Marxens Vermächtnis: Anti-Intellektualismus für nicht Konkurrenzfähige

Wer Kritik am Genderismus übt, ist ein Maskulist oder ein Anti-Feminist.

Wer Kritik am Sozialismus übt, ist ein Kapitalist, ein Neoliberaler oder ein Rechter.

Wer Kritik an der Flüchtlingspolitik übt, ist ein Rechtsextremist.

Wer Kritik Marke „Naidoo“ übt, ist ein Reichsbürger.

Wer Kritik am Vielfaltswahn übt, ist ein Rassist.

In jedem Fall ist die Kritik damit am Ende.
Eine Diskussion findet nicht statt. Das soll sie auch nicht, denn das Ziel besteht ja gerade darin, jede Diskussion, jede Kritik abzuwürgen.

Karl MarxDas ist Marxens Vermächtnis.

Beschrieben bereits von Ludwig von Mises in „Die Gemeinwirtschaft – eine Untersuchung über den Sozialismus“ aus dem Jahre 1922.

In seinem kleinen Brevier „Marxism Unmasked“ schreibt Ludwig von Mises:

“Socialism was already defeated intellectually at the time Marx wrote. Marx answered his critics by saying that those who were in opposition were only “bourgeois.” He said there was no need to defeat his opponents’ arguments, but only to unmask their bourgeois background. And as their doctrine was only bourgeois ideology, it was not necessary to deal with it.”

Marxens Antwort auf Kritik bestand also darin, den Kritiker als “Bourgeois” zu diskreditieren und auf Basis dieser Diskreditierung der Kritik aus dem Weg zu gehen [Fehlschluss ad hominem].

Das ist die Blaupause, nach der viele Linke bis heute funktionieren: Sie setzen sich nicht mit Argumenten auseinander, sondern mit denen, die die Argumente vortragen. Handelt es sich um Kritik, dann wird versucht, den Kritisierenden zu diskreditieren, ihn als Rechten, Rechtsextremen, Rassisten usw. zu beschimpfen ganz so, wie es der Großmeister der Diskreditierung, Karl Marx, aufgezeigt hat.

Die politischen Konsequenzen dieses Vermächtnisses der argumentlosen Bekämpfung aller Andersdenkenden hat Thomas Sowell wie kein anderer beschrieben:

Sowell 1985 marxism„Much of the intellectual legacy of Marx is an anti-intellectual legacy. It has been said that you cannot refute a sneer. Marxism has taught many – inside and outside its ranks – to sneer at capitalism, at inconvenient facts or contrary interpretations and thus to sneer at the intellectual process itself. This has been one of the sources of its enduring strength as a political doctrine, and as a means of acquiring and using political power in unbridled ways” (Thomas Sowell (1985). Marxism: Philosophy and Economics. New York: William Morrow).

Sozialistische Parteien und die sozialistische Ideologie, sie üben ihre Anziehungskraft somit auf schlichte Gemüter aus, auf diejenigen, denen es lieber ist, Kritiker zu denunzieren und zu verspotten als sich mit ihren Argumenten auseinanderzusetzen. Der politische Erfolg des Sozialismus resultiert entsprechend nicht daraus, dass die sozialistische Ideologie Lösungen für Probleme anzubieten hätte, sondern daraus, dass sie Denunziation und Diffamierung Andersdenkender aus der Warte derer anzubieten hat, die sich im Besitz der Wahrheit wähnen. Der Sozialismus ist im wahrsten Sinne eine Ideologie der Verlierer und (intellektuell) nicht Konkurrenzfähigen.

Ausgerechnet bei der Messung des IQ – Gesellschaft für Gehirntraining dilettiert

Die Überschrift:

Gemüse und Obst steigern den IQ / Aktuelle Studie zeigt positive Wirkung auf geistige Leistungsfähigkeit“.

Die „aktuelle“ Studie

Dr. WolzDurchgeführt von der Gesellschaft für Gehirntraining (GfG) im Auftrag des Herstellers von Gesundheitspräparaten, Dr. Wolz GmbH.
47 Versuchsteilnehmer nahmen sechs Wochen lang 20 ml Vitalkomplex Dr. Wolz ein.
Zu Beginn und zum Ende der Einnahmephase wurde die kognitive Leistungsfähigkeit der Teilnehmer gemessen.

Das Ergebnis

Die Teilnehmer hatten zu Beginn einen durchschnittlichen IQ von 110, zum Ende einen durchschnittlichen IQ von 115.

Die Euphorie:

„Die Studie zeigt, dass sich die geistige Fitness durch eine bessere Ernährung mit mehr Gemüse und Obst steigern lässt, sagt Studienleiter Dr. Siegfried Lehrl von der Gesellschaft für Gehirntraining e.V.“

Noch mehr Euphorie:

„Eine enge Korrelation zwischen Gemüse- und Obstkonsum und der Verbesserung der fluiden Intelligenz, die die individuelle Denk- und Problemlösungsfähigkeit beschreibt, konnte eindrucksvoll nachgewiesen werden. Es kommt zu einer signifikanten Verbesserung der Arbeitsspeicherkapazität.“

Es folgt auf dem Fuss:
Der ScienceFiles-Anticlimax

Eine Verbesserung des IQ von 110 auf 115 ist nicht signifikant. Die entsprechende Verbesserung um 4,5% ist nicht signifikant, denn um festzustellen, ob die Verbesserung signifikant ist, bedarf es einer Kontrollgruppe.

Das Fehlen einer Kontrollgruppe, ein Anfängerfehler, der nicht zu entschuldigen ist, also einer Gruppe aus Teilnehmern, denen sechs Wochen ein Placebo (oder nichts) anstelle von Dr. Wolz Vitalkomplex verabreicht wurde, macht die Studienergebnisse wertlos. Sie sind ein Fall für den Mülleimer, denn die Verbesserung im IQ, sie kann:

  • zufällig zustande gekommen sein,
  • einen Lerneffekt darstellen, immerhin folgen IQ-Tests weitgehend demselben
  • Strickmuster,
    ein Artefakt der IQ-Messung sein,

jedenfalls kann kein Zusammenhang zwischen Dr. Wolz Vitalkomplex und der Steigerung im IQ um 5 Punkte belegt werden.


GfGehirntraining.jpgDazu hätte es, wie gesagt, einer Kontrollgruppe bedurft. Dass sie vergessen wurde oder es vielleicht schlicht keine gab, um den positiven Ergebnissen etwas nachzuhelfen, ist eine Unterlassung, die die Dr. Wolz GmbH dazu veranlassen sollte, die Gesellschaft für Gehirntraining (GfG), in Regress zu nehmen, es handelt sich dabei nämlich um einen handwerklichen Fehler, den man im Bereich der Medizin als Kunstfehler bezeichnen würde. In Anlehnung an § 630 BGB könnte man den Kunstfehler der Gehirntrainer als den zum Zeitpunkt der Studie bestehenden, allgemein anerkannten Standards nicht entsprechend, bezeichnen.

Dass ausgerechnet die Gesellschaft für Gehirntraining einen derart dilettantischen Anfängerfehler begeht, ist einerseits pikant, andererseits ein Beleg dafür, dass bei der Gesellschaft noch viel Potential für den Verzehr von Gemüse und Obst besteht.


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