von sich denken, sie seien gute Menschen. Vermutlich kann man derartige Kurzschlüsse nur über eine entsprechende Phobie erklären.

Um unseren Lesern einen Eindruck davon zu vermitteln, welches Ausmaß die Nachteile von Jungen gegenüber Mädchen zwischenzeitlich erreicht haben, sind in der folgenden Abbildung die prozentualen Differenzen zwischen Jungen und Mädchen bei den Schülern, die eine (Fach-)Hochschulreife erreicht haben und bei den Schülern, die ohne Schulabschluss geblieben sind, addiert und für die einzlenen Bundesländer dargestellt.

Nachteile Jungen

Die Nachteile, die Jungen gegenüber Mädchen haben, variieren zwischen den Bundesländern erheblich von 6,72 Prozentpunkten in Baden-Württemberg bis 12,44 Prozentpunkten in Mecklenburg-Vorpommern. 12,44% mehr Jungen als Mädchen bleiben in Mecklenburg-Vorpommern ohne Abitur bzw. ohne Schulabschluss. Das sind beträchtliche Differenzen beim Start ins Leben und eigentlich Differenzen, die dem Kultusminister schlaflose Nächte bereiten sollten, schon deshalb weil Worte wie Gerechtigkeit doch gerade von Politikern so gerne im Mund geführt werden. Dass Jungen im deutschen Bildungssystem massiv benachteiligt sind, ist scheinbar für die Gerechtigkeits-Schreier kein Problem.

Was die Frage aufwirft, wie die doch erheblichen Unterschiede zwischen den Bundesländern erklärt werden können. Wer ist dafür verantwortlich, dass in Mecklenburg-Vorpommern Jungen so viel mehr die Paria des Bildungssystems sind als z.B. in Bayern oder Baden-Württemberg.

Da Bildungspolitik Aufgabe der Länder ist und in den letzten Jahrzehnten Landespolitiker mit Vorliebe an den Curricula von Schulen herumgepfuscht haben, liegt der Verdacht nahe, dass die Nachteile von Jungen durch Landespolitiker verursacht sind, Landespolitiker, die so fixiert auf die Förderung von Mädchen sind, dass sie Jungen über die Bildungsklinge springen lassen, gemäß dem Motto, mit jedem Jungen, der im Hinblick auf die Bildung gescheitert ist, haben Mädchen als Gruppe einen Vorteil.

Da feministische Eingriffe und Eingriffe zur Förderung von Toleranz und Vielfalt unter Linken besonders verbreitet sind, haben wir einen Index erstellt, der die Linkslastigkeit einer Landesregierung erfasst. Die Vorgehensweise ist einfach. Zunächst haben wir den Parteien Werte zugewiesen: CSU = 1; CDU = 2; SPD = 3; Grüne = 4, Linke = 5. Dann haben wir die Zusammensetzung der Landesregierung berechnet. Eine Koalition aus CDU und SPD erhält entsprechend den Wert 5, eine aus SPD, Grünen und Linke den Wert 12 zugewiesen. Mit einem steigenden Wert des Index ist entsprechend eine größere Linkslastigkeit der Landesregierung verbunden.

Im nächsten Schritt haben wir unsere diversen Maße für die Nachteile von Jungen mit dem Index korreliert. Die Ergebnisse sind eindeutig:

crash test dummies

  • Je linker die Landesregierung, desto größer die Nachteile von Jungen gegenüber Mädchen bei der Schulbildung; Der Korrelationskoeffizient (r) nimmt mit .46 erhebliche Ausmaße an und erklärt 21% der Varianz.
  • Je linker die Landesregierung desto öfter bleiben Jungen im Vergleich zu Mädchen ohne einen Schulabschluss (r = .45)
  • Je linker die Landesregierung desto seltener erreichen Jungen im Vergleich zu Mädchen eine (Fach-)Hochschulreife (r = .25)

Das sind alarmierende Ergebnisse, die deutliche Indizien dafür lieferen, wodurch die Nachteile von Jungen im Bildungssystem verursacht sind: Die Nachteile sind Ursache linker Bildungspolitik, die an sogenannter Gleichstellung ausgerichtet ist und vollkommen ignorant gegenüber den schulischen Problemen von Jungen zu sein scheint.

Jungen sind die Crash Test Dummies die von linker Bildungspolitik gegen die Wand gefahren werden.

Unsere neuesten Befunde zu diesem Thema haben wir in einem weiteren Post dargestellt. Darüber hinaus haben wir zwischenzeitlich gezeigt, dass die Dauer und Intensität, mit der linke Parteien an der Landesregierung beteiligt sind, ebenfalls negative Effekt auf den schulischen Erfolg von Jungen hat.

©ScienceFiles, 2015

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