Femipositas an Universitäten: Gender-Blähungen

Professur gefällig?

An deutschen Universitäten werden Professuren als Massenware feilgeboten: Im Vergleich der Jahre 2007 und 2017 hat die Anzahl der Professoren an deutschen Universitäten (nur an Universitäten, nicht an Fachhochschulen, Pädagogischen Hochschulen, Sporthochschulen …, die betrachten wir extra) um 3.740 Professuren zugenommen. Diese Blähung des akademischen Apparats geht vor allem auf den Genderismus zurück, der über Programme wie z.B. das Professorinnenprogramm, in dessen Rahmen Vorgriffsprofessuren für Frauen finanziert werden, die faktisch zu einer Doppelung vorhandener Stellen führen, die Femipositas der Universitäten vorantreibt.

Nun wissen wir alle aus der politischen Agitation, dass es angeblich zu wenige Frauen in Naturwissenschaften, Mathematik und Ingenieurswissenschaften gibt. Die entsprechenden Fächer sind eine männliche Domäne, was gewöhnlich als Grund dafür angeführt wird, dass Frauen mit Mentoren- und sonstigen Förderprogrammen (wie dem bereits erwähnten Professorinnenprogramm) ein Fahrdienst in Professuren bereitgestellt wird. Sie müssen nur einsteigen. Der Rest geht fast von selbst.

Nur scheinen die Weichensteller der entsprechenden Programme nicht ganz auf der Höhe der Zeit zu sein, denn wie die folgende Abbildung zeigt, wurden die meisten der 2.700 neuen weiblichen Professoren in Fachbereichen geparkt, in denen sie sowieso schon überproportional häufig sind: In den Geistes-, Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und gerade nicht in den Ingenieurwissenschaften oder in der Mathematik oder den Naturwissenschaften.

Die Zuwachsrate für weibliche Professuren im Vergleich der beiden Jahre, die wir berücksichtigt haben, beträgt in den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften knapp das Dreifache der Zuwachsrate der Ingenieurswissenschaften. Mit anderen Worten: Dreimal so viele Frauen lassen sich in den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften auf einer Professur nieder als es in die Ingenieurswissenschaften schaffen. Nimmt man die Mathematik und die Naturwissenschaften zur Grundlage, dann sieht es nicht besser aus. Fast doppelt so viele Frauen finden sich in den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften auf einer Professur ein als in den Naturwissenschaften und der Mathematik.

Deutlicher kann eine Förderpolitik, die den MINT-Bereich besonders fördern will, nicht scheitern.

Deutlicher kann die Tatsache, dass es nur darum geht, Professuren für Frauen an Hochschulen zu installieren, kaum zum Ausdruck gebracht werden.

Besser kann man die Femipositas, die Gender-Blähung der Universitäten nicht darstellen.

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