Wenn Kinder mit dem Feuer spielen: “Nazis beim Arbeitgeber melden”

“Antidemokratisches Denken in der Weimarer Republik”, ist der Titel eines Buches von Kurt Sontheimer, das es – wie viele gute Bücher – derzeit im Buchhandel nur noch als Gebrauchtbuch zu erwerben gibt. Das ist schade, denn das Buch von Sontheimer, es sollte Unterrichtsgegenstand sein, in Schulen und an Universitäten als Standardwerk eingesetzt werden, um nicht nur die Gefahren antidemokratischen Denkens aufzuzeigen, sondern vor allem den Inhalt und Gegenstand antidemokratischen Denkens.

SontheimerWenn die Lektüre des Buches von Kurt Sontheimer zu der Einsicht führt, dass eine Demokratie auf einer Reihe von Werten basiert, die geschützt werden müssen und nicht zur Disposition gestellt werden können, Werte wie die Meinungsfreiheit, den gleichen Zugang zu gesellschaftlichen Positionen für alle Gesellschaftsmitglieder, das Verbot der Privilegierung bestimmter gesellschaftlicher Gruppen, den Schutz von Eigentum und das Gebot, Gewalt nur zum Zwecke der Selbstverteidigung einzusetzen, dann wäre schon viel gewonnen.

Wenn sich zudem die Erkenntnis verbreiten würde, dass Demokratien nicht nur von rechts, sondern mindestens genauso stark von links bedroht werden, dann wäre noch mehr gewonnen:

Sontheimer (1968: 25-26): “Die akute Bedrohung der Weimarer Republik ging von ganz Links und von Rechts aus. Auf der extremen Linken behaupteten sich die Kommunisten vor allem zum Ende hin als eine beachtliche antidemokratische Partei. Auf der antidemokratischen Rechten hat man einen alten von einem jungen Nationalismus unterschieden.”

Und wenn sich dann noch die Erkenntnis einstellt, dass eine Demokratie nur dann funktionieren kann, wenn sie auf einem Konsens basiert, der die oben genannten Werte umfasst und Kooperation in der Gesellschaft ermöglicht, dann wäre am meisten gewonnen.

Von diesen Einsichten sind viele jedoch weit entfernt und man hat den Eindruck, die Gräben, die die Gesellschaft in Deutschland in mehrere Lager teilen, sie werden von Tag zu Tag größer. Dass sie größer werden, daran arbeiten Linke und Rechte in trauter Eintracht. Sie, Linke wie Rechte, sie brauchen einander, denn ihre jeweiligen Ideologien sie sind so nichtssagend, dass sie nur über ein Feindbild integriert werden können.

Zu diesem Feindbild gehört es, dass man die eigene Gruppe jeweils als die moralisch überlegene Gruppe inszeniert, die entweder Deutschland vor Flüchtlingen schützt oder Flüchtlinge vor Deutschen schützt. Welcher Mythos der Zuschreibung moralischer Überlegenheit an die eigene Gruppe zu Grunde liegt, ist eigentlich egal, im Ergebnis sind beide Gruppen, linke wie rechte Extremisten, Feinde der Demokratie, deren Grundlage sie in Kleinarbeit zerstören.

Dabei erweisen sich linke Extremisten wieder einmal als die effektiveren. Wenn es darum geht, einen gesellschaftlichen Konsens nicht nur zu zerstören, sondern auch auf Jahre hin unmöglich zu machen und Misstrauen und Unfrieden zu säen, sind Linke Rechten weitaus überlegen.

So hat gerade ein “Hans Fischer”, den es natürlich nicht gibt, ein Video auf YouTube gestellt, in dem in 5 Schritten einfach erklärt wird, wie man “Nazis beim Arbeitgeber” melden kann. Der Euphemismus “melden” steht natürlich für Denunziation, dafür, Meinungsfreiheit durch eine Hetzjagd auf Personen mit falschen Meinungen zu beseitigen.

Eine Demokratie muss auch Aussagen über Flüchtlinge vertragen, die der gesunde Menschenverstand als dumm, bösartig oder menschenverachtend eindordnet. In jedem Fall können die entsprechenden Aussagen kein Anlass für eine Sauberkeitspolizei sein, “einschlägige Facebook-Gruppen” zu durchforsten, um dort “Screenshots” von Kommentaren zu machen, die derjenige, der die Zeit hat, Facebook-Gruppen zu durchsuchen, gerade für volksverhetzend oder beleidigend hält.

Aber genau das wird in dem Video von “Hans Fischer” empfohlen. Mehr noch: Man solle den Arbeitgeber dessen, der sich vermeintlich volksverhetzend geäußert hat, herausfinden und dem Arbeitgeber den Screenshot schicken, um damit die Entlassung dessen zu erreichen, der sich vermeintlich volksverhetzend geäußert hat.

Hier spielen Kinder mit dem Feuer. Hier wird die Denunziation als moralisch zu rechtfertigendes Mittel gefeiert, um Personen aus dem öffentlichen Raum zu beseitigen, die die falsche Meinung vertreten. Was derjenige, der sich hinter Hans Fischer verbirgt, wohl sagen würde, wenn sich der Wind drehen würde und nunmehr Linke als Verbreiter nicht akzeptabler Meinungen gehetzt und denunziert würden?

Offensichtlich ist die Denunziation all derer, deren Meinung man nicht mag, kein Mittel, um gesellschaftlichen Frieden oder die Basis gesellschaftlichen Zusammenlebens herzustellen. Das ist eigentlich ein einfacher Gedanke, einer, den Kant mit seinem kategorischen Imperativ nahegelegt hat und den man als intellektueller Linker oder zumindest Linker, der sich für intellektuell hält, eigentlich nachvollziehen können sollte.

Ebenso sollte man nachvollziehen können, dass diejenigen, die Opfer einer entsprechenden Denunziation werden, ihrer Umgebung fortan mit Misstrauen begegnen werden und somit für jegliche Form von Kooperation verloren sind, auch für Kooperation, von der Linke abhängen, schon weil sie nicht einfach ab der “verunsicherten Mitte” alle aus der Gesellschaft ausschließen und dennoch darauf vertrauen können, dass das Bafög oder Hartz IV in gewohnter Regelmäßigkeit fließt.

Wer derart fahrlässig mit den Grundlagen einer Demokratie umgeht, der muss entweder die geistige Verfassung eines Kindes aufweisen oder es darauf anlegen, die Grundlagen der Demokratie zu zerstören und die Herrschaft der Furcht vor Denunziation zu etablieren, eine Herrschaft, die Stalin ebenso perfektioniert hatte wie das Regime der SED.

Ritter von der traurigen GestaltSchließlich muss man sich fragen, was das für armselige Gestalten sind, die Nazis beim Arbeitgeber zu melden als “neue Freizeitgestaltung” ansehen oder “Nazis bequem von zu Hause aus beim Arbeitgeber melden” wollen.

Eines ist sicher, geistig normal können Menschen, die sich daran weiden, Menschen, deren Meinung menschenverachtend oder empörend sein mag, die sie aber dennoch nicht kennen, in deren privatem Leben zu schaden. Die Psychologie hält dafür den Begriff des Sadisten vor, der sich am Schaden anderer weidet. Stanley Milgram hat in seinen berühmten Experimenten gezeigt, dass eine sadistische Dosposition unter autoritären Persönlichkeiten nicht gerade selten ist, und wir können an dieser Stelle mit Milton Rokeach anfügen, dass sich die entsprechende sadistische Disposition vornehmlich bei Personen findet, die einer Religion, einem Kult oder einem bestimmten Glauben anhängen, von dessen absoluter Wahrheit sie so überzeugt sind, dass sie dafür sozialen oder auch tatsächlichen Mord begehen.

Und natürlich vertragen sich die entsprechenden Kulte und Religionen, ob sie nun Kommunismus, Sozialismus oder Nationalismus genannt werden, nicht mit den Grundlagen der Demokratie.

Was noch anzufügen ist, ist die Führungsideologie der Linken, die in der Aufforderung “Nazis beim Arbeitgeber melden” zum Ausdruck kommt, mit der die eigene Unfähigkeit und Feigheit auf den Pater Familias, in diesem Fall den Arbeitgeber übertragen wird, jenen Arbeitgeber, den Linke in anderen Zusammenhängen als neo-liberalen Bonzen beschimpfen und dessen Praktik, vor Einstellung die Bewerber u.a. im Hinblick auf ihren Facebook-Auftritt zu selegieren, sie so furchtbar finden. Sie sind nicht gerade ein Ausbund an Konsistenz, diese Linken, eher ein Ausbund an Bigotterie oder schlichter Dummheit.

Ob das Video von Hans Fischer den Tatbestand der Volksverhetzung darstellt, wäre durch einen Staatsanwalt zu prüfen.

§130 StGB: (1) Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, 1. gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung zum Hass aufstachelt, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen auffordert […] wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

Print Friendly, PDF & Email

About Michael Klein
... concerned with and about science

33 Responses to Wenn Kinder mit dem Feuer spielen: “Nazis beim Arbeitgeber melden”

  1. Pingback: [Kritische Wissenschaft] Wenn Kinder mit dem Feuer spielen: “Nazis beim Arbeitgeber melden”

  2. Franz says:

    Nachdenken ist nicht die Stärke von rechten und linken Dumpfbacken. Wir leben in einem System, das sich „Der Westen“ nennt und vorgibt, demokratisch organisiert zu sein. Eine Gesellschaft, die den Anschein erweckt, durch das Volk regiert zu werden. Die Realität sieht jedoch völlig anders aus. In Wirklichkeit ist das, was man uns als Demokratie verkauft, ein gigantisches Täuschungsmanöver, um einer sehr kleinen Geldelite die Möglichkeit zu geben, global ihren Willen durchzusetzen.
    Das größte Tabu-Thema in dieser gelenkten Demokratie ist das Hinterfragen der tatsächlichen Machtstrukturen und auch das Erkennen ihrer perversen Spiele, wie rechte und linke Dumpfbacken für die Durchsetzung ihrer Ziele einzusetzen.

    • Bis zur Geldelite haben Sie meine Zustimmung. Aber wie kommen Sie auf die Idee, eine Geldelite, interessiere sich dafür, Deutschland zu regieren? Und welche Belege haben Sie dafür?

      • rote_pille says:

        Sie interessiert sich nicht nur dafür, sie tut es bereits. Beweise für deren Wirken können Sie nicht bekommen, weil es Geheimhaltung gibt, aber man braucht einfach nur seinen gesunden Menschenverstand zu benutzen. Warum wurde der Euro eingeführt und wieso wurden die Rettungsmaßnahmen so problemlos durchgezogen? Warum berichten die Privatmedien, die eigentlich darauf aus sein sollten die größten Gewinne zu erzielen, so gleichgeschaltet, wenn sich mit der Präsentation anderer Meinungen mehr verdienen ließe?

        • Wie unterscheiden Sie Ihren Glauben an die Geldelite, die Deutschland steuert, vom feministischen Glauben an ein angeblich existentes Patriarchat?

          • rote_pille says:

            Die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Abhilfe. Ich möchte den Staat schwächen, den ich als deren Werkzeug betrachte, also will ich nur meine Freiheit zurück, was sich nicht negativ auf Sie auswirkt, während die Feministinnen Ihnen die Freiheit wegnehmen wollen um ihre Ziele zu erreichen.

            • Sie können nicht nach vorne begründen. Um zu zeigen, dass es einen Unterschied zwischen ihrem Glauben und dem von Feministen gibt, müssen Sie eine prüfbare Bedingung angeben, unter der ihr Glaube scheitern kann.

              • rote_pille says:

                Dann gibt es wohl keinen Unterschied im Glauben. Ich muss meinen Glauben vor Ihnen dennoch nicht rechtfertigen, weil ich von Ihnen nicht fordere dasselbe zu glauben und danach zu handeln indem ich Sie zwinge mir ihre Mittel zur Verfügung zu stellen. Es kann Ihnen völlig gleichgültig sein was ich glaube, anders als bei den Feministinnen, die ihren Glauben mit Gewalt durchsetzen. Man kann nicht alle Dinge beweisen, weil man nicht an jede Information herankommt als Normalbürger. Sie können aber auch nicht das Gegenteil beweisen, und deshalb glaube ich das was meiner Meinung nach plausibler ist.

                • Sie können glauben, was Sie wollen. Aber wenn Sie kommunizieren wollen, dann müssen Sie Gründe angeben, warum andere Ihren Glauben zur Kenntnis nehmen sollten.

                  • rote_pille says:

                    Vielleicht hatten Sie irgendwann im Leben dieselbe Vermutung und wurden durch irgendwelche Gegenbeweise davon abgebracht, die Sie mir mitteilen könnten, nachdem Sie das zur Kenntnis genommen haben.

                • rote_pille

                  “Dann gibt es wohl keinen Unterschied im Glauben. Ich muss meinen Glauben vor Ihnen dennoch nicht rechtfertigen, weil ich von Ihnen nicht fordere dasselbe zu glauben und danach zu handeln indem ich Sie zwinge mir ihre Mittel zur Verfügung zu stellen.”

                  Nein, Sie müssen Ihren Glauben nicht “rechtfertigen”. Sie können glauben, was Sie wollen. Aber wenn Sie mit Aussagen, die Sie öffentlich bzw. anderen Leuten gegenüber machen, ernst genommen werden wollen, dann sind Sie gut beraten, anzugeben, was für Ihren Glauben spricht, und in aller Regel muss das etwas sein, was für diese anderen Leute verständlich, nachvollziehbar ist.

                  Es ist entgegen des Sprichwortes, das Trost für alle Irrationalen spendet, eben nicht der Glaube, der Berge versetzt (er versetzt nur den Propheten, z.B. in die Irrenanstalt, möglicherweise durchaus ungerechtfertigterweise), sondern das MTTEILBARE ARGUMENT. Und genau das ist es, woran der aktuelle Feminismus leidet und scheitert: er hat keine Argumente, sondern nur Behauptungen.

                  Und DAS ist es, was Michael Klein meint: wenn Sie einfach nur glauben wollen, ohne (logisch korrekte, versteht sich,) Argumente vorbringen zu können, die Ihren Glauben vernünftig erscheinen lassen, dann bewegen Sie sich auf derselben Ebene wie der aktuelle Feminismus.

                  Und haben Sie jemals darüber nachgedacht, dass es den Nationalstaaten und den internationalen Verbänden derselben sowie den NGOs ganz prima in den Kram passt, wenn sie als nicht verantwortlich für Fehlentwicklungen und Fehlentscheidungen angesehen werden, sondern bestenfalls als Strohpuppen, die, ganz wie der Bürger, gar nichts dafür können, dass sie die Steuerschraube weiterdrehen, die Individualrechte aushöhlen, polititsch korrektes Denken und Sprechen durchsetzen wollen etc. etc.

                  Man wird nichts an Mißständen ändern, solange man dafür irgendeinen Dämon verantwortlich macht, dessen Existenz von einiger Fragwürdigkeit ist, während man – deshalb – diejenigen, die tatsächlich verantwortlich sind, ungestört vor sich hinwursteln lässt. Und wenn sich die Katastrophe so richtig ausgewachsen hat, naja, dann waren es ja nicht die Ministerien, Parteien, Verwaltungen etc. sondern der böse “Geldbonze”, und man kann auf dem Schutt eines gescheiterten bürokratischen Totalitarismus einen neuen Phönix erstehen lassen, der erneut Hammer und Sichel unter dem Flügel versteckt und behauptet, er sei hier nur gelandet, weil irgendein Geldbonze ihn hierher geschickt hat. Und deshalb entsteht derzeit auf dem Boden der alten Bundesrepublik Deutschland eine DDR 2.0.

      • Ich hatte vor einer Weile die Jusos in Hannover angezeigt, weil sie einen Redner an seinem Auftritt hindern wollte und dafür das Mittel der Gewalt in Betracht zogen. Muss ich mich jetzt auch als Denunziant betrachten? Ich habe da gerade einen kleinen Gewissenskonflikt.

        • Sehen Sie einen Unterschied zwischen sich und denen, die von zuhause aus anderen nachstellen, deren Arbeitgeber recherchieren, um einen konkreten Mitarbeiter zu denunzieren?

          • Natürlich. Aber ich habe eine Gruppe unreifer Aktivisten verpetzt und ihnen juristische Unannehmlichkeiten bereitet. In wie fern, dass bei deren “Arbeitgeber” zu Maßnahmen hätte führen können, konnte ich bei meiner Anzeige ja nicht wissen. Zu mal ich erfahren musste, dass die Vorwürfe nicht ausreichend waren, letztlich einen Prozess zu eröffnen.

            • Grundsätzlich haben Sie sich dagegen zur Wehr gesetzt, dass eine Gruppe “unreifer Aktivisten” versucht, Privilegien dahingehend zu verteilen, wer das Recht auf Meinungsfreiheit nutzen darf und wer nicht. Insofern sehe ich nicht so richtig, was den Gewissenskonflikt auslöst.

    • Aimee says:

      @Franz

      Geldelite lebt vom Zinseszins und von der Geldschöpfung aus dem Nichts. Somit
      erhält, bzw. erkauft sie sich Machtstrukturen, die wiederum das Netz darstellen,
      in dem die “Spinne” sitzt. Sie zwingt nach Gutsherren Art, ihren Willen jenen auf,
      die ganz unten in der Pyramide stehen.

      https://fassadenkratzer.wordpress.com/2013/12/06/ausbeutung-durch-das-zinssystem/

      Würde das Volk auf dem die Pyramide lastet, aus dieser heraustreten,
      könnte das Kartenhaus zusammen brechen. Beginnt es, das Volk, sich
      zu wehren/demonstrieren, schwingt die sogenannte “Elite” ihre
      berühmten Keulen, die je nach Gebrauch einmal rechts oder links
      aus schlagen.

      Ein alt bewährtes Mittel, um Menschen gefügig zu machen. Links
      oder rechts, bedeutet nach alter Geldadel Manier nichts anderes,
      als teile und herrsche. Begriffe wie wahr oder unwahr, spielen
      für diese Herrschaften kein Rolle, denn sonst wären sie leichter
      zu durchschauen.

      Wahr oder unwahr ist aber in allen Fällen, die entscheidende Formel,
      um aus dem Schlamassel heraus zu kommen in welchem wir uns alle
      befinden. Ich plädiere dafür die Dinge beim richtigen Namen zu nennen,
      denn Wahrheit oder Lüge kann jeder auseinander halten. Auch wenn wir in
      Zeiten leben, in denen Krankes als Gesund deklariert wird und Gesundes
      als Krank.

      • rote_pille says:

        Es ist nicht der Zins, der denen die Konkurrenz vom Leib hält, sondern der Staat mit seinen Gesetzen, der die Profite ihrer Unternehmungen schützt. Das “geistige Eigentum” (= intellektuelles Monopol) z. B. ist ein ungeheures Verbrechen gegen die Menschheit, mit dem etablierte Unternehmen ihre Vormachtstellung erhalten und die Konkurrenz ausschalten. Die ganze sozialistische Politik trifft auch meistens nur kleine Unternehmen und Newcomer und hilft bei der Konzentration der Produktionsmittel. Mit dem Geldsystem haben Sie natürlich Recht, aber auch dahinter steht die Macht des Staates. Ohne Staat sind die NICHTS, die Konkurrenz würde nach einiger Zeit ihre Vermögen vernichten und sie aussortieren. 2008 hätte das gesamte Bankensystem zusammenbrechen, alle ihre Anteile hätten ihren Wert verlieren und alle Guthaben gelöscht werden müssen.

  3. wahrheit says:

    (es sollte Unterrichtsgegenstand sein, in Schulen und an Universitäten als Standardwerk eingesetzt werden, um nicht nur die Gefahren antidemokratischen Denkens aufzuzeigen, sondern vor allem den Inhalt und Gegenstand antidemokratischen Denkens.)

    Wie weres wen auch die Gefahren demokratischen Denkens aufgezeigt würde
    den das was wir Heute in der BRD Erleben ist das erbe der sogenaten Weimarer Republik

  4. s.Braun says:

    Tja, wenn alle “Nazis” durch Denunzianten ihre Arbeit verlieren, wer soll dann für die neuen “Fachkräfte” mit seinen Steuern bezahlen ?

  5. Aca says:

    Der Paragraph ist doch völliger Blödsinn. Da steht es doch schon schwarz auf weiss: “geeignet ist”. Den Nachweiss darf die Staatsanwaltschaft dann ja gerne führen.

    Und was hier den öffentlichen Frieden gerade mehr stört, ob das die schieren Massen an illegalen Einwanderer sind oder ein paar Menschen, die sich dagegen wehren, dass steht auch noch mal auf einem anderen Blatt.

    Auch was den “Neuen Umgangston” betrifft setzen im Augenblick gerade höchste Amtsträger wie Gabriel selbst den neuen Masstab, da soll sich dann auch Frau Merkel mal nicht so empören.

    Doch das ist eben die neue Sprachlosigkeit einer Regierung, die am Ende, mit der derzeitigen Situation überfordert ist. Als nächstes kommen, wie auch schon in der Weimarer Republik, die ersten Notverordnungen. Die natürlich zu lasch sein und darum auch nichts bringen werden.

  6. hgb says:

    Funktioniert schon: Falsches T-Shirt reicht.

    http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/thor-steinar-shirt-bei-abschiebung-getragen-busfahrer-gefeuert–110213304.html

    Vielleicht hätte er ein Bandera T-Shirt tragen sollen?

    • Aca says:

      Auch völliger (Neuer Deutscher) Irrsinn (NDI), denn Thor Steinar gehört seit 2008 wem auch immer in Dubai. Würde mich nicht einmal wundern, wenn sogar ein jüdischer Geschäftsmann hinter dem Coup steckt. Oder auch das “BfV” bereits alle Adressen der Kunden hat. Das wovon ihr träumt, eine Demokratie, ein Rechtsstaat, Transparenz existiert nur in eurem Kopf.

      Euer eigener Kopf ist die Höhle in Platons Höhlengleichnis. Völlige Verunsicherung das Ziel. Das ist dann der Moment, wenn die Rettung naht, der Retter die Bühne betritt und Erlösung verspricht. Ein Spiel mit Archetypen, Symbolen, Bildern, Vorstellungen und Engsten. Māyā.

      Menschen wie ihr, die das erkennen und sich auch trauen darüber zu sprechen und zu schreiben daher ein Segen für die Menschheit, das Salz der Erde, das Licht der Welt. Egal als was oder wie andere euch bezeichnen. Auch ich bin mehr als nur ein Freidenker, und auch Freimaurer begutachte ich kritisch. Denn es gibt da noch eine andere, eine höhere Freiheit, die sich der Vernunft und Liebe wegen auch beugen kann, freiwillig darum auch “unfrei” sein kann.

      http://www.morgenpost.de/berlin/article103988149/Arabischer-Investor-kauft-Thor-Steinar.html

  7. Rudi Ratlos says:

    So moralisch verwerflich dieser im Video gezeigte Aufruf, Leute zu denunzieren, auch immer ist. Trotzdem ist es bloß das logische, weil vorhersehbare Resultat eines über Jahre hinweg praktiziertes “ungezügelten sich zur Schau stellen wollen” alle Privatheiten bis hinein ins Schlafgemach mit z.T völlig Unbekannten Individuen zu teilen; Dass dieser fahrlässige Exhibitionismus allmählich seine Schattenseiten mit all seinen Nachteilen zu Tage spült, sollte deshalb niemanden mehr verwundern.

    mfg, RR

    PS.: Email ist NICHT echt 🙂

  8. Fiete says:

    “Wie unterscheiden Sie Ihren Glauben an die Geldelite, die Deutschland steuert, vom feministischen Glauben an ein angeblich existentes Patriarchat?”

    Ich halte die Begrifflichkeit “Geldelite” für ziemlich unglücklich.
    Eher schon würde ich es für angemessen halten, von “denen da oben” zu sprechen, gerade weil der Begriff um einiges indifferenter ist. Ich denke, für Glaubensinhalte macht das durchaus Sinn.
    Daß unsere Gesellschaft, eher gesteuert wird, als daß eine Regelung auf Gegenseitigkeit und gemeinsamem Konsens vorliegt, glaube ich auch.
    Überhaupt ist der Terminus “Elite” z.Zt. ja eher widersprüchlich definiert. Umgangssprachlich kann er alles mögliche bedeuten, NWO-Verschwörungsfetischisten sehen darin “die Macht- u. Geldhaber” ( und haben oft ganz spezielle Vorstellungen davon, wer das genau sein soll – Beispiel “die Bilderberger” ), manche Akademiker sehen dahinter vermutlich eher Menschen, die extrem herausragende Leistungen auf einem Gebiet erbringen. Grob gesagt.
    Ein Angestellter der Jurisdiktion ( sagen wir mal ein Familienrichter ) ist sicherlich i.d.R. keine Elite, schon gar keine Geldelite. Aber er hat aktiven Anteil an der politischen Steuerung des Landes ( schon durch das Kuriosum, daß er einerseits Bestandteil der legislativen Prozesse sein kann, andererseits aber in jedem Fall auch durch die Legislative selbst gesteuert wird – schon durch das Richterwahlrecht i.V.m. der sog. “richterliche Unabhängigkeit”, eine z.T. geradezu lächerliche Farce – und eine tatsächlich unabhängige “dritte Gewalt” gibt es in D. nicht ).
    Und Behörden und Institutionen sind m.E. das Hauptsteuerungswerkzeug in D. und sicherlich auch anderswo.
    Kurz gesagt: Macht und Geld sind schon sehr wichtig, reichen jeweils allein aber nicht aus, sondern es spielen noch ein paar weitere Aspekte mit hinein. Ebenfalls grob gesagt.

    Desweiteren denke ich, daß Feministen sogar an zwei Patriarchate glauben, wie sich gerade wieder am Beispiel “Hart aber fair” gezeigt hat.
    Nämlich einmal das “tatsächlich existierende männlich hegemoniale” ein oberegoistisches Konstrukt, das nur auf Vorteilsnahme und -erhalt ( immer gegen Frauen ) ausgerichtet ist.
    Und einmal an das gute feministische, das – tja,… ähh… auch nur auf Vorteilsnahme u. -erhalt ausgerichtet ist. Ein ebenfalls oberegistisches Konstrukt, das aber z.Zt. recht erfolgreich funktioniert ( zum Glück nicht immer ). Ob sie es alle für als solches real existent halten, wage ich anzuzweifeln.
    Anders gesagt:
    Sie glauben ( i.d.R. vermutlich ohne sich dessen sonderlich bewußt zu sein ), daß eine Schere im Kopf eine wohltuende Sache ist.

    Exakt da sehe ich den grundlegenden Unterschied zu den meisten Feminismuskritikern.
    Die kennen üblicherweise nur ein Patriarchat und halten es für nicht existent. Oder eben, sie glauben an zwei ( ein fiktives der Feministen und ein tatsächliches, ebenfalls der Feministen ), allerdings mit genau umgekehrten Vorzeichen, was aber m.E. relativ selten ist.

    Und dieser Glauben an die Gute Schere im Kopf ist m.M.n. auch die wesentliche Gemeinsamkeit der Feministen mit “den Linken” – wer immer das genau sein soll, hier die Nazikeulenschwinger – wie im obigen Artikel ja auch recht gut ausgeführt wird.
    Einerseits für Freiheit, Emanzipation, gegen Überwachung…etc. pp. rabulieren, andererseits aber sofort nach dem Überpapa schreien, wenn ihnen irgendeine Meinung nicht gefällt.

    Nebenbei sehe ich in dieser Schere auch zumindest eine Parallele u.a. zum dritten Reich. Derzeit propagierte man ja auch eine Freiheit des Volkes, natürlich des “arischen” und versuchte die u.a. mittels Blockwarten, Kommunikationsverboten u.ä. zu erreichen.
    Die Mauer und die Stasi, wären weitere Beispiele, aber nicht ganz so Gute, wie ich meine, da sie nicht so erfolgreich innerhalb der ( Gesamt-)Gesellschaft umzusetzen waren.
    Doublethink.

    • @Fiete

      Ich stimme dem, was Sie geschrieben haben, völlig zu.

      Totalitarismus als ein sagen wir: umfassendes, weil alle Menschen ihrer Freiheit beraubendes, Böses ist nur möglich, weil viele Akteure auf allen gesellschaftlichen Ebenen entweder damit beschäftigt sind, ihn zu befürworten, weil sie sich davon einen Vorteil für sich selbst versprechen, oder ihn gar nicht zu erkennen und daher unfähig sind, ihm entgegenzuwirken. Und deshalb kann er ganz in Ruhe und befördert durch viele alltägliche Handlungen, vieler voneinander zunächst unabhängig handelnder Menschen entstehen. Irgendwann erscheinen kleine Übergriffe den Leuten normal, und man kann größere versuchen …

      Das hat Hannah Arendt die Banalität des Bösen genannt.

      Es bedarf eben gar keiner “Geldelite” oder sonst eines verschwörerischen Kreises. Es ist eigentlich nur eine bürokratische Struktur notwendig, die Lobbygruppen bedient, statt sich an Individualrechten zu orientieren, was insofern ein quasi-natürliches Verhalten von Bürokratien ist als es für sie sehr viel einfacher ist, zu Gruppen gebündelte Menschen zu verwalten und zu “bearbeiten” als Individuen. Und es ist auch normal, dass diejenigen, die am lautesten schreien, am ehesten wahrgenommen werden. Und wenn Individuen nicht laut nach Individualrechten schreien, dann sind es eben Lobbygruppen, die z.B. nach ihrer “Gleichstellung” schreien, um dasselbe zu haben, was andere haben, egal, was sie dafür getan haben.

      Und deshalb gibt es keine endgültig gute Gesellschaft (wie man in der jüngeren Vergangenheit auf dem Soziologentag zu meinen schien), sondern nur eine Zivilgesellschaft, die sich also solche ständig behaupten muss, die also nicht einfach von oben herab eingeführt oder organisiert werden kann (obwohl es durchaus organisatorische Faktoren gibt, die sie befördern können,) oder eine totalitäre Gesellschaft.

      Totalitäre Gesellschaften basieren auf der Einteilung von Menschen in Gruppen, und darauf, die geschaffenen Gruppen gegeneinander auszuspielen. Die Akzeptanz von Gruppenmitgliedschaften, Gruppenidentifikationen und vermeintlichen Gruppeninteressen auf Seiten vieler Individuen ist deshalb die Eintrittskarte in die Geisterbahn, die man im Zuge der Entwicklung des Bösen durchfährt.

      Die Vorstellung von einer Gruppe von Menschen, die als “Geldelite” Interessen hätten, die denen aller anderen Menschen immer und überall entgegengesetzt wären, ist deshalb für eine bzw. in einer totalitären Gesellschaft instrumentell – wie die Erfahrung mit dem Dritten Reich hinreichend gezeigt haben solllte.

      Und solange wir uns Menschen vor allem als Leute, die anderen Gruppen angehören, vorstellen und weniger als Individuen wie Sie und ich eines sind und sein wollen, so lange bestellen wir den Boden, auf dem Totalitarismus – in alltäglicher Trivialität – gedeiht.

      • Es bedarf eben gar keiner “Geldelite” oder sonst eines verschwörerischen Kreises. Es ist eigentlich nur eine bürokratische Struktur notwendig, die Lobbygruppen bedient, statt sich an Individualrechten zu orientieren, was insofern ein quasi-natürliches Verhalten von Bürokratien ist als es für sie sehr viel einfacher ist, zu Gruppen gebündelte Menschen zu verwalten und zu “bearbeiten” als Individuen.

        Das ist der Schlüssel zum Verständnis von Gesellschaft. Es wirken Mechanismen! Wenn es Klüngelklubs und Verschwörungen gibt, dann sitzen sie auf diesen Mechanismen. Die Grundlagen wirken jedoch weiter.

        Und es ist auch normal, dass diejenigen, die am lautesten schreien, am ehesten wahrgenommen werden.

        Das ist das Problem. Die Menschen kommen nicht zum Nachdenken, sie werden ständig abgelenkt. Dieser Vorrang der Schreier macht auch die Wissenschaft kaputt.

        Carsten

        “Wem der Mist bis zum Hals steht sollte den Kopf nicht hängen lassen.”
        Dr. Alfons Proebstl

  9. Pingback: Bei jedem Anschwärzen stirbt ein kleines Kätzchen › Henning Uhle

  10. MURAT O. says:

    Hat dies auf MURAT O. rebloggt.

  11. qed says:

    Die Wiederauferstehung des ‘Informellen Mitarbeiters’ feiert PPQ auf seinem in jeder Hinsicht bemerkenswerten Blog

    http://www.politplatschquatsch.com/2015/09/volkssport-verrat-die-ruckkehr-der.html

    Es lohnt sich, den links zu folgen. Insbesondere anempfehle ich den grünen Denunzianten Jörg Rupp

    http://joergrupp.de/bin-ich-verantwortlich-fuer-die-entlassung-eines-busfahrers/

  12. FreierGeist says:

    Bei einem Blick in die Historie ist leicht festzustellen, daß stets, wenn die Öffentlichkeitsmeinung übermächtig wurde, die etablierte Politik dem Volk vorgab, wie es zu denken und zu handeln hatte, und die Medien das mit Propagandamitteln widerspruchslos transportierten, die große Stunde der Scholastiker gekommen war. Es wurde jeder schon zwangsläufig zum Häretiker, der den Zeitgeist nicht bediente. Dabei war es nicht einmal erforderlich sich kritisch zu äußern. Bei einer nüchternen Betrachtung der historischen Ereignisse, waren es immer die Zeitgeistbediener, die im Sportpalast in der ersten Reihe saßen. Diese Akteure haben allerdings bereits jetzt schon die Begründung für Ihr Handeln parat, wenn sich die Verhältnisse ändern.
    Wie sich die Zeiten gleichen!

  13. Mr. Hofferman says:

    Ich selbst war 2009 Betroffener einer solchen Diffamierung, aber nicht wegen dümmlicher oder fragwürdiger Kommentare, sondern wegen dem so genannten Thor Steinar Hack.

    Mein Name tauchte in der Datenbank der Firma auf (was erstmal ziemlich wertfrei ist), worauf ich kurze Zeit später meine Arbeit verlor. Wie mir ging es vielen Leuten aus unserer Gegend und hier war es egal, ob es die Schwester/Freundin traf, die jemand ein Geschenk machen wollten, oder wirkliche Nazis.

    Alle anwaltlichen und polizeilichen Ermittlungen liefen ins Leere, obwohl die veröffentlichte lokale Antifa auf ihrem Impressum eine Anschrift angab, was komischer Weise ebenfalls ein alternatives Zentrum und Sitz eines LINKE-Politikers ist.

    Und hier komme ich zu dem Artikel zurück: Mein ehemals liberales, demokratisches Verständnis wurde bis in die Grundfesten zerstört und jetzt unterstütze ich finanziell, logistisch und medial die hiesige *-GIDA und andere Bürgerbewegungen. Da mein Name bei den einschlägigen Suchmaschinen im Zusammenhang mit Nazi erscheint, bekam ich nirgends eine Anstellung mehr. Jetzt bin ich seit einigen Jahren böser Kapitalist (Selbstständiger Unternehmer), also haben diese Denunzianten in doppelter Weise genau das Gegenteil erreicht.

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

Translate »
error: Content is protected !!
Haben Sie Lust auf Auseinandersetzung oder steht bei Ihnen eher der Frust durch Auseinandersetzungen im Vordergrund? Der individuelle Umgang mit Konfliktsituationen ist ein Feld, das in Deutschland nicht beforscht wird. Dr. habil. Heike Diefenbach ändert dies zur Zeit. Sie haben die einmalige Gelegenheit, daran mitzuwirken. Nehmen Sie an unserer Primärforschung teil. Wirken Sie mit an der Erstellung einer Skala zur Messung von Konfliktorientierung.   Zur Teilnahme geht es hier.
Holler Box
Skip to toolbar