Das Ende naht: politisches Establishment in Aufruhr

Ein Gespenst geht um in Deutschland – das Gespenst des mündigen Bürgers. Alle Mächte des alten Systems haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dies Gespenst verbündet …

Was haben Donald Trump, die AfD, die Diffamierung von Bürgern als Wut- oder Problembürger, das aufgeregte Flügelschlagen gegen den Begriff der Lügenpresse und der Versuch, alles, was einem nicht gefällt, als Hatespeech aus dem Internet zu beseitigen, gemeinsam?

NYT Donald TrumpBeginnen wir mit Donald Trump, über den wir einen hervorragenden Beitrag im New York Times Magazine gelesen haben. Der Beitrag sei allen, die in Deutschland Journalist sein wollen und denken, Journalismus bestehe darin, wilde Behauptungen über Dritte aufzustellen und im Versuch, die Öffentlichkeit zu manipulieren, besonders empfohlen, zeigt er doch, wie man über einen Milliardär, der alle Charakteristika erfüllt, die ihn zum Lieblingshassobjekt von Linken machen, fair und dennoch kritisch berichten kann. Der Beitrag von Mark Leibovich ist eine Wohltat für alle, denen der deutsche Versuch Journalismus als Offenbarungslehre zu betreiben, auf die Nerven geht.

Auf die Nerven geht vielen US-Amerikanern die Verlogenheit ihres politisch korrekten Establishments, das sich hinter leeren Worthülsen versteckt, Wähler damit abfüttern will und ansonsten den Anschein erweckt, der selben Retorte zu entstammen: Einheitsmarketing, Einheitsauftreten, Einheitswortwahl, Einheitspräsentation, Einheitslügen. Donald Trump repräsentiert hier das Anti-Establishment und hat Zulauf, Zulauf von all denen, die „fed-up“ sind, mit dem, was ihnen das politische Establishment zu bieten hat: sie haben die Nase gestrichen voll.

Gestrichen voll haben die Nase auch diejenigen, die derzeit die AfD unterstützen. Das zeigen unsere Daten mehr als deutlich. Die AfD ist entsprechend eine Sammelbewegung für all diejenigen, die das politische Establishment in Deutschland am liebsten in die Wüste schicken würden – ohne Wasser versteht sich.

Der Unmut hat Korruption und Selbstbeweihräucherung derjenigen, die sich zum politischen Establishment zählen, zum Gegenstand. Die Unzufriedenheit, sie richtet sich darauf, dass Personen, die den meisten Bürgern intellektuell nicht das Wasser reichen können, die sich z.B. vor dem Lincoln-Memorial in Washington selbst-ablichten und tweeten, sie seien in Gesellschaft von George Washington, ihnen erzählen wollen, was gut für sie ist. Der tägliche Bevormundungs-Versuch der intellektuellen Hochstapler, er geht vielen in der Bevölkerung auf die Nerven.

Aber nicht nur er: Diejenigen, die die AfD unterstützen, sie sind mit dem politischen System als Ganzem nicht zufrieden, die Klientelpolitik, die Schwerpunkte bei sexuellen Unnormalitäten, das fröhliche Verteilen anderer Leute Steuergeld, die Unfähigkeit, die (technologischen) Zeichen der Zeit zu erkennen und das täglich sich enger ziehende Netz der Überwachung, der Raubbau an der bürgerlichen Freiheit, er ist der Kern dessen, was eine große Anzahl von Bürgern dazu veranlasst, dem politischen Establishment den Rücken zu kehren.

Flüchtlinge und Wanderungen gegen Zuwanderung, wie sie in Dresden wöchentlich stattfinden, sie sind eigentlich nur ein nebensächlicher Kampfplatz, eine Ablenkung, denn die Pegida ist wie die AfD nur ein Ausdruck für die Abwendung von etablierten Parteien. Das Thema „Flüchtlinge“, es eignet sich eben besonders gut, um seine Ablehnung der Einheitsfront des Establishments zum Ausdruck zu bringen – schon weil dieses Establishment (derzeit) besonders sensibel auf dieses Thema reagiert.

Und das Establishment, es bringt zum Ausdruck, was es davon hält. Angebliche Wissenschaftler, die endlich einmal ihren Namen in der Zeitung lesen wollen, stehen bereit, um Bürger als Wutbürger zu beschimpfen, sie zu Problembürgern zu stilisieren und auf diese Weise eine neue Form des Rassismus, des Innergruppen-Rassismus ins Leben zu rufen. Die Medien, die sich als Bestandteil des politischen Establishments sehen, sie tun, was möglich ist, um die alte Ordnung, die Herrschaft der Etablierten und Satten, die sich in Berlin in Eintracht zusammengefunden haben, um Steuergelder unter sich und ihren jeweiligen Klientele aufzuteilen, aufrechtzuerhalten.

Und die als Wut- und Problembürger titulierten, sie goutieren, was ihnen die Medien auftischen als Einheitsbrei einer Lügenpresse, als Versuch der Manipulation zum Zwecke des Machterhalts.

Lügenpresse! Der Vorwurf hat ins Mark getroffen und Journalisten in Deutschland mit einer ganz neuen Realität bekannt gemacht. Sie können nicht mehr unwidersprochen schreiben, was ihnen beliebt, sich als Stimmungsbarometer und Meinungsmacher der Nation gerieren, sie sind mit Kontrolle und Widerspruch konfrontiert. Nicht zuletzt Blogs wie ScienceFiles veröffentlichen regelmäßig Beiträge darüber, wie öffentliche Medien versuchen, Meinung zu machen und Bürger zu manipulieren. Im Internet hat sich eine lebhafte und große Community etabliert, die der Kritik an öffentlichen Medien, dem Austausch von Informationen über Falschmeldungen und der Kontrolle von Medien und Regierung ihre Aufmerksamkeit widmet.

Und so kommt es, dass das politische Establishment mit seinen Manipulationsversuchen nicht mehr so einfach landen kann. Zu leicht sind Informationen verfügbar, die es kritischen Bürgern ermöglichen, sich eine eigene Meinung zu bilden, zu jenem kritischen und mündigen Bürger zu werden, den das politische Establishment immer beschworen hat – im Bewusstsein, dass man alles tut, um sein Erscheinen zu verhindern.

Nun ist der da, der mündige Bürger. Nun sagt er seine Meinung, schreibt Kommentare, bringt Ärger zum Ausdruck, vergreift sich auch manchmal im Ton, je nachdem, wie sehr bestimmte Themen an den Werten angreifen, die ihm wichtig sind. Und nun ist er ein Problem, der mündige, der Wut-, der Problembürger, denn so war das alles nicht gemeint. Niemand hat gedacht, dass mündige Bürger tatsächlich anfangen, Politiker auf ihre Fähigkeiten hin zu testen, Aussagen zu hinterfragen, Behauptungen zu prüfen, Lügen aufzudecken und Manipulationsversuche zu erkennen.

hate_speech1Und alles nur wegen dem Internet. Das Internet, es ist die Wurzel allen Übels. Es entzieht sich der Kontrolle durch das politische Establishment, es verführt Bürger dazu, sich zusammenzuschließen, in Meinungsforen, auf Seiten, die der Kontrolle des Parlaments dienen. Das Internet ermöglicht es, schnell Informationen zusammenzutragen oder auszutauschen und damit tendenziöse Berichterstattung, krude Manipulationsversuche und offene Lügen zu entlarven. Und, schlimmer noch: Es zeigt den mündigen Bürgern, dass sie nicht alleine sind, dass es viele gibt, denen wie ihnen das politische Establishment zum Hals heraushängt.

Das ist die eigentliche Bedrohung, denn jeder weiß, Menschen an sich sind träge. Ein Kritiker behält seine Meinung oft für sich, wenn er denkt, einer Mehrheit von unkritischen Ja-Sagern gegenüber zu stehen. Zwei Kritiker sind ebenfalls kein Problem. Zehn Kritiker an einem Ort, die kann man gut kontrollieren und überwachen, aber zehn-, hunderttausend, ja Millionen von Kritikern an unterschiedlichen Orten über einen DSL-Zugang miteinander verbunden, sie sind die Pest, sie sind der Keim, an dem das marode politische Establishment endgültig verenden muss, denn sie wissen, dass sie nicht allein sind, sind sich ihrer Zahl und Bedeutung bewusst.

Deshalb bekämpft das politische Establishment in einer letzten Don Quichotterie das Internet. Deshalb soll das Internet mit Hilfe der undefinierten Hassrede von allem gereinigt werden, was nicht politisch-korrekt ist und auf Widerspruch gegenüber dem politischen Establishment hinweist. Dadurch, so die Beruhigungsrede der Etablierten, könne man die einstige Einsamkeit der Kritiker wiederherstellen, demjenigen, der anders denkt, suggerieren, er sei mit seiner Meinung ganz alleine.

Der Versuch, er wirkt wie das Kinderweinen in der Mitte des Atlantiks, unsinnig, das letzte Aufbäumen eines sich auflösenden Establishments, der letzte Strohhalm, an den sich alle diejenigen weiterhin klammern, die weder bemerkt haben, was es geschlagen hat noch eine Ahnung davon haben, wie das Internet funktioniert.

Es ist zu spät für das politische Establishment. Die paradiesischen Tage, in denen man tun und lassen und behaupten konnte, was man will, sie sind vorbei. Die außerparlamentarische Opposition und der Widerstand gegen die Modernisierungsverweigerung auf Seiten der Etablierten, gegen alles, was etabliert ist, er ist zu groß geworden, die Kernakteure sind zu gut vernetzt, als dass man die Uhr noch zurückdrehen könnte. Die einzige Frage, die noch offen ist, lautet: Wie lange wird es dauern, bis das politische Establishment und mit ihm das etablierte Parteiensystem sich aufgelöst haben und mit ihnen der lange Zug der Kostgängern des politischen Establishments verschwunden ist?

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52 Responses to Das Ende naht: politisches Establishment in Aufruhr

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  2. FDominicus sagt:

    Vielleicht sehen Sie das etwas zu optimistisch? Eins ist auf jeden Fall klar, wer zu früh dem System in die Quere kommt hat dafür eventuell einen sehr hohen Preis zu bezahlen. Ich wünschte mir folgendes schon: „Die AfD ist entsprechend eine Sammelbewegung für all diejenigen, die das politische Establishment in Deutschland am liebsten in die Wüste schicken würden – ohne Wasser versteht sich.“ Das mit dem in die Wüste schicken nur von meiner Seite würde ich auch so die AFD davon nicht ausnehmen.

    Ob man uns wirklich nicht mehr „so einfach“ für dumm verkaufen kann, halte ich für eine gewagte Aussage. Einverstanden, viele der hier Lesenden werden wohl auf die Lügen- oder Systempresse verzichten. Stellen diese aber die Mehrheit? Oder sind es nur welche die dem Establishment nicht gefährlich werden können?

    „Es ist zu spät für das politische Establishment. Die paradiesischen Tage, in denen man tun und lassen und behaupten konnte, was man will, sie sind vorbei. “

    Das waage ich sehr zu bezweifeln. Welchen Einfluß hat irgendwer hier auf die aktuelle sagen wir mal EU Politik oder gar nur auf die lokale Zuwanderungspolitik?

    • reinerle sagt:

      … also FDominicus.
      Immer wenn ein Optimist eine Kerze anzündet, schleicht sich ein Pessimist heran und bläst die Kerze aus (…)!

      Wie immer Herr Klein von mir Note 1 und danke!

      • FDominicus sagt:

        Nun ich hoffe Herr Klein hat recht, habe aber so meine Bedenken ob man mich deswegen gleich einen Pessimisten nennen muß weiß ich nicht. Frag‘ ich mal anders herum sehen Sie das sich die aktuelle Politik ändert?

        • corvusalbusberlin sagt:

          Warum sollte die aktuelle Politik sich ändern?
          Sie hat immer noch zu viele Deutsche Michels.
          Das beste Beispiel ist doch Mutter Theresia, die inzwischen Narrenfreiheit genießt. Hoffentlich labert der Seehofer nicht immer weiter, anstatt Butter bei die Fische zu geben. In 6 Wochen wird sich auch einiges zeigen.

          Ich hoffe sehr, dass Herr Klein recht hat, bin jedoch Pessimist und glaube erst, wenn ich mich mit meinen eigenen Augen und Ohren überzeugen kann,dass die Karre endgültig im Dreck stehen geblieben ist. Es gibt immer noch zu viele , die glauben wollen, dass unsere Welt in Ordnung ist.
          Allerdings, einige sehen das Ende wirklich nahen zu kommen. Es gibt Leute, die ihr Geld inzwischen von der Bank abgehoben haben.
          Die Zeiten unserer Großmütter tritt also wieder ein. Man stopft das Geld unter die Matratze oder in einen Kissenbezug und begibt sich in das Land der Träume.

          Das Aufwachen war damals ja auch nicht gerade sanft.

          • Naja, es gibt zweifellose recht wenig Neues unter dieser Sonne und auf diesem Planeten, was Menschen betrifft. Aber gerade deshalb ist es doch in keiner Weise eine starke Behauptung, wenn man aufgrund von Beobachtungen postuliert, dass das Parteiensystem, wie es – sagen wir – seit den 1960ern-Geborenen auf uns gekommen ist, seinem Ende entgegengeht. Früher oder später wird es das in jedem Fall – so oder so.

            Ansonsten bleibt anzumerken, dass es nicht konstruktiv ist, Pessimist zu sein, und zwar deshalb, weil das Pessimistisch-Sein unabhängig von der Frage seiner Angemessenheit mit Bezug auf die Realität Kognitionen und Verhalten auslösen oder fördern kann, die dazu geeignet sind, den status quo unnötig lange aufrechtzuerhalten. Wenn man in Rechnung stellt, dass Veränderungen es als solche schwierig haben, das Trägheitselement in der menschlichen Psyche UND in etablierten Strukturen zu überwinden, dann wird man sicherlich finden, dass eine pessimistische Einstellung das Trägheitselement rationalisiert und zu legitimieren sucht, wo eher ein Ansporn nötig wäre, tätig zu werden, auch „against the odds“.

            Insofern ist meine These, dass es einfach unklug ist, pessimistisch zu sein, jedenfalls dann, wenn man sich Pessimismus als eine grundsätzliche Haltung zu eigen macht – außer, man profitiert vom status quo so stark, dass es einem rational erscheint, ihn möglichst lange zu halten.

            Ansonsten erlaube ich mir in dieser Diskussion noch darauf hinzuweisen, dass es hier nicht um die Anschauungen von Herrn Klein allein geht, sondern um die Anschauung in der ScienceFiles-Redaktion, und ich außerdem für mich in Anspruch nehmen darf, dass die Beobachtung, dass wir derzeit in der westlichen Welt einen – noch sanften – Aufstand gegen das etablierte Parteiensystem samt seiner Nutznießer-Netzwerke erleben, vorrangig auf mich zurückgeht und nicht vornehmlich auf Herrn Klein (und ich hätte es sehr schön gefunden, wenn er dies selbst richtiggestellt hätte, was er aber enttäuschenderweise nicht getan hat). Zustimmung zu dieser Beobachtung/These darf ich also vor allem auf mich selbst attribuieren – vielen Dank!

            • Liebe Heike,
              ich hätte das natürlich richtiggestellt, wenn ich den entsprechenden Kommentar gelesen hätte.

              • Lieber Michael,

                Du musst eine ganze Reihe von Kommentaren nicht gelesen haben, wenn Dir entgangen ist, dass es hier vielleicht etwas richtigzustellen gegeben hat!

                Im Übrigen haben wir die Frage nach der Leistungs-Zuschreibung durch die lesende Öffentlichkeit schon öfter innerredaktionell diskutiert …

            • FDominicus sagt:

              „Insofern ist meine These, dass es einfach unklug ist, pessimistisch zu sein, jedenfalls dann, wenn man sich Pessimismus als eine grundsätzliche Haltung zu eigen macht – außer, man profitiert vom status quo so stark, dass es einem rational erscheint, ihn möglichst lange zu halten.“

              Das verstehe ich nicht ein Pessimist ist jemand der vom Status Quo profitiert? Also dann kann ich gar nicht Pessimist sein. Ich bezweifele das unser Parteisystem in dieser Form in absehbarer Zeit dem Ende zugeht. Denn genau die Parteien und deren „Genossen“ sind ja ganz speziell am Weiterbestehen des Systems interessiert. Oder eher noch am Ausbau. Man schaue sich doch auch an welche Klimmzüge unternommen werden um das System am Laufen zu halten. Mir grauste es wenn das System so bliebe wie es wäre es kann einen aber genauso Grausen wenn man betrachtet wie Systeme in der Vergangenheit untergegangen sind. Wir hatten bei 2 der letzten Zusammenbrüche unverschämtes Glück. Das die DDR und die Sowjetunion so untergegangen sind.

              Betrachtet man den Untergang des 1000 jährigen Reiches dann war es ganz speziell gegen Ende brandgefährlich. Zitiere ich mich selber aus dem ersten Eintrag oben: „Eins ist auf jeden Fall klar, wer zu früh dem System in die Quere kommt hat dafür eventuell einen sehr hohen Preis zu bezahlen.“

              Frau Dr. Diefenbach hat aber natürlich auch recht, Systeme gehen unter und unseres ist sicherlich eines was schon über dem Verfallsdatum liegt. Wann und wie der Untergang erfolgen wird ist völlig offen. Das es in wirkich der näheren Zukunft der Fall sein sollte ist reine Spekulation. Ich behaupte es ist unwahrscheinlich, kurzfristig wird es für uns hier Lebende noch richtig schlimm werden. Die Hoffnung auf die AFD zu legen fällt mir nicht ein. Dazu ist die AFD allen anderen viel zu ähnlich.

              Ich beziehe Pessimist nicht auf mich. Denn ich hab‘ ja die Hoffnung nicht aufgegeben, daß sich etwas ändert. Nur wird es nicht durch die AFD erfolgen, dessen bin ich mir sicher. Ich sehe mich als einen optimistischen Realist oder einen realistischen Optimist. Nur leider reicht mein Optimismus nicht so weit mir vorstellen zu können, daß der Untergang nicht doch auf schlimme Weise erfolgen könnte. Ich teile nicht die Ansicht, daß mit der AfD alles anders wird….

              • @FDominicus

                … „Das verstehe ich nicht ein Pessimist ist jemand der vom Status Quo profitiert?“

                Das würde ich auch nicht verstehen, wenn das jemand sagen würde.

                Und ich habe es nicht gesagt.

                Ich habe vielmehr gesagt, dass es nur für jemanden, der vom Status quo profitiert, klug ist, Pessimist zu sein, während es für jemanden, der nicht vom Status quo profitiert, unklug ist, Pessimist zu sein.

                Einige Argumente dafür, warum das so sein sollte, hat Tobias Weyer in seinem Kommentar formuliert. Aber diese Argumente sehen Sie vermutlich zumindest zum Teil selbst!?

                • FDominicus sagt:

                  „Ich habe vielmehr gesagt, dass es nur für jemanden, der vom Status quo profitiert, klug ist, Pessimist zu sein, während es für jemanden, der nicht vom Status quo profitiert, unklug ist, Pessimist zu sein. “

                  Danke für die Klarstellung, das ist bei mir so nicht angekommen. Aber meine Antwort darauf stimmt dann trotzdem, dann bin ich kein Pessimist. Da ich derzeit nicht vom Status quo profitiere sehe ich jedes Jahr bei meiner Steuererklärung ;-(

                  Da meine politische Richtung auch nicht vom Status quo profitiert, bin ich auch deswegen kein Profiteur aber ok Sie schreiben hier ja lang und breit über den Niedergang liberaler Werte. Warum Sie es machen? Aus wahrscheinlich ähnlichen Gründen wie ich. Gerade Ihre Ansätze bzgl. Wissenschaft sind Balsam auf meine inzwischen doch sehr zahlreichen Wunden….

                  Anderesreits reißen Sie auch mit Ihren Einträgen immer neue Wunden auf😉

                  • … Wir wollen bei niemandem Wunden aufreißen!

                    Aber wenn man eine Wunde oder sagen wir: eine wunde Stelle hat (und ich vermute, dass jeder von uns inklusive meiner Person mindestens eine hat🙂 ), dann kann man selbst sicherstellen, dass sie ausheilt, und dazu ist es manchmal notwendig, die schlecht verheilte Wunde selbst noch einmal aufzureißen, und wenn man das durch die Lektüre von ScienceFiles bewerkstelligt, dann können wir bei ScienceFiles auch damit leben.

                    Und wir schreiben (u.a.) über den Niedergang liberaler Werte und der Wissenschaft, weil uns beides persönlich am Herzen liegen, wir uns in dieser Hinsicht kompetent fühlen, uns das Schreiben Spaß macht, besonders über Dinge, in denen wir uns kompetent fühlen🙂, und uns der Austauch mit anderen Leuten – meistens🙂 – Spaß macht. Wenn wir damit Veränderungen bewirken können, ist das wunderbar. Wenn nicht, dann haben wir mit ScienceFiles zumindest Freude in unseren Leben gehabt und haben unseren Beitrag dazu geleistet, „food for thought“ zu bieten, der im Bereich unserer Kompetenzen liegt. Am Ende aller Tage genügt uns das (und muss es uns genügen, denn niemand kann Dinge erzwingen oder sollte sie erzwingen wollen).

                    Was den Pessimismus betrifft:

                    Wie gesagt – ich weiß nicht, ob Sie ein Pessimist sind oder nicht; Sie sagen, Sie sind es nicht, und ich finde, dass Ihr Engagement auf diesem blog als solches zeigt, dass Sie es tatsächlich nicht sind/sein können.

                    Vielleicht gerade deshalb wirkt(e) es auf mich und andere Kommentatoren etwas irritierend, wenn Sie in Ihrem ersten Kommentar die Einschätzung formulierten, man könne ja eigentlich sowieso nichts/wenig machen etc. etc.

                    Und es stimmt – auch m.E. sollte man versuchen, die persönlichen Gefahren, denen man sich aussetzt, wenn man widerspricht, realistisch einzuschätzen, und man sollte sie würdigen.

                    Nur – die Gefahren für den Einzelnen, der widerspricht, werden normalerweise umso größer, je mehr Leute schweigen und je länger sie schweigen, weil der Widerspruch dann zunehmend als monströse Anomalie erscheint. Und genau als diese wollen derzeit ja die Mitglieder des Establishments Widerspruch darstellen – er kommt von „Rechten“, von „Wutbürgern“ von „Mob“ etc. etc.

                    Solange aber nur mit Beleidigungen auf Widerspruch reagiert wird, ist Widerspruch ohne nennenswerte Kosten möglich. Deshalb ist es wichtig, dass möglichst viele Leute Widerstand zeigen, solange das noch für die meisten ohne Gefahr an Leib und Leben möglich ist.

                    Das gerade war die Grundidee einer demokratischen Verfasstheit: dass jeder sich mit seinen Anliegen, Anschauungen etc. zu Wort melden kann und damit eine Stimme hat, ohne deshalb persönliche Gefahren einzugehen.

                    Wer an der Demokratie festhalten will, darf sich deshalb nicht unnötigerweise mundtot machen lassen, indem er sich von verbalen Beleidigungen abschrecken lässt oder sich in die Vorstellung flüchtet, er könne ja sowieso nichts machen. Demokratie hat man eben nicht so einfach, nur, weil man eine Verfassung oder ein Grundgesetz hat, in dem das steht, oder weil der Name eines Staates das Adjektiv „demokratisch“ beinhaltet (wie wir alle hinreichend am Beispiel der DDR gesehen haben); man muss sie jeden Tag neu erkämpfen, und das geht nicht ohne Widerspruch – je früher, desto besser!

                    • FDominicus sagt:

                      „Vielleicht gerade deshalb wirkt(e) es auf mich und andere Kommentatoren etwas irritierend, wenn Sie in Ihrem ersten Kommentar die Einschätzung formulierten, man könne ja eigentlich sowieso nichts/wenig machen etc. etc.“

                      Ich denke, das habe ich so nicht geschrieben:
                      ‚ “Es ist zu spät für das politische Establishment. Die paradiesischen Tage, in denen man tun und lassen und behaupten konnte, was man will, sie sind vorbei. ”

                      Das waage ich sehr zu bezweifeln. Welchen Einfluß hat irgendwer hier auf die aktuelle sagen wir mal EU Politik oder gar nur auf die lokale Zuwanderungspolitik?

                      Derzeit hat niemand von uns einen Einfluss auf die Asyl/Zuwanderungspolitik. Wir können uns wohl äußern, nur schlägt sich das für uns nicht spürbaren Ergebnissen nieder. Einverstanden die Berufspolitiker werden dünnhäutiger, aber große Abwanderungsbewegungen oder Absetzbewegungen sehe ich nicht. Auch die Sprüche von Herrn Seehofer waren bisher nur Worte, speziell auch die Sache mit dem Unrechtsstaat.

                      Hauptsächlich ging es mir aber um das „nahe Ende“. Nun wurde zwar nicht gesagt was näher ist, aber ich gehe mal davon aus näher wäre eher weniger als ein paar Jahre. Das bezweifele ich. Insgesamt sind/werden die Entscheidungen immer erratischer, soviel kann man denke ich schon festhalten. Und die Diskrepanz zwischen dem was uns so gesagt wird oder was in der „normalen“ Presse so auftaucht wächst. Insgesamt also wird die Willkür größer, dürfte aber noch um einiges größer werden um wirklich einen Zusammenbruch anzudeuten.

                      Wenn denn die Kanzlerin aus irgendeinem „Führerbunker“ zum dt. Volk sprechen wird, dürfte man wohl eher von einem „nahen Ende“ sprechen.

              • P.S.

                “ Ich teile nicht die Ansicht, daß mit der AfD alles anders wird….“

                Wie ich schon in einem anderen Kommentar geschrieben habe, ist das auch nicht der Punkt, der uns beschäftigt. Der Punkt ist, dass Herr Trump, die AfD usw. usw. Symptome sind für Mißständen, die schnellstens auch und gerade vom Establishment erkannt und akzeptiert (statt mit Beschimpfungen belegt) werden müssen, wenn uns/ihnen eine demokratische Republik am Herzen liegt und verhindert werden soll, dass die Leute die Kooperation aufkündigen und sich nicht mehr die Spielregeln halten, die das friedliche Zusammenleben bislang ermöglicht haben.

            • Lisam sagt:

              Sehr gut, das mit dem „Pessimismus“. Die deutsche Kanzlerin hat übrigens schwere Pessimismusfalten um den Mund. Oder enstanden sie eher aus Abscheu vor Deutschland….

    • Tobias Weyer sagt:

      @FDominicus

      Ich bin so wütend über ihren Kommentar, dass ich mich sehr anstrengen muss um die Postingregeln hier einzuhalten und keine „Beleidigungen“ einzubauen (wird nicht 100% klappen).

      Wenn alle so wie Sie Angst haben „dem System zu früh(!?) in die Quere zu kommen“, dann passiert nie etwas bzw. alle sitzen zu Hause und warten auf den Systemwechsel um nachher zu betonen, dass sie schon immer „110% Widerstandskämpfer“ waren.

      Genau wegen Menschen wie Ihnen, die keine Eier in der Hose haben, sind wir erst in diese Lage gekommen.

      Ich glaube aber auch nicht, dass Ihr „Man kann ja nichts machen“-Kommentar grundlos an erster Stelle steht, sondern dass sie losgeprescht sind um hier Mutlosigkeit zu streuen. „Wehrkraftzersetzung“ hieß das früher einmal …

      Falls Sie wirklich glauben, dass Sie nichts beeinflussen können und zur Passivität verurteilt sind, dann schauen Sie sich Gandhi an. Durch passiven Widerstand konnte sogar das britische Empire aus Indien verdrängt werden.

      Sie könnten also sogar Widerstand leisten ohne Ihren opportunistischen Hintern von Ihrem Sessel zu erheben, indem Sie NICHTS tun – z.B. keine GEZ bezahlen.

      Damit können Sie dem (Propaganda-)System Geld und besser Energie entziehen, die dann an anderer Stelle z.B. bei den „Flüchtlingen“ fehlt.

      In Finnland haben sich die Menschen den Flüchtlingen „entgegengestellt“ – mit dem Ergebnis, dass diese freiwillig das Land verlassen. Komisch, laut Ihrem Kommentar hat man ja keinen Einfluss auf die lokale Einwanderungspolitik.

      Und weil Sie so unglaublich viel Angst haben „dem System in die Quere zu kommen“ – wenn 100.000 oder gar eine Million sich (passiv) wehren, dann ist das System am schwitzen. Wie sollen 1 Million Leute bestraft werden? Etwa in die überfüllten Gefängnisse stecken? Hahaha!

      Deutschland könnte nicht einmal 20.000 Leute inhaftieren! Außerdem schiesst sich das System damit selbst ins Knie, weil es dringend auf die Steuereinnahmen dieser Menschen angewiesen ist und im Knast würden statt dessen extreme Kosten anfallen.

      Also Zwangsvollstreckungen oder Arbeitsverbote bei hundertausenden? Das dauert … und der gesamtenergetische Effekt ist ebenfalls negativ, siehe oben.

      Bleibt also nur die psychologische Abschreckung („Lähmung durch Angst“) – womit wir wieder bei Ihrem Kommentar wären.

      Gratulation an Sciencefiles für diesen Artikel! Genau so ist es, dass System bricht.

      Die Pläne der selbsternannten Genies Brzezinski, Soros, Blankfein und wie sie alle heißen, sind nicht aufgegangen.

      • FDominicus sagt:

        „Ich bin so wütend über ihren Kommentar, dass ich mich sehr anstrengen muss um die Postingregeln hier einzuhalten und keine “Beleidigungen” einzubauen (wird nicht 100% klappen).“

        Dafür besteht kein Gund, ich schlage vor Sie lesen das ganze nochmal auch im Zusammenhang mit den Folgeantworten. Ich stelle fest. Wer einem untergehenden System zu früh in die Quere kommt wird von diesem System vernichtet. Das ist ein Fakt darüber wütend zu sein, zeugt nicht davon die Geschichte beobachtet zu haben. Wenn Sie Ihre Wut im Zaun haben, dann suchen Sie einfach mal nach meinem Namen und dann werden auf einiges im Netz stoßen. Wenn Sie dann immer noch wütend sind, stehe ich Ihnen gerne für Argumente Rede und Antwort. Es steht Ihnen durchaus frei, Dinge anders zu sehen aber Ihre Wut auf mich ist völlig unangebracht.

        • FDominicus sagt:

          Ergänzung zu: „Es steht Ihnen durchaus frei, Dinge anders zu sehen aber Ihre Wut auf mich ist völlig unangebracht.“

          Unangebracht weil ich Fakten erwähne. Und unangabracht weil ich seit Jahren genau dazu schon Stellung beziehe für was Herr Klein schon Anzeichen sieht. Ich stimme mit der Interpretation dieser Anzeichen nicht überein. Warum mir das zu Last gelegt wird, verstehe ich nicht. Und es ist unangebracht weil ich seit 2009 schon versuche an eine Umstellung auch politisch zu arbeiten. Ja, ich hatte die Hoffnung in 2009, daß mit der FDP Recht noch hoch gehalten würde. Die Wirklichkeit dieser FDP hat mich eingeholt. In 2009 hätte ich das noch als „pessimistisch“ angesehn, von heute ist mir klar mit den aktuell im den Landtagen vertretenen Parteien oder denen im Bund wird es KEINE Änderung geben. Und 80 % der noch Wählenden haben sich auch in 2013 entschieden wieder CDU/SPD/Grüne/Linke zu wählen. Und selbst wenn die AfD 20 % erreichen sollte wird sich an der Gängelung durch Parteien nicht ändern. Noch stehen viel zu viele hinter den aktuellen Parteien – das ist ein Fakt – wenn auch ein sehr trauriges.

          • @FDominicus

            Ich sehe wirklich keinen Grund, warum Sie meinen sollten, dass Ihnen hier irgendjemand etwas „zur Last legt“.

            Und es ist gut, wenn Sie Ihre Einschätzung begründen, wie Sie das im oben stehenden Kommentar getan haben. Das macht Ihre Einschätzung nachvollziehbarer.

            Aber dennoch gibt es einen Unterschied zwischen den Fakten und Ihrer Interpretation von Fakten und vor allem bestimmter Fakten.

            Ich habe ja nun schon mehrfach versucht, zu erläutern, was für uns der Punkt bzw. „die Botschaft“ ist, und die erschöpft sich für uns eben nicht in der Frage, ob sozusagen alles gut wird, wenn mehr Leute andere Parteien als die etablierten Parteien wählen, oder ob dieser Fall bei der nächsten Wahl eintreten wird.

            U.E. liegt das Problem tiefer: Unabhängig vom Ergebnis der nächsten Wahl ist es eine Frage der Zeit, bis sich – sagen wir – die Bevölkerung in mehr oder weniger nicht gesprächsbereite Anhänger einer zivilgesellschaftlichen Republik und Vertreter einer totalitären, ideologisch, aber nicht rational, begründeten Gesellschaft zerfällt. JEDE Partei, JEDE Regierung, JEDER, der durch Wahlen in eine Position befördert wird, trägt die Verantwortung hierfür und sollte dieser Entwicklung dringend entgegenwirken. Wenn das nicht recht bald erfolgt, dann werden Leute andere Mittel und Wege finden, sich Gehör zu verschaffen oder Wirkungen zu erzielen, z.B. durch Abwanderung – und im Gegensatz zu Ihrer Vermutung findet Anwanderung schon längst und gerade die Abwanderung bestimmter Leute mit bestimmten Qualifikationen und einer bestimmten Persönlichkeitsstrukture – in erheblichem Maß statt.

            Veränderungen sind insofern in vollem Gang, auch dann, wenn die Folgen derselben noch nicht für jeden erkennbar sind oder von einigen totgeschwiegen werden.

            • waldbaer sagt:

              Nicht nur Abwanderung..
              Ich möchte mal das Stichwort „Gewaltenteilung“
              https://de.wikipedia.org/wiki/Gewaltenteilung
              in diese Gesprächsrunde werfen. Das Grundgesetz ist eine tolle Sache, und das StGB finde ich auch eine recht gute Idee.
              Ich habe also eine Deal mit diesem Staat: Ich gebe große Teile meiner Sicherheit auf – also das Recht darauf, mich selber darum kümmern zu dürfen – und vertraue darauf, dass die Exekutive das für mich macht. Dafür zahle ich Steuern.
              Ziemlich cooler Deal, denn da sind dann Profis am Start, die das besser können, als ich selber.
              Dachte ich bisher..
              Zunehmend bekomme ich das Gefühl, dass dieser Deal geplatzt ist. Und was dann passiert.. Ouha. Nein, das möchte ich nicht.
              Liebe Frau Diefenbach, ich muss diesen Gedanken wohl nicht weiter ausführen, Sie wissen, worauf ich hinaus will. Lässt sich ausdehnen auf Infrastruktur usw.
              Welche Partei steht für solche Grundwerte?
              Was haben wir stattdess_Innen? Political Corectness_In, völkerrechtswidrige Angriffskrig_Innen..
              Irgendwann platzt der Deal zwischen Menschen und Regierung.
              Das sieht nicht gut aus..

      • @Tobias Weyer

        Ich persönlich kann nur zurückgratulieren zu Ihrem Kommentar! Würden nur sehr viel mehr Leute wie Sie – immer in der Annahme, dass Sie sich zumindest zum Teil so verhalten wie Sie argumentieren😉, und wenn Sie das tun, tun Sie weit mehr als die bei Weitem meisten Leute!

        Baseline ist, glaube ich: Man kann fast in allen Situationen mehr machen/verändern als man trägerweise beliebt zu meinen.

        Klar, Gandhi ist ein naheliegendes Beispiel. Die Revolution, die man mit Gandhi assoziiert, wäre ohne Gandhi vielleicht nicht möglich gewesen, vor allem aber nicht ohne die vielen, vielen einzelnen Menschen, die jeder für sich beschlossen haben, an ihrer Stelle so zu handeln, wie sie es für richtig halten (und z.B. Nicht-Kooperation zu zeigen). Vermutlich wurden viele durch das Beispiel, das Gandhi gegeben hat, dazu ermuntert oder in ihrem Entschluss bestärkt, aber letztlich waren die einzelnen Handlungen jedes dieser Menschen notwendig, um Veränderungen zu erreichen.

        Die bei Weitem wirksamste Art, Veränderungen herbeizuführen, ist, wenn Menschen unorganisiert parallel handeln, also für sich, aufgrund der eigenen Überzeugungen und (vor allem) wegen sich selbst und im eigenen Alltagsleben auf dieselbe Weise handeln, wobei „dieselbe Weise“ eine Funktion derselben grundsätzlichen Lebenslage und derselben grundsätzlichen Bedürfnisstruktur ist.

        Deshalb ist es wichtig, dass Menschen für sich selbst und wegen sich selbst handeln wie sie handeln und nicht wegen irgendwelcher Ideale oder Werte, die von außen an sie herangetragen werden, und schon gar nicht aus vermeintlichem Altruismus handeln. (Das geht ohnehin schief, weil die meisten Menschen ein Ideal wie Altruismus ohnehin nicht dauerhaft leben können, sondern schon ein bestimmtes Maß an Dankbarkeit, Respekt, Anerkennung … für ihr Tun erwarten…)

        Und deshalb ist Wandel „von oben“ gewöhnlich zum Scheitern verurteilt: Lebenslagen lassen sich nicht dauerhaft schön- oder schlechtreden, und Bedürfnisstrukturen können sicherlich beeinflusst, aber nicht grundsätzlich verändert werden (z.B. wünschen sich die meisten Menschen Liebe und keine von einer Institution bereitgestellte Zuwendungsgruppe, damit jemand „soziale Beziehungen“ hat, die ihn dann resilient machen sollen; das funktioniert so nicht …)

        Kurz und gut:
        Ich stimme Ihnen vollständig zu und wünsche jedem Menschen, dass er sein Potential zur Veränderung im eigenen Leben entdeckt, durch das er gar nicht anders können wird als das Leben anderer Menschen zu verändern.

  3. denali sagt:

    das vertrauen in die etablierten ist endgültig zu ende, wird sich auch nie mehr aufbauen,

    die meinungs manipulation: oder der mißbrauch der macht!

    nudging, verhaltensökonomie, man testet neue methoden , um seine politischen ziele besser an den bürger zu bringen.

    nudging ist eine besonders hinterhältige form der gängelei, bei der der staat ohne demokratische kontrolle den bürger manipuliert, bevormundet und sich so letzt endlich
    seinen musterbürger formen will. die zwangsmedien manipulieren da freudig mit, es geht ja um die pfründe.

    hurra, danke merkel auf in die dämokratie!

  4. Gerd sagt:

    Ich widerspreche nur in einem Punkt: Die „Zuwanderung“ ist nie und nimmer ein „nebensächlicher Kampfplatz“. Man müsste schon die Perversionen von Hooton sowie aktuell Barnett und Lerner-Spectre komplett unterschlagen, um zu dieser Bewertung zu kommen.

  5. Frieder Lehmann sagt:

    Wer sich über Donald Trump informieren will, darüber was über ihn geschrieben und gesendet wird, was er angeblich gesagt hat, und was er wirklich gesagt hat, findet bei Youtube einen Beitrag von Stefan Molyneux (auf englisch, aber ganz gut zu verstehen) den ich allen empfehlen möchte.

    • rote_pille sagt:

      Einen? Man findet gleich 100, scheint wohl das grosse Thema in den alternativen Medien auf der anderen Seite des Teichs zu sein.

  6. Andreas Pfeiffer sagt:

    Die innerrassistische Hetze ist keineswegs neu. Wir Ostfeutschen müssen sie schon seit 70 Jahren ertragen, seit 25 Jahren können wir uns nicht einmal mehr dagegen wehren. Würden für die ganzen Ostdeutschenäußerungen und -artikel dieselben Massstäbe gelten wie umgedreht für die Rechten oder die NPD wären die Häflte aller Abgeordneten und Journalisten schon mehrfach wegen Volksverhetzung belangt worden.

    • Brigitte sagt:

      hmmm….soviel ich weiss haben die Ostdeutschen hier die Macht übernommen? Oder bin ich falsch informiert?

      • Andreas Pfeiffer sagt:

        Dann hat also Österreich 33 Deutschland eingenommen? Außerdem ist Merkel gebürtige Hamburgerin und als Westimport musste sie nie das erleben was ostdeutsche Pfarrerstöchter erlebt haben. Und ihre politische Bildung erhielt sie nachweislich unter Kohl wo sie als Bundesumweltministerin mal so eben 30 mrd Euro versenkt hat (Gorleben).

  7. dw-seneca sagt:

    Die USA sehen das genauso, und deswegen haben sie bereits mit einer „Überwachung“ der unbequemen Parteien gedroht. Unter dem Vorwand, sie würden von Rußland finanziert werden, droht Ungemach wie bspw. den Geldhahn zuzudrehen. Darin haben die USA ja Übung.

  8. waldbaer sagt:

    Wow!
    Eine bewundernswert gute Ausformulierung von dem, was ich denke. Bulls Eye, Treffer, versenkt. So gut hätte ich das selber nie formulieren können.
    Aber das war doch nicht Herr Klein, der das geschrieben hat, oder? ;o)


  9. Jürg Rückert sagt:

    Die USA haben sich in den letzten 25 Jahren zu einer völlig neue Staatsform entwickelt.
    Der Präsident könnte per Gesetz den „Fall X“ ausrufen. Danach regierte er per Dekret (hieß früher Ukas) nach Belieben. Der Kongress bliebe außen vor. Er verfügte nach Belieben über sämtliche Ressourcen an Menschen, Kapital und Grund. Er inhaftierte, erschösse, skalpierte nach seinem Ermessen.
    Unter anderen Wohltaten werden zwei Dum-Dum-Geschosse für jeden amerikanischen Kopf bereit gehalten (heißen heute Hohlspitzgeschosse, unterliegen nicht der Genfer Konvention, da diese nur für kriegführende Staaten gilt!).
    An diesen Dingen wird der Herr Trumpel sicher nichts ändern wollen!

    • … Um „Herr[n] Trumpel“ oder das, was er in Zukunft tun oder lassen wird, geht es hier auch nicht, sondern darum, dass Leute wie Herr Trump ein Symptom für eine tiefgehende Entfremdung vom üblichen politischen Stil der derzeit in der westlichen Welt verbreiteten Regierungen sind.

      Noch sind die Bevölkerungen in diesen Staaten bereit, bei den bislang üblichen Spielregeln zu bleiben und ihre Unzufriedenheit im Rahmen von Wahlen (bzw. Wahlenthaltung) zu äußern. Wenn sie auf diesem Weg weiterhin enttäuscht werden (vielleicht auch von Herrn Trump, dann ist es nur eine Frage der Zeit, wie lange noch alles beim Alten bleiben kann und die Leute sich weiterhin an die Spielregeln halten.

      Genau das ist es, was m.E. dringend zu verstehen und zu akzeptieren wäre: dass es in der westlichen Welt in unser aller Interesse ist, und zwar auch und gerade in dem der existierenden Parteien, ihre persönlichen Agendas in den Hintergrund zu stellen und die Nutznießer-Netzwerke zu reduzieren statt sie weiterhin auszubauen, sich also sozusagen als demokratische Parteien und Vertreter der Bevölkerung (und nicht irgendeiner Ideologie oder irgendeiner Lobbyisten-Gruppe) wieder zu erfinden.

      Wenn das nicht gelingt und die Leute weiterhin enttäuscht werden, dann sind weit größere Übel absehbar als Herr Trump eines sein mag (wenn man es denn so sieht).
      DARUM geht es (jedenfalls uns in unserem Artikel) und nicht darum, sich am Ringelpietz „Der ist aber gut, und der ist schlecht, und der ist zumindest besser …“ oder sonst etwas zu beteiligen, denn Letzteres würde die Zeichen der Zeit u.E. ganz und gar verkennen.

  10. Welehamm sagt:

    Mein lieber Jolly, ich musste mich wirklich durch den Text von Leibovich durchfressen. Der Artikel ist lesenswert und im Vergleich zu unserer – immer mit Sendungsbewusstsein ausgestatteten – Journaille unbedingt lesenswert. Aber der Text von Michael Klein ist einer seiner besten. Er macht Mut und ich hoffe, dass ich mit meiner Bloggerei nicht den „shark jumpe“!

    • @Welehammer

      Es freut mich, dass Sie den Artikel von Leibovich lesenswert fanden!

      Ich bin zufällig über ihn gestolpert und fand, dass er ein sehr gutes Beispiel dafür abgibt, was unter Journalismus zu verstehen ist oder verstanden werden sollte.

      M.E. lohnt es sich, einmal darauf zu achten, wie Leibovich das, was er sieht, gegenüber dem, was er denkt oder zu wissen meint oder als vorgefasste Meinung mitbringt, in den Hintergrund stellt und vor allem spontane Bewertungen, dessen was er sieht und hört, in den Hintergrund stellt, und eben beschreibt, was er sieht und hört, und teilweise auch, wie es auf ihn wirkt, aber eben ohne diese Wirkung in auf Trump bezogene wertende Adjektive zu gießen. ich finde, dass er gerade dadurch Unmittelbarkeit schafft, die das komplexe Phänomen Donald Trump bzw. das Phänomen seines Erfolges irgendwie fassbar macht und „food for thought“ gibt. DAS ist für mich Journalismus.

      Und der Artikel macht, wenn man ihn mit der üblichen Kost in deutschsprachigen Medien vergleicht, erkennbar wie meilenweit entfernt Leute, die für deutschsprachige Medien schreiben, auch oder gerade für solche, die sich selbst als kulturell oder intellektuell höher stehend oder ernster zu nehmen betrachten als z.B. die BILD-Zeitung, von Journalismus entfernt sind.

      Weil es einfach ist, Mängel zu konstatieren, aber schwieriger ist, konkrete gute Beispiele zu bieten, dachte ich, dass es konstruktiv sei, wenn wir auf ScienceFiles auf den Artikel von Leibovich auf die ein oder andere Art hinweisen und ihn zur Lektüre empfehlen.

  11. JuergenK sagt:

    Wer nach dem Lesen des genannten Artikels von Mark Leibovich noch ein Video dazu sehen will:



    Eine schöne Zusammenstellung von Bemühungen der Lügenpresse gegen einen mißliebigen Kandidaten.

    • waldbaer sagt:

      Danke für den Link zu Stefan Molyneux :o)
      Habe ich gerade mit einem breiten Grinsen im Gesticht angeschaut.
      Now I have a better view on what all this Trumpeting is about..

  12. rote_pille sagt:

    Das wäre ja schön, wenn sich der Zug der Kostgänger mit den Parteien auflösen würde. Wird nicht passieren. Die Parteien würden sich vielleicht noch ändern, aber die überflüssigen Teile der Bevölkerung, die den Staat überhaupt brauchen, sterben dadurch leider nicht.
    Heute las ich was über Venezuela. Es ist bekannt, dass dieses Land durch großzügige Sozialleistungen und Bürokratie zu Grunde gerichtet wurde. In der Not hat der linke Präsident entschieden die Subventionen für Treibstoff zu verringern, und für diesen Schritt, der wohl der 1. richtige in seiner Karriere ist, wird er von den Rechten kritisiert. Obwohl sie genau wissen, dass der Staat den Preis nicht ewig auf fast 0 halten kann. Weil angeblich irgendwelche Armen betroffen sind. Politiker bleiben eben Politiker. Alles was sie können ist sich irgendwo einzuschleimen und die Gefühle von irgendwelchen Trotteln auszunutzen, um sich Macht zu verschaffen.
    Oder hier was über einen der anderen Sciencefiles-Leser aus dem Kommentar über dem hier: Welehamm, den alten Mann. Kritisiert die Journaille, um dann Artikel zu veröffentlichen, in denen er sich selbst als Sozialist bezeichnet, ohne sich zu schämen. Und aus solchen Leuten besteht zum größten Teil die AFD. Die sind kein Haar besser.
    Wieviele von diesen Rechten haben je was von Privatisierung von den Aufgaben die der Staat okkupiert hat oder Abschaffung von Ansprüchen in den Mund genommen? Oder den Kapitalismus verteidigt? Keiner, sie wollen ihren Sozialscheiß behalten, nur eben national. Haben überhaupt nicht kapiert, dass der sie erst in die Lage gebracht hat in der sie jetzt sind und deshalb verdienen sie eigentlich noch weitere 10 Millionen Rapefugees mit Sprengstoffgürteln.
    Ich werde deren Partei sicher nicht wählen und dadurch noch so was legitimieren.

  13. tanzania sagt:

    Bismark sagte einmal, gegen Demokraten helfen nur Soldaten und so wird diese Mischpoke, welche Krieg gegen das Volk führt, erst durch einen Bürgerkrieg beseitigt werden.

  14. Der General lachte sagt:

    Aufrüttelnde Worte, das Ende des Berliner Parteiensystems!

    Ich sehe nur keinen Deutschen Tsipras der mit den Mandaten der NPD und des Leninistischen Bundes Deutschland die Regierung stellen könnte.

    Ohne Zynismus, auch wenn die AfD als neue Kraft kleingeschrieben und kleinge-Forsat wird, wird sie doch nur Stimmen in der Höhe der Grünen auf Bundesebene erreichen.

    Wenn die Partei des strukturellen Willkommenswinken aka Grüne, in BaWü in Umfragen bei 28% stehen, bundesweit irgendwo zwischen 9% und 10%, können sie ja nicht soviel Falsch gemacht haben. Sie werden von einer Menge Leute bewußt gewählt für die Politik,die sie vertreten.

    Kurz gesagt, wo ist die echte Revolte gegen das Establishment, wo sind die neuen Köpfe in allen Parteien, die eine Erneureung voranbringen

    • Chaeremon sagt:

      @Der General lachte, zu „wo ist die echte Revolte gegen das Establishment, wo sind die neuen Köpfe“

      Die kommen (auch) aus den hintersten Reihen der gegenwärtigen Lotteriekartelmonopolmafiosi, keine Sorge um deren selbstgezüchtete Rebellen (dazu noch die ermutigten Bürger); das dauert nur ein bisschen (Zwischenstation: nächster Wahlabend).

    • Habnix sagt:

      Es wird immer dran gedacht das ein Volk eine Regierung braucht.Ist das so?

      Nicht die Regierung muss das Volk regieren, sondern das Volk die Regierung regieren.

      Wenn die Demokratie führt, brauchen wir keine Führer.

      Da waren doch tatsächlich 1989 viel ohne Regierung unterwegs und haben mit den Füßen abgestimmt. Was haben die sich den erlaubt. 😀

      Wer will glauben diese könnte sich nicht nochmal wiederholen?

      Nichts ist unmöglich!

      Wobei es ohnehin schon seit Jahrzehnten im Gange ist. Ob durch Geburtenrückgang oder Auswanderung. Die Demokratie lässt sich nicht aufhalten.

  15. Uranus sagt:

    Sehr, sehr schade, daß die Potentaten der Parteien, aller Parteien, sich nicht endlich am Riemen reißen und dafür sorgen, daß die Zustände eintreten, die ich haben will. Auch will der Heiland, auf den ich innerhalb meiner Religionsgemeinschaft schon so lange warte, einfach nicht vom Himmel herabsteigen, um mich und die Welt von allem Übel zu erlösen. Aber selbst etwas tun, um meine Lebenslage zu verbessern, dafür sogar die Verantwortung zu übernehmen, nein und nochmals nein, das will ich selbstverständlich nicht.

    • @Uranus

      Schade, dass Sie das nicht wollen! Sonst könnten Sie ja vielleicht – wie z.B. wir selbst – beginnen, sich in der Öffentlichkeit zu Wort zu melden und das, was Sie sagen, auch selbst zu verantworten!

      Oder verstehe ich Sie miss?!? Ich hoffe es!

      • Uranus sagt:

        Verehrte Frau Dr. Diefenbach, jetzt hoffe ich, daß ich Sie nicht mißverstanden habe. Also, ich versuche es mal so zu erklären. Mein obiger Kommentar sollte eine Parodie auf jene sein, die ihr Lebensglück ausschließlich von äußeren Autoritäten abhängig machen, also von einem Führer, einem religiösen Heiland oder der richtigen politischen Partei, was ich im übrigen sehr gut verstehen kann und deshalb jene, die das tun, nicht im mindesten verurteile. Im richtigen Leben bin ich kein Mitglied irgendeiner religiösen Vereinigung, führe statt dessen seit fast 20 Jahren ein eigenes kleines Unternehmen, für das ich – natürlich – bisher die Verantwortung getragen habe, so gut mir das möglich war, weshalb das Unternehmen auch noch existiert und nicht den Bach runter gegangen ist, wie so viele andere kleine und große Unternehmen. Damals bei der Unternehmensgründung sagten mir meine damaligen Kollegen, daß ich ja wohl bekloppt sein müsse, einen sogenannten guten Arbeitsplatz bei einem weltweit tätigen Unternehmen freiwillig aufzugeben, um mich selber in die Ungewißheit des Unternehmertums zu stürzen. Heute bin ich mir aber unendlich dankbar dafür, daß ich diesen Schritt gewagt habe, niemals bereute und immer wieder tun würde.

        • @Uranus

          „Mein obiger Kommentar sollte eine Parodie auf jene sein, die ihr Lebensglück ausschließlich von äußeren Autoritäten abhängig machen, also von einem Führer, einem religiösen Heiland oder der richtigen politischen Partei …“

          Danke für die Klarstellung!

          Das hatte ich ja auch vermutet. Ich wollte nur auf ähnlich parodistische Art darauf hinweisen, dass es mit Parodien so eine Sache ist – sie könne leicht missverstanden werden, und tatsächlich waren ja nun Sie Ihrerseits nicht sicher, ob Sie mich richtig verstanden haben oder nicht…🙂

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  19. alexandrabader sagt:

    „Das politische Establishment“ sollte man unter Anführungszeichen setzen, denn es wird massiv Druck ausgeübt auf all jene, die ihrer Aufgabe nachkommen (wollen). Sieht man gerade in Österreich wegen der Grenzschliessungen; die Haßtiraden derjenigen, für die jede andere Meinung gerne mal „Hate Speech“ ist, für die die Regierung aber der Inbegriff von „Unmenschlichkeit“ ist, sind lesenswert. Ich wurde kurzzeitig MItglied einer Gruppe, die sich „Jetzt erst links“ nennt und neue Wege gehen will, doch weil ich auf Fakten (Gesetze) hinwies, wurde ich ohne Angabe von Gründen ausgeschlossen, was man mir nicht mal mitteilte.

    Ich habe hier analysiert, was für Leute gehätschelt und herumgereicht werden, um politische Entscheidungsfindungen zu beeinflussen und staatliche Strukturen zu schwächen: https://alexandrabader.wordpress.com/2016/02/18/wenn-neoliberalismus-unter-linkem-deckmantel-forciert-wird – dazu muss man wissen, dass in der SPÖ eine Landesorganisation im Juni letzten Jahres den „Tabubruch“ beging, mit der FPÖ zu koalieren; jene, die sich darüber auf Facebook, in Presseaussendungen, in den Medien und in kleineren Aktionen empörten, wurden dann zu „Willkommenswinkern“ und folgen genau dem vorgegebenen Denkrahmen (in meinem Artikel gehe ich auch auf Anhänger des „Framings“ ein wie George Soros und George Lakoff, die beide die US-Demokraten unterstützen; Soros unterstützt über seine Foundations auch zahlreiche NGOs in Europa im Bereich Migration, Flüchtlinge, LGBTI usw).

    Die SPÖ Burgenland – die mittlerweile auch den Verteidigungsminister stellt – ist aber schlicht „nicht transatlantisch“, im Gegensatz zu einigen Roten in Wien und auf Bundesebene (wie auf diese Roten dort reagiert wird, wo man vorgegebenen Denkmustern folgt, ist leicht vorstellbar). Traditionell war immer die SPÖ Wien in der Partei bestimmend, doch seit den Wahlen letztes Jahr sowohl im Burgenland als auch in Wien ist die SPÖ Burgenland prozentuell die stärkste SPÖ-Landesorganisation; das Bundesland selbst ist von der Einwohnerzahl her aber viel kleiner als Wien. Wie Verteidigungsminister, Landeshauptmann und Co. attackiert werden u.a. in transatlantischer Presse und von den Grünen, stelle ich hier dar: https://alexandrabader.wordpress.com/2016/02/05/warum-wird-verteidigungsminister-doskozil-kritisiert/

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