Zerstört Merkels Energiepolitik den Mittelstand? Im Ausland macht man sich Sorgen

Ausgerechnet Bloomberg, bislang eine einzige Jubelveranstaltung, wenn es um erneuerbare Energien ging, schlägt Alarm.

Quelle

Merkels Energiepolitik sei dabei, den deutschen Mittelstand zu zerstören.

Der deutsche Mittelstand sei das Rückgrat der deutschen Wirtschaft.

Gehe der Mittelstand unter, gehe auch die Wirtschaft bergab.

Ursache der Katastrophenstimmung in den Redaktionsräumen von Bloomberg ist die Verdoppelung der Stromkosten für mittelständische Unternehmen seit 2016 in Deutschland. Hektisch seien Betriebe dabei, Stromkosten zu reduzieren. Kein leichtes Unterfangen für die energieintensiven unter den mittelständischen Unternehmen:

„Energy bills for the Mittelstand were surging even before this year’s surge in the wholesale market. The companies, together households, had to cough up hundreds of billions of euros to pay for Merkel’s transition to an economy based on mainly solar and wind. That put them at a disadvantage against competitors from China to the U.S., as well as other European nations.”

  • Wettbewerbsnachteile;
  • Steigende Produktionskosten;
  • geringere Gewinne;

Das ist für die Unternehmen des deutschen Mittelstands nicht leicht zu schultern, schon weil sie nicht wie z.B. VW oder Daimler eigenen Strom im eigenen Kraftwerk erzeugen und nicht wie z.B. Bayer oder BASF von vielen Auflagen des ökologischen Umbruchs ausgenommen sind.

Nach Angaben des Instituts für Mittelstandsforschung gab es 2016 in Deutschland:

Quelle
  • 3.455.424 mittelständische Unternehmen;
  • 99,4% der deutschen Unternehmen gehören damit dem Mittelstand an;
  • In mittelständischen Unternehmen sind 52,7% der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigt.
  • Auf mittelständische Unternehmen entfällt 34,1% des Gesamtumsatzes der deutschen Wirtschaft.
  • 88,6% der mittelständischen Unternehmen sind Kleinstunternehmen mit maximal 9 Angestellten und einem Umsatz von weniger als 2 Millionen Euro.

Wie sehr kleine und kleinste Unternehmen an einer Verdoppelung der Stromkosten zu knabbern haben, die allein auf ideologische Entscheidungen, die ohne Rücksicht auf Verluste durchgedrückt werden, zurückzuführen sind, kann sich jeder selbst vorstellen. Er muss dazu lediglich annehmen, er sei Pendler, habe eine Entfernung zum Arbeitsplatz von täglich 50 Kilometern – einfache Fahrt – zurückzulegen und müsse innerhalb von weniger als zwei Jahren eine Verdoppelung des Benzinpreises finanziell verkraften.

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