Universität Koblenz-Landau verkauft Bewerber für dumm

… die Überschrift ist eine Untertreibung!

ProfessorrinnenprogrammWir haben schon lange nichts mehr über das Professorinnenprogramm geschrieben. Das hat nicht den Grund, dass die Täuschungen von und der Betrug an männlichen Bewerbern, der im Professorinnenprogramm standardisiert wurde, aufgehört hätte. Im Gegenteil: Die organisierten Versuche, männlichen Bewerbern zu schaden, sie als Feigenblatt zu missbrauchen, sofern sie so dumm sind, sich missbrauchen zu lassen, sie gehen unvermindert weiter.

Deshalb beschränken wir uns auf Ausschreibungen, die in gewisser Hinsicht eklatante Schläge ins Gesicht der Vernunft darstellen.

Um es für neu hinzugekommene Leser noch einmal zu rekapitulieren:

  • Das Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder hat einen Umfang von 300 Millionen Euro. Das Geld wird dazu eingesetzt, Stellen an Universitäten zu schaffen. In vielen Fällen werden bestehende Professuren einfach verdoppelt.
  • Im Rahmen des Professorinnenprogramms werden ausschließlich Stellen gefördert, die mit weiblichen Bewerbern besetzt werden. Das Programm hat die Diskriminierung männlicher Bewerber zum Ziel.
  • Weil Ausschreibungen, die sich nur an weibliche Bewerber richten, gegen das Antidiskriminierungsgesetz verstoßen, müssen Ausschreibugen, die zum Ziel haben, eine Stelle zu bestzen, die aus dem Professorinnenprogramm gefördert wird, den Anschein erwecken, sie würden sich an männliche und weibliche Bewerber richten.
  • Das tun die entsprechenden Bewerbungen natürlich nicht, denn würde ein männlicher Bewerber auf eine so ausgeschriebene Stelle berufen, dann gäbe es kein Geld aus dem Professorinnenprogramm und die Stelle würde entsprechend gestrichen, der männliche Bewerber nach Hause geschickt.
  • Folglich hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung [der Zusatz und Betrug fehlt bislang in der Beschreibung des Ministeriums] Richtlinien herausgegeben, die den Verwaltungen von Hochschulen Ratschläge darin erteilen, wie man männliche Bewerber erfolgreich täuschen und zu einer Bewerbung auf eine Stelle bringen kann, auf die sie 0% Chance haben, berufen zu werden.

Nicht jede Hochschule hält sich an die Richtlinien.

Bei der Universität Koblenz-Landau hält man sich z.B. nicht an die Richtlinien zur Täuschung männlicher Bewerber des BMBF. Vielmehr hat irgendjemand einen Ausschreibungstext zusammengeschrieben, der so unsinnig ist, dass auch dem Letzten auffallen muss, dass das Professorinnenprogramm ein (A) Programm zur Diskriminierung männlicher Bewerber, (B) ein Verstoß gegen das Antidiskriminierungsgesetz und (C) ein Beispiel für organisierte Kriminalität ist.

PP_Koblenz-landauAn der Universität Koblenz-Landau sollen „2 Promotionsstipendien mit einer monatlichen Stipendienrate in Höhe von 1.250 Euro für zunächst 3 Jahre“ vergeben werden. Die Bewerber werden einer Graduiertenschule „Genderforschung“ zugeordnet, die vom Bund und Ländern eingerichtet wurde. Die Ideen dazu, wie man Gender Studierte versorgen kann, damit sie nach Abschluss ihres gesellschaftlich nutzlosen Studiums nicht auf der Straße stehen, sie werden immer ausgeklügelter. Die Not angesichts eines Berges arbeitsloser Gender Studierter, sie scheint groß zu sein.

„Die Bewerber/innen“, so heißt es im Text, sollen „über hervorragende Studienleistungen verfügen“. Idealerweise haben sie sich schon im Studium mit Genderforschung befasst, was sie ansonsten noch gemacht haben, ist unerheblich – irgendetwas werden sie schon gemacht haben.

Und weiter geht es:

„Bewerbungen enthalten: Anschreiben, aus dem die Motivation und die Forschungsinteressen der Bewerberin/des Bewerbers hervorgehen…“

Angesprochen werden explizit männliche und weibliche Bewerber. Dann noch der Standardschmarrn, der in Ausschreibungen heutzutage zu finden ist:

„Frauen werden bei Einstellungen bei gleichwertiger Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt …“

Es fehlt natürlich die Vergleichsgruppe der gegenüber Frauen bevorzugt berücksichtigt werden sollen. Gehen wir der Einfachheit halber von Nicht-Frauen aus und erweisen uns als traditionelle, der biologischen Grundlagen mächtige Analysten, so dass wir die Menge derer, die bei gleichwertiger Eignung benachteiligt werden, mit Männern bestimmen können. Was eine gleichwertige Eignung ist, wollen wir hier lieber nicht fragen. Es reicht der Hinweis, dass die Feststellung einer „gleichwertigen Eignung“ eine Bewertung darstellt, d.h. ein Dritter beurteilt zwei Leistungen als gleichwertig, wobei Kriterien nicht unbedingt die Grundlage der Beurteilung sein müssen. Man kann es sich auch einfach machen und schlicht feststellen, dass das Adjektiv „gleichwertig“ die Tür für Willkür ganz öffnet.

Aber das brauchen wir gar nicht, denn der „Frauen werden bei gleichwertiger…“-Schmarrn ist irrelevant. Er dient der Erweckung des Eindrucks, die Ausschreibung richte sich an männliche und weibliche Bewerber. Das tut sie aber nicht:

„Die Stipendien werden im Rahmen des Professorinnenprogramms ausgeschrieben, das von Bund und Ländern gemeinsam finanziert wird und darauf abzielt, die Gleichstellung von Frauen und Männern in Hochschulen zu unterstützen, die Repräsentanz von Frauen auf allen Qualifikationsstufen im Wissenschaftssystem nachhaltig zu verbessern und die Anzahl der Wissenschaftlerinnen in den Spitzenfunktionen im Wissenschaftsbereich zu steigern. Die Vergabe der Stipendien steht unter dem Vorbehalt der Finanzierung aus dem Professorinnenprogramm.“

Also:

  • Die Stipendien werden aus dem Professorinnenprogramm finanziert.
  • Aus dem Professorinnenprogramm werden nur Stellen, die mit weiblichen Bewerber besetzt werden, finanziert.
  • Der Eindruck, dass sich die Ausschreibung der Universität Koblenz-Landau auch an männliche Bewerber richtet, ist beabsichtigt. Er dient der Täuschung männlicher Bewerber und der Vortäuschung einer Konformität der Ausschreibung mit dem Antidiskriminierungsgesetz.

Wir kommen uns langsam vor wie Karl Raimund Popper, der, wenn wir uns richtig erinnern, beim 189 Beweis dafür, dass das Induktionsproblem nicht gelöst werden kann, die Segel gestrichen und diejenigen, deren Intellekt zu gering war, um zu verstehen, was offensichtlich ist, ihrer Dummheit anheim gegeben hat.

Wir wissen mittlerweile auch nicht mehr so richtig, was wir noch schreiben sollen.

Vielleicht:

  • Organized crimeDas Professorinnenprogramm dient der Diskriminierung von Männern.
  • Ausschreibungen im Rahmen des Professorinnenprogramms sind Betrug und dienen der Täuschung männlicher Bewerber.
  • Ausschreibungen im Rahmen des Professorinnenprogramms sind Betrug und dienen der Täuschung männlicher Bewerber.
  • Ausschreibungen im Rahmen des Professorinnenprogramms sind Betrug und dienen der Täuschung männlicher Bewerber.
  • Ausschreibungen im Rahmen des Professorinnenprogramms sind Betrug und dienen der Täuschung männlicher Bewerber.
  • Ausschreibungen im Rahmen des Professorinnenprogramms sind Betrug und dienen der Täuschung männlicher Bewerber.
  • Ausschreibungen im Rahmen des Professorinnenprogramms sind Betrug und dienen der Täuschung männlicher Bewerber.
    UND JETZT ALLE ZUSAMMEN:

  • Ausschreibungen im Rahmen des Professorinnenprogramms sind Betrug und dienen der Täuschung männlicher Bewerber.
  • Ausschreibungen im Rahmen des Professorinnenprogramms sind Betrug und dienen der Täuschung männlicher Bewerber.

Für den Fall, dass sich diese Offensichtlichkeit in diesem Leben noch bei männlichen Bewerbern setzt und sie den Schluss daraus ziehen, den man ziehen muss:

  • Wir werden absichtlich diskriminiert.
  • Wir sind Bürger zweiter Klasse.

dann klagt vielleicht doch noch mal jemand.

Man soll eben die Hoffnung nie aufgeben.

Oder doch? Dr. Diefenbach: „Ich glaub‘ nicht, dass noch einmal jemand klagt.“

Aber. Michael Klein: „Ich kann es einfach nicht glauben, dass an deutschen Hochschulen nur noch männliche Quallen ohne Rückgrat und Stand produziert werden.“

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Über Michael Klein
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8 Responses to Universität Koblenz-Landau verkauft Bewerber für dumm

  1. Pingback: [Kritische Wissenschaft] Universität Koblenz-Landau verkauft Bewerber für dumm

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  3. rote_pille says:

    Ich würde jetzt gerne eine dieser neuen importierten „Fachkräfte“ befragen, was sie von unserer Tussokratie hält.

  4. Pingback: Universität Koblenz-Landau verkauft Bewerber für dumm  [WERTSCHÖPFUNGS – MASCHinE] | Aussiedlerbetreuung und Behinderten - Fragen

  5. dino says:

    Darauf mussten wir lange warten – der NDR bevorzugt jetzt Männer statt Frauen:

    „Die ausgeschriebene Position befindet sich in einer Berufsgruppe, in der
    Männer unterrepräsentiert sind. Deshalb sind Bewerbungen von Männern
    besonders erwünscht.“

    Quelle: https://www.ndr.de/der_ndr/karriere/stellenangebote/Hamburg-Gehobene-Produktionsingenieurin-Gehobenen-Produktionsingenieur,gehobeneproduktionsingenieurin116.html

  6. manfredmaus says:

    300 Mio Buget a 45.000 pro Promotion = 6.000 neue Hohepriesterinnen… nicht übel. Zum selben Preis könnte man auch 50 proppere Mittelständler mit Ingenieuren (gerne _innen) füllen.

    Auf der Webseite des BMZ gibts übrigens die Auflösung auf die Frage, wohin mit den Genderabsolventixen. Man kann nämlich die Gesamtprojektliste runterladen (Transparenz und so) inklusive Titel, Buget, Träger und Ort. Die Titel nach einfach nach den Begriffen „Gender“,“Diversity“ und „Gleichstellung“ (nicht Gleichberechtigung!) durchforsten und dann die Budgets zusammenrechnen. Voila, wir segnen Afrika!

    Wem dann noch nicht der Klickfinger versagt, dem empfehle ich, nach den Trägern dieser Genderprojekte filtern: Die Amtskirche! Beide! Ich konnts kaum glauben, aber es gibt ein bzw. zig Multimillionenprogramme, damit es auch in Afrika bald nicht mehr Jesus heisst, sondern ganz gendergerecht Je_sux. Das Ministerium wird übrignes von jemandem aus den C-Parteien geführt..

    Noch was anderes: Wer gelegntlich mal durch eine Uni kommt, sollte ein Auge auf die (halb- und offiziellen) Flyer werfen und mal die Gesichter zählen, dazu Hautfarbe und Geschlecht. Ich kann natürlich nur einen subjektiven Zwischenstand abgeben, aber mir scheint, wir Männer haben Verbündete da raußen: Ostasiaten von beiden(sic!) Geschlechtern. Die scheinen bei bestimmten Leuten wegen ihres Erfolgs vergleichbar unbeliebt zu sein wie weiße Pimmelträger.

  7. AndreasM says:

    Also werte Redaktion, nun haben Sie sich mal nicht so. Sie wissen nicht, was sie schreiben sollen ? Vielleicht : Laut Genderforschung gibt es momentan so 97 Geschlechter. Davon werden jetzt 96 diskriminiert. Würde gerne wissen, wo dieser Wahn noch hinführt.

  8. Pingback: Es war wieder keiner – ob sich Geschichte nicht doch wiederholt? | ScienceFiles

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