Europarat empfiehlt Deutschland, Hasskriminalität zu erfinden

Der Irrsinn feiert weiter frohe Feste.

Die letzten Tage war die Antirassismus-Kommission des Europarats in Deutschland, um zu sehen, ob auch alles mit rechten Dingen zugeht.
Festgestellt haben die angeblichen Experten u.a., dass Deutschland Hasskriminalität nicht richtig erfasst.

Das berichten seither die Medien landauf und landab und geben einmütig wieder, dass die Definition, wie sie die Polizei benutze, zu eng sei, aus Sicht der antirassistischen Europaräte. Wie die „weite“ Definition der antirassistischen Räte aussieht, das wiederum fragt sich kein Medienvertreter. Man ist zufrieden damit, feststellen zu können, dass es bestimmt mehr Hasskriminalität in Deutschland gibt, als in den öffentlichen Statistiken verzeichnet.

ideology of madnessDas ist eine der Besonderheiten deutscher Gutmenschen, über die wir uns regelmäßig wundern: Sie sind nur zufrieden, wenn sie behaupten können, dass alles viel schlimmer ist, als es auf Basis von Statistiken ausschaut. Stellt man fest, dass die wissenschaftliche Forschung zeigt, dass z.B. Homosexuelle nicht häufiger Selbstmord begehen als Heterosexuelle, dann sind die Gutmenschen richtig enttäuscht. Erst wenn sich mehr Homosexuelle als Heterosexuelle umbringen, sind sie zufrieden. Den Hasskriminalitäts-Lamentierern geht es ähnlich: Erst wenn viel mehr Hass vorhanden ist, als Statistiken ausweisen, geht es ihnen so richtig gut.

Gutmenschen scheinen zu einer Form von morbider Perversion zu neigen.

Wie auch immer. Wir haben uns die breite Definition der antirassistischen Räte angesehen. Hier ist sie:

“In addition, the German police authorities use an excessively restrictive definition of hate crimes for their statistics. Under the definition used, an act is deemed to have a political motive only “if it targets a person on account of his or her political views, nationality, ethnic origin, race, skin colour, religion, philosophical belief, origin […] or sexual orientation”. In point of fact, the police should, in line with § 14 of GPR No. 11, adopt a much broader definition and consider a racist, homophobic or transphobic incident to be “any incident which is perceived to be racist, homophobic or transphobic by the victim or any other person.”

Derzeit wird eine Straftat dann als Hasskriminalität gezählt, wenn sie sich z-B. gegen Personen richtet, wegen deren politischer, religiöser, sexueller oder ideologischen Orientierung. Das ist den Antirassisten zu wenig. Sie wollen, dass alle Ereignisse, von denen derjenige, gegen den sie sich richten oder irgend eine andere Person der Ansicht sind, sie seien rassistisch oder homophob oder transphob als Hasskriminalität geführt werden.

In Deutsch: Immer dann, wenn sich jemand einbildet, eine Handlung, die er beobachtet hat, sei z.B. rassistisch oder immer dann, wenn einer denkt, weil er schwul ist, sei jede Kritik an ihm homophob oder immer dann, wenn jemand eine Routine daraus gemacht hat, immer dann, wenn ihm etwas passiert, was ihm nicht gefällt, die Tatsache, dass seine Ur-Großeltern aus Namibia zugewandert sind, als Ursache auszumachen und sich zum Opfer von Rassismus zu erklären, soll die entsprechende Einbildung als Hasskriminalität in offiziellen Statistiken gezählt werden.

Die Herrschaften vom Europarat haben offensichtlich nicht mehr ihre fünf Sinne beisammen oder sie sind schlicht aufgrund kognitiver Inkontinenz der Welt nicht zumutbar. Wissenschaftler haben sich nicht jahrhundertelang bemüht, Kriterien für die Erfassung von Daten durchzusetzen, die nachvollziehbar und intersubjekt sind, damit die Europaräte des Weges kommen und die Kriterien mit ihrem subjektiven Unsinn ersetzen. Wer vorschlägt, die Definition einer Handlung als Hasskriminalität dem Opfer oder wem auch immer zu überlassen, der kann auch gleich vorschlagen, dass Straftäter sich ab sofort selbst aburteilen und sich die Strafe zumessen, die ihnen nach ihrer Ansicht zusteht.

Wenn die Irren die Erde regieren, wird es Zeit, auf den Mars auszuwandern. Vor diesem Hintergrund erhält die neue Ernsthaftigkeit, mit der die NASA die erste bemannte Mission zum Mars vorbereitet, eine ganz neue Note.

Haben Sie eigentlich den Europarat dazu legitimiert, Steuergelder zu benutzen, um derat irre Empfehlungen zu geben?


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Früchte des Neids in der ARD: Hetzjagd auf Reiche eröffnet

Vier Feststellungen zu Beginn:

(1)
paritaetischer-wohlfahrtsrentseekerWohlfahrtsverbände im Allgemeinen und der Paritätische Wohlfahrtsverband im Besonderen sind Verbände, in denen alle diejenigen organisiert sind, die ihr Geld damit verdienen, sich um diejenigen zu kümmern, die sie sozial unter sich selbst ansiedeln, vermeintlich Arme, Arbeitslose, einfache Arbeiter, Alleinerziehende usw., eben die Randständigen moderner Gesellschaften. Alle, die mit paritätischer Wohlfahrt beschäftigt sind, die Sozialarbeiter wie die Funktionäre, verdienen dadurch, dass sie sich z.B. um Arme kümmern, weit mehr, als diese Armen und haben entsprechend auch höhere Renten als diese Armen.
Einer dieser Besserverdienenden ist Rolf Rosenbrock, der Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, dessen Einkommen ein Mehrfaches der Einkommen der Armen sein dürfte, um die sein Verband sich zu kümmern behauptet.

(2)
Wir haben uns gefragt, wer nach den Rechten, den Homophoben, den Hasskommentierern und den Antis (Antifeministen, Antigenderisten, Anti-Migranten usw.) als nächstes zum Public Enemy erklärt und zur Hetzjagd in Deutschland freigegeben wird. Die Antwort ist einfach: Reiche natürlich. Was wäre gerade in einem Wahljahr besser als die Hetzjagd auf Reiche zu eröffnen und zu versuchen, auf einer Neidwelle aus Wählerstimmen zu surfen?

(3) In Deutschland werden Menschen gezwungen, in eine gesetzliche Rentenversicherung 18,7% ihres monatilchen Bruttoeinkommens einzubezahlen. 

(4)
Über das Schindluder, das nicht nur in Deutschland mit der Berechnung der relativen Armut getrieben wird, haben wir schon ausführlich geschrieben. Nachzulesen hier.

Soweit so gut.
Nun ein paar Daten.

  • Lebenserwartung für Männer: 78,18 Jahre
  • Lebenserwartung für Frauen: 83,06 Jahre
  • Lebenserwartung für Männer mit einem Einkommen, das 60% des Nettoäquivalenzeinkommens oder weniger beträgt, die entsprechend einer Definition der EU somit als „relativ arm“ gelten: 70,1 Jahre
  • Lebenserwartung für als realtiv arm definierte Frauen: 76,9 Jahre
  • Lebenserwartung aller anderen Männer: 80,9 Jahre
  • Lebenserwartung aller anderen Frauen: 85,3 Jahre

Was ist wohl die Schlagzeile, die Ben Bolz und Tina Soliman auf der Grundlage dieser Daten zusammenschustern?

Reiche leben bis zu zehn Jahre länger“.

Nicht etwa, Frauen leben durchgängig länger als Männer, nein, Reiche leben länger als Arme. Die Ideologisierung der Republik ist im vollen Gange. Der Neidwahlkampf wird an allen Fronten vorbereitet und besonders nützlich sind dann, wenn es darum geht, gesellschaftlichen Neid zu schüren, Wohlfahrtsverbände und allen voran, Frontmann und paritätischer Spitzenverdiener Rolf Rosenbrock. Rosenbrock hat das Halali zur Hetzjagd auf Reiche nicht geblasen, sondern gesprochen:

“Die armen Menschen, die ihr Leben lang Beiträge zur Rentenversicherung bezahlt haben und dann im Durchschnitt vielleicht noch vier oder fünf Jahre die Rente genießen können, finanzieren im Grunde genommen die Rente der Wohlhabenderen, länger Lebenden mit. Und das ist, wenn man genau hinguckt, natürlich ein sozialpolitischer Skandal erster Güte.“

Ob das den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt, wollen wir Staatsanwälte entscheiden lassen. Wer will, kann ja eine entsprechende Strafanzeige gegen Rosenbrock erstatten.

Warum?
Darum:
Die Gründe für die höhere Lebenserwartung der Reichen liegen, wie selbst die ARD Schreiber in ihrem Text anmerken, in unterschiedlichen Lebensstilen. Relativ arme Männer maximieren durch ihren Lebensstil, ihre Essgewohnheiten und die Berufe, die sie ausüben, die Chance, vorzeitig zu sterben. Sie sterben mit 70,1 Jahren um 10 Jahre früher als reiche Männer und um 15,3 Jahre früher als reiche Frauen, bei denen man in der Mehrzahl wohl von Frauen reicher Männer sprechen müsste.

Government helpRelativ arme Männer und reiche Männer bezahlen 18,7% ihres Nettoeinkommens in die Gesetzliche Rentenversicherung ein. Würden die relativ armen Männer diese 18.7% ihres Lohnes behalten, sie wären keine relativ armen Männer mehr. Sie werden erst zu relativ armen Männern, nachdem der Staat sich eines großen Teils ihres Einkommens bemächtigt hat, so dass sie unter die 60%-Schwelle des Nettoäquivalenzeinkommens sinken können.

Sagen wir, ein relativ armer Mann hat ein monatliches Einkommen von 1800 Euro. Entsprechend zahlt er monatlich 336,60 Euro in die Gesetzliche Rentenversicherung; 4.039,20 Euro im Jahr. Ein reicher Mann mit einem monatlichen Einkommen von, sagen wir, 10.000 Euro zahlt monatlich 1.870 Euro in die Gesetzliche Rentenversicherung, 22.440 Euro im Jahr.

Gehen beide in Rente, dann erhält der relativ arme Mann eine monatliche Rente von 1.347 Euro, während der reiche Mann eine Rente von monatlich 1.851 Euro erhält. Wir sind dabei von 45 Rentenpunkten ausgegangen, also von einem 45jährigen Erwerbsleben ohne Unterbrechung. Der reiche Mann wird zum Ende seiner Zahlverpflichtungen gegenüber der Gesetzlichen Rentenversicherung rund 650.000 Euro in die Rentenversicherung eingezahlt haben. Die 650.000 Euro reichen aus, um ihm über 29 Jahre seine 1.851 Euro Rente auszubezahlen. Bei Renteneintritt mit 65 Jahren kann unser reicher Mann somit bis ins Alter von 94 Jahren aus den eigenen Beiträgen leben. Leider beträgt seine Lebenserwartung nur 80,9 Jahre, so dass er 14 Jahre verschenkt bzw. den reichen Frauen schenkt, die ihn überleben.

Der relativ arme Mann hat zum Ende seines Arbeitslebens rund 118.000 Euro in die Gesetzliche Rentenversicherung einbezahlt. Damit kann er 7,25 Jahre seinen eigenen Rentenbezug finanzieren, also vom Eintritt im Alter von 65 Jahren bis zum Alter von 72,25 Jahren. Bis dahin ist er aber tot, denn seine durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 70,1 Jahre. 

Wer trotz dieser Zusammenhänge zur Hetzjagd auf Reiche bläst, der ist entweder ahnungslos oder boshaft oder einer, der daran verdient, dass „arme Menschen“ von Steuerzahlern finanziert, paternalisiert werden.

Nachtrag

Einige Schlaumeier, die Argumente nur dann verstehen können, wenn sie keinen Transfer enthalten und entsprechend über dem Inhalt das Argument übersehen, haben darauf hingewiesen, dass es eine Beitragsbemessungsgrenze gibt. Umso besser. Unser Reicher ist somit nicht so reich wie in unserem Beispiel, sondern nur ein relativ Reicher, der entsprechend der Beitragsbemessungsgrenze 63.500 Euro im Jahr verdient. Die monatliche Rente, die er, um in den Worten von Rosenbrock zu sprechen, genießen kann, beträgt 1.851 Euro. In 45 Jahren hat er rund 490.000 Euro in die Rentenkasse einbezahlt und davon kann er 21,8 Jahre leben. Geht er mit 45 Jahren in Rente, dann hat er seine eigene Rente bis zum Alter von 86,8 Jahren finanziert. Gestorben ist er als durchschnittlicher Reicher aber schon im Alter von 78,18 Jahren. 

Dass ein „relativ Armer“ kaum die Chance hat, wenn er ein Mann ist, 45 Rentenpunkte zu erzielen, ist uns auch klar. Gehen wir also von 35 Rentenpunkten aus. Unser relativ armer Mann erhält nun 1.101 Euro Rente, er hat rund 138.000 Euro Beitrag entrichtet und kann seine eigene Rente damit gut 10 Jahre finanzieren. Er geht mit 65 in Rente und stirbt im Durchschnitt mit 70,1 Jahren, macht einen Überhang von 5 Jahren. 

Die Aussage ist immer noch dieselbe: Reiche, die in die Gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, finanzieren damit ihre eigene Rente und nicht die der relativ armen Männer.