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Masern-Impfpflicht: Diese Gutmenschen sind gefährlich

Bevor die Impfbefürworter hier in die Luft gehen, wir reden nicht der Impfverweigerung das Wort. Wie immer, plädieren wir für eine informierte Entscheidung und wie so oft, zeichnet sich die aktuelle Diskussion, in der Bundesgesundheitsminister-Darsteller Jens Spahn das vorgeschlagen hat, was sich wohl als einziges in seinem Repertoire befindet: Zwang, durch ein vollständiges Fehlen der Fakten aus.

Die öffentliche Diskussion wird auf Basis der Prämisse geführt, dass – einmal geimpft – Masern der Vergangenheit angehören, dass man durch die Impfung immun gegenüber einer Infektion mit Masern wird. Eine weitere Prämisse der Diskussion um Masern ist die Behauptung, dass es sich bei Masern um eine Krankheit handele, die mit einer hohen Sterblichkeit verbunden ist. Schließlich basiert die Diskussion auf der Prämisse, dass sich mit einer Masern-Impfung keinerlei Nebenwirkungen verbinden.

Im Einzelnen.

Nach den Daten der Weltgesundheitsorganisation ist die Zahl derjenigen, die weltweit an Masern sterben, von 550.100 Toten im Jahr 2000 auf 89,780 im Jahr 2016 zurückgegangen, eine Entwicklung, die vollständig auf die verbreitete Impfung gegen Masern zurückgeführt wird, denn Masern kurieren sich quasi von selbst, durch die Gabe von Vitamin A kann die Heilung beschleunigt werden. Auch Immunogluboline stehen zur Behandlung in heftigen Fällen zur Verfügung. Indes kann man diese Annahme in Frage stellen, denn das Zurückdrängung von Unterernährung ist vermutlich wichtiger für das Zurückgehen der Mortalität durch Masern als die verbreitete Impfung (dazu unten).

Die Komplikationen, zu denen Masern führen können, haben Denise Antona , Daniel Lévy-Bruhl, Claire Baudon, François Freymuth, Mathieu Lamy, Catherine Maine, Daniel Floret, and Isabelle Parent du Chatelet anhand des Masern-Ausbruchs in Frankreich im Jahr 2011, bei dem 22.178 an Masern Erkrankte von staatlichen Stellen dokumentiert wurden, mit Inzidenzraten zusammengestellt. Daraus kann man ableiten, dass die Sterblichkeit an Masern irgendwo in der Gegend von einem bis zwei Toten auf 10.000 Erkrankte liegt.

Damit hätten Masern eine Sterblichkeitsrate von 0.02%. Eine so ernsthafte Erkrankung mit Masern, dass ein Krankenhausaufenthalt notwendig wird, ist für 0,7% der dokumentierten Fälle berichtet worden. Zum Vergleich, ca. 17 bis 20 auf 10.000 Personen sterben weltweit an einer Herzkreislauf-Erkrankung, ebensoviele an Krebs, 4-5 von 10.000 Personen kommen durch einen Unfall zu Tode, 4-5 von 10.000 erleiden einen Herzinfarkt, 2-3 unter 10.000 sterben an Diabetes, 1-2 von 10.000 sterben an den Folgen einer Grippeerkrankung. Masern sind mit 1-2 Toten pro 10.000 Personen somit nicht unbedingt der Topkiller, der es notwendig macht, ihm mit einer Impfpflicht zuleibe zu rücken.

Tut man es dennoch, dann muss man sicher sein, dass man durch eine Impfung die Toten, die es durch Masern zu beklagen gibt, verhindern kann. Aber genau das ist nicht der Fall.

Zunächst einmal hat der kombinierte Impfstoff MMR, der gegen Mumps, Masern und Röteln zum Einsatz kommt, auch Nebenwirkungen. Eines von 640 Kindern, so hat das US-Amerikanische Center for Disease Control ausgerechnet, erleidet eine milde oder starke Form der Epilepsie, eine plötzlich auftretende elektrische Aktivität im Gehirn, die zu unkontrollierten Bewegungen führt. Pro Jahr addiert sich die Anzahl der Kinder, die an dieser Nebenwirkung ihrer Impfung leiden nur für die USA auf 5.700 Kinder. Hinzu kommen Fieber, anschwellende Lymphdrüsen oder Ausschläge als Folge einer Impfung.

Relevanter für die Entscheidung, eine Impfpflicht einzuführen, ist indes die Tatsache, dass mit der Impfung keinerlei Garantie einhergeht, nicht an Masern zu erkranken. Poland und Jackson schreiben in einem Beitrag aus dem Jahre 2012:

“For example, during the 1989–1991 U.S. measles outbreaks 20–40% of the individuals affected had been previously immunized with one to two doses of vaccine. In an October 2011 outbreak in Canada, over 50% of the 98 individuals had received two doses of measles vaccine.”

In Deutsch: Mehr als 50% derjenigen, die 2011 in Kanada an Masern erkrankt sind, waren gegen Masern geimpft. Die hohe Fehlerrate, die zudem höher ist als die 1989-91 für die USA berichtete, weist darauf hin, dass der Impfstoff gegen Masern seine Wirkung verliert, eine Befürchtung, die Poland und Jackson genau so auch formulieren.

Auch gravierend ist, dass bislang nicht gezeigt werden konnte, dass das Risiko einer permanenten Schädigung oder ein Todesrisiko, das mit einer Impfung gegen Masern verbunden ist, geringer ausfällt als das Risiko einer permanenten Schädigung bzw. das Todesrisiko, das mit einer Erkrankung an Masern verbunden ist.

Zusammenfassend lässt sich somit feststellen:

  • Die Anzahl der Toten, die es durch Masern zu beklagen gibt, ist vergleichsweise gering. Das Risiko an Masern zu sterben liegt bei ca. 0,02 Prozent. Das Risiko im Straßenverkehr zu Tode zu kommen, beträgt in Deutschland 0,4%.
  • Eine Impfung gegen Masern ist keine Garantie dafür, nicht an Masern zu erkranken. Tatsächlich weisen Studien darauf hin, dass die Wirkung des MMR-Impfstoff geringer wird.
  • Es gibt bislang keine Studien, in denen die Folgen einer Masern-Erkrankung mit den Nebenwirkungen einer Masern-Impfung verglichen werden (jedenfalls konnten wir keine finden). Entsprechend ist die Frage, ob eine Impfung letztlich mehr Nutzen bringt als keine Impfung, offen.

Die Absicht von Bundesgesundheitsminister Spahn, eine Impfpflicht einzuführen, Verstöße mit einem Bußgeld zu ahnden und ungeimpfte Kinder aus Kindertagesstätten zu entfernen, kann vor diesem Hintergrund nur als Versuch, in die Schlagzeilen zu kommen, angesehen werden. Was besonders bedenklich ist, ist die Leichtigkeit, mit der Polit-Darsteller heutzutage in die Freiheitsrechte ihrer Bürger eingreifen zu können glauben, mit der sie für ein Kollektiv behauptete Vorteile auf Kosten von Individualrechten durchsetzen zu können glauben. Es zeigt, dass die Polit-Darsteller längst im Sozialismus angekommen sind und sich selbst vor allem als Personen definieren, die ihre vermeintliche Bedeutung dadurch unterstreichen, dass sie andere gängeln und mit Zwangsmitteln verfolgen.

Die Frage, ob man sich impfen lassen will, ist eine Frage, die jeder für sich selbst bzw. die Eltern für ihre Kinder beantworten müssen. Es ist eine Frage, die man nur beantworten kann, wenn man die Fakten, wie wir sie hier dargestellt haben, gegeneinander abwägt. Es ist keine Frage, die dazu geeignet ist, dass kleine Polit-Darsteller ihre Machtphantasien ausleben.

Im übrigen ist die Sterblichkeit, die mit Masern verbunden ist, schon vor der Einführung der Impfung gegen Masern massiv gesunken, wie die folgende Abbildung zeigt, und zwar aufgrund von Verbesserungen bei der Versorgung mit Vitamin A und der weitgehenden Beseitigung von Unterernährung in Industriegesellschaften. Und wer alt genug ist, um sich noch an eine Jugend in einem nicht-Nanny-Land zu erinnern, der wird sich auch an die Normalität erinnern, mit der Masern durch Schulklassen gegangen sind. Der Autor dieser Zeilen verdankt seine Immunität gegen Masern einer Erkrankung im Alter von sieben Jahren. Wer unter den Lesern ist nicht in jungen Jahren an Masern erkrankt und hat es überlebt?

Physicians for Informed Consent

Man wird derzeit den Eindruck nicht los, es mit einer Flut orchestrierter Kampagnen zu tun zu haben, die sich allesamt dadurch auszeichnen, dass sie Eingriffe in individuelle Freiheitsrechte und individuelle Besitzrechte legitimeren sollen. Der Sozialismus kommt auf breiter Front und muss auf einer ebenso breiten Front bekämpft werden.


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