Brücken in Deutschland: Russisches Roulette für Autofahrer

Wer den Nervenkitzel liebt, der soll sich in sein Auto setzen und losfahren.

A45 Marbachtalbrücke, A480 bei Wißmar, A45 bei Muenchholzhausen, A661 bei Bad Homburg, A45 bei Sechsleben, B109: Brücke über die Bundesbahn, B167: Brücke über Stobberow, B183: Brücke über den Mühlgraben, B112: Brücke über die Dorche, B009: Namedy Brücke, B256: Rheinbrücke Neuwied oder die Bahnunterführung bei Ebernhahn – das Angebot ist deutschlandweit und variabel und gleichgestellt.

marode brueckenWollen Sie lieber mit Ihrem Auto auf eine Bahnstrecke stürzen, lieber eine Bahn auf dem Beifahrersitz begrüßen, ist ihnen mehr nach Ertrinken im Rhein oder bevorzugen Sie ein anderes Gewäser? Deutsche Straßenbrücken bieten vielfältige Möglichkeiten, den täglichen Nervenkitzel zu erleben und eine Fahrt ins Ungewisse anzutreten, denn viele deutsche Brücken sind “marode”, nein: “unsicher”, nein: “nicht sicher”, nein: “nicht verkehrssicher”, nein: “in ungenügendem Zustand”, nein in “nicht ausreichendem Zustand” eben: “nicht mehr sicher”.

Befahren werden sie dennoch, denn die notwendigen Instandsetzungsmaßnahmen sind in der Regel für die “nahe Zukunft” geplant. Bis die “nahe Zukunft” naht, ist die Gegenwarts-Brücke marode, unsicher, in ungenügendem oder nicht ausreichendem Zustand, eben nicht verkehrssicher.

Das geht aus einer Reihe von Anfragen der Fraktion der Grünen im Bundestag, die die Sicherheit von Brücken in Deutschland zum Gegenstand hatten, hervor. Wir muten unseren Lesern die entsprechenden Mitteilungen im Originalton zu:

  • “394 Brücken in Hessen marode” (und 357 Brücken in nicht ausreichendem Zustand);
  • “10 saarländische Brücken unsicher” (und 43 Brücken in nicht ausreichendem Zustand);
  • “45 Brandenburger Brücken unsicher” (und 32 Brücken in nicht ausreichendem Zustand);
  • “Bremen: Eine Brücke in schlechtem Zustand” (und 3 Brücken in nicht ausreichendem Zustand);
  • “Rheinland-Pfalz: 32 Brücken unsicher”;
  • “Drei Berliner Brücken nicht mehr sicher”;
  • “Sachsen: 28 Brücken unsicher”;
  • “Zwei Hamburger Brücken unsicher”;
  • “538 Brücken in Bayern marode”;
  • “21 NRW Brücken nicht verkehrssicher”;
  • “Acht marode Brücken in Niedersachsen”;

Wer sein Bundesland vermisst, der kann sich über den marode-Brücken-Informationsservice des Deutschen Bundestages informieren, wie hoch seine Wahrscheinlichkeit ist, eine marode Brücke zu ziehen.

World competitiveness reportIn den meisten ökonomischen Rankings, z.B. im Global Competitiveness Report, des World Economic Forum, in dem Länder in eine Reihe nach Attraktivität für Investitionen durch Unternehmen gebracht werden, oder im “Doing Business Report” der Weltbank, in dem die Einfachheit, ein Unternehmen in einem Land zu führen bewertet und in eine Reihenfolge gebracht wird, wird die vorhandene Infrastruktur als eine wichtige Größe angesehen, da eine funktionierende Infrastruktur Voraussetzung nicht nur dafür ist, dass Rohstoffe zur Weiterverarbeitung angeliefert und Waren abgesetzt werden können, sondern auch die Verfügbarkeit von Arbeitnehmern beeinflusst.

Berücksichtigt wird dabei die Länge des Wegenetzes und die Erreichbarkeit der Produktionsorte über Straßen, Bahnstrecken oder Wasserwege. Der Zustand des Straßennetzes wird in der Beurteilung nicht berücksichtigt, was – wenn man den maroden Zustand deutscher Straßen ansieht – ein Lapsus ist, der schnellstens behoben werden sollte.

Ebenso schnell müsste der Zustand deutscher Brücken verbessert werden, die nach Einschätzung der Bundesregierung “nicht verkehrssicher”, “unsicher”, “nicht sicher”, “nicht mehr sicher”, “marode”, “in nicht ausreichendem Zustand” und in “ungenügendem Zustand” sind. Die vielen Worte, die genutzt werden, um nicht sagen zu müssen, dass es eigentlich unverantwortlich ist, weiterhin Autofahrer über die entsprechenden Brücken fahren zu lassen, machen deutlich, dass man bei der Bundesregierung offensichtlich nicht verstanden hat, was es bedeutet, wenn eine Brücke marode oder nicht sicher ist: Sie kann jederzeit einstürzen.

Entsprechend seltsam ist es, wenn Instandsetzungsmaßnahmen nur für die “nahe Zukunft” angekündigt und nicht sofort in Angriff genommen werden. Dass der Ernst der Lage bei der Bundesregierung noch nicht angekommen ist, zeigt sich auch daran, dass weiterhin Mittel für dies und jenes verschleudert werden.

Wir schlagen daher einen sofortigen Stopp der öffentlichen Finanzierung politischer Parteien und ihrer Stiftungen, aller Programme, die die ideologische Erziehung der Bevölkerung zum Gegenstand haben, aller Programme, die zur Finanzierung akademischer Hartz-IV-Anwärter dienen und aller Programme, bei denen Mittel für Gender-Irgendwas verschleudert werden, vor. Der Finanzierungsstopp bleibt so lange in Kraft, bis alle Brücken, die “unsicher”, “nicht sicher”, “nicht verkehrssicher”, “nicht mehr sicher”, “marode”, “in nicht ausreichendem” oder “ungenügendem Zustand” sind, saniert sind.

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