Erfolg für ScienceFiles! Pakt für wissenschaftliche Lauterkeit in Freital: CDU und AfD arbeiten zusammen

Matthias Meisner vom Tagesspiegel, der nicht unbedingt dafür bekannt ist, auch nur zu versuchen, eine wertfreie Berichterstattung zu Stande zu bringen, will seine Leser gleich mit der Überschrift auf Linie trimmen: „CDU und AfD paktieren in Freital gegen Rechtsextremismus-Studie“. Ein Unding für Meisner, dessen demokratische Grundbildung offensichtlich nicht ausreicht, um zu begreifen, dass Sachfragen nichts mit persönlichen oder ideologischen Vorlieben zu tun haben. Weil Meisner das nicht begreift, lässt er Kommunalpolitiker von CDU, AfD und Freien Wählern gemeinsam die umstrittene Regierungsstudie … attackieren“. Das Wort „Kritik“ kennt Meisner nur im Zusammenhang mit „heftig“ und nicht als legitime Tätigkeit, sondern als Unterstellung, denn, wer Kritik übt, der unterstellt „Einseitigkeit oder sogar Fälschung“, wie Meisner schreibt.


Freital lauterkeit 1Richtig, es geht um die Junk Studie des Göttinger Instituts für Demokratieforschung, ein weiteres Steinchen im Arsenal all derer, die der Ansicht sind, Sozialwissenschaften seien eine ideologische, weitgehend willkürliche und von linken Aktivisten unterwanderte Veranstaltung.

Das sind sie nur in institutionalisierter Form, wie wir seit mehr als 5 Jahren mit ScienceFiles belegen. Es gibt einen festen Korpus von Methoden und einen umfangreichen Toolkit, mit dem die Validität und Reliabilität, die Gültigkeit und Verlässlichkeit von Studien analysiert und bewertet werden kann. Die Göttinger Junk Studie fällt im Hinblick auf jedes Kriterium, das man an wissenschaftliche Studien anlegen kann, durch, wie wir ausführlich dargestellt haben.

Tatsächlich dürfen wir einmal ganz unbescheiden für uns in Anspruch nehmen, dass wir das gemeinsame Vorgehen in Freital mit auf den Weg gebracht haben. Bis heute ist die methodische Kritik, die wir an der Junk Science aus Göttingen geübt haben, die umfangreichste und am besten fundierte, und bis heute taucht unsere Kritik in unterschiedlichen Facetten immer wieder auf, wenn es darum geht, die Studie aus Göttingen als den Junk darzustellen, der sie nun einmal ist.

Übrigens ist die Frage, ob die Interviews, die die Göttinger geführt haben wollen, tatsächlich geführt wurden, bis heute unbeantwortet. Ganz im Gegensatz zu wissenschaftlichen Gepflogenheiten weigern sich die Göttinger ihre Daten der wissenschaftlichen Gemeinschaft zugänglich zu machen. Auch eine Art zu zeigen, dass man Angst davor hat, die eigenen Ergebnisse könnten von unabhängigen Wissenschaftler geprüft werden.

Weil wir den Stein, der die Göttinger Junk Studie letztlich erledigt hat, maßgeblich mit ins Rollen gebracht haben, freut es uns besonders, dass im Stadtrat Freital ein gemeinsamer Antrag von Stadträten aus CDU, AfD und Freien Wählern eingebracht wird, in dem es darum geht, die in der am „18.05.2017 veröffentlichte[n] Studie ‚Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in Ostdeutschland’ des Göttinger Instituts für Demokratieforschung und die darin angewandten Methoden durch eine unabhängige wissenschaftliche Institution in Bezug auf wissenschaftliches Fehlverhalten überprüfen zu lassen“.

Wir hoffen nur, die Ratsherren aus Freital finden auch eine unabhängige wissenschaftliche Institution. Wir kennen eigentlich nur ein unabhängiges wissenschaftliches Blog. Aber hier ist nicht der Ort für Eigenwerbung.

Der Antrag als solcher ist es, der zeigt, dass unsere Arbeit auf ScienceFiles nicht nur das ist, was von Mainstream-Plagiateuren kopiert wird, nein, es ist auch das, was sich in Anträgen wiederfindet, in Formulierungen wie:

„Die durch die Ostbeauftrage der Bundesregierung, Iris Gleicke, beauftragte Studie zum o.g. Thema schließt aus einer geringen Anzahl von Interviews mit sogenannten ‚Expteren‘ auf die Situation der gesamten Bundesländer. Die Unterzeichner fragen sich, inwieweit sich die durch das Göttinger Institut beauftragten Personen als ‚Experten‘ auszeichnen. Sollte es sich nicht um Experten handeln, wird bezweifelt, dass die Personalauswahl repräsentativ war. Nachvollziehbare Kriterien in Bezug auf Zufallsauswahl bzw. Stichprobengröße sind für die Unterzeichner nicht erkennbar.“

Freital lauterkeit 2Wenngleich etwas holperig und in Teilen falsch (Die Frage der Repräsentativität hat nichts damit zu tun, ob die Befragten tatsächlich Experten waren. Dass die Ergebnisse repräsentativ sind, kann man in jedem Fall ausschließen, denn 40 Hanseln machen keine repräsentative Grundgesamtheit aus.), so ist hier doch erkennbar unsere Argumentation verarbeitet.

„Darüber hinaus“, so heißt es weiter, entsprechen die durch die Forscher vorgenommenen Versuche, die Interviewpartner zu anonymisieren, nicht den Grundsätzen guter wissenschaftlicher Praxis“.

Auch diese Formulierung ist krumm, denn gegen wissenschaftliche Gepflogenheiten verstößt schlicht die Tatsache der Anonymisierung von Experteninterviews. Das ist weder üblich, noch zielführend, denn was ist ein Experte wert, dessen Expertentum man nicht einschätzen kann? Dessen ungeachtet, ist auch in dieser Formulierung unsere Kritik zu erkennen.

Schließlich ist die im Antrag gleich mehrfach zu findende Formulierung „Grundsätze wissenschaftlicher Praxis“, eine Leihgabe von ScienceFiles, die wir gerne getätigt haben – für einen guten Zweck.

Insofern sind wir gespannt auf das Ergebnis des gemeinsamen Antrags, den SPD, Grüne und LINKE natürlich schon deshalb ablehnen müssen, weil einige ihrer Fraktionsmitglieder zu den Interviewten der Studie gehören.

Bis zum Ergebnis lehnen wir uns zurück und sind mit der Welt und damit zufrieden, dass die Junk Studie aus Göttingen nicht einmal mehr im Tagesspiegel verteidigt wird, selbst dort, wird die Verteidigung der Ostbeauftragten überlassen, deren Qualifikation wir nicht kennen, von der wir aber eines wissen: Von empirischer Sozialforschung hat sie überhaupt keine Ahnung. Ihre Aussage „Ich sehe keinen Grund für Zweifel an Inhalt und Methodik der Studie des Göttinger Instituts für Demokratieforschung“ weist entsprechend eine Analogie zum Blinden auf, der keinen Grund zum Zweifel an der Behauptung, die Sonne sei eigentlich lila und werde nachts vom Mann im Mond zugehängt, die ein Sehender der Blinden als Gutachten in Blindeschrift ausgehändigt hat, sieht.


Hinweise für ScienceFiles?
Schreiben Sie uns.

Trumpastrophy: Das Ende der Welt naht!

Ist es nicht amüsant zu beobachten, wie Donald Trump diejenigen aufmischt, die sich für politisches Establishment halten? Selbst Hüllen wie Jean-Claude Juncker, von denen man nicht gedacht hätte, dass sie ohne Äthanol überhaupt angetrieben werden können, sind in Bewegung oder in Wallung, je nachdem.

framingGemeinsam mit der öffentlich-rechtlich inszenierten Hysterie-Orgie, die zwischen Weltuntergangsstimmung und „viel wird sich nicht ändern“ oszilliert, gehört Jean-Claude Juncker zu denjenigen, die aufgeschreckt sind, ob der Tatsache, dass da einer Präsident geworden ist, der nicht nur tut, was er seinen Wählern versprochen hat, sondern auch einer, der offensichtlich keiner von ihnen ist – ein Außenseiter.

Und er hat es getan: Er hat das Pariser Klimaabkommen gekündigt.

Es ist wohltuend.

So wohltuend, dass man fast denkt, man könne den Blick, weg von der Hysterie und den Weltuntergangsszenarios, die nun simuliert werden, wieder auf die Fakten richten.

Welche Fakten?
Diese Fakten:

Niemand bestreitet, dass es einen Klimawandel gibt. Seit es die Erde gibt, hat sich das Klima gewandelt.

Der Streit wird darüber geführt, ob der Klimawandel, der derzeit zu beobachten ist, (zu nennenswerten Anteilen) von Menschen verursacht wird/wurde oder nicht.

Die Fürsprecher des menschengemachten Klimawandels stützen sich auf Simulationsmodelle. Mit Simulationsmodellen verbinden sich eine Vielzahl von Problemen. Eines besteht darin, dass man Parameter spezifizieren muss, also willkürlich oder mehr oder weniger informiert setzen muss. Bereits ein kleiner Unterschied ein paar Stellen hinter dem Komma eines Parameters kann die Ergebnisse der Simulation völlig verändern. Edward Lorenz hat darüber publiziert und den so genannten Butterfly Effekt populär gemacht.

Da Simulationsmodelle bereits für kleinste Abweichungen anfällig sind, ist Skepsis angebracht, wenn auf ihrer Basis berechnet wird, wie sich das Wetter in den nächsten 20-50 Jahren entwickeln wird. Da Meteorologen regelmäßig nicht in der Lage sind, das Wetter von nächster Woche richtig vorherzusagen, vielleicht noch etwas mehr Skepsis als gewöhnlich. Ein anderes Problem besteht darin, dass viele Vorhersagen, die auf Basis der Klimawandel-Simulationen gemacht wurden, schlicht nicht eingetreten sind.

climate changeTrotz dieser Ambivalenzen und Probleme, die sich mit dem fast schon beschworenen, menschengemachten Klimawandel verbinden, gibt es eine breite Front von Politikern, die an den menschengemachten Klimawandel glauben will. Einerseits kann man als Kämpfer gegen den Klimawandel virtue signalling betreiben, den Wählern zeigen, dass man ein Guter, vermutlich ein ahnungsloser, aber dennoch ein Guter ist. Andererseits kann man mit der Beförderung alternativer Energien politische Gefallen verkaufen, was sich noch immer als lohnend für Politiker und ihre Parteien erwiesen hat.

Wegen dieser Ambivalenzen und Probleme gibt es eine Reihe von Wissenschaftlern und Blogs im Internet, das bekannteste deutsche Blog ist Eike-Klima, die sich kritisch mit dem angeblich von Menschen gemachten Klimawandel auseinandersetzen. Von diesen Wissenschaftlern und den entsprechenden Blogs hört man in Deutschland wenig, die intolerante Einheitsmeinungsfront öffentlich-rechtlicher Wahrheitsverkünder steht dem entgegen.

Doch nun gibt es mit Donald Trump den ersten Politiker, der den Mut hat und offensichtlich auch die Rückendeckung, um die geschlossene Reihe derer, die mit Klimaschutz ihr Auskommen bestreiten und ihre moralische Überlegenheit dokumentieren wollen, zu durchbrechen und Wandel einzuleiten, Wandel, von dem die politisch Etablierten immer behaupten, andere hätten Angst vor ihm.

Und deshalb kann man auf Grundlage der oben kurz referierten Fakten eine ethische Frage diskutieren, um die es im Zusammenhang mit Klimawandel eigentlich geht.

Ist es die Aufgabe einer Gesellschaft mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln dafür zu sorgen, dass die LEBENDEN das bestmögliche Leben zu führen in der Lage sind?

Oder:

Ist es die Aufgabe einer Gesellschaft auf Mittel, die ihr zur Verfügung stehen, zu verzichten und in Kauf zu nehmen, dass die LEBENDEN nicht das bestmögliche Leben zu führen im Stande sind, um auf diese Weise Rücksicht auf diejenigen zu nehmen, die noch nicht geboren sind, die nicht leben?

Anders formuliert. Was ist wichtiger: Das Leben derer, die leben, oder das Leben derer, die vielleicht geboren werden?

Was meinen unsere Leser?

Altruismus mit Ungeborenen?
Translate »
error: Content is protected !!