Heil – Schulz: Fischt die SPD am rechten Rand?

In unserer laufenden Reihe über die Ähnlichkeiten bzw. Gemeinsamkeiten von Rechte und Linken haben wir bislang gezeigt, dass Rechte und Linke sich wie eineiige Zwillinge zueinander verhalten und dass beide denselben Hang zu Autoritarismus und Dogmatismus teilen. Kurz: Rechte und Linke unterscheidet nur die Inhalte, nicht die Persönlichkeitsstruktur.

martin-schulz-hitlergrussJürgen Falter hat in seinen Analysen über die Wählerströme der Weimarer Republik gezeigt, dass Extremwähler von Linksaußen schnell und bereitwillig nach rechtsaußen gewechselt sind und die Reihen der NSDAP geschlossen haben. Ursula Büttner stellt eine Reihe von Einzelstudien zusammen, die zeigen, wie SPD- und KPD-Wähler in den Wahlen nach 1925 zur NSDAP gewechselt sind und zu deren Aufstieg beigetragen haben.

Es gibt also eine Affinität zwischen Rechtsaußen und Linksaußen, von der empirisch belegt ist, dass sie zum Wechsel ehemals linker Wähler zu rechten Parteien führen.

Vielleicht ist die neueste SPD-Strategie, die ein aufmerksamer Zeitzeuge auf Twitter veröffentlicht hat, ja der Versuch, die aus der Weimarer Republik bekannten Wählerströme umzukehren – wenngleich ein sehr kruder Versuch.

Satire, Realsatire, Fake, echt?
Wir wissen es nicht.
Und Sie vermutlich auch nicht.
Und das sagt eigentlich alles – oder?
Vielleicht weiß es der Gazetteur?

Büttner, Ursula (1996). ‘Volksgemeinschaft’ oder Heimatbindung: Zentralismus und regionale Eigenständigkeit beim Aufstieg der NSDAP. In: Möller, Horst, Wirsching, Andreas & Ziegler, Walter (Hrsg.). Nationalsozialismus in den Regionen. München: R. Oldenbourg, S.87-98.

Falter, Jürgen et al. (1986). Wahlen und Abstimmungen in der Weimarer Republik. Materialien zum Wahlverhalten 1919 – 1933. München: CH Beck.

Konzeptioneller Penis schuld an Klimawandel: Der Wahnsinn hinter den Gender Studies

„Das Erschreckende ist, dass es Leute gibt, die so etwas Ernst nehmen“
(Dr. habil. Heike Diefenbach)

Er geht seit einigen Tagen durch die Medien, der Hoax von Peter Boghossian und James A. Lindsay, die Studie, in der sie zuerst zeigen, dass Penisse nicht existieren, vielmehr ein inkohärentes Konstrukt sind. Aber obwohl er nicht existiert, der Penis, ist er dennoch performativ und Ausgangspunkt für Machissmo braggadocio (Angeberischer Machismo), der wiederum nichts anderes ist als aggressiver männlicher Stolz, der wiederum Ausgangspunkt einer Hypermaskulinität ist, die wiederum performativ für männliches Verhalten ist.

Klar?

Zirkulärer kann man nicht definieren und jeder mit normalem Verstand begabte Mensch wird diesen Unsinn sofort als Unsinn erkennen, vor allem dann, wenn Klimawandel als Konsequenz von Hypermaskulinität behauptet wird und somit als Ergebnis einer performativen Wirkung von etwas, das es den gemachten Annahmen zufolge gar nicht gibt: des Penis.

Cogent social sciences.pngBohgossian und Lindsay haben die Gender Studies mit ihrem Unsinns-Beitrag, der tatsächlich von Gutachtern für veröffentlichungswürdig befunden und in der Zeitschrift “cogent social sciences” veröffentlicht wurde, als das demaskiert, was sie nun einmal sind: Die religiöse Spielart einer Ideologie, deren Zweck darin besteht, Selbstwert dadurch zu gewinnen, dass man alles, was man mit „männlich“ in Verbindung bringen kann, abwertet.

Der religiöse Charakter der Gender Studies wird von Bohgossian und Lindsay schonungslos ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt. Sie machen keinerlei Anstalten logisch kohärent zu argumentieren. Sie widersprechen sich innerhalb weniger Sätze. Sie präsentieren Zirkelschlüsse, füllen ihren Beitrag mit Behauptungen, die sie nie belegen, würzen ihn mit Unsinn und Leerformeln und krönen ihn mit der wilden Behauptung, dass das soziale Konstrukt des Penis, das wenig oder gar nichts mit Gender zu tun habe, und nichts anderes als ein soziales Konstrukt sei, das Hypermaskulinität hervorbringe bzw. von dieser hervorgebracht werde, für den Klimawandel verantwortlich sei.

Der Beitrag von Bohgossian und Lindsay ist ein Meisterwerk, stellt er doch dar, wie man bzw. sich die Vertreter eines Faches, das Anspruch erheben will, universitäres Fach zu sein, um den Verstand reden bzw. schreiben, dadurch, dass sie eine Sprache benutzen, die voller Begriffe ist, die niemand definieren kann, dadurch, dass sie keinerlei Methode in ihrer angeblichen Wissenschaft verwenden und dadurch, dass sich alles als „Gender Studies“ qualifiziert, so lange es nur eine Eigenschaft aufweisen kann: männerfeindlich zu sein.

Wenn noch ein Beleg dafür notwendig war zu zeigen, dass Gender Studies, ein Ableger des Feminismus und weitgehend eine Sekte religiöser Spinner ist, dann hat die Veröffentlichung des Beitrags von Boghossian und Lindsay in einer Fachzeitschrift der Gender Studies diesen Beleg erbracht.

Damit unsere Leser einen Eindruck davon erhalten, welchen Blödsinn die beiden Autoren absichtlich verfasst haben, um zu testen, wie weit man bei Gender Studies gehen kann, ehe es auffällt, dass es sich um Blödsinn handelt, ein Test, der zu dem Ergebnis gekommen ist, dass man jeden Blödsinn als Gender Study verkaufen kann, haben wir einige besonders eindrucksvolle Stellen aus dem Text von Bohgossian und Lindsay entnommen.

Nach der Lektüre dieser Stellen wird auch dem Letzten deutlich, dass Gender Studies eine methodenleeren Religion darstellen, die auf einem Jargon basiert, der weitgehend inhaltsleer und unbestimmt ist, der aber von einem Hass auf Männer durchdrungen ist, der als bindendes Glied funktioniert (das natürlich sozial konstruiert ist). Insofern muss man wohl konstatieren, dass eine psychiatrische Reihenuntersuchung unter Gender Studierten sicher angezeigt wäre:

Gender Studies T Shirt2. The conceptual penis
The conceptual penis is the operative representation of the penis in society as it obtains via a variety of performative acts and statements related to and concerning gender. Conceptualization is the best way to understand the penis, as the notion of “penis as a male anatomical organ” suffers typical androcentric and meta-scientific limitations and errors as it is both overly reductive, in failing to represent the full reality of penis-bearing human experiences, and incoherent, as the penis itself haslittle or nothing to do with gender (West & Zimmerman, 1987).

[…]

The ultimately performative nature of hypermasculinity via the machismo braggadocio isomorphism is most evident in “male” behaviors typical of many men to reject emotional expressions as feminine. For example, compassion is generally avoided under machismo braggadocio subject performances, as are emotional expressions other than dominant, aggressive ones like anger and irascibility (Ben-Zeev, Scharnetzki, Chan, & Dennehy, 2012). As Scheff (2006) points out, “The hypermasculine pattern leads to competition, rather than connection between persons.” The performative nature of male-on-male competition is reflected into the conceptual penis via the machismo braggadocio isomorphism not only through the behavior, but additionally in phrases regarding toxic hypermasculine competitiveness like “pissing contest,” in which winners are determined by which hypermasculine person is able to project a stream of urine the furthest, often from a height, and “dick-measuring contest,” which needs no elaboration to unveil the direct impact of performative machismo braggadocio competitiveness.

[…]

2.2. Climate change and the conceptual penis
Nowhere are the consequences of hypermasculine machismo braggadocio isomorphic identification with the conceptual penis more problematic than concerning the issue of climate change. Climate change is driven by nothing more than it is by certain damaging themes in hypermasculinity that can be best understood via the dominant rapacious approach to climate ecology identifiable with the conceptual penis. Our planet is rapidly approaching the much-warned-about 2°C climate change threshold, and due to patriarchal power dynamics that maintain present capitalist structures, especially with regard to the fossil fuel industry, the connection between hypermasculine dominance of scientific, political, and economic discourses and the irreparable damage to our ecosystem is made clear.

Destructive, unsustainable hegemonically male approaches to pressing environmental policy and action are the predictable results of a raping of nature by a male-dominated mindset. This mindset is best captured by recognizing the role of the conceptual penis holds over masculine psychology. When it is applied to our natural environment, especially virgin environments that can be cheaply despoiled for their material resources and left dilapidated and diminished when our patriarchal approaches to economic gain have stolen their inherent worth, the extrapolation of the rape culture inherent in the conceptual penis becomes clear. At best, climate change is genuinely an example of hyper-patriarchal society metaphorically manspreading into the global ecosystem.

The deep reason for this problematic trend is explained, in its essence, by McElwaine (1999), where he writes, “Pickett suggests that we have to choose between capitalist rationalism and cultural subcapitalist theory” (Pickett, 1993). Contemporary capitalist theory, a.k.a. neocapitalist theory, derives its claim on rationalism directly from the hypermasculine focus in science and society that can best be accounted for by identification with the conceptual penis. Paxton and Scameron (2006) seem to agree, noting that, “neocapitalist materialist theory holds that reality comes from the collective unconscious, but only if the premise of dialectic objectivism is invalid; if that is not the case, sexuality has significance.” Toxic hypermasculinity derives its significance directly from the conceptual penis and applies itself to supporting neocapitalist materialism, which is a fundamental driver of climate change, especially in the rampant use of carbon-emitting fossil fuel technologies and careless domination of virgin natural environments. We need not delve deeply into criticisms of dialectic objectivism, or their relationships with masculine tropes like the conceptual penis to make effective criticism of (exclusionary) dialectic objectivism. All perspectives matter.”

Der ganze Artikel findet sich hier.

Translate »
error: Content is protected !!