Ehe für alle – Armseligkeit und Phantasielosigkeit treffen die Bundestagswahl

Als Konrad Adenauer zur Wahl angetreten ist, ging es in Deutschland um Richtungsentscheidungen, Entscheidungen, die er und u.a. Ludwig Erhard dann getroffen haben, für eine Marktwirtschaft und eine Integration im Bündnis der westlichen Staaten.

AdenauerWilly Brand hat die Ostpolitik ins Leben gerufen und der Politik seiner Zeit nicht nur mit einem Kniefall seinen Stempel aufgedrückt.

Helmut Schmidt, nun, über Helmut Schmidt und die Entscheidungen seiner Regierungen, vom Nato-Doppelbeschluss bis zum Radikalenerlass, muss man keine Worte verlieren.

Von Helmut Kohl kann man halten, was man will, aber die brachiale Zielstrebigkeit, mit der er die DDR angeschlossen hat (Für unsere jungen Leser: ursprünglich wurde die DDR an die BRD angeschlossen), die hat selbst Margaret Thatcher beeindruckt.

Gerhard Schröder hat nicht nur seine Haare nicht gefärbt, er hat auch mit der Agenda 2010 und den darin enthaltenen Hartz-IV-Reformen das Wohlfahrtssystem zumindest versucht, wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen.

Und dann kam Merkel.

Und es traten die Profilierungsthemen an die Stelle von politischen Entscheidungen.
Politische Korruption wurde zur Normalität, dafür sorgt nicht zuletzt der sozialdemokratische Koalitionspartner.

Vor allem kam das Virtue Signalling. Politiker sehen ihre Aufgabe nicht mehr darin, Entscheidungen zu treffen, die einen relevanten Gegenstand haben. Politiker sehen ihre Aufgabe vor allem darin, Virtue Signalling zu betreiben, also sich als Lichtgestalt zu inszenieren, die keine Ahnung von Politik, dem politischen System, dem Rechtssystem oder anderen Dingen hat, die Politiker früher einmal wussten, die aber gut ist, d.h. als gut erscheinen will.

Deshalb

  • Titanic cover Kohl dopingsorgen sich Justizminister lieber um das, was sie für Hasskommentare halten als dass sie sich um den Zustand der Rechtspflege kümmern würden;
  • sind Innenminister der Meinung, dass ihre Hauptaufgabe darin besteht, die eigene Bevölkerung zu überwachen;
  • sind Finanzminister damit beschäftigt, das Ersparte der eigenen Bevölkerung auf ein historisches Minimum zu reduzieren;
  • versuchen Familienminister alle möglichen zwischenmenschlichen Bereiche, die einst problemlos funktioniert haben, dadurch zu zerstören, dass sie rechtsextreme Gespenster von steuerfinanzierten Geistersehern jagen lassen und gefallen sich ansonsten darin, Zwietracht in Beziehungen zwischen Geschlechtern zu tragen;
  • finden Bildungsminister einen Gefallen daran, Hochschulen und sonstige Stätten, die einst der Vermittlung von Wissen dienten, durch eine forcierte Feminisierung zu zerstören, die die unmotivierte Halbtagskraft an die Stelle der kompetenten Vollzeitkraft setzt, die auch Überstunden macht, um zu garantieren, dass der Laden läuft;
  • ist der Verteidigungsminister der größte Feind der Truppe;
  • Während der Bundeskanzler sein Ego kämmt und Millionen von Migranten als Faustpfand einsetzt, mit dem er (vergeblich) den Friedensnobelpreis zu erreichen hofft.

Und zur Krönung dieses Wahnsinns, die Anthony Downs, der sowieso schon keine hohe Meinung von Parteien hatte, posthum in einer Weise Recht gibt, die Downs gar nicht Recht gewesen wäre, verschmelzen die Parteien, die sich einst liberal oder noch mehr einst sozialdemokratisch nannten, in einer wahren Orgie des Realitätsverlusts.

Das Top-Wahlkampfthema, das Thema, von dem die SPD und die Grünen, und die LINKE und die FDP (die FDP!) eine Regierungsbeteiligung abhängig machen wollen, ist: Die Ehe für alle!

Was soll man dazu sagen?

Vielleicht:
Homosexuelle, Schwule und Lesben und diejenigen, die nur von sich wissen, dass sie keine Heterosexuellen sind, machen nur einen kleinen Teil der Bevölkerung aus, irgendwo zwischen 2% und 8% der Bevölkerung, je nach Studie oder Schätzung. Wer sich für Genaueres interessiert, sei auf den Beitrag „Homosexualität und Suizidrisiko“ verwiesen, den Dr. habil. Heike Diefenbach für die Blaue Reihe von ScienceFiles erstellt hat.

Man gewinnt keine Wahlen mit Wahlgeschenken an weniger als 10% der Bevölkerung.

Vielleicht:
Das Echozimmer, in das sich die Delegierten und aktiven Parteimitglieder selbst eingeschlossen haben, mag zwar von der Freude über die Ehe für alle wiederhallen, aber der große Teil der Bevölkerung hat wirkliche, keine eingebildeten Probleme, Probleme, die da anfangen, wo der Bruttolohn um 49% im Durchschnitt schrumpft und da aufhören, wo die Rente nicht einmal ansatzweise zu einem normalen Leben reicht. Und was ist für SPD, FDP relevant? Die Ehe für alle!

Vielleicht:
Virtue Signalling, also die Inszenierung der eigenen Person oder der eigenen Partei in gutmenschlicher Darstellung ist nur da sinnvoll, wo sie nicht dazu führt, dass andere am Verstand des oder der Inszenierenden zweifeln.

Wir zweifeln am Verstand derjenigen, die die „Ehe für alle“ zum Zünglein an der Regierungswaage gemacht haben. Massiv.

Es gibt Menschen in Deutschland, die wissen nicht, wovon sie im Alter leben sollen. Ehe für alle interessiert sie nicht. Es gibt Menschen in Deutschland die vegetieren in Dreibettzimmern in angeblichen Pflegeheimen und fixiert an ihr Bett dahin, oftmals im eigenen Urin. Ob sie für eine Ehe für alle begeistert werden können?

Wir zweifeln…


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Das Elend der Almende – Kommentare nur noch für registrierte Leser

Als Garrett Hardin seineTragedy of the Commons geschrieben hat, jenen Text, in dem er u.a. zeigt, warum die kollektive Nutzung von Gütern unweigerlich in die Katastrophe führt, da gab es noch kein Internet und keine Smartphones und keine Computer, die zum Haushaltsgerät geworden waren.


U.a. daran, dass das Elend der Kollektivgüter bis heute Elend geblieben ist, kann man zum einen sehen, dass die Entwicklung der menschlichen Rationalität mindestens in Stocken geraten ist, zum anderen, dass Hardin tatsächlich ein Gesetz sozialen Handelns, das bis heute gilt, aufgezeigt hat.

Das Elend der Kollektivgüter es ist u.a. die Folge von Egomanie gepaart mit dem Trieb, auf Kosten von anderen und unter Nutzung von Angeboten, die umsonst sind, die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Und weil diejenigen, die versuchen, als Kollektivgut-Schmarotzer durchs Leben zu gehen, letztlich dazu führen, dass Kollektivgüter entweder im Bestand gefährdert oder vor derartigen Übergriffen geschützt werden müssen, deshalb werden Kollektivgüter häufig zu Clubgütern gemacht, in deren Genuss nur noch die Mitglieder dieses Clubs kommen.

Restricted area commentatorsGenau so verhält es sich mit der Kommentarfunktion auf ScienceFiles.
Wir haben nun rund fünfeinhalb Jahre lang Erfahrung mit der Kommentarfunktion gesammelt und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir nur noch registrierten Nutzern das Kommentieren ermöglichen.

Das hat eine Reihe von Gründen.

So haben wir keine Lust mehr, von linken Umsonstkonsumenten (wie Bernd) beschimpft zu werden, die vor lauter Unfähigkeit, die eigenen Bedürfnisse aufzuschieben, der Ansicht zu sein scheinen, dass andere ihre kostenlosen Angebote rund um die Uhr und jeden Tag der Woche und des Monats vorhalten müssen, damit sie ihren dünnen Gedanken, ihren Ideologischen Phantasien, ihrem Hasses und ihrem unbändigen Konsumbedürfnis freien Lauf lassen können. Schon erstaunlich, dass gerade die linken Gegner des Marktes so konsumgeil sind, dass sie nicht einmal in der Lage sind, sich ein paar Stunden zu beherrschen …

Außerdem haben wir keine Lust mehr auf Kommentatoren, die sich, weil sie sich auf ScienceFiles intellektuell nicht durchsetzen können und mit ihren Pseudo-Argumenten baden gehen, in anderen Blogs ausweinen und uns unter dem Mantel der Anonymität und in der irrigen Annahme, wir würden das nicht mitbekommen, verleumden.

Darüber hinaus häufen sich in letzter Zeit die Versuche, ScienceFiles durch Kommentare zu diskreditieren, in denen unter der Hand auf Seiten, auf denen der Holocaust geleugnet wird oder andere Seiten mit Inhalten, die in Deutschland strafbar sind, verlinkt wird. Für unsere Gegner wäre ein entsprechender Link ein gefundenes Fressen, insofern wissen wir nicht, ob die entsprechenden Kommentare von linksextremen Agent Provocateur oder rechtsextremen Spinnern abgesetzt werden, wir wissen nur, dass diejenigen, die es tun, viel Zeit haben.

Viel Zeit haben auch die vielen Kommentatoren, die versuchen, ScienceFiles als Plattform für ihre privaten oder die Kriege zu benutzen, für deren Verbreitung sie von Dritten bezahlt werden. Wir haben einfach keine Lust mehr, pro Tag unzählige Kommentare von Autoren mit ständig wechselnder IP zu löschen, die unsere Posts zum Anlass nehmen, um uns die neueste Warhheit über Israels IDV oder Palästinas Hamas unterjubeln oder einfach nur auf ihre eigene Seite verlinken wollen, ohne einen Beitrag zu unserem Text oder einer Diskussion darüber zu leisten.

Deshalb machen wir das Kommentieren auf ScienceFiles zu einem Clubgut.
Wer sich registriert, kann kommentieren, und zwar nach dem ersten Kommentar ohne Moderation.

Wir bringen den registrierten Kommentatoren also das Vertrauen entgegen, dass Sie die Möglichkeiten, unmoderierter Kommentare nicht ausnutzen werden.

Aber, wie sagt schon Lenin: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Wir werden Stichproben machen und zeitweise mitlesen, und wer trotz Registrierung meint, er könne die normalen Formen von Anstand und Höflichkeit verlassen und uns Links unterjubeln, die uns in Schwierigkeiten bringen können, der ist raus – und zwar endgültig.

Es ist schade, dass wir zu diesem Mittel greifen müssen. Aber die linken Konsummenschen, die denken, die Welt sei nur geschaffen worden, um ihren Konsum zu befriedigen, von anderen geschaffen, versteht sich und all diejenigen, die die beträchtliche Reichweite von ScienceFiles für ihre ideologischen Zwecke missbrauchen wollen, lassen uns keine andere Wahl.

Nachtrag:

Wer in Zukunft kommentieren will, muss sich also mit seinem Facebook, Twitter oder WordPress-Konto anmelden.

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