Akademischer Morgenthau-Plan: Intellektueller Kahlschlag an deutschen Universitäten

Gestern haben wir uns wieder einmal mit den in Deutschland endemisch werdenden Fehlschlüssen befasst. Fehlschlüsse sind ein Ergebnis mangelhaften Denkens, meist der Unfähigkeit, logisch zu denken. Aber nicht nur im Alltag wird logisches Denken seltener, werden Fehlschlüsse häufiger, auch an Universitäten verbreiten sich die Unfähigkeit, ein wissenschaftliches Argument zu machen, die Unfähigkeit, zwei Variablen logisch richtig aufeinander zu beziehen bzw. miteinander zu verbinden und die Unkenntnis darüber, was Wissenschaft, wissenschaftliche Vorgehensweise, wissenschaftliche Methode sind und was sie auszeichnet.

Die mangelnde wissenschaftliche Ausbildung hat u.a. dazu geführt, dass viele in ihrer Hilflosigkeit denken, wissenschaftlich müsse einfach das sein, was an Hochschulen gemacht und gesagt werde. Mitverantwortlich für die Zerstörung der Wissenschaft, für den Raubbau am wissenschaftlichen Erkenntnisprogramm ist die Infiltration von Universitäten mit Ideologen: Sozialisten und Gender Studierten. An den 82 deutschen Universitäten (ohne pädagogische und Verwaltungshochschulen) finden sich derzeit 53 Professuren für Gender Studies. Diesen 53 Professuren stehen 21 Professuren, die man im weitesten Sinne als Professuren für die Vermittlung der Grundlagen von Wissenschaft ansehen kann, gegenüber.

Damit wird an 64,6% der deutschen Universitäten Gender Junk gelehrt, während nur an 25,6% der deutschen Universitäten die Grundlagen wissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung und Methoden gelehrt werden, von Logik ganz zu schweigen. Die Ergebnisse unserer kleinen Analyse, die wir heute durchgeführt haben, sind erschreckend.

Demnach gibt es derzeit in Deutschland nur vier Universitäten, die Logik und Wissenschaftstheorie anbieten, nämlich

  • die Goethe-Universität in Frankfurt,
  • die Technische Universität in Dresden,
  • die Friedrich-Schiller-Universität in Jena und
  • die Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Die Ludwig-Maximilians-Universität in München ist die einzige Universität in Deutschland, an der noch getrennte Professuren für Wissenschaftstheorie (Stephan Hartmann) und Logik (Hannes Leitgelb) vorhanden sind.

Neben der LMU in München bieten weitere vier Universitäten Wissenschaftstheorie als eigenständiges Fach an, nämlich:

  • die Eberhard-Karls-Universität in Tübingen,
  • die Universität Hamburg,
  • die Universität Paderborn und
  • die Universität Leipzig.

In der Kombination mit Philosophie bieten weitere sieben Universitäten das Fach „Wissenschaftstheorie“ an:

  • die Freie Universität Berlin,
  • die Technische-Universität Berlin,
  • die Universität Konstanz,
  • die Universität Augsburg,
  • die Leibniz-Universität Hannover,
  • die Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und
  • die Universität Erfurt

Schließlich finden sich noch fünf Universitäten, die Wissenschaftstheorie mehr oder weniger als Feigenblatt mitführen:

  • die Universität Regensburg,
  • die Georg-August-Universität Göttingen,
  • die Universität Bielefeld,
  • die Universität Duisburg-Essen und
  • die Bergische Universität Wuppertal.

Die folgende Abbildung zeigt die Situation für die Wissenschaftstheorie in Deutschland, wie sie sich ohne Unterscheidung der Intensität, mit der jeweils Wissenschaftstheorie und Logik betrieben werden, darstellt. Wie man sieht, gibt es in Brandenburg, Bremen (wen wundert’s), Mecklenburg-Vorpommern, dem Saarland, in Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein vollständige Brachen im Hinblick auf Wissenschaftstheorie und Logik. Ein Armutszeugnis, das man als Katastrophe würdigen muss.

Beschränkt man die Analyse (nächste Abbildung) auf die Standorte, die Wissenschaftstheorie und Logik vermitteln, dann ergibt sich eine Nord-Süd-Teilung, die bezeichnend ist. Sachsen und Bayern sind die Standorte, die die Fahnen von Wissenschaftstheorie und Logik noch hochhalten, in Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Nordrhein-Westfalen und in Hamburg weht noch ein Wimpel im Wind, in den anderen Bundesländern herrscht Windstille.

Wundert sich noch jemand darüber, dass der wissenschaftliche Niedergang in Deutschland in der rasanten Geschwindigkeit erfolgt, in der er derzeit beobachtet werden kann? Wundert sich noch jemand, dass haufenweise Studenten produziert werden, die die Frage, was denn Wissenschaft von politischer Ideologie oder Alltagswissen unterscheide, nicht mehr beantworten können?

Wir wundern uns nicht.

Wir sehen in dem Ergebnis unserer Analyse eine Bestätigung für den willentlichen Versuch, den wissenschaftlichen Standort Deutschland zu zerstören und an die Stelle von Universitäten, die dem Erkenntnisfortschritt gewidmet sind, ideologische Schulen zu setzen, die politische Aktivisten ausbilden, deren Zweck darin besteht, das Richtige, das Politiker natürlich kennen und tun, zu legitimieren. Deshalb ist es kein Zufall, dass die Carl-von-Ossietzky-Universität in Oldenburg ihren Lehrstuhl für Wissenschaftstheorie gestrichen hat und vier Professuren für Gender Studies eingerichtet hat. Und es ist kein Zufall, dass es an der Humboldt-Universität keine Professur für Wissenschaftstheorie oder Logik gibt, oder an der Universität Kassel oder an der Philipps-Universität in Marburg oder an der Universität Bremen. Dort stehen wissenschaftlicher Junk und die Produktion ideologischer Nachplapperer in hohem Kurs. Kritische Studenten, die noch eine Idee davon haben, warum und zu welchem Zweck Wissenschaft betrieben wird und warum zwischen Wissenschaft und politischer Ideologie keinerlei Überlappung zu finden ist, sind an diesen Standorten nicht erwünscht.

Es ist höchste Zeit, diesen akademischen Morgenthauplan, der die geistige Versteppung Deutschlands zum Ziel zu haben scheint, zu stoppen und das Wissen und die Erkenntnis wieder an Universitäten zu bringen.

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Gekaufte Professoren!? Korruption im Quadrat mit dem BMBF

Gerade haben wir über das Projekt “REVERSE” berichtet, dessen Ziel darin besteht, Kritiker der Gender Studies zu diskreditieren und nicht etwa darin, die Kritik aufzunehmen und sich zur Kritik argumentativ zu stellen.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund einer Million Euro finanziert.

Das Projekt wird von Annette Henninger geleitet.

Annette Henninger besetzt an der Philipps-Universität in Marburg die Professur mit der Widmung:

Professur für Politik und Geschlechterverhältnisse mit Schwerpunkt Sozial- und Arbeitspolitik

Die Professur befindet sich im Fachbereich “Politikwissenschaft”.

Wie es der Zufall so will, finden sich im Förderbericht des BMBF, in dem die Universitäten aufgelistet sind, die im Rahmen des Professorinnenprogramms I (2009-2013) eine Finanzierung erhalten haben, die folgende geförderte Stelle:

Universität Marburg
Vorhaben 3: Förderung der W2 – Vorgriffsprofessur im Fach Politik und Geschlechterverhältnisse im Fachbereich Politikwissenschaft im Rahmen des Professorinnenprogramms an der Philipps-Universität Marburg

Die geförderte Stelle entspricht somit der Professur, die Henninger innehat, woraus man schließen muss, dass Henninger im Rahmen des Professorinnenprogramms I auf die Professur berufen wurde (also ohne männliche Konkurrenz).

Somit ergibt sich Folgendes:

  • Das BMBF kauft ein Projekt, dessen Ziel darin besteht, Kritiker der Gender Studies und damit der Versuche, Staatsfeminismus wissenschaftlich zu legitimieren, zu diskreditieren (nicht etwa sich mit der Kritik auseinander zu setzen);
  • Die Kosten belaufen sich auf eine Million Euro.
  • Beauftragt mit der Durchführung des Projekts wird Annette Henninger, die die oben genannte Professur in Marburg besetzt.
  • Die Professur Henningers ist vom Land Hessen und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Professorinnenprogramm I geschaffen worden, und wird von beiden finanziert.
  • Das BMBF kauft ein Projekt und setzt mit Henninger den Besetzer einer Professur ein, die ebenfalls vom BMBF gekauft wurde, um das Projekt durchzuführen.

Korruption im Quadrat.

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Judaslohn: Eine Million Euro für Gender-Junk – Steuergelder vom BMBF

Eine wissenschaftliche Disziplin wird kritisiert. Sie wird harsch kritisiert. Es werden Fragen nach ihrer Epistemologie, ihrem Erkenntnisinteresse, ihrem wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen gestellt. Die theoretische Basis der wissenschaftlichen Disziplin wird angezweifelt. Es wird festgestellt, dass die wissenschaftliche Disziplin keinerlei Beitrag zu einem wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt geleistet hat. Es wird gezeigt, dass die Disziplin in manchen Bereichen der Wissenschaft dazu geführt hat, dass hinter bereits erreichte Wissensfortschritte zurückgefallen wurde. Den Mitgliedern der wissenschaftlichen Disziplin wird vorgehalten, dass das Wenige, das sie an Beitrag zum wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt für sich reklamieren, Plagiate oder Trivialitäten sind, die keinerlei wissenschaftlichen (Neuerungs-)Wert haben. Schließlich wird die Disziplin, werden ihre Vertreter als politische Steigbügelhalter ausgewiesen, deren Ziel nicht darin besteht, Wissenschaft zu betreiben, sondern politischen Aktivismus zu verbreiten, an Universitäten, um dort die Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnis zu zerstören, in der Gesellschaft, um dort als Legitimation für einen Umbau der Gesellschaft zu dienen, als willige Vasallen der politischen Indoktrination.

The Snout in the Trough

Was tun Vertreter einer wissenschaftlichen Disziplin, die mit solch‘ grundlegender Kritik konfrontiert sind, deren wissenschaftlicher Status in Frage gestellt wird, weil sie als Steigbügelhalter der Politik identifiziert werden? Das ist ganz einfach: Sie erstellen Meta-Analysen, in denen sie den Erkenntnisfortschritt, der ihrer Disziplin zu verdanken ist, nachzuweisen versuchen. Sie beantworten die Fragen, die zur Epistemologie und zum Erkenntnisinteresse des Faches gestellt werden. Sie zeigen den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen des Faches auf. Sie modifizieren ihr Fach da, wo die Kritik zutrifft. Sie halten sich fern von politischem Aktivismus, um den Gedanken, man sei Ideologe und eben nicht Wissenschaftler gar nicht erst aufkommen zu lassen. Sie betreiben Grundlagenarbeit. Sie beschreiben ihre wissenschaftliche Methode. Sie werben Drittmittel ein, um Projekte zu finanzieren, die eine klare wissenschaftliche Fragestellung und einen vorab benennbaren wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn haben.

Das tun Vertreter einer wissenschaftlichen Disziplin, die heftig kritisiert wird.

Deshalb wissen wir, dass Gender Studies keine wissenschaftliche Disziplin sind. Deshalb wissen wir, dass deutsche Hochschulen in der Hoffnung mit Gender Studies infiltriert wurden, man könne einem beabsichtigten gesellschaftlichen Umbau dadurch wissenschaftliche Legitimation verschaffen. Deshalb wissen wir, dass Gender Studies eine Ideologie sind, deren Vertreter keine Wissenschaftler, sondern politische Aktivisten sind, die sich zum Vasallen von Politikern zu machen, um die Wissenschaft an die Politik zu verkaufen.

Der Judaslohn beträgt im vorliegenden Fall eine Million Euro.

Eine Million Euro aus Steuermitteln investiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung, um die Kritik, die an Gender Studies und damit am Verbündeten des Staatsfeminismus im Bereich der Hochschulen geäußert wird, zu diskreditieren. Wie gesagt, ein wissenschaftliches Fach, das in die Kritik geraten ist, würde sich mit dieser Kritik befassen. Das Projekt REVERSE, das vom BMBF finanziert wird, befasst sich gerade nicht mit der Kritik, sondern mit den Kritikern.

Warum?
Weil die Kritik, das steht schon fest, noch bevor auch nur eine Arbeitsstunde in REVERSE investiert wurde, natürlich falsch ist. Denn, so behauptet Annette Henninger, die in Marburg die Professur mit der Widmung „Politik und Geschlechterverhältnisse mit Schwerpunkt Sozial- und Arbeitspolitik“ besetzt, Anti-Feminismus spalte die Gesellschaft. “Das gefährdet die Akzeptanz von Pluralität und damit verbunden auch die Werte einer Demokratie“.

Was Feminismus mit Pluralität zu tun hat, das wissen wir nicht, aber wir wissen, dass Henninger nach ihrer eigenen Aussage die „Werte einer Demokratie“ gefährdet, denn die Pluralität, die Anti-Feminismus mit Sicherheit darstellt, sie stellt für Henninger ein Problem dar, ein Problem, das die staatliche Gleichstellungspolitik, die Genderforschung und die „bisherigen Errungenschaften“ in Frage stellt.

So redet kein Wissenschaftler.

So redet ein Priester, der mit Ketzern konfrontiert ist, die die Errungenschaften seines Glaubens (also goldverzierte Tabernakel und große Besitztümer seiner Kirche) in Frage stellen.

So redet ein Funktionär, der befürchtet, sein üppiges Gehalt sei durch Pluralismus, also andere Ideen und Kritik an seiner Tätigkeit, gefährdet.

So redet ein politischer Vasall, dessen Aufgabe darin besteht, die Ideologie dessen, von dem er finanziell abhängig ist, zu legitimieren.

Und weil so kein Wissenschaftler redet und als Konsequenz Henninger nicht als Wissenschaftler angesehen werden kann, ist das Projekt „REVERSE“, das Henninger mit der Million Euro aus Steuergeldern leitet, auch kein wissenschaftliches Projekt, sondern ein Legitimationsprojekt, eine vom BMBF gekaufte Wissenschafts-Chimäre, bei der es nicht darum geht, die fehlende Erkenntnistheorie, die fehlende Methode, die fehlende Epistemologie, den fehlenden Erkenntnisgegenstand, die fehlenden Ergebnisse, den angezweifelten Nutzen der Gender Studies nachzuliefern, sondern darum, die Kritiker als politische Gegner, am besten Rechte, in jedem Fall aber Personen zu diskreditieren, die es doch tatsächlich wagen, „Gender Studies, Gender Mainstreaming“ oder „die Infragestellung heteronormativer Zweigeschlechtlichkeit“ zu kritisieren, die Gender Studies als „quasi-religiöse Strömung“ ansehen und den Genderisten eine Zugehörigkeit zur „Scientific Community“ absprechen.

Das ist natürlich falsch.

Die Gender Studies sind keine quasi-religiöse Strömung. Sie sind eine religiöse Strömung. Die Vertreter der Gender Studies hatten unzählige Gelegenheiten, sich als Wissenschaftler darzustellen und die Kritik, die vorgebracht wird, mit wissenschaftlichen Methoden zu entkräften. Sie haben es jedes Mal und ziehen es auch dieses Mal vor, die Kritiker zu attackieren. So verhält sich niemand, der eine Idee davon hat, was Wissenschaft und was wissenschaftlicher Fortschritt ist. So verhalten sich politische Steigbügelhalter, deren Aufgabe darin besteht, einen gesellschaftlichen Umbau zu legitimieren. Als solche sind sie kein Mitglied der Scientific Community.

Wenn noch ein Beleg dafür notwendig war, dass Gender Studies und die, die sie betreiben, keine Wissenschaftler sind, nicht einmal die Spur einer Idee davon haben, was Wissenschaft eigentlich ist, dann ist das Projekt „REVERSE“, das das BMBF geschaffen und gekauft hat, um die eigene Politik des Gender Mainstreaming, also z.B. die Benachteiligung von Männern im Rahmen des Professorinnenprogramms zu legitimieren, ein solcher Beleg.

Die Ergebnisse des Gender-Trashs, die in zwei Jahren vorliegen sollen, muss man nicht abwarten, um schon jetzt zu wissen, dass am Ende stehen wird, was von Henninger bereits ausgeplaudert wurde: Kritik an den Gender Studies ist Häresie, wer sich ihrer schuldig macht, ein Rechter. Und dazu kann man nur sagen: Na und?

Dass ein BILDUNGSministerium eine Million Euro Steuergelder verschwendet, um Gender-Trash zu finanzieren, der dazu dient, Kritiker zu diskreditieren und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch zu denunzieren, ist ein deutliches Zeichen dafür, dass der Gender-Aktivismus auf dem letzten Loch pfeift, dass der Versuch, Gender-Junk an Hochschulen mit dem Feigenblatt der Wissenschaftlichkeit zu schmücken, vollständig in die Hose gegangen ist. Dafür spricht auch, dass das BMBF direkt als Financier auftreten muss, um gewünschte Ergebnisse vorzugeben und genehme Ergebnisse zu erhalten, weil eine Finanzierung durch die Scientific Community – z.B. durch die DFG  -offensichtlich nicht in Frage kommt. 

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