Frauen gelten in Jena als behindert

Leistungsschwache haben gegenüber Leistungsstarken einen Nachteil, einen, nein mehrere Nachteile: Sie sind leistungsschwächer, erzielen entsprechend schlechtere Leistungen, haben Probleme mit dem Selbstbewusstsein, weil sie schlechtere Leistungen als Leistungsstarke erzielen. Das ganze Problem ergibt sich ausschließlich aus dem Vergleich. Würde man Leistungsschwache nicht mit Leistungsstarken konfrontieren, sie würden nicht merken, dass sie leistungsschwach sind und sich entsprechend für leistungsstark halten, wären voller Selbstbewusstsein und würden voller Energie die Lösung von Problemen angehen, so, wie dies Leistungsschwachen, die sich für Leistungsstarke halten, möglich ist.

Ernst Abbe HochschuleEs ist ein Merkmal der Gleichstellungszeit, in der wir leben, dass es Leute gibt, die denken, dadurch, dass man Leistungsschwache in dem Glauben lässt, sie seien leistungsstark könne man etwas Positives erwirken. Dadurch könne man die Leistungsschwachen zu Höchstleistungen motivieren oder sie dazu motivieren, dass sie sich selbst weiterentwickeln, quasi zum leistungsstarken Leistungsschwachen.

Dummerweise gibt es eine Realität. In dieser Realität gibt es wirklich Leistungsstarke, es gibt Probleme, die über den Horizont von eingebildeten Leistungsstarken hinausgehen, deren Lösung sich ihnen nicht erschließt und wenn sich ihnen eine Lösung erschließt, dann ist es oftmals eine, die sich durch einstürzende Bauten auszeichnet.

Kurz: Es bringt nichts, Leistungsschwachen vorzugaukeln, sie seien leistungsstark, sie in einem Schutzraum aufwachsen zu lassen, abgetrennt von der Welt und den wirklich Leistungsstarken.

Es ist, als wollte man den Gehbehinderten vor der Erkenntnis schützen, dass er nicht der schnellste 100 Meter Läufer der Welt ist, dass es Hussein Bolt gibt…

Dennoch ist man an der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena angetreten, den beschriebenen Weg zu gehen und Frauen einen Schutzraum zu bieten, in dem sie sich einbilden können, sie seien gar nicht leistungsschwach.

Dazu ist es zunächst notwendig, Frauen generell als leistungsschwach einzustufen.

Das hat man an der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena kurzerhand getan.

Es war nicht schwierig, denn: Im Studiengang “Elektrotechnik/Informationstechnik” sind wenige Frauen eingeschrieben.

Folglich müssen Frauen leistungsschwach sein, denn wären sie es nicht, es gäbe mehr von ihnen im Studiengang “Elektrotechnik/Informationstechnik”.

Gibt es aber nicht. Also sind Frauen leistungsschwach und müssen entsprechend gefördert werden.

“Studienbeginn ohne Männer” heißt der Schutzraum, den die Ernst-Abbe-Hochschule in Jena für Frauen geschaffen hat, die zu leistungsschwach sind, um mit Männern von Beginn des Studiums an zu konkurrieren. Dass sie zu leistungsschwach sind, das – wie gesagt – weiß man an der Ernst-Abbe-Hochschule, denn wären sie nicht leistungsschwach, mehr von ihnen wären im Studiengang eingeschrieben.

Deshalb gibt es zwei Semester nur für Frauen und unter Frauen. Das ist natürlich kein Verstoß gegen das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, sondern ein Pilotprojekt:

“In dem Pilotprojekt lernen die Studentinnen in den ersten zwei Semestern unter sich. Vor allem die technischen und mathematischen Grundlagenfächer werden in diesem Zeitraum unterrichtet. Dazu erhalten die Studentinnen auf Wunsch Unterstützung bei der Karriereplanung durch Absolventinnen und viele Studiertipps durch erfahrene Kommilitoninnen.”

Offensichtlich ist man an der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena nicht nur der Meinung, Frauen sind leistungsschwächer als Männer, wenn es z.B. um Elektrotechnik/Informationstechnik geht, man denkt auch, die Behinderten benötigen eine entsprechende Rundumbetreuung, man müsse durch Privilegien, die sie gegenüber leistungsstarken Studenten genießen, den Nachteil ausgleichen, der durch die vorhandene Leistungsschwäche verursacht wird.

Kottmann SonderschuleWie erfolgreich das “unter sich” lernen ist, davon wissen die Bildungsforscher, die sich dafür interessieren, ein Lied zu singen. Schüler mit Lernschwierigkeiten werden in Deutschland auf Sonderschlen befördert, damit sie dort unter sich sind und die Nachteile, die sie gegenüber den anderen Schülern haben, aufholen. Die einmal als leistungsschwach, weil aus den unterschiedlichsten Gründen als zurückbleibend klassifizierten Schüler, sollen über die Sonderschule wieder an das Feld der normalen und leistungsstarken Schüler herangeführt werden.

Der Erfolg ist hinlänglich bekannt: Die entsprechenden Schlüler sind ein für alle Mal als leistungsschwach, als Sonderschüler stigmatisiert, sie erreichen in der Regel nicht einmal einen Hauptschulabschluss und starten mit erheblichen Nachteilen in ihr Berufsleben, Nachteile, von denen nicht klar ist, ob sie ohne die Intervention von Sonderschulpädagogen nicht geringer gewesen wären. Aber: Die Bildungspolitiker fühlen sich gut, und darum geht es. Und in Erfurt, da fühlt sich vermutlich Prof. Dr. Ralph Ewert gut. Er ist für das Pilotprojekt “Studienbeginn ohne Männer” verantwortlich und straft es gleich lügen, denn zumindest der Vorname qualifiziert ihn als Mann.

Aber vielleicht lässt er seine Vorlesungen ja von einer weiblichen Vertrauten halten: “Studium ohne Männer, Sie wissen schon”.

Falls das Pilotprojekt, das die Ernst-Abbe-Hochschule hier anbietet, keine Verbesserung des Frauenanteils im Bereich “Elektrotechnik/Informationstechnik” erreicht, liegt dies natürlich nicht daran, dass das Pilotprojekt vollkommen an den Studienfachpräferenzen von Frauen vorbei geht, sondern daran, dass die in jedem Fall leistungsschwachen Frauen durch das Pilotprojekt nicht ausreichend gefördert wurden.

Folglich muss man sich neue Förderungen überlegen und noch tiefgehendere Maßnahmen ergreifen, z.B. die Besetzung der Studienplätze nach Geschlechterproporz “50:50”. Studienplätze werden an Männer erst vergeben, wenn das Frauenkontingent voll ist. Sofern das Frauenkontingent den Studiengang nicht obsolet gemacht hat, muss Frauen natürlich der Abschluss des entsprechenden Studienfaches erleichtert werden. Damit auch bei den Abschlüssen Geschlechtergleichheit erreicht wird, haben generell die Frauen ihre Prüfung bestanden, die notwendig sind, um den Anteil der Männer, die die Abschlussprüfung bestanden haben, auszugleichen – und zwar unabhängig von der Leistung der Frauen – schließlich sind Frauen leistungsschwach.

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23 Responses to Frauen gelten in Jena als behindert

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  2. rote_pille says:

    Unfassbar. Es gibt zwar nur relativ wenige Frauen auf diesem Gebiet, aber diesen kann man dann sehr wohl zutrauen, dass sie genauso leistungsstark sind wie die Männer. Sind wir schon in Saudi-Arabien angelangt?

  3. meier, hans (kempten) says:

    Naja. Die Genderixe diskriminiern (zu deutsch: unterscheiden) auf eine Art und Weise zwischen den Geschlechern durch unerschiedliche Regelungen, Förderungen (oder Nichtförderungen) und Sprachvorgaben, dass diese einander zunehmend wie BLÖCKE gegenüberstehen, die genau aus den kontradiktorischen Eigenschaften zu bestehen scheinen, deren Zuschreibung als diskriminierend verpönt ist. Dieses double-bind-Verfahren wird kombiniert mit hysterischer Aufheizung der dabei verwandten Rhetoriken, dass schon ein zustand erreicht ist, in dem jede Äußerung über eines der beiden Geschlechter selbst dskriminierend und verletzend wirken muss.

    Ich empfehle, auf die Sache mit etwas ironischem Abstand zu blicken. was wir hier erleben ist ein Schulbuch- und Musterbeispiel dafür, wie verschiedene Gesellschaftsgruppen entlang einer Unterscheidungslnie gegeneinander in Stellung gebracht werden.

    Dieser Schwachsinn aus Jena ist nur eine (vergleichweiose harmlose, aber sehr, sehr sprechende) Nebenwirkung.

    • … und ich empfehle

      erstens, nicht länger zu dulden zu verharmlosen, was zur von Ihnen m.E. korrekt beschriebenen Blockbildung geführt hat, weil es die Kooperationsmöglichkeit und -bereitschaft in weiten Teilen der Gesellschaft erheblich reduziert oder sogar zum Verschwinden bringt,

      und zweitens, nicht länger eine Veralberung von Wissenschaft hinzunehmen, deren Auswüchse (wie in Jena) nur möglich geworden sind, weil es zu viele Leute gab, die meinten, man stünde da ja drüber und hätte es nicht nötig, sich zur Wehr zu setzen und die Wissenschaft zu verteidigen.

      Manchmal ist “ironischer Abstand” dummerweise ein Synonym für Feigheit und mangelndes Urteilsvermögen, jedenfalls aber Fehler, dessen Folgen man selbst zu verantworten hat, was es keineswegs einfacher macht, die Dinge in eine konstruktivere und progressivere Richtung zu lenken als das mit dem altbackenen, ewig gestrigen Feministen und Genderisten der Fall ist.

  4. Vielleicht hätte Herr Ewerth, bevor er sich politisch korrrekt engagiert, mit den Kollegen aus der Pädagogik Rücksprache halten sollen, um die politische Korrektheit durch wissenschaftliche Korrektheit korrigieren zu lassen!

    Aber wenn es schon nicht um Handeln im Einklang mit Befunden der pädagogischen Forschung geht, dann sollte man sich doch wenigstens darum bemühen, die politische Korrektheit nicht gleich als solche erkennen zu lassen, d.h. die Verlogenheit in der Sache nicht gleich für jeden erkennbar zu machen.

    Und deshalb würde ich den in der Sache entsprechend Interessierten und Engagierten der Uni Jena, wenn sie einen kleinen Rest Glaubwürdigkeit und Respekt ihrer Studenten bewahren wollen, dringend empfehlen, der eigenen Ideologie Rechnung zu tragen und u.a. die folgenden Projekte einzurichten:

    Anglistik ohne Frauen,
    Romanistik ohne Frauen,
    Germanistik ohne Frauen,
    Kulturwissenschaft ohne Frauen,
    Soziologie ohne Frauen,
    Sozialpädagogik ohne Frauen,
    Amerikanistik ohne Frauen,
    Literaturwissenschaft ohne Frauen,
    Veterinärmedizin ohne Frauen,
    Zahnmedizin ohne Frauen,
    Sprachwissenschaft ohne Frauen,

    denn in all diesen Fächern sind männliche Studenten unterrepräsentiert.

    Daraus folgt nach der – ja, was?, sagen wir: Vorstellung der Jenaer politisch Korrekten, dass Jungen ein negatives Selbstbild mit Bezug auf Inhalte und Formalia, die in diesen Fächern relevant sind, haben müssen.

    Und deshalb müssen sie – genau wie weibliche Studenten in MINT-Fächern – in einem Schonraum an die entsprechenden Inhalte und Formalia herangeführt werden und eine Karriereberatung erhalten, damit das mit der GleichSTELLUNG auch klappt!

    Ich würde von den Jeaner Kollegen sehr gerne hören, warum es keine entsprechenden Projekte gibt, die ihre eigene Argumentation notwendig macht!!!

    Ach ja, und dann würde mich noch interessieren, wie sie gedenken, den im Schonraum von der Realität verschonten Studentinnen, Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen – wahrscheinlich durch Einrichtung eines Arbeitsmarktes ohne Männer. Warum nicht? Die Ratio hat sich doch längst in vieler Hinsicht von Universtitäten verabschiedet, und dem persönlichen und institutionalisierten Wahnsinn sind doch anscheinend überhaupt keine Grenzen gesetzt.

  5. A.S. says:

    Wie darf ich mir das dann vorstellen? In etwa so:

    „Hallo, herzlich willkommen zu unserem Seminar „Dekonstruktion von Elektrotechnik auf geschlechtlicher Sicht“. Mein Name ist Liselotte Flotte und ich bin das Kursleiterix.

    Kommen wir nun zu unserem ersten Abschnitt, elektrische Leitfähigkeit als soziales Konstrukt.
    Rückständige Fortschrittsfeinde glauben nach wie vor an die Dreileiterbarkeit, also an Leiter, Halbleiter und Nichtleiter. Dabei heben modernere Ansätze besonders die Veränderlichkeit der jeweiligen Situation durch die äußeren Umstände hervor. Luft ist beispielsweise kein Leiter. Kommt die Luft aber nun in einen anderen sozialen Kontext, z.B. in ein Gewitter, so verliert sie aufgrund der hohen Spannung ihre Isolationsfähigkeit. Daraus folgt aus Gendersicht zwingend, dass Leitfähigkeit lediglich sozial konstruiert ist und damit auch sozial anders erfühlt werden kann.

    Hier haben wir eine Hochspannungsleitung. Fühlen sie bitte mal in sich hinein ob sie sich heute als Leiter oder als Isolator sehen. In letzterem Fall können Sie die Leitung problemlos berühren.

    Frau Schabrowsky, vielleicht möchten Sie den Anfang machen? Als was fühlen Sie sich denn heute?

    [Blitz – Schmor]

    Ja; Frau Schabrowsky hat einen klassischen Fehler gemacht, sie fühlte sich anscheinend lediglich als Isolator für haushaltsübliche Spannungen.
    Wer möchte noch?“

  6. Lernender says:

    “In dem Pilotprojekt lernen die Studentinnen in den ersten zwei Semestern unter sich. Vor allem die technischen und mathematischen Grundlagenfächer werden in diesem Zeitraum unterrichtet. Dazu erhalten die Studentinnen auf Wunsch Unterstützung bei der Karriereplanung durch Absolventinnen und viele Studiertipps durch erfahrene Kommilitoninnen.”

    Was soll das anderes heißen als ein Offenbarungseid?

    So viele Programme zur Förderung der Begeisterung für Frauen von MINT Fächern, die alle nutzlos sind und Steuergeld verbrannt haben und das einzige Fazit was die ziehen ist nicht etwa, dass Frauen naturgemäß (böses Wort) für diese Fächer einfach nicht im gewollten Umfang zu begeistern sind, nein, jetzt werden “Schutzräume” angeboten.
    Natürlich, nicht die Frauen sind dran schuld dass Sie MINT nicht studieren möchten, Männer sind dran schuld..Weiß zwar nicht warum, aber Männer sind schuld.

    Jeder, wirklich jeder! hat die Erfahrung gemacht, sollte eine Frau, Mädchen oder Freundin in der Klasse in irgendeinem Fach in der Schule Schwierigkeiten gehabt haben, waren es Jungs oder Männer, die explizit den Frauen mit Rat&Tat zur Seite standen und diese nach besten Kräften unterstützt haben ( auch ohne weiterführendes fächerübergreifendes Interesse ). Irgendein Reflex oder auch anerzogen.

    Nur hat man die Frauen, die sich extra blöd gestellt haben, links liegen gelassen, was bei manchen weißen Rittern auch mal dauerte um das zu kapieren.

    Man stelle sich folgendes vor –> Ausbildung zur Krankenpfleger/in. Einem interessierten Mann wird das Angebot gemacht, im Rahmen eines Pilotprojektes darf er in einem “Männerschutzraum” dh. ohne physische Anwesenheit einer Mitstudentin das Handwerk eines Krankenpflegers lernen, zwecks Angst abbauen usw.usw..

    Kommt der sich nicht völlig verarscht vor? Ich frag ja nur…

  7. tuka says:

    Eine “böse” These: Das Projekt wird Frauen nicht interessieren.

    In (1) gibt es einen interessanten Artikel, dass in den USA aktuell reine Frauen-Unis kollabieren. Trotz Extra-Förderung und keiner Gefahr der angeblichen 1-of-4 vergewaltigten Frauen. Der Grund ist, dass Frau als Mensch letztlich den persönlichen Vorteil sucht.

    Die von der Uni genannten Vorteile lassen sich nämlich durchaus als Nachteile sehen:

    1. Die Trennung zwischen Mann/Frau bedeutet für Frau, dass sie auch keinen Mann kennenlernt, es zumindest schwerer hat.
    2. Der besondere Unterricht bedeutet, dass sie gegenüber normalen Studenten als Idiot gebranntmarkt wird. Sie es also zukünftig schwerer hat, ernst genommen zu werden. Und zwar egal wie gut/schlecht sie anschließend ist. Ist sie schlechter als Männer dann trotz der Extra-Förderung. Ist sie besser, dann nur wegen der Extra-Förderung.
    3. Dadurch das die Kontrollgruppe kleiner wird, werden Leistungs- und intellektuelle Defizite schneller sichtbar.
    4. Da Frauen die eigenartige Tendenz haben, ihre Umgebung als Verhaltsreferenz zu benutzen, werden intelligente Frauen durch die verarmte Umgebung zusätzlich behindert.
    5. Elektrotechnik dürfte doch wohl nur von Frauen studiert werden, die ein männliches Umfeld mögen und sowohl intellektuell als auch von Vorlieben am Thema interessiert sind. Und ja, es gibt eine kleine Gruppe von Frauen die in einem Männerumfeld mithalten können. Als Informatiker haben ich in den letzten 20 Jahren tatsächlich vier Frauen getroffen, die in meinem Fach so clever waren, dass sie als Referenz bzw. Anlaufstelle bei Problemen dienen konnten.
    6. Frau bekommt in diesem Extra-Studiengang zwar Extra-Förderung. Aber sie verzichtet dafür auf die Extra-Förderung ihrer Kommilitonen. Kennt jeder Informatiker. Den wenigen Frauen in den Seminaren mussten nur mit dem kleinen Finger winken und sofort war sie von einer Horde CIS-Männer umgeben, die ihr bereitwillig jedes Problem lösen würden.

    Also: Welche geistig gesunde Frau sollte diesen Extra-Studiengang für sich in Anspruch nehmen?

    Der Punkt (2) ist jetzt natürlich mein persönlicher Bias. Aber ich behaupte, dass sich der Wind dreht. Und mit drehenden Wind meine ich, dass in gewisser Weise der Feminismus gewonnen hat. Wo es früher freundlicher Unterstützung durch Männer gab, scheint allmählich eine Generation von jungen Männern aufzuwachsen die Frauen keine Unterstützung mehr gewähren. Statt dessen gibt es ein “Du bist mir in allem überlegen, dann mache auch zukünftig alles allein”. Zusätzlich garniert mit einem “und ich werde zuschauen und mich königlich amüsieren”.

    (1) http://www.theguardian.com/us-news/2015/may/16/sweet-briar-college-final-commencement-financial-challenge
    (2) http://www.google.com/trends/explore#q=MGTOW

    • A.S. says:

      Dazu passend: Zumindest in meinem Umfeld verwehren sich die Frauen gegen diese Art der Frauenförderung. Die wollen nicht, dass Weiblichkeit quasi als intellektuelle Behinderung gesehen wird, was diese Frauen-Uni-Kreise je letztendlich bewirken würden.

      • … ja, das ist bei den kompetenten Frauen in meinem Umfeld auch so. Nur – aus irgendwelchen Gründen schaffen sie es nie, ihre Stimmen zu bündeln und dementsprechend hörbar zu machen, vielleicht weil es ihnen so gegen den Strich geht, sich als FRAUEN oder zumindest Auch-Frauen zu äußern.

        Das verstehe ich persönlich sehr, sehr gut, aber manchmal denke ich, es wäre nützlich, wenn wir als Akademikerinnen, Wissenschaftlerinnen, Ingenieurinnen etc. einmal klar und öffentlich hörbar erklären würden, dass wir mit der so genannten Frauenförderung, die uns nur stigmatisiert und dazu führt, dass wir mit den Unfähigsten unter uns gleichgesetzt werden, nichts, aber auch gar nichts zu tun haben wollen.

        • A.S. says:

          Ja, es wäre gut wenn va. Frauen gegen diesen Wahnsinn öffentlich Stellung beziehen. Birgit Kelle fällt einem da spontan sein, sonst kaum jemand.
          Als Mann hat man kaum eine Chance, da ist man zu schnell als “Macho” oder Ähnliches abgestempelt.

        • Das stimmt zwar alles, aber es bedarf gerade auch mutiger Männer, die genau das sagen – gerade als Mann. Die dann auch die innere Stärke und Souveränität aufbringen, während des darauffolgenden Shitstorms ganz ruhig und genüßlich die ganze Verlogenheit der Anschuldigungen etc. durchzubuchstabieren.

          Ich glaube, das wäre noch wirksamer. Aber solche Männer gibt es leider kaum. Die also noch ein gewisses Maß an Humor und Gewitztheit mitbringen und über die nötige geistige Souveränität verfügen.

          Es müßte einfach mal jemand die pure Wahrheit über diese Frauenförderung sagen ohne die üblichen diplomatischen Kotaus und Verrenkungen.

          • Ich hätte die nötige Ruhe und Gelassenheit weg, das Thema – gerne gemeinsam mit euch – durchzudeklinieren. Mein Vorschlag für einen griffigen – provozierenden – Hashtag: #FrauenSindDummOder?

  8. Peter L says:

    Ich finds extrem amüsant, wie sich Frauen mit ihrer Verlogenheit und ewigen Machtgier selbst ins Behindertenabseits manövrieren xD I lol’d

  9. Neuer Klaus says:

    Das gibt es auch an anderen Universitäten:
    http://www.hs-bremen.de/internet/de/studium/stg/ifi/

    • db says:

      Steht da eigentlich in der Prüfungsordnung oder den Zulassungsvoraussetzungen etwas über notwendige Genkonstellationen, Körperteile oder solche Dinge? Habe auf die Schnelle nichts gesehen….

  10. Billinger says:

    “Das ist natürlich kein Verstoß gegen das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, sondern ein Pilotprojekt.”

    Tja, und warum klagt niemand konsequent dagegen?

  11. Pingback: Wissenschaft in Jena: “Ich mach’ mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt” | ScienceFiles

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