Oxymoron: Schnelle Eingreiftruppe Bundeswehr – darüber lacht die Welt

Gleich zwei – naja – wissenschaftliche Konzepte haben es in die Berichterstattung der Medien geschafft. Das Oxymoron, das eigentlich kein wissenschaftliches Konzept, sondern eine rhetorische Figur ist und das „Free Rider Problem“. Fangen wir mit Ersterem an. Ein Oxymoron ist eine rhetorische Figur, bei der zwei Gegensätze kombiniert werden, um so einen Widerspruch in sich zu formulieren, etwa: scheller Kriecher oder abstürzende Shooting-Stars oder „die schnelle Eingreiftruppe der Bundeswehr“. Die schnelle Eingreiftruppe der Bundeswehr ist unser Oxymoron des Jahres 2017, denn jeder weiß, die Bundeswehr ist nicht schnell, denn die Bundeswehr hat gar nicht das Gerät, um schnell zu sein. Und darüber lacht die Welt, z.B. die SUN:

It came as the German military admitted in secret documents they can’t fulfil promises made to NATO. [In einem geleakten Geheim-Dokument gesteht Deutschland, dass es Versprechen, die der NATO gemacht wurden, nicht einhalten kann.]
A task force due to take over on the Russian border doesn’t have enough tanks with only nine of 44 Leopard 2 tanks available. And only three of 14 armoured infantry vehicles are in working order. [Die schnelle Eingreiftruppe, die die Grenze zu Russland bewachen sollte, hat nicht genug Panzer. Nur 9 von 44 notwendigen Leopard II Panzern sind einsatzfähig, und nur 3 von 14 gepanzerten Infantriefahrzeugen.]
Soldiers are also short of night-vision goggles, grenade launchers, winter clothing and body armour. [Den Soldaten fehlen zudem Nachtsichtgeräte, Granatwerfer, Winterkleidung und Schutzbekleidung.]

Manchen, wie dem polnischen Premierminister Mateusz Morawiecki ist indes das Lachen im Hals stecken geblieben. Deutschland sei ein Free Rider, der sich auf Kosten der anderen NATO-Mitglieder durchfrisst und davon profitiert, dass andere NATO-Staaten die vereinbarten 2% in Rüstung stecken, die Deutschland weit unterschreitet (1,2%). Das Free Rider Problem, mit dem sich u.a. Mancur Olsen beschäftigt hat, ergibt sich immer dann, wenn ein Akteur denkt, er könne ohne Konsequenzen die anderen für sich mitarbeiten lassen, wenn es den anderen Akteuren also nicht möglich ist, den Schmarotzer auszuschließen oder zu bestrafen. Ob es im Rahmen der NATO möglich ist, Deutschland zu bestrafen, ist das Kriterium, an dem sich entscheidet, ob Morawiecki mit seiner Behauptung, Deutschland sei ein Free Rider, Recht hat oder nicht.

Und was machen wir mit der schnellen Eingreiftruppe?

Die Bundeswehr will sich das fehlende Material bei Verbündeten leihen – das nennt man im englischen to put insult atop of injury – eine Form des doppelten Schmarotzens im Fall der Bundeswehr, die nicht nur andere für die mangelnde Ausrüstung der Bundeswehr den Kopf hinhalten lässt, sondern die anderen auch noch um ihre Ausrüstung anbettelt.

Für alle Bundeswehrsoldaten, die vergessen haben, wie ein einsatzfähiger Leopard II aussieht:

Wir haben daher eine andere Idee. Schicken wir doch die vielen Diversity- und Gender-Trainer die Deutschland mit ihren abstrusen Ideen nerven, an die Grenze zu Russland. Dort können sie ein LSBTI-Schauspiel zur Belustigung der russischen Soldaten aufführen oder als Gender-Kommissare versuchen, russische Spezialeinheiten davon zu überzeugen, dass sie eigentlich, wenn sie es sich genau überlegen, queer, zumindest aber schwul sind, jedenfalls nicht eindeutig zuordenbar.

Wer weiß, vielleicht kann man auf diese Weise zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

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Spam-Country 2017: Deutschland

Kaspersky veröffentlicht regelmäßig Informationen zu Spam- und Pishing. Gerade hat das Unternehmen die Spam- und Pishing-Statistik für das Jahr 2017 online gestellt. Demnach waren 56,7% aller eMails Spam oder Pishing-Versuche. Ein leichter Rückgang im Vergleich zu 2016.

Der meiste Spam kommt nach wie vor aus den USA: 13,21% des Spams haben dort ihren Ursprung.

Die Top-10 der Spammer sieht wie folgt aus:

  1. USA: 13,21%
  2. China: 11,25%
  3. Vietnam: 9,85%
  4. Indien: 7,02%
  5. Deutschland: 5,66%
  6. Russland: 5,40%
  7. Brasilien: 3,97%
  8. Frankreich: 3,71%
  9. Iran: 2,02%
  10. Italien: 1,86%

Insgesamt ist das Spam-Aufkommen um zwar 1,68% im Vergleich zum Jahr 2016 zurückgegangen, das Spam-Aufkommen mit der Destination „Germany“ hat jedoch um 2,12% zugenommen. Damit hat Deutschland seine Spitzenposition als Most-Zugespammed-Country nicht nur behaupten, sondern auch ausbauen können. Die Top-Ten der Zugespammten sieht wie folgt aus:

  1. Deutschland: 16,25%
  2. China: 12,10%
  3. Russland: 6,87%
  4. Japan: 5,32%
  5. Vereinigtes Königreich: 5,04%
  6. Italien: 4,89%
  7. Brasilien: 4,22%
  8. Vietnam: 2,71%
  9. Frankreich: 2,42
  10. Vereinigte Arabische Emirate: 2,34

Wie es zu erklären ist, dass Deutschland Spitzenreiter unter den Zugespammten ist, ist eine Frage, die wir nicht beantworten können. Ob in Deutschland besonders aussichtsreiche Opfer für Pishing und Spam zu finden sind, es bei Deutschen Surfern leichter ist, die eMail-Adresse zu „sourcen“, weil sie die falschen Seiten im Internet in größerer Zahl besuchen … Wer weiß… Vielleicht weiß es ja ein Leser?

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Feminisiert und abgewirtschaftet: SPD im freien Fall in die Bedeutungslosigkeit

Infratest Dimap, das Meinungsforschungsinstitut, das wir für dasjenige halten, dem man noch am ehesten das Prädikat „seriös“ anheftet kann, schätzt den derzeitigen Stimmenanteil der SPD im Deutschlandtrend auf 16%. Ein gewaltiger Absturz, der nur für diejenigen unerwartet kommt, die die Zeichen der Zeit nicht lesen können. Die SPD ist ein Auslaufmodell, eine Partei ohne Inhalte, eine Partei, die von einer Partei, die zuweilen noch etwas für Arbeiter getan hat, zu einer Partei geworden ist, in der der Feminismus noch den letzten Ansatz von Sozialdemokratie mit Stumpf und Stil ausgerissen hat.

Wir haben schon im Februar 2016 darauf hingewiesen, dass die SPD ein Auslaufmodell ist. Damals haben wir Ergebnisse einer unserer natürlich repräsentativen Befragungen berichtet, die einen ideologischen Graben zwischen Parteien und Wählern aufgezeigt haben. Alle Parteien außer der AfD wurden von unseren Befragten im Durchschnitt weiter links eingestuft als sie sich selbst einstuften. Die ideologische Distanz ist ein gutes Maß dafür, wie fest ein Parteiensystem (noch) bei Wählern verankert ist. Wir haben auf Grundlage unserer Ergebnisse in Anlehnung an die Arbeiten von Russel J. Dalton ein „Dealignment“ konstatiert, ein Loslösen der Parteien des Berliner Parteiensystems von den Wählern. Auf dieser Grundlage haben wir den Niedergang von CDU und SPD prognostiziert. Wir hatten Recht.

Im April 2016 haben wir dann den Niedergang der SPD genauer untersucht und gezeigt, dass die Partei, die einst den Anspruch hatte, Arbeiterpartei zu sein, zu einer Lobbygruppe von Mittelschichtsfrauen, die Angst davor haben, sich die Finger schmutzig zu machen, geworden ist. Als Folge davon, finden sich immer weniger männliche Mitglieder (und Anhänger) in der SPD wieder. Das, was die SPD wie keine andere Partei zum Wahlerfolg benötigt: eine breite Mitgliederbasis, schwindet. Der Partei laufen die Mitglieder und nach den Mitgliedern die Wähler davon. Der perverse Effekt dieser Entwicklung findet sich darin, dass der Anteil weiblicher Mitglieder steigt und es ist dieser steigende Anteil weiblicher Mitglieder, der in einem Zusammenhang mit dem Niedergang der SPD steht, denn je größer der Anteil weiblicher Mitglieder in der SPD über die letzten Jahrzehnte geworden ist, desto geringer wurde der Anteil derer, die die SPD noch gewählt haben.

Die hier zusammengetragenen Indizien reichen schon aus, um aus Ralf Stegner und Olaf Scholz Nachlassverwalter zu machen. Aber wir legen noch ein Ergebnis drauf, eines das wir der repräsentativen Wahlstatistik für die Bundestagswahl 2017 entnommen haben. Von 1972 bis 2017 ist der Anteil der SPD-Wähler in allen Bevölkerungsgruppen gesunken. 1972 hatte die SPD 46,3% der Gesamtstimmen, 2017 waren es gerade noch 20,5%. 1972 hatte die SPD den größten Anteil unter Jungwählern, 54,7% unter 18-24jährigen und 47,8% unter 25-34jährigen haben die SPD gewählt, 2017 hatte die SPD den größten Anteil unter Wählern, die das 60ste Lebensjahr vollendet haben (24,4%). In 45 Jahren ist die SPD von einer jungen Partei zu einer Partei der Alten geworden, die Wähler der Partei wandern durch die Jahrzehnte und werden immer weniger. Um einmal ein Bild zu benutzen, das Wilhelm Bürklin für die Grünen geprägt hat: Die SPD ist wie eine Schlange: Sie hat im Jahre 1972 viele junge Wähler gefressen und verdaut diese nun durch die Jahrzehnte, wobei es immer weniger werden, bis es am Ende keine SPD-Wähler mehr gibt.

Der Niedergang der SPD hängt also mit der Feminisierung der SPD, ihrer Abkehr davon, zumindest vorzugeben, es ginge um die arbeitende Bevölkerung und ihrer Hinwendung zu Mode- und Luxusthemen wie Rassismus, LSBTG und Genderismus, die allesamt keinerlei Widerspiegelung im täglichen Leben der allermeisten Menschen in Deutschland haben, zusammen. Wer Politik für Rent Seeker und andere Vorteilsnehmer macht, die sich im 10%-Bereich bewegen, der muss sich nicht wundern, wenn er nicht mehr gewählt wird. Wieso Infratest Dimap noch 33% für die CDU/CSU ausweist, ist vor diesem Hintergrund eines der Rätsel, an deren Lösung wir arbeiten.

Es ist schade mit ansehen zu müssen, wie die Partei von Herbert Wehner, Willy Brandt und Helmut Schmidt zu einer verweiblicht-infantilen Ansammlung von Personen geworden ist, deren einzige Leistung darin besteht, sich selbst zu bereichern und dabei sozialdemokratische Grundsätze und Prinzipien, wie die Leistungsbereitschaft im Austausch für Fairness der Entlohnung lächerlich zu machen.

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