Ist Dummheit weiblich? Magdeburg verschleudert Millionen in Gender-Gastprofessuren

Der Einzelplan 06 „Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung – Wissenschaft und Forschung“ des Landes Sachsen-Anhalt weist unter Titel 427 69 für die Otto-von-Guericke-Universität Mittel aus, die vorgesehen sind, um Gastprofessuren zu vergeben. Seit 2015 wurden dafür Mittel in Höhe von mehr als 1,2 Millionen Euro jährlich vom Land, also von den Steuerzahlern bereitgestellt.

Die Otto-von Guericke-Universität (OVGU) in Magdeburg vergibt im Wesentlichen zwei Gastprofessuren. Beide sind dem „Büro der Gleichstellungsbeauftragten“ angegliedert, nämlich die „Dorothea-Erxleben-Gastprofessur“, die der „Förderung weiblicher Karrieren im Rahmen der Hochschullehrerinnenlaufbahn“ dienen soll und die Marianne-Schminder Gastprofessur mit Teildenomination Geschlechterforschung, die das „Ziel der Etablierung von Geschlechterforschung in vielfältigen Kontexten an der OVGU in kultur- und gesellschaftswissenschaftlicher Forschung, den MINT Fächern oder der Medizin“ erreichen soll.

Derartige staatliche Interventionen mit dem Ziel, ein bestimmtes Fach, das kein wissenschaftliches, sondern ein ideologisches Fach ist, an Hochschulen festzusetzen, sind aus dem Nationalsozialismus und dem Sozialismus bekannt. In freiheitlichen und vor allem demokratischen politischen Systemen war eine derartige Einflussnahme vor der Festschreibung des Genderismus als neue sozialistische Doktrin nicht bekannt.

Wie jede Ideologie, so haben auch die Gender Studies nichts zum wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn beizutragen. Wie jede Ideologie, so behindern auch die Gender Studies den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn.

Ein geradezu herausragendes Beispiel für den ideologischen Unfug, den Gender Studies an Universitäten verbreiten, hat Andrea Wolffram, die die nächsten 2,5 Jahre den Steuerzahlern in Sachsen-Anhalt zur Last fallen wird, als Marianne-Schminder-Gastprofessor, in ihrer Antrittsvorlesung geliefert.

Hier die Ankündigung von der ersten (!sic) Seite des Internetauftritts der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg:

 

„Sind Elektroautos weiblich?“

Man muss zweimal lesen, um sicherzugehen, dass dieser Quatsch tatsächlich von der Webseite einer Universität stammt. Ist Ihnen schon einmal ein Elektroauto mit Geschlechtsteil aufgefallen? Uns auch nicht. Aber, da es immer noch schlimmer kommt als man es sich in seinen schlimmsten Phantasien vorstellen kann, hier ein Ausschnitt aus dem CEWS Journal, das vom „Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung“ herausgegeben wird, eine weitere Organisation, die den Steuerzahlern zur Last fällt, ohne dass auch nur ansatzweise klar wird, welcher Nutzen den Steuerzahlern für ihr Geld entsteht.

Alles, was in Deutschland unter der Bezeichnung „Frauenförderung“ läuft, ist – da es bislang keinerlei wirtschaftliche Gesamtrechnung gibt, der man auch nur einen geringen Nutzen entnehmen kann – ein riesengroßer Selbstbereicherungsapparat für Frauen, die es auf dem Freien Markt in den meisten Fällen nicht einmal in die Nähe einer Universität geschafft hätten. Deshalb wurden über die vielen Programme der Förderung außerordentliche Stellen geschaffen, die an Universitäten angesiedelt sind, mit dem normalen Betrieb einer Universität aber schon deshalb nichts zu tun haben, weil sie keinerlei Erkenntnisgewinn, keinerlei Nutzen beitragen. Alles, was sie beitragen, ist Quatsch wie der folgende:

„Technik ist nicht neutral“, so Gastprofessorin Dr. Wolffram auf ihrer Antrittsvorlesung. „Schon immer sind gesellschaftlich definierte Geschlechterrollen ein zentraler Faktor sozialer Ungleichheiten bei technologischen Entwicklungen gewesen.“ Schon als in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts das Fahrrad erfunden wurde, habe die damalige Mode verhindert, dass Frauen von der Entwicklung profitierten. Das gelte genauso für die Durchsetzung des Verbrennungsmotors in Automobilen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. „Bis heute gelten vor allem die PS-starken Versionen als männlich. Im Gegensatz dazu wurde der Wandel hin zum Elektroauto in den Medien zunächst hauptsächlich durch Mobilitätsmotive und –bedürfnisse verbunden, die mit Frauen assoziiert werden. Entsprechend wird an Frauen die Botschaft gesendet – es ist so kinderleicht, auch ohne technikaffin zu sein, die E-Autos aufladen zu können. Jüngste Entwicklungen in der Elektromobilität ermöglichen nun aber wieder die Verknüpfung von Männlichkeit mit dem Auto als Abenteuermaschine.“

„Schon immer sind gesellschaftlich definierte Geschlechterrollen ein zentraler Faktor sozialer Ungleichheit bei technologischer Entwicklung gewesen“. Das Schöne an derartigen apodiktischen Aussagen ist, dass man die dahinterstehende Dummheit mit einem einzigen Gegenbeispiel offenlegen kann. Hätte Wolffram recht, dann  müsste ein natürlich patriarchalisches Modediktat, Frauen daran hindern, ein Smartphone oder einen Computer zu benutzen. Die Lächerlichkeit der Behauptung von Wolffram ist offenkundig. Das ein intelligenter Mensch keine vollmundigen Behauptungen aufstellt, die mit „schon immer“ eine raum-zeitliche Unendlichkeit beanspruchen, sei hier nur der Ordnung halber vermerkt.

Ansonsten überlassen wir es unseren Lesern, den gesellschaftlichen Nutzen der Erkenntnis von Frau Wolffram, dass PS-starke Autos als „männlich“ gelten, zu bewerten. Psychiater haben vielleicht einen Nutzen von solcher vermeintliche Erkenntnis. Psychiater, die sich mit Phobien oder Psychosen befassen, denn der Zwand daraus, dass Männer vielleicht häufiger in Autos mit viel PS zu finden sind als Frauen, zu schließen, dass diese Autos „männlich“ sein müssten, kann nur als Psychose aufgefasst werden.

Das bringt uns zurück zur Ausgangsfrage: Ist Dummheit weiblich?

Natürlich ist Dummheit weiblich: das grammatikalische Geschlecht von Dummheit ist weiblich.

Nun gibt es in Deutschland geistig Unflexible, die nicht zwischen dem grammatikalischen und dem biologischen Geschlecht unterscheiden können, weshalb sie an allen möglichen Orten „*“ oder „_“ oder „Innen“ anfügen müssen (weitere Kandidaten für die oben benannten Psychiater). Für sie ergibt sich leider die logische Folgerung, dass sie aufgrund ihrer Unfähigkeit, das grammatikalische vom biologischen Geschlecht zu unterscheiden, zu dem Schluss kommen müssen, dass Dummheit mindestens so weiblich ist wie Elektroautos. Dass diejenigen, die an allen möglichen Orten „*“ oder „_“ oder „Innen“ anfügen müssen, sich in den Gender Studies finden, rundet diesen Beitrag einfach nur ab.


Wir danken einem Leser von der Otto-Guericke-Universität in Magdeburg für den Hinweis auf diesen Unfug und versprechen, seinem Anliegen, die OVGU im Gender Trash Ranking anzuheben, im nächsten Ranking zu entsprechen.


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