SeniorFiles: Forum

Stammleser wissen, dass wir seit einiger Zeit mit einem Forum herumexperimentieren. Im Wesentlichen ging es uns darum, herauszufinden, ob es möglich ist, das Forum als offenes Forum, in dem jeder posten und kommentieren kann, zu betreiben oder nicht.

Die Antwort auf diese Frage und das Ergebnis unseres Experiments ist: Es ist nicht möglich.

Seniorfiles

Das Forum ist als Ort gedacht, an dem sich erwachsene Menschen austauschen können!

In der kurzen Zeit, die das Forum existiert, haben wir mehr als 200 Spam-Einträge gelöscht. Seltsamerweise ist der Spam, der uns täglich beschäftigt und Zeit kostet, nichts, was Datenschützer bekämpfen. Die eigentlichen Probleme, die dem Internet als freiem Markt für Informationen durch staatliche und andere organisierte Spammer entstehen, die interessieren offenkundig nicht. Statt dessen werden (w)irre Datenschutzgrundverordnungen nebst zugehörigem Bundesdatenschutzgesetz in Kraft gesetzt, um Überwachung und Kontrolle zu forcieren. Und da passt es ins Bild, Spam, Spam sein zu lassen, denn wer vollgemüllt wird, der kommt nicht zum Schreiben von Posts, und wer sich durch Unmengen Spam fressen muss, der verliert die Lust am Internet.

Genug davon.

Unser Forum ist – wider alle Widrigkeiten – nunmehr aus dem Testlauf heraus. Es ist stabil und hat mit Corvusalbus einen Moderator, der sein Handwerk versteht. Es würde uns freuen, wenn das Forum zum Umschlagplatz für Informationen und Wissen aller Art wird.

Der Zugang zum Forum findet sich im Menu (oben, zweite Zeile, letzter Punkt). Wer sich durchgeclickt hat, dem empfehlen wir, die Seite einfach mit einem Bookmark zu versehen.

Wer im Forum nur lesen will, der ist eingeladen das zu tun und muss sich weiter um nichts kümmern – allerdings stehen ihm nicht alle Threads zur Verfügung (manche erfordern eine Registrierung).

Wer etwas kommentieren oder schreiben will, der muss sich registrieren. Die Registrierung ist einfach, verlangt nur eine eMail-Adresse und deren Bestätigung.

Wir freuen uns auf viele Diskussionen. Dazu sind bereits Subforen vorhanden, in denen neue Threads eröffnet werden können. Wer einen Vorschlag für ein neues Subforum hat, der kann sich jederzeit mit diesem Vorschlag an uns wenden.

Eure/Ihre

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DSGVO: Ganz einfach mit dem Niedersäschsischen Sozialministerium

In Orwells Farm der Tiere, waren alle Tiere gleich, nur Schweine waren gleicher.

KEIN MÄRCHEN!

Während Blogger ihre Blogs schließen, weil Sie mit den aberwitzigen Vorstellungen von Datenschutz, die nach Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung (und nicht zu vergessen der Neufassung des Bundesdatenschutzgesetzes) in Deutschland herrschen (denn die Umsetzung dieses Megalithen an Regelungsfetischismus aus Brüssel ist eine nationale Angelegenheit, die zu vielen unterschiedlichen Herangehensweisen und Interpretationen im ansonsten so harmonischen Europa, mit der Ausnahme von Britannien (Ex-Harmonist), Italien, Griechenland, Katalonien …, führen wird), nicht zurecht kommen, während Vereine ihre Webseiten schließen, weil sie Angst vor denen haben, die sich zum verlängerten Arm der Brüsseler machen und den Schutz privater Daten auch bei Vereinen durchsetzen (keine Veröffentlichung von Ergebnissen der Dorfmeisterschaften ohne Zustimmung der Betroffenen, kein Upload von Bildern des Dorffests ohne Zustimmung aller darauf Abgebildeten), haben manche weniger Angst vor den Folgen dessen, was die Brüsseler da als unverdauliche Daten-Suppe angerührt haben. 

Das folgende Dokument ist eine Einführung in “Datenschutzgrundverordnung light”. Wir nehmen an, “Datenschutzgrundverordnung light” gilt nicht nur für Ministerien, sondern für alle und erklären daher für uns und alle Blogger in Deutschland, dass diejenigen, die sich in die eMail-Liste eingetragen haben, mit ihrer eMail-Adresse gespeichert sind und sich jederzeit wieder austragen können. Ein Klick genügt. 

Damit ist der lex saxonia inferiores der Datenschutzgrundverordnung genüge getan:

Sehr geehrte Damen und Herren!

Sie erhalten wie gewünscht in unregelmäßigen Abständen Pressemitteilungen und Presseeinladungen des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Dazu haben wir von Ihnen die hierfür erforderlichen Daten persönlicher Name, Name des Mediums, E-Mai-Adresse sowie in einigen Fällen auch Telefonnummern gespeichert. In Bezug auf die EU-Datenschutzgrundverordnung bitten wir Sie hiermit, uns per E-Mail mitzuteilen, falls Sie mit der Speicherung dieser Daten und der Versendung von E-Mails nicht mehr einverstanden sind, und zwar an die Mail-Adresse:

pressestelle@ms.niedersachsen.de

Diese Möglichkeit des Widerrufs haben Sie auch zu jedem späteren Zeitpunkt in der Zukunft. Außerdem haben Sie das Recht, sich bei uns jederzeit darüber zu informieren, welche Daten über Sie in der Pressestelle des Sozialministeriums gespeichert sind, und eine Reduzierung des Speicherumfangs oder eine Löschung der Daten zu verlangen. Wenden Sie sich dazu bitte ebenfalls an die oben angegebene E-Mail-Adresse oder telefonisch an unsere Mitarbeiterinnen unter der Telefonnummer 0511-120-40 58.

Außerdem haben Sie die Möglichkeit, unseren Datenschutzbeauftragten zu kontaktieren:
datenschutzbeauftragter@ms.niedersachsen.de

 

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AfD-Wähler pessimistisch und ängstlich – Adenauerstiftung veröffentlicht jetzt auch Junk

Oft reichen schon die ersten Sätze einer angeblich wissenschaftlichen Studie, um zu wissen, dass man es mit Junk zu tun hat. Unter dem Titel „Von A wie Angst bis Z wie Zuversicht“ hat die Konrad-Adenauer-Stiftung die Ergebnisse einer natürlich „repräsentativen Untersuchung zu Emotionen und politischen Einstellungen“ veröffentlicht.

Die vermeintliche Untersuchung ist Junk, wie gleich zu Beginn deutlich wird:

„In der Wahl- und Parteienforschung herrschten lange Zeit Erklärungsansätze vor, die von rationalen Akteuren und Entscheidungen ausgingen. Die Bedeutung von Emotionen wurde hingegen vernachlässigt. Doch aus der Psychologie weiß man inzwischen, dass „[o]hne Emotionen […] alle Optionen gleich viel wert [wären], und es wäre uns egal, was wir präferieren, wählen und tun würden“. Inzwischen beschäftigt sich auch die Politikwissenschaft mit dem Einfluss von Emotionen.“

Diese Sätze stammen von Sabine Pokorny, die bei der KA-Stiftung (KA für Konrad Adenauer oder Keine Ahnung) „seit September 2011 Koordinator… Empirische Sozialforschung in der Hauptabteilung Politik und Beratung“ ist. Pokorny hat nie Politikwissenschaft studiert, insofern ist es nicht verwunderlich, dass sie Unsinn schreibt.

In der Wahl- und Parteienforschung herrscht das Problem vor, dass sich Wahlverhalten nicht als rationale Entscheidung erklären lässt. Die einzige Theorie der rationalen Wahlentscheidung (im doppelten Sinne) stammt von Anthony Downs und formuliert das Gegenteil, dass es für Wähler NICHT rational ist, wählen zu gehen, denn ihre Stimme ist nichts wert. Wer merkt es, ob Hans X die CDU gewählt hat? Niemand. Warum bleibt Hans X dennoch nicht zuhause, warum verhält er sich irrational und geht wählen?

Reichen wir die Frage weiter an Max Weber, dessen Handlungstypen sich in den Theorien, die tatsächlich die Wahl- und Parteienforschung lange Zeit beherrscht haben, wiederfinden.

Wähler wählen Parteien, weil sie einen irrationalen Glauben an deren „Mission“ teilen, eine Mission mit historischen Wurzeln in Konfliktlinien zwischen Stadt und Land, Arbeitern und Unternehmern, Religiösen und Atheisten. Die Cleavage-Theorie erklärt Wahlverhalten über eine Art der irrationalen Vasallentreue. Warum ist jemand heute noch der Überzeugung, die SPD sei eine Arbeiterpartei und wählt die Partei deshalb? Die Antwort von Stein Rokkan und Seymour Martin Lipset: Weil sie an den Gründungsmythos der Partei, der die SPD zum Kämpfer für Arbeiterinteressen stilisiert, glauben und sich in der Sozialstruktur ihrer Gesellschaft auf der Seite der Partei wähnen.

Tatsächlich sind die meisten Theorien, die versuchen, Wahlverhalten zu erklären, psychologische oder sozialpsychologische Erklärungen, wie Pokorny wüsste, wenn sie Ahnung hätte, was sie nachweislich nicht hat. Die „Parteidentifikation“ in den 1960er Jahren von Angus Campbell, Philip Converse und Warren Miller dem „American Voter“ auf den Leib geschrieben, geht von einer Sozialisation aus. Man wählt Parteien, weil man in ihre Wahl sozialisiert wurde, wählt was Großvater, Onkel und Bruder wählen, was die Peers für wählbar halten. Parteiidentifikation ist ein Sozialisationsergebnis, sie ist alles, nur rational ist sie nicht. Wahlverhalten ist traditionell oder affektiv, wenn gewählt wird, weil der Kandidat gefällt, bekannt als Theories of Candidate Attractiveness. Abermals stammen sie aus der Sozialpsychologie und rekurrieren nicht auf rationales Verhalten.

Lediglich der Median-Voter, den man vermutlich James N. Enelow und Melvin J. Hinich und ihrer Spatial Theory of Voting anlasten muss, rekurriert noch auf rationales Wahlverhalten. Er tut das unter Nutzung einer Kunstfigur, mit der sich erhebliche Zweifel verbinden, ob sie in der Wirklichkeit gefunden werden kann.

Lange Ausführung kurz gefasst: Theorien, die Wahlverhalten rational erklären wollen, herrschen nicht vor, sie führen bestenfalls eine Randexistenz und das schon seit Jahrzehnten. Was von den zitierten Erkenntnissen der „Psychologie“, nach denen ohne Emotionen alle Optionen gleich viel wert sein sollen, zu halten ist .. Machen wir ein Experiment. Entscheiden Sie sich zwischen Kartoffelchips und Schokolade. Wetten, Sie entscheiden nach Präferenz und Geschmack und ihre Liebe zur Kartoffel oder ihr Hass auf Schokoladenhersteller spielen keine Rolle?

Und weil Dilettantismus die Angewohnheit hat, zu einer Sucht zu werden, schreibt Pokorny weitere 14 Seiten voll, mit Ergebnissen, die natürlich repräsentative Befragungen erbracht haben sollen, Ergebnissen wie dem folgenden:

Ob Tabelle 1 auf schlechten Stil, vorsätzliche Irreführung oder Dilettantismus zurückzuführen ist, ist eigentlich egal, interessant ist nur, dass die Ergebnisse, die als Beleg für „Emotion“ angeführt werden, keinerlei Beleg für Emotion liefern, denn die Aussage, „wenn das so weitergeht, sehe ich schwarz für Deutschland“, hat nichts mit Angst und nichts mit “Emotionen vor Zukunft” (3) zu tun, wie Pokorny behauptet. Das kann man leicht feststellen, wenn man den Ärger, den der Schreiber dieses Textes angesichts von solchem Junk, der Sozialforschung sein will, empfindet, den Ergebnissen gegenüberstellt.

Da AfD-Wähler die AfD wählen, weil sie mit dem Zustand von Deutschland nicht zufrieden sind, wäre alles andere als ihre Zustimmung zu der Aussage, dass Sie schwarz sehen, wenn „das“ so weitergeht, überraschend. Überraschend wäre auch, wenn man diese Ergebnisse interpretieren könnte, wie Pokorny das tut, denn um die Ergebnisse als „Emotionen“ interpretieren zu können, müsste man zumindest wissen, was „das“ ist, das, wenn es weitergeht, schwarz sehen lässt. Aber was „das“ ist, weiß man nicht. Die Befragten so wenig wie die Auszähler der Ergebnisse. Und deshalb haben wir alle ein unterschiedliches Verständnis davon, was „das“ ist, das bei Weitergehen schwarz sehen lässt. Es kann alles und gar nichts sein. Deshalb verbietet sich jede Interpretation, wie Pokorny wüsste, wenn sie von empirischer Sozialforschung auch nur rudimentäre Kenntnisse erworben hätte. Hat sie aber offensichtlich nicht. Hätte sie es, sie wüsste, ein „eher Zustimmen“ zur Aussage, dass wenn „das“ so weitergeht, man schwarz für Deutschland sehe, keinen generellen Pessimismus oder „negativen Blick in die Zukunft“ darstellt, oder nur dann, wenn man eine Nationalistische Perspektive einnimmt, die davon ausgeht, dass „das“ die alleinige und generelle Determinante der Zukunft ist. Um das festzustellen, dass das für „das“ so ist, müsste man wiederum wissen, was „das“ ist, auf das nunmehr die Befragten geantwortet haben, was man dummerweise nicht weiß, weshalb man nicht wissen kann, ob „das“ das ist, was die Zukunft alleine determiniert.

Eigentlich ganz einfach. Aber dennoch zu schwierig für die Adenauer-Stiftung. Oder: wo ein Wille zur Produktion bestimmter Ergebnisse ist, da ist auch immer ein Weg. Lauterkeit und empirische Sozialforschung sind dann eben „das“, was dann auf der Strecke bleibt.

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Datenschutzgrundverordnung: Hysterie schaffen und nutzen

Das Strickmuster ist immer das gleiche.

Zuerst wird eine Beinahe-Katastrophe erfunden.

Dann nehmen organisierte Gruppen die Beinahe-Katastrophe auf, schreiben Pressemeldungen, machen aus der Beinahe-Katastrophe eine richtige Katastrophe, schmücken sie aus, aktivieren ihre Aktivistenarmee und werfen sich ins Zeug, um die Katastrophe zu verhindern.

Es dauert nicht lange, bis die Mainstreampresse sich der Katastrophe annimmt, nicht, wie man vielleicht denken könnte, um zu prüfen, ob etwas dran ist, an der Katastrophe, sondern mit dem Ziel, möglichst weite Verbreitung für die Katastrophe, die nun in entsprechenden Szenarien ausgemalt wird, zu schaffen und mit dieser Verbreitung auch ein Bewusstsein zu schaffen, ein Bewusstsein dafür, dass das Ende nahe ist, wenn nicht etwas passiert.

Was zu passieren hat, um die Katastrophe zu verhindern, dass wissen die organisierten Gruppen, bei denen es sich häufig um Nichtregierungsorganisationen handelt, deren Finanzen oft genug bis regelmäßig von Regierungen gesichert werden, bei denen es sich um Stiftungen handelt, die mit ihrem Stiftungskapital keinen Tag überleben könnten. Sie leben stattdessen von Steuergeldern, die Ministerien in sie pumpen oder bei denen es sich um eingetragene Vereine handelt, die direkte Ausgründungen von Parteien oder den organisierten Gruppen sind, die die Beinahe-Katastrophe zur Katastrophe fort-inszeniert haben.

Was zu passieren hat, ist immer dasselbe, es ist vorhersehbar, unveränderlich und in seiner Monotonie ätzend: Gesetze müssen geändert werden. Es muss verboten werden. Es muss geregelt werden. Steuern müssen erfunden und erhoben werden. Es muss noch mehr kontrolliert werden.

Das, was passieren muss, ist interessanter Weise immer im Sinne derer, die die politische Macht in Händen halten. Noch nie wurde eine Beinahe-Katastrophe erfunden, die den Abbau von Regelungen notwendig gemacht hätte, die Reduktion von Steuern oder gar die Abschaffung der Parteienfinanzierung. Immer münden die (Beinahe-)Katastrophen in Rechtsetzung. Das ist eine der Seltsamkeiten angeblich moderner Zeiten: Egal, welche Beinahe-Katastrophe erfunden wird, immer steht ein Mehr an Gesetz und ein Weniger an Freiheit am Ende der Inszenierung.

Das war so bei Glyphosat, das harmlose Herbizid, das nun verboten werden wird.

Das ist so beim angeblich menschengemachten Klimawandel, einer der besten Inszenierungen, die es derzeit gibt: eine dauerhafte finanzielle Quelle für NGOs und Stiftungen aller Art. Eine sprudelnde Quelle der Rechtssetzung, der Regelung und der Verbote.

Das ist so bei Rechtsextremismus, Rassismus und Hatespeech. Auch hier werden kaum empirisch auffindbare Tatbestände zur Katastrophe aufgebauscht, um Gesetze erlassen (Netzwerkdurchsetzungsgesetz) und Freiheit beschneiden zu können.

Es reicht offensichtlich, eine Katastrophe zu erfinden, Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen, weil demnächst Deutschland von den schmelzenden Polkappen überspült wird oder die NSDAP die nächste Bundestagswahl gewinnen wird oder soziale Netzwerke Kathedralen der Hasspredigt sein sollen, um ihnen dann, wie der Elixiermischer im Mittelalter, die Lösung all der Probleme zu verkaufen und die Katastrophe per Gesetz gerade noch zu verbieten.

Die Katastrophe Klimawandel wird angeblich verhindert, wenn Bürger per Gesetz gezwungen werden, viel Geld in weitgehend ineffiziente Formen der Stromerzeugung zu pumpen und noch mehr aufzuwenden, um den weit überteuerten Strom dann zu kaufen.

Die Katastrophe „Insektensterben“ wird gelöst, wenn man ein Herbizid verbietet, für das es keinerlei Nachweis gibt, dass es in irgendeinem Zusammenhang mit Insektensterben steht.

Die Katastrophe Rechtsextremismus soll durch Gesetze, die die Meinungsfreiheit abschaffen, verhindert werden.

Niemand hat je gefragt, wie das Wunder in den jeweiligen Fällen erreicht werden soll. Wie soll menschengemachter Klimawandel durch schmutzige Solarenergie verhindert werden? Wie soll Rechtextremismus durch Stiftungen, die sich weitgehend mit sich und anderen, die den Rechtsextremismus bekämpfen, beschäftigen, verhindert werden? Und nie hat jemand auch nur einen Beleg für die Katastrophe und ihre Verhinderung gefordert, geschweige denn geliefert.

Die öffentlichen Inszenierungen gehen weiter.

Die Datenschutzgrundverordnung ist das neueste Beispiel.

Politische Lobbyisten haben eine Bedrohung der Privatsphäre im Internet erfunden. Minutiös wurden Bürger davon überzeugt, dass es jeder auf ihre IP und ihre Privatdaten abgesehen hat. Cambridge Analytica, die größte Luftnummer der Meinungsforschung, wurde zu einem datenfressenden Monster aufgebaut, von dem etliche denken, es habe ihre persönlichen Daten ausgespäht, wisse von der Farbe ihrer Augen bis zum Stand ihres Dispokredites alles über sie. Die Kenntnisse darüber, welche Daten im Internet gehandelt werden können und darüber, welche Daten davon „privat“ und nachverfolgbar sind, sie sind jämmerlich dünn gesät. Die hysterische Angst davor, von der Software ausgespäht zu werden, hat es da schon zu weiterer Verbreitung geschafft.

Wie auch immer, es ist gelungen, eine offizielle Erzählung zu etablieren, nach der man im Internet seiner Daten nicht sicher ist. Dieselben Menschen, die kein Problem damit haben, sich vor ihrem Finanzbeamten bis aufs Hemd auszuziehen, keinen Anstoß daran nehmen, wenn das Bankgeheimnis beseitigt wird, keine Wimper verziehen, wenn sie genötigt werden, dem Einwohnermeldeamt ihre Ankunft oder ihren Wegzug zu melden (unvorstellbar in freien Ländern wie dem UK), die es akzeptieren, bestraft zu werden, wenn sie ohne Ausweispapier angetroffen werden, sie, die kein Problem damit haben, dass ihre finanziellen Transaktionen lückenlos nachweisbar sind und, wenn sie mobile Zahlungssysteme nutzen, per GPS mit Orten verbunden werden können, so dass man jederzeit ihren Tagesablauf rekonstruieren kann, sie haben plötzlich ein Problem mit Datenschutz, wegen einer Nummer: 213.122.156.189, einer Nummer, die es erlaubt, einen Zeichensatz auf das Herkunftsland einzustellen, die man speichern kann, um Zugang zu erleichtern oder Missbrauch zu verhindern, die aber und das auch nur im Idealfall nur Staatsanwalt und Richter zurückverfolgen können bis in den Haushalt dessen, dem die Nummer zugewiesen wurde. Die EU spricht in ihrer neuen Datenschutzgrundverordnung in solchen Fällen, von Pseudonymisierung, davon, dass Daten nur dann zu einer Identifikation führen können, wenn Daten Dritter genutzt werden, die nur dem Staat und seinen Institutionen frei zugänglich sind.

Wie so oft, funktioniert das Spiel mit der Hysterie. Die EU hat es geschafft, die Datenschutzgrundverordnung zu einer Art Rettungsleistung vor dem angeblich allgegenwärtigen Datenmissbrauch aufzubauen bzw. aufbauen zu lassen. Die Mainstreammedien jubeln, die organisierten Verbraucherschützer sind orgiastisch, die linken Parteien, die noch nicht bemerkt haben, dass die Regelung auch sie und ihresgleichen treffen wird, z.B. all die Seiten der Antifa, die von Deutschland aus und ohne Impressum und Datenschutzerklärung betrieben werden, sie feiern einen historischen Sieg. Endlich kann jeder Dr. Oetker fragen, welche Daten das Unternehmen von ihm gespeichert hat.

Aber niemand erhält auf dieselbe Frage eine Auskunft von Parteien, Ministerien, vom Kraftfahrtbundesamt, seinem zuständigen Finanzamt, von der Schufa, dem Gerichtsvollzieher. Niemand kann mit der Datenschutzgrundverordnung verhindern, dass seine privaten Daten als säumiger Zahler von GEZ-Gebühren wie von Geisterhand vertrieben, bei Gerichtsvollziehern und Polizeidienststellen landen.

  • Spam wird durch die Datenschutzgrundverordnung nicht weniger.
  • Pishing wird durch die Datenschutzgrundverordnung nicht weniger.
  • DDOS und DOS-Attacken werden durch die Datenschutzgrundverordnung nicht weniger.
  • Die Ausspähung von Bürgern durch ihren Staat wird durch die Datenschutzgrundverordnung nicht weniger.
  • Die öffentliche Diffamierung von Menschen, die eine Meinung haben, durch anonyme Feiglinge, die eine offizielle Meinung übernommen haben, wird durch die Datenschutzgrundverordnung nicht weniger.
  • Das stetig steigende Verlagen der Finanzämter bei Banken auf die Herausgabe von privaten Kontodaten wird durch die Datenschutzgrundverordnung nicht seltener.

 

  • Die Blogs und alternativen Informationsangebote, sie werden seltener.
  • Eigeninitiative wird seltener.
  • Innovation und Kreativität werden seltener.

Das Schlimmste an dem ganzen Schmierentheater sind die vielen Enthusiasten, die die Datenschutzgrundverordnung der EU zu ihrer Sache gemacht haben, die die Schmutzarbeit des Staates machen, die sich gemein machen mit denen, die unter immer neuen Vorwänden danach trachten, Freiheit, Eigeninitiative und kreatives Denken zu verhindern.

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