Universitätsranking: Wie viel Meinungsfreiheit ist an Deiner Universität erlaubt?

Nein, das Projekt, von dem wir nun berichten, es stammt nicht aus Deutschland.

Perish the thought.

In Deutschland gibt es kein Geld für Projekte, deren Ziel darin besteht, zu analysieren, wie groß das Ausmaß von Meinungsfreiheit ist, das an deutschen Universitäten noch erlaubt ist. Derartige Themen sind irrelevant. Meinungsfreiheit ist nur die Grundlage von Erkenntnisfortschritt und Innovation. Sprachliche Wurmfortsätze, damit sich niemand benachteiligt fühlt, Jammergruppen, in denen sich diejenigen, die so gerne Opfer von Rassismus wären, für die sich aber niemand interessiert, austauschen können, Auftragsforschung, die bestätigt, was ideologisch gewünscht ist und Netzwerktreffen, bei denen man sich gegenseitig auf die Schulter klopft und die Absichtsbekundungen des letzten Netzwerktreffens, oder war es das Netzwerktreffen davor?, wiederholt, sind wichtiger.

Für ein Ranking, das auf einer Untersuchung basiert, in der das Ausmaß an Meinungsfreiheit, das an deutschen Universitäten noch vorhanden ist, analysiert wird, ist kein Geld da. Studenten werden schon von sich aus entdecken, welche Beschränkung ihre Denkanstalt sich auferlegt hat oder in welcher Weise militante Studentenaktivisten versuchen, freie Rede und Meinungsfreiheit auf dem Campus zu unterbinden.

Sicher, das Projekt wäre ein sehr reizvolles, eines, das wir sofort in Angriff nehmen würden. Aber: In Deutschland ist die Feindschaft gegenüber ideologisch nicht passenden Ergebnissen oder gar Rankings zu groß, als dass sich Geldgeber für ein solches Projekt finden würden. Eher wahrscheinlich ist es, dass sich die Bertelsmann-Stiftung der Idee bemächtigt und daran arbeitet, allen deutschen Universitäten einen Persilschein auszustellen.

Im Vereinigten Königreich ist das anders.

Hier gibt es nicht nur eine lange Tradition von Rankings, die Hochschulen nach ihrer Leistungsfähigkeit, den Berufschancen ihrer Absolventen oder Schulen nach der Qualifikation ihrer Lehrer in Reihenfolge bringen, hier gibt es auch genügend private Initiative und Geldgeber, die Projekte wie das Projekt „Free Speech University Rankings“, das Spiked gerade abgeschlossen hat, ermöglichen. 115 britische Universitäten hat Spiked analysiert und anschließend in drei Kategorien eingeteilt:

Rot für diejenigen Universitäten, an denen Universitätsadministrationen oder Studentenvereinigungen die freie Rede und das freie Äußern der eigenen Meinung durch entsprechende Politiken, Vorschriften, Regelungen, entsprechende Code of Conducts oder Sprachregelungen unterdrücken, die Wissenschaftler oder Redner, die kontroverse (also politisch nicht korrekte) Positionen vertreten, vom Campus verbannt haben oder Studenten wegen Aussagen, die diese gemacht haben, exmatrikuliert haben.

Orange ist für die Universitäten vorgesehen, die versuchen, freie Meinungsäußerung durch Leitlinien für angepasste Sprache oder gewünschten Verhalten zu unterbinden, bislang aber noch nicht mehr getan haben, als die entsprechenden Leitlinien zu veröffentlichen.

Grün ist für die Universitäten, die sich in keiner Weise in die Meinungsbildung und Meinungsäußerung auf dem Campus einmischen.

Die Informationen, die für das Ranking notwendig sind, haben sich die Forscher von Spiked über Anfragen auf Grundlage des Freedom of Information Acts oder aus öffentlich zugänglichen Quellen beschafft.

Im Ergebnis zeigt sich ein bedrückendes Bild für britische Universitäten.
Wer daran interessiert ist, im Vereinigten Königreich zu studieren und wem dabei die Meinungsfreiheit am Herzen liegt, dem können wir auf der Grundlage des Rankings von Spiked nur sieben Universitäten empfehlen:

  • University of Buckingham
  • University of Glasgow, Caledonian
  • University of Hertfordshire (Hatfield)
  • University of Loughborough
  • University “Robert Gordon” (Aberdeen)
  • University “Trinity St. David” (Lampeter and Swansea)
  • University of the West of Scotland (Paisley)

Das restliche Ranking finden sich bei Spiked.

Insgesamt sind die Ergebnisse erschreckend und man fragt sich, wie konnte es linken und Genderaktivisten gelingen, die Meinungs- und Redefreiheit an Universitäten einzuschränken und Universitäten zu ihren ideologischen Spielwiesen zu degradieren. Während wir uns die Antwort auf diese Frage überlegen müssen, die die Feigheit institutioneller Wissenschaftler sicher als erklärende Variable enthalten muss, wissen wir, dass das Bild, das sich für Deutschland ergeben würde, sicher nicht erfreulicher ausfallen würde.

Aber das will ja niemand wissen.

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Schleimen in der Schule lohnt sich – zumindest in Bremen

Reduzieren wir die 20 Seiten des Beitrags mit dem Titel „Sozialverhalten und Schulleistungen“ aus der Zeitschrift für Erziehungswissenschaft doch auf den wesentlichen Inhalt:

Wenn Mitschüler über einen Schüler sagen, dass er ihnen hilft, nicht aggressiv ist und „unsere Arbeit“ nicht häufig stört, dann schätzen Lehrer die Beliebtheit der entsprechenden Schüler höher ein und die entsprechenden Schüler erhalten bessere Noten als Schüler, auf die das alles nicht zutrifft.

Das teilen uns Julia Becherer, Olaf Köller und Friederike Zimmermann mit. Ein Strukturgleichungsmodell hat diese Kausalitäten entdeckt. Natürlich liest es sich, wenn Becherer, Köller und Zimmermann dieses Ergebnis beschreiben, ganz anders: „… Schüler, die von ihren Peers als prosozial eingeschätzt wurden, wurden von den Lehrkräften auch als beliebter eingeschätzt und erreichten auch später bessere Schulnoten. Als beliebt eingeschätzte … Schüler erreichten ebenfalls bessere Noten und auch der indirekte Zusammenhang des prosozialen Verhaltens mit den Noten, vermittelt über die Beliebtheit in der Klasse, war substanziell“.

Wer heutzutage empirische Texte liest, der braucht ein dickes Fell. Max Kaase hat Studien wie die von Becherer, Köller und Zimmermann als „Data speek to me“ Studien bezeichnet, aber das setzt voraus, dass das, was die Daten sagen, verstanden wird – eine Annahme, die man nicht mehr unbegrenzt aufrechterhalten kann.

So hat sich die Kenntnis darüber, wozu Strukturgleichungsmodelle eigentlich einmal entwickelt wurden und welche Probleme sich mit den entsprechenden Modellen, die früher unter dem Stichwort „LISREL“ behandelt wurden, weitgehend verflüchtigt. Dass man der Software durch die Spezifikation von Pfaden vorgibt, in welche Richtung Zusammenhänge weisen und damit klare Annahmen über Kausalitäten macht, das ist zumindest bei den drei Autoren, die diesen Text verbrochen haben, nicht angekommen. Für sie wurden irgendwelche Assoziationen oder Zusammenhänge gemessen, die mit ihren Annahmen und Spezifikationen natürlich nichts zu tun haben.

What if data will speak, but nobody is listening?

Daten zu 2.387 Schülern aus Bremen haben die drei Autoren verarbeitet. Schüler aus 113 Klassen in 10 Regelschulen, alle in der Gegend von 15 Jahren alt und entsprechend in einer neunten Klasse. Daten aus einem Projekt, das mehrere Erhebungswellen umfasst. Längsschnittdaten: Eine Seltenheit für Deutschland. Daten, anhand derer man relevante Fragestellungen nach Lernfortschritt, Einfluss von Lehrern auf schulische Leistungen, nach der Benachteiligung von Jungen und den Faktoren, die die Motivation von Schülern beeinflussen, beantworten könnte. Fragen, die für die individuelle Schul-Biographie von Schülern von Bedeutung sind und Auskunft über institutionelle Mängel geben könnten. Und was untersuchen die Autoren?

Ob prosoziales Verhalten vermittelt über die Beliebtheit eines Schülers dessen Noten beeinflusst. Und sie untersuchen es mit dem aufgerichteten Zeigefinger: Seht her liebe Kindlein, wer sich nicht einfügt, wer nicht prosozial ist, also seinen Mitschülern nicht hilft, der bekommt auch schlechtere Noten. Besser ihr werdet zu Duckmäusern und …kriechern, die frühzeitig das Geheimnis des Erfolgs, wie es in Deutschland gehütet wird, erkennen.

Wenn dieser Forschung irgend ein Verdienst zukommt, dann das, gezeigt zu haben, dass leistungsirrelevante Fragen sozialer Einordnung in Bremen die Noten zu beeinflussen scheinen. Das ist erschreckend. Scheinbar geben Lehrer in Bremen Schülern, die sie für beliebter halten, bessere Noten. Scheinbar wollen sich Lehrer bei der Mehrheit der Schüler einer Klasse einschleimen.

Wetten, dieses Ergebnis hätte man auch erhalten können. Strukturgleichungsmodelle sind geduldig. Man spezifiziert, die Software rechnet und heraus kommt ein Ergebnis. Dass Linear Structural Relations (LISREL) (fast) immer gefunden werden können, weshalb es unabdingbar ist, dass die Richtung der Beziehung entweder vorgegeben oder offen gehalten wird, ist dabei sicher. Offensichtlich haben Becherer et al. von vornherein angenommen oder die Voreinstellung des statistischen Pakets, das sie verwendet haben, hat ihnen diese Entscheidung abgenommen, dass prosoziales Verhalten auf Beliebtheit und Noten wirkt und nicht etwa, dass die Notengebung von Lehrern durch deren Einschätzung deren Beliebtheit eines Schülers bei seinen Peers beeinflusst wird. Auch die Idee, dass Schüler aggressiv sein könnten, weil sie von Peers aus der Klassengemeinschaft ausgegrenzt werden, Letztere also die Ursache für ersteres ist, ist unseren Autoren der unimaginativen Forschung nicht gekommen. Für sie ist klar, prosozial ist gut, dissozial ist schlecht.

Sie sind Ideologen, keine Wissenschaftler, Ideologen, die am derzeit häufig angestimmten Lied, nachdem Menschen so furchtbar sozial zueinander sind, ein Faktum, das man immer wieder sehen kann, wenn Antifas den Lebensunterhalt von Menschen zerstören, die sie gar nicht kennen oder Terroristen willkürlich in Menschenmengen fahren, mitsingen. Nein, natürlich sind nicht Menschen, sondern nur richtige Menschen prosozial. Deshalb muss prosoziales Verhalten schon in der Schule gelernt und durchgesetzt werden, müssen Schüler erkennen, wenn sie dissozial sind, dann gibt es schlechte Noten, schlechte Noten als Bestrafung für Schüler: Noch ein Pfad, der im Strukturgleichungsmodell nicht spezifiziert wurde.

Statistik leidet eben an der geistigen Beschränkung ihrer Anwender. Prosozial ist, so lernen wir von Becherer et al., wenn ein Schüler von einem anderen Schüler sagt, dass er ihm hilft. Wobei ist egal. Hauptsache er hilft: beim Schummel während der Klassenarbeit, beim Mobben anderer Mitschüler, wobei auch immer. Hauptsache, er hilft. Helfen ist nämlich gut. Dagegen ist Aggression schlecht. Wer aggressiv ist, ist dissozial, nicht etwa mit einem Instinkt ausgerüstet, der der Menschheit ihr Überleben gesichert hat und der auch heute noch wichtig ist, wenn man z.B. seine Haut gegen Übergriffe verteidigen muss. Und dissozial ist, wer „uns bei unserer Arbeit stört“. Bei „unserer Arbeit“ werden wir nur durch Außenseiter gestört, so dass alle, die nicht zu einer Gruppe gehören, potentiell dissozial sein müssen, zwangsläufig. Was hier gefeiert wird, ist nichts anderes als die Stiftung einer sozialen Identität durch Ausgrenzung von anderen. Andere Forscher beforschen das unter dem Stichwort Mobbing und halten die Ausgrenzten für Opfer. Becherer et al. sehen in der Ausgrenzung eine Reaktion auf das dissoziale Verhalten der Ausgegrenzten. Wenn man sich im theoretischen Niemandsland befindet, dann kann man sich nur an der eigenen Ideologie festhalten. Noch ein Grund, warum Artikel wie der von Becherer, Köller und Zimmermann der empirische Ausdruck der latenten Variable „Junk Science“ sind, die wiederum im Strukturgleichungsmodell direkt von methodischer und statistischer Unkenntnis sowie von theoretischer Unbedarftheit beeinflusst wird.

Becherer, Julia, Köller, Olaf & Zimmermann, Friederike (2017). Sozialverhalten und Schulleistungen. Spielt die Beliebtheit in der Klasse eine Rolle? Zeitschrift für Erziehungswissenschaft (online first).

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Der Fake-News Trick: Die Politische Klasse bekämpft den freien Diskurs

Welche Informationen dürfen Bürger erreichen?

Eigentlich ist schon die Frage eine Unverschämtheit, und doch steht diese Frage im Kern dessen, was sich derzeit im Hinblick auf Fake News in Deutschland ereignet. Der mündige Bürger, den Politiker immer dann begrüßen, wenn er ihnen gerade seine Stimme gegeben hat, er ist gar nicht mehr so mündig und wird schon gar nicht mehr begrüßt, wenn er sich Informationen aus nicht von Parteien autorisierten Quellen verschafft, wenn er sich eine eigene Meinung aufgrund unabhängiger Informationen bilden will, wenn er abseits vom direkten Weg, auf dessen Wirksamkeit Politiker und ihre öffentlich-rechtlichen Medien seit der Volksempfänger obsolet geworden ist, vertraut haben, seine Informationen beschafft.

Denn unabhängige Informationen können zu unabhängigen (Wahl-)entscheidungen führen und dann passiert, was das britische Magazin „Spiked“ wie folgt beschreibt:

“The ‘fake news’ panic is essentially a response to the democratic revolt against Western political elites. It could not be the case that millions made a rational decision to vote to Leave the EU or elect Donald Trump. It could not be that the Remainers here or the Democrats in the US simply lost the argument to their despised opponents.
No, those ‘low-information’ gullible voters must clearly have been duped by ‘Brexit lies’, Russian ‘fake news’ and other sorts of ‘post-truth politics’. The solution must be to control public debate and edit out the bits you don’t like or can’t deal with, to place guiding hands over the public’s eyes and ears.”

Wähler wählen anders als diejenigen, die sich aus welchen Gründen auch immer für die Elite halten, es wollen. Damit diese unsachgemäße Nutzung demokratischer Freiheit nicht um sich greift, haben Politiker die Fake News Debatte erfunden. Wenn man das Gegenüber der Fake News bezichtigt, ob das nun stimmt oder nicht, hat man, so das Kalkül, die Definitionhoheit, kann die Gegenposition in Frage stellen ohne die eigene Position argumentieren oder begründen zu müssen, und da der Ruf „Fake News“ den öffentlich-rechtlichen Mob auf diejenigen, denen er entgegen geschleudert wird, loslässt, hat man auch dafür gesorgt, dass das Gegenüber mundtot gemacht, in jedem Fall damit beschäftigt ist, sich gegen den Vorwurf zu verteidigen.

Viele Vorwürfe jemand, besonders gerne wird Donald Trump in diesen Platzhalter eingesetzt, habe Fake News verbreitet, lösen sich nach kurzer Zeit bereits in Luft auf, aber das nutzt demjenigen, der entsprechend verleumdet wurde, in der Regel nichts mehr. Nachrichten sind kurzlebig und Sender, die die Fake News Denunziation verbreitet haben, sind in der Regel nicht bereit, eine Gegendarstellung zu bringen, lieber bringen sie eine weitere Fake News Beschuldigung. Der Wahn den z.B. Hadmut Danisch im Hinblick auf die Berichterstattung über Donald Trump in deutschen Medien grassieren sieht, er hat seine Ursache darin: Wer ständig neue Vorwürfe anhäuft, muss sich nicht für die vergangenen und falschen Vorwürfe verantworten, so das einfach Kalkül.

Tatsächlich wachsen derzeit die politisch-korrekten Fake News Bekämpfer wie Pilze aus dem Boden. Was sie zum Bekämpfen von Fake News qualifiziert, ist indes ein Rätsel, denn diejenigen, die vermeintliche FakeNews bekämpfen sollen, sie werden der Öffentlichkeit einfach präsentiert. Ob sie irgendwelche Kompetenzen besitzen und wenn ja, welche, das ist offensichtlich belanglos. Allein die Tatsache, dass keiner der FakeNewsbekämpfer jemals seine Qualifikationen, die ihn gerade zum Bekämpfen von FakeNews qualifizieren, offengelegt hat, nicht einmal die Notwendigkeit dazu verspürt hat, belegt, dass es nicht darum geht, tatsächliche FakeNews richtig zu stellen, sondern neue Formen von Propaganda zu entwickeln, dies es ermöglichen, den öffentlichen Diskurs, der dem politischen Establishment und seinen öffentlich-rechtlichen Helfershelfern aus den Fingern geglitten ist, wieder in den Griff zu bekommen. Flankierende Maßnahmen dazu bilden die Zensur von Inhalten, die angeblich Hass beinhalten oder gegen Strafgesetze verstoßen.

Hat irgendjemand einen Zweifel daran, dass es nicht darum geht, die Bürger vor falschen Informationen zu schützen, sondern darum, den Bürgern alternative Quellen der Information nicht nur madig zu machen, sondern vollständig zu verschließen?

Wenn jemand daran Zweifel hat, dann haben wir ein paar Fragen:

1) Auf welcher Grundlage sind Politiker und Journalisten der Ansicht, sie könnten besser als ihre Leser, als die Richter, Wissenschaftler, Bäckermeister, Ärzte, Lehrer oder Dachdecker richtige von falschen Informationen unterscheiden? Auf Grundlage welcher Qualifikation kommen Politiker und Journalisten zu dieser Selbstüberschätzung?
2) Wie kommen Politiker und Journalisten überhaupt dazu, sich anzumaßen, Bürgern Informationen vorzuenthalten bzw. Informationen nur in von ihnen bereits bewerteter Weise zugänglich zu machen?
3) Wieso sind die vermeintlichen FakeNews, die von den weshalb auch immer dazu qualifizierten angeblichen FakeNewsenttarnern bekämpft werden, ausschließlich Themen, die für das politische Establishment kritisch sind?

Wir haben uns einmal die Mühe gemacht, die Themen zu kategorisieren, die die ARD-Faktenfinder in den letzten eineinhalb Monaten bearbeitet haben. Hier das Ergebnis:

In der Karikatur Die gute Presse von 1847 aus unbekannter Feder steht der Krebs für Rückschritt, der Spiegel des Krebses für die Rückwärtsgewandtheit, der Maulwurf für Blindheit, Kerzenlöscher für Dunkelheit, die Schere und Stift für Zensur, die Rute für Drangsal, die Augen für Überwachung, die Kinder für den bevormundeten Bürger, der Schafskopfspolizist für die Dummheit der Staatsmacht und der Spitz für die Spitzelei. Die Karikatur erschien in der Zeitschrift Leuchtturm10 Beiträge, die vermeintlich falsche Informationen über Flüchtlinge bzw. Zuwanderung aufklären wollen;
7 Beiträge, die Donald Trump bei Lügen oder der Verbreitung von FakeNews zeigen sollen;
5 Beiträge, die die AfD als Quelle von FakeNews offenbaren wollen;
5 Beiträge, die zeigen sollen, wie Kapitalismus in Form der Automobilindustrie Deutschland schadet;
3 Beiträge, die zeigen sollen, wie FakeNews von Rußland aus verbreitet werden und ein Beitrag, der die Verflechtungen zwischen Rußland und Donald Trump offenlegen soll;
3 Beiträge, die sich mit falschen Behauptungen von Rechten und Rechstextremisten befassen und zeigen sollen, wie Rechtsextremisten FakeNews gezielt einsetzen;
1 Beitrag, in dem eine nachweislich falsche Rechtsextremismus-Studie exonoriert werden soll.
1 Beitrag, der Fehler bei der Berichterstattung über eine Terrorattacke zum Gegenstand hat;
1 Beitrag, in dem die Gefahr, die von Linksextremismus ausgeht, verharmlos wird;
1 Beitrag, der auf FakeNews hinweist, die Martin Schulz im Wahlkampf verbreitet;

Zu sagen, die Faktenfinder der ARD würden eine eindeutige ideologische Ausrichtung an den Tag legen, ist eine Untertreibung. In jedem Fall zeigen die thematischen Schwerpunkte, worum es den angeblichen Faktenfindern tatsächlich geht: Darum öffentliche Debatten zu unterbinden, bestimmte Meinungen zu unterdrücken und letztlich das, was eine Demokratie auszeichnet, abzuschaffen: den freien Diskurs, den freien Wettbewerb der Meinungen.

Oder, um das letzte Wort abermals Mick Hume zu überlassen, der den Beitrag in Spiked verfasst hat, aus dem wir bereits oben zitiert haben:

The panic about ‘fake news’ is itself a largely fake, disingenuous affair, used to pursue political agendas in the name of ‘truth’ and fairness. People have been arguing the toss about what’s real and fake since long before Pontius Pilate (allegedly) asked Jesus ‘Quid Est Veritas?’ – What Is Truth? The answer still lies in hard no-opinions-barred public debate ….

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