Pfadabhängigkeit: Wer zahlt für Schutz vor Terror?

Vermutlich geht die Popularität des Konzepts der „Path Dependency“ – Pfadabhängigkeit, auf Brian Arthur zurück, der 1989 seinen Beitrag „Competing Technologies, Increasing Returns, and Lock-in by Historical Events, im Economic Journal veröffentlicht hat. Pfadabhängigkeit beschreibt den Fakt, dass Entscheidungen, vor denen wir heute stehen, durch die Entscheidungen, die wir (oder relevante andere) in der Vergangenheit getroffen haben und dem, was sich infolge der Entscheidungen ereignet hat, beeinflusst, wenn nicht determiniert werden. Wer Gender Studies studiert, also die Entscheidung trifft, seine Zeit für Unsinn zu vergeuden, muss sich nicht wundern, wenn er lediglich im Rahmen staatsfeministischer Versorgungscliquen eine Halbtagsstellung findet. Wer als Unternehmen sein Geld in Corporate Social Responsibility steckt und nicht in die systematische Produktion innovativer Ideen und letztlich Produkte, muss sich nicht wundern, wenn er den Anschluss verliert. Wer 50% Steuern und Abgaben zahlen muss, obwohl er nur ein mittleres Einkommen hat, der muss sich nicht wundern, dass er kein Geld sparen kann und im Alter darben wird. Wer sein Kreuz bei SPD oder CDU macht, … aber lassen wir das.

Wie Pfadabhängigkeit funktioniert und wie vergangene Entscheidungen heutiges Handeln determinieren oder beeinflussen, das kann man anhand eines Streits deutlich machen, der einmal mehr in Berlin schwelt. Dort hat Innensenator Andreas Geisel (SPD), weil es ihm gerade passt, die Marktwirtschaft entdeckt, also genau die Wirtschaftsform, mit der Genossen im Berliner Senat ansonsten eher wenig am Hut haben: Weihnachtsmärkte, so hat er verkündet, seien kommerzielle Veranstaltungen. Deshalb könne man nicht die Einnahmen privatisieren und die Kosten der Allgemeinheit überlassen.

Beim Streit um die Kosten geht es um die erhöhten Sicherheitskosten, die anfallen, weil Weihnachtsmärkte bundesweit und auch in Berlin mit Betonpoller, die „relativ sicher“ sind, geschützt werden müssen, um Anschläge wie den am Berliner Breitscheidplatz aus dem letzten Jahr zu verhindern. Die erhöhten Kosten für die Betonpoller, so will es Geisel, müssen vom Veranstalter und somit letztlich von den Ausstellern getragen werden, also denen, die all das anbieten, was einen Weihnachtsmarkt ausmacht.

Grundsätzlich ist nichts dagegen zu sagen, dass diejenigen, die Kosten verursachen, diese Kosten auch tragen. Wenn also die IG-Metall das nächste Mal gegen Siemens demonstriert, dann sind die Kosten für Polizeieinsatz etc. von der Gewerkschaft zu tragen, ebenso wie Parteien die Kosten für Sicherheitsmaßnahmen anlässlich ihrer Parteitage selbst tragen müssten, in der Logik von Geisel.

Nun gibt es in Deutschland ein Monopol des Staates auf Sicherheit, den Einsatz von Gewalt und den Schutz des öffentlichen Raumes. Die Polizei wird für die entsprechenden Leistungen und durch die Steuerzahler finanziert. Also ist Sicherheit und Schutz vor Kriminalität ein öffentliches Gut geworden, das man nicht abwälzen kann, nicht einmal dann, wenn aufgrund höherer Kosten für Sicherheit so überflüssige, nein pc: wichtige Dinge wie Genderlehrstühle und Frauenförderung gestrichen werden müssten. Wenn Geisel es also ernst meint damit, dass private Aussteller, die Weihnachtsmärkte auf öffentlichen Plätzen bestücken, für ihre und die Sicherheit der Besucher selbst zahlen müssen, dann hat er gerade das Gewaltmonopol für die Stadt Berlin aufgekündigt, was zur Folge hätte, dass sich Weihnachtsmarktaussteller und -besucher u.a. mit Schusswaffen ausstatten könnten, um für ihre eigene Sicherheit zu sorgen, denn der Berliner Senat kann oder will es ja nicht.

Natürlich geht es Geisel nicht darum, das Gewaltmonopol der Stadt Berlin abzutreten. Das ist eine logische Konsequenz seiner Aussage, die er nicht bedacht hat. Ihm geht es darum, die Kosten für die zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen, die in all den Jahren zuvor nicht notwendig waren, zu privatisieren, weil man in Berlin lieber Geld für allerlei Blödsinn aus dem Fenster wirft, als konsequent für die Sicherheit seiner Bürger zu sorgen.

Dass Geisel die Kosten für die Sicherheit weitergeben will, hängt mit deren Höhe zusammen: Sie sind explodiert, u.a. wegen der Betonpoller. Die Betonpoller wiederum sind das Ergebnis einer Sicherheitslage, die so grau ist, dass es der polizeilichen Ordnungsmacht, egal, ob der Stadt Berlin oder dem Bund unterstellt, nicht mehr möglich ist sicherzustellen, dass man einen Weihnachtsmarkt besuchen kann, ohne plattgewalzt zu werden.

Dass diese Sicherheit nicht mehr vorhanden ist, wird von Mutigen darauf zurückgeführt, dass die Politik der offenen Grenzen nicht nur den netten Syrer von nebenan nach Deutschland gebracht hat, sondern auch den weniger netten, der mit ISIS oder anderen Terrororganisationen in Verbindung steht. Also kann man die höheren Kosten für die Sicherheit und den Streit um die Betonpoller auf die Entscheidung zurückführen, Flüchtlinge ohne Ansehen der Person und vor allem ohne Ansehen ihrer kriminellen Vergangenheit nach Deutschland einreisen zu lassen.


Fälle aus Berlin

Das ist Pfadabhängigkeit:
Eine unbedachte Entscheidung, vor einigen Jahren getroffen, führt dazu, dass die Entscheidung, ob man als Aussteller an einem Weihnachtsmarkt mitwirkt von der Frage abhängig ist, wer die höheren Kosten für Sicherheit, die aufgrund der ursprünglichen Entscheidung notwendig geworden sind, trägt.

Da von Weihnachtsmärkten mehr Nutzen für die Allgemeinheit ausgeht, als z.B. von einer Parteienfinanzierung und da die höheren Sicherheitskosten Ergebnis einer politischen Entscheidung sind, schlagen wir vor, die Parteienfinanzierung um die erhöhten Sicherheitskosten zu reduzieren. Das hätte zudem die Folge, dass Politiker in Zukunft überlegen, bevor sie handeln und damit Konsequenzen für Bürger produzieren, die erheblich sind.

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Sklaven der Kontrollvariablen: Genderismus und Wissenschaft sind unvereinbar

Wer wie wir die wissenschaftliche Landschaft beobachtet, der hat in den letzten Jahren, wenn nicht im letzten Jahrzehnt eine  Veränderung festgestellt: Qualitative Forschung wird immer häufiger, quantitative Forschung immer seltener.

Das hat natürlich eine Ursache. Quantitative Forschung kann man nicht einfach so betreiben. Man benötigt eine methodologische Ausbildung, muss den Unterschied zwischen Operationalisierung und Faktum kennen. Man muss in Mathematik zumindest firm sein. Es ist nicht notwendig, Matrizenrechnung zu beherrschen, aber man sollte doch wissen, was passiert, wenn man z.B. eine Faktorenanalyse rechnet und es wäre auch hilfreich in der Lage zu sein, auf Grundlage einer vorhandenen Verteilung eine lineare Annäherung an die Verteilung von Hand berechnen zu können.

Qualitative Forschung ist mathematikfrei. Eine Erleichterung für all diejenigen, die Schwierigkeiten haben, eine Gerade einzuzeichnen, wenn man ihnen zwei Punkte in einem Koordinatenkreuz gibt. Um fair zu sein: Auch qualitative Sozialforscher haben sich bemüht, eine Methode zu entwickeln, die es ermöglich, die Willkür, die qualitativer Forscher anhaftet, loszuwerden. Die zum Teil recht guten methodologischen Lösungen haben jedoch wenig Widerhall in den Sozialwissenschaften gefunden. Qualitative Forschung ist vielmehr verkommen. An die Stelle methodischer Erwägungen ist das Draufloswurschteln getreten, das, damit es nicht als das solches kenntlich wird, als reflexive Forschung oder als Experteninterview bezeichnet wird. Experteninterviews sind in der Regel die Übertragung des Kaffeekränzchens aus dem Cafe um die Ecke in die Wissenschaft. Sie verlaufen bar jeder methodologischen Erwägungen oder gar Einsichten und resultieren zumeist in reflexiven Erkenntnissen, die keinerlei Bezug zur Wirklichkeit haben.

Diese Entwicklung hat eine Reihe von Ursachen. Eine davon ist die Etablierung von Gender Studies an Hochschulen. Gender Studies sind das Gegenteil von Wissenschaft. Die sie betreiben, haben kein Interesse an nachvollziehbarer Forschung und sind schon gar nicht im Stande, mit mathematischen Modellen oder gar mit Statistik umzugehen. Sie haben sich deshalb auf qualitative Methoden gestürzt und wie alles, was die Genderista in die Finger bekommt, so haben auch die qualitativen Methoden einen Qualitätseinbruch erlitten.

Die Art und Weise, in der die Genderista die qualitativen Methoden erledigt haben, zeigt deutlich, dass hier ein bunch of nuts unterwegs ist, um seine Phantasien auszuleben.

Ein mentaler Führer dieses bunch of nuts scheint eine gewisse Maria Mies zu sein, die vor ihrer Emeritierung an der Fachhochschule in Köln tätig war. Wikipedia beschreibt Mies wie folgt:

“Maria Mies (* 1931 in Steffeln) ist eine deutsche Soziologin. Sie hat feministische, ökologische und entwicklungspolitische Bücher publiziert, die international beachtet wurden. Sie ist Professorin emerita der Fachhochschule Köln. Bekannt und tätig ist sie weiterhin als strikte Gegnerin der Globalisierung und gehört zu feministAttac, einem Frauennetz von Attac.”

Damit ist eigentlich alles gesagt. Wer zu Attac gehört, hat in der Regel mit Wissenschaft nichts am Hut, seine Anwesenheit an einer Hochschule kann daher nur als Betriebsunfall bezeichnet werden. Dass Mies als mentaler Anführer der Knalltüten angesehen werden kann, die sich heute an Hochschulen breit gemacht haben, zeigt sich auch deutlich, wenn man das, was sie zu Feminismus und Sozialforschung zusammen geschrieben hat, liest.

Nein, wir haben es nicht gelesen. Wir haben die Lektüre Alan Bryman überlassen. Bryman muss diesen Unsinn lesen, denn er hat ein Buch über Social Research Methods geschrieben, das nicht auf sinnvolle Social Research Methods beschränkt ist, sondern die gesamte Bandbereite von Unsinn mit erfasst, die sich heutzutage an Hochschulen finden lässt. Und so findet sich auch Mies.

Alan Bryman (2015). Social Research Methods. Oxford: OUP.

Man muss das, was Genderista von sich geben, häufig erst einmal einsickern lassen und sich selbst bestätigen, dass die den Blödsinn, den sie schreiben, Ernst meinen. Dann muss man das Gelesene noch einmal lesen und sich fragen, wie jemand auf die Idee kommen kann, seine Phantasien an Dinge heranzutragen, von denen er keine Ahnung hat, überhaupt keine Ahnung.

So ist Mies der Ansicht, dass quantitative Forschung die Stimme von Frauen unterdrücken würde, weil quantitative Forschung auf der Suche nach Wahrheit „valid knowledge“ Frauen zu Objekten der Forschung mache, sie in Kategorien stecke und die quantitative Unterdrückung von Frauen noch durch die Einführung von Kontrollvariablen amplifiziere.

So einen Blödsinn muss man wirklich erst einmal verdauen.

Wie soll man jemandem antworten, der denkt, man könne Forschung betreiben, ohne ein Forschungsobjekt? Kein Wunder, dass Genderista keine Forschungsergebnisse vorzuweisen haben. Ohne Forschungsobjekt kann man halt nichts erforschen. Aber damit nicht genug, wenn man die Antworten, die Frauen in einem Fragebogen gegeben haben, im Rahmen quantitativer Sozialforschung berücksichtigt, dann macht man diese Frauen nach Ansicht von Frau Mies nicht nur zum Objekt der Forschung, nein, man beutet sie auch aus, nutzt ihre Antworten und gibt nichts zurück. Selbst Frauen machen sich dieser Form modernen Befragungssklaventums nach Kenntnis von Mies schuldig. Man muss schon hart an der Grenze zur Debilität entlanglaufen, um auf derartigen Unsinn zu kommen. Wenn Fragen Ausbeutung darstellen, dann wird es Zeit, die Fragestunde im Bundestag abzuschaffen und Lehrer daran zu hindern, systematisch ihre Schüler auszubeuten und die Ausbeutung noch mit Bewertung zu krönen. 

Der absolute Knaller kommt jedoch erst noch:

Dass man Frauen in quantitativen Modellen als Kontrollvariable benutze, verstärke noch deren Ausbeutung.

Wir haben keine Worte mehr, um einen derartigen, ja, was eigentlich, Unsinn, Blödsinn … angemessen zu bezeichnen. Die Frau hat wirklich Phantasie. Aber leider eben keine Ahnung. Ein Datensatz besteht in der Regel aus Zeilen und Reihen mit Zahlen darin. In einem Datensatz finden sich keinerlei Frauen, auch keine Männer. Es finden sich Operationalisierungen, z.B. die Operationalisierung von Geschlecht: 1 „männlich“, 2 „weiblich“. Damit kann man dann rechnen, Geschlecht als binäre Variable mit nominalem Skalenniveau behandeln und, ja, wir geben es zu, als Kontrollvariable in ein statistisches Modell einführen. Das hat jedoch nichts mit den Sado-Masochistischen Phantasien, die Frau Mies zu haben scheint, zu tun, nichts mit Kontrolle und Unterdrückung. Es heißt nämlich nur Kontrollvariable, weil damit ein Einfluss konstant gehalten werden soll, so dass man Ergebnisse bekommt, die man unabhängig vom Geschlecht interpretieren kann. Nicht nur haben Kontrollvariablen nichts damit zu tun, dass Frauen oder Männer gefesselt oder überwacht werden, Frauen und Männer sind nicht einmal in einem Datensatz, lediglich eine Zahl, eine Operationalisierung ist in einem Datensatz enthalten. Und weil dem so ist, deshalb suchen quantitative Sozialforscher auch nicht nach „Wahrheit“ oder „valid knowledge“, sondern nach Zusammenhängen und sie versuchen, Theorien mit Daten zu bestätigen oder zu falsifizieren, aber eben nicht zu beweisen.

Das alles weiß Frau Mies nicht, kann sie nicht wissen, sonst würde sie nicht den Blödsinn schreiben, den sie schreibt, und das alles wissen Gendersita nicht. Wie häufig uns in den letzten Jahren das Missverständnis begegnet ist, dass es Wissenschaftler gäbe, die denken würden, man könne objektive Wahrheit finden, … wir haben aufgehört zu zählen. Wann immer uns dieser Unsinn begegnet ist, kam er jedoch von Genderista, die die einzigen zu sein scheinen, die an diesen Unsinn glauben, was einmal mehr zeigt, dass sie nicht nur nichts mit Wissenschaft zu tun haben, sondern nicht einmal eine Vorstellung davon haben, was Wissenschaft eigentlich ist.

Das ist auch nicht verwunderlich, denn – wie abermals Bryman herausgearbeitet hat – sind Genderista der Ansicht, quantitative Sozialforschung sei abzulehnen, weil sie wertneutral vorgehe. Und hier haben sie ausnahmsweise einmal zumindest im Ansatz recht. Quantitative Sozialforschung soll wertneutral sein, aber nicht nur quantitative Sozialforschung, auch qualitative Sozialforschung, ja Sozialforschung überhaupt, Wissenschaft als Ganzes. Tatsächlich ist es eine der unverrückbaren Grundlagen von Wissenschaft, wertneutral vorzugehen. Da Genderista, wie Bryman gezeigt hat, das explizit nicht wollen, stellen sie sich – wie all die anderen politischen Aktivisten – selbstgewählt und bewusst außerhalb der Wissenschaft auf und machen deutlich, dass Genderismus keine Wissenschaft ist.

Warum sind Genderista dann an Hochschulen präsent? Man muss nach den Ausführungen, die Brynman zitiert, davon ausgehen, dass die Unterwanderung von Hochschulen durch Genderista die Zerstörung von Wissenschaft zum Ziel hat.

Es ist nicht mehr lustig: Einerseits sind Irre dabei, Bücher wie die Kleine Hexe zu zensieren, weil darin Worte vorkommen, die sie nicht mögen, andererseits sind Bücher wie die von Mies und anderen Genderista im freien Handel zugänglich und werden nicht mit einem Zusatz wie: “Das Lesen dieses Buches kann ihren Intellekt beschädigen” versehen. 

Wie weit die Genderista mit ihrem Vorhaben schon gelangt ist, wie sehr sie deutsche Universitäten bereits infiltriert hat, das weiß niemand. Wir wollen es untersuchen, in einem Forschungsprojekt, das nur von Privatleuten, die ein Interesse an unserer Forschung haben, finanziert wird. Wir haben bereits 75% der Mittel zusammen, die notwendig sind, um die erste Phase des Projekts zu beginnen. Wenn Sie auch dazu beitragen wollen, das Ausmaß der Gender-Unterwanderung an deutschen Universitäten zu untersuchen, dann können finden Sie hier Näheres zu Projekt und den Möglichkeiten, uns zu unterstützen.

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