Menschen sind nicht gleichwertig!

Der Begriff der Gleichwertigkeit findet sich immer häufiger in Veröffentlichungen, die einen genderistischen oder einen politischen-korrekten Hintergrund haben. So haben wir den Begriff vor einiger Zeit im Zusammenhang mit den Neuen Deutschen Medienmachern diskutiert, die angetreten sind, der deutschen Sprache auch noch den letzten verbliebenen Sinn zu nehmen.

Damals haben wir festgestellt:

NDMedienmacher„Ein weiterer Versuch besteht darin, unter der Hand den Begriff der Gleichwertigkeit einzuführen und in eine Reihe mit Gleichberechtigung zu stellen. Und damit auch klar ist, dass Gleichwertigkeit sakrosankt ist, wird Rechtsextremismus als „Ideologie der Ungleichwertigkeit“ bezeichnet (24), und es werden „Ideologien der Ungleichwertigkeit als „Weltanschauungen, in denen die Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung aller Menschen grundlegend abgelehnt werden“ (23) definiert.

Nun gibt es einen erheblichen Unterschied zwischen Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit. Ersteres ist ein objektives Prinzip, Letzteres eine subjektive Behauptung.

[…]

Zu behaupten, dass Menschen gleichwertig seien, kommt […] einer vollständigen Verleugnung von Leistung [und sonstigen Unterschieden zwischen Menschen] gleich und negiert somit jede Anstrengung, die ein Mensch im Verlauf seines Lebens unternommen hat. Ein Nobelpreisträger für Physik wäre dann mit einem Professor für Genderforschung gleichwertig, ein Straftäter mit seinem Richter, ein alter Mensch, der sein Leben lang gearbeitet hat, mit den Neugeborenen, ein psychisch Gestörter mit seinem Irrenarzt, ein Faulenzer mit einem Strebsamen usw.

Menschen sind nicht gleichwertig. Sie sind [im Hinblick auf ein Naturrecht] gleich geboren, aber sie entwickeln sich unterschiedlich und je nach Art und Umfang der Investitionen in sich, sind sie in bestimmten Bereichen des öffentlichen Lebens schlicht mehr wert als andere. Wer das nicht glaubt, der möge sein Verhalten an seinen Behauptungen ausrichten und z.B. nach einem Unfall keinen Arzt rufen, denn es genügt die Hausfrau von nebenan, mit der Versorgung des gebrochenen Beines zu beauftragen, denn sicherlich ist sie dem Arzt in allem gleichwertig.“

Dass der Begriff der Gleichwertigkeit auf manche Politiker eine hohe Anziehungskraft ausübt, mag daran liegen, dass die entsprechenden Politiker die einmalige Chance sehen, die mangelnden Fähigkeiten und Kompetenzen, die sie bei sich wahrnehmen, als irrelevant abzuschreiben. Und so verwundert es nicht, dass ein Antrag der Bundestagsfraktion „B90/Die Grünen“ den Begriff der Gleichwertigkeit in seiner negativen und an den Rechtsextremismus gekoppelten Variante aufnimmt:

B90G„Es ist Aufgabe aller demokratischen Kräfte, einer Spaltung der Gesellschaft unmissverständlich entgegenzuwirken. Gegenüber rassistischer Angstmache und Ideologien der Ungleichwertigkeit von Menschen darf es keinerlei Entgegenkommen geben. Demokratie ist in Gefahr, wenn Hetze, Rassismus und Gewalt auf Gleichgültigkeit oder sogar Akzeptanz stoßen. Menschenfeindliches Gedankengut ist nicht nur ein Problem der „rechten Ränder“, sondern es durchdringt die Gesellschaft. Lautstark bedienen populistische Kräfte in unserem Land rassistische, antisemitische, völkische, homophobe und sexistische Deutungsmuster.“

Bleiben wir beim Begriff der „Ungleichwertigkeit von Menschen“ und lassen den sonstigen Unsinn in diesem kurzen Ansatz als Ausdruck eines inkompetenten Deutungsmusters einmal beiseite.

Bei den Grünen ist man also der Ansicht, alle Menschen hätten denselben Wert. Das macht es erforderlich, den Wert von Menschen als Qualität zu definieren, die unabhängig von Menschen, quasi im freien Orbit flottiert und sich Menschen mitteilt, sobald sie das Licht der Welt erblicken. Der Wert von Menschen, er wäre damit ein absoluter, in Stein gemeißelter und somit ewiger Wert. Der Säugling hat den gleichen Wert, den Cem Özdemir hat, ein Debiler hat denselben Wert, den Monika Lazar für sich beanspruchen kann, ein Attentäter denselben Wert, den Claudia Roth für sich reklamiert und ein Mitglied der NPD denselben Wert wie Renate Künast.

Wenn die Grünen konstatieren, dass man Ideologien der Ungleichwertigkeit kein Entgegenkommen zeigen darf, und wir sie beim Wort nehmen, dann folgt daraus unweigerlich, was im letzten Abschnitt steht. Wenn aber daraus folgt, dass Attentäter, NPD-Mitglieder, Rechtsextreme und Rechtspopulisten denselben Wert haben, den auch Abgeordnete der Grünen und von Bündnis90 haben, dann stellt sich die Frage, wieso die wertgleichen Mitglieder der grünen Bundestagsfraktion sich anmaßen, andere, die doch denselben Wert haben wie sie selbst, als Vertreter einer „Ideologie der Ungleichwertigkeit“, als Hetzer und Hasser abzuwerten.

Zumal sie sich mit dieser Abwertung selbst aufwerten und somit zum Vertreter einer Ideologie der Ungleichwertigkeit von Menschen machen, sich somit nach eigener Anschauung als Rechstpopulisten, Rechstextremisten, als Hetzer und Hasser qualifizieren.

Der Grund dafür, dass die grünen Abgeordneten dies tun, er liegt wohl in der Ungleichwertigkeit von Menschen, denn die Götter haben ganz offensichtlich nicht dafür gesorgt, dass alle denselben IQ, denselben Intellekt und dieselbe Denkfähigkeit haben.

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119 Responses to Menschen sind nicht gleichwertig!

  1. Pingback: [Kritische Wissenschaft] Menschen sind nicht gleichwertig!

  2. B.Schlachter sagt:

    Es ist ja schon traurig, dass man das den Menschen erklären muss. Helfen wird es wie die meiste Aufklärungsarbeit nicht all zu viel, da die Machtbesessenheit aus jedem ehemals denkenden Mitbürger einen Betonkopf macht. Macht und Gier frisst Hirn und Menschlichkeit. Was die Politiker der Gesellschaft vorwerfen, ist „aufzuwachen“ und demokratische Meinungsäuserung. Da es dieses Mal die Leistungsträger trifft, die in Sippenhaft genommen und in die braune Ecke gestellt werden macht es besonders Angst. Wer bezahlt denn die Rechnung, wenn der Schlafbürger keine Lust mehr hat? Auch die fleissigsten Esel merken irgendwann wenn das Futter schlecht und der Lohn nur Schläge sind.

  3. Chaeremon sagt:

    Na ist doch toll, Staatsknete für’s Durchsetzen von Gleichwertigkeit fordern und dann noch Staatsknete für die gleichzeitige Bekämfpung von Ungleichwertigkeit fordern. wer hätte das gedacht.

    Liest sich nach einem Patentrezept für die Besteuerung des Ausatmens (äh, von CO2).

  4. corvusalbusberlin sagt:

    „Bei den Grünen ist man also der Ansicht, alle Menschen hätten denselben Wert.“

    Wer nimmt denn noch die Grünen ernst?

    Heißt es nicht auch: “ Vor dem Gesetz sind alle gleich?

    Was ebenfalls eine Verhohnepipelung ist.

    24 Std Rundumverdummung!

  5. Shitlord sagt:

    Ich finde es zudem ziemlich menschenfeindlich, Millionen – Milliarden – von Menschen, von Individuen, zu einem gleichen Einheitsbrei verquirlen meinen zu können.

  6. Gernot Meyer sagt:

    Für die Argumentation gegen die Ideologien des Regimes genügt völlig das Aufzeigen der inneren Widersprüche. Eine Thematisierung menschlicher Wertigkeit ist unnötig und daher überflüssig

    • ritterfräulein sagt:

      Warum ist das unnötig, Gernot Meyer ?

    • @Gernot Meyer

      Erstens kann man nicht sinnvoll Synonyme so darstellen, als würden sie im Sinn einer logischen Schlussfolgerung aus sich selbst folgen. Zu schreiben, dass etwas „unnötig und daher überflüssig“ sei, ist also – entschuldigen Sie bitte – einfach Quatsch!

      Zweitens verstehe ich nicht, wie Sie auf die Idee kommen, dass dem Text, auf den Sie Bezug nehmen, die Absicht zugrunde liege, gegen „die Ideologien des Regimes“ zu argumentieren. Die Absicht des Textes ist schlicht das Postulat von der Gleichwertigkeit aller Menschen zu hinterfragen – dazu steht unten noch ein bisschen mehr.

      Drittens ist etwas nicht unnötig, weil Ihnen persönlich eine andere Argumentation genügt.

      Ich vermute, dass dies gar nicht der Punkt ist, sondern dass Ihnen – aus durchaus guten und nachvollziehbaren Gründen – eine Diskussion über die Wertigkeit von Menschen unangenhem ist. Und wissen Sie was? Uns auch.

      Nur – wir haben diese Diskussion nicht begonnen; vielmehr wird uns allen diese Diskussion durch Verkündigungen von hierzu durch nichts qualifizierten Personen aufgezwungen, die meinen feststellen zu müssen, dass alle Menschen gleichwertig wären.

      Da unklar ist, was das bedeutet, muss man es diskutieren, um sich ein Bild machen zu können, was das in der Praxis legitimieren soll, denn mit einer entsprechenden Praxis werden wir alle konfrontiert sein. Es ist deshalb unser aller Recht und vielleicht auch Pflicht, zu hinterfragen, was das Postulat von der Gleichwertigkeit aller Menschen bedeuten soll, und festzustellen, dass Menschen in für sie selbst und viele andere wichtigen Aspekten eben nicht gleichwertig sind und dies auch gar nicht sein können. Denn: Gleichwertigkeit ist insofern ein zweistelliger Funktor als die Rede von Gleichwertigkeit bedeutungsleer ist, wenn nicht gesagt wird, WOFÜR jemand oder etwas wertig ist.

      Wer sich vor dieser Diskussion drücken will, sich sozusagen vornehm heraushalten will, trägt in jedem Fall Mitverantwortung für die zukünftigen Praktiken, die mit dem Postulat – fälschlich oder korrekt – legitimiert werden.

  7. Brigitte sagt:

    @ corvusalbusberlin – Wer nimmt die Grünen noch ernst?
    Ich glaube Sie fragen da zumindest in Baden Württemberg ins Leere. Die Grünen in den Umfragen sind auf stoischen 28% eingefroren. Ob das manipuliert werden kann, bzw. wurde, entzieht sich meiner Kenntnis.
    Die unerschütterliche Langsamkeit vom Landesvater Kretschmann schläfert ein und hält den Karren für die Grünen hier am laufen.
    Es wird sich meiner Meinung nach so abspielen:
    Die AfD feiert ihren Einzug in den Landtag und ist monatelang zu trunken vor Glück übers Etappenziel um zu bemerken, dass die offene Demontage durch das viel zitierte Establishments immer üblere Formen annimmt. Das die Verweigerungshaltung der Politikdarsteller es ihnen unmöglich machen wird, sich in irgend einer Form an der Regierung zu beteiligen geschweige denn überhaupt gehört zu werden – und wenn dann nur sinnentstellt und verdreht.

    Was mir fehlt sind die realen Ideen und Taten um neue Ideen WIRKLICH umzusetzen.
    Und zwar friedlich.
    Ich versuche meine Angst zu begrenzen indem ich immer wieder solche sehr gut geschriebenen Artikel im Netz teile. Ich hoffe irgendwann sind genügend Mutige beisammen um zu handeln.

    Man stelle sich doch mal vor ein Einzelner beschließt keine Steuern mehr zu zahlen. Ist irgendwer der Meinung, das hätte Wirkung, ausser dass es Ärger mit der Justiz gäbe?

    Mir hat mal eine kluge Frau gesagt: Du (oder man) kann alles ändern was nervt – aber erst muss der Leidensdruck hoch genug sein.

    Ich gebe ihr recht – ausser reden reden reden kann man doch nichts tun? Und ankommen wird immer nur der, der auch gehört wird, oder der den Zuhörern einen Vorteil verspricht, den er demjenigen dann auch verschaffen kann.
    Wenn ich Angst vor Gewalt habe, bin ich dann schon halbe Schlafbürgerin?

    • @Brigitte

      Ich verstehe Ihren Punkt völlig!

      Und genau das ist ja das Problem, dass die Konsequenzen, die jemandem für sein Handeln angedroht werden, als persönliche Konsequenzen drohen, die man nicht gerne hinnimmt, um ein Ziel zu erreichen, das doch allen dient und dessen Erreichung im Übrigen erst einmal fragwürdig erscheint.

      Dass man das nicht tun will, ist nicht einfach feige; das ist rational nachvollziehbar. Nur ist es eben auch vernünftig, kurzfristig negative Konsequenzen zu akzeptieren, die mittel- bis langfristig durch positive aufgewogen werden, besonders dann, wenn auch fragwürdig ist, ob die kurzfristig negativen Folgen überhaupt eintreten werden, oder anders gesagt: wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit dafür und wie lange dauert es ggf., bis ich per Gericht dazu verurteilt werde, meine GEZ-Gebühren, die ich nicht bezahlt habe, im Nachhinein doch noch zu bezahlen? Und was kann ich in dieser Zeit alles tun, um diese irgendwann vielleicht drohende Konsequenz abzubiegen? Ich kann mich z.B. mit anderen in meiner Lage zusammenschließen, eine Petition zur Abschaffung dieser Gebühren anstrengen, eine Gegenklage gegen die Rechtmäßigkeit dieser Gebühren anstrengen, am besten gemeinsam mit anderen Leuten in meiner Lage … Und während dieser ganzen Zeit entstehen den Institutionen Kosten, denn jemand muss Ihnen die Briefe schreiben, in bestimmten Abständen unter Einhaltung irgendwelcher Fristen, die Briefe selbst kosten Geld, ihre Verschickung etc.

      Wenn Sie nicht die einzige sind, die sich so verhält, dann ist es bloß eine Frage der Zeit, dass die Kosten der Verfolgung GEZ-Gebühren-Säumiger den Nutzen weit überschreiten, besonders angesichts der Aktivitäten, die sie in der Zwischenzeit zum Schaden der GEZ-Gebühren entwickeln, und das ist oft die Art und Weise wie Dinge (wie z.B. GEZ-Gebühren) zum Verschwinden gebracht werden. Erst wird ihre Eintreibung nicht mehr systematisch verfolgt, dann kippt die öffentliche Stimmung, die materiellen und Reputations- und Legitimationskosten für die Verwaltung werden zu hoch … man lässt die Dinge unter den Tisch fallen, oder es gibt eine neue Rechtsregelung, die die Angelegenheit beendet.

      Natürlich ist nicht ausgeschlossen, dass man irgendwann die Nerven verliert oder einfach seine Ruhe haben will und die Gebühr bezahlen (muss). Aber allein schon, die Sache hinauszuzögern, zurückzufragen, warum ich das sollte, wie die Gesetzeslage ist, inzwischen eine Petition anzustrengen, etc. etc., hat seine Wirkungen, und je mehr das tun, desto besser! Aber wenn jeder von Anfang an denkt: ich habe aber Angst, ich verhalte mich lieber konform, dann sind die Kosten für einen Einzelnen, der sich nicht konform verhalten will, besonders hoch, und Leute verunmöglichen es auf diese Weise für einander, aktiv zu werden.

      Letztlich muss jeder selbst entscheiden, wo seine „Schmerzgrenze“ liegt, also wann für ihn die Kosten für sein Engagement zu hoch werden. Niemand kann das für Sie beurteilen. SIE allein könne und müssen entscheiden, ob Sie schon eine halbe „Schlafbürgerin“ sind oder nicht. Es ist eine Frage der persönlichen Stärke, des eigenen Gewissens, der eigenen Integrität.

      Und wenn Sie für sich entscheiden, dass Sie sich „nur“ an Aufklärungsarbeit beteiligen wollen, dann ist das auch in Ordnung und in jedem Fall besser als dies nicht zu tun. Hauptsache, Sie tun irgendetwas und werden keine „Rundum-Schlafbürgerin“!

      Wir alle könnten immer viel mehr tun als wir tatsächlich tun, und niemand kann immer und auf allen Feldern spielen. Man gewinnt die kleinen Schlachten auf den Feldern, die man gut kennt oder die man beherrscht, und viele kleine gewonnene Schlachten setzen sich zum gewonnenen Krieg zusammen – wenn sie mir das militaristische Bild verzeihen wollen.

      Und wenn ich mir das erlauben darf, dann würde ich Ihnen und mir selbst und jedem anderen den Rat geben wollen, mehr auf das zu schauen, was man schon tut und was man außerdem noch leicht tun könnte, als darauf, was man wieder alles nicht tut oder nicht getan hat.

      Das macht Sie zufriedener und zuversichtlicher und setzt in Ihnen mehr Kraft frei, tatsächlich mehr zu tun als bisher! Und morgen ist ein neuer Tag; mal sehen, wie man diesen Tag nutzen kann, um ein wenig zur Veränderung zum Besseren beizutragen ….

      • Brigitte sagt:

        Liebe Frau Dr. Diefenbach,

        lieben Dank auch für diese ausführliche und richtige Antwort.
        Das sind zusammengefasst die vielen Gedanken die mir täglich im Kopf rumschwirren und sortiert werden wollen.
        Sicherlich ist es besser jedes Mal direkt und neu zu entscheiden, was genau in dem Moment das Machbare ist und dieses Machbare dann auch bewusst zu tun.
        Mein „Machbares“ liegt momentan darin, mit selbst umfassend zu informieren um selbst eine wirklich vertretbare Meinung bilden zu können.
        Die zunehmende Verwirrtheit, was man denn noch als „Wahrheit“ anerkennen kann lässt es nicht grade einfacher werden.
        Von daher kippe ich in meiner Verwirrtheit immer noch hin und her mit der Entscheidung:
        Veränderung durch Boykott des Systems
        oder
        Veränderung durch Mitwirken im System
        erreichen zu wollen/können.
        Da sich meine Möglichkeiten, die sich momentan eher in „Aufklärungsarbeit“ erschöpfen damit aber noch sehr gut vereinen lassen, da sich Aufklärungsarbeit ja gut in die bereits erworbenen Einsichten stückeln lässt, bin ich bisher noch nicht verzweifelt.
        Trotzdem wird es immer schwieriger den Menschen im Umfeld „Aufklärungsarbeit“ als sinnvoll verbrachte Zeit zu „verkaufen“ wenn sich das Umfeld 99% des Tages auf erwirtschaften des notwendigen Einkommens und danach folgenden Freizeitwert konzentriert.
        Wobei sich der Freizeitwert auch durchaus nur in abhängen auf der Couch und nachbeten der bei Tagesthemen, Panorama, Anne Will etc. erfahrenen „Wahrheiten“ erschöpfen kann.
        Meine Verwirrtheit resultiert aber durchaus auch auf der Überlegung:
        Mit welchem Recht meine ich „Aufklärungsarbeit“ leisten zu dürfen, wenn ich ja der Meinung bin, jeder sei seines Glückes Schmied?
        Jeder habe das Recht auf die EIGENE Meinung?
        Wie dreist erscheint mir meine Idee, andere überzeugen zu wollen, ich hätte mehr „Einsichten“ gewonnen und läge der Wahrheit daher näher?
        Ich bleibe dran – das habe ich mir versprochen.
        Und ich nehme mir Ihren Rat gerne zu Herzen, stolz zu sein, auf das was ich schon tue und erreicht habe.
        Dank dafür.

        Ich habe am Wochenende beschlossen, die nächsten 2 1/2 Wochen Urlaub die Wahrheitsfindung ruhen zu lassen, die mich in den letzen Monaten soviel Zeit gekostet hat.
        Ich werde in Ruhe die Wahlen in den 3 Bundesländer abwarten und daran ablesen, ob
        ich es weiter „Wert“ finde, meine wertvolle Lebenszeit in Aufklärungsarbeit zu stecken, oder wie bisher dem Wohlbefinden aller meiner Lieben zu widmen, nebst mehreren Jobs und Hobbies.

        Als Mensch der ich bin kann ich sowieso mein Gehirn nicht ausschalten.
        Von daher werde ich nach der verordneten „Auszeit“ wohl anknüpfen wo immer es mich hintreibt.
        Trotzdem bleibe ich in der Hoffnung, nie dem Weltverbesserungsanspruch ganz zu erliegen, da ich bei klarem Verstand dem einzelnen Menschen dieses Recht niemals zugestehen würde.
        Ein solches Ansinnen würde also der Beweis sein, dass ich den Verstand verliere.

        Hoffnungsvolle Grüße, dass dies nicht passieren möge und

        Ihnen allen ganz viel Kraft für Ihr weiteres Schaffen.

    • corvusalbusberlin sagt:

      @ Brigitte
      „Man stelle sich doch mal vor ein Einzelner beschließt keine Steuern mehr zu zahlen. Ist irgendwer der Meinung, das hätte Wirkung, ausser dass es Ärger mit der Justiz gäbe?“

      Eine Antwort auf die Schnelle: Das ist wirklich schon vorgekommen. Wenn Sie mögen,lesen Sie das Buch: „Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat.“ von Henry David Thoreau.
      Bei Diogenes in Deutsch und Englisch.
      Ich liebe dieses Buch. Mann müsste es es jungen Menschen zugänglich machen.

      Auch sein Buch :“ Denken mit Thoreau“ ist sehr beeindruckend. Ich lese immer wieder darin.

  8. Ralf Pöhling sagt:

    Sehr guter Artikel.
    Kann man so unterschreiben.
    Dem links-grünen Weltbild mangelt es erheblich an Logik.

    • @Brigitte

      Haben Sie herzlichen Dank für Ihre nette Antwort!

      Ich habe ganz und gar nicht das Gefühl, dass Sie dabei sind, den Verstand zu verlieren – jedenfalls nicht mehr als wir selbst und viele andere Leute, die ich kenne oder von denen ich sonst etwas mitbekommen🙂

      Was Sie beschreiben, sind die Gedanken, Zweifel, Abwägungsprozesse …, die wohl die meisten von uns haben dürften. Und Auszeiten nimmt sich wohl auch jeder von uns, und ich glaube, das ist auch ab und zu notwendig, um neue Kraft zu schöpfen.

      Eigentlich kommentieren wollte ich aber einen anderen Punkt in Ihrer Antwort. Sie schreiben:

      „Mit welchem Recht meine ich “Aufklärungsarbeit” leisten zu dürfen, wenn ich ja der Meinung bin, jeder sei seines Glückes Schmied?
      Jeder habe das Recht auf die EIGENE Meinung?“

      Ich denke, hier machen Sie einen Denkfehler! Wer „Aufklärungsarbeit“ tut, verhindert in keiner Weise, dass sich jemand eine eigenen Meinung bildet. Wir haben ja nicht einfach alle eine persönliche Meinung, die sozusagen allein aus uns selbst kommt, quasi schon per Geburt in uns angelegt ist, sondern wir BILDEN uns eine eigene Meinung, und die ist um so informierter und vernünftiger, je mehr wir die Meinung auf gute Gründe aufbauen können. Gute Gründe sind Fakten, nicht bloße Behauptungen, sind widerspruchsfreie Argumentationen etc. Schlechte Gründe sind die eigene punktuelle Erfahrung, die Verabsolutierung einer vorgefassten, aber unbegründeten Meinung (wie z.B. „ich empfinde das aber einfach so“), das bloße Nachplappern dessen, was andere Leute behaupten, was richtig oder gut wäre …

      Dabei verstehe ich „Aufklärungsarbeit“ in dem Sinn, dass jemand nach bestem Wissen und Gewissen berichtet, was er beobachtet hat, was er zu wissen glaubt und warum er es zu wissen glaubt, also nicht das Marodieren, Beschimpfen oder Fakten-oder-Argumente-Unterschlagen oder sonst etwas, um eine bestimmte Botschaft, die man halt einfach wahr haben will, zu verbreiten. Man erkennt oft schon am Stil, in dem etwas vorgebracht wird, ob man es mit Manipulatoren oder ernsthaften Menschen zu tun hat.

      Manchmal irrt man sich, man lernt Neues; dann würdigt ein vernünftiger Mensch diese neuen Informationen und passt ggf. seine Meinung an. Aber es gibt viele unvernünftige Menschen, die dazu sowieso nicht bereit sind, weil sie ihr ganzes Ich mit irgendeinem Inhalt verbunden haben.

      Die „eigene Meinung“ dieser Leute können Sie oder ich sowieso nicht „gefährden“, und für alle anderen kann es hilfreich sein, Ihre oder meine Argumente zu hören.

      Würdigen müssen sie diese Argumente dann selbst. Und insofern sind und bleiben sie selbst ihres Glückes Schmied, und insofern ist und bleibt ihre Meinung ihre Meinung, die sie auch selbst zu verantworten haben.

      Genießen Sie Ihre Auszeit, und tun Sie immer, was Sie aufrichtig für richtig halten; wenn Sie oder ich oder sonstjemand einmal Fehler machen, dann geht die Welt davon nicht unter – dazu ist niemand wichtig oder einflussreich genug!

  9. Richard Schmidt sagt:

    Angeblich ist der im deutschen TV nur extrem selten gezeigte US-Film von 1995 „IQ Runner – Aufstand der Untermenschen“ nur eine „Komödie“.

    http://www.kabeleins.de/sosiehtsaus/film/filmlexikon/filme/harrison-bergeron-iq-runner
    http://www.presseportal.de/pm/43455/649595

    Zum Inhalt: Alle Menschen sollen gleich sein. Genau diesen Vorsatz hat sich die Regierung Nordamerikas im Jahr 2053 genommen. Somit gilt das Gesetz der absoluten Gleichheit. Unterschiede werden aufgehoben, Intelligenz und Begabungen werden systematisch durch gehirnfrequenzbeeinflussende Stirnbänder unterdrückt. Nur bei Harrison Bergeron (Sean Astin) scheint das System nicht anzuschlagen. Der Junge mit dem überdurchschnittlichen IQ soll sich einer therapeutischen Behandlung unterziehen, die mit einer Gehirnoperation abgeschlossen werden soll.

    Ich glaube eher, „IQ Runner – Aufstand der Untermenschen“ darf deshalb nur selten im deutschen TV gezeigt werden, weil er wohl zu deutliche Parallelen zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen in Richtung anzustrebendes menschliches Gleicheitsendprodukt der pseudorevolutionären linken / grünen / roten / schwarzen Gleichheitsideologie, auch im zukünftigen EURASIEN (ehemals euro-brd), zeigt.

    Auf youtube ist z.Z. (noch?) die englische Version unter dem Titel „Harrison Bergeron“ abrufbar:

    Es gibt übrigens auch andere dystopische Filme, die im deutschen TV fast nie zu sehen waren, weil sie wohl der Wahrheit zu nahe kamen.

    https://www.themoviedb.org/movie/356352-datenpanne-das-kann-uns-nicht-passieren

  10. Kai sagt:

    Wie schafft ihr es eigentlich Tag für Tag soviel Geistigen Abfall zu lesen, den Unsinn zu verarbeiten und dann sachgerecht, auf logischen Argumenten aufbauend, jede irrige These zu zerlegen, und sarkastisch und pointiert auszuarbeiten? Ich lese sehr gerne und oft auf dieser Seite, habe aber keine Ahnung wie viel Aufwand es tatsächlich bedeutet all diese Arbeit zu machen, ich stelle mir halt vor, dass es nicht wenig ist.

    Daher wundere ich mich, warum ihr euch als Vernunft begabte Wesen auf solch ein „Sch***“ einlasst? Ist es nicht einfacher zu sagen, diese Menschen mögen doch bitte ihre eigene Sekte fernab jegliche nennenswerter Zivilisation schaffen wo sie dann ihre eigene Realität haben können ohne das Sie den Rest der Bevölkerung belästigt.

    Da ihr das trotz alldem tut, Danke ich euch, da ich in meinem Urteil tagtäglich bestätigt werde, das diese Partei „gefährlich“ ist das sie teilweise bar jeglicher Ratinalität handelt und daher mit aller verfügbaren Logik zerlegt werden muss, damit dieser Irrsinn nicht von Menschen ausgeübt werden kann die sich in Machtpositionen befinden

    • @Kai

      Vielen Dank! Wir freuen uns über Deine Empathie bzw. Deine netten Worte.

      Und ehrlich gesagt fragen wir uns das auch:

      „Wie schafft ihr es eigentlich Tag für Tag soviel Geistigen Abfall zu lesen, den Unsinn zu verarbeiten …“

      wobei für uns das Problem eher die psychologische Verarbeitung ist. Man könnte wirklich manchmal an der puren Masse von Unsinn verzweifeln.

      Aber dann gibt es ja Leser wie Sie und deren Kommentare, und das gibt einem wieder Energie und Zuversicht, und auf diese Weise wird das, was man einmal begonnen hat, irgendwann zum Selbstläufer …

      Vor diesem Hintergrund: Nochmals vielen Dank für Ihren Kommentar!

      • corvusalbusberlin sagt:

        Auch ich möchte mich bei Ihnen, Frau Dr. Diefenbach und Herrn Klein, herzlich bedanken und wollte Sie schon seit langem fragen, wann Sie überhaupt noch die Zeit finden, Ihrem eigentlich Beruf nachzugehen.

        Ohne Helfer kann ich mir das kaum vorstellen.

        Kai hat recht. Es gibt viel Abfall aber auch viele tolle Ideen. Und auch, wenn es einige Verrückte unter uns gibt, wie überall, habe ich doch bei vielen Kommentaren das Gefühl, dass Menschen dahinterstehen mit sehr viel Wissen und Hintergrund.

        Jeder hat halt seine Art, dem anderen etwas vermitteln zu wollen und die einfachste Art muss nicht unbedingt auch die beste sein.

        Dann muss man sich selbst auch ein wenig anstrengen und einen Text 2 x lesen.

        Ich könnte mir vorstellen, dass Sie dies ähnlich sehen und auch etwas für sich mitnehmen können, sonst würden Sie das ja gar nicht machen.

        Viel Erfolge weiterhin und nochmals vielen Dank.

        • … herzlichen Dank auch Ihnen für Ihren ermunternden Kommentar!

          Sie schreiben:

          „Ich könnte mir vorstellen, dass Sie dies ähnlich sehen und auch etwas für sich mitnehmen können, sonst würden Sie das ja gar nicht machen.“

          Ja, sicher, baseline ist vermutlich, dass uns unsere Arbeit als Sozialwissenschaftler Spaß macht; man könnte sagen, wir leben das; das ist nicht nur ein Job für uns. Wir sind, manche mehr, manche weniger, so eine Art Mönche der Sozialwissenschaft, wenn man so sagen will.

          Und als Sozialwissenschaftler finden wir es abgrundtief langweilig, uns gerade nicht in allen möglichen Bereichen der Gesellschaft zu bewegen, sondern bloß in dem, was man früher den Elfenbeinturm genannt hat, heute aber wohl angemessener die Schlangengrube nennen würde. Welche Ahnung kann man denn dann von der eigenen Gesellschaft haben?

          Das blog ist ein Bereich unserer Arbeit, in dem wir Dinge verwirklichen können, die wir wichtig finden, die aber in anderen Bereichen nicht auf dieselbe Art verwirklicht werden können oder eben nur bestimmte Adressaten finden.

          Dies gesagt, macht uns das blog ‚mal mehr und ‚mal weniger Spaß. Das ist ja auch ganz normal, und es geht vermutlich jedem mit dem, was er tut, so…

  11. Habnix sagt:

    Ein Mensch ist nur vorrübergehend ungleich.Bei einem Kranken hat die Putzfrau vorrübergehend nichts suchen.

    Und am Ende unseres Lebens sind wir alle gleich.Ein alter seniler Arzt, wie auch die alte senile Hausfrau.

    • rote_pille sagt:

      Was nach dem Ende passiert, ist aber auch irrelevant.

      • … ja, völlig richtig, rote_pille!

        Wir möchten betonen, dass wir uns mit unserem Text nicht auf dem Feld einer Diskussion um letzte oder absolute Wertigkeit bewegen, die niemand entscheiden kann, sondern nur auf dem Feld politischer Ideologie und der Frage nach der Legitimation bestimmter Praktiken, die man Bürgern schmackhaft machen will.

        Dessen ungeachtet bin ich nicht sicher, ob wir am Ende unseres Lebens (oder am Anfang) alle gleich sind. Es kommt eben darauf an, was man unter „gleich“ versteht.

        Und wenn das nicht klar ist, um wie viel weniger klar ist dann, was „gleichwertig“ bedeuten soll?

        Und um die Frage danach, was „Gleichwertigkeit“ im Diskurs um politische Ideologien und auf ihnen basierende Praktiken, die uns alle betreffen (können), meint, geht es uns in unserem Text – sonst nichts.

      • corvusalbusberlin sagt:

        @ Michael Klein Leider fand ich kein „Antwort“ Kästchen.
        50 Jahre. Das ist doch kein Alter. Also doch noch ein junger Hüpfer nicht nur im Herzen. Ich bin fast 30 Jahre älter.

        Ich möchte noch einmal auf David Forster Wallace zurückkommen, wenn Sie erlauben, der in seinem sonst sehr witzigem und akribisch aufgelistetem Buch: „Schrecklich amüsant- aber in Zukunft ohne mich“ – er war übrigens erst 33 – plötzlich (Seite 28 mitte/29)aufzählt, dass die Optionen immer geringer werden.
        „Ich bin mittlerweile 33…………Entscheidungen bereue.“

        Diese Zeilen bekomme ich nicht mehr aus dem Kopf.

        Ein Mensch, von dem man annimmt, alles zu haben sieht sich plötzlich und das mit 33 am Ende seines Lebens angekommen. Ich weiss, dass er an Depressionen gelitten und Drogen genommen hat. Aber wie das bei ihm so hochkommt , tut weh.Al hätte er plötzlich in all dem Trubel diese Vision.

        Mit 49 Jahren hat er sich dann das Leben genommen und ich glaube nicht, dass dies nur an seinen Depressionen oder den Drogen gelegen hat.
        Ich denke dabei eher an eine Todessehnsucht, die er mit sich, vielleicht Zeit seines Lebens, herumgetragen hat. Gibt es darüber Erfahrungen?

  12. Dirk sagt:

    Ich bin ganz bestimmt weit von Grünen und Genderisten entfernt, aber ich habe ein erhebliches Problem damit, anderen Menschen mehr oder weniger Wert zuzuschreiben als mir selbst – und ich bin ein schwer arbeitender Leistungsträger. Ehrlich gesagt (und ich möchte damit niemanden beleidigen) finde ich eine solche Formulierung tatsächlich menschenverachtend. Der Wert (für die Gesellschaft), den Sie als Grundlage für Ihren Text nehmen, entspringt doch Ihrem Weltbild und Ihren Wertvorstellungen.
    Um eine (immer nur bedingt passende) Analogie zu bemühen: Was ist mit einem hart arbeitenden Wissenschaftler, der „seinem“ Staat/Land/Volk eine überlegene Waffe konstruiert, mit dem anderswo Menschen versklavt oder getötet werden?
    Im Gegenteil bin ich der Überzeugung, dass die Menschen nicht gleichberechtigt sind. Das diesem Begriff zugrunde liegende „Recht“ ist menschengemacht und bevorteilt in der Praxis immer diejenigen, die es formulieren und benachteiligt andere schon aufgrund ihrer Herkunft.
    Den Wert eines Menschen an seiner Leistung oder Produktivität messen zu wollen finde ich zwar nachvollziehbar, aber falsch.

    • Nun wissen wir, was Sie finden. Haben Sie auch eine Ahnung, warum Sie das finden oder finden Sie einfach so, aus dem Bauch heraus? Wenn Sie ein Priblem damit haben, anderen Menschen einen mehr oder weniger großen Wert zuzuschreiben als sich selbst, dann mag das daran liegen, dass Sie eine dogmatische Sichtweise an die Dinge tragen und denken, wenn ein Mensch in einem Punkt weniger Wert hat als in einem anderen, dann sei er generell mehr wert. Gleichwertigkeit ist ein subjektives und relationales Maß, denn man muss angeben, woraufhin jemand mit jemand anderem gleichwertig sein soll. Das hat zur Konsequenz, dass die Basis der Bestimmung der Gleichwertigkeit aller Menschen ein ideologisches Maß sein muss, denn nur wenn man allen Menschen umfassen den gleichen Wert zuweist, unabhängig von allen Merkmalen, die die entsprechenden Menschen aufweisen, kann man Gleichwertigkeit aller postulieren. Das nennt man auch Kollektivismus oder Faschismus. Geht man dagegen davon aus, dass Menschen nicht gleichwertig sind, sondern VERSCHIEDEN, dann belässt man ihnen nicht nur ihre Individualität, sondern auch die Möglichkeit, in einem Feld weniger Wert zu haben als andere (ich habe z.B. keine Ahnung von Astrophysik), dafür in einem anderen Feld aber mehr Wert zu haben (dafür kenne ich mich z.B. in Statistik aus).

      Nur wer denkt, der Wert eines Menschen sei eine einmalige Größe, die ihm von einem Gott verliehen wird, kann ein Problem damit haben, Ungleichwertigkeit festzustellen, denn für ihn geht damit eine Unterscheidung in Ober- und Untermensch einher.

    • @Dirk

      „… aber ich habe ein erhebliches Problem damit,anderen Menschen mehr oder weniger Wert zuzuschreiben als mir selbst“

      In Ordnung. Aber warum haben Sie dann kein Problem damit, dass einige Leute über die Köpfe anderer Leute hinweg einfach entscheiden wollen, dass alle Menschen gleichwertig seien? Haben denn diese Leute eine höhere Wertigkeit, die sie irgendwie dazu qualifiziert oder dazu berechtigt, das zu entscheiden?

      Sehen Sie, darum geht es: Ich weigere mich, zuzugestehen, dass jemand über meinen Kopf hinweg entscheidet, wer mit mir gleichwertig ist und wer nicht, und zwar, weil ich mich gleichwertig mit den Leuten fühle, die sich anmaßen, das entscheiden zu wollen.

      Dahinter steckt ein ganz und gar nicht triviales logisches und moralisches Problem!

      Mir ist jeder Mensch, der sich solche Pauschalurteile anmaßt wie zu behaupten, jeder Mensch sei gleichwertig (für wen? mit Bezug worauf?), hoch suspekt. Ich erlaube niemandem, sich solche Pauschalurteile anzumaßen, die mir igendeinen Status zuweisen.

      • @ Dr. habil. Heike Diefenbach
        @ Michael Klein

        Ich verstehe Ihre Argumentation und bin mit Ihnen sogar beinahe der gleichen Meinung. Sie lehnen sozialistische Gleichmacherei und Bevormundung ab. Das geht mir genau so.
        Ja, Menschen sind nicht gleich, sondern verschieden und so soll es bitte auch bleiben. Das sagt doch aber noch nichts über den Wert eines Menschen aus.
        Man kann doch verschieden und trotzdem gleichwertig sein.
        Gleichwertig und gleich ist doch nicht das gleiche.

        • Warum ist Ihnen die Gleichwertigkeit so wichtig und wie denken Sie, kann man Menschen wie mir vorschreiben, dass sie alle als gleichwertig anzusehen haben? Ich kann keinerlei Wertgleichheit zwischen einem Jugendlichen, der eine Applikation entwickelt und einem Jugendlichen, der sich durch das Quälen eines Hundes hervortut, ausmachen. Sie?

          • Ich möchte Ihnen keinesfalls irgendetwas vorschreiben. Solange ich keinen Nachteil davon habe, können Sie von mir aus tun und lassen was und wie Ihnen beliebt.
            Warum mir die Gleichwertigkeit so wichtig ist?
            Weil ich daran glaube, dass alle Menschen Brüder sind und daran, dass niemand das Recht hat, einen anderen zu be- oder verurteilen oder ihn zu bewerten.
            Sie können nicht mit Sicherheit wissen, was in dem Kopf eines anderen Menschen vorgeht und auch nicht, warum.
            Zu den beiden Jugendlichen:
            Wenn jemand etwas offensichtlich böses tut, bedeutet das für mich nicht, dass er weniger Wert ist. Niemand ist perfekt und jeder von uns macht Fehler. Sie wissen nicht, was den einen Jugendlichen dazu gebracht hat, einen Hund zu quälen. Ich denke, man kann aber davon ausgehen, dass dieser Jugendliche kein glückliches und erfülltes Leben führt.
            Vielleicht erfindet er aber ein paar Jahre später etwas, das die Menschheit einen großen Schritt voran bringt?
            Mein Urgroßvater war ein fleissiger und pflichtbewusster preußischer Beamter, der jeden Morgen die Hunde verprügelt hat. Wie wollen Sie so einen Menschen bewerten? Und warum überhaupt?

            • Ich habe auch kein Interesse daran zu wissen, was im Kopf anderer vor sich geht. Ich kann aber sehr wohl Menschen nach ihren Handlungen beurteilen und dieses Recht nehme ich mir. Und ausgehend von diesem Urteil bewerte ich Menschen und weil ich das tue, komme ich zuweilen zu dem Urteil, dass es Zeitgenossen gibt, bei denen man leider feststellen muss, dass jedes Tier, dessen Leichenteile sie im Laufe ihres Daseins in sich gestopft haben, vermutilch mehr Wert hatte als diese unbewussten Vegetationsformen, die Sie für gleichwertig halten. Ich teile nicht ihre Hoffnung darauf, dass uns die Wissenschaft mit einem Stoff beglücken wird, der aus einem Mörder, der nichts taugt, einen heiligen Altruisten macht, aber sicher kann man sich den Geist so benebeln, dass man letztlich glaubt, alle Menschen hätten denselben Wert.

              Im übrigen wäre es jetzt an der Zeit, dass Sie uns mitteilen worin der Wert ihrer Brüder besteht und für wen dieser Wert besteht und wieso sie nur Menschen als Brüder haben…

            • @steuerboykott

              „Wenn jemand etwas offensichtlich böses tut, bedeutet das für mich nicht, dass er weniger Wert ist. Niemand ist perfekt und jeder von uns macht Fehler. Sie wissen nicht, was den einen Jugendlichen dazu gebracht hat, einen Hund zu quälen. Ich denke, man kann aber davon ausgehen, dass dieser Jugendliche kein glückliches und erfülltes Leben führt.
              Vielleicht erfindet er aber ein paar Jahre später etwas, das die Menschheit einen großen Schritt voran bringt?“

              Und? Was nutzt es denn dem toten Hund – oder dem toten Menschen … – ,wenn sein Quäler und Mörder später etwas erfindet, was die Menschheit später in irgendeinem Sinn voranbringt? Und dann müsste man erst einmal klären, was die Menschheit voranbringt und was nicht, denn darüber wird auch nicht so einfach Übereinstimmung herzustellen sein.

              Sind Sie im Ernst der Meinung, dass die Tatsache, dass ich jemandem im nächsten Monat Blumen zum Geburtstag schenke, rechtfertigt, ihn heute auszunutzen, ihn als Sorgenonkel oder Bezahlmann zu missbrauchen?

              Und glauben Sie, dass man Übergriffe bis hin zum Quälen und Mord nicht weiter bestrafen muss, weil der Täter „kein glückliches und erfülltes Leben führt“?

              Ich kann nicht glauben, dass Sie sich das richtig überlegt haben, was Sie da schreiben.

              Oder vielleicht sind Sie einfach noch jung und haben keine rechte Vorstellung davon, wie sinnlos böse sich Menschen verhalten können – und es häufig auch tun. Das meine ich nicht despektierlich oder bemutternd; ich schreibe es, weil ich einen solchen Prozess des Nüchterner-Werdens aufgrund von zunehmener Lebenserfahrung selbst durchlaufen habe, so dass es mir als reale Möglichkeit plausibel vorkommt.

              Warum sollten alle Menschen Ihre „Brüder“ sein, und nicht alle Lebewesen?

              Und vielleicht haben alle Menschen das Potenzial, Brüder füreinander zu sein, aber nicht alle verhalten sich entsprechend ihrem Potenzial, entwickeln es nicht, wollen es vielleicht gar nicht. Sehen Sie einen Unterschied zwischen diesen und anderen Menschen?

              Und wie wollen Sie begründen, dass die Intention einer Handlung (oder die Abwesenheit einer solchen) die Handlung als solche oder deren Folgen irgendwie verändert? Darüber gibt es eine lange Diskussion in der Moralphilosophie (Stichwort: Konsequentialismus), und die Frage ist keineswegs durch Mehrheitsvotum auch nur zeitweise „geklärt“. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch; ich persönlich bin der Auffassung, dass Intentionen gewürdigt werden müssen, aber dies muss im Verhältnis zur Schwere der Folgen der Handlung geschehen, und es gibt Handlungen, die m.E. durch keine Intentionen rechtfertigbar sind. Was, glauben Sie, war die Intention der Jugendlichen in dem von mir beschrieben Fall, das Tier, das ihnen überhaupt nichts getan hat, zu quälen und nach mehreren Stunden Quälerei als tot in den Müll zu geben, wo es jemand, der zufällig vorbei kam, herausgeholt und zum Tierarzt gebracht hat. Sehen Sie einen Unterschied zwischen den Jugendlichen und diesem Menschen?

              Der Hund ist heute entgegen aller Wahrscheinlichkeiten wieder ganz gut hergestellt, und seine Besitzer sind überglücklich. Glauben Sie, die Besitzer des Hundes sollten abwinken und sagen: naja, die Jugendlichen leben bestimmt kein erfülltes Leben? Würden Sie das tun oder tun können? Wer weiß, vielleicht könnten Sie über sich hinauswachsen und ein so hohes Maß an Verzeihen aufbringen. Aber würden Sie es als allgemeine Regel sehen wollen, dass man ruhig andere Lebewesen quälen kann, weil gefälligst jeder auch Quälerei und Mord zu verzeihen hat? Mit welchem Recht würden Sie das anderen Lebewesen auferlegen wollen?

              Das alles sind wichtige und schwierige Fragen, und gerade deshalb ist es viel zu einfach und billig (weil vordergründig „gut“, zumindest politisch korrekt), wenn man umstandslos und von oben herab verkündet, alle Menschen seien gleichwertig.

        • Aus irgendeinem, mir nicht verständlichen Grund, heiße ich jetzt nicht mehr Dirk, sondern steuerboykott…?

        • @steuerboykott

          „Ja, Menschen sind nicht gleich, sondern verschieden und so soll es bitte auch bleiben. Das sagt doch aber noch nichts über den Wert eines Menschen aus.
          Man kann doch verschieden und trotzdem gleichwertig sein.
          Gleichwertig und gleich ist doch nicht das gleiche.“

          Genau! Deshalb muss man, wenn man das Postulat „Alle Menschen sind gleichwertig“ als Wahrheit verkünden will, eine BEGRÜNDUNG dafür anführen und angeben, was GENAU damit gemeint sein soll, denn Wertigkeit bezieht sich ja immer auf jemanden oder etwas, für den etwas wertig sein kann oder soll.

          Und vor allem muss man, wenn man verkünden will, dass alle Menschen gleichwertig sind, den logischen Widerspruch lösen, nach dem, dann, wenn das wirklich zutrifft, niemand das Recht hat, solche Allgemeinaussagen über die Köpfe anderer Menschen hinweg zu machen, denn niemand hat ja einen höheren Wert als jemand anders, und deshalb kann seine persönliche Auffassung, z.B. über die Gleichwertigkeit aller Menschen, keine größere Autorität beanspruchen als die persönliche Auffassung von irgendjemand anders, z.B. die Auffassung, dass nicht alle Menschen gleichwertig seien.

          Ich denke, wir kämen einen gehörigen Schritt weiter, wenn man das abstakte Geschwurbel von der Gleichwertigkeit aller Menschen auf die Ebene der konkreten Realität holen würde und die Wertigkeit des Verhaltens von Menschen in den Blick nehmen würde. Und ich glaube, auch Sie würden diesbezüglich durchaus unterschiedliche Wertigkeiten sehen. Für mich jedenfalls ist jemand, der einer herrenlose Katze Futter und ein warmes Plätzchen anbietet, von deutlich höherer Wertigkeit als jemand, der eine Katze, die gerade seinen Weg kreuzt, mit Drogen füttert,ihr das Fell anzündet, ihr die Knochen bricht und als tot auf den Müllhaufen räumt (das ist kürzlich einem Hund tatsächlich passiert).

          Ich sehe mich als Mensch außerstande, Handlungen von Menschen nicht unterschiedlich zu bewerten, und wenn der Wert eines Menschen irgendetwas bedeuten kann, dann doch sicherlich, welcher Qualität seine Handlungen während seiner Lebenszeit sind/waren.

          Wenn Sie auf einem irgendwie absoluten Wert von Menschen beharren wollten, dann müsste ich passen. Ich bin nicht Gott oder sonst irgendeine den Menschen übergeordnete Instanz. Aber dann ist die Frage nach der Gleichwertigkeit der Menschen auch inhaltsleer und praktisch irrelevant.

          Relevant wird das Ganze, wenn wir den Wert eines Menschen als Qualität seiner Handlungen betrachten, und ich bin sicher, dass nur sehr, sehr wenige Menschen keinerlei Unterschied zwischen allen möglichen Handlungen von Menschen sehen, sicherlich auch Sie nicht!?

  13. Bernd sagt:

    Hat ein alter Mensch, der auf eine große Lebensleistung zurückblicken kann, einen höheren Wert wie ein Säugling? Hat ein altes Auto, das hunderttausende Kilometer zuverlässig fuhr, den gleichen Wert wie ein Neuwagen?
    Natürlich sollte der alte Mensch für seine Lebensleistung honoriert werden, für die Gesellschaft ist der Säugling aber wichtiger. Und eine Lebensleistung lässt sich nicht am verdienten Geld messen. Der Handwerker oder Bauer, der notwendige Produkte erzeugt hat, hat eine höhere Lebensleistung vollbracht wie der Makler, Versicherungsvertreter oder Zuhälter, die ein vielfaches an Geldvermögen erwirtschaftet haben.

    • Ein hervorragendes Beispiel für einen falschen Analogieschluss. Der Nebeneffekt Ihres Sophismus besteht übrigens darin, dass Sie als Gebrauchtwagen kaum noch Wert haben und die Straße für den nächsten Säugling freigeben sollten – in der Hoffnung, dass der Säugling schon selbständig fahren kann.

      • Bernd sagt:

        Ich habe nirgends geschrieben, dass der Säugling auf der Autobahn herumrasen soll.
        Unsere Gesellschaft lebt nicht von Menschen, die ihre Lebensleistung vollbracht haben, sondern von denen, die ihre Lebensleistung noch erbringen wollen und müssen. Ansonsten wäre es um unsere Gesellschaft ja bestens bestellt, da wir einen besonders hohen Anteil an Menschen haben, die ihre Lebensleistung schon erbracht haben, und besonders wenig von denen, die ihre Lebensleistung noch erbringen wollen und müssen.
        Wir geben zu viel Geld für Seniorenheime (nicht für Senioren) aus und investieren zu wenig in die nächste Generation. Als Landwitrt würdest du sicher auch mehr Geld in die Jungtiere investieren als in das Gnadenbrot für die altgedienten Nutztiere, ansonsten wird dein Betrieb nicht lange existieren.
        (Ich gehöre selber zu denen, die in wenigen Jahren das Rentenalter erreichen werden.)

        • „Unsere Gesellschaft lebt nicht von Menschen, die ihre Lebensleistung vollbracht haben, sondern von denen, die ihre Lebensleistung noch erbringen wollen und müssen.“

          Das ist das Bonmot des Tages. Dann rufen wir jetzt alle, die arbeiten, dazu auf, die Arbeit Arbeit sein und denen zu überlassen, die ihrre Lebensleistung noch erbringen wollen und müssen, denn von denen, nicht etwa von den Steuerzahlern lebt die Gesellschaft.

          Im Übrigen haben Sie Unrecht: Wir geben zu wenig Geld für Seniorenheime aus und investieren viel zu viel in die nächsten Nutztiere, um in Ihrer Diktion zu bleiben. Haben Sie schon einmal ein Seniorenheim von innen gesehen, in dem drei Männer sich EIN Zimmer teilen, um dann, wenn sie nicht mehr krabbeln können, in ihrem Bett vor sich hinzusiechen und darauf zu hoffen, dass sie in den nächsten Stunden von den eigenen Exkrementen befreit werden? Sie erreichen bald das Rentenalter. Ich hoffe, das Schicksal von vielen, die in den zu stark finanzierten Seniorenheimen leben, bleibt ihnen erspart – nein, eigentlich hoffe ich das nicht.

          • corvusalbusberlin sagt:

            Nein, dieser Herr Bernd hat sicherlich noch kein Seniorenpflegeheim von innen gesehen.
            Ich empfehle ihm, mit Herrn Claus Fussek Kontakt aufzunehmen.

            Ich hoffe diesem Herrn, dass er sehr, sehr alt wird und , wenn er kein Geld mehr hat, hier sein Alter zu finanzieren, nach Afrika in ein Ghetto abgeschoben wird, wie es in einem Zukunftsfilm gezeigt wurde, wie man 2030 mit den „Alten “ verfahren wird.
            Wahrscheinlich wird dieses „Abschiebeverfahren “ weit früher eintreten.

            Das ist jetzt richtig böse, ich weiß. Aber ein Mensch der so etwas schreibt, kann keinerlei Empathie erwarten.

            Leider finde ich diesen Film nicht mehr im Internet, aber ich habe ihn vor Jahren gesehen, als er gesendet wurde. Irgendwo muss man in auftreiben können.
            Ich werde mal verschiede Sender anrufen.

            Ich vertrage ja viel, aber mir ist einfach schlecht geworden.

            • corvusalbusberlin sagt:

              Nachtrag: Der Film könnte „Aufstand der Alten“ heißen. Ein Dokumentarfilm in drei Teilen. Aber ich mache mich noch schlau.

                • corvusalbusberlin sagt:

                  Sehr geehrte Frau Dr. Diefenbach – Wenn mein Körper noch so top fit würde , wie meine Gehirnzellen, hätte ich keine Probleme. Der Film heißt wirklich „Aufstand der Alten 2030“
                  von 2007. Ich weiss nicht, ob Sie bei Amazon kaufen. Da gibt es ihn in 2 DVD für ca. 49,00€.

                  Wie Sie das von Wales machen, weiß ich nicht. Viele Grüße

                  urlhttps://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&sqi=2&ved=0ahUKEwiUiY2fw4nLAhXGMhoKHaWUD_sQFggfMAA&url=https%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2F2030_%25E2%2580%2593_Aufstand_der_Alten&usg=AFQjCNFmAXbby4Ea6IKC8gFANETp83mKoQ&bvm=bv.114733917,d.bGQ/url

                  Ich hoffe, dass die Weide bei Ihnen ankommt.

                  • @corvusalberlin

                    Vielen Dank für die Information, und ich beglückwünsche Sie zu Ihren top fitten Gehirnzellen!

                    Ich bin wirklich neugierig auf diesen Film und werde ihn mir besorgen, obwohl das, was Sie schreiben ja nicht gerade nach leichter Kost klingt. Am besten wird sein, ich schaue den Film nicht allein an, und wir warten einen Abend ab, an dem wir uns vergleichsweise besonder psychologisch stabil fühlen. Ja, solche kleinen Arrangements helfen im täglichen Leben, seine mentale Gesundheit zu erhalten, jedenfalls mir.

                    Die Bestellung des Films von Wales aus sollte überhaupt kein Problem sein. Ich bestelle lieber von amazon.co.uk aus, ist ja klar, aber wenn ich dort etwas nicht bekommen kann, dann bestelle ich es eben von amazon.de aus.

                    Meistens kann das Bestellte ins Vereinigte Königreich geliefert werden, und wenn nicht, hilft oft eine nette e-mail an den Händler; nicht immer, aber meistens.
                    Viele Leute sind immer noch nett und kooperativ und verständnisvoll – so gar keine Wutbürger🙂

                    Also nochmals herzlichen Dank!

                    • corvusalbusberlin sagt:

                      Ich kann Ihnen nur aus der Erinnerung sagen, mich hat dieser Film regelrecht geschüttelt. Sonst hätte er sich wahrscheinlich auch nicht so in mein Gedächtnis gefressen.
                      Ein Film, der Ihnen nur „plaisir“ bieten wird, ist: „Nigth on earth.“
                      Aber ich schätze, den kennen Sie. Müsste man sich öfter ansehen, denn er ist sehr „hintergründig“ Ein wunderbarer Film.

                      Wie Sie schon schreiben, suchen Sie sich für die“ Alten“einen „stabilen Tag“ aus. Ja – und nicht alleine. Das ist eine gute Idee.

        • @Bernd

          das Wohlstandsniveau, auf dem eine Gesellschaft an einem Tag X lebt, ist ein Ergebnis der Lebensleistung der Menschen, die an diesem Tag alt sind und nicht mehr arbeiten oder noch arbeiten, aber dem Rentenalter entgegengehen wie Sie.

          Er ist zu einem erheblich geringeren Teil das Ergebnis der Aktivitäten all derer, die jung sind und nichts oder nicht viel zum Wohlstand beigetragen haben, sondern in die – im Gegenteil- von der leistenden Bevölkerung investiert worden ist, in der Hoffnung, dass sich die getätigte Investition einmal lohnt, was aber keineswegs als gesichert betrachtet werden kann.

          Es ist daher nur recht und billig, dass sich eine Gesellschaft zuallererst um diejenigen kümmert, der sie ihren Wohlstand am Tag X zu verdanken hat; das ist eine Frage der Gerechtigkeit, aber auch der Empathie. So betrachtet müsste das Gnadenbrot für diejenigen, die man (aus-)genutzt hat, Priorität haben vor Investitionen in neue, sozusagen unsichere Kandidaten.

          Weil das Gnadenbrot nur aufbringen kann, wer neue, wenn auch unsichere, Investitionen tätigt, ist schon klar, dass solche Investitionen notwendig sind, und niemand sagt, sie sollen unterbleiben, aber die Wertigkeit der „Alttiere“, und um diese geht es hier ja, ist aufgrund des Kriteriums „nachweislich erbrachte Leistung zum Wohlstand der Allgemeinheit“ definitiv höher als die Wertigkeit der Jungtiere.

          Bestreitet man das und investiert vor allem und systematisch in die Jungen, während Alte kurzgehalten werden, wie das derzeit in unserer Gesellschaft der Fall ist, dann übersieht man, dass die Jungen einmal alt werden und sehen, dass man als Alter, wenn man 40 Jahre gearbeitet hat, keinerlei Nutzen oder Anerkennung daraus zieht.

          Ergo: wer jung ist und nicht völlig dumm, hat keinen Anreiz, für die Allgemeinheit zu arbeiten, die ihm später seine Anstrengungen sowieso nicht in nennenswerter Weise dankt, sondern ihn weder ja, sagen wir es ruhig: ehrt noch materiell anerkennt. Er stellt sich besser, wenn er nichts leistet, sondern von möglichst vielen Transferleistungen profitiert, also mehr aus dem System herausnimmt als einzahlt.

          Das ist das Ende des Wohlstands für eine Gesellschaft. Und deshalb ist es sehr wichtig, dass eine Gesellschaft, die ihren Wohlstand erhalten will, geschweige denn: erhöhen will, ihre „Alten“ sozusagen auf Händen trägt, anstatt sie finanziell kurz zu halten und kaserniert der systematischen Vernachlässigung preiszugeben. Ich kann nur hoffen, dass Ihnen (und mir und jedem Menschen ) das erspart bleibt.

          • Brigitte sagt:

            Guten Morgen liebe Frau Dr. Diefenbach,

            Diesen Kommentar sollte man ausdrucken, laminieren und an sämtliche schwarzen Bretter aller Unis, Banken + Zockeranstalten, Krankenhäuser, Seniorenheime, Versicherungen nageln. Und da wäre ich jetzt sicherlich noch lange nicht am Ende in der Aufzählung.
            Ich kämpfe täglich um meine innere Überzeugung meinen Schwiegereltern, die Ehre und Respekt verdienen, auch den entsprechenden Dank zukommen zu lassen.
            Die eigenen Eltern haben diese Welt schon hinter sich gelassen.
            Zunehmend schwer fällt einem diese Wertschätzung unkritisch zu leben, da ich als „Mittendrin-Generation“ mehr und mehr das Gefühl nicht loswerde, einerseits die schönste Zeit hier auf Erden erlebt zu haben, andererseits auch mit gewaltiger Geschwindigkeit auf das Ende der schönen Zeiten zu zu rasen.
            Und da fängt auch bei mir der Egoismus an zu nagen und der Gedanke sich noch ein möglichst großes Stück vom Kuchen „retten“ oder „sichern“ zu wollen.
            Ich sehe mich unter vielen anderen Eltern auch als schuldig, der nachfolgenden Generation den nötigen Respekt nicht vermittelt zu haben.
            Naja – bei den eigenen Kindern scheint es annähernd geklappt zu haben – kann aber auch noch nicht nachgeprüft werden, denn noch sind wir fleißigen Älteren diejenigen, von denen die Kids immer noch mehr profitieren als anders rum. Sei es als Bauhelfer, als Renovierer, Oma-Vertretungserzieherin, Schenker, Essenseinlader etc….
            Schuldig, weil wir den „Kindern“ seit Geburt (z.B. wir seit 28 Jahren) helfen, ein besseres Leben finanzieren, als sie bisher für sich selber erwirtschaften könnten.
            Schuldig, weil wir nun nicht unsere erreichte Lebensleistung für uns auf die hohe Kante legen, sondern weiter mit vollem Einsatz für die nachfolgenden Generationen investieren.
            UND ebenso der vorausgehenden Generation unsere Hilfe schulden.
            Selbst haben wir und da in einen Helferstatus manövriert, der sicherlich auf Dauer ungesund ist. Zumindest wirft unser Verhalten die eine oder andere Frage auf, wer uns später mal hilft, sollte uns das Geld ausgehen.
            Davon abgeleitet hat sicherlich schon mancher den egoistischen Weg gewählt und zumindest der älteren Generation den „Wert“ abgesprochen und sie wider besseren Wissens ins Heim abgeschoben oder sonstwie vernachlässigt.
            Sollte der Tag kommen, an dem wir Hilfe brauchen, gibt es vielleicht auch schon die Möglichkeit der selbst gewählten Sterbehilfe – was evtl. die besser Wahl ist, als in einem der Seniorenheime dahin zu siechen.
            Ich persönlich glaube, das Ende des Wohlstands ist bereits eingeläutet.
            Die in Ihrem zweitletzten Absatz unter „ERGO“ verfasste WAHRHEIT ist bereits Realität und wird vom Politikherrscher- und Gleichmacher-Verbrechertum genährt und gestützt.
            Heut meint der Lehrling wertiger zu sein als der Meister, der frisch zu Ende studierte „Master“ drückt den verdienten Abteilungsleiter aus dem Job, der vielleicht sogar ohne Abi und Studium einer Firma zu Wert und Ansehen verhalf – einfach nur durch Einsatz von gesundem Menschenverstand und Achtung gegenüber der verschiedenen Wertigkeiten von Menschen und daraus erfolgter bestmöglicher Einsatzverteilung seiner „Schützlinge“
            Heute bekommt nicht mehr „der Beste“ (absolut in Wertigkeit gemessen) den Job, sondern der mit den besten Noten, der größten Klappe oder meisten VitaminB.
            Diese Entwicklung ist unmenschlich.
            Nicht die Einteilung in „wertiger“ als andere.
            Zumal die Besserwisser ja antreten und verkünden die neue Weltordnung
            käme OHNE WERTIGKEITEN aus – wie lächerlich und dumm, da sie ja genau damit, dass sie sich im Recht wähnen, meinen eine neue Einteilung vornehmen zu können und damit egositisch zum eigenen Vorteil „bewerten“ und nicht nach gottgegebenem Empfinden und menschlicher Intuition.
            Meine Meinung:
            Die Einteilung in eine Wertigkeits-Skala ist eine vom Instinkt geleitete Fähigkeit die man nutzen könnte um die Menschen in der Evolution weiter zu bringen.
            Leider braucht es dafür Rückgrat und Ehrlichkeit.
            Rückgrat hat man uns als Strafe für die unsägliche NS-Zeit abdressiert.
            Nun versuchen die „Gutmenschen“ aus der Generation 68 und ihre verhunzte Kinderschar ihre Sicht der Welt aufzuzwingen.
            Logisch, dass die eine Gleichwertigkeit wollen – denn wäre es anders, müssten 3/4 von denen ihr Amt abgeben und Straßenkehrer oder ähnliches werden.
            Allerdings glaube ich, wäre auch das wieder unmenschlich, den Straßenkehrern gegenüber, die ihrem gesunden Instinkt folgend, sich diesen ehrenwerten Beruf ausgesucht haben, weil sie den Beruf ergriffen haben, der ihren Möglichkeiten entsprach. Sicherlich nicht immer freiwillig.
            Aber sie legen sich nicht ins soziale Netz und lassen sich aushalten.

            Wie gesagt – ich glaube die Spezies, die anderen aufzwingen will, was „Wertigkeit“ ist oder sein sollte, sollte man zusammensperren und an sich selbst testen lassen, ob ihre Weltsicht noch Bestand hätte, wenn sie ihr täglich Brot durch ehrliche Arbeit verdienen müssten.
            Keine Ahnung wer denen das Gehirn gewaschen hat, die „Lebensleistung“ in Stücke zerhacken und „nur“ am verdienten Geld aufgehängt, negieren…
            Wenn man „nur“ verdientes Geld dafür hernähme, müsste man mal genau nachrechnen, ob sich aus dem Topf der Steuergelder bezahlter „Verdienst“ überhaupt anrechnen lassen kann.
            So gesehen, sind auch viele der Bauern nur noch subventionsgesteuerte Staatsdiener.
            Wenn ich der Meinung bin, der Bauer hätte mehr verdient an Wertigkeit, ist es mir doch unbenommen, die vielen Hofläden zu nutzen und dort sogar beim Einkauf noch ein sattes Trinkgeld zu hinterlassen?
            Dem Bauern selbst ist es doch frei gestellt seine Wertigkeit weit über der eines Arztes anzusiedeln, der vielleicht nur studiert hat um zahlenden Promis die Lippen aufzuspritzen…..
            Wer die Wertigkeiten nicht sehen will, ist vermutlich mit der eigenen Lebensleistung und dadurch „gefühlte Wertigkeit“ unzufrieden, besitzt aber genügend niedere Instinkte um das nicht sich selbst anzulasten, sondern der Gesellschaft.

            viele Grüße und nochmals großen Dank an Frau Dr. Diefenbach und ihre Mitstreiter für die grandiosen Beiträge.

            • ichbin sagt:

              @Brigitte

              „Meine Meinung:
              Die Einteilung in eine Wertigkeits-Skala ist eine vom Instinkt geleitete Fähigkeit die man nutzen könnte um die Menschen in der Evolution weiter zu bringen.“

              Gut dass es deine Meinung ist. Dennoch existiert eine Wertigkeits Skala nur über den Geldbeutel und über die Annahme dass ein anderes Bildungs Niveau einen Menschen über den anderen erheben könnte. Dem ist natürlich nicht so. Die „Wertigkeit“ bestimmt allein die Gewalt die jemand über einen anderen ausübt und eher nicht der Altruistische Gedanke.

              Der eine Religionsfanatiker hält sich für wertvoller als der andere Religionsfanatiker – wer hat „Recht“ ? Wer ist dabei mit seiner Ansicht sich Evolutionär zu erhöhen über den anderen ?
              keiner von beiden. Denn beide sind einer Imagination zum Opfer gefallen welche sich in tieferen Hirnschichten abspielt, von der niemand Kenntnis hat und zu der er auch keinen Zugang hat.

              Letztlich wird derjenige der die Bombe hat gewinnen und darauf seine Überlegene Wertigkeit ableiten um sie dem anderen, dem mit der scheinbar geringeren Wertigkeit zu Oktroyieren.

              Hier wird meiner Anicht nach der Wert des Menschen, welcher gleich dem aller Menschen ist, mit seinem tun verwechselt. Aber das tun eines Menschen, ist nicht gleich seinem Träger. Denn dann könnte man ja auch sagen: Form gleich Funktion. Ich glaube aber nicht dass es so einfach ist wie etwa in der Architektur. Denn der Mensch ist ja doch wohl ein Komplexeres Wesen als so ein Haus, oder nicht ?

              „…den Straßenkehrern gegenüber, die ihrem gesunden Instinkt folgend, sich diesen ehrenwerten Beruf ausgesucht haben,…“

              Naklar…und ganz sicher kann man dass auf absolut alle Strassenkehrer der ganzen Welt übertragen. Denn der Strassenkehrer in Bolivien wollte zwar, ganz nach seinem Intellekt, Mentalen Fähigkeiten, nur Raketentechniker werden, aber schlau wie er ist und seinem Instinkt folgend hat er prompt wie Mussolini erkannt:“Die Welt wartet auf mich“ (Als Strassenkehrer) Hätte doch mal der Musslolini seine Wahre Bestimmung erkannt, aber nein dann besser doch nicht.

              Grössenwahn nennt man dass wohl wenn ich nicht irre.

              Aber beim Strassenkehrer handelt es sich natürlich um einen „Gesunden Instinkt“…natürlich, was auch sonst ^^

              „…ich glaube die Spezies, die anderen aufzwingen will, was “Wertigkeit” ist oder sein sollte,…“

              Diese Spezies nennt man allgemein „Homo Sapiens“…und ich denke mal dass alle die hier, doer sonstwo, Schreiben dieser Spezies angehören. Und das was man anderen aufzwingen will, oder sogar muss, dass nimmt man für gewöhnlich manchmal selbst gar nicht wahr. Denn man muss schon ein wirklich erfahrener Selbstbeleuchter sein um zu erkennen wann man jemandem etwas aufzwingt. Die eigenen Kinder dienen da schon ganz gern als Versuchsobjekt. In welcher Richtung auch immer.

              „…sollte man zusammensperren und an sich selbst testen lassen,…“

              Tja…da müsste man eben gucken, falls man kann, ob nicht auch mal der Balken im eigenen Auge den Selbst – Test inklusive zusammensperren verhindert ^^

              „Dem Bauern selbst ist es doch frei gestellt seine Wertigkeit weit über der eines Arztes anzusiedeln,…“

              Und der Bauer macht das wie genau ? Klar kann er sich mit Feingeistiger Lektüre beschäftigen, sich weiterbilden, Physik Studieren wenn er eigentlich vor Erschöpfung Schlafen müsste und dann am Morgen ihm, wegen Konzentrazionsprobleme aufgrund mangelndem Schlaf, das Kälbchen in denSchredder läuft.

              Jeder Mensch hat, wegen seinem Inhärenten Menschsein an sich, den gleichen Wert wie ein beliebiger anderer Mensch. Ein (sein) tun, mag von unterschiedlichen Menschen auch als unterschiedlich wertvoll wahrgenommen werden. Ein Rabbi mag in seiner Gemeinde als Wertvoll empfunden werden, aber wenn er sich als Auserwählter über alle anderen Menschheiten stellt…welchen Wert hat er dann für die Rest – Menschhheit trotzdem er an sich den gleichen Wert wie alle anderen hat ?

              Alles ist beliebig, nichts ist – weil alles fliesst. Ein „Wert“ verändert sich nach Faktenlage die mit der Bombe, oder dem Schleier, geschaffen wird.

    • „… für die Gesellschaft ist der Säugling aber wichtiger. “

      Warum? Der Säugling hat noch keinerlei Beitrag zum Wohlergehen von irgendjemandem erbracht (im Gegenteil), und inwieweit er das jemals tun wird, ist vollständig unbekannt.

      Aber mit Ihrem Kommentar werfen Sie genau die Fragen auf, um die es eigentlich geht:

      Wie sinnvoll ist es denn, ein bedeutungsschwer daherkommendes, aber tatsächlich völlig inhaltsleeeres Postulat wie das von der Gleichwertigkeit aller Menschen zu verkünden, wenn – wie immer – die Schwierigkeit im Detail und in den praktischen Konsequenzen der großartigen Verkündigungen liegt?

      Wenn man schon meint, von politischer Seite solche Verkündigungen tun zu müssen (von Philosophen würde ich das vielleicht akzeptieren, wenn es gut argumentiert ist, aber sicherlich nicht von Leuten, die in der entsprechenden Frage und vor allem im korrekten Argumentieren mit großer Wahrscheinlichkeit unqualifiziert sind), dann ist es nicht mehr als recht und billig, wenn man in der Bevölkerung diskutiert, was das bedeuten kann bzw. warum es in wichtigen Hinsichten falsch ist, das zu behaupten, oder!?

  14. B. Traven sagt:

    “Ein marxistisches System erkennt man daran, dass es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert”
    Alexander Solschenizyn
    Dieses Zitat scheint mir passend zu beschreiben, wie die regierenden Parteien mittlerweile agieren.

  15. Wolf-Dieter sagt:

    Der Begriff „Wert“ ist auf Waren anwendbar, auf Menschen seit Abschaffung der Sklaverei nicht mehr, da seitdem keine handelbare Ware.

    Anwendbar ist der Begriff „berechtigt“, der sich ausschließlich auf Menschen, nicht auf Dinge, bezieht.

    Und gleichberechtigt sind beispielsweise Zschäpe und Künast durchaus. Sie unterscheiden sich nur im Grad der Schuld, der bei Zschäpe bis Urteil noch nicht fest steht.

    • @Wolf-Dieter

      „Der Begriff “Wert” ist auf Waren anwendbar, …“

      Aha. Wieso das denn?

      Anscheinend wird er de facto von vielen Leuten auf Anderes angewendet.

      Ihr Postulat ist unbegündet und nur insofern von Wert als es einmal mehr zeigt, dass eine Diskussion eben notwendig ist, wenn man von Wertigkeiten sprechen will, und unser Text will diese Diskussion initiieren bzw. sich an ihr beteiligen.

      • Wolf-Dieter sagt:

        @Dr. habil. Heike Diefenbach – der Duden teilt meine Meinung:

        1.a) einer Sache innewohnende Qualität, aufgrund deren sie in einem gewissen Maße begehrenswert ist [und sich verkaufen, vermarkten lässt]
        1.b) (marxistisch) in einer Ware vergegenständlichte, als Tauschwert erscheinende gesellschaftliche Arbeit, deren Maß die gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit ist
        1. Dinge, Gegenstände von großem Wert, die zum persönlichen oder allgemeinen Besitz gehören
        (…)

        http://www.duden.de/rechtschreibung/Wert

        Umgangssprachlich spricht man gelegentlich durchaus von „wertvollen Menschen“ oder von „wertlosen Subjekten“, aber im soziokulturellen Umfeld, in dem ich mich wohlfühle, ist es regelrecht verpönt, einem Menschen Wert zuzuordnen.

        Ich freue mich auf eine interessante Diskussion!

        • Wenn ich mich richtig erinnere, schlägt der Duden Begriffsdefinitionen vor. Insofern kann er wohl kaum als Stütze einer Meinung herangezogen werden… Wenn Sie ScienceFiles regelmäßig lesen, werden Sie sicher wissen, dass wir uns den Luxus gönnen, selbst zu denken. Insofern sehe ich nicht ganz, was dieser Kommentar für ein Beitrag sein soll…

          • Wolf-Dieter sagt:

            Ich habe bewusst formuliert: er teilt meine Meinung. Man kann die Autorität des Duden gerne in Zweifel ziehen; jedoch besteht eine gewisse Gefahr, in Beliebigkeit zu verfallen.

            • Ich fürchte, der Duden teilt nicht ihre Meinung oder haben Sie Ihre Meinung an den Duden zur Veröffentilchung weitergereicht?

            • … Das würde dann wohl bedeuten, dass es keinerlei wissenschaftliche Konzeptentwicklung mehr gibt, keine philosophischen Diskussionen über Begriffe und Konzepte, kein individueller Sprachgebrauch, in dem individuelle Sinnstiftungsprozesse zum Ausdruck kommen …. Es bleibt die Standardisierung und Reglementierung auch noch des letzten Ausdrucks menschlicher Betätigung und das Einfrieren jeder Diskussion im Begriffs-Status quo.

              Willkommen in der der schönen neuen, sterilen, toten Welt! Angesichts dieser Dystopie wäre sogar Orwell blass geworden!

              P.S. Man kann die Autorität des Duden nicht in Zweifel ziehen, und zwar deshalb nicht, weil er keinerlei Autorität hat. Es gibt Leute, die mangels eigener Kreativität und Denkkraft gerne dem dort Vorgegebenen folgen wollen, aber das ist auch alles. Wie kommen Sie auf die Idee, etwas oder jemand hätte „Autorität“ über die sprachlichen Äußerungen von Menschen? Ich weiß nicht, ob ich das eher absurd oder eher erschreckend finde.

        • @Wolf-Dieter

          Welche Diskussion wollen Sie denn mit mir führen?

          Sie wollen ja wohl nicht ernsthaft mit mir darüber diskutieren, ob der Duden so eine Art Bibel ist, die man unbedingt glauben muss. Und falls Sie das wollten, muss ich gleich passen: ich bin diesbezüglich keine Gläubige und schreibe Mißstand immer noch so: Mißstand!

          Sie erwarten ja wohl auch nicht im Ernst, dass sich wissenschaftliche oder philosophische Begriffsbildung im Duden erschöpft oder dort abbildet.

          Und dass das “ soziokulturelle Umfeld, in dem [Sie] [s]ich wohlfühlen“, für irgendjemanden Relevanz haben sollte, anscheinend nur, weil Sie sich dort wohlfühlen, verstehe ich auch nicht. Mein Tipp; Versuchen Sie es einmal mit einem anderen „soziokulturellen Umfeld“, das weniger einer geschlossenen Anstalt und einer totalen Institution gleicht, die Sprach- und Gehirnkontrolle ausübt, und kosten Sie davon, wie es ist, LEBENDIG zu sein!

          Also – ich kann mir Ihren Kommentar nur so rationalisieren, dass Sie einen Witz machen wollten.

          • Wolf-Dieter sagt:

            Ich bezog mich auf Ihre Stelle „dass eine Diskussion eben notwendig ist“. Ich erwarte nichts von Ihnen.

            Der Duden ist natürlich keine Bibel, aber für Alltagsbegriffe wie „Wert“ liefert er bündige Definitionen, die allgemein anerkannt und verwendet werden. Das gilt nicht für wissenschaftliche oder philosophische Fachsprache, sondern nur für Umgangssprache.

            Selbstverständlich unterliegt die deutsche Sprache Strömungen und Tendenzen. Der Duden ist bekannt dafür, diese nachzuvollziehen.

            Mit dem „soziokulturellen Umfeld“ habe ich meine bescheidene Meinung zum Ausdruck gebracht. Ich wollte Ihnen nicht zu nahe treten.

            • Bescheidene Meinungen werden ab jetzt zensiert. Wir wollen hier nur Meinungen, die weder bescheiden noch großkotzig, sondern ausgereift und überlegt sind (am besten noch belegt.).

              • corvusalbusberlin sagt:

                Das, Herr Klein, ist die richtige Antwort und ich hoffe, dass man nicht einfach etwas nachplappert, auch wenn es der Duden ist, sondern selbst recherchiert.
                Jeder hat dazu in der heutigen Zeit alle Möglichkeiten.

              • Wolf-Dieter sagt:

                Wo meine es bescheidene Meinung im Eimer landet, verabschiede ich mich. Bye.

                • Haben Sie mich nicht ernst genommen. Ich habe doch geschrieben, dass „bescheidene Meinungen“ nicht mehr veröffentlicht werden, nur noch richtige Meinungen. Um Ihrem Entschluss Nachdruck zu verleihen, habe ich Ihre IP gesperrt, als Versicherung gegen bescheidene Meinungen.

                  • corvusalbusberlin sagt:

                    Hart aber fair.

                  • Wolf-Dieter sagt:

                    Sie behandeln meine Kommentare als Trollerei. Ist nicht der Fall. Ich bin beharrlich bei Argumenten, aber nicht feindlich gesinnt. Etwas Verstörtheit sei mir zugestanden.

                  • waldbaer sagt:

                    Nun, das ist aus technischer Hinsicht nun Blödsinn von Ihnen. Wenn ich den Stecker aus meinem Router ziehe, und wieder reinstecke, dann bekomme ich eine neue IP. Und morgen hat jemand anders die IP, die Sie gerade gesperrt haben.
                    Technische Spamfilter funktionieren nicht!
                    Das muss man leider alles selber machen..
                    Übrigens wurde ein Kommentar von mir nicht freigeschaltet. War das jetzt von Ihnen so gewollt – damit kann ich leben – oder war das mal wieder „Scheiß Technik“?

            • @Wolf-Dieter

              Wenn Sie sich darauf bezogen haben, dass eine Diskussion notwendig ist, warum haben Sie sich dann nicht an dieser Diskussion beteiligt, sondern nur irgendein Begriffsgedöns aus dem Duden reproduziert?

              Naja, egal.

              Aber wie kommen Sie dazu, das Folgende zu behaupten?

              „Der Duden ist natürlich keine Bibel, aber für Alltagsbegriffe wie “Wert” liefert er bündige Definitionen, die allgemein anerkannt und verwendet werden.“

              Mir scheint, Ihr soziokulturelles Umfeld, das sich sklavisch und ohne eigene Denkleistung einer vorgestellten dudenschen Autorität zu unterwerfen bereit ist, kann schwerlich als „allgemein“ gelten.

              Ich könnte leicht behaupten, dass man sich allgemein wenig darum schert, was der Duden meint, als semantischen Gehalt von Begriffen vorschlagen zu müssen. Wer weiß das schon, und wen kümmert es?

              Also behaupte ich das jetzt einfach einmal. Und jetzt? Hilft uns das irgendwie weiter in der Diskussion, auf die Sie sich doch nach eigener Aussage freuen?

              Und das mit dem soziokulturellen Umfeld verstehe ich nicht. Was hat das mit Ihrer eigenen Meinung zu tun?

              Und inwiefern sollen Sie mir zu nahe getreten sein? Wodurch? Warum? Überschätzen Sie hier nicht deutlich Ihre Relevanz für mich? Ich hoffe, Ihnen nicht zu nahe zu treten🙂, wenn ich Sie enttäusche und Ihnen mitteile, dass Sie schlichtweg nicht im Stande sind, mir zu nahe zu treten, einfach, weil sie mir so nahe nicht stehen und so nahe nicht kommen können.

              Ich verstehe Sie einfach nicht. Ich verstehe nicht einmal, was Sie eigentlich sagen wollen, nur, dass Sie gerne widersprechen möchten, aber was soll das irgendjemandem bringen?

              Ich fürchte, zu gelungener Kommunikation gehört weit mehr als die Reproduktion von Worten gemäß der Vorschläge im Duden, und wir beide haben jedenfalls ein erhebliches Kommunikationsproblem, von dem ich nicht sehe, wie es einer Lösung zugeführt werden kann, weshalb es, bis auf Weiteres, glaube ich, besser ist, die unfruchtbare Kommunikation zu beenden.

  16. osthollandia sagt:

    Ich tu mich wirklich schwer damit, Menschen eine Wertigkeit zuschreiben zu wollen. Wer will denn das definieren und wie?

    Ist der Unfallchirurg wertvoller als die Putzfrau, die seinen OP reinigt und sterilisiert? Trägt denn da nicht jeder das seine dazu bei, dass eine OP gelingt?

    Natürlich tragen einigen Menschen mehr zum Wohlstand bei als andere. Natürlich gibt es Absahner und ausgebeutete. Und ja, es gibt auch solche, die der Gesellschaft mehr schaden als nutzen. Ja, die Menschen sind unterschiedlich im Können und Wissen. Und alle über den gleichen Kamm zu scheren ist schädlich, weildann niemand mehr seine Stärken ausbilden und einbringen kann.

    Aber ich möchte den Menschen keinen Wert und keinen Unwert beimessen. Das mag an meiner katholischen Erziehung liegen. Es kann sein, dass es daran liegt, dass ich glaube, jeder hat das gleiche Recht zu leben.

    • Wie wäre es, sie verabschieden sich von der Annahme, der Wert eines Menschen sei ein Absolutes? Das hat niemand behauptet. Vielmehr haben wir den Wert relativ bestimmt. Geht es um ein gebrochenes Bein, dann hat der Chirurg einen höheren Wert als die Hausfrau. Gehts es um die Entsorgung von Hausmüll, der Müllfahrer einen höheren Wert als Politiker. Warum denken Sie, Sie müssten den Wert eines Menschen als Absolutes und Unveränderliches bestimmen – so wie die Grünen?

      • osthollandia sagt:

        Lieber Herr Klein,

        ich habe mit keiner Silbe erwähnt, das den Menschen ein absoluter Wert zuzumessen sei – im Gegenteil. Das sollte das Beispiel der OP deutlich gemacht haben.

        Wiso interpretieren Sie Ihre Annahmen in meine Aussagen hinein?

        Das spannende ist doch gerade bei dieser Diskussion, das die Wertschäzung und die Wertschöpfung eines Menschen situativ ist.

        Dem Menschen einen „Wert“ zu verpassen, wie ein Preisschild, ist falsch und inhuman. Selbst, wenn jeder ein identisches Preisschild verpasst bekommt.

        LG osthollandia

        • Wo liegt dann Ihr Problem? Wenn Sie keine Wertzuordnung vornehmen wollen, warum gehen Sie dann zum Arzt, wenn Sie krank sind, zu einem ganz bestimmten Arzt und nicht zum Metzger?

          • osthollandia sagt:

            Warum kommt der Arzt zu mir, wenn sich sein Rechner einen Virus gefangen hat? Vielleicht liegt es an der Fähigkeit? Mein Arzt hilft mir, wenn ich mir einen Virus gefangen habe, mein Arzt komt zu mir, wenn sich sein Rechner einen Virus gefangen hat. Ganz einfach, weil jeder etwas anderes kann.

            Fähigkeit ist aber etwas anderes als Wertigkeit.

            • Und worin besteht der Unterschied? Wonach bestimmen Sie die Wertigkeit, wenn nicht nach den jeweiligen Leistungen?

              • osthollandia sagt:

                Das scheint sehr schwer zu verstehen zu sein. Ich möchte niemandem einen Wert zuschreiben. Mir, nicht, Ihnen nicht, und auch sonst keiner Person. Ich halte das für inhuman, für unmenschlich.

                Das ich zum Metzger gehe, wenn ich Wurst kaufen will, liegt daran, dass er Wurst herstellen kann und ich kann es nicht. Das hat nichts mit der Person als solcher oder seinem Wert zu tun, sondern nur daran, dass er ordungsgemäß eine gute Wurst herstellt und verkauft.

                Das einzige, was dabei einen Wert hat, ist die Wurst selbst. Darum bezahle ich einen Preis. Das nennt man dann Verkehrswert. Und wenn ich sie esse, hat sie noch einen Wert, nämlich den Nutzwert. Sie schmeckt und macht satt.

                Jede Wertigkeits-Debatte übertragen auf den Menschen macht den Menschen zur Ware. Und das ist ekelhaft.

                • @osthollandia

                  „Das einzige, was dabei einen Wert hat, ist die Wurst selbst.“

                  Sehen Sie, dies könnte durchaus ein Irrtum sein. Wenn Sie die Wurst weder kaufen noch essen würden, könnte das von großem Wert für die massenhaft gequälten Schweine oder Kälber haben…!

                  Das zu ignorieren, macht einen Menschen zum Unmenschen, Und das ist ekelhaft.

            • Wow! Ihr Arzt kommt, wenn Sie sich einen Virus eingefangen haben, einfach, weil er es kann bzw. etwas von Medizin versteht, nicht, weil er damit Geld verdient? Wie haben Sie das geschafft? Meine Ärzte wollen alle Geld für ihre Dienste …😦

        • @osthollandia

          In meinem ersten Kommentar an Sie hatte ich den Eindruck, dass Sie sich im Gegensatz zu einigen Leuten, die Grünen-Politiker darstellen, nicht anmaßen, von oben herab Verkündigungen ohne jede Begründung zu verbreiten, aber jetzt muss ich meinen Eindruck leider korrigieren, denn Ihr Postulat:

          „Dem Menschen einen “Wert” zu verpassen, wie ein Preisschild, ist falsch und inhuman“

          bleibt ohne jede Begründung und wird so präsentiert, als sei der Satz aus eigener magischer Kraft heraus selbterklärend und sich selbst rechtfertigend. Aber solche Sätze mit dieser magischen Kraft gibt es leider nicht. Man muss sich schon zu einer Begründung bequemen. Ohne sie bleibt ein Satz eine bloße Geschmacksaussage und dementsprechend irrelevant.

          Die Wiederholung von ewig demselben Satz, auch dann, wenn er nett und lieb klingt und vor allem – übrigens situativ und daher mit den Zeiten und Moden veränderlich – politisch korrekt erscheint, ersetzt keine postive Begründung für den Satz!

          Also sollten wir den Austausch wohlklingender Sätze, der jeden nur langweilt, einstellen und statt dessen argumentativ in die Sache hineingehen: Wie lautet die positive Begrüdnung für Ihre Bewertung, und wie wollen Sie den logischen Widerspruch lösen, auf den ich in meinem ersten Kommentar hingewiesen habe?

          • osthollandia sagt:

            Die Begründung finden Sie oben. Einem Menschen einen wie auch immer gearteten Wert zumessen zu wollen macht den Menschen zur Ware.

            Und das lehne ich ab. Und ich begründe das auch nicht. Ich empfinde es einfach als inhuman und verweise auf die Geschichte der Sklaven, der NS Zeit und was einem sonst dazu einfallt.

            • Das ständige Wiederkäuen desselben Unsinns, macht den Unsinn nicht geistreicher. Wert hat nichts mit Waren zu tun, sondern mit Qualifikation, Leistung, Charakter was auch immer. Früher hat man gesagt: Der taugt nichts. Heute muss man darum ringen durchzusetzen, dass Menschen nicht nur nicht gleich sind, sondern sich unterschiedlichen verhalten, einen unterschiedlichen Beitrag zu Staat und Gesellschaft leisten, wenn sie überhaupt einen Beitrag leisten, man muss darüber streiten, ob es Menschen gibt, die integer sind und Menschen, die lügen, betrügen und versuchen, sich in jedem Fall einen Vorteil zu verschaffen und warum, weil es Personen gibt, die bei dem Begriff „Wert“ den Begriff „Ware“ assoziieren und das ganz furchtbar finden. Ich für meinen Teil habe nun von diesen Kindereien die Nase gestrichen voll und werde mich sinnvolleren Tätigkeiten zuwenden, z.B. dem Betrachten eines Rugbyspiels, bei dem sich unterschiedlich wertige Individuen, ein großer und dicker tight head und ein lose head deren Wert im Scrum ungleich höher ist als der des Backs, der dafür viel schneller und behender laufen kann zu einem großartigen Ganzen ergänzen. Und allen, die nicht wollen, dass der Mensch zur Ware wird und deshalb nicht unterschiedlichen Wert zumessen wollen, empfehle ich bis morgen zu überlegen, warum sie sich unbedingt zum naiven Spielball in den Händen derer, die Leistungsfähige ausnutzen wollen indem sie ihnen sagen: Ihr seid gar nicht leistungsfähig, vielmehr leicht ersetzbar und in keinem Fall mehr wert als der Faulenzer nebenan, machen wollen.

            • Nein, das ist keine Begründung.

              Es kann bestenfalls eine Begründung dafür sein, warum Sie eine Begriff ablehnen, aber hier geht es ja um Ideen und Konzepte, Vorstellungen, die man irgendwie in Begriffen ausdrückt. Sie haben nur gesagt, dass Sie etwas ablehen, weil es mit einem Begriff belegt ist, der für Sie eine bestimmte Assoziation hat, die Sie aus unbekannten Gründen negativ bewerten.

              Das wissen wir jetzt. Sie mögen also den Begriff nicht, weil Sie ihn negativ assoziieren. Gut. Bedeutet das für Sie, dass es keine Unterschiede dahingehend geben sollte, wie stark man jemand anderen wertschätzt, z.B. aufgrund seiner Leistungen oder seiner Bereitschaft zur Hilfeleistung?

              Lehnen Sie auch einfach als „inhuman“ ab, dass es Leute gibt, die sich „humaner“ verhalten als andere und „inhumane“ Dinge aussprechen?

              Und wer bestimmt, was human und was inhuman ist? Mit welchem Recht bestimmt er das?

              Soweit ich das sehe, sind Sie viel zu stark an Begriffen und Assoziationen gebunden, die man für Sie mit labeln „gut“ oder „schlecht“ verbunden hat. So ist die Sklaverei oder die NS-Zeit schlecht, aber eine Regime, das von oben herab verkünden will, dass alle Menschen gleichwertig seien, ohne dies irgendwie zu spezifizieren, geschweige denn: zu begründen, kommt Ihnen „gut“ vor, weil es schön klingt. Aber was, wenn unter dem Postulat der „Gleichwertigkeit“ unbezahlte Pflicht-Arbeit für die so genannte Allgemeinheit eingeführt wird, unabhängig von der Leistung, die jemand erbringt, weil große Leistung, kleine Leistung und gar keine Leistung ja schließlich gleichwertig ist? Ist das nicht eine Variante von Sklaverei, denn wenn Sie nicht physisch versklaven wollen, dann müssen Sie Anreize zur Leistung setzen, weil sonst niemand mehr etwas leistet; es wird ja sowieso nicht anerkannt unter dem Pauschal-Postulat von der Gleichwertigkeit aller (was beliebig interpretierbar und dehnbar ist).

              Ich könnte mich verhalten wie Sie und sagen: Ich begründe das nicht. Ich lehne das einfach ab. Das kommt mir inhuman vor.

              Aber ich bemühe mich um Begründungen meiner Ablehnung, meiner Wertungen von Dingen als human oder inhuman. Ich verkünde sie nicht von oben herab. Und DAS macht mein Verhalten zumindest in dieser Angelegenheit wertvoller als das Verhalten anderer, die wie Automaten nur immer dasselbe verbal wiederholen können, ohne zu wissen, warum das Sinn machen soll oder irgendjemanden überzeugen soll, die einfach ihr „Empfinden“ absolut setzen und dabei das Empfinden anderer Menschen ignorieren. Oder bringen Sie Menschen, die nicht finden, dass alle Menschen gleicherwertig sind, dieselbe Wertschätzung und dasselbe Verhalten entgegen wie Menschen, die das Postulat teilen?

              Mal ehrlich!!!

    • @osthollandia

      „… Wer will denn das definieren und wie?“

      Genau das ist der Punkt! Wie können Sie dann akzeptieren, dass sich manche Leute anmassen, einfach das Postulat „Alle Menschen sind gleichwertig“ als Wahrheit zu verkünden, und das auch noch ohne jede Begriffsdefiniton und Begründung?

      M.E. sind Leute, die sich so etwas anmaßen, zumindest mit Bezug auf Selbsterkenntnis und Urteilsvermögen weniger wertig als Leute, die sich so etwas nicht anmaßen.

      • corvusalbusberlin sagt:

        „Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel.“ Von B.A.W.Rusell

      • osthollandia sagt:

        Liebe Frau Diefenbach,

        ich bin entsetzt! Ich akzeptiere in keiner Weise. Ich will nicht, dass man mir oder Ihnen oder dem Bruder Ihres Nachbarn einen Wert zuweist. Und ich masse das mir nicht an.

        Woraus um alles in der Welt wollen Sie denn das ableiten?

        • Das scheint sehr schwer zu verstehen zu sein!

          Ich leite das daraus ab, dass Sie keine Schwierigkeit damit haben, wenn Leute, die eigentlich politische Ämter ausfüllen sollen, einfach ‚mal so, ohne jede Begründung und ohne jede Spezifikation des Sinns ihrer Aussage, von oben herab ihre persönliche Anschauung (wenn es denn wirklich eine ist) als unumstößliche Wahrheit zu verkünden.

          Noch ‚mal:

          Wenn jemand so etwas behauptet und er damit Recht hätte, dann würde er sich mit dieser Behauptung ins Unrecht setzen, weil ihn dann ja nichts dazu qualifizieren würde, seine Meinung kundzutun, und sie in keiner Hinsicht mehr Wert hätte als diejenige von irgendjemand anders oder irgendeine andere Meinung. Warum soll ich denn jemandem zuhören, der in nichts eine irgendwie geartete höhere Wertigkeit hat als ich selbst, vielleicht in Form des besseren Argumentes? Und wenn ich ihm nicht zuhöre, dann kann er sich auch nicht beschweren, denn ich bin mit ihm gleichwertig und habe gerade ‚mal beschlossen, dass ich es deswegen überhaupt nicht mötig habe, jemand anders zuzuhören.

          Dieser logische Fehler wird im Englischen auch beschrieben als etwas, that defeats its own purpose.

          Gerade dann, wenn der Sprecher Recht hätte, wäre seine Rede also bestenfalls irrelevant, schlimmstenfalls ist sie aber eine Anmaßung und eine Bigotterie, weil der Sprecher anscheinend doch meint, er hätte eine Wahrheit zu verkünden, die sich den Unerleuchteten, „Rechten“, Menschenverachtern oder was auch immer nicht mitgeteilt hat, was man leicht daran erkennen kann, dass sie eine andere Meinung haben als man selbst, und die eigene Meinung wird ja als Wahrheit und unbegründetes Postulat präsentiert.

          Andere Menschen respektiert man, wenn man FRAGEN mit ihnen diskutiert, nicht, wenn man ihnen unbegründete POSTULATE als Wahrheiten hinstellt, die sie gefälligst nachzubeten haben, weil sie ja schließlich doch nicht ganz so wertig sind wie derjenige, der sich anmaßt, die Postulate aufzustellen.

          Ich fordere Respekt und erwarte dementsprechend, dass man mich nicht ungebeten mit unbegründeten Postulaten belästigt, die man mir als Wahrheit aufoktroyieren will. Ich bin lediglich bereit, die FRAGE, ob Menschen alle gleichwertig sind oder nicht, zu diskutieren und die besseren Argumente zu akzeptieren.

          Wer schlichte Zustimmung oder Unterwerfung unter wohlklingende Sätze sucht, ist bei mir falsch. Nur, wer bei mir Diskussionsbereitschaft über FRAGEN sucht, wird bei mir fündig.

          Das ist bei Ihnen anscheinend anders, sollte es aber nicht, denn m.E. sind Sie als Mensch deutlich wertiger als es dieses Verhalten vermuten lassen würde.

  17. Hosenmatz sagt:

    „Ich bin nackt von meiner Mutter Leibe gekommen, nackt werde ich wieder dahinfahren.“ Hiob 1,21

    Geburt und Tod – das sind wohl die Momente, wo Menschen gleichwertig sind. Es kommt aber auf die Zeit dazwischen an. Schon die Geschichte von Kain und Abel zeigt, dass Menschen unterschiedlich beurteilt werden.

    Die Frage ist nur, wer legt die Bewertungsmaßstäbe fest?
    Für eine Mafia-Boss ist der Profi-Killer, der seinen Job sauber ausführt mehr wert als der Streifenpolizist, der seine Geldeintreiber festnimmt.
    Für eine Diktator sind die Geheimdienstmitarbeiter wertvoller als die Demonstranten vor seinem Regierungssitz.

    Daher kommt es auf eine gute Gesetzgebung an, und dass dann der Gleichheitsgrundsatz konsequent angewandt wird. Dann wird der Nobelpreisträger, der einen Mord begeht, genauso abgeurteilt wie ein NPD-Mitglied.

    • @Hosenmatz

      Einmal mehr kann ich in einem Kommentar zu einem Kommentar nur betonen:

      „Die Frage ist nur, wer legt die Bewertungsmaßstäbe fest?“

      – genau das ist der Punkt!

      Warum sollten das ausgerechnet Leute tun, die bei den Grünen Politiker darstellen??? Wenn sie selbst sagen, sie haben in keiner Hinsicht einen größeren Wert als andere Menschen, dann ist es doch völlig egal, wer die Bewertungsmaßstäbe setzt. Ich schlage vor, ich mache das. Und jetzt?

      Das soll kein Witz sein, sondern darauf verweisen, dass Leute, die gedankenlos und ohne gute Begründungen vorzubringen, wohlklingende Sätze von oben herab als Wahrheit behaupten, wahrscheinlich am wenigsten dazu geeignet sind, in verantwortlicher Weise über die schwierige Frage nach Bewertungsmaßstäben für menschliches Handeln oder sagen wir: menschlichen Wert mitzureden.

  18. St. Elmo sagt:

    Die Grünen sind also gegen „Ideologien der Ungleichwertigkeit von Menschen“

    Würde dann nicht auch jede (monotheistische) Religion darunter fallen
    dort werden doch Menschen immer Strikt in Gläubige und Ungläubige eingeteilt und ungläubige haben meistens weniger Rechte als Gläubige.

    • Martin Schönberger sagt:

      Nein, St Elmo, das christliche Denken setzt gerade nicht den Wert einer Person absolut und unveränderlich. Dem – gottgegebenen – Reichtum an menschlichen Möglichkeiten entspricht das Sich-Hüten eines Christenmenschen davor, über andere zu richten (o Katrin und Franziskus!). Wer die Behauptung von der Gleichwertigkeit aller annimmt, weil er fürchtet, sich selbst damit unangemessen zu erhöhen, übersieht die diesem „grünen“ Postulat innewohnende Anmaßung des endgültigen Wertens und das damit angenommene „Bessermenschentum“ des Postulierenden. Hieraus ergibt sich die versteckte – von Dir fälschlicherweise allen monotheistischen Religionen unterstellte – Teilung der Menschen mit fatalen Folgen. Es ist der gleiche Denkfehler (oder miese Trick) wie bspw. in der Geschlechterdebatte mit ihren unmöglichen sprachlichen und gesellschaftlichen Konsequenzen: Die Selbstverständlichkeit der Unterschiede wird „gerecht“ zerstört und das Trennende zur „moralischen“ Herrschaft gebracht.

      „Niemals, o Mensch, wer du auch seist, hast du einen Grund und eine Entschuldigung, wenn du dich zum Richter über andere machst. Denn mit dem Urteil, das du über andere fällst, richtest du dich selbst.“ (Röm. 1,2)
      „Vor dem Antlitz Gottes verlieren die Unterschiede der Person ihre Bedeutung.“ (Röm. 1,11)

  19. Mika sagt:

    Interessante Frage.

    Was ist Wert? Geld? Fähigkeit? Moral? etc

    Es ist eine Frage des Standpunkts.

    Wenn ich eine lebensrettende OP brauche, dann bin ich mir mehr wert, als der Fremde, der sie auch braucht. Dann ist mir der Arzt mehr wert, als die Krankenschwester.

    Wenn es darum geht, Obdachlose aufzunehmen, dann sind mir meine Nachbarn mehr wert, als Flüchtlinge aus fremden Ländern.

    Über solche Fragen spricht man aber nicht gerne öffentlich. Sollten wir aber, denn bald müssen wir entscheiden, was uns wirklich wertvoll ist. Dann kommen wir zum gesunden Egoismus, denn er bestimmt über unsere Werte und ich finde das gut.

    PS: wegen des Stammtischs, ich wusste nicht, das sie in Wales leben. Sollten sie mal in der schönen Pfalz sein, spende ich gerne einen edlen Tropfen aus dem privaten Keller, den haben sie verdient.

    • @Mika

      Ja, ich denke, jeder weiß, dass das so ist, wie Sie schreiben. Jedenfalls hoffe ich, dass die meisten Leute Gründe z.B. dafür haben, warum sie jemand bestimmten geheiratet haben und nicht jemand anderen, der ja schließlich genauso gut gewesen wäre, oder?

      Ich fürchte, dass viele Leute bereit sind, im Taumel des Gutmenschentums alle möglichen unsinnigen Formeln herzubeten, von denen sie genau wissen, dass es dem Menschen überhaupt nicht möglich ist, entsprechend zu fühlen und zu leben.

      Vielleicht ist dieser (Selbst-)Betrug aber auch ein Ergebnis grenzenloser Überheblichkeit nach dem Motto: Meine Liebe ist unerschöpflich und unbegrenzt – auch, wenn sich die Liebe im realen Lebensvollzug als durchaus begrenzt erweisen muss, einfach, weil man nicht unendlich viel Zeit zur Verfügung hat, in der man sich all denen, die man liebt widmen kann.

      P.S. Danke für die Einladung! Wir kommen gerne darauf zurück, wenn wir wieder ‚mal in die Pfalz kommen sollten.

    • Wilhelm R. sagt:

      Wir das Volk, haben die Krankenhäuser und alle Politiker Unterkünfte bezahlt. Somit haben wir beste Arzthilfe und Behandlung sowie Heilung, gratis zu erhalten.

  20. Gast sagt:

    Diese Gleichwertigkeit ist nur eine exoterische Lehre. Die esoterische Lehre der Politiker ist meines Erachtens das Gegenteil nämlich der gleichen Minderwertigkeit! Somit ist das natürlich die Erhöhung der eigenen Überlegenheit (Rassismus)! Seien wir doch ehrlich: In den Ghettos in der BRD leben doch die geistig Behinderten, Alkoholiker, Freier, Demente, Analphabeten, psychisch Kranke, Drogensüchtige usw. Und das schlimme ist, dass durch die Agenda 2010 nun alle Arbeitslosen dazu kommen, egal welcher Bildung. Sie gelten alle als minderwertig und werden auch so behandelt. Einem studierten und älteren Arbeitslosen bleibt eigentlich nur noch die passive Sterbehilfe! Die Partei „Die Grünen“ war doch mit an der Regierung zu dieser Reform!

  21. tanzania sagt:

    Menschen sind und waren nie gleichwertig und deshalb kam es in der Welt zu unterschiedlichen Entwicklungen. Nur die TV Konsumenten der BRD können solchen Unfug glauben. So ist z.B. wissenschaftlich erwiesen, daß Afrikaner im Gegensatz zu Europäern kein Neanderthalergen besitzen. Diese Unterschiede sind gut so, denn sie allein führen zu der Vielfalt. Eine Einheitsmasse von Konsumhomoniden nach US Vorstellung wäre furchtbar und das Ende des Homo Sapiens.

  22. Wilhelm R. sagt:

    Der Mensch wird mit seinem freien Willen geboren. Jeder hat sein Lebens und Erlebensrecht. Nach der Geburt wird man sogleich zur Person im Seerecht manipuliert. Zum finanziellen Nutzen jener 300 Mächtigen Familien..Eine Demokratie sucht man bis zum Waehrumgsausgleich mit Schulden Streichung 2016 vergeblich. Alles um uns sind ohne Ausnahme Firmen. Die Politik wird noch von Agenda 21 geführt. Mein Weg führt weg von Life born ins Landrecht. Zur Selbsterkenntnis und Selbstbestimmung. Ich bin nicht dagegen, sondern dafür! Also Wohlstand für Alle. Miteinander in Augenhöhe. Ohne dieses Wissen, schlagen sich viele mit Krieg, Angst und Krankheit herum. Ich hoffe viele informieren sich im Netz, erkennen und machen Frieden.

  23. Munin sagt:

    Wie irrational ist es, Menschen als „gleichwertig“ zu bezeichnen. Es gibt gute und schlechte Menschen, es gibt unterschiedliche Rassen. Wie kann man behaupten, daß ein Schwarzer genau so aussieht wie ein Gelber, ein Weißer wie ein Brauner? Einen Mörder würde ich nicht gleichwertig mit einem Wohltäter halten.

  24. Pingback: Wie man Diskussionen entwertet | osthollandia

  25. Gerd sagt:

    „Werte sind der Übergang von der Tatsache zum Recht; der Übergang vom ‚es sollte so sein‘ zum ‚ich will, daß es so ist‘. Im Wert übersteigert sich der Einzelne in einem gemeinsamen Gut.“

    So weit Albert Camus; „Der Mensch in der Revolte“

    Die Gleichwertigkeit bezieht sich also vermutlich auf das gemeinsame Gut des Lebens in allen seinen Facetten und Äußerungsformen als ultimative Grundlage einer Gesellschaft. Daraus folgt die Herleitung, man habe letztlich alles zu respektieren. Wer diese Anerkennung verweigert, vertritt dann – für Neostalinisten – die Ungleichwertigkeit.

    Um zum gemeinsamen Gut zu gelangen braucht es allerdings einen „Wertewandel“, der zumindest als im Gange oder sogar als abgeschlossen bezeichnet wird. Doch daran ist es nicht. Die Familie ist ein Wert; die Familie aus Mann, Frau und Kind, nicht die zusammenadoptierte Homoscheinwelt. Völker sind Werte, nur nicht für Thomas Barnett und unsere Neostalinisten; deshalb hat man uns das Existenzrecht als Volk entzogen und will uns zur (O-Ton Barnett) „hellbraunen Rasse“ machen.

    Wertewandel, Gleich- und Ungleichwertigkeit (früher „Ideologie der Ungleichheit“) sind am Ende nur Manipulationsversuche mit dem bösen Ziel der „Eine Welt Gesellschaft“, wie sie etwa Schwerstverbrecher Soros herbeisehnt.

  26. Mariele sagt:



    http://www.welcometofreedom.at/

    ES GIBT eine Lösung, wahrscheinlich auch mehrere,
    wir sind freie lebendige und beseelte Menschen!!!

  27. Pingback: Von Werten, Wertigkeit und Logik | ScienceFiles

  28. ichbin sagt:

    „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.“, so Art. 5 des GG über eines der wichtigsten Grundrechte hierzulande.

    Man kann natürlich auch sein Recht einklagen wenn es mit Zweierlei Mass Untedrückt wird.

    Und hier…

    http://meedia.de/2016/02/22/welches-volk-die-auch-immer-sein-moegen-unseres-ist-es-nicht-fassungslosigkeit-nach-clausnitz-und-bautzen/

    …wird die Wertigkeit der Neuankömmlinge höher Bewertet als die der Einheimischen.

    Aber dass kennen wir ja schon.

    Und hier…

    https://www.unzensuriert.at/content/0020107-Tabuthema-Islamkritik-Fuer-das-Tragen-einer-Schweinchenmuetze-verhaftet

    ..wird das Recht auf Meinungfreiheit Untergraben. Aber dass kennen wir ja auch schon.

    Alles ist eben nur eine „Annahme“ eine Vermutung dass…es so sein könnte. Dem selben Zwang unterliegt der Zensor wo er sich auch immer befindet. Wan ist eben Dünnhäutig geworden und erwartet…etwas was dem zensierten nicht klar sein muss ihm aber (durch Zensur) unterstellt wird
    dass es ihm klar zu sein hat. Was aber auch nur eine Interpretation aufgrund der eigenen Dünnhäutigkeit sein könnte.

    Ich bin dafür dass sich alle Unsichtbare Schweinchenmützen aufsetzen…denn…NOCH lebe ich in meinem von mir selbst Verwalteten Körper der von niemandem Zensiert werden kann.

    Schweinchenmützen werden Siegen 😉

  29. Pingback: Wen interessiert das schon | ZG Blog

  30. Pingback: AfDler sind minderwertig – jedenfalls nicht gleichwertig | ScienceFiles

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