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Warum Gender Studies Trash und keine Wissenschaft sind: Ein Beispiel von Steuergeldverschwendung

genderDynamiken.

Schon einmal gehört?

genderDynamiken ist ein „Projekt“, das aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie des Europäischen Sozialfonds finanziert wurde. Ziel von „genderDynamiken“ war es „Gleichstellung in der Physik“ zu erreichen. Das Projekt ist mittlerweile beendet. Deshalb ist es perfekt dazu geeignet zu zeigen, was für eine Verschwendung von Steuergeldern hier jahrelang unter der Nase des Bundes der Steuerzahler betrieben wurde (und in anderen Projekten, die eine minimale Variation des Themas sind, weiterhin betrieben wird).

Von Ende November 2012 bis Ende Juni 2015 wurde untersucht, warum in der Physik der Frauenanteil auch im Jahre 20 nach Erfindung der Benachteiligung von Frauen auf dem entsprechenden Kongress in Peking weiterhin gering ist. Mit anderen Worten: Gesucht wurde eine Erklärung für den gleichbleibend geringen Frauenanteil in der Physik. Die Suche nach der Antwort hat die „Forscherinnen“ jahrelang beschäftigt und ist schließlich in einen von Sabine Hark, Nike Laufenberg, Petra Lucht, Elvira Scheich, Martina Erlemann, Nina Baur, Maria Norkus und Grit Petschik verantworteten Abschlussbericht (nebst Handlungsempfehlungen) im Umfang von 16 Textseiten gemündet.

Die spärliche Ausbeute einer langjährigen Förderung mit Steuergeldern ist ein Paradebeispiel dafür, wie sich die Genderista an Steuergeldern gütlich hält, um mit ungeeigneten Forschungsmethoden sinnlose Ergebnisse zu Wege zu bringen.

Im vorliegenden Fall wird die Fragestellung des Projekts „genderDynamiken“ wie folgt beschrieben: „Ausgangspunkt des Projekts ist die These, dass ein- und ausschließende Mechanismen die Karrieren und den Verbleib von Forschenden in der Wissenschaft beeinflussen, die erstens nicht geschlechtsneutral und zweitens in je aktuelle wissenschaftliche und wissenschaftspolitische Entwicklungen eingebunden sind“.

Da wir wissen, dass in der universitären Physik mehr Männer als Frauen beschäftigt sind, kann die These auf die Aussage verdichtet werden, dass Unterschiede zwischen den Geschlechtern auf Mechanismen zurückzuführen sind, die Unterschiede zwischen den Geschlechtern produzieren. Ergänzt wird diese Tautologie durch die Behauptung, dass die Unterschiede durch „wissenschaftliche und wissenschaftspolitische Entwicklungen“ bedingt sind.

Die erste Behauptung kann man gleich als Unsinn ad acta legen, denn die Entdeckung der Quarks durch Murray Gell-Mann hat keinen Einfluss auf die unterschiedliche Häufigkeit, mit der Männer und Frauen Physik als Fach ergreifen.

Die zweite Behauptung ist das Ende des Zirkelschlusses, der hier an das BMBF als Wissenschaft verkauft werden sollte (und zweifelsohne auch wurde), denn die behauptete wissenschaftspolitische Entwicklung, die die Unterschiede in der Häufigkeit, mit der Männer und Frauen Physik als Fach ergreifen, beeinflussen soll, wird nicht nur an den Forschungsgegenstand herangetragen, sondern als Ergebnis der Forschung in Handlungsempfehlungen, zu denen wir noch kommen, präsentiert.

Die These soll mit Hilfe qualitativer Forschung zunächst explorativ und dann konfirmatorisch untersucht werden. Das an sich ist schon ein Unding, denn wenn man eine These hat, ist die Exploration bereits beendet. Exploration dient der Gewinnung von Hypothesen. Offenkundig haben die Genderista, die in diesem Fall das Geld der Steuerzahler verprassen, davon noch nie etwas gehört. Auch die Methoden der empirischen Sozialforschung, mit denen man normalerweise eine Hypothesenprüfung durchführt, sind ihnen nicht geläufig: Quantitative Methoden. Die normale Vorgehensweise dann, wenn man der Ansicht ist, wissenschaftspolitische Rahmenbedingungen würden die Verteilung nach Geschlecht im Fach Physik beeinflussen, besteht darin, dass man konkrete und prüfbare Hypothesen formuliert, die einen Zusammenhang zwischen diesen Rahmenbedingungen und der konkreten Wahl von Individuen beschreiben, diese operationalisiert und mit den Mitteln der quantitativen Sozialforschung prüft. Nun ist quantitative Sozialforschung mit Datensätzen und Statistik, mit Mathematik verbunden, und die Genderista hasst nichts mehr als Mathematik und Statistik und alles, was nachvollziehbare Ergebnisse produziert.

Deshalb wurde im vorliegenden Fall eine ethnographische Methode eingesetzt, die darin bestanden hat, dass die Forscherinnen sich – nach welchen Kriterien auch immer gewählte – Mitarbeiter des Mittelbaus an einer Universität oder im Max-Planck-Institut ausgesucht und mit diesen den Tag oder Tage verbracht haben. Die Erlebnisse sind dann in Protokolle gemündet, die wiederum in einer zweiten Erhebungsphase genutzt wurden, um wiederum mit qualitativer Einzelfallbetrachtung spezielle Besonderheiten zu erheben, von denen nichts desto trotz behauptet wird, dass sie allgemeingültige Schlüsse zulassen würden. Das ist natürlich nicht der Fall. Aus Daten, die mit qualitativer Forschung gewonnen wurden, lassen sich keine allgemeingültigen Aussagen gewinnen, nicht einmal mit der Methode der Grounded Theory, die die Genderdynamischen allerdings wohl ebenso wenig kennen wie sie mit dem Rüstzeug quantitativer Sozialforschung umgehen können.

Damit sind wir beim Kern der Malaise der heutigen Sozialforschung. Mit den Gender Studies sind Ideologen in die Wissenschaft eingezogen, die keinerlei methodische Kompetenzen jenseits des „qualitativen Gesprächs“ haben, und wenn es an die Auswertung desselben geht, auch nicht versierter sind als ihre Studenten. Die Unfähigkeit des Umgangs mit quantitativen Methoden der Sozialforschung, die Unkenntnis statistischer Verfahren hat dazu geführt, dass qualitative Einzelfallbetrachtungen fast schon zur Normalität geworden sind. Aber so wenig, wie jemand von der Diagnose seines Hausarztes auf die Ursachen von Bronchitis schließen kann, und wenn er noch so sehr meint zu wissen, durch eine qualitative Selbstbetrachtung, die Ursachen seiner Bronchitis erkundet zu haben, so wenig kann mit qualitativen Interviews ein Anspruch auf die Formulierung allgemeiner Aussagen begründet werden. Mit anderen Worten: Die Genderdynamischen können mit ihrem methodischen Design, das wohl ihren Fähigkeiten entspricht, aber eben nicht der Notwendigkeit, keinerlei Aussagen ableiten, die über den Einzelfall hinausgehen.

Aber genau das tun sie.

Und wenig überraschend handelt es sich bei diesen Handlungsempfehlungen genannten allgemeinen Aussagen um Allgemeinplätze und ebenso wenig überraschend ist zum Ende des spärlichen Broschürchens, das man dem BMBF untergeschoben hat, keine Rede mehr davon, die Ursachen, die man in der Einleitung behauptet hat, analysieren oder erklären zu wollen, also warum häufiger Männer als Frauen Physik als Fach (oder Beruf) ergreifen, zu bestimmen. Wozu auch? Die Genderista weiß, woran es liegt. Deshalb finden sich in den Handlungsempfehlungen all die alten Bekannten und Hirngespinste wieder, die man auch ohne teure, angebliche Forschung hätte einfach so formulieren können:

Die Work-Life-Balance müsse verbessert werden, was auch immer das im Einzelfall bedeuten soll;

Zeitverträge sind den Autoren ein Dorn im Auge. Deshalb müssen sie für Frauen abgeschafft werden, damit Karriere- und Lebensplanung möglich ist, die angeblich mit Zeitverträgen nicht möglich ist. Die Prämisse des Heimchens am Herd, das, hat es einmal einen Arbeitsplatz gefunden, nie wieder nach einem neuen sich umsieht, strahlt jedem Leser entgegen.

Partizipation müsse Frauen ermöglicht werden. Nun ist Partizipation Grundsatz wissenschaftlicher Institute, genannt: akademische Selbstverwaltung. Frauen sind davon nicht ausgeschlossen. Weil dem so ist, treffen wir hier unseren Bekannten, den Zeitvertrag wieder, der abermals Frauen von Partizipation ausschließen soll. Wie hanebüchen diese Behauptung ist, zeigt sich schon daran, dass Zeitverträge positionsgebunden sind. Wissenschaftliche Mitarbeiterstellen basieren in der Regel auf Zeitverträgen. In der Physik sind die meisten wissenschaftlichen Mitarbeiter männlich. Selbstsamer Weise können männliche Akademiker anscheinend auch mit Zeitvertrag partizipieren.

Und nun kommen die Handlungsempfehlungen, um die es eigentlich geht. Der ganze Zinnober einer inadäquaten und vollkommen aussagelosen Pseudo-Forschung wurde nur betrieben, um politische Forderungen legitimieren zu können. Der Wissenschafts-Judas steht heute hoch im Kurs.

Gefordert wird:

Bevorteilung von weiblichen Doktoranden durch spezielle Betreuung. Prämisse dieser Forderung ist zwangsläufig, dass weibliche Absolventen der Physik im Vergleich zu männlichen Absolventen unbeholfen, nicht konkurrenzfähig und abgesehen davon, minderbemittelt sind. Wir warten immer noch darauf, dass weibliche Absolventen der entsprechenden Fächer Genderisten ohrfeigen und sich gegen deren Bevormundung verwahren.

Und natürlich werden gendersensible Fortbildungsmaßnahmen und eine egalitäre Wissenschaftskultur benötigt. Letzteres soll dadurch erreicht werden, dass Gleichstellungsbeauftragte mehr Einfluss erhalten und dadurch, dass mehr Gleichstellungsmaßnahmen durchgeführt werden.

Von Maßnahmen zur Gleichstellung profitieren in erster Linie nicht die, die das Objekt der entsprechenden Maßnahmen sind. Das zeigt schon die vollständige Erfolglosigkeit der entsprechenden Maßnahmen. Es profitieren diejenigen, die sie durchführen. Die Absolventen der Gender Studies, die Genderista. Angebliche Forschung wie die, die über Jahre von Steuerzahlern als „genderDynamiken“ finanziert wurde, dient in erster Linie dazu, Absolventen der Gender Studies mit einem Job (Zeitvertrag) zu versorgen, damit sie diesen Job nutzen, um weitere Jobs für Absolventen der Gender Studies zu fordern. Weder Projekte wie genderDynamiken noch Maßnahmen zur Gleichstellung haben auch nur einen benennbaren Nutzen jenseits der Versorgung der eigenen Klientel.

Gender Mainstreaming ist das, was man im Englischen einen gravy train nennt, ein Nutznießer-Versorgungsprogramm auf Kosten von Steuerzahlern: Gender-sponging.

Nur noch der Ordnung halber: Genderista können auch Konzepte wie “Gerechtigkeit” nicht benutzen. Der Abschlussbericht ist überschrieben mit “Geschlechtergerechtigkeit in der Wissenschaft”. Es geht im Bericht aber ausschließlich um Ergebnisgleichheit. Das ist das Gegenteil von Gerechtigkeit.

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