Intellektuelle Niederungen: Grüne perfektionieren Reductio ad absurdum

„Die Reductio ad absurdum ist eine gültige Argumentform, die sehr oft benutzt wird und höchst effektiv ist. Sie wird manchmal dazu verwendet, eine positive Konklusion zu ziehen; oft bedient man sich ihrer aber auch, um eine Behauptung eines Opponenten zu widerlegen.“

Das schreibt Wesley C. Salmon in sinem kleinen Reklam-Büchlein, das den schlichten Titel „Logik“ trägt.

Das Folgende schreiben die Grünen und das anhängende Bündnis (oder umgekehrt) in einer Kleinen Anfrage an die Bundesregierung:

„Demensprechend klafft eine große Lücke zwischen den Renten von Männern und Frauen. Dies betrifft nicht nur die gesetzliche Rente, sondern auch und gerade die betriebliche Altersversorgung sowie die private Altersvorsorge. Wir fragen die Bundesregierung:

1. Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung die geschlechtsspezifische Rentenlücke bezogen auf die durchschnittlichen Rentenzahlbeträge“

Die Grünen haben die Logik erweitert und der Reductio ad absurdum, die normalerweise genutzt wird, um seinen Gegner lächerlich zu machen bzw. sein Argument zu zerstören, eine Selbst-Reductio ad absurdum hinzugefügt. Eine reife Leistung, die nur durch eine intellektuelle Lücke, die Grüne von der Normalbevölkerung trennt, möglich ist.

Allgemein kann man annehmen, dass jemand, der nach einer Antwort fragen muss, die entsprechende Antwort nicht kennt (rhetorische Fragen sind ausgeschlossen). Die Grünen kennen entsprechend die Höhe der geschlechtsspezifischen Rentenlücke nicht, sonst müssten sie nicht danach fragen. Gleichzeitig behaupten sie, dass entsprechende Lücke nicht nur existiere, sondern eine große Lücke sei, was sie nicht wissen können, weil sie die Lücke nicht kennen, sonst würden sie nicht danach fragen.

Die logische Struktur der Grünen selbst-reductio ad absurdum ist wie folgt

P (Wir kennen die Lücke)
-P (Wir fragen nach der Lücke, also kennen wir sie nicht)
Q (Wer nach einer Lücke fragt, die er angeblich kennt, ist entweder irre oder er weiß die Antwort nicht.)
-Q (Die Grünen wissen, dass die Lücke groß ist)
Konklusion aus Q und –Q: Die Grünen müssen irre sein.

Wem diese Konklusion nicht gefällt, der kann die Reductio ad absurdum auch so auflösen:

P (Wir kennen die Lücke)
-P (Wir fragen nach der Lücke, also kennen wir sie nicht)
Q (Wer nach einer Lücke fragt, die er angeblich kennt, ist entweder irre oder er weiß die Antwort nicht und lügt.)
-Q (Die Grünen wissen nicht, dass die Lücke groß ist)
Konklusion aus Q und –Q: Die Grünen lügen.

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